{"id":6759,"date":"2017-01-27T20:24:07","date_gmt":"2017-01-27T20:24:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wiesenhausen.de\/?page_id=6759"},"modified":"2025-10-27T18:08:31","modified_gmt":"2025-10-27T18:08:31","slug":"internationale-nachrichten-archiv","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wiesenhausen.de\/?page_id=6759","title":{"rendered":"Internationale Nachrichten &#8211; Archiv"},"content":{"rendered":"<p>Hier werden die letzten Meldungen und Artikel aus der Rubrik &#8222;Internationale Nachrichten&#8220; gespeichert und archiviert, sodass man diese auch nach der Herunternahme von der Homepage noch lesen kann. Die Nachrichten sind chronologisch sortiert, beginnend mit der j\u00fcngsten und endend mit der \u00e4ltesten Nachricht.<\/p>\n<p><strong>Nach Amtsantritt von Erde-Repr\u00e4sentant Trump: Zur\u00fcckhaltung bei Weltenoberh\u00e4uptern<\/strong><\/p>\n<p>Am Montag erfolgte der Amtsantritt des neuen Erde-Repr\u00e4sentanten im Weltenbund, der zugleich Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten von Amerika ist. Die Besonderheit dieses Mal: Die anderen Weltenoberh\u00e4upter kennen ihn bereits, den der neue alte Erde-Repr\u00e4sentant ist Donald J. Trump, der den Planeten bereits in den Jahren 1817 bis 1821 im Weltenbund vertrat. Seine damalige Amtszeit war insbesondere von mangelnder Kooperationsbereitschaft, Desinteresse an interuniversellen Angelegenheiten und wankelm\u00fctigen Entscheidungen gepr\u00e4gt, sodass seine nun erfolgende R\u00fcckkehr in den Weltenbund sehr zur\u00fcckhaltende Reaktionen hervorrief.<\/p>\n<p>Trump, der in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington am Montag vereidigt wurde, legte in seiner unmittelbar anschlie\u00dfenden Antrittsrede ziemlich deutlich die Richtung dar, in welche er politisch gehen m\u00f6chte. W\u00e4hrend er sich zu interuniversellen Angelegenheiten nicht \u00e4u\u00dferte, au\u00dfer dass er eine bemannte Marsmission von der Erde aus starten m\u00f6chte, kann auch aus den \u00fcbrigen \u00c4u\u00dferungen des neuen Erde-Repr\u00e4sentanten ungef\u00e4hr abgeleitet werden, worauf sich die anderen Weltenoberh\u00e4upter in den kommenden vier Jahren einstellen m\u00fcssen. Dabei stach vor allem das Verst\u00e4ndnis von Wirtschaft und Handel Trumps heraus, der in diesem Bereich wohl an seine Politik von Z\u00f6llen und Handelsbeschr\u00e4nkungen aus seiner ersten Amtszeit ankn\u00fcpfen m\u00f6chte. Schon damals verh\u00e4ngte er harte Beschr\u00e4nkungen gegen Waren aller Art aus anderen Welten, um die Produktionsst\u00e4tten der Erde zu sch\u00fctzen, wobei es ihm schon damals wohl vor allem um die Arbeits- und Produktionsst\u00e4tten des eigenen Landes und weniger des eigenen Planeten ging. Neben den wirtschafts- und handelspolitischen Pl\u00e4nen verk\u00fcndete Trump zudem eine Reihe von gesellschaftspolitischen Ma\u00dfnahmen, die auf die interuniversellen Beziehungen wohl wenig Einfluss haben werden, die Gesellschaft im derzeit m\u00e4chtigsten Staat der Erde aber wohl weiter auseinanderdriften lassen wird.<\/p>\n<p>Am relevantesten wurde es f\u00fcr die Gesandten der unterschiedlichen Weltregierungen, die auch bei der Vereidigung zugegen waren, dann bei der Skizzierung der Au\u00dfenpolitik des neuen Erde-Repr\u00e4sentanten. W\u00e4hrend Trump in seiner Rede auf eine Reihe inner-irdischer Konflikte und Ideen einging, offenbarte er ein in gro\u00dfem Ma\u00dfe imperialistisches Verst\u00e4ndnis seines eigenen Landes. Dabei bezog er sich in seiner Rede beispielsweise auf einen seiner Vorg\u00e4nger, der \u00fcber hundert Jahre vor ihm das Amt als US-Pr\u00e4sident inne hatte, damals allerdings nicht Erde-Repr\u00e4sentant war, da das Amt zu dieser Zeit noch dem britischen Premierminister zustand. Besagter Vorg\u00e4nger war der ehemalige Pr\u00e4sident William McKinley, der als Initiator einer eher imperialistisch gepr\u00e4gten Au\u00dfenpolitik des Vereinigten Staaten von Amerika war und diese auch in einige milit\u00e4rische Auseinandersetzungen f\u00fchrte. Irritation und Besorgnis l\u00f6ste dementsprechend nicht nur die Referenz auf McKinley aus, sondern auch die fast beil\u00e4ufige Aussage Trumps, dass sein eigenes Land sein Territorium erweitern werden w\u00fcrde. Sollte dies, auf welche Weise auch immer, in die Tat umgesetzt werden, droht ein tiefer innerer Konflikt auf der Erde, einem Planeten, der mittlerweile ohnehin in Bezug auf Kriege und Auseinandersetzungen das Sorgenkind des Weltenbundes geworden ist. Kuriose Randnotiz war zudem, dass sich der von Trump genannte McKinley noch am Abend aus der Verstorbenenwelt meldete, und sich nicht selbst h\u00f6chst irritiert zeigte, dass \u00fcber 120 Jahre nach Ende seiner Pr\u00e4sidentschaft scheinbar keine Weiterentwicklung der Au\u00dfenpolitik in den Vereinigten Staaten stattgefunden habe.<\/p>\n<p>Die anwesenden Vertreter anderer Weltregierungen \u00e4u\u00dferten sich am Rande der Vereidigungsfeier nach der Rede des neuen Erde-Repr\u00e4sentanten insgesamt zur\u00fcckhaltend bis besorgt. Au\u00dfendromorniss Henriksen \u00e4u\u00dferte etwa die Besorgnis, dass die Erde sich aufgrund sich versch\u00e4rfender innerer Konflikte noch weiter aus dem Geschehen im Weltenbund zur\u00fcckziehen werde, und das, obwohl sie bereits diejenige Welt sei, die die wenigsten Handelsbeziehungen und Interaktionen mit anderen Welten habe. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferten sich auch Vertreter wie die Au\u00dfenminister der Geisterwelt, Robert de Fant\u00f4me, und der Roboterwelt, Georg Gl\u00fchdraht.<\/p>\n<p>Die anderen Weltenoberh\u00e4upter, mit denen Trump sp\u00e4testens beim Weltenbundgipfel im Sommer in der Baumhauswelt aufeinandertreffen wird, schlossen sich den Einsch\u00e4tzungen ihrer Diplomaten an. Weltkaiser Apfulkrax \u00e4u\u00dferte sich, nachdem er Trump bereits im November nach dessen gewonnener Wahl schriftlich gratuliert hatte, am Nachmittag vor Reportern im Park des Palaces Monda. Nach einer erneuten kurzen Gratulation rief er Trump dazu auf, die Fehler seiner ersten Amtszeit nicht zu wiederholen und den Bedeutungsverlust, den die Erde in den letzten zehn Jahren im Weltenbund erlitten habe, aufzuhalten. Dabei \u00e4u\u00dferte er insbesondere Besorgnis angesichts der zunehmenden Gewalt auf der Erde und sprach davon, dass der Planet Gefahr laufe, sich aufgrund innerer Streitigkeiten interuniversell zu den meisten Anliegen \u00fcberhaupt nicht mehr positionieren zu k\u00f6nnen, da keine eigene Position erarbeitet werden k\u00f6nne. Baumhaus-Pr\u00e4sident Exaquantus sprach in seinem Statement davon, dass man nun zwar wieder klare Ansagen vom Erde-Repr\u00e4sentanten erwarten k\u00f6nne, doch dass man Zweifel daran haben k\u00f6nne, ob diese einerseits dem breiten Spektrum an unterschiedlichen Auffassungen auf der Erde gerecht werden und andererseits der interuniversellen Gemeinschaft zutr\u00e4glich seien. Er f\u00fcgte an, dass Trump zwar wesentlich wacher wirke als sein nun abtretender Vorg\u00e4nger Biden, er aber trotzdem erst einmal die ersten politischen Entscheidungen abwarten wolle. Hintergrund war hierbei sicherlich auch ein Vorfall beim letzten Weltenbundgipfel im Herbst in der Verstorbenenwelt, als der damalige Erde-Repr\u00e4sentant Biden Exaquantus als &#8222;Pr\u00e4sident Exitus&#8220; adressierte, bei Konferenzen dem Einschlafen nahe war und den Pr\u00e4sidenten der Verstorbenen Welt Franklin D. Roosevelt mit &#8222;Theodore&#8220; ansprach. Verstorbenenpr\u00e4sident Roosevelt schlie\u00dflich war es auch, der in seiner Reaktion am deutlichsten wurde, indem er sich \u00fcber die allgemeine Qualit\u00e4t der Erde-Repr\u00e4sentanten kritisch \u00e4u\u00dferte und nahelegte, dass die interuniverselle Gemeinschaft sich \u00fcberlegen m\u00fcsse, wie der Repr\u00e4sentant der Erde langfristig ermittelt werden solle. Hintergrund ist, dass die seit 1745 den Erde-Repr\u00e4sentanten stellenden Vereinigten Staaten von Amerika nicht nur zunehmend an Einfluss verlieren, sondern die Politik des jeweiligen Vertreters auch immer weniger den Ansichten und Interessen der Erde entspricht. Die Erde ist der einzige Planet im Weltenbund, auf welchem das Staatsoberhaupt des m\u00e4chtigsten Landes gleichzeitig Repr\u00e4sentant im Weltenbund ist, w\u00e4hrend in allen anderen Welten eigene Wahlen f\u00fcr den Posten eines Weltkaisers oder Weltpr\u00e4sidenten stattfinden.<\/p>\n<p>Insgesamt fielen die Reaktionen auf den neuen alten Erde-Repr\u00e4sentanten im Weltenbund somit sehr zur\u00fcckhaltend, abwartend und teils kritisch aus. Die kommenden vier Jahre werden zeigen, ob eine \u00e4hnliche Verhaltensweise seitens der Erde an den Tag gelegt wird wie w\u00e4hrend Trumps erster Amtszeit. Sollte dies der Fall sein oder sogar noch verst\u00e4rkt werden, k\u00f6nnte dies tiefgreifende Konsequenzen haben, sowohl f\u00fcr die interuniverselle Bedeutung der Erde an sich, als auch auf die Frage, wer die Erde langfristig beim Weltenbund repr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weltregierung erreicht grunds\u00e4tzliche \u00dcberpr\u00fcfung der Todesstrafe<\/strong><\/p>\n<p>Schon lange war es eine Herzensangelegenheit von Weltkaiser Apfulkrax. Die weltweite Abschaffung der Todesstrafe hatte er bereits in seiner ersten Amtszeit ab 1815 in Angriff genommen, ein vollst\u00e4ndiges Verschwinden von der Weltkarte schien damals jedoch wegen des enormen Widerstandes einiger Staaten unrealistisch zu sein. Nun ist der Weltkaiser seinem Ziel ein ganzes St\u00fcck n\u00e4hergekommen. Die 18 Staaten der Lieben Welt, die de jure und de facto noch die Todesstrafe ausf\u00fchren, unterzeichneten am Mittwoch ein Moratorium, vorerst bis zum 31.12.1826.<\/p>\n<p>\u201eDen Wert einer Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit ihren Straft\u00e4tern umgeht\u201c, erkl\u00e4rte Apfulkrax auf einer seiner ersten Reden vor dem Weltbund im Dezember 1815. Als ehemaliger Milit\u00e4r ist er ein erbitterter Verfechter des Rechtsstaats, auch im Kriegsrecht positionierte er sich stets gegen Exekutionen. Wiederholt stellte er seine Abneigung gegen juristisch ver\u00fcbte Morde zur Schau, \u00e4chtete Exekutionen und deren Bef\u00fcrworter \u00f6ffentlich. Seinem Anspruch, die Liebe Welt zu einer \u201eWelt des Rechts und der Menschenw\u00fcrde\u201c zu machen, konnte er in diesem Punkt jedoch lange nicht gerecht werden. Zu gro\u00df schien der Gegenwind aus L\u00e4ndern, die diese Form der Strafe teilweise schon seit Jahrhunderten in ihren Gesetzb\u00fcchern niedergeschrieben haben, insbesondere Molquarze, Klondyk und Blumenparadies stellten sich quer. In Blumenparadies etwa warten noch rund 60 Beteiligte am Kilis-Putsch auf ihre Hinrichtung. F\u00fcr diese und andere zum Tode verurteilte Straft\u00e4ter besteht nun Hoffnung auf eine Umwandlung ihres Urteils. Die 18 betreffenden Staaten einigten sich mit Palaces Monda und Weltbund auf ein Moratorium und damit einer vor\u00fcbergehenden Aussetzung der Todesstrafe bis Ende 1826. In dieser Zeit soll eine grundlegende \u00dcberpr\u00fcfung dieser Bestrafungsform erfolgen, mit offenem Ende.<\/p>\n<p>Von den 18 Staaten haben 12 in den vergangenen f\u00fcnf Jahren die Todesstrafe mindestens einmal angewandt. Sie gilt in allen L\u00e4ndern nur f\u00fcr besonders schwere Straftaten wie Mord, in Blumenparadies und Klondyk kann sie allerdings auch wegen Landesverrats ausgesprochen werden. Die h\u00e4ufigste Hinrichtungsmethode ist derweil das Erschie\u00dfen, gefolgt von der Giftspritze. Staaten wie Molquarze und South Dargobinien hatten noch 1814 versucht, den Todesfluch \u201eAvada Kedavra\u201c als erste Methode zu etablieren, scheiterten aber am Veto der Lieben Zauberergemeinschaft. Ausgefallene Methoden waren bis zuletzt noch Erh\u00e4ngen, zuletzt 1808 in Veridor durchgef\u00fchrt, und die Guillotine, deren letzter Einsatz in Riesle 1811 stattfand. Beide Male hatte es massive internationale Proteste und Sanktionen gegeben, die letztlich zur Abkehr solch ungew\u00f6hnlicher Hinrichtungsmethoden f\u00fchrten. Nach der Wahl vom Apfulkrax zum Weltkaiser stand fest, dass Exekutionen nun allgemein st\u00e4rker ge\u00e4chtet w\u00fcrden, der massive internationale Druck f\u00fchrte die betreffenden Staaten nun an einen gemeinsamen Tisch. Besonders zwei zuletzt missratene Exekutionen sch\u00fcrten den Kampf f\u00fcr die Abschaffung der Todesstrafe. Anfang des Jahres war ein Verurteilter in Klondyk nach dem Einsatz der Giftspritze ins Koma gefallen und letztlich an seinem eigenen Erbrochenen erstickt. Im Juni wurde bei einem Erschie\u00dfungskommando in South Dargobinien ein Verurteilter in den Hals getroffen und verblutete qualvoll.<\/p>\n<p>Im Palaces Monda fanden seit August Gespr\u00e4che mit Weltkaiser Apfulkrax, Justizdromorniss Petrarca, Innendromorniss Moleskar und Weltbund-Chefin Yvonne Carlsen statt. Ausl\u00f6ser war letztlich auch die vergangene Weltwahl, bei der mit Albert Hunter ein Justizdromorniss abgew\u00e4hlt wurde, der den Staaten noch die komplette Entscheidungsfreiheit zugestanden hatte. Petrarca dagegen machte Wahlkampf mit Apfulkrax\u2018 Forderung und siegte schlie\u00dflich. Als besonders hartn\u00e4ckig erwiesen sich bei den Gespr\u00e4chen dem Vernehmen nach Molquarze, Klondyk und Blumenparadies. Molquarzes Pr\u00e4sident Mehler verbat sich noch bis vor kurzem jegliche Einmischung in die Jurisdiktion seines Landes, Abrassimov und Cannyen f\u00fchrten die Prozesse gegen die Kriegsverbrecher aus 1812 bzw. 1813 an, die nach der Weltschlacht und dem Kilis-Putsch gef\u00fchrt wurden. Dies allerdings hatte der LWGH in Palar schon seinerzeit ger\u00fcgt und hatte viele dort Eins\u00e4ssige in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt, aufgrund der fehlenden Bindung der Urteile hielten sich jedoch weder Klondyk noch Blumenparadies an die Vorgaben.<\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4che wurden dar\u00fcber hinaus begleitet von Rechtsexperten, Humanwissenschaftlern und Ethikern. Dabei spielten Vorg\u00e4nge im menschlichen K\u00f6rper eine Rolle, ethische und gesellschaftliche, wie auch philosophische Fragestellungen und die rechtlichen Komplikationen bei staatlich veranlassten T\u00f6tungen. Wichtig war der Weltregierung wohl besonders eine Grundsatzdiskussion mit dem Ziel, gegenseitiges Verst\u00e4ndnis zu wecken. Konstruktiv seien die Verhandlungen abgelaufen, so konstruktiv, dass es letztlich ein einstimmiges Votum der 18 Staaten f\u00fcr eine zweij\u00e4hrige Aussetzung der Todesstrafe gab. Einige Staaten hatten bereits in den vergangenen Jahren mit der Abschaffung gelieb\u00e4ugelt, da die oftmals angef\u00fchrte Abschreckungswirkung nicht evident sei. Zudem haben in den vergangenen drei Jahren vier L\u00e4nder die Todesstrafe komplett abgeschafft, zuletzt Olkanien. Mit der Weltregierung einigte man sich auf eine Kommission, deren Mitglieder zu einem Drittel aus Vorschl\u00e4gen der Staaten, zu einem Drittel aus Vorschl\u00e4gen der Weltregierung, sowie zu einem Drittel aus Gesandten anderer Welten bestehen soll. Von den anderen Welten sind die Erde, Tannazien und die Baumhauswelt noch Anwender der Todesstrafe. Im Rahmen der Kommission sollen Vor- und Nachteile aus jeglicher Perspektive ausgelotet werden und eine anschlie\u00dfende Empfehlung ausgesprochen werden, die allerdings nicht bindend ist.<\/p>\n<p>\u201eWir sind nach wie vor Herr \u00fcber unsere Gesetze\u201c, betonte Walter Mehler. \u201eAllerdings verstehen wir die Notwendigkeit einer ethischen \u00dcberpr\u00fcfung und sto\u00dfen diese jetzt mit an.\u201c Mehler galt stets als grunds\u00e4tzlicher Bef\u00fcrworter der Todesstrafe, relativierte diese Haltung zuletzt jedoch immer wieder und begr\u00fcndete sie haupts\u00e4chlich mit Kosten- und Sicherheitsgr\u00fcnden. In der Kritik \u2013 nicht nur der 18 Staaten mit Todesstrafe \u2013 stehen in letzter Zeit auch vermehrt die Haftbedingungen in internationalen Hochsicherheitsgef\u00e4ngnissen wie dem ber\u00fcchtigten Erkensgrat-Gef\u00e4ngnis vor Rhamatrucha. Immer wieder ist von menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen die Rede, von permanenter Isolationshaft bis hin zu Bestrafungsformen, die als Folter klassifiziert werden k\u00f6nnen, etwa der wochenlangen Verdunklung der Zellen. Eine Studie aus 1822 legte den Schluss nahe, dass Insassen dieser Art Gef\u00e4ngnis zu 85% psychische Krankheiten in Folge der Haftbedingungen entwickelten und teilweise gef\u00e4hrlicher w\u00fcrden, als zum Zeitpunkt der Inhaftierung. Ma\u00dfnahmen wurden von der Weltregierung noch nicht getroffen, die Kommission d\u00fcrfte jedoch auch \u00fcber diese Form der Bestrafung beraten. Auch hier sind die Ergebnisse der Beratungen offen. Dennoch war man auf Seiten des Palaces Monda \u00fcberaus zufrieden. \u201eWir gehen heute einen weiteren Schritt in der Entwicklung der Lieben Welt\u201c, sagte Apfulkrax zuversichtlich. \u201eAuf menschlicher Ebene sollten wir niemals vergelten oder Rache \u00fcben. Gewalt produziert mehr Gewalt und dem wirken wir nun entgegen.\u201c Auch Juan Ra\u00fal Petrarca zeigte sich optimistisch: \u201eAus rechtsphilosophischer Sicht kann ich nur gl\u00fccklich sein. Staatlich ver\u00fcbte Gewalt legitimiert letztendlich auch Gewalt untereinander und befeuert das Gewaltpotenzial einer Gesellschaft. Ich bin sicher, dass wir heute einen Beitrag zu weniger Gewalt auf unserer Lieben Welt geleistet haben.\u201c Weltbund-Chefin Carlsen pflichtete dem bei: \u201eIm Weltbund gibt es ein klares Bekenntnis f\u00fcr eine \u00dcberpr\u00fcfung unserer Bestrafungsformen. Daf\u00fcr haben wir heute den Ansto\u00df gegeben.\u201c<\/p>\n<p>Damit kann der Liebe Apfulkrax f\u00fcr seine Au\u00dfenwahrnehmung neue Punkte sammeln. Mit dem Kunstst\u00fcck, starre Ansichten an einen Tisch zu bringen und diesen \u00dcberpr\u00fcfungsprozess in Gang zu bringen, kommt er dem Erreichen seiner Ziele bei Amtsantritt immer n\u00e4her. Auch die betroffenen Staaten k\u00f6nnen so gesichtswahrend aus den Gespr\u00e4chen kommen, das offene Ende der \u00dcberpr\u00fcfung der Todesstrafe macht es ihnen leicht, den Eindruck einer eigenen Kontrolle zu evozieren. Alles in allem eine Win-Win-Situation. Bis zur Empfehlung der Kommission.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tannazien w\u00e4hlt Naledi als Nachfolger von Cromagnon &#8211; Fortf\u00fchrung der Politik erwartet<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Weltwahl auf der Lieben Welt im vergangenen November sind es in diesem Jahr zwei Welten, auf denen neue Oberh\u00e4upter bestimmt werden: W\u00e4hrend dies auf der Erde mit der Wahl in den Vereinigten Staaten von Amerika Anfang November geschehen wird, hat die Dinosaurier- und Urzeitwelt Tannazien ihre diesj\u00e4hrige Wahl nun beendet und ein Ergebnis bekannt gegeben. Demnach wird Oscar Naledi neuer Pr\u00e4sident von Tannazien und damit Nachfolger des allseits beliebten und auch interuniversell gesch\u00e4tzten Pr\u00e4sidenten Leonardo Cromagnon.<\/p>\n<p>Cromagnon, der die Urzeitwelt seit 1810 gef\u00fchrt hatte, durfte nach einer Wiederwahl 1817 in diesem Jahr nicht noch einmal antreten, wie es die Tannazische Weltverfassung gebietet. F\u00fcr die n\u00e4chste siebenj\u00e4hrige Amtszeit war somit schon l\u00e4nger klar gewesen, dass ein neuer Pr\u00e4sident als Cromagnons Nachfolger gesucht werden w\u00fcrde. Bereits vor zwei Jahren kristallisierten sich die ersten Kandidaten heraus und Anfang diesen Jahres stand das vollst\u00e4ndige Kandidatenfeld schlie\u00dflich fest. Insgesamt vier Spitzenkandidaten traten mit einer realistischen Chance an, Nachfolger von Cromagnon zu werden. Zum einen war dies der Vorsitzende von Cromagnons Partei &#8222;Steinzeitliche Fortschrittspartei&#8220; (SFP), Oscar Naledi, dem im Vorhinein die besten Chancen einger\u00e4umt wurden, da er an den durchaus erfolgreichen politischen Projekten von Cromagnon in der j\u00fcngeren Vergangenheit bereits tatkr\u00e4ftig mitgewirkt hatte. Zum zweiten war dies Lorenz Afarensis, Spitzenkandidat der &#8222;Urzeitlich-Konservativen Allianz&#8220; (UKA), der als \u00e4rgster Konkurrent von Naledi angesehen wurde. Dar\u00fcber hinaus Richard Habilis von der &#8222;H\u00f6hlenmenschenpartei&#8220; (HMP) und Minerva Ergaster von den &#8222;Liberalen Urmenschen&#8220; (LUM), denen jedoch jeweils nur Au\u00dfenseiterchancen zugesprochen wurden.<\/p>\n<p>Die Wahl, die in Tannazien schon immer eine extrem herausfordernde Logistik erfordert, begann diesmal bereits Ende Mai, da die unterschiedlichen Kontinente und Stammesgruppen, in die der Planet eingeteilt ist, sehr weit auseinanderliegen und die Wege zwischen den einzelnen bev\u00f6lkerten Regionen sehr lang sind. Dabei m\u00fcssen die Wahlzettel teils zu Fu\u00df in extrem d\u00fcnn besiedelte Regionen gebracht werden, wo dann in einer Stammesgruppe gew\u00e4hlt wird. Ist die Wahl abgeschlossen, tr\u00e4gt der Bote die Zettel zur\u00fcck in die tannazische Hauptstadt, wo sie dann ausgewertet werden. Die Ergebnisse werden dann kontinentsweise ver\u00f6ffentlicht, da Staaten, wie es sie beispielsweise auf der Lieben Welt gibt, in dieser Form auf Tannazien nicht existieren. So wurde als erstes in den n\u00f6rdlicheren Kontinenten Ur, Nuna und Kenorland, die am d\u00fcnnsten besiedelt sind, ein Ergebnis bekannt, welches in der Hauptstadt Tannaziens, Neanderthal, ver\u00f6ffentlicht wurde. Demnach konnte in Ur und Nuna Spitzenkandidat Afarensis jeweils Mehrheiten f\u00fcr sich gewinnen, w\u00e4hrend Naledi in Kenorland die Mehrheit auf sich vereinen konnte. Anfang Juli wurden dann auch die Ergebnisse aus den s\u00fcdlicheren Kontinenten Rodinia, Pannotia und Laurussia ausgez\u00e4hlt und in Neanderthal pr\u00e4sentiert, wobei sich Naledi in Rodinia und Laurussia durchsetzen konnte, w\u00e4hrend er in Pannotia hauchd\u00fcnn gegen Afarensis unterlag. Vor der Wahl in den rund um den tannazischen \u00c4quator liegenden zwei Hauptkontinenten Laurasia und Gondwana gab es somit ein h\u00f6chst ausgeglichenes und somit spannendes Rennen zwischen den beiden Hauptkandidaten. In Laurasia und Gondwana wiederum \u00e4hnelt die Wahl dann wohl am ehesten Wahlen, wie sie auch auf der Lieben Welt stattfinden. Seit Anfang August hatten die W\u00e4hler zwei Wochen Zeit, ihre Stimme abzugeben, was in diesen beiden am dichtesten besiedelten Kontinenten ohne Weiteres logistisch m\u00f6glich ist. Am gestrigen Abend gab es dann die mit Spannung erwartete Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse aus den beiden Kontinenten, die ergab, dass Naledi in Laurasia deutlich und in Gondwana knapp vor Afarensis lag, womit er als neuer Pr\u00e4sident Tannaziens gew\u00e4hlt war.<\/p>\n<p>Naledi trat am Abend dann vor jubelnden Anh\u00e4ngern in Neanderthal auf und zeigte sich \u00fcberw\u00e4ltigt von der Unterst\u00fctzung vor Ort. Er versprach, die wirtschaftliche Entwicklung, die unter seinem Vorg\u00e4nger Cromagnon merklich an Fahrt aufgenommen hatte, weiter fortzuf\u00fchren und in diesem Zuge auch weiter entlegene Gebiete des Planeten St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck mit den restlichen Kontinenten zu vernetzen. Auf Naledi kommt, neben den allgemeinen Herausforderungen, die ein solches Amt mit sich bringt, insbesondere die Aufgabe zu, L\u00f6sungen f\u00fcr die klimatischen Ver\u00e4nderungen Tannaziens zu finden. Die Urzeitwelt hat seit geraumer Zeit mit einer sich erkaltenden Atmosph\u00e4re und langen harten K\u00e4lteperioden, insbesondere in den n\u00f6rdlich und s\u00fcdlich gelegenen Kontinenten zu k\u00e4mpfen, wodurch die ohnehin schon geringe Bev\u00f6lkerungsdichte dort noch weiter abgenommen hat. Naledis Vorg\u00e4nger Cromagnon hatte zu diesem Zweck bereits eine Kooperation mit der Roboterwelt geschlossen, um in den von der K\u00e4lte am heftigsten betroffenen Regionen mittels Thermotechnologie und k\u00e4lteisolierten Schutzr\u00e4umen bessere Lebensbedingungen zu schaffen. Naledi hatte sich im Wahlkampf, allerdings ebenso wie auch seine Rivalen, klar zu einer Fortf\u00fchrung dieser Kooperation bekannt. Das zweite den Wahlkampf dominierende Thema war insbesondere die Erh\u00f6hung der Sicherheit der tannazischen Einwohner in Bezug auf Attacken und \u00dcberf\u00e4lle durch die Tannazien \u00fcberwiegend bev\u00f6lkernden Saurier und Wildtiere. W\u00e4hrend einige der dort lebenden Saurier bereits zu einer friedlichen Koexistenz mittels Vertr\u00e4gen gebracht werden konnten, stellen sich andere Gruppierungen nach wie vor unnachgiebig gegen die Urzeitmenschenbev\u00f6lkerung und richten regelm\u00e4\u00dfig gro\u00dfen Schaden an, vor allem in kleineren St\u00e4dten und D\u00f6rfern. Bei diesem Thema versprach Naledi im Wahlkampf mehr Ausgaben f\u00fcr Sicherheitskr\u00e4fte, f\u00fcr Schulungen von Privatpersonen an Waffen und wollte zugleich eine diplomatische Offensive in Richtung der gewaltt\u00e4tigen Gruppierungen starten. Ob ihm dies gelingt, wird die Zeit zeigen, da auch sein Vorg\u00e4nger Cromagnon in dieser Hinsicht nur sehr beschwerlich zu neuen Friedensvertr\u00e4gen gelangen konnte.<\/p>\n<p>Interuniversell wurde die Wahl Naledis mit Wohlwollen registriert. Weltkaiser Apfulkrax gratulierte dem neuen Tannazien-Pr\u00e4sidenten telefonisch und sprach seine Hoffnungen aus, die Zusammenarbeit mit der Urzeitwelt intensivieren zu k\u00f6nnen. In eine \u00e4hnliche Richtung gingen die Gl\u00fcckwunschbotschaften von Baumhauspr\u00e4sident Exaquantus, Geisterpr\u00e4sident Sir Ghoston oder Roboterpr\u00e4sident Knirtscha. Auch sie hofften, laut ihrer Nachrichten, auf eine st\u00e4rkere Zusammenarbeit mit Tannazien, welches, nach der vollkommen isolierten B\u00f6sen Welt, diejenige Welt im Sonnensystem ist, die die wenigsten Beziehungen interuniversell gekn\u00fcpft hat. So bestehen zwischen Tannazien und der Erde und auch der Verstorbenenwelt keinerlei nennenswerte Wirtschafts- oder Verteidigungsabkommen au\u00dfer B\u00fcndnissen, die im Falle eines Angriffs aus der B\u00f6sen Welt aktiviert werden w\u00fcrden. Mit dem neuen Pr\u00e4sidenten Naledi wird auf den anderen Welten eine Fortf\u00fchrung der Politik Cromagnons erwartet, der als erster Pr\u00e4sident in der Geschichte Tannaziens mehrfach auf anderen Welten zu Gast war und andere Weltenoberh\u00e4upter in Neanderthal zu Gast hatte, so zum Beispiel den Lieben Apfulkrax im M\u00e4rz diesen Jahres. W\u00e4hrend Tannazien bei der Intensivierung der diplomatischen Beziehungen insbesondere an der Technologie und den Kenntnissen der anderen Welten interessiert ist, sind die anderen Welten vor allem an den immensen Rohstoffvorkommen auf Tannazien interessiert, die dort vor Ort jedoch nur sehr schwer und unter widrigen Bedingungen abgebaut werden k\u00f6nnen. Trotzdem gab es auch hier unter Cromagnon, und wohl auch zuk\u00fcnftig unter Naledi, gro\u00dfe Fortschritte, wiederum durch Technologie aus der Roboterwelt, die zumindest einen Abbau verschiedener Bodensch\u00e4tze in der Zivilisation auf Tannazien nahe liegenden Gebieten erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Insgesamt scheint die Wahl auf Tannazien somit im Gro\u00dfen und Ganzen keine tiefgreifenden \u00c4nderungen f\u00fcr den Planeten zu bedeuten, sondern dessen Kurs in Richtung Diplomatie und Kooperation mit den anderen Welten weiter zu verst\u00e4rken und zu beschleunigen. Naledi hat dabei auch den Vorteil, dass er im Tannazischen Senat, vergleichbar in etwa mit dem Weltbund auf der Lieben Welt, allerdings in Parteien aufgeteilt, eine eigene Mehrheit hat und somit m\u00f6gliche Vorhaben einfacher durchsetzen kann. Ob Naledi die gro\u00dfen Fu\u00dfspuren seines Vorg\u00e4ngers Cromagnon ausf\u00fcllen kann, werden die n\u00e4chsten sieben Jahre zeigen. Sicher ist aber zumindest, dass Tannazien sich ganz allm\u00e4hlich zu einer den anderen Welten ebenb\u00fcrtigen Welt entwickelt und sein Image als zur\u00fcckgebliebener und kaum zivilisierter Planet nach und nach ablegen will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weltwahl 1823: Apfulkrax geht in dritte Amtszeit &#8211; Sechs neue Dromornisse im Amt<\/strong><\/p>\n<p>Seit Monaten wurde bereits wieder auf den 15. November diesen Jahres hin gefiebert, der zum vierten Mal in der Geschichte der Lieben Welt dar\u00fcber entscheiden w\u00fcrde, wer f\u00fcr die kommenden vier Jahre als Weltkaiser und dessen Dromornissenschaft im Palaces Monda in Wiesenhausen \u00fcber die Geschicke der Lieben Welt bestimmen wird. Schon seit Wochenbeginn waren die Vorboten der Wahl, insbesondere im Wiesenhausener Stadtteil S\u00fcdwiesenhausen, in welchem der Palaces Monda liegt, klar zu erkennen: Die gro\u00dfe Stra\u00dfe war ab der Abzweigung zum Zeltbaumtunnel nur noch f\u00fcr Personen frei gegeben, die sich ausweisen konnten und zum Areal des Weltpalasts hatten neben den dort arbeitenden Personen lediglich eine Hand voll zuvor registrierter Journalisten Zugang. Mit jedem Tag, den es auf den Mittwoch zuging, verst\u00e4rkte sich auch die Pr\u00e4senz von Polizei und Lieber Armee, sodass der vielfach zitierte Ausnahmezustand vor Ort bald erreicht war. Die Weltwahl, die bereits am Montagmorgen Meadowhousischer Zeit begonnen hatte, fand dann schlie\u00dflich am Mittwoch ihren H\u00f6hepunkt und zugleich ihren Abschluss mit der Verk\u00fcndung der Ergebnisse am Abend durch die offiziellen Stellen des Weltpalasts. Fernsehteams aus aller Welt und auch von anderen Welten waren zugegen, um das Spektakel mitzuverfolgen und live bei den immer wieder ver\u00f6ffentlichten Hochrechnungen dabei zu sein. Wie der Abend lief und welche Kandidaten am Ende ihre Duelle f\u00fcr sich entscheiden konnten, nun im Folgenden.<\/p>\n<p>Schon im Vorhinein war klar gewesen, dass einige Duelle und darunter auch der Kampf um die Position des Weltkaisers wohl nicht allzu spannend verlaufen w\u00fcrden. In sieben Duellen um Dromornissposten sowie dem F\u00fcnfkampf um den Thron im Weltpalast hatten die vorab erhobenen Umfragen derart deutliche Abst\u00e4nde zwischen den Kandidaten prognostiziert, dass eine spannende Auseinandersetzung um diese Posten allenthalben nicht erwartet wurde. In acht Dromornissduellen hingegen sah die Sache anders aus: Die prognostizierten Zahlen lagen dort f\u00fcr den jeweils vorne liegenden Kandidaten bei zum Teil deutlich unter 60%, was eine spannendes Duell indizierte. Die erste Hochrechnung der Weltwahl 1823, typischerweise noch mit gro\u00dfer Unsicherheit behaftet, brachte dann auch in den genannten sieben Duellen um Dromornissposten und auch dem Posten des Weltkaisers schon fr\u00fch Klarheit. Der bisherige Weltkaiser Lieber Apfulkrax w\u00fcrde in eine erneute und damit dritte Amtszeit gehen k\u00f6nnen und vereinte schon in der ersten Hochrechnung 50,8% und damit mehr als die H\u00e4lfte aller W\u00e4hlerstimmen auf sich. Sein \u00e4rgster Konkurrent Steven Bernstein lag bei 27,0% und konnte damit nur gut die H\u00e4lfte von Apfulkrax&#8216; Stimmen erringen. Die anderen drei Kandidaten, Marcus van Eeglen mit 12,8%, Marc Kadarov mit 5,4% und Christ Berggreen mit 4,0% konnten nur Bruchteile der Stimmen auf sich vereinen. Auch bei den sieben Dromornissposten, bei denen wenig Spannung erwartet worden war, zeigte sich schnell, dass die Demoskopen hier richtig gelegen hatten: Amtsinhaber Dagobert Duck vereinte 61,9% der Stimmen auf sich und konnte sich jetzt bereits auf eine dritte Amtszeit im Weltpalast vorbereiten, Konkurrent Petr Aersmil erreichte zu diesem Zeitpunkt 28,1% der Stimmen. Auch Verkehrsdromorniss Christoph Botao durfte sich fr\u00fch \u00fcber einen Wahlsieg freuen, wobei sogar 77,7% auf den Stararchitekten entfielen, und Konkurrentin Maria Riedenberger bei nur 22,3% landete. In seine zweite Amtszeit gehen w\u00fcrde Gesundheitsdromorniss Thomas Sch\u00e4ffke, der bei der ersten Hochrechnung 69,9% der Stimmen erhielt und damit seinen Herausforderer Carlos Schneckius (20,1%) fr\u00fch deutlich distanziert hatte. Ebenfalls eine weitere, hier bereits vierte, Amtszeit antreten durfte Entwicklungsdromorniss Steffen Winter, der schon in der ersten Hochrechnung 70,1% der Stimmen errang und Konkurrentin Katharina L\u00f6wenberg (29,9%) deutlich auf Abstand hielt. Noch deutlicher war der Abstand beim Duell um den Rang des Umweltdromorniss, bei dem Amtsinhaber Leopold Waldapfel 88,6% in der ersten Hochrechnung erhielt, womit er auf Rekordkurs lag. Herausforderin Olga Abrassimova rangierte bei lediglich 11,4%. Ebenso fr\u00fch entschieden war das Duell um das Amts des Finanzdromornisses und damit um die Nachfolge des nicht mehr zur Wahl angetretenen Lord Knacksers: Manfred Goldkamp konnte schon in der ersten Hochrechnung 68,9%% der Stimmen erringen und fuhr damit einen deutlichen Sieg \u00fcber Konkurrent Bert Bratapfel (31,1%) ein. Und ebenfalls fr\u00fch entschieden war, dass Wirtschaftsdromorniss Velka Fatra in eine erneute Amtszeit w\u00fcrde gehen k\u00f6nnen: Die erste Hochrechnung sah ihn bei 58,7% der Stimmen, was zwar unter der f\u00fcr die erste Hochrechnung ausschlaggebenden 60%-Marke lag, aber dennoch genug war, um bereits als Sieger gegen Gerhard Velb\u00e9ron (41,3%) festzustehen. In allen anderen Duellen blieb es hingegen spannend und mit jeder neuen Hochrechnung wurde nun sukzessive ein weiteres Duell der acht noch offen gebliebenen Entscheidungen entschieden.<\/p>\n<p>Schon nach der ersten Hochrechnung zeigten sich einige der Kandidaten, bei denen die Duelle bereits als entschieden angesehen wurden, im Atrium des Weltpalasts oder im Kranichensaal und sprachen zu ihren Anh\u00e4ngern und Unterst\u00fctzern. Auch gegen\u00fcber der Presse \u00e4u\u00dferten sich einige Dromornisse, wie etwa Verkehrsdromorniss Christoph Botao, der sein deutliches Ergebnis durchaus angefasst, aber erfreut kommentierte. Nach der zweiten Hochrechnung war dann ein weiteres Duell entschieden, was Beobachter im Vorhinein als deutlich spannender eingeordnet hatten: Carl von der Regi\u00e8me wurde als Sieger des Duells um den Posten des Verteidigungsdromornisses best\u00e4tigt und konnte damit mit nun 61,8% seinen Herausforderer Karl Lenovo (38,1%) deutlich distanzieren. F\u00fcr den Wiesenhausener Volkshelden wird es damit die zweite Amtszeit als oberster Aufseher \u00fcber die milit\u00e4rischen Belange der Lieben Welt werden. Eine weitere gro\u00dfe Zahl an Duellen um Dromornissposten wurde schlie\u00dflich nach der dritten Hochrechnung entschieden, die hinsichtlich der Pr\u00e4zision der Vorhersage deutlich gr\u00f6\u00dfer anzunehmen war, als die vorangegangenen beiden Hochrechnungen. Hiernach stand fest, dass das Nebelphantom f\u00fcr weitere vier Jahre als Solidarit\u00e4tsdromorniss im Amt verbleiben w\u00fcrde und sich damit weiterhin um die Belange von ethnischen Minderheiten auf der Lieben Welt k\u00fcmmern w\u00fcrde. Insgesamt 57,2% der Stimmen konnte es nach der dritten Hochrechnung auf sich vereinen und damit Konkurrent Fauchbert Dracher (42,8%) besiegen. Ebenfalls entschieden war nun das mit Spannung erwartete Duell um den Posten des Kulturdromornisses und damit um die Nachfolge des nicht mehr angetretenen Wilhelm Rabe. Hier stand nun Filmmusikkomponist Casimir Darsfeld als Sieger gegen seinen Herausforderer Edward Cohemiel fest. Darsfeld stand nach der dritten Hochrechnung demnach bei 55,4% der Stimmen und konnte seinen Konkurrenten Cohemiel (44,6%) damit am Ende schlagen. Gleicherma\u00dfen entschieden war nun die Nachfolge f\u00fcr den ebenfalls abgetretenen Bildungsdromorniss Albus Dumbledore. Als erste Frau \u00fcberhaupt wird Bella de Vere als Dromornissin in den Weltpalast einziehen. In einem spannenden Duell mit Chemiker Marko Maszliskus (46,2%) setzte sie sich nach dritten Hochrechnung mit 53,8% der Stimmen durch und sorgte f\u00fcr einen historischen Moment bei den diesj\u00e4hrigen Weltwahlen. Und auch beim n\u00e4chsten vakanten Posten in der Dromornissenschaft, der nach dem Verzicht auf eine erneute Amtszeit von Hemes F. Rems frei geworden war, wurde nun Klarheit geschaffen: Weltbund-Pr\u00e4sident Tom Arne Henriksen konnte sich in einem Duell, was am Ende sogar etwas spannender wurde, als vielleicht erwartet, gegen seinen Herausforderer Sinamor Vailador mit 56,0% zu 44,0% laut der dritten Hochrechnung durchsetzen. Nach der dritten Hochrechnung waren somit noch vier Duelle unentschieden: Sicherheits-, Sozial-, Justiz- und Innendromorniss, die auch allesamt im Vorhinein als diejenigen Duelle angesehen worden waren, in denen erst sp\u00e4t in der Nacht ein Ergebnis feststehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Nach besagter dritter Hochrechnung trat dann auch der wiedergew\u00e4hlte Weltkaiser Apfulkrax vor seine Anh\u00e4nger und die Presse und bedankte sich in einem kurzen Statement f\u00fcr die Unterst\u00fctzung und das Vertrauen seitens der W\u00e4hler. Zu diesem Zeitpunkt rangierte er in den Zahlen sogar bei 54,4% und damit nur unwesentlich unter seinem Bestwert von 1819. Des Weiteren k\u00fcndigte er eine Fortf\u00fchrung seiner Politik an und verabschiedete sich dann von der \u00d6ffentlichkeit bis zur Inthronisierung am darauffolgenden Tag. Unterdessen war mit der vierten Hochrechnung Klarheit bei einem weiteren Posten aufgekommen: Juan Ra\u00f9l Petrarca gewann sein Duell um den Posten des Justizdromornisses gegen Amtsinhaber Albert Hunter. Mit 53,8% laut vierter Hochrechnung setzte sich der LWGH-Richter gegen Hunter (46,2%) durch, der nach nur einer Amtszeit wieder seinen Hut nehmen muss. W\u00e4hrenddessen f\u00fcllte sich das Atrium des Weltpalasts mehr und mehr und weitere hochrangige Politiker stellten sich den Fragen der Presse oder bedankten sich nach erfolgreich oder weniger erfolgreich verlaufenen Wahlk\u00e4mpfen bei ihren Unterst\u00fctzern. So konnte trat unter anderem der frisch gew\u00e4hlte Au\u00dfendromorniss Henriksen vor seine Anh\u00e4nger und bedankte sich und Geisterpr\u00e4sident Sir Henry Ghoston, der zur Weltwahl angereist war, konnte f\u00fcr einige Minuten von WRF-Moderatorin Edeltraut Egbert interviewt werden und auch Kunibert Knirtscha, Pr\u00e4sident der Roboterwelt, lie\u00df seine Gl\u00fcckw\u00fcnsche telefonisch mitteilen.<\/p>\n<p>Mit den Zahlen der f\u00fcnften und vorletzten Hochrechnung entschied sich dann auch ein weiteres Duell: Ganz knapp konnte Sicherheitsdromorniss Auge seinen Posten gegen seinen Konkurrenten Oberst Konrad Fr\u00fchling verteidigen. Nach einem spannenden Abend, im Verlaufe dessen beide Kandidaten zwischenzeitlich mal vorne lagen, errang Auge nun mit 52,2% laut f\u00fcnfter Hochrechnung endg\u00fcltig die Oberhand und konnte den LA-Milit\u00e4r (47,8%) besiegen. Somit war klar: Ausgerechnet die beiden Duelle, bei denen auch Meadowhousische Ex-K\u00f6nige angetreten waren, n\u00e4mlich Johannes von Daunenfels als Innendromorniss-Kandidat und Percival S. McLeach als Sozialdromorniss-Kandidat, w\u00fcrden bis zur letzten Hochrechnung brauchen, die auch das vorl\u00e4ufige amtliche Endergebnis darstellte, bis sie entschieden waren. Die Spannnung baute sich mehr und mehr auf, lagen doch McLeach und sein Herausforderer und Amtsinhaber Amadeus Sininger nach der vorletzten Hochrechnung mit 50,3% zu 49,7% nahezu gleichauf und beim Duell um das Innendromornissentum war es mit 50,2% f\u00fcr Amtsinhaber Kalaar Moleskar und 49,8% f\u00fcr Johannes von Daunenfels sogar noch spannender.<\/p>\n<p>Kurz darauf fielen jedoch auch hier die letzten beiden Entscheidungen des Abends: Zun\u00e4chst konnte sich Percival S. McLeach tats\u00e4chlich gegen den bisherigen Sozialdromorniss Amadeus Sininger (49,6%) durchsetzen, der damit nach drei Amtszeiten seinen Posten abgeben muss. 50,4% waren es am Ende f\u00fcr McLeach, der damit nach seiner Amtszeit als Verkehrsdromorniss (1811-1815) in den Palaces Monda zur\u00fcckkehrt. Im zweiten noch offen gebliebenen Duell war der Meadowhousischer Ex-K\u00f6nig dann unterlegen: Johannes von Daunenfels landete bei 49,8% und unterlag damit knapp Amtsinhabar Kalaar Moleskar (50,2%), der damit in eine zweite Amtszeit auf diesem Posten gehen darf. Moleskar zeigte sich wenig sp\u00e4ter erfreut, aber angesichts des knappen Wahlverlaufs auch sichtlich erleichtert, vor seinen Anh\u00e4ngern und versprach, auch die Ideen seines unterlegenen Konkurrenten von Daunenfels mit zu ber\u00fccksichtigen. Damit waren alle Entscheidungen des Abends gefallen und das vorl\u00e4ufige amtliche Endergebnis stand fest:<\/p>\n<p><strong>Weltkaiser:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Lieber Apfulkrax<\/em>: 53,8%<\/li>\n<li>Steven Bernstein: 29,8%<\/li>\n<li>Marcus van Eeglen: 7,2%<\/li>\n<li>Marc Kadarov: 5,2%<\/li>\n<li>Christ Berggreen: 3,8%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Innendromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Kalaar Moleskaar<\/em>: 50,2%<\/li>\n<li>Johannes von Daunenfels: 49,8%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Au\u00dfendromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Tom Arne Henriksen<\/em>: 54,8%<\/li>\n<li>Sinamor Vailador: 45,2%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wirtschaftsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Velk\u00e0 Fatra<\/em>: 59,5%<\/li>\n<li>Gerhard Velb\u00e9ron: 40,5%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Finanzdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Manfred Goldkamp<\/em>: 69,0%<\/li>\n<li>Bert Bratapfel: 31,0%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Justizdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Juan Ra\u00fal Petrarca<\/em>: 53,4%<\/li>\n<li>Albert Hunter: 46,6%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Verteidigungsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Carl von der Regi\u00e8me<\/em>: 58,3%<\/li>\n<li>Kar\u0142 \u0141enovo: 41,7%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Umweltdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Leopold Waldapfel<\/em>: 91,5%<\/li>\n<li>Olga Abrassimova: 8,5%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Sozialdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Percival S. McLeach<\/em>: 50,4%<\/li>\n<li>Amadeus Sininger: 49,6%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Entwicklungsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Steffen Winter<\/em>: 70,8%<\/li>\n<li>Katharina L\u00f6wenberg: 29,2%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Gesundheitsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Thomas Sch\u00e4ffke<\/em>: 78,8%<\/li>\n<li>Carlos Schneckius: 21,2%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Bildungsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Bella de Vere<\/em>: 54,4%<\/li>\n<li>Marko Maszli\u0161ku\u0161: 45,6%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Sicherheitsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Auge<\/em>: 51,7%<\/li>\n<li>Konrad Fr\u00fchling: 48,3%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Verkehrsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Christoph Botao<\/em>: 79,1%<\/li>\n<li>Maria Riedenberger: 20,9%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Sportdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Dagobert Duck<\/em>: 62,9%<\/li>\n<li>Petr Aersmil: 37,1%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Kulturdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Casimir Darsfeld<\/em>: 56,2%<\/li>\n<li>Edward Cohemiel: 43,8%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Solidarit\u00e4tsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Nebelphantom<\/em>: 57,5%<\/li>\n<li>Fauchbert Dracher: 42,5%<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit diesem Ergebnis der stehen somit einige Dinge fest, die definitiv erw\u00e4hnenswert sind. Zun\u00e4chst steht fest, dass der Liebe Apfulkrax das zweitbeste Ergebnis bei einer Weltwahl \u00fcberhaupt holt und fast sogar an sein Rekordergebnis von 1819 herankommt. Einen gr\u00f6\u00dferen R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung kann man wohl kaum verlangen. Dar\u00fcber hinaus steht mit Bella de Vere die erste Frau fest, die in den Weltpalast einziehen wird. Nachdem sie 1815 bereits einmal gescheitert war, konnte sie sich diesmal durchsetzen und zeigt damit nicht nur, dass es Frauen gelingen kann, in die Dromornissenschaft einzuziehen, sondern auch, dass hier, wie auch bei allen weiteren Duellen, seitens der W\u00e4hlerschaft eher auf Kompetenz und Fachn\u00e4he denn auf \u00e4u\u00dferliche Merkmale geachtet wird. Au\u00dferdem konnte Leopold Waldapfel mit seinem Ergebnis von 91,5% einen neuen Rekord aufstellen: Niemals zuvor gewann ein Kandidat mit einem derart hohen Ergebnis ein Duell um einen Dromornissenposten. Waldapfel und sein Kollege Steffen Winter sind dar\u00fcber hinaus nach dieser Wahl die einzigen beiden Dromornisse, die seit Errichtung der Weltregierung 1811 durchg\u00e4ngig im Weltpalast vertreten waren und das auch noch im selben Amt. Der einzige, dem dies ansonsten noch gelungen w\u00e4re, der bisherige Sozialdromorniss Sininger, wurde abgew\u00e4hlt. Und zu guter Letzt muss noch ein Wort zu den demoskopischen Leistungen gesagt werden: Entgegen vorangegangener Wahlen, bei denen die Vorhersagen immer mal wieder daneben lagen, zeigte sich hier ein anderes Bild. Nicht nur, dass alle Duelle korrekt vorhergesagt wurden, sondern auch die Knappheit der jeweiligen Duelle wurde zum Teil bis auf die Nachkommastelle genau prognostiziert.<\/p>\n<p>Nach dem Wahlabend am Mittwoch folgte dann am Donnerstag die feierliche Inthronisierung und Amtseinf\u00fchrung der neuen Weltregierung, bei der diese auch vereidigt wurde. Mehr als 50.000 Menschen wohnten dem Spektakel im Weltpalast, im Park des Palasts oder rund um das Gel\u00e4nde herum bei. Mit dieser vierten Wahl einer Weltregierung hat sich diese Institution nun definitiv etabliert, was, angesichts der schwierigen Zeit zwischen 1811 und 1815, keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit ist. Doch Wahlbeteiligungen zwischen immerhin 58,5% f\u00fcr das vermeintlich unbedeutendste Amt des Solidarit\u00e4tsdromornisses und gar 90,2% f\u00fcr das Amt des Weltkaisers zeigen, dass die Wahl und auch die Institution der Weltregierung selbst inzwischen nicht mehr nur akzeptiert sind, sondern vonseiten der B\u00fcrger der Lieben Welt aktiv mitgestaltet werden soll. Und das ist, bei all der Dramatik des Wahlabends und all den pr\u00e4sentierten Zahlen und Zusammenh\u00e4ngen, sicherlich das Wichtigste, was aus dieser Weltwahl 1823 als Erkenntins gewonnen werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Umfragen zur Weltwahl sagen spannende Duelle vorher<\/strong><\/p>\n<p>Wenige Wochen sind es noch bis zur insgesamt vierten Weltwahl seit Wiedereinf\u00fchrung einer globalen Weltregierung. Dass Weltkaiser Apfulkrax sein Amt behalten darf, scheint bereits sehr sicher zu sein und dennoch steht diese Wahl unter besonderer Beobachtung. Mehrere Dromornisse der ersten Stunde treten nicht mehr an und so wird es zwangsl\u00e4ufig zu einem Umbruch im Weltpalast kommen. Die neue Weltregierung wird definitiv anders aussehen, als die bisherigen. Dabei gibt es mehrere spannende Duelle um Dromornissposten. Die Umfragen lassen bei einigen Duellen noch einen geh\u00f6rigen Interpretationsspielraum.<\/p>\n<p>Kampf um den Weltkaiser-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Lieber Apfulkrax: 48 %<\/li>\n<li>Steven Bernstein: 27 %<\/li>\n<li>Marcus van Eeglen: 11 %<\/li>\n<li>Marc Kadarov: 8 %<\/li>\n<li>Christ Berggreen: 6 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Liebe Apfulkrax d\u00fcrfte nah an sein Rekordergebnis von 1819 kommen. Derzeit w\u00fcrde fast die H\u00e4lfte der wahlberechtigten Bewohner der Lieben Welt f\u00fcr den Amtsinhaber stimmen. Besonders in Thovez, Titanien, Atcanien und Sprudelinien sind seine Zustimmungswerte hoch. Einziger ernsthafter Gegenkandidat ist Wirtschaftsmann Steven Bernstein, der bereits einmal als Finanzdromornisskandidat den Sprung in den Palaces Monda versucht hatte. Mit seiner wirtschaftsliberalen Weltanschauung will er besonders eng mit Wirtschaftsdromorniss Velk\u00e0 Fatra an einer Globalisierung der Weltwirtschaft arbeiten. Die restlichen Kandidaten machen kaum auf sich aufmerksam. Marc Kadarov, derzeit autokratischer Herrscher Iranjas, kann vereinzelt milit\u00e4raffine Staaten hinter sich bringen, Christ Berggreen gilt eher in marginalisierten Zirkeln als ernst zu nehmende Kandidatin, wirkliche Auftritte gab es von ihr jedoch kaum. Marcus van Eeglen kommt eine Debatte um seine Rolle in einem gro\u00dfen Steuerhinterziehungsskandal in seinem Heimatland Dilosophien zur Unzeit. Seine Integrit\u00e4t als sozialdemokratischer Gegenentwurf zum konservativen Apfulkrax ist somit stark angegriffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Innendromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Kalaar Moleskaar: 51 %<\/li>\n<li>Johannes von Daunenfels: 49 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Spannender k\u00f6nnte es kaum sein. Das Duell um einen der wichtigsten Dromornissposten im Palaces Monda verspricht ein Herzschlagfinale zu werden. Amtsinhaber Kalaar Moleskar liegt nur hauchd\u00fcnn vor Herausforderer Johannes von Daunenfels, hierzulande besser als K\u00f6nig Johannes I. bekannt. Vorhersagen sind so gut wie unm\u00f6glich zu treffen. Konservative Kreise favorisierten den Herausforderer aufgrund seiner nat\u00fcrlichen Autorit\u00e4t wie seinen historischen Errungenschaften. Liberalere Zirkel sprechen sich eher f\u00fcr den ehemaligen vertriebenen B\u00f6sen Herrscher aus, der in seiner gut vierj\u00e4hrigen Amtszeit als Nachfolger von Leopold von Lassver zumindest nicht negativ auf sich aufmerksam machte. Ob Johannes von Daunenfels seine Staatsb\u00fcrgerschaft zum Verh\u00e4ngnis werden k\u00f6nnte, scheint dagegen nicht abwegig. Es mehren sich bereits kritische Stimmen, die auf eine jetzt schon vorhandene \u00dcberrepr\u00e4sentation von Meadowhousern im Palaces Monda hinwiesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Au\u00dfendromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Tom Arne Henriksen: 57 %<\/li>\n<li>Sinamor Vailador: 43 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch Sinamor Vailador ist ehemaliger und vertriebener B\u00f6ser Herrscher. Sein Einzug in den Weltpalast als Au\u00dfendromorniss ist momentan laut Umfragen eher unwahrscheinlich. Im Kampf um die Nachfolge des gro\u00dfen Hemes F. Rems gilt Weltbundchef Tom Arne Henriksen als Favorit. Seine Erfahrung auf internationalem und interuniversellen Terrain k\u00f6nnte hier von Vorteil sein. Ebenfalls gilt seine Diplomatenlaufbahn als positiver Faktor. Henriksen genie\u00dft besonders im klassischen Teil der Lieben Welt hohes Ansehen, Sinamor dagegen hat hohe Zustimmungswerte in Delfino, Klondyk und Robasien. Gegen ihn mehren sich jedoch Vorbehalte, er k\u00f6nne in der Frage der B\u00f6sen Welt aufgrund seiner pers\u00f6nlichen Vergangenheit zu befangen auftreten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Wirtschaftsdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Velk\u00e0 Fatra: 62 %<\/li>\n<li>Gerhard Velb\u00e9ron: 38 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der djangosche Ministerpr\u00e4sident Gerhard Velb\u00e9ron gilt gegen Amtsinhaber Fatra als klarer Au\u00dfenseiter. Dieser befindet sich mitten im Prozess der Konsolidierung und Stabilisierung der Atcanien-Union, die noch unter einigen Kinderkrankheiten leidet. Zudem gilt er als Mitinitiator der geplanten Titanien-Union, weshalb er auf starke Unterst\u00fctzung und sogar direkte Wahlwerbung von einigen beteiligten Staatschefs z\u00e4hlen kann. Velb\u00e9ron gilt als Globalisierungskritiker, der auf die sozialen Gefahren von Wirtschaftsverb\u00e4nden hinweist. Da er jedoch ebenfalls aufgeschlossen f\u00fcr solche Unionen ist, kann er sich bisher noch nicht ausreichend gegen seinen auch rhetorisch gewandten Widersacher abgrenzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Finanzdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Manfred Goldkamp: 66 %<\/li>\n<li>Bert Bratapfel: 34 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der letztj\u00e4hrige meadowhousische K\u00f6nigskandidat Bert Bratapfel, der in den Vorwahlen an Ezechiel I. scheiterte, versucht sich nun am Amt des Finanzdromorniss. Der Kampf scheint bislang eher ebenfalls zu scheitern. Bratapfel gilt zwar als herausragender Diplomat und Verhandlungsk\u00fcnstler, kennt auch viele Leute aus der Finanzwelt, ihm fehlt jedoch der politische Hintergrund. Goldkamp, dessen zweiter Versuch es bereits ist, Dromorniss zu werden, gilt durch seine langj\u00e4hrige Arbeit als CEO von Kristallogie &amp; Astronomie als deutlicher Favorit. Goldkamp will die M\u00e4rkte nach den Ma\u00dfnahmen gegen die Weltwirtschaftskrise 1817\/18 wieder entfesseln und auch interuniverselle Finanzpraktiken ausweiten. In jedem Fall wird der Erbe des abtretenden Lord Knackser ein Neuling im Palaces Monda sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Justizdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Juan Ra\u00fal Petrarca: 53 %<\/li>\n<li>Albert Hunter: 47 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hier bahnt sich laut Umfragen ein Machtwechsel an. Amtsinhaber Albert Hunter liegt aktuell knapp hinter seinem Herausforderer Petrarca. Letzterer war bis vor Kurzem Richter beim LWGH in Palar und machte sich besonders in den Prozessen gegen Kriegsverbrecher wie Anton Regler, Dario Kilis oder Gisbert Gr\u00fcnwald einen Namen. Er gilt daher als absolut integrer Fachmann der Judikative, w\u00e4hrend Hunter als ehemaliger Oberstabschef der Weltpolizeibeh\u00f6rde eher als Vertreter der Exekutive gilt. Es prallen zwei Philosophien aufeinander, die einen spannenden Wahlkampf versprechen. Der leichte Vorsprung Petrarcas macht dieses Duell zu einem der spannenderen dieser Weltwahl.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Verteidigungsdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Carl von der Regi\u00e8me: 56 %<\/li>\n<li>Kar\u0142 \u0141enovo: 44 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Etwas mehr Luft kann sich Verteidigungsdromorniss und meadowhousische Freiheitslegende Carl von der Regi\u00e8me alias Moorleiche verschaffen. Mit Herausforderer und General der Luftwaffe der Lieben Armee Kar\u0142 \u0141enovo hat er jedoch einen ernst zu nehmenden Gegenkandidaten. Der Kalavier trat bereits 1815 im Weltwahlkampf an, damals als Herausforderer von Hemes F. Rems als Au\u00dfendromorniss, gegen den er letztendlich chancenlos war. Diesmal versteht er allerdings mehr von der Materie, f\u00fcr die er sich als Hauptverantwortlicher bewirbt und nach den fr\u00fcheren Paukenschl\u00e4gen bei Wahlen zum Verteidigungsdromorniss w\u00fcrde eine \u00dcberraschung auch diesmal keinen so richtig verwundern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Umweltdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Leopold Waldapfel: 84 %<\/li>\n<li>Olga Abrassimova: 16 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Stimmen die Umfragen, w\u00e4re dies das deutlichste Ergebnis, was jemals ein Dromorniss oder Weltkaiser einfahren k\u00f6nnte. Dass Waldapfel in seine f\u00fcnfte Amtszeit als Umweltdromorniss geht, ist wohl unkontrovers. Seine Gegenkandidatin Olga Abrassimova, bekannt als Schwester von Klondyks Ministerpr\u00e4sident Igor Abrassimov, setzt sich in ihrer Heimat f\u00fcr die Errichtung von Nationalparks ein. Alternativen Antriebsstoffen wie Acetylquartoridnomel, Melotraub oder 10-vor-Gift steht sie allerdings kritisch gegen\u00fcber und will lieber auf fossile Energien und Kernenergie setzen. Mit dieser Strategie geriet sie in die Kritik, da man ihr vorwarf, vor allem den Export von klondykschem \u00d6l und Erdgas ankurbeln zu wollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Sozialdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Percival S. McLeach: 52 %<\/li>\n<li>Amadeus Sininger: 48 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sehr spannend deutet sich dagegen der Kampf um den Sozialdromornissposten an. Mit dabei ist ein alter Bekannter, der derzeit auch in F\u00fchrung liegt. Percival S. McLeach, bis Ende letzten Jahres noch K\u00f6nig Percival I., von 1811 bis 1815 bereits Verkehrsdromorniss im Palaces Monda, will Amadeus Sininger beerben, der das Amt bereits seit 1811 innehat. McLeach gilt nicht nur wegen seiner linken Politik als meadowhousischer K\u00f6nig als Fachmann von Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. F\u00fcr ihn spricht besonders, dass er in der Wirtschaftskrise den meadowhousischen Arbeitsmarkt stabil halten konnte, w\u00e4hrend Sininger dies als Sozialdromorniss global nicht gelang. Auch hier gilt, dass man am 15. November wohl besser auf jedwedes Resultat vorbereitet sein sollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Entwicklungsdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Steffen Winter: 68 %<\/li>\n<li>Katharina L\u00f6wenberg: 32 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>So hoch waren die Zustimmungswerte f\u00fcr Steffen Winter noch nie. Seine \u201eTreppe 1830\u201c kann nun aufgrund der sich regenerierenden Weltwirtschaft erst recht Form annehmen, erste Erfolge haben sich bereits in S\u00fcdtitanien und Panthalassa bemerkbar gemacht. Der Zeitdruck wird jedoch immer h\u00f6her, damit aus der \u201eTreppe 1830\u201c keine \u201eTreppe 1840\u201c wird. Darauf macht Herausforderin Katharina L\u00f6wenberg aufmerksam und basiert darauf aufbauend ihren Wahlkampf. Es scheint jedoch nicht wirklich zu fruchten. In nach wie vor konjunkturschwachen Regionen der Welt punktet sie damit, viele abgeh\u00e4ngte Regionen vertrauen allerdings nach wie vor auf Steffen Winter und wollen den begonnenen Prozess nicht stoppen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Gesundheitsdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Thomas Sch\u00e4ffke: 71 %<\/li>\n<li>Carlos Schneckius: 29 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Amtsinhaber Thomas Sch\u00e4ffke hat es 1820 geschafft, dass die Corona-Pandemie auf der Erde nicht auf die Liebe Welt \u00fcbergriff. Auch drei Jahre sp\u00e4ter wird ihm dies immer noch hoch angerechnet. Hinzu kommt, dass sein Gegenkandidat Carlos Schneckius mit dem Vorurteil k\u00e4mpft, er h\u00e4tte lediglich einen Sporthintergrund. Eigentlich ist er ausgebildeter Chirurg und arbeitet seit Langem rigoros gegen Doping im Spitzensport. Sch\u00e4ffke jedoch profitiert von seiner Reputation und wird wohl einen ungef\u00e4hrdeten Sieg einfahren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Bildungsdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Bella de Vere: 53 %<\/li>\n<li>Marko Maszli\u0161ku\u0161: 47 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mehr Spannung bietet der Kampf um die Nachfolge von Albus Dumbledore. Zwei bereits bekannte Gesichter in Weltwahlk\u00e4mpfen treten f\u00fcr diese an. Vorne liegt die Dirigentin des Hogwarts-Orchesters Gr\u00fcnland Bella de Vere, die 1815 gegen den Noch-Dromorniss Dumbledore verlor. Marko Maszli\u0161ku\u0161, von 1813 bis 1815 Sicherheitsdromorniss und dar\u00fcber hinaus hochdekorierter Chemiker, liegt allerdings in den Umfragen nur knapp hinter de Vere. De Vere profitiert dabei von ihrer Fokussierung auf ein Amt und davon, dass mit Maszli\u0161ku\u0161 als Erde-Immigrant gewisse sprachliche Defizite verbunden werden. Derzeit sieht es so aus, als ob mit Bella de Vere die erste Dromornissin einen Platz in S\u00fcdwiesenhausen bekommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Sicherheitsdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Auge: 52 %<\/li>\n<li>Konrad Fr\u00fchling: 48 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00c4hnlich knapp sieht es beim Kampf um das Amt des Sicherheitsdromorniss aus. Den wie jede Wahl hart umworbenen Posten wollen einerseits Amtsinhaber Auge und andererseits Oberst Konrad Fr\u00fchling erwerben. Auge liegt knapp vorne, Fr\u00fchling jedoch werden nach wie vor gute Chancen zugerechnet. Seine Expertise fu\u00dft vor allem in seiner Rolle in der Lieben Armee und seinen Erfahrungen in Geheimdiensttechniken und Drohnen\u00fcberwachung. Auge gilt im gesamten Weltvolk jedoch als sehr beliebt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Verkehrsdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Christoph Botao: 73 %<\/li>\n<li>Maria Riedenberger: 27 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Recht aussichtslos scheint die Lage f\u00fcr Maria Riedenberger zu sein. Einst Erbin der Traditionswerft Riedenberger &amp; Schulz ist sie vor allem auf den Welthandel \u00fcber den Seeweg spezialisiert und somit auch auf entsprechende Infrastruktur. Amtsinhaber Botao, der zun\u00e4chst den damaligen Verkehrsdromorniss McLeach aus dem Amt dr\u00e4ngen und anschlie\u00dfend einen deutlichen Sieg gegen Harald Hei\u00dfluftballon feiern konnte, gilt als haushoher Favorit. Zum einen gilt er als Stararchitekt und begnadeter Planer gro\u00dfer Infrastrukturprojekte wie zum Beispiel dem DOP-Zugnetz, das in seiner letzten Amtszeit weiter ausgebaut wurde. Hier gibt es wenig Anlass zur Hoffnung auf einen spannenden Wahlabend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Sportdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Dagobert Duck: 65 %<\/li>\n<li>Petr Aersmil: 35 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch beim Sportdromornissamt sieht es nicht nach einem engen Rennen aus. Dagobert Duck konnte bereits 1819 das beste Ergebnis einfahren, auch dieses Jahr sieht es nach einem deutlichen Sieg aus. Er hat sich von seinem Image als rein fu\u00dfballorientierter Sportfunktion\u00e4r emanzipiert und konnte auch andere Sportarten mehr in den Fokus r\u00fccken und vor allem finanziell besser ausstatten. Gegenkandidat Petr Aersmil, der Vorsitzende des Weltdartsverbandes PDV, gilt noch zu sehr als Spartenkandidat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Kulturdromorniss-Posten:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Casimir Darsfeld: 55 %<\/li>\n<li>Edward Cohemiel: 45 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch wenn es \u201enur\u201c um den Kulturdromornissposten geht, ist dieser Kampf einer der interessantesten. Komponist Casimir Darsfeld will Interimsdromorniss Wilhelm Rabe beerben und hat derzeit gute Chancen. Er gilt als ruhiger Pragmatiker, der vor allem auf finanzielle F\u00f6rderung der Kulturbranche setzt und darauf, junge Talente st\u00e4rker und kreatives Potential intensiver zu f\u00f6rdern. Edward Cohemiel dagegen gilt als \u201eFreestyler\u201c, eine politische Sprengstoffmischung. Er setzt auf absolute Unabh\u00e4ngigkeit der Kunst und will kulturelles Erleben generell kostenfrei gestalten. Viele lieb\u00e4ugeln mit der Anarchie, die der streitbare B\u00fchnenk\u00fcnstler in den Weltpalast bringen k\u00f6nnte. Wiederum eine leichte Mehrheit favorisiert jedoch den Sicherheit ausstrahlenden Darsfeld, dennoch verspricht dieses Duell einen spannenden Wahlabend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampf um den Solidarit\u00e4tsdromorniss:<\/p>\n<p>Umfrage laut ThovezQuest:<\/p>\n<ul>\n<li>Nebelphantom: 54 %<\/li>\n<li>Fauchbert Dracher: 46 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vor vier Jahren holte das Nebelphantom \u00fcberraschend den Sieg gegen Amtsinhaber Dobby. Nun droht ihm dasselbe Schicksal gegen Fauchbert Dracher, den drachonischen Pr\u00e4sidenten. Dieser liegt zwar noch hinter dem Nebelphantom, holte jedoch in den vergangenen Monaten immer mehr auf. Nachdem ein Hauself und nun ein Geist das Amt bekleideten, k\u00f6nnte nun ein Drache in den Weltpalast r\u00fccken, was einer breiten Abdeckung der Minderheiten auf der Lieben Welt durchaus gerecht werden k\u00f6nnte. F\u00fcr das Nebelphantom spricht seine hohe Beliebtheit und die breite Masse an potentiellen W\u00e4hlern, da die Geister die gr\u00f6\u00dfte Minderheit der Lieben Welt darstellen. Dennoch sollte man sich auf einen hei\u00dfen Tanz gefasst machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Weltwahl werden die Zusammensetzung des Palaces Monda auf jeden Fall ver\u00e4ndern. Die Umfragen versprechen einen spannenden Wahlabend, bei manchen Duellen scheinen die Vorzeichen jedoch klar. Besonders interessant werden wohl die Duelle um die Posten des Innendromorniss, Au\u00dfendromorniss und Sozialdromorniss. Weitere wegweisende Wahlen sind die zum Finanz-, Wirtschafts- und Verteidigungsdromorniss. Um eine dritte Amtszeit von Weltkaiser Apfulkrax muss man sich aller Wahrscheinlichkeit nach eher keine Gedanken machen. In unruhigen Zeiten auf der B\u00f6sen Welt wird es vor allem auf eine bedachte Au\u00dfenpolitik ankommen, weshalb nicht nur die Weltkaiser-Wahl, sondern auch die des Au\u00dfendromorniss\u2018 von gro\u00dfer Bedeutung sein wird. Oftmals prallen in personifizierter Weise zwei kontr\u00e4re Weltanschauungen aufeinander, wie etwa bei der Innendromorniss- oder Kulturdromorniss-Wahl. Interessant wird die Polarisierung auf der Lieben Welt zu beobachten sein, wie in den verschiedenen Kontinenten gew\u00e4hlt wird. Starke Unterschiede werden wohl auch zwischen den verschiedenen Staatsformen zu sehen sein. Die Werte der Lieben Welt werden auf eine Probe gestellt wie h\u00f6chstens noch bei der Wahl 1815 zur Nachfolge von Helobos. Auch in den anderen Welten wird diese Weltwahl aufmerksam verfolgt und die Ergebnisse werden dort zu Schlussfolgerungen f\u00fchren. Vor allem in der Baumhaus- und Geisterwelt rechnet man fest mit einer Wiederwahl von Apfulkrax, sowie hofft eine Wahl von Henriksen zum Au\u00dfendromorniss, dessen Amt im Weltenbund wohl noch wichtiger ist als das des Weltkaisers. So stehen uns noch einige Wochen des Wahlkampfs bis zum 15. November bevor. Dann wird in S\u00fcdwiesenhausen Ausnahmezustand herrschen. So oder so.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nach monatelanger Krise: Haidis Kalenkor ist neuer B\u00f6ser Herrscher<\/strong><\/p>\n<p>Vollkommen \u00fcberraschend verk\u00fcndete heute die B\u00f6se Welt \u00fcber ihre offiziellen Propagandakan\u00e4le die Amtseinf\u00fchrung ihres neuen B\u00f6sen Herrschers. Nach einer monatelangen H\u00e4ngepartie und Krise, die die B\u00f6se Welt an den Rand eines B\u00fcrgerkriegs brachte, steht damit nun der neue starke Mann auf Seiten der B\u00f6sen fest. Zugleich fand jedoch eine Umstrukturierung des Herrschaftssystems statt, die zumindest einige Zweifel an der Macht des neuen Herrschers aufkommen lassen kann. Zu den Ereignissen der vergangenen Wochen und Monate sowie dem nun auf dem Herrscherthron sitzenden Haidis Kalenkor und den Implikationen f\u00fcr die Beziehungen zur Lieben Welt und zu den anderen Welten nun im Folgenden.<\/p>\n<p>Nach dem Tod des B\u00f6sen Herrschers Soror Uckmanor vor zwei Jahren im Amt hatte sich ein Gremium aus der Radikal-B\u00f6sen Partei (RBP) und M\u00f6rdern macht Spa\u00df (MMS) Ende 1821 darauf verst\u00e4ndigt, den bis dahin amtierenden RBP-Schatzmeister Drag Malur interimsweise zum B\u00f6sen Herrscher zu ernennen und im gleichen Atemzug Neuwahlen f\u00fcr das Jahr 1823 angek\u00fcndigt. Diese Ank\u00fcndigung sorgte damals f\u00fcr Aufsehen, handelte es sich doch um die ersten Neuwahlen zum B\u00f6sen Parlament seit der Wahl Soror Uckmanors im Herbst 1813, wonach das Parlament aufgel\u00f6st und Soror mithilfe von MMS eine Diktatur aufbaute. Die seit dem Ausschluss aus dem Weltenbund in Juni 1814 nach au\u00dfen dringenden Informationen aus der B\u00f6sen Welt waren seither sp\u00e4rlich und beschr\u00e4nkten sich auf die Augenzeugenberichte gefl\u00fcchteter B\u00f6ser B\u00fcrger in andere Welten oder auf nachrichtendienstliche Kreise. Demnach soll die Situation unter Drag Malur nicht wesentlich anders gewesen sein, als in den letzten Jahren von Sorors Herrschaft: Durch die Isolierung der B\u00f6sen Welt vom Rest des Sonnensystems brach die Wirtschaft ein, gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung versanken in Armut und die Kriminalit\u00e4t stieg. Zugleich war jegliche Kritik, auch an Herrscher Malur verboten und die Repression erreichte nie dagewesene Ausma\u00dfe.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr diesen Jahres schlie\u00dflich drang der 25. Juni als Wahltermin f\u00fcr das Parlament und somit auch das Amt des B\u00f6sen Herrschers an die \u00d6ffentlichkeit. Des weiteren wurde verlautet, dass Drag Malur (57) selbst nun offiziell f\u00fcr das Amt des B\u00f6sen Herrschers kandidieren wolle und dabei die R\u00fcckendeckung von RBP und MMS habe. Zugleich wurden jedoch auch einige andere Kandidaten zur Wahl zugelassen, darunter der im Volk beliebte General Haidis Kalenkor (51). Beobachter gehen davon aus, dass die Zulassung zur Wahl durch MMS erfolgte und die Kandidatenliste damit handverlesen nach den Interessen der Mafiaorganisation aufgestellt war. Dennoch war das Ziel klar: Der bis dahin wenig auff\u00e4llige und leicht zu kontrollierende Malur sollte nach M\u00f6glichkeit im Amt verbleiben, mit dem Votum des Volkes als schein-demokratisches Feigenblatt f\u00fcr MMS. In den Tagen vor der Wahl Ende Juni erfolgte dann laut Geheimdienstkreisen eine gezielte Einsch\u00fcchterung der Bev\u00f6lkerung vonseiten der RBP und von MMS, die zwei der schon auf der Kandidatenliste stehenden Personen sogar verhafteten und somit von der Wahl ausschlossen. Infolgedessen kam es erstmals zu Protesten in einigen gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten der B\u00f6sen Welt, etwa in Hetranam und in Jekladt, die jedoch von MMS-Einheiten brutal niedergeschlagen wurden. Zur Wahl am 25. Juni waren schlie\u00dflich vier Parteien und somit vier unterschiedliche Kandidaten zugelassen: Drag Malur, unterst\u00fctzt von RBP und MMS, Haidis Kalenkor, unterst\u00fctzt von Teilen des Milit\u00e4rs und der neu gegr\u00fcndeten B\u00f6sen Einheitspartei (BEP), Gilib Valshandur von der Partei der B\u00f6sen B\u00fcrger (PBB) und Norsar Vulka von der wieder gegr\u00fcndeten Moderaten B\u00f6sen Patei (MBP), die seinerzeit auch die Partei des ehemaligen Herrschers Sinamor I. war.<\/p>\n<p>Am 25. Juni schlie\u00dflich fand tats\u00e4chlich die Wahl statt und Millionen von B\u00f6sen Weltb\u00fcrgern str\u00f6mten in die Wahllokale, zum ersten Mail seit zehn Jahren. Unter wachsamer Beobachtung der Nachrichtendienste anderer Welten wurde schlie\u00dflich das Wahlergebnis am Abend erwartet und das glich einer Sensation: Mit klarem Vorsprung setzte sich BEP-Kandidat Kalenkor vor dem von RBP und MMS unterst\u00fctzten Malur durch. Eine Blamage und ein Schreckmoment zugleich f\u00fcr die bisherige Herrscherkaste. Wie das Ergebnis so ausfallen konnte, trotz der allumfassenden Einsch\u00fcchterung, Propaganda und Wahlbeeinflussung vonseiten der RBP und MMS, ist bis heute unklar. Experten vermuten einerseits eine Untersch\u00e4tzung der Situation vonseiten der Herrscher, sehen andererseits aber auch die M\u00f6glichkeit, dass RBP und MMS rein personell nicht in der Lage waren, alle Abstimmungen \u00fcberall auf der B\u00f6sen Welt gleicherma\u00dfen zu \u00fcberwachen. Nachdem das Wahlergebnis bekannt wurde, feierten Kalenkors Anh\u00e4nger auf den Stra\u00dfen einiger gr\u00f6\u00dferer B\u00f6ser St\u00e4dte und in einem nicht staatlich kontrollierten Radiosender verk\u00fcndete Kalenkor selbst sein Bestreben, mit der PBB oder der MBP Gespr\u00e4che f\u00fchren zu wollen, um eine Mehrheit mittels einer Koalition zu bilden. F\u00fcr eine Nacht sah es tats\u00e4chlich so aus, als wenn die Macht von RBP und MMS nach zehn Jahren gebrochen war.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen wachten die B\u00f6sen dann jedoch mit einer Ansage von MMS-Propagandasprecher Gregor Darrik auf, der auf allen offiziellen Medien verk\u00fcndete, dass die Wahlen annulliert w\u00fcrden, da der Verdacht des Wahlbetrugs vorliegen w\u00fcrde. Zugleich best\u00fcnde der Verdacht, dass die Wahlsieger von M\u00e4chten au\u00dferhalb der B\u00f6sen Welt gelenkt worden seien, insbesondere von der Lieben Welt. Kurz darauf fuhren Panzer von MMS in der B\u00f6sen Hauptstadt B.Mordor auf und umstellten das Parlamentsgeb\u00e4ude und auch in anderen gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten marschierten MMS-Einheiten vor zentralen Pl\u00e4tzen, Geb\u00e4uden und Stra\u00dfen auf. Die Bev\u00f6lkerung wurde angewiesen, in den Innenr\u00e4umen zu bleiben, bis die Kollaborateure mit den Lieben gefunden worden seien. Zudem wurde eine Ausgangssperre von einer Woche verh\u00e4ngt. In den folgenden Stunden liefen teils gewaltt\u00e4tige Durchsuchungen bei angeblich Verd\u00e4chtigen und Mitgliedern der oppositionellen Parteien, doch wurden die Spitzenkandidaten dabei nicht aufgefunden. Vielmehr lieferten sich insbesondere Kalenkor und Darrik nun ein Propaganda-Fernduell \u00fcber ihre jeweiligen Kan\u00e4le und heizten damit die Stimmung in den folgenden Tagen immer weiter an.<\/p>\n<p>Am 30. Juni schlie\u00dflich eskalierte die Situation endg\u00fcltig: Nach einer weiteren Durchsuchungs- und Verhaftungswelle, bei der mindestens zehn Menschen aus dem oppositionellen Lager verhaftet wurden, marschierten mit Kalenkor solidarisierte Truppen aus den Kasernen und stellten sich den MMS-Verb\u00e4nden entgegen. Via Radio lie\u00df Kalenkor mitteilen, dass, sollte das Ergebnis der Wahl nicht anerkannt werden, sein Recht notfalls mit milit\u00e4rischer Macht durchgesetzt werden m\u00fcsse. Er gebe MMS Zeit bis Sonntagabend (02. Juli die Rede), um die Truppen zur\u00fcckzuziehen oder es gebe eine milit\u00e4rische Auseinandersetzung. Unbeeindruckt davon lie\u00df MMS die Durchsuchungen fortsetzen und fand am Morgen des 02. Juli schlie\u00dflich PBB-Spitzenkandidat Valshandur, der sich in der N\u00e4he seines Wohnhauses versteckt hatte. \u00d6ffentlich drohte Darrik \u00fcber die Medien mit der Hinrichtung des Politikers. Diese Drohung lie\u00df dann das Fass \u00fcberlaufen: Binnen einer Stunde entbrannten Gefechte zwischen dem Milit\u00e4r und einigen Milizen, gebildet aus normalen B\u00fcrgern, aufseiten Kalenkors und den MMS-Truppen. Valshandur wurde noch am selben Abend von MMS-General Walter Stratton hingerichtet, seine Exekution live im Staatsfernsehen \u00fcbertragen. Zu einem schnellen Ende der K\u00e4mpfe kam es indes nicht.<\/p>\n<p>In den folgenden Wochen gab es laut Geheimdienstkreisen dann erbitterte K\u00e4mpfe zwischen den verfeindeten Lagern, die sich insbesondere in den Gro\u00dfst\u00e4dten abspielten. Die Anzahl der Opfer wird auf mehr als 10.000 auf beiden Seiten gesch\u00e4tzt, auch wenn die Informationslage aufgrund des Chaos&#8216; sehr un\u00fcbersichtlich war. Unter den Opfern der Auseinandersetzung befanden sich unter anderem auch der stellvertretende RBP-Vorsitzende Mural Bisha, der am 22. August durch eine Autobombe ums Leben kam und der Vize-General der B\u00f6sen Streitkr\u00e4fte, Prereg Lainur, der eine Woche sp\u00e4ter bei Gefechten in der N\u00e4he von Minas Morgul ums Leben kam. Mit zunehmender Dauer des Konflikts wurde jedoch klar, dass die beiden Seiten, trotz der ungleichen Machtverh\u00e4ltnisse zugunsten MMS, einander nahezu ebenb\u00fcrtig waren, da Kalenkors Anh\u00e4nger sich regelm\u00e4\u00dfig in St\u00e4dten verschanzten und die MMS-Truppen so in riskante Guerillaeins\u00e4tze verwickelten. Die Situation schien unver\u00e4nderlich, ehe sich am 10. September zum ersten Mal seit Beginn des Konflikts das Phantom \u00e4u\u00dferte.<\/p>\n<p>Der Chef von MMS und bis dato offiziell zweite Mann hinter dem B\u00f6sen Herrscher verk\u00fcndete \u00fcber alle verf\u00fcgbaren Medien eine \u00fcberraschende Nachricht: Man werde das Wahlergebnis des 25. Juni akzeptieren und Kalenkor als B\u00f6sem Herrscher das Amt \u00fcberlassen. Zugleich solle es jedoch auch eine Umstrukturierung des Herrschaftssystems geben, von welcher das gew\u00e4hlte Parlamente jedoch nicht ber\u00fchrt sei. Man rufe die andere Seite an den Verhandlungstisch, um den Konflikt beizulegen und sich im Angesicht der wahren Feinde von den anderen Welten geschlossen zu zeigen. Es dauerte dann noch fast eine weitere Woche, ehe Kalenkor sich tats\u00e4chlich mit dem Phantom, Malur und Lord Ghostery im Parlamentsgeb\u00e4ude von B.Mordor traf. Zuvor hatte er seine Truppen angewiesen, die Kampfhandlungen einzustellen. \u00dcber das Treffen der vier B\u00f6sen drang nichts nach au\u00dfen, doch wird gemutma\u00dft, dass MMS Kalenkor vor ein Ultimatum stellte, dass er annehmen musste, wollte er lebend aus der Sache herauskommen. Kalenkor auf der anderen Seite wusste um die R\u00fcckendeckung seitens Teile des Milit\u00e4rs und der Bev\u00f6lkerung, sodass es sich MMS nicht w\u00fcrde leisten k\u00f6nnen, ihn aus dem Weg zu r\u00e4umen. Insgesamt drei Tage zogen sich die Gespr\u00e4che hin, ehe die vier am Abend des 21. Septembers schlie\u00dflich an die \u00d6ffentlichkeit traten.<\/p>\n<p>Aus den \u00c4u\u00dferungen wurde klar, dass Kalenkor tats\u00e4chlich neuer B\u00f6ser Herrscher werden solle, wof\u00fcr er im Parlament die Mehrheit eingehen d\u00fcrfe, die er f\u00fcr die beste halte. Das Parlament solle so zusammentreten, wie es am 25. Juni gew\u00e4hlt wurde. Das Phantom betonte in seinem Statement, dass die RBP sich auch mit einer Rolle in der Opposition zufrieden geben w\u00fcrde. Die eigentlich relevante Neuigkeit wurde jedoch erst am Ende von Lord Ghostery verk\u00fcndet: Demnach werde ein unabh\u00e4ngiger Rat geschaffen, der \u00fcber die T\u00e4tigkeiten des B\u00f6sen Herrschers und des Parlaments wachen solle und dessen Vorsitz das Phantom einnehmen werde. Insgesamt solle der Rat aus acht Personen bestehen und \u00fcber die generelle Ausrichtung der B\u00f6sen Welt entscheiden, auch um Konflikte, wie den gerade erst beigelegten, in Zukunft zu verhindern. Ebenfalls Mitglied des Rates sollten Drag Malur, Lord Ghostery, Walter Stratton, Gregor Darrik und drei weitere Personen sein, die zum damaligen Zeitpunkt noch nicht bekannt waren. Inzwischen gehen Beobachter davon aus, dass es sich bei den drei Personen um Karl von Lingen, Valentin Brahmke und Harald Weger handelt. Das neu geschaffene Gremium w\u00e4re somit ausschlie\u00dflich mit Mitgliedern von RBP und MMS besetzt. Am 11. Oktober schlie\u00dflich unterzeichneten das Phantom und Kalenkor die neue B\u00f6se Verfassung und Kalenkor wurde, nachdem er sich zuvor auf eine Koalition mit der MBP geeinigt hatte, als B\u00f6ser Herrscher vereidigt und inthronisiert. Kurz darauf hatte auch das nun &#8222;B\u00f6ser Rat&#8220; getaufte Gremium unter Vorsitz des Phantoms seine konstituierende Sitzung.<\/p>\n<p>Die Reaktionen auf die Ereignisse in der B\u00f6sen Welt und die Errichtung des neuen Herrschaftssystems inklusive neuen B\u00f6sen Herrschers wurden in der Lieben Welt mit Skepsis aufgenommen. Der Liebe Weltkaiser Apfulkrax sagte bei einer Veranstaltung im Palaces Monda: &#8222;Die Auseinandersetzungen der letzten Monate haben gezeigt, dass MMS der B\u00f6sen Bev\u00f6lkerung nicht alles zumuten kann und irgendwann eine Grenze erreicht ist. Es ist gut, dass das T\u00f6ten aufgeh\u00f6rt hat, aber es ist schlecht, dass MMS trotzdem gest\u00e4rkt und nun auch mit offizieller Macht ausgestattet aus diesem Konflikt hervorgeht.&#8220; Der scheidende Au\u00dfendromorniss Hemes F. Rems sagte: &#8222;Ich erwarte keine gro\u00dfen \u00c4nderungen in unserem Verh\u00e4ltnis zur B\u00f6sen Welt. Zwar scheint der neue B\u00f6se Herrscher eine Spur weniger dogmatisch zu sein, doch ist er trotz alledem ein Milit\u00e4r und als solcher Mitglied des Heeres, was viel Leid \u00fcber andere Welten, insbesondere aber auch unsere Welt gebracht hat. Zudem d\u00fcrfte er einer der schw\u00e4chsten B\u00f6sen Herrscher seit langem sein, da die wahre Macht und die relevanten Entscheidungen ohnehin im &#8222;B\u00f6sen Rat&#8220; getroffen werden d\u00fcrften. Ohne Einwilligung des Phantoms wird somit weiterhin nichts auf der B\u00f6sen Welt passieren und daher wird sich auch f\u00fcr die B\u00f6se Bev\u00f6lkerung nicht viel \u00e4ndern.&#8220; Der ausgewiesene B\u00f6sen-Experte und MD-Chef Richard Mant\u00f6psrochen sch\u00e4tzte die Lage am Morgen im WRF so ein: &#8222;Kalenkor ist letztlich ein Konzessionskandidat. Sicherlich hatten MMS und RBP gehofft, ihn milit\u00e4risch besiegen zu k\u00f6nnen, mussten dann aber einsehen, dass der Krieg zu lange dauern w\u00fcrde. So haben sie ihm letztlich ein vergiftetes Angebot gemacht: Du kannst gerne B\u00f6ser Herrscher werden und dein Mandat wahrnehmen, aber zugleich in diesem Amt kaum etwas zu sagen haben. MMS hat seine Macht damit erhalten, wohl aber zulasten der RBP im Parlament, was jedoch aus ihrer Sicht zu verschmerzen ist. MMS m\u00f6chte jetzt so schnell wie m\u00f6glich wieder Ruhe haben, damit sie ihre Kontrolle weiter fortsetzen k\u00f6nnen. Nach den letzten Monaten sollten sie aber gewarnt sein, dass sie den Bogen nicht \u00fcberspannen sollten. Auch wenn sie m\u00e4chtiger sind als alle anderen Organisationen in der B\u00f6sen Welt, so k\u00f6nnen sie doch ins Wanken geraten wenn eine gro\u00dfe Gruppe der Bev\u00f6lkerung, insbesondere aber des Milit\u00e4rs, sich gegen sie stellt. Es ist bemerkenswert, dass MMS diese Stimmung, die aufgrund der grassierenden Armut ja nicht verwunderlich ist, im Vorfeld der Wahlen nicht wahrgenommen hat. H\u00e4tte es das getan, h\u00e4tten die Wahlen sicherlich nicht stattgefunden. Nun m\u00fcssen sie damit leben, haben es aber wie gesagt dennoch noch einmal geschafft, sich die absolute Macht zu sichern.&#8220;<\/p>\n<p>Mit der Entscheidung in der B\u00f6sen Welt gehen die Beziehungen zwischen der Lieben Welt und ihrem Erzfeind in eine neue \u00c4ra. Zwar erwartet niemand realistisch eine \u00c4nderung der Politik der B\u00f6sen Welt, da Kalenkor sich ebenfalls, zumal als Milit\u00e4r, gegen eine Entspannungspolitik stellen d\u00fcrfte, und dar\u00fcber hinaus selbst beim Anstreben einer solchen sicherlich vom Phantom und MMS ausgebremst w\u00fcrde. Als weitere Erkenntnisse der Ereignisse der letzten Monate kann jedoch auch res\u00fcmiert werden, dass MMS&#8216; Macht nicht so allumfassend ist, wie sie von ihnen dargestellt wird. Die j\u00fcngste Vergangenheit d\u00fcrfte auch f\u00fcr das Phantom die unruhigste Zeit seit langem gewesen sein. Alles kann die B\u00f6se Elite ihren B\u00fcrgern nicht zumuten, was die Auseinandersetzungen gezeigt haben. Inwiefern das neue Herrschaftsmodell \u00fcberhaupt Potential hat, etwas zu \u00e4ndern und ob es sich lange h\u00e4lt in dieser Form, wird ohnehin jedoch erst die Zukunft zeigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Palaces Monda gibt Kandidaten f\u00fcr die Weltwahl bekannt &#8211; Dromornissenschaft vor Umbruch<\/strong><\/p>\n<p>Am heutigen Tage war es soweit: Zum vierten Mal in der Geschichte der Lieben Welt verk\u00fcndete der Sekret\u00e4r des Weltpalastes, pers\u00f6nliche Assistent des Weltkaisers und Organisator der Weltwahlen, Frederick Salant, die Kandidaten f\u00fcr die \u00c4mter des Lieben Herrschers und die insgesamt 16 Dromornisse. Bei der offiziellen Verk\u00fcndungszeremonie im Kranichensaal des Palaces Monda fanden sich hunderte Journalisten, Fotografen und sonstige Medienvertreter ein, um dem Ereignis beizuwohnen. Die Namen, die Salant schlie\u00dflich verlauten lie\u00df, sorgten bei nicht wenigen zum Teil f\u00fcr Erstaunen, teils aber auch f\u00fcr aufgeregte Kommentare seitens der Journalisten.<\/p>\n<p>Das Prozedere, um f\u00fcr die Weltwahl, sei es als Weltkaiser oder als Dromorniss, zugelassen zu werden, war auch in diesem Jahr das Gleiche: Insgesamt 50 Millionen B\u00fcrger der Lieben Welt mussten einem Kandidaten offiziell ihre Unterst\u00fctzung signalisieren, was seitens der Anw\u00e4rter auf die Kandidaturen haupts\u00e4chlich \u00fcber das Internet koordiniert wurde. Dazu kommen mussten offizielle Unterst\u00fctzungsbekundungen vonseiten dreier Staatsoberh\u00e4upter der Lieben Welt im Falle einer angestrebten Kandidatur f\u00fcr einen Dromornissposten und gar f\u00fcnf Bekundungen im Falle einer angestrebten Kandidatur f\u00fcr das Amt des Weltkaisers. Die Abstimmungen und Wahlkampagnen der jeweiligen Kandidaten starteten allesamt am 01. Januar diesen Jahres und dauerten exakt ein halbes Jahr bis zum 30. Juni. Danach war es an Salant und seinem Mitarbeiterstab, die Resultate auszuwerten und bei der heutigen offiziellen Verk\u00fcndung zu ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p>Bei der diesj\u00e4hrigen Weltwahl treten insgesamt 37 unterschiedliche Kandidaten an, um ihr Amt im Weltpalast entweder zu verteidigen oder eben jenes zu erobern. Dabei m\u00fcssen ganze vier Dromornissposten neu besetzt werden: Finanz-, Au\u00dfen-, Bildungs- und Kulturdromornissentum. W\u00e4hrend der Abgang des bisherigen Finanzdromornisses Lord Knackser sowie des ohnehin nur interimsweise amtierenden Kulturdromornisses Wilhelm Rabe im Vorhinein schon klar war, kamen die R\u00fcckz\u00fcge von Au\u00dfendromorniss Hemes F. Rems und Bildungsdromorniss Albus Dumbledore durchaus \u00fcberraschender. Sowohl Rems als auch Dumbledore begr\u00fcndeten ihren R\u00fcckzug aus der Weltpolitik bereits vergangene Woche mit anderen beruflichen Verpflichtungen, dem Bestreben, die \u00c4mter an j\u00fcngere Generationen weiterzugeben und der Tatsache, dass sie sich auch politisch neu orientieren wollten. Mit dem Abtritt von Knackser und Rems verlassen somit die letzten beiden Dromornisse der ersten Reihe, die bereits bei der Gr\u00fcndung der Weltregierung 1811 dabei waren und seitdem ununterbrochen im Palaces Monda t\u00e4tig waren, ihre \u00c4mter. Nicht umsonst schrieben einige Medienportale nach diesen Ank\u00fcndigungen, dass ein Umbruch im Weltpalast anst\u00fcnde. Unter den Kandidaten, die in diesem Jahr antreten, finden sich insgesamt neun amtierende oder ehemalige Staatsoberh\u00e4upter, sowie f\u00fcnf Wirtschaftsbosse und immerhin f\u00fcnf Frauen, von denen jede die erste weibliche Dromornissin werden m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Doch nun zu den konkreten Kandidaten. F\u00fcr das Amt des Weltkaiser kandidieren, neben dem Amtstr\u00e4ger Lieber Apfulkrax (58), noch vier weitere Personen. Der erste und sicherlich ernst zu nehmende Kandidat ist Marcus van Eeglen (49), amtierender Staatschef von Dilosophien, der das gr\u00f6\u00dfte Land Robasiens seit 1817 anf\u00fchrt. Dabei machte der Sozialdemokrat insbesondere von einer wirtschaftlich klugen Politik von sich reden und schaffte es, das bis vor wenigen Jahren noch abgeschlagene Land, in eine Phase des Wachstums eintrat. Er w\u00fcrde vermutlich eine noch sozialere Variante des Regierungsstils des Lieben Apfulkraxes vertreten, verbunden mit einem progressiven Stil. Seine Anh\u00e4nger kommen insbesondere aus den Entwicklungsl\u00e4ndern der Welt. Zweiter Herausforderer des amtierenden Lieben Herrschers ist Marc Kadarov (63), dessen Nominierung f\u00fcr ein Raunen im Kranichensaal sorgte. Der seit 1812 regierende autorit\u00e4re Pr\u00e4sident von Iranja machte insbesondere in den Anfangsjahren seiner Regierungszeit immer wieder mit gewaltvollen Konflikten mit dem Nachbarland Miwan von sich reden, wobei es meist um Erd\u00f6lfelder in der Grenzregion ging. Noch 1817 musste die Weltregierung in diesem Konflikt vermitteln. Kadarovs Unterst\u00fctzer kommen ihrerseits aus den eher autorit\u00e4r gef\u00fchrten Staaten der Welt, etwa aus Molquarze und Julsavien. Dritter Kandidat im Bunde ist ein alter Bekannter: Steven Bernstein (60), der 1815 bereits antrat, um Finanzdromorniss zu werden, jedoch deutlich an Lord Knackser scheiterte, bewirbt sich nun um das h\u00f6chste Amt der Lieben Welt. Der Unternehmer aus Paradies tritt f\u00fcr eine wirtschaftsliberale und globalisierungsfreundliche Politik ein, die eindeutig seinen unternehmerischen Hintergrund durchschimmern l\u00e4sst. Unterst\u00fctzung erf\u00e4hrt etwa von Staaten aus S\u00fcdtitanien, die hoffen, von verst\u00e4rktem Handel profitieren zu k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich zur letzten Kandidatin: Christ Berggreen (54), amtierende Innenministerin von Florenz und ebenfalls durchaus eine \u00fcberraschende Personalie. Berggreen, die unter Florenz&#8216; Pr\u00e4sident Velduena seit 1818 auch Vize-Pr\u00e4sidentin ist, ist vor allem f\u00fcr ihr rigoroses Vorgehen gegen kriminelle Banden bekannt und unterh\u00e4lt zudem beste Verbindungen zu diversen Geheimdiensten. \u00dcberraschend ist ihre Kandidatur f\u00fcr das Amt des Weltkaisers insbesondere deshalb, weil sie erstens au\u00dferhalb Florenz&#8216; wenig bekannt ist, zweitens jedoch eher f\u00fcr das Amt des Justizdromornisses gehandelt wurde. Dennoch konnte sie die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine Kandidatur f\u00fcr das h\u00f6chste politische Amt der Lieben Welt akquirieren und w\u00fcrde sich im Falle eines Wahlsiegs vor allem f\u00fcr die Sicherheitsbelange auf der Welt einsetzen, im Innern wie im \u00c4u\u00dfern. Ihre Unterst\u00fctzer kommen vor allem aus Staaten, deren Sicherheitslage traditionell schwierig ist, etwa Klondyk oder Kalavien. Insgesamt sollte der Liebe Apfulkrax angesichts dieser vier Herausforderer zwar nicht zu entspannt sein, d\u00fcrfte sich jedoch, sofern ihm bis November keine gravierenden Fehler mehr unterlaufen, um eine zweite Wiederwahl keine gro\u00dfen Sorgen machen. Das Konkurrenzfeld ist dabei durchaus als Kompliment seiner Regierungsarbeit zu verstehen: Bei einer schlechteren Bilanz von Apfulkrax h\u00e4tten sich mit Sicherheit st\u00e4rkere und prominentere Pers\u00f6nlichkeiten zu einer Kandidatur entschlossen.<\/p>\n<p>Nun zu den Dromornissen. Schon beim Ressort des Innendromorniss kommt es zu einem prominenten Duell: Amtsinhaber Kalaar Moleskar (59) wird es mit niemandem geringeren als Johannes von Daunenfels, ehemals Johannes I. von Meadowhouse, zu tun bekommen. Von Daunenfels, der zu Zeiten seiner Regentschaft immer wieder mit scharfer Kritik an der Weltregierung, insbesondere dem Kabinett unter Archibald Helobos gegen\u00fcber, aufgefallen war, wagt nun selbst den Angriff auf einen Posten im Weltpalast. Sollte er den Posten am Ende erringen, kann also ein \u00e4hnlicher Politikstil wie zu seiner Zeit als Meadowhousischer K\u00f6nig erwartet werden: Durchaus konservativ, jedoch nicht dogmatisch, und im Falle eines Falles auch sehr durchsetzungsf\u00e4hig. Nicht wenige Beobachter sprechen von einem der spannendsten Duelle bei der anstehenden Wahl.<\/p>\n<p>Das vakante Au\u00dfendromornissentum bekommt zwei Bewerber, die einer breiten \u00d6ffentlichkeit ebenfalls bekannt sind. Einerseits wirft Weltbundchef Tom Arne Henriksen (55) seinen Hut in den Ring. Der seit 1812 amtierende Chef der Staatenorganisation hat sich schon l\u00e4ngst einen Namen als erfahrener Vermittler und Diplomat gemacht und wurde schon bei der letzten Wahl als Kandidat gehandelt. Sein Konkurrent ist Sinamor Vailador (65), Staatschef von Umgor und ehemaliger B\u00f6ser Herrscher. Mit seinem Einzug w\u00fcrde nach dem ehemaligen Verkehrsdromorniss Percival McLeach und dem amtierenden Innendromorniss Moleskar schon der dritte ehemalige B\u00f6se ein Amt im Palaces Monda erhalten, was starke Signalwirkung h\u00e4tte. Inwiefern ihm seine Vita f\u00fcr das Amt und das Duell gegen Henriksen n\u00fctzen oder schaden kann, werden aber sicherlich erst die n\u00e4chsten Monate zeigen.<\/p>\n<p>Der amtierende Wirtschaftsdromorniss Velk\u00e0 Fatra (64) bekommt es bei dieser Wahl mit Gerhard Velb\u00e9ron (66) zu tun. Der seit 1809 amtierende Pr\u00e4sident von Django war schon lange als ambitioniert auf einen Platz im Weltpalast gesehen worden. Velb\u00e9ron, der Django seit fast 15 Jahren ruhig und erfolgreich f\u00fchrt, gilt als einer der beliebtesten Staatschefs aus Thovez und w\u00fcrde im Vergleich zu Fatra eine deutlich sozialpolitisch ausgerichtete Politik aus dem Wirtschaftsdromornissentum heraus machen, \u00e4hnlich wie er es in Django praktiziert. F\u00fcr Fatra, dem es bisher noch nie gelang, sein Amt als Dromorniss zu verteidigen, d\u00fcrfte er auf jeden Fall ein ernst zu nehmender Gegner sein.<\/p>\n<p>Der zweite komplett vakante Posten in der &#8222;Ersten Reihe&#8220; der Dromornissent\u00fcmer wird ebenfalls von zwei durchaus bekannten Personalien angestrebt: Sowohl Manfred Goldkamp (61), als auch Bert Bratapfel (56) wollen als Nachfolger von Lord Knackser Finanzdromorniss werden. F\u00fcr Goldkamp ist es bereits der zweite Anlauf, ein Amt im Weltpalast zu erringen: 1815 scheiterte der ehemalige CEO von Kristallogie\/Astronomie im Duell um das Amt des Wirtschaftsdromornisses an Wilfried Betz, der die Wahl damals \u00fcberraschend gewann. Er steht f\u00fcr eine weitestgehende Fortf\u00fchrung der Knackserschen Finanzpolitik, eher konservativ und mit klarem Fokus auf die H\u00f6he der Ausgaben. Sein Herausforderer Bratapfel hingegen machte sich zuletzt einen Namen, als er in der Vorwahl um das Amt des K\u00f6nigs von Meadowhouse gegen den heutigen K\u00f6nig Ezechiel I. das Nachsehen hatte. Der Diplomat, der nach wie vor vor allem mit der Materie vertrauten Personen bekannt ist, muss vor allem an seiner Bekanntheit arbeiten, damit sein Duell mit Goldkamp ausgeglichen wird. Politik steht Bratapfel zwar recht zentral dar, w\u00fcrde jedoch finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr in Schieflage geratene Staaten etwa deutlich eher bewilligen als Knackser oder sein Herausforderer Goldkamp.<\/p>\n<p>Auf dem Gebiet der Justiz sieht sich Justizdromorniss Albert Hunter (58) dem ehemaligen Ersten Vorsitzenden des Lieben Weltgerichtshofs von Palar, Juan Ra\u00f9l Petrarca (67), gegen\u00fcber. Der Meerl\u00e4nder, der vor zwei Jahren durch den Meadowhouser Laurenz Grogge beerbt wurde, trat zum damaligen Zeitpunkt eigentlich in den Ruhestand, steht jetzt jedoch vor einem \u00fcberraschenden Comeback. Mit ihm bekommt Hunter definitiv einen juristisch rundum gebildeten Gegner, der bisher jedoch vor allem im Richterstuhl gewirkt hat und weniger in der eher staatsanwaltlich anmutenden und koordinierenden Funktion des Justizdromornisses. Dennoch ist Petrarca mit der Materie vertraut und w\u00fcrde bei einer erfolgreichen Wahl politisch an die Politik des ehemaligen Justizdromornisses Gerhard S. Herme ankn\u00fcpfen. Hunter hingegen als ehemaliger Chef der internationalen Polizeibeh\u00f6rde ist eher am eingreifenden Gesch\u00e4ft des Postens beteiligt und stimmte sich dabei in der ablaufenden Legislaturperiode vor allem eng mit Innendromorniss Moleskar ab.<\/p>\n<p>Das letzte Dromornissenamt der &#8222;Ersten Reihe&#8220; errang vor vier Jahren fast schon sensationell Carl von der Regi\u00e8me, der dieses Amt nun auch verteidigen m\u00f6chte. Dabei bekommt er es mit einem milit\u00e4rischen Profi zu tun, der bereits seit Jahren in der Lieben Armee dient: Karl Lenovo (50), seit 1812 General der Luftwaffe der Lieben Armee und bereits 1815 Kandidat f\u00fcr das Amt des Au\u00dfendromornisses, dort jedoch seinerzeit Hemes F. Rems unterlegen, fordert den Meadowhousischen Nationalhelden heraus. Auch hier waren sich Beobachter nach der Verk\u00fcndung der Namen einig, dass es eines der spannenderen Duelle werden w\u00fcrde. Beide Milit\u00e4rs sind eng mit der Materie vertraut und bei der Lieben Armee beliebt. Von der Regi\u00e8me konnte zudem seine 1819 noch mangelnde Bekanntheit inzwischen ablegen und arbeitet zudem gut mit dem F\u00fchrungszirkel der LA zusammen, bisher unter anderem auch mit Lenovo. Inwiefern sich dessen Politikidee von der von der Regi\u00e8mes unterscheidet und ob er diese Unterschiede wird betonen k\u00f6nnen, wird der anstehende Wahlkampf zeigen.<\/p>\n<p>Die sechs Dromorniss\u00e4mter der &#8222;Zweiten Reihe&#8220; sollen nun in aller K\u00fcrze vorgestellt werden. Umweltdromorniss Leopold Waldapfel (72), der im Falle einer Wiederwahl in seine schon vierte Amtszeit gehen w\u00fcrde, bekommt es mit einer durchaus \u00fcberraschenden Gegnerin zu tun: Olga Abrassimova (48), Schwester des Klondykschen Staatschefs Igor Abrassimov, bewirbt sich ebenfalls um das Amt. Hintergrund im Umweltschutz hat sie nur insofern, als dass sie sich f\u00fcr die Errichtung gro\u00dfen Nationalparks in Klondyk seit der Macht\u00fcbernahme ihres Bruders einsetzt. Sozialdromorniss Amadeus Sininger, der ebenfalls schon seit 1811 im Weltpalast ist, bekommt es bei dieser Wahl mit einem ungleich schweren Herausforderer zu tun: Percival Sean McLeach (56), von 1811 bis 1815 Verkehrsdromorniss und von 1818 bis 1822 als Percival I. Meadowhousischer K\u00f6nig, m\u00f6chte zur\u00fcck in den Palaces Monda. Dass der schon zu seiner Regentschaft in Meadowhouse klar sozial-progressiv ausgerichtete McLeach dabei jetzt das Sozialdromornissentum ins Auge gefasst hat, kommt wenig \u00fcberraschend. Entwicklungsdromorniss Steffen A. Winter (71), neben Waldapfel und Sininger der einzige, der noch vom Ursprungskabinett von 1811 \u00fcbrig bleiben k\u00f6nnte, bekommt es diesmal mit Katharina L\u00f6wenberg, seit 1817 Pr\u00e4sidentin von Cerdonien, zu tun. L\u00f6wenberg, als Staatsoberhaupt eines Entwicklungslandes scheinbar geeignet f\u00fcr den Posten, m\u00f6chte insbesondere Winter Prestigeprojekt &#8222;Treppe 1830&#8220; noch schneller und breiter vorantreiben, obwohl dem Projekt erst Anfang des Jahres klarer Erfolg bescheinigt wurde, nachdem Wirtschaftliche Ausschuss des Weltbundes ein \u00fcberdurchschnittliches Wirtschaftswachstum in denjenigen L\u00e4ndern vermelden konnte, die seit 1814 im Programm vertreten sind, unter anderem auch Cerdonien. Gesundheitsdromorniss Thomas Sch\u00e4ffke (55) hingegen bekommt es mit dem leitenden Arzt des Internationalen Schneckenrennverbandes, auch &#8222;Schneckenrennvenutier&#8220; genannt, Carlos Schneckius (58) zu tun. Der Chirurg machte sich in den letzten Jahren insbesondere mit einem rigorosen Vorgehen gegen Doping und gesundheitssch\u00e4dliche Stoffe in Lebensmitteln einen Namen. Der vakante Posten des Bildungsdromornisses wird von zwei alten Bekannten angestrebt: Auf der einen Seite Marko Maszliskus, zwischen 1813 und 1815 bereits Sicherheitsdromorniss und amtierender Herzog von Wiesenhausen, und auf der anderen Seite Bella de Vere (62), Leiterin des Hogwarts-Orchesters Gr\u00fcnland und ebenfalls ehemalige Bewerberin um eben jenes Amt des Bildungsdromornisses, was 1815 jedoch gegen Albus Dumbledore nicht von Erfolg gekr\u00f6nt war. W\u00e4hrend Maszliskus eher f\u00fcr die Forschung eintreten d\u00fcrfte, k\u00f6nnte de Veres Fokus eher auf der Lehre im Bildungsbereich stehen. Das letzte Amt der &#8222;Zweiten Reihe&#8220;, das Amt des Sicherheitsdrormonisses, was von Amtsinhaber Auge (46) verteidigt werden m\u00f6chte, wird auch von Konrad Fr\u00fchling (50) angstrebt. Fr\u00fchling, Generaloberst in der Lieben Armee und zust\u00e4ndig f\u00fcr Drohnen\u00fcberwachung und Geheimoperationen, w\u00fcrde damit in eines der h\u00f6chsten sicherheitspolitisch relevanten \u00c4mter aufsteigen. Auch unterh\u00e4lt er beste Verbindungen zur LA und zu zahlreichen Geheimdiensten. Ob dies reicht, um den sehr beliebten Auge zu entmachten, ist jedoch noch nicht ausgemacht.<\/p>\n<p>Die &#8222;Dritte Reihe&#8220; der Dromornissenschaft wartet dann mit einigen sehr interessanten Personalien auf. Um das Amt des Verkehrsdromorniss, das Christoph Botao (56) zum zweiten Mal verteidigen will, bewirbt sich au\u00dferdem noch Maria Riedenberger (46), Enkelin des ehemaligen Werftchefs Josef Riedenberger, verantwortlich f\u00fcr den Bau der legend\u00e4ren &#8222;Cremissimo&#8220;. Riedenberger, die zurzeit Vorsitzende der Atcanischen Handelsunion ist, muss bei ihrer Kandidatur sicherlich einige Fragen zu ihrer Familie beantworten und hat gegen den hochgesch\u00e4tzten Botao vermutlich nur Au\u00dfenseiterchancen. Im Amt des Sportdromornisses m\u00f6chte Dagobert Duck (83) in seine dritte Amtszeit gehen und bekommt dabei Konkurrenz von Petr Aersmil (52), seines Zeichens Chef des Lieben Dart-Weltverbandes. Sein Name sorgte im Kranichensaal zun\u00e4chst f\u00fcr verst\u00e4ndnislose Gesichter, da bei Weitem nicht jedem der Dartssport gel\u00e4ufig war. Aersmil gilt als Architekt des modernen Dartssports, hat, als Vertreter einer beliebten, aber immer noch als Randsport geltenden, Sportart aber bisher Bekanntheitsprobleme gegen\u00fcber Amtsinhaber Duck. Das vakante Kulturdromornissentum k\u00f6nnte hingegen zu einem echten Skandalgaranten werden. Als Nachfolger des scheidenden Wilhelm Rabe bewirbt sich neben dem atlantischen Filmkomponisten Casimir Darsfeld (45) n\u00e4mlich auch Edward Cohemiel (54), Dramatiker und Autor des umstrittenen Theaterst\u00fccks &#8222;Bomben&#8220;, das 1819 f\u00fcr Aufsehen sorgte, da es die Weltregierung scharf und zum Teil \u00fcberm\u00e4\u00dfig attackierte. Cohemiel m\u00f6chte nun seinerseits eine laut eigener Aussage &#8222;kulturad\u00e4quate und gerechte Politik&#8220; etablieren. Inwiefern er sich mit seinen Dromornisskollegen dabei verstehen wird, ist indes unklar. Komponist Darsfeld gilt eher als Verfolger einer \u00e4hnlichen Kulturpolitik wie der zur\u00fcckgetretene Mirco Magiaro, allerdings ohne gro\u00dfe Lautst\u00e4rke. Das Amt des Solidarit\u00e4tsdromornisses schlie\u00dflich wird neben Amtsinhaber Nebelphantom auch von Fauchbert Dracher (59), seit 1806 Pr\u00e4sident von Drachonien, angstrebt. Er m\u00f6chte sich vor allem f\u00fcr die Minderheit der Drachen einsetzen, w\u00e4hrend das Nebelphantom in der ablaufenden Legislaturperiode insbesondere die Rechte und Verh\u00e4ltnisse der Geisterminderheit st\u00e4rkte.<\/p>\n<p>Alles in allem kann das diesj\u00e4hrige Kandidatenfeld zur Weltwahl also mit teils prominenten, teils illustren und zum Teil auch exotischen Kandidaten aufwarten. Mit vier komplett neu zu besetzenden Dromornissposten und zum Teil spannenden Duellen wird der Fokus bei der Wahl am 15. November und auch im Wahlkampf bis dahin schwerpunktm\u00e4\u00dfig sicherlich auf den unterschiedlichen Dromornissduellen liegen, w\u00e4hrend der F\u00fcnfkampf um den Thron des Weltkaisers zum jetzigen Zeitpunkt kaum entschieden sein d\u00fcrfte, aber nicht allzu viel Spannung verspricht. Man darf gespannt sein, welche programmatischen Punkte die verschiedenen Kandidaten in den n\u00e4chsten vier Monaten vorlegen und ob dem ein oder anderen m\u00f6glicherweise auch eine \u00dcberraschung gelingt. Der Wahlkampf ist seit heute auf jeden Fall er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neue Regierung im Weltstaat &#8211; Internationale Reaktionen auf die Wahlen<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Abschluss des Superwahljahres 1822 mit der K\u00f6nigswahl am vergangenen Sonntag steht nun endg\u00fcltig fest, wer Meadowhouse in den kommenden vier Jahren regieren wird, sowohl auf Kanzler- als auch auf K\u00f6nigsebene. Durch die Ver\u00e4nderungen, die auf beiden Ebenen zu erwarten sind, das Schrumpfen der bisherigen Dreier- auf eine Zweierkoalition im Saal der Gespenster und der Wechsel von K\u00f6nig Percival I. zu K\u00f6nig Ezechiel I. auf dem Thron, sind die Reaktionen der internationalen Presse und Politik dementsprechend gro\u00df. Dar\u00fcber hinaus wird auch Meadowhouse&#8216; Rolle als Weltstaat in Verbindung mit derartigen Wahlen immer wieder unterstrichen. Es folgen einige Reaktionen verschiedener Politiker und Medien.<\/p>\n<p><strong>Lieber Apfulkrax (Weltkaiser):\u00a0<\/strong>&#8222;Die neue meadowhousische Regierung verspricht in gewisser Hinsicht Kontinuit\u00e4t, sofern die schon sehr offensichtlich angestrebten Koalitionsverhandlungen zwischen BdH und VCS zum Erfolg f\u00fchren. Mit einer solchen Regierung sollte die Stabilit\u00e4t des Landes weiterhin gesichert, wirtschaftlicher Aufschwung erm\u00f6glicht und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Weltregierung m\u00f6glich sein. Der neue K\u00f6nig wird seine Rolle sicherlich noch finden m\u00fcssen, doch w\u00fcnsche ich Ezechiel Bloor bei dieser Aufgabe viel Erfolg und ein Gesp\u00fcr f\u00fcr weitsichtiges politisches Handeln. F\u00fcr die wichtigen anstehenden internationalen Prozesse, die politisch und wirtschaftlich auf Meadowhouse zukommen werden, wird er die richtigen Antworten finden m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Karl Ligones (Staatspr\u00e4sident von Paradies):\u00a0<\/strong>&#8222;Meadowhouse bleibt ein vorz\u00fcglicher Kanzler mit Sebastian Schwalbenschwanz erhalten, mit dessen letzter Regierung bereits reger politischer Austausch bestand, der zu positiven Entwicklungen f\u00fchrte. Durch die voraussichtliche neue Koalition hoffen wir auf eine Fortf\u00fchrung der bisherigen Politik uns gegen\u00fcber und sehen gute Chancen, die Beziehungen unserer L\u00e4nder weiter zu vertiefen. Dem neue K\u00f6nig, dem ich zum Wahlsieg gratuliere, w\u00fcnsche ich eine ruhige Hand beim Regieren und erwarte eine R\u00fcckkehr Meadowhouse&#8216; zum Politikstil der Johannes&#8217;schen Jahre, vielleicht jedoch ohne die entsprechende politische Lautst\u00e4rke.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Gunter Gr\u00fcnbaum (Staatspr\u00e4sident von Gr\u00fcnland):<\/strong> &#8222;Es ist gut, dass Sebastian Schwalbenschwanz sein Amt verteidigen konnte, da die Kontinuit\u00e4t des Austauschs zwischen unseren beiden Nationen nach der j\u00fcngeren Vergangenheit fortgef\u00fchrt werden muss. In der vergangenen Legislaturperiode waren bereits positive Entwicklungen zwischen den beiden Staaten zu erkennen und ich bin zuversichtlich, dass wir diese Entwicklung nun fortf\u00fchren k\u00f6nnen. Dass keine anti-gr\u00fcnl\u00e4ndische Partei in der neuen Regierung vertreten ist, ist dabei nat\u00fcrlich hilfreich. Der neue K\u00f6nig, der sich bisher zu den meadowhousisch-gr\u00fcnl\u00e4ndischen Beziehungen noch nicht eindeutig positioniert hat, w\u00fcnsche ich, dass auch er den Kurs seines Vorg\u00e4ngers Percival fortf\u00fchrt, damit ein friedliches Zusammenleben auf der paradiesischen Halbinsel langfristig m\u00f6glich gemacht werden kann.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Thomas Bremersen (Staatspr\u00e4sident von Atlantis):<\/strong> &#8222;Die Wiederwahl von Sebastian Schwalbenschwanz und die damit einhergehende Kontinuit\u00e4t im Weltstaat Meadowhouse ist zu begr\u00fc\u00dfen, insbesondere unter den Bedingungen, dass eine Partei, die der Titanien-Union bisher ablehnend gegen\u00fcber stand, nun nicht mehr der Regierung angeh\u00f6ren wird. Ich hoffe, dass nun eine Neubewertung der wirtschaftlichen und politischen Chancen, die eine solche Union zu bieten h\u00e4tte, erfolgt und Meadowhouse&#8216; der Idee aufgeschlossener gegen\u00fcbersteht. Gleiches gilt auch an die Adresse des neuen K\u00f6nigs, der sich bisher vorsichtig im Hinblick auf eine m\u00f6gliche TU ge\u00e4u\u00dfert hatte, nun jedoch politisch mit diesem Thema konfrontiert werden wird. Eine Neubewertung dieser transnationalen Idee w\u00e4re auch wichtig f\u00fcr andere Staaten Westtitaniens, die dem Vorschlag ebenfalls skeptisch begegnen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Schneckl\u00e4ndische Allgemeine Zeitung (SAZ):\u00a0<\/strong>&#8222;Schwalbenschwanz und Bloor triumphieren und m\u00fcssen sich nun in der Regierung auf einen Kurs einigen. Meadowhouse hat die Stabilit\u00e4t dem Umbruch vorgezogen und setzt auf Altbew\u00e4hrtes, ohne jedoch die Partei abzustrafen, die wesentlich an der Unabh\u00e4ngigkeit 1810 beteiligt war. Ob eine R\u00fcckkehr der Johannes&#8217;schen Politik kommt, ist angesichts des einenden Wesens von Ezechiel Bloor jedoch zu bezweifeln.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Atk\u00e1nska Gazeta Mittelland (AGM):<\/strong> &#8222;Meadowhouse setzt auf bisherigen Erfolg. Reichskanzler Schwalbenschwanz ist im Vergleich zur restlichen politischen Klasse des Landes in einer eigenen Sph\u00e4re unterwegs. Die neue Regierung scheint schnell zustande zu kommen und wird sich bisheriger Querulanten entledigen. Der inzwischen ebenfalls neu gew\u00e4hlte K\u00f6nig ist international unbekannt, unerfahren, jedoch dekorierter Kriegsheld und Ur-Wiesenhausener. Viel wird davon abh\u00e4ngen, ob es dem neuen K\u00f6nig gelingt, sich gegen die Politprofis Schwalbenschwanz und seinen Finanzminister Hubmaier durchzusetzen oder ob er von diesen klein gehalten wird. Die progressive Politik von Percival I. wird nun erst einmal zum Erliegen kommen, doch damit vielleicht auch die Brechstangen-Mentalit\u00e4t des abtretenden K\u00f6nigs.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Abendblatt Salenavo (AS):<\/strong> &#8222;Mit Sebastian Schwalbenschwanz feiert die Kanzlerpartei den gr\u00f6\u00dften Erfolg ihrer Bestehensgeschichte und durchbricht historische Marken. Gedem\u00fctigt m\u00fcssen Gegner das Feld r\u00e4umen. Die sich anbahnende neue Koalition k\u00f6nnte auch f\u00fcr die Beziehungen zwischen Meadowhouse und Klondyk eine Chance sein, insbesondere aber die neue Personalie auf dem Thron. Die Unbekanntheit des neuen Monarchen Ezechiel Bloor k\u00f6nnte auch eine gewisse Unvoreingenommenheit bedeuten, auch wenn er ehemaliger Milit\u00e4r ist. F\u00fcr die seit der Weltschlacht weitestgehend auf Eis gelegten Beziehungen zwischen Meadowhouse und Klondyk zumindest die M\u00f6glichkeit eines Neuanfangs, der jedoch auch unter dem progressiven scheidenden K\u00f6nig nicht gelang.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Eine inspirierende, w\u00fcrdevolle und treue Partnerin unseres Landes&#8220; &#8211; Meadowhouse trauert um K\u00f6nigin Elizabeth II.<\/strong><\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Donnerstagnachmittag vermeldeten die Medien des meadowhousischen Erde-Partnerlands Gro\u00dfbritannien eine Nachricht, von der erwartet wurde, dass sie eines Tages gemeldet werden w\u00fcrde, von der man dennoch immer gehofft hatte, dass dieser Tag noch weit entfernt sei: Die K\u00f6nigin des Vereinigten K\u00f6nigreiches und Nordirlands, Elizabeth II., ist verstorben. Die Monarchin, die erst im Juni ihr 70-j\u00e4hriges Thronjubil\u00e4um mit einer mehrt\u00e4gigen Feier zelebriert hatte, starb im Alter von 96 Jahren auf ihrem Sommersitz Schloss Balmoral im britischen Landesteil Schottland. Neben vielen Trauerbekundungen und Beileidsmitteilungen insbesondere von Politikern und Staatsoberh\u00e4uptern der Erde, war die Trauer auch in Meadowhouse gro\u00df, da sich die K\u00f6nigin seit der Staatsgr\u00fcndung vor knapp zw\u00f6lf Jahren stets als verl\u00e4ssliche Partnerin und Unterst\u00fctzerin des jungen Staates Meadowhouse gezeigt hatte. Nicht zuletzt war sie es, die mit dem damaligen Gr\u00fcnderv\u00e4tern des Staates die bis heute andauernde interuniverselle Partnerschaft zwischen den beiden K\u00f6nigreichen schmiedete.<\/p>\n<p>Die erste Reaktion auf die Todesnachricht aus Gro\u00dfbritannien kam von Burg Daunenfels. K\u00f6nig Percival I. \u00e4u\u00dferte sich vor versammelter Presse ergriffen, aber gefasst \u00fcber das Ableben der Queen: &#8222;Die K\u00f6nigin von Gro\u00dfbritannien war unserem Staat stets eine gro\u00dfe Unterst\u00fctzerin und ermutigte uns auch, unseren eigenen Weg zu gehen, \u00e4hnlich, wie es ihr eigenes Land auf so viele verschiedene Arten und Weisen unter ihrer Regentschaft ebenfalls getan hat. In ihrer sieben Jahrzehnte w\u00e4hrenden Herrschaft hat sie nicht nur viele Menschen auf unterschiedlichsten Positionen kommen und gehen sehen, sondern ist auch immer ihrem Prinzip, einer unverbr\u00fcchlichen Dienstbewusstheit, und ihrer Rolle als erste Dienerin des Staates, treu geblieben. Mit gro\u00dfer Trauer musste ich heute daher die Nachricht ihres Ablebens entgegennehmen und erinnere mich in diesen Stunden an unsere Begegnungen, insbesondere an den Nationalfeiertagen und interuniversellen Konferenzen.&#8220; K\u00f6nig Percival I. lie\u00df dar\u00fcber hinaus verf\u00fcgen, dass die Flaggen an allen \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden auf Halbmast gesetzt werden sollten und k\u00fcndigte zudem eine Aussetzung des gegenw\u00e4rtig laufenden Wahlkampfes bis Sonntag an.<\/p>\n<p>Nach dem K\u00f6nig \u00e4u\u00dferte sich auch Reichskanzler Sebastian Schwalbenschwanz auf Schloss Wiesenhausen: &#8222;Die Rolle der K\u00f6nigin f\u00fcr unser Land ist keine unmittelbare gewesen, sondern eher eine indirekte, die daf\u00fcr aber umso bedeutender war. Durch ihre jahrzehntelange Erfahrung in internationaler und interuniverseller Politik waren Gespr\u00e4che mit ihr stets erhellend und auf gewisse Weise beeindruckend, da einem die K\u00fcrze der Dauer der eigenen politischen Verantwortlichkeit unmittelbar bewusst wurde. Sie war ein Fels in der Brandung f\u00fcr ihr K\u00f6nigreich und eine treue Freundin unserer Nation, der sie stets mit Anerkennung und W\u00fcrde begegnet ist. Viele Millionen Menschen trauern heute Abend um eine der gr\u00f6\u00dften Pers\u00f6nlichkeiten, die die Erde je hervorgebrach hat.&#8220;<\/p>\n<p>Neben den \u00c4u\u00dferungen aktuell amtierender meadowhousischer Politiker gab es auch Ausf\u00fchrungen ehemaliger W\u00fcrdentr\u00e4ger, insbesondere der Staatsgr\u00fcnder Johannes von Daunenfels, Gerhard S. Herme und Hemes F. Rems. Der ehemalige K\u00f6nig Johannes I. \u00e4u\u00dferte sich ebenfalls auf Burg Daunenfels: &#8222;In den turbulenten Zeiten rund um die Staatsgr\u00fcndung von Meadowhouse 1810 und in den ersten Jahren unseres jungen Staates, war es eine Ehre und eine Besonderheit, dass ein altehrw\u00fcrdiges Land wie Gro\u00dfbritannien sich dazu bereit erkl\u00e4rte, unser Partnerland zu werden. Insbesondere ist dies auf das Bestreben der K\u00f6nigin zur\u00fcckzuf\u00fchren, von deren Ableben ich best\u00fcrzt bin und ihrer Familie alles Gute in diesen Zeiten w\u00fcnsche. Die verstorbene K\u00f6nigin war eine inspirierende, w\u00fcrdevolle und treue Partnerin unseres Landes. Bei unz\u00e4hligen Nationalfeiertagen war sie hier auf Burg Daunenfels oder auf Schloss Wiesenhausen zugegen und lie\u00df es sich oft auch nicht nehmen, selbst einige Worte an die versammelte Gesellschaft zu richten. Ihre Weisheit und Erfahrenheit werden uns fehlen, doch ihre Lebensleistung und ihr Pflichtbewusstsein sollten eine Inspiration und ein Vorbild f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen sein. Ich erinnere mich heute an eine beeindruckende Frau, die mit ihrem Wirken auch unseren Staat in seiner Entstehung ein St\u00fcck weit mitgeformt hat.&#8220;<\/p>\n<p>Auch Gerhard S. Herme und Hemes F. Rems \u00e4u\u00dferten sich zum Tod der 96-j\u00e4hrigen Monarchin. W\u00e4hrend Herme der Presse in H\u00f6hlenpark, wo er aufgrund eines Wahlkampftermins unterwegs war, sagte, dass die verstorbene K\u00f6nigin &#8222;eine wahre Freundin Meadowhouse'&#8220; und dass &#8222;sie mit ihrer Art zu regieren und dem Staat zu dienen Vorbild f\u00fcr Millionen&#8220; gewesen sei, hob Rems vor dem Weltpalast insbesondere die Parallelen zwischen Gro\u00dfbritannien und Meadowhouse hervor, die die K\u00f6nigin schon kurz nach der Meadowhousischen Staatsgr\u00fcndung erkannt habe und erinnerte an &#8222;eine beeindruckende Frau, deren Verst\u00e4ndnis von Politik und deren Volksn\u00e4he eine Leitlinie f\u00fcr Regierungschefs und Staatsoberh\u00e4upter \u00fcberall&#8220; sein sollten. Weitere Beileidsbekungungen kamen auch von Weltkaiser Apfulkrax, dem Meadowhousischen Au\u00dfenminister von Ryssen und der Wiesenhausener Oberb\u00fcrgermeisterin Abendsegler.<\/p>\n<p>Nachfolger der verstorbenen Elizabeth II. wird ihr Sohn Prinz Charles, der nun als Charles III. den Thron besteigen wird. Auch er ist Meadowhouse verbunden und war im vergangenen Jahr erstmals als Vertreter seines Landes am Nationalfeiertag in Wiesenhausen zugegen, nachdem seine Mutter bereits \u00fcber gesundheitliche Probleme klagte und zudem kurz zuvor ihren Mann Prinz Philip im Alter von 99 Jahren verloren hatte. Zum Begr\u00e4bnis der K\u00f6nigin planen auch K\u00f6nig Percival I., der ehemalige K\u00f6nig Johannes I., sowie die beiden Staatsgr\u00fcnder Rems und Herme anzureisen, sowie ein Dutzend weiterer Politiker aus Meadowhouse. Es w\u00e4re wohl die gr\u00f6\u00dfte Delegation aus Meadowhouse, die je das Erde-Partnerland besucht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Mit dem Tod der Queen geht eine Z\u00e4sur einher, deren Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusch\u00e4tzen sind, wobei sich das Verh\u00e4ltnis zu Meadowhouse wohl nicht wesentlich ver\u00e4ndern wird. Dennoch wird hierzulande heute einer Erdenb\u00fcrgerin gedacht, die au\u00dferordentlich engagiert dabei war, einen Staat auf der Lieben Welt zu pr\u00e4gen und als verl\u00e4ssliche Partnerin zu agieren, was bei Bewohnern von der Erde ein seltenes Auszeichnungsmerkmal ist. Dies bewies sie auch am 18. Oktober 1820, dem zehnj\u00e4hrigen Staatsjubil\u00e4um von Meadowhouse, als sie noch einmal nach Burg Daunenfels reiste und das K\u00f6nigreich lobte: &#8222;Meadowhouse ist ein Beispiel f\u00fcr gute Staatsf\u00fchrung, Integrit\u00e4t und gelebte B\u00fcrgerbeteiligung. Ich bin sehr stolz, dass mein Land Partnerland eines so beispielhaften Landes ist, dass durch seine au\u00dfenpolitische Staatsm\u00e4nnlichkeit einen eminent wichtigen Beitrag f\u00fcr die Stabilit\u00e4t der Lieben Welt und des Sonnensystems ist.&#8220; Es sollte Elizabeths II. letzter Besuch in Meadowhouse sein. Unser K\u00f6nigreich trauert heute um eine K\u00f6nigin eines anderen Landes, deren Verdienst aber auf uns alle nachwirkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>LWGH f\u00e4llt Urteil im Gr\u00fcnwald-Prozess &#8211; Ex-Machthaber in fast allen Punkten schuldig gesprochen<\/b><\/p>\n<p>Es war der wohl aufwendigste und langwierigste Prozess in der Geschichte des Lieben Welt-Gerichtshofs (LWGH) in Palar: Die Urteilsfindung gegen den gr\u00fcnl\u00e4ndischen Ex-Pr\u00e4sidenten und Ex-Diktator von Blumenparadies und Havaii, Giesbert Gr\u00fcnwald. Selbst die vorangegangenen und mit der Weltschlacht in Verbindung stehenden Prozesse gegen Klondyks Ex-Machthaber Regler oder Julsaviens Ex-Pr\u00e4sidenten Gustov konnten mit den Dimensionen dieses juristischen Mammutprozesses nicht mithalten. Insgesamt 32.000 Seiten an Beweisen, Zeugenaussagen, Gegenaussagen und Indizien mussten die Richter in den vergangenen 20 Monaten durcharbeiten. Dazu kamen noch 286 Zeugenbefragungen und immer wieder Versuche der Gr\u00fcnwaldschen Verteidigung, den Prozess zu verschleppen oder aufzuhalten. Dennoch kamen die elf Richter, extra f\u00fcr diesen Prozess wurden zwei zus\u00e4tzliche Experten aus dem Bereich des V\u00f6lkerrechts und des Kriegsrechts hinzugenommen, um den Arbeitsaufwand stemmen zu k\u00f6nnen, in der avasjanravschen Hauptstadt am Dienstagnachmittag schlie\u00dflich zu einem Urteil, welches insbesondere den Opfern der Diktatur in Blumenparadies und Havaii Gerechtigkeit verschafft.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnwald war insgesamt in zehn v\u00f6lkerrechtlich eingestuften F\u00e4llen angeklagt, sowie in \u00fcber zwanzig strafrechtlich relevanten F\u00e4llen. Die zehn Hauptanklagepunkte bestanden in einer Anklage wegen V\u00f6lkermords aufgrund der ethnischen S\u00e4uberungen an der blumenparadiesischen Minderheit der Rojika, einer dreifachen Anklage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sowohl aus seiner Zeit als gr\u00fcnl\u00e4ndischer Ministerpr\u00e4sident, als auch wegen seiner Zeit als Machthaber von Blumenparadies und Havaii, einer dreifachen Anklage wegen Verbrechen der Aggression, ebenfalls aus den drei genannten Staaten, einer zweifachen Anklage wegen Kriegsverbrechen, einmal als gr\u00fcnl\u00e4ndischer Ministerpr\u00e4sident und einmal als Machthaber von Blumenparadies, sowie einer Anklage wegen Versto\u00dfes gegen das Nichtangriffsgebot der Weltbundcharta. Dazu kamen weitere Punkte, etwa im Bereich Korruption und Geldw\u00e4sche, Anstiftung zum Mord in 45.000 F\u00e4llen, Verletzung der Standards des Kriegsrechts in der Weltschlacht, als Gr\u00fcnwald auf Versorgungstrupps des Weltbundes schie\u00dfen lie\u00df, sowie Volksverhetzung, Betrug und Vorteilsnahme im Amt. Bei einem Schuldspruch in s\u00e4mtlichen Anklagepunkten w\u00fcrde Gr\u00fcnwald Zeit seines Lebens nicht mehr aus dem Hochsicherheitsgef\u00e4ngnis Erkensgradt vor der paradiesischen Nordk\u00fcste herauskommen.<\/p>\n<p>Aber auch unter den befragten Zeugen und der Anklage des am 22. Mai 1820 gestarteten Prozesses befanden sich so viele prominente Namen, wie es wohl selten in der Geschichte des LWGH der Fall war. Hauptankl\u00e4ger war Justizdromorniss Hunter, der sich den Posten jedoch mit seinem Vorg\u00e4nger im Amt, Ex-Dromorniss Herme teilte, da dieser ab 1814 wesentlich in die Vorbereitung der Prozesses involviert gewesen war. Hinzu kamen noch elf Nebenkl\u00e4ger, die beispielsweise den Hinterbliebenen der Rojika zuzuordnen waren, oder aus der Zeit Gr\u00fcnwalds in Gr\u00fcnland stammten. Ex-Justizdromorniss Herme trat zudem als Hauptzeuge auf, zusammen mit seinen Ex-Kollegen aus dem Palaces Monda, Ex-Innendromorniss von Lassver, Ex-Verteidigungsdromorniss Kriegerus, Ex-Weltkaiser Helobos und Ex-Sicherheitsdromorniss Maszliskus. Hinzu kamen Aussagen des Meadowhousischen Kanzlers Schwalbenschwanz, der von Gr\u00fcnwald seinerzeit in einem zwielichtigen Korruptionsverfahren politisch ruiniert worden war, Blumenparadies&#8216; Pr\u00e4sident Cannyen, der Gr\u00fcnwald zudem noch pers\u00f6nlich wegen Androhung schwerer K\u00f6rperverletzung und des Mordes verklagte, Havaiis Pr\u00e4sident Umkuru und Blumenparadies&#8216; ehemaliger Topgeneral und Kurzzeitmachthaber Kilis, der Cannyens Regierung 1813 durch einen Milit\u00e4rputsch gest\u00fcrzt hatte, Gr\u00fcnwald nach der Weltschlacht Asyl gew\u00e4hrte und von diesem wiederum gest\u00fcrzt wurde. Neben diesen politisch prominenten Personen h\u00f6rte sich der Gerichtshof in Palar eine schier unendlich lange Liste individueller Aussagen an, die allesamt in das heute verk\u00fcndete Urteil einflossen.<\/p>\n<p>Es war 15:36 Uhr, als der meadowhousische Vorsitzende, der Oberste Richter Laurenz Grogge, das Urteil des LWGH verlas, was ganze zwanzig Seiten lang war. Er begann zun\u00e4chst mit den vermeintlich kleineren Vergehen des ehemaligen Diktators. Gr\u00fcnwald wurde in den Anklagepunkten der Vorteilsnahme im Amt, der Volksverhetzung, der Bestechlichkeit und des Versto\u00dfes gegen die Standards des Kriegsrechts f\u00fcr schuldig befunden. In den Punkten der Geldw\u00e4sche und der Anstiftung zum Mord in 45.000 F\u00e4llen hielt der LWGH die Beweislage f\u00fcr nicht belastbar, um den Angeklagten schuldig zu sprechen. Nach der Verk\u00fcndung dieser ersten Urteile machte sich im Zuschauerraum bereits Unruhe breit, da insbesondere Opfervertreter der Rojika nun einen Freispruch Gr\u00fcnwalds in den anderen v\u00f6lkerrechtlichen Anklagepunkten f\u00fcrchteten. Diese Bef\u00fcrchtung bewahrheitete sich am Ende jedoch nicht. Die elf Richter befanden Gr\u00fcnwald in neun der zehn ma\u00dfgeblichen Anklagepunkte f\u00fcr schuldig, lediglich dem Anklagepunkt der Verbrechen gegen die Menschlichkeit in seiner Zeit als gr\u00fcnl\u00e4ndischer Ministerpr\u00e4sident wurde aus Mangel an Beweisen nicht stattgegeben.<\/p>\n<p>In seiner Begr\u00fcndung verk\u00fcndete Grogge als Vorsitzender des Gerichts, dass der Straftatbestand des V\u00f6lkermordes an den Rojika bestehe, da Dokumente nahe legen w\u00fcrden, dass Gr\u00fcnwald, auch wenn er nie den expliziten Auftrag zur Ermordung jener Volksgruppe gegeben habe, zweifelsohne von den Vorg\u00e4ngen im Herbst 1813 in Blumenparadies gewusst, diese unterst\u00fctzt und trotz seiner Machtposition diese nicht verhindert habe. Die zweifache Verurteilung wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Blumenparadies und Havaii konnte aufgrund der zahlreichen Zeugenaussagen zu Folterungen, Schauprozessen und Hinrichtungen, von denen Gr\u00fcnwald ebenfalls Kenntnis hatte oder sogar selbst vor Ort war, ebenfalls gesprochen werden. Die dreifache Verurteilung f\u00fcr Verbrechen gegen die Aggression richtete sich einerseits auf die Beteiligung an der Weltschlacht und der damit verbundenen au\u00dfenpolitischen Aggression des ehemalige Gr\u00fcnwald-Regimes und andererseits auf den Krieg gegen die eigene Bev\u00f6lkerung in Havaii und Blumenparadies. Die zweifache Verurteilung wegen Kriegsverbrechen konnte aufgrund milit\u00e4rischer Dokumente nachvollzogen werden, die aus gr\u00fcnl\u00e4ndischer Zeit noch im Verteidigungsministerium von Gr\u00fcningen kurz nach dem Ende der Weltschlacht von Beamten des Weltbundes konfisziert worden waren, und aus blumenparadiesischer Zeit von Gr\u00fcnwald-Getreuen kurz nach dessen Festnahme am 23. Dezember 1813 im Rahmen der Weihnachtsrevolution in Townsville, nicht mehr vernichtet werden konnten. Die Verurteilung wegen Versto\u00dfes gegen das Nichtangriffsgebot des Weltbundes bezog sich hingegen konkret auf die Anweisung zum \u00dcberfall auf Meadowhouse Anfang September 1812 als gr\u00fcnl\u00e4ndischer Ministerpr\u00e4sident, was durch aufgezeichneten Funkverkehr und Protokolle des meadowhousischen Geheimdienstes ebenfalls zweifellos bis in Gr\u00fcnwalds B\u00fcro zur\u00fcckverfolgt werden konnte.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnwald selbst nahm das Urteil mit stoischem Gesichtsausdruck entgegen. Im Zuge der Verhandlung hatte er sich mehrfach ge\u00e4u\u00dfert und dabei selbst oder \u00fcber seine Anw\u00e4lte stets seine Unschuld und seine Unwissenheit bez\u00fcglich der v\u00f6lkerrechtlich relevanten Anklagepunkte beteuert. Lediglich kleinere Vergehen, etwa im Bereich der Bestechlichkeit oder der Vorteilsnahme hatte er zugegeben. Gr\u00fcnwalds Chefverteidiger Stilio Szeb\u00e1r hingegen musste am heutigen Tage schlie\u00dflich die Niederlage seiner Verteidigungsstrategie hinnehmen. Diese hatte w\u00e4hrend des gesamten Prozesses darauf gefu\u00dft, die schwersten Anklagepunkte gegen seinen Mandanten mit Unwissenheit und Mangel an Beweisen abzustreiten, was mit zunehmender Dauer und belastenden Beweisen und Zeugenaussagen jedoch immer schwieriger wurde. Nicht zuletzt Aussagen von ehemaligen Gefolgsleuten Gr\u00fcnwalds, etwa seinem Vorg\u00e4nger im Amt des blumenparadiesischen Diktators, Kilis, oder des Immobilienmoguls Harms, der in das Komplott um den heutigen meadowhousischen Kanzler Schwalbenschwanz involviert war, sorgten daf\u00fcr, dass Gr\u00fcnwald in beinahe s\u00e4mtlichen Anklagepunkten Mitwisserschaft oder sogar T\u00e4terschaft nachgewiesen werden konnte. Auch andere Verteidigungsstrategien, so etwa ein Misstrauensantrag gegen den vorsitzenden Richter Grogge aufgrund dessen vermeintlicher Voreingenommenheit als Meadowhouser gegen\u00fcber dem Gr\u00fcnl\u00e4nder Gr\u00fcnwald oder die immer wieder durchgef\u00fchrte Anzweiflung von Beweismitteln, die allesamt den Prozess noch mehr in die L\u00e4nge zogen, hatten letztlich wenig bis gar keinen Erfolg. So verzichtete Gr\u00fcnwald denn auch auf eine Revision, wie er \u00fcber sein Anwaltsteam ausrichten lie\u00df, und begr\u00fcndete dies mit den Strapazen der vergangenen 20 Monate, die ihm gesundheitlich merklich zugesetzt haben. Vermutlich spielte jedoch auch die Ausweglosigkeit der Situation f\u00fcr ihn eine Rolle, da er kaum in allen Anklagepunkten, in denen er schuldig gesprochen wurde, ein anderes Urteil erwarten kann, und eine Revision vor dem LWGH zudem nur unter Ausnahmef\u00e4llen \u00fcberhaupt in Frage kommt.<\/p>\n<p>Bei den Hinterbliebenen der Opfer, deren Vertretern und den Ankl\u00e4gern sorgte das Urteil vom heutigen Nachmittag hingegen f\u00fcr Erleichterung und Genugtuung. Chefankl\u00e4ger Justizdromorniss Hunter sagte nach dem Ende der Verhandlung gegen\u00fcber der Presse: &#8222;Heute ist ein wichtiger Schritt in Richtung Wiedergutmachung und Gerechtigkeit getan worden. F\u00fcr die Angeh\u00f6rigen und Hinterbliebenen der Opfer der blumenparadiesischen Diktatur und alle anderen Opfer, f\u00fcr die der Angeklagte und nun auch Verurteilte verantwortlich war, besteht nun immerhin die reelle Chance, mit den Vorg\u00e4ngen von vor fast zehn Jahren endlich abzuschlie\u00dfen. Mein Dank gilt insbesondere meinem Vorg\u00e4nger Gerhard Herme, der w\u00e4hrend seiner Amtszeit und auch dar\u00fcber hinaus sehr intensiv in die Beweisfindung und Koordination der unterschiedlichen beteiligten Institutionen involviert war und ma\u00dfgeblich dazu beigetragen hat, dass heute dieses Urteil tats\u00e4chlich gesprochen werden konnte. Dar\u00fcber hinaus bedanke ich mich bei allen Mitgliedern unseres Teams und den vielen Unterst\u00fctzern, die nichts unversucht gelassen haben, um auch noch die letzten Beweisl\u00fccken zu schlie\u00dfen und Unmengen von \u00dcberstunden investiert haben, damit den Opfern dieser schrecklichen Diktatur zumindest einigerma\u00dfen Gerechtigkeit widerfahren kann.&#8220; Der Vorsitzende einer Opferinteressensvertretung \u00e4u\u00dferte sich ebenfalls: &#8222;Das heutige Urteil stellt keineswegs den Schlusspunkt unter die Nachwirkungen der Diktatur dar. Dennoch ist es ein entscheidender Schritt hin zu einer M\u00f6glichkeit, mit dem Geschehenen abzuschlie\u00dfen. Gr\u00fcnwald war das Zentrum und der Ausgangspunkt all dieser Verbrechen und des unermesslichen Leids zehntausender Menschen. Dieser Urteilsspruch ist gut, gerecht und entspricht voll unseren im Vorhinein ge\u00e4u\u00dferten Erwartungen.&#8220;<\/p>\n<p>Der Prozess gegen Gisbert Gr\u00fcnwald ist also Geschichte. Damit endet auch der letzte gro\u00dfe juristische Prozess, der im Zusammenhang mit der Weltschlacht und dem darauffolgenden Chaos in Atcanien stand, fast zehn Jahre nach dem Ausbruch eben jener im August 1812. Erst im Nachhinein wird damit klar, wie einschneidend, bedeutsam und verheerend jene Jahre waren, doch sind die Nachwirkungen mit dem heutigen Urteilsspruch so gut wie abgeschlossen. Einige kleinere Prozesse gegen Mitt\u00e4ter und Mitl\u00e4ufer des Regimes werden noch erwartet und befinden sich in Vorbereitung, doch sind die Ausgangslagen in diesen Verhandlungen bei Weitem nicht so komplex, vielschichtig und ausufernd, wie es in diesem wohl geschichtstr\u00e4chtigen Prozess der Fall war. Mit dem heutigen Urteilsspruch haben auch der LWGH und nicht zuletzt auch dessen Vorsitzender Grogge bewiesen, dass die internationale Judikative der Lieben Welt funktioniert, basierend auf Unabh\u00e4ngigkeit, Gr\u00fcndlichkeit und Genauigkeit, anstatt zu versuchen, den Prozess m\u00f6glichst schnell durchzuf\u00fchren. Durch diese Eigenschaften wird einer der schlimmsten Diktatoren in der Geschichte der Lieben Welt nun den Rest seines Lebens in Erkensgradt verbringen und die Betroffenen seiner grausamen Taten k\u00f6nnen ihr Leben immerhin mit dem Gedanken weiterleben, dass T\u00e4ter auch zur Rechenschaft gezogen wurden. Es ist ein Urteil, welches die St\u00e4rke der internationalen Gemeinschaft verdeutlicht, nachdem sie vor einem knappen Jahrzehnt wohl so schwach war wie selten zuvor. Gr\u00fcnwalds Taten erscheinen heute wie aus einer anderen Zeit, obwohl sie nicht einmal zehn Jahre her sind. Es scheint, dass sich die Liebe Welt inzwischen deutlich zum Besseren gewandelt hat und das heutige Urteil sollte eine Bekr\u00e4ftigung f\u00fcr diesen positiven Kurs darstellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nach Sorors Tod &#8211; RBP-Mann Malur bis 1823 neuer B\u00f6ser Herrscher<\/strong><\/p>\n<p>Nach wochenlangen Gespr\u00e4chen, Verhandlungen und Beratungen hat die B\u00f6se Weltregierung einen Nachfolger f\u00fcr den verstorbenen B\u00f6sen Herrscher Soror Uckmanor gefunden. Drag Malur, der bisherige RBP-Schatzmeister wird bis Juni 1823 das Zepter der aus dem Weltenbund ausgeschlossenen Welt schwingen. Dann soll tats\u00e4chlich zum ersten Mal seit Sorors Wahl im Jahre 1813 wieder eine globale Wahl zur Bestimmung des B\u00f6sen Oberhauptes stattfinden. So gaben es RBP- und MMS-Vertreter bekannt und auch der mutma\u00dflich von MMS-Propagandachef Darrik kontrollierte mordorianische Nachrichtensender Mordor-Funk vermeldete dies.<\/p>\n<p>Drag Malur wurde nach der Wahl 1813 in der Koalition aus RBP und MMS Schatzmeister der f\u00fchrenden Partei und ist mit 50 Jahren der bisher j\u00fcngste B\u00f6se Herrscher. Seinen Vorg\u00e4nger konnte er in dem Punkt um wenige Monate unterbieten. Soror Uckmanor, bei dem B\u00f6se Fernsehsender erstmals bei seinem Begr\u00e4bnis vor einigen Wochen von einer unheilbaren Autoimmunerkrankung sprachen, hatte laut MMS-Chef Phantom in seinem Testament verf\u00fcgt, dass Malur im Falle seines Todes w\u00e4hrend seiner Amtszeit als B\u00f6ser Herrscher, wenigstens interimsweise das Amt \u00fcbernehmen solle. Diesem Wunsch sei man nachgekommen, man habe jedoch lange beraten, wie es langfristig weitergehen soll, betonte das nach wie vor nicht genau definierte B\u00f6se Wesen. Drag Malur hielt bereits an diesem Abend seine erste Rede im B\u00f6sen Parlament und w\u00fcrdigte dabei seinen Vorg\u00e4nger als mutigen Freiheitsk\u00e4mpfer f\u00fcr die B\u00f6se Welt, was besorgte Beobachter des Geschehens bereits erschrocken aufhorchen lie\u00df. Dann jedoch f\u00fcgte Malur an, der w\u00e4hrend all der Zeit ein enger Vertrauter Sorors war, er habe vers\u00e4umt, das Narrativ von der &#8222;unheilbringenden&#8220; B\u00f6sen Welt umzukehren. Viele Analysten werteten das als ein positives Zeichen, dass die B\u00f6se Welt in Zukunft mehr auf ein konstruktives Aufeinandertreffen setzt, anstatt auf milit\u00e4rische Gewalt, Geheimdienstaktivit\u00e4ten und Terrorismus. Der ausgewiesene B\u00f6sen-Experte Richard Mant\u00f6psrochen vermutet jedoch ein anderes Motiv hinter dieser Aussage: &#8222;Meiner Ansicht nach, geht es hier darum, einen Opfermythos zu spinnen. Malur spricht klar von einem &#8218;Narrativ&#8216;, nicht um die Taten der B\u00f6sen Welt an sich. Jedoch gehe ich davon aus, dass dies mehr an die eigene Bev\u00f6lkerung gerichtet war, als an den Rest des Sonnensystems.&#8220; Die Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung wird schon bald wieder sehr wichtig f\u00fcr die RBP und MMS werden. Denn die eigentlich sensationelle Meldung kam erst, nachdem bekannt wurde, dass ein bisher eher Unbekannter neuer B\u00f6ser Herrscher wird. In etwas mehr als eineinhalb Jahren soll also wieder gew\u00e4hlt werden auf der B\u00f6sen Welt. Die Koalition hatte 1814 nach Churchills Geiselnahme und dem anschlie\u00dfenden Ausschluss aus dem Weltenbund mit einer Notverordnung die Aushebelung der Opposition im Parlament und die Aussetzung von Wahlen erreicht, die laut B\u00f6ser Verfassung bis zu drei Legislaturperioden m\u00f6glich ist. Sp\u00e4testens 1825 h\u00e4tte also wieder gew\u00e4hlt werden m\u00fcssen, da es vor allem MMS aber schaffte, die Judikative mit gefolgstreuen Leuten zu besetzen, vor allem in den Jahren 1816 bis 1819, war dieser Schritt von Fachleuten als sehr unwahrscheinlich angesehen worden. Jetzt aber die Kehrtwende.<\/p>\n<p>&#8222;Wir wollen nach den Jahren der Not, des Chaos und des Anarchismus wieder das Volk sprechen lassen&#8220;, sagte Drag Malur. &#8222;Wir wollen von neu starten, unsere Welt selbst\u00e4ndig zu einem besseren Ort machen und die Bev\u00f6lkerung soll daran teilhaben.&#8220; \u00c4hnliche T\u00f6ne schlug das Phantom an, was nach wie vor Stellvertreter des B\u00f6sen Herrschers ist. &#8222;Es wird Zeit, unsere eigentliche St\u00e4rke unter Beweis zu stellen. Bei uns soll der Wohlstand wieder Einzug halten, den man uns in infamer Weise wegnehmen wollte. 1823 wird das B\u00f6se Volk sprechen und hoffentlich eine klare Botschaft an uns alle senden.&#8220; Auch dies ist eine mehrdeutige Aussage, die einerseits als \u00d6ffnung nach au\u00dfen, andererseits als Drohung verstanden werden k\u00f6nnte. Friedrich von der Tagel sieht jedoch ganz klar eine Drohung: &#8222;Der Plan, den die B\u00f6se Weltregierung verfolgt, ist ganz klar zu erkennen. Sie wollen durch Propaganda, Unterdr\u00fcckung und gegebenenfalls auch durch Wahlmanipulation einen deutlichen Sieg f\u00fcr sich erringen, der ihnen bei den anderen Welten noch mehr Legitimation verschafft. So wollen sie ihre Position im Sonnensystem st\u00e4rken.&#8220; An eine R\u00fcckkehr in den Weltenbund glaubt der ehemalige Wiesenhausener B\u00fcrgermeister so bald nicht: &#8222;Ich glaube, dass diese Isolation der Regierung dort sehr zugutekommt. Sie m\u00fcssen jetzt auch beispielsweise nicht mehr ihre Wahlen beobachten lassen, zudem behalten sie durch ihren Propagandaapparat die Deutungshoheit \u00fcber die Geschehnisse im Land.&#8220; \u00c4hnlich sieht dies auch Richard Mant\u00f6psrochen: &#8222;Ich glaube, der Ausschluss aus dem Weltenbund war geplantes Kalk\u00fcl, um jetzt unter dem Deckmantel einer vorgeblichen Demokratie neue Macht zu entfalten.&#8220; Verschw\u00f6rungstheoriker mutma\u00dfen inzwischen, dass Soror solchen Wahlen im Wege stand und er deswegen langsam von MMS vergiftet wurde. Richard Mant\u00f6psrochen steht solchen Theorien zwar skeptisch gegen\u00fcber, mahnt jedoch auch: &#8222;Es w\u00e4re naiv, es g\u00e4nzlich auszuschlie\u00dfen.&#8220;<\/p>\n<p>In der Lieben Welt waren die Reaktionen gemischt. Vor allem die Unkenntnis \u00fcber den neuen B\u00f6sen Herrscher brachte die meisten Politiker zur Vorsicht. &#8222;Wir m\u00fcssen ihn erst kennenlernen, das m\u00f6chten wir aber auch ausdr\u00fccklich. Einer Videokonferenz mit der Lieben Welt steht daher nichts im Weg&#8220;, bot der Liebe Weltherrscher Apfulkrax an. Au\u00dfendromorniss Rems zeigte ebenfalls Neugier, jedoch nicht nur ob der Person Drag Malur: &#8222;Wir wollen auch schon wissen, wie sie sich jetzt die Zukunft vorstellen und vor allem ihre Au\u00dfenpolitik. Es kann nur besser werden, wenn die alte Politik der B\u00f6sen Weltregierung nicht fortgef\u00fchrt wird.&#8220; K\u00f6nig Percival I., selbst mit B\u00f6ser Vergangenheit, \u00e4u\u00dferte sich bezugnehmend auf die angek\u00fcndigten Wahlen, zur\u00fcckhaltend und skeptisch: &#8222;Ich glaube nicht, dass hinter den Ank\u00fcndigungen reine Menschenliebe steckt. Wenn der Ausschluss aus dem Weltenbund Kalk\u00fcl war und man daf\u00fcr einen Gefangenen nimmt, ist dieser Schritt sicherlich das gleiche. Reines Kalk\u00fcl.&#8220; \u00dcber den neuen B\u00f6sen Herrscher regiert die Unsicherheit, da er bislang nach Berichten auch in Geheimdienstakten nur sp\u00e4rlich auftaucht. Was man h\u00f6rt, ist, dass er im Grund ein geborener Verwalter sei, perfekt, um interimsm\u00e4\u00dfig ein Amt auszu\u00fcben. Dass er dies jetzt allerdings \u00fcber eineinhalb Jahre machen wird, ist eine gro\u00dfe Aufgabe f\u00fcr jemanden mit keinerlei Regierungserfahrung auf globaler Ebene. &#8222;Ich bef\u00fcrchte, er wird in erster Linie ein Strohmann des Phantoms&#8220;, orakelt Friedrich von der Tagel.<\/p>\n<p>Egal, ob Soror eines nat\u00fcrlichen Todes starb oder nicht, die B\u00f6se Welt bleibt ein Minenfeld, nicht nur politisch gesehen. Der Umgang mit ihr scheint sich mit jeder Meldung von dort zu verkomplizieren, das subtile Handreichen der B\u00f6sen Weltregierung setzt die anderen Welten unter Druck. Nicht nur in der Lieben Welt herrscht bislang Unentschlossenheit, auch auf den anderen Planeten hat man noch keine Linie gefunden. Sonnanus Exaquantus kn\u00fcpfte bereits Gespr\u00e4che an humanit\u00e4re Ma\u00dfnahmen der B\u00f6sen Regierung, Tannazien dagegen \u00fcberlegt, das Handelsvolumen aufgrund der beschlossenen Wahl zu erh\u00f6hen. Kunibert Knirtscha \u00e4u\u00dferte sich bislang nicht, genauso wenig wie Joe Biden, Sir Ghoston dagegen bot wie die Liebe Weltregierung Gespr\u00e4che an, um die jeweiligen Positionen zu sondieren. &#8222;Dies war sowieso mal wieder an der Reihe&#8220;, erg\u00e4nzte der Geisterherrscher. Franklin Roosevelt war mit Abstand am deutlichsten, er machte klar, dass es ohne offizielle Wiedergutmachung der B\u00f6sen Welt keine weitf\u00fchrenden Gespr\u00e4che geben werde. Leonardo Cromagnons Vermittlunsk\u00fcnste kommen hier an ihre Grenzen. Die Entwicklungen werden h\u00f6chstspannend zu beobachten sein, sowohl die des Weltenbunds als auch die der B\u00f6sen Welt. Ob es positive Entwicklungen werden, steht derzeit wortw\u00f6rtlich noch in den Sternen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>10 Jahre Palaces Monda &#8211; R\u00fcckschritt in den Zentralismus oder Aufbruch in das Zeitalter des Wohlstands?<\/strong><\/p>\n<p>Heute vor 10 Jahren wurde die erste zentrale Weltregierung mit einem vorsitzenden Oberhaupt gew\u00e4hlt. Archibald Helobos gewann damals klar mit rund 50% der weltweiten Stimmen und berief seinerzeit die erste Dromornissversammlung seit Ende der Paradiesischen Unabh\u00e4ngigkeitskriege ein. Diesmal unter seinem Vorsitz im neu gebauten Weltpalast oder &#8222;Palaces Monda&#8220; in unserer Stadt. Es fiel in eine Zeit, in der die bekannte Weltordnung aus den Fugen geriet und sich neue Ordnungen etablierten. Zwei Jahre zuvor wurden die B\u00f6sen in Wiesenhausen vom ausbrechenden Ost-Molchendorfer Vulkan vertrieben, ein Jahr darauf gr\u00fcndete sich Meadowhouse und stieg durch das Ostbekenntnis ein halbes Jahr sp\u00e4ter zur Welt- und Wirtschaftsmacht auf. Damit nicht die gesamte Liebe Welt ins Wanken geriet, entstand bereits nach der Staatsgr\u00fcndung 1810 die Idee f\u00fcr eine gemeinsame Weltregierung. Zehn Jahre sp\u00e4ter ist einiges passiert und es ist Zeit, die Geschehnisse Revue passieren zu lassen und sich zu fragen: Was hat uns der Weltpalast bisher gebracht?<\/p>\n<p>Liest man die Zeitungsartikel nach der Weltwahl 1811 nochmals, so k\u00f6nnte man meinen, der Heilige Gral zur Erreichung von Frieden, Gl\u00fcck und Wohlstand auf der Lieben Welt sei endlich gefunden. Allenthalben herrschte Euphorie nach Helobos&#8216; Wahl, der wie kein Zweiter in der damaligen Zeit f\u00fcr Zuversicht und Optimismus stand. Diese Attribute fielen auf fruchtbaren Boden, die Gefahr aus der B\u00f6sen Welt war allgegenw\u00e4rtig, es standen sich viele Lager feindselig gegen\u00fcber, man sehnte sich au\u00dferhalb von Meadowhouse nach Stabilit\u00e4t und einem h\u00f6heren Niveau an Wohlstand auf der ganzen Welt. Das Ostbekenntnis im M\u00e4rz 1812 sorgte dann nicht gerade f\u00fcr mehr Stabilit\u00e4t. Die Lagerbildung auf der Lieben Welt, zwischen denen, die die Freiheit und St\u00e4rke Meadowhouse&#8216; bef\u00fcrworteten und denen, die sie kategorisch ablehnten, wie etwa Klondyk, wurde noch eklatanter. Schnell wurde klar, dass einige Staaten zun\u00e4chst fremdelten, eine \u00fcbergeordnete, weltumspannende Hierarchieebene zu haben, die ihnen im Zweifel zumindest geh\u00f6rigen Druck machen k\u00f6nnte. Nur wenig sp\u00e4ter kochte einer der seit Jahren schwelenden Konflikte endg\u00fcltig hoch. Im Erkietenland standen sich das von Klondyk unterst\u00fctzte Kalavien und das vom klassischen Teil der Lieben Welt unterst\u00fctzten Julsavien milit\u00e4risch gegen\u00fcber und die Menschen im umk\u00e4mpften Landstrich zwischen den beiden Landesgrenzen konnten weder in das eine, noch in das andere Land fliehen. Helobos&#8216; Vermittlungen waren im Vorfeld gnadenlos gescheitert und erstmals br\u00f6ckelte die Legende des &#8222;Herrschers der neuen Welt&#8220;, wie er mal von Paradies&#8216; Pr\u00e4sident Karl Ligones genannt wurde. Sein ungl\u00fcckliches Auftreten in den Wochen nach der Eskalation lie\u00df sein Ansehen in den Industrienationen der Lieben Welt weiter sinken. Jedoch regte sich auch allgemeine Kritik, die auch den damaligen Innendromorniss Leopold von Lassver, damals zugleich noch lassverscher Kaiser, Verteidigungsdromorniss Gro\u00dfus Kriegerus und Entwicklungsdromorniss Steffen Winter betraf. Bis auf Letzteren wurde beide diesen Makel nie g\u00e4nzlich los. Endg\u00fcltig am Tiefpunkt angekommen war die Weltregierung nicht mal ein Jahr nach ihrer Einf\u00fchrung. Am 31. August 1812 erkl\u00e4re Klondyk Meadowhouse den Krieg und auf beide Seiten alliierten sich die Verb\u00fcndeten. Nach nicht mal einem Monat war das \u00fcberm\u00fctige Klondyk bereits besiegt, rund 500.000 Menschen waren zu Tode gekommen und die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Weltregierung war so dr\u00e4ngend wie noch nie. Auch in Meadowhouse wurde dies in der Zeit nach der Weltschlacht nicht besser. Als die TAOM beim Anschlag der B\u00f6sen im Saal der Gespenster im November 1812 versagte und daraufhin aufgel\u00f6st wurde, r\u00fcckte der Weltschlacht-Sieger ins Zentrum der Kritik. Statt der Aufl\u00f6sung der Weltregierung, die wohl in der Tat nur noch mehr Chaos verursachte h\u00e4tte, kam das Amt des Sicherheitsdromorniss im Januar 1813 hinzu. Marko Maszli\u0161ku\u0161 wurde gew\u00e4hlt und zumindest dass sich Staaten gegenseitig mit milit\u00e4rischen Aktionen drohten, ebbte in der Folge etwas ab. Dennoch blieb die Liebe Welt ein Minenfeld. Die radikale Sekte Shaka ver\u00fcbte in der ersten Jahresh\u00e4lfte 1813 mehrere Anschl\u00e4ge, unter anderem K\u00f6nig Percival I., damals noch Verkehrsdromorniss, kam nur knapp mit dem Leben davon. Helobos platzte der Kragen und erkl\u00e4rte zum ersten Mal in der Geschichte der Lieben Welt einer intraterristischen Terrororganisation den Krieg. Dieser wurde gewonnen, Shaka-Chef Antoine Vadilo erh\u00e4ngte sich kurz vor seinem Prozess. In Blumenparadies und Havaii sorgte einer der gr\u00f6\u00dften Verbrecher seit Stadelhoff f\u00fcr erneutes Chaos. Gisbert Gr\u00fcnwald riss zusammen mit Dario Kilis die Macht dort mithilfe des Milit\u00e4rs an sich und war dabei, ein brutales Terrorregime aufzubauen, als Helobos seine erste Glanzstunde erlebte. Er schickte den Chef der Lieben Armee Dobby in einem Koffer \u00fcber die Grenze, der mithilfe von vorher dort eingeschleuste LA-Soldaten das Regime beendete und Gr\u00fcnwald und Kilis in Gewahrsam nahm. Gr\u00fcnwald steht nach wie vor vor dem LWGH in Palar unter Anklage, ein Urteil wird dort f\u00fcr kommendes Fr\u00fchjahr erwartet. Endlich gab es einmal gute Publicity f\u00fcr die verhasste Weltregierung und selbst ewige Kritiker wie K\u00f6nig Johannes I. sangen Lobeshymnen auf die Taktik von Helobos und den Mut der Lieben Armee. Im Anschluss beruhigte sich das hektische Geschehen, abgesehen vom Konflikt zwischen Miwan und Iranja dann weitestgehend. Dennoch war Schluss im Jahre 1815, zumindest f\u00fcr Helobos.<\/p>\n<p>Vorausgegangen war damals die gr\u00f6\u00dfte Krise des Palaces Monda bis dato. Die radikale Untergrundbewegung Slobonja t\u00f6tete den avasjanravschen Innenminister Piotr Jablonski. Nur wenige Wochen sp\u00e4ter traf es dan de litl\u00e4ndischen Verteidigungsminister Otto Dreyberg, f\u00fcr dessen Mord bis heute nie jemand zur Rechenschaft gezogen wurde. Nun war auch den B\u00fcrgern Wiesenhausens das Verhalten des Weltpalastes, von Helobos \u00fcber Kriegerus bis hin zu Herme, zu viel. Tausende versammelten sich zu Protesten vor dem Palaces Monda in S\u00fcdwiesenhausen, dies zwang nun auch den Weltherrscher zur Einsicht und er verk\u00fcndete, sein Amt nur noch bis zur Weltwahl am 15. November 1815 aus\u00fcben zu wollen. Man kann wohl festhalten, dass dies die richtige Entscheidung war. Und vermutlich auch, dass das Fazit nach den ersten vier Jahren nur ein katastrophales sein kann.<\/p>\n<p>Was seitdem passiert ist, kann man fast durchweg als positiv bewerten. Schaut man sich die Zahlen an, ging das weltweite durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen von rund 20.000 Tropalen im Jahr 1811 auf 17.800 Tropale im Jahr 1815 zur\u00fcck. Im Jahre 1821 befindet sich der Wert bei rund 23.200 Tropalen, der beste seit 1788, also dem Jahr vor dem Ausbruch des Gro\u00dfen Paradiesischen Krieges. Der neue und nach wie vor amtierende Weltherrscher Lieber Apfulkrax konnte mithilfe von Entwicklungsdromorniss Winter, Innendromorniss Moleskar und Wirtschaftsdromorniss Betz respektive Fatra den Umschwung schaffen und viele Projekte zur Schaffung globalen Wohlstands ansto\u00dfen, vor allem das Prestigeprojekt Treppe 1830 ist hier zu nennen. Aber auch die Sicherheit ist seitdem wieder viel mehr gew\u00e4hrleistet, auch wenn in Iranja und im Erkietenland l\u00e4ngst nicht alle Konflikte ausger\u00e4umt sind, so ist man aktuell doch weit von einer Eskalation entfernt. Die zweite Legislaturperiode und bisher auch die dritte k\u00f6nnen daher als Erfolg gewertet werden. So l\u00e4sst sich wohl auch die gro\u00dfe Feier am heutigen Montag im Palaces Monda erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Nicht nur alle amtierenden Mitglieder der Dromornissenschaft, sondern auch alle ehemaligen Dromornisse und auch Weltkaiser a.D. Archibald Helobos waren zugegen. Am Morgen gegen elf Uhr er\u00f6ffnete Weltpalast-Chef Frederik Salant ein gro\u00dfes Empfangsfest auf dem Vorhof des Palastes, das allerdings wegen des unsch\u00f6nen Wetters schnell nach innen verlagert wurde. Dort hielt Weltbundchef Tom Arne Henriksen eine Rede, in der er auf die Verdienste der Weltregierung hinweis, aber auch auf die Fehler und die Probleme, die nach wie vor best\u00fcnden, wie er anmahnte. Dabei verwies er auch rassistisch-ideologisch gepr\u00e4gte Regierungen, Unterdr\u00fcckung von Minderheiten und die unsichere Situation mit der derzeit noch f\u00fchrungslosen B\u00f6sen Welt. In die gleiche Kerbe schlug auch Ex-Weltherrscher Helobos in seiner Rede und er gab wie schon bereits in zuvor get\u00e4tigten Interviews an, dass unter seiner F\u00fchrung damals viel falsch gelaufen ist, wies jedoch auch auf die damalige allgemein schwierige Gemengelage hin. Nach der Er\u00f6ffnung und den Reden wurde dann bis nachmittags ganz normal der Arbeit nachgegangen, ab 18 Uhr ging dann der inoffizielle Teil los, nachdem die nicht mehr dort Arbeitenden noch einmal Weltpalast-Luft schnuppern konnten. Auf eine pomp\u00f6se Feier wurde jedoch verzichtet, wie man h\u00f6rt soll Weltherrscher Apfulkrax dies untersagt haben, es gebe einfach zu viel zu tun. Nat\u00fcrlich ist dies reine Spekulation, aber vor sechs Jahren w\u00e4re dies m\u00f6glicherweise noch anders gewesen. Dennoch gab es abends ein Festbankett, aufgetischt von ausgew\u00e4hlten Gastronomen aus aller Welt. Diese wurden im Vorhinein per Losverfahren bestimmt, Sterneanzahl spielte dabei keine Rolle und jeder konnte sich bewerben. So kam es, dass Thomas Rensing, Wirt des Wiesen-Zentrer Pubs &#8222;Big Ben um die Ecke&#8220; f\u00fcr die alkoholischen Getr\u00e4nke zust\u00e4ndig war, er servierte unter anderem seinen selbstgemachten Whiskey Wies. Beim Festbankett sorgte dann das Polsingerscherscher Hauptstadtorchester f\u00fcr die musikalische Untermalung, wohl auf freundliche Empfehlung vom neuen Kulturdromorniss Wilhelm Rabe.<\/p>\n<p>Bleibt die Frage der \u00dcberschrift: R\u00fcckkehr in den Zentralismus oder Aufbruch in ein Zeitalter des Wohlstands? Wahrscheinlich beides, glaubt man den aktuellen Zahlen und den weltweiten Trends. Nicht jeder freut sich \u00fcber mehr Entscheidungsgewalt oberhalb der souver\u00e4nen Staaten, bestes Beispiel in den letzten Jahren ist daf\u00fcr Molquarze in Sachen Abschaffung Todesstrafe. Den Gro\u00dfteil der Lieben Welt hinter sich versammeln zu m\u00fcssen, um seine Autorit\u00e4t zu wahren, ist aber auch jedes Mal eine Chance. So muss der Weltpalast R\u00fccksicht nehmen und tut das unter dem Lieben Apfulkrax nicht mehr so sehr wie unter Helobos, doch scheint etwas angezogenere Z\u00fcgel sinnvoll beim Lenken des Weltgeschehens. Dieses Mindestma\u00df an R\u00fccksicht kommt am Ende allen zugute, da es die Konflikte minimieren kann. Und die Weltregierung hat es geschafft, ihre Arbeit so weit an das globale Geschehen anzupassen, dass der Wohlstand der \u00e4rmeren L\u00e4nder bis heute steigt, ohne dass der der reicheren L\u00e4nder darunter leidet. Bisher jedenfalls geht diese Rechnung auf. Das Projekt Treppe 1830 scheint realisierbar und sogar die Todesstrafe ist inzwischen in 97 von 104 L\u00e4ndern abgeschafft, 22 davon schafften sie in den letzten Jahren ab. So gesehen kann man zurecht feiern. Zehn Jahre sind ein Wimpernschlag in der Geschichte, doch dieser Wimpernschlag ist f\u00fcr Historiker wichtiger als viele andere.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der &#8222;Todfeind der Lieben Welt&#8220; &#8211; B\u00f6se Welt vermeldet Tod von Soror Uckmanor<\/strong><\/p>\n<p>Diese Nachricht zog am sp\u00e4ten Donnerstagvormittag interuniversell so gro\u00dfe Kreise, wie es wohl nur wenige Meldungen verm\u00f6gen: Der B\u00f6se Herrscher Soror I., besser bekannt unter seinem b\u00fcrgerlichen Namen Soror Uckmanor, ist in den fr\u00fchen Morgenstunden seiner langj\u00e4hrigen Krankheit im Alter von 58 Jahren erlegen. Genaue Angaben zu den Umst\u00e4nden des Todes Sorors und den Auswirkungen auf die B\u00f6se Welt in der Zukunft konnten bisher noch nicht gemacht werden, doch wird Sorors Ableben sicherlich neue Dynamik in die Politik und Machtverh\u00e4ltnisse in der B\u00f6se Welt bringen. Ein Nachruf auf einen B\u00f6sen, der einst K\u00f6nig Johannes I. zu einer Wutrede im Saal der Gespenster veranlasste, der den Lieben Herrscher Helobos I. w\u00e4hrend dessen Amtszeit \u00f6ffentlich vorf\u00fchrte und der mit der Entf\u00fchrung des Verstorbenenpr\u00e4sidenten Winston Churchill die Weichen f\u00fcr den Ausschluss der B\u00f6sen Welt aus dem Weltenbund stellte, welcher sie interuniversell komplett isolierte.<\/p>\n<p>Nur wenig ist \u00fcber Soror Uckmanors fr\u00fche Jahre bekannt. Er wurde dem Vernehmen nach am 17. Oktober 1662 B\u00f6ser Zeitrechnung (1762 in der Lieben Welt) in B. Mordor als Sohn eines Armeegenerals und einer MMS-Spionin geboren. Schon fr\u00fch erlernte er den Umgang mit zahlreichen Waffen, die Spionage und vor allem das, was ihn Zeit seines Lebens kennzeichnete: Eine tiefe Verachtung f\u00fcr andere Welten, insbesondere die Liebe Welt, verbunden mit einer Glorifizierung der B\u00f6sen. Im Alter von gerade einmal 15 Jahren trat er im Mai 1678 in die Terrororganisation MMS ein und machte fortan eine steile Karriere. Mit 21 wurde er stellvertretender MMS-General von General Harald Weger, mit 26 schlie\u00dflich st\u00e4ndiges Mitglied im F\u00fchrungsgremium der Organisation und damit selbst General. Neben der milit\u00e4rischen Ausbildung engagierte er sich jedoch auch politisch und zog 1691 im Alter von 29 Jahren in das B\u00f6se Weltparlament in Minas Morgul ein, wo er als Abgeordneter des parlamentarischen Arms von MMS, der Radikal-B\u00f6sen Partei (RBP) fungierte. Seine F\u00e4higkeit auf rhetorischer und taktischer Ebene sorgten auch hier, neben einer F\u00f6rderung von Mentoren wie Weger oder Lord Ghostery, dass er innerhalb der Partei schnell aufstieg, zum Teil auch durch die r\u00fccksichtslose Beseitigung von parteiinternen Kritikern. Experten sch\u00e4tzen, dass mindestens sechs fragw\u00fcrdige Todesf\u00e4lle zwischen 1792 und 1798, als Soror den Vorsitz der RBP \u00fcbernahm, mit ihm in Verbindung standen, wobei nie ein Nachweis gelang.<\/p>\n<p>Als Vorsitzender der RBP war Soror zun\u00e4chst als Oppositionsf\u00fchrer t\u00e4tig und machte sich in der B\u00f6sen Welt schnell einen Namen als &#8222;Todfeind der Lieben Welt&#8220;, da er kaum eine M\u00f6glichkeit auslie\u00df, gegen den Klassenfeind vom Nachbarplaneten zu hetzen. Nach Jahren in der Opposition kam 1707 schlie\u00dflich seine gro\u00dfe Stunde, als er, nach dem gewaltsamen und ebenso vermutlich mit ihm in Verbindung stehenden Tod des bis dahin amtierenden B\u00f6sen Herrschers Golkor III., Teil der neuen Weltregierung wurde. Mit dem Sieg der RBP und ihrem Spitzenkandidaten Terda Alesha bei der Wahl im Mai 1707 wurde er neuer Verteidigungsminister der B\u00f6sen Welt, wobei Experten bis heute r\u00e4tseln, weshalb er nicht damals schon selbst f\u00fcr das Amt des B\u00f6sen Herrschers kandidierte. Trotzdem wurde er zum wohl wichtigsten Minister im Kabinett von Alesha und war ma\u00dfgeblich an der anschlie\u00dfend stattfindenden Welle neuer au\u00dfenpolitischer Aggression gegen\u00fcber der Lieben Welt beteiligt. So war er treibende Kraft hinter Angriffen auf die Geister- und Baumhauswelt zum Jahreswechsel 1807\/08 und bereitete einen gro\u00dfen Schlag gegen die Liebe Welt vor, der im August 1808 schlie\u00dflich ausgef\u00fchrt wurde. Besonders in Wiesenhausen ist diese Zeit in Erinnerung geblieben, als in den sechs Wochen zwischen Anfang August 1808 und Mitte September immer wieder Kampfgeschwader der B\u00f6sen Armee \u00fcber St\u00e4dte in Titanien und Thovez hinwegzogen und St\u00e4dte bombardierten. Doch sollte die Aktion f\u00fcr Soror alles andere als gut ausgehen: Durch eine falsch weitergegebene Information, die der paradiesische Geheimdienst den B\u00f6sen gesteckt hatte, wagte sich der B\u00f6se Herrscher Alesha selbst an den Ort des Geschehens in Wiesenhausen und wurde dabei durch einen Sturz vom Felsenschiff am 21. September 1808 get\u00f6tet. Damit war die erste Angriffswelle, die Soror initiiert hatte, gescheitert und sorgte insbesondere f\u00fcr eine gro\u00dfe Zahl B\u00f6ser Gefangener in der Lieben Welt.<\/p>\n<p>Angestachelt durch Aleshas Tod und mit der Unterst\u00fctzung des neuen B\u00f6sen Herrschers, Aleshas vormaligen Stellvertreter, dem Dementorenchef, wurden jedoch schon kurz nach dem Scheitern der Invasion in der Lieben Welt neue Kriegspl\u00e4ne geschmiedet, die sich diesmal konkret gegen die Stadt richteten, in der Alesha zu Tode gekommen war: Wiesenhausen. Um das eigentliche Ziel jedoch zu verschleiern, schickte Soror eine Geheimtruppe des B\u00f6sen Spionagedienstes in die Liebe Welt, deren Vertreter in zahlreichen St\u00e4dten rund um den Planeten f\u00fcr Angst und Schrecken sorgten: Die N\u00e2zgul. In Form von schwarzen Reitern wurden sie zwischen November 1808 und Januar 1809 an insgesamt 94 unterschiedlichen Stellen in Atcanien, Thovez, Titanien, Klondyk und Sprudelinien gesichtet und sorgten f\u00fcr einen dauerhaften Ausnahmezustand auf der Lieben Welt. Schlie\u00dflich enth\u00fcllte Soror am 04. Februar 1809 mit einem \u00dcberraschungsangriff auf Wiesenhausen das eigentliche Ziel der milit\u00e4rischen Aufr\u00fcstung der B\u00f6sen Welt, was in einen mehrw\u00f6chigen kriegerischen Konflikt m\u00fcndete, der in Wiesenhausen seither nur noch als &#8222;Winterkrieg von 1809&#8220; bekannt ist. Zahlreiche Opfer auf beiden Seiten gab es zu beklagen, insbesondere im Zentrum des Kampfgebietes auf den Molchendorfer Anh\u00f6hen in Stadtzentrum Wiesenhausens. Doch gelang es den B\u00f6sen trotz des \u00dcberraschungsmoments nicht, die Wiesenhausener in die Knie zu zwingen, obwohl diese unter anderem keinerlei Hilfe von gr\u00fcnl\u00e4ndischer Seite erhielten. Nach dem finalen Ausbruch des Molchendorfer Vulkans am 22. M\u00e4rz 1809, bei dem der Gro\u00dfteil der B\u00f6sen Streitkr\u00e4fte und fast alle Angeh\u00f6rigen der N\u00e2zgul vernichtet wurden, musste sich die B\u00f6se Armee, einmal mehr geschlagen, aus Wiesenhausen zur\u00fcckziehen.<\/p>\n<p>Diese neuerliche milit\u00e4rische Niederlage schien das Ende f\u00fcr Sorors politische Ambitionen zu bedeuten. Es folgte ein erfolgreiches Misstrauensvotum im Parlament gegen den Dementorenchef und bei anschlie\u00dfenden Neuwahlen im Juni 1809 wurde Kalaar Moleskar, Vertreter einer gem\u00e4\u00dfigten Str\u00f6mung in der B\u00f6sen Politik, mit gro\u00dfer Mehrheit als Kalaar VI. zum neuen B\u00f6sen Herrscher gew\u00e4hlt. Kalaar VI. setzte sich schon kurz nach Beginn seiner Amtszeit f\u00fcr eine Entspannungspolitik zur Lieben Welt ein und beendete weitergehende milit\u00e4rische Planungen bis auf Weiteres. Dennoch konnte Soror, der Oppositionsf\u00fchrer im Parlament blieb, immer wieder anti-liebe Akzente setzen. Nach dem Friedensangebot Kalaars an die Liebe Welt im Fr\u00fchjahr 1810 und der Gr\u00fcndung Meadowhouse&#8216; im Oktober desselben Jahres arbeitete er sich regelm\u00e4\u00dfig an der neuen Entspannungspolitik des B\u00f6sen Herrschers ab und versuchte ganze drei Mal, ein Misstrauensvotum zu initiieren, was jedoch jedes Mal scheiterte. Als er im Februar 1812 erneut davon sprach, dass &#8222;der Friedensvertrag von Liebischer Seite her instabil&#8220; sei, und dass &#8222;daraus gefolgert werden k\u00f6nne, dass man die Liebe Welt angreifen d\u00fcrfe&#8220;, sorgte dies insbesondere beim damaligen Meadowhousischen K\u00f6nig Johannes I. f\u00fcr scharfe Kritik in Form einer der legend\u00e4rsten Wutreden, die dieses Land je gesehen hat. Danach war Soror in der \u00d6ffentlichkeit zun\u00e4chst verstummt, doch trieb er sein Ziel, das Verh\u00e4ltnis zwischen Lieber und B\u00f6ser Welt zu destabilisieren, hinter den Kulissen weiter voran, auch mit der Unterst\u00fctzung alter Kollegen von MMS.<\/p>\n<p>Ger\u00fcchten zufolge soll es der 14. Juni 1812 gewesen sein, als Soror, immer noch amtierender RBP-Chef, dem damaligen Klondykschen Regierungschef Anton Regler das Angebot machte, den Staat zum m\u00e4chtigsten Staat der Lieben Welt zu machen, wenn er daf\u00fcr dabei helfe, die Hauptfeinde der B\u00f6sen Welt, die in Form der Lieben Weltregierung unter Archibald Helobos inzwischen sehr konkrete und m\u00e4chtigere Formen als jemals zuvor angenommen hatten, in Meadowhouse zu vernichten. Regler sagte zu und trat in die RBP ein. Nicht einmal zweieinhalb Monate sp\u00e4ter brach am 31. August 1812 die Weltschlacht aus. Zwar versicherte das Phantom als Chef von MMS stets die Nichteinmischung in den weltinternen Konflikt, doch sehen es Experten heute als erwiesen an, dass zumindest Soror ma\u00dfgeblich am Ausbruch der Weltschlacht mitbeteiligt war. Doch auch diesmal folgte eine Niederlage: Regler verlor die Schlacht und wurde mit seinen Kollaborateuren verhaftet. Dennoch schaffte Soror es, durch einen weiteren Trick, seinen alten Gegenspieler Kalaar Ende 1812 schlie\u00dflich zu Fall zu bringen: Nach einem t\u00f6dlichen Attentat im Saal der Gespenster am 19. November 1812, welches auf das Konto von durch Soror beauftragte MMS-Agenten ging, war das Verh\u00e4ltnis zwischen Lieber und B\u00f6ser Welt deutlich abgek\u00fchlt, was sich Soror zunutze machte. Ein neuerliches Misstrauensvotum am 30. November 1812 war schlie\u00dflich erfolgreich und Kalaar VI. musste zur\u00fccktreten.<\/p>\n<p>Doch erneut konnte Soror sein Ziel, B\u00f6ser Herrscher zu werden, nicht in die Tat umsetzen: Bei der am 16. Dezember stattfindenden Neuwahl gewann der ebenfalls gem\u00e4\u00dfigte Sinamor Vailador die Wahlen und wurde als Sinamor I. neuer B\u00f6ser Herrscher. Dieser setzte die Friedensgespr\u00e4che fort und wollte ab Mitte 1813 sogar einen dauerhaften Friedensvertrag mit der Lieben Welt erreichen, wozu auch mehrere Weltenkonferenzen im Palaces Monda tagten. Dass dabei zum Teil auch das Phantom anwesend war, da MMS auch von den anderen Welten stets als gr\u00f6\u00dfe Gefahr f\u00fcr einen dauerhaften Frieden angesehen wurde, schw\u00e4chte Sinamors Position innerhalb der B\u00f6sen Welt jedoch enorm. Nicht einmal elf Monate nach seiner Wahl wurde er wieder gest\u00fcrzt und per Misstrauensvotum aus dem Amt gejagt. Initiator des Votums: Erneut Soror Uckmanor. Er hatte, unter tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung von MMS, mittlerweile viele Menschen in der B\u00f6sen Welt von seinem harten anti-lieben Kurs \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, auch weil sich trotz der Friedensverhandlungen, keine wirklichen wirtschaftlichen Verbesserungen abzeichneten und er die Schw\u00e4che Sinamors gegen\u00fcber den Verhandlungspartnern aus den anderen Welten daf\u00fcr verantwortlich machte. Am 24. November 1813 schlie\u00dflich befand sich Soror auf der H\u00f6he seiner Macht: Er wurde als Spitzenkandidat Wahlsieger f\u00fcr die RBP und k\u00fcnftig als Soror I. neuer B\u00f6ser Herrscher.<\/p>\n<p>Der damals 51-J\u00e4hrige berief, sehr zur Kritik interuniverseller Beobachter, zahlreiche MMS-Mitglieder in wichtige Kabinettsposten, so etwa den MMS-General Oskar Molowas als neuen Au\u00dfenminister und seinen alten Mentor Harald Weger als neuen Verteidigungsminister. Gegen\u00fcber der Lieben Welt blieb er jedoch noch bei einem moderaten Kurs und nahm noch bis in den April 1814 hinein, zusammen mit dem Phantom, an einigen Konferenzen f\u00fcr Verhandlungen \u00fcber dauerhaften Frieden zwischen den Welten teil, was, nach \u00dcberzeugung von Experten und damaligen Augenzeugen der Geschehnisse, jedoch nur noch Alibiwert hatte. Schon seit seinem Amtsantritt hatte Soror demnach nach dem besten Zeitpunkt gesucht, um die Verhandlungen platzen zu lassen, um den anderen Welten maximal zu schaden. Am 26. April 1814 schlie\u00dflich war es soweit, dass Soror in einer Pressekonferenz alle weiteren Gespr\u00e4che mit der Begr\u00fcndung aussetzte, dass sich die Situation der B\u00f6sen Welt nicht merklich verbessert habe, seit die Gespr\u00e4che begonnen hatten und ein zu gro\u00dfer Einfluss der anderen Welten in der B\u00f6sen Welt bef\u00fcrchtet w\u00fcrde. Dieses Statement kam zeitlich genau eingepasst: In der darauffolgenden Woche sollten Gespr\u00e4che \u00fcber den Abbau der Strafz\u00f6lle auf B\u00f6se Produkte und einen Schuldenerlass gef\u00fchrt werden, die jedoch damit hinf\u00e4llig wurden. Die Ann\u00e4herungspolitik von Weltkaiser Helobos I. war gescheitert und lie\u00df ihn als naiv und blau\u00e4ugig erscheinen.<\/p>\n<p>Doch Soror trieb es noch weiter: Nachdem die Kontakte zwischen Lieber und B\u00f6ser Welt weitestgehend abbrachen, sollte Verstorbenenpr\u00e4sident Churchill im Juni 1814 in der B\u00f6sen Welt vermitteln und die Basis f\u00fcr eine doch m\u00f6gliche Weiterf\u00fchrung der Gespr\u00e4che ausloten. Es kam anders: Kaum gelandet, wurden Churchill und seine Eskorte verhaftet und unter Arrest gestellt. Der interuniverselle Aufschrei war gro\u00df und die Fortf\u00fchrung der Friedensverhandlungen endg\u00fcltig vom Tisch. Durch die Geiselnahme Churchills erreichte Soror unter anderem die Freilassung zahlreicher MMS-Agenten und anderer B\u00f6ser Gefangener in den anderen Welten, lie\u00df den Pr\u00e4sidenten jedoch auch nach Erf\u00fcllung dieser Forderungen nicht frei. Der 23. Juni 1814 mutierte schlie\u00dflich zum Schicksalstag: In fast 50 Staaten der Lieben Welt wurde nicht gearbeitet, stattdessen wartete man gebannt vor den Nachrichten auf Neuigkeiten aus der B\u00f6sen Welt. Es schien alles m\u00f6glich: Von Krieg bis zur Freilassung Churchills. Am Ende wurde es, zur Erleichterung aller, jedoch Letzteres. Warum Soror damals einen R\u00fcckzieher vor einem Konflikt mit der Lieben Welt machte, ist bis heute unklar, zumal der Ausschluss der B\u00f6sen Welt aus dem Weltenbund mit allen zugeh\u00f6rigen Konsequenzen, schon zuvor beschlossene Sache gewesen war. Letztlich verabschiedete sich die B\u00f6se Welt am 24. Juni 1814 weitestgehend aus der Berichterstattung der anderen Welten und blieb fortan v\u00f6llig isoliert.<\/p>\n<p>Nach jenen Ereignissen wurde nur noch wenig von Soror vernommen. Fl\u00fcchtlinge aus der B\u00f6sen Welt, etwa die ehemaligen RBP-Funktion\u00e4re Valois Rorker, der noch im November 1814 mit einem Raumschiff in der djangoischen Zentralw\u00fcste landete, oder Ancercis Treckor, der drei Jahre sp\u00e4ter \u00fcber Florenz auf die Liebe Welt st\u00fcrzte, konnten nur von einem Terrorregime berichten, welches Soror mit Unterst\u00fctzung von MMS errichtet hatte. Ende 1817 stellten sich dann erstmals Fragen nach dem Verbleib von Soror, nachdem er an einigen Sitzungen des RBP-Vorstandes nicht teilgenommen hatte. MMS-Propagandachef Gregor Darrik beschr\u00e4nkte sich damals im B\u00f6sen Staatsfernsehen auf die Aussage, dass Soror an einer &#8222;schweren, nicht n\u00e4her zu erl\u00e4uternden Krankheit&#8220; leiden w\u00fcrde. Der letzte \u00f6ffentliche Auftritt des nach wie vor legitim gew\u00e4hlten B\u00f6sen Herrschers, der noch 1814 jedoch sowohl weitere Wahlen abschaffte, als auch das Parlament aufl\u00f6ste, und sich damit zum Herrscher auf Lebenszeit ernannte, war Anfang des Jahres 1821, als er, in einem Rollstuhl sitzend, eine Milit\u00e4rbasis nahe Hetranam besuchte, wie Aufnahmen des mittell\u00e4ndischen Geheimdienstes best\u00e4tigen. Nun ist Soror also gestorben, nur drei Tage vor seinem 59. Geburtstag. Der Tod des &#8222;Todfeindes der Lieben Welt&#8220; wird sicherlich besonders hierzulande nicht sonderlich betrauert werden, hat er doch Zeit seines Lebens immer wieder f\u00fcr chaotische Zust\u00e4nde in der Lieben Welt gesorgt und aus seiner Verachtung f\u00fcr unseren Planeten nie einen Hehl gemacht.<\/p>\n<p>Inwiefern sich die Lage in der B\u00f6sen Welt nach dem Ableben Sorors \u00e4ndern wird, scheint derweil noch unklar. Laut dem ausgewiesenen B\u00f6sen-Experten und MD-Chef Richard Mant\u00f6psrochen, scheinen nun zwei Wege m\u00f6gliche Optionen zu sein: &#8222;Entweder findet tats\u00e4chlich eine Neuwahl statt, was angesichts des aufgel\u00f6sten Parlaments jedoch unwahrscheinlich ist und sich wenn auch nur auf ausgew\u00e4hlte Partei- und MMS-Mitglieder beschr\u00e4nken w\u00fcrde, oder das Phantom nimmt nun auch offiziell alle Z\u00fcgel in die Hand. Schon w\u00e4hrend der letzten Jahre, als Soror von seiner Krankheit immer h\u00e4ufiger ausfiel, \u00fcbernahm es ja mehr und mehr auch Aufgaben, die nur dem B\u00f6sen Herrscher zustehen. Die Frage ist, ob wir \u00fcberhaupt mitbekommen, was dort geschieht, da die Isolation der B\u00f6sen Welt in den vergangenen sieben Jahren immer weiter zugenommen hat. Hinsichtlich der Beziehungen zur Lieben Welt glaube ich nicht, dass sich sehr viel \u00e4ndern wird, da das Phantom sich damit zufrieden geben wird, eine gesamte Welt unter Kontrolle zu haben und wei\u00df, dass die Liebe Welt m\u00e4chtige Verb\u00fcndete hat, die der B\u00f6sen Welt kumuliert \u00fcberlegen sind. Diese Intelligenz besa\u00df Soror bei seinen Angriffen h\u00e4ufig nicht, sodass sich die Lage nun vielleicht sogar etwas mehr entspannt, allerdings ohne sich ma\u00dfgeblich zu \u00e4ndern. Ausnahme d\u00fcrfte nur sein, wenn sich die wirtschaftliche Situation in der B\u00f6sen Welt weiter verschlimmert, da die RBP und MMS dann vermutlich \u00fcber au\u00dfenpolitische Konflikte von innenpolitischen Problemen ablenken und die B\u00f6sen hinter sich vereinen wollen. Doch Stand jetzt ist so etwas noch nicht absehbar.&#8220;<\/p>\n<p>Der Tod Soror Uckmanors ist so oder so eine Z\u00e4sur in der Geschichte der B\u00f6sen, aber auch der Lieben Welt. Er, der \u00fcber Jahrzehnte hinweg f\u00fcr Angst und Schrecken, gerade auch in Wiesenhausen sorgte, wird nun nie wieder menschenverachtende Angriffe auf die Welthauptstadt oder irgendein anderes Ziel ver\u00fcben. Auch Kalaar VI. und Sinamor I., ersterer bekannterma\u00dfen mittlerweile Innendromorniss im Palaces Monda, d\u00fcrften erleichtert sein, lebten sie doch seit Jahren in st\u00e4ndiger Angst vor m\u00f6glichen Attentatsversuchen des B\u00f6sen Geheimdienstes. Mit dem Ableben Sorors I. geht wohl die entscheidende Figur bei den interuniversellen Konflikten der letzten Jahrzehnte von der B\u00fchne ab und kaum jemand wird dies betrauern. Oder um es mit den Worten von seinem alten Kontrahenten K\u00f6nig Johannes I., heute Johannes von Daunenfels, zu sagen: &#8222;Heute ist ein guter Tag f\u00fcr Meadowhouse, f\u00fcr die Liebe Welt und f\u00fcr das ganze Universum.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nach SPO-Eklat: Magiaro tritt als Kulturdromorniss zur\u00fcck &#8211; BEFIM-Gr\u00fcnder Rabe \u00fcbernimmt<\/strong><\/p>\n<p>Es hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet, weshalb das Statement von Weltkaiser Apfulkrax, als er heute am Nachmittag nach einer fast f\u00fcnfst\u00fcndigen Sitzung aus dem Kranichensaal vor die Presse trat, kaum wirkliche \u00dcberraschungen bereithielt. Kernaussage war vor allem der erstmalige R\u00fccktritt eines Dromornisses w\u00e4hrend seiner Amtszeit, n\u00e4mlich der von Kulturdromorniss Mirco Magiaro, was es seit der Einf\u00fchrung der Weltregierung 1811 noch nie gegeben hat. Magiaro wurde seine f\u00fchrende Beteiligung in der Albumver\u00f6ffentlichung des Sichtburgher Palastorchesters vergangene Woche zum Verh\u00e4ngnis, in welchem etwa die Staatsf\u00fchrung Mittellands scharf und deutlich angegriffen wurde. Apfulkrax dankte Magiaro, der seit 1815 im Amt war, f\u00fcr die &#8222;sechs Jahre vertraute Zusammenarbeit und die zahlreichen Erfolge im Kulturbereich, die er in seinen Amtszeiten erbracht hat&#8220;. Zugleich verk\u00fcndete er allerdings auch den Nachfolger f\u00fcr den 59-j\u00e4hrigen geb\u00fcrtigen Wiesenhausener, und \u00fcberraschte mit der Auswahl der Personalie die anwesenden Medienvertreter dann doch: Wilhelm Rabe, Gr\u00fcnder der Wiesenhausener Erfolgsband BEFIM, und Gro\u00dfvater des Comedians Rudi Rabe wird die Leitung des Kulturressorts auf Weltebene bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode im Herbst 1823 \u00fcbernehmen. F\u00fcr Rabe ist es das ganz gro\u00dfe Comeback, nachdem er 1802 die Leitung der BEFIM an den heutigen Orchesterleiter Oswald Octopus \u00fcbergeben und sich weitestgehend aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckgezogen hatte. Lediglich als Vorsitzender seiner Stiftung &#8222;Rabenmusik e.V.&#8220;, die sich weltweit der F\u00f6rderung von Kinder und Jugendlichen im Bereich der Musik und bildenden K\u00fcnste bet\u00e4tigt, war er bisher noch im Amt. Doch wie lief der Prozess hin zu diesem historischen Wechsel im Palaces Monda in den vergangenen Tagen ab? Und welche Konsequenzen ergeben sich f\u00fcr die Beteiligten und allgemein f\u00fcr die Zukunft? Eine kurze Chronologie der Ereignisse.<\/p>\n<p>Alles begann am vergangenen Mittwoch mit dem Release des lange erwarteten neuen Albums des Sichtburgher Palastorchesters (SPO). Von Fans und Kritikern schon lange gefordert, erh\u00f6rte das Orchester aus der mittell\u00e4ndischen Hauptstadt nun scheinbar diese und brachte erstmals seit sieben Jahren wieder neue Musik auf den Markt. Das Erstaunen und die Ern\u00fcchterung folgten jedoch schon am Abend desselben Tages. Nicht nur brach das Orchester hart mit seiner bisherigen Stilrichtung, sondern \u00e4u\u00dferte in den teils mit Texten und Gesang ausgestatteten St\u00fccken auch mehr oder weniger unverhohlene Kritik an Mittellands Staatsf\u00fchrung um die autorit\u00e4r regierende Familie Fatra. Schon in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag machte sich die Kunde von einem Album mit potentieller Sprengkraft breit.<\/p>\n<p>Die Nachrichten aus Atcanien erreichten den Weltpalast und Wiesenhausen dann am fr\u00fchen Donnerstagmorgen, an welchem Weltpalast-Sekret\u00e4r Frederik Salant auf die Nachfrage einiger Journalisten lediglich kommentierte: &#8222;Inhalt und Aussage des besagten Albums sind uns gegenw\u00e4rtig nicht bekannt, doch werden wir uns der Sache annehmen.&#8220; Ansonsten kam am Donnerstag wenig aus dem Palaces Monda, daf\u00fcr jedoch bereits erste Reaktionen aus Mittelland. Staatsoberhaupt Ravan Fatra, auf dessen Reaktion die \u00d6ffentlichkeit besonders gespannt war, \u00e4u\u00dferte sich lediglich verhalten zu dem Album: &#8222;Grunds\u00e4tzlich steht es jedem B\u00fcrger unseres Landes frei, Kunst und Musik in der Art und Weise zu machen, wie es ihm beliebt. Dennoch bin ich vom Inhalt des Albums \u00fcberrascht, da sich Bez\u00fcge zu angeblichen Kriegshandlungen unseres Landes wiederfinden, obwohl wir derzeit in keinerlei Konflikt verwickelt sind. Zudem stellt sich die Frage, wessen Intention hinter den St\u00fccken steckt, und wer somit das Ansehen des SPO aus meiner Sicht nicht unerheblich befleckt hat.&#8220; Der Vorsitzende des mittell\u00e4ndischen Musikkritikerverbandes, Matias Czirkos, \u00e4u\u00dferte sich dahingegen in einem Artikel des &#8222;Borgarnes-Kuriers&#8220; am Donnerstag deutlicher: &#8222;Das SPO wird politisch. So weit so gut. Dennoch darf man sich die Frage stellen, was sich die Verantwortlichen dabei gedacht haben, derartige Texte und Melodien auf die Menschen in unserem Land loszulassen. Nicht nur ist es ein extremer Stilbruch und sicherlich auch eine enorme Entt\u00e4uschung f\u00fcr all die vielen nationalen und internationalen Fans, sondern missbraucht auch den urspr\u00fcnglichen Zweck dieses Orchesters, n\u00e4mlich zu unterhalten. Wenn ein Mirco Magiaro Kritik an der mittell\u00e4ndischen F\u00fchrung \u00e4u\u00dfern will, so steht ihm dies frei. Er hat als Kulturdromorniss da allerdings auch andere M\u00f6glichkeiten, als das SPO daf\u00fcr zu instrumentalisieren. Das Orchester war nie eine Protestband, sondern immer ein staatliches Orchester und Magiaro ein angesehener Dirigent und willkommener Gast in Sichtburgh. Er sollte sich entscheiden: Entweder Politik oder Musik. Zu beidem scheint er nicht in der Lage zu sein.&#8220;<\/p>\n<p>Nach den Reaktionen aus Mittelland berief der Weltpalast am Freitag die erste Krisensitzung ein, um \u00fcber die &#8222;Causa Magiaro&#8220; zu beraten. Dem Vernehmen nach soll insbesondere der ehemalige mittell\u00e4ndische Staatschef und amtierende Wirtschaftsdromorniss Velka Fatra deutlich geworden sein und habe \u00e4hnlich wie Czirkos in seinem Artikel die Abl\u00f6sung Magiaros gefordert. Aber auch andere Dromornisse, etwa Entwicklungsdromorniss Winter oder Sozialdromorniss Sininger sollen wenig Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Aktion Magiaros gehabt haben. Winter \u00e4u\u00dferte sich nach der Sitzung vor der Presse: &#8222;Ein endg\u00fcltiges Ergebnis liegt noch nicht vor, aber wir arbeiten daran, sicherlich auch noch das gesamte Wochenende. Ich pers\u00f6nlich finde die Aktion, so sehr ich Mirco Magiaro pers\u00f6nlich sch\u00e4tze, h\u00f6chst ungl\u00fccklich und verfehlt. Die Zusammenarbeit mit Mittelland ist einer der Grundpfeiler der &#8222;Treppe 1830&#8243; und eminent wichtig f\u00fcr die Stabilisation von Nordatcanien, auch im Hinblick auf Molquarze. Ein instabiles Mittelland ist das letzte, was wir jetzt noch gebrauchen k\u00f6nnen.&#8220; Auch Innendromorniss Moleskar \u00e4u\u00dferte sich kritisch \u00fcber Magiaros Vorgehen: &#8222;F\u00fcr die multilaterale Kooperation ist Mittelland nun einmal ein unverzichtbarer Bestandteil international gesehen. Welche Regierungsform das Land intern w\u00e4hlt, steht, sofern keine gravierenden Menschenrechtsverletzungen vorliegen, nicht in der Kompetenz des Weltpalastes zu beurteilen, da es in die inneren Angelegenheiten des Staates f\u00e4llt. So viel Mirco Magiaro auch f\u00fcr den Kultursektor geleistet hat, glaube ich nun jedoch, dass er es zu weit getrieben hat.&#8220; Von Magiaro selbst und auch von Weltkaiser Apfulkrax waren am Freitag keine Statements zu bekommen.<\/p>\n<p>Am Samstagmorgen traf sich die Dromornissenschaft dann erneut, wohl auch, um \u00fcber die m\u00f6gliche Nachfolge von Magiaro zu beraten. Insidern zufolge war der bevorstehende R\u00fccktritt Magiaros dort schon beschlossene Sache. Hinsichtlich der Nachfolge sprachen sich alle Beteiligten fr\u00fch gegen eine Neuwahl f\u00fcr den Posten aus, sondern votierten einstimmig f\u00fcr eine kommissarische Amts\u00fcbernahme einer noch zu bestimmenden Person. Gegen Mittag musste Weltpalast-Sekret\u00e4r Salant dann vor die Presse treten und das Vorgehen des Weltpalastes verteidigen, nachdem die avasjanravsche Zeitung &#8222;S\u00fcdatcanischer Bote&#8220; mit dem Titel &#8222;Weltpalast knickt vor Fatra-Regime ein &#8211; Magiaro wird zensiert&#8220; harsche Kritik an der m\u00f6glichen Abl\u00f6sung des Kulturdromornisses ge\u00fcbt hatte. Laut Salant &#8222;handele es sich nicht um ein Einknicken vor der mittell\u00e4ndischen Regierung und schon gar nicht um eine Einschr\u00e4nkung der Kunst-, Meinungs- oder Redefreiheit, sondern vielmehr um die Tatsache, dass ein Vertreter der Weltregierung, der gew\u00e4hlt wurde, um die Interessen aller Weltb\u00fcrger so gut es geht zu vertreten, einen diplomatischen Fehltritt gemacht habe, der die internationale Zusammenarbeit belasten k\u00f6nne&#8220;. Zudem, so Salant weiter, sei das Album seines Wissens nach in Mittelland und dem Rest der Welt frei verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Am Samstagnachmittag hatte die Dromornissenschaft dann Insidern zufolge bereits eine Liste mit Kandidaten erstellt, die die Nachfolge Magiaros antreten k\u00f6nnten. Mit auf der Liste sollen unter anderem Magiaros Gegenkandidat von 1819, Francois Fortunard, Weltpalast-Sekret\u00e4r Frederik Salant, Filmregisseur Archibald Cronberg und der Chef des Wiesenhausener Tonstudios, Johannes-Karl Lange, gestanden haben, doch sagten alle Kandidaten der Dromornissenschaft nacheinander ab. Grund daf\u00fcr war wohl vor allem die aktuelle Involvierung aller potentiellen Nachfolger in den aktiven Kulturbetrieb oder die m\u00f6gliche Doppelbelastung, wie im Fall von Frederik Salant, weshalb die versammelte Dromornissenschaft den Fokus nun auf ehemalige Kulturschaffende richtete. Am Samstagabend schlie\u00dflich der Durchbruch: Der Name des BEFIM-Gr\u00fcnders Wilhelm Rabe fiel. Er erf\u00fcllte scheinbar alle Kriterien: Nicht mehr aktiv im Kulturbereich involviert, viel Erfahrung, auch auf internationalem Niveau im Kulturbereich und eine insgesamt hohe Reputation. Noch am selben Abend telefonierte Weltkaiser Apfulkrax mit Rabe und unterrichtete ihn \u00fcber die Pl\u00e4ne des Palaces Monda. Dieser soll \u00fcberrascht, aber nicht abgeneigt \u00fcber den Vorschlag gewesen sein, und bat sich eine Bedenkzeit bis Montagmorgen aus, welcher der Weltkaiser auch nachkam.<\/p>\n<p>Am Sonntag blieb es verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig ruhig und erste Stimmen vermuteten schon, dass Magiaro auch diesen Eklat m\u00f6glicherweise \u00fcberstehen k\u00f6nne. So hatte er auch im Jahr 1819, als der ber\u00fcchtigte Dramatiker Cohemiel eine bei\u00dfende Satire auf die Geschehnisse rund um die Jablonski-Dreyberg-Attentate und die Reaktion des Weltpalastes geschrieben hatte, keine gl\u00fcckliche Figur gemacht, und sich im Namen der Kunstfreiheit vor Cohemiel gestellt. Nicht wenige Kollegen im Weltpalast und auch solche, die damals schon nicht mehr in Amt und W\u00fcrden waren, f\u00fchlten sich davon leicht vor den Kopf gesto\u00dfen. Magiaro selbst trat am Sonntagnachmittag lediglich beim Kugelbahnweltcup in Westernneudorf \u00f6ffentlich auf, \u00e4u\u00dferte sich auf Nachfrage jedoch nicht zu den politischen Fragestellungen der Reporter.<\/p>\n<p>Am Montagnachmittag schlie\u00dflich trat der Weltkaiser vor die Presse und verk\u00fcndete im Beisein von Magiaro dessen Abl\u00f6sung als Kulturdromorniss und seine kommissarische Ersetzung durch Wilhelm Rabe bis 1823. Letzterer hatte am Morgen seine Zustimmung signalisiert und wird somit ab Mittwoch Teil der Weltregierung werden, wenn er im gro\u00dfen Mondsteinsaal vereidigt wird. F\u00fcr ein Interview stand Rabe noch nicht zur Verf\u00fcgung, doch will sich der 96-j\u00e4hrige, in kleinem Ma\u00dfe altersresistente BEFIM-Gr\u00fcnder nach seiner Vereidigung ausf\u00fchrlich zu seinen politischen Vorstellungen und Zielsetzungen \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>F\u00fcr den zur\u00fcckgetretenen Mirco Magiaro endet damit seine politische Laufbahn sehr abrupt und vermutlich deutlich schneller, als er es auch selbst gedacht h\u00e4tte. Nachdem jahrelang alles, was Magiaro anfasste, von Kugelbahn \u00fcber Fu\u00dfball, Komposition f\u00fcr Bands und Filme, Dirigat bei mehreren Orchestern, Schauspielerei und Politik, gelang und er mit zahlreichen diversen Preisen ausgezeichnet wurde, erleidet er erstmals seit Langem einen R\u00fcckschlag. Zwar war seine politische Karriere ohnehin die k\u00fcrzeste aller seiner verfolgten Laufbahnen, doch schien er stets als der logische Kulturdromorniss, wo er doch so viel in diesem Bereich involviert war. Doch genau dies hat ihm nun den wohl prestigetr\u00e4chtigsten Job seines Lebens gekostet. Auf der Pressekonferenz mit dem Weltkaiser gab er lediglich ein kurzes Statement ab: &#8222;Ich m\u00f6chte mich f\u00fcr die Komplikationen und Schwierigkeiten entschuldigen, die ich als k\u00fcnstlerischer Leiter des SPO mitzuverantworten habe. Die Tragweite und Konsequenzen meines Handelns habe ich nicht \u00fcberblickt und falsch eingesch\u00e4tzt und sicherlich auch das falsche Mittel zur \u00c4u\u00dferung von Kritik genutzt. Um Schaden von meinem Amt abzuwenden, haben der Weltkaiser, die Dromornissenschaft und ich einhellig beschlossen, dass meine Mitarbeit im Weltpalast enden wird und ich Mitte dieser Woche von meinen Aufgaben entbunden werde. Ich m\u00f6chte mich bei allen Mitarbeitern meines Ressorts bedanken, ohne die die letzten sechs Jahre nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4ren und bedanke mich auch bei meinen Dromornisskollegen f\u00fcr ihre Aufrichtigkeit und Unterst\u00fctzung.&#8220; Inwieweit Magiaros andere Karrieren betroffen sein werden, ist noch nicht abzusehen. Das mittell\u00e4ndische Kulturministerium \u00e4u\u00dferte sich zufrieden \u00fcber Magiaros R\u00fccktritt als Kulturdromorniss und bezeichnete ihn als &#8222;richtigen und konsequenten Schritt&#8220;. Einer Weiterf\u00fchrung seiner T\u00e4tigkeit als SPO-Leiter w\u00e4re dies demnach sehr zutr\u00e4glich.<\/p>\n<p>Mirco Magiaros R\u00fccktritt wirft jedoch auch insgesamt die Frage auf, wie k\u00fcnftig mit Dromornissen oder Kandidaten f\u00fcr jene Posten, verfahren werden soll, die noch einen oder auch zahlreiche andere Jobs aus\u00fcben. Bestes Beispiel daf\u00fcr sind etwa Au\u00dfendromorniss Rems, der als Vorstandsvorsitzender der &#8222;Schiefermiene&#8220; in Wiesenhausen-H\u00f6hlenpark, als neuer Trainer des SC Francesburgh in der Koenigsliga und Mitglied der BEFIM ebenfalls abseits des Weltpalastes aktiv ist, Bildungsdromorniss Dumbledore, der Leiter des Wiesenhausener Stadtarchivs und BEFIM-Pr\u00e4sident ist, Gesundheitsdromorniss Sch\u00e4ffke als Leiter der Gehirnchirurgie im St. Duck-Krankenhaus in Wiesenhausen-Frankenthal und Schauspieler in der MMS-Reihe oder auch Sicherheitsdromorniss Auge als Spieler bei FLM-Club VfB Ahornsburg und in der Meadowhousischen Nationalmannschaft. Alle diese Nebent\u00e4tigkeiten d\u00fcrften nach der &#8222;Causa Magiaro&#8220; wohl k\u00fcnftig noch deutlich mehr unter die Lupe genommen werden, wenn es um potentielle Interessenskonflikte oder Interferenzen zwischen Dromornissenposten und Nebent\u00e4tigkeit geht. In der Weltpalast-Ordnung sind lediglich &#8222;nationale oder transnationale politische \u00c4mter&#8220;, die zeitgleich mit dem Dromornissenamt ausge\u00fcbt werden verboten, ebenso wie &#8222;Posten und Berufe, die in einem direkten Interessenskonflikt jedweder Art mit der Natur des auszu\u00fcbenden Dromornissenamtes stehen&#8220;. Bei allen oben genannten Dromornissen liegt weder der erste noch der zweite Fall vor, doch zeigt der SPO-Eklat um Mirco Magiaro, wie sehr und wie eng diese Regeln ausgelegt werden sollten. Sicherlich wird auch diese Frage eine gro\u00dfe Rolle spielen, wenn es in den Wahlkampf um die Posten in der Weltregierung im Herbst 1823 geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sorge vor B\u00fcrgerkrieg in Molquarze w\u00e4chst &#8211; Weltpalast beruft Krisengipfel ein<\/strong><\/p>\n<p>Die Amtszeit des Lieben Apfulkrax auf dem Thron des Weltkaisers war von seiner Vereidigung im November 1815 bis zum heutigen Tage vor allem von Beruhigung, Konsolidierung und einer Vielzahl produktiver und progressiver Gesetzesvorhaben gekennzeichnet. Sei es das Sozialprogramm &#8222;Treppe 1830&#8220;, die Abschaffung der Todesstrafe im Jahr 1819 oder die m\u00fchevollen Verhandlungen in Konflikten, wie dem Erkietenland-Konflikt oder der Iranja-Krise, auf allen Ebenen konnte die Weltregierung bisher durchaus \u00fcberzeugen, sowohl in der ersten Amtszeit des ehemaligen Hauptfeldwebels der Lieben Armee, als auch in seiner zweiten Legislaturperiode seit 1819. Doch nun bahnt sich eine neue, herausfordernde Aufgabe f\u00fcr die Weltregierung an, die wohl ungleich heikler ist, als die bisherigen Herausforderungen. Nach Jahren der relativen Ruhe auf der Lieben Welt, wenn von einigen Dauerkonflikten und kleineren Revolten in Staaten wie Mont\u00e9segro oder Malkle abgesehen wird, scheint die Lage in Nordatcanien allm\u00e4hlich zu eskalieren. Bei dem angesprochenen Konflikt geht es jedoch weniger um eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen zwei Staaten, sondern vielmehr um die hochkomplexe und explosive Lage in einem Staat, der ohnehin h\u00e4ufig als Kunstgebilde angesehen wird, da er eigentlich aus insgesamt zehn verschiedenen Provinzen zusammengesetzt ist. Die Rede ist von Molquarze.<\/p>\n<p>Molquarze erlangte 1774 seine Unabh\u00e4ngigkeit von Mittelland, das bis zu diesem Zeitpunkt eine strenge Kolonialherrschaft in der nord\u00f6stlich gelegenen Insel etabliert hatte. Wenige Jahre nach der Unabh\u00e4ngigkeit, im Jahre 1782, erfolgten dann bereits die ersten Auseinandersetzungen zwischen den durchaus unterschiedlichen Provinzen des jungen Staates. Es ging um ethnische, religi\u00f6se und kulturelle Unterschiede, aber nicht zuletzt auch um die Machtanspr\u00fcche einzelner Clans und Individuen, die mit Gewalt an die Macht kommen wollten. So brach am 16. April 1782 schlie\u00dflich der erste molquarzische B\u00fcrgerkrieg aus, dem insgesamt etwa 60.000 Menschen zum Opfer fielen, und der drei Jahre sp\u00e4ter mit dem Frieden von Glasstadt beendet wurde. In der kristall\u00e4ndischen Hauptstadt kamen am 20. November 1785 Vertreter der f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Provinzen, die allesamt die Unabh\u00e4ngigkeit wollten, zusammen und handelten einen komplexen Vertrag aus, der allen Provinzen gro\u00dfe Autonomierechte einr\u00e4umte. Als Staatspr\u00e4sident sollte stets alle zwei Jahre reihum ein Vertreter jeder der f\u00fcnf Provinzen eingesetzt werden, was die ersten Jahre auch gut funktionierte. Die f\u00fcnf unter dem Namen &#8222;Nordatcanische Union&#8220; zusammengeschlossenen Provinzen Nodo, Walcoland, Nefoq, Molklel und Poglaz einigten sich auf eine Reihenfolge und in der Folge ging es sowohl wirtschaftlich als auch hinsichtlich der politischen und gesellschaftlichen Situation im Vielv\u00f6lkerverbund bergauf.<\/p>\n<p>Das allerdings \u00e4nderte sich wiederum im Jahr 1796. Zwei Jahre, nachdem der Paradiesische Unabh\u00e4ngigkeitskrieg Thovez und Titanien ersch\u00fcttert hatte, brachen die Konflikte in der &#8222;Nordatcanischen Union&#8220; erneut auf. Alles nahm seinen Anfang mit einer Revolte in der n\u00f6rdlichen Provinz Nodo, wo bewaffnete Demonstranten am 24. M\u00e4rz 1796 das Parlamentsgeb\u00e4ude st\u00fcrmten und den Gouverneur der Provinz, Ivica Hasimovic, in seinem B\u00fcro erschossen. Da Hasimovic im darauffolgenden Jahr das Amt des Pr\u00e4sidenten \u00fcbernehmen sollte, sahen seine Anh\u00e4nger darin ein gezieltes Attentat von B\u00fcrgern aus anderen Provinzen, die den als recht liberal geltenden Hasimovic ausgeschaltet sehen wollten. Insbesondere die zentral gelegene Provinz Nefoq, die bis heute eine Hochburg der Rechtskonservativen ist, geriet in Verdacht, wobei die Hintergr\u00fcnde des Attentats bis heute nicht restlos aufgekl\u00e4rt sind und eher Verbindungen ins organisierte Verbrechen vermutet werden. Dennoch lud sich die Lage innerhalb weniger Wochen derart auf, dass am 10. Mai 1796 schlie\u00dflich der zweite molquarzische B\u00fcrgerkrieg ausbrach, der mit einem Angriff der B\u00fcrger aus Nodo auf die Grenzen von Nefoq begann. In der Folge wurden auch weitere Provinzen in den Konflikt mit hineingezogen, so etwa Walcoland, welches zur Unterst\u00fctzung von Nodo Ende Juli milit\u00e4rische Kr\u00e4fte zur Grenze nach Nefoq aussandte. Nefoq wiederum hatte die Unterst\u00fctzung der gr\u00f6\u00dften Provinz Molklel auf seiner Seite und konnte zudem auf den aus Nefoq stammenden Staatspr\u00e4sidenten Petr Zylich bauen, der seine Heimatprovinz finanziell und materiell tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzte und Nodo und Walcoland offiziell als abtr\u00fcnnige Provinzen bezeichnete, die &#8222;zur\u00fcck in die Union gepr\u00fcgelt&#8220; werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Der zweite innermolquarzische Konflikt dauerte nicht nur l\u00e4nger als der erste B\u00fcrgerkrieg dieser Auspr\u00e4gung, sondern war hinsichtlich der Opferzahlen und der geopolitischen Folgen deutlich verheerender. Insgesamt 240.000 Menschen fielen den K\u00e4mpfen zum Opfer, die erst 1803 mit dem milit\u00e4rischen Sieg von General Walter Mehler beendet wurden. Mehler amtiert seitdem autokratisch, ohne wirkliche demokratische Wahlen abgehalten zu haben und h\u00e4lt die Provinzen mit eiserner Hand unter Kontrolle. Nach dem erzwungenen Waffenstillstand vom 08. September 1803 wurde Molquarze, wie das Land nun wieder genannt wurde und wie es bis zum ersten B\u00fcrgerkrieg 1785 auch gehei\u00dfen hatte, in ganze zehn L\u00e4nder aufgeteilt, sowie zwei nicht benannte milit\u00e4rische Sicherheitszonen, die jedoch direkt unter der Verwaltung der Zentralregierung in Ivanovo stehen. Die unterlegenen Provinzen Nodo und Walcoland mussten erhebliche Gebietsverluste verkraften und wurden zum Teil in noch kleinere, aufgrund spezifischer Unabh\u00e4ngigkeitsbestrebungen gegr\u00fcndeten Provinzen aufgeteilt. Insbesondere Nodo war davon betroffen, welches sich in sechs neue Provinzen aufteilte: Vaos, Belom, Nal, Polga, Prancia und ein deutlich kleineres Gebiet, das nun als Nodo bezeichnet wurde. Zudem wurde zwischen den verfeindeten Provinzen Nodo (heute Provinz Prancia) und Nefoq eine milit\u00e4rische Sperrzone eingerichtet, die ebenfalls ehemaliges Nodosches Gebiet war. Walcoland hingegen musste fast die H\u00e4lfte seines Gebietes abtreten, welches von nun an milit\u00e4risches Sperrgebiet war. Trotz aller gewaltt\u00e4tigen Ma\u00dfnahmen und der Erstickung der demokratischen Ans\u00e4tze durch den seit September 1803 amtierenden Mehler konnte sich Molquarze seitdem weitestgehend erholen und erlebte einen wirtschaftlichen Aufstieg, der jedoch auch eng mit der befreundeten Schutzmacht Mittelland zusammenhing, deren ebenfalls autokratisch regierende Familie Fatra beste Beziehungen nach Ivanovo unterh\u00e4lt. Die Lage in Molquarze hatte sich also beruhigt.<\/p>\n<p>Bis zum heutigen Tage. Vor zwei Wochen sorgte ein Zwischenfall im milit\u00e4rischen Sicherheitsbereich zwischen Prancia und Nefoq f\u00fcr Aufsehen: Eine bewaffnete Spezialeinheit st\u00fcrmte ein Bergdorf und nahm zahlreiche angeblich regimekritische Journalisten und Oppositionsf\u00fchrer fest. Dies war zwar kein neues Vorgehen des Mehler-Regimes, doch trafen die Sicherheitskr\u00e4fte auf teils erbitterten Widerstand der \u00f6rtlichen Bewohner, woraufhin erstere mit unerbittlicher H\u00e4rte zur\u00fcckschlugen und insgesamt 24 Menschen, allesamt Bewohner des Ortes, ermordet wurden. Durch die sozialen Medien und oppositionelle Fernsehkan\u00e4le wurde das Massaker in Goyplich, wie der Ort in den zentral gelegenen Jiricka-Bergen hei\u00dft, schnell verbreitet und entz\u00fcndete noch am Abend des 21. Mai Proteste in Prancia und Vaos, die sich gegen die Regierung von Mehler wandten. Auch hier griffen die Sicherheitskr\u00e4fte mit unerbittlicher H\u00e4rte durch. Pr\u00e4sident Mehler wandte sich daraufhin am 23. Mai an die protestierenden Menschen und rief sie dazu auf, nach Hause zu gehen, da es sich bei dem Einsatz in Goyplich um einen normalen Einsatz zur Terrorismusbek\u00e4mpfung gehandelt habe und die verhafteten Personen als Verd\u00e4chtige in m\u00f6glichen Anschlagspl\u00e4nen verh\u00f6rt werden sollten. Doch im Gegensatz zu fr\u00fcheren derartigen Vorf\u00e4llen konnte das brutale Vorgehen des Regimes die Lage nicht beruhigen. Vielmehr fingen auch in anderen Provinzen im n\u00f6rdlichen Teil des Landes, Belom, Nodo und Nal, am darauffolgenden Tag gewaltt\u00e4tige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr\u00e4ften statt.<\/p>\n<p>Eine weitere Eskalationsstufe erreichte das Geschehen dann jedoch am vergangenen Wochenende: Bei einem Besuch in der Polgaschen Provinzhauptstadt Risicka, die von Protesten noch weitestgehend verschont geblieben war, griffen Personen den Tross von Innenminister Wojciech Zwicka an und verletzten diesen durch den Einsatz von Munition schwer. Zudem wurden sechs begleitende Polizisten get\u00f6tet, acht weitere teils schwer verletzt. Damit wurde die Gewaltspirale weiter angetrieben: Mehler k\u00fcndigte am Abend vor Ort in Risicka ein hartes Durchgreifen gegen\u00fcber allen Demonstranten an und veranlasste Massenverhaftungen, denen etwa 200 Menschen allein am Sonntagabend zum Opfer fielen. Augenzeugen berichten von unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger H\u00e4rte gegen\u00fcber Verd\u00e4chtigen und mindestens ein Demonstrant wurde noch im Polizeiauto durch ungekl\u00e4rte Umst\u00e4nde get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Mittlerweile haben sich in einigen n\u00f6rdlichen Provinzen Separationsbewegungen gegr\u00fcndet, die eine Abspaltung der sechs ehemals zu Nodo geh\u00f6rigen Provinzen, einschlie\u00dflich der milit\u00e4rischen Sicherheitszone, vom Rest von Molquarze fordern, was Mehler am Dienstag jedoch scharf zur\u00fcckwies: &#8222;Niemand wird sich aus irgendwelchen Gr\u00fcnden aus diesem Staat entfernen. Die Terroristen und Aufwiegler, die hinter diesen Bewegungen stecken, versuchen unseren Staat zu destabilisieren und sich selbst an die Macht zu putschen. Sie werden auf harten Widerstand und unnachgiebige Patrioten treffen, die die Einheit unseres Landes mit allen Mitteln verteidigen werden.&#8220; Noch am Dienstagabend traf sich Mehler mit den Gouverneuren aus Molklel, Poglaz, Nefoq und Walcoland, um das weitere Vorgehen gegen die Separatisten im Norden abzusprechen.<\/p>\n<p>Am Mittwochmorgen dann die n\u00e4chste Stufe der Eskalation: Regierungstreue Truppen blockierten die Grenz\u00fcberg\u00e4nge zwischen Vaos, Prancia und Polga und dem \u00fcbrigen Teil des Landes. Schnell machte die Geschichte von der Blockade die Runde in den erw\u00e4hnten Medien, sodass sich bereits am Mittag mehrere tausend Menschen vor den Grenz\u00fcberg\u00e4ngen versammelten und eine Grenz\u00f6ffnung forderten. Doch auch hier griffen die Sicherheitskr\u00e4fte hart durch, verhafteten oder vertrieben die anwesenden Demonstranten, die sich am sp\u00e4ten Nachmittag zur\u00fcckzogen. Am Abend schlie\u00dflich erkl\u00e4rte der Gouverneur der Provinz Vaos schlie\u00dflich seinen R\u00fccktritt und setzte sich per Flugzeug nach Ivanovo in Molklel ab, vermutlich aufgrund zahlreicher Drohungen der Separatisten gegen ihn und seine Familie. Mehler kommentierte dies ebenfalls scharf: &#8222;Eine legitime Regierung darf sich nicht dem Druck irgendwelcher dahergelaufener Unruhestifter beugen. Das wird harte Konsequenzen haben.&#8220; Mittlerweile erkl\u00e4rte sich der Oppositionsf\u00fchrer Artem Feljakov in Vaos zum \u00dcbergangsgouverneur und rief die anderen n\u00f6rdlichen Provinzen zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen das Mehler-Regime auf. Dabei werden die durchaus unterschiedlichen Forderungen der sechs beteiligten Regionen jedoch gerne \u00fcbersehen, da sich momentan alles gegen den Staatspr\u00e4sidenten in Ivanovo richtet.<\/p>\n<p>Mittlerweile reagierte auch der Weltpalast auf die Gewalteskalation in Molquarze. Innendromorniss Moleskar appellierte schon am Montag an alle beteiligten Seiten, Gewaltfreiheit und friedliche Demonstrationen zu wahren, um die Lage nicht weiter eskalieren zu lassen. Nach der neuerlichen Versch\u00e4rfung der Situation berief er am Donnerstag einen Krisengipfel im Weltpalast ein, an dem, neben dem Weltkaiser und der Dromornissenschaft, auch Mittellands Pr\u00e4sident Ravan Fatra und Kristallands Staatschef Heinrich Rolk teilnahmen. Kristalland hatte seine Grenzen zu Molquarze vergangene Nacht vorsichtshalber geschlossen und r\u00e4t seinen B\u00fcrgern von Reisen in den Konfliktherd ab. Als Ergebnisse der Konferenz heute Nachmittag wurden vereinbart, dass, sobald eine milit\u00e4rische Eskalation des Konfliktes erfolgen sollte, ganz gleich von welcher Seite, die Liebe Armee durch ein Mandat im Weltbund in Alarmbereitschaft versetzt werden solle. Zuvor solle jedoch auf diplomatischem Wege versucht werden, sie Lage zu entspannen: Fatra, Rolk und Moleskar reisen morgen nach Ivanovo, wo sie sich mit Pr\u00e4sident Mehler treffen werden, ehe sie in der Vaosanischen Provinzhauptstadt Levrenc mit Oppositionsf\u00fchrer Feljakov zusammenkommen. Weltkaiser Apfulkrax appellierte zudem auf der Pressekonferenz nach dem Krisengipfel: &#8222;Beide Seiten sollten zu sachlichen Argumenten zur\u00fcckkehren und die rechtlichen Vereinbarungen aus dem Frieden von Glasstadt, sowie alle nachfolgenden Vereinbarungen achten. Die Weltregierung wird weder eine Gef\u00e4hrdung der Zivilbev\u00f6lkerung durch die Regierung in Ivanovo hinnehmen, noch einen gewaltt\u00e4tigen Umsturz durch eine nicht legitimierte Protestbewegung. Beiden Seiten sei aber auch klar gesagt: Sollten diplomatische Bem\u00fchungen am Unwillen der beteiligten Akteure scheitern, wird die Liebe Armee den Auftrag erhalten, um die Lage unter Kontrolle zu bringen, auch wenn das die &#8222;ultima ratio&#8220; ist. Insbesondere die milit\u00e4rischen Sicherheitsbereiche zwischen den Provinzen, die seit 1803 existieren, w\u00fcrden dann als Pufferzone durch die Liebe Armee verwaltet werden, \u00e4hnlich wie es mit dem Erkietenland zwischen Julsavien und Kalavien der Fall ist.&#8220;<\/p>\n<p>Der neuerliche Konflikt in Molquarze stellt die Weltregierung vor ein Dilemma: Einerseits unterst\u00fctzt man weltweit demokratische \u00dcberzeugungen und Bewegungen, die in Molquarze eher in der Opposition verortet werden k\u00f6nnen, andererseits ist Mehler als Staatspr\u00e4sident legitim an der Macht und w\u00fcrde auch die Unterst\u00fctzung aus Sichtburgh haben, um weiter an der Macht bleiben zu k\u00f6nnen. Nicht zuletzt deshalb sprach sich wohl auch Wirtschaftsdromorniss Velka Fatra, bekannterma\u00dfen der Vater des amtierenden Mittell\u00e4ndischen Herrschers Ravan Fatra, klar zugunsten von Mehler aus. Diese staatsinterne Auseinandersetzung im Norden von Atcanien k\u00f6nnte aufgrund ihrer Geschichte und ihrer Komplexit\u00e4t die ultimative Bew\u00e4hrungsprobe f\u00fcr den Lieben Apfulkrax und seine Weltregierung werden. Dass sie Konflikte l\u00f6sen und beruhigen kann, hat sie h\u00e4ufig genug bewiesen, was ein gewisses Zutrauen in die Verhandlungen mit den zerstrittenen Parteien erwachsen l\u00e4sst, doch muss sie auch mit aller Macht verhindern, dass die Eskalation an Gewalt in Molquarze weitere inakzeptable H\u00f6hepunkte erreicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Franklin D. Roosevelt neuer Verstorbenenpr\u00e4sident mit Erdrutschsieg &#8211; King feiert \u00dcberraschungserfolg<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Vorl\u00e4ufiges amtliches Endergebnis:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Konservative Partei der Toten (A. Lincoln):\u00a0<\/strong>22,9%<\/p>\n<p><strong>Demokratiebewegung der Antike (M. T. Cicero):\u00a0<\/strong>24,4%<\/p>\n<p><strong>Liberale Verstorbenenpartei (F. D. Roosevelt):\u00a0<\/strong>27,4%<\/p>\n<p><strong>Basisdemokratische Moderne Totenpartei (N. Mandela):\u00a0<\/strong>7,7%<\/p>\n<p><strong>Mittelalterliche Partei f\u00fcr Tod und Ableben (W. d. Eroberer):<\/strong> 6,5%<\/p>\n<p><strong>Friedenspartei der friedlichen Toten (M. L. King):<\/strong> 8,5%<\/p>\n<p><strong>Andere:\u00a0<\/strong>2,6%<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Franklin D. Roosevelt hei\u00dft der neue Pr\u00e4sident der Verstorbenenwelt. Er setzte sich nach den Hochrechnungen und dem daraus resultierenden vorl\u00e4ufigen Endergebnis \u00fcberraschend deutlich gegen seine \u00e4rgsten Konkurrenten Abraham Lincoln von der bisher regierenden KPT und Marcus Tullius Cicero vom Oppositionsf\u00fchrer DDA durch. Roosevelt, zu Lebzeiten einer der bedeutendsten US-Pr\u00e4sidenten auf der Erde, war unter dem bisherigen Pr\u00e4sidenten Churchill bereits Au\u00dfenminister der Verstorbenenwelt und innerhalb der Welt sowie interuniversell allgemein gesch\u00e4tzt und beliebt. Seine Karriere auf der Verstorbenenwelt begann 1874 als B\u00fcrgermeister von Merw, der Hauptstadt der Provinz Rhodesien, f\u00fchrte ihn 1892 schlie\u00dflich nach Carthago und 1904 zum Parteivorsitzenden der LVP. F\u00fcr seine Partei, die das erste Mal seit fast vierzig Jahren wieder einen Pr\u00e4sidenten auf der Verstorbenenwelt stellt, damals war es Neville Chamberlain, ist es ebenfalls ein absoluter Feiertag, zumal nie so recht jemand an den Erfolg glauben wollte, vor allem weil das Rennen ungemein spannend war.<\/p>\n<p>Am Wahlabend, als die ersten Ergebnisse pr\u00e4sentiert wurden, wurde bereits klar, dass die bisherige gr\u00f6\u00dfte Partei, die KPT mit ihrem Spitzenkandidaten Lincoln die Mehrzahl der Stimmen verpassen w\u00fcrde, zu abgeschlagen lag sie dort bereits auf Rang drei der Hochrechnungen. Also zeichnete sich ein Zweikampf zwischen DDA-Kandidat Cicero und LVP-Kandidat Roosevelt ab, welcher bis zur drittletzten Hochrechnung innerhalb eines halben Prozentpunktes gef\u00fchrt wurde. Dann jedoch setzte sich Roosevelt nach dem Eingang weiterer Stimmen schlie\u00dflich von seinem Konkurrenten ab und holte am Ende \u00fcberragende 27,4% der Stimmen, womit von einem Erdrutschsieg gesprochen werden darf, da Umfragen FDR und seine Partei bei etwa 20% gesehen hatten. Roosevelt trat nach Bekanntwerden des Ergebnisses vor seine Anh\u00e4nger und sprach in seiner Siegesrede davon, die bisherige Politik unter anderen Akzenten fortf\u00fchren zu wollen. Als Au\u00dfenminister w\u00fcrde er zwar viele Dinge, die die Vorg\u00e4ngerregierung unter KPT-F\u00fchrung realisiert habe unterst\u00fctzen, aber eben nicht alle. Was genau er damit meinte, blieb zun\u00e4chst offen, wird sich in den n\u00e4chsten Tagen wohl aber kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der f\u00fcr die Lieben Welt wichtigen Au\u00dfenpolitik ist FDR, wie er abgek\u00fcrzt h\u00e4ufig genannt wird, sicherlich der Gl\u00fccksfall. Er und Au\u00dfendromorniss Rems verstehen sich blendend, ebenso auch Weltkaiser Apfulkrax. Roosevelt setzt auf starke Handelsbeziehungen mit allen Welten, will auch die Beziehungen zur Erde ab dem Januar, wenn der neue Erderepr\u00e4sentant Biden in den Weltenbund eingef\u00fchrt wird, auch mit dieser die etwas zum Erliegen gekommenen Beziehungen wieder auffrischen. Insgesamt steht er f\u00fcr eine st\u00e4rkere Sozialpolitik als sein Vorg\u00e4nger Churchill und bem\u00fcht sich um eine Normalisierung im Verh\u00e4ltnis zur B\u00f6sen Welt, was er jedoch stets an das unwahrscheinliche Szenario einer Abdankung Sorors und des Phantoms dort kn\u00fcpft. Inwiefern er seine Ziele durchsetzen kann, wird sich in den nun anstehenden Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen zeigen. Allgemein wird eine Fortf\u00fchrung der bisherigen Regierung, nur diesmal eben mit umgekehrter Rollenverteilung zwischen KPT und LVP, erwartet. So ist es allemal wahrscheinlich, dass KPT-Spitzenkandidat Lincoln als Nachfolger Roosevelts Au\u00dfenminister wird.<\/p>\n<p>Die anderen Parteien hingegen mussten herbe Niederlagen einstecken, mit einer \u00fcberraschenden Ausnahme. W\u00e4hrend die DDA es verpasste, st\u00e4rkste Kraft zu werden, und Spitzenkandidat Cicero noch am Wahlabend seinen R\u00fcckzug aus der Parteispitze verk\u00fcndete, traf es die beiden kleinsten Parteien aus dem Carthagoer Parlament noch schlimmer. Die BMT, immer als m\u00f6glicher Koalitionspartner der DDA im Falle eines Wahlsieges genannt, holte mit Spitzenkandidat Mandela gerade einmal 7,5%, obwohl Umfragen bis knapp 12% vorhergesagt hatten. Noch schlimmer traf es die MPTA mit Wilhelm dem Eroberer an der Spitze, die mit 6,5% gerade so den Sprung ins Parlament schaffte. Die niedrigen Zahlen hatten jedoch auch einen Grund: Die FFT mit Spitzenkandidat Martin Luther King, bisher nicht im Parlament vertreten, schaffte aus dem Stand 8,5% und ist fortan vollkommen \u00fcberraschend vierst\u00e4rkste Kraft im Carthagoer Abgeordnetenhaus. King sprach am Abend vor jubelnden Anh\u00e4ngern und versprach, eine unbequeme Oppositionspartei sein zu wollen, die ihre eigenen Ideen jedoch auch umsetzen wolle, so gut es ginge.<\/p>\n<p>Experten und Wahlbeobachter deuten das Ergebnis vor allem nochmal als Best\u00e4tigung des politischen Kurses von Langzeitpr\u00e4sident Winston Churchill, der seinem Nachfolger noch auf der Wahlparty am Abend gratulierte. Vor allem Roosevelts Pers\u00f6nlichkeit und seine Kompetenz h\u00e4tten ihm den Wahlsieg beschert, so Egon Erwin Kisch von der Zentrale f\u00fcr Wahlforschung in Carthago. Zudem h\u00e4tte die Partei von Martin Luther King den anderen kleineren Parteien so viel Wasser abgegraben, dass sie, auch im Falle eines Sieges der DDA gar nicht ausreichend Stimmen zur Erreichung der Mehrheit gehabt h\u00e4tten. Insgesamt sei, vor allem mit dem schlechten Abschneiden der MPTA, zu beobachten, dass sich die W\u00e4hler in der Verstorbenenwelt nicht nur eine einigerma\u00dfen moderne Regierung w\u00fcnschten, sondern antike oder mittelalterliche Politikstile mehr und mehr ablehnen w\u00fcrden, was nat\u00fcrlich aufgrund der Bev\u00f6lkerungsentwicklung zustande kommt.<\/p>\n<p>Insgesamt d\u00fcrfte der Monat November interuniversell als ein guter Monat in die Geschichtsb\u00fccher eingehen. Nach der Abwahl des als Querulanten und Sturkopfs wahrgenommenen Erderepr\u00e4sentanten Trump und seine Ersetzung durch Biden, setzt nun auch die Verstorbenenwelt auf einen weitestgehend gleichen Kurs wie in der Vergangenheit, jedoch mit dem ein oder anderen unterschiedlichen Akzent. Dennoch: Mit einem Pr\u00e4sidenten Roosevelt, der zudem \u00fcber eine stabile Mehrheit verf\u00fcgt, l\u00e4sst sich definitiv gut verhandeln und politische Prozesse auf den Weg bringen. Und die werden dringend gebraucht, wie der vor wenigen Wochen stattgefundene Weltenbundgipfel in der Roboterwelt gezeigt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Franklin D. Roosevelt neuer Verstorbenenpr\u00e4sident mit Erdrutschsieg &#8211; King feiert \u00dcberraschungserfolg<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Vorl\u00e4ufiges amtliches Endergebnis:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Konservative Partei der Toten (A. Lincoln):\u00a0<\/strong>22,9%<\/p>\n<p><strong>Demokratiebewegung der Antike (M. T. Cicero):\u00a0<\/strong>24,4%<\/p>\n<p><strong>Liberale Verstorbenenpartei (F. D. Roosevelt):\u00a0<\/strong>27,4%<\/p>\n<p><strong>Basisdemokratische Moderne Totenpartei (N. Mandela):\u00a0<\/strong>7,7%<\/p>\n<p><strong>Mittelalterliche Partei f\u00fcr Tod und Ableben (W. d. Eroberer):<\/strong> 6,5%<\/p>\n<p><strong>Friedenspartei der friedlichen Toten (M. L. King):<\/strong> 8,5%<\/p>\n<p><strong>Andere:\u00a0<\/strong>2,6%<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Franklin D. Roosevelt hei\u00dft der neue Pr\u00e4sident der Verstorbenenwelt. Er setzte sich nach den Hochrechnungen und dem daraus resultierenden vorl\u00e4ufigen Endergebnis \u00fcberraschend deutlich gegen seine \u00e4rgsten Konkurrenten Abraham Lincoln von der bisher regierenden KPT und Marcus Tullius Cicero vom Oppositionsf\u00fchrer DDA durch. Roosevelt, zu Lebzeiten einer der bedeutendsten US-Pr\u00e4sidenten auf der Erde, war unter dem bisherigen Pr\u00e4sidenten Churchill bereits Au\u00dfenminister der Verstorbenenwelt und innerhalb der Welt sowie interuniversell allgemein gesch\u00e4tzt und beliebt. Seine Karriere auf der Verstorbenenwelt begann 1874 als B\u00fcrgermeister von Merw, der Hauptstadt der Provinz Rhodesien, f\u00fchrte ihn 1892 schlie\u00dflich nach Carthago und 1904 zum Parteivorsitzenden der LVP. F\u00fcr seine Partei, die das erste Mal seit fast vierzig Jahren wieder einen Pr\u00e4sidenten auf der Verstorbenenwelt stellt, damals war es Neville Chamberlain, ist es ebenfalls ein absoluter Feiertag, zumal nie so recht jemand an den Erfolg glauben wollte, vor allem weil das Rennen ungemein spannend war.<\/p>\n<p>Am Wahlabend, als die ersten Ergebnisse pr\u00e4sentiert wurden, wurde bereits klar, dass die bisherige gr\u00f6\u00dfte Partei, die KPT mit ihrem Spitzenkandidaten Lincoln die Mehrzahl der Stimmen verpassen w\u00fcrde, zu abgeschlagen lag sie dort bereits auf Rang drei der Hochrechnungen. Also zeichnete sich ein Zweikampf zwischen DDA-Kandidat Cicero und LVP-Kandidat Roosevelt ab, welcher bis zur drittletzten Hochrechnung innerhalb eines halben Prozentpunktes gef\u00fchrt wurde. Dann jedoch setzte sich Roosevelt nach dem Eingang weiterer Stimmen schlie\u00dflich von seinem Konkurrenten ab und holte am Ende \u00fcberragende 27,4% der Stimmen, womit von einem Erdrutschsieg gesprochen werden darf, da Umfragen FDR und seine Partei bei etwa 20% gesehen hatten. Roosevelt trat nach Bekanntwerden des Ergebnisses vor seine Anh\u00e4nger und sprach in seiner Siegesrede davon, die bisherige Politik unter anderen Akzenten fortf\u00fchren zu wollen. Als Au\u00dfenminister w\u00fcrde er zwar viele Dinge, die die Vorg\u00e4ngerregierung unter KPT-F\u00fchrung realisiert habe unterst\u00fctzen, aber eben nicht alle. Was genau er damit meinte, blieb zun\u00e4chst offen, wird sich in den n\u00e4chsten Tagen wohl aber kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der f\u00fcr die Lieben Welt wichtigen Au\u00dfenpolitik ist FDR, wie er abgek\u00fcrzt h\u00e4ufig genannt wird, sicherlich der Gl\u00fccksfall. Er und Au\u00dfendromorniss Rems verstehen sich blendend, ebenso auch Weltkaiser Apfulkrax. Roosevelt setzt auf starke Handelsbeziehungen mit allen Welten, will auch die Beziehungen zur Erde ab dem Januar, wenn der neue Erderepr\u00e4sentant Biden in den Weltenbund eingef\u00fchrt wird, auch mit dieser die etwas zum Erliegen gekommenen Beziehungen wieder auffrischen. Insgesamt steht er f\u00fcr eine st\u00e4rkere Sozialpolitik als sein Vorg\u00e4nger Churchill und bem\u00fcht sich um eine Normalisierung im Verh\u00e4ltnis zur B\u00f6sen Welt, was er jedoch stets an das unwahrscheinliche Szenario einer Abdankung Sorors und des Phantoms dort kn\u00fcpft. Inwiefern er seine Ziele durchsetzen kann, wird sich in den nun anstehenden Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen zeigen. Allgemein wird eine Fortf\u00fchrung der bisherigen Regierung, nur diesmal eben mit umgekehrter Rollenverteilung zwischen KPT und LVP, erwartet. So ist es allemal wahrscheinlich, dass KPT-Spitzenkandidat Lincoln als Nachfolger Roosevelts Au\u00dfenminister wird.<\/p>\n<p>Die anderen Parteien hingegen mussten herbe Niederlagen einstecken, mit einer \u00fcberraschenden Ausnahme. W\u00e4hrend die DDA es verpasste, st\u00e4rkste Kraft zu werden, und Spitzenkandidat Cicero noch am Wahlabend seinen R\u00fcckzug aus der Parteispitze verk\u00fcndete, traf es die beiden kleinsten Parteien aus dem Carthagoer Parlament noch schlimmer. Die BMT, immer als m\u00f6glicher Koalitionspartner der DDA im Falle eines Wahlsieges genannt, holte mit Spitzenkandidat Mandela gerade einmal 7,5%, obwohl Umfragen bis knapp 12% vorhergesagt hatten. Noch schlimmer traf es die MPTA mit Wilhelm dem Eroberer an der Spitze, die mit 6,5% gerade so den Sprung ins Parlament schaffte. Die niedrigen Zahlen hatten jedoch auch einen Grund: Die FFT mit Spitzenkandidat Martin Luther King, bisher nicht im Parlament vertreten, schaffte aus dem Stand 8,5% und ist fortan vollkommen \u00fcberraschend vierst\u00e4rkste Kraft im Carthagoer Abgeordnetenhaus. King sprach am Abend vor jubelnden Anh\u00e4ngern und versprach, eine unbequeme Oppositionspartei sein zu wollen, die ihre eigenen Ideen jedoch auch umsetzen wolle, so gut es ginge.<\/p>\n<p>Experten und Wahlbeobachter deuten das Ergebnis vor allem nochmal als Best\u00e4tigung des politischen Kurses von Langzeitpr\u00e4sident Winston Churchill, der seinem Nachfolger noch auf der Wahlparty am Abend gratulierte. Vor allem Roosevelts Pers\u00f6nlichkeit und seine Kompetenz h\u00e4tten ihm den Wahlsieg beschert, so Egon Erwin Kisch von der Zentrale f\u00fcr Wahlforschung in Carthago. Zudem h\u00e4tte die Partei von Martin Luther King den anderen kleineren Parteien so viel Wasser abgegraben, dass sie, auch im Falle eines Sieges der DDA gar nicht ausreichend Stimmen zur Erreichung der Mehrheit gehabt h\u00e4tten. Insgesamt sei, vor allem mit dem schlechten Abschneiden der MPTA, zu beobachten, dass sich die W\u00e4hler in der Verstorbenenwelt nicht nur eine einigerma\u00dfen moderne Regierung w\u00fcnschten, sondern antike oder mittelalterliche Politikstile mehr und mehr ablehnen w\u00fcrden, was nat\u00fcrlich aufgrund der Bev\u00f6lkerungsentwicklung zustande kommt.<\/p>\n<p>Insgesamt d\u00fcrfte der Monat November interuniversell als ein guter Monat in die Geschichtsb\u00fccher eingehen. Nach der Abwahl des als Querulanten und Sturkopfs wahrgenommenen Erderepr\u00e4sentanten Trump und seine Ersetzung durch Biden, setzt nun auch die Verstorbenenwelt auf einen weitestgehend gleichen Kurs wie in der Vergangenheit, jedoch mit dem ein oder anderen unterschiedlichen Akzent. Dennoch: Mit einem Pr\u00e4sidenten Roosevelt, der zudem \u00fcber eine stabile Mehrheit verf\u00fcgt, l\u00e4sst sich definitiv gut verhandeln und politische Prozesse auf den Weg bringen. Und die werden dringend gebraucht, wie der vor wenigen Wochen stattgefundene Weltenbundgipfel in der Roboterwelt gezeigt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Joe Biden nach H\u00e4ngepartie neuer Erde-Repr\u00e4sentant &#8211; Doch Diskussionen bleiben<\/strong><\/p>\n<p>Mit viel Spannung war vergangene Woche die Wahl in der wichtigsten Demokratie und Volkswirtschaft der Erde, den Vereinigten Staaten von Amerika oder kurz USA, erwartet worden. Amtsinhaber Donald Trump unterlag letztendlich seinem Herausforderer Joe Biden, es dauerte jedoch \u00fcber eine halbe Woche, bis die Stimmen ausgez\u00e4hlt waren. Trump will die Wahl seines Kontrahenten nicht anerkennen, national und international wurde Biden jedoch bereits am Samstag als Sieger anerkannt. Auch interuniversell gab es Gratulationen an Biden, der eine beschwichtigende Siegesrede hielt und sein zerrissenes Heimatland wieder vereinen will. Bis er jedoch offiziell der Pr\u00e4sident der USA und damit der Repr\u00e4sentant der Erde wird, wird es noch ein langwieriger Prozess. Donald Trump hat bereits zig Klagen eingereicht und will auf juristische Weise den Sieg noch an sich bringen. Jedoch besteht laut Wahlbeobachtern kein Anlass f\u00fcr ein Einschreiten der Justiz, es habe keine Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten bei der Stimmenausz\u00e4hlung gegeben. Am Wahlausgang an sich d\u00fcrfte sich also derweil nichts \u00e4ndern und beim n\u00e4chsten Weltenbundtreffen wird Joe Biden die Erde vertreten.<\/p>\n<p>Es war die l\u00e4ngste Wahl aller Zeiten in den USA. Bereits im Jahr 1800 unserer Zeitrechnung (2000 auf der Erde) hatte es eine schwierige Gemengelage bei der Ausz\u00e4hlung gegeben, am Ende entschied eine Nachz\u00e4hlung zugunsten von George W. Bush, der seinerzeit gewann. Diesmal war es zwar \u00e4hnlich langwierig, jedoch wohl nicht so knapp wie vor 20 Jahren. Biden war als Favorit ins Rennen gegangen, viele erwarteten einen teilweise deutlichen Sieg des 77-j\u00e4hrigen Demokraten \u00fcber den Republikaner Trump. Jedoch hatte man auch vor vier Jahren Trump wenig Chancen zugerechnet und dieser hatte dann \u00fcberraschend klar triumphiert. Und die Vorhersagen t\u00e4uschten sich erneut. Da in den USA ,wie in Meadowhouse auch, das Staatsoberhaupt mittels einer indirekten Wahl \u00fcber Wahlleute bestimmt wird, war es f\u00fcr die beiden Konkurrenten enorm wichtig, die tendenziell eher unentschiedenen Teile des Landes, die sogenannten &#8222;Swing States&#8220; f\u00fcr sich zu entscheiden. Dort wird mal republikanisch, mal demokratisch gew\u00e4hlt, w\u00e4hrend in anderen US-Bundesstaaten h\u00e4ufig eine Partei f\u00fcr Jahrzehnte die Oberhand beh\u00e4lt. Biden ging im Rennen um die 270 Wahlleute zun\u00e4chst in F\u00fchrung, sp\u00e4testens jedoch als Trump sich den Swing State Florida unter den Nagel rei\u00dfen konnte, war ein enges Rennen vorprogrammiert. Viele rechneten jetzt sogar mit einer weiteren Amtszeit des Pr\u00e4sidenten, doch wendete sich Blatt wieder. In vielen wichtigen Bundesstaaten, namentlich Pennsylvania, Georgia, North Carolina, Arizona oder Nevada, stockte die Ausz\u00e4hlung w\u00e4hrend Trump in F\u00fchrung lag. Dieser forderte, man solle die Ausz\u00e4hlung stoppen, was einer Unterwanderung des Rechtsstaates und einem Aush\u00f6hlen der Demokratie gleichk\u00e4me. Biden mahnte zur Geduld und forderte seinerseits, es m\u00fcssten alle Stimmen gez\u00e4hlt werden. Noch am selben Tag entschied Biden die Staaten Michigan und Wisconsin f\u00fcr sich, die zusammen 26 Wahlleute stellen. Diese beiden Staaten hatte vier Jahre zuvor noch Trump gewonnen und ab diesem Zeitpunkt waren die W\u00fcrfel eigentlich schon gefallen. Da die Demokraten besonders bei den Briefw\u00e4hlern stark sind und diese Stimmen als letzte ausgez\u00e4hlt wurden, schmolz auch der zun\u00e4chst teilweise gro\u00dfe Vorsprung Trumps in den restlichen Staaten mehr und mehr dahin. Doch st\u00e4ndige Ausz\u00e4hlungsstopps, angek\u00fcndigte Einspr\u00fcche und Gerichtsverfahren verz\u00f6gerten ein Ergebnis immer mehr. Und dann, als jeder bereits genervt schien vom Thema US-Wahl, verk\u00fcndeten die ersten Fernsehsender, dass Biden im Bundesstaat Pennsylvania gewonnen hatte &#8211; auch diesen hatte Trump vor vier Jahren holen k\u00f6nnen &#8211; und damit die magische Marke von 270 Wahlleuten \u00fcberschritten hatte. Somit wurde er zu 46. Pr\u00e4sidenten der Vereinigten Staaten von Amerika und damit auch zum 46. Repr\u00e4sentanten der Erde im Weltenbund. Donald Trump, der sich noch am ersten Abend v\u00f6llig verfr\u00fcht selbst zum Wahlsieger erkl\u00e4rt hatte, k\u00fcndigte an, er wolle Bidens Sieg nicht anerkennen und das Ergebnis gerichtlich anfechten. Dem fr\u00fcheren Entertainer und Gesch\u00e4ftsmann hatte man einiges zugetraut, dass er jedoch in reinster Autokraten-Manier von Wahlbetrug sprach, ohne daf\u00fcr jegliche Beweise zu haben, und seine Niederlage nicht eingestand, schockierte dann jedoch auch die gr\u00f6\u00dften Pessimisten. Seine Chancen auf einen juristischen Erfolg stehen derweil gering, zudem fehlen inzwischen die finanziellen Mittel und auch sein R\u00fcckhalt bei den Republikanern schwindet, viele seiner Parteifreunde hatten Biden bereits da zum Sieg gratuliert. Trump wird sich wehren, am Ende wird er das Wei\u00dfe Haus, die Pr\u00e4sidentenresidenz, jedoch unweigerlich r\u00e4umen m\u00fcssen. Er wird wohl als einer, wenn nicht sogar der schlechteste Pr\u00e4sident aller Zeiten in die Geschichte eingehen.<\/p>\n<p>Die Reaktionen auf der Erde waren gr\u00f6\u00dftenteils sehr erfreut. Wichtige andere Staaten wie Frankreich oder Deutschland zeigten sich optimistisch, dass die zuletzt sehr angeschlagenen Beziehungen mit der wichtigsten Volkswirtschaft der Erde nun wieder Besserung erleben w\u00fcrden. Einzig autokratisch oder rechtspopulistisch gef\u00fchrte Staaten bedauerten das Ergebnis und schlossen sich Trumps haltloser Behauptung des Wahlbetrugs an. Interuniversell hielt man die Erleichterung \u00fcber den Machtwechsel auf der Erde kaum zur\u00fcck. Nachdem vor einigen Wochen das letzte Treffen des Weltenbunds stattgefunden hatte und Trump dort einen mindestens sonderbaren Auftritt hingelegt hatte, kam die ganze Abneigung des bisherigen Erde-Repr\u00e4sentanten im Sonnensystem so offen zutage, wie noch nie vorher. Sein Umgang mit der Viruspandemie, die auf der Erde seit Anfang des Jahres vorherrscht, seine Klimapolitik, seine spaltende Rhetorik und der erschreckend r\u00fccksichtlose Umgang mit den Minderheiten in seinem Heimatland, die zu gro\u00dfen Protesten, beispielsweise der Schwarzen, gef\u00fchrt hatten, machten Donald Trump beim Weltenbund zum wohl unbeliebtesten und am wenig respektiertesten Erde-Repr\u00e4sentanten. Dass seine Regentschaft nach vier Jahren nun wieder vorbei ist, bedauerte kaum jemand aus den anderen Weltenregierungen. Auch nicht aus unserer Weltregierung. Weltkaiser Apfulkrax begr\u00fc\u00dfte das Ergebnis ausdr\u00fccklich: &#8222;Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Joe Biden und ich gratuliere ihm im Namen der Lieben Welt zu seinem Wahlsieg. Dass die Ausz\u00e4hlungen so lange andauerten hat sich am Ende gelohnt. Es hat sich gezeigt, dass am Ende die Vernunft gesiegt hat und wir sind sehr optimistisch, dass wir nun mit der Erde wieder einen echten Verb\u00fcndeten in unseren Reihen begr\u00fc\u00dfen d\u00fcrfen.&#8220; Diese Aussage sprach B\u00e4nde \u00fcber das Verh\u00e4ltnis zur Erde in den letzten Jahren. Hatte sich Apfulkrax 1816 noch abwartend gegen\u00fcber Trump gezeigt, der bereits damals wenig Kredit genoss, wurde er immer mehr zum Anf\u00fchrer der Kritiker. &#8222;Das einzige, was Trump im Kopf hat ist Trump&#8220;, soll der Weltkaiser mal in einer Dromornissenkonferenz gesagt haben. Mit Biden erhoffe man sich wieder ein Miteinander, anstatt ein dauerndes Gegeneinander. Auch aus den anderen Welten h\u00f6rte man durchweg Positives zur Wahl. &#8222;Unser Wunschkandidat hat gesiegt&#8220;, sagte zum Beispiel Baumhauspr\u00e4sident Exaquantus. &#8222;Wir erwarten, dass wir nun wieder zusammen anstatt gegeneinander arbeiten k\u00f6nnen und dass wir produktiv an den L\u00f6sungen interuniverseller Probleme arbeiten k\u00f6nnen.&#8220; Auch Geisterpr\u00e4sident Ghoston freute sich \u00fcber Bidens Wahl: &#8222;Die Art und Weise, wie Trump jetzt mit Dreck um sich wirft, zeigt, dass er einzig und allein an sich selbst denkt. Wir aber brauchen jemanden, der auf andere Welten zugeht, anstatt sie zu diskreditieren. Wir sind Verb\u00fcndete und hoffen, dass man das jetzt auch wieder sp\u00fcrt.&#8220; Der wichtigste Partner der Erde, die Verstorbenenwelt, gratulierte Biden zu seinem Sieg, \u00e4u\u00dferte sich jedoch &#8211; vermutlich aus taktischen Gr\u00fcnden &#8211; nicht so negativ \u00fcber Trump wie die restlichen Planeten. \u00dcbergangspr\u00e4sident Lloyd George versprach Biden, eine &#8222;sehr konstruktive und von Respekt gezeichnete Zusammenarbeit.&#8220; In der Verstorbenenwelt stehen am 27. November die Wahlen an. Dort zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Abraham Lincoln, Marcus Tullius Cicero und Franklin D. Roosevelt ab. Sollte entweder Lincoln oder Roosevelt die Wahl gewinnen, w\u00fcrde dies eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Erde und Verstorbenenwelt garantieren, da sowohl Lincoln als auch Roosevelt zu Lebzeiten auf der Erde US-Pr\u00e4sidenten waren. Kreise der anderen Weltenoberh\u00e4upter und auch andere L\u00e4nder der Erde bef\u00fcrchten dann jedoch eine zu stark von den Einzelinteressen der USA gepr\u00e4gte Zusammenarbeit. Mit dem als ruhigen und sachlichen Vertreter Joe Biden jedoch k\u00f6nnte sich diese Bef\u00fcrchtung am Ende als unbegr\u00fcndet erweisen.<\/p>\n<p>Aus Tannazien und der Roboterwelt kamen ebenfalls Gl\u00fcckw\u00fcnsche an Biden. Auch von dort wurde Trumps Verhalten scharf kritisiert und man betonte, dass man sich Sanktionen vorbehalten w\u00fcrde, sollte Trump es durch dubiose Machenschaften doch noch schaffen, an der Macht zu bleiben. Diese M\u00f6glichkeit scheint jedoch sehr gering zu sein, da sich die Demokratie in den USA als wehrhafter erwiesen hat, als von Experten bef\u00fcrchtet. Die Roboterwelt erneuerte bereits ihr Angebot zu einer kooperativen Arbeit am Problem des Klimawandels auf der Erde und die ebenfalls von einer Klimakrise betroffene Welt Tannazien sendete das Signal an die Erde aus, man wolle versuchen, voneinander zu lernen. Ein Satz, der bei Trump wohl auf taube Ohren gesto\u00dfen w\u00e4re. So wird sich zeigen, was ein Erde-Repr\u00e4sentant Joe Biden beim n\u00e4chsten Weltenbund-Treffen im kommenden Fr\u00fchling einzubringen hat. Man wird ihn dort nach den traumatischen Erfahrungen mit dem M\u00f6chtergen-Autokraten Trump mit offenen Armen empfangen. Jedoch hie\u00df es aus der Erde bereits, er w\u00e4re nur deshalb so beliebt, weil er nicht Trump ist. Doch sogar das scheint ihn als Erde-Repr\u00e4sentanten derzeit zu qualifizieren.<\/p>\n<p>(Bildquelle: https:\/\/www.phoenix.de\/sendungen\/dokumentationen\/das-weisse-haus&#8212;hinter-den-kulissen-a-438723.html ; ap\/Susan Walsh)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ereignisreiches Wochenende f\u00fcr Palaces Monda &#8211; Weltenbundtreffen und Weichenstellung f\u00fcr die Zukunft<\/strong><\/p>\n<p>Weltherrscher Lieber Apfulkrax und seine Dromornissenschaft hatten an diesem Wochenende wohl die arbeitsreichste Zeit in diesem Jahr. Zun\u00e4chst stand am Freitag das Treffen des Weltenbundes in der Roboterwelt an, am Samstag wurde dann im Palaces Monda \u00fcber die Zukunft der Lieben Welt debattiert. Beim Treffen des Weltenbundes ging es um B\u00fcndnisse untereinander, bi- wie multilateral, um den Umgang mit der B\u00f6sen Welt und deren Innenpolitik, sowie um die anstehenden Wahlen in den einzelnen Welten. Zur\u00fcck im Palaces Monda wurden dann weitere Schritte in der Sicherheits-, Entwicklungs- und Wirtschaftspolitik geplant und er\u00f6rtert.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst flogen Apfulkrax und die Dromornisse per Raumschiff auf die Roboterwelt, um in der Hauptstadt Capitol-Robot beim Treffen des Weltenbunds teilzunehmen. F\u00fcr die Liebe Welt-Regierung war dies ein sehr wichtiges Treffen, da besonders Wirtschaftsdromorniss Velka Fatra ein B\u00fcndnis mit dem Gastgeber in der Forschung und Entwicklung der K\u00fcnstlichen Intelligenz anstrebt. Dabei geht es um mehrere Billionen Schillinge. Aber nicht nur das wurde in Capitol-Robot, der 20-Millionen-Einwohner-Metropole im Norden der Roboterwelt, besprochen. Zun\u00e4chst debattierten die Regierungen \u00fcber die Erde. F\u00fcr Erde-Repr\u00e4sentant Donald Trump k\u00f6nnte es die letzte Teilnahme an einem Treffen des Weltenbundes gewesen sein. Am 4. November steht in seinem Heimatland USA auf der Erde die Pr\u00e4sidentschaftswahl an und laut Prognose w\u00fcrde er gegen Herausforderer Joe Biden verlieren. Trumps Teilnahme stand bis vor wenigen Wochen noch auf wackeligen Beinen, da er sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, was die Erde seit Anfang des Jahres in Atem h\u00e4lt. Das war auch das beherrschende Thema, als es um die Erde ging. Deren durch das Virus angeschlagene Wirtschaft soll wieder in Gang gebracht werden, zumal ein Ende der Pandemie nicht in Sicht ist. Ebenso erhoffte sich Trump Hilfe bei der Entwicklung eines Impfstoffs. Gerade die technisch herausragend ausgestattete Roboterwelt adressierte der Erde-Repr\u00e4sentant in seiner Rede. Er selbst habe das Virus &#8222;besiegt&#8220;, jedoch g\u00e4be es immer noch zu viele Todesf\u00e4lle, gerade in seinem Heimatland. Roboterpr\u00e4sident Kunibert Knirtscha bezeichnete Trump als &#8222;die Hoffnung&#8220;, nebenbei sei er &#8222;ein gro\u00dfartiger Mensch&#8220;. Dass dies im einige Lacher einbrachte, \u00fcberging der streitbare 74-J\u00e4hrige einfach. Knirtscha sicherte Trump daraufhin &#8222;volle Unterst\u00fctzung&#8220; zu, allerdings konnte man aus seinem Statement heraush\u00f6ren, dass die Roboterwelt sich die Hilfe wohl einiges kosten lassen w\u00fcrde, da man hier g\u00e4nzlich altruistisch handeln w\u00fcrde, da Roboter bekannterma\u00dfen h\u00f6chstens von Computerviren befallen werden k\u00f6nnen. Dass man aber dennoch einen Impfstoff gegen das grippe\u00e4hnliche Virus auf der Roboterwelt finden k\u00f6nne, hielt Knirtscha durchaus f\u00fcr m\u00f6glich. Jedoch werde man zun\u00e4chst vornehmlich auf Unterst\u00fctzung vor Ort setzen, beispielsweise in Form von Experten aus der Roboterwelt oder von F\u00f6rdergeldern, auch f\u00fcr die Wirtschaft. Anschlie\u00dfend ging es auch um die anstehende Wahl, bei der Trump laut Prognosen weit hinter seinem Herausforderer liegt. Trump wies darauf hin, dass bei seiner Wahl vor vier Jahren ebenfalls alle Umfragen gegen ihn ausfielen und er am Ende triumphierte. Er wolle auch im Falle einer Wiederwahl wenig an seiner Politik \u00e4ndern, man habe einen &#8222;gro\u00dfartigen Job&#8220; erledigt. Herausforderer Biden w\u00fcrde unterst\u00fctzt von linksradikalen Kr\u00e4ften, von ihm k\u00f6nne man &#8222;kaum etwas Vern\u00fcnftiges&#8220; erwarten. Diese Aussage sorgten bei den anderen Weltenherrschern f\u00fcr erhebliches Stirnrunzeln. Man w\u00e4re wohl nicht b\u00f6se, wenn ab kommendem Jahr jemand anderes beim Weltenbund erscheint.<\/p>\n<p>Der Gastgeber w\u00e4hlt im kommendem Jahr. Kunibert Knirtscha wird gleich von drei Gegenkandidaten herausgefordert, er h\u00e4lt das Amt des Roboterpr\u00e4sidenten nun auch schon seit 1810 inne. Dennoch liegt Knirtscha in den Umfragen vorne. Er will seine konservative Politik fortf\u00fchren, die die Roboterwelt aus dem hinteren Winkel des Weltenbundes direkt ins Zentrum des politischen Geschehens bef\u00f6rdert hat. Dar\u00fcber hinaus ging es auch um das angestrebte B\u00fcndnis in Sachen K\u00fcnstliche Intelligenz mit der Lieben Welt. Die Liebe Welt-Regierung will im Gegenzug zur F\u00f6rderung der KI auf der Lieben Welt durch Roboter-Experten und -Ressourcen Mittel zur Herstellung einer kulturellen Vielfalt und zur F\u00f6rderung der Natur- und Umweltentwicklung auf der landschaftlich eher kargen Roboterwelt. Zudem kommt nat\u00fcrlich ein gigantisches Finanzpaket aus der Lieben Welt. F\u00fcr diese Zusammenarbeit w\u00e4re eine Wiederwahl Knirtschas im kommenden April g\u00fcnstig, da zwei der drei Gegenkandidaten gegen dieses B\u00fcndnis sind. Lieber Weltherrscher Apfulkrax machte klar, dass es f\u00fcr beide Seiten ein wichtiger Fortschritt in der interuniversellen Zusammenarbeit sei. Er hoffe inst\u00e4ndig auf eine Wiederwahl Knirtschas. Auch die Zusammenarbeit der anderen Welten stand im Fokus. Tannazien braucht angesichts einer Klimakrise dringend Hilfe &#8211; ein Punkt, den man auch von Erde-Repr\u00e4sentant Trump erwartet h\u00e4tte &#8211; und sicherte sich die Unterst\u00fctzung aller anderen Welten, au\u00dfer der Erde, die aktuell mit genug eigenen Problemen zu k\u00e4mpfen hat. Diese Unterst\u00fctzung soll in Form von neuen Technologien zur klimaneutralen Ressourcengewinnung und Energieverbrauch kommen. Die Liebe Welt liefert gro\u00dfe Mengen Acetylquartoridnomel an Tannazien aus, die Roboterwelt neuartige Katalysatoren. Auch Donald Trump waren solche Angebote gemacht worden, er verwies jedoch auf seine &#8222;gro\u00dfartige Arbeit im Kampf gegen das Wetter auf der Erde&#8220;. Den Begriff &#8222;Klimawandel&#8220; vermied er ausdr\u00fccklich. Anders Tannaziens Pr\u00e4sident Leonardo Cromagnon. &#8222;Wir haben extreme Probleme aktuell. Da wir viele Dinosaurier auf unserem Planeten haben und andere Lebensformen, die ein warmes Klima ben\u00f6tigen, ist der aktuelle Klimawandel sehr verheerend.&#8220; Anders als auf der Erde k\u00fchlt sich die Atmosph\u00e4re Tannaziens mehr und mehr ab, die Verwendung von Antriebstoffen wie Kobalts\u00e4ure und Meteoritensteinchen dunkelt die Atmosph\u00e4re ab und verringert somit die Sonneneinstrahlung. Insbesondere in ACQRM (Acetylquartoridnomel) setzt Cromagnon gro\u00dfe Hoffnungen. Seine Amtszeit l\u00e4uft noch bis 1823, er war 1818 knapp wiedergew\u00e4hlt worden.<\/p>\n<p>Dagegen hat die Geisterwelt aktuell wenig Sorgen. Sie hofft vor allem auf die Intensivierung der interuniversellen Zusammenarbeit, ebenso wie die Liebe Welt. Geisterherrscher Sir Henry Ghoston strebt daher ein gro\u00dfes Projekt an, was zum Hauptthema des diesj\u00e4hrigen Weltenbund-Treffens avancierte. Der Umgang mit der B\u00f6sen Welt. Ghoston merkte an, dass es in den letzten Monaten immer wieder zu Insiderberichten \u00fcber das repressive Regime aus RBP und MMS gekommen sei. \u00dcber eine Polizeiwelt wurde dort berichtet, \u00fcber ethnische S\u00e4uberungen und \u00fcber einen gigantisch aufgebl\u00e4hten \u00dcberwachungsapparat, mit dem Soror Uckmanor und das Phantom die B\u00f6se Welt-Bev\u00f6lkerung \u00fcberwachen lassen. &#8222;Dort herrscht ein Terrorregime, schlimmer als wir eines auf eine der unseren Welten haben&#8220;, erkl\u00e4rte Ghoston in seinem Pl\u00e4doyer. &#8222;Deshalb ist es so wichtig, den Kontakt zur B\u00f6sen Welt intensivieren und wenn m\u00f6glich, auch wieder Handelsbeziehungen aufzubauen.&#8220; Und er stellte eine steile These auf: &#8222;Vielleicht war es damals nicht die richtige Entscheidung von uns, die B\u00f6se Welt aus dem Weltenbund auszuschlie\u00dfen. Wir haben ihnen damit die M\u00f6glichkeit gegeben, ohne jede Gegenstimme ein solches Regime aufzubauen.&#8220; Diese Haltung stie\u00df auf geteilte Meinung, gerade aus der Verstorbenenwelt kam scharfer Protest. \u00dcbergangspr\u00e4sident David Lloyd George mahnte und erinnerte an die vielen Verbrechen derer sich die B\u00f6se Welt schuldig gemacht habe und die in der Festsetzung der Verstorbenen-Regierung gipfelten. Unter anderem dessen war Winston Churchill Anfang des Jahres von seinem Amt als Verstorbenenpr\u00e4sident zur\u00fcckgetreten, da er immer noch mit den Folgen zu k\u00e4mpfen habe. &#8222;Wir haben damals konsequent gehandelt, weil wir es mussten&#8220;, begr\u00fcndete George seine Ansichten. Auch die Baumhauswelt unter Sonnanus Exaquantus zeigte sich gegen\u00fcber solchen Pl\u00e4nen eher zur\u00fcckhaltend. Man wolle zun\u00e4chst bessere Informationsgewinnung aus der B\u00f6sen Welt schaffen, um zu wissen, worauf man sich da einlasse. &#8222;Die B\u00f6se Welt ist ein potentieller Verhandlungspartner, der mit Vorsicht zu genie\u00dfen ist. Bevor wir mit so einem Regime Gesch\u00e4fte aufnehmen, muss ganz klar sein, wof\u00fcr spezielle Lieferungen dort verwendet werden k\u00f6nnten&#8220;, mahnte Exaquantus. Zudem m\u00fcsse man dazu auch noch Fragen der Ethik kl\u00e4ren, was nicht au\u00dfer Acht zu lassen sei. Der Liebe Apfulkrax, sonst eher f\u00fcr eine harte Haltung gegen\u00fcber der B\u00f6sen Welt bekannt, zeigte sich \u00fcberraschend offen gegen\u00fcber einem \u00d6ffnen hin zur B\u00f6sen Welt: &#8222;Diese Welt ist einfach zu nah an uns, dass wir sie ignorieren k\u00f6nnten. Allein aus Selbstschutz sollten wir uns f\u00fcr Gespr\u00e4che offen zeigen. Ob sie am Ende sogar zu Handelsbeziehungen f\u00fchren, muss man dann schauen.&#8220; Humanit\u00e4re Hilfen schloss Apfulkrax jedoch aus: &#8222;Wir haben dies f\u00fcr uns ganz klar ausgeschlossen. Wir haben dies in der Phase, als viele B\u00f6se Raumschiffe mit Fl\u00fcchtlingen auf anderen Welten landen, getan und wenn man Insidern und Agenten glaubt, sind sie immer in die falschen H\u00e4nde geraten. Man muss die Situation dort durch andere Ma\u00dfnahmen verbessern.&#8220; Am Ende einigte man sich auf den Versuch, die B\u00f6se Welt beim n\u00e4chsten Weltenbund-Treffen im kommenden Jahr zuzuschalten und \u00fcber die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zu diskutieren. Am Ende sagte jedoch auch der Liebe Apfulkrax: &#8222;Die B\u00f6se Bev\u00f6lkerung, die jetzt scheinbar heftigst unterdr\u00fcckt wird, war uns in den Jahren vorher auch nicht unbedingt wohlgesonnen. Es kostet mich einige \u00dcberwindung, diesen Schritt jetzt zu tun.&#8220;<\/p>\n<p>Als die Liebe Welt-Regierung am Samstag dann zur\u00fcckflog in die Liebe Welt und nach Wiesenhausen, ging es sofort weiter in der Planung der Geschehnisse. Diesmal ging es um die Geschehnisse auf der Lieben Welt. Wichtige Themen in der Entwicklungs-, der Wirtschafts- und der Sicherheitspolitik standen auf der Tagesordnung im Palaces Monda. In den Fragen der Sicherheitspolitik ging es um die Einstufung der aktuellen Bedrohung der Lieben Welt durch Terror von Innen und Au\u00dfen. Sicherheitsdromorniss Auge gab dazu einen Bericht der Situation ab, in dem er die Bedrohung von Innen aktuell wesentlich h\u00f6her einstuft als die von Au\u00dfen. &#8222;Die Gefahr f\u00fcr die Sicherheit der Lieben Welt wird momentan eher durch radikale Splittergruppen bedroht, die von korrupten Regimen mit Geld und Waffen versorgt werden. Diese Organisationen agieren meist unbemerkt, weil unser Fokus eher auf Abspaltungen von Gruppen wie Slobonja, Shaka oder MMS liegt. Wir sollten unsere Augen \u00f6ffnen f\u00fcr den Terror, der von wenigen Personen ausgeht, die daf\u00fcr aber gut ausgestattet sind&#8220;, schloss Auge seinen Bericht ab. Man wolle dementsprechend mehr f\u00fcr die Arbeit der Geheimdienste im Innern ausgeben, so war auch die Forderung von Auge. Dessen Budget wurde um rund 15 Milliarden Schillinge erh\u00f6ht. Des Weiteren ging es in der Entwicklungspolitik um das Prestigeprojekt &#8222;Treppe 1830&#8220; und dessen Stand der Dinge. Entwicklungsdromorniss Steffen Winter sprach \u00fcber Fortschritte, R\u00fcckschl\u00e4ge und Stagnationen in der Entwicklung. Besonders hervor hob der Entwicklungsdromorniss die Krisenregionen der Lieben Welt wie das Erkietenland, Iranja, Ceratoland und andere Grenzgebiete. Dort habe sich die Lage in den letzten Jahren fast durchweg entspannt, Kriegshandlungen sind nirgendwo mehr an der Tagesordnung und viele Familien bauen sich dort gerade ein neues Zuhause auf. &#8222;Die Hilfsgelder wurden sinnvoll eingesetzt und vervielf\u00e4ltigten sich an Ort und Stelle, sodass man bereits von einer gewissen Stabilit\u00e4t reden kann&#8220;, erkl\u00e4rte Winter. Stagnation g\u00e4be es vorwiegend noch in den Gebieten, in denen entweder unwirtliche Witterungsbedingungen herrschen oder die Regierungen die Liebe Welt-Regierung nicht als federf\u00fchrend in der weltweiten Entwicklungspolitik anerkennen. Dort sieht Winter auch die Gefahr einer gro\u00dfen Fl\u00fcchtlingsbewegung. &#8222;Wir haben auf unserem Planeten teilweise sehr weite Distanzen zu \u00fcberbr\u00fccken. Doch wenn die Zust\u00e4nde in L\u00e4ndern wie Skandavien oder Vestarenien so anhalten, werden sich bald gro\u00dfe Bewegungen auf den Weg machen f\u00fcr ein besseres Leben.&#8220; Laut Winter m\u00fcsse man vor Ort helfen, das ginge aber nur, wenn die Regierungen die Hilfe auch annehmen und ein ernsthaftes Interesse daran zeigen, ihrer Bev\u00f6lkerung ein besseres Leben zu erm\u00f6glichen. Winter kritisierte besonders einige Staatschefs: &#8222;Ich nehme hier gerade Leute wie Otto Lemgir, Eduard Wustov und Friedrich Schaller sehr in die Pflicht und ermahne sie, an den Zust\u00e4nden in ihren L\u00e4ndern etwas zu ver\u00e4ndern. Wir sind da, um zu helfen.&#8220; Tendenziell stehe das gro\u00dfe Ziel der &#8222;Treppe 1830&#8220;, bis zum Jahre 1830 die H\u00e4lfte aller Entwicklungsl\u00e4nder weltweit mindestens zu Schwellenl\u00e4ndern zu machen, aber nicht auf der Kippe. &#8222;Wenn wir die Entwicklung wie bisher vorantreiben und sehr viel investieren, k\u00f6nnen wir das Ziel erreichen.&#8220; Es m\u00fcsse jedoch klar sein, dass dieses Ziel nur ein Etappenziel sein k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt ging es noch um die Wirtschaftspolitik. Velka Fatra will Atlantis und Westparadies dabei helfen, die Pl\u00e4ne der Titanien-Union voranzutreiben und macht entschieden Werbung daf\u00fcr. &#8222;Wir sind auf solche B\u00fcndnisse angewiesen. Andere Welten haben dies l\u00e4ngst und genie\u00dfen dadurch eine beinahe grenzenlose Freiz\u00fcgigkeit innerhalb dieser B\u00fcndnisse. Nicht nur wirtschaftlich sind diese von Bedeutung, auch f\u00fcr den weltweiten Frieden k\u00f6nnen sie einen gro\u00dfen Beitrag leisten&#8220;, betonte Fatra. Daf\u00fcr bekam er Zuspruch, auch Weltherrscher Apfulkrax steht solchen Unionen positiv gegen\u00fcber. Jedoch mahnte auch der Wirtschaftsdromorniss, dass es am Ende in der Hand der einzelnen Staaten l\u00e4ge, sich einer solchen Union anzuschlie\u00dfen. Beachtenswert war, dass Fatra Meadowhouse f\u00fcr dessen klare Forderungen an eine eventuelle Teilnahme an der Titanien-Union scharf kritisierte und mehr Verantwortungs\u00fcbernahme forderte: &#8222;Ein Staat wie Meadowhouse muss sich im Klaren dar\u00fcber sein, welche Verantwortung er in der Welt tr\u00e4gt. Da fehlt mir der Blick f\u00fcr das gro\u00dfe Ganze, die meadowhousische Regierung muss in solchen Sachen sehr viel weltm\u00e4nnischer werden.&#8220; Ansonsten zeigte sich Fatra aber zufrieden mit den Entwicklungen in der Wirtschaft und malte ein positives Bild f\u00fcr die Zukunft: &#8222;Wir steuern guten Zeiten entgegen. Wir sind gerade dabei, die Rezession der letzten Jahre zu \u00fcberwinden, die uns einiges an Kraft gekostet hat und leider auch ihre Opfer, besonders in meinem Heimatland, gefordert hat. Es ist eine gute Zeit, zu investieren und gro\u00dfe Pl\u00e4ne f\u00fcr die Zukunft anzusto\u00dfen. Daher ist das B\u00fcndnis mit der Roboterwelt auch von so gro\u00dfer Bedeutung.&#8220; Die Wirtschaftssozialabgabe wolle er im kommenden Jahr wieder abschaffen &#8211; diese hatte sein Vorg\u00e4nger Wilfried Betz zum 1. Januar 1817 eingef\u00fchrt. Daf\u00fcr hat er l\u00e4ngst nicht die Zustimmung aller Dromornisse, unter anderem Entwicklungsdromorniss Winter ist strikt gegen dieses Vorhaben. Da Apfulkrax jedoch nicht intervenieren wird, allerdings auch seine Bedenken \u00e4u\u00dferte, dass man dem Kapitalismus nicht erneut die Freiheiten wie vor der Rezession geben d\u00fcrfe, wird diese Ma\u00dfnahme 1821 wohl kommen. Finanzdromorniss Knackser unterst\u00fctzt Fatra jedoch hierbei und bildet damit eine kaum auszuschaltende Allianz.<\/p>\n<p>Am Samstagabend wurden all diese Beschl\u00fcsse und Vorhaben der Presse vorgestellt. Es war den Beteiligten anzumerken, dass die vergangenen Tage eine Menge Energie gekostet hatten, dies habe sich jedoch gelohnt, so Apfulkrax. &#8222;Wir wappnen jetzt die Liebe Welt f\u00fcr die Zukunft. Wir arbeiten nun ein Jahr in dieser Konstellation zusammen und m\u00fcssen noch eine Menge an Arbeit erledigen. Mit den getroffenen Ma\u00dfnahmen, innen- wie au\u00dfenpolitisch, sind wir nun auf dem Weg, diese Arbeit in einer konsequenten und zielf\u00fchrenden Art und Weise zu erledigen. Ich bin sehr zufrieden, sowohl mit dem Weltenbund-Treffen, als auch mit der Sitzung im Kranichensaal&#8220;, fasste der Weltherrscher zusammen. Die aktuell recht friedliche Lage auf der Lieben Welt erm\u00f6glicht es der Weltregierung, so schnell und schn\u00f6rkellos an der Zukunft der Lieben Welt zu arbeiten, wie es wohl wenigen vor und nach ihnen verg\u00f6nnt sein wird. Dies muss Ergebnisse bringen. Und auch wenn man nicht mit allen Ma\u00dfnahmen der Lieben Weltregierung auf innen- wie au\u00dfenpolitischer Ebene zufrieden sein muss, ist klar: Das Gef\u00fchl, dass nichts passiert, bekommt man bei dieser Weltregierung garantiert nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wahl in der Verstorbenenwelt: Parteien nominieren Kandidaten<\/strong><\/p>\n<p>Am 27. November finden in der Verstorbenenwelt die vorgezogenen Neuwahlen zum Weltpr\u00e4sidenten statt. Notwendig werden diese aufgrund des vorzeitigen R\u00fccktritts des bisherigen Pr\u00e4sidenten Winston Churchill, der nach den traumatischen Erfahrungen seiner Internierung in der B\u00f6sen Welt im Jahre 1814 sein Amt bereits zum 31. M\u00e4rz diesen Jahres aufgegeben hat. Interimsweise leitet derzeit David Lloyd George, ehemaliger Vize-Pr\u00e4sident unter Churchill, die Amtsgesch\u00e4fte im Pr\u00e4sidentenpalast in Carthago und vertrat seine Welt zuletzt auch auf einem Gipfel mit Geisterpr\u00e4sident Sir Henry Ghoston und Tannazienpr\u00e4sident Leonardo Cromagnon. Dennoch hatte Lloyd George schon vor der \u00dcbernahme der Amtsgesch\u00e4fte klar gemacht, dass er nicht dauerhaft f\u00fcr das Pr\u00e4sidentenamt zur Verf\u00fcgung stehen w\u00fcrde und Neuwahlen noch dieses Jahr, anstatt wie planm\u00e4\u00dfig eigentlich erst n\u00e4chstes Jahr, der beste Weg seien, um das neue Oberhaupt der Verstorbenenwelt zu ermitteln. So begannen bereits kurz nach der Ank\u00fcndigung Churchills, dass er zur\u00fccktreten werde, die Spekulationen, wer die gro\u00dfen Fu\u00dfspuren des immerhin 20 Jahre lang als Pr\u00e4sident regierenden ehemaligen Premierminister des Erdelands Gro\u00dfbritannien ausf\u00fcllen und f\u00fcr die n\u00e4chsten sieben Jahre die Macht \u00fcber rund 20 Milliarden Einwohner auf der Verstorbenenwelt haben sollte.<\/p>\n<p>Da in der Verstorbenenwelt kein stark ausgepr\u00e4gtes Pr\u00e4sidialsystem besteht, wie beispielsweise in der Baumhaus- oder der Geisterwelt, ist es dort n\u00f6tig, dass stabile Koalitionen bestehen, damit der Vorsitzende der jeweiligen Partei, \u00fcblicherweise auch derjenige der am st\u00e4rksten abschneidenden Partei, letztlich zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt werden kann. Die Abstimmung erfolgt in der einzigen Kammer der Verstorbenenwelt, dem Senat, in dem dann eine einfache Mehrheit zur Best\u00e4tigung der geschmiedeten Koalition als Regierung ausreicht. In der aktuellen Legislaturperiode befinden sich f\u00fcnf Parteien im Senat von Carthago: Die Konservative Partei der Toten (KPT), der auch Churchill und Lloyd George angeh\u00f6ren, die Demokratiebewegung der Antike (DDA), die Liberale Verstorbenenpartei (LVP), derzeit Juniorpartner in der Regierung, die Basisdemokratische Moderne Totenpartei (BMT) und die Mittelalterliche Partei f\u00fcr Tod und Ableben (MPTA). Gute Chancen, erstmals ins Parlament einzuziehen hat zudem die Friedenspartei der friedlichen Toten (FFT), womit nach der Wahl Ende November vermutlich sechs Fraktionen im Senat von Carthago vertreten sein werden. In der vergangenen Woche nominierten die letzten beiden Parteien, die BMT und die DDA, schlie\u00dflich ihre Kandidaten, womit es nun die endg\u00fcltige \u00dcbersicht \u00fcber diejenigen Personen gibt, die sich am 27. November zur Wahl stellen werden.<\/p>\n<p>Von der bisherigen Regierungspartei KPT wird, wie allgemein erwartet worden war, Abraham Lincoln ins Rennen geschickt. Der zu Lebzeiten amtierende US-Pr\u00e4sident, der 1768 Verstorbenenwelt-Zeitrechnung, also drei Jahre nach seinem Tod bei einem Attentat, auf die Verstorbenenwelt kam, diente unter Churchill zuletzt als Finanzminister und hat somit bereits sieben Jahre Erfahrung in der Regierung. Zuvor war er ganze 30 Jahre lang Regionalpr\u00e4sident von Seemonien, der Provinz, in der sich die Hauptstadt der Verstorbenenwelt befindet. Lincoln gilt als best\u00e4ndiger Politiker, der die Leitlinien seines Vorg\u00e4ngers Churchill im Wesentlichen fortf\u00fchren d\u00fcrfte. Im Wahlkampf setzt er vor allem auf einen Ausbau der Handelsbeziehungen mit den anderen Welten, auf fortw\u00e4hrende Gleichberechtigung zwischen den verschiedenen Gruppen auf der Verstorbenenwelt und auf eine harte Linie gegen\u00fcber der B\u00f6sen Welt, allerdings nicht ohne Gespr\u00e4chsbereitschaft zu signalisieren. Lincoln sagte diesbez\u00fcglich bei einem Wahlkampfauftritt in der Stadt Troja: &#8222;Was die B\u00f6se Welt gerade uns, und insbesondere unserem ehemaligen Pr\u00e4sidenten angetan hat, ist unverzeihlich. Dennoch ist es im Interesse aller Welten, dass die Kriegs- und Konfliktgefahr, die in den vergangenen Jahren immer wieder latent aufflammt, auf ein absolutes Minimum reduziert werden muss. Allerdings werden wir auch darauf dringen, die Verantwortlichen f\u00fcr die Taten von 1814 auf bestimmte Art und Weise zur Rechenschaft zu ziehen.&#8220; F\u00fcr die Beziehungen zur Lieben Welt w\u00fcrde sich mit der Wahl Lincolns wohl nicht viel \u00e4ndern, da er \u00e4hnliche politische Standpunkte wie sein Vorg\u00e4nge Churchill vertritt, auch wenn Lincoln eher daf\u00fcr bekannt ist, etwas zur\u00fcckhaltender zu agieren, als dies sein Vorg\u00e4nger tat.<\/p>\n<p>Der Kandidat der DDA und als Spitzenkandidat der zweitgr\u00f6\u00dften Partei ebenfalls mit guten Chancen ausgestattet, ist Marcus Tullius Cicero. Der ehemalige Konsul Roms setzte sich im innerparteilichen Machtkampf \u00fcberraschend gegen den Fraktionsvorsitzenden Gaius Julius Caesar durch, dem bisher die gr\u00f6\u00dften Chancen einger\u00e4umt worden waren. Aus Parteikreisen hie\u00df es, dass die Abgeordneten der DDA sich zunehmend von Caesars autorit\u00e4rem Regierungsstil gest\u00f6rt f\u00fchlten und ihm daher die Gefolgschaft verweigerten. Ob Caesar von seinem Amt als Parteichef zur\u00fccktreten wird, gilt noch als unsicher und wird unter anderem vom Ausgang der Wahl Ende November abh\u00e4ngen. Der nun nominierte Kandidat Cicero war nicht zur 163 v. Chr. Verstorbenen-Zeitrechnung Konsul von Rom, sondern sitzt bereits seit knapp 500 Jahren im Senat\u00a0 von Carthago. Dort brachte er zahlreiche Gesetze auf den Weg und sa\u00df dem Senat als Pr\u00e4sident zwischen 1438 und 1462 sogar f\u00fcr 24 Jahre vor. Er gilt als \u00fcberragender Rhetoriker und hat sich durch die Ver\u00f6ffentlichung seiner zahlreichen Reden und auch als Anwalt und Philosoph einen Namen gemacht. Im Wahlkampf setzt er vor allem auf die Wahrung der Demokratie in der Verstorbenenwelt, m\u00f6chte Handelsbeziehungen mit anderen Welten davon abh\u00e4ngig machen, wie sehr diese demokratisch gepr\u00e4gt sind und nur Waren aus Staaten dieser Welten annehmen, die eine demokratische Verfassung haben. Gegen\u00fcber der B\u00f6sen Welt f\u00e4hrt er eine kompromisslose Linie, wonach die Isolation der B\u00f6sen Welt der einzige Weg sei, um diese letztlich zur Vernunft zu bringen, beispielsweise, indem intern Aufst\u00e4nde gegen das Regime von Soror Uckmanor und dem Phantom ausbrechen k\u00f6nnten. Kritiker werfen ihm dabei jedoch eine zu radikale und antiquierte Position hinsichtlich der Absolutheit der Demokratie vor. F\u00fcr die Beziehungen mit der Lieben Welt w\u00e4re eine Wahl Ciceros sicherlich tragbar, wenn auch nicht optimal. Zwar ist die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Staaten auf der Lieben Welt demokratisch gepr\u00e4gt, doch L\u00e4nder wie Mittelland oder Molquarze k\u00f6nnten ihre gesamten Exporte auf die Verstorbenenwelt in einem solchen Fall verlieren.<\/p>\n<p>Der dritte und diesbez\u00fcglich letzte Kandidat mit wirklichen Chancen auf das Pr\u00e4sidentenamt kommt vom bisherigen Juniorpartner der KPT, n\u00e4mlich in Form von Franklin D. Roosevelt von der LVP. Der ehemalige US-Pr\u00e4sident, der sich schon zu Lebzeiten auf der Erde einen Namen machte, als er nicht nur die Folgen einer damals stattfindenden Wirtschaftskrise abfederte, sondern vor allem zusammen mit seinem bisherigen Kabinettschef Churchill den ma\u00dfgeblichen Widerstand gegen die nationalsozialistische Bedrohung anf\u00fchrte, kam 1848 nach Verstorbenen-Zeitrechnung auf die Verstorbenenwelt. Dort wurde er 1874 B\u00fcrgermeister von Merw, Hauptstadt der Provinz Rhodesien, und erlangte landesweite Beliebtheit. 1792 schlie\u00dflich wechselte er nach Carthago und wurde vier Jahre sp\u00e4ter schlie\u00dflich erst Fraktions-, dann 1804 Parteivorsitzender der LVP. Bei den letzten beiden Wahlen lehnte er eine Kandidatur jedoch zun\u00e4chst ab, was in diesem Jahr f\u00fcr ihn aber keine Option zu sein schien. Schon relativ fr\u00fch legte sich die Partei auf Roosevelt als Spitzenkandidaten fest, wohl auch aufgrund seiner enormen Beliebtheit im Volk als bisheriger Au\u00dfenminister der Verstorbenenwelt. Roosevelt setzt auf starke Handelsbeziehungen zu allen Welten, m\u00f6chte eine gerechtere Verteilung von Staatsausgaben erreichen und f\u00e4hrt gegen\u00fcber der B\u00f6sen Welt eine Linie der ausgestreckten Hand. Langfristiges Ziel, so Roosevelt, sollte es sein, dass die B\u00f6se Welt zur\u00fcck in den Weltenbund kommt. Allerdings sei dies daran gekn\u00fcpft, dass die derzeitige Regierung zur\u00fccktrete und den Weg f\u00fcr Neuwahlen frei mache. Humanit\u00e4rer Hilfe f\u00fcr B\u00f6se B\u00fcrger werde er sich nicht grunds\u00e4tzlich verweigern, jedoch brauche es daf\u00fcr gewisse Garantien, die eben nur jene von ihm kritisierte Regierung zuverl\u00e4ssig geben k\u00f6nne. F\u00fcr die Beziehungen zur Lieben Welt w\u00fcrde ein Wahlsieg Roosevelts sicherlich positiv sein. FDR, wie er abgek\u00fcrzt auch h\u00e4ufig genannt wird, versteht sich blendend mit Au\u00dfendromorniss Rems und Weltkaiser Apfulkrax, wie vergangene Konferenzen bereits zeigten. Das Verh\u00e4ltnis zwischen den beiden Welten k\u00f6nnte durchaus enger werden.<\/p>\n<p>Die Spitzenkandidaten der anderen drei Parteien haben keinerlei realistische Aussicht auf einen Sieg bei der Wahl Ende November, k\u00f6nnten jedoch bei der Koalitionsbildung interessant werden. Die erste dabei zu erw\u00e4hnende Partei ist die BMT, zurzeit viertst\u00e4rkste Kraft im Senat von Carthago und Wunschpartner der DDA im Falle eines Sieges Ciceros. F\u00fcr die BMT geht Nelson Mandela als Spitzenkandidat ins Rennen und k\u00f6nnte im Falle einer Koalition mit der DDA wohl Au\u00dfenminister werden. Mandela, der erst vor vier Jahren auf die Verstorbenenwelt kam, war erst vor einem Jahr aus dem Stand Vorsitzender der Partei geworden und hatte dabei den langj\u00e4hrigen Vorsitzenden Mahatma Gandhi abgel\u00f6st, um dessen potentielle Kandidatur ebenfalls spekuliert wurde, der dieser jedoch eine Absage erteilte. Mandela folgt in seiner politischen Linie weitestgehend den Ansichten Ciceros, setzt sich jedoch noch st\u00e4rker f\u00fcr Gleichberechtigung und einen schonenden Umgang mit Fl\u00fcchtlingen aus der B\u00f6sen Welt ein.<\/p>\n<p>Der Kandidat der bisher am schw\u00e4chsten vertretenen Partei im Senat, der MPTA, ist Wilhelm I., auch genannt Wilhelm der Eroberer, zu Lebzeiten erster normannischer K\u00f6nig des Erdelands Gro\u00dfbritannien und bereits seit fast 900 Jahren auf der Verstorbenenwelt. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass eine der vier gr\u00f6\u00dferen Parteien eine Koalition mit der MPTA eingeht, zu unterschiedlich sind die Positionen mit denen der anderen Fraktionen. So m\u00f6chte Wilhelms Partei die Kirche st\u00e4rken und spricht zugleich f\u00fcr eine aggressive Au\u00dfenpolitik gegen\u00fcber der B\u00f6sen Welt aus, die von keiner anderen politischen Gruppe unterst\u00fctzt wird. Je nach Wahlerfolg k\u00f6nnte die MPTA jedoch am Ende ausschlaggebend f\u00fcr die Anzahl an Koalitionsoptionen sein.<\/p>\n<p>Noch ausschlaggebender k\u00f6nnte jedoch die Frage sein, ob die FFT in den Senat von Carthago einziehen kann. Bis vor zwei Jahren weitestgehend unbekannt, konnte sie unter ihrem derzeitigen Vorsitzenden und Spitzenkandidaten Martin Luther King bereits auf Provinzialebene einige Erfolge verbuchen, wie den Wahlsieg in der Provinz Obervolta Anfang des Jahres. King und seine Partei setzen sich f\u00fcr erneute Friedensverhandlungen mit der B\u00f6sen Welt ein und wollen so die latente Bedrohung f\u00fcr alle Welten beseitigen. Hinsichtlich der Innenpolitik setzt sich die Partei vor allem f\u00fcr mehr Gerechtigkeit und Gleichberechtigung ein. Somit w\u00e4re sie vom Parteiprogramm ein m\u00f6glicher Partner f\u00fcr DDA und BMT, sollte Cicero die Wahl gewinnen und die beiden Fraktionen keine Mehrheit haben. King hatte sich zuletzt jedoch vehement gegen vorzeitige Festlegungen von Koalitionen gewandt und sagte, er warte erst einmal ab, ob man in den Senat gew\u00e4hlt werde und selbst wenn dies der Fall w\u00e4re, k\u00f6nne er sich vorstellen, zun\u00e4chst einmal in der Opposition Platz zu nehmen, um sich mit dem Prozedere im Parlament vertraut zu machen. Ob die FFT in den Senat einzieht oder nicht k\u00f6nnte aufgrund der Mehrheitsverh\u00e4ltnisse entscheidend sein. Sollte sie den Einzug verpassen, w\u00e4re eine Mehrheit von KPT und LVP so gut wie sicher. W\u00fcrde sie ins Parlament einziehen, m\u00f6glicherweise noch mit einer unerwartet gro\u00dfen Anzahl an Abgeordneten, k\u00f6nnte eine solche Zweierkoalition grunds\u00e4tzlich schwierig werden.<\/p>\n<p>Nach den letzten Umfragen liegt die KPT bei 26,6%, die DDA bei 23,9% und die LVP bei 23,7%. Ein spannender Wahlabend scheint Stand jetzt damit gesichert zu sein. Die kleineren Parteien liegen im Falle der BMT bei 11,7%, im Falle der MPTA bei 8,5% und im Falle der FFT bei 5,6%, sodass ein Einzug letzterer tats\u00e4chlich absolut unklar ist. Der Verstorbenenwelt steht eine essentiell wichtige Wahl bevor. Es wird nicht nur dar\u00fcber entschieden, wer die n\u00e4chsten sieben Jahre in Carthago regiert und die Nachfolge Winston Churchills antritt, sondern auch, wie die Beziehungen zu allen anderen Welten in Zukunft geordnet sein sollen, insbesondere nat\u00fcrlich auch zur B\u00f6sen Welt. Der nun in seine hei\u00dfe Phase gehende Wahlkampf d\u00fcrfte den Kandidaten alles abverlangen, Fehler sind bei einem solch engen Rennen nahezu verboten. Auf der Lieben Welt wird man die Wahl sicherlich sehr genau verfolgen, da die Beziehungen in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut wurden. So oder so wird diese Wahl die Machtposition der Verstorbenenwelt im Universum wohl nachhaltig ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein Prozess wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat &#8211; Gr\u00fcnwald-Verhandlung in Palar er\u00f6ffnet<\/strong><\/p>\n<p>Selbst der Prozess gegen den ehemaligen Staatschef von Klondyk Anton Regler kann mit diesem Prozess wohl nicht mithalten. Gisbert Gr\u00fcnwald, der fr\u00fchere gr\u00fcnl\u00e4ndische Kanzler und sp\u00e4tere &#8222;V\u00f6lkerm\u00f6rder&#8220;, wie ihn die Anklage nennt, von Blumenparadies und Havaii, steht ab sofort wegen V\u00f6lkermords, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, diverser weitreichender Kriegsverbrechen und Anstiftung zum Mord vor dem Lieben Welt Gerichtshof in Palar. Es ist jetzt schon der spektakul\u00e4rste Gerichtsprozess in der Geschichte der Lieben Welt.<\/p>\n<p>Die Liste der Verbrechen, die der mittlerweile 64-j\u00e4hrige geb\u00fcrtige Alemagner Gr\u00fcnwald begangen haben soll, ist schier endlos. Sie reicht von Tatbest\u00e4nden wie Anstiftung zum Mord, Bestechung und Geldw\u00e4sche, die eher mit Mafia-Clans in Verbindung gebracht werden, als mit Spitzenpolitikern, bis hin zu V\u00f6lkermord an der gl\u00e4ubigen blumenparadiesischen Minderheit der Rojika, die bei den sogenannten &#8222;ethnischen S\u00e4uberungen&#8220; im Herbst 1813 rund 41000 Leben lassen musste. Ferner kommen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Verschw\u00f6rung gegen die Interimsregierung Blumenparadies&#8216; und Havaii, so wie Putsch gegen eine gesetzlich legitimierte Regierung, der auf dem vorherigen Punkt aufbaut. Am Donnerstag wurde der Prozess unter einem regelrechten Ansturm der \u00d6ffentlichkeit in Palar er\u00f6ffnet, der Stadtteil Igrim, in dem das Gerichtsgeb\u00e4ude liegt, war im absoluten Ausnahmezustand. Gr\u00fcnwald wurde in einem hochgesicherten Panzerwagen vorgefahren, begleitet von tobenden Menschenmengen, die ihn am liebsten gelyncht h\u00e4tten. Viele Angeh\u00f6rige damaliger Opfer waren unter den Menschen versammelt, die &#8222;M\u00f6rder&#8220; oder &#8222;H\u00e4ngt ihn auf&#8220; br\u00fcllten. F\u00fcr Gr\u00fcnwald, der seit der Weihnachtsrevolution 1813, sprich seit gut sechseinhalb Jahren mal im Gef\u00e4ngnis, mal in Freiheit unter Hausarrest steht, war es der erste \u00f6ffentliche Auftritt seitdem. Er schien stark gezeichnet, trug einen Bart und machte ansonsten ohnehin eine sehr ungepflegte Erscheinung. Gegen\u00fcber Pressevertretern wollte er sich nicht \u00e4u\u00dfern, jedoch traten seine Anw\u00e4lte vor die Journalisten. &#8222;Wir denken, dass Gisbert Gr\u00fcnwald f\u00fcr viele Dinge, f\u00fcr die er sich verantworten soll, zu Unrecht vor Gericht steht. Er ist sicherlich kein unschuldiger Mann, aber kein einzelner Mensch kann alleine einen solchen Schaden anrichten. Heute sollten noch viele viele weitere Personen von damals vor Gericht stehen&#8220;, erkl\u00e4rte sein Hauptanwalt Stilio Szeb\u00e1r. &#8222;Er wird sich einiger Punkt f\u00fcr schuldig bekennen, aber was ihm hier teilweise zu Last gelegt wird, wie Anstiftung zum Mord, V\u00f6lkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ist absoluter Schwachsinn. Herr Gr\u00fcnwald hat \u00c4u\u00dferungen gegen\u00fcber den falschen Leuten gemacht, aber f\u00fcr Unvorsicht kann niemand ins Gef\u00e4ngnis kommen.&#8220; Die Anklage, bestehend aus Vertretern des blumenparadiesischen und havaiianischen Volkes, Justizdromorniss Albert Hunter und Ex-Justizdromorniss Gerhard Herme, der als Hauptzeuge auftreten soll, sieht die Sachlage jedoch entschieden anders. &#8222;Gisbert Gr\u00fcnwald ist ein Massenm\u00f6rder, man kann es nicht besch\u00f6nigen. Dieser Mann hat einen Krieg gegen eine Bev\u00f6lkerung gef\u00fchrt, der er in einer schwierigen Situation dienen sollte, hat Leute angestiftet, ganze Landstriche in Schutt und Asche zu legen und eine ethnische Minderheit auszul\u00f6schen. Gr\u00fcnwald ist f\u00fcr 450 000 Tote in Blumenparadies und Havaii verantwortlich und soll nie wieder in Freiheit leben&#8220;, forderte Justizdromorniss Hunter. Sein Vorg\u00e4nger schlug \u00e4hnliche T\u00f6ne an: &#8222;Gr\u00fcnwald hatte schon als Kanzler von Gr\u00fcnland ein eher vorsintflutliches Demokratieverst\u00e4ndnis. Er hat damals, wie sp\u00e4ter bewiesen wurde, mit Sebastian Schwalbenschwanz einen politischen Konkurrenten mit gef\u00e4lschten Beweisen aus dem Weg ger\u00e4umt, nur um sich an der Macht zu halten. Was er dann in Atcanien getan hat, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Er ist mit Sicherheit nach Jens Stadelhoff der schlimmste Verbrecher aller Zeiten.&#8220;<\/p>\n<p>Die Prozessvorbereitung kostete allein schon rund 40 Millionen Schillinge und geht als teuerste Untersuchung in die Geschichte ein. Sechseinhalb Jahre wurden Beweise gesammelt, Verh\u00f6re gef\u00fchrt, Akten durchgesucht, Zusammenh\u00e4nge gesucht, Verbindungen gekn\u00fcpft. So stapelten sich im Laufe der Zeit ganze 32 000 Seiten an Akten, die jetzt in ihren wichtigsten Ausfertigungen dem Gericht vorgelegt werden sollen. Extra f\u00fcr diesen Prozess ist der LWGH noch einmal vergr\u00f6\u00dfert worden, nicht nur r\u00e4umlich, sondern auch personell. Statt der \u00fcblichen sieben Richter sitzen nun f\u00fcr den Gr\u00fcnwald-Prozess elf Richter vor, die am Ende ein Urteil f\u00e4llen m\u00fcssen. Aufgrund der F\u00fclle an Material und Tatbest\u00e4nden wird ein solches Urteil jedoch nicht vor 1822 erwartet. Wie viele Jahre von seiner tats\u00e4chlichen Haftstrafe er dann am Ende bereits durch diese Zeit verb\u00fc\u00dft hat, wird man sehen m\u00fcssen. Doch was kann man von dieser Verhandlung erwarten? Gisbert Gr\u00fcnwald hat es geschafft, absolute Top-Anw\u00e4lte zu bekommen, die mit allen Wassern gewaschen sind. Und tats\u00e4chlich liegen in manchen der Anklagepunkte auch von unabh\u00e4ngigen und seri\u00f6sen Beobachtern betrachtet, ernsthafte Zweifel an der Schuld Gr\u00fcnwalds vor. So ist es extrem unwahrscheinlich, dass die Anklage die alleinige Schuld Gr\u00fcnwalds am V\u00f6lkermord an den Roijka dem Gericht ernsthaft beweisen kann. Zu viele Mittelsm\u00e4nner von damals sind untergetaucht, in Schnellverfahren verurteilt, im Zuge der Weihnachtsrevolution erschossen worden oder haben sich selbst das Leben genommen. Dass nur Gisbert Gr\u00fcnwald jetzt f\u00fcr die Taten allein verantwortlich gemacht werden kann, ist extrem unwahrscheinlich. Eine Mitt\u00e4terschaft wird das Gericht jedoch vermutlich anerkennen, da allein aus seinen damaligen Reden gegen die Rojika eine Mitschuld an den Gr\u00e4ueltaten von damals erkennbar ist, wie auch Juristen versichern. Die Verteidigung wird wohl wahrscheinlich die Taktik fahren, dass Gr\u00fcnwald nur \u00c4u\u00dferungen gegen\u00fcber Leuten gemacht habe, die nichts zu bedeuten hatten. Und es gegen\u00fcber den falschen Leuten ge\u00e4u\u00dfert habe, die diese Worte dann f\u00fcr bare M\u00fcnze nahmen. Ob diese Taktik am Ende fruchten wird, bleibt zu bezweifeln, da auch von den vier zus\u00e4tzlichen Richtern bekannt ist, dass Spekulationen ohne greifbare Beweise bei ihnen nicht z\u00fcnden. Auch unklar ist, in welchen Punkten der Anklage sich Gr\u00fcnwald vor Gericht nun schuldig bekennen wird. Viele rechnen damit, dass es eher die Tatbest\u00e4nde wie Bestechung und Geldw\u00e4sche sein werden, als die der Anstiftung zum Mord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das Strafma\u00df k\u00f6nnte davon abh\u00e4ngig auch ganz unterschiedlich ausfallen. Im schlimmsten Fall, aus Gr\u00fcnwalds Sicht, wird er in allen Anklagepunkten f\u00fcr schuldig gesprochen und bekommt lebenslange Haft in Erkensgradt ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung. Da er dann mehrmals lebensl\u00e4nglich bekommen wird, werden auch Verk\u00fcrzungen der Haftzeit wirkungslos sein, da diese sich immer nur auf h\u00f6chstens einen Tatbestand beziehen. Ein Freispruch scheint derweil ausgeschlossen. Gelingt es jedoch seinen Verteidigern, die Kapitalverbrechen abzuwenden, drohen ihm wohl nur rund f\u00fcnf bis 15 Jahre Haft und gegebenenfalls eine saftige Geldstrafe. Damit k\u00f6nnte er das Gef\u00e4ngnis dann zu Lebzeiten wieder verlassen.<\/p>\n<p>Der wichtigste Anklagepunkt aus Sicht der Anklage ist der des V\u00f6lkermords und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die w\u00fctenden Protestierenden vor dem Gerichtsgeb\u00e4ude waren unter anderem auch Angeh\u00f6rige der Rojika, die Gr\u00fcnwald damals so erbarmungslos abschlachten lie\u00df und deren Knochen noch heute in den W\u00e4ldern des blumenparadiesischen Hinterlandes gefunden werden. Wird er in diesem Punkt f\u00fcr schuldig gesprochen, f\u00fchrt f\u00fcr ihn wohl auch kein Weg an Erkensgradt vorbei. F\u00fcr die Opfer der Horrorregentschaft Gr\u00fcnwalds ist es am wichtigsten, dass er in diesem Punkt f\u00fcr schuldig befunden wird. &#8222;Uns sind diese Sachen wie Bestechung oder Geldw\u00e4sche egal. Wir wollen, dass er f\u00fcr die Morde verurteilt wird, f\u00fcr all das Leid, was er diesem Land und seinen B\u00fcrgern angetan hat, weil wir ihn nicht dauerhaft an der Spitze haben wollten. Er ist ein M\u00f6rder und wir wollen, dass die Richter ihm das auch so ins Gesicht sagen&#8220;, sagte ein Vertreter der Interessen der Opfer bei der Er\u00f6ffnung des Prozesses. Doch ist gerade dieser Anklagepunkt auch der heikelste, da es der Anklage schwer fallen d\u00fcrfte, dies zweifelsfrei nachzuweisen. Ob es geheime Dokumente gab, die beweisen, dass Gr\u00fcnwald diese Verbrechen direkt in Auftrag gab, ist unklar, wie so vieles an diesem gigantischen Fall unklar ist. W\u00e4hrend der Untersuchungen drang nahezu nichts an die \u00d6ffentlichkeit, was nun dazu f\u00fchrt, dass manches an diesem Prozess einer Art Wundert\u00fcte gleichkommt. Wahrscheinlich ist, dass Gr\u00fcnwald nie direkt formulierte, man solle die Rojika ausl\u00f6schen, sondern es eher umst\u00e4ndlicher und wohl verpackt ausgedr\u00fcckt hat. Ob so etwas dann f\u00fcr eine Verurteilung reicht, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p>Sechs Jahre hat man auf die Er\u00f6ffnung des Prozesses gewartet. Nun beginnt eine neue, weitaus nervenzerrei\u00dfendere Zeit des Wartens. Das Warten auf ein Urteil. Der erste spannende Schritt des Prozesses wird sicherlich der Tag sein, an dem sich Gr\u00fcnwald selbst zu den ihm angelasteten Taten \u00e4u\u00dfert. Terminlich ist dieser Tag auf den 22. Mai gelegt. Dann wird man sehen, f\u00fcr welche Verbrechen er sich schuldig bekennt und f\u00fcr welche nicht. F\u00fcr letztere muss dann eine Verhandlung her und diese k\u00f6nnte sehr lange dauern. Je mehr Verbrechen Gr\u00fcnwald zugibt, desto k\u00fcrzer wird am Ende die Zeit des laufenden Prozesses. Sicherlich haben sowohl Anklage, als auch Verteidigung noch mehrere Asse im \u00c4rmel. Wer sie besser ausspielt, wird man mit Spannung beobachten k\u00f6nnen. Wie letzten Endes der gr\u00f6\u00dfte und teuerste Prozess der Lieben Weltgeschichte endet, ist also noch einigerma\u00dfen offen. Aber es ist zumindest nicht unwahrscheinlich, dass das ber\u00fcchtigte Inselgef\u00e4ngnis vor der K\u00fcste Rhamatruchas im Nordwesten von Paradies bald einen prominenten Insassen mehr bekommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine \u00c4ra in der Verstorbenenwelt endet &#8211; Churchill tritt nach 20 Jahren ab, Nachfolgerwettstreit v\u00f6llig offen<\/strong><\/p>\n<p>Es hat sich bereits abgezeichnet, nun hat er es offiziell verk\u00fcndet. Winston Churchill, Pr\u00e4sident der Verstorbenenwelt seit 1800 &#8211; dortige Zeitrechnung 1900 &#8211; gab am Wochenende seinen R\u00fccktritt zum Ende des Jahres bekannt. In der Verstorbenenwelt, wo nur alle sieben Jahre gew\u00e4hlt wird, w\u00e4re die n\u00e4chste regul\u00e4re Wahl Ende kommenden Jahres gewesen, doch Churchill will nun schon vorzeitig sein Amt aufgeben. Dazu sind nun Neuwahlen f\u00fcr den 27. November angesetzt worden. Der Grund f\u00fcr den Abschied des sehr beliebten Weltpr\u00e4sidenten liegt im Privaten. Und vor allem auch an einer posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung.<\/p>\n<p>Seinetwegen wurde letzten Endes die B\u00f6se Welt aus dem Weltbund ausgeschlossen und f\u00fchrt seitdem ein Schattendasein au\u00dferhalb der Sonnensystem-Gemeinschaft. Nachdem er 1814 in der B\u00f6sen Welt zu Besuch war, um im schwelenden Konflikt zwischen der B\u00f6sen Welt und den anderen Welten zu vermitteln, wurde er festgenommen und die B\u00f6se Welt in Person von Herrscher Soror Uckmanor und MMS-Boss Phantom erpresste den Rest des Sonnensystems. Alle inhaftierten MMS-Mitglieder auf den anderen Welten sollten freigelassen werden, nur dann werde Churchill mitsamt seiner Delegation wieder freigegeben. Nach wochenlangem Krisenstatus gaben die anderen Welten diesem Druck schlie\u00dflich nach und warfen daraufhin die B\u00f6se Welt hochkant aus dem Weltenbund und isolierten sie somit wirtschaftlich. Churchill lie\u00df nach seiner Freilassung sein Amt f\u00fcr ein halbes Jahr ruhen und arbeitete f\u00fcr sich die Geschehnisse auf. Ende 1814 war dann klar, dass er weiter machen w\u00fcrde. Er wurde in der verschobenen Wahl 1815 mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit &#8211; jedoch auch ohne Gegenkandidaten &#8211; im Amt best\u00e4tigt. Nun, fast sechs Jahre sp\u00e4ter, gibt er jedoch zu, dass die Wochen in B\u00f6ser Haft ihn nach wie vor verfolgen. Er stellt sein Amt zur Verf\u00fcgung, er f\u00fchlt sich nicht mehr dazu imstande, seine Aufgaben als Verstorbenenpr\u00e4sident wahrzunehmen. Eine \u00c4ra von 20 Jahren endet und einer der gr\u00f6\u00dften Staatsm\u00e4nner unseres Sonnensystems tritt von der B\u00fchne ab.<\/p>\n<p>&#8222;Seit meiner Haft in B\u00f6smordor haben mich die Geschehnisse dort niemals losgelassen&#8220;, gibt Churchill bei seiner Sonder-PK in der Verstorbenen-Hauptstadt Carthago bekannt. &#8222;Ich habe sie relativ schnell verdr\u00e4ngen k\u00f6nnen, jedoch sind sie in den letzten Monaten wieder st\u00e4rker pr\u00e4sent. Ich m\u00f6chte mich nun auf meine Gesundheit konzentrieren und f\u00fchle mich nicht mehr in der Lage, dieses hohe und verantwortungsvolle Amt zu tragen, was man mit 1000 Prozent Hingabe erf\u00fcllen sollte.&#8220; Er sei jedoch geistig stark, werde die Belastungen wieder los werden, versprach er. Jedoch k\u00f6nne er in seinem jetzigen Zustand das Pr\u00e4sidentenamt nicht weiter aus\u00fcben. Dem gewaltigen Weltmann bebte dabei die Stimme, jedoch ohne die Fassung zu verlieren. Am Ende applaudierten die anwesenden Pressevertreter all enthalben. Er selbst wolle keinen Nachfolger bestimmen, stattdessen setzte er vorgezogene Weltwahlen an, die am 27. November stattfinden sollen. Die Reaktionen auf den anderen Welten fielen verst\u00e4ndnisvoll, aber auch sehr wehm\u00fctig aus. Weltherrscher Apfulkrax w\u00fcrdigte Churchill als &#8222;gro\u00dfes Vorbild&#8220;, der &#8222;die Verstorbenenwelt in ein neues Zeitalter gef\u00fchrt&#8220; habe und &#8222;eine der tragenden S\u00e4ulen des Sonnensystems&#8220; sei. Geisterpr\u00e4sident Sir Ghoston zeigte sich &#8222;best\u00fcrzt&#8220; und w\u00fcnschte Churchill &#8222;eine baldige Genesung&#8220; und bezeichnete ihn als &#8222;das Beste, was der Verstorbenenwelt seit Langem passiert sei&#8220;. Churchill selbst war als Lebender bereits ein gro\u00dfer Politiker, war in Meadowhouse&#8216; Erde-Partnerland Gro\u00dfbritannien zweimal Premierminister und f\u00fchrte sein Land zum Sieg im dortigen Zweiten Weltkrieg (Liebe Zeitrechnung 1739-1745). Als er 1800 Verstorbenenpr\u00e4sident wurde, war die Welt wirtschaftlich weit abgeschlagen, er schaffte es, aus einer \u00f6den W\u00fcste eine florierende Welt zu machen mit wichtiger Rolle im Weltenbund. Zudem trat er auch immer wieder als Vermittler auf, wenn zwei Welten einen Konflikt austrugen. Seine Vermittlungsreise in die B\u00f6se Welt vor sechs Jahren war die letzte dieser Art.<\/p>\n<p>Wer sein Nachfolger wird, ist derweil v\u00f6llig offen. Sechs Kandidaten werden bereits gehandelt, keiner davon hat jedoch bereits bekannt gegeben, ob er kandidieren will oder nicht. Abraham Lincoln, Charles de Gaulle, Mahatma Gandhi, Julius C\u00e4sar, Margaret Thatcher und Nelson Mandela sollen die Favoriten auf eine Kandidatur sein. Erde-Repr\u00e4sentant Donald Trump nannte Churchill &#8222;den gr\u00f6\u00dften Verstorbenenpr\u00e4sidenten aller Zeiten&#8220;, betonte aber auch gleich, man solle einen ihm \u00e4hnlichen Nachfolger w\u00e4hlen. Abraham Lincoln w\u00e4re sein Favorit. Ob der jedoch antritt, ist noch unklar. Die Erde, mit der die Verstorbenenwelt die besten Beziehungen f\u00fchrt, da alle Einwohner der Verstorbenenwelt einmal auf der Erde gelebt haben, da diese keine Geister werden k\u00f6nnen, sicherte bereits bestm\u00f6gliche Unterst\u00fctzung im Prozedere um die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Regierung bis November und im Wahlkampf zu. Am 31. M\u00e4rz wird Churchill jede Pr\u00e4sidentent\u00e4tigkeit abgeben, sein gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Nachfolger und damit Ansprechpartner f\u00fcr die anderen Welten wird David Lloyd George sein, der bisherige Vizepr\u00e4sident Churchills. Auch er wird in internen Kreisen als m\u00f6glicher Kandidat auf eine Nacholge gehandelt.<\/p>\n<p>Winston Churchill kam im Jahre 1768 Lieber Zeit in die Verstorbenenwelt, drei Jahre nach seinem Tod auf der Erde. Zun\u00e4chst engagierte er sich in der heutigen Hauptstadt Carthago, wo er schnell zum Ersten B\u00fcrgermeister aufstieg. Dort lie\u00df er unheimlich viel Geld investieren, was auch aus seinen guten Handelsbeziehungen zur Erde entsprang, und die Stadt wuchs binnen zehn Jahren von 10 auf 15 Millionen Einwohner. Die Wirtschaft florierte und schnell machte sich Churchills Erfolg auch auf Weltebene bekannt. 1789 wurde er Ministerpr\u00e4sident von Seemonien, wo Carthago liegt. Das Land pr\u00e4gte er durch seine rigorose, aber strikt demokratische Herrschaft und machte es zum einflussreichsten Land der Verstorbenenwelt, was ihm in Eriahar, dem Zentrum der Macht bis dahin mit seiner Hauptstadt Atambo, nicht besonders viel Wohlwollen bescherte. Carthago wurde 1799 Welthauptstadt der Verstorbenenwelt, im Jahr darauf kandidierte Churchill f\u00fcr das Amt des Weltherrschers. Sein Vorg\u00e4nger Napoleon Bonaparte war aufgrund seines autokratischen Auftretens bei der Bev\u00f6lkerung in Ungnade gefallen und verlor eindeutig gegen seinen Herausforderer. Bonaparte regierte 14 Jahre lang. Churchill h\u00e4tte 21 schaffen k\u00f6nnen und vermutlich w\u00e4re er auch n\u00e4chstes Jahr wiedergew\u00e4hlt worden, doch nun zieht er sich zur\u00fcck. Seinen Erfolg in Carthago und Seemonien weitete er auf die gesamte Welt aus. Er setzte viele Reformen durch, krempelte den weltweiten Haushalt komplett um und sorgte f\u00fcr einen nie dagewesenen wirtschaftlichen Erfolg auf der Verstorbenenwelt. Vor allem sein au\u00dfenpolitisches Auftreten sorgten f\u00fcr immenses Ansehen bei den anderen Welten und so verbesserten sich die bis dahin doch eher raren Handelsbeziehungen merklich. So wuchs die Verstorbenenwelt weiter. Auch mit der B\u00f6sen Welt stand Churchill immer in Gespr\u00e4chen, galt gleichzeitig jedoch als einer ihrer h\u00e4rtesten Widersacher, ohne jedoch den Kontakt abzubrechen. Sein Motto &#8222;Rede mit ihnen, aber traue ihnen nicht&#8220;, bleibt bis heute die Basis daf\u00fcr, dass die Verstorbenenwelt noch niemals angegriffen wurde. Dann jedoch wurde er als Druckmittel missbraucht, um MMS-Mitglieder frei zu erpressen. Was genau in seiner Haft geschehen ist, hat er nie erz\u00e4hlt. Vielleicht wird er es auch nie. Jedoch muss es sehr schlimm gewesen sein und er leidet, wie er selbst zugegeben hat, bis heute darunter. Er geht gerade weil er sich dazu bekannt hat und die psychischen Probleme zugegeben hat, mit einer immensen W\u00fcrde. Gerade diese menschliche &#8222;Schw\u00e4che&#8220; hatte man ihm nie zugetraut. So hat er selbst in seinem Abschied das Sonnensystem noch einmal \u00fcberrascht. Winston Churchill bleibt. Eine Legende.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lieber Apfulkrax fulminant im Amt best\u00e4tigt &#8211; Paukenschl\u00e4ge bei Dromornissenwahlen<\/strong><\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine Weltwahl das war! So spannend der Kampf um den Posten des Weltkaisers 1815 noch war, so eindeutig war es dieses Jahr. Der Liebe Apfulkrax ist mit einem Rekordergebnis in seinem Amt als Lieber Weltkaiser best\u00e4tigt worden und bleibt damit bis mindestens 1823 der Herr im Palaces Monda. Er holte beeindruckende 58,6 % der Stimmen und lie\u00df seine Herausforderer meilenweit hinter sich. Ein solches Ergebnis war bereits erwartet worden, jedoch war das tats\u00e4chliche Resultat am Ende doch sehr faszinierend zu sehen. Boris Garic war mit 17,9 % noch der &#8222;st\u00e4rkste&#8220; Konkurrent, Karl von Schneckbrandt holte f\u00fcr ihn zufriedenstellende 14,9 %, Agnes Nicolay 5,0 % und Ferdinand Bielenmeyer nur 3,6 %. In den Dromornissenwahlen allerdings gab es mehrfach Bewegungen, die so nicht zu erwarten waren.<\/p>\n<p>So feierte Velka Fatra sein Comeback auf der gro\u00dfen politischen B\u00fchne. Und zwar genau in der Funktion, die er von 1811 bis 1815 bereits innehatte. Der ehemalige mittell\u00e4ndische Staatschef wird neuer Wirtschaftsdromorniss. Im Kampf um den wohl m\u00e4chtigsten Dromornissposten im Kranichensaal setzte er sich hauchd\u00fcnn gegen Amtsinhaber Wilfried Betz durch, der nach nur einer Legislaturperiode wieder seinen Hut nehmen muss. Gerade einmal 0,4 % trennten die beiden schlussendlich. Fatra holte 50,2 % der Stimmen. 1815 hatte Fatra noch versucht, Lieber Weltkaiser zu werden, am Ende wurde es der Liebe Apfulkrax knapp vor ihm. Diesmal waren ihm die W\u00e4hlerstimmen wieder gut gesinnt und er feierte mit seinen Anh\u00e4ngern die R\u00fcckkehr in den Palaces Monda. Damit ist nun klar, dass ab sofort wieder ein anderer Wind auf der Lieben Welt im Wirtschaftlichen weht. Fatra steht f\u00fcr mehr Liberalit\u00e4t vor allem den produzierenden M\u00e4rkten gegen\u00fcber. Von seiner lockeren Einstellung gegen\u00fcber den Finanzm\u00e4rkten ist nach der Krise 1817 nicht mehr viel \u00fcbrig geblieben, doch erhoffen sich viele von ihm st\u00e4rkere Wachstumsimpulse f\u00fcr die angeschlagene Weltwirtschaft, die man Betz nicht mehr zugetraut hatte. Dieser gab h\u00f6flich seine Niederlage zu und gratulierte seinem Herausforderer. Fatra geht also in seine zweite Amtszeit als Wirtschaftsdromorniss. Mit dem Weltkaiser Apfulkrax versteht er sich deutlich besser als damals mit dem damaligen Weltkaiser Helobos, was eine deutlich friedlichere Atmosph\u00e4re im Weltpalast bedeuten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Einen weiteren &#8211; aus meadowhousischer Sicht erfreulichen &#8211; Paukenschlag gab es im Rennen um den Posten des Verteidigungsdromorniss. Carl von der Regi\u00e8me, auch bekannt als Moorleiche, wird den Job ab sofort \u00fcbernehmen. Er beerbt damit Gro\u00dfus Kriegerus, der aus Altersgr\u00fcnden nicht mehr angetreten war. Entgegen aller Prognosen, die seinen Kontrahenten Franz-Ludwig von Adlerburg aus De Litland vorne gesehen hatten, gewann er die Wahl und zwar noch knapper als Velka Fatra seine Wahl gewann. 50,1 % reichten ihm am Ende in der letzten Hochrechnung. Alle Hochrechnungen zuvor hatte noch von Adlerburg, wenn auch knapp, vorne gelegen, doch b\u00fc\u00dfte er seinen Vorsprung im Laufe des Abends immer weiter ein. Die Moorleiche d\u00fcrfte auf Burg Daunenfels kr\u00e4ftig gefeiert haben, f\u00fcr von Adlerburg ist es wom\u00f6glich das Ende eines Lebenstraumes. Bereits vor vier Jahren war er angetreten, um Gro\u00dfus Kriegerus abzul\u00f6sen und war damals ebenfalls knapp gescheitert. Diese hauchd\u00fcnne Niederlage ist vielleicht das Ende aller politischer Ambitionen des De Litl\u00e4nders.<\/p>\n<p>Abgew\u00e4hlt ist hingegen Gerhard Herme. Der Justizdromorniss, der seit 1811 das Amt innehatte, musste am Freitag v\u00f6llig \u00fcberraschend seinen Posten r\u00e4umen. Albert Hunter, der fr\u00fchere Chef der weltweiten Polizeibeh\u00f6rde, wird ihn beerben. Er holte 51,4 % der Stimmen und d\u00fcrfte vollkommen unvorbereitet in die Feierlichkeiten gest\u00fcrzt sein. Umfragen zufolge war Herme klarer Favorit, lag zwischen 55 und 60 %. Herme hatte in der vergangenen Legislaturperiode unter Anderem an der weltweiten Abschaffung der Todesstrafe mitgearbeitet, jedoch reichte dies nicht, um wiedergew\u00e4hlt zu werden. Viele Menschen w\u00fcnschten sich einen &#8222;echten&#8220; Justiziar an der Spitze der weltweiten Judikative, den bekamen sie mit Albert Hunter geliefert. F\u00fcr Gerhard Herme ist dieses verfr\u00fchte Ende seiner Amtszeit sicherlich ein gravierender Einschnitt, jedoch sicher nicht das Ende seiner politischen Laufbahn. Gut m\u00f6glich ist, dass er sich ab sofort mehr in der meadowhousischen Politik einsetzen wird.<\/p>\n<p>Bei einem weiteren wichtigen Dromornissposten gab es einen \u00fcberraschend deutlichen Sieg von Kalaar Moleskar VI. Der konvertierte ehemalige B\u00f6se Herrscher ist neuer Innendromorniss. Er wird Nachfolger des zur\u00fcckgetretenen Leopold von Lassver, der das Amt, \u00e4hnlich wie Gro\u00dfus Kriegerus, aus Altersgr\u00fcnden abgegeben hatte. Er holte beeindruckende 56,8 % der Stimmen gegen den eigentlich favorisierten fr\u00fcheren avasjanravschen Pr\u00e4sidenten Willi Arg, dessen Wahlergebnis vollends entt\u00e4uschte. Kalaar machte sich zuletzt vor allem im Kampf gegen MMS und den Terror einen Namen, w\u00e4hrend Arg sich wohl zu sehr auf seine Reputation aus Avasjanrav verlassen hatte. F\u00fcr ihn ist es die zweite schwere Niederlage innerhalb von zwei Jahren, nachdem er 1818 die Wahl zum avasjanravschen Pr\u00e4sidenten gegen Peter Juskorek verloren hatte. Auch f\u00fcr ihn k\u00f6nnte es das endg\u00fcltige Ende einer politischen Laufbahn sein.<\/p>\n<p>Ihr Amt behalten durften Hemes Rems (Au\u00dfendromorniss, 62,7 % gegen Daphne von Lansweg), Lord Knackser (Finanzdromorniss, 57,1 % gegen Klaas Klever), Auge (Sicherheitsdromorniss, 67,9 % gegen Rita R\u00fchrig), Albus Dumbledore (Bildungsdromorniss, 67,4 % gegen Olympe Maxime), Leopold Waldapfel (Umweltdromorniss, 63,7 % gegen Jiminy Grille), Steffen Winter (Entwicklungsdromorniss, 58,6 % gegen Salome Cartwright), Amadeus Sininger (Sozialdromorniss, 56,3 % gegen Paula Heldinger), Christoph Botao (Verkehrsdromorniss, 59,3 % gegen Harald Hei\u00dfluftballon), Dagobert Duck (Sportdromorniss, 72,4 % gegen Bj\u00f6rne Schneckenstone) und Mirco Magiaro (Kulturdromorniss, 62,0 % gegen Fran\u00e7ois Fortunard). Abgew\u00e4hlt ist Dobby als Solidarit\u00e4tsdromorniss. Der weltber\u00fchmte Unternehmer und Hauself unterlag dem Nebelphantom aus Mailodis, das mit 50,6 % ganz knapp die Nase vorne hatte. Neu im Amt ist Thomas Sch\u00e4ffke als Gesundheitsdromorniss. Im Kampf um die Nachfolge des nicht mehr angetretenen Dagobert Georgie (bekannterma\u00dfen jetzt Nationaltrainer von Meadowhouse) setzte er sich mit 54,6 % gegen Virginia Abels durch.<\/p>\n<p>Was bedeutet dies nun f\u00fcr die Liebe Welt? In den zentralen Fragen wird sich in den n\u00e4chsten vier Jahren wenig \u00e4ndern. Das Verbot der Todesstrafe wird bleiben, das Projekt Treppe 1830 kann von den beteiligten Dromornissen Winter, Sininger und Knackser weiterhin durchgef\u00fchrt werden, das Thema der inneren Sicherheit wird das Auge nun mit dem neuen Innendromorniss Kalaar Moleskar besprechen m\u00fcssen. In der Finanzpolitik und der W\u00e4hrungspolitik wird sich ebenfalls so viel nicht \u00e4ndern, Lord Knackser wird weiterhin seine sehr moderate, zur\u00fcckhaltende Geldpolitik durchsetzen k\u00f6nnen, wenn auch gegen deutlich mehr Widerstand und Protest aus dem Wirtschaftsdromornissentum. Hier wird sich eine Menge \u00e4ndern. Mit Velka Fatra kommt ein echter Wirtschaftsmensch zur\u00fcck ins Amt, der mit weitreichenden Reformen die Wirtschaft versuchen wird, schneller in Gang zu bekommen. Segnet der Liebe Apfulkrax die Pl\u00e4ne ab, k\u00f6nnten bald ganz neue M\u00f6glichkeiten der Kreditaufnahme weltweit durchgesetzt werden, den Unternehmen w\u00fcrde wieder mehr freie Hand gew\u00e4hrt in ihren Planungen. Kurzfristig k\u00f6nnte das sicher zu neuem Wachstum f\u00fchren, langfristig allerdings bleibt es kritisch zu sehen, ob Fatras Methoden fruchten. In der Justiz k\u00f6nnten k\u00fcnftig Polizeieinheiten sehr viel mehr Macht erhalten, Geheimdienste k\u00f6nnten an Bedeutun einb\u00fc\u00dfen. Herme, der immer ein Freund von Geheimdiensten wie zum Beispiel der MD war, ist kein Dromorniss mehr, stattdessen hat der Ex-Polizist Hunter das Sagen. Es werden sicherlich mehr Gelder in Polizeiapparate flie\u00dfen, hier wird ein enger Austausch mit Kalaar Moleskar und dem Auge vonn\u00f6ten sein. Die friedensorientierte Gesamtpolitik des Lieben Apfulkraxes wird in jedem Fall weitergehen.<\/p>\n<p>Das Resultat der Wahl zum Lieben Weltkaiser war unterdessen so eindeutig, dass es beinahe einer Heiligsprechung f\u00fcr den Lieben Apfulkrax gleichkommt. Beinahe drei F\u00fcnftel aller zur Wahl gegangenen Lieben Weltb\u00fcrger votierten f\u00fcr ihn, durch alle L\u00e4nder und Kontinente hindurch. In Meadowhouse holte er gar 82,2 % der Stimmen, den Rekord fuhr er in Emedari ein, wo er sage und schreibe 95,2 % erreichte. Schlechtestes Ergebnis war Molquarze, das Heimatland von Herausforderer Boris Garic, hier erreichte er nur 21,6 % der Stimmen. Insgesamt war es jedoch ein wahrer Triumph des Mannes, der seit dem Chaos vor der letzten Weltwahl 1815 f\u00fcr Frieden und Ordnung auf der Lieben Welt gesorgt hat. Er hat innerhalb von zwei Jahren zig Brandherde moderieren k\u00f6nnen, gute Sacharbeit geleistet und anschlie\u00dfend durch weitreichende Reformen die Weichen f\u00fcr einen l\u00e4nger w\u00e4hrenden weltweiten Frieden gestellt. Trotz aller Unkenrufe hat er das Verbot der Todesstrafe durchsetzen k\u00f6nnen, viele Staaten, die bisher nicht unterschrieben haben, geraten durch \u00c4chtung einiger Verb\u00fcndeter stark unter Druck, bald auch zu unterzeichnen. Die Treppe 1830 hat bereits f\u00fcr sehr viel Umverteilung hin zu den \u00e4rmeren Regionen der Welt gesorgt, auch wenn noch l\u00e4ngst nicht alle Schritte getan sind. Seine Konkurrenz war nie wirklich eine, weil man ihm auch quasi nichts vorwerfen konnte. 1815 lag die Welt noch in Tr\u00fcmmern, gesch\u00fcttelt durch eine Weltschlacht, Krisenherde im Erkietenland, Iranja oder Blumenparadies, Shaka-Attentaten und MMS-Gefahr, vier Jahre sp\u00e4ter ist aus den Brandherden eine leise Glut geworden und man befindet sich mit der B\u00f6sen Welt im Dialog und Austausch. Trotz allem sind die Sicherheitsma\u00dfnahmen mittlerweile auf einem so guten Stand, dass man sich deutlich besser gegen Terror gewappnet sieht als noch vor vier Jahren. Der Liebe Apfulkrax hat eine tolle erste Amtszeit hinter sich, f\u00fcr die er nun best\u00e4tigt wurde. Sein Ergebnis von 1815 hat er 1819 verdoppelt. Das spricht B\u00e4nde. Er ist &#8211; auch wenn ihm das manche erst nicht zugetraut hatten &#8211; ein wahrer Weltkaiser. Nun soll seine zweite Amtszeit mindestens genauso erfolgreich wie die letzte. Und dann winkt mit Sicherheit auch eine dritte Amtszeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Einen Monat vor der Weltwahl: Welche Duelle versprechen \u00fcberhaupt noch Spannung?<\/strong><\/p>\n<p>Seit dem Zeitpunkt Anfang des Jahres, als s\u00e4mtliche Kandidaten f\u00fcr die am 15. November stattfindende Weltwahl vorgestellt wurden, bestimmt ein wesentlicher Tenor die komplette Berichterstattung \u00fcber das gr\u00f6\u00dfte demokratische Ereignis, das alle vier Jahre auf der Lieben Welt stattfindet: Die Wahl scheint insgesamt schon so gut wie entschieden zu sein. Dass in diesem Jahr viele Dromornissduelle und vor allem der F\u00fcnfkampf um den Weltkaiserthron bei Weitem nicht so spannend sind, wie vor vier Jahren, als die damalige Weltregierung ein chaotisches Ende fand, ist unstrittig. Allerdings muss auch gesagt werden, dass es der Institution der Weltregierung nur gut tut, dass der jetzige Wahlkampf weniger von grunds\u00e4tzlichen Fragen, Emotionen und Personaldebatten bestimmt wird, sondern eher von Sachfragen und dem Konkurrieren unterschiedlicher Ideen und Konzepte. Dass es also weniger spannend ist, muss also insgesamt kein Nachteil f\u00fcr die Institution des Palaces Monda sein. Doch ist die Wahl tats\u00e4chlich so eindeutig, wie viele Prognosen und die Berichterstattung dies vorhersagen? Darauf wird nun im Folgenden ausf\u00fchrlich eingegangen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal l\u00e4sst sich ohne Zweifel feststellen: Ja, viele der Duelle sind nun, einen Monat vor der Wahl so gut wie gelaufen. Nat\u00fcrlich wagt es keiner der in den Prognosen zur\u00fcckliegenden Kandidaten dies zuzugeben, doch die Chancen, dass in diesen Duellen noch eine \u00dcberraschung geschieht, scheinen gleich Null zu sein. Insgesamt elf Duelle fallen unter diese Kategorie und damit der absolute Gro\u00dfteil der insgesamt siebzehn Duelle um den Einzug in den Kranichensaal. Folgende Duelle scheinen angesichts der aktuellen Umfragen, erhoben am vergangenen Sonntag durch das Meadowhousische Institut f\u00fcr Wahlforschung (MIW), schon entschieden:<\/p>\n<p><strong>Weltherrscher:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Lieber Apfulkrax:<\/strong> 58,6%<br \/>\nKarl von Schneckbrandt: 13,1%<br \/>\nBoris Garic: 15,3%<br \/>\nFerdinand Bielenmeyer: 8,2%<br \/>\nAgnes Nicolay: 4,1%<\/p>\n<p>Die Konkurrenz ist und bleibt chancenlos. Der Liebe Apfulkrax f\u00fchrt seinen Regierungsstil mit ruhiger Hand und neuen Ideen auch im Wahljahr bisher unver\u00e4ndert fort. Insgesamt hat er in allen Kontinenten die h\u00f6chste Beliebtheit, nur von Land zu Land gibt es teils starke Differenzen. Sein \u00e4rgster Konkurrent, m\u00f6chte man ihn so bezeichnen, der erzkonservative Boris Garic aus Molquarze, punktet maximal noch bei Autokraten und Alleinherrschern, die dem liberalen Kurs von Apfulkrax seit jeher argw\u00f6hnisch be\u00e4ugen. Karl von Schneckbrandt hingegen schaffte es in den vergangenen Monaten nicht, sich weit genug politisch von Apfulkrax zu entfernen. Paradebeispiel war eine Talkshow im paradiesischen Fernsehen, in der von Schneckbrandt beinahe jedem politischen Vorschlag des amtierenden Weltherrschers zustimmte und nur marginale \u00c4nderungen vorschlug. Dagegen konnten seine Vorschl\u00e4ge zur Demokratisierung der Welt und zur Reduzierung von Milit\u00e4rausgaben und Milit\u00e4reins\u00e4tzen nur wenige \u00fcberzeugen, da die Vorschl\u00e4ge oftmals nicht ausgereift erschienen. Die letzten beiden Kandidaten, Bielenmeyer und Nicolay, sind nur noch am Rande zu erw\u00e4hnen. Bielenmeyer, der im August bereits laut \u00fcberlegte, aus dem Rennen wegen geringer Erfolgsaussichten auszusteigen, hat seinen Aufwand f\u00fcr den Wahlkampf bereits merklich heruntergefahren, eigentlich abgemachte Auftritte wurden mittlerweile gestrichen. Stattdessen wolle er sich auch um die Unterst\u00fctzung von Wirtschaftsdromornisskandidat Velka Fatra bem\u00fchen, da dieser wesentliche wirtschaftliche Standpunkte mit ihm gemein h\u00e4tte, so Bielenmeyer Anfang September auf einer Veranstaltung in Aloval. Agnes Nicolay hingegen h\u00e4lt Aufgeben f\u00fcr keine Alternative, trotz der schlechten Umfrageergebnisse will sie bis zum Wahltag laut eigener Aussage &#8222;keinen Millimeter nachgeben, da sie f\u00fcr die gute Sache k\u00e4mpfe&#8220;. Dass ihre Ideen hinsichtlich einer Frauenquote f\u00fcr Pr\u00e4sidial\u00e4mter, einer Einstellung aller milit\u00e4rischen Aktionen und der sofortige Stopp des Abbaus von fossilen Rohstoffen jedoch bei niemandem auf gro\u00dfe Begeisterung trifft, scheint sie dabei nicht zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Au\u00dfendromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hemes F. Rems:<\/strong> 58,2%<br \/>\nGr\u00e4fin Daphne von Lansweg: 41,8%<\/p>\n<p>Auch dieses Duell scheint bis zum 15. November nicht mehr spannend zu werden, obwohl viele Experten hier ein Kopf-an Kopf-Rennen voraussagten, als die Kandidatur der Gr\u00e4fin bekannt wurde. Doch Amtsinhaber Rems, der durch seinen Kurs der vorsichtigen Ann\u00e4herung zur B\u00f6sen Welt viel Zustimmung erf\u00e4hrt, schien bis Ende Juni nur m\u00e4\u00dfig in Gefahr zu geraten. Zum damaligen Zeitpunkt betrug der Abstand jedoch gerade einmal nur noch sieben Prozentpunkte. Dann jedoch wurden im Rahmen der historischen Aufarbeitung des Gro\u00dfen Paradiesischen Krieges Verstrickungen der Gr\u00e4fin und ihrer Familie in die Finanzierung milit\u00e4rischer Einheiten des Stadelhoff-Regimes bekannt, woraufhin von Lanswegs Beliebtheitswerte signifikant fielen. Somit scheint dieses Amt erneut an Hemes F. Rems zu gehen.<\/p>\n<p><strong>Justizdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gerhard S. Herme:<\/strong> 56,2%<br \/>\nAlbert Hunter: 43,8%<\/p>\n<p>Der in den vergangenen Jahren viel besch\u00e4ftigte Justizdromorniss Herme (u.a. im Prozess gegen die Sekte &#8222;Shaka&#8220;, gegen Gisbert Gr\u00fcnwald oder gegen die Kriegsverbrecher der Weltschlacht) lie\u00df nie sonderliche Zweifel daran aufkommen, dass er am Ende sein Amt verteidigen w\u00fcrde k\u00f6nnen. Sein Herausforderer Albert Hunter, der seit 1814 Chef der internationalen Polizeibeh\u00f6rde ist, konnte mit seinen Vorschl\u00e4gen zur Versch\u00e4rfung einiger Rechtsnormen nur sehr bedingt punkten und musste sich auch immer wieder vorwerfen lassen, gerade vom Rechtsbereich keine ausreichenden Kenntnisse zu besitzen, die jedoch im Falle von Anklagen durch das Justizdromornissentum, welches am LWGH in Palar auch die Funktion einer Staatsanwaltschaft einnehmen kann, unverzichtbar sind. Zudem ist Herme einer der Mitarchitekten der Abschaffung der Todesstrafe Anfang des Jahres, was ihn gerade in den liberalen L\u00e4ndern ungleich beliebter macht als den restriktiveren Hunter. Einen Monat vor der Wahl scheint somit alles auf eine sichere dritte Amtszeit von Gerhard S. Herme hinauszulaufen.<\/p>\n<p><strong>Verteidigungsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Franz-Ludwig von Adlerburg:<\/strong> 60,7%<br \/>\nCarl von der Regi\u00e8me: 39,3%<\/p>\n<p>Vor vier Jahren noch gescheitert, scheint von Adlerburgs Einzug in den Weltpalast nun nichts mehr im Wege zu stehen. Der Hauptfeldwebel der Lieben Armee und stellvertretende Vorsitzende des Milit\u00e4rrates hat einen der deutlichsten Vorspr\u00fcnge aller Kandidaten in einem Duell. Schaut man jedoch nur auf die thematischen Schwerpunkte der beiden Duellanten, so scheint von Adlerburgs Vorsprung durchaus erstaunlich, da beide Kandidaten \u00e4hnliche Ansichten zu den entscheidenden politischen Fragestellungen ihres Ressorts vertreten. So wollen beide einen mehrstufigen Prozessplan mit mehreren Kriterien ausarbeiten, wonach sich zuk\u00fcnftig richten soll, ob ein Kriegseinsatz durch die Liebe Armee erfolgen soll und beide wollen eine gerechtere Verteilung der finanziellen Unterst\u00fctzung der Lieben Armee durch die Staatengemeinschaft. Dass von Adlerburg so weit vor dem als &#8222;Moorleiche&#8220; bekannten von der Regi\u00e8me liegt, ist somit vor allem mit dessen internationaler Bekanntheit zu erkl\u00e4ren. So gaben Ende Juli 67% der Befragten bei einer Umfrage an, von Adlerburg das Amt eher zuzutrauen, da er bereits seit Jahren in den oberen Milit\u00e4rgremien der Lieben Welt vertreten sei, und von der Regi\u00e8me lediglich in Meadowhouse Funktionen auf nationaler Ebene inne hatte. Damit d\u00fcrfte Franz-Ludwig von Adlerburg also der Nachfolger vom scheidenden Verteidigungsdromorniss Gro\u00dfus Kriegerus sein.<\/p>\n<p><strong>Bildungsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Albus Dumbledore:<\/strong> 61,4%<br \/>\nOlympe Maxime: 38,6%<\/p>\n<p>Auch hier ist ein klarer Abstand erkennbar. Dumbledore, seit vier Jahren Bildungsdromorniss, setzte die Politik seines Amtsvorg\u00e4ngers Rems fort und \u00fcberzeugte durch einen reformwilligen Kurs. Laut Umfragen geh\u00f6rt er zu den beliebtesten Dromornissen, weshalb dieses Duell schon von Beginn an nur ihn als Sieger hervorzubringen vermochte. Seine Herausforderin, Olympe Maxime, Leiterin der mev\u00e1nsischen Bildungsverbandes, die einige der Reformen nicht nur r\u00fcckg\u00e4ngig machen will, sondern auch alternative Bildungsangebote neben der Schule verst\u00e4rkt f\u00f6rdern m\u00f6chte, hat dabei auch den Nachteil, dass sie international wenig bekannt ist und bei der letzten Wahl des Verbandes im Mai zudem nur knapp wiedergew\u00e4hlt wurde. Somit d\u00fcrfte Albus Dumbledore am 15. November h\u00f6chstwahrscheinlich in seine zweite Amtszeit als Bildungsdromorniss gehen.<\/p>\n<p><strong>Umweltdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Leopold Waldapfel:<\/strong> 65,5%<br \/>\nJiminy Grille: 34,5%<\/p>\n<p>Als einer von f\u00fcnf Kandidaten insgesamt k\u00f6nnte Leopold Waldapfel in seine dritte Amtszeit im Palaces Monda gehen, die Chancen daf\u00fcr waren wohl nie besser. Im Zuge der weltweiten Debatte \u00fcber Klimapolitik handelte er in den vergangenen Monaten bereits vorausschauend und erlie\u00df insgesamt sechszehn Gesetzentw\u00fcrfe, die zur Verbesserung der Situation beitragen sollen, darunter die Umr\u00fcstung der meisten Antriebe auf Melotraub- oder Acetylquartoridnomel-betriebene Motoren in Fahrzeugen und Schiffen. Sein Herausforderer Grille, ehemaliger Chef der Umweltschutzorganisation &#8222;GreenLife&#8220;, konnte dem wenig entgegensetzen. Ende Juni sprach er auf einer Pressekonferenz, sichtlich frustriert \u00fcber die Situation seines Wahlkampfteams, da Waldapfel nur so mit Gesetzesentw\u00fcrfen um sich werfe und Ideen von Grilles Wahlkampfteam aufnehme oder schon im Vorhinein aufgegriffen habe. Heraus kommt am Ende der zweitgr\u00f6\u00dfte Abstand zwischen einem Amtsinhaber und einem Herausforderer im gesamten Kandidatenfeld, sodass der umtriebe Leopold Waldapfel ohne Weiteres eine dritte Amtszeit planen kann.<\/p>\n<p><strong>Sozialdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Amadeus Sininger:<\/strong> 62,6%<br \/>\nPaula Heldinger: 37,4%<\/p>\n<p>Auch hier wird der Amtsinhaber wohl in eine dritte Amtszeit gehen k\u00f6nnen, und dass auch nicht ganz \u00fcberraschend. Siningers Arbeit, insbesondere sein Projekt &#8222;Treppe 1830&#8220;, bekam von Staaten und Bev\u00f6lkerung rund um den Planeten gro\u00dfe Zustimmung. W\u00e4hrend seiner zweiten Amtszeit konnte er damit deutlich mehr Menschen von sich \u00fcberzeugen als noch von 1811 bis 1815, als er, auch infolge der vielen milit\u00e4rischen Konflikte, kaum Gesetzesentw\u00fcrfe einreichen konnte. Seiner Herausforderin Heldinger, ihres Zeichens Sozialministerin von Atlantis, mangelt es, wie vielen Herausforderern in diesem Jahr, vor allem an Bekanntheit. In Atlantis, wo sie mit zahlreichen Projekten das von Rezession gebeutelte Land zusammenh\u00e4lt, liegt sie in den Umfragen deutlich vor Sininger, im Rest der Welt jedoch dominiert der 51-j\u00e4hrige Paradieser. Heldingers Ideen f\u00fcr das Sozialdromornissentum wurden zudem zuletzt immer wieder als praktisch undurchf\u00fchrbar bezeichnet, da sie darin ihre Projekte aus Atlantis auf die gesamte Welt ausdehnen wollte, was jedoch aufgrund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Situationen der Staaten realistisch nicht machbar ist. Somit d\u00fcrfte auch hier der Amtsinhaber Amadeus Sininger am Ende im Amt bleiben.<\/p>\n<p><strong>Entwicklungsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Steffen A. Winter<\/strong>: 71,4%<br \/>\nSalome Cartwright: 28,6%<\/p>\n<p>Kein Abstand zwischen Amtsinhaber und Herausforderer ist so gro\u00df wie bei diesem Duell. Winter, der in den letzten vier Jahren alle H\u00e4nde voll damit zu tun hatte, die Sch\u00e4den der Vorg\u00e4ngerregierung zu beheben, ist im absoluten Umfragehoch. Seit 1815 verabschiedete der Dromornissenrat ganze 202 Gesetzesentw\u00fcrfe, die aus Winters Ressort kamen, darunter die bereits erw\u00e4hnte &#8222;Treppe 1830&#8220;, die er zusammen mit Sozialdromorniss Sininger erarbeitete. Dazu kamen noch zahlreiche regionale Projekte, beispielsweise in Klondyk und Blumenparadies, um die von Konflikten gebeutelten L\u00e4nder wieder an die \u00fcbrige Staatengemeinschaft heranzuf\u00fchren. Seine Herausforderin Salome Cartwright ist angesichts dessen vollkommen chancenlos, auch wenn sie \u00fcber gute Kontakte verf\u00fcgt. Die Milliard\u00e4rin, Philanthropin und Vorsitzende der Hilfsorganisation &#8222;Aide les Pauvres&#8220; kam w\u00e4hrend der gesamten Zeit seit der Bekanntgabe ihrer Kandidatur nur ein einziges Mal \u00fcber die 30%-Marke, sodass Steffen A. Winter wohl ohne weitere Probleme f\u00fcr eine dritte Legislaturperiode planen kann.<\/p>\n<p><strong>Verkehrsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Christoph<\/strong> <strong>Botao:<\/strong> 64,7%<br \/>\nHarald Hei\u00dfluftballon: 35,3%<\/p>\n<p>Die erste Amtszeit f\u00fcr Christoph Botao im Palaces Monda war eine durchaus erfolgreiche. Viele Bauprojekte wurden fertiggestellt oder zumindest fertiggeplant und viele Staaten loben den Paradieser f\u00fcr dessen verbindliche und konstruktive Art und Herangehensweise, vor allem bei der Finanzierung dieser Bauvorhaben. Durch seine jahrelange T\u00e4tigkeit in der Baubranche ist der Architekt bestens vernetzt, kennt in beinahe allen L\u00e4ndern entscheidende Personen und kann so in Rekordzeit neue Bauvorhaben durchsetzen, beispielsweise der neue Flughafen von Capenroth oder der Tiefwasserhafen in Bristol. Sein Herausforderer Hei\u00dfluftballon hingegen musste sich bis zuletzt immer wieder von Kritikern Einseitigkeit und Unausgeglichenheit vorwerfen lassen. Der 61-j\u00e4hrige Luftfahrtpionier setzt bei seiner Wahlkampfstrategie ganz auf die Fortbewegungsart, an der er seit Jahren forscht: Das Fliegen. Dass er dabei andere Verkehrsbereiche vollkommen ausblendet, wurde ihm beispielsweise zuletzt auf einer Pressekonferenz in Edirne vorgeworfen, als er, angesprochen auf m\u00f6gliche Pl\u00e4ne f\u00fcr das DOP-Zugnetzwerk nur ausweichende Antworten geben konnte. So d\u00fcrfte Christoph Botao also auch weiterhin als Verkehrsdromorniss im Weltpalast vertreten sein.<\/p>\n<p><strong>Sicherheitsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Auge:\u00a0<\/strong>63,9%<br \/>\nRita R\u00fchrig: 36,1%<\/p>\n<p>Dieses Duell ist insofern ein besonderes, als dass hier ein umgekehrter Effekt zu sehen ist, als bei den meisten anderen Duellen dieser Art. Amtsinhaber Auge n\u00e4mlich, der zwar seit vier Jahren bereits Sicherheitsdromorniss ist, aber dennoch vor allem aus Meadowhouse bekannt ist, liegt deutlich vor seiner Herausforderin, der polynesischen Verteidigungsministerin und ehemaligen Karateweltmeisterin R\u00fchrig. Diese machte sich jedoch mit ihrem Ruf nach verst\u00e4rkten Spionaget\u00e4tigkeiten im Sinne der Gefahrenabwehr zuletzt keine Freunde und sich selbst damit ihren leichten Aufw\u00e4rtstrend aus dem Sommer, als sie zweitweise bei fast 45% lag, wieder zunichte. Auge hingegen will seinen Kurs, auch gegen\u00fcber der B\u00f6sen Welt, fortf\u00fchren und dabei die gute Zusammenarbeit mit Au\u00dfen-, Verteidigungs- und Justizdromornissentum ausweiten. Auch f\u00fcr seinen Umgang mit den aus der B\u00f6sen Welt gekommenen und auf der Lieben Welt abgest\u00fcrzten Raumschiffen wird er international gelobt. So scheint f\u00fcr Auge der Weg f\u00fcr eine zweite Amtszeit im Weltpalast nur noch Formsache zu sein.<\/p>\n<p><strong>Sportdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dagobert Duck:<\/strong> 64,8%<br \/>\nBj\u00f6rn Schneckenstone: 35,2%<\/p>\n<p>Es kommt einem vor wie ein D\u00e9j\u00e0-Vu. Bereits vor vier Jahren gab es exakt dieses Duell um den Posten des Sportdromorniss und auch dieses Mal scheint sich Duck, der Ex-Pr\u00e4sident des FC Entenhausen und noch amtierende Pr\u00e4sident des AC Phoenix Wiesenhausen 1708, gegen seinen Herausforderer Schneckenstone durchsetzen zu k\u00f6nnen. Duck, der in der ablaufenden Amtszeit viel Zeit und Kraft in die Errichtung und Etablierung neuer Sportarten in bestimmten L\u00e4ndern steckte, ist ebenfalls einer der beliebtesten Dromornisse im Weltpalast. Unter seiner \u00c4gide wurde beispielsweise die Reform des Fu\u00dfballwettbewerbs Premier Cup und World League entschieden, zudem wurden in 25 Staaten Handball-, Hockey-, Volleyball- oder Fu\u00dfballligen neu eingef\u00fchrt, mitsamt dem dazu erforderlichen System. Ducks Herausforderer Schneckenstone hingegen, der aus dem Bereich des Schneckenrennens kommt und zw\u00f6lf Jahre lang Pr\u00e4sident des Schneckenrennvenutiers war, kann sich angesichts der Umtriebigkeit von Duck nur in vage Versprechen fl\u00fcchten, die jedoch niemanden so recht \u00fcberzeugen. Zudem macht dem 84-J\u00e4hrigen die Gesundheit zu schaffen, im Juni musste er sich einer Arterienoperation unterziehen, nachdem er einen leichten Schlaganfall erlitt. Aus diesen Gr\u00fcnden d\u00fcrfte f\u00fcr Dagobert Duck eine weitere Amtszeit als Sportdromorniss so gut wie sicher sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die bisher betrachteten elf Duelle waren also, wie bereits davor angek\u00fcndigt, diejenigen, in denen keine Spannung oder gar \u00dcberraschung mehr erwartet wird. Ihr Ausgang scheint so gut wie sicher. Doch nun folgen die sechs Posten, bei denen durchaus noch Spannung besteht. Zum Teil ist der Ausgang auch noch vollkommen offen. Die letzten sechs Duelle werden nun aufsteigend hinsichtlich ihrer Spannung und Offenheit aufgef\u00fchrt:<\/p>\n<p><strong>Kulturdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mirco Magiaro:<\/strong> 55,2%<br \/>\nFrancois Fortunard: 44,8%<\/p>\n<p>Erstaunlich viele Probleme hat Amtsinhaber Magiaro mit seinem Herausforderer Fortunard. Bei Verk\u00fcndung der Kandidaten wurde dieses Duell noch als klare Sache zugunsten von Magiaro eingestuft, doch sein Herausforderer aus Mev\u00e1ns konnte sich trotz allem hartn\u00e4ckig behaupten, auch wenn er Magiaro maximal auf acht Prozentpunkte nahe kam. Der Grund f\u00fcr die noch bestehende Spannung in diesem Duell k\u00f6nnte darin liegen, dass das Multitalent Magiaro seinen Job als Kulturdromorniss zwar ernst nimmt, dennoch aber eher durch andere T\u00e4tigkeiten in der \u00d6ffentlichkeit steht, beispielsweise als Komponist, Kugelbahner oder Fu\u00dfballer. Somit verpasste er es ein wenig, seine politischen Standpunkte deutlich zu machen, was Fortunard gl\u00e4nzend ausnutzte. Der Mev\u00e1nser, der zu Beginn des Wahlkampfes vor allem geistige Kunst und Nischenk\u00fcnste f\u00f6rdern wollte, hat seinen Standpunkt mittlerweile ein wenig ge\u00e4ndert und setzt sich auch f\u00fcr Musik, Kunst und Theater im klassischen Sinne ein. Die bisherigen Rededuelle der beiden Kandidaten in unterschiedlichsten Gelegenheiten gewann jedoch Magiaro, da er vor allem durch Detailwissen und rhetorisches Geschick Fortunard ein ums andere Mal vor Probleme stellte. Das Duell ist also zwar spannend, wenn Magiaro sich jedoch in der verbleibenden Zeit vollkommen auf den Wahlkampf konzentriert, hat er beste Chancen dennoch wiedergew\u00e4hlt zu werden.<\/p>\n<p><strong>Solidarit\u00e4tsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dobby:\u00a0<\/strong>54,5%<br \/>\nNebenphantom: 45,5%<\/p>\n<p>Auch hier zeichnet sich ein spannendes Duell ab. Hintergrund der engen Prognosen ist vor allem die gro\u00dfe Geistergesellschaft, die es auch auf der Lieben Welt gibt, und die das Nebelphantom unterst\u00fctzt. LA-Chef Dobby hingegen besitzt gr\u00f6\u00dftenteils die R\u00fcckendeckung anderer Minderheiten, wie Drachen, nat\u00fcrlich Hauselfen, und der sprechenden Tiere. Zwar konnte Dobby in den letzten Jahren seit seinem Amtsantritt 1815 einige Gesetze vorweisen, seine Arbeit kam jedoch nicht derma\u00dfen zum Vorschein, wie seine Funktion als Chef der Lieben Armee. Damit steht er vor einem \u00e4hnlichen Problem wie Mirco Magiaro, n\u00e4mlich dass er f\u00fcr eine andere Sache im \u00f6ffentlichen Bewusstsein verankert ist, als sein Dromornissenjob. Das Nebelphantom hingegen, welches sich insbesondere f\u00fcr die Rechte der Geister einsetzen will, nutzt dies gut aus und kann sich in den Umfragen zumindest in Schlagdistanz halten. Entscheidend werden f\u00fcr dieses Duell aber ganz klar nicht die Minderheiten, sondern die Menschen, da diese nat\u00fcrlich auch diesen Dromornissposten w\u00e4hlen, und bei denen Dobby beliebter ist als das teils etwas distanziert wirkende Nebelphantom. Somit stehen die Chancen f\u00fcr Dobby insgesamt nicht schlecht, eine \u00dcberraschung ist, vor allem bei einer hohen Zahl kurz entschlossener W\u00e4hler, aber denkbar.<\/p>\n<p><strong>Finanzdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Lord Knackser:<\/strong> 54,2%<br \/>\nKlaas Klever: 45,8%<\/p>\n<p>Wohl niemand h\u00e4tte gedacht, dass Lord Knackser tats\u00e4chlich einmal um seine Wiederwahl bangen m\u00fcsste, doch dieses Mal scheint es so zu sein. Er, als einer der beliebtesten Dromornisse im Weltpalast, hat mit seinem Kontrahenten Klever, dem Unternehmer aus Paradies und zugleich Pr\u00e4sident des FC Entenhausen, mehr Probleme, als einige Experten vorher ahnten. Grund daf\u00fcr ist vor allem eine politische Str\u00f6mung in der Wirtschaftspolitik, die deutlich neoliberaler ausgerichtet ist, als Knackser, der zwar auch kein sozial angehauchter Wirtschaftler ist, den Sozialstaat jedoch entschlossen verteidigt. Angerechnet werden Knackser vor allem seine ruhige Hand in den momentanen Zeiten der Banken- und Wirtschaftskrise und sein sofortiges Einschreiten bei der Schieflage von Atlantis im Jahre 1816, als der Staat beinahe pleite ging. Dennoch, sein Konkurrent Klever wei\u00df um die aufgeheizte Stimmung in der Wirtschaft und setzt vor allem auf extreme Deregulierung f\u00fcr die Privatwirtschaft, um der Rezession entgegenzuwirken. Dass vor allem seine &#8222;Klever Holding GmbH &amp; Co. KG&#8220; auch davon profitieren w\u00fcrde, streitet er, darauf angesprochen, gerne ab. Dieser Interessenskonflikt k\u00f6nnte am Ende auch den Ausschlag an der Wahlurne geben, vor allem bei vielen Spontanw\u00e4hlern. Somit muss Lord Knackser also noch ein wenig k\u00e4mpfen, wenn er seine dritte und letzte Amtszeit als Finanzdromorniss erreichen will.<\/p>\n<p><strong>Wirtschaftsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wilfried Betz:<\/strong> 53,6%<br \/>\nVelka Fatra: 46,4%<\/p>\n<p>Auch hier zeichnet sich die aufgeheizte Stimmung zwischen dem neoliberalen Lager um Klever, Fatra und Bielenmeyer und dem sozialer ausgerichteten Lager um Knackser, Betz und Apfulkrax deutlich ab. W\u00e4hrend Betz seine bisherige Politik weiterf\u00fchren m\u00f6chte und Investitionen und Kreditvergaben weiterhin regulieren m\u00f6chte, stet sein Kontrahent Fatra f\u00fcr den entgegengesetzten Kurs. Er m\u00f6chte die Kreditvergabe, auch durch Staaten an Banken erleichtern und so der Rezession entgegenwirken. Zudem setzt er auf eine strikte Haushaltspolitik, vor allem bei kurz vor der Schieflage stehenden Staaten. Die bisherigen Rededuelle der beiden waren mit Abstand die emotionalsten, auch wenn der Zuschauer ihnen aufgrund der vielen Fachausdr\u00fccke nur bedingt folgen konnte. Dabei f\u00e4llt jedoch auf, dass Betz im Zweifel die klareren Worte findet und sich nicht derart in Zahlen und Graphen verl\u00e4uft, wie Fatra es zeitweise tut. Ob das am Ende f\u00fcr eine zweite Amtszeit reicht, ist jedoch erst abzuwarten. Sicher ist bei diesem Duell nur: Sollte am Ende Fatra gewinnen und sich beim Finanzdromornissduell Klever durchsetzen, steht der Weltregierung eine spannende Zeit bevor, da Weltherrscher Apfulkrax deren Kurs nicht teilt. Insgesamt l\u00e4sst sich feststellen, dass Betz es noch in der eigenen Hand hat, da er vor allem bei Arbeitnehmern sehr beliebt ist, aber auf keinen Fall mehr Fehler machen darf, da Fatra jede Chance nutzen wird, die sich ihm bietet.<\/p>\n<p><strong>Innendromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Willi Arg:<\/strong> 52,4%<br \/>\nKalaar Moleskar VI.: 47,6%<\/p>\n<p>F\u00fcr den scheidenden Innendromorniss Leopold von Lassver stehen zwei absolute Hochkar\u00e4ter als Nachfolder parat, die sich seit mehreren Monaten ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. War zun\u00e4chst Arg der deutlich F\u00fchrende, holte Moleskar immer weiter auf und steht nun keine f\u00fcnf Prozentpunkte mehr hinter Arg in der W\u00e4hlergunst. W\u00e4hrend Arg eine gr\u00f6\u00dfere Unabh\u00e4ngigkeit der Staaten in Sicherheits- und Innenpolitik-Fragen vom Weltpalast fordert, da er negative Beispiele dieser Abh\u00e4ngigkeit in seiner Zeit als avasjanravscher Pr\u00e4sident zur Gen\u00fcge erlebt habe, fordert Moleskar das genaue Gegenteil. Er m\u00f6chte die Staaten, insbesondere \u00fcber die LVI, st\u00e4rker zusammenarbeiten lassen und somit zuk\u00fcnftigen Terroranschl\u00e4gen zuvorkommen. Fakt ist, dass beide erst einmal einiges zu tun haben werden, das Innendrormonissentum wieder aktiv zu machen, da Amtsinhaber von Lassver zuletzt fast ein halbes Jahr lang wegen einer Herzoperation au\u00dfer Gefecht war und nur wenige Arbeiten verrichten konnte. Somit kommt die Abl\u00f6sung also definitiv zum richtigen Zeitpunkt. Wer am Ende jedoch das Rennen macht, kann als vollkommen offen bezeichnet werden. Der Trend spricht momentan f\u00fcr Moleskar, da er auf Arg immer weiter aufholte. Sollte letzterer gewinnen, w\u00fcrde der Einfluss der Weltpalastes auf jeden Fall geringer werden, w\u00e4hrend bei einem Sieg des ehemaligen B\u00f6sen Herrschers Moleskar dieser Einfluss wohl noch verst\u00e4rkt w\u00fcrde. Ein offenes Rennen bei einem wichtigen Posten.<\/p>\n<p><strong>Gesundheitsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Thomas Sch\u00e4ffke:<\/strong> 50,7%<br \/>\nDr. Virginia Abels: 49,3%<\/p>\n<p>Dieses Duell ist mit Abstand das spannendste. Im Kampf um die Nachfolge des scheidenden Gesundheitsdromorniss Dagobert Georgie liegen zwei Kandidaten nahezu gleichauf, die jedoch unterschiedlicher kaum sein k\u00f6nnten. Auf der einen Seite Dr. Thomas Sch\u00e4ffke, seit 1810 Oberarzt des Klinikums Wiesenhausen-Frankenthal und zudem international renommierter Gehirnchirurg, der f\u00fcr seine Leistungen, unter anderem die Aufzeichnung von Hirnaktivit\u00e4ten im Mikrobereich, schon vielfach ausgezeichnet wurde. Auf der anderen Seite Dr. Virginia Abels aus Django, die dort seit 1813 die Vorsitzende der nationalen \u00c4rztekammer ist und, bevor sie in die Verwaltung der \u00c4rztekammer ging, vierzehn Jahre als Orthop\u00e4din praktizierte. Sch\u00e4ffke auf der einen Seite steht eher dem Kurs des scheidenden Dromorniss Georgie nahe, also ein Denken, in dem der Patient im Vordergrund steht und in dem vor allem das vielfach kritisierte Profitdenken der Krankenh\u00e4user wenig Platz hat. Dies machte Sch\u00e4ffke auch bereits deutlich, als er einen internationalen Fond ins Gespr\u00e4ch brachte, aus dem Kliniken jeder Art im Notfall gerettet werden k\u00f6nnten, sollten sie denn in Schieflage geraten. Dennoch ist er \u00fcberzeugt, dass auch mit weniger Operationen Krankenh\u00e4user grunds\u00e4tzlich finanziell gehalten werden k\u00f6nnen, besonders auch in strukturschwachen Regionen. Zudem m\u00f6chte er das Krankenversicherungssystem sanieren, B\u00fcrokratie f\u00fcr Haus\u00e4rzte abbauen, mehr Geld in die Forschung investieren und in Krisengebieten eine internationale Organisation forcieren, die schnell und unb\u00fcrokratisch verletzten oder verwundeten Personen hilft. Abels auf der anderen Seite sieht alles vielmehr aus einer eher theoretischen Sicht. Sie setzt sich unter anderem daf\u00fcr ein, dass mehr Krankenh\u00e4user zusammengeschlossen werden und damit viel Kompetenz an einer Stelle entsteht, dass die Ausbildungsdauer f\u00fcr \u00c4rzte verk\u00fcrzt wird, um dem \u00c4rztemangel entgegenzuwirken, dass alternative Heilmethoden ins Versicherungssystem aufgenommen werden und dass Forschung vielmehr von den Konzernen als von Universit\u00e4ten oder Kliniken betrieben wird. Insgesamt also liegen hier beide Kandidaten komplett auseinander in ihren Vorstellungen, was das ganze Duell sehr spannend macht. Wenn keiner der beiden mehr einen Fehler macht bis der 15. November auf dem Kalender steht, d\u00fcrfte dieser Zweikampf derjenige sein, bei dem es am l\u00e4ngsten dauert, bis ein Endergebnis feststeht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Duelle, in denen es noch offen ist, wer sie gewinnt, sind insgesamt zwar nur wenige, daf\u00fcr aber teils mit wichtigen Posten vertreten. Allein drei der sechs offenen Duelle kommen aus der sogenannten &#8222;Ersten Reihe&#8220; der Dromornissposten, namentlich Innen-, Wirtschafts- und Finanzdromornissentum. Somit ist es also h\u00f6chstinteressant, dass gerade in diesen Bereichen der Ausgang noch offen ist. Welche Kandidaten der Weltherrscher favorisiert ist nicht \u00f6ffentlich klar, schaut man sich jedoch seinen Politikstil an, so d\u00fcrfte die Entscheidung deutlich sein, wen er jeweils bevorzugen w\u00fcrde. Die anderen drei Duelle um Kultur-, Solidarit\u00e4ts- und Gesundheitsdromornissentum sollen dabei jedoch keineswegs unter den Tisch fallen. Auch hier sind wesentliche Ressorts der Lieben Welt von einem hart gef\u00fchrten Wahlkampf dominiert, bei dem noch nicht klar ist, wer ihn letztlich gewinnen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Von den insgesamt siebzehn Duellen sind ganze sechs noch einigerma\u00dfen oder komplett offen. Das erscheint im ersten Moment nicht besonders viel, gerade mal gut ein Drittel aller Duelle. Bei Betrachtung der offenen Duelle sieht man jedoch, dass teilweise Schl\u00fcsselposten sind, die noch offen sind und die die Ausrichtung des Palaces Monda, gerade in wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Fragen gravierend bestimmen werden. Die \u00fcbrigen, wohl schon entschiedenen Duelle werden somit am Wahlabend m\u00f6glicherweise schnell in den Hintergrund r\u00fccken, sollte es keine Sensation geben. Doch was man bei all dem schnell vergisst: Dass elf Duelle bereits entschieden sind, darunter das des Weltkaisers, ist einer sehr guten politischen F\u00fchrung der seit 1815 im Amt befindlichen Weltregierung zu verdanken, die daf\u00fcr gesorgt hat, dass man dieses Jahr im Wesentlichen \u00fcber inhaltliche Ausrichtungen sprechen kann, statt \u00fcber Personen und Grundsatzfragen. Nicht zuletzt ist ihr auch zu verdanken, dass die Wahl \u00fcberhaupt stattfindet, wenn man bedenkt, dass die Institution der Weltregierung 1815 heftig unter Beschuss stand. Also sollte die Wahl genutzt werden, auch wenn sie wenig spannend erscheint.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Duell um den Au\u00dfendromornissposten: Rems wohl vor dritter Amtszeit<\/strong><\/p>\n<p>Mit den ab dieser Woche beginnenden Betrachtungen der Duelle um die Dromornissposten geht nun auch die Betrachtung der wirklich spannenden und knappen Rennen rund um die Weltwahl los. Denn anders als beim Posten des Weltkaisers sind eben jene Duelle meist sehr eng und beinahe nicht vorhersagbar. Beim am heutigen Tage betrachteten Au\u00dfendromornissposten jedoch ist das Rennen dann doch nicht so eng, wie es manche bereits kurz nach der Bekanntgabe der offiziellen Kandidaturen vorhergesagt hatten.<\/p>\n<p>Der Au\u00dfendromornissposten, einer jener &#8222;ersten Reihe&#8220; der Weltminister im Palaces Monda, gilt als der Posten f\u00fcr den obersten Diplomaten der Lieben Welt. In sein Aufgabenfeld fallen unter anderem die Beziehungen der Lieben Welt mit den anderen sieben Welten, sowie Unterst\u00fctzung und Koordination zwischen einzelnen Staaten verschiedener Welten, beispielsweise zum Zwecke der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Zudem sind er und seine Abteilung zust\u00e4ndig f\u00fcr die Belange s\u00e4mtlicher Lieber Weltb\u00fcrger, die sich auf den anderen Welten befinden und er hat auch einen st\u00e4ndigen Sitz im LVI-Rat, dem Rat des Au\u00dfengeheimdienstes der Lieben Welt, der &#8222;Lieben Verteidigungs-Intelligenz&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Der Amtsinhaber:<\/strong><\/p>\n<p>Hemes F. Rems, von 1811 bis 1815 zun\u00e4chst Bildungsdromorniss und ab 1815 dann Au\u00dfendromorniss, m\u00f6chte f\u00fcr eine dritte Amtszeit gew\u00e4hlt werden. Der Paradieser ist seit Jahren in den oberen politischen Kreisen der Lieben Welt vertreten, gilt als gut vernetzt und als eine ruhige Pers\u00f6nlichkeit. In seine nun zu Ende gehende Legislaturperiode fielen als zentrales Ereignis besonders die schwierigen Verhandlungen mit der B\u00f6sen Welt seit letztem Jahr, die bis heute andauern. Rems setzte w\u00e4hrend der Verhandlungen mit der B\u00f6sen Welt stets auf eine distanzierte, aber generell aufgeschlossene Linie, die sowohl bei den B\u00f6sen, als auch bei den anderen Welten gut ankam. Nicht wenige sehen deshalb auch ihn, neben Weltherrscher Apfulkrax, als einen der Hauptverantwortlichen, warum die Verhandlungen nicht schon wieder abgebrochen wurden, wie es beispielsweise 1813 der Fall war. Insgesamt ist die Gefahr eines kriegerischen Konflikts zwischen Lieber und B\u00f6ser Welt damit bei weitem nicht mehr so gro\u00df wie noch in den Vorjahren, als durch nur unsichere Informationskan\u00e4le und immer wieder in anderen Welten auftreffenden fl\u00fcchtenden Raumschiffe der Fall eines B\u00f6sen Angriffs durchaus im Rahmen des M\u00f6glichen schien. Nicht zu vergessen ist jedoch auch, dass die B\u00f6sen selbst sich ebenfalls in einer Notlage befinden und wahrscheinlich sich auch deshalb aufgeschlossener gegen\u00fcber den Verhandlungen zeigen als noch zuletzt.<\/p>\n<p>Mit den anderen Welten pflegt Rems indes haupts\u00e4chlich gute Beziehungen. Zu den beiden engsten Verb\u00fcndeten, der Baumhaus- und der Geisterwelt ist der Kontakt mittlerweile deutlich besser geworden, als dies noch unter Helobos der Fall war und der Au\u00dfendromorniss noch Lord Krokobert hie\u00df. Auch die Beziehungen zur Roboter-, zur Verstorbenenwelt und zu Tannazien sind auf einem guten Niveau. Etwas anders sieht dies hingegen bei den Beziehungen zur Erde aus, f\u00fcr die seit 1817 deren Vertreter Donald J. Trump im Weltenrat sitzt. Dieser setzt seit jeher auf Abschottung und zeigt sich \u00fcberdies auch nicht sonderlich interessiert an den politischen Fragestellungen, die dort diskutiert werden. Mit Rems pflegt er ein distanziertes Verh\u00e4ltnis, auch wenn er selbst stets von einem &#8222;tremendous relationship&#8220;, also einer fantastischen Beziehung spricht, sieht die Realit\u00e4t doch etwas anders aus.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine kommende Amtszeit hat sich Rems vor allem vorgenommen, die Verhandlungen mit der B\u00f6sen Welt so weit weiterzuf\u00fchren, dass am Ende m\u00f6glicherweise ein Abr\u00fcstungs- oder auch ein Nichtangriffsb\u00fcndnis stehen k\u00f6nnte. Er betonte aber auch, dass dies noch l\u00e4nger dauern k\u00f6nnte, als nur die n\u00e4chsten vier Jahre und dass gerade bei diesem Thema nichts \u00fcberst\u00fcrzt werden sollte, wie man ja auch aus der Vergangenheit gelernt habe. Er stellte jedoch auch klar heraus, dass die Wiederaufnahme der Verhandlungen nur positiv sei, denn so lange man miteinander rede, sei die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr milit\u00e4rische Aggression deutlich geringer. Ein weiteres Projekt, welches Rems mit dem Verkehrsdromornissentum verwirklichen will, ist die Sanierung der Weltraumbr\u00fccken zu den sieben anderen Welten. Mindestens vier der sieben Br\u00fccken seien in einem Zustand, der momentan zwar noch nicht dramatisch sei, in sp\u00e4testens zehn Jahren aber irreversible Sch\u00e4den zur Folge haben w\u00fcrde, der nur noch einen Abriss der Br\u00fccken als M\u00f6glichkeit lasse. Damit dies vermieden wird, sollen bereits ab Anfang n\u00e4chsten Jahres Sanierungsmannschaften damit beginnen, die wichtigen Passagen auszubessern und prophylaktisch zu verbessern. Ansonsten will Rems vor allem die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den anderen Welten voranbringen, gerade mit Tannazien und der Verstorbenenwelt, mit denen der Handel noch nicht so ausgebaut ist wie mit den meisten anderen Welten.<\/p>\n<p><strong>Die Herausforderin:<\/strong><\/p>\n<p>Als Rems&#8216; Herausforderin im Januar bei der offiziellen Bekanntgabe der Kandidaten genannt wurde, gab es nicht wenige, die das Rennen um den Au\u00dfendromornissposten zu einem der spannenderen rechneten. Gr\u00e4fin Daphne von Lansweg n\u00e4mlich trat an, um den langj\u00e4hrigen Dromorniss zu verdr\u00e4ngen. Laut letzter Umfragen jedoch liegt sie beinahe zwanzig Prozentpunkte hinter Rems, was auf globaler Ebene ein ziemlicher R\u00fcckstand ist. Experten gehen erst bei einem Abstand von zehn oder weniger Prozentpunkten von einem knappen Rennen aus. Gr\u00fcnde f\u00fcr den deutlichen R\u00fcckstand der dem paradiesischen Hochadel angeh\u00f6rigen langj\u00e4hrigen Diplomatin, die auch \u00fcber zehn Jahre beim Weltbund t\u00e4tig war, zeigen sich auf den ersten Blick nicht. Ihr Programm setzt in vielen Bereichen \u00e4hnliche Akzente wie das von Amtsinhaber Rems, jedoch meist mit deutlich mehr Nachdruck und Selbstbewusstsein. Bez\u00fcglich der Verhandlungen mit der B\u00f6sen Welt beispielsweise formulierte sie das Ziel, dass bis sp\u00e4testens in zwei Jahren ein Nichtangriffspakt stehen m\u00fcsste, und dies auch m\u00f6glich w\u00e4re, wenn die Liebe Welt ihre &#8222;Position der St\u00e4rke&#8220; der B\u00f6sen Welt gegen\u00fcber voll ausspielen w\u00fcrde. Gerade diese \u00c4u\u00dferung wurde von einigen Staatschefs scharf kritisiert, unter anderem ausgerechnet von Paradies&#8216; Pr\u00e4sident Karl Ligones, der ihr eine gewisse &#8222;Rammbockmentalit\u00e4t&#8220; bescheinigte. Dass von Lansweg einen durchaus harten Kurs f\u00e4hrt ist auch an ihrer Rolle rund um die Weltschlacht 1812 zu sehen. Schon fr\u00fch bef\u00fcrwortete sie im Weltbund milit\u00e4rische Aktionen gegen Klondyk und soll sogar f\u00fcr eine Kolonialisierung des Riesenkontinents eingetreten sein. Dies wird ihr dort \u00fcbrigens immer noch \u00fcbel genommen, auch wenn nicht restlos best\u00e4tigt ist, dass sie dies getan hat. Doch auch in den ehemaligen paradiesischen Kolonien, die sich vor etwas mehr als zwei Jahrzehnten noch den paradiesischen Gro\u00dfmachtstr\u00e4umen im Unabh\u00e4ngigkeitskrieg erwehren mussten, wurde von Lanswegs \u00c4u\u00dferung mit Bedenken und scharfer Ablehnung aufgenommen.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Beziehungen zu den anderen Welten setzt von Lansweg hingegen, \u00e4hnlich wie Rems, auf eine St\u00e4rkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, jedoch weniger durch die Einrichtung von Freihandelsabkommen, sondern eher durch einmalig geschlossene Vertr\u00e4ge. Dies w\u00fcrde der Politik des Erdenvertreters Trump wohl am ehesten entsprechen, der sich im Weltenrat ebenfalls bereits gegen Freihandelsabkommen aussprach. Somit w\u00fcrde die Liebe Welt wohl einen eher protektionistischen wirtschaftspolitischen Kurs fahren, der der Weltwirtschaft jedoch letzten Endes mehr schaden k\u00f6nnte als n\u00fctzen.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckstand in den Umfragen ist, neben den politischen Zielen von Lanswegs, die zwar auch von den f\u00fchrenden politischen Kr\u00e4ften weitestgehend abgelehnt werden, bei einigen jedoch auch gut ankommen, auch darauf zur\u00fcck zu f\u00fchren, dass viele Menschen, gerade aus unteren Bev\u00f6lkerungsschichten einer Adeligen etwas skeptisch gegen\u00fcber stehen, was sie besonders in den Entwicklungsl\u00e4ndern schlecht wegkommen l\u00e4sst. In den Industriestaaten hingegen finden ihre \u00c4u\u00dferung etwas mehr Gefallen, jedoch gerade in Paradies und auf der paradiesischen Halbinsel findet sie kaum Unterst\u00fctzung. Grund daf\u00fcr ist vor allem ihre nie aufgearbeitete Rolle w\u00e4hrend der Zeit des Stadelhoff-Regimes (1784-1794) und des parallel stattfindenden Gro\u00dfen Paradiesischen Krieges. Laut Medienberichten von 1814 soll sie damals das Regime finanziell unterst\u00fctzt haben und habe so ihre Familie gesellschaftlich aufsteigen lassen, ohne R\u00fccksicht auf die Gr\u00e4ueltaten, die Stadelhoff und seine Anh\u00e4nger ver\u00fcbten. All diese Faktoren also sind wohl Erkl\u00e4rungen, warum Daphne von Lansweg trotz objektiv guter Qualifikationen wenig Chancen hat, tats\u00e4chlich Au\u00dfendromornissin zu werden.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung:<\/strong><\/p>\n<p>Hemes F. Rems wird wohl, falls er im n\u00e4chsten halben Jahr keine gr\u00f6\u00dferen Fehler mehr macht, zum zweiten Mal Au\u00dfendromorniss in der Weltregierung. Profitieren tut er dabei von eine objektiv starken Konkurrentin, die jedoch eine etwas undurchsichtige Vergangenheit hat und mit unangebracht harten Forderungen irritiert. Dennoch ist auch sie nicht vollkommen chancenlos und wird jede M\u00f6glichkeit ergreifen, sich doch noch in den Weltpalast w\u00e4hlen zu lassen, dies hat sie \u00fcber Jahrzehnte in der Welt der Diplomatie definitiv gelernt. Doch alles in allem wird wohl der gewohnt ruhige Rems das Rennen machen, dessen Charakter in den Verhandlungen mit der B\u00f6sen Welt mit Sicherheit von Vorteil ist, w\u00e4hrend eine aufbrausende Gr\u00e4fin Erreichtes eher wieder zerst\u00f6ren k\u00f6nnte. Somit ist Kontinuit\u00e4t, gerade auf diesem Bereich, wohl der Hauptgrund, warum Rems erneut gew\u00e4hlt werden d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Duell um den Weltkaiserthron: Apfulkrax dominiert die Konkurrenz<\/strong><\/p>\n<p>In gut f\u00fcnf Monaten werden zum dritten Mal \u00fcberhaupt auf der Lieben Welt die Weltwahlen abgehalten. Ab dem 08. April wird nun jede Woche an dieser Stelle eines der Duelle um einen Dromornissposten n\u00e4her betrachtet, die Chancen von Amtsinhaber und Herausforderer dargestellt, ebenso wie die politischen Einstellungen und Konzepte der beiden Kandidaten.<\/p>\n<p>Das erste Duell, welches in dieser Rubrik n\u00e4her betrachtet wird, scheint tats\u00e4chlich auch das eindeutigste zu sein. Dabei ist nicht nur eine Auseinandersetzung zwischen insgesamt f\u00fcnf Kandidaten, sondern auch noch die Auseinandersetzung um das h\u00f6chste Amt, welches es auf der Lieben Welt zu bekleiden gibt: Das Amt des Lieben Weltherrschers. Als Oberhaupt des Palaces Monda und als Kopf der Weltregierung ist er in s\u00e4mtlichen politischen Bereichen aktiv, muss sich um die Belange jedes einzelnen Staates k\u00fcmmern, ohne jedoch zu sehr in deren Kompetenzen und Souver\u00e4nit\u00e4t einzumischen. Alles in allem also ein sehr verantwortungsvolles und anspruchsvolles Amt und dass das Rennen um eben jenes Amt so entschieden scheint, ist deshalb auch eine \u00dcberraschung, weil der Amtsinhaber auch sehr viel falsch machen kann, wie Beispiele aus der Vergangenheit gezeigt haben.<\/p>\n<p><strong>Der Amtsinhaber:<\/strong><\/p>\n<p>Zwar wird politischen Amtsinhabern stets ein gewisser Amtsbonus beschieden, im Falle des Lieben Apfulkrax ist dies jedoch mehr als ein blo\u00dfer Bonus. Nach letzten Umfragen liegt der ehemalige Hauptfeldwebel der Lieben Armee mit knapp 58 Prozent schier uneinholbar vor seinen Herausforderern, und dass obwohl der Wahlkampf gerade erst richtig losgeht. Die erste Amtszeit des Lieben Apfulkrax kann als zweigeteilt angesehen werden: Vom Zeitpunkt seiner Wahl an, im November 1815, bis etwa Mitte des Jahres 1817 musste er die Scherben, die sein Vorg\u00e4nger hinterlassen hatte, zusammenkehren und Krisen an allen Ecken und Enden der Lieben Welt beenden oder zumindest entsch\u00e4rfen. Erst nachdem dies geschafft war, konnte er sich dem Wiederaufbau oder auch dem Fortschritt der Lieben Welt widmen. Und dies tat er durchaus erfolgreich. Unter seiner Regentschaft kam es bisher zu keiner weiteren internationalen Krise, die milit\u00e4rischen Gro\u00dfm\u00e4chte stehen sich zurzeit friedlich gegen\u00fcber und der Anteil der Entwicklungsl\u00e4nder, die einen Wirtschaftsaufschwung, trotz der in Thovez und Titanien herrschenden Rezession der Weltwirtschaft, erleben, ist zuletzt deutlich angestiegen. Die Dromornisse k\u00f6nnen unter seiner \u00c4gide deutlich freier agieren als noch unter Helobos, doch geht dies nicht zulasten der Kommunikation zwischen den unterschiedlichen \u00c4mtern. Vielmehr scheint dieser recht liberale, im Notfall dann aber auch entschlossene Regierungsstil, bei den meisten B\u00fcrgern der Lieben Welt sehr gut anzukommen. Ein Beispiel f\u00fcr entschlossenes Handeln konnte der Liebe Apfulkrax im vergangenen Jahr demonstrieren, als er, trotz einiger Widerst\u00e4nde auch aus den eigenen Reihen, einen interuniversellen Gipfel ansetzte, der erstmals seit 1813 auch wieder die B\u00f6se Welt beinhaltete. Auch dieser Schritt sorgte daf\u00fcr, dass dem Weltkaiser Respekt entgegengebracht wird, da Verhandlungen mit dem Phantom bekannterma\u00dfen nie so ausgehen, wie man sie vorher plant. Das Verh\u00e4ltnis zur B\u00f6sen Welt ist seitdem etwas weniger spannungsgeladen, von einer Entspannung kann noch nicht die Rede sein, ein Angriff der B\u00f6sen ist jedoch auf absehbare Zeit wohl nicht zu erwarten. Nicht zuletzt durch diesen Schritt, aber auch durch viele weitere Gesetze und Regelungen, beispielsweise die Abschaffung der Todesstrafe, stieg die Beliebtheit des Weltkaisers stets an und auch bei den politischen Kollegen, sei es im Weltpalast, beim Weltbund oder in den einzelnen Staaten, \u00fcberwiegt eine positive Resonanz.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der politischen Ausrichtung will der Liebe Apfulkrax seine bisherige Linie fortsetzen. Er selbst sprach auf einer Wahlveranstaltung in Ranjos von einer Politik der &#8222;Kompromisse und Roten Linien&#8220;, womit wohl eben jene Mischung aus Entgegenkommen und Entschlossenheit gemeint ist. In Titanien, Thovez, Atcanien, Klondyk und Sprudelinien sind die Umfragewerte des amtierenden Weltkaisers zurzeit \u00fcberragend, in den anderen Kontinenten ist sein Vorsprung etwas geringer. Lediglich einzelne, interessanterweise vor allem autokratisch regierte Staaten, sehen im momentanen Weltkaiser nicht die beste L\u00f6sung und sind f\u00fcr seine Abl\u00f6sung. Dennoch halten sich auch hier die lautstarken Forderungen zur\u00fcck, denn vielen der Autokraten, meist selbst mit milit\u00e4rischer Vergangenheit, imponiert es, dass auch der Liebe Apfulkrax zweieinhalb Jahrzehnte bei der Lieben Armee war. So ist von einer eindeutigen und vor allem einstimmigen Bewegung in den besagten Staaten nicht zu reden. Alles in allem kann wohl gesagt werden, dass der Liebe Apfulkrax bei normaler Weiterf\u00fchrung seines Amtes auch in den st\u00fcrmischen Wahlkampfzeiten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weitere vier Jahre im Weltpalast regieren darf.<\/p>\n<p><strong>Die Herausforderer:<\/strong><\/p>\n<p>\u00c4rgster Verfolger des amtierenden Weltkaisers ist laut den letzten Umfragen der ehemalige molquarzische Verteidigungsminister Boris Garic. Allerdings wird angesichts Umfragewerten von knapp 14 Prozent ziemlich deutlich, wie klar der Liebe Apfulkrax momentan in F\u00fchrung liegt. Garic hat seine Unterst\u00fctzer insbesondere in den autokratischen L\u00e4ndern Robasiens, Vrankeniens und Panthalassas. Da aber jene Kontinente meist nur wenige Einwohner haben, sind seine Werte auch entsprechend schwach. In Thovez und Titanien hingegen liegt Garic meist bei mittleren einstelligen Ergebnissen. Seine Politik einer Umgestaltung des Weltkaisersystems zu einem Pr\u00e4sidialsystem gef\u00e4llt den meisten demokratisch regierten Staaten \u00fcberhaupt nicht, genauso wie die Verwicklungen Garics in dubiose Zahlungen f\u00fcr paramilit\u00e4rische Truppen, die in Molquarze zurzeit f\u00fcr Chaos sorgen. Garic will zudem die Todesstrafe wiedereinf\u00fchren, wozu er allerdings das Votum des Weltbundes br\u00e4uchte, was mehr als unwahrscheinlich ist, au\u00dferdem fordert er eine Besinnung eines jeden Staates auf die eigene Politik, lehnt Freihandel und internationale Organisationen zur F\u00f6rderung der Wirtschaft strikt ab und ist auch f\u00fcr eine starke Einschr\u00e4nkung der Macht der Weltregierung in den einzelnen Staaten und auch der Lieben Armee. Angesichts von Umfragewerten, die weniger als ein Viertel von dem betragen, was der Liebe Apfukrax zurzeit erwarten d\u00fcrfte, ist eine Diskussion \u00fcber einen Weltherrscher Boris Garic nur sehr hypothetisch.<\/p>\n<p>Apfulkrax&#8216; zweiter Herausforderer, der ehemalige Sportfunktion\u00e4r Karl von Schneckbrandt, den nicht wenige nach Bekanntgabe seiner Kandidatur als sch\u00e4rfsten Konkurrenten f\u00fcr den Weltkaiser gesehen hatten, hat ein ganz anderes Problem: Sein politisches Programm unterscheidet sich so gut wie gar nicht von dem des amtierenden Weltkaisers. Schneckbrandt fordert mehr Solidarit\u00e4t mit den Entwicklungsl\u00e4ndern, mehr Demokratisierung, weniger Milit\u00e4reins\u00e4tze der Lieben Armee, Bek\u00e4mpfung von Armut oder auch mehr Umweltschutz, alles Themen, die Liebe Apfulkrax so oder so \u00e4hnlich teilweise schon l\u00e4ngst angegangen hat oder aber ebenso im Wahlkampf vertritt. Dass Schneckbrandt in den Umfragen noch hinter Boris Garic liegt ist auch damit zu erkl\u00e4ren, dass er nie ein politisches Amt bekleidet hat. Viele W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler k\u00f6nnen ihn nur schlecht einordnen und wollen das vermeintliche Risiko nicht eingehen, einen unerfahrenen Mann in das h\u00f6chste Amt der Lieben Welt zu w\u00e4hlen. Weltbundpr\u00e4sident Tom Arne Henriksen formulierte, angesprochen auf die Personalie von Schneckbrandt vor wenigen Tagen in Liraspas, folgenden durchaus treffenden Satz: &#8222;Wenn Herr von Schneckbrandt zun\u00e4chst das Amt eines Dromorniss in Angriff genommen h\u00e4tte, w\u00e4ren seine Chancen bei guter Amtsf\u00fchrung in vier Jahren vielleicht Weltherrscher zu werden nicht schlecht, als komplett Unbekannter im politischen Betrieb ist dies aber dieses Jahr nicht machbar.&#8220;<\/p>\n<p>Die Chancen der letzten beiden Herausforderer, Ferdinand Bielenmeyer und Agnes Nicolay, sind hingegen so verschwindend gering, dass von vielen Medien bereits von einer Aufgabe der Wahlkampfkampagnen gesprochen wurde. Bisher lie\u00df aber weder Wirtschaftsfachmann Bielenmeyer noch die Idealistin Nicolay derartige Meldungen verlauten. Angesichts von knapp neun beziehungsweise knapp sieben Prozent an Zustimmung laut der letzten Umfrage scheint eine Aufgabe allerdings durchaus realistisch. Bei Bielenmeyer liegen die schlechten Umfragewerte vor allem an seiner nicht besonders vereinnahmenden Pers\u00f6nlichkeit. Bei einer Umfrage zu den Personen, die sich um die \u00c4mter im Palaces Monda bewerben, konnten selbst in Thovez gerade einmal 37 Prozent sagen, dass Bielenmeyer antritt und gerade einmal 29 Prozent wussten, f\u00fcr welche Politik er steht. So sieht wohl ein typisches Imageproblem aus, auch weil seine starke Fokussierung auf die Wirtschaft eher weniger Aufgabe des Weltherrschers ist, der sich ja in allen Politikfeldern bet\u00e4tigt. Bei Nicolay hingegen sind die schlechten Umfragewerte vor allem auf ihre Forderungen zur\u00fcckzuf\u00fchren, mangelnde Bekanntheit ist der schillernden Ex-B\u00fcrgermeisterin von Yamoussokro nicht zu unterstellen. Allerdings beschr\u00e4nkt sich diese Bekanntheit haupts\u00e4chlich darauf, dass sie immer wieder von anderen Kandidaten f\u00fcr ihre, wie Bielenmeyer es ausdr\u00fcckte, &#8222;naive Sicht auf die Dinge&#8220; verspottet wird. So sprach sie Anfang des Monats davon, dass nun, da \u00fcberall Frieden auf der Lieben Welt sei, die Zeit gekommen sei, um eine weltweit gleiche Bezahlung aller Bev\u00f6lkerungsgruppen zu initiieren, zudem brachte sie auch das Thema der &#8222;Tierrechte&#8220; wieder in den politischen Diskurs mit ein. Alles in allem werden wohl Bielenmeyer und Nicolay keine gro\u00dfe Rolle bei diesen Weltwahlen spielen, wenn sie denn \u00fcberhaupt bis zum Ende dabei sind.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung:<\/strong><\/p>\n<p>Dass der Liebe Apfulkrax wiedergew\u00e4hlt wird, ist wohl nur noch Formsache. Keiner seiner Konkurrenten kann ihm dieses Jahr das Wasser reichen, ganz gleich mit welchem politischen Hintergrund. Fraglich scheint somit nur die H\u00f6he des Wahlsieges, 1811 wurde Helobos mit 50 Prozent der Stimmen Weltkaiser, glaubt man den Umfragen, wird der Liebe Apfulkrax dieses Ergebnis locker \u00fcbertreffen. Von Vorteil f\u00fcr ihn sind allerdings auch die Gegenkandidaten, von denen keiner augenscheinlich das Format hat, das wichtigste Amt der Lieben Welt zu \u00fcbernehmen. Experten rechneten allerdings auch schon letztes Jahr damit, weil sich wohl kein politisches Schwergewicht in den letztendlich doch aussichtslosen Wahlkampf begeben wollen w\u00fcrde. Somit scheinen vier weiteren Regierungsjahren unter Weltkaiser Apfulkrax keinerlei Hindernisse im Wege zu stehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zwischen Fortschritten und R\u00fcckschl\u00e4gen &#8211; Die Welt im Jahr der Weltwahl<\/strong><\/p>\n<p>Im Herbst diesen Jahres ist es mal wieder so weit: Zum dritten Mal in der Geschichte der Lieben Welt werden die Weltwahlen durchgef\u00fchrt. Schon in wenigen Wochen werden die Wahlkampfkampagnen der Inhaber und der Herausforderer um die Posten der Dromornisse und des Weltkaisers in die hei\u00dfe Phase eintreten, die dann bis zur Wahl anhalten wird. Auch hier auf der Webseite wird ab dem 08. April unter der Rubrik &#8222;Internationale Nachrichten&#8220; w\u00f6chentlich ein Duell um eines der h\u00f6chsten \u00c4mter dieser Welt vorgestellt und n\u00e4her beleuchtet. Doch bevor der Wahlkampf richtig losgeht und politische Polemik und Sticheleien die Oberhand gewinnen werden, lohnt es sich, zu schauen wo die Liebe Welt in diesem Jahr der Weltwahlen steht. Dies ist im Folgenden dargestellt, sortiert nach den unterschiedlichen Kontinenten und gefolgt von einem Gesamtfazit.<\/p>\n<p><strong>Titanien:<\/strong><\/p>\n<p>Im zweitbev\u00f6lkerungsreichsten Kontinent der Lieben Welt geht es insgesamt aufw\u00e4rts. Der Palaces Monda kommt mit beinahe allen Staaten ohne Probleme zurecht, nicht zuletzt auch mit dem Standortstaat des Weltpalastes, Meadowhouse, und dessen Erzrivalen Gr\u00fcnland. Der gr\u00f6\u00dfte Staat Atlantis hat sich von seiner wirtschaftlichen Schieflage 1814 weitestgehend erholt und schreibt unter der neuen Regierung von Ministerpr\u00e4sident Thomas Bremersen, der 1816 auf Maximilian Laker folgte, seit letztem Jahr endlich wieder schwarze Zahlen. Die Staaten der Paradiesischen Halbinsel haben das Chaos der Jahre 1812 bis 1815 gut \u00fcberstanden und blicken positiv in die Zukunft, die Vers\u00f6hnung zwischen den Gegnern in der Weltschlacht, Diamantina, Magabienien und Gr\u00fcnland auf der einen Seite, Transanien, Schneckland, Westparadies, Meadowhouse und Gallertland auf der anderen Seite, ist, auch dank neuer Regierungen in den zuerst genannten Staaten, ebenfalls weitestgehend abgeschlossen. In der \u00e4rmeren Region in S\u00fctitanien, besonders im S\u00fcdosten des Kontinents, profitieren die Staaten, insbesondere Ost- und Westtriso, Nord- und S\u00fcdverizienien, Ost- und Westsummadien und Alkantro von den umfangreichen Hilfsma\u00dfnahmen des Weltpalasts, unter anderem der &#8222;Treppe 1830&#8220;, die Sozialdromorniss Sininger ins Leben rief. Die \u00fcbrigen Inselstaaten stehen wirtschaftlich und auch politisch gut da, Fantasio ist nach wie vor Wirtschaftsmacht Nummer eins in der Region, der entwicklungspolitische Abstand der umliegenden Staaten, beispielsweise Dagobinien, Mompracem oder Masalia, hat sich w\u00e4hrend der letzten Jahre aber verringert. Zur\u00fcckgeworfen werden jene Staaten lediglich immer wieder durch Naturkatastrophen, so beispielsweise beim Hurrikan &#8222;Evan&#8220; im Herbst 1817, der weite Teile S\u00fcdlands, Bengalens und Whales verw\u00fcstete oder beim Tsunami im Mai 1818, der die Silas-Inseln traf. Dadurch wurden wirtschaftliche Fortschritte meist zur\u00fcckgeworfen, nicht jedoch derart dramatisch, dass L\u00e4nder in den Stand eines Entwicklungslands zur\u00fcckgefallen w\u00e4ren. Die Stimmung gegen\u00fcber dem Weltpalast ist in allen Teilen des Kontinents positiv, die etablierten Industriem\u00e4chte Nordtitaniens freuen sich \u00fcber gute Wirtschaftsdaten und die lang ersehnte politische Stabilit\u00e4t, die s\u00fcdtitanischen Schwellenl\u00e4nder f\u00fchlen sich von der Weltregierung mitgenommen und nicht ignoriert.<\/p>\n<p><strong>Thovez:<\/strong><\/p>\n<p>Auch im Kontinent mit den meisten Einwohnern, Thovez, gibt es fast durchweg positive Nachrichten zu vermelden. In Nordthovez ist man, ebenso wie in Nordtitanien, sehr zufrieden mit der Art und Weise, mit der der Weltpalast mit den Staaten umgeht und neue Ideen kommuniziert. Paradies&#8216; Staatschef Karl Ligones \u00e4u\u00dferte im Februar dazu Folgendes: &#8222;Wenn aus Wiesenhausen ein neuer Gesetzesvorschlag kommt, der die Souver\u00e4nit\u00e4t unseres Staates oder die anderer Staaten betrifft, wird zun\u00e4chst mit uns geredet und dann mit dem Weltrat, ehe die \u00d6ffentlichkeit einbezogen wird. Das ist genau die Reihenfolge, die eingehalten werden muss f\u00fcr eine wirksame und vertrauensvolle Zusammenarbeit. In der Vergangenheit, also vor 1815 lief es leider meist genau umgekehrt.&#8220; Somit wird also auch hier der Weltpalast in einem sehr positiven Licht gesehen. In S\u00fcdthovez hingegen f\u00e4llt das Urteil gemischt aus. W\u00e4hrend Industriestaaten wie Django, Estland, Polynesien, Drachonien und Lassver ebenfalls zu einem positiven Urteil kommen, sind Staaten wie Ceratoland und Iranja nicht g\u00e4nzlich einverstanden mit der Politik der Weltregierung. In Iranja, welches mit Miwan nach wie vor in einem Konflikt \u00fcber grenznahe Erd\u00f6lfelder steckt, welcher unter Vermittlung der Weltregierung entsch\u00e4rft werden soll, ist die politische Lage explosiv. Staatschef Marc Kardarov, seit 1812 im Amt, hat l\u00e4ngst nicht mehr alle Stimmen auf seiner Seite und auch das entscheidende Milit\u00e4r scheint den Pr\u00e4sidenten, der mit harter Hand regiert, nicht mehr vorbehaltlos st\u00fctzen zu wollen. M\u00f6glich also, dass hier in Zukunft ein neuer Konfliktherd entstehen k\u00f6nnte. Ebenso wie im Ceratoland, wo Staatspr\u00e4sident Albert Ankylo seit 1815 einen harten Kurs gegen die ehemalige Kolonialmacht und Erzrivalen Django f\u00e4hrt. Im vergangenen Jahr sperrte Ankylo sogar f\u00fcr drei Monate die Grenz\u00fcberg\u00e4nge zum Nachbarstaat, und gab dies erst auf, als LA-Chef Dobby nach wirtschaftlichen Sanktionen auch milit\u00e4rische Optionen nicht mehr ausschloss. Im Gegensatz zu Iranja wird Ankylo jedoch von weiten Teilen der Bev\u00f6lkerung unterst\u00fctzt und sitzt deshalb fest im Sattel, auch hier arbeitet die Weltregierung als Mediator an einer einvernehmlichen L\u00f6sung.<\/p>\n<p><strong>Klondyk:<\/strong><\/p>\n<p>1812 noch Hauptgegner Meadowhouse&#8216; und auch der Weltregierung, hat sich die Situation des gr\u00f6\u00dften Landes der Lieben Welt grundlegend ver\u00e4ndert. Seit Igor Abrassimow, ehemaliger B\u00fcrgerkriegskommandant aus dem Osten des Landes, 1813 die Macht \u00fcbernommen hatte, f\u00e4hrt der Kontinent einen deutlichen moderateren Kurs gegen\u00fcber Weltregierung und den vormaligen Kriegsgegnern. Staatschef Abrassimow, der demokratische Reformen zwar auch nicht mit aller Entschlossenheit durchsetzt, h\u00e4lt sich vor allem aus der nach wie vor angespannten Lage zwischen Julsavien und Kalavien zur\u00fcck, was vor sieben Jahren ja der Weltschlachtausl\u00f6ser war. In angesprochenen Staaten hat sich die Situation im Erkietenland auch sieben Jahre nach der Eskalation nur partiell gebessert. Die Liebe Armee ist nach wie vor pr\u00e4sent, das Mandat f\u00fcr den Einsatz wurde erst letztes Jahr f\u00fcr f\u00fcnf weitere Jahre verl\u00e4ngert. Dennoch sind leichte Fortschritte erkennbar, vor allem seit in Julsavien Wladimir Kaplonow-Kripow das Pr\u00e4sidentenamt \u00fcbernommen hat. Mit seinem launischen Kollegen Donald Eremenkic, Staatschef von Kalavien, kommt er wesentlich besser zurecht als noch sein Vorg\u00e4nger und Kriegsbef\u00fcrworter Vladimir Gustov. Momentan wurde eine Waffenruhe bis Mai unterzeichnet, vereinzelt gibt es im Erkietenland aber dennoch Gefechte, zum Teil auch von mittlerweile gebildeten Guerillagruppen, die zwischen die Fronten geraten. Die Lage ist alles in allem sehr un\u00fcbersichtlich, eine erneute Eskalation ist auf absehbare Zeit aber wohl nicht zu erwarten.<\/p>\n<p><strong>Sprudelinien:<\/strong><\/p>\n<p>Der Kontinent im Osten von Klondyk ist derjenige, der von der Entwicklungspolitik des Weltpalasts in der laufenden Legislaturperiode am meisten profitiert hat. Alle Staaten konnten in den letzten Jahren deutliche wirtschaftliche Zuw\u00e4chse verzeichnen, besonders in den vormaligen Entwicklungsl\u00e4ndern Bamaqualand und Namaqualand besserte sich die Situation signifikant, sodass sie von der Welthandelsorganisation mittlerweile als Schwellenl\u00e4nder eingestuft werden. Auch in den anderen f\u00fcnf Staaten des Kontinent floriert die Wirtschaft und die politische Situation ist stabil. Zwar hat Mailodis nach wie vor mit Einbu\u00dfen im gr\u00f6\u00dften Wirtschaftssektor, der Landwirtschaft, zu tun, vor allem aufgrund des trockenen Jahres 1818, doch ist auch hier der Optimismus gut sp\u00fcrbar. Die drei Paradies-Inseln im Sprudelmeer sehen ebenfalls einer guten Prognose entgegen und der s\u00fcdlichste Staat De Litland schaffte es in aktuellen Berechnungen der Welthandelsorganisation sogar auf Platz sieben was das BIP pro Kopf angeht. Alles in allem ist also alles bestens im Sprudelmeer.<\/p>\n<p><strong>Robasien:<\/strong><\/p>\n<p>Ganz anders sieht dies in Robasien aus. Der &#8222;vergessene Kontinent&#8220;, wie er von Ex-Wirtschaftsdromorniss Velka Fatra schon einmal genannt wurde, hat nach wie vor erhebliche Probleme, an der positiven Situation teilzuhaben. Hier macht sich die weltweite Rezession am st\u00e4rksten bemerkbar. Ausgenommen davon ist, wie eigentlich schon immer, lediglich das nordrobasische Dilosophien, welches sich mittlerweile zu einem etablierten Handelszentrum gemausert hat und eindeutig das wirtschaftliche Zentrum des Kontinents darstellt. Gerade in S\u00fcdrobasien ist es jedoch eine teilweise dramatische Situation. Sowohl in Tirithien und der Insel, auf der sich Skandavien, Abrasien und Vestarenien befinden, als auch in den anderen, haupts\u00e4chlich autokratisch regierten Staaten, wie beispielsweise Verkasien, Malkle und Riesle, ist zurzeit ein deutlicher Abw\u00e4rtstrend zu erkennen, obwohl sich die Weltregierung schon seit Jahren bem\u00fcht, den Staaten auf die Beine zu helfen. Korruption, Vetternwirtschaft und Inkompetenz der Verantwortlichen sorgen meist daf\u00fcr, dass das Geld nicht dort ankommt wo es hin soll und dass Hilfsma\u00dfnahmen nutzlos bleiben. Da sich der Weltpalast jedoch nicht ohne weiteres in staatsinterne Angelegenheiten einmischen darf, sind Wiesenhausen insofern die H\u00e4nde gebunden. Beinahe alle in S\u00fcdrobasien befindlichen Staaten liegen weit unterhalb der Armutsgrenze, auch das \u00e4rmste Land der Lieben Welt, Nos\u00e9stra, befindet sich hier.<\/p>\n<p><strong>Atcanien:<\/strong><\/p>\n<p>In Atcanien hingegen steht die Situation in vielen Staaten auf Ver\u00e4nderung. W\u00e4hrend in Blumenparadies, Havaii und Meerland nach der Aufregung im Jahre 1813 wieder Normalit\u00e4t eingekehrt ist, stehen Mittelland, Avasjanrav und auch Molquarze vor interessanten Zeichen. In Avasjanrav regiert seit letztem Jahr Peter Juskorek, der Willi Arg als Staatspr\u00e4sident abl\u00f6ste. Juskorek, Ex-Milit\u00e4r und Hardliner, hat zwar einen guten Draht zu Weltkaiser Apfulkrax, wirklich souver\u00e4n wirkt er jedoch in seinen Entscheidungen wirklich nicht. Schon vor einigen Monaten wurden Stimmen laut, ob Juskorek \u00fcberhaupt kompetent genug sei, ein solch gro\u00dfes Land zu f\u00fchren. In Mittelland hingegen leitet Ravan Fatra seit 1815 die Geschicke der gr\u00f6\u00dften Diktatur der Lieben Welt. Vorsichtig versucht er Ver\u00e4nderungen herbeizuf\u00fchren, wohl wissend, dass der harte Regierungsstil seines Vaters am Ende dessen Amtszeit von den meisten B\u00fcrgern verabscheut wurde. Fatra denke nach, die Legislaturperioden von zehn auf f\u00fcnf Jahre zu reduzieren, was schon eine deutliche Verbesserung beinhalten w\u00fcrde. Allein, die Wahlen in Mittelland der letzten Jahre galten als eine Farce, da eine Opposition ohnehin nicht zugelassen wurde. In Molquarze brodelt es dagegen schon heftig. Staatschef Walter Mehler, seit 1803 im Amt und ein Mann, f\u00fcr den Demokratie eine Last ist, wie er selbst einmal sagte, hat den R\u00fcckhalt im Volk verloren. Nach der Ank\u00fcndigung, zur n\u00e4chsten Wahl im Jahre 1821 erneut antreten zu wollen, kam es in der Hauptstadt Ivanovo zu gewaltt\u00e4tigen Auseinandersetzungen. Nicht wenige internationale Diplomaten rechnen schon mit einem Zerbrechen des Vielv\u00f6lkerstaats, der insgesamt ja zehn L\u00e4nder umfasst. Anfang April will Weltkaiser Apfulkrax deshalb auch mit Mehler im benachbarten Kristalland zusammenkommen, um die Situation zu entsch\u00e4rfen.<\/p>\n<p><strong>Panthalassa:<\/strong><\/p>\n<p>In Panthalassa geht es dagegen deutlich aufw\u00e4rts, vor allem im Norden des Kontinents. Zwar muss die Weltregierung auch hier immer mal wieder zur Einhaltung der Menschenrechte mahnen, insbesondere im seit 1784 von Otto IV. regierten Iseraco, doch meist legen sich derartige Konfrontationen schnell wieder. Neben Pang\u00e4a, welches in den letzten Jahren einen deutlichen Entwicklungsschritt getan hat, ist im S\u00fcden des Kontinents vor allem Rh\u00fben als eines der Gewinnerl\u00e4nder der letzten Jahre zu bezeichnen. Durch kluge Sozialpolitik und einen gnadenlosen Anti-Korruptionskampf gelang es Staatschef Norbert Rucks, das 2,1 Mrd. Menschen z\u00e4hlende Land auf einen guten Weg zu bringen. In Rh\u00fbens Nachbarstaaten hingegen sieht die Situation schwierig aus. Aus Serbienien und Mont\u00e9segro, letzteres die letzte absolute Monarchie der Lieben Welt, kommen nur wenige Informationen an die Au\u00dfenwelt. Beide Monarchien m\u00fcssen sich jedoch wohl bald einem Nachfolgeproblem stellen: In Serbienien steht Ludwig IV., seit 1786 im Amt, vor dem R\u00fccktritt, ein Nachfolger ist noch nicht gefunden. In Mont\u00e9segro wird ebenfalls andauernd mit einem R\u00fccktritt des greisen Karl II., seit 1771 im Amt, gerechnet, hier entbrannte schon in den vergangenen Jahren ein erbitterter Kampf zwischen seinen drei S\u00f6hnen um die Nachfolge ihres Vaters. F\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung der Staaten sind diese Zust\u00e4nde jedenfalls nicht positiv, so stehen sie auf Platz 87 (Serbienien) und 91 (Mont\u00e9segro) von 93 Staaten, was das BIP pro Kopf angeht.<\/p>\n<p><strong>Vrankenien:<\/strong><\/p>\n<p>Auf dem Kontinent Vrankenien ist die Situation von Land zu Land sehr unterschiedlich. W\u00e4hrend im Norden Ithilien und Veridor wirtschaftlich kaum vorankommen, auch hier ist als Hauptproblem wohl das autokratische System zu nennen, welches insbesondere in Ithilien durch den seit 1801 amtierenden Pr\u00e4sidenten Leonardo Castio Reformen, welcher Art auch immer, verhindert und eher durch Korruption und Repression Schlagzeilen macht. Einen Sonderfall stellt das direkt dem Weltpalast unterstellte Protektorat L. Mordor da, welches seit 1812 vom eingesetzten Generalgouverneur Berthold Tsorger regiert wird. Zwar befindet sich L. Mordor nach wie vor am Ende der Liste hinsichtlich des BIP pro Kopf, die unruhige Situation, die im Land noch vor zehn Jahren herrschte, konnte Tsorger jedoch wirkungsvoll unterbinden. In S\u00fcdvrankenien gestaltet sich die Situation g\u00e4nzlich anders. Mit Ausnahme von Olkanien und Jaskrelien konnten in allen weiteren L\u00e4ndern innerhalb der letzten Jahre demokratische Grundwerte vermittelt werden, die bisher auch klaglos umgesetzt werden. Hauptwirtschaftsmacht in der Region ist ganz klar Saram\u00e9\u00e9no, welches sich im internationalen Vergleich als einziges Land westlich des Panthalassa oberhalb der Armutsgrenze befindet. Experten prognostizieren durch eine wirtschaftsfreundliche Politik des letztes Jahr gew\u00e4hlten Morten Gal\u00e9\u00e9no weiter ein starkes Wachstum. Aber auch in den umliegenden Staaten, Cerdonien und der s\u00fcdlichen Republik Sacramosta tun sich positive Entwicklungen. Gespalten ist der gesamte Kontinent jedoch hinsichtlich der Bewertung der Weltregierung. W\u00e4hrend die aus der Starre befreiten Staaten die Arbeit des Palaces Monda tendenziell als gut bewerten, kommt aus den autokratisch regierten Staaten eher Abneigung und eine Bevorzugung des Weltkaiserkandidaten Boris Garic aus Molquarze.<\/p>\n<p><strong>Delfino:<\/strong><\/p>\n<p>Der Riesenstaat Delfino zwischen Vrankenien und Robasien ist seit jeher in einer schwierigen geographischen Lage, die sich, so Pr\u00e4sident Dieter Delfinheimer, nur bessern kann, wenn umliegende Staaten sich weiter \u00f6ffnen. Delfino, welches schon seit 1770 eine demokratische Verfassung besitzt, hat es aber nach wie vor schwer, seine Produkte in die weiteren Teile der Lieben Welt zu exportieren, gerade weil es sich um Lebensmittel handelt. &#8222;Nicht selten ist es so, dass wenn Produkte von uns nach Titanien oder Thovez exportiert werden, die Lebensmittel bei der Ankunft bereits ungenie\u00dfbar sind. So k\u00f6nnen wir nat\u00fcrlich langfristig nicht vorankommen&#8220;, so Pr\u00e4sident Delfinheimer bei der Tagung des Weltbundes in Southhampton Anfang Februar. Zugleich forderte er eine Anbindung Delfinos an das DOP-Zugnetz, da dieses einen Export erheblich vereinfachen w\u00fcrde. Weltkaiser Apfulkrax, der Anfang M\u00e4rz mit Delfinheimer in Wiesenhausen zusammentraf, versprach, mit dem Verkehrsdromornissentum zu reden und auch sonstige Alternativen zu sichten. Die Zusammenarbeit zwischen Staat und Weltpalast ist von keinerlei Schwierigkeiten beeintr\u00e4chtigt, Delfinheimer sagte Apfulkrax sogar bereits im Februar sehr klar seine Unterst\u00fctzung bei der Weltwahl zu.<\/p>\n<p><strong>Insgesamt:<\/strong><\/p>\n<p>Wie nicht anders zu erwarten war, sind die Situationen in den verschiedenen Kontinenten und Staaten teilweise sehr unterschiedlich. W\u00e4hrend Titanien, Thovez und Sprudelinien sehr positiven Zeiten entgegensehen, scheint es in Atcanien eher schlechter zu werden. Klondyk und Panthalassa befinden sich in einem schwierigen Prozess, der aber bei konsequenter Verfolgung des eingeschlagenen Weges mithilfe der Weltregierung zum Erfolg f\u00fchren kann. In Vrankenien und Delfino ist Licht und Schatten gleicherma\u00dfen vertreten, hier muss die Weltregierung noch viel Arbeit leisten. Noch mehr Arbeit kommt auf diese in Robasien zu, wo viele Staaten nach wie vor erhebliche Probleme haben. Dennoch: Unter der \u00c4gide des Lieben Apfulkrax sind die ganz gro\u00dfen Eskalationen und Konflikte ausgeblieben, die Weltregierung h\u00e4lt sich viel im Hintergrund und fungiert h\u00e4ufig als Mediator, ohne sich jedoch zwanghaft in die internen Angelegenheiten der Staaten einzumischen. Wenn jedoch eine Gefahr f\u00fcr die Allgemeinheit erkannt wird, wird in Wiesenhausen auch konsequent und schnell gehandelt. Zwar wird dies nicht von allen Staaten dieser Welt honoriert, das war aber realistischerweise auch nicht zu erwarten. Die Weltregierung tut ihr M\u00f6glichstes, um die Schere zwischen Arm und Reich zu schlie\u00dfen, scheitert teilweise aber an den Gegebenheiten vor Ort. Interessant wird es in den Staaten, in denen ein Umsturz oder eine Revolution bevorstehen. Zwar wird dies nicht unmittelbare Auswirkungen auf die Weltpolitik haben, die Machtverh\u00e4ltnisse werden sich aber dennoch verschieben. Alles in allem kommt also auf das kommende Weltkabinett viel Arbeit zu, doch darf man heute optimistischer sein als noch vor vier Jahren, dass die neue Regierung, unter welchem Weltkaiser auch immer, die Probleme letztlich in den Griff bekommen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Wahlkampf kann beginnen &#8211; Kandidaten f\u00fcr die Weltwahl stehen fest<\/strong><\/p>\n<p>Sie sind das wohl wichtigste politische Ereignis auf der Lieben Welt in diesem Jahr: Die Weltwahlen im Herbst werden erneut die Weichen f\u00fcr die kommenden vier Jahre auf diesem Planeten stellen und wie es bereits vor vier Jahren der Fall war, wurden auch dieses Mal die Kandidaten offiziell im Januar des Wahljahres verk\u00fcndet. Zwar waren drei Kandidaten bereits vorher bekannt, offiziell wurden sie jedoch erst durch die Verk\u00fcndung von Weltkaiser-Sekret\u00e4r Frederick Salant als Kandidaten best\u00e4tigt. Wann die Wahlen genau stattfinden sollen ist indes noch nicht gekl\u00e4rt, der Zeitraum zwischen September und November gilt aber als gesichert, bis Ende Januar soll der genaue Termin dann jedoch feststehen.<\/p>\n<p>Im Folgenden werden die jeweiligen Kandidaten kurz vorgestellt, es sind sowohl erwartete als auch vollkommen unbekannte Kandidaten dabei, zudem insgesamt sieben weibliche Kandidatinnen, was ein absolutes Novum darstellt, war es bei der letzten Weltwahl nur eine Kandidatin mit Bella de Vere, die am Ende gegen Albus Dumbledore unterlag. Drei bisher amtierende Dromornisse werden ihren Posten hingegen definitiv r\u00e4umen und nicht mehr zur Wahl antreten, dabei handelt es sich um Innendromorniss Leopold von Lassver, der mit 106 Jahren laut eigenen Aussagen &#8222;keine weiteren Kraftreserven&#8220; f\u00fcr das Amt eines Dromornisses habe und dem die Anstrengungen des Amtes in den vergangenen Monaten klar anzusehen waren, Verteidigungsdromorniss Gro\u00dfus Kriegerus, der im Juni diesen Jahres ebenfalls bereits 80 wird und seine jahrzehntelange Karriere dann im Herbst beenden wird, und, etwas \u00fcberraschend, auch Gesundheitsdromorniss Dagobert Georgie, der nach Informationen des FVM ab Februar, zun\u00e4chst noch zusammen mit seinem Amt im Palaces Monda, und dann ab Herbst vollberuflich, den Posten des meadowhousischen Nationaltrainers als Nachfolger von Horst G\u00f6tz \u00fcbernehmen wird. Alle weiteren Amtsinhaber von Posten im Weltpalast werden hingegen versuchen, eine weitere Amtszeit zu erreichen.<\/p>\n<p>Um das Amt des Weltkaisers gibt es, wie in der Weltbundverfassung festgelegt, f\u00fcnf Kandidaten. Neben Amtsinhaber Lieber Apfulkrax (54), dessen Wiederwahl als fast sicher gilt und dessen Zustimmungswerte in den letzten Monaten konstant \u00fcber 50% lagen, wurde bereits im Dezember bekannt, dass sich Boris Garic, ehemaliger Verteidigungsminister von Molquarze (1812-1817) und ehemaliges Mitglied im zw\u00f6lfk\u00f6pfigen Milit\u00e4rrat, dem F\u00fchrungsorgan der Lieben Armee (1808-1812), um das Amt des Weltkaisers bewerben w\u00fcrde. Garic, der als rechtskonservativer Hardliner gilt, ist gegen die Abschaffung der Todesstrafe, dem Prestigeerfolg von Weltkaiser Apfulkrax, welche ab dem 01.03. diesen Jahres verbindlich f\u00fcr alle Staaten gelten wird. Zudem will der 63-J\u00e4hrige einen pr\u00e4sidialeren Weltherrscher, der sich vor allem auch um die Belange der Entwicklungsl\u00e4nder k\u00fcmmert. Die bisherigen Bem\u00fchungen der Weltregierung, beispielsweise die Umsetzung der &#8222;Treppe 1830&#8220;, tut er als Symbolpolitik ab. Inwieweit Garic Stimmen akquirieren k\u00f6nnen wird ist fraglich, seine Anh\u00e4nger kommen vor allem aus autokratisch regierten Staaten. Der zweite Kandidat, der bereits im Dezember sein Interesse am Amt des Weltkaisers bekundete, ist Ferdinand Bielenmeyer. Der ebenfalls 63-j\u00e4hrige Ex-Diplomat und zurzeit Vorsitzender der paradiesischen Unternehmensverb\u00e4nde, will vor allem die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Weltregierung r\u00fcckg\u00e4ngig machen, die seit 1815 ausge\u00fcbt wird. Laut ihm &#8222;kann es nicht sein, dass Staaten wom\u00f6glich bewusst Misswirtschaft betreiben k\u00f6nnen, weil sie ja wissen, dass sie bei drohender Zahlungsunf\u00e4higkeit von der Weltregierung und dem Weltbund mit ihren Geldreserven sowieso gerettet werden&#8220;. Ansonsten ist er jedoch ein Verfechter der Abschaffung der Todesstrafe und w\u00fcnscht sich mehr internationale Zusammenarbeit, insbesondere auf wirtschaftlicher und milit\u00e4rischer Ebene. Der dritte Kandidat, der seinen Hut in den Ring wirft, ist bei weitem auch der bekannteste: Karl von Schneckbrandt, ehemaliger Sportfunktion\u00e4r im Schneckenrennsport, gab zur \u00dcberraschung vieler Experten seine Kandidatur bekannt. Der 59-j\u00e4hrige Schneckbrandt, der seinen Posten im Vorstand des Internationalen Schneckenrennverbands (ISV), auch Schneckenrennvenutier genannt, 1816 aufgab, erl\u00e4uterte in einem offenen Brief seine Beweggr\u00fcnde f\u00fcr die Kandidatur. Demnach will er vor allem daf\u00fcr sorgen, dass eine gewisse Demokratisierung der Welt eintritt, womit er sich besonders gegen die autokratisch regierten Staaten stellt. Schneckbrandt bringt beispielsweise Sanktionen ins Spiel, die eintreten sollen, falls ein Machtwechsel in einem Land nicht vonstatten geht, wie er verfassungsm\u00e4\u00dfig vorgesehen ist, oder falls von Wahlmanipulationen ausgegangen werden muss. Zudem will er die Welt insgesamt n\u00e4her zusammenr\u00fccken lassen, plant zahlreiche Infrastrukturprojekte, vor allem f\u00fcr die Panthalassa-Anrainer, die laut seiner Meinung &#8222;vom Rest der Welt nicht nur tats\u00e4chlich sondern gef\u00fchlt noch viel weiter entfernt sind&#8220;. Ansonsten spricht er sich f\u00fcr mehr internationale Zusammenarbeit aus und f\u00fcr eine globale Reduzierung der Mittel f\u00fcr Milit\u00e4reins\u00e4tze und R\u00fcstung. Schneckbrandt, dem Experten zumindest zutrauen in die N\u00e4he der Werte des Lieben Apfulkrax zu kommen, muss sich dabei wohl aber vor allem Kritik diesbez\u00fcglich anh\u00f6ren, dass er nie ein politisches Amt bekleidet hat und seine Forderungen teils in die Souver\u00e4nit\u00e4t der Staaten eingreifen w\u00fcrden. Konkretere Ziele will er jedoch sowieso erst Anfang Februar verlauten lassen. Die letzte Kandidatin um das Amt des Weltherrschers ist Agnes Nicolai. Die ehemalige B\u00fcrgermeisterin von Yamoussokro (1809-1814) und aktuell Abgeordnete im paradiesischen Bundestag (seit 1816) gilt auf ihre Weise als radikalste Kandidatin auf das Weltkaiseramt. Internationale Bekanntheit erlangte Nicolai beispielsweise 1811, als sie in Yamoussokro ein Fahrverbot f\u00fcr jegliche Gef\u00e4hrte, sogar f\u00fcr Busse und Bahnen, durchsetzen wollte, da aus ihrer Sicht &#8222;das Fahrrad und das Zufu\u00dfgehen die Fortbewegungsarten der Zukunft seien&#8220;. Legend\u00e4r ist auch ihre Auseinandersetzung mit Paradies&#8216; Kanzler Karl Ligones 1817, der sie nach einem Antrag f\u00fcr ein Gesetz, wonach die paradiesische Armee ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Liebe Armee beenden sollte, als &#8222;hysterische Gewitterziege&#8220; bezeichnete, woraufhin Nicolai ihm nach der Sitzung eine Ohrfeige verpasste und anschlie\u00dfend f\u00fcr ein halbes Jahr von den Plenumssitzungen ausgeschlossen wurde. Nicolais Kandidatur umfasst in ihren Kernpunkten vor allem die Abschaffung milit\u00e4rischer Aktionen jedweder Art, fordert ein m\u00f6glichst schnelles Ende jeglicher Energiegewinnung aus fossilen Ressourcen, fordert eine Konzentration auf &#8222;fleischlose und naturverbundene Ern\u00e4hrung&#8220; und will zudem eine internationale Frauenquote f\u00fcr Regierungs\u00e4mter. Angesichts solcher Forderungen erscheint es klar, dass Nicolai keinerlei Chancen auf den Weltkaiserposten ausgerechnet werden und sie in der Beliebtheit noch hinter Boris Garic steht.<\/p>\n<p>Doch nun zu den Dromornissen. Um das Amt des Innendromorniss duellieren sich einerseits der ehemalige B\u00f6se Herrscher (1809-1812), Kalaar Moleskar VI. (55) und andererseits der ehemalige Staatschef von Avasjanrav (1809-1817), Willi Arg (57), dessen Kandidatur allgemein erwartet worden war. Beide unterscheiden sich in ihren bisher bekannten Wahlzielen vor allem in der Frage der inneren Sicherheit. W\u00e4hrend Moleskar vor allem Gelder in den 1818 neu gegr\u00fcndeten LVI (&#8222;Liebe Welt-Verteidigungsintelligenz&#8220;) stecken will, an dem s\u00e4mtliche Staaten gleicherma\u00dfen beteiligt sind, und der der Abwehr solcher Attentate wie der Jablonski-Dreyberg-Morde 1815 entgegenwirken soll, will Arg eine gr\u00f6\u00dfere Eigenst\u00e4ndigkeit der Staaten in Fragen der inneren Sicherheit und ihrer Politik, da er als Pr\u00e4sident von Avasjanrav h\u00e4ufig genug erlebt habe, dass &#8222;Vorschl\u00e4ge und sinnvolle Ideen vom Weltpalast \u00fcberhaupt nicht wahrgenommen wurden und zudem verboten wurden, wenn ein Land sie auf eigene Faust umsetzen wollte&#8220;. Doch auch hier werden Konkretisierungen erst im Laufe des Wahlkampfes erwartet.<\/p>\n<p>Au\u00dfendromorniss Hemes F. Rems (75), dessen Amtszeit besonders von den schwierigen Ann\u00e4herungen und Verhandlungen an und mit der B\u00f6sen Welt gepr\u00e4gt waren und immer noch sind, erh\u00e4lt Konkurrenz aus dem paradiesischen Hochadel und dem internationalen Diplomatenkreis. Die Gr\u00e4fin Daphne von Lansweg (56), Schwester von Rudolph von Lansweg, dem Besitzer des Lansweger Goldschlosses, und selbst jahrelang Diplomatin f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Staat in Thovez, gab ihre Kandidatur bekannt. In ihrer Begr\u00fcndung f\u00fcr die Kandidatur hie\u00df es, dass sie vor allem im Bereich der Verhandlungen mit der B\u00f6sen Welt etwas forscher an die Sache gehen wollen w\u00fcrde, da sie den Eindruck habe, dass der Weltpalast momentan zu verst\u00e4ndnisvoll und geradezu \u00e4ngstlich mit dem Phantom und der B\u00f6sen Welt verhandeln w\u00fcrde, obwohl man selbst in der Position der St\u00e4rke sei. Was genau jedoch ihr Ziel in diesem alles andere \u00fcbertreffende Thema in diesem Duell ist, lie\u00df sich noch offen.<\/p>\n<p>Im Bereich des Wirtschaftsdromornissentums, welches seit 1815 von Wilfried Betz (49) geleitet wird, gibt es ein sensationelles Comeback. Velka Fatra (60), der vor vier Jahren genau diesen Posten nach vier Jahren aufgab, um Weltherrscher zu werden, am Ende jedoch unterlag und sich zur\u00fcckzog, ist zur\u00fcck. Der ehemalige Herrscher von Mittelland will laut eigenen Aussagen ziemlich genau dort weitermachen, wo er 1815 aufgeh\u00f6rt hat, also den Kurs von Betz wieder in die andere Richtung zur\u00fcckstellen. Dass Fatra einer derjenigen ist, dem die momentane weltweite Rezession mit angelastet wird, scheint ihn nicht zu beeindrucken. Klar ist jedoch auch: Sollte er erneut unterliegen, wird eine erneute R\u00fcckkehr wohl unm\u00f6glich. Spannend wird allein auch aus diesem Grund in diesem Duell definitiv.<\/p>\n<p>Im Bereich Finanzen tritt Lord Knackser zu seiner letzten Amtszeit an. Der 72-J\u00e4hrige, der die Geschicke seines Dromornissentums seit jeher unauff\u00e4llig und solide f\u00fchrt, selbst zu Krisenzeiten wie 1815, gilt als einer der beliebtesten Dromornisse im Weltpalast. Mit seiner Finanzpolitik, die er, f\u00fcr viele Experten erstaunlicherweise, ohne Probleme an die ab 1815 neue Politik eines Wilfried Betz anpasste, schaffte er es bisher, trotz der weltweiten Rezession, dass kein Staat in eine ernsthafte Schieflage geriet. Auf seine Initiative hin wurde auch der Reservetopf von Weltregierung und Weltbund gegr\u00fcndet, der finanziell angeschlagene Staaten im Notfall retten kann, ohne dass Steuergelder daf\u00fcr verwendet werden m\u00fcssen. Sein Kontrahent kommt aus dem paradiesischen Entenhausen und gilt als einer der erfolgreichsten Unternehmer der Welt. Klaas Klever (64), Gr\u00fcnder und CEO der &#8222;Klever Holding GmbH &amp; Co. KG&#8220;, und zudem Pr\u00e4sident des FC Entenhausen, will dem Lord das Amt streitig machen. Dabei will Klever vor allem den bereits erw\u00e4hnten Finanztopf infrage stellen und es Unternehmen erm\u00f6glichen, einfacher \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg in andere Staaten zu expandieren, indem Z\u00f6lle und Sanktionen abgebaut werden. Kritiker, die ihm Interessenskonflikte mit seinen eigenen Gesch\u00e4ften vorwerfen, muss er jedoch erst noch \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Justizdromorniss Gerhard S. Herme (74), der eine deutlich ruhigere zweite Amtszeit hatte als noch seine erste Legislaturperiode, bekommt es in seinem Duell mit dem Chef der internationalen Polizeibeh\u00f6rde (seit 1814) Albert Hunter (54) zu tun. Herme, einer der Mitarchitekten der Abschaffung der Todesstrafe, sitzt 1819 sicherer im Sattel als noch 1815, als seine Wiederwahl l\u00e4ngst keine ausgemachte Sache war. Sein Kontrahent Hunter steht f\u00fcr einen h\u00e4rteren Kurs als Herme in bisher verfolgt. So m\u00f6chte er Strafen f\u00fcr Verbrechen insgesamt versch\u00e4rfen, ohne dass er jedoch dabei konkret wurde und zudem die internationale Polizei- und Justizzusammenarbeit verbessern, zum Beispiel mit mehr Macht f\u00fcr seine momentane Organisation.<\/p>\n<p>Das letzte Dromornissenamt der sogenannten &#8222;Ersten Reihe&#8220;, wie die sechs wichtigsten Dromornissent\u00fcmer bezeichnet werden, ist das des Verteidigungsdromorniss&#8216;. Erneut antreten wird der Hauptfeldwebel der Lieben Armee (seit 1813) und Mitglied im Milit\u00e4rrat (seit 1815), Franz-Ludwig von Adlerburg. 1815 noch knapp an dem scheidenden Gro\u00dfus Kriegerus gescheitert, versucht es der 51-j\u00e4hrige Mailodiser diesmal erneut und hat wohl auch gute Chancen. Sein Gegenkandidat ist ein Meadowhouser: Carl von der Regi\u00e8me (385), seit 1810 Admiral der meadowhousischen Marine und auch als &#8222;Moorleiche&#8220; bekannt, will den h\u00f6chsten Milit\u00e4rposten der Lieben Welt ebenfalls erringen. Einziges Problem von der Regi\u00e8mes dabei k\u00f6nnte jedoch sein unzureichende Bekanntheit \u00fcber die meadowhousischen Grenzen hinweg sein, w\u00e4hrend von Adlerburg bereits seit Jahren international bekannt und gesch\u00e4tzt wird. Die beiden Kandidaten unterscheiden sich in ihren Zielen nicht sehr weit voneinander, legen nur teils unterschiedliche Schwerpunkte, von daher k\u00f6nnte der Bekanntheitsgrad am Ende tats\u00e4chlich ein ausschlaggebendes Kriterium sein.<\/p>\n<p>Die sechs Duelle um die Dromornissen\u00e4mter der &#8222;Zweiten Reihe&#8220; werden nun in aller K\u00fcrze vorgestellt. Um das Amt des Bildungsdromorniss bewirbt sich neben Amtsinhaber Albus Dumbledore (78) noch die Leiterin des mev\u00e1nsischen Bildungsverbandes, Olympe Maxime (53). Umweltdromorniss Leopold Waldapfel (68) bekommt es mit Jiminy Grille (51), dem ehemaligen Chef der Umweltschutzgruppe &#8222;GreenLife&#8220; (1805-1815) zu tun und Sozialdromorniss Amadeus Sininger (50) mit der atlantischen Sozialministerin Paula Heldinger (49). F\u00fcr das Amt des Entwicklungsdromorniss&#8216; bewirbt sich neben Amtsinhaber Steffen A. Winter (67) noch Salome Cartwright (62), Milliard\u00e4rin und Philanthropin aus Gartenparadies und Vorsitzende der Hilfsorganisatin &#8222;Aide les Pauvres&#8220; (seit 1802). Die letzten beiden \u00c4mter dieser &#8222;Zweiten Reihe&#8220; stellen das Gesundheitsdromornissentum, um das sich der Oberarzt des Klinikums Wiesenhausen-Frankenthal und international angesehene Gehirnchirurg Dr. Thomas Sch\u00e4ffke (51) und die Vorsitzende der djangoischen \u00c4rztekammer Dr. Virginia Abels (55) bewerben, und das Sicherheitsdromornissentum dar, um letzteres bewirbt sich neben Amtsinhaber Auge (42) noch die polynesische Verteidigungsministerin und ehemalige Karateweltmeisterin Rita R\u00fchrig (47).<\/p>\n<p>Die vier Dromornissent\u00fcmer der &#8222;Dritten Reihe&#8220; unterliegen ebenso durchaus reizvollen Wahlk\u00e4mpfen. Zum einen bewirbt sich um das Amt des Verkehrsdromorniss neben Amtsinhaber Christoph Botao (52) noch der Luftfahrtpionier Harald Hei\u00dfluftballon (60) aus Westparadies, der vor allem auf mehr Luftfahrt setzen m\u00f6chte. Sportdromorniss Dagobert Duck (79) bekommt es hingegen mit dem selben Gegenkandidaten wie vor vier Jahren zu tun: Bjarne Schnecclestone (83) wagt einen zweiten Anlauf auf den Posten, nachdem er vergangenes Mal deutlich gescheitert war, doch auch dieses Mal sehen die Chancen f\u00fcr ihn nicht wirklich besser aus. Der Gegenkandidat von Mirco Magiaro (56) um das Amt des Kulturdromorniss&#8216; wurde bereits im Dezember bekannt und ist ein durchaus interessanter Kontrahent f\u00fcr das Multitalent. Francois Fortunard (73), Maler und Bildhauer und zudem Schaffer des teuersten Bildes der Welt, m\u00f6chte den geb\u00fcrtigen Polsingerscherscher gerne abl\u00f6sen und sich mehr f\u00fcr geistige K\u00fcnste und Nischenk\u00fcnstler einsetzen, die seiner Ansicht nach bisher zu kurz kommen. Auf die sicherlich sehr niveauvollen Rededuelle der beiden kann man sich wohl jetzt schon freuen. Zuletzt noch das Amt des Solidarit\u00e4tsdromorniss, welches seit 1815 von LA-Chef Dobby (43) ausgef\u00fchrt wird, der sein Amt als Chef der Lieben Armee deshalb behalten durfte, weil sein Dromornissentum keinerlei milit\u00e4rischen Bezug hat. Dobbys Kontrahent ist das Nebelphantom (149), welches insbesondere auch die Rechte der Geister auf der Lieben Welt st\u00e4rken will.<\/p>\n<p>Insgesamt also eine bunte Mischung verschiedenster Kandidaten und der ein oder anderen \u00dcberraschung. Mit wenigen Ausnahmen steht eines jedoch schon mal fest: Im Vergleich zu 1815, als teils sehr umstrittene und exotische Kandidaten antraten, sind die Duelle um die Dromornissposten im Vorhinein l\u00e4ngst noch nicht entschieden, vielmehr besteht das Gef\u00fchl, dass bei vielen der Duelle wirklich alles passieren kann. Somit kommt es wohl vor allem auf den Wahlkampf jedes Einzelnen in den n\u00e4chsten Monaten an und der ist hiermit offiziell er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tannazien-Gipfel zwischen Apfulkrax und Phantom sorgt f\u00fcr erstaunliche Erkenntnisse<\/strong><\/p>\n<p>Gut zwei Monate war es her, dass sich die B\u00f6se Welt, in Form seines &#8222;De-Facto&#8220;-Herrschers Phantom, an den Weltenbund gerichtet hatte. Nun gab es das erste Treffen seit \u00fcber vier Jahren zwischen Vertretern der Lieben Welt auf der einen und der B\u00f6sen Welt auf der anderen Seite. \u00dcber vorausgegangene Telefonate hatte man sich auf Tannazien als neutralen Treffpunkt geeinigt, da die dortige Regierung unter Leonardo Cromagnon sich zwar auch an den Handelsblockaden und Sanktionen beteiligt hatte, sich aus den wirklich harten Konfrontationen jedoch zur\u00fcckgehalten hatte. Somit kam es also am gestrigen Donnerstag zur ersten Begegnung seit den 1814 abgebrochenen Friedensverhandlungen.<\/p>\n<p>Eine Heerschar aus Reportern und Journalisten begleitete die beiden Delegationen in die R\u00e4umlichkeiten des Tannazischen Steinpalasts. Aufseiten der Lieben Welt bestand die Gesandtschaft aus Weltherrscher Apfulkrax, Au\u00dfendromorniss Rems, Verteidigungsdromorniss Kriegerus und Sicherheitsdromorniss Auge. Die B\u00f6se Delegation setzte sich zusammen aus dem Phantom, MMS-Propaganda-Chef Darrik, Au\u00dfenminister Klimor und Verteidigungsminister Valmanor. Insgesamt dauerten die Gespr\u00e4che drei Stunden, was gemeinhin als gutes Zeichen gewertet wurde. Vor der Pressekonferenz hatte Weltherrscher Apfulkrax die Erwartungen jedoch noch ged\u00e4mpft: &#8222;Wir sehen uns hier, zumindest was meine Person angeht, zum allerersten Mal. Die letzten Verhandlungen hat ja noch mein Amtsvorg\u00e4nger gef\u00fchrt. Es ist absolut offen, was aus den Gespr\u00e4chen hervorgehen wird.&#8220; Auch Au\u00dfendromorniss Rems senkte die Erwartungshaltung zun\u00e4chst: &#8222;Wir haben viele wichtige Themen, \u00fcber die wir reden m\u00fcssen und es ist gut, dass wir dies nun zumindest heute auch tun k\u00f6nnen. Dennoch halte ich es f\u00fcr verfr\u00fcht, zu sagen, dass nun alles wieder problemlos und einwandfrei wird. Daf\u00fcr gab es solche Situationen in der Vergangenheit schon zu h\u00e4ufig und oft hatten sie nicht den gew\u00fcnschten Ausgang.&#8220; Themen, \u00fcber die die beiden Delegationen redeten, waren unter anderem der allgemeine Zustand der B\u00f6sen Welt, die immer wieder in den anderen Welten landenden Fl\u00fcchtlingsraumschiffe, die beobachteten Milit\u00e4rverschiebungen auf der B\u00f6sen Welt, die Abwesenheit des B\u00f6sen Herrschers Soror Uckmanor und ein m\u00f6gliches Ende zumindest der Blockade der Weltraumbr\u00fccken in die B\u00f6se Welt und hinaus.<\/p>\n<p>Auf der im Anschluss an die Besprechung stattfindenden Pressekonferenz wurde dann der allgemeinen \u00d6ffentlichkeit vieles klarer. Hauptredner waren vor allem der Liebe Apfulkrax und das Phantom, welche am Ende auch noch einige Reporterfragen beantworteten. Hinsichtlich der Lage der B\u00f6sen Welt aktuell zeichnete das Phantom ein erstaunlich d\u00fcsteres Bild: &#8222;Es gibt momentan einen enormen Versorgungsengpass, besonders im Bereich der landwirtschaftlichen G\u00fcter. Damit verbunden erfolgten in den letzten Jahren auch betr\u00e4chtliche Probleme, was die Ern\u00e4hrung unserer Bev\u00f6lkerung angeht. Grund f\u00fcr diese schwerwiegenden Probleme humanit\u00e4rer Art waren vorausgegangene schlechte Ernten und der Umstand, dass wir als kleinster Planet dieses Sonnensystems nicht \u00fcber genug Platz verf\u00fcgen, weitere Anbaufl\u00e4chen zu erschlie\u00dfen. Da jeglicher Handel nach 1814 eingefroren wurde, konnten wir den Engpass auch nicht mit externen G\u00fctern \u00fcberbr\u00fccken.&#8220; Diese Aussage war schon mal eine erstaunliche Tatsache, denn allgemein geh\u00f6rte es in der Vergangenheit grunds\u00e4tzlich zur Handlungs- und Sprachweise der B\u00f6sen Welt, dass man ohnehin nicht auf die anderen Welten angewiesen sei, doch nun gestand das Phantom freiwillig schwerwiegende Probleme ein. Weltherrscher Apfulkrax erwiderte auf die Ausf\u00fchrungen des Phantoms, indem er Hilfsma\u00dfnahmen pr\u00fcfen lassen wolle, f\u00fcgte aber auch hinzu: &#8222;Ich denke, dass die B\u00f6sen Verst\u00e4ndnis f\u00fcr unser Z\u00f6gern aufbringen. In der Vergangenheit gab es einige Ereignisse, die es nun geradezu verbieten w\u00fcrden, ungepr\u00fcft derartige Ma\u00dfnahmen einzuleiten, doch an einem Punkt m\u00fcssen wir die Vergangenheit auch einmal hinter uns lassen. Ob dies der richtige Zeitpunkt daf\u00fcr ist, werden wir in den n\u00e4chsten Tagen pr\u00fcfen. Dennoch sind wir die letzten, die normalen Menschen, die sich in Not befinden, Hilfe versagen w\u00fcrden.&#8220;<\/p>\n<p>Was den allgemeinen Zustand der B\u00f6sen Welt angeht, so war dies schon ein recht klares Bild, was gezeichnet wurde, doch das wohl wichtigste Thema waren die zu beobachtenden milit\u00e4rischen Mobilmachungen in der B\u00f6sen Welt, welche schon kurz nach dem Ausschluss 1814 begonnen hatten und bis zum heutigen Tage andauern. Zu diesen Entwicklungen konnte das Phantom immerhin eine einigerma\u00dfen schl\u00fcssige Erkl\u00e4rung abgeben: &#8222;Nach dem Ausschluss aus dem Weltenbund 1814 standen bei uns die Zeichen auf Angriff, das will ich gar nicht verschweigen. Doch durch die bereits erw\u00e4hnten Lebensmittelengp\u00e4sse und die Gelder, die stattdessen f\u00fcr Milit\u00e4r ausgegeben wurden, entwickelte sich binnen eines Jahres eine recht explosive Lage, welche sich hier und dort in b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Szenen entlud. Somit waren die von Ihnen beobachteten Milit\u00e4rbewegungen haupts\u00e4chlich zum Schutz unserer Hauptstadt und anderer bedeutender Orte gedacht. Ein Angriff konnte nach einiger Zeit schon gar nicht mehr erfolgen, da wir unsere Truppen f\u00fcr interne Zwecken fast g\u00e4nzlich verwenden mussten. Da die B\u00f6se Welt von jeher eine Welt ist, die von einem einzigen regiert wird, versuchten wir zudem, die Welt in sich zu einen, was unter den geschilderten Umst\u00e4nden jedoch mehr als schwierig war. Folglich erkl\u00e4rt dies wohl auch die Fl\u00fcchtlingsschiffe, welche auf den anderen Welten gelandet sind. Nat\u00fcrlich verstehen wir, dass die Lage in einigen Teilen unserer Welt nahezu unertr\u00e4glich wurde, doch zu fliehen sollte wirklich nur die letzte Option sein.&#8220;<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit dem WRF \u00e4u\u00dferte sich der ausgewiesene B\u00f6sen-Experte Richard Mant\u00f6psrochen auf diese Ausf\u00fchrungen des Phantoms eher zur\u00fcckhaltend: &#8222;Das Phantom hat immerhin zugegeben, dass die Zeichen vor vier Jahren bei ihnen auf Konfrontation standen, doch glaube ich, dass die Schilderung mit den Milit\u00e4rverschiebungen und der angeblichen Sicherung der Hauptstadt sich nicht nur auf Schutz bezieht, sondern auch auf die Verfolgung politischer Gegner, wie eben Valois Rorker oder Ancercis Treckor, die ja beide hochrangige Regierungsmitglieder waren und genau davor geflohen sind. Zudem ist es so, dass sich in B.Mordor auch mit Abstand die meisten dieser politischen Gegner aufhalten, von daher war eine erh\u00f6hte Milit\u00e4rpr\u00e4senz mit Sicherheit auch deshalb vonn\u00f6ten, damit die Opposition wirksam unterdr\u00fcckt werden konnte. Dass das Phantom dies nicht erw\u00e4hnt, ist ja eigentlich normal, dass es jedoch selbst von b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Zust\u00e4nden in Teilen der B\u00f6sen Welt spricht, zeigt, dass auch ein solch repressives Regime wie das B\u00f6se, vor allem ja auch mit Unterst\u00fctzung von MMS, nicht in der Lage ist, f\u00fcr Ordnung zu sorgen, wenn es der Bev\u00f6lkerung an wesentlichen Dingen mangelt.&#8220;<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes R\u00e4tsel, nicht nur im Vorhinein des Treffens, sondern schon Wochen zuvor, war auch der Verbleib des 1813 gew\u00e4hlten B\u00f6sen Herrschers Soror Uckmanor. In seiner Videobotschaft vom Mai hatte das Phantom von einer &#8222;schwerwiegenden Krankheit&#8220; gesprochen, die den B\u00f6sen Herrscher verhindern w\u00fcrde. Gestern wurde es dabei etwas konkreter: &#8222;Soror I. hat im November vergangenen Jahres beim Besuch der B\u00f6sen Metropole Hetranam eine Verletzung durch einen Angriff von Aufst\u00e4ndischen erlitten. Infolge dessen begab er sich in \u00e4rztliche Behandlung, erlitt jedoch im Februar diesen Jahres einen Schlaganfall, von dem er sich momentan noch kuriert. In der Zwischenzeit hat er mir die Regierungsgesch\u00e4fte \u00fcbertragen.&#8220; Der Liebe Weltherrscher Apfulkrax zeigte sich besorgt \u00fcber diese Meldung, mahnte zugleich aber auch: &#8222;Ich hoffe, dass Soror Uckmanor nach der Erholung von dieser Krankheit wieder an der Spitze der B\u00f6sen Welt stehen kann. Er ist nach wie vor der gew\u00e4hlte und legitime Herrscher der B\u00f6sen Welt und sollte daher so schnell wie m\u00f6glich zur\u00fcckkehren.&#8220; B\u00f6sen-Experte Mant\u00f6psrochen h\u00e4lt den Wahrheitsgehalt der Meldung f\u00fcr hoch: &#8222;Das Phantom wollte nie B\u00f6ser Herrscher werden. Es gef\u00e4llt sich, wenn man es denn so sagen kann, in seiner Rolle als grauer Eminenz, die im Hintergrund die F\u00e4den zieht. Darum ist es bisher auch nie bei einer Wahl zum B\u00f6sen Herrscher angetreten. Fraglich ist nur, ob Soror jemals wieder an die Spitze der Regierung zur\u00fcckkehren wird, da das Phantom einmal gewonnene Macht nur ungern wieder abgibt und es auch andere Anw\u00e4rter f\u00fcr Sorors Nachfolge in den B\u00f6sen Regierungskreisen gibt.&#8220;<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich dem Wunsch, dass Handelsembargo gegen die B\u00f6se Welt aufzuheben, konnte Weltkaiser Apfulkrax keine klaren Zugest\u00e4ndnisse machen: &#8222;Wie gesagt, wir helfen immer gerne, aber wir m\u00fcssen Sicherheitsbedenken und Hilfsbereitschaft zun\u00e4chst gegeneinander abw\u00e4gen und au\u00dferdem uns auch mit den anderen sechs Welten absprechen. Doch ich bin nach dem Treffen heute optimistisch, dass eine L\u00f6sung gefunden werden wird, die alle Seiten zufrieden stellt.&#8220; Damit spielte der Weltkaiser wohl vor allem auf die in zwei Wochen stattfindende Konferenz der Weltenau\u00dfenminister an, welche in der Verstorbenenwelt stattfinden wird. Dort wird das Thema &#8222;B\u00f6se Welt&#8220; wohl dann auch als Schwerpunkt auf der Agenda stehen. Der B\u00f6se Au\u00dfenminister Bajani Klimor wird dort dann, nach heutigen Verlautbarungen, per Videokonferenz zugeschaltet. Das Verh\u00e4ltnis zwischen Verstorbenenwelt und B\u00f6ser Welt ist nach der illegalen Verhaftung und Festsetzung des Verstorbenenpr\u00e4sidenten Churchill 1814 nach wie vor extrem schlecht, weshalb eine direkte Teilnahme Klimors nicht infrage kam. Weitere zwei Wochen sp\u00e4ter wird sich das Phantom dann noch mit den Pr\u00e4sidenten von Baumhaus- und Geisterwelt treffen, ehe eine Entscheidung, was die bisherige Handelsblockade angeht, gef\u00e4llt wird.<\/p>\n<p>Insgesamt also positive Entwicklungen, auch wenn sie langsam voran gehen. Auch B\u00f6sen-Experte Mant\u00f6psrochen sieht dies \u00e4hnlich: &#8222;Die Strategie der Weltregierung um den Lieben Apfulkrax ist sehr gut. Er geht die Sache langsam an, nicht \u00fcbereilt und erf\u00fcllt dem Phantom nicht blau\u00e4ugig jeden Wunsch, nur um zwanghaft einen br\u00fcchigen Frieden zu schaffen. Die B\u00f6se Welt ist schlie\u00dflich zu uns gekommen und anscheinend also auf uns angewiesen und nicht anders herum. Zudem ist \u00fcbereiltes Handeln in Bezug auf die B\u00f6se Welt und insbesondere auf MMS nie ratsam, da sie immer ein Ass im \u00c4rmel haben k\u00f6nnten und dies nie vollkommen auszuschlie\u00dfen ist. Dennoch ist es ein \u00fcberragend positives und sehr beruhigendes Zeichen, dass diese Gespr\u00e4che heute stattgefunden haben, denn die Blockade und die damit verbundene Unsicherheit was die B\u00f6se Welt anging, waren kein zu empfehlender Zustand f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit. Daher sind die Gespr\u00e4che grunds\u00e4tzlich positiv zu beurteilen, was sie letztendlich bringen, kann uns nur die Zukunft zeigen. Das werden mit Sicherheit sehr spannende Wochen werden.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Phantom l\u00e4sst aufhorchen &#8211; Ansprache an Weltenbund<\/strong><\/p>\n<p>Seit Jahren schon ist die B\u00f6se Welt nicht mehr Mitglied des Weltenbundes. Nachdem dort der Pr\u00e4sident der Verstorbenenwelt Winston Churchill gekidnappt und inhaftiert worden war, war der kleinste Planet unseres Sonnensystems aus den gemeinsamen interuniversellen Bunden ausgeschlossen worden. War die B\u00f6se Welt zu Zeiten der Mitgliedschaft im Weltenbund von Regierungswechseln und F\u00fchrungsquerelen geplagt, so regiert dort nun schon seit 1814\u00a0 Soror Uckmanor in enger Zusammenarbeit mit dem Phantom, dem gef\u00fcrchteten Anf\u00fchrer der B\u00f6sen Terrororganisation MMS, die f\u00fcr diverse Anschl\u00e4ge auf der Lieben Welt verantwortlich gemacht wird. Man h\u00f6rte nicht mehr viel aus der B\u00f6sen Welt, h\u00f6chstens von gestrandeten Fl\u00fcchtlingen von dort, die nicht unbedingt beruhigende Nachrichten aus ihrer Welt mitbrachten. Nun hat die B\u00f6se Welt pl\u00f6tzlich und unerwartet Kontakt zum Weltenbund aufgenommen. Und die Ansprache, die per Videobotschaft in den Regierungszentralen der restlichen Planeten ankam, richtete erstaunlicherweise nicht Regierungschef Soror, sondern das Phantom. Es zeigt sich gespr\u00e4chsbereit, fordert die Welten auf, wieder in Kontakt mit der B\u00f6sen Welt zu treten und gelobt Besserung. Es stellt aber auch Forderungen.<\/p>\n<p>&#8222;Dies ist ein historischer Moment.&#8220; So begann das Gesch\u00f6pf, von dem keiner wei\u00df, was es jetzt wirklich ist, seine gut sechsmin\u00fctige Rede an den Rest des Sonnensystems. In der Tat. Erstmals seit Jahren wieder kommt es zu Kontakt zwischen der B\u00f6sen Welt und den anderen Welten und es geht nicht von den anderen Welten aus. &#8222;Wir haben die letzten Jahre genutzt, um verschiedene Dinge zu analysieren. Es gab sehr viele Missverst\u00e4ndnisse zwischen unserem Planeten und Ihren Planeten. Wir sind bereit, diese Missverst\u00e4ndnisse aus dem Weg zu r\u00e4umen. Als erstes m\u00f6chte sich die B\u00f6se Welt in aller Form f\u00fcr die Festnahme von Winston Churchill vor einigen Jahren entschuldigen. Die entstandenen Unannehmlichkeiten waren in keiner Art und Weise gerechtfertigt.&#8220; Das kam schon einmal \u00fcberraschend. Auch betonte das Phantom, man wolle wieder &#8222;gemeinsam an einem Tisch sitzen&#8220;. Nach dem Ausschluss aus dem Weltenbund hatte man noch Stimmen aus der B\u00f6sen Welt vernommen, man wolle mit den anderen Welten nichts mehr zu tun haben. Das Phantom f\u00fcgte an, man habe die unternommenen Schritte des Weltenbunds mittlerweile verstanden und sehe kein Interesse mehr daran, weiterhin eine Eiszeit walten zu lassen. &#8222;Die B\u00f6se Welt ist bereit, auf Sie zuzugehen. Wir wollen ins Gespr\u00e4ch mit Ihnen allen treten und unsere jetzigen Standpunkte und interuniversellen Strategien offenlegen und wir m\u00f6chten Ihre Standpunkte h\u00f6ren. Es ist unser Ziel wieder gemeinsame Interessen zu verfolgen.&#8220; Dass das Phantom die Ansprache hielt und nicht Soror, begr\u00fcndete es damit, Soror sei momentan wegen einer &#8222;nicht zu untersch\u00e4tzenden Krankheit au\u00dfer Gefecht gesetzt&#8220;. Genauer ging es darauf jedoch nicht ein. Am Mittwochnachmittag trudelte die Videobotschaft dann per Digitaltelegramm auf den anderen Welten ein. Im Palaces Monda wurden daraufhin alle Termine abgesagt und eine Sondersitzung des Dromornissenrats mit Weltkaiser Apfulkrax einberufen, die zurzeit noch andauert. Palastsprecher Frederick Salant betonte vor wenigen Minuten, dass ab morgen auch alle Staats- und Regierungschefs im Palaces Monda eintreffen werden, um mit den Dromornissen und Apfulkrax die Situation zu besprechen. Ersten Stimmen zufolge hofft man im Palaces Monda auf den Wahrheitsgehalt der Aussage des Phantoms. Aus dem Weltpalast waren immer wieder besorgte Aussagen \u00fcber die Isolation der B\u00f6sen Welt gekommen, manche f\u00fcrchteten gar, dass das Regime im Stillen einen Angriff plane. Demzufolge k\u00f6nnte man bald wieder genauere Informationen \u00fcber die B\u00f6se Welt erlangen, sollten die anderen Welten einem Gipfel zustimmen. Von den anderen Planeten liegen uns Stand jetzt noch keine genaueren Informationen \u00fcber die dortigen Reaktionen vor.<\/p>\n<p>Einer neuen Kontaktaufnahme mit der B\u00f6sen Welt sehen sicherlich auch manche kritisch entgegen. So war vor \u00fcber einem Jahr ein Raumschiff \u00fcber der W\u00fcste Djangos abgest\u00fcrzt, wo sich ein ehemaliger Minister des B\u00f6sen Regimes Valois Rorker drin befand, der von der Diktatur Sorors und des Phantoms berichtete und \u00fcber massive Truppenbewegungen in B\u00f6smordor informierte. Sicherheitsdromorniss Auge zeigte sich damals schwer besorgt \u00fcber die Informationen Rorkers und veranlasste die Weltraumflotte in dauerhafte Alarmbereitschaft. Bisher gab es keine neuen Fl\u00fcchtlinge aus der B\u00f6sen Welt und die Informationen wurden rarer. Das Phantom sagte am Schluss seiner Rede noch, dass man ihn und Soror nach wie vor unter den noch von damals vorhandenen Handynummern erreichen k\u00f6nne. Ein kurioser Satz, der aber einen irgendwie noch ein bisschen beruhigte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weltkaiser Apfulkrax mit Regierungserkl\u00e4rung: Projekte bis zur Wahl 1819 vorgestellt<\/strong><\/p>\n<p>Lange war der Auftritt des Weltkaisers an diesem Mittwoch vor der \u00f6ffentlichen Versammlung der Dromornissenschaft im Palaces Monda erwartet worden. Der Sekret\u00e4r der Dromornissenschaft, Frederick Salant, hatte bereits vor einigen Wochen angek\u00fcndigt, dass der Liebe Apfulkrax Mitte des Monats diejenigen Projekte vorstellen wollen w\u00fcrde, die er bis zum Ende seiner momentanen Amtszeit und der Wahl im November 1819 noch verwirklichen wolle. In den letzten Wochen fanden ausgiebige Gespr\u00e4che in der Dromornissenschaft dazu statt und heute wurden die Ideen dann schlie\u00dflich vorgestellt.<\/p>\n<p>Gut gelaunt betrat der Weltkaiser den Kranichensaal im Palaces Monda, wo sich die versammelte Weltpresse tummelte, um seine Ideen zu dokumentieren. Zun\u00e4chst z\u00e4hlte Apfulkrax diejenigen Projekte auf, die in seiner Amtszeit bereits verwirklicht wurden oder unmittelbar bevorstehen. Dazu geh\u00f6ren unter anderem die Abschaffung der Todesstrafe auf der gesamten Lieben Welt, ein Gesetz, welches dieses regelt, tritt zum 01. Juni diesen Jahres in Kraft. Dann ist es s\u00e4mtlichen Staaten verboten, die Todesstrafe bei jedweden Gefangenen anzuwenden, ganz gleich, welche Verbrechen ver\u00fcbt wurden. Bis dahin gilt eine \u00dcbergangsregelung, sodass lediglich diejenigen Verbrecher noch hingerichtet werden d\u00fcrfen, deren Exekutionstermin bereits vor dem Beschluss des Palaces Monda und dem Weltbund im Januar diesen Jahres feststand. Dies begr\u00fcndete der Weltkaiser vor allem damit, einer Hinrichtungswelle in den entsprechenden L\u00e4ndern bis Juni zuvorzukommen. Hier setzte bereits eine der weiterf\u00fchrenden Ideen des Weltkaisers und seiner Dromornissenschaft an, n\u00e4mlich dass das Weltgef\u00e4ngnis in Erkensgradt bis 1821 nochmal ein Drittel mehr Gefangene aufnehmen solle, was allerdings nur mit einem Ausbau der Anlage im Nordthovez-Meer einhergeht. Auf diesen Kompromiss musste sich der Weltkaiser wohl einlassen, damit er bei der Abstimmung zum Gesetz gegen die Todesstrafe im Januar die Stimmen derjenigen Staaten erhielt, welche ihn zuvor scharf kritisiert hatten, und ihre Position gegen eine Abschaffung der Exekution unter anderem mit zu geringen Kapazit\u00e4ten der nationalen Strafanstalten verteidigten. Dieser Begr\u00fcndung soll zudem eine F\u00f6rdersumme entgegenstehen, welche die betroffenen L\u00e4nder ausschlie\u00dflich in die Errichtung neuer Gef\u00e4ngnisse investieren d\u00fcrfen, was hinl\u00e4nglich vom Finanzdromornissentum \u00fcberwacht werden soll. Laut Apfulkrax sollen in Erkensgradt k\u00fcnftig vor allem diejenigen Schwerverbrecher einquartiert werden, welche Haftstrafen von mehr als drei\u00dfig Jahren bis lebensl\u00e4nglich oder mit anschlie\u00dfender Sicherheitsverwahrung verb\u00fc\u00dfen m\u00fcssen, sowie nat\u00fcrlich vor dem LWGH in Palar angeklagte Kriegsverbrecher und mit internationalem Haftbefehl gesuchte Schwerverbrecher.<\/p>\n<p>Das zweite Thema, was der Weltkaiser ansprach, war die weltweite Rezession, in manchen Staaten mittlerweile auch schon als ernsthafte Finanzkrise zu bezeichnen. W\u00e4hrend Atlantis sich gerade vor dem richtigen Beginn der Krise noch rechtzeitig erholte, sind es nun andere Staaten, die dem Weltkaiser, Wirtschaftsdromorniss Betz und Finanzdromorniss Knackser Sorgen bereiten. Besonders Mittelland, Rh\u00fben, Mailodis oder die Silas-Inseln geh\u00f6ren momentan zu den weltweit am meisten verschuldeten L\u00e4ndern, nicht zuletzt wegen der Insolvenz einiger in den Staaten sesshaften Banken aufgrund von Spekulationsgesch\u00e4ften. Den Kurs, den das Wirtschaftsdromornissentum seitdem es von Willi Betz gef\u00fchrt wird eingeschlagen hat, wird es wohl auch in Zukunft verfolgen. Laut Weltkaiser Apfulkrax plant der Wirtschaftsdromorniss nach seiner &#8222;Wirtschaftssozialabgabe&#8220;, welche seit 1817 in Kraft ist und einen einigerma\u00dfenen Ausgleich zwischen gr\u00f6\u00dferen und kleineren Unternehmen weltweit regelt, auch eine sch\u00e4rfere Regelung zur Rettung von bankrotten Staaten einf\u00fchren, sodass in Zukunft derartige L\u00e4nder nur noch aus den R\u00fccklagen des Weltbundes und der Dromornissenschaft gerettet werden sollen und bei weitem nicht derart umfangreich wie noch 1816, als Atlantis ein Rettungspaket erhielt, welches den Staat gerade so noch rechtzeitig vor der Zahlungsunf\u00e4higkeit rettete. Die Aufstockung der R\u00fccklagen bei Weltbund und Palaces Monda soll \u00fcber eine Abgabe der Staaten erfolgen, welche sich an deren Bruttoinlandsprodukt ermisst, sodass jeder Staat prozentual gesehen den gleichen Anteil zahlen muss. Damit will Betz verhindern, dass die Steuern, die die B\u00fcrger zahlen m\u00fcssen, direkt in die Rettung von Staaten reinvestiert werden. Ein weiteres Projekt, welches Betz zusammen mit Finanzdromorniss Lord Knackser plant, ist die Vereinheitlichung der Zinsregelungen im Fall von Staatsanleihen. So sollen auch hier Regeln eingef\u00fchrt werden, die sich meist am BIP der jeweiligen Staaten bemessen sollen, womit Staatsanleihen f\u00fcr verschuldete Staaten in Zukunft leichter bekommen zu sein d\u00fcrften als bisher. Wann konkret \u00fcber die neue Zinsregelung sowie \u00fcber den Staatenfinanzausgleich verhandelt werden soll, lie\u00df der Weltkaiser noch offen, versprach aber entsprechende Ma\u00dfnahmen noch in diesem Jahr.<\/p>\n<p>Ein weiteres gro\u00dfes Thema, welches der Weltkaiser ansprach, war das von Entwicklungsdromorniss Winter, Solidarit\u00e4tsdromorniss Dobby und Sozialdromorniss Sininger ins Leben gerufene Projekt &#8222;Treppe 1830&#8220;. Dieses soll bis in zw\u00f6lf Jahren insgesamt 35 von momentan 49 existierenden Entwicklungsl\u00e4ndern auf der Lieben Welt zu Schwellenl\u00e4ndern machen. Der Weltkaiser lie\u00df verlauten, dass auch dieses Projekt unmittelbar vor seiner Umsetzung stehe, die Dromornissenschaft habe ihre Zustimmung bereits kundgetan, lediglich das Votum des Weltbundes im M\u00e4rz stehe noch aus, sei aber wohl positiv zu erwarten. Im Haushaltsplan f\u00fcr das Jahr 1818 seien daher dem Entwicklungsdromornissentum auch entsprechend mehr Reserven zugesprochen worden als sonst, um das Projekt erfolgreich starten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Bereich der Innenpolitik gab Weltkaiser Apfulkrax bekannt, dass die Liebe Armee weitere f\u00fcnf Jahre im Erkietenland, sowie im Osten von Klondyk stationiert bleiben werde, um f\u00fcr die entsprechende Sicherheit vor Ort zu sorgen. Im Fall des Miwan-Iranja-Konflikts hingegen sei eine Milit\u00e4rpr\u00e4senz laut Verteidigungsdromorniss Gro\u00dfus Kriegerus und LA-Chef Dobby nicht weiter vonn\u00f6ten, da durch den im vergangenen Jahr ausgehandelten Friedensvertrag unter der Aufsicht von Innendromorniss von Lassver und Justizdromorniss Herme s\u00e4mtliche Streitpunkte ausger\u00e4umt seien. Ebenso soll das Mandat der Lieben Armee in Blumenparadies und Havaii nicht verl\u00e4ngert werden und Ende 1818 auslaufen, da mit der Ansetzung der demokratischen Wahlen f\u00fcr dieses Jahr im Mai nach der 1813 stattgefundenen Weihnachtsrevolution infolge des Milit\u00e4rputsches durch Dario Kilis und kurz darauf von Gisbert Gr\u00fcnwald, der Normalzustand in beiden L\u00e4ndern wiederhergestellt sei. Somit w\u00fcrde sich die Liebe Armee danach vor allem auf Eins\u00e4tze in Naturkatastrophengebieten oder anderen Krisenherden konzentrieren, was mittlerweile, so Apfulkrax &#8222;gl\u00fccklicherweise h\u00e4ufiger n\u00f6tig sei als politische Krisen.&#8220;<\/p>\n<p>Das letzte gro\u00dfe Projekt, welches die Weltregierung vor November 1819 noch definitiv angehen will, und laut Weltkaiser Apfulkrax auch muss, ist die Reformierung und Stabilisierung der Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik. In diesem Punkt wird der erste Teil des ingesamt zweistufigen Projekts von Verteidigungsdromorniss Kriegerus, Au\u00dfendromorniss Rems und Sicherheitsdromorniss Auge bereits am 01. Mai diesen Jahres in Kraft treten, n\u00e4mlich die Gr\u00fcndung der Spezialeinheit SKTA16 (&#8222;Sonderkommando Terror-Abwehr&#8220;). Diese solle aus insgesamt 16 Mitgliedern bestehen, die bei unmittelbarer Gefahr auf der Lieben Welt, aber insbesondere auch bei Terror von interuniverseller Art, vom Palaces Monda in die entsprechenden Krisenregionen geschickt werden sollen, um vor Ort die Liebe Armee oder sonstige Einsatzkr\u00e4fte zu unterst\u00fctzen, zu koordinieren und den Palaces Monda auf dem Laufenden zu halten. Die Schulung der 16 Spezialkr\u00e4fte sei bereits abgeschlossen, sodass es sich bei den betreffenden Personen um &#8222;absolute Elitesoldaten mit umfassenden Sachverstand und vielseitigen Handlungsm\u00f6glichkeiten&#8220; handle, so Apfulkrax. Der zweite Teil des Plans, die Gr\u00fcndung eines weltweiten Geheimdienstes namens LVI (&#8222;Liebe Welt-Verteidigungs-Intelligenz&#8220;), soll in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 1818 abgeschlossen werden, da momentan noch beraten w\u00fcrde, wie dieser Geheimdienst zustande kommen solle, ohne dass eine Art zentraler weltweiter \u00dcberwachungsstaat entst\u00fcnde. Laut Weltkaiser Apfulkrax sollen aber bereits mehr als die H\u00e4lfte der im Weltbund vertretenen L\u00e4nder ihre Zustimmung zu einem solchen Vorhaben signalisiert haben, die meisten jedoch unter der Bedingung, dass alle Staaten zum gleichen Teil an der LVI beteiligt sein sollen. Grund f\u00fcr die Gr\u00fcndung des weltweiten Geheimdienstes war vor allem der Mangel an Informationsweitergabe und das Chaos, welches sich infolge der Jablonski-Dreyberg-Morde 1815 entwickelt hatte, wo durch mangelnde Zusammenarbeit zwischen nationalen Geheimdiensten die T\u00e4ter von Calvez Inc. erst \u00fcber ein Jahr sp\u00e4ter ermittelt werden konnten und in der Zwischenzeit weitere Opfer zu beklagen waren. Somit soll also eine Zentralisierung der nationalen Geheimdienste erfolgen, um zuk\u00fcnftig effizienter gegen Bedrohungen, insbesondere aus der B\u00f6sen Welt, vorgehen zu k\u00f6nnen. Die B\u00f6se Welt war ebenfalls Thema in der Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik. So k\u00fcndigte Apfulkrax an, die Weltraumflotte ausbauen und weiterhin auf Alarmstufe 1 halten zu wollen, wo sie sich seit dem Absturz des Fl\u00fcchtlingsschiffs mit Fl\u00fcchtlingen aus der B\u00f6sen Welt im vergangenen Dezember befindet. Damals hatten B\u00f6se Abfangj\u00e4ger das Raumschiff bis in die Atmosph\u00e4re der Lieben Welt verfolgt und erst kurz vor dem Verteidigungsg\u00fcrtel halt gemacht. Der Weltkaiser machte klar, dass die Informationen aus der B\u00f6sen Welt zwar sp\u00e4rlich, aber beunruhigend seien, da fortw\u00e4hrend von gr\u00f6\u00dferen Milit\u00e4rbewegungen die Rede sei. Daher sei eine dauerhafte Alarmstellung der Weltraumflotte auch das Mindeste, was zu tun sei. Zudem soll bis Ende des Jahres eine einheitliche Regelung getroffen werden, was eben diese Fl\u00fcchtlinge von der B\u00f6sen Welt angeht, die in den letzten Jahren vermehrt die weiteren sieben Welten erreichen. Auf der Weltenkonferenz im Mai auf Tannazien soll auf Initiative der Geisterwelt und der Lieben Welt ein einheitliches System zum Umgang mit den B\u00f6sen Fl\u00fcchtlingen geschaffen werden. Mit bisher gekommenen Fl\u00fcchtlingen wolle man erst einmal verfahren wie mit jeder Art politischen Fl\u00fcchtlings: Nach einer umfassenden Kontrolle im Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt Grafenreichsfeld in De Litland sollen sie auf Umgor einquartiert werden, der gr\u00f6\u00dften &#8222;Kolonie&#8220; Exil-B\u00f6ser auf der Lieben Welt.<\/p>\n<p>Neben diesen gro\u00dfen Themen erw\u00e4hnte der Weltkaiser auch weitere kleinere Projekte der Dromornissent\u00fcmer, so beispielsweise das gemeinsame Projekt von Verkehrsdromorniss Botao und Umweltdromorniss Waldapfel zur F\u00f6rderung der Antriebe von Schiffen, Flugzeugen und Fahrzeugen mit Melotraub, 10-vor-Gift oder Acetylquartoridnomel, welche nach dem Willen der beiden Dromornisse bis 1825 einen weltweiten Anteil von 65% in s\u00e4mtlichen Bereichen haben sollen. Bildungsdromorniss Dumbledore wiederum m\u00f6chte bis Ende des Jahres ein F\u00f6rderprogramm zur F\u00f6rderung begabter Sch\u00fcler, Auszubildender oder Studenten aus Entwicklungsl\u00e4ndern ins Leben rufen, sodass es diesen Personen leichter gemacht wird, an hochangesehenen und sonst finanziell nicht erschwinglichen Schulen oder Universit\u00e4ten zu lernen, w\u00e4hrend Gesundheitsdromorniss Georgie den weltweiten Anteil an Vitaminzigaretten und -zigarren bis 1823 auf 80% anheben will und herk\u00f6mmliche Tabakerzeugnisse bis 1830 m\u00f6glichst g\u00e4nzlich verschwinden lassen will. Dies k\u00f6nnte auch eine gute Wirkung auf Meadowhouse haben, welche hinter Saram\u00e9\u00e9no das Land ist, welches die meisten Vitaminrauchprodukte herstellt. Gute und schlechte Nachrichten gab es derweil noch von Kulturdromorniss Magiaro und Sportdromorniss Duck. Als positiv zu erw\u00e4hnen sei, dass der Haushaltsplan des Palaces Monda diesen beiden Ressorts in diesem Jahr nochmals deutlich mehr Geldreserven einr\u00e4umt als bisher, was Weltkaiser Apfulkrax damit begr\u00fcndet, dass Kultur und Sport diejenigen Bereiche seien, die Staaten stets weiter zusammenr\u00fccken lie\u00dfen und somit Konflikten vorbeugen w\u00fcrden. Au\u00dferdem soll ein gro\u00dfer Teil insbesondere im Bereich des Sportdromornissentums in den Anti-Korruptionskampf flie\u00dfen, dem sich Sportdromorniss Duck in seiner momentanen Amtszeit noch mehr verschrieben hat als in der vorangegangenen und f\u00fcr welchen er noch in diesem Jahr weitere und wohl auch deutlich sch\u00e4rfere Ma\u00dfnahmen erlassen will. Negativ war jedoch die Ank\u00fcndigung, dass die Weltenmeisterschaft, die zuletzt 1810 in der Geisterwelt stattfand, bis auf Weiteres wohl nicht mehr stattfinden wird, da die B\u00f6se Welt ihre Isolation nat\u00fcrlich auch im sportlichen Bereich aufrechterh\u00e4lt. Sollte es jedoch andere Signale aus B.Mordor geben, so w\u00e4re die Liebe Welt jedoch die Letzte, die sich einer erneuten Austragung des Turniers entgegenstellen w\u00fcrde, so Apfulkrax.<\/p>\n<p>Nach geschlagenen 90 Minuten Redezeit verlie\u00df der Weltkaiser daraufhin den Kranichensaal und machte sich auf den Weg zur Dromornissenkonferenz. Mit seinen zahlreichen Ank\u00fcndigungen hat er aber erneut klar gemacht: Der Liebe Apfulkrax ist kein verwaltender, sondern ein sehr ideenfreudiger und gestaltender Weltkaiser, was allerdings auch auf seine Dromornissenschaft zutrifft. Man darf gespannt sein, welche der angek\u00fcndigten Projekte wie schnell realisierbar sein werden, aber klar ist auch, dass diese Weltregierung auf jeden Fall versucht, zu jedem Problem eine passende L\u00f6sung zu finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nach spektakul\u00e4rer Flucht: Raumschiff aus der B\u00f6sen Welt st\u00fcrzt vor Florenz ins Meer<\/strong><\/p>\n<p>Erneut ist es einer Gruppe von Personen gelungen, aus der vom restlichen Sonnensystem g\u00e4nzlich isolierten B\u00f6sen Welt zu fliehen und auf die Oberfl\u00e4che der Lieben Welt zu gelangen. Dabei wurde das Raumschiff jedoch fast bis in die Atmosph\u00e4re der Lieben Welt von B\u00f6sen Abfangj\u00e4gern gejagt, die erst kurz vor dem Weltraum-Hoheitsgebiet der Lieben Welt umkehrten. Das fliehende Schiff war beim Eintritt in die Atmosph\u00e4re jedoch bereits so stark zerst\u00f6rt, dass keine kontrollierte Landung mehr m\u00f6glich war. Kurze Zeit sp\u00e4ter st\u00fcrzte es, jedoch mit stark verringerter Geschwindigkeit in Sichtweite der florenzianischen Hafenstadt Courl in den Nordtitanischen Ozean. Doch warum verfolgten die J\u00e4ger das Schiff so lange und wer war an Bord? Die Ereignisse sollen im Folgenden, zumindest soweit sie bekannt sind, geschildert werden.<\/p>\n<p>Das Raumschiff war laut Aussagen der Crew am Dienstagnachmittag in B.Mordor, der Hauptstadt der B\u00f6sen Welt, gestartet und hatte mehrere illegale Fl\u00fcchtlinge an Bord, unter ihnen auch den langj\u00e4hrigen Vorsitzenden der Radikal-B\u00f6sen Partei (RBP) und Kandidat auf den Sitz des B\u00f6sen Herrschers von 1813, Ancercis Treckor. Insgesamt soll sich die Zahl der Fl\u00fcchtlinge auf etwa 120 Personen belaufen haben. Dies w\u00e4re die zweitgr\u00f6\u00dfte Gruppe von B\u00f6sen Fl\u00fcchtlingen seit der Landung von Valois Rorker in der djangoischen Zentralw\u00fcste 1814. Au\u00dferdem an Bord waren zudem noch einige wohl brisante Dokumente aus dem milit\u00e4rischen F\u00fchrungsstab der in der B\u00f6sen Welt diktatorisch regierenden Organisation MMS, wie etwa Truppenbewegungen, taktische Dokumente oder auch Personenverzeichnisse von in anderen Welten stationierten MMS-Agenten. Laut dem Kapit\u00e4n des Raumschiffes, Julor Rackminis, der, ebenso wie die weiteren \u00dcberlebenden des Absturzes, ins Milit\u00e4rkrankenhaus in Forl geflogen wurden, wurde der Diebstahl der Dokumente durch Treckor und dessen Verb\u00fcndete etwa vier Stunden nach dem Abflug aus B.Mordor bemerkt, woraufhin man dann von den J\u00e4gern verfolgt worden w\u00e4re.<\/p>\n<p>Von den 120 Passagieren des Raumschiffes \u00fcberlebten 16 die Bruchlandung nicht, weitere 36 Personen befanden sich zum Zeitpunkt der Rettung durch die florenzianische Marine in Lebensgefahr, darunter auch Ancercis Treckor. Nach einer ersten Vernehmung der Geflohenen auf dem Flugzeugtr\u00e4ger &#8222;SFF Suldus&#8220;, entschied Florenz&#8216; Au\u00dfenminister Georg Helmering, die Passgiere zun\u00e4chst nach Forl zu bringen, teils aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden, und aus Gr\u00fcnden der Aufnahme der Personalien. So soll nun zun\u00e4chst \u00fcberpr\u00fcft werden, welche Passagiere genau auf dem Raumschiff waren und ob sie gegebenenfalls eine Bedrohung f\u00fcr die Liebe Welt darstellen k\u00f6nnten. Die aus der B\u00f6sen Welt hinausgeschmuggelten Dokumente hingegen wurden am Mittwochvormittag aus dem in gerade einmal 600 Meter Tiefe liegenden Wrack geborgen und sollen nun nach Wiesenhausen an den Palaces Monda zur Auswertung geschickt werden.<\/p>\n<p>Dort reagierte man zwiesp\u00e4ltig auf die Nachricht aus Florenz. Weltkaiser Apfulkrax sagte in einem kurzen Statement: &#8222;Die Tatsache, dass die Fl\u00fcchtlinge es, gr\u00f6\u00dftenteils, heil zu uns geschafft haben und dabei auch noch solch anscheinend wichtige Dokumente mitgef\u00fchrt haben, ist nat\u00fcrlich eine positive Nachricht. Dass die Abfangj\u00e4ger jedoch fast bis in unsere Atmosph\u00e4re eingedrungen sind, ist eine milit\u00e4rische Provokation, die wir auf das Sch\u00e4rfste verurteilen und die noch Konsequenzen nach sich ziehen wird.&#8220; Au\u00dfendromorniss Hemes F. Rems und Verteidigungsdromorniss Gro\u00dfus Kriegerus veranlassten sofort eine Aufstockung der Raumschiffpatroullien rund um die Liebe Welt mit der Order, nach jeder verd\u00e4chtigen Bewegung Ausschau zu halten. Zudem wurde f\u00fcr Freitag eine Dringlichkeitssitzung des Weltpalasts anberaumt, in der dann bereits die ersten Inhalte von Dokumenten diskutiert werden sollen.<\/p>\n<p>Einordnen konnte den gesamten Vorfall wohl am besten noch der meadowhousische MD-Chef und ausgewiesene B\u00f6sen-Experte, Richard Mant\u00f6psrochen, der, auf Anfrage des &#8222;Zeitungsgespenstes&#8220;, sagte: &#8222;Dieser Zwischenfall ist f\u00fcr die B\u00f6se Welt mit Sicherheit zur Unzeit gekommen. Vier Jahre nach der Wahl Sorors zum B\u00f6sen Herrscher und der Macht\u00fcbernahme durch das Phantom und MMS waren die Informationen bisher ja nur sehr sp\u00e4rlich. Dass nun ganze taktische Informationen und vor allem Namen von MMS-Agenten den Lieben in die H\u00e4nde gefallen sind, ist f\u00fcr sie einer der gr\u00f6\u00dften anzunehmenden Unf\u00e4lle, die es momentan geben kann. Denn nun k\u00f6nnen insbesondere die Geheimdienste unserer Welt und auch die anderer Welten endlich viele der noch unter uns lebenden Agenten ausfindig und unsch\u00e4dlich machen, was die innere Sicherheit nat\u00fcrlich immens erh\u00f6ht. Das Eindringen in unsere Atmosph\u00e4re sehe ich allerdings \u00e4hnlich kritisch wie der Weltkaiser, da dies in den vergangenen vier Jahren nicht ohne Weiteres passiert w\u00e4re, ganz gleich was f\u00fcr wichtige Dokumente oder Personen auf dem Raumschiff w\u00e4ren. F\u00fcr mich signalisiert die B\u00f6se Welt damit so ein wenig, dass sie sich nicht nur st\u00e4rker f\u00fchlt als noch vor vier Jahren, sondern auch dass ihr milit\u00e4rische Provokationen ziemlich egal sind, was bei weniger k\u00fchlen K\u00f6pfen wie der derzeitigen Weltregierung irgendwann auch die Basis f\u00fcr einen interuniversellen milit\u00e4rischen Konflikt sein k\u00f6nnte. Soweit sollten wir uns aber \u00fcber die Umst\u00e4nde erst einmal freuen, dass wir diese Dokumente erhalten haben und das Beste f\u00fcr die \u00dcberlebenden hoffen, damit auch sie uns noch Einiges berichten k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Somit bleibt also, dass das positive Gef\u00fchl etwas \u00fcberwiegt, wenn auch mit einem schlechten Beigeschmack. An den Beziehungen mit der B\u00f6sen Welt hat sich durch diesen Vorfall wohl nicht viel ge\u00e4ndert, es zeigt aber auch, dass die Isolation auf Dauer m\u00f6glicherweise auch kein Allheilmittel ist und dass nur zu hoffen ist, dass s\u00e4mtliche Oberh\u00e4upter der restlichen sechs Welten ebenso besonnen mit den Provokationen aus der B\u00f6sen Welt umgehen, wie es die Liebe Weltregierung momentan praktiziert.<\/p>\n<p><strong>Treffen zwischen Au\u00dfendromorniss Rems und Erde-Pr\u00e4sident Trump deckt Differenzen auf<\/strong><\/p>\n<p>Beim Treffen zwischen Au\u00dfendromorniss Hemes F. Rems und Erde-Repr\u00e4sentant Donald Trump verlief erwartungsgem\u00e4\u00df kontrovers. Bei einer Rundfahrt durch Wiesenhausen bekam Trump zun\u00e4chst die Sehensw\u00fcrdigkeiten gezeigt wie Schlo\u00df Wiesenhausen, die Drachenklippen, die Alte Kathedrale und bei einem Besuch am Schlachtfeld in Ost-Molchendorf legten Trump und Rems einen Kranz vor dem Denkmal ab. Anschlie\u00dfend wurde bei einem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant &#8222;Zum Schopftintling&#8220; bereits ein wenig \u00fcber die anstehenden Themen debattiert, bevor es in den Palaces Monda ging, wo man offenbar kontrovers diskutierte und dies auf der anschlie\u00dfenden Pressekonferenz am Abend auch nicht verhehlte.<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben besonders \u00fcber die k\u00fcnftige Zusammenarbeit der beiden Welten gesprochen und \u00fcber das Vorgehen gegen die B\u00f6se Welt. Nichtsdestotrotz haben wir aber auch \u00fcber die Situation auf den jeweiligen Planeten gesprochen, gerade die auf der Erde. Da gibt es ja momentan einige Probleme, die zu kl\u00e4ren sind&#8220;, so Rems. Trump erg\u00e4nzte: &#8222;Wir waren uns nat\u00fcrlich nicht in allen Punkten einig, aber ich denke wir werden eine fantastische Zusammenarbeit haben. Eine starke Liebe Welt und eine starke Erde sind n\u00e4mlich besser als wenn einer von beiden schw\u00e4chelt.&#8220; Das gr\u00f6\u00dfte Thema war aber wohl der Umgang mit der B\u00f6sen Welt. Trump forderte bereits nach dem Kongress in der Roboterwelt, wo auch \u00fcber die B\u00f6se Welt debattiert wurde, ein h\u00e4rteres Vorgehen gegen die bereits aus dem Weltenbund ausgeschlossene B\u00f6se Welt. &#8222;Blo\u00df weil sie an unseren Treffen nicht mehr teilnimmt, bedeutet das ja nicht, dass sie aus dem Sonnensystem ausradiert wurde. Sie ist eine Gefahr f\u00fcr uns mehr als je zuvor. Die sp\u00e4rlichen Meldungen, die wir erhalten, sind erschreckend.&#8220; Eine neuere Meldung besagt, dass die B\u00f6se Welt erfolgreich Raketen gebaut hat, mit der sie mindestens die benachbarte Verstorbenenwelt angreifen k\u00f6nnte. &#8222;Herr Rems ist ein gro\u00dfer Politiker. Wir haben uns gut ausgetauscht und sind uns einig, dass wir an einem gemeinsamen Raumschiffprogramm arbeiten, dass zu unserer Verteidigung dient und uns im Falle eines Angriff vorbereitet sein l\u00e4sst.&#8220; In diesem Punkt sind sich der Erde-Repr\u00e4sentant und der Au\u00dfendromorniss noch einig. Kritisch wurde es schon im Punkt der Kommunikation zur B\u00f6sen Welt. Rems will wieder mit der B\u00f6sen Welt in Kontakt treten, Trump setzt auf Isolation. Auf der Pressekonferenz erl\u00e4uterten beide ihre jeweiligen Standpunkte. &#8222;Wenn wir mit der B\u00f6sen Welt reden, erh\u00f6ht das das Risiko der Eskalation. Das Phantom und Soror haben dort ein Terrorregime aufgebaut und wir leben ganz gut damit, wenn wir uns da nicht einmischen.&#8220; Rems&#8216; Ziel ist es, das Verh\u00e4ltnis mit der B\u00f6sen Welt wieder zu normalisieren: &#8222;Ich denke, wir tun gut daran, wieder mit den B\u00f6sen zu reden. Ich pl\u00e4diere n\u00e4mlich auch f\u00fcr die Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen aus der B\u00f6sen Welt, auch wenn sie nicht Valois Rorker hei\u00dfen. Wenn wir wieder in Kontakt treten, k\u00f6nnen wir das Risiko eines Krieges von vornherein minimieren, ich denke da anders als Mr. Trump.&#8220; Auch in punkto Fl\u00fcchtlinge tun sich Differenzen zwischen Rems und Trump auf. Auch in seiner Heimat setzt Donald Trump auf eine scharfe Einwanderungspolitik, l\u00e4sst zum Beispiel eine ganze Religionsgruppe nicht mehr in sein Land, gleiches gilt f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge aus der B\u00f6sen Welt. &#8222;Lassen wir Fl\u00fcchtlinge aus der B\u00f6sen Welt in unsere Welten, gehen wir ein unkalkulierbares Risiko des Terrorismus ein. In meiner Welt ist der Terror zum Alltag auch in zivilisierten L\u00e4nder geworden. Ich sage als Erde-Repr\u00e4sentant, dass mein Planet keine B\u00f6sen Fl\u00fcchtlinge aufnehmen wird.&#8220; Dann wurde er mit Blick auf die Liebe Welt auch in der Wortwahl drastischer: &#8222;Die Liebe Welt ist am ehesten gef\u00e4hrdet, wenn es um Terror aus der B\u00f6sen Welt geht. L\u00e4sst die Liebe Welt Fl\u00fcchtlinge von dort zu sich, begeht sie Selbstmord.&#8220; Rems wei\u00df um den Geheimdienstapparat der Lieben Welt bestehend aus Sicherheitsdromorniss Auge, der MD &#8211; wenn es um Meadowhouse geht &#8211; und der Lieben Armee: &#8222;Wir wissen sehr wohl, wie man einen potentiellen B\u00f6sen Attent\u00e4ter erkennt. Leider haben wir es aus der Vergangenheit gelernt. F\u00fcr lassen auch keine Massen an Fl\u00fcchtlingen kommen, sondern wenn, dann nur einzelne Personen. Die m\u00fcssten sich dann auf lange Wartezeiten an den Weltraumflugh\u00e4fen einstellen, weil wir sie auf Herz und Nieren pr\u00fcfen werden. Aber das ist es uns wert, wenn Menschen, die nichts mit dem Terror da zu tun haben und unschuldig unterdr\u00fcckt werden, diesem Horror entfliehen wollen. Wir unterscheiden uns neben von solchen Regimen und deshalb nehmen wir auch Menschen auf.&#8220;<\/p>\n<p>In der Zusammenarbeit mit der Erde hoffte der Au\u00dfendromorniss besonders auf positive Nachrichten aus der Autoindustrie, Trump stellte jedoch klar, dass das Land mit der gr\u00f6\u00dften Autoindustrie Deutschland weiterhin an den Folgen eines gerade stattfindenden Abgasskandal leidet und somit gerade Dieselmodelle schwer zu exportieren sind. Er riet Rems vom Kauf von Erde-Autos zurzeit ab: &#8222;Im Interesse Ihrer Umwelt, kaufen Sie diese Autos nicht. Ich werde jedoch daf\u00fcr sorgen, dass die amerikanische Autoindustrie st\u00e4rker wird, sodass wir wieder saubere Wagen in die Liebe Welt exportieren k\u00f6nnen.&#8220; Als Gegenzug bot Rems den Handel mit Rohstoffen aus der Lieben Welt an, mahnte allerdings auch, nicht zu verschwenderisch mit Ressourcen wie Erd\u00f6l, Wasser oder Erdgas umzugehen: &#8222;Wir haben bereits \u00d6l im Wert von insgesamt 3,5 Milliarden Schillingen auf die Erde exportiert. Irgendwann wird auch bei uns der Zeitpunkt gekommen sein, wo wir an uns denken m\u00fcssen.&#8220; Ein weiteres Thema, was neu auf den Tisch kam, ist ein gemeinsames Raumschiffprogramm. &#8222;Angesichts der Gefahr, die von der B\u00f6sen Welt ausgeht, ist es sinnvoll, hier gemeinsam Verteidigungsstrategien auszuarbeiten, sodass wir im Falle des Schlimmsten direkt zu bereits konkret vorliegenden Pl\u00e4nen und Reaktionen greifen k\u00f6nnen, die wir gemeinsam entwickelt haben&#8220;, so Rems. In der kommenden Zeit sollen die entsprechenden Formalien gekl\u00e4rt werden und beim n\u00e4chsten Weltentreffen in der Baumhauswelt Ende Herbst soll es dann komplett ausgearbeitet und unterschrieben werden.<\/p>\n<p>Rems sprach mit Trump aber auch \u00fcber die bedrohliche Lage auf der Erde. In Zeiten von religi\u00f6sen Terrorismus und schwelenden Konflikten zwischen den L\u00e4ndern, scheint sich die Lage dort immer mehr zuzuspitzen. Insbesondere mit einem der \u00e4rgsten Feinde von Trumps Heimatland USA, Nordkorea. Dort regiert ein kommunistischer Diktator, der in letzter Zeit vermehrt Raketentests durchf\u00fchrte und zuletzt ganz offen Drohungen aussprach. Trump antwortete scharf und so r\u00fcckt ein m\u00f6glicher Atomkrieg zwischen den beiden verfeindeten Staaten immer n\u00e4her. Zum Abschluss der Pressekonferenz lie\u00df Rems noch den vielsagenden Satz zu Trump fallen: &#8222;Und lassen Sie es nicht zum Krieg kommen.&#8220; Der Abschluss eines Treffens, das zwar nicht unbedingt harmonisch ablief, daf\u00fcr aber auch einige Erkenntnisse und Ergebnisse brachte. Das Verh\u00e4ltnis zwischen Lieber Welt und Erde war schon mal besser, jedoch leidet bisher zumindest nicht die Produktivit\u00e4t darunter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Trag\u00f6die am Mount Sutton &#8211; acht Bergsteiger sterben in Sturm<\/b><\/p>\n<p>Es ist nicht weniger als eine der schlimmsten Bergsteigertrag\u00f6dien der j\u00fcngeren Geschichte. Am Mount Sutton, dem h\u00f6chsten Berg der Lieben Welt, sind am Sonntag, den 16. Juli acht Bergsteiger t\u00f6dlich verungl\u00fcckt. Grund daf\u00fcr war ein pl\u00f6tzlicher Wetterumschwung. Die Bergsteiger kamen aus den verschiedensten L\u00e4ndern der Welt und geh\u00f6rten einer internationalen Expedition an. Unter den Toten ist auch eine Meadowhouserin.<\/p>\n<p>Der Mount Sutton. Jahrzehntelang galt er als unbezwingbar, bis 1767 erstmal Timothy Bergolic und Harry Henkersford den Gipfel des h\u00f6chsten Berges der Welt auf 8.905 Metern erreichten. Seitdem hat die fortschreitende Technik es auch unerfahrenen Bergsteigern m\u00f6glich gemacht unter F\u00fchrung von erfahrenen Bergsteigern diesen Gipfel zu erreichen. Am Montag jedoch steht die Welt rund um den Koloss im Westen Klondyks erst einmal still. Acht Menschen kamen dort in einem verheerenden Unwetter ums Leben, von den urspr\u00fcunglich zw\u00f6lf vermissten Personen konnten vier sich retten bzw gerettet werden. Insgesamt waren 27 Bergsteiger in der Expedition eines molquarzischen Reiseanbieters unterwegs. &#8222;Wir sind alle unglaublich traurig. Nichts ist mehr wie es mal war. Das waren Freunde von mir, von jedem hier. Ich bin fix und fertig&#8220;, so die Leiterin des Basiscamps Sabrina Okolevich. Sie hatte zwei Bergf\u00fchrer noch live \u00fcber Funk mit dem Tod ringen h\u00f6ren, bevor sie vermutlich erfroren. Das Drama ereignete sich auf dem Abstieg auf etwa 7.800 bis 8.500 Metern. Am Morgen um 5:30 Uhr war beschlossen worden, den Aufstieg zu wagen, das Wetter spielte mit. Lauer Wind, kaum Wolken, milde Temperaturen f\u00fcr die entsprechenden H\u00f6hen, klare Sicht. Die Umkehrzeit war f\u00fcr 13 bis 14 Uhr angesetzt worden, allerdings gab es wohl Probleme bisher noch ungekl\u00e4rter Art. Fest steht, dass noch um 15:30 Uhr Menschen auf dem Gipfel waren. Genauere Informationen was geschehen ist bleiben wohl noch abzuwarten. Nach ersten Nachforschungen sind unter den Opfern drei Klondyker, ein Paradieser, eine Mev\u00e0nserin, ein Julsave sowie eine Meadowhouserin. Auf den Gipfel schafften es wohl von den 27 Teilnehmern insgesamt 20. Doch ein pl\u00f6tzlicher Wetterumschwung gegen Nachmittag, der die ganze Nacht durchdauerte und erst am fr\u00fchen Morgen abebbte, lie\u00df die Welt ersch\u00fcttern. Denn er forderte acht Todesopfer. Ein Versuch der Einordnung der Geschehnisse.<\/p>\n<p>F\u00fcr 23 Touristen geht ein Traum in Erf\u00fcllung. Geleitet von vier Bergf\u00fchrern erklimmen sie den h\u00f6chsten Berg der Welt. 24 Stunden sp\u00e4ter, so glauben sie, sind sie f\u00fcr den Rest ihres Lebens Menschen, die auf dem Sutton waren. Fast 9.000 Meter hochgestiegen sind, nah an die Stratosph\u00e4re, auf der Flugh\u00f6he eines Jumbojets. Am Morgen des Sonntags beginnt die Expedition mit der Besteigung des Berges vom Camp 4, auf rund 7.200 Metern, aus. Der Himmel ist klar, die Luft mit -12 Grad f\u00fcr diese H\u00f6he relativ mild. Auf dem Gipfel werden rund -21 Grad gemessen. Auch in Ordnung f\u00fcr einen Ort, an dem im Winter schon mal Temperaturen von -110 Grad gemessen wurden. Die Expedition kommt zun\u00e4chst gut voran, bekommt dann jedoch Organisations- und Zeitprobleme, wie uns die Leiterin des Basiscamps berichtete: &#8222;Es gab Probleme mit gewissen Seilen und Dr\u00e4hten. Dadurch verz\u00f6gerte sich die Ankunft am Gipfel ein wenig, aber nicht so, dass es h\u00e4tte zu ernsthaften Problemen kommen k\u00f6nnen.&#8220; Und trotzdem erreichten 19 von 23 Abenteurern den Gipfel der Welt. H\u00f6he ist nie ein Mensch ohne ein Flugzeug gekommen. Sie sind Helden. Doch ein paar Kilometer weiter braut sich bereits ein Unwetter zusammen, dass schnell n\u00e4her r\u00fcckt. &#8222;Wir warnten unsere Freunde und machten uns sofort Sorgen, hofften aber noch, dass die Wolken am Piricova (8.467 Meter d. Red.) h\u00e4ngen bleiben. Doch das taten sie nicht&#8220;, so Okolevich. Der Sturm brach also mit voller Wucht \u00fcber die Bergsteiger herein, am Gipfel herrschten zwischenzeitlich Temperaturen von -75 Grad. &#8222;Zu diesem Zeitpunkt war niemand mehr ganz oben, jedoch war die Gruppe noch lange nicht in einem sicheren Gebiet. Wir haben versucht \u00fcber Funk Kontakt zu halten, was auch ganz gut gelang.&#8220; Mit zwei der vier Bergf\u00fchrer steht Okolevich zu diesem Zeitpunkt in engem Austausch. Das, was diese berichten, l\u00e4sst im Basiscamp schnell Angst sich breit machen. &#8222;Ihre Stimmen wurden immer schlechter und unverst\u00e4ndlicher. Sie hatten Probleme mit dem ausgehenden Sauerstoff.&#8220; Auf \u00fcber 8.000 Meter kann ein Mensch nur sehr kurz ohne Sauerstoff \u00fcberleben. Ein Trupp aus Camp 4 wird losgeschickt, um nach den vermissten Personen zu suchen. Viele konnten schnell gefunden werden, trotz der geringen Sichtweiter von nicht mal zwei Metern. Einige blieben jedoch unauffindbar. Um 22:45 Uhr brach der Kontakt zum Bergf\u00fchrer Michail Kolokiev ab. Mit dem anderen, Robin Regzov, kann Sabrina Okolevich noch bis 3 Uhr in der Nacht Kontakt halten. Dann verstummt der Funk f\u00fcr immer. Die Suchmannschaften haben bis dahin schon 13 Menschen retten k\u00f6nne, vier weitere schaffen selbst\u00e4ndig den Weg ins rettende Camp 4. Nun werden noch 10 Menschen vermisst. Es werden nur zwei davon noch wiederkommen. Einer konnte sich unter einen Vorsprung retten und war damit nur der tosenden K\u00e4lte und nicht dem Wind ausgesetzt, er wird jedoch vermutlich eine Hand verlieren. Ein Anderer war mehrere Stunden bewusstlos und bereits von einem Suchtrupp f\u00fcr tot erkl\u00e4rt worden, kehrte jedoch wie durch ein Wunder von selbst zur\u00fcck. Ein Lichtblick an diesem traurigen Tag. Acht weitere Menschen jedoch sind tot. F\u00fcnf davon werden erfroren gefunden, drei weitere sind bis heute nicht entdeckt. Hier besteht jedoch aufgrund der Bedingungen keine Hoffnung mehr. Die Suche nach den drei restlichen Bergsteigern wird wohl noch Tage, wenn nicht gar Wochen dauern. &#8222;Es waren alles erfahrene Bergsteiger. Von den Touristen war jeder auf mindestens einem 8.000er dieser Welt. Ich wei\u00df nicht, was passiert ist. Ich verstehe das nicht&#8220;, so Okolevich. Spontan fanden sich mehrere tausend Menschen im Basiscamp auf gut 5.000 Meter ein und hielten einen Gottesdienst ab.<\/p>\n<p>Die Best\u00fcrzung weltweit ist gro\u00df. K\u00f6nig Johannes I. will am Donnerstag nach Klondyk fliegen und gemeinsam mit Weltherrscher Apfulkrax und Klondyks Pr\u00e4sident Holchev zum Sutton reisen um mit den Leuten vor Ort und den Familien zu sprechen. &#8222;Ich liebe Berge. Ich war auf einigen 4.000ern bereits und mich hat dieser Sport immer fasziniert. W\u00e4re ich j\u00fcnger, w\u00fcrde ich es vielleicht auch noch einmal versuchen auf den Mount Sutton zu steigen, deshalb trifft mich das mit voller Wucht&#8220;, so K\u00f6nig Johannes. Auch Apfulkrax war schockiert: &#8222;Ich habe eben mit den Familien gesprochen. Ich habe Bauchschmerzen bekommen, als ich die vielen Kinder gesehen habe und mir klar wurde, dass das die Kinder der Opfer sind. Ich glaube, ich war richtig schlecht im Tr\u00f6sten. Ich wusste einfach nicht, was ich antworten sollte. Weil man f\u00fcr so etwas gar keine Worte finden kann.&#8220; Klondyks Pr\u00e4sident Holchev lie\u00df seinen Gef\u00fchlen derweil freien Lauf: &#8222;So ein unfassbares Leid, ich w\u00fcnschte ich k\u00f6nnte das ungeschehen machen. Ich bin der Pr\u00e4sident des gr\u00f6\u00dften Landes der Welt und doch so ohnm\u00e4chtig. Ich f\u00fchle mich sehr klein gerade.&#8220; Wohl werden bald Diskussionen um die Ursache des Ungl\u00fccks laut werden. War es nur das Wetter? Warum waren so sp\u00e4t noch Menschen auf dem Gipfel? H\u00e4tten die Opfer gerettet werden k\u00f6nnen? Warum verz\u00f6gerte sich der Aufstieg? Viele Fragen, doch zun\u00e4chst ist erstmal nur die Welt best\u00fcrzt. Das letzte Wort hat immer noch der Berg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erde, B\u00f6se Welt und die Todesstrafe &#8211; Der Weltenkongress in der Roboterwelt<\/strong><\/p>\n<p>Diesmal war vonseiten der Welt\u00f6ffentlichkeiten auf allen Welten unseres Weltensystems besonders gespannt auf den alle halbe Jahre stattfindenden Weltenkongress geschaut worden. Viele neue Gesichter, ein neues Weltenoberhaupt und die Thematik &#8222;B\u00f6se Welt&#8220; veranlassten viel Gespr\u00e4chsstoff im Vorhinein. Der Kongress, der diesen Freitag startet und noch bis n\u00e4chste Woche Mittwoch dauern wird, ist mal wieder ein Treffen s\u00e4mtlicher Elitenpolitiker der sieben Welten im Weltenbund geworden, kaum jemand fehlt auf der prominenten G\u00e4steliste, die die Hotels in der Roboterhauptstadt Schraubingen auf ihren Internetpr\u00e4senzen f\u00fchren. Doch der Reihe nach: Was ist geplant? Und vor allem wann spricht wer zu welchem Thema? Der Ablauf des Kongresses wird nun im Folgenden \u00fcbersichtlich geschildert.<\/p>\n<p>Am Freitag ist besonders die Anreise der verschiedenen Politiker geplant. Bis zum Abend, gegen 20:00 Uhr Ortszeit, sollen dann alle Teilnehmer angekommen sein und sich in den Hotels rund um das Kongressgeb\u00e4ude eingefunden haben. Im Anschluss steht ein gro\u00dfes Festbankett an und die Teilnehmer werden \u00fcber den groben Ablauf, die \u00d6rtlichkeiten und die wichtigsten Termine informiert. Aus der Lieben Welt werden, neben dem Lieben Apfulkrax und seiner gesamten Dromornissenschaft, auch die Spitzen von Lieber Armee und Weltbund in die Roboterwelt reisen, genauso wie insgesamt fast vierzig Staats- und Regierungschefs von L\u00e4ndern aus der Lieben Welt, darunter auch K\u00f6nig Johannes I.<\/p>\n<p>Am Samstag geht es mit einer gro\u00dfen Plenarsitzung los, in der der neue Repr\u00e4sentant der Erde, der im Januar vereidigte Donald J. Trump, zum ersten Mal auf interuniverseller Ebene reden und sein Programm f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre vorstellen wird. Bisher war nur bekannt, dass er der Erde ein deutlich gewichtigeres Mitbestimmungsrecht geben wolle, als dies noch unter seinem Vorg\u00e4nger Barack Obama der Fall war. Zudem legt er besonders viel Wert auf die wirtschaftliche Souver\u00e4nit\u00e4t der Erde, will zugleich aber den Handel mit den anderen Welten ausbauen. Ein weiteres Thema d\u00fcrfte die Erh\u00f6hung f\u00fcr Milit\u00e4rausgaben der Erde sein, besonders die f\u00fcr Raumschiffe mit milit\u00e4rischer Bedeutung; Trump hatte sich zuletzt f\u00fcr eine h\u00e4rtere Gangart gegen\u00fcber der 1813 aus dem Weltenbund ausgeschlossenen B\u00f6sen Welt ausgesprochen. Am Nachmittag gibt es dann ein Spitzentreffen der Weltenoberh\u00e4upter unter sich, w\u00e4hrend die anderen Kongressteilnehmer ihrerseits mit ihren Kollegen aus den anderen Welten reden werden. Auch hier gilt besondere Aufmerksamkeit den Zusammenk\u00fcnften der Au\u00dfen-, der Wirtschafts-, der Finanz und der Justizminister, die \u00fcber viele Neuerungen in den sieben Welten reden wollen. Der Abend wird schlie\u00dflich mit einem kurzen Konzert der &#8222;Galvanisierten Eisenbleche&#8220;, einer robotischen Volksmusikgruppe, beschlossen.<\/p>\n<p>Am Sonntag gibt es nur eine gro\u00dfe Plenarversammlung am Vormittag, in der \u00fcber neue Gesetzentw\u00fcrfe, die tags zuvor in den unterschiedlichen Sitzungen vereinbart wurden, abgestimmt wird. Somit ist der Sonntag wohl der entscheidende Tag f\u00fcr Neuerungen, die auch die Liebe Welt bis ins Detail hinein betreffen k\u00f6nnten. Am Nachmittag ist dann Zeit f\u00fcr einen lockeren Austausch \u00fcber \u00c4mter- und Politikgrenzen hinaus, was Gastgeber und Roboterpr\u00e4sident Kunibert Knirtscha f\u00fcr &#8222;essentiell f\u00fcr die kreative Politikbildung&#8220; steht.<\/p>\n<p>Am Montag widmen sich die Anwesenden dann besonders der Thematik der B\u00f6sen Welt. 1813, nach der Wahl Soror Uckmanors zum B\u00f6sen Herrscher und der darauffolgenden Festsetzung von Verstorbenenpr\u00e4sident Winston Churchill, wurde diese aus dem Weltenbund ausgeschlossen und ist seitdem weitestgehend isoliert von den anderen Welten. Dennoch gibt es ab und an Meldungen von der B\u00f6sen Welt, die jedoch meist das Schlimmste bef\u00fcrchten lassen. Um die Anwesenden auf den neuesten Stand zu bringen, spricht am Montagvormittag der 1815 aus der B\u00f6sen Welt geflohene Valois Rorker, unter Herrscher Bednor II. noch Au\u00dfenminister, genauso wie die beiden ehemaligen Herrscher Kalaar VI. und Sinamor I., die seit 1813 im Exil auf der Insel Umgor im S\u00fcdtitanischen Ozean leben. Zudem legt die &#8222;Interuniverselle Armeen-Vereinigung&#8220; (IAV) ein Dossier vor, in dem genau festgehalten ist, wieviele Raumschiffe mit Fl\u00fcchtlingen aus der B\u00f6sen Welt seit 1813 in anderen Welten gelandet sind und wie das bisherige milit\u00e4rische Vorgehen das Verh\u00e4ltnis zur B\u00f6sen Welt ver\u00e4ndert hat. Am Ende wird auch der ausgewiesene B\u00f6sen-Experte Richard Mant\u00f6psrochen, Chef der Meadowhousischen Geheimdienstes MD und seit 05. M\u00e4rz neuer Herzog von S\u00fcdstrand, seine Sichtweise auf die Entwicklungen darlegen. Am Nachmittag wird dann dar\u00fcber in kleineren Gruppen beraten, ehe die Ergebnisse dieser Beratungen am Abend im Plenum vorgetragen werden und gegebenenfalls als neue Leitlinien verabschiedet und zur Abstimmung vorgelegt werden.<\/p>\n<p>Am darauffolgenden Dienstag wird dann \u00fcber den j\u00fcngsten Coup der Lieben Welt-Regierung gesprochen, n\u00e4mlich die Abschaffung der Todesstrafe auf der gesamten Welt. Weltherrscher Apfulkrax wird zun\u00e4chst dar\u00fcber reden, ehe die anderen Weltenoberh\u00e4upter ihm folgen werden. Die Liebe Welt ist seit dem 01. M\u00e4rz die erste der acht Welten insgesamt, die die Todesstrafe fl\u00e4chendeckend f\u00fcr illegal erkl\u00e4rt hat. Eine hitzige Diskussion wird erwartet, da besonders Tannazien und die Erde eine fl\u00e4chendeckende Abschaffung oder eine auch nur ansatzweise Regulierung dieser Thematik in ihren Welten f\u00fcr unm\u00f6glich umzusetzen halten. Auch Geister- und Verstorbenenwelt haben aus offenkundigen Gr\u00fcnden Probleme mit der Thematik. Dienstagabend wird es dann ein letztes gemeinsames Abendessen geben, bevor der letzte Tag des Kongresses anbricht.<\/p>\n<p>Am Mittwochvormittag treffen sich die Weltenoberh\u00e4upter ein letztes Mal unter sich, fassen die Ergebnisse der f\u00fcnf Tage zusammen und bereiten mit Pressevertretern und Sekret\u00e4ren die gro\u00dfe Pressekonferenz vor. Mit dieser wird dann der Weltkongress zu Ende gehen, ehe der n\u00e4chste im Herbst in der Baumhaus-Hauptstadt Port Baumhaus folgen wird.<\/p>\n<p>\u00dcber die in dieser Pressekonferenz ver\u00f6ffentlichten Ergebnisse und Entwicklungen wird dann selbstverst\u00e4ndlich auch hier in dieser Rubrik berichtet. Doch zun\u00e4chst einmal m\u00f6ge das Politspektakel beginnen.<\/p>\n<p><strong>Weltweites Verbot der Todesstrafe nimmt Konturen an &#8211; Weltbund stimmt dem Gesetz bereits zu<\/strong><\/p>\n<p>Es war ein weltpolitischer Paukenschlag, den Weltherrscher Apfulkrax da Anfang Dezember 1816 verk\u00fcndete: Er plane die Abschaffung der Todesstrafe auf der gesamten Lieben Welt. Die Todesstrafe sei, so Apfulkrax, kein Zeugnis einer freien Gesellschaft, sondern Ausdruck eines urzeitlichen Rachewahns. S\u00e4mtliche Arten der Todesstrafe seien mit Inkrafttreten des Gesetzes illegal, mit Ausnahme des sehr strikt geregelten Einsatzes von Giftgas zur Vollstreckung. Unterst\u00fctzung erhielt Apfulkrax dabei nicht nur von Justizdromorniss Gerhard S. Herme und Innendromorniss Leopold von Lassver, in deren Ressorts der Bereich der Todesstrafe f\u00e4llt, sondern auch von Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt. So nannte Paradies&#8216; Premierminister Karl Ligones die Ank\u00fcndigung &#8222;beinahe schon \u00fcberf\u00e4llig, auf jeden Fall aber revolution\u00e4r und rational absolut richtig.&#8220; Lassvers Kaiserin Hermine I. sagte nur kurz und treffend: &#8222;Das wurde aber auch Zeit, dass dieses Abschlachten ein Ende hat.&#8220; Und Mittellands Pr\u00e4sident Ravan Fatra, der die Todesstrafe erst vor einem Jahr in Mittelland h\u00f6chstpers\u00f6nlich abgeschafft hatte, meinte: &#8222;Das ist der Weg in eine moderne Gesellschaft, in der die Kriminellen legal und rechtlich einwandfrei bestraft werden, anstatt dem Gutd\u00fcnken irgendwelcher nationalen Gerichte ausgeliefert zu sein.&#8220; Allerdings gab es auch Kritik an Apfulkrax&#8216; Vorhaben. Masalias Au\u00dfenminister Cantilani beispielsweise protestierte: &#8222;Es ist ja sch\u00f6n, dass die ganzen verm\u00f6genden L\u00e4nder gegen die Todesstrafe sind und sie bereits abgeschafft haben. Vielleicht sollten sie aber mal dar\u00fcber nachdenken, dass jeder Gefangene auch Unterhalt bekommt und den Staat somit etwas kostet. Ein Land wie Masalia kann sich das nicht auf Dauer bei einer bestimmten Anzahl an Gefangenen erlauben.&#8220; \u00c4hnlich argumentierte auch Malkles Chefdiplomat im Weltbund, Alfons Radiatis.<\/p>\n<p>Doch seit heute Nachmittag ist das revolution\u00e4re Weltgesetz wohl kaum noch aufzuhalten. Nach einigen kleineren inhaltlichen \u00c4nderungen stimmte der Weltbund heute mit \u00fcber Dreiviertelmehrheit f\u00fcr das Gesetz, darunter auch betroffene Staaten wie Molquarze, Jaskrelien oder Divostralas. Die ablehnenden Stimmen kamen allerdings ausschlie\u00dflich aus dem Lager der Staaten, die die Todesstrafe noch in der Verfassung stehen haben. Weltbund-Pr\u00e4sident Tom Arne Henriksen \u00e4u\u00dferte in einem kurzen Statement vor der Presse nach der Abstimmung: &#8222;So, nun haben wir unseren Teil dazu beigetragen, dass das Gesetz inkrafttreten kann. Jetzt liegen die Karten beim Palaces Monda. Ich bin froh, dass wir nun endlich einen Weg gefunden haben, der ann\u00e4hernd alle Staaten zufriedenstellt, sodass f\u00fcr kein Land erhebliche Mehrbelastungen finanzieller oder wirtschaftlicher Art aufkommen. Heute ist ein guter Tag f\u00fcr die Liebe Welt.&#8220;<\/p>\n<p>Auch Weltherrscher Apfulkrax reagierte erfreut \u00fcber die Zustimmung zum von ihm erdachten Gesetzentwurf. Notwendig war die Zustimmung des Weltbundes deshalb, weil der Liebe Welt-Gerichtshof (LWGH) rechtlich zur H\u00e4lfte dem Weltbund und zur anderen H\u00e4lfte dem Weltpalast untersteht. Apfulkrax&#8216; Sprecher Frederick Salant \u00fcberbrachte der Presse die Reaktion aus der Dromornissenschaft: &#8222;Die gesamte Weltregierung ist hocherfreut \u00fcber den Fortschritt in dieser eminent wichtigen Sache. Ich hoffe, dass das Gesetz m\u00f6glichst schnell inkrafttreten kann, abgesprochen ist ein Start zum 01.03. diesen Jahres.&#8220;<\/p>\n<p>Der letztlich vom Weltbund abgesegnete Gesetzbeschluss sieht Folgendes vor: Ab dem 01. M\u00e4rz diesen Jahres wird jedes Land, das die Todesstrafe anwendet oder diese in seiner Verfassung verankert hat, vor dem LWGH verklagt und muss immense Strafen finanzieller und sanktionaler Art hinnehmen. S\u00e4mtliche zur Zeit in Todeszellen sitzenden Gefangenen werden unverz\u00fcglich nach Erkensgradt \u00fcberstellt, wo noch genug freie Kapazit\u00e4ten sind. Etwa ein Drittel des 1814 eingeweihten Gef\u00e4ngnisses vor der Paradiesischen Nordk\u00fcste waren bisher noch ungenutzt, da Erkensgradt bisher haupts\u00e4chlich f\u00fcr internationale Kriminelle oder Kriegsverbrecher genutzt wurde. Mit dem neuen Gesetz kommt es somit auch zu einer deutlich besseren Auslastung. Die Kosten der \u00dcberstellung nach Erkensgradt tr\u00e4gt der Weltbund f\u00fcr die noch in Todeszellen sitzenden Gefangenen, k\u00fcnftig wird dies jeder Staat selbst machen, was aber eine deutlich geringere Belastung f\u00fcr die \u00e4rmeren L\u00e4nder darstellt als die Gefangenenverwahrung in diesen L\u00e4ndern. Die Ausnahme, Kriminelle mit Giftgas hinrichten zu lassen ist nur dann legal, wenn die Gefangenen entweder totkrank sind und sie einen Transport nach Palar und dann weiter nach Erkensgradt nicht \u00fcberleben w\u00fcrden, oder wenn sie ihre Exekution ausdr\u00fccklich w\u00fcnschen. Nur dann k\u00e4me eine Hinrichtung unter Aufsicht einer Delegation des LWGH mit Giftgas infrage.<\/p>\n<p>Mit dem heutigen Tage also, oder zumindest wohl bis Ende des Monats, gibt es keine Erschie\u00dfungen (Julsavien, Ceratoland), H\u00e4ngungen (Molquarze, Alkantro, Serbienien), Giftspritzen (Schlangeninsel, Riesle) oder gar Elektrische St\u00fchle (Malkle, Visitronenien), Enthauptungen (Masalia, Jaskrelien, Divostralas) und Verbrennung (Olkanien, Sacramosta, Iseraco, Verkasien) auf der gesamten Lieben Welt mehr. Bisher stand die Todesstrafe noch bei 21 Staaten im Gesetz, wobei f\u00fcnf von ihnen diese nicht mehr ausf\u00fchrten (South Dargobienien, Cerdonien, Nordverizienien, Iranja, Meerland), und 486 Menschen kamen allein seit 1807, also im letzten Jahrzehnt durch Hinrichtungen zu Tode, seit 1790 waren es sogar 6820 Menschen. Seitdem haben aber bereits viele Staaten von sich aus die fragw\u00fcrdige Todesstrafe abgeschafft und nun folgen die verbliebenen Staaten.<\/p>\n<p>Mit der Abschaffung der Todesstrafe hat Weltkaiser Apfulkrax etwas bleibendes und revolution\u00e4res geschaffen. Kein Gefangener auf diesem Planeten wird in Zukunft mehr durch den Willen des nationalen Staates sterben m\u00fcssen, ganz gleich auf welche grausame Weise. Die Liebe Welt ist somit die erste Welt, die von Lebenden bev\u00f6lkert ist, die die Todesstrafe geschlossen ge\u00e4chtet und verboten hat, wie bereits gesagt wurde: Ein guter Tag f\u00fcr die Liebe Welt.<\/p>\n<p><b>Mount Bricard in Fantasio ausgebrochen! 100.000-Einwohner-Stadt Cr\u00fazvalles versch\u00fcttet!<\/b><\/p>\n<p>V\u00f6llig \u00fcberraschend und ohne Vorwarnung ist der 3.500 Meter hohe Vulkan Mount Bricard in S\u00fcdfantasio ausgebrochen. Die nur 6 km entfernte 100.000-Einwohner-Stadt Cr\u00fazvalles wurde kurzfristig evakuiert. Nur Minuten nach dem Ausbruch jedoch rollte ein pyroklastischer Strom zu Tal und begrub die Stadt unter sich. Nach aktuellen Sch\u00e4tzungen der Beh\u00f6rden sollen dabei tausende Menschen ums Leben gekommen sein. Die Aschewolke stieg \u00fcber 40 km in die Stratosph\u00e4re und verdunkelte den Himmel. Ein hei\u00dfer Ascheregen ging zu Boden. Viele tausend Menschen sind obdachlos, eine ganze Region ist verw\u00fcstet. Es ist der schlimmste Vulkanausbruch auf der Lieben Welt seit dem Ausbruch des Piccorea in Whale vor 24 Jahren.<\/p>\n<p>Seismologen und Geologen hatten zwar in den letzten Wochen eine erh\u00f6hte Aktivit\u00e4t gemessen und steigende CO2-Werte rund um den Berg, jedoch keine Bodenerhebungen oder Erdbeben. Am vergangenen Montag stiegen dann vermehrt Schwefelgase aus dem Krater, weswegen die Beh\u00f6rden die Warnstufe auf &#8222;Wachsamkeit&#8220; erh\u00f6hten, jedoch keinen Anlass f\u00fcr eine Evakuierung sahen. &#8222;Dieser Ausbruch kam v\u00f6llig \u00fcberraschend. Die Messungen lie\u00dfen zwar auf eine erh\u00f6hte Aktivit\u00e4t schlie\u00dfen, allerdings gibt es solche Anzeichen immer wieder. Wir sahen das nicht kommen&#8220;, so Geologe Martin Moron. Nach der ersten Eruption wurden die umliegenden D\u00f6rfer sowie Cr\u00fazvalles schnellstm\u00f6glich evakuiert, jedoch folgte nur 25 Minuten sp\u00e4ter eine zweite noch heftigere Eruption, die einen pyroklastischen Strom den Berg hinunter schickte, der alles auf seinem Weg bis noch in 18 km Entfernung vernichtete. Als sich die Welle aus hei\u00dfer Asche, giftigen Gasen und Gesteinsbrocken wieder lichtet, ist eine halbe Stadt v\u00f6llig zerst\u00f6rt, tausende Menschen unter Metern an Ascheschicht und Ger\u00f6ll begraben, andere tausende in der rasenden H\u00f6lle verbrannt bzw. erstickt. &#8222;Wir m\u00fcssen von etwa 20.000 bis 40.000 Toten ausgehen&#8220;, so der Leiter der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden Olivier da Costa. Auch Cr\u00favalles&#8216; B\u00fcrgermeister Vittorio Elmanado kam bei der Katastrophe ums Leben. &#8222;Dieser Ausbruch ist so schlimm, ich kann das gar nicht in Worte fassen. Es ist die Apokalypse&#8220;, so da Costa weiter. Die Regierung Fantasios rief sofort den Notstand aus, die Aschewolke verbreitet sich nun Richtung Norden. Noch bis in 300 km Entfernung k\u00f6nnte es Asche regnen, so die Forscher und die Beh\u00f6rden. Die Aschepartikel k\u00f6nnten jedoch noch eine ganz andere fatale Wirkung entfachen.<\/p>\n<p>&#8222;Die Partikel verteilen sich durch die Winde in der Stratosph\u00e4re. Sie absorbieren das Sonnenlicht, das f\u00fchrt zu Dunkelheit, einem Temperaturabfall und Missernten. Es k\u00f6nnte in \u00e4rmeren Regionen Titaniens zu Hungerkatastrophen kommen&#8220;, so Martin Moron. &#8222;Wir konnten berechnen, dass der Ausbruch etwa die 50-fache Kraft einer Atombombe und die 10.000-fache von 100 O500B-Bomben hatte. Damit ist dieser Ausbruch der st\u00e4rkste der letzten 350 Jahre.&#8220; Die Liebe Welt h\u00e4lt den Atem an. Durch den Ausbruch k\u00f6nnte das Weltklima merklich fallen. Ein Absinken der Durchschnittstemperatur um bis 1,5 Grad ist m\u00f6glich. &#8222;Und das auf mehrere Jahre hinweg&#8220;, so Moron. &#8222;Es kann zu Missernten kommen, etwa 10 % des weltweiten Obstkonsums besteht aus Fr\u00fcchten aus Fantasio. Orangen, Mandarinen, exotische Nektarfr\u00fcchte wie Mangos oder Pampelmusen, all das wird hier zu einem gro\u00dfen Teil angebaut. Das k\u00f6nnte zu Mangelware bis mit Sicherheit in f\u00fcnf, sechs Jahren werden.&#8220; Sicher ist, dass sich die Aschewolke um den ganzen Weltball verbreiten wird. In Meadowhouse wird es zwar zu keinem Ascheregen oder dergleichem kommen, aber sp\u00fcren werden wir den Ausbruch auch. &#8222;Wir k\u00f6nnten ihn sogar schneller sp\u00fcren als andere, da wir relativ nahe liegen. Bei uns k\u00f6nnte es lange dauern, bis es Fr\u00fchling wird&#8220;, so die Chefin des Meadowhousischen Forschungsinstituts in Saphirento (MFI) Inga Br\u00fcckner. Die Menschen in und um Cr\u00fazvalles dagegen haben nicht nur die Hoffnung auf einen sch\u00f6nen Sommer oder warmes Klima verloren, sondern auch ihre Zukunft. Viele durch den pyroklastischen Strom nicht zerst\u00f6rte H\u00e4user fielen sp\u00e4ter noch sogenannten Laharen zum Opfer, gigantischen Schlammstr\u00f6men, hervorgerufen durch die pl\u00f6tzliche Schneeschmelze am Gipfel des Mount Briccard. Die W\u00e4lder rings um den Berg herum existieren nicht mehr, zur\u00fcck geblieben sind umgeknickte kahle B\u00e4ume, die aussehen, als h\u00e4tte ein Riese sie wie ein Streichholz niedergebrochen. Es wird Jahrzehnte dauern bis Cr\u00fazvalles wieder zu einem bewohnbaren Ort wird. Neben den Aufr\u00e4umarbeiten gilt es auch, viele Geb\u00e4ude wieder neu zu errichten. Und es muss sicherlich auch ein neuer Friedhof entstehen. Gemessen an der (noch vermutlichen) Zahl der Opfer, k\u00f6nnte der Ausbruch des Mount Briccard zu einem der schlimmsten in der Geschichte werden. 1678 starben beim Ausbruch des Erabaco auf Masalia und dem darauffolgenden Tsunami 37.000 Menschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier werden die letzten Meldungen und Artikel aus der Rubrik &#8222;Internationale Nachrichten&#8220; gespeichert und archiviert, sodass man diese auch nach der Herunternahme von der Homepage noch lesen kann. Die Nachrichten sind chronologisch sortiert, beginnend mit der j\u00fcngsten und endend mit der \u00e4ltesten Nachricht. Nach Amtsantritt von Erde-Repr\u00e4sentant Trump: Zur\u00fcckhaltung bei Weltenoberh\u00e4uptern Am Montag erfolgte der Amtsantritt des neuen Erde-Repr\u00e4sentanten im Weltenbund, der zugleich Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten von Amerika ist. Die Besonderheit dieses Mal: Die anderen Weltenoberh\u00e4upter kennen ihn bereits, den der neue alte Erde-Repr\u00e4sentant ist Donald J. Trump, der den Planeten bereits in den Jahren 1817 bis 1821 im Weltenbund vertrat. 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