{"id":795,"date":"2014-12-30T10:31:03","date_gmt":"2014-12-30T10:31:03","guid":{"rendered":"http:\/\/wiesenhausen.de\/?page_id=795"},"modified":"2026-03-30T17:14:05","modified_gmt":"2026-03-30T17:14:05","slug":"politikarchiv","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wiesenhausen.de\/?page_id=795","title":{"rendered":"Politikarchiv"},"content":{"rendered":"<p>Hier k\u00f6nnen Sie die Nachrichten aus der Politik-Rubrik noch einmal nachlesen.<\/p>\n<h1><strong>Konsolidierung, Konflikte und gro\u00dfe Erwartungen \u2013 Meadowhouse blickt auf 1825 zur\u00fcck und nach vorn<\/strong><\/h1>\n<p>Mit dem Ende des Jahres 1825 steht Meadowhouse an einem Wendepunkt. Was als ambitioniertes Reformjahr begann, entwickelte sich zu einer Phase tiefgreifender struktureller Entscheidungen, politischer Spannungen und au\u00dfenpolitischer Weichenstellungen. Viele der im Januar vergangenen Jahres angek\u00fcndigten Vorhaben wurden umgesetzt, andere f\u00fchrten zu unerwarteten Nebenwirkungen. Das Jahr 1826 verspricht nun, die Richtung des K\u00f6nigreichs endg\u00fcltig festzulegen.<\/p>\n<h3><strong>Der MeadowPlan im Alltag angekommen \u2013 Erfolge und erste Reibungen<\/strong><\/h3>\n<p>Die zweite Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zum 1. Juni 1825 zeigte rasch Wirkung. Wie das Reichsamt f\u00fcr Statistik im Oktober best\u00e4tigte, sanken die Preise f\u00fcr Grundversorgungsg\u00fcter im Jahresdurchschnitt um insgesamt 7,3 % gegen\u00fcber 1823. Besonders in den St\u00e4dten f\u00fchrte dies zu einer sp\u00fcrbaren Entlastung einkommensschwacher Haushalte. Bauernverb\u00e4nde meldeten stabile Absatzm\u00e4rkte, w\u00e4hrend der Einzelhandel von steigender Nachfrage profitierte.<\/p>\n<p>Allerdings traten im Herbst erstmals Versorgungsengp\u00e4sse bei importierten Lebensmitteln auf, da H\u00e4ndler versuchten, von der h\u00f6heren Nachfrage zu profitieren. Die Reichsregierung reagierte mit tempor\u00e4ren Importerleichterungen in Form von Zollerleichterungen \u2013 ein Vorgeschmack auf die Debatten des kommenden Jahres.<\/p>\n<p>Auch die Kopplung des Steuerfreibetrags an die Inflation erwies sich als politischer Erfolg. Die Opposition und insbesondere WVD und MCM bem\u00e4ngelten jedoch, dass die Ma\u00dfnahme zwar sozial treffsicher, aber langfristig kostenintensiv sei. F\u00fcr 1826 k\u00fcndigte das Finanzministerium unter Heinrich Hubmaier daher eine umfassende Evaluation der Staatsfinanzen an. WVD-Chefin da Silva sah hierin bereits ein Eingest\u00e4ndnis der schlechten Vorausplanung der Regierung.<\/p>\n<h3><strong>Wirtschaftssteuerreform: Strukturwandel mit Nebenwirkungen<\/strong><\/h3>\n<p>Die Abschaffung der Unternehmensteuer vereinfachte das Steuerwesen deutlich, f\u00fchrte jedoch vor allem bei mittelgro\u00dfen Betrieben zu Unsicherheit. Viele Firmen mussten im Laufe des Jahres pr\u00fcfen, ob sie nun unter die Gesellschaftsteuer fielen. Besonders im Sommer kam es zu einer Welle von Umstrukturierungen, da Unternehmen versuchten, unter der Schwelle zu bleiben oder sich neu aufzustellen. Dementsprechend gab es in den Monaten Juni und Juli eine stark verringerte Produktion in der verarbeitenden Industrie, was im Zusammenspiel mit der Urlaubszeit zu einem deutlich sichtbaren Abschwung des BIP f\u00fchrte. Auch der TROPO verlor in dieser Zeit fast 1.500 Punkte.<\/p>\n<p>Die Erh\u00f6hung des Gesellschaftsteuersatzes auf 28 % brachte dem Staat trotz anf\u00e4nglicher Skepsis h\u00f6here Einnahmen als erwartet, da gro\u00dfe Konzerne und verm\u00f6gende Privatpersonen st\u00e4rker belastet wurden. Die Einf\u00fchrung der Kapitalverm\u00f6gensteuer \u00fcber der 5-Millionen-Tropale-Grenze sorgte hingegen f\u00fcr offene Kritik seitens der Finanzelite. Erste Kapitalabfl\u00fcsse nach Atlantis und Fantasio wurden bekannt, was die Debatte um die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit Meadowhouse\u2019 neu entfachte. Vor allem die m\u00f6gliche Titanien-Union wurde hier als Brandbeschleuniger f\u00fcr den Verlust der finanziellen Strahlkraft Meadowhouse\u2018 gesehen. F\u00fcr 1826 plant die Reichsregierung daher gezielte Investitionsanreize, insbesondere im Industrie- und Infrastrukturbereich. Welcher Art diese Anreize sein sollen, blieb bisher jedoch im Argen. Weder K\u00f6nig Ezechiel I., noch Reichskanzler Schwalbenschwanz, noch Finanzminister Hubmaier \u00e4u\u00dferten sich bislang detailliert.<\/p>\n<h3><strong>Der Reichsrat etabliert sich \u2013 F\u00f6deralismus mit Profil<\/strong><\/h3>\n<p>Der neu geschaffene Reichsrat nahm im Fr\u00fchjahr 1825 seine Arbeit auf und entwickelte sich schneller als erwartet zu einem ernstzunehmenden politischen Faktor. Besonders bei Gesetzen zur Kommunalfinanzierung und zur Verwaltung der neuen Gebiete erwies sich das Gremium als Vermittler zwischen Krone, Reichsregierung und Regionen.<\/p>\n<p>Im November wurde schlie\u00dflich der entscheidende Schritt vollzogen: Mit breiter Mehrheit beschlossen Reichstag und Reichsrat gemeinsam die Erhebung des Reichsrats in den Verfassungsrang. Damit ist der f\u00f6derale Umbau Meadowhouse\u2019 offiziell abgeschlossen \u2013 zumindest auf dem Papier. F\u00fcr 1826 werden erste Konflikte \u00fcber Kompetenzabgrenzungen erwartet, vor allem im Bereich Infrastruktur und Bildung.<\/p>\n<h3><strong>Parteienverbot: GAP verboten, Sicherheitsdebatte entfacht<\/strong><\/h3>\n<p>Im Juli leitete die Reichsregierung das angek\u00fcndigte Verbotsverfahren gegen die GAP ein. Nach einem beschleunigten Verfahren erkl\u00e4rte das Oberste Reichsgericht die Partei im Oktober f\u00fcr verfassungswidrig und ordnete ihre Aufl\u00f6sung an. Wie von der Enquete-Kommission prognostiziert, f\u00fchrte das Verbot jedoch nicht zur sofortigen Befriedung.<\/p>\n<p>Bereits im Sp\u00e4therbst wurden neue, lose organisierte Gruppierungen bekannt, die ideologisch an die GAP ankn\u00fcpften. In Reaktion darauf beschloss der Saal der Gespenster eine deutliche Aufstockung des Polizeietats sowie erweiterte Befugnisse zur Beobachtung staatsfeindlicher Netzwerke. B\u00fcrgerrechtsorganisationen, sowie auch Hauselfenbund und Zaubererrat warnten vor einer schleichenden Aush\u00f6hlung der Freiheitsrechte \u2013 ein Konflikt, der 1826 an Sch\u00e4rfe gewinnen d\u00fcrfte.<\/p>\n<h3><strong>Titanien-Union: Meadowhouse schreitet voran und z\u00f6gert zugleich<\/strong><\/h3>\n<p>Der Titanien-Gipfel von Rubinburgh im Juni 1825 ging als wichtiger Schritt zur Gr\u00fcndung einer Union in die Annalen ein. Meadowhouse tat sich erstmals als Lenker der Debatte hervor und vereinbarte mit den anderen Staaten einen Handlungsrahmen, der mit weiteren Gipfeltreffen in den kommenden Jahren vertieft werden soll. Der genannte Zeithorizont bis zur offiziellen Unionsgr\u00fcndung k\u00f6nnte somit noch bis 1830 erreicht werden. Mit Spannung darf jedoch auch die Wahl in Atlantis in diesem Jahr erwartet werden. Ein Machtwechsel k\u00f6nnte die Verhandlungen verz\u00f6gern. Laut Kanzler Schwalbenschwanz wolle man in einem solchen Fall noch st\u00e4rker die Verhandlungsf\u00fchrungen pr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Innenpolitisch blieb der Schritt umstritten. W\u00e4hrend Wirtschaftsverb\u00e4nde auf neue M\u00e4rkte hofften, bef\u00fcrchteten Kritiker den Verlust staatlicher Souver\u00e4nit\u00e4t. F\u00fcr 1826 sind umfangreiche parlamentarische Debatten \u00fcber die konkreten Beitrittsvertr\u00e4ge zu erwarten. Kanzler Schwalbenschwanz und auch K\u00f6nig Ezechiel stehen dem Oppositionsvorschlag, ein Referendum abzuhalten, jedoch nach wie vor ablehnend gegen\u00fcber. Die K\u00f6nigs- und Parlamentswahl im Herbst werden vor allem in dieser Frage zum Gradmesser f\u00fcr die Regierung.<\/p>\n<h3><strong>Vielerlei w\u00e4chst \u2013 und fordert Aufmerksamkeit<\/strong><\/h3>\n<p>Die Inselgruppe Vielerlei entwickelte sich 1825 schneller als erwartet. Die Einwohnerzahl stieg auf \u00fcber 3.500, erste Exporte tropischer Fr\u00fcchte erreichten das Festland. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass die Infrastruktur dem Wachstum kaum gewachsen war. Der Reichsrat forderte im Herbst ein Sonderentwicklungsprogramm f\u00fcr Santo Opalo, das 1826 beschlossen werden soll. Dabei sollen vor allem die Wege zum Festland optimiert werden, sodass im Flughafen Poseidonsbucht bald auch gr\u00f6\u00dfere Frachtflugzeuge landen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das neue Fr\u00fchwarnsystem gegen Naturkatastrophen bestand im September seine erste Bew\u00e4hrungsprobe, als ein Seebeben s\u00fcdlich von Titanien registriert wurde. Zwar kam es zu keinem Tsunami, doch die schnelle Warnung galt als technologischer Erfolg und st\u00e4rkte Meadowhouse\u2019 internationales Ansehen.<\/p>\n<h3><strong>Ausblick auf 1826: Wahlen mit Langzeitwirkung<\/strong><\/h3>\n<p>Das Jahr 1826 wird f\u00fcr Meadowhouse entscheidend. Die vollst\u00e4ndige Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel tritt in Kraft, gleichzeitig stehen schwierige Haushaltsentscheidungen an. Der Reichsrat muss seine neue Rolle behaupten, die Sicherheitsgesetzgebung wird kontrovers diskutiert und die Titanien-Union verlangt klare Positionierungen.<\/p>\n<p>Meadowhouse hat 1825 bewiesen, dass es reformf\u00e4hig ist. Ob es 1826 auch stabil bleibt, wird sich zeigen. Die Wahlen im Herbst werden vor all diesen Handlungsfeldern mehr als spannend. In aktuellen Umfragen w\u00fcrden beinahe 70 % der meadowhousischen Wahlberechtigten K\u00f6nig Ezechiel wiederw\u00e4hlen. Die Regierungskoalition aus BdH und VCS dagegen k\u00f6nnte Probleme bekommen, erneut in eine Legislatur als politische Landesf\u00fchrung zu gehen. Die ohnehin knappe Mehrheit h\u00e4tten sie nach aktuellen Umfragen nicht mehr. Viele Meadowhouser w\u00fcnschen sich zudem ein Referendum \u00fcber die Titanien-Union, was die Regierung geschlossen ablehnt. Welche Auswirkungen dieser Umstand und welche Auswirkungen die Wahlen an sich auf die weiteren Entwicklungen haben, kann nur gemutma\u00dft werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Meadowhouse&#8216; neue Inseln: Vielerlei vor erstem Urlaubs- und Erntejahr<\/strong><\/p>\n<p>Gut zwei Jahre ist es nun her, als im M\u00e4rz 1823 vor der ostmeadowhousischen K\u00fcste die Erde bebte und eine fast acht Kilometer hohe Rauchwolke aus dem Meer empor stieg. Was sich zun\u00e4chst als drohende Naturkatastrophe mit potentiell schweren Folgen f\u00fcr die K\u00fcste von Santo Opalo und Umgebung andeutete, wandelte sich jedoch schnell in ein Naturwunder, welches das Bild der Westparadiesischen Bucht und die Gr\u00f6\u00dfe des K\u00f6nigreichs Meadowhouse fundamental ver\u00e4nderte. Urs\u00e4chlich f\u00fcr das Seebeben und die Rauchwolken war der Vulkan Vielerlei, der bei der bis dahin erfolgten Kartographierung scheinbar \u00fcbersehen worden war. Nach eingehenden ersten Untersuchungen fand ein Vulkanforscherteam der Universit\u00e4t Karlsburg am Isen dann auch die Ursache daf\u00fcr, n\u00e4mlich die extrem langsame F\u00fcllung der Magmakammer des Vulkans, was somit f\u00fcr die Bewohner des Festlands und die Schifffahrt in der Westparadiesischen Bucht weitestgehend unbemerkt verlief, bis der Vulkan sich mit einem Mal entlud. \u00dcber die Folgewochen nach der ersten, heftigsten Eruption fanden immer wieder kleinere Nacheruptionen statt, die die Erforschung des Gebiets rund um den Schlot schwierig machten. Nachdem jedoch Mitte Juni 1823 keine weiteren Ausbr\u00fcche mehr zu verzeichnen waren, machten sich nach und nach immer mehr Forschungsteams auf den Weg in Richtung des Vulkans und dem, was er aus den Fluten des Titanischen Ozeans hatte aufsteigen lassen.<\/p>\n<p>Insgesamt sieben Inseln konnten bereits kurz nach dem Initialausbruch von Forschern aus Helikoptern gez\u00e4hlt werden. In den Wochen bis in den Sommer 1823 hinein wuchsen diese Inseln infolge der Nacheruptionen dann weiter an, wurden zum Teil aber auch durch die Wind- und Wassererosion wieder abgetragen. Dennoch bestand von Beginn an kein Zweifel, dass sich die sieben Inseln dauerhaft \u00fcber der Meeresoberfl\u00e4che w\u00fcrden halten k\u00f6nnen, da die aufget\u00fcrmten Lavamassen den Wasserspiegel zum Teil deutlich \u00fcberragten. Im Herbst 1823 schlie\u00dflich kam der Entstehungsprozess der Inseln endg\u00fcltig zum Erliegen und sie bekamen die Form und das Aussehen, welches sie bis heute weitestgehend haben.<\/p>\n<p>Nachdem in den ersten Monaten insbesondere Forschungsteams die neuen Eilande besuchten und diverse Studien durchf\u00fchrten sowie Proben nahmen, wurde im fernen Wiesenhausen fr\u00fch das Bem\u00fchen ersichtlich, die neuen Inseln auch dauerhaft zu besiedeln und zu nutzen. Daf\u00fcr mussten die Inseln zun\u00e4chst offiziell zum Staatsgebiet Meadowhouse&#8216; gerechnet werden, was jedoch aufgrund der Lage der Inseln, gut 90 km vor der Meadowhousischen K\u00fcste, als Formsache gewertet und schlie\u00dflich auch von der Weltregierung und dem Weltbund genehmigt wurde. Die Koalition aus BdH und VCS f\u00fchrte f\u00fcr den Haushalt 1824 dann auch den Extraposten &#8222;Entwicklung und Erschlie\u00dfung der Vielerlei-Inseln&#8220; ein, der in jenem Jahr mit etwa 200 Millionen Tropalen versehen war und den Aufbau der Inseln beschleunigen sollte. Mit der finanziellen Unterst\u00fctzung im R\u00fccken begannen dann ab dem Fr\u00fchjahr 1824 die ersten Arbeiten auf den Inseln und auch die ersten Meadowhouser konnten Mitte 1824 dauerhaft auf die Inseln \u00fcbersiedeln. Seitdem gelten sie offiziell als bewohntes Territorium mit inzwischen etwa 3.500 Einwohnern. Dar\u00fcber hinaus wurde auch mit der landwirtschaftlichen Bestellung einiger Fl\u00e4chen begonnen, die als erste gut erreichbar waren und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig einfach urbar gemacht werden konnten. Im Sp\u00e4tsommer und Herbst 1824 wurden die ersten Samen und Kerne ges\u00e4t, die in diesem Jahr dann zur ersten Ernte f\u00fchren sollen. Politisch gesehen ist die Inselgruppe eine eigene Kommune und geh\u00f6rt zum Herzogtum Santo Opalo sowie zum Wahlkreis Rimer-Ost.<\/p>\n<p>Damit zu den aktuellsten Entwicklungen rund um Meadowhouse&#8216; neue Inselgruppe. Mit Beginn des Jahres 1825 wurde die Gruppe Vielerlei offiziell vom Weltpalast und dem Weltgerichtshof in Palar als Meadowhousisches Territorium definiert und die Karten entsprechend angepasst. Eine Anpassung ist inzwischen auch in Bezug auf die Schifffahrtsrouten in der Westparadiesischen Bucht passiert: Da die Inselgruppe inmitten der alten Nord-S\u00fcd-Route entlang der Meadowhousischen K\u00fcste liegt, m\u00fcssen Tanker, Kreuzfahrtschiffe und andere Schiffe nun einen deutlichen Bogen fahren, um an den Inseln vorbei nach Norden und S\u00fcden zu kommen. Da die Gew\u00e4sser vor der K\u00fcste von Sanorma und Santo Opalo aber ohnehin recht flach waren, betr\u00e4gt die Zeitverz\u00f6gerung lediglich 30 bis 45 Minuten. Anfahrten in die H\u00e4fen von Sanorma, Opalsf\u00f6rde, Santo Opalo und Nascastron sind hingegen, gerade von S\u00fcden kommend, schwieriger geworden, da gro\u00dfe Schiffe mit viel Tiefgang die neu benannte Stra\u00dfe von Sanorma zwischen Kap Sanorma und den Inseln nicht passieren k\u00f6nnen und so nord\u00f6stlich um die Inseln herum fahren m\u00fcssen, um in die genannten H\u00e4fen zu kommen. Aus diesen H\u00e4fen wiederum sind seit M\u00e4rz diesen Jahres auch die Vielerlei-Inseln erreichbar. Nachdem diese zu Beginn lediglich per Helikopter zu erreichen waren, wurden inzwischen vier verschiedene F\u00e4hrverbindungen eingerichtet, die alle den Hauptort der Inseln, Poseidonsbucht, ansteuern. Aus Santo Opalo verkehrt die F\u00e4hre f\u00fcnfmal t\u00e4glich, aus Opalsf\u00f6rde dreimal und aus Nascastron und Sanorma zweimal t\u00e4glich. Eingerichtet wurde zudem eine Flugverbindung f\u00fcr kleinmotorige Maschinen vom Flughafen Santo Opalo aus zum ebenfalls bei Poseidonsbucht befindlichen Inselflughafen. Der Flug dauert in eine Richtung etwa eine Stunde, wird viermal t\u00e4glich angeboten und findet bei entsprechend passenden Witterungsverh\u00e4ltnissen statt.<\/p>\n<p>Doch welches sind nun die sieben Inseln, die die Gruppe Vielerlei darstellen? In der Folge werden die sieben Eilande samt ihrer Besonderheiten kurz vorgestellt:<\/p>\n<p><strong>Sturmland:<\/strong><\/p>\n<p>Die n\u00f6rdlichste der sieben Inseln tr\u00e4gt seinen Namen nicht ohne Grund. Als Forscher der Universit\u00e4t Karburg im November 1824 hier Windmessungen machten, betrugen die B\u00f6en der Herbstst\u00fcrme bis zu 300 km\/h. Damit ist Sturmland offiziell der windigste Ort von Meadowhouse. Das hat insgesamt 300 Personen jedoch nicht daran gehindert, sich auf dieser, der zweitkleinsten Insel der Gruppe, niederzulassen. Hauptort von Sturmland, welches etwa 15 km lang und 7 km breit ist, ist Windbucht, welches in einer gesch\u00fctzten Bucht an der Westseite der Insel in Richtung Festland liegt. Neben einigen Fischereibetrieben hat sich Sturmland schon jetzt einen Namen f\u00fcr die Freunde des Surfsports entwickelt, was im anstehenden Sommer sicherlich noch zunehmen wird. Die Insel selbst steigt von Westen nach Osten steil an, sodass die Ostk\u00fcste der Insel in Richtung offene See den Rest des Eilands zumindest etwas sch\u00fctzt. Die Ostk\u00fcste ist dann, im Gegensatz zum Westende der Insel, mit Steilklippen versehen, auf denen besagte Rekordwindst\u00e4rken gemessen wurden. Ansonsten eignet sich Sturmland nur unzureichend zum landwirtschaftlichen Betrieb, da das raue Klima einen Anbau von Obst oder Getreide nahezu unm\u00f6glich macht. Im Gegensatz zu den anderen Inseln ist die Insel bisher auch eher karg. Im Herbst 1824 wurde zudem am n\u00f6rdlichsten Ende der Insel im Nordwesten der Leuchtturm St. Andreas eingeweiht, der von Norden kommende Schiffe vor den Untiefen vor der Insel warnt.<\/p>\n<p><strong>Leopardeninsel:<\/strong><\/p>\n<p>Die s\u00fcdwestlich von Sturmland liegende Leopardeninsel war eine derjenigen Inseln, die bereits kurz nach Entstehung der Gruppe eben jenen Namen bekam. Die Insel ist die viertgr\u00f6\u00dfte bzw. der sieben Eilande und ist vom Wind extrem gesch\u00fctzt. Auch hier steigt die Insel nach Osten an, jedoch nur sehr moderat und weder das Klima noch die allgemeinen sonstigen Bedingungen sind ansatzweise so rau wie auf Sturmland. Hauptort und bisher drittgr\u00f6\u00dfter Ort der Leopardeninsel ist Sonnenhafen, welches ebenso an der Westk\u00fcste der Insel liegt und seinen Namen von den spektakul\u00e4ren Sonnenunterg\u00e4ngen bekommen hat, die im Hafen des Ortes mit Blick Richtung Westen betrachtet werden k\u00f6nnen. Bisher haben 500 Menschen sich auf der Leopardeninsel niedergelassen und auch zwei Hotels haben hier bereits er\u00f6ffnet. Ansonsten soll ein Segelhafen entstehen, der an den bereits gebauten Fischereihafen anschlie\u00dfen soll. Durch die gesch\u00fctzte Lage der Insel und die unmittelbare N\u00e4he zur sehr fischreichen Stra\u00dfe von Sanorma vor der K\u00fcste von Sonnenhafen kristallisieren sich der Fischfang und die Landwirtschaft als dominierende Wirtschaftsfaktoren der Leopardeninsel heraus. Die Insel, die etwa 20 km in der L\u00e4nge und 10 km in der Breite misst, hat durch die vulkanischen B\u00f6den sehr fruchtbares Ackerland f\u00fcr Mangos, Pfirsiche und Ananas, womit diese Anbaugebiete zu den n\u00f6rdlichsten in ganz Meadowhouse geh\u00f6ren. Zudem wurden auf Bestreben des Meadowhousischen Umweltministeriums an der im Vergleich zu den anderen Inseln verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig flachen Ostk\u00fcste der Leopardeninsel Mangroven und Palmen gepflanzt, um eine Erosion zu verhindern.<\/p>\n<p><strong>Pantherinsel:<\/strong><\/p>\n<p>Die \u00f6stlich der Leopardeninsel gelegene Pantherinsel sch\u00fctzt erstere nicht nur vor den Winden und Fluten der offenen See, sondern ist auch die gr\u00f6\u00dfte der sieben Vielerlei-Inseln mit einem Ausma\u00df von etwa 30 km in der L\u00e4nge und knapp 20 km in der Breite. Auf der Pantherinsel liegt auch der Hauptort der Inseln, Poseidonsbucht, wo bereits knapp 1.500 Menschen leben. Die Insel verf\u00fcgt daher auch \u00fcber die wesentliche Infrastruktur der Inseln. So wurde Ende 1824 hier das Krankenhaus der Inseln er\u00f6ffnet, das Rathaus befindet sich hier, ebenso wie der einzige Flughafen der Gruppe, der aufgrund seiner kurzen Landebahn jedoch selbst f\u00fcr die kleinmotorigen Maschinen eine Herausforderung darstellt. Poseidonsbucht liegt an der Westseite der Pantherinsel und damit ebenfalls dem Festland zugewandt, was den Ort f\u00fcr die F\u00e4hren aus Santo Opalo, Opalsf\u00f6rde, Sanorma und Nascastron gut erreichbar macht und von wo aus kleinere Boote die Inselbewohner oder die Touristen in die Hauptorte der anderen Inseln bringen. Neben der auch hier im Inselzentrum bereits betriebenen Landwirtschaft in Form etwa von Anbaufl\u00e4chen f\u00fcr Kokosn\u00fcsse, Mangos und Kiwis, wird der Tourismus auf der Pantherinsel auch verst\u00e4rkt eine Rolle spielen. In Poseidonsbucht etwa er\u00f6ffnete im Februar ein Hotel der Nobelkette &#8222;Excelsior&#8220; und auch weitere Hotels sind in Planung, vorrangig an der gesch\u00fctzten Westk\u00fcste und alle, aufgrund von Naturschutzbestimmungen, mit einer maximalen Anzahl von f\u00fcnf Stockwerken. W\u00e4hrend der Westen der Pantherinsel Sandstr\u00e4nde bietet, steigt das Gel\u00e4nde auch auf dieser Insel Richtung Osten stark an und der h\u00f6chste Punkt der Inseln mit 268 Metern findet sich am Ostenende der Insel ebenfalls. Die gesamte Ostk\u00fcste besteht aus meterhohen Steilklippen, die die offene See an sich zerschellen lassen. Hier befindet sich auch der nun offiziell \u00f6stlichste Punkt von Meadowhouse: Der Leuchtturm Neptunswacht, der vorbeifahrenden Schiffen das Ostende der Inselgruppe signalisiert.<\/p>\n<p><strong>Feuerinsel:<\/strong><\/p>\n<p>Die s\u00fcdlich der Leoparden- und s\u00fcdwestlich der Pantherinsel gelegene Feuerinsel ist so etwas wie das geographische Zentrum der Inselgruppe. Ebenso gesch\u00fctzt von den Winden und Fluten des offenen Meeres wie die Leopardeninsel, hat die Feuerinsel zu dieser auch viele Parallelen. So steigt auch hier das Gel\u00e4nde Richtung Osten bei Weitem nicht so stark an, wie etwa auf der Pantherinsel und das Klima wirkt, insbesondere im Sommer schon fast tropisch. Hauptort der mit etwa 20 km L\u00e4nge und 15 km Breite drittgr\u00f6\u00dften Insel der Gruppe ist Krakensund an der Nordostk\u00fcste des Eilands, auf welchem sich bis jetzt etwa 300 Menschen niedergelassen haben. Die Feuerinsel ist die wohl fruchtbarste und f\u00fcr Landwirtschaft am besten geeignete Insel der gesamten Gruppe, da auf ihr fast fl\u00e4chendeckend problemlos Ackerbau betrieben werden kann. Grund daf\u00fcr ist auch die N\u00e4he zum Schlot des Vulkans Vielerlei, der direkt vor der S\u00fcdk\u00fcste der Insel im flachen Wasser liegt, seit den letzten Ausbr\u00fcchen im Mai 1823 jedoch wieder versiegt ist. In der N\u00e4he des Vulkans hat sich auch ein Forschungszentrum der Meadowhousischen Institute f\u00fcr Vulkanologie, Seismologie und Meeresforschung niedergelassen, welches die Inseln und den Vulkan weitergehend erforschen will. Als landwirtschaftlichem Zentrum der Inseln wird auf der Feuerinsel der Tourismus wohl weniger eine Rolle spielen, doch d\u00fcrfen sich die Meadowhouser bald wohl schon auf Zitronen, Apfelsinen, Pfirsiche, Artischocken, Melonen und viele weitere Produkte von der Feuerinsel freuen.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nigsinsel:<\/strong><\/p>\n<p>Die s\u00fcd\u00f6stlich der Feuerinsel und s\u00fcdlich der Pantherinsel gelegene K\u00f6nigsinsel ist die zweitgr\u00f6\u00dfte Insel der Gruppe und misst etwa 35 km in der L\u00e4nge und 10 km in der Breite. Auf der Insel, die wie ein Bollwerk die starken Winde und Fluten der Westparadiesischen Bucht aus S\u00fcdosten abwehren muss, leben in ihrem Hauptort St. Johann, dem zweitgr\u00f6\u00dften Ort des Archipels, an der nordwestlichen K\u00fcste bis jetzt etwa 600 Menschen. Im S\u00fcdwesten der Insel soll zudem eine Basis der Meadowhousischen Marine entstehen, die hier von einer gesch\u00fctzten Bucht aus einen sehr kurzen Weg auf die offene See der Westparadiesischen Bucht hat. Die Topographie der K\u00f6nigsinsel ist \u00e4hnlich der der Pantherinsel mit einem sogar noch steileren Anstieg des Gel\u00e4ndes in Richtung S\u00fcdosten der Insel. W\u00e4hrend der Westen der Insel traumhafte Sandstr\u00e4nde bietet, an denen sich bereits ebenfalls ein Hotel niedergelassen hat, und sich im Inneren der Insel auch f\u00fcr Landwirtschaft eignet, wird dies, je weiter man Richtung S\u00fcdosten geht, immer schwieriger. Die Insel endet schlie\u00dflich im S\u00fcdosten an einer gut 20 km langen Steilk\u00fcste, die schonungslos den Kr\u00e4ften der Natur ausgesetzt ist, aber spektakul\u00e4re Bilder bietet. Im Winter 1824\/25 wurden Bilder ver\u00f6ffentlicht, die viele Meter hohe Wellen zeigten, die an den Steilklippen der K\u00f6nigsinsel zerschellten. Die lediglich mit Gr\u00e4sern bewachsenen imposanten Felsen, in deren Spalten sich Populationen von M\u00f6wen, Sturmv\u00f6geln, Lummen und Papageientauchern niedergelassen haben, stellen die zweitl\u00e4ngste zusammenh\u00e4ngende Steilk\u00fcste in Meadowhouse dar und erkl\u00e4ren auch den Namen f\u00fcr die Insel. An weniger st\u00fcrmischen Tagen bietet sich von den hohen Klippen hingegen ein weiter Blick in Richtung der Westparadiesischen Bucht, der dort liegenden Schifffahrtsroute und auf die Populationen von Buckel- und Schweinswalen, die in diesem Gebiet heimisch sind.<\/p>\n<p><strong>Muschel:<\/strong><\/p>\n<p>Die Insel mit dem wohl kuriosesten Namen hat diesen ihrem Aussehen zu verdanken: Aus der Luft betrachtet sieht das Eiland, welches s\u00fcdwestlich der Feuerinsel und westlich der K\u00f6nigsinsel liegt, tats\u00e4chlich aus die eine Jakobsmuschel, die ins Meer geworfen wurde. Zu diesem Bild tr\u00e4gt auch bei, dass die etwa 15 km lange und auch 15 km breite Insel nach Norden und Nordwesten hin sanft ins Meer \u00fcbergeht, was insbesondere an den D\u00fcnen liegt, die sich auf der Muschel inzwischen angeh\u00e4uft haben. Hauptort der am weitesten westlich gelegenen Insel der Gruppe ist Krabbendorf, welches an der Nordostk\u00fcste der Insel liegt und mittlerweile eine Einwohnerzahl von etwa 300 z\u00e4hlt. Die \u00fcberwiegende Anzahl der Einwohner auf der Muschel, die die drittkleinste Insel der Vielerlei-Gruppe ist, ist im Fischereigewerbe t\u00e4tig, da die Fischgr\u00fcnde vor der Nordwest- und Westk\u00fcste in Richtung der Stra\u00dfe von Sanorma zu den fischreichsten im gesamten K\u00f6nigreich geh\u00f6ren. Insbesondere Makrelen, Schollen, Heringe und Sardinen geh\u00f6ren zu den meistgefangenen Fischarten hier, dar\u00fcber hinaus aber auch Schalentiere, wie etwa Krabben, Garnelen und Hummer sowie andere Meerestiere, etwa Tintenfische oder Miesmuscheln. W\u00e4hrend die Insel selbst f\u00fcr die Landwirtschaft aufgrund des sandigen Bodens eher ungeeignet ist und aufgrund ihrer fast kreisrunden Form eher wie eine Ansammlung endloser D\u00fcnen mit Str\u00e4uchern dazwischen erscheint, die in Richtung S\u00fcdosten leicht ansteigt, ist die See um die Insel wohl der zuk\u00fcnftig bestimmende Wirtschaftsfaktor der Muschel.<\/p>\n<p><strong>Robbeninsel:<\/strong><\/p>\n<p>Zuletzt noch zur kleinsten der sieben Vielerlei-Inseln. Die Robbeninsel, die zugleich das s\u00fcdlichste Eiland ist und s\u00fcdwestlich der K\u00f6nigsinsel und s\u00fcd\u00f6stlich der Muschel liegt, misst gerade einmal 10 km in der L\u00e4nge und knapp 5 km in der Breite und ist dar\u00fcber hinaus die einzige unbewohnte Insel des Archipels. Grund daf\u00fcr ist einerseits, dass die Insel in Richtung Osten und S\u00fcden weitestgehend ungesch\u00fctzt den Launen der Hohen See ausgesetzt ist, andererseits aber auch, weil die geringe Gr\u00f6\u00dfe der Insel landwirtschaftliche Nutzung nahezu unm\u00f6glich macht. Daher wurde Ende 1824 dann auch beschlossen, die Robbeninsel zum Naturschutzgebiet zu erkl\u00e4ren, wodurch eine dauerhafte Unbewohntheit der Insel wahrscheinlich ist. So d\u00fcrfen lediglich Natursch\u00fctzer und Forscher die Insel mit Genehmigung betreten und die einzigen beiden Geb\u00e4ude der Insel sind eine Forschungsstation der Meadowhousischen Institute f\u00fcr Meteorologie, f\u00fcr Ornithologie und f\u00fcr Meeresbiologie sowie der neu errichtete Leuchtturm St. Petrus am s\u00fcdlichsten Punkt der Insel, der zugleich den s\u00fcdlichsten Punkt des gesamten Archipels darstellt und die Schiffe aus dem S\u00fcden kommend vor den Riffs vor der K\u00fcste der Inseln warnt. Die Erkl\u00e4rung zum Schutzgebiet hatte bereits den Effekt, dass sich auf der Robbeninsel die namensgebenden Kegelrobben angesiedelt haben, die hier, insbesondere an der flacheren Westk\u00fcste der Insel, ein optimales Revier haben. Dar\u00fcber hinaus hat sich auch eine Kolonie Seehunde angesiedelt, ebenso wie vereinzelte Seel\u00f6wen und Seeelefanten. F\u00fcr die Vogelkundler ist die Insel ebenfalls ein Traum, da sich sowohl kleinere Arten, wie etwa die Lach- und Silberm\u00f6wen hier finden, als auch Populationen von Albatrossen, Seeadlern und Blaufu\u00dft\u00f6lpeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neues Jahr, neues Land &#8211; 1825 bringt tiefgreifende Ver\u00e4nderungen f\u00fcr Meadowhouse<\/strong><\/p>\n<p>Das Jahr 1825 hat begonnen und es bringt allerlei spannende Fragen auf den Tisch. Der MeadowPlan von BdH und VCS geht in seine Umsetzungsphase, der Reichsrat nimmt seine Arbeit auf, die Parteienverbotsverfahren werden entschieden und Meadowhouse bekommt Zuwachs. Alles Wichtige gibt es im nachfolgenden \u00dcberblick:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der MeadowPlan nimmt Fahrt auf \u2013 Teil I: Umfassende Steuerreformen f\u00fcr Verbraucher<\/p>\n<p>BdH und VCS haben gemeinsam mit K\u00f6nig Ezechiel I. 1823 den sogenannten MeadowPlan entworfen, ein gewaltiges Konjunktur- und Gesellschaftsprogramm, welches Meadowhouse in eine prosperierende Zukunft f\u00fchren soll. Einige der wichtigsten Bestandteile des Plans werden in diesem Jahr in die Tat umgesetzt. Ein f\u00fcr den Normalb\u00fcrger besonders deutlich zu sp\u00fcrendes Instrument ist die schrittweise Absenkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel. Bereits im vergangenen Jahr war diese von 5% auf 3% gesunken, ab 1.6.1825 betr\u00e4gt diese dann nur noch 2%. Im kommenden Jahr wird sie dann komplett entfallen. Bauernverb\u00e4nde und Lebensmittelindustrie stehen dem Projekt positiv gegen\u00fcber und auch die Verbraucher konnten von der ersten Senkung profitieren. Der Preis f\u00fcr einen Wocheneinkauf f\u00fcr eine vierk\u00f6pfige Familie sank durch die Steuersenkung im zweiten Halbjahr 1824 um insgesamt 5%. F\u00fcr das zweite Halbjahr 1825 rechnen \u00d6konomen mit einer durchschnittlichen Ersparnis von 2,5%. Ebenfalls sp\u00fcrbar f\u00fcr den meadowhousischen Durchschnittsb\u00fcrger wird die endg\u00fcltige Abschaffung der kalten Progression. 1825 ist das erste Jahr, in dem Steuerfreibetrag an die Inflationsrate gekoppelt wird. Besonders Geringverdiener und junge Menschen werden hier entlastet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der MeadowPlan nimmt Fahrt auf \u2013 Teil II: Umfassende Steuerreformen f\u00fcr die Wirtschaft<\/p>\n<p>Seit dem 1. Januar gilt in Meadowhouse eine v\u00f6llig neue Struktur im Wirtschaftssteuerrecht. Die Unternehmensteuer ist seitdem Geschichte. Tausende meadowhousische Betriebe brauchen nun eine Steuererkl\u00e4rung weniger abzugeben. Um den Einnahmeverlust auszugleichen, betr\u00e4gt der Gesellschaftsteuersatz statt vormals 12,5% nun satte 28% und gilt nun f\u00fcr mehr Unternehmen als zuvor. F\u00fcr viele kleine und mittlere Betriebe ergibt sich an dieser Stelle nun ein Pr\u00fcfbedarf, ob sie in den Anwendungsbereich fallen. Diese Reform dient der Entflechtung der Steuergesetze und der internationalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit Meadowhouse\u2018. Steuerentlastungen f\u00fcr Anleger gelten seit Jahresbeginn im Rahmen der Kapitalertragsteuer. Diese wurde f\u00fcr Ertr\u00e4ge unter 5 Millionen Tropalen pro Jahr von 32% auf 28% herabgesenkt, mit Ausnahme von kurzfristigen Finanzgesch\u00e4ften. Betroffen sind hiervon Privatanleger, sowie kleine und mittlere Unternehmen. F\u00fcr Ertr\u00e4ge oberhalb der Grenze gilt nunmehr jedoch die neue Kapitalverm\u00f6gensteuer in H\u00f6he von 7,5%. F\u00fcr gro\u00dfe Unternehmen und sehr reiche Privatleute ist dies eine deutliche Steuererh\u00f6hung. Mit den Reformen will die Reichsregierung mehr Steuergerechtigkeit herstellen, sowie den meadowhousischen Markt f\u00fcr eine potenzielle Titanien-Union \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Reichsrat nimmt seine Arbeit auf<\/p>\n<p>Meadowhouse wird f\u00f6deraler. Mit Einf\u00fchrung des lange diskutierten Reichsrats erh\u00e4lt das K\u00f6nigreich ein weiteres legislatives Organ. Mit einer nachtr\u00e4glichen \u00c4nderung konnte der Gesetzentwurf so umgesetzt werden, wie sich BdH und VCS dies vorgestellt hatten, einzig das Feld der Arbeitsmarktpolitik wurde noch aus dem Kompetenzbereich des Rates entfernt, da es zu eng an wirtschaftspolitische Belange gekn\u00fcpft ist. Demnach hat der Reichsrat nun ein Mitbestimmungsrecht bei der Verabschiedung von bestimmten Gesetzen und insbesondere solchen, die Herzogt\u00fcmer und Kommunen direkt betreffen. Weiterhin existiert eine Petitionsklausel, mithilfe derer kommunale Belange direkt durch den Reichsrat eingebracht werden k\u00f6nnen. Gebildet wird das Organ aus den Herz\u00f6gen, Mitgliedern der Herzogregierungen, kommunalen Vertretern und Ehrenamtlichen. F\u00fcr die Billigung eines Gesetzes bedarf es im Reichsrat einer einfachen Mehrheit, au\u00dfer bei verfassungsrechtlichen Belangen. Eine Erhebung des Reichsrats zum Verfassungsrang wird f\u00fcr Ende des Jahres angestrebt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Parteienverbotsverfahren nehmen Kontur an \u2013 Gutachten liegen vor<\/p>\n<p>Die Gutachten \u00fcber die als verfassungsfeindlichen eingestuften meadowhousischen Parteien erschienen im Dezember und ergaben unterschiedliche Bilder. Die von der Regierung eingesetzte Enquete-Kommission bewertete in ihrer Arbeit die M\u00f6glichkeit zum Parteienverbot anhand von juristischen Kriterien, bezog aber auch die m\u00f6glichen Folgen eines Verbots in ihre Empfehlungen mit ein. Bei EMPM und KPM sprach man sich eindeutig gegen ein Verbotsverfahren aus und zweifelte hier sogar die entsprechende Einstufung der MD an. Begr\u00fcndet wurde dies bei der EMPM mit einer grunds\u00e4tzlichen Unterst\u00fctzung der Monarchie als Staatsform, bei der KPM damit, dass das Wirtschaftssystem in Meadowhouse nicht verfassungsrechtlich verankert sei. Ebenfalls weiter bestehen sollten nach Meinung der Kommission die APM und auch die NDPM, wenngleich hier eine Verfassungsfeindlichkeit in Zusammenhang mit einem menschenfeindlichen Weltbild bejaht wurde. Einzig zum Verbotsverfahren empfohlen wurde der Fall der GAP, da diese Partei die einzige der genannten sei, die den Staat Meadowhouse in seiner physischen Existenz ablehnen w\u00fcrde. Es ist zu erwarten, dass die Regierung dem Vorschlag folgt und im Laufe des Jahres ein Verbotsverfahren einl\u00e4utet. Gewarnt wird jedoch bereits vor den Folgen eines lange angek\u00fcndigten Verbots, das der Partei die M\u00f6glichkeit zum Aufbau neuer Strukturen gebe. Wahrscheinlich ist im Falle eines erfolgreichen Verbotsverfahrens demnach die Aufstockung des Polizeietats mit m\u00f6glicherweise weiterf\u00fchrenden Befugnissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Titanien-Gipfel in Rubinburgh soll Klarheit \u00fcber Titanien-Union bringen<\/p>\n<p>Wenn im Juni der gro\u00dfe Titanien-Gipfel in Rubinburgh stattfinden wird, k\u00f6nnte Geschichte geschrieben werden. Denn dort sollen die Staaten, welche einen Zusammenschluss als Titanien-Union anstreben, ihre Absichtserkl\u00e4rungen harmonisieren und einen Vertrag zur konzertierten Zusammenarbeit unterzeichnen. Sicher zu erwarten ist dieser Schritt neben Atlantis und Westparadies inzwischen auch von Meadowhouse. Auch einige parlamentarische Demokratien wie Fantasio, Dagobinien, Mompracem und Masalia werden einstweilen als sichere Unterzeichner eines solchen Papiers bewertet. Allerdings m\u00fcssen bis dahin noch einige Klarheiten geschaffen werden. Die Frage nach einer m\u00f6glichen gemeinsamen W\u00e4hrung zumindest f\u00fcr Finanzgesch\u00e4fte soll bis sp\u00e4testens M\u00e4rz final gekl\u00e4rt werden. Doch selbst wenn es zu einem formalen Zusammenschluss kommt, wird bis zur Unterzeichnung der wirklichen Vertr\u00e4ge noch einige Zeit ins Land gehen. Kanzler Schwalbenschwanz sprach unl\u00e4ngst von einem operativen Beginn der Titanien-Union im Jahre 1830.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neues Land und Einwohner f\u00fcr Meadowhouse<\/p>\n<p>Seit dem Neujahrstag hat Meadowhouse offiziell neues Territorium hinzugewonnen. Die Inselgruppe Vielerlei, die vom gleichnamigen Vulkan vor Kap Sanorma Anfang 1823 aus der Westparadiesischen Bucht ausgespuckt wurde, wurde vom Palaces Monda und vom Weltbund nun offiziell Meadowhouse zugesprochen. Westparadies hatte bereits fr\u00fch angek\u00fcndigt, keinen Anspruch erheben zu wollen und so war das Territorialverfahren nur eine Formsache. Schon im letzten Fr\u00fchling begann man mit der schrittweisen Besiedelung, heute leben etwa 2500 Menschen auf den insgesamt sieben Inseln, davon rund 1000 im Hauptort Poseidonsbucht. Die vulkanischen B\u00f6den machen ihn zu einem extrem fruchtbaren Fleckchen Land und ab Sommer wird es von dort wohl die ersten Mangos, Bananen und Kokosn\u00fcsse geben. Vielerlei geh\u00f6rt damit seit dem 1. Januar zum Herzogtum Santo Opalo und wird im Rahmen des im Herbst erhobenen Zensus auch als eigener Wahlbezirk gewertet. Langfristig m\u00f6chte sich Vielerlei wohl als Agrar- und Urlaubsparadies einen Namen machen. Gute Aussichten f\u00fcr den unverhofften Nachwuchs. Zudem hat Meadowhouse den unvorhergesehenen Vulkanausbruch als Anlass genommen, neue Sicherheitssysteme gegen Naturkatastrophen zu entwickeln. So nimmt ab diesem Jahr ein Warnsystem seinen Dienst auf, welches in Zusammenarbeit mit der Roboterwelt entwickelt wurde und Anzeichen von Vulkanausbr\u00fcchen, Erdbeben oder \u00dcberschwemmungen messen kann. Au\u00dferdem werden die meadowhousischen Str\u00e4nde mit sicheren Aufenthaltsorten f\u00fcr den Fall eines Tsunami ausgestattet. Bei einem Seebeben in S\u00fcdtitanien w\u00fcrde die enge Westparadiesische Bucht hier \u00e4hnlich einem Kamineffekt bei Feuern die Wirkung der Welle verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Friedrich von der Tagel ist tot<\/strong><\/p>\n<p>Wiesenhausen und Meadowhouse trauert um Friedrich von der Tagel. Der fr\u00fchere Wiesenhausener Oberb\u00fcrgermeister, Diplomat und Elder Statesman verstarb am Mittwoch im Alter von 126 Jahren. F\u00fcr das gesamte K\u00f6nigreich wurde eine siebent\u00e4gige Staatstrauer ausgerufen.<\/p>\n<p>Egal wo er auftauchte, eines durfte niemals fehlen. Seine Pfeife. Die Geschichte hinter seinem Lieblingsutensil war jedoch eine tragische, gab er einmal zu, dass er mit dem Tabakkonsum nach dem Tod seines damals achtj\u00e4hrigen Sohnes im Jahre 1747 begonnen hatte, um seine Nerven zu beruhigen und ihn vom Alkohol loszul\u00f6sen. Im Jahr darauf war er als Oberb\u00fcrgermeister Wiesenhausens nicht mehr angetreten. So findet man \u00fcberall im Land nun Fotos von ihm, mit einer bis auf die Nasenspitze herabgesetzte Brille, einem v\u00e4terlich-verschmitzten Blick und seiner Pfeife, deren Qualm dem Betrachter entgegenschwebt. \u201eWir sind alle von tiefer Traurigkeit erf\u00fcllt\u201c, sagte K\u00f6nig Ezechiel bei einer offiziellen Ansprache. \u201eDas ganze Land trauert, die ganze Stadt trauert und ich trauere ganz pers\u00f6nlich um meinen Freund Friedrich. Wir haben heute eine Vaterfigur verloren.\u201c Entsprechend umfangreich fielen die W\u00fcrdigungen aus: \u201eFriedrich hat eine Bedeutung f\u00fcr unser aller Leben gehabt, die man gar nicht hoch genug einsch\u00e4tzen kann. Er war es, der Wiesenhausen zur lebenswertesten Stadt der Welt machen wollte, ihm haben wir diese unverwechselbaren Eigenschaften zu verdanken, mit der wir heute \u00fcberall auf der Welt wiedererkannt werden\u201c, betonte der K\u00f6nig, der seine Rede dem Anlass entsprechend im Stehen abhielt. \u201eSeine Verdienste bei der Verteidigung gegen die B\u00f6sen und bei der Staatsgr\u00fcndung werden stets unsere Ahnenhallen ausf\u00fcllen.\u201c Partei\u00fcbergreifend zeigte man sich tief bewegt ob des Todes Friedrich von der Tagels. Die FED unterbrach ihren turnusm\u00e4\u00dfigen Parteitag, um dem Vorzeige-Wiesenhausener zu gedenken. MP-Chef Rainer Schubert legte einen gro\u00dfen Blumenkranz vor dem Eingangstor des Anwesens von der Tagels nieder, BdH und VCS ebenso. Zudem sagten die beiden Regierungsparteien s\u00e4mtliche \u00f6ffentliche Auftritte in der kommenden Woche ab. Anfang Dezember soll es im Saal der Gespenster eine gro\u00dfe Reichstagsveranstaltung zu Ehren von der Tagels geben. Auch die MCM um Friedrichs Enkel Reinhardt von der Tagel zog sich in Trauer von geplanten Auftritten zur\u00fcck. Vor allem jedoch die WVD, die Partei Friedrich von der Tagels, zeigte sich besonders getroffen. \u201eUns ist heute ein St\u00fcck Identit\u00e4t verloren gegangen\u201c, sagte Parteichefin Anita da Silva in einer Sondersendung im MFS. \u201eWenn Friedrich etwas gesagt hat, dann war es so. Er war der Gr\u00f6\u00dfte, den unsere Partei und vielleicht die Stadt Wiesenhausen je gehabt hat.\u201c Viele Weggef\u00e4hrten zeigten sich ebenso ersch\u00fcttert. Johannes von Daunenfels, der eigentlich eine Schule in Karburg besuchen wollte, sagte den Termin kurzfristig aufgrund seines mentalen Zustands ab, Gerhard Herme, mittlerweile BdH-Abgeordneter, der auf einer Pressekonferenz zum Thema MeadowPlan sprechen wollte, verschob die Konferenz auf den folgenden Tag. Bis sich der Politbetrieb wieder in den Normalzustand zur\u00fcckbewegt, d\u00fcrfte es noch einige Zeit dauern.<\/p>\n<p>Friedrich von der Tagel wurde 1698 in Wiesenhausen-Bad Neureich geboren und wuchs in zun\u00e4chst geordneten Verh\u00e4ltnissen auf. Schon fr\u00fch wurde bei ihm eine leichte Altersresistenz nachgewiesen, was seine Lebenserwartung deutlich anstiegen lie\u00df. Als beim Maiglocken-Hochwasser 1710 sein Vater, ein Hafenangestellter, ertrank, rutschte die Familie in die Armut. \u201eIch erinnere mich, als wir vier Kinder mit meiner Mutter das Haus vom Schlamm reinigten und ich sie pl\u00f6tzlich in eine Ecke gekauert vorfand. Als ich sie fragte, was los sei, sagte sie, sie k\u00f6nne uns nie wieder eine gute Mutter sein. Dieser Satz hallte noch Jahrzehnte nach\u201c, schrieb von der Tagel in seinen Memoiren. Er schlug sich wie seine Geschwister als Zeitungsjunge durch und begann nach seinem Schulabschluss eine Arbeit als Schriftsetzer, der er bis in die 30er Jahre nachging. Stets politisch interessiert, trat er 1734 in die WVD ein und verbrachte schon bald dort mehr Zeit, als auf seiner eigentlichen Stelle. Nach der Hochzeit mit Edith Thebbe 1737 kamen zwei S\u00f6hne auf die Welt, Michael und Carsten. Sein kometenhafter Aufstieg innerhalb der WVD setzte sich fort, er war ein Vision\u00e4r. Seine Liebe zu seiner Heimatstadt regte ihn zum Tr\u00e4umen an und er wollte die Lebensqualit\u00e4t Wiesenhausens auf ein ganz neues Niveau heben. \u201eWiesenhausen soll reich sein\u201c, wurde zu seinem Wahlkampfmotto bei der B\u00fcrgermeisterwahl 1744, die er gegen den WAF-Herausforderer (Wiesenhausener Arbeiterfraktion) Egbert M\u00fchlkamm erdrutschartig gewann, auch wegen seiner besonderen Redegewandtheit. Doch schon bald nahte die erste Krise, als die Bewohner Ost-Molchendorfs 1745 von einem Ausbruch des Vulkans des Nachts \u00fcberrascht wurden. Ganze H\u00e4user fielen in sich \u00f6ffnende Erdspalten, andere wurden von Lavastr\u00f6men verschluckt, ganz Wiesenhausen fand sich unter einer 20 Zentimeter dicken Staubschicht wieder. Sein schnelles Handeln und die sofortige Bereitstellung finanzieller Hilfe brachte ihm damals viele Sympathien. Auch dass er jeder Beerdigung der 13 Toten dieses Ungl\u00fccks pers\u00f6nlich beiwohnte, befeuerte seine Stellung als Mann des Volkes. Sein Plan, Wiesenhausens Lebensqualit\u00e4t zu erh\u00f6hen, zeigte sehr bald erste Wirkung. Unter ihm startete die Bl\u00fctezeit der Naturbauten, wie man sie bis heute \u00fcberall in Wiesenhausen finden kann. Renovierungen wurden mit Renaturierungen verbunden, Ysen-Zufl\u00fcsse wie die Rohan wurden in ihr nat\u00fcrliches Bett zur\u00fcckgeleitet. Gleichzeitig jedoch wurde der Hafen zu einer Industrieanlage ausgeweitet und der landwirtschaftliche Anbau von Mais, Maronen, Pilzen und Goldbohnen vorangetrieben. Diese Symbiose sorgte in den Jahren 1744 bis 1748 f\u00fcr einen Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens von 12%, w\u00e4hrend die Inflation nur 2,1% betrug. Wiesenhausen wurde noch nicht reich, aber zumindest reicher als zuvor. Seiner Wiederwahl 1748 stand eigentlich nichts im Wege, in Umfragen lagen seine Zustimmungswerte bei \u00fcber 80%. Doch der Unfalltod seines Sohnes Michael bei einem Klassenausflug machte ihm ein erneutes Antreten unm\u00f6glich, Parteikollege Reinhardt Mender wurde sein Nachfolger.<\/p>\n<p>Von der Tagel zog sich jahrelang aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcck, lebte abgeschottet in seinem Anwesen in Wiesenbach und zeitweise in einem Zweithaus in Westparadies. In dieser Zeit verfiel er dem Alkoholismus. \u201eEs gab Tage, da konnte ich nicht aufstehen, ohne vorher einen Brandy hinuntergest\u00fcrzt zu haben. Ich wollte so wenig wie m\u00f6glich sp\u00fcren.\u201c Seine Frau, ebenfalls extrem vom famili\u00e4ren Schicksalsschlag getroffen, entfremdete sich von ihm, ohne ihm jedoch vollst\u00e4ndig den R\u00fccken zuzuwenden. In seinen Memoiren erinnerte sich von der Tagel an den Tag, als er dem Alkohol abschwor. \u201eIch wachte nachts auf meinem Teppich auf, Gott allein wei\u00df, wie lange ich dort schon lag. Meine Frau h\u00f6rte ich aus dem Schlafzimmer weinen. Seit diesem Moment ist kein Tropfen Alkohol mehr meine Kehle hinuntergerollt.\u201c Ganz ohne Genussmittel hielt er es dennoch nicht aus und so kam er zu seiner Pfeife. Von jetzt an bet\u00e4tigte sich Friedrich von der Tagel literarisch und musikalisch. Er komponierte einige Klavierst\u00fccke und sang zeitweilig in einer Jazzband mit Freuden. Dar\u00fcber hinaus begann er mit dem Gedichteschreiben, auch einige Prosatexte verfasste er. Sein begonnenes Werk in Wiesenhausen wurde weiter ausgestaltet, auch das gab ihm Kraft. \u201eAls ich abtrat, dachte ich, mein Vorhaben in Wiesenhausen w\u00e4re gescheitert. Doch einigen klugen K\u00f6pfen ist es zu verdanken, dass meine theoretischen Anf\u00e4nge in den Jahren danach zur g\u00e4ngigen Praxis wurden\u201c, schrieb er. 1768 erhielt er dann f\u00fcr seinen Gedichtband \u201eUnter B\u00e4umen\u201c den Literaturpreis des Weltbundes. Sein Comeback in die \u00d6ffentlichkeit war vollzogen.<\/p>\n<p>Nun war er ein gefragter Diplomat und galt trotz seiner kurzen politischen Karriere als gewichtige Stimme in nationalen, wie internationalen Fragen. 1776 stand kurzzeitig seine Kandidatur als Kanzlerkandidat der WVD im Raum, er verwarf diese Idee von Parteifreunden jedoch sofort als \u201eKokolores\u201c und \u201eHumbug\u201c. Auf die Frage, ob er das Amt des Wiesenhausener B\u00fcrgermeisters gerne ausge\u00fcbt h\u00e4tte, antwortete er kurze Zeit sp\u00e4ter: \u201eEigentlich nicht sonderlich gerne, nein.\u201c Die Belastung und der \u00f6ffentliche Druck seien eine gewaltige Zerrei\u00dfprobe f\u00fcr das Privatleben gewesen. Er war neben seiner \u00f6ffentlichen und der schriftstellerischen T\u00e4tigkeit auch als Philanthrop und zunehmend als Zeitungsverleger bekannt. Er war zwischenzeitlich Herausgeber vom <em>Ph\u00f6nixblatt<\/em>, der <em>Wiesenhausener Allgemeine<\/em> und dem <em>Monatsgespenst<\/em>. Bei letzterem war er lange Zeit Vorgesetzter und F\u00f6rderer des heutigen Chefredakteurs Johannes-Karl Lange, der ihn sp\u00e4ter des \u00d6fteren interviewte. Bei Ausbruch des Gro\u00dfen Paradiesischen Krieges reiste er insgesamt 41 Mal zum paradiesischen Diktator Stadelhoff und erreichte nicht selten einige Tage Feuerpause im Wiesenhausener Einzugsgebiet. An diese Begegnungen erinnerte er sich stets au\u00dferordentlich nachdenklich: \u201eStadelhoff war kein manisch-besessener Choleriker. Im Gegenteil, er war in den Gespr\u00e4chen sehr zur\u00fcckhaltend, fast sch\u00fcchtern und sprach immer mit ganz ged\u00e4mpfter Stimme, sodass man ihn manchmal kaum verstand. Und einmal sagte er zu mir: <em>Herr von der Tagel, Sie sind ein ganz gef\u00e4hrlicher Mensch f\u00fcr mein Land<\/em>. In diesem Zusammenhang konnte er mir kein besseres Kompliment machen.\u201c Nach dem Kriege blieb er Wiesenhausen beim Wiederaufbau treu und nutzte die Zerst\u00f6rung, um den speziellen Lebensweg noch weiter auszubauen. So wurde das bei Luftangriffen zerst\u00f6rte Chemiefeld Grubenglocke in eine Acetylquartoridmomel-Fabrik auf seinen Einfluss hin umgewandelt. 1796 schrieb er in seiner w\u00f6chentlichen Kolumne \u201eAuf ein Pfeifchen\u201c im <em>Ph\u00f6nixblatt <\/em>\u00fcber die kommende Bedeutung von Melotraub, welches 1801 erstmals als Treibstoff zugelassen wurde. Mit seinem \u201eHalbruhestand\u201c wie er seine Arbeit stets betitelte, war er \u00fcberaus zufrieden. \u201eFr\u00fcher hatte ich als B\u00fcrgermeister und auch schon zuvor als Abgeordneter einen 14- bis 16-Stunden-Tag, heute habe ich im Durchschnitt einen 10-Stunden-Tag, das ist ein ungeheurer Unterschied.\u201c Die freie Zeit nutzte er vor allem f\u00fcr seine Familie und insbesondere seine Frau Edith, mit der er im heimischen Garten oft extrem ehrgeizig Crocket spielte, wenngleich der Ehrgeiz wohl beiderseitig gewesen sein soll. \u201eWenn ich gewinne, beschimpft sie mich oft minutenlang unfl\u00e4tig, aber nach einer Viertelstunde macht sie mir dann immer einen Tee und gratuliert mir\u201c, sagte er einmal mit seinem verschmitzten L\u00e4cheln bei Singmann. Edith starb 1803, woraufhin er sich erneut einige Jahre aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckzog und einige seiner Verlagsarbeiten dauerhaft einstellte.<\/p>\n<p>1816 wurde ihm der K\u00f6nig-Johannes-Orden f\u00fcr seine besonderen Verdienste verliehen. L\u00e4ngst war Wiesenhausen zur Hauptstadt eines unabh\u00e4ngigen Staates geworden und dar\u00fcber hinaus als Welthauptstadt zur bedeutendsten Metropole der Lieben Welt geworden. Sein hehres Ziel war erreicht worden, wenn auch \u00fcber 70 Jahre nach seiner offiziellen Amtszeit. Der Orden wurde ihm nicht nur f\u00fcr seine Leistung als B\u00fcrgermeister und Diplomat im Gro\u00dfen Paradiesischen Krieg verliehen, sondern auch f\u00fcr seine Verdienste im Rahmen der Unabh\u00e4ngigkeit. Er war es, der Gr\u00fcnwald davon abbringen konnte, den neuen Staat Meadowhouse als illegitim zu betrachten und schuf so die Grundlage f\u00fcr eine gewaltlose Abspaltung. Gleichwohl warnte er sp\u00e4ter vor Gr\u00fcnwald und sollte Recht behalten, als dieser bei der Weltschlacht 1812 seine Chance zum Angriff auf Meadowhouse nutzte und sp\u00e4ter den Kilis-Putsch in Blumenparadies initiierte. Aber auch zuvor, im Winterkrieg gegen die B\u00f6sen Angreifer war er ein gefragter Stratege, besonders in der Frage einer schnellen Beendigung der Kampfhandlungen und der darauffolgenden Neuausrichtung der Stadt. Nach eigener Aussage war diese Zeit jedoch auch seine gr\u00f6\u00dfte politische Niederlage. \u201eIch habe wochenlang in Gr\u00fcningen um Unterst\u00fctzung gebeten, um einen Einsatz des gr\u00fcnl\u00e4ndischen Heeres in Wiesenhausen. Ich bin vollends gescheitert.\u201c Nach der Ehrung durch den K\u00f6nig-Johannes-Orden war er gern gesehener Gast in Talkshows, oftmals alleine mit den Moderatoren, oder auch 1822 als Gast beim <em>H\u00f6hlen-Podcast <\/em>zu den Herzogen- und Reichstagswahlen. Er kritisierte in dieser Zeit seine ehemalige Partei scharf, warf seinem OB-Nachfolger Cornelius \u201epolitische Kurzsichtigkeit\u201c vor und bezeichnete die Reichsspitze der WVD als \u201eZusammenschluss von Karrieristen\u201c, die f\u00fcr das Chaos in der Partei und die schlechten Wahlergebnisse verantwortlich seien. Erst im letzten Jahr entspannte sich das Verh\u00e4ltnis von der Tagels zur Partei wieder. Zu K\u00f6nig Johannes I. sah er dagegen stets respektvoll auf und lobte dessen Handeln als K\u00f6nig au\u00dferordentlich, zu dessen Nachfolger Percival I. \u00e4u\u00dferte er sich nur einmal, indem er sagte, er sei sich nicht sicher, welche Bedeutung er f\u00fcr Meadowhouse haben k\u00f6nne. Ezechiels Wahl 1822 empfand er als \u201eguten Schritt f\u00fcr die Einbettung unseres Landes in die Liebe Welt\u201c. Bis zum Schluss beriet er das Au\u00dfenministerium in Fragen zur Sicherheit insbesondere gegen\u00fcber Gr\u00fcnland, was zu einer ma\u00dfgeblichen Entspannung an der Westgrenze f\u00fchrte. Im Sommer diesen Jahres wurde er f\u00fcr den Friedenspreis des Weltbundes nominiert, dessen Verleihung kommenden April er nun nicht mehr erleben wird. Sein letztes Buch \u201eLetzte Gedanken\u201c vollfertigte er noch im September, erscheinen wird das Werk wohl im kommenden Fr\u00fchjahr. Wie sein Sohn Carsten, Vater von MCM-Politiker Reinhardt, gegen\u00fcber dem Meadowhousischen Pressezentrum mitteilte, starb Friedrich von der Tagel am Mittwochabend in Folge einer Infektion in seinem Wiesenbacher Anwesen.<\/p>\n<p>Auch aus dem Ausland gab es Beileidsbekundungen und W\u00fcrdigungen. Gr\u00fcnlands Kanzler Gr\u00fcnbaum sendete eine Kondolenzbekundung per Telegramm nach Burg Daunenfels, in der er von der Tagel als \u201eherausragende Wiesenhausener und meadowhousische Figur der Geschichte\u201c w\u00fcrdigte, die \u201eeinen enormen Beitrag zur heutigen meadowhousisch-gr\u00fcnl\u00e4ndischen Beziehung geleistet\u201c habe. \u201eEr war ein Mann, der bis zu seinem letzten Atemzug Wiesenhausens Rolle in der Welt mitgepr\u00e4gt und in die richtige Bahn gelenkt hat\u201c, bekundete Paradies\u2018 Pr\u00e4sident Ligones. Weltbundvorsitzende Yvonne Carlsen und Weltkaiser Apfulkrax verfassten ein gemeinsames Kondolenzschreiben, in dem sie von der Tagels Bedeutung f\u00fcr die Neuordnung der Lieben Welt nach dem Gro\u00dfen Paradiesischen Krieg und der Weltschlacht hervorhoben. Aus Burg Daunenfels ist bereits zu vernehmen, dass es ein Staatsbegr\u00e4bnis f\u00fcr Friedrich von der Tagel geben wird. Die Trauerzeremonie soll in der Alten Kathedrale in Wiesenhausen-Br\u00fcckenreich geschehen, wahrscheinlich am 3. Dezember. Die Beisetzung soll dann am darauffolgenden Tag auf dem Hauptfriedhof Birkenallee erfolgen. Neben Wiesenhausens Oberb\u00fcrgermeisterin Amelia Abendsegler werden wohl auch K\u00f6nig Ezechiel I. sowie Johannes von Daunenfels Trauerreden halten. Die BEFIM widmete ihm auf ihrem k\u00fcrzlich erschienenen Album das finale Folk \u201eAlte Stadt am Ysen\u201c, was er in seinen letzten Tagen wohl sehr oft geh\u00f6rt haben soll und was er sich nach Angaben seiner Familie f\u00fcr sein Begr\u00e4bnis gew\u00fcnscht hatte. Dementsprechend wird dieses St\u00fcck ihm zu Ehren wohl seine Live-Premiere feiern.<\/p>\n<p>Auch wir von <em>wiesenhausen.mh <\/em>trauern um Friedrich von der Tagel. Dank ihm leben wir in Wiesenhausen in Prosperit\u00e4t, Naturverbundenheit, Nachhaltigkeit und in einem Raum voller M\u00f6glichkeiten. Es ist ein Segen, dass er durch sein hohes Alter das Gelingen seiner Tr\u00e4ume noch vollst\u00e4ndig miterleben konnte. Seine Verdienste um die j\u00fcngere Erfolgsgeschichte von Stadt und K\u00f6nigreich werden noch Jahrhunderte weiterleben. Wohl kaum jemandem k\u00f6nnen wir f\u00fcr sein Verm\u00e4chtnis so sehr danken, wie ihm. Ruhe in Frieden.<\/p>\n<p>Friedrich von der Tagel<br \/>\n* 25. Mai 1698 in Wiesenhausen<br \/>\n\u2020 27. November 1824 ebenda<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Kabinett beschlie\u00dft Einrichtung des Reichsrates ab Anfang 1825<\/b><\/p>\n<p>Es war eines der zentralen Projekte der 1822 formierten Regierungskoalition aus BdH und VCS: Die Schaffung einer zweiten legislativen Kammer auf Reichsebene. Bereits in der Vorg\u00e4ngerkoalition hatte es immer wieder Anl\u00e4ufe und \u00dcberlegungen zu einer solchen Kammer gegeben, die jedoch stets versandet waren. Nun scheint der Regierung ein Durchbruch gelungen zu sein und die bereits seit Mitte vergangenen Jahres laufenden Planungen zur Einrichtung einer solchen zweiten Kammer scheinen konkrete Formen anzunehmen. Demzufolge soll der Reichsrat, wie die zweite Kammer ganz offiziell hei\u00dfen soll, ab Anfang 1825 seine Arbeit aufnehmen und an den Gesetzgebungsprozessen in Meadowhouse beteiligt sein.<\/p>\n<p>Am Dienstag trat Reichskanzler Schwalbenschwanz nach der Osterpause vor die Presse, zusammen mit VCS-Chef Boerenberg, Innenministerin Ginsterkatze (BdH) und Justizminister von Gauttersberg (VCS), und verk\u00fcndete die konkreten weiteren Planungen bez\u00fcglich der Errichtung des Reichrates. Nachdem die Regierungskoalition sich im vergangenen Sommer auf eine grunds\u00e4tzliche Richtung bei dem Thema geeinigt hatte, gab es im Herbst eine Reihe von Expertenanh\u00f6rungen im Innen- und im Justizausschuss des Parlaments. Dort wurden im Beisein von Fachleuten des Verfassungsrechts, der F\u00f6deralismustheorie und von Politikern der Herzog- und Kommunalebenen die potentiellen positiven und negativen Effekte sowie wichtige Eckpunkte f\u00fcr die Schaffung einer zweiten Kammer auf Reichsebene er\u00f6rtert. Die Ergebnisse der Anh\u00f6rungen wurden dann in den Parteien und im Kabinett \u00fcber den Jahreswechsel hinweg diskutiert, ehe man sich Anfang diesen Jahres erstmals konkret an die Formulierung eines Gesetzesentwurfs machte. Dieser wurde in den vergangenen Wochen fertiggestellt und dem Kabinett pr\u00e4sentiert, welches ihn nun in den n\u00e4chsten Wochen ins Parlament zur ersten Beratung einreichen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>In seinem Pressestatement sagte Kanzler Schwalbenschwanz: &#8222;Dass dieses Projekt eines der Kernanliegen unserer Koalition war, brauche ich niemandem zu sagen. Es freut mich au\u00dferordentlich, dass wir nach intensiven und konzentrierten Beratungen bereits eineinhalb Jahre nach Beginn unserer Koalition einen handfesten Entwurf pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen. Dieser Entwurf wird durch das Prozedere im Parlament sicherlich noch im ein oder anderen Detail abge\u00e4ndert werden, doch sind wir zuversichtlich, dass der wesentliche Teil unangetastet bleiben wird.&#8220; VCS-Chef Boerenberg erg\u00e4nzte: &#8222;Zuk\u00fcnftig werden die Herzogt\u00fcmer und Kommunen auf Reichsebene deutlich sichtbarer und h\u00f6rbarer sein, sobald diese Kammer existiert. Unser nach wie vor sehr zentralistisch ausgerichteter Staat bekommt dadurch die M\u00f6glichkeit, etwas f\u00f6deraler organisiert zu werden, indem die Mitspracherechte jeder Region im K\u00f6nigreich gest\u00e4rkt werden. Der Reichsrat wird die Position der Herzogt\u00fcmer in Wiesenhausen st\u00e4rken und auch den Kommunen bei Bedarf eine direkte Verbindung ins politische Herz unseres K\u00f6nigreiches verschaffen.&#8220; F\u00fcr die Umsetzung sind in den n\u00e4chsten Monaten nun ma\u00dfgeblich das Innen- und das Justizressort verantwortlich, die den Gesetzgebungsprozess federf\u00fchrend leiten sollen und sich um die verwaltungstechnische und juristische Umsetzung des Gesetzes k\u00fcmmern sollen, sobald dieser Parlament und K\u00f6nig passiert hat. Geplant ist daher auch ein Inkrafttreten des Gesetzes und damit auch des Reichsrates zum Jahresbeginn 1825.<\/p>\n<p>Doch nun zum Inhaltlichen des pr\u00e4sentierten Gesetzentwurfes. Demnach haben einige Punkte, die bereits im letzten Sommer als Bedingungen f\u00fcr eine solche zweite Kammer von den Koalition\u00e4ren formuliert wurden, auch Eingang in den Entwurf gefunden. Der Reichsrat soll in einigen Gesetzgebungsbereichen, die die Belange der Herzogt\u00fcmer und der Kommunen ber\u00fchren, am Gesetzgebungsprozess beteiligt werden. Dabei soll der Reichsrat stets in derselben Woche zu einem betreffenden Gesetz tagen, in welcher dieses auch im Saal der Gespenster verabschiedet wurde. Insbesondere die VCS hatte darauf gedr\u00e4ngt, dass durch die Schaffung der Reichsrates keine \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Verz\u00f6gerungen im Gesetzgebungsprozess entstehen. Nach einer Zustimmung im Reichsrat w\u00fcrde der Gesetzgebungsprozess so weiterlaufen wie bisher und der amtierende K\u00f6nig w\u00fcrde nach eingehender Pr\u00fcfung des Gesetzes mit seiner Unterschrift das Inkrafttreten signalisieren. Sollte ein Gesetz, welches im Parlament verabschiedet wurde, im Reichsrat nicht die erforderliche Zustimmung erhalten, w\u00fcrde das Gesetz in einen Moderationsausschuss \u00fcbermittelt, in welchem zu gleichen Anteilen Mitglieder der Regierung und der Opposition sitzen und die Streitigkeiten versuchen w\u00fcrden, beizulegen. Sollte dies gelingen, w\u00fcrde eine erneute Abstimmung im Reichsrat in der Folgewoche passieren, falls nicht, w\u00fcrde das Gesetz ans Parlament zur\u00fcck \u00fcberwiesen. Vorsitzender dieses Moderationsausschusses w\u00e4re in diesen F\u00e4llen der noch zu w\u00e4hlende Pr\u00e4sident des Reichsrates.<\/p>\n<p>Da es sich beim Reichsrat um eine Institution handeln w\u00fcrde, die insbesondere f\u00fcr die inneren Belange des K\u00f6nigreiches von Wichtigkeit w\u00e4re, sind auch die Gesetzgebungsbereiche, in denen der Reichsrat am Gesetzgebungsprozess beteiligt werden m\u00fcsste, im Gesetzesentwurf der Koalition klar dahingehend umrissen. So w\u00fcrde der Reichsrat immer dann aktiv werden m\u00fcssen, sobald Gesetze auf Reichsebene beschlossen werden sollten, die in die Bereiche Innen-, Finanz-, Wirtschafts (au\u00dfer Au\u00dfenhandel)-, Umwelt-, Bildungs-, Bau-, Verkehrs-, Landwirtschafts- und Post- und Telekommunikationspolitik fallen. In allen diesen Bereichen w\u00fcrde dann zuk\u00fcnftig der Erlass und die Verabschiedung eines Gesetzes von der Zustimmung des Reichsrates abh\u00e4ngen. Zentral auf Reichsebene geregelt bleiben somit die Verteidigungs-, Au\u00dfen-, Familien-, Entwicklungs-, Arbeits-, Justiz- und Gesundheitspolitik. Die Einteilung der Politikbereiche, die von einer Zustimmung des Reichsrates abh\u00e4ngig sein w\u00fcrden, war Insiderkreisen zufolge zuletzt noch der gr\u00f6\u00dfte Diskussionspunkt in der Regierungskoalition. Am Ende habe man sich jedoch auf diejenigen Politikbereiche geeinigt, in denen zuletzt immer wieder Kritik aus den Herzogt\u00fcmern und Kommunen an die Regierung herangetragen worden war, da die niedrigeren politischen Ebenen zu wenig Mitspracherechte besitzen w\u00fcrden. Ein besonderer Zusatz im Gesetzesentwurf ist zudem die sogenannte Petitionsklausel. Demnach kann ein Verbund aus drei Kommunen mit Vorlage von mindestens 100.000 Unterschriften den Reichsrat k\u00fcnftig dazu bewegen, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, welches in der entsprechenden Petition geschildert wird. Die eingereichten Petitionen w\u00fcrden dabei zun\u00e4chst vom k\u00fcnftigen Reichsratspr\u00e4sidium gepr\u00fcft und dann in der zweiten Kammer beraten. Eine solche Petitionsklausel ist bisher ein Novum auf Reichseben und soll vor allem auf Bestreben des BdH eingef\u00fchrt worden sein, um mehr politische B\u00fcrgerbeteiligung zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wird im Gesetzesentwurf auch etwas zur Zusammensetzung des Reichsrates geschrieben. Demnach soll der Rat aus insgesamt 30 Mitgliedern bestehen. Automatisch Mitglied sind die Herz\u00f6ge der sechs Herzogt\u00fcmer sowie ein weiteres Mitglied der jeweiligen Regierung im Herzogtum. Dieses muss jedoch nicht immer dasselbe sein und kann, je nach Politikbereich des diskutierten Gesetzes, wechseln. Sollte also ein Gesetz im Bereich Innenpolitik auf der Tagesordnung stehen, k\u00f6nnte der Innenminister eines Herzogtums anwesend sein, sollte in der folgenden Sitzung ein Gesetz im Bereich der Landwirtschaftspolitik verabschiedet werden, so k\u00f6nnte der Landwirtschaftsminister vom jeweiligen Herzog mit in den Reichsrat beordert werden. Zwei weitere Mitglieder m\u00fcssen aus den Kommunen des jeweiligen Herzogtums stammen und dort ein gew\u00e4hltes Amt hauptberuflich aus\u00fcben, etwa als B\u00fcrgermeister oder Landrat. Der f\u00fcnfte Platz jedes Herzogtums ist f\u00fcr ehrenamtlich engagierte Politiker vorbehalten, die damit ebenfalls ein Mitspracherecht auf h\u00f6chster Ebene erhalten. Vorstellbar sind hier etwa ehrenamtliche B\u00fcrgermeister, Stadtratsmitglieder oder Ortsvorsteher. Auf diese Weise sollen auch die kleineren Kommunen auf Reichsebene besser zur Geltung kommen und sich Geh\u00f6r verschaffen. Der Vorsitz des Reichsrates ist wiederum den Herz\u00f6gen vorbehalten und soll j\u00e4hrlich rotieren, sodass jedes Herzogtum regelm\u00e4\u00dfig die Pr\u00e4sidentschaft in der zweiten Kammer inne hat.<\/p>\n<p>Nach der Vorstellung des Gesetzesentwurfs fiel das Echo darauf heute erwartbar geteilt aus, wobei die Linien nicht klar an den Parteigrenzen verliefen. Insbesondere aus den Herzogt\u00fcmern kam fast einhellig Lob und Zustimmung zu den Pl\u00e4nen der Regierungskoalition. So sagte Preu\u00dfens Herzog Georg Hebdal etwa: &#8222;Der heute vorgelegte Entwurf ist erstmals ein handfestes Papier, um durchzusetzen, wof\u00fcr alle Herzogt\u00fcmer, ganz gleich unter welcher Partei, schon seit vielen Jahren auf Reichseben k\u00e4mpfen. Sollte dieser Entwurf im Gro\u00dfen und Ganzen so verabschiedet werden, w\u00e4re das ein gro\u00dfer Schritt hin zu einem ausgewogeneren Verh\u00e4ltnis zwischen Reichsebene und den darunter liegenden politischen Ebenen.&#8220; Auch Santo Opalos Herzog Thomas J\u00e4ger (FED) sagte: &#8222;Endlich beschreiten wir einen Weg der Dezentralisierung unseres Landes. Nat\u00fcrlich bleibt Wiesenhausen als Dreh- und Angelpunkt erhalten, doch ist dieser Entwurf, sollte er geschriebenes Gesetz werden, eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr unser Land, alle Regionen, St\u00e4dte und Gebiete gleicherma\u00dfen und ausgewogen an der politischen Gestaltung teilhaben zu lassen.&#8220; Auch aus den Kommunen und St\u00e4dten kamen vor allem positive R\u00fcckmeldungen. Anders war dies auf Reichsebene vonseiten der Opposition. W\u00e4hrend sich FED und MP zur\u00fcckhaltend \u00e4u\u00dferten und auf die anstehenden Beratungen im Parlament verwiesen, \u00e4u\u00dferte WVD-Chefin da Silva Kritik: &#8222;Durch die Schaffung einer weiteren legislativen Kammer erweitert die Regierungskoalition lediglich den Verwaltungsapparat. Das macht es am Ende f\u00fcr alle B\u00fcrger nur teurer und der Mehrwert, der sich aus dieser Kammer ergibt, wiegt die zus\u00e4tzlichen Personal- und Zeitkosten aus unserer Sicht nicht auf.&#8220; Auch MCM-Chef Knucker \u00e4u\u00dferte sich kritisch: &#8222;Seit \u00fcber dreizehn Jahren fahren wir mit unserem bew\u00e4hrten Prozedere in der Gesetzgebung mehr als gut. Man hat hier den Eindruck, dass die Regierungskoalition sich entweder bei den Herzogt\u00fcmern und Kommunen einschmeicheln m\u00f6chte, oder aber Wandel um des Wandels Willen betreibt, also \u00c4nderungen in Bereichen, in denen es gar nicht notwendig ist, nur um Aktivit\u00e4t zu suggerieren.&#8220;<\/p>\n<p>Insgesamt w\u00fcrde der Reichsrat, sollte der Gesetzesentwurf des Kabinetts in der jetzigen Form beschlossen werden, das Gesetzgebungsverfahren in Meadowhouse ma\u00dfgeblich ver\u00e4ndern. Strittig war zuletzt noch, ob das Gesetz im Zweifel mit einfacher oder mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen werden m\u00fcsste, da es sich um einen fundamentalen Eingriff in ein Kernelement des Meadowhousischen Staates handelt. Nach der Anh\u00f6rung der Experten Ende vergangenen Jahres wurde jedoch ersichtlich, dass eine einfache Mehrheit zum Inkrafttreten des Gesetzes zun\u00e4chst reichen w\u00fcrde, aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit zur Absicherung des Prozederes und zum Eintrag in die Meadowhousische Reichsverfassung n\u00f6tig w\u00e4re. Angesprochen darauf erwiderte Kanzler Schwalbenschwanz heute, dass sich die Koalition erst einmal auf eine Abstimmung mit einfacher Mehrheit konzentrieren w\u00fcrde und bis zum Ende der Legislaturperiode dann ein Votum zur Erhebung des Reichsrates zum Verfassungsrang anstreben w\u00fcrde. Dies w\u00fcrde dann Ende 1825 oder 1826 der Fall sein. Grund sei, dass dann erste Bilanz gezogen werden k\u00f6nne, wie das Gesetzgebungsverfahren mit zweiter Kammer laufen w\u00fcrde und man sich erhoffe, dass auch die Opposition auf Reichsebene, die in vielen Herzogt\u00fcmern mitregiere, dann von diesem Konstrukt \u00fcberzeugt sei. Alles in allem bleibt somit immer noch einiges an Arbeit, was auf die Regierung bez\u00fcglich dieses wichtigen Projektes zukommen wird, doch ist mit der Vorlage des heutigen, ersten konkreten Entwurfes, ein entscheidender Schritt gelungen, der das politische Machtverh\u00e4ltnis zwischen Reichs-, Herzogtum- und Kommunalebene in Meadowhouse ver\u00e4ndern und ausgleichen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weltwahl offenbart meadowhousische Lokalfakoren &#8211; Regierung mit Ergebnissen zufrieden<\/strong><\/p>\n<p>In Meadowhouse schlossen die Wahllokale um 18 Uhr an jenem 15. November 1823. Als eine der letzten Nationen wurde damit das Ergebnis des Ans\u00e4ssigkeitsstaats der Lieben Welt Regierung ausgez\u00e4hlt. Die Ergebnisse der Weltwahl waren in Meadowhouse teilweise sehr \u00e4hnlich zu den globalen Zahlen, teilweise ergaben sich aber auch gewaltige Unterschiede.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst das meadowhousische Ergebnis nachstehend im \u00dcberblick:<\/p>\n<p><strong>Lieber Weltkaiser:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Lieber Apfulkrax: 74,7 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Steven Bernstein: 12,9 %<\/li>\n<li>Christ Berggreen: 5,8 %<\/li>\n<li>Marcus von Eeglen: 4,6 %<\/li>\n<li>Marc Kadarov: 2,0 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Innendromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Johannes von Daunenfels: 66,8 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Kalaar Moleskar: 33,2 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Au\u00dfendromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Tom Arne Henriksen: 65,4 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Sinamor Vailador: 34,6 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wirtschaftsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Velk\u00e0 Fatra: 61,2 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Gerhard Velb\u00e9ron: 38,8 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Finanzdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Manfred Goldkamp: 52,3 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Bert Bratapfel: 47,7 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Justizdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Juan Ra\u00fal Petrarca: 56,1 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Albert Hunter: 43,9 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Verteidigungsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Carl von der Regi\u00e8me: 93,5 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Kar\u0142 \u0141enovo: 6,5 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Umweltdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Leopold Waldapfel: 98,6 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Olga Abrassimova: 1,4 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Sozialdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Percival S. McLeach: 62,4 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Amadeus Sininger: 37,6 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Entwicklungsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Steffen A. Winter: 92,5 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Katharina L\u00f6wenberg: 7,5 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Gesundheitsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Thomas Sch\u00e4ffke: 78,8 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Carlos Schneckius: 11,2 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Bildungsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Marko Maszli\u0161ku\u0161: 53,7 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Bella de Vere: 46,3 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Sicherheitsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Auge: 68,3 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Konrad Fr\u00fchling: 31,7 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Verkehrsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Christoph Botao: 86,2 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Maria Riedenberger: 13,8 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Sportdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Dagobert Duck: 76,6 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Petr Aersmil: 23,4 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Kulturdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Casimir Darsfeld: 64,9 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Edward Cohemiel: 35,1 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Solidarit\u00e4tsdromorniss:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Nebelphantom: 52,9 %<\/em><\/strong><\/li>\n<li>Fauchbert Dracher: 47,1 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wahlbeteiligung: 88,5 %<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Wenig \u00fcberraschend gab es einige Abweichungen zum Weltergebnis vor allem bei Beteiligung meadowhousischer Politiker. So gewannen Marko Maszli\u0161ku\u0161 und Johannes von Daunenfels teilweise deutlich ihre Duelle, obwohl sie insgesamt als Verlierer den Weltpalast am Mittwochabend verlie\u00dfen. Mit Auge und Carl von der Regi\u00e8me fuhren zwei Wahlsieger deutlich h\u00f6here Ergebnisse ein, als das globale Resultat dies widerspiegelte. Dass der hierzulande ebenfalls sehr beliebte Weltkaiser Apfulkrax mit fast drei Viertel der Stimmen extrem deutlich durchsetzen konnte, kam ebenfalls wenig \u00fcberraschend. Wie bereits auf Weltebene hatten die Demoskopen ein \u00e4u\u00dferst gutes H\u00e4ndchen in ihren Prognosen. Doch was bedeutet das meadowhousische Ergebnis im Kontext der weltweiten Zahlen und in Bezug auf die nationale Politiklandschaft?<\/p>\n<p>Zum einen ist da der klar ersichtliche Nostalgieeffekt zu nennen. Beide ehemaligen K\u00f6nige sind angetreten, Dromornisse zu werden und einer hat es sogar geschafft. Mit der Wahl Percival S. McLeachs zum Sozialdromorniss gegen den einst schier unbesiegbaren Amadeus Sininger zieht der letzte K\u00f6nig nun in den Palaces Monda ein und kann dort seinen klar sozialpolitisch fokussierten Kurs forcieren. Johannes von Daunenfels scheiterte nur um Haaresbreite gegen Amtsinhaber Moleskar und hat damit trotz Niederlage sein politisches Comeback gefeiert. Beide fuhren in Meadowhouse teilweise deutliche Mehrheiten ein. Es l\u00e4sst sich vermuten, dass dies nicht nur an Inhalten lag, sondern auch zu nicht unwesentlichen Teilen an Erinnerungen. Die Vergangenheit erscheint durchaus oft als sicherer Ort \u2013 man hat sie ja bereits unbeschadet \u00fcberstanden. Ob Johannes von Daunenfels ein geeigneter Innendromorniss gewesen w\u00e4re, darf durchaus bezweifelt werden. Dennoch erreichte er in Meadowhouse zwei Drittel der Stimmen. Percival S. McLeach schnitt nicht unwesentlich schlechter ab, obwohl er vor gerade mal einem Jahr als K\u00f6nig noch abgew\u00e4hlt wurde. Dennoch traute man ihm gut 400 Tage sp\u00e4ter bereits ein Amt auf noch h\u00f6herer Ebene zu.<\/p>\n<p>Ein zweiter Effekt, der allerdings auch durchaus vorhersehbar war, waren nationale Sympathien, die auch bei den zuvor genannten Wahlen eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben d\u00fcrften. Marko Maszli\u0161ku\u0161 darf man seine Eignung als Bildungsdromorniss aus triftigen Gr\u00fcnden anzweifeln, dennoch lag er vergleichsweise deutlich vor Bella de Vere, die am Ende die Wahl weltweit recht deutlich gewann. Wenig \u00fcberraschend kam auch das deutliche Ergebnis von Carl von der Regi\u00e8me zustande, der hierzulande wohl jede Wahl gewinnen w\u00fcrde. Seine F\u00e4higkeiten als Verteidigungsdromorniss und als Admiral zur See hat er jedoch schon in vorigen Dekaden unter Beweis gestellt, ebenso wie Umweltdromorniss Waldapfel, der beinahe die 100% geschafft h\u00e4tte. Zu nennen ist an dieser Stelle jedoch auch der zus\u00e4tzliche Faktor einer klondykschen Gegenkandidatin, was in Meadowhouse historisch ein eher hinderliches Attribut f\u00fcr eine Wahl ist. Beispielhaft k\u00f6nnen hier auch die Ergebnisse von Steffen Winter und Auge herangezogen werden, die jeweils deutlich besser ausfielen als auf globaler Ebene.<\/p>\n<p>Ansonsten spiegelt das meadowhousische Ergebnis im Gro\u00dfen und Ganzen auch die Gesamtresultate wider. Die Auspr\u00e4gungen sind jedoch noch etwas st\u00e4rker, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Erw\u00e4hnenswert ist noch die Zustimmung f\u00fcr den letztlich unterlegenen Fauchbert Dracher als Solidarit\u00e4tsdromorniss, die aus den vergleichsweise hohen Bev\u00f6lkerungsanteilen der Drachen resultiert. Die Wahlergebnisse spiegeln im Gegensatz zu den K\u00f6nigswahlen ein durchaus geeintes Land wider, wenn es um die Beurteilung von Weltkaiser und Dromornissen geht. Nimmt man alle Ergebnisse der Wahlsieger zusammen kommt dem Gewinner ein Durchschnittswert von fast 71% zu. Dies alleine ist ein sehr starker Wert, weltweit hatte ein Wahlsieger im Schnitt nur rund 62%. So kann man Meadowhouse jedes Mal eine starke Stimme bei den Weltwahlen zuschreiben und der Anteil an den weltweiten Resultaten d\u00fcrfte aufgrund der Eindeutigkeit mancher Duelle nicht unerheblich gewesen sein. Einem Weltstaat ist dies durchaus w\u00fcrdig. Spricht der Ans\u00e4ssigkeitsstaat der Weltregierung eine eindeutige Sprache, festigt dies die Stellung im globalen und interuniversellen Raum. Ein in der Bev\u00f6lkerung eher geteiltes Land h\u00e4tte diese unangefochtene Stellung m\u00f6glicherweise nicht. Dies wurde durch einige Aussagen aus dem Palaces Monda untermauert, die als ein klares Bekenntnis zu Meadowhouse als Sitz der Lieben Weltregierung gedeutet werden konnten.<\/p>\n<p>In Meadowhouse fielen die Reaktionen auf die Weltwahlergebnisse durchaus positiv aus. Nat\u00fcrlich war dies auch dem Umstand geschuldet, dass bis auf ein paar Ausnahmen alle Gewinner der Wahl auch in Meadowhouse eine Mehrheit hatten. Vor allem der erneut sehr klare Wahlsieg von Weltkaiser Apfulkrax wurde sehr wohlwollend aufgenommen. Reichkanzler Sebastian Schwalbenschwanz sagte noch in der Nacht bei Johannes-Karl Lange und Karl-Josef Singmann, der Weltkaiser mache seit acht Jahren sehr gute Arbeit und diese Wahl sei ein neuerlicher Beweis daf\u00fcr. Auch K\u00f6nig Ezechiel I. gratulierte Apfulkrax nicht nur, sondern sprach ihm auch ausdr\u00fccklich seinen Respekt aus und betonte seine Hoffnung auf eine Fortf\u00fchrung der bisherigen Arbeit. Ebenfalls erwartungsvoll gestimmt war man im K\u00f6nigreich auf die kommende Arbeit vom neuen Au\u00dfendromorniss Tom Arne Henriksen. Sein Ansehen ist hierzulande sehr hoch, die Arbeit im Weltbund wurde und wird mehr als nur gesch\u00e4tzt. Daher war der Sieg im Duell mit Sinamor Vailador nicht nur in hohen Kreisen bejubelt worden. Der Diamantiner ist nicht nur Johannes-Karl Lange zufolge \u201eder einzig w\u00fcrdige Nachfolger von Hemes F. Rems\u201c. Zudem wurden die deutlichen Ergebnisse von Steffen Winter, Leopold Waldapfel, Thomas Sch\u00e4ffke und Carl von der Regi\u00e8me ausdr\u00fccklich von Burg Daunenfels hervorgehoben. \u201eDass aus vormals engen Duellen inzwischen klare Wahlsieger hervorgegangen sind, freut uns nat\u00fcrlich auch aus nationaler Sicht\u201c, sagte Erste Ministerin Annette S. Trelawney. \u00dcber den knappen Sieg von Auge und der Wahl von Ezechiels Amtsvorg\u00e4nger Percival S. McLeach zeigte man sich ebenso erfreut: \u201eDies sind zwei Politiker, deren Kompetenz und Integrit\u00e4t uns bereits intensiv bewiesen wurde in verschiedenen \u00c4mtern zuvor\u201c, gratulierte Au\u00dfenminister Karl Boerenberg. Dies beweise zudem auch, dass der international gel\u00e4ufige Vorwurf, es w\u00fcrde eine \u00dcberrepr\u00e4sentation meadowhousischer Politiker im Weltpalast unzutreffend sei. \u201eDie B\u00fcrger der Lieben Welt haben rein die Inhalte ber\u00fccksichtigt und keine oberfl\u00e4chlichen Attribute wie Nationalit\u00e4t\u201c, kommentierte Reichskanzler Schwalbenschwanz.<\/p>\n<p>Die Niederlagen von Johannes von Daunenfels, Bert Bratapfel und Marko Maszli\u0161ku\u0161 wurden zwar offiziell bedauert, gleichzeitig jedoch auch die Sieger des Abends und teilweise auch deren Verdienste hervorgehoben. \u201eKalaar hat bewiesen, dass er Innendromorniss kann und politische Krisen gut moderiert bekommt\u201c, lie\u00df K\u00f6nig Ezechiel verlauten. Besonders freue man sich auch \u00fcber die erste Frau im Weltpalast. \u201eDies kam zw\u00f6lf Jahre zu sp\u00e4t und zu viele Kandidatinnen traten in von vornherein aussichtslose Wahlk\u00e4mpfe geschickt, aber besser sp\u00e4t als nie\u201c, \u00e4u\u00dferte sich Familienministerin Natalie Johannsen. Den unterlegenen Meadowhousern bescheinigte man bereits jetzt zuk\u00fcnftige Erfolge. \u201eJohannes hat einen \u00fcberragenden Wahlkampf gef\u00fchrt, der fast zur Abwahl des amtierenden Innendromornisses gef\u00fchrt h\u00e4tte. Bert Bratapfel wird im diplomatischen Dienst auch weiterhin unverzichtbar sein und Marko Maszli\u0161ku\u0161 ist sowohl f\u00fcr die Politik als auch die Wissenschaft ein immens wichtiger Mann\u201c, erkl\u00e4rte Sebastian Schwalbenschwanz am Tag darauf. F\u00fcr Meadowhouse verlief dieser Weltwahlabend 1823 insgesamt sehr positiv. Zwar konnten sich nicht alle einheimischen Kandidaten durchsetzen, dennoch sitzen im n\u00e4chsten Dromornissenrat immerhin sechs meadowhousische Vertreter. Von der in den letzten acht Jahren gef\u00fchrten Prosperit\u00e4tspolitik hat auch Meadowhouse profitiert und die f\u00fchrende Rolle im Weltgeschehen wurde gefestigt, auch durch fl\u00e4chendeckende Anerkennung. Dies wird mindestens die n\u00e4chsten vier Jahre wohl fortgesetzt. Dies ist eine gute Nachricht, auch f\u00fcr Meadowhouse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit Optimismus in die Zukunft &#8211; Positive Stimmung bei offiziellen Feierlichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Zum bereits dreizehnten Mal j\u00e4hrte sich in diesem Jahr der Gr\u00fcndungstag des K\u00f6nigreiches Meadowhouse und damit des Landes, welches wir seit jenem denkw\u00fcrdigen 18. Oktober 1810 unsere Heimat nennen. Vieles ist in diesen vergangenen dreizehn Jahren passiert, nicht alles davon war immer mit positiven und sorglosen Zeiten verbunden, im Gegenteil. Nach vielen Konflikten, auch kriegerischer Natur, kurz nach Beginn der Staatsgr\u00fcndung, geriet auch Meadowhouse nach einer \u00e4u\u00dferst kurzen Phase der Stabilisierung in den Sog der sich zum damaligen Zeitpunkt auf Talfahrt befindlichen Weltwirtschaft. Umso bedeutender war somit in diesem Jahr, dass die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag erstmals unbelastet jener Probleme stattfinden konnten und allenthalben optimistisch in die Zukunft geblickt wurde.<\/p>\n<p>Das offizielle Programm der Feierlichkeiten begann am Morgen des Nationalfeiertags mit einem von K\u00f6nig Ezechiel I. ins Leben gerufenen &#8222;B\u00fcrgerfr\u00fchst\u00fcck&#8220; auf Burg Daunenfels. Dabei wurden B\u00fcrger, die sich in den letzten Jahren durch ehrenamtliches Engagement oder anderweitige herausragende Leistungen um die Meadowhousische Gesellschaft verdient gemacht hatten, zu einem Fr\u00fchst\u00fcck mit dem Monarchen und Mitgliedern der Regierung in den gro\u00dfen Rittersaal des Regierungssitzes eingeladen. Insgesamt 200 G\u00e4ste umfasste die Runde und der K\u00f6nig hatte gro\u00dfe Freude daran, sich mit den unterschiedlichen Hintergr\u00fcnden der Personen auseinanderzusetzen, lobte ihre Arbeit und konnte sich so im ungezwungenen Gespr\u00e4ch einen Eindruck der Situation in der Vereinslandschaft, den ehrenamtlichen Gemeinschaften und verschiedenster Clubs machen.<\/p>\n<p>Nach dem Ende des Fr\u00fchst\u00fccks ging es dann weiter mit dem offiziellen Staatsakt auf Schloss Wiesenhausen, zu dem nicht nur prominente B\u00fcrger des K\u00f6nigreiches eingeladen worden waren, sondern auch G\u00e4ste von internationalem Rang. So waren neben dem Regierungskabinett samt K\u00f6nig, den Staatsgr\u00fcndern Johannes von Daunenfels, Gerhard S. Herme und Hemes F. Rems und meadowhousischen Prominenten wie Mirco Magiaro, Friedrich von der Tagel, Heinrich Petersen und Edward Elch, auch Teile der Weltregierung aus dem Palaces Monda zugegen, etwa Weltherrscher Apfulkrax, Finanzdromorniss Lord Knackser, Verteidigungsdromorniss von der Regi\u00e8me und Bildungsdromorniss Dumbledore. Viele der restlichen Dromornisse befanden sich jedoch auf Wahlkampftouren in verschiedensten Teilen der Lieben Welt. Dar\u00fcber hinaus anwesend war auch der atlantische Pr\u00e4sident Thomas Bremersen, der auf explizite Einladung von K\u00f6nig Ezechiel I. angereist war und eine Delegation um den britischen K\u00f6nig Charles III. aus dem Erde-Partnerland Gro\u00dfbritannien. Der offizielle Festakt begann mit einer von Mirco Magiaro arrangierten Version der Meadowhousischen Nationalhymne als Chor, gesungen von einem extra f\u00fcr diesen Anlass zusammengestellten Ensemble aus Geistern, Hauselfen, Drachen und Tieren unter der Leitung des Naturprinzen. Anschlie\u00dfend hielt zun\u00e4chst Wiesenhausens amtierende B\u00fcrgermeisterin Amelia Abendsegler eine Rede, in der sie die Anwesenden begr\u00fc\u00dfte und auf die Historie der Stadt Wiesenhausen bis zum Tage der Unabh\u00e4ngigkeit und dar\u00fcber hinaus einging. Danach ergriff K\u00f6nig Ezechiel I. das Wort und beschwor eine Aufbruchsstimmung, wie er sie in den vergangenen dreizehn Jahren in Meadowhouse noch nicht erlebt habe. Nach Konflikten der Anfangszeit und schwierigen wirtschaftlichen Jahren nach der Etablierungsphase des Staates sei man nun erstmals in der Situation frei von unmittelbaren Beeintr\u00e4chtigungen und mit positiven Entwicklungen in Verbindung mit vormaligen Gegnern eines Meadowhousischen Staates, eine gute und belastbare Vision f\u00fcr das K\u00f6nigreich zu schaffen. Nach dreizehn Jahren sei Meadowhouse zwar immer noch der j\u00fcngste Staat auf der Lieben Welt, bei weitem aber kein junger Staat mehr und die Krisen der letzten Jahre h\u00e4tten ma\u00dfgeblich dazu beigetragen, dass Meadowhouse, trotz aller Probleme, schnell erwachsen geworden sei. Nach einer weiteren musikalischen Pause, gestaltet durch das &#8222;Fl\u00f6tenquartett Okster&#8220;, welches extra f\u00fcr diesen Anlass eingeladen wurde und ein Medley unterschiedlicher Meadowhousischer Volkslieder pr\u00e4sentierte, erfolgte dann die traditionelle Verleihung des K\u00f6nig-Johannes-Ordens. In diesem Jahr ging der Orden an den dreimaligen Kugelbahnmeister, zweifachen Kugelbahnweltmeister, Fu\u00dfballweltmeister, FLM-Meister und FVM-Pokalsieger sowie General der Bodentruppen,\u00a0 Vorstandvorsitzenden der Moody-\u00dcberwachungs-GmbH und Wildh\u00fcter von Wiesenhausen, Alastor &#8222;Mad-Eye&#8220; Moody, offiziell f\u00fcr &#8222;Besondere Verdienste im Bereich des Sportes um das Ansehen des Staates Meadowhouse und dar\u00fcber hinaus im Bereich der milit\u00e4rischen und inneren Sicherheit des K\u00f6nigreiches&#8220;. Die Laudatio hielt Heinrich Petersen, der Moody ein beispielloses Vorbild f\u00fcr jeden Sportler in Meadowhouse nannte, dessen sportliche Erfolge viele andere Legenden, auch international, in den Schatten stellen w\u00fcrden. Dar\u00fcber hinaus sei er ein Meadowhousischer Patriot der ersten Stunde, der sich nicht nur im milit\u00e4rischen Bereich schon seit dem Winterkrieg 1809 f\u00fcr den Staat Meadowhouse eingesetzt habe, sondern dies durch seine sicherheitspolitische T\u00e4tigkeit f\u00fcr das Land weiterhin mache. Der sichtlich ergriffene Ausgezeichnete erhielt daraufhin zehn Minuten stehende Ovationen. Anschlie\u00dfend ging die versammelte Festgemeinschaft zum festlichen Mittagessen im Festsaal von Schloss Wiesenhausen \u00fcber.<\/p>\n<p>Der Nachmittag der Nationalfeiertags war dann vom traditionellen Ablauf, wie er seit 1810 erfolgt, bestimmt. Um kurz vor 17 Uhr heulten in ganz Wiesenhausen die Sirenen mitsamt der ber\u00fchmten Ansage von Heinrich Petersen, sich am Felsenschiff zu versammeln und diejenigen B\u00fcrger, die eine Karte f\u00fcr den Zugang zum Platz vor dem Felsenschiff ergattert hatten, str\u00f6mten daraufhin dorthin. Der Platz vor dem Felsenschiff, der Platz f\u00fcr etwa 10.000 Menschen bot, war bereits in den vergangenen Tagen von den \u00f6rtlichen Wiesenhausener Gastronomen vorbereitet worden, die nun dort ihre Produkte anboten. Kurz darauf hielten die drei Gr\u00fcndungsv\u00e4ter des Staates, Johannes von Daunenfels, Hemes F. Rems und Gerhard S. Herme, ihre traditionellen Reden, sprachen diesmal jedoch auch dar\u00fcber hinaus \u00fcber die allgemeine, optimistischere Vision f\u00fcr das K\u00f6nigreich f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre. Nach etwa 90 Minuten beschloss das gemeinsame Singen der Nationalhymne schlie\u00dflich den offiziellen Teil der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag. Der Abend, so war es geplant, sollte auch den prominenteren B\u00fcrgern Meadowhouse&#8216; zur freien Verf\u00fcgung stehen, sodass sie sich unter die zahlreichen Feiernden in der Hauptstadt mischen konnten. K\u00f6nig Ezechiel I. etwa half beim erstmaligen Ausschank des Eichenst\u00e4dter Weines &#8222;Ezechiel&#8220; selbst mit, am Abend fand ein Konzert der BEFIM auf dem Vorplatz der Alten Kathedrale in Ahornsburg statt, bei dem zahlreiche B\u00fcrger zugegen waren und ab 23 Uhr fand auf dem Rathausplatz ein von B\u00fcrgermeisterin Abendsegler moderierter Teil der Feierlichkeiten statt, bei dem unter anderem auch Rudi Rabe auftrat und die anwesende Menge am\u00fcsierte. Abgeschlossen wurde der Nationalfeiertag in der Hauptstadt schlie\u00dflich mit einem gro\u00dfen Feuerwerk, f\u00fcr das sich traditionell Severus Snape und Marko Maszliskus verantwortlich zeichneten, diesmal unterst\u00fctzt von den D\u00fcsterw\u00e4lder Drachen.<\/p>\n<p>Auch in anderen Landteilen des K\u00f6nigreiches wurde der Nationalfeiertag geb\u00fchrend gefeiert. In Karburg etwa fand eine gro\u00dfe Festparade im Hafen statt, ebenso in der Wasserstadt Rubinburgh. Entlang des Ysens, von Wiesenhausen \u00fcber Karlsburg, Isbr\u00fcck bis zur M\u00fcndung, fanden sich viele Feiernde zu spontanen Regatten und ausgelassener Stimmung ein und feierten bis sp\u00e4t in die Nacht. In Santo Opalo und El Grande fanden Festumz\u00fcge mit vielen kleineren und gr\u00f6\u00dferen Wagen statt und in San Laven feierten die Menschen, wie in den meisten s\u00fcdlich gelegenen K\u00fcstenst\u00e4dten ausgiebig mit Picknicks und Ausfl\u00fcgen zum Strand am Titanischen Ozean.<\/p>\n<p>So war auch dieser Nationalfeiertag wieder ein ganz besonderes Ereignis, obwohl er immerhin schon zum dreizehnten Mal stattfand. Dennoch lassen sich die Organisatoren, sowohl die des offiziellen Teils als auch die vielen Organisatoren der privaten und inoffiziellen Feierlichkeiten jedes Jahr wieder kreative neue Ideen einfallen, um den Geburtstag unseres Landes zu feiern. M\u00f6glicherweise liegt auch darin einer der Gr\u00fcnde, warum unser Land auch nach den vielen Schwierigkeiten der Vergangenheit nun an einem Punkt angelangt ist, optimistisch und positiv der Zukunft entgegen zu blicken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Reichsregierung und K\u00f6nig verk\u00fcnden &#8222;MeadowPlan&#8220; &#8211; tiefgreifende Reformen f\u00fcr die Zukunft von Meadowhouse<\/strong><\/p>\n<p>Die Reichsregierung unter Kanzler Sebastian Schwalbenschwanz und K\u00f6nig Ezechiel I. hat einen umfangreichen Plan f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Gestaltung und Ausrichtung Meadowhouse\u2018 vorgestellt. Der sogenannte \u201eMeadowPlan\u201c beinhaltet neben einigen verfassungspolitischen auch energiepolitische und au\u00dfenpolitische Reformen. Ebenfalls strebt man eine neuerliche Steuerreform an. Am vergangenen Freitag verlasen zun\u00e4chst Reichskanzler Schwalbenschwanz und anschlie\u00dfend K\u00f6nig Ezechiel I. eine gemeinsame Regierungserkl\u00e4rung, in der die Eckdaten des \u201eMeadowPlan\u201c verk\u00fcndet wurden. Im Vorfeld war am 1. September auf einem Sonderparteitag des BdH der Leitantrag mit 95-prozentiger Mehrheit angenommen, drei Tage sp\u00e4ter mit \u00e4hnlichen Zustimmungswerten auch auf dem au\u00dferordentlichen VCS-Parteitag.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst konnte die VCS eines ihrer Wahlversprechen in den \u201eMeadowPlan\u201c mit einbringen. Nach der Reform der Unternehmenssteuern gibt es nun auch schrittweise \u00c4nderungen im Bereich der Mehrwertsteuer. So soll zun\u00e4chst ab 1.6.1824 die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel von 5% auf 3% sinken, ab 1.6.1825 auf 2% bis sie dann ein Jahr sp\u00e4ter, ab 1.6.1826 komplett entf\u00e4llt. Die genaue Definition, was unter Grundnahrungsmittel f\u00e4llt, wurde in Zusammenarbeit mit dem Zaubererrat erarbeitet und soll in einem folgenden Gesetzentwurf auch in das Meadowhousische B\u00fcrgergesetz (MBG) \u00fcbernommen werden. Zudem wird die sogenannte \u201ekalte Progression\u201c nach und nach abgeschafft. Ab 1825 soll der Steuerfreibetrag fest an die Inflationsrate gekoppelt werden. So sollen konjunkturbedingte Schwankungen der Lebenshaltungskosten aufgefangen und die Kaufkraft auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten abgefedert werden.<\/p>\n<p>Im Bereich der Energiepolitik strebt die Regierung umfassende Neuerungen an. Zusammen mit der VCS setzt der BdH auf eine vollst\u00e4ndige Energiewende weg von fossilen Brennstoffen hin zu Acetylquartoridnomel, Melotraub und 10-vor-Gift hin. Aber auch Wasser- und Windkraft sollen, wenn auch nachrangig, st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden. Die VCS hatte im Wahlkampf auf eine anreizorientierte Energiewende gesetzt, der BdH setzt dabei vor allem auf staatliche Genehmigungsverfahren. Im \u201eMeadowPlan\u201c ist als Ziel das Jahr 1835 vermerkt, bis wann die Energiewende vollzogen sein soll. Atomkraft bleibt weiterhin unber\u00fccksichtigt, man sicherte im Leitantrag die Einhaltung des Volksentscheides zum Uranabbau von 1813 zu. Die Subventionen f\u00fcr Schwer\u00f6l und Kerosin entfallen bereits mit Wirkung zum 1.1.1824.<\/p>\n<p>Au\u00dfenpolitisch will die Reichsregierung die Bildung einer Titanien-Union nun deutlich st\u00e4rker fokussieren als bisher. Grundlage f\u00fcr die neue Ausrichtung ist das \u201eSchwalbenschwanz-Bremersen-Papier\u201c vom 16. Juli. In diesen Beratungen wurde eine mitgestaltende Rolle von Meadowhouse bei Gespr\u00e4chen und Verhandlungen festgelegt. Der Ausgang dieser Verhandlungen bleibt allerdings an die Verfassungs\u00e4nderung gebunden. Im Eckpunktepapier wurde zudem der Schutz von meadowhousischen Unternehmen eingebettet. Das meadowhousische Wirtschaftsrecht soll zudem um Auslandsklauseln hinsichtlich des Investorenschutz\u2018 erweitert werden. So soll der Einfluss ausl\u00e4ndischer Konsortien auf die meadowhousische Wirtschaft einged\u00e4mmt werden. Bei einer Bildung einer potentiellen Titanien-Union wird Meadowhouse ab sofort jedoch eine federf\u00fchrende Rolle einnehmen. Des Weiteren soll die bereits begonnene Entspannungspolitik mit Gr\u00fcnland fortgef\u00fchrt und intensiviert werden. Unter K\u00f6nig Percival I. hatte es bereits erste bilaterale Einigungen \u00fcber beispielsweise Grenzg\u00e4ngerregelungen gegeben. Man will erste gemeinsame grenz\u00fcbergreifende Projekte starten und auch gemeinschaftliche Bildungsangebote schaffen. Ziel dabei sollen Abbau von Vorurteilen und interkultureller Austausch sein.<\/p>\n<p>Verfassungsrechtlich soll das lange geplante Pr\u00fcfverfahren zum Verbot extremistischer Parteien Ende des Jahres beginnen. Die Koalition hat parteien\u00fcbergreifend zu einer Enquete-Kommission eingeladen, in der Extremismusforscher und Juristen beistehend mit Parteienvertretern \u00fcber Verbotsverfahren beraten. Als aktuell von der MD verfassungsfeindlich eingestuft werden die NDPM, GAP, EMPM und KPM und APM. Zun\u00e4chst soll gepr\u00fcft werden, ob ein Verbotsverfahren zul\u00e4ssig sein k\u00f6nnte und anschlie\u00dfend \u00fcber Notwendigkeit und gegebenenfalls weitere Schritte beraten werden. Als aussichtsreich gelten laut Fachleuten Verbotsverfahren gegen GAP und NDPM. Bei den restlichen Parteien gibt es Zweifel, ob die fraglos verfassungsfeindlichen Teile des Programms ein generelles Verbot rechtfertigen. Man rechnet mit einem endg\u00fcltigen Bericht der Kommission Ende kommenden Jahres. Dar\u00fcber hinaus strebt die Regierung eine St\u00e4rkung des Zaubererrats an. Statt wie bisher einer \u00fcberwachenden und berichtenden Funktion hinsichtlich des Wirtschaftsgeschehens soll er nun auch als Organ f\u00fcr ethische Fragen dienen. Laut \u201eMeadowPlan\u201c soll er bei einschneidenden politischen Ma\u00dfnahmen mit fl\u00e4chendeckenden, gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen zurate gezogen werden und bei ernsten Bedenken sogar Begehren an das Parlament stellen d\u00fcrfen. Dies solle einen tiefgreifenden Beitrag zur Gewaltenteilung leisten. Jedoch stellt diese Ma\u00dfnahme nur einen kleinen Beitrag dar, verglichen mit einem der zentralsten Projekte des \u201eMeadowPlan\u201c. Der seit Anfang 1819 viel diskutierte Reichsrat als zweite legislative Kammer soll nach Pl\u00e4nen der Reichsregierung nun Form annehmen. Nach positivem Ergebnis einer verfassungsrechtlichen Pr\u00fcfung, die sich bereits auf der Zielgeraden befindet, sollen erste Zusammenk\u00fcnfte stattfinden. Parteien\u00fcbergreifend will man einen Reichsrat schaffen, der sich aus Mitgliedern zusammensetzt, die die Herzogt\u00fcmer stellen. Dabei soll es den Herzogt\u00fcmern freistehen, ob sie Vertreter aus den Herzogenr\u00e4ten oder aus ihren Kommunen entsenden. Im Gegensatz zu den K\u00f6nigswahlen sollen in diesem Reichsrat die Stimmen nicht anhand der Bev\u00f6lkerungszahl des jeweiligen Herzogtums gewichtet werden, sodass Begehren kleinerer Herzogt\u00fcmer nicht automatisch von gr\u00f6\u00dferen Herzogt\u00fcmern ausgestochen werden k\u00f6nnen. Der Reichsrat soll besonders in der Gesetzgebung aktiv werden. Vom Parlament beschlossene Gesetze sollen stets am Folgetag vom Reichsrat abgesegnet werden. Dabei soll eine einfache Mehrheit zur Best\u00e4tigung der Gesetze reichen. Besonders die VCS hatte darauf gepocht, Gesetzgebungen nicht zu lang hinauszuz\u00f6gern.<\/p>\n<p>Verantwortlich f\u00fcr die steuerlichen Reformen wird vor allem Finanzminister Hubmaier sein. Im Bereich der Energiewende werden Wirtschaftsminister Voldemort, Umweltministerin Wei\u00dftanne und Entwicklungsminister Goldammer federf\u00fchrend agieren. Um die Titanien-Union k\u00fcmmern sich vorwiegend der Kanzler und Au\u00dfenminister Boerenberg in Abstimmung mit den \u00fcbrigen Ministerien. Es soll jedoch in diesem Feld eng mit der Opposition und den Verfassungsh\u00fctern zusammengearbeitet werden, um international mit einer Stimme sprechen zu k\u00f6nnen. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich bei den Planungen des Reichsrats. Hier sind besonders Justizminister von Gauttersberg und Erste Ministerin Trelawney im Fahrersitz. Zusammen mit dem Zweiten Minister Jens Dinkhoff wird von Gauttersberg auch \u00fcber die geplanten Parteienverbote vornehmlich wachen.<\/p>\n<p>In seiner Regierungserkl\u00e4rung begr\u00fcndete Reichskanzler Sebastian Schwalbenschwanz den \u201eMeadowPlan\u201c wie folgt: \u201eNach einer Aufbauphase unseres Staates von 1810 bis 1816 und einer Konsolidierungsphase von 1816 bis heute brauchen wir eine Neuausrichtung. Wir werden die Konturen unserer demokratischen Monarchie sch\u00e4rfen und Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung des meadowhousischen Lebensstandards ergreifen, nicht zur Erhaltung des Status quo\u201c. Zu den Inhalten des Plans f\u00fchrte er aus: \u201eNach Jahren in denen wir vor allem auf die Wettbewerbs- und Widerstandsf\u00e4higkeit unseres Landes achten mussten, k\u00f6nnen und wollen wir es uns heute leisten, den Menschen und Institutionen, die dieses Land stark gemacht haben, etwas zur\u00fcckzugeben. Deshalb entlasten wir die Menschen finanziell und sichern die Lebensqualit\u00e4t nachfolgender Generationen.\u201c Zu den verfassungs- und au\u00dfenpolitischen Aspekten sprach vor allem K\u00f6nig Ezechiel I. im Saal der Gespenster: \u201eMeadowhouse besetzt eine zentrale Rolle in der Weltpolitik. Wir haben auch aufgrund unserer Geschichte mit der B\u00f6sen Welt eine historische internationale Verantwortung. Wir wollen demnach vorangehen und aktiv das Geschehen auf der Lieben Welt mitgestalten, statt abwartend zuzusehen, wie andere Staaten B\u00fcndnisse an uns vorbei schmieden.\u201c Auch zum geplanten Parteienverbot \u00e4u\u00dferte sich vornehmlich der K\u00f6nig: \u201eWir d\u00fcrfen nicht zulassen, dass das, was sich dieses Volk erk\u00e4mpft, erarbeitet und verteidigt hat, gef\u00e4hrdet wird durch Kr\u00e4fte, die Meadowhouse in ein faschistisches oder kommunistisches Regime verwandeln wollen. Die Gefahr droht erst recht von denjenigen, die unsere Existenz gar komplett ablehnen.\u201c<\/p>\n<p>Die Reaktion der Oppositionsparteien fiel gemischt aus. Fraktions\u00fcbergreifend sah man durchaus den Anlass f\u00fcr Reformen gegeben, \u00fcber den Inhalt wurde jedoch heftig gestritten. Positiv wurde die Einbindung des gesamten Parlaments in Entscheidungen \u00fcber die Titanien-Union oder den Reichsrat aufgenommen. Kritik gab es dagegen vor allem an der Energiewende. \u201eDie Vehemenz mit der vor allem der Kanzler dieses Thema durchdr\u00fcckt, l\u00e4sst aufhorchen. Es werden grunds\u00e4tzliche Prinzipien unserer sozialen Marktwirtschaft einfach missachtet. In dieser Regierung haben Ideologien und Dogmen Vorrang vor Realpolitik\u201c, attackierte Oppositionsf\u00fchrer Ulrich Lobenbach (FED) die Pl\u00e4ne. \u201eSie begehen Betrug am meadowhousischen Volk. Sie verk\u00fcnden wohlfeil Steuererleichterungen und verschweigen, dass es den Menschen finanziell dennoch schlechter gehen wird, weil ihre Energiekosten explodieren werden. Sie treiben gezielt Menschen in die Armut und \u00fcberdecken dies mit perfiden Ablenkungsman\u00f6vern\u201c, r\u00fcgte WVD-Chefin Anita da Silva. Aber auch die geplanten Parteienverbote stie\u00dfen nicht \u00fcberall auf Zustimmung. MCM-Chef Albrecht Knucker wies auf die Gefahren verbotener Organisationen hin: \u201eJetzt wissen wir, wo sich diese Leute aufhalten. Sie treiben sie dann in den Untergrund, wo man sie kaum noch ausfindig machen kann. Sie holen ohne Not den Terror zur\u00fcck nach Meadowhouse.\u201c Die Steuersenkungen kritisierte neben WVD und MCM auch die MP: \u201eStatt die L\u00f6hne zu erh\u00f6hen und Sozialleistungen aufzustocken, arbeiten Sie mit Symbolpolitik. Niemand wird wegen der Mehrwertsteuersenkungen jetzt pl\u00f6tzlich doppelt so viel Brot kaufen. Sie rei\u00dfen L\u00f6cher in die Staatskasse ohne wenigstens den Geldbeutel der Menschen zu f\u00fcllen\u201c, monierte Parteichef Schubert.<\/p>\n<p>Die gr\u00fcn-graue Reichsregierung macht bisher ihren Versprechen in puncto Aufbruch alle Ehre. Neben der Unternehmenssteuerreform haben sie nun ein gro\u00dfes Zukunftsprogramm f\u00fcr Meadowhouse entworfen. Die einzelnen Ma\u00dfnahmen sind dabei durchaus diskussionsw\u00fcrdig und werden wohl auch im n\u00e4chsten Wahlkampf eine gro\u00dfe Rolle spielen. Die Kritik der Opposition scheint alles in allem nicht unberechtigt zu sein, selbst externe Fachleute sind sich zumeist uneins in der Absch\u00e4tzung der Konsequenzen des \u201eMeadowPlan\u201c. Das Langzeitprojekt ist bisher die gr\u00f6\u00dfte politische Agenda in der meadowhousischen Politikgeschichte. Die Auswirkungen werden langfristig zu sp\u00fcren sein und es lohnt sich, kritische Fragen zu stellen und wachsam ob der Entwicklungen zu bleiben. Z\u00fcnden die Ma\u00dfnahmen, kann es jedoch auch zur erfolgreichsten politischen Reform bislang werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vulkanausbruch vor Kap Sanorma schafft Inselgruppe<\/strong><\/p>\n<p>Ein bislang unentdeckter unterseeischer Vulkan hat am Sonntag rund 70 Kilometer vor Kap Sanorma den Meeresboden vor der meadowhousischen K\u00fcste ersch\u00fcttert. In den recht flachen Gew\u00e4ssern ersch\u00fctterte um kurz vor 15 Uhr ein Erdbeben der Magnitude 5.1 den Meeresboden und l\u00f6ste Alarm aus. Recht schnell konnte man bereits aus der Luft erkennen, was die Ursache f\u00fcr das Beben war. Eine gigantische Aschewolke brach aus dem Meer und sch\u00fcttete recht bald erste Schichten auf, die den Meeresspiegel \u00fcberragten. Der Ausbruch dauerte rund sieben Stunden. Eine Tsunamiwarnung wurde aufgrund der zu geringen Magnitude des Bebens und der zu geringen Menge des verdr\u00e4ngten Wassers nicht herausgegeben, jedoch wurde lokalen kleineren Wellen am Kap Sanorma gewarnt. Die Ersch\u00fctterungen des Bebens waren jedoch noch in Santo Opalo zu sp\u00fcren und an der K\u00fcstenlinie rund um Eulenstein kam es zu kleineren Sachsch\u00e4den, verletzt wurde gl\u00fccklicherweise niemand. Die Folgen des Vulkans sind jedoch f\u00fcr die Ewigkeit. Meadowhouse hat pl\u00f6tzlich Inseln bekommen.<\/p>\n<p>Insgesamt sieben gr\u00f6\u00dfere und kleinere Eilande hat der Vulkan an die Oberfl\u00e4che bef\u00f6rdert. Es ist wahrscheinlich, dass durch kleinere Nacheruptionen die Inseln noch wachsen werden. Wissenschaftler von sechs verschiedenen Universit\u00e4ten aus Meadowhouse und Westparadies machten sich unverz\u00fcglich auf den Weg zum Ausbruchsort und nahmen Gesteins- und Gasproben. Die Ergebnisse sind verbl\u00fcffend. \u201eWir konnten feststellen, dass dieser Vulkan in seiner Zusammensetzung seiner Lava und Asche einzigartig ist. Dieses Gemisch erkaltet sehr schnell, was zu einer raschen Manifestation sorgt und so innerhalb von k\u00fcrzester Zeit diese Inseln aufgebaut hat\u201c, so Dr. Boris Winkler von der Universit\u00e4t Karlsburg am Isen. \u201eDie Asche steigt nicht so hoch wie andere Aschewolken, sodass sie lokal wieder hinabsinkt und sich nicht um den ganzen Weltball verteilt.\u201c Der neue Vulkan hat demnach nur sehr \u00f6rtliche Auswirkungen, wenngleich der Flugverkehr \u00fcber der Westparadiesischen Bucht f\u00fcr zw\u00f6lf Stunden ausgesetzt.<\/p>\n<p>Da die neuen Landfl\u00e4chen au\u00dferhalb der 12-Meilen-Zone liegen, gab es zur Causa ein Telefonat zwischen K\u00f6nig Ezechiel I. und Westparadies\u2018 Ministerpr\u00e4sident Felix Westerholz. In diesem Gespr\u00e4ch sicherte Westerholz zu, keine territorialen Anspr\u00fcche auf die neuen Inseln zu stellen. Dies begr\u00fcndete unter anderem damit, dass in Westparadies keinerlei Auswirkungen zu sp\u00fcren waren und die Distanz zum westparadiesischen Festland um ein Vielfaches gr\u00f6\u00dfer ist als die zur meadowhousischen K\u00fcste. Bis zum n\u00e4chstgelegenen Punkt auf westparadiesischem Hoheitsgebiet, dem Leuchtturm St. Pankratius, sind es vom Ausbruchsort 490 Kilometer. Ezechiel bedankte sich f\u00fcr das Entgegenkommen und stellte weiterhin klar, man wolle beim Lieben Weltgerichtshof in Palar einen Antrag auf Eingliederung der neuen Gebiete in meadowhousisches Recht stellen. \u201eEin solches Szenario trifft uns sehr unvorbereitet. Wir sind sehr froh, dass die Eruption bislang keine gr\u00f6\u00dferen Sch\u00e4den verursacht hat und alle in K\u00fcstenn\u00e4he wohlauf sind. Mir wurde versichert, dass zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung bestand und ich lobe die Wissenschaftler und Beh\u00f6rden f\u00fcr ihr Vorgehen\u201c, sagte der K\u00f6nig. Umweltministerin Wei\u00dftanne warnte jedoch vor lokalen Ascheregen. \u201eEs kann in den kommenden Stunden und Tagen dazu kommen, dass Teile unserer K\u00fcste, besonders die Region am Kap, kleinere Ascheregen erleben. Wir rechnen jedoch, wenn \u00fcberhaupt nur mit zwei bis drei Kubikzentimetern Asche pro Quadratmeter, was keinen Anlass zur Sorge bedeutet.\u201c<\/p>\n<p>Das Verfahren zur Anerkennung des neuen meadowhousischen Staatsgebiets d\u00fcrfte angesichts der fehlenden juristischen Gegner innerhalb weniger Monate gelaufen sein. Bis dahin teilen sich Meadowhouse, Westparadies und Schneckland die Aufsicht \u00fcber das betroffene Gebiet.<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler aus Meadowhouse und Westparadies gaben dem neuen Gebiet den vorl\u00e4ufigen Namen \u201eVielerlei\u201c. Auch einige Inseln haben bereits Einzelnamen bekommen. So benannten die Forscher die Pantherinsel, die Leopardeninsel, sowie die Muschel. Die Namen entstammen den optischen Eindr\u00fccken aus den Helikoptern. \u201eDie Pantherinsel ist tiefschwarz und wirkt wie ohne jegliche Unebenheiten, weswegen sie uns an ein matt gl\u00e4nzendes Pantherfell erinnert hat. Die Leopardeninsel weist einige Einschlagkrater von Gesteinsbrocken, Tephra genannt, auf, weswegen sie von oben an die typische Fellmusterung eines Leoparden erinnert. Und die Muschel hat schlicht die Herzform einer Strandmuschel und zudem gleichm\u00e4\u00dfige Vertiefungen aufgrund von Lavastr\u00f6men\u201c, erkl\u00e4rte Dr. Winkler etwas augenzwinkernd. Welche Namen die Inseln letztendlich offiziell haben, m\u00fcssen jedoch politische Institutionen entscheiden. K\u00f6nig Ezechiel war von den jetzigen Namen allerdings augenscheinlich recht belustigt und angetan.<\/p>\n<p>Es ist zudem wahrscheinlich, dass die Inseln langfristig bewohnbar werden k\u00f6nnen. Die Vulkanasche bietet eine exzellente Grundlage f\u00fcr den landwirtschaftlichen Anbau und zudem ist die Region am Kap f\u00fcr seinen Fischreichtum bekannt. Die Abgeschiedenheit vom Festland jedoch macht die Inselgruppe vermutlich nur per Hubschrauber erreichbar. Einige Handelsrouten m\u00fcssten zudem nun angepasst werden, da die Inseln sich in einem Flachwassergebiet befinden, was zumindest f\u00fcr kleinere Handelsschiffe frei beschiffbar ist. Durch die Erdst\u00f6\u00dfe hob sich der Meeresboden rund um das Epizentrum jedoch nur geringf\u00fcgig an. Sensibel f\u00fcr die Anpassung der Schifffahrtsrouten ist aber dennoch: \u201eSp\u00e4testens seit dem Jiva-Felsen besteht auch ein enormer \u00f6ffentlicher Druck, wenn es um die Kartographierung des Meeresbodens geht\u201c, erkl\u00e4rt Julius Haine vom Seeamt Santo Opalo. Man werde sehr sorgf\u00e4ltig vorgehen und die Routen erstmal weitl\u00e4ufig anpassen.<\/p>\n<p>Geologen und Seismologen hatten das Gebiet aufgrund von Ver\u00e4nderungen in der Thermaldynamik sowie von leichteren Erdst\u00f6\u00dfen zuletzt verst\u00e4rkt untersucht, der Ausbruch einer Magmakammer war jedoch erst vor einigen Tagen als m\u00f6gliches Szenario besprochen worden. Dieser unvorhergesehene Ausbruch gibt nun jedoch Anlass zur Sorge und l\u00e4sst an der Qualit\u00e4t der bisherigen Forschungen zweifeln. \u201eKlar ist, dass im Falle eines weitaus gravierenden Ausbruchs die Bev\u00f6lkerung nicht rechtzeitig h\u00e4tte gewarnt werden k\u00f6nnen\u201c, gibt Dr. Winkler unumwunden zu. \u201eDie Frage ist nun, ob wir fehlerhafte Daten aus den uns vorliegenden Instrumenten erhalten haben, oder die Daten falsch interpretiert haben.\u201c Das zu analysieren, sei nun die wichtigste Aufgabe. Forschungsminister Uhling m\u00f6chte nun die gesamte Westparadiesische Bucht nach vulkanischen Aktivit\u00e4ten absuchen. \u201eWenn wir es hier mit bislang unentdecktem Vulkanismus zu tun haben, stellt sich die Frage des Ausma\u00dfes. Wir werden nun zusammen mit westparadiesischen Forschern herausfinden, ob es noch weitere Hotspots gibt und sie eventuell eine Bedrohung darstellen.\u201c Laut Satellitendaten gibt es derzeit keine weiteren thermischen Aktivit\u00e4ten. Gefahren bestehen dabei vor allem f\u00fcr die Schifffahrtsindustrie, die \u00d6lf\u00f6rderung, sowie f\u00fcr die K\u00fcstenlinien durch m\u00f6gliche Tsunamis. Dass bei dem nun geschehenen Ausbruch ein Tsunami ausblieb lag an mehreren Gr\u00fcnden. \u201eZun\u00e4chst lag das Epizentrum der durch die Eruption verursachten Erdst\u00f6\u00dfe nicht tief genug, zum anderen waren die Beben nicht stark genug\u201c, so Winkler. Tsunamis entstehen in der Regel erst ab einer Magnitude von 7 und mehr. \u201eAuch das flache Wasser hat eine Rolle gespielt. So war die Menge des verdr\u00e4ngten Wassers zu gering, um sp\u00fcrbare Auswirkungen auf das Festland zu haben.\u201c An der betroffenen Stelle lag der Meeresboden nur rund 90 Meter unterhalb des Wasserspiegels.<\/p>\n<p>Die h\u00f6chste Erhebung auf Vielerlei ist bisher auf der Leopardeninsel zu finden. Der hier durch erstarrte Lava aufget\u00fcrmte Berg im Osten des Eilands liegt sch\u00e4tzungsweise 200 Meter \u00fcber dem Wasser. M\u00f6glich ist, dass in der Luft noch befindliche Kleinstpartikel die Inseln noch um rund zwei bis drei Meter anheben k\u00f6nnten. Ob der zugeh\u00f6rige Vulkan Vielerlei, wie die Forscher ihn gleichnamig zur Inselgruppe benannt haben, nun ein stetig aktiver Glutschlot bleibt, bezweifeln die Wissenschaftler jedoch. \u201eWir scheinen es mit einem Schl\u00e4fer zu tun zu haben, der in Jahrmillionen nur einmal ausbricht und dann f\u00fcr dieselbe Zeit wieder ruht\u201c, meint Winkler. \u201eDies k\u00f6nnte unsere \u00dcberraschung erkl\u00e4ren, da es Anzeichen f\u00fcr einen Ausbruch erst sehr kurz vorher gibt, da der Zufluss von Magma sehr langsam vonstattengeht. Andererseits k\u00f6nnte ihn diese Eigenschaft bewohnbar machen.\u201c Man werde jedoch weitere Forschungen betreiben und das Gebiet genaustens unter die Lupe nehmen, versicherte Winkler.<\/p>\n<p>Ein Naturph\u00e4nomen, welches in seinem Ausma\u00df in den ersten Stunden nicht klar war, scheint sich nun als zum Gl\u00fcck ungef\u00e4hrliches Schauspiel zu entpuppen. Und es mutet zudem nach neuen Lebensm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Meadowhouse an. Und wer wei\u00df, vielleicht entsteht ja sogar ein neues inl\u00e4ndisches Urlaubsziel. Erst einmal bleiben jedoch die Ergebnisse der Untersuchungen abzuwarten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>100 Tage gr\u00fcn-schwarze Koalition &#8211; Eine Regierung im Aufbruch<\/strong><\/p>\n<p>Zwar ist es nach noch nicht einmal einem halben Jahr sicherlich schwierig, bereits viel \u00fcber eine gew\u00e4hlte Regierung zu sagen, die es zudem in dieser Form der Zweiparteienkoalition bisher auf h\u00f6chster politischer Ebene in Meadowhouse noch nie gab, doch markiert die 100-Tage-Marke in den Medien und der Gesellschaft traditionell den ersten Zeitpunkt, an dem auf die bereits geleisteten Verdienste einer Regierung, aber auch auf sich andeutende Probleme geschaut wird. Im Falle der am 07. November vergangenen Jahres vereidigten Regierungskoalition aus BdH und VCS, samt neuen K\u00f6nigs an der Spitze des Staates, f\u00e4llt das Zeugnis nach den ersten gut drei Monaten tendenziell positiv aus, wobei sich einige in die Wege geleitete Initiativen erst noch entwickeln m\u00fcssen, ehe sie einer finalen Evaluation unterzogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das erste, was seit dem Antritt der Regierung und des Kabinetts Schwalbenschwanz III unmittelbar deutlich wurde, war eine allenthalben wahrzunehmende Aufbruchsstimmung auf Burg Daunenfels. Die Mitglieder der Koalition machten gegen Ende des letzten Jahres teils einen \u00fcberschw\u00e4nglichen Eindruck, lie\u00dfen jedoch auch Taten folgen. So wurden noch vor dem Jahreswechsel einige der wichtigsten, und sicherlich auch am einfachsten umzusetzenden, Programmpunkte aus dem Koalitionsvertrag in die Wege geleitet. Zwei Sonderaussch\u00fcsse zu den verfassungsrechtlichen- bzw. innenpolitischen Themen einer zweiten legislativen Kammer einerseits und einem Parteienverbot extremistischer Bewegungen wurden noch im Dezember ins Leben gerufen und beginnen dieser Tage mit den Beratungen und Anh\u00f6rungen verschiedener Experten. Auch in finanzpolitischer Hinsicht einigte sich die Koalition recht schnell, sodass der Reichshaushalt f\u00fcr das Jahr 1823 ohne gr\u00f6\u00dfere \u00f6ffentliche Dissonanzen Ende Januar verabschiedet werden konnte. Mitinbegriffen sind darin die unterschiedlichsten Ma\u00dfnahmen, etwa eine schrittweise Drosselung umweltsch\u00e4dlicher Kraft- und Energiestoffe oder Investitionen in den Wohnungsbau. Zwar soll es bei der koalitionsinternen Beratung des Etats durchaus zu Unstimmigkeiten zwischen den Koalitionspartnern gekommen sein, doch wurden diese weder nach au\u00dfen getragen, noch besch\u00e4digten sie das Verh\u00e4ltnis der Parteien zueinander nachhaltig, was im klaren Gegensatz zu den Haushaltsverhandlungen der Vorg\u00e4ngerregierung vergangenes Jahr stand.<\/p>\n<p>Doch auch \u00fcberraschende Entscheidungen scheinen Teil der neuen Regierung zu sein. Die gesteigerte Investition in milit\u00e4rische G\u00fcter und die Reichswehr im Allgemeinen hatten selbst mit der Materie vertraute Personen in der Art und Weise nicht kommen sehen. Kritiker im Parlament f\u00fcrchteten sogleich eine Beteiligung Meadowhouse&#8216; an der Milit\u00e4rallianz in S\u00fcdtitanien, was von der Regierung bisher jedoch nicht best\u00e4tigt wurde. In diesem Ressort der Verteidigung, aber noch mehr in dem der \u00c4u\u00dferen Angelegenheiten zeigt sich jedoch vielleicht die gr\u00f6\u00dfte Ver\u00e4nderung im Vergleich zur Vorg\u00e4ngerregierung: Allein in diesem Jahr absolvierten sowohl Au\u00dfenminister Boerenberg, als auch Verteidigungsminister Borkenk\u00e4fer und Wirtschaftsminister Voldemort zusammen an die 40 Auslandsreisen bzw. Empf\u00e4nge von ausl\u00e4ndischen Vertretern in Meadowhouse. Darunter die traditionellen Verb\u00fcndeten aus Paradies, Avasjanrav und Mittelland, aber auch aus kleineren Staaten wie Magabienien, Whale und Charymoyebso. Treiber dieser diplomatischen Offensive in der Au\u00dfenpolitik scheint vor allem der neue K\u00f6nig Ezechiel I. zu sein, der seinerseits ebenfalls schon Antrittsbesuche in Paradies, Mittelland und Schneckland machte und dessen n\u00e4chste Reise Anfang M\u00e4rz unter anderem auch nach Gr\u00fcnland gehen wird. Die Signalwirkung f\u00fcr den Rest der Welt soll klar sein: Meadowhouse als Staat, auch losgel\u00f6st von der hier angesiedelten Weltregierung, soll international vernehmbar sein und will sich in potentiell entstehende B\u00fcndnisse integrieren.<\/p>\n<p>Das wohl wichtigste dieser B\u00fcndnisse, dessen Gr\u00fcndung seit bereits einigen Jahren im Raum steht, ist die potentielle Titanien-Union, der Meadowhouse bisher eher skeptisch gegen\u00fcber stand. Zwar ist diese Skepsis nicht g\u00e4nzlich verflogen, doch scheint man in der neuen Regierung einig dar\u00fcber zu sein, dass eine g\u00e4nzliche Verweigerung jedweder Beteiligung an einer solchen Union dem Staat nachhaltig schaden w\u00fcrde. Auch mit den beiden Hauptinitiatoren der TU, Westparadies&#8216; Pr\u00e4sident Felix Westerholz und Atlantis&#8216; Staatschef Thomas Brehmersen, soll in K\u00fcrze ein Gespr\u00e4ch auf Burg Daunenfels stattfinden. Und noch ein Projekt scheint der neue K\u00f6nig auf seiner Agenda zu haben: Im Fr\u00fchsommer soll eine Dienstreise nach Klondyk anstehen, was der erste Besuch eines meadowhousischen Staatschefs im gr\u00f6\u00dften Land der Welt seit 1811 darstellen w\u00fcrde. Damals hie\u00dfen die Akteure auf den jeweiligen Seiten noch K\u00f6nig Johannes I. und Anton Regler. Dem Vernehmen nach m\u00f6chte K\u00f6nig Ezechiel I. nach dem sich entspannenden Verh\u00e4ltnis zu Gr\u00fcnland auch das seit der Weltschlacht kaum existierende Verh\u00e4ltnis zu Klondyk neu beleben.<\/p>\n<p>Generell kann somit gesagt werden, dass die neue Regierung sich damit auf allen Ebenen viel vorgenommen hat, an dem sie sich auch wird messen lassen m\u00fcssen. Kaum zuvor hat eine Regierung in der Meadowhousischen Geschichte, mit Ausnahme der Zeit kurz nach der Staatsgr\u00fcndung, derart viele Reformen, Ideen, Kurswechsel und Gesetzesvorschl\u00e4ge angesto\u00dfen oder bereits auf den Weg gebracht. Die Gefahr, die Kritiker der Regierung sehen, ist, dass die geplanten Vorhaben am Ende entweder nicht oder nur ungenau umgesetzt werden, da zu wenig Priorisierung betrieben w\u00fcrde. Einen derartigen Vorwurf machte etwa Oppositionsf\u00fchrerin Anita da Silva (WVD) der Regierung vergangene Woche im Parlament. Noch ist es f\u00fcr derartige Kritik sicherlich zu fr\u00fch, doch sorgt die gr\u00fcn-schwarze Koalition inklusive K\u00f6nig definitiv f\u00fcr hohe Erwartungen, die erst einmal erf\u00fcllt werden m\u00fcssen. F\u00fcr den Moment jedoch scheint es f\u00fcr die Koalition\u00e4re gut zu laufen: 68% sagen in einer Umfrage des Instituts f\u00fcr Meadowhousische Politik, dass sie mit der gegenw\u00e4rtigen Regierung zufrieden w\u00e4ren, w\u00e4hrend nur 23% sagen, dass sie unzufrieden seien. Auch der neue K\u00f6nig Ezechiel I. erfreut sich mit einer gegenw\u00e4rtigen Zustimmung von 74% einer au\u00dferordentlich hohen Beliebtheit.<\/p>\n<p>Somit scheint der Start f\u00fcr die erste Zweierkoalition auf Reichsebene f\u00fcr alle Beteiligten also ein voller Erfolg gewesen zu sein. Dennoch darf man gespannt sein, wie die Regierung reagiert, sollte es zu einer wie auch immer gearteten Krise kommen und ob sie ihr straffes Arbeitspensum so durchziehen kann, dass auch handfeste Ergebnisse dabei herauskommen. Eine weitere Beurteilung dar\u00fcber wird sicherlich im Sommer m\u00f6glich sein, wenn unter anderem der Ausschuss zur m\u00f6glichen Einf\u00fchrung einer zweiten legislativen Kammer seine ersten Ergebnisse pr\u00e4sentieren soll. Insgesamt scheint also Bewegung in die Meadowhousische Politik gekommen zu sein, wie sie es seit langer Zeit nicht mehr war und die Regierung hat mit ihren Ideen die M\u00f6glichkeit, als eine der pr\u00e4gendsten Regierungen in die Meadowhousische Geschichte einzugehen. Bis dahin ist es noch ein langer und sicherlich auch nicht immer einfacher Weg, doch das Potential scheint auf jeden Fall vorhanden zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Neue Regierung nimmt Arbeit auf &#8211; K\u00f6nig Ezechiel I. ernennt neue Kabinettsmitglieder<\/b><\/p>\n<p>Am Ende dauerte es dann doch etwas l\u00e4nger, als beim letzten Mal: W\u00e4hrend die vorangegangene Regierungskoalition der Jahre 1818 bis 1822 bereits am 22. Oktober 1818 die Amtsgesch\u00e4fte \u00fcbernahm, brauchten die diesj\u00e4hrigen Koalition\u00e4re etwa zwei Wochen l\u00e4nger, bis am heutigen Montag, den 07. November 1822, die erste Zwei-Parteien-Regierung in der Meadowhousischen Geschichte vereidigt wurde und ihre Arbeit aufnahm. Urspr\u00fcnglich hatten Medien bereits mit einer Vereidigung und Ernennung der neuen Regierung am 24. Oktober gerechnet, doch war dies nur der Tag gewesen, an dem sich BdH und VCS \u00fcber alle grundlegenden Punkte des Koalitionsvertrags geeinigt hatten. In den zwei Wochen seitdem benannten beide Parteien ihre Minister, unterschrieben vergangene Woche schlie\u00dflich den Koalitionsvertrag und vereinbarten dort dann den heutigen Tage zur Regierungs\u00fcbernahme.<\/p>\n<p>Um 10:00 Uhr heute Vormittag begann der insgesamt schon vierte Tag, an dem eine neue meadowhousische Regierung ernannt werden w\u00fcrde, mit einer Plenarsitzung im Saal der Gespenster, wo nicht nur die neuen Kabinettsmitglieder durch Reichswahlleiter Heinrich Petersen offiziell verlesen wurden, sondern auch die ersten Wahlen zum Amt des Reichstagspr\u00e4sidenten abgehalten wurden. Zum ersten Mal wird dieser das Parteibuch des BdH besitzen: Ronald Riesenkalmar, bis M\u00e4rz diesen Jahres noch Herzog von Santo Opalo, wird k\u00fcnftig das formell dritth\u00f6chste Amt im Staat hinter K\u00f6nig und Reichspr\u00e4sident \u00fcbernehmen und folgt damit auf den langj\u00e4hrigen Parlamentspr\u00e4sidenten Friedhelm von Hirschbach (WVD). Riesenkalmar erhielt dabei bei seiner Wahl sogar mehr als die blo\u00dfen Stimmen der k\u00fcnftigen Regierungskoalition. Nach einer Unterbrechung der Plenarsitzung gegen 11:30 Uhr liefen die zuk\u00fcnftigen Minister, angef\u00fchrt von BdH-Kanzler Schwalbenschwanz hin\u00fcber in den gro\u00dfen Rittersaal, wo der neue K\u00f6nig Ezechiel I. sie offiziell zur neuen Regierung ernennen w\u00fcrde. Am Vorabend hatte er bereits die alte Regierung formell aus ihrem Amt entlassen. Nach einer kurzen Wartezeit schritt Ezechiel I. schlie\u00dflich durch die gro\u00dfe Eichent\u00fcr neben dem Thron und bat nun der Reihe nach die Minister nach vorne, um ihnen in Gegenwart des Obersten Richters des Meadowhousischen Reichsgerichts, Edward Elch, den Amtseid abzunehmen und die Ernennungsurkunde zu \u00fcberreichen.<\/p>\n<p>Den Anfang dabei machte der alte und auch neue Reichskanzler Sebastian Schwalbenschwanz, der in seine bereits dritte Amtszeit als Meadowhousischer Kanzler geht. Gefolgt wurde er sodann von Eduard Pflanze, bis 1821 noch Parteichef des BdH, wird er nun das eher symbolische Amt des Reichspr\u00e4sidenten \u00fcbernehmen, in welchem er neben repr\u00e4sentativen Aufgaben jedoch neben dem K\u00f6nig zweiter Oberbefehlshaber \u00fcber die Meadowhousische Armee ist. Anschlie\u00dfend folgte VCS-Spitzenkandidat Heinrich Hubmaier, der in seinem Amt als Finanzminister und Schatzmeister des Meadowhousischen Staates verbleiben wird und in diesem ebenfalls seine bereits dritte Amtszeit absolvieren wird.<\/p>\n<p>Danach wurden zun\u00e4chst alle Mitglieder f\u00fcr Kabinettsposten des BdH vereidigt: Die bisherige Erste Ministerin Geraldine Ginsterkatze wird k\u00fcnftig neue Innenministerin sein und dabei Eduard Borkenk\u00e4fer beerben, der ins Verteidigungsressort wechseln wird. Die bisherige Verteidigungsministerin Annette Trewlaney wiederum wird Ginsterkatzes ehemaligen Posten als Erste Ministerin \u00fcbernehmen und somit k\u00fcnftig f\u00fcr die Koordination zwischen Thron und Kabinett zust\u00e4ndig sein. Die Vergabe des Innenressorts an Ginsterkatze erfolgt nicht ganz \u00fcberraschend: Da sie seit 1821 Parteichefin des BdH ist, wurde bereits damit gerechnet, dass sie einen h\u00f6herrangigen Kabinettsposten erhalten k\u00f6nnte. Als zwei Minister, die ihre Ressorts behalten gehen der Liebe Lord Voldemort (Wirtschaft) und Herbert Uhling (Bildung) in die neue Legislaturperiode. Einen Wechsel vollzieht hingegen Wilhelmine Wei\u00dftanne, die von ihrem bisherigen Ressort im Familienministerium ins Umweltressort wechselt, welches bisher WVD-Mann von Kriesel inne hatte. Vollkommen neu in einem Ministerium auf Reichsebene sind Natalie Johannsen (Familie), die im M\u00e4rz Spitzenkandidatin des BdH f\u00fcr die Herzogenwahlen in S\u00fcdstrand war, Siegfried Geisterberger (Kanzleramt), bisheriger Fraktionschef des BdH im Saal der Gespenster, Gereon Goldammer (Entwicklung), bisher Generalsekret\u00e4r des BdH, sowie Hanna Bielendorf, die das neu gegr\u00fcndete Bauministerium leiten wird und bisher Ausschussvorsitzende im Bau- und Wohnungsaussschuss des Parlaments war. Somit gingen insgesamt 13 regul\u00e4re Ministerien an den BdH als gr\u00f6\u00dfere Regierungspartei.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend folgten die neuen Kabinettsmitglieder der VCS. Nach Heinrich Hubmaier waren dies Karl Boerenberg, Parteichef der VCS und ehemaliger Innenminister, der k\u00fcnftig das Au\u00dfenministerium besetzen wird. Im Amt verbleiben werden Jens Dinkhoff als Zweiter Minister, Paul von Syberg als Gesundheitsminister, sowie Ralf Bachstein als Verkehrsminister. Die bisherige Justizministerin Silvana van Wessels wechselt ins Arbeitsministerium, wo sie WVD-Mann Setterstedt nachfolgt. Ihren Posten im Justizressort wiederum \u00fcbernimmt Johann von Gauttersberg, ehemaliger VCS-Parteichef und K\u00f6nigskandidat seiner Partei, der damit ein nicht mehr f\u00fcr m\u00f6glich gehaltenes Comeback in der Reichspolitik hinlegt. Die bisherige Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Amanda Berghain wird im kommenden Kabinett das ebenfalls neu gegr\u00fcndete Ministerium f\u00fcr Post- und Telekommunikation \u00fcbernehmen, w\u00e4hrend ihr bisheriges Ressort von Johanna Pohlmann, Spitzenkandidatin der VCS bei den Herzogenwahlen in Saphirento, \u00fcbernommen werden wird. Insgesamt neun Ministerposten gingen somit an die VCS.<\/p>\n<p>Nach der Ernennung der politischen Amtstr\u00e4ger erfolgte noch die Vereidigung der milit\u00e4rischen Amtstr\u00e4ger f\u00fcr die k\u00fcnftige Legislaturperiode. W\u00e4hrend Alastor Moody als General der Bodentruppen im Amt verbleibt, kam es auf den anderen beiden Posten sowohl zu namentlichen als auch personellen Neuerungen. Das Amt des Admirals\/Kommandeurs der Wassertruppen wird k\u00fcnftig offiziell Erster Lord der Admiralit\u00e4t\/Kommandeur der Wassertruppen hei\u00dfen und von Samuel Schwertfisch (BdH) besetzt, bisheriger Vize-Admiral der Meadowhousischen Marine, womit er nun auch offiziell Carl von der Regi\u00e8me nachfolgen wird, der das Amt bis zu seiner Wahl in den Weltpalast 1819 ausgef\u00fchrt hatte und danach bereits kommissarisch von Schwertfisch vertreten worden war. Der dritte milit\u00e4rische Rang, den es zu besetzen galt, war bisher der des Hauptfeldwebels, doch entschieden die Koalition\u00e4re in Absprache mit K\u00f6nig Ezechiel I., diesen Rang in General der Luftstreitkr\u00e4fte umzubenennen, da die K\u00f6nigliche Meadowhousische Luftflotte deutlich an Bedeutung hinzugewonnen hat, als dies noch 1810 zu Zeiten der Reichsgr\u00fcndung abzusehen war. Neuer und erster General der Luftstreitkr\u00e4fte wird VCS-Mann Wilhelm von Karlsburg, bisher Staatssekret\u00e4r im Verteidigungsministerium und Brigadegeneral der Luftstreitkr\u00e4fte. Somit wird das Verh\u00e4ltnis von zwei milit\u00e4rischen R\u00e4ngen zu einem milit\u00e4rischen Rang, aufgeteilt zwischen den beiden Regierungsparteien, auch in der neuen Koalition beibehalten, trotz aller namentlichen \u00c4nderungen.<\/p>\n<p>Nach der offiziellen Ernennung und Vereidigung des neuen Kabinetts ging es f\u00fcr die frisch ernannte Regierung zur\u00fcck in den Saal der Gespenster, wo Reichskanzler Schwalbenschwanz seine erste Regierungserkl\u00e4rung seiner dritten Amtszeit abgab und die wichtigsten Punkte des vergangene Woche verabschiedeten Koalitionsvertrags verk\u00fcndete. Wirtschafts- und finanzpolitisch setzt die neue Koalition insbesondere auf die steuerliche Entlastung der Meadowhousischen B\u00fcrger. So soll der VCS-Vorschlag, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abzuschaffen, eines der ersten Projekte sein, welches angegangen werden wird. Dar\u00fcber hinaus soll ab Mitte 1823 der Steuerfreibetrag f\u00fcr B\u00fcrger und Unternehmen an die vorherrschende Inflation gekoppelt werden, um die &#8222;kalte Progression&#8220; zum Vorteil der Meadowhouser auszugleichen. Auch soll der Zaubererrat weiter gest\u00e4rkt werden, ein Punkt, den der BdH durchsetzte, etwa durch verst\u00e4rkte Kooperation mit der B\u00f6rsenaufsicht und der K\u00f6niglichen Schatzkammer. Die durch die Steuersenkungen entgangenen Einnahmen des Staates sollen wiederum an anderer Stelle ausgeglichen werden, insbesondere im Bereich der Umwelt- und Verkehrspolitik. So sollen die Subventionen f\u00fcr Kerosin und Schwer\u00f6l bis Anfang 1824 schrittweise auf null gesenkt werden und dar\u00fcber hinaus der Ausbau von Acetylquartoridnomel-Kraftwerken, sowie von Melotraub- und Zehn-vor-Gift-Antrieben durch F\u00f6rderungen forciert werden. Die hier zu erhaltenden F\u00f6rderungen sollen den F\u00f6rderungsnehmern m\u00f6glichst unb\u00fcrokratisch zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p>Im Bereich der Innenpolitik soll eine wissenschaftliche Kommission eingesetzt werden, die das Verbot verfassungsfeindlicher Parteien pr\u00fcfen soll. Die Kommission soll Anfang 1823 ihre Arbeit aufnehmen, Mitte des kommenden Jahres dann ihre Ergebnisse pr\u00e4sentieren und soll aus unterschiedlichen Politik- und Ordnungsexperten des Landes bestehen. Bis zur Vorlage der Ergebnisse soll das Innenressort, sowie das f\u00fcr den MD mitverantwortliche Kanzleramtsressort zus\u00e4tzliche Mittel erhalten, um eine l\u00fcckenlose \u00dcberwachung jener Gruppierungen und Parteien gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen. Auch im Bereich der anderen gro\u00dfen innenpolitischen Fragestellung soll ein entsprechendes Gremium eingerichtet werden, welches die M\u00f6glichkeiten einer potentiellen zweiten Kammer auf Reichsebene ausloten und bewerten soll. Auch hier soll die Kommission aus verschiedensten Experten bestehen, jedoch als au\u00dferordentlicher parlamentarischer Ausschuss enger mit dem Parlament verkn\u00fcpft sein. Ger\u00fcchten zufolge soll Gerhard S. Herme, der trotz Einzugs in den Saal der Gespenster, ein Amt am Kabinettstisch ablehnte, Favorit auf den Ausschussvorsitz sein, da er seinerzeit den Text der Meadowhousischen Verfassung federf\u00fchrend mit ausarbeitete. Der zeitliche Rahmen soll ebenfalls das erste Halbjahr 1823 umfassen, ehe dann Mitte des n\u00e4chsten Jahres Ergebnisse diesbez\u00fcglich vorliegen sollen.<\/p>\n<p>Im Bereich der Au\u00dfenpolitik einigten sich die Koalition\u00e4re auf eine grunds\u00e4tzliche Bereitschaft, an internationalen Gespr\u00e4chen bez\u00fcglich einer Titanien-Union teilzunehmen, von der 1820 beschlossenen Verfassungs\u00e4nderung zun\u00e4chst jedoch nicht abr\u00fccken zu wollen. Grund daf\u00fcr sei die Bef\u00fcrchtung aus der Wirtschaft, insbesondere kleinerer und mittelst\u00e4ndischer Unternehmen, in einer TU Wettbewerbsnachteile zu erleiden oder von gr\u00f6\u00dferen Konzernen \u00fcbernommen zu werden. Dennoch sei man sich der Verantwortung als Weltstaat bewusst und wolle die Gespr\u00e4che konstruktiv begleiten und mitgestalten. Das gelte sowohl f\u00fcr milit\u00e4rische, als auch f\u00fcr wirtschaftliche Aspekte eines solchen B\u00fcndnisses. Im anderen gro\u00dfen au\u00dfenpolitischen Thema, dem Verh\u00e4ltnis zu Gr\u00fcnland, stehen die Zeichen weiter auf Entspannung zum westlichen Nachbarn. So soll binnen zwei Jahren ein Assoziierungsabkommen im Wirtschaftsbereich zwischen beiden Staaten geschlossen werden, welches die bisher noch verbotenen Investitionen im jeweils anderen Land und damit verbundene Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten erlauben w\u00fcrde. Auch soll es B\u00fcrgern beider L\u00e4nder einfacher gemacht werden, die Grenze zu Tourismus- und Arbeitszwecken zu \u00fcberqueren.<\/p>\n<p>Nach dieser Auswahl der gr\u00f6\u00dferen Aspekte des Koalitionsvertrags begr\u00fcndete Schwalbenschwanz au\u00dferdem die Schaffung der beiden neuen Ressorts auf Reichsebene, was im Vorgang der Wahl nicht Teil der politischen Debatte gewesen war. So begr\u00fcndete er die Schaffung des Bauministeriums mit der Wohnungsnot, insbesondere in den Gro\u00dfst\u00e4dten des Landes, sowie mit dem Sanierungsstau an bereits bestehenden Geb\u00e4uden. Dabei sollen insbesondere Brachfl\u00e4chen innerhalb der St\u00e4dte und mittlerweile ungenutzte Altbauten renoviert und zu Wohnungen umgebaut werden, anstatt direkt Neubauten zu errichten. Die Schaffung des Postministeriums begr\u00fcndete Schwalbenschwanz damit, dass die Meadowhousische Reichspost ein Staatsbetrieb sei, ebenso wie die Meadowhouse-Bahn oder die Fluggesellschaft MeadowHansa. Daher sei es richtig, f\u00fcr diesen gro\u00dfen Bereich der Staatst\u00e4tigkeit ein eigenes Ressort zu schaffen, anstatt es im Verkehrsministerium, wie bisher, eingegliedert zu haben. Der Zusatz als Telekommunikationsministerium erg\u00e4nze zudem die Zust\u00e4ndigkeiten des Ressorts auf digitale Technologien und deren Infrastruktur, was in der heutigen Zeit unerl\u00e4sslich geworden sei.<\/p>\n<p>Nach der Regierungserkl\u00e4rung beendete der neue Reichstagspr\u00e4sident Riesenkalmar die Plenarsitzung und das neue Kabinett machte sich auf zu den unterschiedlichen Sitzen der Ministerien, um offiziell die Amtsgesch\u00e4fte zu \u00fcbernehmen. Bleibt noch ein Blick auf die Oppositionsparteien und deren personelle Neuaufstellung nach den Wahlen. Bei der nun gr\u00f6\u00dften Oppositionspartei FED trat die gl\u00fccklose Parteivorsitzende Elena Weinandt bei einem au\u00dferordentlichen Parteitag Ende Oktober nicht noch einmal an und k\u00fcndigte an, sich auf ihr Mandat im Saal der Gespenster konzentrieren zu wollen. Beerbt wurde sie von Ulrich Lobenbach, bis dato stellvertretender Fraktionsvorsitzender und ehemaliger Herzogtumspolitiker, der damit auch Oppositionsf\u00fchrer wird. Bei der\u00a0WVD trat der bisherige Parteichef Boris Leonhardt bereits kurz nach dem Wahldebakel seiner Partei zur\u00fcck und wurde Mitte Oktober schlie\u00dflich durch Anita da Silva ersetzt, die 1821 bereits als vollkommen unbekannte Kandidatin antrat, um Parteichefin zu werden, und damals sensationelle 25% holte. Sie soll die vielfach als querulantisch und altbacken anmutende Partei erneuern und wieder auf Kurs bringen. F\u00fcr einen Neuanfang scheint die 36-j\u00e4hrige Dolmetscherin jedenfalls wie gemacht, auch wenn ihr die Erfahrung in der ersten Reihe\u00a0 des Politikbetriebs auf Reichsebene noch fehlt. Beim MCM konnte Albrecht Knucker trotz mauen Ergebnisses bei der Wahl sein Amt als Parteichef verteidigen, lie\u00df jedoch offen, ob er beim n\u00e4chsten Parteitag Mitte 1823 noch einmal als Kandidat antreten werde. Abh\u00e4ngig machte er dies unter anderem davon, ob der rechtsnationale Fl\u00fcgel der Partei weiter an Zulauf innerhalb der MCM gewinnen w\u00fcrde, da er dieser Tendenz entschieden gegen\u00fcber stehen w\u00fcrde. Beim mittlerweile zweitkleinsten und nicht mehr kleinsten Mitglied des Parlaments, der MP, konnte Parteichef Rainer Schubert ohne Probleme weiter im Amt verbleiben, da die Partei bei den Wahlen Mitte September das beste Wahlergebnis ihrer Geschichte eingefahren hatte.<\/p>\n<p>So positionieren sich also Regierung und Opposition zu Beginn der neuen, bereits vierten Legislaturperiode in der Geschichte des Meadowhousischen Staates. Mit einem neuen K\u00f6nig, einer nie dagewesenen Zwei-Parteien-Koalition unter F\u00fchrung eines jedoch erfahrenen Kanzlers und mit Ministern, die teils neu sind und teils bereits bekannt, sowie mit einer Opposition, die sich in gro\u00dfen Teilen neu aufstellt. Man darf gespannt sein, wie die kommenden vier Jahre verlaufen werden, doch hat sich die neue Regierungskoalition ein ambitioniertes Programm auferlegt und schon mit der Zusammensetzung des Kabinetts, sowie Reformen hinsichtlich der Ressortaufteilung und der milit\u00e4rischen R\u00e4nge, gezeigt, dass nun Ver\u00e4nderungen m\u00f6glich sind. Es scheint, dass BdH und VCS nun, da sie allein in der Regierung sind, endlich die politischen Vorhaben und Versprechen umsetzen wollen, die ihnen in der alten Koalition verwehrt geblieben waren. Diese Koalition hat, in Verbindung mit dem neuen K\u00f6nig, durchaus das Potenzial, Meadowhouse zu ver\u00e4ndern und zu reformieren, wo es n\u00f6tig ist, Altbew\u00e4hrtes jedoch auch beizubehalten. Ob ihnen dieser Balanceakt gelingt und wie die B\u00fcrger ihn wahrnehmen wird dann in vier Jahren entschieden. F\u00fcr den Moment jedoch kehrt verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Ruhe ein im Meadowhousischen Politikbetrieb nach einem aufregenden, umw\u00e4lzenden und sicherlich auch anstrengenden Superwahljahr 1822.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zw\u00f6lf Jahre Meadowhouse &#8211; Nationalfeiertag zwischen Wandel und Kontinuit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Schon ist ein weiteres Jahr vergangen und Meadowhouse feiert seinen bereits zw\u00f6lften Geburtstag. Der Nationalfeiertag, der auch in diesem Jahr wieder mit beeindruckenden Veranstaltungen und viel Symbolik aufwarten konnte, ist l\u00e4ngst zu einer festen Tradition im K\u00f6nigreich und zu einer Institution im Jahreskalender aller meadowhousischen B\u00fcrger geworden. Zwar ist die offizielle Unabh\u00e4ngigkeit von Gr\u00fcnland mittlerweile schon zw\u00f6lf Jahre her, doch erinnert dieser Tag stets daran, dass ein freies Meadowhouse f\u00fcr lange Zeit nicht nur undenkbar war, sondern dass den vor allem verantwortlichen Wiesenhausenern ein solches Unterfangen nicht zugetraut wurde. Alle Kritiker wurden eines Besseren belehrt und Meadowhouse begeht mittlerweile selbstbewusst und wie selbstverst\u00e4ndlich diesen Feiertag im Herbst jeden Jahres, trotz aller Umbr\u00fcche und Ver\u00e4nderungen, die den Staat mittlerweile ansonsten kennzeichnen.<\/p>\n<p>Die Feierlichkeiten zum diesj\u00e4hrigen Nationalfeiertag begannen f\u00fcr die geladenen G\u00e4ste aus dem Inland diesmal auf Schloss Wiesenhausen, wo am Vormittag zun\u00e4chst ein Vortrag vom Naturprinzen auf dem Programm stand, in welchem er die Meadowhousische Geschichte nachzeichnete und obendrein eine neue Ausstellung mit Dokumenten und Artefakten aus der Zeit Enczegovijas und K\u00f6nig Johannes&#8216; I. erster Amtszeit er\u00f6ffnete. Die Recherchen und das Zusammensammeln der verschiedenen Objekte hatte insgesamt ganze acht Jahre in Anspruch genommen. Anschlie\u00dfend erfolgte im gro\u00dfen Saal die feierliche Verleihung des diesj\u00e4hrigen K\u00f6nig-Johannes-Ordens durch den erst am Sonntag gekr\u00f6nten K\u00f6nig Ezechiel I. In diesem Jahr ging der mit 100.000 Tropalen dotierte Preis an den ehemaligen Fu\u00dfballnationalspieler, Pokalsieger und Meister des VfB Ahornsburg, Kugelbahnweltmeister und nationalen Kugelbahnmeister Alastor Moody, der seine sportlichen Karrieren in diesem Jahr allesamt beendet hatte. Sichtlich bewegt nahm der Wildh\u00fcter von Wiesenhausen den Orden entgegen, der ihm, wie es von offizieller Seite hie\u00df, f\u00fcr &#8222;gro\u00dfe Verdienste um das K\u00f6nigreich Meadowhouse in mehreren sportlichen Disziplinen, sowie im Zusammenhang mit dem Winterkrieg&#8220; verliehen wurde. Mit einem festlichen Mittagessen auf Schloss Wiesenhausen endete dann der erste offizielle Teil der Feierlichkeiten.<\/p>\n<p>Der zweite Teil begann dann mit dem traditionellen Heulen der Sirenen in ganz Wiesenhausen, was seit jeher das Signal f\u00fcr die B\u00fcrger der Stadt ist, sich auf der gro\u00dfen Fl\u00e4che vor dem Felsenschiff zu versammeln. Auch in diesem Jahr fanden sich wieder an die 100.000 Menschen bei gutem Wetter und erstaunlich warmen Temperaturen auf dem Wiesenbacher H\u00fcgel ein, um den Reden der drei Gr\u00fcndungsv\u00e4ter des Meadowhousischen Staates, Hemes F. Rems, Gerhard S. Herme und Johannes von Daunenfels, zu lauschen. Zwischen den Reden spielte die BEFIM jeweils Musik, so etwa &#8222;An einem Tag im Herbst&#8220; und zum Abschluss nat\u00fcrlich die Nationalhymne. Am Abend folgte dann auf Burg Daunenfels der offizielle Festakt mit geladenen G\u00e4sten aus In- und Ausland. Unter besonderem Interesse wurde die Begegnung zwischen K\u00f6nig Ezechiel I. und dem Staatsoberhaupt von Meadowhouse&#8216; Partnerland Gro\u00dfbritannien, K\u00f6nig Charles III., beobachtet, der genauso wie Ezechiel I. erst seit kurzer Zeit auf dem Thron sitzt. Beide unterhielten sich jedoch pr\u00e4chtig und King Charles III. \u00fcberbrachte die Gr\u00fc\u00dfe und Gl\u00fcckw\u00fcnsche seines Landes sp\u00e4ter in einer Rede vor der Festgemeinschaft. Andere prominente G\u00e4ste waren etwa Filmregisseur Archibald Cronberg, Komponist und Kugelbahner Mirco Magiaro, Ex-K\u00f6nig Percival Sean McLeach, sowie, was ebenfalls beinahe schon zu einer Tradition geworden ist, Gr\u00fcnlands Staatschef Gunter Gr\u00fcnbaum, was als Zeichen weiterer Entspannung zwischen den beiden einst verfeindeten Staaten auch unter Ezechiel I. gewertet wurde. Vor dem gro\u00dfen Essen f\u00fchrte dann die Geistergesellschaft von Burg Daunenfels noch ein Theaterst\u00fcck auf, welches unter der Regie von Carl von der Regi\u00e8me den Sturz Enczegovijas darstellte. Nach dem Festmahl im Rittersaal der Burg endete der Tag auf klassische Weise mit einem gro\u00dfen Feuerwerk, organisiert von Marko Maszliskus und Severus Snape, welches f\u00fcr exakt zw\u00f6lf Minuten den Himmel \u00fcber dem Ysental in pr\u00e4chtige Farben tauchte.<\/p>\n<p>Doch auch abseits des offiziellen Programms gab es wieder viele kleinere Feierlichkeiten im gesamten Stadtgebiet Wiesenhausens und in den weiteren Landesteilen. So fanden sich die B\u00fcrger im Anschluss an die Reden vom Felsenschiff bei vielen Stra\u00dfenfesten und Gartenpartys zusammen, wobei die beiden gr\u00f6\u00dften dieser Feiern auf dem Marktplatz in Ahornsburg, unter Beteiligung des Partyservices MM und des &#8222;Big Ben um die Ecke&#8220;, und in Wiesen-Zentrum in unmittelbarer N\u00e4he der H\u00f6hle stattfanden. In den anderen Regionen Meadowhouse fanden ebenfalls gro\u00dfe Veranstaltungen statt, so etwa eine Regatta f\u00fcr Tretboote und Kanus in Karburg, ein Musikfestival mit Folkbands aus ganz Meadowhouse in Santo Opalo, oder eine Flugshow der Meadowhousischen Luftwaffe zu Ehren des Feiertags in der N\u00e4he von El Grande in den Drachenh\u00fcgeln.<\/p>\n<p>Insgesamt war es ein festlicher und fast schon zur Routine gewordener Feiertag, der jedoch jedes Jahr mit neuen \u00dcberraschungen aufwarten kann. Und letztlich geht es bei diesen Traditionen ja auch immer darum, die Kontinuit\u00e4t und die Werte des Staates weiterzugeben und aufrechtzuerhalten, was gerade momentan, wo sich in Meadowhouse infolge der zahlreichen Wahlen vieles \u00e4ndert, umso wichtiger ist. So bleibt jede neue Person, die in eine verantwortungsvolle Position gelangt, sei es der neue K\u00f6nig oder auch der Kanzler, der zwar nicht neu ist, aber wohl am kommenden Montag im Saal der Gespenster vereidigt werden soll, daran erinnert, welches Land sie repr\u00e4sentieren und welche Bedeutung die blo\u00dfe Existenz dieses Staates hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ezechiel Bloor gewinnt die K\u00f6nigswahl <\/strong><\/p>\n<p>K\u00f6nig Percival I. muss die Krone nach nur einer Amtszeit wieder abgeben. Bei der K\u00f6nigswahl am Sonntag verlor er gegen Herausforderer Ezechiel Bloor auf sehr knappe Art und Weise. Ein langer Wahlabend spitzte sich schlie\u00dflich in Wiesenhausen zu, nachdem sich zuvor herauskristallisiert hatte, dass die 55 Wahlm\u00e4nner im Wahlkreis rund um die Hauptstadt wohl die entscheidenden sein w\u00fcrden. Als verk\u00fcndet wurde, dass Wiesenhausen an Ezechiel Bloor f\u00e4llt, was bereits vorher durchaus wahrscheinlich war, da Bloor Wiesenhausener durch und durch ist, war die Wahl so gut wie entschieden. Nach dem Triumph Bloors in Keslenburg-Halge war die endg\u00fcltige Entscheidung gefallen. Meadowhouse bekommt einen neuen K\u00f6nig und sein Name wird Ezechiel I. sein.<\/p>\n<p>Beide Kontrahenten kamen am Ende auf 25 gewonnene Wahlkreise. Doch Ezechiel Bloor holte sich vor allem die wichtigen Bezirke. Von den vier gr\u00f6\u00dften Wahlkreisen konnte er sich drei mit Wiesenhausen, Illmer-Meger und Mohre-Gunzlach sichern. Letztere beiden hatte vor vier Jahren noch der amtierende Monach gewonnen. Ein h\u00f6chst dramatischer Wahlabend gipfelte schlie\u00dflich in der z\u00e4hend langen Ausz\u00e4hlung in Wiesenhausen, bei dem sich die Wahlhelfer logischerweise besonders sicher sein wollten, bevor sie ein Ergebnis verk\u00fcnden. Recht deutlich gewann Bloor die Hauptstadt, wonach in Wiesenhausen-Oase die ersten Sektkorken knallten. Der Champagner wurde wohl erst sp\u00e4ter aufgemacht, als die magische Marke von 368 Wahlm\u00e4nnern \u00fcberschritten war. Erst jetzt kam er auf die B\u00fchne der Ortshalle und sprach zu den ausgelassen jubelnden Anh\u00e4ngern. Man sah ihm an, wieviel dieser Wahlsieg mit ihm machte. Er war bewegt, aber sofort pr\u00e4sidial. Seine Rede hielt er derweil im Stehen, was seine Beine, die durch Gefechtsbeteiligung im Gro\u00dfen Paradiesischen Krieg irreparabel gesch\u00e4digt sind, noch so gerade erlauben. Bloor sprach nicht nur zu seinen Anh\u00e4ngern, sondern direkt zum gesamten meadowhousischen Volk. &#8222;Ich richte mich auch an diejenigen, die mich nicht gew\u00e4hlt haben. Seien Sie alle versichert, dass ich auch ihr K\u00f6nig sein will. Trotz eines Beinahe-Patts darf unsere Gesellschaft nicht gespalten sein. Zusammen sind wir stark und ich m\u00f6chte Sie alle zusammenf\u00fchren. Lassen Sie uns nun gemeinsam mehr m\u00f6glich machen in Meadowhouse. Viel Potential ist zu lange ungenutzt geblieben, legen wir los, heben wir es auf und verwandeln es in eine erfolgreiche und sch\u00f6ne Zukunft in Frieden f\u00fcr uns alle.&#8220; Der Jubel war unbeschreiblich. Bloor gab sich auch als fairer Gewinner der Wahl und gratulierte seinem Unterlegenen zu einem &#8222;fairen, respektvollen, aber hart umk\u00e4mpften Wahlkampf&#8220;. Zudem zollte er seinen Respekt gegen\u00fcber K\u00f6nig Percival I. f\u00fcr dessen Regentschaft, nun sei jedoch Zeit f\u00fcr Neues. K\u00f6nig Percival I. war die Entt\u00e4uschung anzusehen. Auch er wartete lange, bis er sich ans Mikrofon traute und sprach von einem schmerzhaften Abend f\u00fcr das progressive Meadowhouse. Er gestand pers\u00f6nliche Fehler ein, r\u00e4umte ein, dass er eventuell &#8222;nicht genug f\u00fcr unsere Ideale geworben&#8220; hatte. Die Verluste in den gro\u00dfen St\u00e4dten sprach er an, ohne jedoch bisher Erkl\u00e4rungen daf\u00fcr zu haben. Bloor gratulierte er fair und rief seine Anh\u00e4nger dazu auf, weiterhin Meadowhouse besser machen zu wollen und den eingeschlagenen Weg nicht zu verlassen. Nach \u00fcber f\u00fcnf Stunden Wahl\u00fcbertragung wechselten WRF, MFS und 3Wies dann wieder das Programm. Die Menschen konnten ins Bett gehen mit dem Wissen, bald einen neuen K\u00f6nig zu haben, ganz gleich ob sie das freut oder nicht.<\/p>\n<p>Diese Wahl und die bisherigen Reaktionen darauf zeigen vor allem eines: Das politische System mit der konstitutionellen Monarchie inklusive dem Parlament als operatives Politorgan Nummer Eins funktioniert. Das Wahlsystem, das sich durch die Reform 1817 etablierte, ist allgemein akzeptiert und erfreut sich steigender Beliebtheit. Rund 29 Millionen W\u00e4hler mehr fuhr Ezechiel Bloor ein und lag damit rund vier Prozentpunkte vor dem Amtsinhaber. Zudem sind die Stimmen an Systemkritik nach prozentual zwei eher engen K\u00f6nigswahlen (1818 holte K\u00f6nig Percival I. rund 56% der Stimmen) nicht wahrnehmbar. Das bedeutet, dass der R\u00fcckschluss, die K\u00f6nigswahlen spiegeln die gesellschaftliche Zerrissenheit des Landes wider, ein Trugschluss ist. Ihre politischen Meinungen sind durchaus differenziert und unterschiedlich, die Gesellschaft an sich ist jedoch geeint. Und mit Ezechiel Bloor bekommt sie nun wieder einen K\u00f6nig der Mitte. Er wird im Vergleich zu K\u00f6nig Johannes I. wohl weniger populistisch auftreten und auch durch sein noch geringeres internationales Standing und der mangelnden Bekanntheit wohl kein Polterer werden. Ihn treibt auch nicht der Reformgedanke um, wie das bei K\u00f6nig Percival der Fall ist beziehungsweise war. Ihm ist zuzutrauen, dass er als Kriegsveteran vor allem die Wahrung des Friedens im Fokus seiner Politik hat. Somit k\u00f6nnte eine Ann\u00e4herung an Gr\u00fcnland intensiviert werden, so wie es auch die voraussichtlichen Regierungsparteien vorhaben. Au\u00dfenpolitisch wird er sich wohl st\u00e4rker in die Staatengemeinschaft einbringen, mehrfach hatte er noch vor seiner Kandidatur seinen Unmut \u00fcber die Ablehnung zum S\u00fcdtitanien-Deal zum Ausdruck gebracht und auch der Verfassungs\u00e4nderung zum Schutz vor negativen Wirtschaftsauswirkungen durch die Teilnahme an einer potentiellen Titanien-Union stand er kritisch gegen\u00fcber. Jedoch wird er aufpassen m\u00fcssen, dass die Koalition ihm nicht den Rang abl\u00e4uft. Bereits in der vergangenen Legislaturperiode konnte der K\u00f6nig zu wenige Erfolge in der Regierungsarbeit f\u00fcr sich beanspruchen, Schwalbenschwanz und Hubmaier waren die vorrangigen Nutznie\u00dfer. Wohl mit ein Grund f\u00fcr den W\u00e4hlerverlust des Noch-K\u00f6nigs.<\/p>\n<p>Ein streng reguliertes Protokoll sieht nun den weiteren Ablauf vor. Bis zum 1. Januar 1823 sollen die neu bedruckten Geldscheine und M\u00fcnzen in den Umlauf gebracht werden, die Kr\u00f6nung wird vermutlich am 16. Oktober auf Burg Daunenfels erfolgen. Ein klar geregelter Umzug Bloors aus seinem Privathaus auf die Burg wird in den kommenden Tagen erfolgen, ebenso ein erstes Treffen mit dem noch amtierenden Monarchen und seine erste Rede im Saal der Gespenster. Auch erste Treffen mit Kanzler Schwalbenschwanz und der aktuell gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Regierung sind ab sofort m\u00f6glich, die Gespr\u00e4che mit BdH und VCS werden jedoch wohl intensiver ausfallen als mit der WVD, der Bloor eigentlich nahesteht, wenngleich er parteilos ist. Die neue Konstellation mit ihm als K\u00f6nig wird wohl auch die Koalitionsgespr\u00e4che deutlich pr\u00e4gen. Es ist nun damit zu rechnen, dass ein weniger linkes Regierungsprogramm bevorsteht, als Teile des BdH es fordern. Der linksprogressive Fl\u00fcgel innerhalb der Partei mit K\u00f6pfen wie Geraldine Ginsterkatze oder Amelia Abendsegler k\u00f6nnte ein wenig an Auftrieb verlieren. Auch die VCS wird das zu nutzen wissen und k\u00f6nnte so einiges an Boden gut machen in nahenden Koalitionsgespr\u00e4chen. Es scheint zudem so zu sein, dass der kommende K\u00f6nig politisch n\u00e4her an der wahrscheinlich Regierung sein wird, als noch 1818, als das ganze Wahlergebnis ein bisschen schizophren anmutete. Dies k\u00f6nnte die Koalitionsbildung beschleunigen, sowie die Zusammenarbeit mit dem K\u00f6nig erleichtern. Der alten Regierung waren die Differenzen und unterschiedlichen Ans\u00e4tze mehr als einmal anzumerken. Ezechiel Bloor wird wohl einer Einf\u00fchrung eines Reichsrats nicht grunds\u00e4tzlich ablehnend gegen\u00fcberstehen, er wird jedoch versuchen wollen, seine Handschrift bei einer Etablierung deutlich zu machen. Ob Wiesenhausen damit wieder mehr Macht \u00fcber das K\u00f6nigreich erh\u00e4lt, bleibt dennoch fragw\u00fcrdig. Zu gro\u00df sind die Dezentralisierungstendenzen mittlerweile auch im BdH. Experten rechneten bereits am Sonntagabend damit, dass die Regierungsbildung in diesem Jahr wohl noch im Oktober abgeschlossen sein k\u00f6nnte. Dass eine Koalition bereits zum Tag der Kr\u00f6nung feststeht, ist wohl noch etwas zu optimistisch.<\/p>\n<p>So steht Meadowhouse erneut vor einem Regentenwechsel. Ezechiel Bloor, bald Ezechiel I., wird der dritte meadowhousische K\u00f6nig. Er wird kaum so viele Reformen durchsetzen wollen wie sein Vorg\u00e4nger, jedoch seine Vorstellungen von Burg Daunenfels aus im Rest des K\u00f6nigreichs durchaus durchsetzen. Er wird wohl mit ruhigerer Hand regieren als K\u00f6nig Percival, ob das dem Land gut tut, bleibt abzuwarten. Das Superwahljahr 1822 ist damit beendet. Nach insgesamt zehn Wahltagen in nur sechs Monaten konnten viele das Ende kaum mehr erwarten. Doch war das Ende das dramatischste und knappste Puzzlest\u00fcck des Jahres. Das Land bekommt einen neuen K\u00f6nig und steht erneut vor gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen. Doch gerade das ist vielleicht das, was das Land braucht. Immer wieder neue Kr\u00e4fte am Werk.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>BdH und VCS im Jubelrausch und vor Zweierb\u00fcndnis &#8211; MSP und WVD als Scherbenhaufen<\/strong><\/p>\n<p>Das war sie also, die Reichstagswahl 1822 im K\u00f6nigreich Meadowhouse. Rund 650 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben und das Parlament f\u00fcr die kommenden vier Jahre festzulegen. Herausgekommen ist ein Ergebnis, was man so im Vorfeld nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte und welches die bisherige politische Landschaft des K\u00f6nigreiches fundamental ver\u00e4ndern wird. Erstmals ist eine Zwei-Parteien-Koalition im Saal der Gespenster m\u00f6glich und erstmals sind nur noch sechs Partein dort vertreten. Zudem war die Wahl von Rekordergebnissen im positiven wie negativen Sinne gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Dass einer Wiederwahl von Sebastian Schwalbenschwanz als Reichskanzler wenig bis gar nichts im Wege stehen w\u00fcrde, war den meisten Beobachtern klar. Zu deutlich war der Vorsprung in den Umfragen auf den Koalitionspartner und h\u00e4rtesten Widersacher WVD. Dass am Ende jedoch Schwalbenschwanz&#8216; BdH die 30%-Marke rei\u00dfen w\u00fcrde und damit sogar fast das doppelte Ergebnis der WVD einfahren konnte, war eine wahre Sensation. 30,1 % sind das beste Ergebnis, das der BdH sowohl zu meadowhousischen als auch zu gr\u00fcnl\u00e4ndischen Zeiten jemals aufgestellt hat. Historisch. Der alte und neue Kanzler konnte vor der jubelnden Menge in der Parteizentrale diese Zahlen noch gar nicht richtig einordnen und rief seine Partei zum ausgiebigen Feiern auf. Ebenso euphorisch ging es wenige Meter weiter in der VCS-Zentrale zu, als dort das Endergebnis von sage und schreibe 18,3 % feststand. Auch hier ist es das beste Ergebnis aller Zeiten f\u00fcr die VCS und ihren Spitzenkandidaten Heinrich Hubmaier, der ungewohnt aufgel\u00f6st wirkte. Endg\u00fcltig aus dem H\u00e4uschen waren beide Parteien, als langsam aber sicher durchsickerte, dass durch die \u00fcbrigen Ergebnisse und zugeh\u00f6riger \u00dcberhang- und Ausgleichsmandate eine hauchd\u00fcnne Mehrheit f\u00fcr BdH und VCS im Saal der Gespenster bestand. Erstmals in der Geschichte des K\u00f6nigreiches Meadowhouse ist es m\u00f6glich, dass nur zwei Parteien die Regierung bilden. Laut vorl\u00e4ufigem amtlichen Endergebnis erreichen beide zusammen 50,2367 % der Sitze, was laut Verfassung eine Mehrheit von einem Sitz plus einem weiteren Sitz durch Ausgleichsmandat bedeutet. Somit erreichen beide Parteien 302 von 600 Sitzen im Saal der Gespenster. Eine ganz knappe Mehrheit, aber doch wohl ausreichend, dass man von einer gr\u00fcn-grauen Koalition ausgehen kann. Beide Parteien signalisierten bereits klare Gespr\u00e4chsbereitschaft und es schimmerte auch ein gro\u00dfer Wille durch, diese Koalition m\u00f6glich zu machen. Sowohl Schwalbenschwanz als auch Hubmaier umgarnten sich bei Singmanns Elefantenrunde bereits mit m\u00f6glichen Projekten.<\/p>\n<p>F\u00fcr den bisherigen Koalitionspartner WVD ist diese Wahl der endg\u00fcltige Tiefpunkt in einem Horrorjahr. Bereits bei den Herzogenwahlen erlitt man eine Schmach nach der n\u00e4chsten und ist heute nicht in einer einzigen Herzogenregierung vertreten. Bei den Kommunalwahlen setzte es mit dem Verlust der Hauptstadt an den BdH die n\u00e4chste Dem\u00fctigung, die nun mit dem schlechtesten Ergebnis aller Zeiten noch \u00fcbertroffen wurde. 16,3 % machen die einstige Volkspartei zur viertst\u00e4rksten &#8211; oder sollte man lieber sagen: drittschw\u00e4chsten &#8211; Kraft des Parlaments. Die Verzwergung scheint keine Grenzen mehr zu kennen. Ein recht konfuser Auftritt des Parteichefs und Spitzenkandidaten Boris Leonhardt vor den eigenen Anh\u00e4ngern (&#8222;soweit war&#8217;s das von mir&#8220;) setzte dem Ganzen noch die Krone auf. Einigen WVD-Anh\u00e4ngern standen die Tr\u00e4nen im Gesicht, nur die Ank\u00fcndigung Leonhardts, man werde sich in der Opposition neu aufstellen, sorgte f\u00fcr kurzen Jubel. Dies wurde jedoch sp\u00e4ter, als klar wurde, dass BdH und VCS alleine regieren k\u00f6nnen, wieder zur Makulatur. Die Stimmung bei der WVD konnte allerdings noch durch die bei der MSP unterboten werden. Die MSP ist erstmals seit der Staatsgr\u00fcndung nicht mehr im Saal der Gespenster vertreten. Die Umfragen hatten die Partei noch knapp im Parlament gesehen, mit 2,1 % scheiterte man am Ende aber sehr deutlich an der 3%-H\u00fcrde. Heiner Gutsdorf hielt eine bemerkenswert k\u00e4mpferische Rede, die ihm so im gesamten Wahlkampf nicht gelungen war. Dort versp\u00fcrte man trotz aller Trauer noch so etwas wie einen Funken Hoffnung f\u00fcr die Zukunft, wenngleich die Auswirkungen dieser Wahl f\u00fcr die Partei noch dramatischer sind, als die f\u00fcr die WVD.<\/p>\n<p>Eher entt\u00e4uschend lief der Abend f\u00fcr die FED und MCM, die sich mit 16,4 % bzw. 6,3 % jeweils mehr erhofft hatten und beide leicht gegen\u00fcber 1818 verloren. Die FED bleibt trotz leichter Verluste Oppositionsf\u00fchrer und hat einen Sitz mehr als die WVD, die sich nun neben ihr auf der Oppositionsbank findet. Die MCM dagegen hat mit ihrem konservativeren Kurs scheinbar den falschen Weg eingeschlagen, die Alternative mit einem noch rechteren Kurs scheint jedoch auch fraglich zur W\u00e4hlergewinnung zu sein. Grund zur Freude hatte dagegen die MP, die mit 7,1 % ihr bis dato bestes Ergebnis bei einer Reichstagswahl aufstellte. Mit ihr wird in Zukunft st\u00e4rker zu rechnen sein, eine Verbr\u00fcderung mit der FED als links\u00f6kologische Oppositionskraft scheint wahrscheinlich. Die WVD k\u00f6nnte versuchen, eine BdH-VCS-Koalition aus der Mitte heraus anzugreifen, die MCM wird dies eher von rechts versuchen. Bei mehr gem\u00e4\u00dfigten MCM k\u00f6nnte jedoch auch ein De-facto-B\u00fcndnis mit der WVD zustande kommen. Die Parlamentsarbeit w\u00fcrde sich durch eine recht knappe Mehrheit sehr viel spannender gestalten als bisher. Die aktuell noch regierende Koalition hat eine Mehrheit von 65 Sitzen und war damit in Abstimmungen recht unangreifbar.<\/p>\n<p>Es ist derweil davon auszugehen, dass BdH und VCS L\u00f6sungen finden werden. Mehrere Mitglieder beider Parteien stellten bereits Sondierungsgespr\u00e4che ab kommender Woche in Aussicht, die K\u00f6nigswahl kommenden Sonntag wird man wohl gemeinsam verfolgen. Hemes Rems und Johannes von Daunenfels stellten im WRF-H\u00f6hlenpodcast bereits die Gemeinsamkeiten in den Wahlprogrammen heraus, die herrschende Euphorie beider Lager k\u00f6nnte zudem zum Einigungsprozess beitragen. Beide Parteien k\u00f6nnen zudem mit einem Zuwachs an Ministerposten durch den Wegfall der WVD rechnen. Ein solcher Schritt ver\u00e4ndert die meadowhousische Parteienlandschaft wie noch keine der vorangegangenen Wahlen. BdH und WVD, lange nat\u00fcrliche Partner, gehen wohl nun auch offiziell den Schritt der Entzweiung, erstmals gibt es auch eine Oppositionspartei, die sich in der b\u00fcrgerlichen Mitte verortet. Mehrheiten werden schwieriger zu organisieren sein, viele Politiker, die jahrelang fester Bestandteil der meadowhousischen Politik waren, k\u00f6nnten f\u00fcr immer von der \u00f6ffentlichen Bildfl\u00e4che verschwinden, neue Gesichter werden auftauchen. Man wird sich an viele neue Strukturen gew\u00f6hnen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Derweil kann sich Sebastian Schwalbenschwanz auf die Schulter klopfen. Er geht in eine dritte Amtszeit als Reichskanzler und hat nun bei jedem seiner Wahlsiege sein Ergebnis verbessern k\u00f6nnen. Der BdH stellt nun die einzige Volkspartei in Meadowhouse dar und ist in der Lage, in einer Koalition nur mit der VCS deutlich mehr eigene Akzente zu setzen, als noch in der zerstrittenen Dreier-Koalition mit der WVD. Auch in den n\u00e4chsten Tagen wird es weitere Artikel auf dieser Homepage geben und sp\u00e4testens kommenden Sonntag wird das Superwahljahr 1822 mit der K\u00f6nigswahl zwischen K\u00f6nig Percival I. und Ezechiel Bloor im wahrsten Wortsinn gekr\u00f6nt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Meadowhouse vor der Wahl &#8211; Kandidaten pr\u00e4sentieren ihre Programme im TV<\/strong><\/p>\n<p>Langsam aber sicher steuert das Superwahljahr 1822 nun also auf seinen H\u00f6hepunkt zu. Am kommenden Sonntag d\u00fcrfen die meadowhousischen B\u00fcrger zun\u00e4chst \u00fcber ihre kommende Regierung bestimmen, ehe am darauffolgenden Sonntag das Staatsoberhaupt und damit der neue K\u00f6nig bestimmt werden wird. Nach der abgelaufenen Unterbrechung des Wahlkampfes aufgrund des Todes der britischen K\u00f6nigin Elizabeth II. fand am Sonntagabend bei &#8222;Singmann&#8220; im WRF-Fernsehen der Schlagabtausch der sieben Spitzenkandidaten statt, die am Wochenende f\u00fcr ihre jeweilige Partei ins Rennen geschickt werden.<\/p>\n<p>Der Gastgeber der Sendung, Karl-Josef Singmann, pr\u00e4sentierte zu Beginn der \u00dcbertragung zun\u00e4chst die aktuellen Prognosen f\u00fcr die Parlamentswahlen: Demnach k\u00e4me der BdH derzeit auf 27,5%, was nicht nur den unangefochtenen Spitzenplatz im Vergleich zu allen anderen Parteien bedeutet, sondern auch einen Zugewinn an Stimmen im Vergleich zum Wahlergebnis von 1818. Hinter der Partei des amtierenden Kanzlers scheint es am Sonntag jedoch spannend zu werden. Innerhalb weniger Prozentpunkte folgen auf den BdH n\u00e4mlich WVD (18,1%), FED (16,7%) und VCS (16,8%), womit die Frage nach dem zweitgr\u00f6\u00dften potentiellen Koalitionspartner offener denn je ist. Anschlie\u00dfend folgen noch die MCM mit 7,6%, die MP mit 5,4% und die MSP mit 3,9%, wobei letztere sich deutlich mit der Frage auseinandersetzen muss, ob sie im n\u00e4chsten Saal der Gespenster \u00fcberhaupt noch vertreten sein wird. Andere Parteien kommen demnach auf 4,0%. Nach der Pr\u00e4sentation der Umfrage ging es dann in den inhaltlichen Austausch mit den Spitzenkandidaten der Parteien.<\/p>\n<p>Das erste Wort hatte der amtierende Reichskanzler Sebastian Schwalbenschwanz, der versprach, die aus seiner Sicht &#8222;gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit einigen Partnern in der Koalition fortsetzen zu wollen&#8220;. Diese Formulierung sprach bereits B\u00e4nde, da sie als eindeutige Spitze gegen die WVD und dessen Spitzenkandidaten und Parteichef Boris Leonhard zu werten war, zu denen das Verh\u00e4ltnis \u00fcber die Dauer der Legislaturperiode merklich abgek\u00fchlt war. Inhaltlich machte sich Schwalbenschwanz au\u00dfenpolitisch insbesondere stark f\u00fcr eine Beteiligung an Gespr\u00e4chen zur Titanien-Union, ohne allerdings die Verfassungs\u00e4nderung von 1820 in Frage zu stellen, sowie f\u00fcr eine weitergehende Kooperation und allm\u00e4hliche Normalisierung der Beziehungen zu Gr\u00fcnland. Wirtschafts- und innenpolitisch k\u00fcndigte er an, die Steuern in der n\u00e4chsten Legislaturperiode nicht weiter erh\u00f6hen zu wollen, da &#8222;die wirtschaftliche Lage mittlerweile gl\u00fccklicherweise anders ist als 1818 und die mittleren und unteren Einkommen nicht st\u00e4rker belastet werden sollten&#8220;. Dar\u00fcber hinaus sprach er sich f\u00fcr eine St\u00e4rkung des Zaubererrates aus, der aus seiner Sicht bereits wertvolle Arbeit geleistet habe. Au\u00dferdem sprach er sich f\u00fcr die Einrichtung einer wissenschaftlichen Kommission aus, die das Verbot einiger noch in Meadowhouse registrierter Parteien bewerten solle: &#8222;Es ist einfach zu sagen, dass einige Parteien, etwa KPM, EMPM, NDPM, APM oder GAP schleunigst verboten geh\u00f6ren, doch werden die Individuen, die diesen Gruppierungen angeh\u00f6ren, ja nicht verschwinden, nur weil die Partei verboten wurde. M\u00f6glicherweise gr\u00fcnden sie unter leicht ver\u00e4ndertem Namen einfach eine neue Gruppe. Daher bin ich f\u00fcr die Einrichtung einer Kommission zu diesem Thema und bis dahin eine l\u00fcckenlose und dauerhafte \u00dcberwachung durch die MD&#8220;. Weitere Zusagen, die Schwalbenschwanz in Aussicht stellte, waren die schrittweise vollst\u00e4ndige Umstellung der Meadowhousischen Energieversorgung auf Acetylquartoridnomel-Kraftwerke, sowie auf Melotraub- und 10-vor-Gift-Antriebe im Stra\u00dfen-, Schiffs- und Luftverkehr. Hinsichtlich des von K\u00f6nig Percival I. ins Spiel gebrachten Vorschlages der Schaffung einer zweiten legislativen Kammer auf Reichsebene zur st\u00e4rkeren Einbindung der Herzogt\u00fcmer, zeigte er sich zur\u00fcckhaltend, unterst\u00fctzte jedoch die Bem\u00fchungen, den Staat zu dezentralisieren.<\/p>\n<p>Nach Schwalbenschwanz bekam WVD-Chef Leonhard das Wort, dessen Partei in den Umfragen auf das schlechteste Ergebnis in der Geschichte des Landes zusteuert, und arbeitete sich umgehend am eigenen Kanzler ab: &#8222;Der BdH regiert nun seit acht Jahren dieses Land und stellt sich dann hier heute hin und verspricht Dinge, die er schon l\u00e4ngst h\u00e4tte durchsetzen k\u00f6nnen. Warum sollte jemand nun den Versprechen Glauben schenken, wenn das schon in der Vergangenheit nichts geworden ist?&#8220;. Au\u00dferdem kritisierte Leonhard die &#8222;Beliebigkeit&#8220; des BdH hinsichtlich der Wahl der Koalitionspartner: &#8222;Man hat ja bei den Herzogenwahlen gesehen, dass sie anscheinend \u00fcberhaupt keine programmatischen Einzigartigkeiten in ihrer Partei haben, da sie wahlweise entweder mit Mitte-Rechts oder Mitte-Links koalieren, ganz wie es zum eigenen Machterhalt reicht.&#8220; Schwalbenschwanz reagierte daraufhin nur mit einem Kopfsch\u00fctteln und dem Kommentar, dass die Wahlen im M\u00e4rz scheinbar noch schmerzhafte Spuren bei der Direktion hinterlassen h\u00e4tten. Inhaltlich sprach sich Leonhard dann \u00e4hnlich wie Schwalbenschwanz f\u00fcr einen Stopp der Steuererh\u00f6hungen aus und perspektivisch f\u00fcr eine Senkung der Abgaben. Au\u00dfenpolitisch strebe er eine st\u00e4rkere Einbindung Meadowhouse&#8216; in Titanien an, jedoch vorzugsweise auf bilateraler Ebene, anstatt durch eine Union, deren Eckpunkte noch &#8222;mehr als vage&#8220; seien. Dar\u00fcber hinaus sprach sich Leonhard f\u00fcr ein Verbot verfassungsfeindlicher Parteien aus und stellte die BdH-Energiepl\u00e4ne infrage, da es fraglich sei, ob &#8222;die genannten Quellen bis in acht Jahren schon so weit seien, um 912 Millionen B\u00fcrger zuverl\u00e4ssig und rund um die Uhr zu versorgen&#8220;.<\/p>\n<p>Singmann widmete sich nun dem Spitzenkandidaten der dritten Koalitionspartei VCS, Schatzmeister Heinrich Hubmaier, der mit seiner Partei auf ein Rekordergebnis zusteuert, zumindest wohl aber die Zahlen von vor vier Jahren halten kann. Hubmaier wandte sich zun\u00e4chst den im am n\u00e4chsten Themengebieten zu: Der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Demnach soll laut ihm die Steuerlast f\u00fcr mittlere und untere Einkommen insbesondere dadurch gemildert werden, indem die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abgeschafft wird. Der Einnahmenverlust des Staates soll dann durch die vollst\u00e4ndige Streichung von Subventionen f\u00fcr Kerosin und Schwer\u00f6l zum Betrieb in der Luft- und Seefahrt ausgeglichen werden. So soll auch der Anreiz zum Umstieg auf alternative Antriebe geschaffen werden, der schon weit fortgeschritten sei, doch noch ausbauf\u00e4hig. Au\u00dferdem soll k\u00fcnftig der Steuerfreibetrag an die jeweils vorherrschende Inflation gekoppelt werden, um Mehreinnahmen des Staates in Form der &#8222;kalten Progression&#8220; dauerhaft zu bannen, da diese die B\u00fcrger zus\u00e4tzlich belastete. Au\u00dfenpolitisch votiere er f\u00fcr eine Beteiligung an Gespr\u00e4chen einer Titanien-Union, auch aufgrund der blo\u00dfen Bedeutung Meadowhouse&#8216; als Weltstaat, jedoch ohne von der Verfassungs\u00e4nderung abzur\u00fccken. Das Verbot verfassungsfeindlicher Kr\u00e4fte soll gepr\u00fcft werden, bis dahin jedoch MD und Polizei mit mehr Mitteln ausgestattet werden. Auch solle die bisherige 3%-H\u00fcrde auf 5% angehoben werden, um eine weitere Aufbl\u00e4hung des Parlaments zu verhindern. Angesprochen auf eine m\u00f6gliche Wunschkoalition antwortete Hubmaier vielsagend: &#8222;Die bisherige Koalition konnte ungest\u00f6rt und konstruktiv arbeiten, bis einige wenige Personen sich \u00fcber Geb\u00fchr profilieren mussten, was das Erscheinungsbild der Regierung gest\u00f6rt hat. Bei einer erneuten Regierungsbeteiligung unsererseits, und diese streben wir an, hoffen wir auf weniger Egoismus und mehr Arbeit zum Wohle des Landes&#8220;.<\/p>\n<p>Nach den Vertretern der Regierung war es nun an der Vorsitzenden der gr\u00f6\u00dften Oppositionspartei, FED-Chefin Elena Weinandt, f\u00fcr alternative Vorschl\u00e4ge zu sorgen. Die FED, die in Umfragen derzeit ungef\u00e4hr bei ihrem Rekordergebnis von 1818 steht, m\u00f6chte, so betonte, Weinandt, nun endlich Regierungsverantwortung \u00fcbernehmen. Au\u00dfenpolitisch setze sie sich f\u00fcr eine klare Integration Meadowhouse&#8216; in einer Titanien-Union ein, wobei auch die Verfassungs\u00e4nderung von 1820 noch einmal auf den Pr\u00fcfstand gestellt werden m\u00fcsse. Wirtschaftspolitisch pl\u00e4diere sie f\u00fcr eine Erh\u00f6hung des Mindestlohns und des Kindergeldes, jedoch ohne die Steuern insgesamt zu erh\u00f6hen, sondern durch die Streichung von Subventionen und die Erh\u00f6hung des Spitzensteuersatzes. Auch sie strebe eine umweltfreundliche Verkehrswende bis 1830 an, sagte sie mit Blick zu Kanzler Schwalbenschwanz. Verfassungsfeindliche Kr\u00e4fte sollten aus Weinandts Sicht nicht nur verboten werden, sondern die Bev\u00f6lkerung auch aktiv \u00fcber die Machenschaften jener Gruppen informiert werden, um den Zulauf zu solchen Gruppen pr\u00e4ventiv zu bek\u00e4mpfen. Au\u00dferdem strebe sie eine weitere Dezentralisierung des Staates an, wobei sie sich ausdr\u00fccklich hinter die Pl\u00e4ne des K\u00f6nigs von einer zweiten legislativen Kammer auf Reichsebene stelle.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste in der Reihe war MCM-Parteichef und Spitzenkandidat Albrecht Knucker, dessen Partei Stand jetzt mit leichten Zugewinnen im Vergleich zu 1818 rechnen kann, dennoch wohl aber deutlich einstellig bleiben wird. Knucker, der in den vergangenen Jahren immer wieder vom nationalkonservativen Fl\u00fcgel seiner Partei angegriffen, aber nie gest\u00fcrzt wurde, legte den Fokus insbesondere auf die innere Sicherheit, seit jeher MCM-Metier. So wolle er Polizei, Ordnungskr\u00e4fte und MD mit mehr finanziellen und realen Mitteln ausstatten, damit sich die B\u00fcrger weiterhin sicher f\u00fchlen k\u00f6nnten. Au\u00dferdem sehe er ein Verbot verfassungsfeindlicher Parteien eher kritisch, da man &#8222;momentan wei\u00df, wo die gef\u00e4hrlichen Leute sind und man sie besser \u00fcberwachen kann&#8220;. Einer Beteiligung an einer Titanien-Union stehe er eher ablehnend gegen\u00fcber, wobei der konkrete Plan f\u00fcr solch ein B\u00fcndnis auch noch nicht ausgereift sei. Wichtiger sei es jedoch, heimische Unternehmen gegen die \u00dcbernahme internationaler Investoren und Konglomerate zu sch\u00fctzen. Wirtschaftspolitisch wolle seine Partei insbesondere die angeh\u00e4uften Staatsschulden abbezahlen, um nicht schlechtere Kreditw\u00fcrdigkeit zu geraten, weshalb keine tiefgreifenden Steuerreformen geplant seien. F\u00fcr Irritationen und Kopfsch\u00fctteln sorgte jedoch insbesondere seine Weigerung, die Beziehungen mit Gr\u00fcnland auszubauen. Kanzler Schwalbenschwanz nannte dies kurz &#8222;kurzsichtig&#8220; und VCS-Chef Hubmaier sprach von &#8222;einer Beleidigungsmentalit\u00e4t und potentiell vertanen Chancen zur \u00dcberwindung tiefer Gr\u00e4ben auf beiden Seiten&#8220;.<\/p>\n<p>Nach Knucker war schlie\u00dflich MP-Chef Rainer Schubert an der Reihe, der, ganz im Gegensatz zu 1818 wohl nicht darum f\u00fcrchten muss, dass seine Partei nicht ins Parlament einziehen wird, da die MP ihr Ergebnis von vor vier Jahren fast verdoppeln w\u00fcrde. Schubert betonte sodann auch, den pragmatischen Kurs der letzten vier Jahre fortsetzen zu wollen und die Eskapaden der Vergangenheit angeh\u00f6ren zu lassen: &#8222;Wenn Sie von mir jetzt etwas zu &#8222;Flower-Power&#8220; und Tierrechten erwartet haben, muss ich Sie leider entt\u00e4uschen&#8220;, sagte er unter dem Gel\u00e4chter des Publikums. Inhaltlich setze sich seine Partei jedoch weiterhin klar f\u00fcr einen Abbau fossiler Energietr\u00e4ger und Antriebsstoffe ein, sowie f\u00fcr eine Streichung der Subventionen f\u00fcr derartige Substanzen auf kurze Sicht. Wirtschaftspolitisch wolle die MP derzeit ruhig neue Schulden aufnehmen, da die konjunkturelle Lage dies erlaube und damit den Mindestlohn anheben, sowie Kinder- und Wohngeld ma\u00dfgeblich anheben. Verfassungsfeindliche Parteien sollen verboten und eine weitere \u00dcberwachung der beteiligten Akteure m\u00f6glich gemacht werden. Einer m\u00f6glichen Titanien-Union stehe man skeptisch gegen\u00fcber, wolle zwar Gespr\u00e4che f\u00fchren, die potentiellen Implikationen jedoch genau auf ihre Auswirkungen auf die mittelst\u00e4ndischen Unternehmen des Landes und hinsichtlich der Umweltvertr\u00e4glichkeit pr\u00fcfen lassen. Au\u00dferdem unterst\u00fctze man die Pl\u00e4ne der Schaffung einer zweiten legislativen Kammer und wolle landesweit weitere Naturschutzparks schaffen, insbesondere auch im touristisch beliebten Wei\u00dfen Gebirge.<\/p>\n<p>Schlussendlich kam noch MSP-Chef Heiner Gutsdorf zu Wort, der als einziger in der Runde darum f\u00fcrchten muss, im n\u00e4chsten Parlament nicht mehr vertreten zu sein. Derzeit steht die MSP nur knapp \u00fcber der 3%-H\u00fcrde und w\u00fcrde ihr ohnehin schon desastr\u00f6ses Ergebnis von 1818 nochmals deutlich unterbieten. Angesprochen darauf \u00fcbte sich Gutsdorf in Zweckoptimismus und betonte seine Bereitschaft, an einer potentiellen Regierung teilnehmen zu wollen. Die MSP st\u00fcnde weiterhin f\u00fcr klare soziale und nachhaltige Werte, die in der Politlandschaft gebraucht w\u00fcrden. So solle im Wirtschafts- und Sozialbereich nicht nur Mindestlohn, Kindergeld und Arbeitslosengeld angehoben werden, sondern auch die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Rentner, Studierende und Alleinstehende. Finanziert werden solle dies durch eine kr\u00e4ftige Anhebung des Spitzensteuersatzes, einem Ende der Ausnahmen f\u00fcr Unternehmen von der Gewerbesteuer, sowie der Streichung zahlreicher Subventionen. Sollte dies noch nicht ausreichen, w\u00e4ren auch neue Schulden denkbar. Hinsichtlich einer Titanien-Union positionierte sich Gutsdorf nicht eindeutig und wolle erst einmal die weiteren Entwicklungen abwarten, ehe ein finales Urteil gef\u00e4llt werde. Unterst\u00fctzung erfuhren seinerseits sowohl das Verbot verfassungsfeindlicher Kr\u00e4fte, sowie die Schaffung einer zweiten legislativen Kammer auf Reichsebene.<\/p>\n<p>Zum Abschluss der Sendung ging es noch um die am 25. September stattfindende K\u00f6nigswahl. Karl-Josef Singmann pr\u00e4sentierte auch hier eine Umfrage, die jedoch laut eigener Aussage nur n\u00e4herungsweise das Ergebnis vorhersagen kann. Demnach w\u00fcrden sich 39% derzeit f\u00fcr eine Wiederwahl von K\u00f6nig Percival I. entscheiden, 32% f\u00fcr seinen Herausforderer Ezechiel Bloor und 29% w\u00fcssten noch nicht, wen sie w\u00e4hlen wollten. Angesichts dieser Zahlen fragte Singmann in die Runde, wer welchen Kandidaten unterst\u00fctze. W\u00e4hrend sich Leonhard und Knucker sofort klar hinter Bloor positionierten und Weinandt, Schubert und Gutsdorf f\u00fcr Percival I. votierten, holten Schwalbenschwanz und Hubmaier auf Nachfrage etwas weiter aus. Der Kanzler sagte: &#8222;Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich keine Wahlempfehlung abgeben, da ich immer noch leitendes Mitglied der Exekutive bin und das der Wichtigkeit der Wahl nicht gerecht wird. Dennoch kann ich sagen, dass die Zusammenarbeit mit K\u00f6nig Percival I. in den letzten vier Jahren angenehm reibungslos verlief und besser als gedacht, auch wenn es hier und da mal Unstimmigkeiten gab. Aber auch mit einem K\u00f6nig Ezechiel Bloor k\u00f6nne man sich sicherlich arrangieren.&#8220; Hubmaier wiederum argumentierte: &#8222;Grunds\u00e4tzlich unterst\u00fctzen wir die Wahl von Ezechiel Bloor als neuen K\u00f6nig, m\u00fcssen jedoch auch dem amtierenden Monarchen Tribut zollen f\u00fcr seinen Pragmatismus und die Bereitschaft, eigene Positionen und Ansichten zu hinterfragen und wenn n\u00f6tig zu \u00e4ndern. Insofern lief die Legislaturperiode auch von unserer Seite reibungsloser als zun\u00e4chst bef\u00fcrchtet.&#8220;<\/p>\n<p>Insgesamt darf man auf die n\u00e4chsten beiden Sonntage sicherlich h\u00f6chst gespannt sein. Wieder einmal stehen die Zeichen im Saal der Gespenster auf Regierungswechsel, da es als fast ausgeschlossen gilt, dass sich BdH, WVD und VCS noch einmal auf eine Koalition verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen. So muss sich Kanzler Schwalbenschwanz wohl neue Partner suchen, doch ist die Auswahl limitiert: F\u00fcr ein Linksb\u00fcndnis mit FED und MP w\u00fcrde es Stand jetzt knapp nicht reichen, doch stellt sich dort auch die Frage, ob der gem\u00e4\u00dfigte Parteifl\u00fcgel dies mitmachen w\u00fcrde. Ein konservatives B\u00fcndnis mit VCS und MCM scheint aber ebenso ausgeschlossen zu sein. Konstruktionen wie BdH-VCS-FED, BdH-VCS-MP oder BdH-FED-MCM k\u00f6nnen zwar auf Herzogebene funktionieren, w\u00fcrden auf Reichsebene von den beteiligten Parteien aber viel Mut zum Kompromiss und zur Disziplin erfordern. Es d\u00fcrften spannende letzte Wahlkampftage werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Reichsweite Kommunalwahlen best\u00e4tigen politische Trends der letzten Monate<\/strong><\/p>\n<p>Nach den Herzogen- und K\u00f6nigsvorwahlen standen am Sonntag die n\u00e4chsten politischen Stimmungstests f\u00fcr die Parlaments- und K\u00f6nigswahlen im September an. Mit den reichsweiten Kommunalwahlen, bei denen in insgesamt knapp 400 Kommunen und kreisfreien St\u00e4dten fast 600 Millionen B\u00fcrger zur Wahl aufgerufen waren, stand diesmal die unterste politische Ebene im K\u00f6nigreich im Fokus. Von besonderem Interesse waren gerade die Ergebnisse in den gro\u00dfen St\u00e4dten, sowie \u00fcberraschende Wahlausg\u00e4nge in den l\u00e4ndlichen Regionen. Dabei best\u00e4tigte sich jedoch insgesamt der politische Trend, der in diesem Jahr auch auf den anderen politischen Ebenen zu erkennen war.<\/p>\n<p>So bleibt der Norden des K\u00f6nigreichs vor allem von der VCS dominiert, die insbesondere in einigen l\u00e4ndlichen Wahlkreisen in Preu\u00dfen h\u00e4ufig mehr als 50% der Stimmen holte. Hier sorgte stand am Ende des Tages auch der h\u00f6chste Wahlsieg eines Kandidaten im reichsweiten Vergleich fest: Georg Hedenbrink, B\u00fcrgermeister der Gemeinde Niederbahndorf am Niederstein erreichte 86% der Stimmen und durfte in seine dritte Amtszeit gehen. In den gro\u00dfen St\u00e4dten hingegen gab es in Preu\u00dfen und auch in Saphirento nicht allzu viele Ver\u00e4nderungen. In Karburg und Khevenbach gewann die VCS erneut mit 35,4% f\u00fcr Hans-Peter Oellde bzw. 34,2% f\u00fcr Marianne Tosenburg und wird somit dort erneut die B\u00fcrgermeister stellen. Ausnahme war Tierhagen, wo sich die MCM das Amt des B\u00fcrgermeisters sicherte und so eine achtj\u00e4hrige Regentschaft der WVD am Niederstein beendete. Neuer B\u00fcrgermeister dort ist der erst 34-j\u00e4hrige Matthias Fehrhoff. In Saphirento hingegen konnte die WVD aufgrund alteingesessener und im Volk beliebter Kandidaten einige Erfolge verzeichnen. In der Herzogenhauptstadt Saphirento geht Oberb\u00fcrgermeister Eduard Mooser (WVD) in seine dritte Amtszeit und braucht daf\u00fcr auch nur einen kleinen Koalitionspartner angesichts eines f\u00fcr WVD-Verh\u00e4ltnisse mittlerweile unwirklich erscheinenden Ergebnisses von 42,5%. In Rubinburgh sicherte sich die Ideengeberin der Wasserstadt, Marie Haas (MSP) ihre dritte Amtszeit und ist damit weiterhin die einzige MSP-B\u00fcrgermeisterin n\u00f6rdlich des Ysens. Ein Debakel erlitt die WVD jedoch auf dem Land, wo sie fast drei Viertel ihrer B\u00fcrgermeisterpositionen verlor und entweder an die VCS, den BdH oder die MCM verlor.<\/p>\n<p>In der Mitte des K\u00f6nigreichs hingegen dominiert nun der BdH. Neben dem als Paukenschlag zu bezeichnenden Ergebnis in der Hauptstadt Wiesenhausen, wo die Heimatpartei WVD erstmals seit der Reichsgr\u00fcndung abgew\u00e4hlt wurde (mehr dazu unter der Rubrik &#8222;\u00dcber Wiesenhausen&#8220;), ging es auch in anderen Kommunen und St\u00e4dten f\u00fcr die Volks-Direktion in die Opposition. Einzige Ausnahme war Ranstedt, wo sich der amtierende B\u00fcrgermeister Bernd Kroll knapp eine zweite Amtszeit sichern konnte. Ansonsten konnte der BdH jedoch entweder seine \u00c4mter verteidigen (Westerdamm, Fiona Bergkamp, zweite Amtszeit \/ Hamsterdamm, Uwe Perndorf, dritte Amtszeit) oder neu ins Rathaus der betreffenden Stadt einziehen (Kullburg, Joachim Vollmar \/ Nordsen, Agathe Romanewski) und dabei einen WVD-Vorg\u00e4nger abl\u00f6sen. In Santo Opalo und M\u00f6vental gewann hingegen die FED erneut die B\u00fcrgermeisterwahlen, sodass dort Heiner Pfuhl und Simone Schachmann ihre zweite bzw. dritte Amtszeit antreten konnten. Auf dem Land hingegen konnte die WVD hier ein wenig Schadensbegrenzung betreiben, verlor jedoch auch dort etwa ein Drittel ihrer Amtsinhaber, insbesondere an den BdH und im Norden von Wiesenhausen und Santo Opalo erneut an die VCS.<\/p>\n<p>Im S\u00fcden des K\u00f6nigreichs konnten dann auch MSP und MP einige Erfolge f\u00fcr sich verzeichnen. Die MSP wird auch weiterhin den Oberb\u00fcrgermeister von El Grande stellen, da sich Jens Pierch knapp gegen seinen Herausforderer vom BdH durchsetzen konnte und somit in seine dritte Amtszeit gehen wird. Auch in Keslenburg regiert die MSP weiterhin und verhalf Ursula Mahren-Kleeberg so zu ihrer zweiten Amtszeit. In Chaconne gewann etwas \u00fcberraschend die MP die Wahl zum B\u00fcrgermeister und stellt damit zum ersten Mal in der Geschichte einen solchen Amtstr\u00e4ger in einer Millionenstadt. Volker Schwandorf konnte sein Gl\u00fcck nach Bekanntgabe des Ergebnisses noch gar nicht fassen. In den letzten beiden gro\u00dfen St\u00e4dten S\u00fcdstrands, Campinas (Tanja Giesing, FED) und San Laven (Robert Marh\u00f6fer, BdH), blieben die Amtsinhaber im Amt und d\u00fcrfen weiter im Rathaus residieren. Auf dem Land zeichnete sich im s\u00fcdlichen Teil des K\u00f6nigreiches hingegen ein schwierig auszumachender Trend ab. W\u00e4hrend gerade die FED einige Kreise gewinnen konnte, waren es insbesondere BdH und MP, die Zugewinne verzeichnen konnten, h\u00e4ufig zulasten von MSP und WVD.<\/p>\n<p>Insgesamt zeichneten also die reichsweiten Kommunalwahlen im K\u00f6nigreich im Gro\u00dfen und Ganzen den Trend der Wahlen der letzten Monate nach. Zu den Verlierern geh\u00f6ren neben der WVD insbesondere die MSP, auch wenn der Erhalt so wichtiger Bastionen wie Rubinburgh, El Grande und Keslenburg sicherlich ein wenig dar\u00fcber hinwegtr\u00f6stet. Bei der WVD hingegen sieht auch auf der untersten politischen Ebene zurzeit nicht gut aus, so verlor die Volks-Direktion bei diesen Kommunalwahlen insgesamt 60% ihrer zuvor gehaltenen Kommunen oder kreisfreien St\u00e4dte, darunter ihren Gr\u00fcndungsort und die Hauptstadt Wiesenhausen. Einem positiven Trend folgen dagegen momentan die Ergebnisse von VCS, die insbesondere im Norden zur Volkspartei mutiert und BdH, der prinzipiell \u00fcberall erfolgreich sein kann, seine Kernw\u00e4hlerschaft aber vor allem in der Mitte des Landes findet. FED, MP und MCM konnten ihre Positionen nach den Kommunalwahlen nicht ma\u00dfgeblich ver\u00e4ndern, verzeichneten einige Erfolge, mussten aber auch R\u00fcckschl\u00e4ge einstecken, womit sie ihre Machtbeteiligung auf kommunaler Ebene ungef\u00e4hr gleich gehalten haben. Somit best\u00e4tigen die Kommunalwahlen 1822 also erneut den reichsweiten Trend dieses Superwahljahres und beenden zugleich die Kolonne an Wahlen vor den wichtigsten beiden Wahlen im September. Von nun an gibt es keine offiziellen Stimmungstests mehr, denn die n\u00e4chste Wahl ist bereits die entscheidende Parlamentswahl am 18. September, gefolgt von der K\u00f6nigswahl eine Woche sp\u00e4ter. Es d\u00fcrfte ein spannender Endspurt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Regierungsbildungen abgeschlossen &#8211; Neue B\u00fcndnisse auf Herzogtumebene<\/strong><\/p>\n<p>Vier Monate nach der Herzogenwahl im M\u00e4rz schloss nun auch das letzte Herzogtum, Santo Opalo, seine Regierungsbildung ab und vereidigte die neue politische F\u00fchrung am Mittwoch. Damit geht wohl eine der l\u00e4ngsten Regierungsfindungen in der Geschichte zu Ende, auch wenn Santo Opalo aufgrund des Wahlergebnisses vom M\u00e4rz diesbez\u00fcglich schon vorgewarnt war. In anderen Herzogt\u00fcmern hingegen arbeiten die im Fr\u00fchjahr gew\u00e4hlten Regierungen schon seit zwei Monaten, da die dortige Konstellation eine deutlich schnellere Regierungsbildung zulie\u00df. Insgesamt l\u00e4sst sich feststellen, was nach der letzten Wahl 1817 nur in Ans\u00e4tzen erkennbar war: Neben den auf Regierungsposten abonnierten gro\u00dfen Parteien BdH und WVD gelingt es mittlerweile auch immer besser den kleineren Parteien, sich entweder an die Spitze im Vergleich mit den anderen Parteien zu setzen, oder sich aufgrund starken W\u00e4hlerzulaufs so unentbehrlich zu machen, dass eine Regierungsbeteiligung alternativlos erscheint. Es folgt eine \u00dcbersicht \u00fcber die nun f\u00fcr f\u00fcnf Jahre amtierenden Regierungen auf Herzogtumebene in Meadowhouse, verbunden mit einigen inhaltlichen Positionen der neuen Exekutiven und einem vagen Ausblick auf die Zukunft und die Bedeutung der B\u00fcndnisse, auch im gesamtstaatlichen Kontext.<\/p>\n<p><strong>Preu\u00dfen: Hebdal holt den BdH mit ins Boot &#8211; Regierungsbildung schnell abgeschlossen<\/strong><\/p>\n<p>Die erste Herzogenregierung, die bereits Ende April feststand, war die Regierung im n\u00f6rdlichen Herzogtum Preu\u00dfen. Amtsinhaber Georg Hebdal, der im M\u00e4rz das beste Ergebnis aller Kandidaten reichsweit eingefahren hatte, tauscht damit seinen Koalitionspartner der letzten zehn Jahre, die WVD, gegen den BdH aus. Damit stellen die beiden Parteien, die im M\u00e4rz die deutlichsten Stimmzuwachse verzeichnen konnten, auch die Regierung und verf\u00fcgen k\u00fcnftig \u00fcber eine komfortable Mehrheit von 175 der insgesamt 300 Mandate im Karburger Senat. Zu Beginn f\u00fchrte die VCS noch kurz Gespr\u00e4che mit der konservativen MCM, doch zerschlugen sich eventuelle Sondierungs\u00fcberlegungen schnell, nachdem sich die preu\u00dfische MCM infolge der auch bei ihnen deutlich ausfallenden Wahlniederlage personell neu aufstellen wollte und ein Ansprechpartner fehlte. Somit schritten die Gespr\u00e4che mit dem BdH im Norden des K\u00f6nigreiches schnell voran und man einigte sich binnen weniger Wochen auf einen Koalitionsvertrag. In diesem werden verschiedene Punkte aus dem Wahlkampf der Parteien ber\u00fccksichtigt. So wird ein gro\u00dfes Konjunkturprogramm f\u00fcr die Schifffahrtsindustrie geplant, welches die Bedeutung und die Wichtigkeit dieses Industriezweiges im Norden ausbauen soll. Neben einer rein finanziellen F\u00f6rderung, wie es die VCS gefordert hatte, wird nun jedoch auch verst\u00e4rkt in \u00f6kologisch vertr\u00e4gliche Antriebe investiert, was der BdH im Vertrag durch setzte. Dar\u00fcber hinaus soll es eine Reform hinsichtlich der Einreise aus Gr\u00fcnland in das Herzogtum geben: W\u00e4hrend die Grenzen grunds\u00e4tzlich weiterhin strikt kontrolliert werden sollen, soll es Arbeitnehmern oder ausl\u00e4ndischen Personen, die einen Job in Meadowhouse in Aussicht haben, einfacher gemacht werden, ins Land einzureisen. Kompromisse gab es zudem beim Thema des Baus neuer Autobahnen, wo die VCS dem BdH entgegenkam, sodass zun\u00e4chst alte Fernstrecken ausgebaut werden sollen, anstatt neue Stra\u00dfen zu bauen, und beim Thema Unternehmensbesteuerung, wo sich der BdH gegen\u00fcber der VCS verpflichtete einen Antrag, diese Besteuerung der Herzogtumsebene zuzuschlagen, gegen\u00fcber dem Saal der Gespenster zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Saphirento: Reinfeldt neuer Herzog &#8211; Zweierb\u00fcndnis mit VCS mit knapper Mehrheit<\/strong><\/p>\n<p>In der ehemaligen WVD-Hochburg Saphirento regiert seit Anfang Mai nun der BdH zusammen mit der VCS. BdH-Spitzenkandidat Erhard Reinfeldt ist somit zum ersten Herzog von Saphirento geworden, der nicht das Parteibuch der WVD besitzt. Auch hier war die Koalitionsbildung vergleichsweise schnell abgeschlossen. Nachdem BdH und VCS die einzigen beiden Parteien waren, die im M\u00e4rz deutlich hinzugewonnen hatten, schien eine Regierung der beiden Wahlgewinner schon am Wahlabend mehr als wahrscheinlich, zumal sich die jeweiligen Herzogenverb\u00e4nde auch inhaltlich nahe stehen. So gelang es dem BdH zudem, ein B\u00fcndnis aus VCS, WVD und MCM zu verhindern, indem man eine konsequente und konstruktive Sondierungs- und Koalitionstaktik verfolgte. Die VCS r\u00fcckte von genanntem Vorhaben aber ohnehin schnell ab, da sich die Herzogenverb\u00e4nde von WVD und MCM nach den deutlichen Niederlagen noch in der Findungsphase befinden. So wurde Erhard Reinfeldt in der zweiten Maiwoche schlie\u00dflich vereidigt und f\u00fchrt eine Koalition an, deren inhaltliche Schwerpunkte ziemlich ausgewogen zwischen wirtschaftsliberalen und sozialen Akzenten liegen. So wird es k\u00fcnftig eine Ausweitung der \u00d6lf\u00f6rderung vor der saphirentischen K\u00fcste geben, sowie eine verst\u00e4rkte Investition in den Bereich der Infrastruktur, etwa neue H\u00e4fen oder Autobahnen. Die Landwirtschaft in der Saphierer B\u00f6rde soll von b\u00fcrokratischen Hindernissen befreit werden, die Schutzzonen als R\u00fcckzugsgebiete f\u00fcr Tierarten jedoch vergr\u00f6\u00dfert und als Nationalparks ausgewiesen werden. Au\u00dferdem wird es verst\u00e4rkte Investitionen in die Sicherheits- und Familienpolitik geben, etwa mit der Erh\u00f6hung des Kindergeldes. W\u00e4hrend der BdH durchsetzen konnte, dass das Uran der Saphierer B\u00f6rde auch weiterhin einem Abbauverbot unterliegt, konnte die VCS eine Anhebung der Arbeitslosenbez\u00fcge erreichen. Insgesamt soll also viel investiert werden im Nordosten von Meadowhouse, was \u00fcber die Einnahmen der verst\u00e4rkten \u00d6lf\u00f6rderung gelingen soll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wiesenhausen: Maszliskus mit &#8222;Koalition der Mitte&#8220; &#8211; VCS und FED in Regierung dabei<\/strong><\/p>\n<p>Im Herzogtum der Hauptstadt Wiesenhausen dauerten die Sondierungen und Verhandlungen hingegen schon deutlich l\u00e4nger als in den beiden zuvor genannten Herzogt\u00fcmern. Erst Mitte Juni konnten sich hier drei Parteien auf eine Regierungsbildung verst\u00e4ndigen, doch war das Ergebnis durchaus \u00fcberraschend. Denn neben der nach wie vor st\u00e4rksten Kraft auf Schloss Wiesenhausen, dem BdH, werden k\u00fcnftig auch VCS und FED im Westen des K\u00f6nigreiches mitregieren in einem B\u00fcndnis, dass auch am Wahlabend so nicht vorherzusehen war. Doch es folgten langwierige und schwierige Verhandlungen. Zun\u00e4chst sondierte Maszliskus getrennt mit VCS und WVD einerseits und mit FED und MP andererseits. Doch in beiden Runden gab es immer wieder Schwierigkeiten: W\u00e4hrend in ersterer Konstellation die WVD, wohl auch beeinflusst von der Reichs-WVD, immer wieder f\u00fcr Probleme sorgte und diese Verhandlungen zudem in die Nachwehen des erst mit Versp\u00e4tung verabschiedeten Reichsetats fielen, wo die WVD ebenfalls als querulantisch aufgetreten war, war es in zweiter Runde die MP, die mit einigen Forderungen gerade dem gem\u00e4\u00dfigten Fl\u00fcgel des BdH immer wieder Unverst\u00e4ndnis entlockten. So waren bald schon eineinhalb Monate vergangen, ehe Maszliskus zu einem unkonventionellen Schritt griff: Er lud zun\u00e4chst an einem Tag in Einzelgespr\u00e4chen FED und VCS jeweils nach Schloss Wiesenhausen ein, f\u00fchrte die beiden Parteien dann jedoch am selben Tag zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Den Spitzen von FED und VCS, die von diesem Vorgehen \u00fcberrascht wurden, blieb nichts anderes \u00fcbrig, als Ideen auszutauschen, wobei gewisse Schnittmengen offenbar wurden. So vereinbarte man weitere Gespr\u00e4che und einigte sich nach weiteren vier Wochen schlie\u00dflich tats\u00e4chlich auf eine Regierung, die mit 242 von insgesamt 400 Mandaten auch \u00fcber eine stabile Mehrheit aus Schloss Wiesenhausen verf\u00fcgt. Marko Maszliskus wird damit weiter als Herzog amtieren d\u00fcrfen und hat dar\u00fcber hinaus seine F\u00e4higkeiten als Moderator zwischen verschiedenen Positionen unter Beweis gestellt. Inhaltlich gab es zwischen den drei Parteien in Wiesenhausen insbesondere Gemeinsamkeiten im Bereich der \u00d6kologie: So wird es k\u00fcnftig deutlich schwieriger werden, neue Skigebiete im Wei\u00dfen Gebirge zu erschlie\u00dfen und die bestehenden Gebiete sollen regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft werden, um eine eventuell zu hohe Belastung durch Touristen zu verhindern. Dar\u00fcber hinaus soll es Subventionen f\u00fcr Firmen geben, die in gr\u00fcnere und umweltfreundlichere Technologien investieren oder ihre Produktion entsprechend umstellen und der Ysen soll, insbesondere in den urbanen Regionen des Herzogtums, aus seinem Betonbett befreit werden. Au\u00dferdem wurde ein Dezentralisierungsprogramm beschlossen, welches den l\u00e4ndlichen R\u00e4umen au\u00dferhalb der Hauptstadt Wiesenhausen zugute kommen soll, wobei auch Institutionen in andere Ballungszentren verlagert werden sollen. Doch gab es auch Kompromisse, die die Parteien eingehen mussten: Der BdH verzichtete auf eine explizite Festschreibung, wie den Kommunen mehr Mitspracherecht auf Reichsebene gegeben werden soll, die VCS unterst\u00fctzte die \u00f6kologischen Themen in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe als in ihrem Wahlprogramm angegeben und die FED musste Abstriche im Bereich der Volksentscheide und der Legalisierung weicher Drogen hinnehmen. Trotz alledem wurde mit dem B\u00fcndnis aus BdH, VCS und FED so ein interessantes Regierungsteam geformt, dessen Erfolgsbilanz sicherlich genauestens verfolgt werden wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Santo Opalo: J\u00e4ger neuer Herzog &#8211; WVD verwehrt Riesenkalmar zweite Amtszeit<\/strong><\/p>\n<p>In Santo Opalo war die Situation schon am Wahlabend dramatisch: Nur 0,3% lagen am Ende zwischen der letztlich siegreichen FED von Spitzenkandidat Thomas J\u00e4ger und dem BdH mit Amtsinhaber Ronald Riesenkalmar. Ebenfalls schon im M\u00e4rz war klar, dass die Regierungsbildung im Osten des K\u00f6nigreiches wohl die langwierigste werden w\u00fcrde, doch mit vier Monaten Verhandlungen hatten dann auch die gr\u00f6\u00dften Pessimisten wohl nicht gerechnet. Doch Mitte Juli war war nun endlich klar, wer in Santo Opalo \u00fcber die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre regieren wird und die Entscheidung zwischen den beiden st\u00e4rksten Fraktionen FED und BdH musste letztlich gar nicht getroffen werden, denn beide werden, mit Unterst\u00fctzung der MP, k\u00fcnftig als Exekutive in Santo Opalo fungieren. Der letztlichen Einigung waren nervenaufreibende Monate frustrierender Verhandlungen vorausgegangen. Die FED, zun\u00e4chst als Wahlsiegerin in der Position, eine Regierung zu bilden, lud zun\u00e4chst BdH und MP zu Gespr\u00e4chen ein, doch der BdH, der im Senat von Santo Opalo die gleiche Anzahl an Mandaten errungen hatte wie die FED, machte der FED Ende April zun\u00e4chst einen Strich durch die Rechnung und k\u00fcndigte die Sondierungsgespr\u00e4che auf. Zun\u00e4chst schien Ronald Riesenkalmars Plan auch aufzugehen: Die FED, die jenseits des BdH allenfalls mit einem Viererb\u00fcndnis eine Mehrheit h\u00e4tte produzieren k\u00f6nnen, \u00fcbergab den Regierungsbildungsauftrag nun an den BdH, der sich kurz darauf mit WVD und VCS zusammensetzte. Doch w\u00e4hrend man sich mit der VCS recht schnell auf gemeinsame Punkte einigen konnte, stellte sich die WVD hier quer und r\u00fcckte von ihrer schon im Wahlkampf ge\u00e4u\u00dferten Position, mit dem BdH nicht erneut in eine Regierung gehen zu wollen, nicht ab. So zogen sich die Verhandlungen bis Ende Mai hin, ehe auch Ronald Riesenkalmar das Scheitern seiner Bem\u00fchungen kundtun musste. F\u00fcr kurze Zeit sah es sogar so aus, als ob es Neuwahlen geben w\u00fcrde, doch dann lie\u00df sich Riesenkalmar erneut zu einer Gespr\u00e4chsrunde mit Vertretern von FED und MP \u00fcberreden, in welcher nach weiteren sechs Wochen harter Verhandlungen schlie\u00dflich eine Einigung verk\u00fcndet wurde. Den Herzog stellt damit die FED, aufgrund des denkbar knappen Vorsprungs bei der Wahl und der BdH muss als gr\u00f6\u00dferer Juniorpartner in der Koalition einen Machtverlust erleiden, wobei die neue Koalitions eine Mehrheit von 199 der insgesamt 360 Mandate im Senat von Santo Opalo hat. Inhaltlich hingegen zeigt der Koalitionsvertrag, den die drei Parteien vorstellten, eine ziemlich klare gr\u00fcne Handschrift. So soll die Schnellfahrstrecke zwischen Nordsen, Santo Opalo und M\u00f6vental zwar gebaut werden, jedoch als rein elektrifizierte Strecke, um Ressourcen, etwa Melotraub und Acetylquartoridnomel, der Schifffahrtsbranche zu \u00fcberlassen. So soll auch die Lautst\u00e4rke der auf den Fl\u00fcssen des Herzogtums eingesetzten Passagier- und Handelsschiffe gesenkt werden. Die FED konnte sich insbesondere hinsichtlich der Entflechtung von Wirtschaft und Politik durchsetzen, sodass die Banken aus Santo Opalo nun nicht nur halbj\u00e4hrlich verpflichtend einen Bericht zum Zaubererrat schicken m\u00fcssen, in welchem die Gesch\u00e4ftszahlen dokumentiert und das weitere Vorgehen erl\u00e4utert werden m\u00fcssen, sondern auch eine Karenzzeit von f\u00fcnf Jahren zwischen dem Ausscheiden aus einem politischen Amt und der \u00dcbernahme einer wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit eingehalten werden muss. Der BdH konnte sich mit seiner Forderung nach dem Anbau und dem medizinischen Verkauf leichter Drogen durchsetzen, was ein Novum in der Meadowhousischen Geschichte bedeutet, und die MP setzte umfangreiche Subventionen f\u00fcr Windkraft- und Solarunternehmer durch, wobei die zuvor geforderte Summe von 10.000 Tropalen pro Solaranlage im Koalitionsvertrag nicht genannt ist. Somit l\u00e4sst sich der BdH in Santo Opalo also erstmals als Juniorpartner einer linksgerichteten Regierung ein, wobei dies insbesondere der Blockadehaltung der WVD zu &#8222;verdanken&#8220; ist, die von ihrer Position nicht abr\u00fccken wollten. Ronald Riesenkalmar gelang damit nicht das selbe Kunstst\u00fcck wie seinem Kollegen Siegfried von Malmenberg in El Grande 1817, doch ist auch er weiterhin Teil der Regierung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>El Grande: Von Malmenberg setzt auf Ausgleich &#8211; Dreierb\u00fcndnis mit Konfliktpotential<\/strong><\/p>\n<p>In El Grande einigte man sich Anfang Juni schlie\u00dflich auf eine Regierungskoalition, nachdem auch dort die Wahlergebnisse nur Dreierb\u00fcndnisse als Optionen offen lie\u00dfen. Da ein B\u00fcndnis mit der WVD aufgrund endloser Streitigkeiten in der Vorg\u00e4ngerregierung keine Option mehr war, begab sich Herzog von Malmenberg jenseits des bisherigen Regierungspartners auf Mehrheitssuche und sprach dabei mit jeder Partei au\u00dfer der WVD. Nach umfangreichen Gespr\u00e4chen wertete ein parteiinterner Rat der Parteispitze die Ergebnisse aus, auf deren Basis dann weitere Gespr\u00e4che gef\u00fchrt wurden. Dieses unkonventionelle, aber effiziente Vorgehen des BdH f\u00fchrte schlie\u00dflich Mitte Mai zur ersten Gespr\u00e4chsrunde zwischen BdH, FED und VCS, die auf Basis ihrer Wahlprogramme nicht notwendigerweise zusammengepasst hatten. Dennoch einigte man sich nach vier Wochen intensiver Beratungen auf einen Koalitionsvertrag, der jedoch durchaus Konfliktpotential birgt, der Regierung jedoch auch eine deutliche Mehrheit von 219 der insgesamt 340 Mandate im Senat von El Grande. So soll es umfangreiche Arbeitnehmerreformen geben, was vor allem BdH und FED versprochen hatten und Zahlungen f\u00fcr Unternehmen, in denen gewerkschaftliche und ansonsten arbeitnehmerfreundliche Bedingungen gef\u00f6rdert werden. Die VCS hingegen konnte ein Ausufern der Ausgaben des Herzogtums verhindern und zudem Steuerentlastungen f\u00fcr Alleinstehende durchsetzen, was auch die FED propagiert hatte. Zudem sollen Steuererh\u00f6hungen nach Willen der VCS nur in Ausnahmef\u00e4llen m\u00f6glich sein, w\u00e4hrend ansonsten jede sozialstaatliche Ma\u00dfnahme eingehend gepr\u00fcft werden soll. Diese Punkte wiederum schmeckten vor allem der investitionsfreudigen FED nicht allzu sehr, doch auch ihre Forderung nach mehr b\u00fcrgerlicher Beteiligung wurde ber\u00fccksichtigt. Der BdH hingegen sieht seine Rolle in der neuen Koalition als die eines Vermittlers zwischen der eher linken FED und der gerade in El Grande eher konservativen VCS, sodass zwar investiert wird, aber mit Augenma\u00df und dass keine lockere Geldpolitik get\u00e4tigt wird, das Herzogtum aber dennoch nicht zum Stillstand kommt. F\u00fcr Herzog von Malmenberg ist es ein wagemutiges Experiment, welches bei Gelingen jedoch durchaus Respekt abverlangen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>S\u00fcdstrand: Farnmann neuer Herzog &#8211; MCM sichert sich Regierungsbeteiligung<\/strong><\/p>\n<p>Dass es in S\u00fcdstand zu einem Wechsel hinsichtlich der Parteizugeh\u00f6rigkeit des Herzogs kommen w\u00fcrde, war bereits am Wahlabend klar, als die FED sich souver\u00e4n den Wahlsieg sicherte. Dennoch war die Frage der Regierungsbildung noch nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt, da die FED in S\u00fcdstand ein gem\u00e4\u00dfigtes Programm fuhr und sich regelm\u00e4\u00dfig auch mit der deutlich radikaler auftretenden Linken, etwa der S\u00fcdstrand-MP auseinandersetzte. Christoph Farnmann f\u00fchrte so zun\u00e4chst Gespr\u00e4che mit dem BdH, dessen Regierungsbeteiligung trotz Stimmenverlusts beinahe alternativlos war. F\u00fcr den dritten Regierungspartner hingegen musste man l\u00e4nger suchen und insbesondere ein inhaltlicher Punkt war dabei entscheidend: Die Frage der gewerblichen und wirtschaftlichen Nutzung und Erschlie\u00dfung des Lomera-Regenwaldes oder dessen Schutz. Da sowohl BdH und FED f\u00fcr letzteres eintraten, schieden VCS und WVD schon aus, ebenso wie die MSP mangels gen\u00fcgender Stimmen. So blieben am Ende MP und MCM, die sich beide f\u00fcr den Schutz von Meadowhouse&#8216; gr\u00f6\u00dftem Wald einsetzten. W\u00e4hrend die Beratungen mit der MP jedoch immer wieder aufgrund deren Weigerungen zur F\u00f6rderung bestimmter Wirtschaftszweige und der Ablehnung des B\u00fcrokratieabbaus verz\u00f6gert wurden, fand man zusammen mit der MCM schnell Gemeinsamkeiten, auch weil der MCM-Herzogenverband in S\u00fcdstrand ein sehr gem\u00e4\u00dfigtes Programm fuhr und damit au\u00dferordentlich erfolgreich bei der Wahl im M\u00e4rz gewesen war. Anfang Juni schlie\u00dflich verk\u00fcndete man dann eine Einigung auf eine Koalition von FED, BdH und MCM, was ein interessantes B\u00fcndnis sein d\u00fcrfte. Inhaltlich einigte man sich vollumfassend auf den Schutz des Lomera-Regenwaldes und der dort lebenden indigenen V\u00f6lker, sodass weitere Rodungen erst einmal in die Ferne ger\u00fcckt zu sein scheinen. Dar\u00fcber hinaus m\u00f6chte man in den \u00fcbrigen Teilen des Herzogtums jedoch mittels Subventionen und F\u00f6rderungen Unternehmen ansiedeln, um die klamme Kasse des Herzogtums zu f\u00fcllen und es nicht nur vom Tourismus abh\u00e4ngig zu machen. Arbeitnehmer sollen zudem steuerlich entlastet werden, was insbesondere FED und MCM gegen den BdH durch setzten, doch soll die Unternehmenssteuer nach dem Willen der Koalition\u00e4re Herzogtumssache werden, wof\u00fcr ein Antrag im Saal der Gespenster geplant ist. Au\u00dferdem soll die B\u00fcrokratie in der Schifffahrtsbranche abgebaut werden und der Bau neuer Hotels an der K\u00fcste nach klaren \u00f6kologischen Standards erfolgen. Mit der &#8222;Koalition der Gem\u00e4\u00dfigten&#8220;, wie sie der neue Herzog Farnmann nannte, geht die FED durchaus ein Wagnis ein, doch k\u00f6nnte sie auch der gro\u00dfe Sieger sein, sofern diese Regierung S\u00fcdstrand ma\u00dfgeblich voranbringt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insgesamt ist die Landkarte von Meadowhouse politisch gesehen nun also deutlich vielf\u00e4ltiger als vor der Wahl. Mit Koalitionen aus VCS-BdH, BdH-VCS, BdH-FED-VCS, FED-BdH-MP, BdH-FED-VCS und FED-BdH-MCM gibt es so viel Abwechslung in der Exekutive der Herzogt\u00fcmer wie noch nie. Auff\u00e4llig dabei ist, dass der BdH in allen Regierungen vertreten ist, nun jedoch einen Herzog weniger stellt als zuvor. Weitere Gewinner der Wahlen sind eindeutig VCS und FED. Die VCS ist nun in vier von sechs Regierungen vertreten und stellt einen Herzog, die FED ist ebenfalls in vier Koalitionen dabei und stellt sogar zwei Herzoge. Beide Parteien werden damit auch ihre Wichtigkeit auf Reichsebene sicherlich steigern k\u00f6nnen. Doch auch MP und MCM k\u00f6nnen Grund zur Freude haben: Die MP ist erstmals \u00fcberhaupt an einer Regierung beteiligt und die MCM kehrt zumindest in einem Herzogtum nach f\u00fcnf Jahren Abstinenz mal wieder in die Exekutive zur\u00fcck. Klare Verlierer sind hingegen WVD und MSP. W\u00e4hrend die MSP nach wie vor auf ihre erste Regierungsbeteiligung warten muss, fliegt die WVD in allen sechs Herzogt\u00fcmern aus der Regierung und wird k\u00fcnftig nur noch in der Opposition zu finden sein. Sollte ihr das im Herbst auch auf Reichsebene passieren, w\u00e4re das absolute Debakel wohl perfekt, zumal auch WVD-K\u00f6nigskandidat Burg seine Nominierung verpasste.<\/p>\n<p>Was die Regierungsbildungen letztlich f\u00fcr die Parlamentswahlen im September bedeuten, ist hingegen nur bedingt zu sagen. Klar ist, dass BdH, VCS und FED, sowie in der zweiten Reihe MP und MCM sich nur wenig Sorgen machen m\u00fcssen, \u00fcberhaupt keine Aussichten auf eine Regierungsbeteiligung auch auf Reichsebene zu haben, w\u00e4hrend das bei WVD und MSP anders aussieht. Welches der auf Herzogtumebene geschmiedeten B\u00fcndnisse auch im Saal der Gespenster eine Mehrheit haben k\u00f6nnte, ist ebenfalls unklar, da auf Reichsebene noch andere Politikfelder eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung haben als auf der Ebene der Herzogt\u00fcmer. Eine Lehre kann aus den teils langen Verhandlungen jedoch gezogen werden: Wer ein gem\u00e4\u00dfigtes Programm f\u00e4hrt, ganz gleich aus welcher politischen Richtung kommend, und wer nicht von vornherein B\u00fcndnisse und Koalitionen ausschlie\u00dft aufgrund pers\u00f6nlicher Empfindsamkeiten, hat auch eine deutlich h\u00f6here Chance am Ende auf der Regierungsbank zu landen. Man wird sehen, welche Parteien diese Lehre verstanden haben und welche nicht, doch sicher ist, dass die Machtoptionen nach der Parlamentswahl wohl so vielf\u00e4ltig sein werden wie noch nie in der Meadowhousischen Geschichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Entscheidung gefallen: Ezechiel Bloor wird Herausforderer von K\u00f6nig Percival I.<\/strong><\/p>\n<p>Am Ende dauerte es wie bereits vor vier Jahren bis zum letzten Termin der K\u00f6nigsvorwahlen, ehe der Kontrahent des amtierenden K\u00f6nigs Percival I. f\u00fcr die Stichwahl im September feststand, doch ist das Resultat der Vorwahlen diesmal auf den ersten Blick deutlicher ausgefallen, als noch 1818. Ezechiel Bloor sicherte sich am Sonntag knapp das letzte noch offene Herzogtum Wiesenhausen bei den diesj\u00e4hrigen K\u00f6nigsvorwahlen und erreichte damit nicht nur die entscheidende Marke von mehr als 368 Wahlm\u00e4nnern, sondern stellte in dieser Hinsicht auch einen neuen Rekord auf: 422 Wahlm\u00e4nner kann der 64-J\u00e4hrige nach allen sechs Vorwahlen sein Eigen nennen. Damit \u00fcbertraf er die bisher einzige Referenz, den Wert von K\u00f6nig Percival I. von vor vier Jahren um ganze 25 Wahlm\u00e4nnerstimmen. Doch wie sehen die Chancen f\u00fcr Ezechiel Bloor aus, im September tats\u00e4chlich K\u00f6nig zu werden? Und was kann aus den Vorwahlen insgesamt mitgenommen werden? Eine kurze Analyse.<\/p>\n<p>Die Chancen f\u00fcr Ezechiel Bloor stehen nicht allzu schlecht. Mit seinem Programm f\u00fcr die Vorwahlen und durch h\u00e4ufige Auftritte ist er mittlerweile auch im politischen Spektrum deutlich bekannter geworden, als das noch Anfang April etwa der Fall war. Sein Wahlsieg bei den Vorwahlen ist zugleich auch der Sieg eines eher mitte-rechts orientierten Kandidaten, der in einigen politischen Ansichten zwar durchaus Hardliner-Mentalit\u00e4t an den Tag legt, sich jedoch wenig ideologisch pr\u00e4sentiert und auch sehr moderate Ansichten vertritt. Diese Kombination k\u00f6nnte f\u00fcr ihn noch wichtig werden, wenn es darum geht, die politische Mitte des Landes bei der Wahl im September zu erreichen. Bloors Chancen stehen auch deshalb nicht schlecht, weil er nun die wohl gesammelte Unterst\u00fctzung aller konservativen Kr\u00e4fte des K\u00f6nigreiches erfahren d\u00fcrfte. Insbesondere WVD, MCM, gro\u00dfe Teile der VCS und Teile des BdH k\u00f6nnten Hoffnungen darauf setzen, dass er die Wahlen im September gewinnt. Dazu kommt auch, dass er bei den Vorwahlen Herzogt\u00fcmer f\u00fcr sich entschied, die nicht traditionell zum konservativen Stammland z\u00e4hlen: Mit Santo Opalo, El Grande und Wiesenhausen konnte er in Regionen gewinnen, in denen vor allem der ehemalige K\u00f6nig Johannes I. bei der f\u00fcr ihn verlorenen Stichwahl 1818 schlecht aussah. Dennoch gibt es auch Einschr\u00e4nkungen hinsichtlich der Chancen Bloors, am Ende K\u00f6nig zu werden. So gewinnt er am Ende zwar mit einer Rekordzahl an Wahlm\u00e4nnern die K\u00f6nigsvorwahlen, doch die individuellen Entscheidungen in den einzelnen Herzogt\u00fcmern waren jeweils denkbar knapp. Sieht man von der Vorwahl in Santo Opalo ab, bei der Bloor einen durchaus respektablen Vorsprung hatte, gewann er El Grande und selbst sein Heimat-Herzogtum Wiesenhausen jeweils nur mit einem Vorsprung von 0,2%-Punkten auf den n\u00e4chstbesten Kandidaten. Somit ist der Sieg am Ende auf den ersten Blick zwar deutlich, doch in absoluten W\u00e4hlerzahlen sieht es dann schon anders aus. So k\u00f6nnten, sofern die konservative Basis, die Bloor braucht, um zu gewinnen, nicht ganz so geschlossen hinter ihm steht, auch W\u00e4hler im September dem amtierenden K\u00f6nig ihre Stimme geben, falls sie mit Bloors Wahlprogramm oder Wahlkampf unzufrieden w\u00e4ren. Insbesondere die W\u00e4hler von Bert Bratapfel, dem wohl moderatesten Kandidaten, der sich bei seiner ersten nationalen Wahl respektabel pr\u00e4sentierte, sind dabei zu nennen. Somit wird es f\u00fcr Bloor gewisserma\u00dfen ein Drahtseilakt, die konservative Basis zu mobilisieren und gleichzeitig m\u00f6glichst weit in die politische Mitte hinein zu kommen. Gleiches gilt jedoch auch f\u00fcr K\u00f6nig Percival I., nur von der anderen politischen Seite her.<\/p>\n<p>Bei der Betrachtung des K\u00f6nigsvorwahlkampfs gibt es neben dem letztlich ausgew\u00e4hlten Kandidaten jedoch noch weitere Aussagen zu treffen. In einem Interview mit dem &#8222;Morgengespenst&#8220; analysierte der Leiter des Instituts f\u00fcr Meadowhousische Politik, Prof. Lars Eschbach, den Ausgang der Vorwahlen. &#8222;F\u00fcr Ezechiel Bloor ist es die einmalige Chance, seine politische Karriere auf ein anderes Niveau zu heben&#8220;, so Eschbach. &#8222;Bisher war er lediglich Stadtrat in Wiesenhausen und trat dar\u00fcber hinaus nur bei der K\u00f6nigswahl 1814 in Erscheinung, wo er jedoch mangels Unterscheidbarkeit vom Programm des damaligen Amtsinhabers letztlich chancenlos blieb. Dieses Mal ist das anders. Die Frage ist, inwiefern die Erfahrung hier eine Rolle spielt: K\u00f6nig Percival war auch vor seiner Inthronisierung bereits auf h\u00f6chster politischer Ebene t\u00e4tig, n\u00e4mlich als Verkehrsdromorniss bei der Weltregierung. Ezechiel Bloor kann auf so etwas nat\u00fcrlich nicht verweisen. Abgesehen davon glaube ich aber sowieso, dass es ein extrem inhaltlich gef\u00fchrter Wahlkampf wird. Ein Wahlkampf der Ideen. Denn beide sind durchaus kreative Strategen, die gerne mal etwas unkonventionelle L\u00f6sungen pr\u00e4sentieren und zugleich sehr pragmatisch an Probleme herangehen, nur eben von fast gegens\u00e4tzlichen politischen Richtungen. Auf die TV-Duelle kann man sich Stand jetzt zumindest wohl freuen, auch weil beide rhetorisch nicht schlecht daherkommen.&#8220;<\/p>\n<p>\u00dcber das \u00fcbrige Kandidatenfeld der K\u00f6nigsvorwahlen sagte Eschbach weiter: &#8222;Die tragische Figur dieser Wahlen war ganz eindeutig Peter Burg. Von der eigenen Partei dazu gedr\u00e4ngt, K\u00f6nigskandidat zu werden, auch weil die momentane Parteispitze ihn auf gar keinen Fall im Rennen um die Kanzlerkandidatur haben wollte, wurde er auf schlimmste Weise abgestraft. Innerhalb von drei Monaten ist er nun vom fest im Sattel sitzenden und respektierten Herzog von Saphirento zu einem Politiker geworden, der, wenn man ehrlich ist, vor dem Ende seiner Karriere steht, auch wenn man bei so etwas immer vorsichtig sein muss. Die anderen Kandidaten hingegen, mit Ausnahme von Bernd Ludwig, dessen Kandidatur ihren erwartet hoffnungslosen Verlauf nahm, stehen nach der Wahl jedoch besser da, als vorher. Johann von Gauttersberg und Reinhardt von der Tagel konnten je ein Herzogtum f\u00fcr sich gewinnen und damit auch die jeweils desastr\u00f6sen Wahlniederlagen, die sie in der Vergangenheit zu verantworten hatten, ein wenig vergessen machen und Bert Bratapfel konnte zwar kein Herzogtum gewinnen, fuhr aber insbesondere in Santo Opalo, El Grande und Wiesenhausen sehr respektable Ergebnisse ein, vor allem f\u00fcr jemanden, der zuvor innenpolitisch noch gar nicht in Erscheinung getreten war. Es kann durchaus sein, dass wir die drei bald irgendwo noch einmal in bestimmten Positionen erleben werden, wobei ich meine Zweifel habe, dass sie noch einmal so m\u00e4chtige Posten ergattern wie zu Zeiten ihres politischen Zenits.&#8220;<\/p>\n<p>Angesprochen auf ein weiteres Thema, n\u00e4mlich wie die Auswahl Ezechiel Bloors den Wahlkampf der Parteien zur ebenfalls im September stattfindenden Parlamentswahl auswirken k\u00f6nnte, sagte Eschbach: &#8222;Diesen Effekt sollte man gerade in Meadowhouse nicht \u00fcberbewerten. Ja, schon vor vier Jahren schnitt beispielsweise die FED st\u00e4rker ab, als jemals zuvor, doch alle anderen linken Parteien waren nach der Wahl im Parlament geschrumpft. Dennoch wurde eine Woche sp\u00e4ter ein eher linksorientierter K\u00f6nig gew\u00e4hlt, was viele Beobachter damals als etwas schizophren betrachteten und der Konstellation aus eher konservativer Regierung und linksliberalen K\u00f6nig nicht allzu lange gaben. Alle Beteiligten haben sie eines besseren belehrt, wenn man von Teilen der WVD vielleicht absieht. So kann es diesmal auch sein, dass es vielleicht Mehrheiten auf der linken Seite gibt, eine Woche sp\u00e4ter aber Ezechiel Bloor neuer K\u00f6nig wird. Die Verbindung ist da nicht eindeutig, was \u00fcbrigens auch f\u00fcr die Positionierung der Parteien gilt. Denn schon vor vier Jahren war es W\u00e4hlern scheinbar herzlich egal, dass die sich abzeichnende Koalition aus BdH, WVD und VCS lieber mit K\u00f6nig Johannes I. weiterregiert h\u00e4tte, als mit dem dann gew\u00e4hlten K\u00f6nig Percival I. Daher sollten sich die Parteien dazu vielleicht gar nicht \u00e4u\u00dfern, weil die W\u00e4hler diese beiden Wahlen, trotz ihrer zeitlichen N\u00e4he, als sehr getrennt wahrnehmen.&#8220;<\/p>\n<p>Somit ist also alles vorbereitet f\u00fcr einen sicherlich spannenden Wahlsommer, in dem, wie seit Sonntag klar ist, K\u00f6nig Percival I. und Ezechiel Bloor darum streiten werden, wer ab Herbst auf Burg Daunenfels residieren darf. Sobald die Wahlprogramme der beiden Kandidaten endg\u00fcltig feststehen und \u00fcber Fragmente oder Vermutungen hinausgehen, darf man sich sicherlich auch auf einen inhaltlich anspruchsvollen und interessanten Wahlkampf freuen, in dem es um die besten Ideen darum geht, wie Meadowhouse weiter vorangebracht werden kann. Herausforderungen gibt es indes ohnehin genug. Beruhigend ist, dass beiden Kandidaten grunds\u00e4tzlich zugetraut werden darf, dass sie eben jene Herausforderungen mit Seriosit\u00e4t und Bestimmtheit angehen w\u00fcrden, sollten sie zum K\u00f6nig gew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nigsvorwahlen gestartet &#8211; Ex-VCS-Chef von Gauttersberg gewinnt in Preu\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p>Mit Spannung wurde auf den vergangenen Sonntag wohl im ganzen K\u00f6nigreich geblickt. Zum erst zweiten Mal in seiner Geschichte begannen im hohen Norden Meadowhouse&#8216; die K\u00f6nigsvorwahlen zur Ermittlung des Kontrahenten von K\u00f6nig Percival I. im September. F\u00fcr die Zeit zwischen den im M\u00e4rz durchgef\u00fchrten Herzogenwahlen und den im Sommer stattfindenden landesweiten Kommunalwahlen gelten die K\u00f6nigsvorwahlen als wichtigstes politisches Ereignis und k\u00f6nnen die W\u00e4hlergunst entscheidend beeinflussen. Dar\u00fcber hinaus gelten die K\u00f6nigsvorwahlen auch f\u00fcr viele der antretenden Kandidaten als M\u00f6glichkeit, zur\u00fcck auf die politische B\u00fchne zu kommen oder aber eine wichtigere Rolle in ihrer Partei einzunehmen. Beispiele daf\u00fcr waren vor vier Jahren etwa der MP-Kandidat Rainer Schubert, der kurz darauf MP-Parteichef wurde, oder VCS-Kandidat Ralf Bachstein, der im Herbst 1818 dann als Verkehrsminister in das Kabinett von Sebastian Schwalbenschwanz einzog. Insgesamt k\u00f6nnen die K\u00f6nigsvorwahlen also durchaus als entscheidender Prozess bezeichnet werden, der die politische Stimmung in einem Wahljahr ma\u00dfgeblich ver\u00e4ndern kann.<\/p>\n<p>Bei den Umfragen schlie\u00dflich kristallisierten sich in den letzten Wochen mehr und mehr zwei wesentliche Favoriten auf den Platz im Duell mit K\u00f6nig Percival I. heraus: WDV-Kandidat und Saphirenter Ex-Herzog Peter Burg und der parteilose Kandidat Ezechiel Bloor aus Wiesenhausen. Beide lagen, je nach Umfrageinstitut, jeweils mit etwa 25-27% vor allen anderen Kandidaten. Wichtig dabei ist jedoch, dass es sich um reichsweite Umfragen handelt, also von allen sechs Herzogt\u00fcmern kumuliert, sodass es regional dann durchaus Abweichungen von diesen Prognosen geben kann. Hinter Burg und Bloor folgten mit etwa 16-19% MCM-Kandidat und Ex-Innenminister Reinhardt von der Tagel aus S\u00fcdstrand und der ehemalige VCS-Chef Johann von Gauttersberg aus Preu\u00dfen. Dahinter folgten dann mit 10-15% der ehemalige Botschafter Meadowhouse&#8216; beim Weltbund, Bert Bratapfel, und abgeschlagen bei 2-5% der ehemalige Vorsitzende der KFM, Bernd Ludwig.<\/p>\n<p>Unter diesen Umst\u00e4nden gestaltete sich der Wahlsonntag im hohen Norden des K\u00f6nigreichs am Ende doch durchaus \u00fcberraschend. Denn schon in der ersten Prognose wurde klar, dass keiner der beiden hochgehandelten Favoriten sich am Ende den Wahlsieg greifen w\u00fcrde k\u00f6nnen. WVD-Kandidat Burg kam auf 21,4% der Stimmen und sein \u00e4rgster Konkurrent Bloor nur auf 18,4%. Lachender Dritter war hingegen VCS-Mann von Gauttersberg, der mit 25,9% der Stimmen schon nach der ersten Prognose um 18:00 Uhr de facto als Wahlsieger feststand. F\u00fcnf Stunden sp\u00e4ter bewahrheitete sich dies schlie\u00dflich auch, als das vorl\u00e4ufige amtliche Endergebnis bekannt gegeben wurde. Johann von Gauttersberg errang den Sieg, am Ende mit 24,2% der Stimmen, gefolgt von Peter Burg, der auf 21,8% kam, und Ezechiel Bloor, der noch 19,0% erreichte. Dahinter reihten sich dann Reinhardt von der Tagel mit 16,8% und Bert Bratapfel mit 15,1% der Stimmen ein, w\u00e4hrend KFM-Kandidat Bernd Luwdig abgeschlagen bei 3,1% landete. Somit gewann von Gauttersberg also nicht nur die Wahl, sondern strich auch die insgesamt 65 zu vergebenden Wahlm\u00e4nner aus Preu\u00dfen ein und liegt damit nach dem ersten Termin \u00fcberraschend in F\u00fchrung. Dementsprechend zuversichtlich zeigte er sich am Abend auch im WRF-Fernsehen: &#8222;Der Sieg heute soll m\u00f6glichst nur der Anfang sein. Ich wei\u00df, dass der Regionalfaktor sicherlich sehr gro\u00df war, doch m\u00f6chte ich zeigen, dass man mit der Politik der VCS auch in anderen Herzogt\u00fcmern gegen\u00fcber meinen Mitbewerbern punkten kann. Die Wahlm\u00e4nner aus Preu\u00dfen nun auf dem eigenen Konto zu haben, ist ein \u00fcberw\u00e4ltigendes Gef\u00fchl, gegen das ich nichts einzuwenden h\u00e4tte, wenn ich es bei diesen Wahlen nochmal erleben d\u00fcrfte.&#8220;<\/p>\n<p>Doch was bedeutet das Ergebnis von Sonntag nun abseits der verst\u00e4ndlichen Euphorie des Wahlsiegers? Zun\u00e4chst einmal sei erw\u00e4hnt, dass bereits vor vier Jahren nicht der sp\u00e4tere K\u00f6nig Percival das Herzogtum Preu\u00dfen gewann, sondern der parteilose Johannes Seeberger, der am Ende mit dem Ausgang der Wahlen jedoch wenig zu tun hatte. Dennoch d\u00fcrfte sowohl Peter Burg als auch Ezechiel Bloor nun endg\u00fcltig klar sein, dass viel dazu geh\u00f6rt, ein Herzogtum zu gewinnen, welches nicht die eigene politische oder geb\u00fcrtige Heimat ist. Mit dem Sieg von Johann von Gauttersberg haben es beide verpasst, sich fr\u00fchzeitig gegen\u00fcber dem jeweils anderen in einen Vorteil zu bringen und m\u00fcssen nun Kopf an Kopf in die n\u00e4chste Wahl am Sonntag in Santo Opalo gehen. Au\u00dferdem k\u00f6nnten sich einige potentielle W\u00e4hler der beiden nun auch in Richtung von Gauttersberg orientieren, da ein solcher Sieg h\u00e4ufig zu kaskadenartigen Effekten \u00fcber Herzogtumsgrenzen hinaus f\u00fchrt. Auch wenn von Gauttersberg am Ende der Vorwahlen nur Preu\u00dfen auf dem Konto haben w\u00fcrde, wird es f\u00fcr einen der beiden Favoriten wohl bereits der ausschlaggebende Termin gewesen sein, weshalb er nicht als Kandidat gegen K\u00f6nig Percival antreten darf. Glaubt man der Meinung von Experten, so d\u00fcrfte sich insbesondere Peter Burg \u00fcber die Niederlage in Preu\u00dfen \u00e4rgern, da es nicht nur ein direkter Nachbarstaat seines ehemaligen Herzogtums Saphirento ist, sondern auch die Wahlbev\u00f6lkerung durchaus \u00e4hnliche Werte und Interessen vertritt. Ezechiel Bloor hingegen k\u00f6nnte mit einem Sieg im S\u00fcden des K\u00f6nigreichs, wo Burg Umfragen zufolge weniger gute Chancen hat, den Verlust Preu\u00dfens am Ende noch ausgleichen. Unabh\u00e4ngig davon, wer den Verlust von Preu\u00dfen am Ende am meisten bedauern wird, ist der Sieg im n\u00f6rdlichsten Herzogtum f\u00fcr Johann von Gauttersberg das Comeback auf der politischen B\u00fchne. Nach fast achtj\u00e4hriger Abstinenz, als er im Herbst 1814 nach der verloren gegangenen Reichstagswahl als VCS-Chef zur\u00fccktreten musste, kehrt er nun fast schon spektakul\u00e4r zur\u00fcck. Dabei verfolgte er, im Gegensatz zu seiner ersten Zeit in der meadowhousischen Politik, diesmal einen deutlich gem\u00e4\u00dfigteren konservativen Stil ohne zu viele ideologische Komponenten und war damit scheinbar bei den traditionell konservativen W\u00e4hlern Preu\u00dfens sehr erfolgreich.<\/p>\n<p>Kommenden Sonntag geht es dann f\u00fcr die sechs Kandidaten nach Santo Opalo, wo das Rennen wohl vollkommen offen ist, da sich die Bev\u00f6lkerung des Herzogtums aus sehr heterogenen Str\u00f6mungen zusammensetzt, wie bereits die Herzogwahlen im M\u00e4rz zeigten. Ein Sieg hier w\u00e4re f\u00fcr die Favoriten Burg und Bloor jeweils eminent wichtig, nicht nur aufgrund der unklaren politischen Ausrichtung Santo Opalos, sondern auch aufgrund der 149 Wahlm\u00e4nner, die es zu erreichen gibt, was die zweitgr\u00f6\u00dfte Anzahl an Wahlm\u00e4nnern hinter dem Herzogtum Wiesenhausen mit 176 Wahlm\u00e4nnern ist. Allerdings ist Santo Opalo auch die politische Heimat von Kandidat Bert Bratapfel, f\u00fcr den die Wahl am kommenden Sonntag wohl zum Pr\u00fcfstein daf\u00fcr wird, ob seine Kampagne erfolgreich ist und ob ein Eintritt in die meadowhousische Politik lohnenswert sein k\u00f6nnte. Spannend werden dar\u00fcber hinaus wohl auch die Vorwahltermine in S\u00fcdstrand am 22. Mai und in El Grande am 29. Mai. In S\u00fcdstrand wird ebenfalls mit einer starken Unterst\u00fctzung f\u00fcr den lokalen Kandidaten Reinhardt von der Tagel gerechnet, wobei insbesondere Peter Burg nach dem desastr\u00f6sen Abschneiden der WVD bei der Herzogwahl in S\u00fcdstrand es schwierig haben k\u00f6nnte. In El Grande schlie\u00dflich ist das Rennen vollkommen offen und wird wohl eher moderaten Kandidaten n\u00fctzen, da das Herzogtum im S\u00fcden des K\u00f6nigreichs traditionell weniger konservativ ist als seine Nachbarn. So k\u00f6nnte El Grande am Ende fast der wichtigste Wahltermin werden, da der lokale Kandidat Bernd Ludwig wohl nicht ernsthaft als Wahlsieger dort in Betracht genommen werden kann. Bei den anschlie\u00dfenden letzten beiden Vorwahlterminen in Saphirento am 04. Juni und in Wiesenhausen am 11. Juni handelt es sich f\u00fcr die beiden als Favoriten gehandelten Kandidaten Burg und Bloor dann um Heimspiele, die von den jeweiligen Kampagnen fest eingeplant sind und die, glaubt man Umfragen, wohl auch zurecht fest eingeplant sind. Somit k\u00f6nnten schon die n\u00e4chsten drei Wochen die Entscheidung bringen, wer im Herbst gegen K\u00f6nig Percival I. antreten darf, wobei das Ergebnis von Preu\u00dfen von vergangenem Sonntag diese Frage durchaus vertagt haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Herzogenwahlen 1822: VCS und MP triumphieren, WVD und MSP mit herben Verlusten<\/strong><\/p>\n<p>Meadowhouse hat gew\u00e4hlt. Zum dritten Mal nach 1812 und 1817 wurden die Oberh\u00e4upter der sechs Herzogt\u00fcmer im K\u00f6nigreich gew\u00e4hlt und wie schon vor f\u00fcnf Jahren legte die Wahl auch diesmal zu erahnende Trends und Prognosen in den Pr\u00e4ferenzen der B\u00fcrger offen. Nach dieser Offenlegung m\u00fcssen sich insbesondere WVD und MSP f\u00fcr die weiteren in diesem Jahr anstehenden Wahlen wohl geh\u00f6rige Sorgen machen. Beide Parteien verloren in s\u00e4mtlichen Herzogt\u00fcmern zum Teil deutlich und m\u00fcssen sich schleunigst Gedanken dar\u00fcber machen, wie sich ein solches Desaster im September bei der Reichstagswahl nicht wiederholt. Im Gegensatz dazu l\u00e4uft es bei VCS und MP problemlos. Beide Parteien gewannen in s\u00e4mtlichen Herzogt\u00fcmern hinzu und d\u00fcrfen sich, je nach Region, auch Hoffnungen auf eine Regierungsbeteiligung machen. Sollten die Wahlergebnisse f\u00fcr beide Parteien im September auf Reichsebene \u00e4hnlich gut ausfallen, d\u00fcrfte ihre Bedeutung im K\u00f6nigreich noch einmal anwachsen. Doch nun zu den einzelnen Herzogt\u00fcmern und ihren Ergebnissen.<\/p>\n<p><strong>Preu\u00dfen: Georg Hebdal mit Erdrutschsieg in dritte Amtszeit gew\u00e4hlt &#8211; WVD nur noch einstellig<\/strong><\/p>\n<p>Im hohen Norden des K\u00f6nigreichs wurde der Sonntag zu einem Feiertag f\u00fcr die VCS und ihren amtierenden Herzog und Spitzenkandidaten Georg Hebdal. Nach dem bereits guten Wahlergebnis von 1817, als man 23,7% holte und damit erneut st\u00e4rkste Kraft geworden war, schoss das Wahlergebnis nun auf astronomische 37,6% hinauf, womit Hebdal das beste Wahlergebnis aller Spitzenkandidaten in allen Herzogt\u00fcmern einfuhr. Die n\u00e4chstst\u00e4rkste Kraft wurde der BdH, der immerhin 6,8% hinzugewinnen konnte und auf 19,5% kam. Dahinter folgte die MCM, die, zwar traditionell stark im Norden, deutlich Federn lassen musste, wohl auch aufgrund des starken VCS-Ergebnisses, wohin viele MCM-W\u00e4hler gewandert waren. In Preu\u00dfen nahm das Desaster f\u00fcr die WVD dann bereits seinen Lauf. Als das Wahlergebnis von gerade einmal 9,0% bekannt gegeben wurde, herrschte Totenstille bei der Wahlparty von Spitzenkandidat Boevendorf. Mit einem Minus von 12,8% ist die WVD der Verlierer der Wahl in Preu\u00dfen. Alle anderen Parteien, FED, MSP und MP, mussten weder starke Gewinne noch starke Verluste vermelden, doch gelang der MP erstmals der Einzug in den Senat in Karburg, indem sie die 3%-H\u00fcrde \u00fcbersprang, und die MSP konnte sich mit 3,1% gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, \u00fcberhaupt noch im Senat vertreten zu sein. Wahlsieger Hebdal, der sich am Abend vor dem Herzogensitz in Karburg geb\u00fchrend feiern lie\u00df, hat nun bez\u00fcglich m\u00f6glicher Koalitionen alle Tr\u00fcmpfe in der Hand. Denkbar w\u00e4ren Stand jetzt zwei Koalitionsmodelle: Entweder mit dem BdH und dessen Spitzenkandidaten Georg Wiesenbrink oder mit den MCM und deren Spitzenkandidaten Harald Nieh\u00f6fer. W\u00e4hrend eine konservative Koalition aus VCS und MCM bei 300 Sitzen im Senat Karburg eine relativ knappe Mehrheit von 159 Sitzen h\u00e4tte, w\u00e4re sie bei einer Mitte-Rechts-Regierung unter BdH-Beteiligung mit 175 Sitzen deutlich komfortabler. Trotz der traditionell konservativen W\u00e4hlerschaft in Preu\u00dfen hielten politische Beobachter eine Koalition von VCS und BdH auch deshalb nicht f\u00fcr ganz unwahrscheinlich, da letztere, im Gegensatz zur MCM bei der Wahl an Stimmen dazugewinnen konnten und die Christ-Monarchisten hingegen zu den Wahlverlierern geh\u00f6ren. Inhaltlich, insbesondere hinsichtlich der Absicherung der Grenze zu Gr\u00fcnland, der Unternehmensbesteuerung und der Fiskalpolitik sind die Parallelen zu den MCM jedoch offensichtlich. Man darf gespannt sein, wie sich Hebdal entscheidet, doch scheint eine Koalitionsbildung in Preu\u00dfen in absehbarer Zeit gut durchf\u00fchrbar zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Saphirento: WVD verliert ihr letztes Herzogtum &#8211; FED und MSP verlieren deutlich<\/strong><\/p>\n<p>In Saphirento wurde der Nachfolger f\u00fcr den seit 1812 amtierenden Herzog Peter Burg (WVD) gesucht, der sich um das Amt des K\u00f6nigs in diesem Jahr bewerben will, doch endete der Abend insbesondere f\u00fcr Burgs Partei WVD auch in Saphirento mit einem Desaster. Die Umfragen vor der Wahl hatten es schon erahnen lassen, doch nun wurde die Bef\u00fcrchtung f\u00fcr die Volks-Direktionisten bittere Realtit\u00e4t: Die WVD und ihr Spitzenkandidat Bernhard Florheim verlieren mit Saphirento auch das letzte Herzogtum, in dem bis Sonntag noch ein Angeh\u00f6riger ihrer Partei als Herzog im Amt war. Zwar b\u00fc\u00dft die Volks-Direktion nicht viele Prozentpunkte ein, doch reichen 19,5% am Ende nur den dritten Platz. Sowohl BdH als VCS zogen an der bisherigen Herzogenpartei vorbei und haben nun hinsichtlich der Regierungsbildung das Sagen. BdH-Spitzenkandidat Erhard Reinfeldt gilt nun nach der Wahl als aussichtsreichster Kandidat, das Amt des Herzogs zu \u00fcbernehmen, zumal eine Regierungsbildung weniger schwierig werden k\u00f6nnte, als noch vor der Wahl vermutet. Aufgrund der Tatsache, dass es f\u00fcr eine Zweierkoalition aus BdH und der VCS und ihrer Spitzenkandidatin Johanna Pohlmann reichen w\u00fcrde, k\u00f6nnte es der WVD passieren, in ihrem Stammland Saphirento pl\u00f6tzlich in der Opposition zu sitzen. Dass ein B\u00fcndnis aus BdH und VCS, welches nach dem amtlichen Endergebnis und 320 Sitzen im Saphirrat eine Mehrheit von 162 Sitzen h\u00e4tte, Wunsch beider Parteien ist, konnte sich zudem auch schon im Wahlkampf beobachten lassen, wo beide Parteien inhaltlich deutlich aufeinander zugingen. Dies lie\u00df MaronGroup-Chef Dobby am Sonntagabend im &#8222;H\u00f6hlen-Podcast&#8220; auch zu der Aussage verleiten, dass zwischen den beiden Parteien hinter den Kulissen schon alles gekl\u00e4rt sei. Eine Alternative w\u00e4re auch nur ein Dreierb\u00fcndnis aus VCS, WVD und MCM, was auf 169 Sitze k\u00e4me. Ob dies jedoch angesichts der Verluste der beiden zuletzt genannten Parteien ein realistisches Szenario ist, bleibt jedoch anzuzweifeln. Auff\u00e4llig war neben den Zugewinnen von BdH (+7,9%) und VCS (+10,2%) aber auch das starke Verlieren der beiden bisher ordentlich im Saphirrat vertretenen linken Parteien FED und MSP. Beide mussten Verluste von \u00fcber 8% verkraften und haben auch an Bedeutung im Nordosten des K\u00f6nigreichs deutlich eingeb\u00fc\u00dft. F\u00fcr die MSP war es auch denkbar knapp, dass sie \u00fcberhaupt in den Saphirrat einziehen durfte: Genau wie in Preu\u00dfen schaffte sie mit 3,1% gerade so den Sprung ins Parlament und teilte sich da das Schicksal mit der MP, die jedoch leicht hinzugewann, erstmals in den Saphirrat einziehen konnte und auf immerhin 3,6% kam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wiesenhausen: BdH trotz Verlusten st\u00e4rkste Kraft &#8211; VCS und MP mit gro\u00dfen Gewinnen<\/strong><\/p>\n<p>Im Herzogtum Wiesenhausen sorgte der Sonntag am Ende f\u00fcr einen kompletten Umsturz der bisherigen politischen Machtverh\u00e4ltnisse. In keinem anderen Herzogtum waren Gewinne und Verluste aller sieben Parteien so deutlich, wie im Herzogtum rund um die Hauptstadt. Die Partei, deren Ergebnis sich im Vergleich zu 1817 am wenigsten \u00e4nderte, gewann dann am Ende auch die Wahl. Der amtierende Herzog Marko Maszliskus vom BdH darf eine zweite Amtszeit antreten, auch wenn der BdH 5,4% verlor und am Ende auf 23,6% kam. Dennoch d\u00fcrfte die Koalitionsbildung in Schloss Wiesenhausen h\u00f6chst schwierig werden. Auf der konservativen Seite des politischen Spektrums erlebten WVD (-9,4%) und MCM (-13,1%) krachende Wahlniederlagen, w\u00e4hrend die VCS ihre politische Wiederauferstehung in Wiesenhausen feiern konnte und ihr Ergebnis um 14,7% steigern konnte, was sie auch zur drittst\u00e4rksten Kraft mit 16,0% werden lie\u00df. F\u00fcr die WVD ist das Ergebnis nach dem Ergebnis in Saphirento wohl die gr\u00f6\u00dfte Schmach \u00fcberhaupt. Im Gr\u00fcndungsland der Partei, in Wiesenhausen, fiel sie auf 15,9% zur\u00fcck und wurde nur viertst\u00e4rkste Kraft. Spitzenkandidat Wennecke k\u00fcndigte noch am Wahlabend pers\u00f6nliche, aber auch strukturelle Konsequenzen an. Auf der linken Seite der politischen Landschaft konnten insbesondere FED (+9,6%) und MP (+7,5%) starke Gewinne verbuchen, wobei letztere erstmals auf Schloss Wiesenhausen vertreten sein wird. F\u00fcr Marko Maszliskus stehen durch diese Umw\u00e4lzungen an allen Ecken und Enden der politischen Landschaft im Herzogtum Wiesenhausen komplizierte Koalitionsverhandlungen an, da es f\u00fcr das bisherige Zweierb\u00fcndnis aus BdH und WVD nicht mehr reicht. M\u00f6glich w\u00e4ren unter anderem ein Dreierb\u00fcndnis aus BdH, VCS und WVD, was, bei 400 Sitzen auf Schloss Wiesenhausen, eine Mehrheit von 238 Sitzen h\u00e4tte. Fraglich ist dabei die Rolle der WVD und ob diese trotz der heftigen Niederlage wieder in die Regierung gehen m\u00f6chte und ob die Probleme dieser Konstellation auf Reichsebene bei potentiellen Koalitionsverhandlungen ausgeblendet werden k\u00f6nnen. Inhaltlich scheinen alle drei Parteien auf jeden Fall nah beieinander zu sein, da auch die WVD klare sozialpolitische Schwerpunkte im Wahlkampf gesetzt hatte. Eine alternative Koalition w\u00e4re f\u00fcr den BdH hingegen ein B\u00fcndnis mit FED und MP, welches eine Mehrheit von 217 Sitzen h\u00e4tte. Bei einer solchen Koalition d\u00fcrfte insbesondere der gr\u00fcne Fl\u00fcgel des BdH mehr an Bedeutung im Herzogtum Wiesenhausen gewinnen, wobei FED und MP insbesondere in wirtschaftlichen Fragen und hinsichtlich einer Dezentralisierung von Institutionen aus der Hauptstadt in andere Gro\u00dfst\u00e4dte andere Positionen vertreten als der BdH. Aufgrund der Betonung von \u00d6kologie und Umweltschutz in den Wahlprogrammen aller f\u00fcnf genannten Parteien, k\u00f6nnte es aber auch noch zu anderen B\u00fcndnisbildungen kommen. So h\u00e4tte theoretisch auch ein B\u00fcndnis aus BdH, FED und VCS eine Mehrheit von 242 Sitzen. Es d\u00fcrfte also spannend werden im Herzogtum der Hauptstadt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Santo Opalo: FED hauchd\u00fcnn vor BdH &#8211; Koalitionsbildung sehr kompliziert<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Lage in Saphirento, obwohl vorher als spannend prognostiziert, am Ende doch relativ deutlich war, brachte der Abend in Santo Opalo umso mehr Spannung. Lag die FED bei der ersten Prognose noch deutlich vor dem BdH und dessen wieder antretenden Amtsinhaber Ronald Riesenkalmar, schmolz dieser Vorsprung am Abend immer weiter dahin, sodass beide Parteien am Ende fast gleich auf liegen. Die FED ist formal Wahlsiegerin mit 23,6% und der BdH rangiert dahinter bei 23,4%, was im Senat Santo Opalo in der selben Anzahl an Sitzen m\u00fcndet. Klar ist jedoch, dass der BdH, dem die Streitigkeiten mit dem bisherigen Koalitionspartner WVD in Santo Opalo auch geschadet haben, 6,5% verlor, w\u00e4hrend die FED 10,6% zulegte. Auf der konservativen Seite des politischen Spektrums blieb die WVD beinahe unver\u00e4ndert bei 19,1%, ist nun jedoch nur noch drittst\u00e4rkste Kraft im Osten des K\u00f6nigreichs. VCS (+5,2%) und MCM (-7,2%) tauschten ihre Pl\u00e4tze und best\u00e4tigten damit den Trend, der auch schon in anderen Herzogt\u00fcmern zu beobachten war. Auf der linken Seite b\u00fc\u00dfte die MSP mit -9,1% massiv ein und schaffte es gerade so mit 3,6% \u00fcber die 3%-H\u00fcrde, was in einem der ehemals st\u00e4rksten Herzogt\u00fcmer der Partei einer Dem\u00fctigung gleichkam. Einige W\u00e4hler der MSP wanderten zur MP, die erneut den Einzug in den Senat schaffte und auf 6,3% landete. Wie bei diesem Wahlergebnis schon denkbar, wird sich die Koalitionsbildung als extrem schwierig gestalten. Die FED und ihr Spitzenkandidat Thomas J\u00e4ger, der sich, trotz der nochmal aufkommenden Spannung am Abend in Sanorma feiern lie\u00df, hat als knapp st\u00e4rkste Fraktion zwar das ungeschriebene Recht, an Parteien Gespr\u00e4chsangebote zu machen, doch wurde allen Beobachtern des Abends schnell klar, wer wirklich die Macht \u00fcber eine neue Koalition in der Hand h\u00e4lt: Der BdH. Wegen des schlechten Abschneidens der MSP und der immer noch schwachen MP in Santo Opalo steht die FED weitestgehend ohne Koalitionspartner da. Der BdH m\u00fcsste somit nur warten, bis etwa WVD und VCS Gespr\u00e4che platzen lassen und selbst ebenfalls solchen Sondierungen eine Absage erteilen und schon w\u00e4re man selbst in der Rolle des Chefverhandlers. Rein rechnerisch h\u00e4tten, bei 360 Sitzen im Senat Santo Opalo, sowohl eine Koalition aus FED, BdH und MP (199 Sitze) eine Mehrheit, als auch ein B\u00fcndnis unter BdH-F\u00fchrung mit WVD und VCS (203 Sitze). Inhaltlich bestehen Gleichheiten insbesondere zwischen BdH und VCS, die beide vor allem in Infrastruktur investieren wollen, zwischen BdH und MP, insbesondere im Bereich \u00d6kologie, zwischen WVD und VCS im Bereich der St\u00e4rkung der Schifffahrtsindustrie und zwischen FED und MP im Bereich der Wirtschaftspolitik. Der FED k\u00f6nnte es nun nachtr\u00e4glich schaden, im Wahlkampf nicht doch eher auf gr\u00fcne Themen gesetzt zu haben, obwohl man auf diese Weise die Wahl gewinnen konnte. Somit liegt alle Entscheidungsgewalt in Santo Opalo beim Zweitplatzierten Ronald Riesenkalmar und seinem BdH. Sollte er am Ende doch Herzog werden, w\u00fcrde der BdH seinen Coup von 1817 aus El Grande wiederholen, als er, damals ebenfalls als zweitst\u00e4rkste Kraft, doch noch den Herzog stellen konnte und die MSP ausbootete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>El Grande: BdH nun st\u00e4rkste Kraft &#8211; MSP mit historischem Debakel<\/strong><\/p>\n<p>Im eben schon angesprochenen Herzogtum El Grande l\u00e4uft alles auf eine zweite Amtszeit von Amtsinhaber Siegfried von Malmenberg hinaus. Der BdH konnte sein Wahlergebnis von 1817 um 3,8% steigern und wurde somit mit 25,5% erstmals st\u00e4rkste Kraft im S\u00fcden des K\u00f6nigreichs. Neben dem BdH sind vor allem FED und VCS klare Wahlsieger in El Grande. Die FED legte um 13,5% zu und erreichte 23,0%, womit zwar ein gutes Ergebnis erzielt wurde, Spitzenkandidat Siebenst\u00e4tter jedoch nicht das Herzogenamt \u00fcbernehmen werden kann. Die Volks-Christsozialen hingegen steigerten sich auf 14,8%, was sie insbesondere den weiten l\u00e4ndlichen Regionen im Herzogtum El Grande verdanken konnten, die klar VCS gew\u00e4hlt hatten. Verlierer der Wahl sind WVD und MSP. Wohl in keinem anderen Herzogtum wurde der Gesamttrend der Herzogenwahlen 1822 so klar deutlich, wie in El Grande: Die WVD sackte ab auf deutlich unter 10% und erreichte mit einem Minus von 7,3% gerade einmal 8,7%. Die MSP hingegen traf es noch schwerer: Die bisher st\u00e4rkste Fraktion im Senat El Grande musste 17,1% einb\u00fc\u00dfen und liegt nun nur noch bei 9,0% knapp vor der WVD. Der Bestechungsskandal von 1819 hat nun also auch direkte Auswirkungen auf die Anzahl der Mandate der Sozialdemokraten. Erw\u00e4hnenswert waren ansonsten noch das erstmals zweistellige Ergebnis der MP in einem Herzogtum, die in El Grande auf 10,4% kam und dass die konservativen Kr\u00e4fte von VCS und MCM beide gewinnen konnten, was im eher links eingestellten S\u00fcden Meadowhouse&#8216; Seltenheitswert hat. Hinsichtlich m\u00f6glicher Koalitionen kommen auch f\u00fcr Herzog von Malmenberg schwierige Tage auf ihn zu. Rechnerisch m\u00f6glich sind auch hier nur Dreierb\u00fcndnisse, einerseits mit VCS und WVD, welches auf eine Mehrheit von 171 Sitzen im 340 Sitze z\u00e4hlenden Senat El Grande k\u00e4me, andererseits eine Koalition mit FED und MP, welche auf 203 Sitze k\u00e4me. Die erste Variante k\u00f6nnte wohl vor allem an der WVD scheitern, von der sich der BdH-Herzogenverband in den letzten f\u00fcnf Jahren mehr und mehr entfremdete, wohingegen das Verh\u00e4ltnis zu VCS gut ist. Eine N\u00e4he besteht seitens des BdH auch zur MP, vor allem aufgrund der \u00f6kologischen Gemeinsamkeiten, wobei f\u00fcr die zweite Variante einer Regierungskoalition die deutlich linksgerichtete Wirtschaftspolitik der FED einigen BdH-Abgeordneten ein Dorn im Auge sein d\u00fcrfte, auch wenn letztere der FED mit einer angedachten Arbeitnehmerreform entgegen kommen w\u00fcrden. Von Malmenberg k\u00fcndigte am Sonntagabend vor jubelnden Anh\u00e4ngern in El Grande an, mit allen Parteien reden zu wollen und rief dazu auf, im Vorhinein kolportierten angeblichen Einigungen mit einigen Parteien keinen Glauben zu schenken. So darf man auch hier gespannt sein, welche Koalition der BdH am Ende schmieden wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>S\u00fcdstrand: Christoph Farnmann erster FED-Herzog &#8211; MCM und MP gewinnen deutlich hinzu<\/strong><\/p>\n<p>In S\u00fcdstrand ereignete sich am Sonntagabend wahrhaft Historisches: Zum ersten Mal wird ein FED-Politiker ein Herzogtum in Meadowhouse f\u00fchren d\u00fcrfen. Diesen Schritt schaffte FED-Spitzenkandidat Christoph Farnmann, f\u00fcr den am Ende 23,1% der W\u00e4hler votierten, was f\u00fcr die FED ein Plus von 22,1% bedeutete, da sie vor f\u00fcnf Jahren in S\u00fcdstrand noch kaum existierte. Dementsprechend gro\u00df war auch der Jubel, als Farnmann sich gegen 21 Uhr den Anh\u00e4ngern seiner Partei zeigte und sich f\u00fcr den fantastischen Wahlkampf bedankte. Farnmann beerbt damit den bisherigen Herzog Richard Mant\u00f6psrochen, der nicht wieder angetreten war und dessen Wunschnachfolgerin Natalie Johannsen vom BdH am Ende relativ deutlich hinter Farnmann einlief. 20,6% votierten f\u00fcr den BdH in S\u00fcdstrand, was ein Minus von 6,8% im Vergleich zu 1817 bedeutete und zugleich den gr\u00f6\u00dften Verlust des H\u00f6hlenbundes in allen Herzogt\u00fcmern. Neben dem historischen Sieg der FED machten zwei weitere Parteien auf sich aufmerksam. Einerseits konnte die MP mit Spitzenkandidatin Anna Bertels 14,2% erringen, was das h\u00f6chste jemals erreichte Ergebnis der Partei in der meadowhousischen Geschichte ist. Andererseits \u00fcberraschten die MCM mit 16,1%, wodurch Spitzenkandidat Wolfgang von der Tagel die Christ-Monarchisten zur drittst\u00e4rksten Kraft im S\u00fcdosten des Staates machte. Auch in S\u00fcdstrand geh\u00f6rten\u00a0 WVD und MSP zu den klaren Verlierern der Wahl. Die WVD ist mit 6,1% (-10,5% im Vergleich zu 1817) k\u00fcnftig die kleinste Fraktion im Senat San Laven, was Spitzenkandidat Rainer Volkmann noch am Sonntagabend zum R\u00fccktritt veranlasste. Noch h\u00e4rter traf es nur die MSP, die nach El Grande im n\u00e4chsten ehemaligen Stammland droht, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Nur 6,9% erreichten die Sozialdemokraten am Ende, was ein Minus von 17,4% im Vergleich zu 1817 bedeutete. Trotz dieser zum Teil deutlichen Verschiebungen in S\u00fcdstrand scheint die Koalitionsbildung auf den ersten Blick klar zu sein. Da auch hier ein Zweierb\u00fcndnis jedweder Art keine Mehrheit h\u00e4tte, wird eine Koalition aus FED, BdH und MP wahrscheinlich, die, bei 280 Sitzen im Senat San Laven, eine Mehrheit von 166 Sitzen h\u00e4tte. Gegen die FED k\u00f6nnte h\u00f6chstens eine Viererkoalition aus BdH, MCM, VCS und WVD gebildet werden, die auf 153 Sitze k\u00e4me, was jedoch insbesondere nach dem Wahlergebnis der WVD und dem konservativen Wahlprogramm des VCS-Verbandes in S\u00fcdstrand mehr als unwahrscheinlich ist. Auch inhaltlich passen FED, BdH und MP scheinbar gut zusammen, ist in S\u00fcdstrand der BdH-Verband auch noch einmal deutlich gr\u00fcner eingestellt als in den anderen Herzogt\u00fcmern. So k\u00f6nnte der starke Gewinn der MCM am Ende wohl nur symbolische Bedeutung haben, doch zeigt es auch, dass mit einem gem\u00e4\u00dfigt konservativen Programm auch im S\u00fcden des K\u00f6nigreichs Stimmen gewonnen werden k\u00f6nnen. Somit scheint es in S\u00fcdstrand also zu einer Premieren-Koalition zu kommen. Man darf gespannt sein, wie die Beteiligten sich in ihren neuen Rollen zurecht finden werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insgesamt konnten bei der Herzogenwahl mehrere Trends und Tendenzen ausgemacht werden, die, sofern sie als Stimmungsmesser f\u00fcr die weiteren zahlreichen in diesem Jahr anstehenden Wahlen, herhalten sollen, einige Parteien sehr beunruhigen d\u00fcrften, andere hingegen eher positiv beeinflussen sollten. Parteien, die sich Sorgen machen m\u00fcssen, sind, wie eingangs bereits erw\u00e4hnt, WVD und MSP. Beide verloren deutlich bei diesen Herzogwahlen, wobei die WVD insgesamt 44,3% einb\u00fc\u00dfte und nur in Santo Opalo leicht hinzugewann, und die MSP sogar 60,4% verlor und in allen Herzogt\u00fcmern Stimmen einb\u00fc\u00dfen musste. F\u00fcr beide Parteien geht es nun darum, die Wahl aufzuarbeiten und Fehler auszumachen, damit diese anderen Kandidaten bei den anderen Wahlen in diesem Jahr nicht passieren. W\u00e4hrend es bei der WVD jedoch insbesondere die aktuellen politischen Entscheidungen, auch auf Reichsebene, und die beteiligten Personen, allen voran Parteichef Leonhard, sind, die die Partei abrutschen lassen, liegt das Problem bei der MSP wohl tiefer. Politik-Urgestein Friedrich von der Tagel, der am Sonntag ebenfalls als Gast im &#8222;H\u00f6hlen-Podcast&#8220; zugegen war, feuerte jedenfalls eine Breitseite, wie sich Moderator Hemes F. Rems danach ausdr\u00fcckte, gegen den Parteivorstand der WVD, deren Ehrenvorsitzender er ist und sprach zu MSP davon, dass die Partei m\u00f6glicherweise im Wettbewerb von den anderen Parteien aus den Parlamenten gedr\u00e4ngt werden k\u00f6nnte, wie es in jungen Demokratien h\u00e4ufig der Fall ist. So w\u00fcrde einem, wie auch Moderator Gerhard S. Herme und der ebenfalls zu Gast befindliche Johannes von Daunenfels best\u00e4tigten, kein einzigartiger Punkt einfallen, weswegen die MSP unbedingt zu w\u00e4hlen sei. Gr\u00f6\u00dfer kann ein indirekter Auftrag an eine Partei, die im September um ihr politisches \u00dcberleben k\u00e4mpfen k\u00f6nnte, f\u00fcr die n\u00e4chsten sechs Monate wohl kaum sein.<\/p>\n<p>Keinerlei Sorgen zu machen brauchen sich hingegen, wie ebenfalls eingangs erw\u00e4hnt, VCS und MP. Die VCS ist mit einem Plus von 47,8% der klare Sieger der Wahl insgesamt und konnte in allen Herzogt\u00fcmern deutlich hinzugewinnen, wodurch sie nach dieser Wahl durchaus als neue st\u00e4rkste konservative Kraft gewertet werden kann. Viele ehemalige W\u00e4hler der WVD, aber auch der MCM, etwa in Wiesenhausen, wanderten hin\u00fcber zu den Volks-Christsozialen. Die MP hingegen konnte ebenfalls in allen Herzogt\u00fcmern hinzugewinnen, jedoch in den meisten F\u00e4llen nur sehr geringf\u00fcgig. Dennoch steht agglomeriert am Ende ein Gewinn von 18,5% zu Buche, was f\u00fcr eine Partei, der 1818 im Vorhinein zur damaligen Reichstagswahl noch prognostiziert wurde, bald nicht mehr in den Parlamenten vertreten zu sein. Die MP profitierte im Norden insbesondere von der dort regionalen Schw\u00e4che der FED, w\u00e4hrend sie im S\u00fcden vor allem ehemalige W\u00e4hler der MSP abgriff.<\/p>\n<p>F\u00fcr die restlichen drei Parteien BdH, FED und MCM sind verschiedene Fazits zu ziehen. Der BdH gewann mit Saphirento ein Herzogtum hinzu, verlor jedoch S\u00fcdstrand und m\u00f6glicherweise auch Santo Opalo, w\u00e4hrend man in El Grande erstmals st\u00e4rkste Kraft wurde. So kommt am Ende auch ein agglomeriertes Plus von nur 0,2% heraus, das der BdH im Vergleich zu 1817 verzeichnen kann. Trotz dieser Stagnation ist es erstaunlich, dass nur der BdH es schafft, wohl in allen Herzogt\u00fcmern an der Regierung beteiligt zu sein, es sei denn in Preu\u00dfen kommt es zur konservativen Koalition aus VCS und MCM. So ist die Bezeichnung &#8222;Volkspartei&#8220; wohl auch f\u00fcr kaum eine andere Partei treffender als f\u00fcr die zurzeit auch auf Reichsebene klar st\u00e4rkste politische Kraft. Die FED hingegen konnte klare Erfolge vor allem in ihrem Stammmilieu im S\u00fcden des K\u00f6nigreichs vermelden, wo sie in S\u00fcdstrand erstmals den Herzog stellen wird. Ob dies in Santo Opalo trotz des Wahlsiegs gelingt, ist noch fraglich. Probleme hat die Freie Evangelische Direktion hingegen klar im Norden des Landes. Schon 1818, als die FED auf Reichsebene klar hinzugewann, war das Abschneiden in Preu\u00dfen, Saphirento und Wiesenhausen der Grund, warum das Ergebnis am Ende doch schlechter ausfiel als zuvor prognostiziert. Bei der Herzogenwahl in diesem Jahr steht am Ende ein Plus von 44,0% zu Buche, womit die FED also dennoch zu Wahlsiegern geh\u00f6rt. Will man seine Bedeutung auf Reichsebene jedoch verst\u00e4rken, muss man auch in den n\u00f6rdlichen Herzogt\u00fcmern zulegen, da dort der linke wirtschaftliche Kurs h\u00e4ufig auf Ablehnung trifft und \u00d6kologie eher bei BdH und MP gesehen werden, die der FED dort den Rang ablaufen. Die MCM schlussendlich konnte ihre Talfahrt, die seit der Reichstagswahl 1818 anh\u00e4lt nicht wirklich stoppen. Insgesamt verlieren die Christ-Monarchisten im ganzen Land 27,1%, was jedoch insbesondere durch den \u00dcberraschungserfolg von Wolfgang von der Tagel in S\u00fcdstrand im Rahmen gehalten wird. Interessant ist vor allem, dass die MCM kaum von der Schw\u00e4che der WVD profitieren kann und wenn, dann eher in den s\u00fcdlichen linksgerichteten Herzogt\u00fcmern hinzugewinnen kann, w\u00e4hrend sie im Norden und in der Mitte des Landes verliert. M\u00f6glicherweise muss hier ein \u00e4hnlicher Gesinnungswandel her, wie er bei der VCS nach der Wahlniederlage bei der Reichstagswahl 1814 erfolgt ist, um die MCM zur\u00fcck in die Erfolgsspur zu setzen.<\/p>\n<p>Die Herzogenwahlen 1822 sind Geschichte und nun beginnen die Koalitionsverhandlungen, die, je nach Herzogtum, mehr oder weniger schnell verlaufen d\u00fcrften. W\u00e4hrend bei einigen eine Einigung schon im April erwartet wird, rechnet man bei anderen eher mit Mai oder sogar Juni. Ganz gleich jedoch, welche Konstellationen am Ende in den sechs Herzogt\u00fcmern amtieren werden, sind die Signale dieser Wahl f\u00fcr die sieben im Saal der Gespenster vertretenen Parteien so klar wie unterschiedlich. In einigen Parteizentralen werden sicherlich schon jetzt hektische Vorbereitungen auf den Wahlkampf im Sommer laufen, w\u00e4hrend andere Parteien ihren Triumph noch einmal kurz genie\u00dfen d\u00fcrfen. Ab jetzt herrscht in Meadowhouse n\u00e4mlich Dauerwahlkampf, wobei es schon am 08. Mai mit dem ersten Termin der K\u00f6nigsvorwahlen in Preu\u00dfen losgeht. Doch f\u00fcr den Moment l\u00e4sst sich \u00fcber die Herzogenwahlen 1822 nur das sagen, was auch Friedrich von der Tagel am Sonntagabend im Gespr\u00e4ch mit den H\u00f6hlenbewohnern res\u00fcmierte: &#8222;Es war eine Wahl mit 42 Kandidaten, von denen keiner auch nur im Entferntesten eine extremistische Kampagne gefahren ist. Alles ist im Rahmen geblieben und der politische Wettbewerb, die Debatte stand im Zentrum. Und am Ende haben wir ein solch diverses Wahlergebnis, was die gesamte Breite unserer Gesellschaft abdeckt. Ein besseres Signal f\u00fcr eine lebendige demokratische Gemeinschaft kann es nicht geben.&#8220; Dem ist nichts hinzuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kandidaten f\u00fcr die K\u00f6nigsvorwahlen stehen fest &#8211; Konservative Kr\u00e4fte wollen zur\u00fcck auf den Thron<\/strong><\/p>\n<p>Im Superwahljahr 1822 ist die n\u00e4chste wichtige Entscheidung gefallen: Am vergangenen Sonntag endete die Bewerbungsfrist f\u00fcr m\u00f6gliche Kandidaten, die in den ab dem 08. Mai stattfindenden Vorwahlen f\u00fcr das K\u00f6nigsamt gegen Amtsinhaber Percival I. antreten wollen. Nach zwei Tagen der Pr\u00fcfung der Zulassungsvoraussetzungen, nach denen ein Kandidat nur dann antreten darf, wenn er von einer im Reichsparlament und oder den Herzogtumsparlamenten vertretenen Partei oder alternativ von 500.000 Meadowhousischen B\u00fcrgern unterst\u00fctzt wird, wurden heute durch den k\u00f6niglichen Sekret\u00e4r und Wahlleiter Heinrich Petersen die Kandidaten auf Schloss Wiesenhausen verk\u00fcndet. Am Ende werden sich, wie bereits vor vier Jahren, sechs Kandidaten darum bewerben, im September gegen K\u00f6nig Percival I. im Hauptwahlkampf antreten zu d\u00fcrfen, womit erneut die erlaubte H\u00f6chstzahl an potentiellen Kandidaten erreicht wurde. Schon im Vorfeld der Verk\u00fcndung wurde \u00fcber m\u00f6gliche Kandidaten spekuliert, doch waren sich Experten und Medienvertretern sicher, dass das Gros der potentiellen Gegenkandidaten f\u00fcr K\u00f6nig Percival I. aus dem konservativen Lager stammen d\u00fcrfte. Am Ende sollten sie Recht behalten: Alle sechs heute vorgestellten Kandidaten stammen aus konservativen Parteien oder verfolgen eine diesbez\u00fcglich ausgerichtete Politik, wobei die Unterschiede zwischen ihnen dennoch gro\u00df sind, sodass auch eine wirkliche Wahl zwischen verschiedenen Ans\u00e4tzen und Vorstellungen besteht. In der Folge sollen die sechs Kandidaten und ihre politischen Ziele, sowie ihre Chancen in den Wahlen vorgestellt und eingesch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p><strong>Peter Burg (WVD):<\/strong><\/p>\n<p>Dass der noch amtierende Herzog von Saphirento sich in diesem Jahr f\u00fcr ein anderes politisches Amt auf Reichsebene bewerben w\u00fcrde, war wohl ein offenes Geheimnis. Sp\u00e4testens nach seinem erkl\u00e4rten Verzicht auf eine neue Amtszeit in Saphirento im Herbst vergangenen Jahres wurden Burg Ambitionen auf verschiedene Posten auf Burg Daunenfels nachgesagt. Dass es nun das K\u00f6nigsamt werden soll, hat jedoch auch gute Gr\u00fcnde: Der 56-J\u00e4hrige gilt in Wiesenhausen nicht als allzu gut vernetzt, weshalb eine Kanzlerkandidatur f\u00fcr ihn nur schwerlich m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, auch wenn ihm dies ebenfalls unterstellt wurde. Mit ihm setzt die WVD nun jedoch auch alles auf eine Karte, da er einer der wenigen WVD-Politiker ist, die weder Teil der aktuell beim eigenen Parteianhang unbeliebten Regierungskoalition ist, noch durch Krisen oder Pannen auf sich aufmerksam gemacht hat, im Gegenteil. Burg f\u00fchrte das agrarisch gepr\u00e4gte Saphirento \u00fcber zehn Jahr hinweg mit ruhiger und besonnener Hand und konnte sich einen f\u00fcr WVD-Politiker derzeit nicht vorstellbaren Beliebtheitsstatus erarbeiten. Nicht wenige bezeichnen ihn daher auch als aussichtsreichsten Kandidaten der WVD in diesem gesamten Superwahljahr, ganz gleich f\u00fcr welches politische Amt. Als K\u00f6nig d\u00fcrfte er seine in Saphirento praktizierte Politik weitestgehend fortf\u00fchren wollen, die insbesondere in der F\u00f6rderung des l\u00e4ndlichen Raumes in Form von Infrastrukturprojekten und Services besteht und in F\u00f6rderungen f\u00fcr die Landwirtschaft. Hinzu kommt, dass das Projekt des Reichsrats mit einem potentiellen K\u00f6nig Peter sicherlich wieder neuen Zulauf gewinnen w\u00fcrde, war er doch seinerzeit, entgegen seiner Partei auf Reichsebene, ein gro\u00dfer Bef\u00fcrworter dieses Vorhabens. Au\u00dferdem will er die Dezentralisierung weiter voranbringen und gro\u00dfen Metropolen au\u00dferhalb Wiesenhausens mehr Macht in Form wichtiger Institutionen zukommen lassen. Nachteilig f\u00fcr ihn d\u00fcrfte sein, dass, neben seiner schlechten Vernetzung in Wiesenhausen und einer nur geringen Bekanntheit \u00fcber die Grenzen von Saphirento hinaus, seine Partei derzeit schwierige Zeiten durchlebt und Burg es schaffen muss, sich vom Chaos der Reichs-WVD abzugrenzen, ohne Stammw\u00e4hler zu verprellen. Dabei k\u00f6nnte seine Vergangenheit au\u00dferhalb Wiesenhausens auch vorteilhaft sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Johann von Gauttersberg (VCS):<\/strong><\/p>\n<p>Mit diesem Namen hatten wohl auch die gr\u00f6\u00dften Experten nicht gerechnet. Der mittlerweile 74-J\u00e4hrige von Gauttersberg aus der VCS-Hochburg Preu\u00dfen im Norden des K\u00f6nigreiches hatte seine politische Karriere zwar offiziell nie beendet, doch bestanden angesichts der heftigen Wahlniederlage 1814, die er ma\u00dfgeblich mitzuverantworten hatte und in deren Anschluss er als VCS-Chef zur\u00fccktrat, berechtigte Zweifel, ob er noch einmal die politische B\u00fchne des Landes betreten w\u00fcrde. Diese Frage ist nun beantwortet: Die VCS, immerhin ebenfalls Koalitionspartei und noch dazu auf Reichsebene und in einigen Herzogt\u00fcmern dabei, die WVD als konservative Kraft abzul\u00f6sen, nominiert mit von Gauttersberg jemanden, dessen politischer Zenit nicht nur schon \u00fcberschritten scheint, sondern auch eine Person, die f\u00fcr eine VCS l\u00e4ngst vergangener Tage steht. In der Zeit der ersten Meadowhousischen Koalition unter Kanzler Ewald Basilisk war von Gauttersberg klarer Verfechter von Privatisierungen, Steuerentlastungen und einem schlanken Staat, was sein Nachfolger im Amt des Parteichefs, Karl Boerenberg, w\u00e4hrend der Zeit in der Opposition zwischen 1814 und 1818 korrigierte. Es scheint, dass die VCS mit von Gauttersberg nicht nur eine klare Abgrenzung zu K\u00f6nig Percival I. ziehen wollte, zugleich aber auch einer Zwickm\u00fchle entgangen ist. Denn zwar kommt die Reichs-VCS mit K\u00f6nig Percival I. zurecht und die Zusammenarbeit ist durchaus produktiv, doch ist er sicherlich nicht der politische Wunschkandidat der Volks-Christ-Sozialen. Aus diesem Grund w\u00e4re der Verzicht auf einen eigenen Kandidaten sicherlich nur schwer innerparteilich zu vermitteln gewesen. Auf der anderen Seite ist von Gauttersberg jemand, der, falls er scheitert, nur unwesentlich mit der Partei in Verbindung gebracht werden d\u00fcrfte, da er schon lange aus dem Tagesgeschehen ausgestiegen ist. Inwiefern sich von Gauttersbergs politische Ansichten im Vergleich zu seiner Zeit als VCS-Chef ge\u00e4ndert haben, wird sich in den n\u00e4chsten Wochen und Monaten zeigen, doch wird auch er sich dem eher mitte-rechts orientierten Kurs der heutigen VCS nicht entziehen k\u00f6nnen. Themen, die er bereits angek\u00fcndigt hat, in den Fokus r\u00fccken zu wollen, sind auch hier die Dezentralisierung des Staates und eine verst\u00e4rkte Kooperation mit den Nachbarl\u00e4ndern in wirtschaftlicher und milit\u00e4rischer Hinsicht. So ist er auch Bef\u00fcrworter des Weiterverfolgens der Idee einer Titanien-Union. Offen bleibt die Frage, ob die Wahlniederlage von 1814 ihm weiterhin anhaften wird oder ob dies, auch im Zuge der modernisierten VCS, als nicht mehr relevanter Fakt abgetan wird. Gute Chancen d\u00fcrfte von Gauttersberg insbesondere in Preu\u00dfen haben, m\u00f6glicherweise auch noch in Saphirento, doch m\u00fcsste er f\u00fcr einen Erfolg in den \u00fcbrigen Herzogt\u00fcmern sicherlich einen \u00e4hnlich moderaten Kurs einschlagen, wie es die VCS unter Boerenberg und Hubmaier derzeit tut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Reinhardt von der Tagel (MCM):<\/strong><\/p>\n<p>Auch hier schwingt sich ein ehemaliger Politik-Grande der Meadowhousischen Reichspolitik noch einmal auf, um das h\u00f6chste politische Amt im Staat zu erringen, wohlm\u00f6glich zum letzten Mal. Der ehemalige MCM-Chef und Ex-Reichsinnenminister (1814-1818) wurde, etwas \u00fcberraschend, von seiner Partei nominiert, war er doch ma\u00dfgeblich mitverantwortlich daf\u00fcr, dass die MCM sich nach einer krachenden Wahlniederlage 1818 nun deutlich dezimiert in der Opposition wiederfindet und in einigen Herzogt\u00fcmern gar ums politische \u00dcberleben k\u00e4mpfen muss. Doch scheint die Wahl wohl aus mehreren Gr\u00fcnden auf den 64-J\u00e4hrigen gefallen zu sein: Zum einen zieht der Name von der Tagel nach wie vor viele W\u00e4hlerstimmen an, zu gro\u00df ist die Bedeutung von Politik-Urgestein Friedrich von der Tagel auch heute noch. Zudem gingen der MCM im Vorfeld der zahlreichen Wahlen in diesem Jahr die Kandidaten aus, da potentielle Konkurrenten von Parteichef Knucker erst im vergangenen Jahr innerparteilichen Wahlen unterlegen waren und man nicht das Risiko eingehen wollte, einen vollkommen unbekannten Namen f\u00fcr das h\u00f6chste Staatsamt zu nominieren. So fiel die Wahl am Ende auf von der Tagel, der insbesondere in Wiesenhausen und in S\u00fcdstrand, wo sein Neffe Wolfgang von der Tagel als Spitzenkandidat der MCM bei den Herzogtumswahlen antritt. Zudem verk\u00f6rpert von der Tagel politisch einen wirtschaftsliberalen, aber nicht werte- oder nationalkonservativen Kurs, wie er etwa von Teilen der Partei um Heinz Drachenberg eingeschlagen werden soll, womit potentielle Stammw\u00e4hler verprellt werden k\u00f6nnten. Von der Tagels politische Ziele konzentrieren sich insbesondere auf eine Liberalisierung der Wirtschaft, flexiblere Arbeitszeiten, die Schaffung n\u00e4chstm\u00f6glicher wirtschaftlicher Beziehungen zu anderen Staaten in Titanien, auch im Rahmen einer m\u00f6glichen Titanien-Union, sowie eine starke Fokussierung auf das Thema der Inneren Sicherheit, wo er beispielsweise dem MD weitergehende Befugnisse bei der \u00dcberwachung verfassungsfeindlicher Parteien geben m\u00f6chte. Wie gro\u00df von der Tagels Chancen auf den Platz im K\u00f6nigswahlkampf gegen K\u00f6nig Percival I. sind, l\u00e4sst sich schwer beurteilen. Einerseits kann er, gerade im Bereich der Innenpolitik, mit gro\u00dfer Expertise aufwarten und ist zudem im gesamten Land bekannt und hat in jedem Herzogtum seinen Anteil an Unterst\u00fctzern in der Bev\u00f6lkerung. Andererseits konnte er mit einem sehr wirtschaftsliberalen Kurs schon 1818 nicht \u00fcberzeugen und hatte zudem Probleme mit Korruptionsvorw\u00fcrfen im Rahmen einer Parteispende verschiedener Anwaltsverb\u00e4nde, die mittlerweile jedoch juristisch aufgearbeitet sind und kein gravierendes Fehlverhalten des Ex-Innenministers feststellen konnten. Es wird f\u00fcr von der Tagel darauf ankommen, sich einerseits \u00fcber das Thema der Inneren Sicherheit von den anderen Kandidaten abzugrenzen, aber auch noch weitere Alleinstellungsmerkmale zu finden, denn allein auf seinen Namen kann er sich in diesem Wahlkampf definitiv nicht verlassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bernd Ludwig (KFM):<\/strong><\/p>\n<p>Seine Nominierung kommt einer Sensation gleich, oder einem Albtraum, je nachdem wer in Meadowhouse gefragt wird. Der ehemalige K\u00f6nigskandidat von 1814 und Ex-Parteivorsitzende der KFM, Bernd Ludwig, wagt ebenfalls einen wohl finalen Anlauf auf das Amt, das ihm vor acht Jahren deutlich verwehrt wurde. Der inzwischen 60-J\u00e4hrige blieb vielen B\u00fcrgern insbesondere als skurriler religi\u00f6s-fundamentalistischer und erzkonservativer Kandidat in Erinnerung, der mit seinen kontroversen Aussagen regelm\u00e4\u00dfig polarisierte. Angesichts seiner \u00c4u\u00dferungen nach seiner Vorstellung auf Schloss Wiesenhausen scheint sich daran auch nur wenig ge\u00e4ndert zu haben. Laut eigener Aussage sind zentrale Anliegen seiner Kandidatur ein stark wertekonservatives Programm, welches traditionelle Bilder von Kultur, Familie und Gesellschaft unterst\u00fctzen soll, sowie eine R\u00fcckbesinnung christliche Werte, die auch in der Verfassung explizit verankert werden sollen. Wirtschaftlich lehnt Ludwig eine Titanien-Union ab, genauso wie jede andere Form multilateralen Freihandels mit anderen Staaten, da Meadowhouse sich so unabh\u00e4ngig vom unheilvollen Einfluss ausl\u00e4ndischer und unsittlicher Propaganda machen k\u00f6nnte. Zudem ist er Bef\u00fcrworter der Einrichtung eines Ethikrates, der k\u00fcnftig auf Reichsebene jedwede politische Entscheidung auf ihre moralischen und ethischen \u00dcberzeugungen \u00fcberpr\u00fcfen soll, ehe sie als Gesetz verabschiedet wird. Das Amt des Reichspr\u00e4sidenten soll abgeschafft werden und durch einen Vertreter der katholischen Kirche besetzt werden, welches auch Vorsitzender des angesprochenen Ethikrates sein solle. Auf Nachfrage, inwiefern dies mit der gegenw\u00e4rtigen Verfassung vereinbar sei, antwortete Ludwig nicht. Seine Chancen d\u00fcrften von allen Kandidaten wohl auch die geringsten sein, wie sich bereits 1814 gezeigt hatte, als die KFM selbst im konservativen Preu\u00dfen weniger als 5% der W\u00e4hlerstimmen gewinnen konnte. Mit ihm werden jedoch wohl vor allem politische Debatten zwischen den Kandidaten nicht langweilig und er kann von den eher moderateren Kandidaten zur Abgrenzung gegen\u00fcber zu weit rechts au\u00dfen stehenden Positionen verwendet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ezechiel Bloor (parteilos):<\/strong><\/p>\n<p>Die Kandidatur des Ur-Wiesenhauseners Bloor kommt f\u00fcr viele politische Beobachter nicht \u00fcberraschend. Schon nach seiner Niederlage im K\u00f6nigswahlkampf 1814 gegen K\u00f6nig Johannes I. bescheinigten viele Experten ihm gute Wahlkampfqualit\u00e4ten und \u00fcberzeugendes rhetorisches Geschick, was er gegen den zu \u00e4hnliche Positionen vertretenden K\u00f6nig Johannes jedoch zu selten zeigen konnte. Nun hat sich die Situation jedoch ge\u00e4ndert: Mit K\u00f6nig Percival I. sitzt auf Burg Daunenfels ein amtierender K\u00f6nig, der f\u00fcr den mitte-rechts orientierten Bloor ein gutes Ziel abgibt. Der 68-J\u00e4hrige Banjospieler der BEFIM tritt politisch insbesondere f\u00fcr die Rechte von Minderheiten ein, denen er mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erm\u00f6glichen m\u00f6chte, was im Kandidatenfeld ein Alleinstellungsmerkmal ist. Dar\u00fcber hinaus fordert er mehr Wohnraum in den Ballungszentren zu schaffen, insbesondere durch das Abrei\u00dfen alter Industriebrachen in den St\u00e4dten. Wirtschaftlich ist er dem liberalen Fl\u00fcgel einzuordnen, ohne jedoch die Bed\u00fcrfnisse der Arbeitnehmer zu vernachl\u00e4ssigen. So zeigt er sich offen f\u00fcr die Schaffung einer Titanien-Union, pocht jedoch auch auf die Sicherung heimischer Unternehmen und inl\u00e4ndischer Arbeitspl\u00e4tze. Zudem m\u00f6chte er den l\u00e4ndlichen Raum f\u00f6rdern, etwa mit Infrastrukturprojekten und besserer Anbindung an \u00fcberregionale Verkehrsnetze, ohne jedoch eine ganz gro\u00dfe Dezentralisierung anzustreben. Dar\u00fcber hinaus ist er gro\u00dfer Freund der Kulturf\u00f6rderung und m\u00f6chte auch hier einen Akzent seiner Politik setzen. Bloors Chancen werden, insbesondere aufgrund seiner Parteilosigkeit, als relativ gut eingesch\u00e4tzt, da er sich an keinerlei parteiliche Vorgaben halten muss und von einer solchen auch wenig beeinflusst werden kann. Seine Zielgruppe d\u00fcrften insbesondere entt\u00e4uschte WVD-W\u00e4hler sein, die sich mit keiner der anderen Parteien identifizieren k\u00f6nnen, sowie potentielle W\u00e4hler von VCS und MCM, die den wirtschaftsliberalen Kurs der beiden Spitzenkandidaten dort nicht mittragen wollen. Probleme k\u00f6nnten sich f\u00fcr Bloor insbesondere daraus ergeben, dass ihm eine gro\u00dfe Plattform fehlt, um seine Ideen zu verbreiten, da er keine Partei im R\u00fccken hat, und dass er au\u00dferhalb Wiesenhausens maximal als Banjospieler der BEFIM \u00fcberregional bekannt ist. Hier d\u00fcrfte wohl vor allem sein Fokus der n\u00e4chsten Wochen liegen, um in den anderen Herzogt\u00fcmern auch auf politische Weise bekannt zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bert Bratapfel (parteilos):<\/strong><\/p>\n<p>Der sechste Kandidat \u00fcberraschte dann Medien und Experten wohl am meisten. Bert Bratapfel, seines Zeichens ehemaliger Dromorniss bis zum Paradiesischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieg, tritt ebenfalls als parteiloser Kandidat an, um das h\u00f6chste Meadowhousische Staatsamt zu erringen. Der mittlerweile 58-J\u00e4hrige trat jedoch seit der Reichsgr\u00fcndung auf politische Ebene kaum in Erscheinung, weshalb seine Kandidatur schon fast als Sensation gesehen werden kann. Bratapfel arbeitete nach dem Ende des Paradiesischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieges zun\u00e4chst als Anwalt in Wiesenhausen, wo er 1810 ma\u00dfgeblich als Co-Vorsitzender des Verfassungsrates neben Laurenz Grogge die Verfassung ausarbeitete. Anschlie\u00dfend war Bratapfel Meadowhousischer Botschafter in Paradies, Atlantis und beim Weltbund, ehe er 1819 nach Wiesenhausen zur\u00fcckkehrte und Vorsitzender des neu gegr\u00fcndeten Meadowhousisch-Gr\u00fcnl\u00e4ndischen Handelsverbandes (MGHV) wurde, der im Rahmen der Auss\u00f6hnung der beiden Staaten eine wichtige Rolle f\u00fcr den Abbau von Handelshemmnissen und die Kooperation beider L\u00e4nder spielt. Sein Schritt nun auf die gro\u00dfe reichspolitische B\u00fchne war aus diesem Grund kaum erwartet worden, doch scheinen seine Chancen, insbesondere aufgrund seines einzigartigen Wahlprogramms, nicht zu schlecht zu sein. Wenig \u00fcberraschend setzt sich Bratapfel f\u00fcr weitgehende internationale Kooperation und Handel mit den Staaten Titaniens und Thovez&#8216; ein, entweder in Form einer Titanien-Union, was er bevorzugen w\u00fcrde, oder aber, falls dies durch die Verfassungs\u00e4nderung aus dem Herbst 1820 nicht ginge, in Form bi- und multilateraler Vertr\u00e4ge. Zudem will er auch die milit\u00e4rische Kooperation mit umliegenden Staaten ausbauen. Innenpolitisch m\u00f6chte er mittelst\u00e4ndischen Unternehmen die Chancen bieten, auch au\u00dferhalb von Meadowhouse wirtschaftlich aktiv zu werden und will diese daf\u00fcr explizit f\u00f6rdern. Zudem ist er Bef\u00fcrworter einer Dezentralisierung im Staat, allerdings vor allem zugunsten der weiteren Gro\u00dfst\u00e4dte in Meadowhouse. Dar\u00fcber hinaus sollen verfassungsfeindliche Parteien strikt verboten werden und die internationale Kooperation auch im Bereich der Geheimdienste gest\u00e4rkt werden. Bratapfel d\u00fcrfte von allen Kandidaten derjenige sein, der die besten internationalen Kontakte hat, unter anderem zu Weltbund und in den Palaces Monda, sowie zu vielen Pr\u00e4sidenten und Premierministern. Inwiefern ihm das jedoch im Inland zugute kommen kann, muss er noch unter Beweis stellen, da er durch seine Arbeit im Ausland innerhalb Meadowhouse&#8216; wohl der unbekannteste Kandidat aller sechs vorgestellten Personen ist. Insbesondere daran muss er in den n\u00e4chsten Wochen und Monaten arbeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Auftakt ins Superwahljahr &#8211; Parteien nominieren Kandidaten f\u00fcr die Herzogwahlen<\/strong><\/p>\n<p>Das Jahr 1822 wird wohl in vielerlei Hinsicht als besonderes Jahr in die Meadowhousische Geschichte eingehen, stellt es doch das erste Superwahljahr in der Geschichte des noch jungen Staates dar. Neben Herzogwahlen finden auch wichtige Kommunalwahlen, etwa in der Hauptstadt Wiesenhausen, und die Parlaments- und K\u00f6nigswahlen statt, letztere sogar noch mit Vorwahlen. In manchen Regionen des K\u00f6nigreichs d\u00fcrfen die B\u00fcrger damit n\u00e4chstes Jahr ganze f\u00fcnf Mal innerhalb eines halben Jahres in die Wahlkabinen gehen, um ihr Votum abzugeben. Nun wurde der Auftakt f\u00fcr das anstehende Superwahljahr gegeben, indem die Parteien ihre Kandidaten f\u00fcr die Herzogwahlen am 20. M\u00e4rz 1822 bekannt gaben. Die offizielle Liste wird am kommenden Montag dann von K\u00f6nig Percival I. pers\u00f6nlich bekannt gegeben und durch den Verwalter von Schloss Wiesenhausen, Heinrich Petersen, dort \u00f6ffentlich ausgeh\u00e4ngt. Noch vor der offiziellen Bekanntgabe sind die Kandidaten nat\u00fcrlich trotzdem schon festgelegt, wobei in der Folge ein \u00dcberblick \u00fcber das Kandidatenfeld, die Umfragen, m\u00f6gliche Koalitionen und weitere Tendenzen in den sechs Herzogt\u00fcmern gegeben werden soll.<\/p>\n<p><strong>Preu\u00dfen (Amtsinhaber: Georg Hebdal (seit 1812), VCS, Koalition mit WVD):<\/strong><\/p>\n<p>Im hohen Norden des K\u00f6nigreichs setzen die B\u00fcrger offenbar klar auf Konstanz. Der immer noch \u00e4u\u00dferst beliebte Herzog von Preu\u00dfen, Georg Hebdal, wird f\u00fcr eine dritte Amtszeit im Sophienpalais von Karburg kandidieren und erhielt dabei Anfang November eine \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit von 96,5% als Kandidat der Preu\u00dfen-VCS. Hebdal l\u00e4sst auch in den Umfragen die anderen Konkurrenten weit hinter sich und kann sich wohl auf eine dritte Amtszeit vorbereiten, auch wenn noch unklar ist, mit welchem Koalitionspartner. Nachdem man zwischen 1812 und 1817 zun\u00e4chst mit der MCM koaliert hatte und vor f\u00fcnf Jahren dann ein B\u00fcndnis mit der WVD einging, k\u00f6nnte es diesmal, vor allem aufgrund der schwachen Umfragewerte der WVD, nicht erneut zu einem solchen B\u00fcndnis reichen. Hebdal signalisierte dabei bereits Gespr\u00e4chsbereitschaft mit anderen Parteien, etwa mit der aktuell in Umfragen zweitst\u00e4rksten Kraft Preu\u00dfens, dem BdH. Dessen Spitzenkandidat Georg Wiesenbrink gilt als \u00e4rgster Verfolger Hebdals, auch wenn er mehr als 15 Prozentpunkte hinter dem amtierenden Herzog liegt. F\u00fcr die WVD tritt der aktuelle Schatzmeister von Preu\u00dfen, Holger Boevendorf an, d\u00fcrfte jedoch nur Platz drei in der Gesamtabrechnung erhalten und spiegelt damit den Abw\u00e4rtstrend der WVD auch auf Reichsebene gleicherma\u00dfen wider. Zwar versuchte Boevendorf zuletzt mit klar konservativ positionierten \u00c4u\u00dferungen, W\u00e4hler vonseiten der VCS oder auch der MCM zu gewinnen, doch scheinen diese eher das Original w\u00e4hlen zu wollen, als ein Imitat. So muss die WVD sich momentan mit der MCM um Platz 3 streiten, f\u00fcr die der Abgeordnete Harald Nieh\u00f6fer in den Wahlkampf ziehen wird. Nieh\u00f6fer, der dem erzkonservativen Fl\u00fcgel der Partei angeh\u00f6rt, kann im hohen Norden des K\u00f6nigreichs auch nur bedinfgt von der dort traditionell konservativen W\u00e4hlerschaft profitieren, zu gro\u00df ist der Hebdal-Effekt, den die VCS ihr Eigen nennt. Die \u00fcbrigen drei Parteien, FED, f\u00fcr die Barbara Kieler antritt, MSP, die von Hans-Peter Voss in den Wahlkampf gef\u00fchrt wird, und MP, vertreten durch den Spitzenkandidaten Jonas Feyczek, spielen in Preu\u00dfen eher eine untergeordnete Rolle. W\u00e4hrend die FED immerhin noch in hohe einstellige Sph\u00e4ren vordringen kann, stellt sich insbesondere bei der MSP die Frage, ob sie den Wiedereinzug ins Karburger Herzogenparlament schafft. Insgesamt deutet also in Preu\u00dfen alles auf eine weitere Amtszeit von Georg Hebdal als Herzog hin, wobei unklar ist, welchen Juniorpartner sich die VCS diesmal aussuchen wird. Eine sichere Mehrheit h\u00e4tte zurzeit lediglich eine Koalition mit dem BdH oder ein B\u00fcndnis mit WVD und MCM, wobei dies insbesondere vom sozialliberal ausgerichteten Fl\u00fcgel der VCS abgelehnt wird. FED, MSP und MP werden, falls sie denn alle wieder ins Parlament einziehen, wohl kaum Chancen auf eine Regierungsbeteiligung haben.<\/p>\n<p><strong>Preu\u00dfen, Umfragen (10.11.1821):<\/strong><\/p>\n<p><em>VCS (Georg Hebdal, Amtsinhaber):<\/em> 36,8%<br \/>\n<em>WVD (Holger Boevendorf, Koalitionspartner):<\/em> 11,5%<br \/>\nBdH (Georg Wiesenbrink): 22,4%<br \/>\nMCM (Harald Nieh\u00f6fer): 11,1%<br \/>\nFED (Barbara Kieler): 7,6%<br \/>\nMSP (Hans-Peter Voss): 4,5%<br \/>\nMP (Jonas Feyczek): 4,9%<br \/>\nAndere: 1,2%<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Saphirento (Amtsinhaber: Peter Burg (seit 1812), WVD, Koalition mit BdH):<\/strong><\/p>\n<p>In Saphirento wird es am 20. M\u00e4rz definitiv einen neuen Herzog auf der Himmelsfestung, dem Sitz des Saphirenter Herzogs, geben, denn nach zwei Amtszeiten tritt Amtsinhaber Peter Burg von der WVD nicht erneut als Herzog an. Ihm werden schon l\u00e4nger Ambitionen auf Reichsebene nachgesagt und angesichts des mehr oder weniger desolaten Zustands der WVD gilt er vielen Parteimitgliedern als m\u00f6glicher K\u00f6nigs- oder Kanzlerkandidat. Damit scheint die WVD ihre Kr\u00e4fte auf Reichsebene zu b\u00fcndeln, da unter anderem auch dem amtierenden Oberb\u00fcrgermeister von Wiesenhausen, Stefan Cornelius, \u00e4hnliche Ambitionen nachgesagt werden. Dennoch ist es ein riskanter Schachzug der WVD: Der in Saphirento ebenfalls beliebte Burg h\u00e4tte sich als Herzog ohne Weiteres eine weitere Amtszeit sichern k\u00f6nnen, da die Umfragewerte der Partei unter seiner F\u00fchrung, aktuell eher untypisch, sehr hoch waren. Nach Burgs Ank\u00fcndigung, nicht erneut kandidieren zu wollen, brachen die Werte der WVD massiv ein, sodass eine erneute Regentschaft der WVD in Saphirento mittlerweile zweifelhaft geworden ist. Zurzeit scheint sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen dreier politischer Wettbewerber abzuzeichnen: Der neue WVD-Kandidat Bernhard Florheim, bisheriger Stellvertreter Burgs in Saphirento, konkurriert in einem sehr engen Rennen mit BdH-Spitzenkandidat und Saphirento-Schatzmeister Erhard Reinfeldt, der bereits vor f\u00fcnf Jahren antrat und den BdH anstelle der MCM in die Regierung f\u00fchrte, und VCS-Kandidatin Johanna Pohlmann, bisher Oppositionsf\u00fchrerin im Saphirenter Parlament. Alle drei Kandidaten trennen aktuell nur wenige Prozentpunkte und deuten auf einen spanndenderen Wahlkampf hin, als es sich insbesondere die WVD wohl gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Im Falle einer Mehrheit f\u00fcr Pohlmann w\u00e4re sie die erste weibliche Herzogin des Staates Meadowhouse und w\u00fcrde obendrein wohl die Macht der VCS im Norden des K\u00f6nigreichs weiter festigen. Sollte Reinfeldt gewinnen, k\u00f6nnte der BdH nach den vier s\u00fcdlicher gelegenen Herzogt\u00fcmern wohl das n\u00e4chste Herzogtum f\u00fcr sich reklamieren und seinerseits die Macht des BdH im Staat insgesamt deutlich ausbauen. Hinter den drei f\u00fchrenden Parteien tummeln sich dann die weiteren aktuell im Saphirenter Parlament vertretenen Fraktionen: F\u00fcr die MCM tritt Rolf Gr\u00e4finger an, f\u00fcr die FED Renate Siebert-Kahmel, f\u00fcr die MSP Gerd Wohlbein und f\u00fcr die MP Torsten Gehrig. Die Aussichten der vier auch aktuell schon nur in geringem Ausma\u00df vertretenen Parteien sind jedoch durchaus unterschiedlich. \u00c4hnlich wie in Preu\u00dfen m\u00fcssen insbesondere MSP und MP um den Wiedereinzug bangen, w\u00e4hrend die FED zurzeit einen regelrechten H\u00f6henflug in Saphirento erlebt und die MCM als viertst\u00e4rkste Kraft abl\u00f6sen k\u00f6nnte, was f\u00fcr die Christ-Monarchisten im konservativen Saphirento ein absolutes Desaster w\u00e4re. Hinsichtlich m\u00f6glicher Koalitionen nach der Wahl scheint in Saphirento vieles m\u00f6glich zu sein: Neben einem B\u00fcndnis von WVD und VCS, VCS und BdH oder BdH und WVD, in welcher Reihenfolge auch immer, k\u00f6nnten auch die kleineren Parteien dann noch interessant werden, wenn es f\u00fcr eine der vorangegangen Optionen nicht reichen sollte, was derzeit jedoch unwahrscheinlich erscheint. Nicht wenige Experten halten Saphirento jedoch f\u00fcr einen der spannenderen Orte bei den Herzogwahlen im M\u00e4rz.<\/p>\n<p><strong>Saphirento, Umfragen (10.11.1821):<\/strong><\/p>\n<p><em>WVD: Bernhard Florheim (Kandidat der Herzogpartei):<\/em> 25,1%<br \/>\n<em>BdH: Erhard Reinfeldt (Koalitionspartner):<\/em> 24,3%<br \/>\nVCS: Johanna Pohlmann: 24,1%<br \/>\nMCM: Rolf Gr\u00e4finger: 10,1%<br \/>\nFED: Renate Siebert-Kahmel: 9,7%<br \/>\nMSP: Gerd Wohlbein: 3,2%<br \/>\nMP: Torsten Gehrig: 3,0%<br \/>\nAndere: 0,5%<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wiesenhausen (Amtsinhaber: Marko Maszliskus (seit 1817), BdH, Koalition mit WVD):<\/strong><\/p>\n<p>Im bev\u00f6lkerungsreichsten Herzogtum Wiesenhausen bewirbt sich der amtierende Herzog Marko Maszliskus um eine zweite Amtszeit. Nachdem er vor f\u00fcnf Jahren den ersten Platz f\u00fcr den BdH als Nachfolger von Hemes F. Rems verteidigen konnte und erneut in B\u00fcndnis mit der WVD einging, k\u00f6nnte die Regierungsbildung f\u00fcr ihn nach der Wahl diesmal schwieriger werden. Nach seiner klaren Nominierung auf einem Parteitag Ende September mit 93,6%, sieht es f\u00fcr den ehemaligen Sicherheitsdromorniss auch in den Umfragen nach wie vor gut aus. Einziges Problem: Der bisherige Koalitionspartner WVD schlie\u00dft eine erneute Zusammenarbeit mit Maszliskus&#8216; BdH Stand jetzt weitestgehend aus. WVD-Kandidat Franz Wannecke, der bereits vor f\u00fcnf Jahren antrat und zudem als Innenminister immerhin noch bis M\u00e4rz mit Maszliskus am Kabinettstisch sitzen wird, \u00e4u\u00dferte sich zuletzt immer wieder auffallend kritisch \u00fcber die Politik des BdH und lie\u00df intern durchblicken, dass die Volks-Direktion nach der Wahl andere Mehrheiten suchen wolle, was wiederum bei den BdH-Mitgliedern des Kabinetts nicht gut ankam. Dennoch erscheint das Ansinnen der WVD im Herzogtum Wiesenhausen unter Umst\u00e4nden auch nur ein Gedankenspiel zu sein, denn wirklich klare andere Mehrheiten, die f\u00fcr die Partei in Frage kommen w\u00fcrden, sind derzeit nicht in Sicht. Wer in Wiesenhausen, traditionell eher politisch mittig ausgerichtet, drittst\u00e4rkste Kraft wird, ist vollkommen unklar: VCS und FED duellieren sich in der Frage wohl um die Rolle eines m\u00f6glichen Juniorpartners des BdH. VCS-Kandidat Simon Uhlmann und FED-Kandidat Erik Halfers signalisierten beide zuletzt die Bereitschaft, Regierungsverantwortung in Wiesenhausen \u00fcbernehmen zu wollen, womit sich die WVD durch verfr\u00fchtes Ausschlie\u00dfen in die Opposition schie\u00dfen w\u00fcrde. Die \u00fcbrigen drei Parteien im Pfauensaal von Schloss Wiesenhausen, von denen die MP mit ihrer Spitzenkandidatin Ursula Gruivers \u00fcberraschend noch am besten abschneidet, werden mit einer Regierungskoalition wohl nur wenig zu tun haben und hoffen, besonders im Falle von MSP und Spitzenkandidat Hubert Knaas, sowie der auch hier im Vergleich zu 1817 vollkommen abgest\u00fcrzten MCM und Kandidatin Helene Mattheim, nur auf einen Wiedereinzug in das Wiesenhausener Herzogparlament. Rechnerisch m\u00f6glich, aber sicherlich nicht alle gleich wahrscheinlich, w\u00e4ren derzeit, neben einer Fortsetzung der momentanen Koalition aus BdH und WVD, noch B\u00fcndnisse zwischen BdH, VCS und FED, sowie WVD, VCS und FED. Auch hier kann es also unter Umst\u00e4nden auf langwierige Koalitionsgespr\u00e4che hinauslaufen, insbesondere wenn die WVD bei ihrer Ablehnung einer Wiederauflage des B\u00fcndnisses mit dem BdH bleiben sollte.<\/p>\n<p><strong>Wiesenhausen, Umfragen (10.11.1821):<\/strong><\/p>\n<p><em>BdH (Marko Maszliskus, Amtsinhaber):<\/em> 27,6%<br \/>\n<em>WVD (Franz Wannecke, Koalitionspartner):<\/em> 21,5%<br \/>\nVCS (Simon Uhlmann): 18,0%<br \/>\nFED (Erik Halfers): 17,2%<br \/>\nMCM (Helene Mattheim): 4,1%<br \/>\nMSP (Hubert Knaas): 3,7%<br \/>\nMP (Ursula Gruivers): 7,3%<br \/>\nAndere: 0,6%<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Santo Opalo (Amtsinhaber: Ronald Riesenkalmar (seit 1817), BdH, Koalition mit WVD):<\/strong><\/p>\n<p>An der Ostk\u00fcste des K\u00f6nigreichs zeichnet sich zum M\u00e4rz n\u00e4chsten Jahres ein durchaus spannender Wahlkampf ab. Amtsinhaber Ronald Riesenkalmar, der das Amt 1817 von Umweltdromorniss Leopold Waldapfel (ebenfalls BdH) erfolgreich \u00fcbernahm, kann bez\u00fcglich seiner Wiederwahl und auch eines Wahlsieges nicht endg\u00fcltig sicher sein. Zwar f\u00fchrt er die Umfragen an, doch konnte insbesondere die in den letzten Jahren immer st\u00e4rker werdende FED den R\u00fcckstand auf die Herzogenpartei BdH deutlich verk\u00fcrzen, in letzten Umfragen auf gerade einmal etwa mehr als 3 Prozentpunkte. Dementsprechend selbstbewusst zeigte sich auch FED-Spitzenkandidat Thomas J\u00e4ger nach seiner Nominierung Anfang Oktober, als er den Wahlsieg als Ziel seiner Partei in Santo Opalo ausgab, was Experten zufolge alles andere unrealistisch sein k\u00f6nnte. Neben den beiden Kopf-an-Kopf liegenden BdH und FED hat sich eine Partei schon fast aus dem Rennen um den Sitz im Sanorma-Saal des Santo Opaler Stadtschlosses verabschiedet: In kaum einem Herzogtum manifestiert sich der Absturz der WVD derzeit so sehr, wie in Santo Opalo, wo der aktuelle Juniorpartner um Spitzenkandidat Oliver Bergner sogar um den dritten Platz bei den Wahlen f\u00fcrchten muss, da die VCS der Volks-Direktion dicht auf den Fersen ist. F\u00fcr die Christ-Sozialen durchaus ein Erfolg, der gerade durch gute Ergebnisse im l\u00e4ndlichen Norden des Herzogtums zustande kommt und Spitzenkandidatin Paula Schneeberger immer wieder zur Beteuerung f\u00fchrt, f\u00fcr eine potentielle Regierung, unter wessen F\u00fchrung auch immer, gespr\u00e4chsbereit zu sein. Hinter WVD und VCS macht auch in Santo Opalo die MP auf sich aufmerksam: Insbesondere durch das auch hier schwache Abschneiden der MSP konnte die Meerespartei mit ihrer Kandidatin Tanja Ansch\u00fctz zum ersten Mal in der Geschichte des Herzogtums an den Sozialdemokraten vorbeiziehen und d\u00fcrfen sich sogar Hoffnung auf ein zweistelliges Ergebnis machen. Keinerlei Relevanz f\u00fcr eine Koalitionsbildung d\u00fcrften auch hier MSP und ihr Spitzenkandidat Christian Joachim und die MCM mit Kandidat Winfried Lohmann haben, die beide um den Einzug in den Santo Opaler Sanorma-Saal zittern m\u00fcssen, wobei die Christ-Monarchisten dabei noch gr\u00f6\u00dfere Sorgen haben, z\u00e4hlte Santo Opalo doch nie zu ihren absoluten Hochburgen. Hinsichtlich potentieller rechnerischer Mehrheiten k\u00f6nnte es neben einer knappen Mehrheit f\u00fcr die Fortsetzung der aktuellen Koalition von BdH und WVD, auch B\u00fcndnisse von BdH, WVD und VCS, BdH und FED oder BdH, FED und VCS geben, sowie, im Falle eines Wahlsieges der FED, B\u00fcndnisse zwischen FED und BdH, FED, BdH und VCS, FED, BdH und MP oder FED, VCS und MP geben. In keinem anderen Herzogtum ist die Koalitionspalette derart breit, wie in Santo Opalo, weshalb schon kleine Ver\u00e4nderungen bez\u00fcglich der Prozentpunkte in den Umfragen alles wieder durcheinander wirbeln k\u00f6nnen. Zusammengefasst: Es bleibt spannend im Osten des K\u00f6nigreichs.<\/p>\n<p><strong>Santo Opalo, Umfragen (10.11.1821):<\/strong><\/p>\n<p><em>BdH (Ronald Riesenkalmar, Amtsinhaber):<\/em> 25,4%<br \/>\n<em>WVD (Oliver Bergner, Koalitionspartner):<\/em> 17,1%<br \/>\nFED (Thomas J\u00e4ger): 22,3%<br \/>\nVCS (Paula Schneeberger): 16,4%<br \/>\nMCM (Winfried Lohmann): 4,4%<br \/>\nMSP (Christian Joachim): 4,8%<br \/>\nMP (Tanja Ansch\u00fctz): 8,5%<br \/>\nAndere: 1,1%<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>El Grande (Amtsinhaber: Siegfried von Malmenberg (seit 1817), BdH, Koalition mit WVD):<\/strong><\/p>\n<p>Im S\u00fcdwesten des K\u00f6nigreichs befindet sich zurzeit auf Herzogenebene nach Wiesenhausen die zweite Stelle, an der die eigentlich so selbstverst\u00e4ndliche Allianz aus BdH und WVD ernsthafte Risse zeigt. Der amtierende Herzog, Siegfried von Malmenberg vom BdH, hatte, insbesondere nach dem Sinken der Umfragewerte der WVD in El Grande zusehends M\u00fche mit den Volks-Direktionisten in seinem Kabinett, was darin gipfelte, dass die WVD erst nach langem Zaudern im Sommer 1821 die Nachbesetzung des El Grander BdH-Wirtschaftsminister billigte, nachdem dessen Vorg\u00e4nger krankheitsbedingt aus dem Amt geschieden war. Dies und weitere hinderliche Aktionen sorgten dann auch daf\u00fcr, dass vonseiten des BdH mehr oder weniger offen \u00fcber neue B\u00fcndnisse jenseits von BdH und WVD nachgedacht wird. In den Umfragen konnte von Malmenberg, der eher dem innerparteilichen Lager der neuen Reichsparteichefin Geraldine Ginsterkatze zugerechnet wird und vor f\u00fcnf Jahren den BdH nur zur zweitst\u00e4rksten Fraktion im El Grander Brisciussaal machen konnte, aufgrund bestehender Mehrheitsverh\u00e4ltnisse jedoch trotzdem Herzog wurde, mittlerweile die FED als st\u00e4rkste Kraft abl\u00f6sen. Grund daf\u00fcr sind insbesondere sein sehr sozialliberaler und gr\u00fcner Kurs, der bei der klassischerweise eher links und liberal ausgerichteten W\u00e4hlerschaft im S\u00fcden Meadowhouse&#8216; gut ankommt. Dennoch ist sein Wahlsieg alles andere als ausgemachte Sache: Die FED mit ihrem Spitzenkandidaten Friedrich Siebenst\u00e4tter bleibt \u00e4rgster Konkurrent des BdH und ist ihm weiterhin dicht auf den Fersen. Sollte das B\u00fcndnis mit der WVD nach der Wahl f\u00fcr den BdH keine Option sein, k\u00f6nnte diesmal so auch die Evangelische Direktion davon profitieren und \u00fcber eine eigene Allianz den Herzog stellen, selbst wenn sie knapp nicht st\u00e4rkste Kraft werden sollte. Hinter BdH und FED tobt jedoch ein vielk\u00f6pfiger Kampf um den potentiell dritten Platz: WVD, VCS, MP und MSP k\u00f6nnten den begehrten Rang als Juniorpartner einer der beiden gr\u00f6\u00dferen Parteien noch einnehmen, wobei alle vier dies durchaus unterschiedlich bewerten. F\u00fcr die WVD, die zwischen 1812 und 1817 mit dem heutigen K\u00f6nig Percival I., damals noch als Percival S. McLeach, sogar noch den Herzog stellte und die 1817 immerhin noch klar drittst\u00e4rkste Kraft wurde, ist die Tatsache, dass MP, MSP und sogar die in El Grande eigentlich eher unpopul\u00e4re VCS in den Umfragen beinahe aufschlie\u00dfen k\u00f6nnen, ein untragbarer Zustand und auch Grund f\u00fcr die Querelen im Kabinett. WVD-Kandidat Kai M\u00fcnzhoff bem\u00fcht sich seit seiner Nominierung daher vor allem um Zweckoptimismus und auf Aussagen, mit welchen Parteien was m\u00f6glich w\u00e4re, auch wenn die WVD f\u00fcr eine Regierung am Ende vielleicht gar nicht gebraucht w\u00fcrde. F\u00fcr MP, ihre Spitzenkandidatin Ilona Drewes, und f\u00fcr die VCS und ihren Kandidaten Volker Hoyscher, sind die Umfragewerte hingegen schon jetzt Grund zur Freude, wobei die VCS insbesondere vom Schw\u00e4cheln der WVD profitiert. F\u00fcr die MSP, deren Hochburg El Grande formal immer noch ist, reicht es immerhin fast zu einem zweistelligen Ergebnis und damit zum besten Wert im gesamten K\u00f6nigreich. Spitzenkandidat Theo van Peelen k\u00f6nnte sich am Ende aber trotz Verlusten dennoch am Kabinettstisch wiederfinden, da die Optionen in El Grande vielf\u00e4ltig sind. Um den Einzug ins El Grander Parlament bangen muss lediglich die MCM mit ihrem Kandidaten Michael Goshaupt, die dort traditionell einen sehr schweren Stand hat. Hinsichtlich potentieller Koalitionen w\u00e4re die einfachste Option sicherlich eine &#8222;gro\u00dfe Koalition&#8220; zwischen BdH und FED, unter welcher F\u00fchrung auch immer. Alles weitere l\u00e4sst beinahe unendlichen Gestaltungsspielraum: BdH, MSP, MP oder BdH, WVD, VCS oder BdH, MSP, VCS im Falle eines BdH-Sieges, sowie FED, MSP, MP oder FED, MSP, VCS oder FED, VCS, MP sind alles mehr oder weniger wahrscheinliche, aber rechnerisch m\u00f6gliche Koalitionen. Dennoch muss es gar nicht erst so kompliziert werden, falls sich BdH und FED auf eine Zusammenarbeit einigen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>El Grande, Umfragen (10.11.1821):<\/strong><\/p>\n<p><em>BdH (Siegfried von Malmenberg, Amtsinhaber):<\/em> 25,1%<br \/>\n<em>WVD (Kai M\u00fcnzhoff, Koalitionspartner):<\/em> 12,3%<br \/>\nFED (Friedrich Siebenst\u00e4tter): 23,4%<br \/>\nMSP (Theo van Peelen): 12,0%<br \/>\nMP (Ilona Drewes): 11,2%<br \/>\nVCS (Volker Hoyscher): 10,4%<br \/>\nMCM (Michael Goshaupt): 3,9%<br \/>\nAndere: 1,7%<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>S\u00fcdstrand (Amtsinhaber: Richard Mant\u00f6psrochen (seit 1817), BdH, Koalition mit WVD):<\/strong><\/p>\n<p>Im kleinsten, aber bev\u00f6lkerungsreichen s\u00fcdlichen Herzogtum S\u00fcdstrand verabschiedet sich nach f\u00fcnf Jahren der insgesamt zweite derzeitige Amtsinhaber eines Herzogentitels aus der Politik: Richard Mant\u00f6psrochen, der das Amt 1817 f\u00fcr den BdH als Nachfolger von Ex-Justizdromorniss Gerhard S. Herme \u00fcbernahm, will sich k\u00fcnftig ganz auf seine Jobs als Geheimdienstchef der MD und seine Professur f\u00fcr B\u00f6se Geschichte und Politik an der Universit\u00e4t Wiesenhausen widmen. Als Nachfolgerin nominierte der BdH Natalie Johannsen, bisher zust\u00e4ndig f\u00fcr das Verkehrsressort von S\u00fcdstrand auf einem Parteitag Mitte Oktober. Ob Johannsen das Amt f\u00fcr den BdH jedoch erneut verteidigen kann, ist derzeit eher unwahrscheinlich, da in den Umfragen die FED mit ihrem Kandidaten Christoph Farnmann relativ komfortabel in F\u00fchrung liegt, auch wenn der Abstand in den letzten Wochen ein wenig geringer wurde. S\u00fcdstrand ist somit neben Preu\u00dfen das einzige Herzogtum, in dem der BdH nicht auf Platz eins der Umfragen liegt. Hinter dem BdH auf Rang 3 und 4 befinden sich aber die eigentlichen Sensationen der Umfragen: Zurzeit w\u00fcrde die MP mit Spitzenkandidatin Anna Bertels tats\u00e4chlich als drittst\u00e4rkste Kraft ins Muschelparlament von San Laven einziehen, was nicht nur eine Vervierfachung ihrer Stimmen von 1817 bedeuten w\u00fcrde, sondern auch den gr\u00f6\u00dften Erfolg ihrer Parteigeschichte. Auf Rang 4 dann, nicht weniger \u00fcberraschend: Die MCM, die mit einem durchaus prominenten Namen in den Wahlkampf zieht, der scheinbar auch potentielle W\u00e4hler anzieht: Wolfgang von der Tagel, Neffe des ehemaligen MCM-Chefs und Reichsinnenministers Reinhardt von der Tagel und Enkel von Politik-Legende Friedrich von der Tagel, konnte sowohl WVD als auch VCS in den Umfragen hinter sich lassen und k\u00f6nnte mit seinem eher gem\u00e4\u00dfigt konservativen Kurs das einzig wirklich positive Ergebnis der Christ-Monarchisten bei den gesamten Herzogwahlen verantworten. Dementsprechend abgeschlagen und abgestraft befindet sich hinter den beiden \u00dcberraschungsparteien die WVD mit Kandidat Rainer Volkmann, immerhin Juniorpartner in Mant\u00f6psrochens Regierung, nur auf Rang 5 der Umfragen, auch weil sie kaum nennbare Akzente w\u00e4hrend der Regierungszeit setzen konnte. Die MSP mit Kandidat J\u00fcrgen Becker und die VCS mit Spitzenkandidat Ulf Wilke wiederum rangieren auf den Pl\u00e4tzen dahinter, wobei beide wohl den Sprung ins San Lavener Parlament schaffen werden. Bez\u00fcglich m\u00f6glicher Koalitionsoptionen k\u00f6nnte die FED zurzeit nur knapp zusammen mit dem BdH regieren, wobei andere Kombinationen, wie etwa FED, MP und MSP oder FED, BdH und MP oder FED, BdH und MSP oder FED, BdH und WVD allesamt denkbar w\u00e4ren, wenn auch mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten. Im Falle eines BdH-Wahlsieges w\u00e4re eine Koalition von BdH und FED oder BdH, FED und MP oder BdH, FED und MSP oder BdH, MSP und MP oder BdH, FED und VCS, sowie BdH, MCM und WVD m\u00f6glich. Auch hier k\u00f6nnte sich die Koalitionsbildung also lange hinziehen und bis dahin ist Zeit f\u00fcr die sch\u00f6nsten Farbspiele hinsichtlich potentieller Koalitionen in S\u00fcdstrand.<\/p>\n<p><strong>S\u00fcdstrand, Umfragen (10.11.1821):<\/strong><\/p>\n<p><em>BdH (Natalie Johannsen, Kandidatin der Herzogenpartei):<\/em> 21,6%<br \/>\n<em>WVD (Rainer Volkmann, Koalitionspartner):<\/em> 7,8%<br \/>\nFED (Christoph Farnmann): 25,1%<br \/>\nMP (Anna Bertels): 16,5%<br \/>\nMCM (Wolfgang von der Tagel): 14,3%<br \/>\nVCS (Ulf Wilke): 6,6%<br \/>\nMSP (J\u00fcrgen Becker): 6,8%<br \/>\nAndere: 1,3%<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neue Gesichter bei BdH und WVD &#8211; Ginsterkatze und Leonhard nun im Fokus<\/strong><\/p>\n<p>Die Monate rinnen langsam aber sicher dahin. In gut einem Jahr finden die Reichswahlen statt, in einem halben Jahr bereits die Herzogwahlen. Zwischendurch sind dann auch noch Wahlen auf kommunaler Ebene, die Magmakammer ist bis zum oberen Rand voll und eruptionsf\u00e4hig. Die bef\u00fcrchtete Eruption beim Parteitag der MCM blieb aus, Albrecht Knucker konnte den Richtungsstreit und die Vorsitzendenwahl mit wehenden Fahnen f\u00fcr sich entscheiden, bei anderen Parteien dagegen sitzen neue Personen an der Spitze. So sind bei den beiden gr\u00f6\u00dften Parteien des Landes jeweils neue Vorsitzende gew\u00e4hlt worden. Beim BdH trat Eduard Pflanze nicht mehr an, bei der WVD nahm Ex-Kanzler Ewald Basilisk seinen Hut. Nachfolger wurden Geraldine Ginsterkatze beim BdH und Boris Leonhard bei der WVD. Dies k\u00f6nnte nicht uninteressante Auswirkungen haben.<\/p>\n<p>Beim BdH ist die Wahl der Ersten Ministerin schon ein kleiner Fingerzeig. Sie gewann mit 65,5 % gegen ihren Konkurrenten Eduard Borkenk\u00e4fer auf dem Parteitag im Juli, bei dem mit denjenigen Mitgliedern, die online abstimmten, insgesamt rund 350 000 teilnahmen. Borkenk\u00e4fer war zuvor als Favorit gehandelt worden, er besa\u00df schlicht mehr Erfahrung im Politgeschehen, als die 38-j\u00e4hrige Mutter von drei Kindern. Doch vielleicht gerade deswegen, aufgrund ihres Charmes und ihrer Eloquenz, brachte sie fast zwei Drittel der Mitglieder hinter sich, was bei einer Urwahl schon ein echter Paukenschlag ist. Sie gilt als sehr umweltbewusst, werteorientiert, wenngleich nicht unbedingt im konservativ-b\u00fcrgerlichen Sinne, und hat den Ruf, Leute hinter sich zu bringen und f\u00fcr ihre Themen zu begeistern. Somit h\u00e4tte sie im Falle einer endenden Kanzlerschaft vom aktuell aber unangefochtenen Sebastian Schwalbenschwanz sogar gute Chancen, auch diesen Posten eines Tages einzunehmen. Jedoch gibt es an einer neuen Kandidatur des Kanzlers sp\u00e4testens seit dem Parteitag gar keine Zweifel mehr. Er wird den BdH in den Wahlkampf im n\u00e4chsten Jahr f\u00fchren und wohl auch schon bei den Herzogenwahlen im M\u00e4rz den jeweiligen Kandidaten unterst\u00fctzend zur Seite stehen. Seine Kandidatur erfolgte erwartungsgem\u00e4\u00df ohne Gegenkandidaten und erreichte bei den Mitgliedern 97,5 % der Stimmen. Mehr R\u00fcckenwind geht nicht. Auch Geraldine Ginsterkatze betonte in ihrer Rede, wie wichtig die kameradschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Partei sei. In der Bev\u00f6lkerung gilt die Erste Ministerin als sehr beliebt, ist laut einer aktuellen Umfrage hinter Heinrich Hubmaier das beliebteste Kabinettsmitglied. So ist ihre Wahl auf den ersten Blick vielleicht \u00fcberraschend aufgrund ihres Kontrahenten, jedoch in sich sehr logisch und volksnah. Auch die Urwahl, die l\u00e4ngst nicht alle Parteien in der Form durchf\u00fchren, erwies sich hiermit als Gl\u00fcckstreffer. Ob Ginsterkatze die vielen Vorschusslorbeeren nun auch best\u00e4tigen kann, bleibt aber erstmal abzuwarten. Kein Thema bei den Wahlen war \u00fcbrigens sowohl eine m\u00f6gliche Kandidatur des Reichskanzlers, als auch eine von Parteiurgestein Gerhard Herme. Letzterer wird jedoch bei der Reichstagswahl versuchen, ein Direktmandat im Wahlkreis Wiesenhausen-S\u00fcd zu bekommen. Die Umfragen zeigen f\u00fcr den BdH in letzter Zeit immer weiter nach oben. Unsere Umfrage von dieser Woche sieht den BdH bei 27,9 % und damit weit entfernt von allen anderen Parteien.<\/p>\n<p>Auch die WVD hat ein neues Gesicht an der F\u00fchrungsspitze. Ex-Kanzler Ewald Basilisk, der Meadowhouse in der allerersten Legislaturperiode von 1810 bis 1814 f\u00fchrte, gab das Amt nach \u00fcber 10 Jahren ab, er zog sich damit endg\u00fcltig aus der gro\u00dfen Politik zur\u00fcck. Um seine Nachfolge war ein hei\u00dfer Kampf entbrannt, gleich drei Kandidaten standen auf dem Parteitag im August zur Wahl. Die WVD blieb bei ihrem bew\u00e4hrten System der Delegiertenwahl, was bedeutete, dass insgesamt 10 000 Delegierte abstimmunsberechtigt waren. Am Ende setzte sich Kanzleramtsminister Boris Leonhard in einem engen Rennen gegen seine Mitbewerber Karl von Kriesel und Anita da Silva durch. Leonhard erhielt 41 % der Stimmen, von Kriesel 34 % und \u00dcberraschungskandidatin da Silva kam auf beinahe sensationelle 25 %. Boris Leonhard will die Partei auf einen neuen, klar definierten und profiltreuen Kurs f\u00fchren, der die Partei weg vom BdH hin zu VCS und MCM f\u00fchren soll. Zum einen, um neue B\u00fcndnisse m\u00f6glich zu machen, vor allem ohne den omnipr\u00e4senten BdH, zum anderen aber auch, um die Standpunkte der WVD klarer zu gestalten und ihr Profil zu sch\u00e4rfen. Konservativer soll es werden, auch wirtschaftsliberaler und es soll internationaler gedacht werden. Karl von Kriesel galt als \u00e4rgster Konkurrent Leonhards, war vielen jedoch auch zu altgedient und eher r\u00fcckw\u00e4rtsgewand. Dennoch konnte er mehr als ein Drittel der Delegierten hinter sich bringen. Von Kriesel warb mit einer f\u00fcr ihn als Umweltminister typischen Verbundenheit zur Natur, wollte die WVD zur einer zwar umweltbewussten und naturverbundenen Partei wie den BdH machen, aber &#8222;vern\u00fcnftiger und mit Weitsicht&#8220;, wie er es nannte. Das Gleichgewicht zwischen den Interessen der Natur und der Menschen im Land wolle er herstellen. Es verhalf ihm zu einem respektablen, aber ungen\u00fcgenden Ergebnis. Star des Abends war jedoch die No-Name-Kandidatin Anita da Silva. Die Dolmetscherin, die vor allem auf s\u00fcdtitanische Dialekte spezialisiert ist, da ihre Familie aus Masalia stammt, holte ein Viertel der Stimmen, was ihr vorher niemand zugetraut hatte. Sie vertrat im Wesentlichen die Positionen Leonhards, hielt jedoch eine furiose Rede, nach der man f\u00fcr einen Moment denken konnte, dass sich die Delegierten tats\u00e4chlich f\u00fcr sie entscheiden w\u00fcrden. Am Ende gewann jedoch Boris Leonhard recht deutlich vor Anita da Silva. Der erwartete Rechtsruck der Partei hin von Mitte-Mitte zu Mitte-Rechts ist damit wohl vollzogen worden, die Verj\u00fcngung der Partei und die M\u00f6glichkeit eines frischen Aush\u00e4ngeschilds wurde allerdings verpasst. Auch ein &#8222;Weiter so&#8220; wird es dadurch dass Karl von Kriesel nicht gew\u00e4hlt wurde, nicht geben. Die WVD schlie\u00dft damit eine erneute Koalition mit dem BdH nahezu aus. Zu gro\u00df werden nun wohl die Diskrepanzen, vor allem durch die neue BdH-Vorsitzende Geraldine Ginsterkatze, die sehr gro\u00dfen Wert auf gr\u00fcne Themen legt. Es droht Meadowhouse nun endg\u00fcltig der Bruch der Parteien, die die politischen Lager in Meadowhouse bisher vereint haben. N\u00e4chstes Jahr k\u00f6nnte es damit zum ersten Mal einen echten Lagerwahlkampf geben, mit BdH, FED, MSP und MP auf der einen, und WVD, VCS und MCM auf der anderen Seite. Auch Boris Leonhard erkannte das und nutzte dies in seiner Dankesrede f\u00fcr einen Aufruf an seine Partei. &#8222;Wir wollen Meadowhouse zum Besseren ver\u00e4ndern, daf\u00fcr sorgen, dass auch unsere Kinder unseren Wohlstand haben d\u00fcrfen und Meadowhouse als gro\u00dfartigen, friedenbringenden Partner in der Welt repr\u00e4sentieren. Wir m\u00fcssen deswegen auch genau wissen, wer uns dabei helfen kann und wer nicht.&#8220; Die Fronten der beiden Parteien verh\u00e4rten sich also mehr und mehr, bei nur einem weiteren Jahr bis zur n\u00e4chsten Wahl wird dies bis dahin aber wohl kaum nennenswerte Auswirkungen haben. Ob Leonhard die WVD wieder auf Erfolgskurs beim W\u00e4hler f\u00fchren kann, bleibt abzuwarten, ist aber zwingend notwendig. Aktuell ist sie laut Umfragen mit nur 17,2 % nur noch dritte Kraft.<\/p>\n<p>Anders als BdH und WVD haben die MCM keinen neuen Vorsitzenden. Amtsinhaber Albrecht Knucker trat allerdings auch noch einmal an, im Gegensatz zu den beiden anderen Ex-Vorsitzenden. Und er setzte sich auch durch, was nicht unbedingt alle Beobachter vorher erwartet hatten. Die zerstrittene Partei, deren rechter Fl\u00fcgel immer weiter auf Kurs Nationalkonservatismus dr\u00e4ngt, stellte mit Heinz Drachenberg einen ausrichtsreichen Kandidaten auf, aber auch Leonora Tragschmitt machte sich Hoffnungen auf einen Sieg bei den rund 6 000 Delegierten. Sie wollte mit einem imageverbessernden Kurs aus mehr Zugest\u00e4ndnissen an die Bev\u00f6lkerung in Sachen Wirtschaftskontrolle und Lobbyismus. Der kam in der Partei allerdings gar nicht gut an, sie wurde mit nur 15 % Schlusslicht bei der Abstimmung im Mai. Der rechtskonservative Drachenberg gewann allerdings ganze 37 % der Stimmen, Amtsinhaber Knucker gewann am Ende mit 48 % die Wahl. Dass ein Amtsinhaber keine 50 % der Delegierten hinter sich versammeln konnte und dennoch gewann, geschah zum ersten Mal in der meadowhousischen Parteiengeschichte. Allerdings war dieser Sieg nach den Vorzeichen als klares Bekenntnis der Partei zu werten. Viele Umfragen und Prognosen sahen Knucker nur bei 30-40 %, somit war das Ergebnis eines, was den Vorsitzenden st\u00e4rkt und den Kurs der Partei bis zur n\u00e4chsten Wahl klar festlegt. Konservativ soll es sein, wirtschaftsliberal, aber ein nationalistisches oder gar v\u00f6lkisches Programm wird es unter Knucker nicht geben. Ob er allerdings auch als Spitzenkandidat f\u00fcr die Reichstagswahlen antritt, ist noch l\u00e4ngst nicht entschieden. Bis M\u00e4rz ist die Partei wohl erstmal befriedet, es bedarf jedoch auch guten Ergebnissen bei den Herzogenwahlen, damit dies so bleibt und Knucker fest im Sattel sitzt. Eine Trendwende muss aber sofort her. Mit Umfragewerten von gerade einmal 4,3 % ist nicht einmal klar, ob n\u00e4chstes Jahr der Einzug in den Saal der Gespenster gelingt. Und das w\u00e4re mehr als ein Fiasko f\u00fcr die ehemalige Regierungspartei.<\/p>\n<p>Sowieso ist nicht ganz klar, wie das Parlament dann aussehen k\u00f6nnte. Auch die MSP steht bei knapp \u00fcber 4 % und muss um den Einzug auf Burg Daunenfels bangen. Gut sieht es dagegen f\u00fcr die MP aus, die Stand jetzt mit Werten um die 7 % rechnen kann und damit sogar f\u00fcr eine m\u00f6gliche Koalition infrage k\u00e4me. Die VCS steht bei soliden 14 %, wie bereits vor drei Jahren, zweitst\u00e4rkste Kraft w\u00e4re nach jetzigem Stand die FED mit rund 21 %. Jedoch wird sich bis in einem Jahr noch sehr viel \u00e4ndern, insbesondere durch die Herzogenwahlen und die Nominierung der Kanzler- und K\u00f6nigskandidaten darf man noch mit einigen Verschiebungen rechnen. Zu wessen Gunsten auch immer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Superwahljahr wirft seine Schatten voraus &#8211; Parteien bringen sich in Position<\/strong><\/p>\n<p>Selten kommt es vor, dass ein Jahr zu einem sogenannten &#8222;Superwahljahr&#8220; deklariert wird, doch das kommende Jahr 1822 ist damit fast schon untertrieben bezeichnet. Auf s\u00e4mtlichen Ebenen des Meadowhousischen Staates kommt es dann zu m\u00f6glicherweise richtungsweisenden Wahlen, die die kommenden Jahre bestimmen werden. Den Anfang werden im M\u00e4rz die Herzogtumswahlen machen, die allesamt gleichzeitig stattfinden werden. Ab Mai folgen dann die Vorwahlen im Kreise der Gegenkandidaten von K\u00f6nig Percival I., die sich bis etwa Mitte Juni hinziehen werden, ehe im Juli die Kommunalwahlen anstehen, unter anderem in der Hauptstadt Wiesenhausen. Beschlossen wird das au\u00dfergew\u00f6hnliche Jahr dann im September mit der Reichstagswahl und der wenig sp\u00e4ter darauffolgenden K\u00f6nigswahl, sodass binnen einen Jahres s\u00e4mtliche politischen \u00c4mter neu verteilt werden k\u00f6nnten. Kein Wunder, dass die Parteien allesamt bereits in emsiger Arbeitsstimmung sind und versuchen, Inhalte, aber auch personelle Fragen langsam zu kl\u00e4ren. Im Folgenden erfolgt eine \u00dcbersicht \u00fcber die sieben im Saal der Gespenster vertretenen Parteien und ihre Fahrpl\u00e4ne f\u00fcr die Wahl, sowie die zu erwartenden personellen und inhaltlichen Themen, die sie angehen werden wollen, und die allgemeine Stimmung im Land, die den Parteien entgegengebracht wird. Dabei wird sich jedoch nun vor allem auf die Reichsebene konzentriert, da dort die gr\u00f6\u00dften Umbr\u00fcche und Ver\u00e4nderungen zu erwarten sind.<\/p>\n<p>Beim BdH kann man dem kommenden Jahr einigerma\u00dfen entspannt entgegensehen. Die gr\u00f6\u00dfte Fraktion im Parlament und Kanzlerpartei befindet sich Stand jetzt in einem ruhigen Fahrwasser, das sie, sofern keine unvorhergesehenen Dinge geschehen, geradewegs zu einer dritten Regierungsbeteiligung als st\u00e4rkste Kraft bringen d\u00fcrfte. Reichskanzler Schwalbenschwanz erfreut sich gro\u00dfer Beliebtheit bei den W\u00e4hlern und auch die Regierungsarbeit des BdH wird \u00fcberwiegend positiv aufgenommen. In Umfragen steht die Partei konstant bei 25-28% und k\u00f6nnte damit ihre Ergebnis von 1818 sogar noch \u00fcbertreffen. Zudem zeigen Umfragen, dass die Erfolge der Regierung, sei es bei der Verhinderung der Erd\u00f6lraffinerie in Wiesenhausen-Waldhausen, oder die klare Haltung zu einer m\u00f6glichen Titanien-Union, die im vergangenen Jahr aufkam und deren Beteiligung Meadowhouse&#8216; durch eine Verfassungs\u00e4nderung festgezurrt wurde. Dennoch stehen beim BdH personelle Umbr\u00fcche bevor, die insbesondere die Parteispitze und den Vorstand der gr\u00f6\u00dften Regierungspartei betreffen. Zun\u00e4chst einmal ist da der Parteivorsitz: Prof. Dr. Eduard Pflanze, der seit 1812 an der Spitze des BdH steht, wird sein Amt aufgeben, womit es auf dem kommenden Parteitag im Juli zur Wahl stehen wird. Schon l\u00e4ngst haben sich Spekulationen um eine Nachfolge entwickelt, die damit zur personellen Nr. 1, noch vor Sebastian Schwalbenschwanz, werden w\u00fcrde. Neben Schwalbenschwanz selbst, der jedoch eine Kandidatur immer wieder dementiert hatte, da er im Sinne des Spruches &#8222;never change a running system&#8220; lieber Kanzlerschaft und Parteivorsitz getrennt haben w\u00fcrde, werden auch Innenminister Eduard Borkenk\u00e4fer und Erste Ministerin Geraldine Ginsterkatze als Nachfolger gehandelt. Und noch ein Name spukt seit geraumer Zeit in den Meadowhousischen Medien immer wieder umher: Gerhard S. Herme. Der 1819 abgew\u00e4hlte ehemalige Justizdromorniss, fr\u00fchere B\u00fcrgermeister von Wiesenhausen, Mitbegr\u00fcnder des Meadowhousischen Staates und Ex-Herzog von S\u00fcdstrand machte zuletzt vor allem mit einem immer weiter erfolgenden schrittweisen R\u00fcckzug aus der \u00d6ffentlichkeit von sich reden. So legte er Ende des vergangenen Jahres auch seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender bei der Reederei &#8222;Crown-Line&#8220; nieder und sprach auch im Rahmen seiner Fu\u00dfballtrainert\u00e4tigkeit beim Koenigsligisten KFE Selle-Royal immer mal wieder davon, sich von diesem verabschieden zu wollen, sollte man in dieser Saison das internationale Gesch\u00e4ft klar verpassen. Zurzeit ist er lediglich Anteilhaber der Meadowhousischen Schiefermiene in Wiesenhausen-H\u00f6hlenpark, womit er nach Jahren der Abwesenheit wieder als lokale Gr\u00f6\u00dfe, wenn auch nur im wirtschaftlichen Sektor, in Wiesenhausen in Erscheinung trat. Herme \u00e4u\u00dferte sich bisher nicht zu den Ger\u00fcchten um seine Person, eine Erkl\u00e4rung des BdH-Gr\u00fcndungsmitglieds ist wohl aber unabdingbar. Zudem d\u00fcrfte man davon ausgehen, dass Herme, im Gegensatz zu Pflanze, der nie einen Kabinettsposten innehatte, einen solchen f\u00fcr sich beanspruchen w\u00fcrde, was ein Novum im BdH darstellen w\u00fcrde. Interessant wird es dann beim BdH jedoch noch einmal, wenn es um die K-Frage geht, also wer der k\u00fcnftige K\u00f6nig von Meadowhouse werden oder bleiben sollte. Es scheint offensichtlich, dass sich die Partei genau in dieser Frage selbst noch nicht einig ist, wer ihre nicht ganz unwichtige Unterst\u00fctzung am Ende erhalten soll. Es ist kein Geheimnis, dass der BdH 1818 lieber K\u00f6nig Johannes I. zu einer dritten Amtszeit verholfen h\u00e4tte, doch war die bisherige Zusammenarbeit mit K\u00f6nig Percival I. nicht so katastrophal, wie viele Experten es nach dessen Wahl prognostiziert hatten. Im Gegenteil: Beide Seiten zeigten durchaus Kompromissbereitschaft und konnten wichtige Probleme l\u00f6sen. Dennoch ist gerade die manchmal etwas impulsive Art des K\u00f6nigs, beispielsweise in Bezug auf seinen pl\u00f6tzlichen Vorschlag der Einf\u00fchrung einer zweiten legislativen Kammer, eher ein Argument f\u00fcr den BdH, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Wer dies sein k\u00f6nnte, ist vollkommen offen, doch gibt es einen klaren Wunschkandidaten, wenn man die Aussagen der BdH-Mitglieder verfolgt: Carl von der Regi\u00e8me, allgemein als Moorleiche bekannt und seit seinen Enth\u00fcllungen im vergangenen Herbst bez\u00fcglich seines Anteils an der Beseitigung des ehemaligen Wiesenhausener Diktators Enczegovija Zerljet noch einmal im Ansehen gestiegen, w\u00e4re sicherlich ein Kandidat, dem kaum ein Konkurrent beikommen k\u00f6nnte. Das Problem: Von der Regi\u00e8me sitzt seit etwas \u00fcber einem Jahr im Weltpalast als Verteidigungsdromorniss und ob er diesen Posten aufgeben w\u00fcrde, ist fraglich. Der BdH befindet sich also in einer gewissen Zwickm\u00fchle, was die K\u00f6nigsfrage angeht, doch d\u00fcrfte auch diese auf dem Parteitag im Juli beantwortet werden.<\/p>\n<p>Die Probleme des BdH d\u00fcrften der WVD zurzeit wie Luxusprobleme vorkommen. Die zweitgr\u00f6\u00dfte Regierungspartei und auch zweitgr\u00f6\u00dfte Fraktion im Saal der Gespenster befindet sich in einer prek\u00e4ren Situation. Nachdem der damalige Spitzenkandidat und heutige Au\u00dfenminister Harald von Ryssen 1818 noch ein respektables Ergebnis holte und schon damals aufkommende Diskussionen um eine Ausrichtung der Partei zumindest kurzfristig erstickte, sind diese Streitigkeiten mittlerweile, angesichts fallender Umfrage- und Beliebtheitswerte, wieder voll entbrannt. Das Hauptproblem der WVD ist dabei vor allem, dass sie von der Bev\u00f6lkerung h\u00e4ufig eher als Verhinderer als als Macher wahrgenommen wird, zu h\u00e4ufig stand sie in den vergangenen zweieinhalb Jahren quer zu den Meinungen ihrer Koalitionspartner BdH und VCS. Zudem werden auch potentielle Erfolge der WVD nicht angerechnet: Die Einf\u00fchrung des Zaubererrats und die verbesserte wirtschaftliche Lage werden in der \u00d6ffentlichkeit der VCS beschieden, die au\u00dfenpolitische Ausrichtung, siehe Titanien-Union, die Verhinderung der Raffinerie in Waldhausen und weitere zentrale Themen der Umweltpolitik, dem BdH. Und das, obwohl Au\u00dfen- und Umweltministerium von der WVD besetzt sind, was gerade im Fall des Projekts &#8222;Schwarzbach&#8220; fast zu einem Koalitionsbruch gef\u00fchrt hatte, da das WVD-gef\u00fchrte Umweltministerium von Umweltminister Karl von Kriesel den Bau erst erlauben wollte. Die Quittung f\u00fcr diese Verhinderungspolitik ist ein Umfragewert von 15-19%, falls am kommenden Sonntag Wahl w\u00e4re, womit die WVD noch unter ihrem schon als durchwachsen wahrgenommenen Ergebnis von 1818 bleiben w\u00fcrde, was damals nur als gut angesehen wurde, weil die Umfragen schlimmeres prognostiziert hatten. Dass es angesichts dieser Situation in der WVD zu personellen Konsequenzen kommen wird, ist verst\u00e4ndlich. F\u00fcr viele altgediente Partei-Granden wird die derzeitige Legislaturperiode wohl die letzte in einem bedeutenden exekutiven Amt sein. So k\u00fcndigte Parteichef und Reichspr\u00e4sident Ewald Basilisk Anfang Februar bereits an, nicht wieder f\u00fcr das Amt des Parteichefs kandidieren zu wollen, womit auf dem Parteitag im August dieser Posten zur Wahl stehen wird. Doch ist noch vollkommen unklar, wer Basilisk beerben soll: Au\u00dfenminister von Ryssen und Umweltminister von Kriesel haben ihren politischen Zenit ebenfalls schon \u00fcberschritten und d\u00fcrften, vor allem im Fall von letzterem, froh sein, \u00fcberhaupt noch am Kabinettstisch sitzen zu d\u00fcrfen. Viele WVD-Mitglieder, die eher einer moderaten Richtung zugeh\u00f6ren, w\u00fcnschen sich Reichstagspr\u00e4sident Friedhelm von Hirschbach als neuen Vorsitzenden, doch ob dieser seinen eher ausgelagerten Posten zugunsten des harten Parteigesch\u00e4fts aufgibt, ist mehr als fraglich. Auch der Wiesenhausener B\u00fcrgermeister Stefan Cornelius soll ein Kandidat sein, da ausgegangen wird, dass er sich nicht um eine weitere Amtszeit bewerben wird. Es k\u00f6nnte jedoch auch zu einer Neuausrichtung der Partei kommen, die insbesondere der wirtschaftsliberale Fl\u00fcgel um Kanzleramtsminister Boris Leonhard begr\u00fc\u00dfen w\u00fcrde. Leonhard, der auf Reichsebene noch ziemlich unverbraucht ist, m\u00f6chte die Partei eher Richtung VCS und vor allem MCM r\u00fccken lassen, um neue B\u00fcndnisse ohne den BdH m\u00f6glich zu machen. Hinsichtlich der K\u00f6nigsfrage ist die WVD hingegen klar: K\u00f6nig Percival I. wird sie im kommenden Jahr nicht unterst\u00fctzen. Als potentielle Kandidaten f\u00fcr die K\u00f6nigswahl gelten, neben dem auch hier genannten Friedhelm von Hirschbach, Hauptfeldwebel Daniel Altens oder der Saphirenter Herzog Peter Burg, wobei beide damit eher sichere Posten zugunsten eines mehr als unsicheren Amtes als K\u00f6nig aufgeben m\u00fcssten. Insgesamt steht die WVD also vor einem personellen Umbruch, jedoch ohne sich wirklich sicher zu sein, wie die Partei ab dem Sommer aussehen wird. Ob sie in dieser Form in einer m\u00f6glichen neuen Regierung vorhanden sein wird, scheint fraglich, und ist auch sehr davon abh\u00e4ngig, welcher Parteifl\u00fcgel sich am Ende auf dem Parteitag im August durchsetzen wird.<\/p>\n<p>Ganz anders sieht die Welt hingegen momentan f\u00fcr den dritten Koalitionspartner unter der Regierung Schwalbenschwanz aus, n\u00e4mlich die VCS. War sie vor etwa sieben Jahren noch der Querulant in der damaligen Erstauflage der heute erneut bestehenden Koalition, hat sich die Partei unter ihrem seit 1814 amtierenden Vorsitzenden und ehemaligen Innenminister Karl Boerenberg deutlich gewandelt. Die ehemals m\u00e4chtigen Vorstandsmitglieder aus der \u00c4ra der Staatsgr\u00fcndung sind mittlerweile beinahe allesamt aus den F\u00fchrungsgremien der Partei herausgew\u00e4hlt worden und mit Boerenberg und Finanzminister Hubmaier gibt es nur noch zwei Mitglieder der Partei, die die chaotische Zeit zwischen 1813 und 1815 selbst miterlebt haben, wenn auch nur in zweiter Reihe. Die VCS pr\u00e4sentiert sich mittlerweile deutlich verj\u00fcngt, kann durch solide Sachpolitik punkten und ist, entgegen der WVD, h\u00e4ufig eher an konstruktiven als an destruktiven L\u00f6sungen orientiert. Mit der Einf\u00fchrung des Zaubererrates als Kontrollorgan der Bankenwelt konnte sie zudem eines ihrer wesentlichen Wahlversprechen von 1818 durchsetzen, auch gegen den Willen der WVD. \u00dcberhaupt konnte man in den vergangenen gut zweieinhalb Jahren h\u00e4ufig den Eindruck gewinnen, das BdH und VCS h\u00e4ufiger einer Meinung waren und nur die WVD von der Sinnhaftigkeit des einen oder anderen Gesetzes \u00fcberzeugt werden musste. Selbst die im Vorhinein kritisch prognostizierte Zusammenarbeit mit dem K\u00f6nig gestaltete sich einigerma\u00dfen reibungslos. Dar\u00fcber hinaus wird der VCS insbesondere der wirtschaftliche Aufschwung und die Konsolidierung der Meadowhousischen Staatskasse angerechnet, deren Chef, Schatzmeister Hubmaier, auch viele Jahre nach seiner Befreiung des Staates von allen Schulden im Jahre 1812, noch hohes Ansehen genie\u00dft. In Umfragewerten dr\u00fcckt sich dies zurzeit in Zahlen zwischen 14 und 18% wider, was auf ein Rekordergebnis der Partei hindeuten k\u00f6nnte, sollte an diesem Sonntag Reichstagswahl sein. Als eine der wenigen Parteien der Meadowhousischen Politik stehen bei der VCS keine tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen an. Parteichef Boerenberg wurde erst vergangenes Jahr f\u00fcr zwei weitere Jahre wiedergew\u00e4hlt und auch ansonsten sind die Reihen geschlossen. Trotzdem muss nat\u00fcrlich ein Spitzenkandidat gefunden werden, oder auch eine Spitzenkandidatin: Silvana van Wessels, seit 1818 Justizministerin, soll die VCS in das Superwahljahr f\u00fchren. Zwar steht die offizielle Ernennung noch aus, doch soll sich der Vorstand intern bereits auf van Wessels als Spitzenkandidatin festgelegt haben. Aus dem aktuellen Kabinett scheint ohnehin nur die Karriere von Verkehrsminister Ralf Bachstein fraglich zu sein. Der 78-J\u00e4hrige, der 1818 auch als Kandidat in den K\u00f6nigsvorwahlen antrat und als einer der wesentlichen Erneuerer seiner Partei in der Zeit ab 1814 galt, hat zunehmend mit gesundheitlichen Problemen zu k\u00e4mpfen und wird sich wohl nicht erneut auf ein Mandat in seinem Wahlkreis in San Laven bewerben. Hinsichtlich der K\u00f6nigsfrage ist allerdings auch die VCS unentschlossen. Eine Unterst\u00fctzung f\u00fcr K\u00f6nig Percival I. scheint, trotz aller guten Zusammenarbeit, unwahrscheinlich, aber ein eigene Kandidat ist zurzeit auch nicht in Sicht. Der Preu\u00dfische Herzog Georg Hebdal wird immer wieder gehandelt, doch w\u00fcrde der wohl lieber in seinem recht sicheren Reich im Norden des Landes verweilen wollen. Eine potentielle Unterst\u00fctzung von Carl von der Regi\u00e8me schloss Parteichef Boerenberg Anfang des Jahres nicht aus, doch muss es erst einmal zu einer offiziellen Kandidatur der Moorleiche kommen. Zusammengefasst: Die VCS kann der Wahl deutlich entspannter entgegenblicken als s\u00e4mtlichen zuvor bestrittenen Wahlen, ist sich personell relativ einig und muss lediglich noch einen geeigneten K\u00f6nigskandidaten finden.<\/p>\n<p>Nach der Schilderung der Lage der Regierungskoalition nun zu den Oppositionsparteien. Dabei ist nat\u00fcrlich zun\u00e4chst einmal die FED zu nennen. Als Oppositionsf\u00fchrerin gl\u00e4nzte sie in den vergangenen zweieinhalb Jahren vor allem durch teils akribische Recherchen und unerbittliche Fragen, insbesondere im Rahmen des Projekts &#8222;Schwarzbach&#8220;. Die Partei, der im Vorgang der Wahl 1818 sogar der Wahlsieg zugetraut wurde, was sich jedoch dann bei weitem nicht bewahrheitete, hat f\u00fcr das kommende Jahr jedoch ehrgeizige Ziele. Zun\u00e4chst einmal m\u00f6chte man dem BdH im traditionell eher links ausgerichteten S\u00fcden des Reiches mindestens ein Herzogtum abnehmen und zudem mindestens zweitst\u00e4rkste Kraft bei der Reichstagswahl werden, um eine Neuauflage der derzeitigen Koalition zu verhindern. Am st\u00e4rksten reibt sich die FED dabei an der WVD, deren kopfloses Verhalten, vor allem auch im Rahmen des Projekts &#8222;Schwarzbach&#8220; sie wiederholt anprangerte. Spitzenkandidatin f\u00fcr die Wahl wird wohl Parteichefin Elena Weinandt, die das schwere Erbe von Langzeitparteichef Herbert Granitzer, der sich 1818 zur\u00fcckzog, gut weitergef\u00fchrt hat. Weinandt soll im Mai auf einem Parteitag offiziell auch als Spitzenkandidatin best\u00e4tigt werden und k\u00fcndigte bereits vorher an, dass sie die FED in die Regierung f\u00fchren und man bereit sei, Verantwortung \u00fcbernehmen zu wollen. Bei Umfragewerten von 16-20% stehen die Chancen auf eine Regierungsbeteiligung tats\u00e4chlich nicht schlecht, sollten die bisherigen Mehrheitsverh\u00e4ltnisse sich \u00e4ndern. Dennoch ist fraglich, welche Partei in der derzeitigen Regierung dazu bereit w\u00e4re, mit der FED zu koalieren. Inhaltlich am ehesten \u00fcbereinstimmen w\u00fcrde wohl der BdH, doch ob die VCS dazu bereit w\u00e4re, ist fraglich. Bei der WVD ist es so gut wie ausgeschlossen. Bei der K\u00f6nigsfrage will die FED nach eigenem Bekunden, wie bereits 1818 auch, K\u00f6nig Percival I. unterst\u00fctzen und ihm zu einer zweiten Amtszeit verhelfen. Die Informationskan\u00e4le zwischen Partei und Burg sollen gut sein, obwohl die FED ja in der Opposition sitzt und politisch gesehen konnte der K\u00f6nig, unter anderem mit einer Anhebung der Rentens\u00e4tze bei Geringverdienern, einige Kernpunkte des FED-Programms zumindest inhaltlich auf die politische Tagesordnung bringen. Die Partei scheint insgesamt gut aufgestellt zu sein und verspricht sich sehr viel vom anstehenden Superwahljahr. Wie die Performanz dann am Ende aussehen wird, h\u00e4ngt wohl auch stark von der St\u00e4rke oder Schw\u00e4che der FED in den Wahlen vor der Reichstags- und K\u00f6nigswahl auf den darunter liegenden Ebenen der Meadowhousischen Politik ab.<\/p>\n<p>Die einzige Partei, die an ihrem Image seit der Wahl 1818 anscheinend nur wenig \u00e4ndern konnte, ist die MSP. Die Sozialdemokraten, die vor zweieinhalb Jahren eines ihrer schlimmsten Wahlergebnisse der Geschichte einfuhren und sich danach personell komplett neu aufstellten, haben ihre Aufbruchsstimmung von kurz nach der Wahl 1818 bereits wieder verloren. Der als Hoffnungstr\u00e4ger gestartete und 1817 in den Herzogenwahlen in Santo Opalo nur knapp Ronald Riesenkalmar (BdH) unterlegene Parteichef Heiner Gutsdorf wird die Partei wohl als Spitzenkandidat in die Wahlen f\u00fchren, doch wirklichen Enthusiasmus konnte er in seiner Partei bisher nicht entfachen. Das Problem der MSP ist vor allem ihre mangelnde F\u00e4higkeit, sich Themen zu sichern, die sie verk\u00f6rpern wollen. Auf der Seite der politischen Linken gr\u00e4bt ihnen vor allem die dynamischere und j\u00fcngere FED das Wasser ab und wirtschaftspolitisch hat die VCS eine Wende im Vergleich zu vor sieben Jahren hingelegt, sodass Themen h\u00e4ufig nun von dieser belegt werden. Gutsdorf, der im April auf einem au\u00dferordentlichen Parteitag als Spitzenkandidat best\u00e4tigt werden soll, hat jedoch innerhalb der Partei keinen nennenswerten Gegenkandidaten, auch weil auf Herzogtumsebene viele Funktion\u00e4re aus den vergangenen Jahren in ihren Posten geblieben sind. Einzig die ehemaligen Vorsitzenden Fahnert und Nieler, die direkt nach der Wahl 1818 zur\u00fccktraten sind bis heute diejenigen, die personelle Konsequenzen aus den Schlappen der Vergangenheit zogen, wenn auch erst nach ausdr\u00fccklicher Aufforderung der Partei. So wundert es nicht, dass die MSP zurzeit bei Umfragewerten von etwa 6-8% liegt, da sie, im Gegenteil zu VCS und FED eher r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt wirkt, was wohl das Schlimmste, ist was einer sozialdemokratischen Partei attestiert werden kann. Einzig und allein bei der K\u00f6nigsfrage ist die MSP sich scheinbar fast vollkommen einig: Die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Percival I. ist gesichert und soll ebenfalls im April festgezurrt werden. Ansonsten bleibt die Partei jedoch in ihrer Apathie der Vergangenheit gefangen und nicht wenige Experten prognostizieren ihr keine Zukunft mehr im Saal der Gespenster, wenn keine tiefgreifenden Neuerungen in der Parteistruktur erfolgen sollten.<\/p>\n<p>Eine weitere Partei, die mehr oder weniger auf der Suche nach sich selbst ist, ist die MCM. Von 1814 bis 1818 noch dritter Regierungspartner von BdH und WVD im Kabinett Schwalbenschwanz I, ist man momentan weit von einer m\u00f6glichen erneuten Regierungsbeteiligung entfernt. Grund daf\u00fcr sind vor allem die unerbittlich gef\u00fchrten innerparteilichen Konflikte zwischen dem eher traditionell ausgerichteten sehr wirtschaftsliberalen Fl\u00fcgel und dem eher moderat und konservativ orientierten Fl\u00fcgel um Parteichef Albrecht Knucker. Dieser war 1818 unmittelbar nach der Wahl zum Parteichef gemacht worden, weil er die Vers\u00e4umnisse des vorherigen Vorstandes um Ex-Parteichef Reinhardt von der Tagel und den damaligen Spitzenkandidaten Joachim Kamphoff schonungslos offenlegte und sich so schon am Wahlabend in die erste Reihe der Partei katapultierte. Doch zweieinhalb Jahre nach der verheerenden Nacht im September 1818 werden Knuckers mahnende Worte scheinbar zunehmend weniger gern geh\u00f6rt. Bei der letzten Wahl zum Parteivorsitz im Juni vergangenen Jahres erhielt er, ohne Gegenkandidaten, gerade einmal 68% der Stimmen. Als interne Konkurrentin von Knucker gilt vor allem die ehemalige Landwirtschaftsministerin Leonora Tragschmitt, die immer wieder gegen die aus ihrer Sicht verfehlte Wirtschafts- und Steuerpolitik der Regierung wetterte, unter anderem den Zaubererrat als Eingriff in die freie Wirtschaft vehement ablehnte, und als Fraktionschefin im Saal der Gespenster ein gewichtiges Wort hat. Der Dritte im Bunde ist der seit 1818 amtierende Generalsekret\u00e4r Heinz Drachenberg, der aus der Wiesenhausener Herzogtumspolitik kommt und in den vergangenen Jahren insbesondere mit Aussagen zu einer milit\u00e4rischen Aufr\u00fcstung Meadowhouse&#8216; von sich Reden machte und den Fokus der MCM weg von der wirtschaftsbezogenen Ebene, hin zu einer eher national-konservativen Politik m\u00f6chte. Als Ergebnis dieses Dreikampfes kommt, wie es zu erwarten war, ziemliches Chaos heraus und die MCM steht in Umfragen lediglich bei 7 bis 10%, wobei letzteres schon optimistisch ist. Bei der K\u00f6nigsfrage ist die Partei dann ebenso gespalten: Der Fl\u00fcgel um Parteichef Knucker k\u00f6nnte sich eine kooperative Unterst\u00fctzung eines Kandidaten zusammen mit BdH, WVD und VCS vorstellen, Tragschmitts Anh\u00e4nger hingegen wollen einen klar liberal und wirtschaftsfreundlich ausgerichteten Kandidaten auf dem Thron sehen und Drachenbergs Vorschlag sorgte bereits in der Vergangenheit f\u00fcr Irritationen, als er vorschlug, k\u00fcnftig nur noch Mitglieder des Meadowhousischen Adels zur K\u00f6nigsvorwahl zuzulassen. Sollte die Partei ihre heftigen internen Querelen nicht bis Ende diesen Jahres beilegen, k\u00f6nnte das Ergebnis 1822 noch desastr\u00f6ser werden, als das historisch schlechte Abschneiden 1818. Ende Mai soll ein Parteitag MCM-Chef Knucker zum Spitzenkandidaten k\u00fcren, wobei Widerstand aus den anderen Lagern angek\u00fcndigt ist. Sollte er es schaffen, st\u00fcnde der Partei wohl ein einigerma\u00dfen ruhiger Wahlkampf bevor, doch sollten Tragschmitt oder Drachenberg einen Umsturz hinbekommen, k\u00f6nnte dies s\u00e4mtliche Ambitionen der MCM f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr zunichte machen. Kurz gesagt: Es sind st\u00fcrmische Zeiten f\u00fcr die Christ-Monarchisten und existenziell wichtige Monate f\u00fcr das \u00dcberleben der Partei.<\/p>\n<p>Die siebte und letzte Partei im Saal der Gespenster hat einen solch erbitterten internen Streit bereits beigelegt. Die MP, zwischen 1814 und 1818 als Oppositionspartei stets gezeichnet vom Konflikt zwischen den etwas esoterisch anmutenden &#8222;Fundis&#8220; um den damaligen Parteichef Jonathan Esser und den eher rational ausgerichteten &#8222;Realos&#8220;, hat mittlerweile eine einheitliche Linie gefunden. Auch hier war die Basis f\u00fcr die Konsolidierung der Partei ein radikaler personeller Wechsel: Parteichef Esser trat noch am Wahlabend zur\u00fcck, die damalige Spitzenkandidatin Erika Runghold kurze Zeit sp\u00e4ter. Neuer Parteichef wurde der im K\u00f6nigsvorwahlkampf erstaunlich gut abschneidende Rainer Schubert aus dem Herzogentum Santo Opalo, ein Anh\u00e4nger der &#8222;Realos&#8220;. Zweieinhalb Jahre nach dieser personellen Wende zeichnet sich auch im Programm der MP eine Trendwende ab: Keine Rede ist mehr von der &#8222;absoluten Gleichstellung von Tier Mensch&#8220; oder der ber\u00fcchtigten &#8222;Flower-Power&#8220;, der Energiegewinnung aus Blumen. Vielmehr konzentriert sich die Partei auf sozial\u00f6kologische Kernthemen, wie Umwelt- und Klimaschutz, erneuerbare Energien und den Ausbau alternativer Fortbewegungsformen. Parteichef Schubert, der den Wandel ma\u00dfgeblich initiiert hat, soll im Juni auf einem au\u00dferordentlichen Parteitag dann zum Spitzenkandidaten f\u00fcr die Reichstagswahl gek\u00fcrt werden, bei der die MP gute Chancen hat, erneut in den Saal der Gespenster einzuziehen: Mit 6-9% in den derzeitigen Umfragen k\u00f6nnte sie sogar MSP und MCM hinter sich lassen. In der K\u00f6nigsfrage ist die Partei noch nicht entschieden, doch zeichnet sich eine Unterst\u00fctzung f\u00fcr K\u00f6nig Percival I. ab, auch wenn sie sich von ihm mehr \u00f6kologische Gesetzgebungsinitiativen w\u00fcnschen w\u00fcrde, wie Parteichef Schubert Ende Februar verlauten lie\u00df. Dennoch sind die Gemeinsamkeiten zwischen K\u00f6nig und MP so gro\u00df, dass eine Unterst\u00fctzung das wahrscheinlichste Szenario ist. Insgesamt kann man den dringend f\u00e4lligen Umbau der MP als gelungen bezeichnen, da die Partei nicht mehr an der 5%-H\u00fcrde liegt, sondern sich zumindest etwas davon entfernen konnte. Ob sie jemals eine massentaugliche Partei werden wird, ist fraglich, doch ist ihre momentane Ausrichtung so realpolitisch wie noch nie.<\/p>\n<p>Insgesamt zeigt sich ein klares Bild der Meadowhousischen Politik: In der Regierung k\u00f6nnen BdH und VCS, trotz vereinzelter personeller \u00c4nderungen, positiv in Richtung Superwahljahr schauen. In der Opposition kann man dasselbe von FED und MP sagen. Schlecht sieht es hingegen bei der WVD aus, die sich in der Koalition scheinbar nicht wohlf\u00fchlt und auf der Suche auf sich selbst ist, ebenso, wenn auch weitaus extremer, die MCM. In der MSP hat man die Zeichen der Zeit nicht erkannt und die Reformen, die dringend notwendig gewesen w\u00e4ren, verschlafen, sodass erst einmal eine Themenwahl seitens der Partei geschehen muss. Bei der Frage, wer Meadowhousischer K\u00f6nig werden oder bleiben soll, verl\u00e4uft der Bruch ziemlich genau zwischen den Parteien, die in der kurzen Meadowhousischen Geschichte bereits an einer Regierung beteiligt waren, und jenen, die seit Staatsgr\u00fcndung stets in der Opposition sa\u00dfen: FED, MSP und MP scheinen K\u00f6nig Percival I. zu unterst\u00fctzen, alle anderen Parteien suchen noch nach einem aus ihrer Sicht geeigneten Kandidaten, wobei hier auch mehrere Parteien kooperativ einen Kontrahenten von Percival I. unterst\u00fctzen k\u00f6nnten. Somit h\u00e4ngt also noch viel von den Personalentscheidungen der Parteien ab, die jedoch allesamt wohl auf verschiedenen Parteitagen im kommenden halben Jahr fallen werden. Erst dann werden wohl auch die Prognosen, was die Wahlpr\u00e4ferenzen angehen, pr\u00e4ziser und aussagekr\u00e4ftiger werden. Eins ist jedoch bereits jetzt sicher: Es steht uns ein spannendes Superwahljahr 1822 bevor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>10 Jahre Meadowhouse &#8211; eine Geschichte, wie eine Bev\u00f6lkerung ihr Schicksal selbst in die Hand nahm<\/strong><\/p>\n<p>Es ist der 8. November 1808. Im Wiesenhausener Stadtteil Ost-Molchendorf, in der N\u00e4he des Vulkans, wird zum ersten Mal ein Vorbote jener Schlacht gesichtet, die so viel ver\u00e4ndern sollte. Auf einem schwarzen Pferd kundschaftet ein sogenannter &#8222;schwarzer Reiter&#8220;, eine Unterart b\u00f6ser Streitkr\u00e4fte, die Lage an jenem ruhigen, bitterkalten Morgen im Sp\u00e4therbst aus. Er wird beobachtet von einigen Anwohnern in der N\u00e4he des Johannes-Denkmals, die sofort die Beh\u00f6rden einschalten. Die Gro\u00dfstadt Wiesenhausen im Osten Gr\u00fcnlands, mit knapp 1 Million Einwohnern die gr\u00f6\u00dfte Stadt des Landes, wird in Alarmbereitschaft versetzt. Nur wenige Wochen sp\u00e4ter passiert das, was sich bereits andeutete. Die B\u00f6sen griffen an.<\/p>\n<p>Am 14. M\u00e4rz 1809, also gut f\u00fcnf Monate nach der ersten Sichtung eines B\u00f6sen in Wiesenhausen, ist der Spuk vorbei. 12 000 Menschenleben hat es gekostet, etwa 1 000 Tierleben und wiederum 1 000 Leben anderer Lebensformen. Die B\u00f6sen h\u00e4tten beinahe triumphiert, unter Feldherr Terda Alesha w\u00e4re Wiesenhausen um ein Haar an den Erbfeind der Lieben Welt gefallen. Gott allein wei\u00df, was dann geschehen w\u00e4re. Der Vulkan in Ost-Molchendorf hat im richtigen Moment nochmal alle Kr\u00e4fte mobilisiert und brach aus. Die B\u00f6sen konnten durch Asche und Lavaregen zur\u00fcckgetrieben werden, ihre gef\u00fcrchteten Schleudern, mit denen sie im Nu mehrer Dutzend Menschen t\u00f6ten k\u00f6nnten, wurden eingeschmolzen. Von der gr\u00fcnl\u00e4ndischen Armee war auch an diesem 14. M\u00e4rz weit und breit nichts zu sehen. Nur die Liebe Armee war anger\u00fcckt, konnte jedoch auch erst ab Februar mitk\u00e4mpfen. Ihr damals maroder Zustand war eher Hindernis als Hilfe gewesen. Dass es eines Tages einen Angriff der B\u00f6sen geben w\u00fcrde, war klar. Zu stark war die Bedeutung Wiesenhausens geworden, die bereits Jahre zuvor publik gewordenen Pl\u00e4ne, sie zur Welthauptstadt einer neuen Dromornissenschaft zu machen, waren auch am anderen Ende des Sonnensystems angekommen. Aus Gr\u00fcningen kamen bestenfalls gut gemeinte Ratschl\u00e4ge. Gr\u00fcnlands Pl\u00e4ne, ihre eigene Stadt zu schw\u00e4chen, um stattdessen Gr\u00fcningen mehr Macht zu geben, durchkreuzten die der Reformer. Ein Land lie\u00df seine Bev\u00f6lkerung im Stich. Diese wehrte sich erfolgreich gegen eine brutale Invasion einer au\u00dferirdischen Macht. Und die zuvor bereits sehr autonomen Tendenzen in Wiesenhausen m\u00fcndeten nun endg\u00fcltig in einer Separationsbewegung. Die Idee von Meadowhouse war geboren.<\/p>\n<p>Heute, elf Jahre sp\u00e4ter, am 18. Oktober 1820, feiern wir, also Meadowhouse, seinen 10-j\u00e4hrigen Geburtstag. Was in der Zeit passiert ist, ist gewiss nicht in einen einzigen Artikel zusammenzufassen. Ganze Enzyklop\u00e4dien m\u00fcsste man \u00fcber das vergangene Jahrzehnt schreiben. Blicken wir kurz zur\u00fcck ins Jahr 1810, am besten in den Monat Juni oder Juli oder August, ganz egal. Wiesenhausen hatte gut 1 Million Einwohner. Wiesenhausen lag im Osten Gr\u00fcnlands. Die W\u00e4hrung hie\u00df Schilling. Der m\u00e4chtigste Mann der Welt hie\u00df Karl Ligones. Unser Bundeskanzler hie\u00df Bernhard Gr\u00f6der, dessen Nachfolger Gisbert Gr\u00fcnwald. Heute hat Wiesenhausen etwa 8 Millionen Einwohner, liegt im Westen von Meadowhouse, die W\u00e4hrung hei\u00dft Tropal, der m\u00e4chtigste Mann der Welt hei\u00dft Lieber Apfulkrax, unser Reichskanzler hei\u00dft Sebastian Schwalbenschwanz und der K\u00f6nig hei\u00dft Percival I., sein Vorg\u00e4nger Johannes I. Was davor und dazwischen geschah, ist die Geschichte einer Bev\u00f6lkerung, die ihr Schicksal selbst in die Hand nahm, nachdem man mit dem Rest des Landes gebrochen hatte. Es entstand eine beispielloser Kampf f\u00fcr die eigene Unabh\u00e4ngigkeit, f\u00fcr den Willen der Menschen und gegen ein im Elfenbeinturm sitzendes Establishment. Aus Wiesenhausen wurde der Zwergstaat Meadowhouse und aus dem Zwergstaat wurde im M\u00e4rz 1812, also genau drei Jahre nach Gewinnen des Winterkriegs gegen die B\u00f6sen Angreifer, ein richtiges Land mit 912 Millionen Einwohnern, einer vielf\u00e4ltigen Landschaft und einem tausende Kilometer langen K\u00fcstenstreifen. &#8222;Wir sind Staat&#8220; &#8211; noch heute gibt es Petitionen, dass dieser Satz auf die Nationalflagge geschrieben wird. Im Ausland und auch auf den anderen Welten freuten sich die Menschen mit den Wiesenhausener B\u00fcrgern, die sich, losgel\u00f6st von einer Rabenmutter in Gr\u00fcningen, auf ein komplett neues Leben freuen durften. Jedoch freute sich nicht das ganze Ausland.<\/p>\n<p>In Gr\u00fcnland gab es Unruhen, Meadowhouse-Sympathisanten gingen auf die Stra\u00dfe und forderten ein Ende der &#8222;Geht-uns-nichts-an&#8220;-Politik von der damaligen Bundesregierung aus Sozialdemokraten und Konservativen. Nationalisten forderten, das verlorene Territorium wenn n\u00f6tig mit Gewalt zur\u00fcckzuholen, so auch Gisbert Gr\u00fcnwald. Das Ende dieser Geschichte kennen wir alle zu gen\u00fcge. Und dennoch: &#8222;Dass Meadowhouse kein rechtsnationaler Staat wurde, hat mich sehr \u00fcberrascht&#8220;, sagt heute Lionel Elbuena, Professor f\u00fcr Anthropologie und Geschichte an der Polarstern-Universit\u00e4t V\u00e4ster\u00e4s. &#8222;Ab und zu gibt es Tendenzen zum Protektionismus, jedoch ist die rechte Szene in Meadowhouse sehr klein. Und das ist beachtlich bei der Geschichte dieses Landes.&#8220; Viele teilten anfangs die Bef\u00fcrchtungen Elbuenas und waren skeptisch gegen\u00fcber der Separation des Bezirks Wiesenhausen von Gr\u00fcnland weg. Die Dynamik der Vorg\u00e4nge rundum um das, was wir jedes Jahr am 18. Oktober so frenetisch feiern, war jedoch nicht mehr aufzuhalten. Wiesenhausens B\u00fcrgermeister Gerhard Herme, Stadtrat Hemes Rems und das symbolische Oberhaupt des Bezirks, Johannes von Daunenfels, den bereits damals alle immer nur &#8222;K\u00f6nig Johannes&#8220; nannten, leiteten die rechtlichen, b\u00fcrokratischen und politischen Geschehnisse in die Wege. &#8222;Um ehrlich zu sein, stand f\u00fcr uns recht bald nach dem gewonnenen Winterkrieg fest, dass wir aufgrund der Umst\u00e4nde der damaligen Situation, uns von Gr\u00fcnland verabschiedet haben&#8220;, erkl\u00e4rte k\u00fcrzlich Gerhard Herme im <em>Abendgespenst.<\/em> &#8222;Am meisten hat uns damals verletzt, dass uns selbst in der mittel- und westgr\u00fcnl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung eine Art Gleichg\u00fcltigkeit entgegenschwang. Als h\u00e4tte man eine Gelegenheit erkannt, den l\u00e4stigen Verwandten loszuwerden, den man nie haben wollte.&#8220; Aufgrund der Mentalit\u00e4tsunterschiede zwischen Ostgr\u00fcnland und dem Rest des Landes, hatte es schon vor dem Winterkrieg immer wieder Differenzen gegeben. &#8222;Dass wir eine Landesgrenze gezogen haben, war eigentlich nur der Vollzug eines bereits festgefahrenen Zustands&#8220;, analysierte der ehemalige B\u00fcrgermeister. Jedoch: &#8222;Wir brauchten diese Grenze. Wir brauchten Eigenst\u00e4ndigkeit. Der Zusammenhalt ist nirgendwo anders so gro\u00df auf der Welt wie im heutigen Meadowhouse.&#8220;<\/p>\n<p>Die Nationalfeiertage hierzulande z\u00e4hlen zu den pomp\u00f6sesten auf der ganzen Welt. Die Zahl der abgefeuerten Silvesterraketen \u00fcbersteigt jedes Jahr neue Rekorde, die Gastronomien sind bereits Anfang des Jahres v\u00f6llig ausgebucht, die kulturellen Angebote sind vorz\u00fcglich und die Folklore mit Feiern am Felsenschiff und auf Schlo\u00df Wiesenhausen. Und das ist nur das, was in Wiesenhausen passiert. Im Rest des Landes jedoch nimmt man den 18. Oktober nicht in dem Ma\u00dfe wahr, wie in der Hauptstadt. Eher wird das Ostbekenntnis des M\u00e4rz&#8216; 1812 gefeiert, als sich der Osten Gr\u00fcnlands an Meadowhouse anschloss. Und auch in Meadowhouse erh\u00e4lt die Heterogenit\u00e4t mehr Einzug. In der Wahl 1818 gipfelte das in der Abwahl des Wiesenhausener Idols K\u00f6nig Johannes I. Es bestehen gro\u00dfe Unterschiede zwischen dem Bezirk Wiesenhausen und dem Rest von Meadowhouse&#8216;. Diese Unterschiede sind jedoch einer positiven Natur, meint auch Lionel Elbuena: &#8222;Es herrscht keine Abneigung gegen\u00fcber einander. Meadowhouse ist einer der wenigen Staaten, in dem die einzelnen Bev\u00f6lkerungsgruppen aus den verschiedensten Landstrichen sich nicht am liebsten bekriegen w\u00fcrden.&#8220; Man mache sich zwar herzlich gerne \u00fcbereinander lustig, es eint jedoch die Geschichte, die Wiesenhausen sicherlich intensiver erlebt hat, als der Rest von Meadowhouse. Im ersten Jahrzehnt seit der Staatsgr\u00fcndung ist unser Land zu einer f\u00fchrenden Wirtschaftsmacht herangewachsen, die finanzielle Situation gerade der Menschen \u00f6stlich von Wiesenhausen hat sich extrem verbessert. Rubinburgh ist von einer unscheinbaren Gro\u00dfstadt zu einer internationalen Attraktion mit gro\u00dfen Touristenzahlen geworden, die K\u00fcstenregion ist heute selbst im tendenziell \u00e4rmeren Norden nicht mehr nur auf die Fischerei angewiesen. Es scheint kaum Verlierer in dieser Geschichte zu geben. &#8222;Tats\u00e4chlich ist Meadowhouse zu einer der seltenen Geschichten ohne Verlierer geworden. Allerdings ist der gro\u00dfe Verlierer auch nicht in Meadowhouse selbst zu suchen, sondern eher jenseits der Landesgrenze&#8220;, sagt Elbuena. Gr\u00fcnland sei als der gro\u00dfe Verlierer aus dem Vorgang herausgegangen und habe in seiner anschlie\u00dfend sehr nationalistischen Linie eine weltweite Krise ausgel\u00f6st, die sich erst heute wieder langsam mit der Ann\u00e4herung der beiden Staaten entspannt. &#8222;F\u00fcr mich ist dieser Vorgang der Staatsgr\u00fcndung von Meadowhouse erst vollst\u00e4ndig abgeschlossen, wenn es einen verbindlich ausgehandelten Friedenspakt zwischen Meadowhouse und Gr\u00fcnland gibt. Dementsprechend freuen mich die aktuellen Entwicklungen wirklich au\u00dferordentlich.&#8220;<\/p>\n<p>Auch in diesem Jahr gab es wieder ein Treffen beider Regierungschefs. Sebastian Schwalbenschwanz und Gunter Gr\u00fcnbaum pflegen inzwischen regen Kontakt und es gibt auch Pl\u00e4ne zu ersten gemeinsamen Projekten. Von einem Friedenspakt war zwar noch nicht die Rede, allerdings zeigten die Diskussionen rundum dieses Thema, dass es Fortschritte gibt und es keine reine Utopie mehr ist, wie Gr\u00fcnbaum noch 1817 bemerkte. Und in diesem Jahr gab es dann sogar Gratulationsw\u00fcnsche von Gr\u00fcnbaum anl\u00e4sslich des 10-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums des 18. Oktober 1810. &#8222;Unsere Geschichte macht uns nicht zu Feinden. Im Namen der gr\u00fcnl\u00e4ndischen Regierung gratuliere ich Ihnen zum 10-j\u00e4hrigen Bestehen Ihres Landes. Lassen wir uns gemeinsam nach vorne schauen und an der Zukunft der Lieben Welt mitarbeiten&#8220;, schrieb Gr\u00fcnbaum, der zu den Feierlichkeiten in Wiesenhausen aufgrund eigener Termine &#8211; Dienstreise in Atlantis &#8211; nicht teilnehmen konnte. \u00c4hnliche T\u00f6ne hatten auch bereits Sebastian Schwalbenschwanz und K\u00f6nig Percival I. angeschlagen, als Gr\u00fcnland am 5. Juni seinen Nationalfeiertag hatte. Der letzte Halbsatz in Gr\u00fcnbaums Schreiben l\u00e4sst zudem hoffen, dass einem B\u00fcndnis nicht mehr allzu viel im Wege steht. Im Ausland wurde ebenfalls herzlich gratuliert. Gerade aus Thovez und Titanien regnete es Gru\u00dfbotschaften. All enthalben herrschte Freude \u00fcber das Jubil\u00e4um, das zum bisher letzten Mal einen neuen Staat auf die Weltkarte gebracht hat. Aus den Partnerl\u00e4ndern auf den anderen Welten reiste Rang und Namen an, so zum Beispiel die bereits 94-j\u00e4hrige K\u00f6nigin Gro\u00dfbritanniens (Erde) Elizabeth II., die erkl\u00e4rte, Meadowhouse sei ein Beispiel f\u00fcr gute Staatsf\u00fchrung, Integrit\u00e4t und gelebte B\u00fcrgerbeteiligung. Sie sei sehr stolz, dass ihr Land Partnerland eines so beispielhaften Landes sei, dass durch seine au\u00dfenpolitische Staatsm\u00e4nnischkeit einen eminent wichtigen Beitrag f\u00fcr die Stabilit\u00e4t der Lieben Welt und des gesamten Sonnensystems sei. Weltherrscher Apfulkrax w\u00fcrdigte Meadowhouse als &#8222;Garant f\u00fcr Frieden und Verbesserung der Lebenssituation f\u00fcr alle Lieben Welt-B\u00fcrger&#8220;. K\u00f6nig Percival I. zeigte sich sehr bewegt und dankbar, dass er eine Chance bekommen habe, in Wiesenhausen Fu\u00df zu fassen und seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. &#8222;Ohne Wiesenhausen, w\u00e4re ich nicht in Wiesenhausen. Ohne die Lieben B\u00fcrger w\u00e4re ich heute kein Lieber B\u00fcrger. Noch heute traue ich manchmal meinen Augen nicht, wenn ich morgens aufwache. Meadowhouse steht nun zehn Jahre lang daf\u00fcr, dass hier Tr\u00e4ume in Erf\u00fcllung gehen. Ich will mit euch daf\u00fcr sorgen, dass sich das niemals \u00e4ndert.&#8220;<\/p>\n<p>So begann die Geschichte unseres Landes mit einem gro\u00dfen Knall. Als der Vulkan in Ost-Molchendorf die B\u00f6sen Streitkr\u00e4fte mit einem Schlag auf die Verliererstra\u00dfe brachte, begann der erste Tag eines langen Prozesses, der am 18. Oktober 1810 in die Unabh\u00e4ngigkeit m\u00fcndete. Weil Wiesenhausen sich selbst rettete, erfand es sich selbst neu. Es entstand eine Gemeinschaft, die weltweit ihresgleichen sucht. Hand in Hand ging man zehn Jahre nun durch die Welt und musste dabei vieles durchstehen. Eine Weltschlacht, Attentate von MMS und eine Weltregierungskrise. Nationaler Zusammenhalt ohne Nationalismus. So bizarr das klingt, genau das ist die meadowhousische Geschichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Parlament stimmt f\u00fcr Verfassungs\u00e4nderung &#8211; Bedingungen f\u00fcr m\u00f6gliche Titanien-Union damit klar<\/strong><\/p>\n<p>Es war Anfang Juni, als die Pr\u00e4sidenten von Atlantis und Westparadies, Bremersen und Westerholz, die Regierungen Titaniens mit ihrem Vorschlag \u00fcberraschten, eine Titanien-Union nach atcanischem Vorbild auf den Weg bringen zu wollen. Unmittelbar nach dieser Erkl\u00e4rung herrschten zun\u00e4chst einmal \u00dcberraschung und eher abwartende Signale in den Hauptst\u00e4dten des Kontinentes vor, vielleicht mit Ausnahme der s\u00fcdtitanischen Staaten, in denen der Vorschlag von Beginn an auf gro\u00dfe Zustimmung getroffen war. In Meadowhouse verlegte man sich zun\u00e4chst auf eine eingehende Pr\u00fcfung des Vorschlags, bildete Mitte Juni eine Expertenkommission zu m\u00f6glichen Konsequenzen einer solchen Union und f\u00fchrte Dialoge mit den Nachbarstaaten, die ebenso auf den Vorschlag aus Ranjos und Stadt am Ufer reagieren mussten.<\/p>\n<p>Vor etwa zwei Wochen schlie\u00dflich stellte die Expertenkommission, unter anderem mit Wirtschafts-, Rechts-, Sozial- und Naturwissenschaftlern besetzt, ihre Ergebnisse vor und sprach eine Empfehlung, gerichtet an die Regierung, aus. Demnach w\u00e4re eine g\u00e4nzliche Unterordnung unter eine solche Gemeinschaft, wie sie die Atca-Union ab n\u00e4chstem Jahr darstellen will, nicht denkbar, da sich daraus f\u00fcr Meadowhouse gravierende Nachteile ergeben w\u00fcrden. Gerade in den Bereichen Wirtschaft und Finanzen zeichnete die Kommission ein eher negatives Bild. &#8222;Die Bef\u00fcrchtungen, die vonseiten einiger Parteien und Personen bereits ge\u00e4u\u00dfert wurden, also dass die meadowhousischen Unternehmen bei g\u00e4nzlich freiem Handel innerhalb Titaniens empfindlich getroffen werden k\u00f6nnen, ist aus unserer Sicht absolut unstrittig&#8220;, so damals der Vorsitzende der Kommission, Dr. Ferdinand Feldmaus, bei der Vorstellung der Ergebnisse. Lediglich einen partiell freien Handel innerhalb einer solchen Union kann sich die Kommission vorstellen, begrenzt auf Wirtschaftszweige, die bei einer solchen \u00d6ffnung f\u00fcr den internationalen Markt robuster reagieren w\u00fcrden. Allerdings stellte Feldmaus auch klar: &#8222;Der meadowhousische Staat hat mit s\u00e4mtlichen Nachbarl\u00e4ndern und der \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit der Staaten in Titanien insgesamt bereits Freihandelsabkommen abgeschlossen, die zu klaren Bedingungen verhandelt wurden. Eine m\u00f6gliche titanische Wirtschaftsunion k\u00f6nnte nur auf Basis dieser Standards und Vereinbarungen, die wir jeweils bilateral geschlossen haben, begr\u00fcndet werden.&#8220; Auch in einem anderen Bereich sah Feldmaus und seine Kommission keinen Spielraum: &#8222;Im Bereich der W\u00e4hrung sollten wir absolut kompromisslos sein. Der Tropal ist dieses Jahr erst seit zehn Jahren als W\u00e4hrung aktiv und hat sich, auch in Zeiten von Krisen, sehr gut entwickelt. Es w\u00e4re geradezu fatal, jetzt eine erneute potentielle Gemeinschaftsw\u00e4hrung einf\u00fchren zu wollen. Ganz gleich, ob und in welcher Form die Union kommen wird, der Tropal muss unsere W\u00e4hrung bleiben.&#8220; In den anderen Bereichen sah die Kommission jedoch durchaus Chancen f\u00fcr Meadowhouse: &#8222;Bei Themen wie Bildung, Reisefreiheit, gesundheits- und umweltpolitische Zusammenarbeit und internationale Strafverfolgung sehen wir durchaus die Vorteile einer solchen Union. Sollten sich die zentralen Akteure dieser Idee schwerpunktm\u00e4\u00dfig darauf konzentrieren, spr\u00e4che aus meadowhousischer Sicht nicht viel dagegen.&#8220;, so Feldmaus im weiteren Verlauf seiner Erkl\u00e4rung. Die Grenzen, die Meadowhouse f\u00fcr den Fall der Errichtung einer Titanien-Union gezogen hat, standen aus Sicht der Kommission damit also fest.<\/p>\n<p>In der meadowhousischen Politik wurde das Ergebnis der Beratungen \u00fcberwiegend positiv aufgenommen. Reichskanzler Schwalbenschwanz erkl\u00e4rte, er wolle den Empfehlungen der Kommission folgen: &#8222;Gerade die Wirtschaft und die Finanzen unseres Landes sollten f\u00fcr externe Kr\u00e4fte unantastbar sein, vor allem wenn dies zu f\u00fcr uns nachteiligen Konditionen erfolgen sollte. Wir sind nicht gegen Freihandel, immerhin kann Meadowhouse trotz seiner kurzen Geschichte schon auf eine gro\u00dfe Masse an derartigen Abkommen verweisen, aber gegen Freihandel, von dem nicht alle profitieren. Bei unserer einzigartigen Wirtschaftslandschaft in Meadowhouse mit einer Vielzahl kleinerer und mittelst\u00e4ndischer Unternehmen, die sehr innovativ sind, w\u00e4re es t\u00f6richt, diese einer internationalen Konkurrenz auszusetzen. Dass der Tropal nicht zur Disposition steht, ist ohnehin Konsens.&#8220; \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferten sich auch Vertreter von WVD, VCS und MCM. Der BdH hat damit, im Vergleich zu seiner Reaktion kurz nach der Ank\u00fcndigung von Bremersen und Westerholz, eine politische Kehrtwende verfolgt. W\u00e4hrend es Anfang Juni noch hie\u00df, man w\u00fcrde sich auf weitere Vorschl\u00e4ge freuen, schlug man nun die gleiche politische Kerbe wie die Koalitionspartner. Schwalbenschwanz verteidigte sich gegen diesen Vorwurf: &#8222;Zum damaligen Zeitpunkt wusste au\u00dfer den beiden Pr\u00e4sidenten niemand etwas von dem Vorschlag, geschweige denn von seiner konkreten Umsetzung. Nicht zuletzt deshalb haben wir ja die Kommission gegr\u00fcndet, die nun pr\u00e4zise und umfangreiche Ergebnisse vorgelegt hat. Erst so konnten wir uns ja ein vollst\u00e4ndiges Bild der Lage machen.&#8220; Aus der Opposition kommen zum Teil kritische Stimmen, aber auch zustimmende. W\u00e4hrend FED-Chefin Weinandt der Regierung &#8222;mangelnde Kooperationsbereitschaft mit anderen Staaten&#8220; vorwirft, stellte MSP-Chef Gutsdorf vor allem heraus, dass der wichtigste Punkt, n\u00e4mlich den Tropal zu erhalten, nun auch in der Regierung unstrittig sei. Von der MP \u00e4u\u00dferte man Hoffnung auf bessere Zusammenarbeit vor allem im Bereich der Umweltpolitik.<\/p>\n<p>Am heutigen Tage nun, knapp zwei Wochen nach der Pr\u00e4sentation der Resultate durch die Expertenkommission, stimmte das Parlament im Saal der Gespenster einer entsprechenden Verfassungs\u00e4nderung zu, die Meadowhouse&#8216; Position f\u00fcr den Fall einer Titanien-Union festigt. Der mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossene Entwurf der Regierung, der kurz darauf auch von K\u00f6nig Percival I. unterzeichnet wurde, sieht klare Regelungen bezogen auf die Rolle des Staates und eine m\u00f6gliche Beteiligung an einer Gemeinschaft vor. So wird im neuen Artikel 90a der Meadowhousischen Reichsverfassung (MRV) nun festgelegt, dass Vereinbarungen innerhalb einer potentiellen Wirtschaftsgemeinschaft nicht wider Vereinbarungen aus bilateralen Handelsabkommen mit anderen Staaten laufen d\u00fcrfen. Zudem wird die Rolle des Tropals gefestigt, der in einer Gemeinschaft nicht zur Diskussion stehen d\u00fcrfe. Desweiteren beh\u00e4lt sich der meadowhousische Staat vor, in einzelnen Wirtschaftszweigen, auch nach Errichtung eines freien Marktes \u00fcber alle titanischen Grenzen hinweg, Z\u00f6lle erheben zu d\u00fcrfen, um eigene Unternehmen zu sch\u00fctzen. Dies bedarf jedoch einer eindeutigen Begr\u00fcndung. Zudem wurde die Rolle des Staates in Bezug auf die Infrastruktur gest\u00e4rkt, indem im neuen Artikel festgelegt wurde, dass Automobil-, Eisenbahn- und Schifffahrtswege sowie Telekommunikation, Postwesen und Gesundheitsversorgung einem Privatisierungsverbot unterliegen. Hintergrund dieser Klausel war, dass es in einigen Staaten Titaniens private Anbieter derartiger Dienstleistungen gibt, die dort den Staat weitestgehend abgel\u00f6st haben. Durch den Zusatz in der Verfassung soll eine Verdr\u00e4ngung von staatlichen Dienstleistungsunternehmen, sowohl auf Reichs-, als auch auf Herzogtums- und Kommunalebene, verhindert werden. Allerdings werden private Dienstleister neben den staatlichen Services geduldet, sofern sie nicht den Zoll- und Einfuhrbeschr\u00e4nkungen unterliegen. F\u00fcr meadowhousische Unternehmen, wie beispielsweise den &#8222;Geister-Blitzversand&#8220;, hat der neue Verfassungszusatz somit keine Folgen. Neben den zahlreichen beschr\u00e4nkenden Bestimmungen, f\u00fchrt der neue Verfassungszusatz jedoch auch Regelungen f\u00fcr eine m\u00f6gliche Titanien-Union ein. So wird eine potentielle Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheits-, Umwelt- und Bildungspolitik sowie bei den Themen Reisefreiheit, internationale Strafverfolgung und Verteidigung ausdr\u00fccklich bef\u00fcrwortet, stets nach den individuellen Konditionen, die durch die potentielle Union ausgehandelt werden.<\/p>\n<p>Die Reaktionen auf die Zustimmung zur Verfassungs\u00e4nderung waren \u00fcber alle Parteigrenzen hinweg positiv, wenn auch aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden. W\u00e4hrend Wirtschaftsminister Voldemort von einem &#8222;wichtigen und klaren Signal aus Wiesenhausen in den Rest Titaniens&#8220; sprach, hob Schatzmeister Hubmaier hervor, dass Meadowhouse sich unter den nun geschaffenen Bedingungen ohne Weiteres an einer Titanien-Union beteiligen k\u00f6nne, da die Ma\u00dfst\u00e4be jetzt klar w\u00e4ren und ein tiefgreifender Schaden f\u00fcr den meadowhousischen Staat abgewendet werden k\u00f6nne. Au\u00dfenminister von Ryssen sprach von einem &#8222;guten und ausgewogenen Ergebnis, dass Meadowhouse alle Optionen offen l\u00e4sst&#8220; und MCM-Chef Knucker merkte an, dass Meadowhouse nun selbstbewusst in potentielle Verhandlungen gehen k\u00f6nne. Auch aus der Opposition kamen zustimmende R\u00fcckmeldungen, wenn auch mit einer Prise Schadenfreude: &#8222;Seit Jahren k\u00e4mpfen wir f\u00fcr einen Schutz unserer staatlichen Dienstleistungen vor Konkurrenz aus dem privaten Sektor des Auslandes, doch die Regierung hat dies stets abgelehnt. Jetzt, wo die Gefahr auf einmal real wird, schafft sie es, innerhalb von zwei Wochen einen Verfassungs\u00e4nderungsentwurf zu erstellen und zu verabschieden. Man kann durchaus sagen, dass wir zufrieden sind.&#8220;, so der MSP-Vorsitzende Gutsdorf unmittelbar nach der Verabschiedung des Entwurfs. Auch K\u00f6nig Percival I. \u00e4u\u00dferte seine Zustimmung zu dem Vorhaben, als er die Verfassungs\u00e4nderung unterzeichnete: &#8222;Meadowhouse ist als Staat erst zehn Jahre existent, mitsamt eigener Wirtschaft, Souver\u00e4nit\u00e4t und Identit\u00e4t. Ich glaube, es ist da nur verst\u00e4ndlich, dass man sich nun nicht schon wieder unter die \u00c4gide einer anderen Organisation stellen m\u00f6chte. Wir haben mit diesem Gesetz die Handhabe, an den Verhandlungen teilzunehmen, aber haben auch klare Grenzen definiert. F\u00fcr das meadowhousische Volk, f\u00fcr seine Unternehmen und die Staatsgemeinschaft ist diese neue Regelung ein gutes Signal.&#8220;<\/p>\n<p>Im Ausland f\u00fchrte der Meadowhousische Weg zu einem gespaltenen Echo. Andere Staaten der Paradiesischen Halbinsel lobten das Meadowhousische Vorgehen, so beispielsweise Gr\u00fcnlands Pr\u00e4sident Gr\u00fcnbaum, Schnecklands Staatschef Schneckich, Transaniens Pr\u00e4sident Mastabor oder Diamantinas Pr\u00e4sidentin Pawlowa. Auch in ihren Staaten, sowie in Magabienien, Gallertland und Fantasio stehen zurzeit \u00e4hnliche Abstimmungen zu Gesetzen und Verfassungs\u00e4nderungen an, die allesamt mit einer potentiell bevorstehenden Titanien-Union zusammenh\u00e4ngen. Hintergrund sei, so lie\u00df es sich Ende vergangener Woche von Schnecklands Pr\u00e4sident Schneckich vernehmen, dass der Gro\u00dfteil der Staaten der Paradiesischen Halbinsel erst vor 25 Jahren eine Fremdbestimmung durchleben mussten, und noch nicht wieder bereit w\u00e4ren, zu viel Macht an externe Kr\u00e4fte abzugeben. Kritik kommt dagegen aus S\u00fcdtitanien und von den Initiatoren der Unionsidee. Charymoyebsos Pr\u00e4sident Kyloyec beispielsweise bezeichnete die Entscheidung als &#8222;Verweigerungspolitik&#8220;, w\u00e4hrend Atlantis&#8216; Staatschef Bremersen von &#8222;hinderlichen und unverst\u00e4ndlichen Ma\u00dfnahmen&#8220; seitens des Meadowhousischen Staates sprach. Aus dem Weltpalast kam hingegen eine ziemlich leise Reaktion. Ohnehin h\u00e4lt sich der Palaces Monda seit Anfang Juli, als Westerholz und Bremersen ihren Vorschlag noch einmal konkretisierten und konstatierten, dass sie &#8222;mit so vielen Staaten wie m\u00f6glich, so eng wie m\u00f6glich und auf so vielen Bereichen wie m\u00f6glich kooperieren wollten&#8220;, mit \u00c4u\u00dferungen zu einer Titanien-Union zur\u00fcck. Aus Insiderkreisen hei\u00dft es, dass insbesondere Wirtschaftsdromorniss Velka Fatra, aber auch Innendromorniss Kalaar Moleskar um den Einfluss des Weltpalasts in Titanien bangen, wenn eine Union nach Westerholz\/Bremersen&#8217;schen Ideen kommen sollte. Eine solche w\u00fcrde n\u00e4mlich mit eigenen Institutionen einhergehen, die die Dromornissposten in ihrer Bedeutung schw\u00e4chen w\u00fcrden. So verlegt man sich zurzeit eher aufs Abwarten, was die Verhandlungen zwischen den Staaten in Titanien ergeben werden und wie sich die Ergebnisse mit dem Einflussbereich des Weltpalastes vereinbaren lassen.<\/p>\n<p>Insgesamt wird es wohl noch ein langer Weg werden, ehe eine Titanien-Union konstituiert werden k\u00f6nnte, wenn es denn \u00fcberhaupt dazu kommen sollte. Die Reaktionen der nordtitanischen Staaten, insbesondere der Industrienationen sind klar: Zusammenarbeit und Kooperation sind gew\u00fcnscht, jedoch nur zu selbst verhandelten Konditionen, vor allem in den Bereichen Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die Verfassungs\u00e4nderung der Meadowhousischen Reichsverfassung von heute ist dabei zentral und verschafft Meadowhouse eine gute und selbstbewusste Ausgangsposition f\u00fcr anstehende Verhandlungen, mit klar abgesteckten Grenzen, die nicht \u00fcberschritten werden d\u00fcrfen. Westerholz und Bremersen, sowie die dem Vorhaben positiv gegen\u00fcberstehenden s\u00fcdtitanischen L\u00e4nder, werden viele Kompromisse eingehen und viel Arbeit leisten m\u00fcssen, um den Gro\u00dfteil der titanischen Staaten von ihrer Idee zu \u00fcberzeugen. Ob ihnen dies gelingt, ist momentan noch vollkommen offen, doch ein erster Eindruck kann schon kommende Woche entstehen, wenn die Au\u00dfenminister der nordtitanischen Staaten in Gallatino zusammenkommen. Einfacher ist das Vorhaben durch die Reaktionen der Staaten nicht geworden, doch sehen auch diese die Vorteile einer m\u00f6glichen Titanien-Union, sodass ein Erfolg dieser revolution\u00e4ren und einzigartigen Idee nicht ausgeschlossen werden muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>LWGH: Grogge wird Oberster Richter in brisanten Zeiten &#8211; Nachfolger in Meadowhouse steht fest<\/strong><\/p>\n<p>Es war eine Entscheidung, die von Insidern allgemein erwartet worden war, die normalerweise eine blo\u00dfe Randnotiz in den weltweiten Zeitungen und Nachrichtensendern gewesen w\u00e4re, vielleicht mit Ausnahme von Meadowhouse, und die auch alles andere als au\u00dfergew\u00f6hnlich betrachtet worden w\u00e4re. Eigentlich. Denn die Ernennung von Meadowhouse&#8216; Obersten Richter Laurenz Grogge zum Vorsitzenden des Lieben Welt-Gerichtshofs (LWGH) in Palar kommt zu einem brisanten Zeitpunkt und k\u00f6nnte weit gr\u00f6\u00dfere Auswirkungen haben, als sich dies die Richter bei ihrer Entscheidung f\u00fcr Grogge gedacht haben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Entscheidung fiel einstimmig. Am Freitagmittag, Punkt zw\u00f6lf Uhr avasjanravscher Zeit verk\u00fcndete der Noch-Vorsitzende des LWGH, Richter Juan Ra\u00fal Petrarca, das Ergebnis der geheimen Abstimmung der neun Richter, bekannterma\u00dfen einer f\u00fcr jeden Kontinent der Lieben Welt, am h\u00f6chsten Gerichtshof der Lieben Welt. Danach stand fest: Zum ersten Mal w\u00fcrde ein Meadowhouser dieses wichtigste juristische Amt \u00fcbernehmen, was an sich schon ein historischer Moment ist, der von juristischen Experten aus dem Umfeld des Gerichtshofs jedoch einigerma\u00dfen vorhergesehen wurde. Neben Grogge wurde dem Lassverschen Richter Timothy Stewart noch eine Chance einger\u00e4umt, Petrarca nachzufolgen, doch da Grogge in den vergangenen Tagen auch von mehreren anderen obersten Richtern verschiedener Staaten Unterst\u00fctzung erhalten hatte, lie\u00df sich das Abstimmungsergebnis zuletzt zumindest erahnen. Nachfolger f\u00fcr den in den Ruhestand tretenden Petrarca wird indes der mittell\u00e4ndische Richter Petr Ilomenkovich, der Petrarcas Platz als Vertreter Atcaniens am Gerichtshof \u00fcbernehmen wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr den 58-j\u00e4hrigen Grogge ist es die Kr\u00f6nung seiner langen juristischen Laufbahn, die 1789, nachdem er sein Studium an der Universit\u00e4t Molnancolvo beendet hatte, mit der Gr\u00fcndung einer Anwaltskanzlei, zusammen mit zwei Kollegen, begonnen hatte. Zur Zeit des Paradiesischen Krieges setzte sich Grogge vehement f\u00fcr einen Waffenstillstand ein und gewann 1792 beispielsweise sogar einen Prozess gegen den Paradiesischen Staat, der diesem damit verbot, Jugendliche unter achtzehn Jahren zum Milit\u00e4rdienst an die Front zu schicken. Ein Sieg, der f\u00fcr ihn pers\u00f6nlich jedoch beinahe ein Todesurteil wurde. Paradies&#8216; damaliger Justizminister Julius Fenninger, loyaler Stadelhoff-Anh\u00e4nger, veranlasste pers\u00f6nlich Grogges Verhaftung kurz nach Prozessende und verfrachtete ihn, zusammen mit fast zwanzig anderen unliebsam gewordenen Juristen in ein &#8222;Ternlund&#8220; in Gr\u00fcnland. Grogge sagte sp\u00e4ter einmal \u00fcber die Zeit dort, dass &#8222;sich niemand, der nicht dabei gewesen ist, vorstellen kann, was in diesen St\u00e4tten passiert ist und man jeden einzelnen Tag mit dem Tod rechnete&#8220;. Dennoch \u00fcberstand er seine Inhaftierung, immerhin fast zwei Jahre, kehrte aber nie wieder nach Paradies zur\u00fcck. Im Prozess gegen das Stadelhoff-Regime agierte er als wichtiger Nebenkl\u00e4ger und nahm 1798 schlie\u00dflich das Amt des Oberstaatsanwalts von Rubinburgh an, das er bis 1806 aus\u00fcbte. In diesem Jahr wechselte er ans gr\u00fcnl\u00e4ndische Verfassungsgericht nach Wiesenhausen, dessen Vorsitzender er 1809 wurde. Nach der Unabh\u00e4ngigkeit verblieb Grogge in Meadowhouse, im Gegensatz zu vielen seiner Richterkollegen, und arbeitete die neue Verfassung zusammen mit anderen hochrangigen Juristen aus, die im November 1810 schlie\u00dflich in Kraft trat. Kurz nach der Unabh\u00e4ngigkeit wurde er vom Parlament erneut als Oberster Richter am nun jedoch Meadowhousischen Verfassungsgerichts best\u00e4tigt und wurde 1812 sogar als Vertreter Titaniens an den LWGH in Palar entsendet und 1818 in dieser Funktion best\u00e4tigt. Nun, zwei weitere Jahre sp\u00e4ter, wird er ab 01. Juni f\u00fcr zun\u00e4chst sechs Jahre dessen Vorsitzender<span style=\"display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #333333; cursor: text; font-family: Georgia,'Times New Roman','Bitstream Charter',Times,serif; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;\">, <\/span>muss dann jedoch sein bisher noch parallel ausge\u00fcbtes Amt als Oberster Meadowhousischer Richter abgeben.<\/p>\n<p>Die Ernennung Grogges kommt jedoch zu einem brisanten Zeitpunkt. Erst vor drei Wochen war vor dem LWGH der Jahrhundertprozess gegen den ehemaligen gr\u00fcnl\u00e4ndischen Pr\u00e4sidenten, sp\u00e4teren blumenparadiesischen und havaiischen Diktator sowie Kriegsverbrecher Gisbert Gr\u00fcnwald gestartet worden. Nicht wenige Medien bef\u00fcrchteten nach der Wahl Grogges nun eine neue Strategie der Gr\u00fcnwaldschen Verteidigung, vor allem im Hinblick auf eine m\u00f6gliche Befangenheit Grogges. So schrieb der &#8222;Sichtburgher Bote&#8220; beispielsweise: &#8222;Die Ernennung eines Meadowhousers zum Obersten Richter in Palar w\u00e4re zu jedem Zeitpunkt sicherlich keine gro\u00dfe Sache gewesen. Doch ausgerechnet w\u00e4hrend eines Prozesses gegen den gr\u00fcnl\u00e4ndischen Diktator, der die Meadowhousische Unabh\u00e4ngigkeit nur widerwillig bewilligte und zwei Jahre sp\u00e4ter per Angriffskrieg wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen wollte, ist diese Ernennung h\u00f6chst ungl\u00fccklich.&#8220; Das &#8222;V\u00e4ster\u00e4ser Strandjournal&#8220; hingegen formulierte es optimistischer: &#8222;Grogge muss nun zeigen, dass er es mit der Neutralit\u00e4t des Richteramtes ernst meint. Zwar w\u00e4re er auch so schon in den Prozess involviert gewesen, jedoch nur als Assistenzrichter, nicht als Vorsitzender. Um m\u00f6gliche Befangenheitsantr\u00e4ge zu vermeiden, wird er jede noch so kleine Entscheidung mehrfach abw\u00e4gen m\u00fcssen.&#8220; Der scheidende LWGH-Pr\u00e4sident Petrarca erwiderte, angesprochen auf die Personalie Grogge nach der Verlesung des Wahlergebnisses: &#8222;Richter Grogge hat in den vergangenen acht Jahren in Palar hervorragende Arbeit geleistet und w\u00e4hrenddessen schon viele Kriegsverbrecher oder Vertreter von streitenden Staaten vor sich gehabt, mit denen er pers\u00f6nlich in seiner Eigenschaft als Meadowhousischer B\u00fcrger h\u00e4rter umspringen h\u00e4tte k\u00f6nnen, als notwendig. Dabei denke ich beispielsweise an Prozesse gegen Anton Regler oder Evgenyi Jurov. Dennoch hat er stets objektiv und sachlich jeden einzelnen Fall bearbeitet und wird dies auch k\u00fcnftig, und insbesondere auch bei diesem wichtigen Prozess gegen Gisbert Gr\u00fcnwald, tun. Ich habe keinerlei Bef\u00fcrchtungen, dass die Wahl ein Fehler war. Zudem k\u00f6nnen wir uns ja nicht von den Angeklagten diktieren lassen, wer den Gerichtsvorsitz \u00fcbernimmt.&#8220;<\/p>\n<p>Inwiefern die Wahl Grogges tats\u00e4chlich Auswirkungen auf den Prozess haben wird, ist derzeit noch nicht zu \u00fcberblicken. Dennoch wird er wohl in den n\u00e4chsten Monaten versch\u00e4rft unter Beobachtung stehen, nicht nur wegen seiner Eigenschaft als Meadowhousischer B\u00fcrger, sondern auch, weil der Fall Gr\u00fcnwald durchaus als Parallele zu den Kriegsverbrecherprozessen gegen das Stadelhoff-Regime angesehen werden kann, in denen Grogge durchaus unnachgiebig harte Strafen f\u00fcr die Angeklagten forderte. Grogges erster Verhandlungstag wird dann am 01. Juni direkt stattfinden. Dabei geht es vormittags zun\u00e4chst um Streitigkeiten zwischen Emedari und Florenz bez\u00fcglich Fischereirechten, ehe er dann am Nachmittag in seiner Funktion als Gerichtspr\u00e4sident erstmals auf Gr\u00fcnwald treffen wird. Dieser hatte seine eigentlich f\u00fcr gestern geplante Aussage vor dem Gericht wenige Stunden vor Verhandlungsbeginn \u00fcberraschend vertagt, da er sich noch einmal mit seinen Anw\u00e4lten konsultieren wollte. Nicht wenige Experten vermuteten, dass dies nur aufgrund der Wahl Grogges geschehen sei. Unabh\u00e4ngig davon wird der Prozess gegen Gr\u00fcnwald damit jedoch noch einmal eine deutlich st\u00e4rkere Bedeutung bekommen und Richter Grogge steht vor der gr\u00f6\u00dften Bew\u00e4hrungsprobe seiner langen Karriere.<\/p>\n<p>Doch auch f\u00fcr Meadowhouse hat die Ernennung Grogges weitreichende Folgen. Da der LWGH-Pr\u00e4sident nicht zugleich ein einzelstaatliches Amt ausf\u00fchren darf, wird nun die Stelle des Obersten Richters am Meadowhousischen Verfassungsgerichts in Wiesenhausen vakant, zum ersten Mal seit der Unabh\u00e4ngigkeit. Nachfolger wurden in den vergangenen Tagen bereits einige genannt, von Ex-Justizdromorniss Herme \u00fcber die amtierende Justizministerin van Wessels bis hin zu verschiedenen Rechtswissenschaftlern renommierter Meadowhousischer Universit\u00e4ten. Relativ schnell wurde jedoch klar, dass die L\u00f6sung woanders liegen musste, Herme sagte noch am Freitagabend nach einer diesbez\u00fcglichen Anfrage der &#8222;Morgengespensts&#8220; ab und auch van Wessels lie\u00df \u00fcber ihren Pressesprecher mitteilen, dass sie derzeit nicht f\u00fcr ein solches Amt, das immerhin eine sechsj\u00e4hrige Amtszeit im Falle einer Wahl mit sich bringt, zur Verf\u00fcgung stehen w\u00fcrde. So fiel am sp\u00e4ten Freitagabend schlie\u00dflich der Name Edward Elch.<\/p>\n<p>Der studierte Jurist Elch, der von 1788 bis 1804 die damalige gr\u00fcnl\u00e4ndische Kommune Wiesenhausen regierte und bis heute als einer der beliebtesten ehemaligen Politiker des Landes gilt, hatte seine politische Karriere vor 16 Jahren mit dem Verzicht auf eine Wiederwahl bei der Kommunalwahl 1804 beendet und war seitdem seit 1810 als Pr\u00e4sident des Fu\u00dfballverbandes FVM sowie als Rechtsanwalt in Wiesenhausen t\u00e4tig. In seiner Funktion als Anwalt verhinderte er vergangenes Jahr beispielsweise als Vertreter von Sammelklagen erfolgreich den Bau der Erd\u00f6lraffinerie in Wiesenhausen-Waldhausen. Der 79-j\u00e4hrige und in geringem Ma\u00dfe altersresistente Elch hatte eine R\u00fcckkehr aufs politische Parkett seit jeher vehement ausgeschlossen, dem Posten am Gerichtshof in Wiesenhausen-Ahornsburg scheint er jedoch nicht abgeneigt. Auf Anfrage des &#8222;Karlsburger Isenfischers&#8220; sagte er am Samstagmorgen: &#8222;Da es sich bei dem Amt um ein judikatives Amt handelt, also ein nicht direkt in die Tagespolitik involviertes Amt, kann ich es mit durchaus vorstellen und stehe daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung, wenn das Parlament mich vorschlagen sollte. Da es zudem das Verfassungsgericht ist, k\u00f6nnte ich meinen Posten als FVM-Pr\u00e4sident ebenfalls behalten, da zwischen ihm und dem Staat Meadowhouse keine Interessenskonflikte auftreten k\u00f6nnen, weil der Verband Teil des Staates selbst ist.&#8220; Vertreter mehrerer Parteien sprachen sich am Samstag ebenfalls f\u00fcr Elch als Nachfolger Grogges aus. BdH-Chef Eduard Pflanze sagte in einem Interview: &#8222;Ich kann mir kaum jemand besseren vorstellen, die gro\u00dfen Fu\u00dfspuren, die Richter Grogge hinterlassen wird, auszuf\u00fcllen. Herr Elch hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er Entscheidungen mit viel Fingerspitzengef\u00fchl treffen kann und hat auch in seiner Zeit als Staatsanwalt von Wiesenhausen zwischen 1772 und 1786 gezeigt, dass er die Materie ohne Einschr\u00e4nkungen beherrscht.&#8220; \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferten sich auch Vertreter von WVD, VCS und FED, womit definitiv eine breite Mehrheit bestehen wird, um Elch vorzuschlagen.<\/p>\n<p>Die Ernennung von Laurenz Grogge zum Vorsitzenden des LWGH in Palar hat viele Nachwirkungen. Ob diese positiv oder negativ sein werden, wird die Zukunft zeigen. Sicher ist jedoch: Den Prozess gegen Gisbert Gr\u00fcnwald wird diese Wahl nur dann beeinflussen, wenn sich Grogge unerwarteterweise nicht an seine bisher so strikt ausge\u00fcbte Objektivit\u00e4t h\u00e4lt. F\u00fcr Meadowhouse ist der Verlust von Richter Grogge, der im Staat h\u00f6chstes Vertrauen und Respekt genie\u00dft, \u00fcber alle Parteigrenzen hinweg, nat\u00fcrlich immens. Doch mit Edward Elch steht ein Nachfolger bereit, dem es durchaus zuzutrauen ist, das Amt \u00e4hnlich vertrauensvoll und integer auszu\u00fcben, wie es Grogge getan hat. Es sind in jeder Hinsicht spannende Zeiten in der Meadowhousischen Rechtspolitik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Zeichen stehen auf Ann\u00e4herung &#8211; Meadowhouse und Gr\u00fcnland im Dialog<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt auf der Lieben Welt einige Staaten, die aneinander grenzen, sich jedoch aus historischen Gr\u00fcnden mehr oder weniger stark voneinander abgeschottet haben, zum Teil sogar in kriegerischen Konflikten miteinander standen. Zuerst denkt man nat\u00fcrlich an das Erkietenland, jenes geographisch nicht besonders auff\u00e4llige Gebiet zwischen Julsavien und Kalavien, um das die beiden Staaten seit Jahrzehnten erbittert k\u00e4mpfen und das 1812 Ausl\u00f6ser der Weltschlacht war. Dann denkt man noch an den Miwan-Iranja-Konflikt, an den Dauerstreit zwischen Django und Ceratoland und vielleicht an die fragile Lage im Vielv\u00f6lkerstaat Molquarze. Doch ein Konflikt wird dabei meist ausgeblendet, und dass, obwohl er mitten in Titanien ausgetragen wird und seit nunmehr acht Jahren zu einer Eiszeit inmitten friedlich miteinander agierender Staaten f\u00fchrte: Der Konflikt zwischen Gr\u00fcnland und Meadowhouse. Grund daf\u00fcr, dass dieser Konflikt von der Welt\u00f6ffentlichkeit wenig wahrgenommen wird ist vermutlich, dass dieser Streit bisher weniger mit wirklichen Waffen und kriegerischen Auseinandersetzungen gef\u00fchrt wird, wie in den zuvor genannten Krisengebieten, sondern vielmehr durch Nichtbeachtung und wirtschaftliche Beschr\u00e4nkungen: Eiszeit eben.<\/p>\n<p>Eine historische Einordnung. Kurz nach dem Ostbekenntnis im M\u00e4rz 1812, als Gr\u00fcnland beinahe die H\u00e4lfte seines Staatsgebiets an den erst eineinhalb Jahre zuvor gegr\u00fcndeten Staat Meadowhouse in einem Referendum verlor, begann sich die Lage zwischen den Staaten zu verschlechtern. Vor allem Gr\u00fcnlands damaliger Pr\u00e4sident Gisbert Gr\u00fcnwald, kurz vor dem Ostbekenntnis an die Macht gekommen und politisch nicht f\u00fcr die Genehmigung des Referendums verantwortlich, das unter seinem Vorg\u00e4nger Hans Gr\u00fcnhager gebilligt wurde, setzte auf eine absolute Konfrontationspolitik. Er forderte eine R\u00fcckg\u00e4ngigmachung des Referendums und indirekt auch eine Aufl\u00f6sung des erst entstandenen Staates Meadowhouse, mit zunehmender Zeit auch immer st\u00e4rker mit Kriegsrhetorik. Die gr\u00fcnl\u00e4ndische Bev\u00f6lkerung stand dabei zu Beginn hinter ihm, hatten sie ihn doch vor allem wegen seines Versprechens, Gr\u00fcnland nach den Gebietsverlusten der vorangegangenen Jahre wieder zu einer Macht auf der paradiesischen Halbinsel zu machen, ins Amt gew\u00e4hlt. Aus Meadowhouse gab vor allem einer deutliche warnende Worte zur\u00fcck: Der damalige K\u00f6nig Johannes I., der sich stark wegen einer Bedrohung sorgte und im Juli 1812 den damaligen Botschafter Reinhardt von der Tagel aus Gr\u00fcningen abzog, nachdem dieser bedroht worden war. Dass Gr\u00fcnwald sich jedoch f\u00fcr seine Ziele mit international ge\u00e4chteten Regimen verb\u00fcnden w\u00fcrde, nur um Meadowhouse zu zerschlagen, kam in Gro\u00dfteilen des Volkes mehr als schlecht an. Doch genau dies geschah am 31. August 1812, als sich Gr\u00fcnland auf der historischen Kriegserkl\u00e4rungskonferenz statt mit Paradies, Django und Atlantis lieber mit Klondyk, Diamantina und Julsavien verb\u00fcndete und so einen Keil in die paradiesische Halbinsel schlug. Das Meadowhousische Staatsgebiet wurde von gr\u00fcnl\u00e4ndischen Verb\u00e4nden im Westen zwar heftig unter Beschuss genommen, gr\u00f6\u00dfere Gebietsgewinne verzeichnete Gr\u00fcnland jedoch nicht und als Klondyk am 02. Oktober 1812 schlie\u00dflich kapitulierte, war es auch mit Gr\u00fcnland schnell vorbei. Man hatte den kurzen aber heftigen Konflikt am Ende verloren.<\/p>\n<p>In den Folgejahren isolierte sich Gr\u00fcnland zun\u00e4chst von der Au\u00dfenwelt, Gr\u00fcnwald wurde vom Volk vertrieben, das in ihm die Wurzel allen \u00dcbels und den Grund f\u00fcr den Ausbruch des Konflikts sah, und richtete in Blumenparadies und Hawaii weitere Sch\u00e4den an, ehe er Ende 1813 verhaftet wurde. Heute sitzt er lebenslang in Erkensgradt ein. Nur wenige L\u00e4nder trieben Handel mit Gr\u00fcnland, dessen Wirtschaft darunter merklich zu leiden hatte und als Mitte 1814 die ersten demokratischen Wahlen seit dem Ende der Weltschlacht unter dem Protektorat des Weltpalastes abgehalten wurden, f\u00fchlte es sich f\u00fcr die meisten noch nicht wieder an, wie der Schritt zur\u00fcck zur Normalit\u00e4t. Eine fragile Weltlage f\u00fchrte zudem dazu, dass sich der Palaces Monda kaum auf den ungel\u00f6sten Konflikt konzentrieren konnte, zu sehr war das damalige Weltkabinett damit besch\u00e4ftigt, gewaltsame Folgen der Weltschlacht in den Griff zu bekommen. Zwar wurden mit den meisten L\u00e4ndern die Handelsbeziehungen und auch diplomatische Beziehungen reinstalliert, nicht jedoch mit dem \u00f6stlichen Nachbarn Meadowhouse. Der 1814 gew\u00e4hlte Gunter Gr\u00fcnbaum bezeichnete eine Ann\u00e4herung Gr\u00fcnlands zu Meadowhouse 1817 noch als &#8222;utopisch&#8220;, zu tief sa\u00df der Scham \u00fcber die verlorene Aggression von 1812. Doch auch von meadowhousischer Seite bewegte sich nicht viel. Der Weltstaat, der sich seit seiner Gr\u00fcndung stets aufw\u00e4rts entwickelt hatte und im Gegensatz zu Gr\u00fcnland wirtschaftlich florierte, hatte noch zu gro\u00dfes Misstrauen gegen\u00fcber dem westlichen Nachbarstaat, oder wie K\u00f6nig Johannes I. es 1816 ausdr\u00fcckte: &#8222;Es gibt noch heute L\u00e4nder, direkt an unseren Grenzen, denen man leider nicht \u00fcber den Weg trauen kann&#8220;. Meadowhouse hielt den wirtschaftlichen Druck aufrecht, die Grenz\u00fcberg\u00e4nge nach Gr\u00fcnland waren gr\u00f6\u00dftenteils gesperrt, Reisende, auch Familien, die teilweise in Meadowhouse und teilweise in Gr\u00fcnland lebten, mussten \u00fcber Gallertland im S\u00fcden oder Schneckland im Norden zwischen den L\u00e4ndern verkehren, Handelsbeziehungen wurden nicht unterhalten und diplomatische Verh\u00e4ltnisse erst recht nicht. Bis heute.<\/p>\n<p>Denn nicht wenige trauten ihre Augen nicht, als eben jener Gunter Gr\u00fcnbaum, im vergangenen Jahr wiedergew\u00e4hlt, am 18. Oktober letzten Jahres, dem Unabh\u00e4ngigkeitstag Meadowhouse&#8216; von Gr\u00fcnland, auf Burg Daunenfels auftauchte und somit der Einladung von K\u00f6nig Percival I. gefolgt war. Bei seinem Besuch sprach Gr\u00fcnbaum in einer Rede von Ann\u00e4herung, Dialog und Normalisierung, was von den anwesenden G\u00e4sten im Zentrum der Macht des K\u00f6nigreiches begeistert aufgenommen wurde. K\u00f6nig Percival I. versprach einen Gegenbesuch noch im selben Jahr und vollzog diesen dann auch am 15. Dezember, als er Gr\u00fcnbaum in Gr\u00fcningen aufsuchte und so als erster meadowhousischer Vertreter seit fast siebeneinhalb Jahren wieder gr\u00fcnl\u00e4ndischen Boden betrat. Weitere Gespr\u00e4che wurden vereinbart, diesmal auch auf exekutiver Basis und nicht nur repr\u00e4sentativ, von denen die ersten beiden bereits stattfanden. Mitte Januar besuchte erstmals Sebastian Schwalbenschwanz als amtierender Reichskanzler Gr\u00fcningen und dessen Bundestag, in dem er bis 1810 als Wiesenhausener Abgeordneter vertreten war. Bei diesem Besuch sprach er mit Gr\u00fcnbaum vor allem \u00fcber die Wiederaufnahme wirtschaftlicher Beziehungen und \u00fcber die Vereinfachung des Grenzverkehrs zwischen den Staaten. Zwar wurde dabei noch nichts konkret beschlossen, beide zeigten sich jedoch zuversichtlich. Beim zweiten Treffen vergangene Woche in Wiesenhausen, bei dem unter anderem auch Au\u00dfenminister und Wirtschaftsminister beider L\u00e4nder anwesend waren, konnte man hingegen schon konkretere Pl\u00e4ne vorlegen. So sollen die strikten Grenzkontrollen oder Grenzschlie\u00dfungen erleichtert oder aufgehoben werden, Datum daf\u00fcr ist der 01. Mai, und die Handelsbeziehungen gesetzlich durch einen Handelsvertrag neu gestaltet werden, der beim n\u00e4chsten Treffen, am 23. M\u00e4rz, unterzeichnet werden soll. Dar\u00fcber hinaus wird \u00fcber die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen diskutiert, sowie \u00fcber ein Ende der Boykottma\u00dfnahmen von Vorschl\u00e4gen des jeweils anderen Staates im Weltrat. Diese Ma\u00dfnahmen sollen jedoch erst im Sommer konkret umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Nicht wenige Au\u00dfenstehende waren von der Geschwindigkeit der Entwicklungen \u00fcberrascht. Doch schaut man genauer hinter die Kulissen, ergibt sich schnell, wer f\u00fcr den historischen Wandel in der Beziehung der beiden Staaten verantwortlich ist. Zun\u00e4chst ist dabei der Weltkaiser zu nennen. Im Gegensatz zu seinem Vorg\u00e4nger Helobos, der gerade gegen Ende seiner Amtszeit kaum noch politische Autorit\u00e4t besa\u00df, kann sich der Liebe Apfulkrax, nachdem er die Sch\u00e4den der Vorg\u00e4ngerregierung weitestgehend beseitigt hat, nun auf tiefergehende Ma\u00dfnahmen konzentrieren, die den Frieden in den Regionen der Lieben Welt sichern sollen. Und der kalte Konflikt zwischen Gr\u00fcnland und Meadowhouse war eine jener Ma\u00dfnahmen, die er lieber fr\u00fcher als sp\u00e4ter umsetzen wollte. Daf\u00fcr traf er sich im Laufe des letzten Jahres insgesamt zehn Mal mit Vertretern der gr\u00fcnl\u00e4ndischen und der meadowhousischen Exekutive, um den Wandel zu moderieren, am Ende scheint er tats\u00e4chlich Erfolg gehabt zu haben. Doch auch drei weitere zentrale Meadowhousische Gestalten wirkten auf eine Auss\u00f6hnung zwischen Gr\u00fcnland und Meadowhouse hin: Die drei Gr\u00fcndungsv\u00e4ter des Staates. Gerhard S. Herme, Hemes F. Rems und Ex-K\u00f6nig Johannes von Daunenfels ermutigten vor allem von meadowhousischer Seite aus die Regierung von Kanzler Schwalbenschwanz und K\u00f6nig Percival I., die Gespr\u00e4che mit dem westlichen Nachbarn zu suchen, wof\u00fcr der kurze Draht der drei meadowhousischen Ikonen zu den entsprechenden Akteuren von Vorteil war. Schlie\u00dflich sind aber nat\u00fcrlich auch die beiden politisch aktiven Akteure der beiden L\u00e4nder zu nennen, n\u00e4mlich K\u00f6nig Percival I. auf meadowhousischer Seite und Gunter Gr\u00fcnbaum auf gr\u00fcnl\u00e4ndischer Seite, die ihre Ressentiments aufgegeben haben und dem Dialog unvoreingenommen begegnen, was ein gro\u00dfer Verdienst beider Politiker ist. &#8222;Letztlich scheint es ein g\u00fcnstiger Moment zu sein, an dem sich die richtigen Personen zur richtigen Zeit an den entscheidenden Stellen befinden&#8220;, so titelte das &#8222;Morgengespenst&#8220; vor wenigen Wochen.<\/p>\n<p>Die Ann\u00e4herung der beiden verfeindeten Staaten st\u00f6\u00dft national wie international auf Erleichterung und Zustimmung. Auf nationaler Ebene begr\u00fc\u00dften vor allem die Gemeinden im Westen von Meadowhouse den Wandel. Diese Regionen im Wei\u00dfen Gebirge, die, was den Handel angeht, bisher in einer Art Sackgasse lagen, mit dem einzigen Weg Richtung Osten, w\u00fcrden von einer \u00d6ffnung der Grenze zu Gr\u00fcnland wohl am meisten profitieren. So \u00e4u\u00dferten sich Vertreter aus Keslenburg, Kullburg, Ranstedt, Westerdamm und Khevenbach optimistisch, dass ihre Gemeinden ein deutliches wirtschaftliches Wachstum erwarten d\u00fcrften, sollten sich die Beziehungen normalisieren. Doch auch jenseits des Wei\u00dfen Gebirges auf gr\u00fcnl\u00e4ndischer Seite hoffen St\u00e4dte und Regionen, nicht zuletzt auch die gr\u00fcnl\u00e4ndische Hauptstadt Gr\u00fcningen, von der \u00d6ffnung profitieren zu k\u00f6nnen. Auf internationaler Ebene kam sowohl vom Weltpalast als auch aus dem Weltrat die Ermutigung, die Gespr\u00e4che voranzutreiben, um die paradiesische Halbinsel weiter zu einen. Weltratspr\u00e4sident Tom Arne Henriksen sagte gegen\u00fcber dem &#8222;Karburger Morgenblick&#8220;: &#8222;Fast acht Jahre nach den umst\u00fcrzenden Ereignissen, die zur momentanen Situation gef\u00fchrt haben, wird es Zeit, alte Rivalit\u00e4ten zu begraben und aufgeschlossen und unvoreingenommen vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen&#8220;. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferten sich auch Vertreter der Weltregierung in Wiesenhausen.<\/p>\n<p>Aber nicht nur die Politik, sondern auch die Bev\u00f6lkerung steht, dies- und jenseits des Wei\u00dfen Gebirges, hinter dem momentanen Kurs der Ann\u00e4herung. In einer Befragung des Statistischen Bundesamtes Sao Gr\u00fcno bef\u00fcrworteten 84% der befragten Gr\u00fcnl\u00e4nder und sogar 91% der befragten Meadowhouser die aktuellen Entwicklungen. Es scheint, dass dies genau der richtige Zeitpunkt ist, eine der erbittertsten und l\u00e4ngsten Feindschaften auf der Lieben Welt zu begraben. Die Zeichen stehen auf Ann\u00e4herung &#8211; und das ist auch gut so.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Volk entscheidet: Wahlalter wird auf 16 Jahre hinuntergesetzt &#8211; R\u00fcckenwind f\u00fcr Koalition<\/strong><\/p>\n<p>Mit Spannung war dem heutigen Tage entgegen gesehen worden. Zum zweiten Mal in der Geschichte des Staates Meadowhouse waren s\u00e4mtliche wahlberechtigten B\u00fcrger dazu aufgerufen, ein Gesetzesvorhaben per Volksentscheid zu bestimmen. Zur Abstimmung stand die Absenkung des Wahlalters f\u00fcr s\u00e4mtliche Wahlen im K\u00f6nigreich auf 16 Jahre. Nach der \u00fcberraschenden Ablehnung des Exports des Urans aus der Saphierer B\u00f6rde im bisher letzten Volksentscheid 1813, der sich gegen die damaligen Regierungspl\u00e4ne wandte, kam es diesmal jedoch zu keiner weiteren \u00dcberraschung, wenn auch knapp.<\/p>\n<p>Am Ende votierten 52,5% der befragten B\u00fcrger f\u00fcr eine Senkung des Wahlalters auf Reichs-, Herzogtums- und Kommunalebene, womit sie nicht nur die Prognosen best\u00e4tigten, sondern auch den Kurs der Koalition und besonders von K\u00f6nig Percival I. best\u00e4rkten. Bei einer Wahlbeteiligung von 73,6% fiel das Ergebnis jedoch dennoch knapper aus, als viele Umfragen es zuvor prognostiziert hatten. Diese hatten die Zustimmung zur Absenkung des Wahlalters bei um die 60% gesehen. Warum die Zustimmung am Ende nur relativ knapp ausfiel, ist bisher fraglich. Vermutet wird jedoch dass entscheidende Teile der Bev\u00f6lkerung aus den s\u00fcdlicheren Herzogt\u00fcmern El Grande und S\u00fcdstrand, in denen zurzeit noch Ferien sind, im Urlaub waren und deshalb nicht an der Abstimmung teilnehmen konnten. Daher konnte der eher konservative Norden des Landes mehr Gewicht in die Waagschale werfen und das Ergebnis dementsprechend ver\u00e4ndern. Aller Zahlen zum Trotz ist das Ergebnis jedoch eindeutig: Das Wahlalter muss nun per Gesetz vom Reichstag auf 16 Jahre bei allen anstehenden Wahlen hinuntergesetzt werden. Die im Reichstag vertretenen Parteien reagierten unterschiedlich auf den Ausgang des Referendums.<\/p>\n<p>Reichskanzler und Regierungschef Sebastian Schwalbenschwanz, dessen Partei BdH zuvor f\u00fcr eine Absenkung des Wahlalters geworben hatte, zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden und nannte es ein &#8222;ehrliches Ergebnis, aber auch einen klaren Auftrag an die Legislative, nun zu handeln.&#8220; \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferten sich Schwalbenschwanz&#8216; Parteikollegen Maszliskus, Herzog von Wiesenhausen und von Malmenberg, Herzog von El Grande, die auf Herzogtumsebene ebenfalls extensiv f\u00fcr eine Absenkung des Wahlalters geworben hatten. Positiv fiel die Reaktion auch bei der WVD aus. Parteichef Basilisk sprach von einem &#8222;guten Zeichen f\u00fcr die Koalition&#8220; und dass die Bev\u00f6lkerung den Kurs der Regierung trotz der zuletzt schwierigen Situationen dennoch mittrage. Arbeitsminister Setterstedt verwies darauf, dass das Zustandekommen des Volksentscheid ma\u00dfgeblich auch ein Verdienst seiner Partei gewesen sei, die sich in Koalitionsverhandlungen vor einem Jahr entschieden daf\u00fcr eingesetzt hatte. Der dritte Koalitionspartner VCS hingegen sah das Ergebnis kritischer. Die Volks-Christ-Sozialen hatten sich lediglich f\u00fcr eine Absenkung des Wahlalters auf kommunaler Ebene eingesetzt und die beiden dar\u00fcberliegenden Ebenen gar nicht zum Thema des Volksentscheid werden lassen wollen, wurden von BdH und WVD kabinettsintern jedoch \u00fcberstimmt. Entsprechend zerknirscht gab sich VCS-Chef Boerenberg, als er auf das Ergebnis angesprochen wurde: &#8222;Es ist ja kein Geheimnis, dass wir eine andere Frage zur Abstimmung stellen wollten, doch m\u00fcssen wir das Ergebnis nun so akzeptieren und den erforderlichen Gesetzgebungsprozess einleiten.&#8220;<\/p>\n<p>Auf Burg Daunenfels hingegen beim K\u00f6nig gab es allen Grund zur Freude. Auch er hatte sich im Wahlkampf 1818 massiv f\u00fcr mehr Volksentscheide eingesetzt und lobte nicht nur das Ergebnis, sondern auch die hohe Beteiligung an der Abstimmung. Laut K\u00f6nig Percival I. sollten zuk\u00fcnftig noch mehr Fragen in derartigen Referenden direkt vom Volk entschieden werden, auch wenn das heutige das einzige war, was im Koalitionsvertrag vom vergangenen Jahr festgeschrieben war. Insgesamt stellte der K\u00f6nig jedoch fest: &#8222;Das Ergebnis ist nicht nur ein gutes f\u00fcr Meadowhouse, sondern auch eine Best\u00e4tigung unserer bisherigen Regierungsarbeit im Zusammenspiel zwischen Kanzleramt und K\u00f6nigsthron. Nat\u00fcrlich war es in den letzten Monaten alles andere als einfach und bestimmte Punkte m\u00fcssen noch gekl\u00e4rt werden, doch das Ergebnis von heute zeigt, dass viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unsere Politik mittragen und wir unsere Streitigkeiten, die vieles in letzter Zeit gel\u00e4hmt haben, beilegen sollten.&#8220;<\/p>\n<p>In der Opposition wurde das Ergebnis ebenfalls gr\u00f6\u00dftenteils positiv aufgenommen. FED, MSP und MP hatten sich im Wahlkampf 1818 und auch in den vergangenen Monaten stark f\u00fcr eine Herabsetzung des Wahlalters ausgesprochen und zeigten sich mit dem Resultat dementsprechend auch zufrieden. FED-Chefin Weinandt beispielsweise sieht es als gutes Zeichen an, dass &#8222;im Superwahljahr 1822 somit gesch\u00e4tzt 2 Millionen Erstw\u00e4hler hinzukommen, die Themen f\u00fcr ihre Generation mittels Wahl in die Politik einbringen k\u00f6nnen.&#8220; Einzig die MCM, als einzige Partei strikt gegen die Absenkung des Wahlalters, zeigte sich unzufrieden vom heutigen Ergebnis. Parteichef Knucker sagte gegen\u00fcber der Presse: &#8222;Nat\u00fcrlich erscheint es positiv, mehr Menschen und auch j\u00fcngere Menschen am politischen Willensbildungsprozess teilhaben zu lassen. Das Problem dabei ist, dass junge Menschen h\u00e4ufig noch keine ausgereiften Standpunkte zu komplexen politischen Fragen haben und deshalb von einfacher Propaganda schneller beeinflusst werden. Gl\u00fccklicherweise haben wird in Meadowhouse zurzeit keine in irgendeiner Hinsicht extremistischen Parteien, doch k\u00f6nnen wir nicht garantieren, dass dies so bleibt, so sehr wird uns das auch w\u00fcnschen. In einem solchen Fall w\u00fcrde sich die heutige Entscheidung eher negativ auswirken.&#8220;<\/p>\n<p>Die Folge des Volksentscheids ist ein recht klarer rechtlicher Prozess. Da Plebiszite laut Reichsverfassung rechtlich bindend sind und die Legislative zur Umsetzung der Entscheidung aus dem Referendum verpflichtet ist, muss die regierende Koalition nun ein entsprechendes Gesetz auf den Weg bringen und binnen sechs Monaten im Saal der Gespenster zur Abstimmung bringen. Sollte das Gesetz dann abgelehnt werden, stehen sechs Wochen f\u00fcr Nachbesserungen zur Verf\u00fcgung, ehe eine finale Abstimmung geschieht. Sollte das Gesetz auch dann abgelehnt werden, wird das Ergebnis des Entscheids per K\u00f6nigsdekret durchgesetzt, was bedeutet, dass K\u00f6nig Percival I. einen gesetzlichen Rahmen erl\u00e4sst und dieser, auch ohne Akzeptanz durch das Parlament g\u00fcltig ist. Im vorliegenden Fall zur Absenkung des Wahlalters wird jedoch mit einer breiten Mehrheit im Parlament gerechnet.<\/p>\n<p>Als Konsequenz werden im Superwahljahr 1822, in dem im M\u00e4rz die Herzogtumswahlen, im Juni die landesweiten Kommunalwahlen und im Herbst die Reichstags- und K\u00f6nigswahlen anstehen, insgesamt 2,4 Millionen Erstw\u00e4hler aus den Jahrg\u00e4ngen 1804 bis 1806 wahlberechtigt sein, die nach bisher geltenden gesetzlichen Regeln nicht w\u00e4hlen d\u00fcrfen. Dazu kommen noch einmal 3,2 Millionen Erstw\u00e4hler aus den Jahrg\u00e4ngen 1800 bis 1804, die im Zeitraum zwischen der letzten Wahl und der 1822 stattfindenden Wahl das achtzehnte Lebensjahr erreicht haben oder noch erreichen werden, sodass die Wahlen k\u00fcnftig zu einem Teil also durchaus mehr von den j\u00fcngeren Generationen beeinflusst werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Drama ist beendet &#8211; &#8222;Projekt Schwarzbach&#8220; in Wiesenhausen kommt nicht zustande<\/strong><\/p>\n<p>Eigentlich h\u00e4tte dieses Thema auf unserer Website wohl eher unter dem Punkt &#8222;\u00dcber Wiesenhausen&#8220; erscheinen m\u00fcssen. Doch die Wucht und die Sprengkraft dieses Politikums waren so gravierend, dass bereits einige bef\u00fcrchteten, der Streit in der Hauptstadt k\u00f6nnte sich zu einer Regierungskrise auf Burg Daunenfels ausweiten. Lange schien es auch so, als w\u00fcrde niemals eine vern\u00fcnftige L\u00f6sung gefunden werden, doch nun ist das Drama um die geplante Erd\u00f6lraffinerie im Wiesenhausener Stadtteil Waldhausen endlich beendet. Sie wird nicht gebaut.<\/p>\n<p>&#8222;Schwarzbach&#8220; h\u00e4tte die Raffinerie hei\u00dfen sollen. Ein passender Name f\u00fcr eine F\u00f6rderstation des &#8222;fl\u00fcssigen Goldes&#8220;. Der Ende 1816 entdeckte Erd\u00f6lvorrat unter dem Wiesenhausener S\u00fcden veranlasste Wirtschaft wie Politik zu einer leidenschaftlichen Diskussion \u00fcber die Nutzung oder Nicht-Nutzung dieser unverhofften Ressource. Die von der Wirtschaft beauftragten Wissenschaftler rechneten vor, man k\u00f6nne ganz Wiesenhausen 250 Jahre lang mit \u00d6l versorgen, w\u00fcrde man dort bohren. Die von Umweltsch\u00fctzern beauftragten Forscher k\u00fcrzten diesen Wert kurzerhand auf gerade einmal 30 Jahre. So h\u00e4tte man schon im Jahre 1850 eine Geisterraffinerie in der &#8222;sch\u00f6nsten Stadt der Welt&#8220;. Kein gutes Image f\u00fcr eine Stadt mit diesem Ruf. Beide Rechnungen waren wohl auf ihre Art und Weise utopisch, der wahre Wert d\u00fcrfte wie so oft in der Mitte liegen. Jedoch war klar, dass die WVD, die zusammen mit den MCM sich f\u00fcr einen Abbau des \u00d6ls aussprach, sich heftigem Gegenwind gegen\u00fcber sehen w\u00fcrde, vor allem im naturverbundenen Wiesenhausen. Hinzu kam die vergeigte Kommunalwahl 1817, als die WVD ihre absolute Mehrheit verlor und den BdH als Koalitionspartner brauchte. Wie sich sp\u00e4ter herausstellen sollte, war dies ein grober taktischer Fehler, mit den MCM w\u00e4re man den Pl\u00e4nen f\u00fcr die Raffinerie deutlich n\u00e4her gekommen, die VCS war zwar nicht g\u00e4nzlich abgeneigt, holte aber zu wenige Prozentpunkte. So ging man &#8211; vielleicht aus reiner Gewohnheit &#8211; mit den Natursch\u00fctzern vom BdH zusammen und musste schon bald feststellen, dass diese ihren Standpunkt nicht \u00e4ndern w\u00fcrden. B\u00fcrgermeister Cornelius, dessen Auftritte oft zwischen dem ruhigen Schlichter und dem polternden Alphatier, das schon l\u00e4ngst seinen Zenit \u00fcberschritten hat, schwankten, sah sich heftigen Protesten, teilweise aus den eigenen Reihen gegen\u00fcber. Er mutierte zum Spielball zwischen den Fronten, die sich im parallelen Streit um die Schiefermine in H\u00f6hlenpark, auch noch zus\u00e4tzlich verh\u00e4rteten. Seit dem Wochenende ist jedoch klar: Der Streit ist beigelegt und die WVD konnte sich im Gegensatz zur Schiefermine diesmal nicht durchsetzen. Es wird also keine \u00d6lraffinerie in Waldhausen geben.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Cornelius trat zusammen mit Stadtrat Tobias Turmfalke vom BdH vor die Presse und man konnte beiden Gesichtern die Erleichterung ansehen, dass das seit fast 3 Jahren schwelende Thema nun endlich vom Tisch ist. &#8222;Wir sind sehr froh, Ihnen mitteilen zu k\u00f6nnen, dass wir uns im zweiten gro\u00dfen Streitpunkt unserer Zusammenarbeit einigen konnten. Wir haben uns nach reiflicher \u00dcberlegung und Abw\u00e4gung aller kleinsten Einzelheiten dazu entschieden, das Projekt &#8222;Schwarzbach&#8220; fallen zu lassen. Es wird keine \u00d6lraffinerie in Wiesenhausen errichtet werden&#8220;, er\u00f6ffnete Cornelius. Man habe noch bis in die vorige Nacht gemeinsam beraten &#8211; was man an seinen Augenringen unschwer ablesen konnte &#8211; und habe am fr\u00fchen Morgen den Entschluss gefasst, es zu verk\u00fcnden. Gleichwohl gab der B\u00fcrgermeister aber auch zu, dass er sich anfangs eine andere L\u00f6sung erhofft hatte: &#8222;Wir von der WVD und auch ich pers\u00f6nlich waren f\u00fcr den Bau. Es h\u00e4tte uns unglaublich viele Vorteile beschert. Doch im Laufe der Diskussionen ist auch uns klar geworden, dass wir damit einen Stein losgetreten haben, der nicht mehr aufzuhalten war. Aufgrund des \u00f6ffentlichen Drucks und der allgemeinen Sorge vor Umweltsch\u00e4den, haben wir uns nun \u00fcberzeugen lassen, das Vorhaben aufzugeben. Wir stehen jedoch nach wie vor zu unserer damaligen Entscheidung, einen Bau in Betracht gezogen zu haben und uns letztendlich daf\u00fcr auszusprechen. Allerdings besteht Politik aus Kompromissen. Der BdH hat diesen bei der Schiefermine hinnehmen m\u00fcssen, wir tun dies jetzt&#8220;, so Cornelius. Tobias Turmfalke war zwar auch die M\u00fcdigkeit anzumerken, jedoch sprach aus seinem Gesicht noch mehr Erleichterung und vor allem gro\u00dfe Zufriedenheit: &#8222;Die Wiesenhausener Natur ist gerettet. Wir haben gemeinsam eine Entscheidung getroffen, die zu Gunsten der Menschen, der Tiere und der gesamten Umwelt ist. Man muss, und das ist der Grundsatz f\u00fcr uns, den Erhalt dessen, weswegen wir leben, \u00fcber \u00f6konomische Vernunft stellen. Und wir sind sehr froh, dass wir gemeinsam mit der WVD diesen Grundsatz am Ende beibehalten haben.&#8220; Dar\u00fcber hinaus baten beide Parteienvertreter um Entschuldigung f\u00fcr den zerm\u00fcrbenden Streit, der sich durch die gesamte bisherige Legislaturperiode zog und den damit verbundenen politischen Stillstand in Wiesenhausen. Man werde nun wieder zur\u00fcck zur Sacharbeit kehren und den entstandenen Investitionsstau aufl\u00f6sen, so Cornelius und Turmfalke.<\/p>\n<p>Die Reaktionen in der Bev\u00f6lkerung fielen gr\u00f6\u00dftenteils positiv aus. Es gab in den sozialen Netzwerke gro\u00dfe Zustimmung und Freude \u00fcber die Absage an den Bau von &#8222;Schwarzbach&#8220;, erste Umweltsch\u00fctzer zogen bereits durch die Innenst\u00e4dte in Wiesenhausens Stadtteilen und bejubelten die gefundene L\u00f6sung. Auch vonseiten der MSP und der MP kam gro\u00dfer Beifall. Die MCM kritisierten die Entscheidung und monierten, die WVD um Stefan Cornelius habe sich nach dem Triumph im Streit um die Schiefermine in H\u00f6hlenpark gerade biegen lassen und dem BdH zur Erhaltung des Koalitionsfriedens nun den Abbruch der Planungen zugestanden. Die VCS \u00e4u\u00dferte sich \u00fcberwiegend positiv aufgrund der Gefahren der Umweltverschmutzung, kritisierten jedoch auch die Polemisierung in der Debatte und bem\u00e4ngelten die fehlende \u00f6ffentliche Lobby, die die Vorteile einer Raffinerie h\u00e4tte klarmachen sollen. K\u00f6nig Percival I. war voll des Lobes f\u00fcr die Stadtregierung: &#8222;Das ist ein mehr als gutes Signal an unsere Bev\u00f6lkerung und der Beweis, dass selbst in schwierigen Fragen mit hohem Konfliktpotenzial eine L\u00f6sung gefunden werden kann.&#8220; Zugleich appellierte er an beide Parteien, schnellstm\u00f6glich wieder zur Sacharbeit zur\u00fcckzugehen. Er selbst hatte sich gegen den Bau ausgesprochen, begr\u00fcndete dies \u00e4hnlich wie der BdH mit den hohen Verschmutzungsgefahren.<\/p>\n<p>So ist eine der gr\u00f6\u00dften Possen in der meadowhousischen Politgeschichte endlich beendet. Knapp 2 Jahre legte dieser Streit und der um die Schiefermine das politische Geschehen in der Hauptstadt lahm. Auf Reichsebene k\u00f6nnte dies nun auch zu einem Burgfrieden zwischen BdH und WVD f\u00fchren, inwiefern die schwelenden Konflikte mit K\u00f6nig Percival damit auch beseitigt werden k\u00f6nnten. In jedem Fall ist es ein beruhigendes Signal f\u00fcr die meadowhousische Politiklandschaft. Nun bleibt abzuwarten, ob die f\u00fcr Herbst angesetzten Treffen zur Kl\u00e4rung der Frage um den vom K\u00f6nig geplanten Reichsrat erfolgreich verlaufen oder nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neuer Vorschlag von K\u00f6nig Percival I. wird zur Belastungsprobe f\u00fcr die Koalition<\/strong><\/p>\n<p>Ein halbes Jahr ist K\u00f6nig Percival I. nun der amtierende K\u00f6nig des K\u00f6nigreiches Meadowhouse. In dieser Zeit wurden bereits einige gesetzliche Vorhaben, die w\u00e4hrend des Wahlkampfs 1818 auf seiner Agenda standen, umgesetzt, ebenso wie Forderungen der regierenden Koalition aus BdH, WVD und VCS unter der Leitung von Reichskanzler Sebastian Schwalbenschwanz. W\u00e4hrend sich der K\u00f6nig besonders die Sozialpolitik auf die Fahnen geschrieben hatte, haben die Parlamentarier momentan noch mit den Auswirkungen der Rezession zu tun, die in Form der akuten Schieflage zuerst der Meadowhousischen Staatskasse, aktuell aber vor allem der Investmentbank Meadowhouse, auch im K\u00f6nigreich ganz reale Konsequenzen zeigt. Der neue Vorschlag von K\u00f6nig Percival, der am Sonntagmittag bekannt wurde, umfasst nun aber ein g\u00e4nzlich anderes Feld der Politik, n\u00e4mlich die Verfassungspolitik selbst. Der K\u00f6nig wolle, nach eigener Aussage, eine zweite politische Kammer auf Reichsebene schaffen, die, so sein Plan, vor allem die regionalen und lokalen Bed\u00fcrfnisse der B\u00fcrger ins Zentrum der Macht nach Wiesenhausen bringen solle. Ein Vorschlag, der von den Regierungs- und Oppositionsparteien sehr unterschiedlich aufgenommen wurde.<\/p>\n<p>Am heutigen Sonntagmittag sorgte die Ver\u00f6ffentlichung eines Gesetzesvorhabens im &#8222;Rubinburgher Sonntagsanzeiger&#8220; f\u00fcr Aufregung und Furore im politischen Zentrum des Landes. Darin beschreibt K\u00f6nig Percival I. seine Pl\u00e4ne, eine zweite politische Kammer zu schaffen, und dies schon ziemlich konkret. Experten \u00e4u\u00dferten deshalb die Vermutung, dass der K\u00f6nig den nun ver\u00f6ffentlichten Plan schon l\u00e4nger vorgehabt hatte, m\u00f6glicherweise schon vor den K\u00f6nigswahlen im vergangenen September. Inhaltlich geht es um eine bessere Repr\u00e4sentation der regionalen und lokalen Bed\u00fcrfnisse direkt dort wo die Reichspolitik gemacht wird, n\u00e4mlich auf Burg Daunenfels. Nach den Pl\u00e4nen des K\u00f6nigs sollen vor allem die bei der K\u00f6nigswahl im September erstmals zum Einsatz gekommenen Wahlkreise dabei eine zentrale Rolle einnehmen. So sollen aus jedem Wahlkreis zwei Abgeordnete in die neu zu errichtende Kammer gew\u00e4hlt werden, was bei f\u00fcnfzig Wahlkreisen eine Anzahl von insgesamt einhundert Abgeordneten machen w\u00fcrde. Diese neue Kammer, deren Name allerdings noch nicht klar ist, soll dann an den Gesetzesvorhaben, die bestimmte Kompetenzen ber\u00fchren, beteiligt werden m\u00fcssen. Welche Kompetenzen dies sein sollen ist allerdings ebenfalls noch unklar, vermutlich, so der Politikwissenschaftler und Professor f\u00fcr vergleichende Regierungslehre an der Universit\u00e4t Kullburg, Dr. Thomas Markberger, wird es sich um Politikfelder handeln, die Regionen vor Ort stark betreffen, beispielsweise die Verkehrs-, Kultur-, Sicherheits- oder auch Wirtschaftspolitik. Die Beteiligung einer weiteren Instanz an bestimmten Gesetzesvorhaben k\u00f6nnte jedoch nur durch eine Verfassungs\u00e4nderung in Kraft treten, so Markberger weiter. Daf\u00fcr m\u00fcsste neben dem K\u00f6nig auch der Saal der Gespenster gr\u00fcnes Licht geben, und zwar mit Zwei-Drittel-Mehrheit, zudem m\u00fcsste auch das Oberste Reichsgericht die Verfassungs\u00e4nderung f\u00fcr rechtlich in Ordnung erachten.<\/p>\n<p>Laut den weiteren Ausf\u00fchrungen des K\u00f6nigs will er mit der Schaffung einer zweiten Kammer aus seiner Sicht \u00fcberf\u00e4llige politische Reformen einleiten: &#8222;In jeder konstitutionellen Monarchie dieser Welt, sei es Lassver oder Iseraco, gibt es einen K\u00f6nig und zwei parlamentarische Kammern, die \u00fcber die legislativen Grundlagen beraten, nur in Meadowhouse bisher nicht. Deshalb glaube ich, dass es \u00fcberf\u00e4llig ist, eine solche zweite Kammer zu schaffen. Positiv ist au\u00dferdem, dass Meadowhouse durch diesen Schritt enger zusammenr\u00fccken wird und die Dezentralisierung, die ja auch eines meiner Hauptanliegen ist, weiter vorangebracht wird.&#8220;, so der K\u00f6nig im &#8222;Rubinburgher Sonntagsanzeiger&#8220;.<\/p>\n<p>Wie zu erwarten war, stie\u00df der neuste Vorschlag des K\u00f6nigs im politischen Wiesenhausen auf ein lautes und sehr geteiltes Echo. Zun\u00e4chst \u00e4u\u00dferte sich Reichskanzler Schwalbenschwanz, der bei einem Pressetermin in Wiesenhausen-Ahornsburg davon erfuhr: &#8222;Der Vorschlag des K\u00f6nigs kommt f\u00fcr mich sehr \u00fcberraschend, aufgrund der Pr\u00e4zision, mit der er diesen aber unterbreitet hat, scheint es f\u00fcr mich so, dass es schon ein l\u00e4nger gehegter Plan von seiner Majest\u00e4t ist. Ob er Erfolg haben wird, ist nat\u00fcrlich fraglich. Meiner Erinnerung nach hat schon 1813 mal eine Regierung versucht, eine zweite Kammer mit dem &#8222;Zaubererrat&#8220; einzuf\u00fchren, was damals grandios gescheitert ist. Nat\u00fcrlich hat all dies diesmal einen anderen Hintergrund, im Prinzip l\u00e4uft es aber auch auf eine Abstimmung im Parlament hinaus. Ich werde den Vorschlag morgen mit meiner Partei besprechen und dann dazu meinen Standpunkt weiter erl\u00e4utern. Sicher ist aber, dass bei einer weiteren Kammer unsere Partei mit Sicherheit nicht diejenige ist, die die gr\u00f6\u00dferen Probleme bekommt, da wir auch \u00fcber Wiesenhausen hinaus sehr gut vertreten sind.&#8220;<\/p>\n<p>Auch Politikwissenschaftler Markberger h\u00e4lt BdH, VCS, aber auch MSP und FED f\u00fcr m\u00f6gliche Gewinner einer solchen Reform, sollte sie denn kommen: &#8222;Wir haben 1817 bei den Herzogwahlen und auch vergangenen September bei den Parlamentswahlen gesehen, dass BdH und VCS aus Sicht der Regierungsparteien auch au\u00dferhalb der Ballungsr\u00e4ume, im Fall der VCS vor allem in Preu\u00dfen und Saphirento, im Fall des BdH vor allem im Herzogtum Wiesenhausen und in Santo Opalo viel Unterst\u00fctzung erfahren. Und auch MSP und FED haben im S\u00fcden des Landes, in El Grande und in S\u00fcdstrand eine breitere W\u00e4hlerbasis als im gesamtstaatlichen Kontext betrachtet. Deshalb k\u00f6nnte sich f\u00fcr diese Parteien eine Reform sogar positiv auswirken. Probleme sehe ich derzeit vor allem f\u00fcr die WVD, die MCM und die MP, die ja ohnehin, vor allem die WVD, schwierigen Zeiten entgegen gehen, und durch eine solche Reform noch mehr Macht einb\u00fc\u00dfen k\u00f6nnten.&#8220;<\/p>\n<p>Dementsprechend fielen auch die Reaktionen der weiteren Parteien aus. W\u00e4hrend VCS-Chef Boerenberg sich ebenfalls \u00fcberrascht, aber aufgeschlossen gegen\u00fcber dem Vorhaben zeigte, und lediglich die weitere Verlangsamung des Gesetzgebungsverfahrens durch eine zweite Kammer bem\u00e4ngelte, stie\u00df der Vorschlag bei der WVD auf strikte Ablehnung. Reichspr\u00e4sident und WVD-Chef Ewald Basilisk, der 1813 als verantwortlicher Kanzler mit einer \u00e4hnlichen Reform noch scheiterte, sagte gegen\u00fcber dem &#8222;Zeitungsgespenst&#8220;: &#8222;Ein solcher Vorschlag jetzt bringt niemanden weiter. Ich verstehe zwar die Gr\u00fcnde des K\u00f6nigs, ihn einzubringen, doch haben wir momentan wirklich andere Sorgen, als \u00fcber Verfassungs\u00e4nderungen nachzudenken. Eine zweite Kammer braucht man nicht und w\u00fcrde alles nur noch komplizierter machen.&#8220; Auch MCM-Chef Knucker \u00e4u\u00dferte Bedenken: &#8222;Der K\u00f6nig kommt seltsam gut vorbereitet mit diesem Vorschlag daher, ein Schelm wer B\u00f6ses dabei denkt. Er hat ihn aber auch nicht in den Koalitionsvertrag setzen lassen, sondern versucht ihn nun w\u00e4hrend der Legislaturperiode durchzusetzen. Ich denke, uns allen ist klar, was er versucht: Vor allem die politische Linke, die zu seiner Entt\u00e4uschung im September ja krachend verloren hat, soll nun auf diesem Wege gest\u00e4rkt werden. Unsere Stimmen wird er dabei nicht bekommen, da es sich aus unserer Sicht um einen grenzwertig demokratischen Vorgang handelt.&#8220; MP-Chef Schubert sagte gegen\u00fcber der &#8222;Karburger Allgemeinen&#8220;: &#8222;Ein interessanter Vorschlag, allerdings komplett zur falschen Zeit ge\u00e4u\u00dfert. Das Land hat im Moment ganz andere Probleme, ich habe eher den Eindruck, dass der K\u00f6nig die allgemeine Verwirrung, die gerade von der WVD ausgeht, nutzen will, um seine Position in einem zweiten Parlament zu st\u00e4rken, da er im Saal der Gespenster keine Mehrheit haben wird auf lange Sicht. Das grenzt irgendwo schon an undemokratische bis autokratische Verhaltensweisen, denn er verfolgt fadenscheinige offizielle Ziele, doch die eigentlichen Beweggr\u00fcnde sind glasklar.&#8220;<\/p>\n<p>Die beiden linken Oppositionsparteien MSP und FED, die dem K\u00f6nig politisch am n\u00e4chsten stehen, begr\u00fc\u00dften dessen Vorschlag ausdr\u00fccklich. FED-Chefin Weinandt sprach von einer &#8222;sehr guten und konstruktiven Idee, die das Land unabh\u00e4ngiger von der zentralistischen Politik der Hauptstadt machen w\u00fcrde&#8220; und nannte den Vorschlag zudem eine &#8222;Ma\u00dfnahme, um B\u00fcrger, die ja auch W\u00e4hler sind, regional noch st\u00e4rker in die Politik zu integrieren und Politikverdrossenheit im Vorhinein zu verhindern.&#8220; \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich auch MSP-Chef Heiner Gutsdorf.<\/p>\n<p>Doch auch au\u00dferhalb der \u00fcblichen politischen Landschaft in der Hauptstadt wurden Reaktionen ge\u00e4u\u00dfert. So sprach der Vorsitzende des Obersten Reichsgericht, Richter Laurenz Grogge, davon, dass &#8222;sich die Legislative sehr gut \u00fcberlegen m\u00fcsse, wie sie die Verfassungs\u00e4nderung angehen wolle&#8220;, da Meadowhouse noch nicht einmal neun Jahre alt sei und eine solche Reform tiefgreifende Ver\u00e4nderungen mit sich br\u00e4chte. Sollte die Verfassungs\u00e4nderung jedoch juristisch hieb- und stichfest sein, w\u00fcrde sich das Reichsgericht nicht dagegenstellen, so Grogge weiter. Und auch aus den Herzogt\u00fcmern kamen bereits Reaktionen zu K\u00f6nig Percivals Vorschlag. So meinte der Herzog von Saphirento, Peter Burg (WVD), dass der Vorschlag &#8222;langfristig wohl auch darauf ausgelegt sei, die Herzogt\u00fcmer zu entmachten und das Land nach dem Belieben des K\u00f6nigs umzugestalten, da die Wahlen nicht so verlaufen w\u00e4ren, wie er es sich gew\u00fcnscht habe.&#8220; Moderater formulierte es dagegen der Herzog von El Grande, Siegfried von Malmenberg (BdH): &#8222;Als Politiker auf Herzogtumsebene kommt ein solcher Vorschlag nat\u00fcrlich einer existenziellen Bedrohung gleich. Doch bevor ich mir ein genaues Urteil f\u00e4llen werde, erwarte ich von seiner Majest\u00e4t, dass er so schnell wie m\u00f6glich ausf\u00fchrt, wie er seinen Vorschlag gedenkt mit dem Herzogtumssystem zu vereinbaren, ohne dass diesen zu viel Macht abhanden kommt. Ich bin daf\u00fcr, die Herzogt\u00fcmer auf jeden Fall in die Entscheidung mit einzubinden.&#8220;<\/p>\n<p>Insgesamt sorgte K\u00f6nig Percivals Idee also f\u00fcr gro\u00dfe Wellen in der politischen Landschaft Meadowhouse&#8216;. Ob er seinen Vorschlag tats\u00e4chlich durchbringen kann, wird im Wesentlichen davon abh\u00e4ngen, ob er im Parlament eine Zwei-Drittel-Mehrheit zustande bekommt. Politikwissenschaftler Markberger dazu: &#8222;Diese notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit w\u00fcrde er nur dann bekommen, wenn wirklich alle Abgeordneten aus BdH, VCS, FED, MSP und MP dem Vorschlag zustimmen w\u00fcrden. Somit muss er besonders bei der MP, aber auch in Teilen von BdH und VCS viel \u00dcberzeugungsarbeit leisten.&#8220; Markberger gibt aber auch zu, dass der Vorschlag f\u00fcr die Koalition extrem viel politischen Sprengstoff bietet: &#8222;Sollten BdH und VCS tats\u00e4chlich geschlossen daf\u00fcr stimmen, k\u00f6nnte man sich vorstellen, dass die WVD die Koalition verl\u00e4sst und die Regierung st\u00fcrzt. Das k\u00f6nnte einer der Hauptgr\u00fcnde daf\u00fcr sein, wenn BdH und VCS am Ende nicht daf\u00fcr stimmen, denn die Stabilit\u00e4t der Regierung ist f\u00fcr Kanzler Schwalbenschwanz wohl deutlich wichtiger, als alle Reformen dieser Welt, ganz gleich welche Reibereien es momentan mit der WVD auf regionaler und kommunaler Ebene gibt.&#8220;<\/p>\n<p>Auf jeden Fall kommt in den politischen Betrieb in Wiesenhausen durch K\u00f6nig Percivals Vorschlag sehr viel Leben hinein. Alle Parteien haben f\u00fcr morgen Konferenzen anberaumt, auf denen sie ihre Standpunkte dann noch einmal pr\u00e4zise formulieren wollen und auch die Herzogenkonferenz am kommenden Mittwoch wird sich nun wohl haupts\u00e4chlich mit diesem Thema auseinandersetzen. Man darf gespannt sein, wer sich in dieser Frage am Ende durchsetzt, f\u00fcr K\u00f6nig Percival ist es auf jeden Fall ein weiteres Prestigeprojekt, f\u00fcr die Regierungskoalition jedoch eher eine Belastungsprobe. Es sieht so aus, als wenn st\u00fcrmische Zeiten auf Burg Daunenfels anbrechen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>BdH, WVD und VCS einigen sich auf Koalition &#8211; Kabinett h\u00e4lt \u00dcberraschungen parat<\/strong><\/p>\n<p>Schon am Wahlabend, als die Prognosen sich langsam aber sicher auf bestimmte Werte zubewegten, begannen bei Medien und \u00d6ffentlichkeit bereits die Spekulationen um die neue Regierungskoalition. Dass die bisherige kleinste Regierungspartei MCM nicht mehr mitregieren w\u00fcrde, war so gut wie sicher, angesichts einer krachenden Wahlniederlage im September. Stattdessen setzten viele Experten auf eine Neuauflage der Koalition von 1810 bis 1814, in der die VCS eben jene kleinste Koalitionspartei gewesen war. Am 19. September schlie\u00dflich, am Tag nach der historischen K\u00f6nigswahl, setzten sich besagte Parteien zum ersten Mal f\u00fcr Sondierungsgespr\u00e4che an einen Tisch, aus denen nach und nach dann auch Koalitionsgespr\u00e4che wurden. Gestern Abend wurden die Gespr\u00e4che erfolgreich abgeschlossen und nach anscheinend harten Verhandlungen wurden die Vertr\u00e4ge am heutigen Vormittag im Beisein von K\u00f6nig Percival I. auf Burg Daunenfels unterzeichnet. Damit hat Meadowhouse etwa sechs Wochen nach der Parlamentswahl eine neue Regierung.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal zur personellen Aufstellung der neuen Regierung. Klar ist, dass Wahlsieger Schwalbenschwanz erneut Reichskanzler werden w\u00fcrde, sein Kabinett jedoch wartet mit einigen \u00dcberraschungen auf. Zun\u00e4chst einmal behalten konnten ihren Posten die bisherige Verteidigungsministerin Trewlaney und Wirtschaftsminister Voldemort, welche damit in ihre zweite Amtszeit im jeweiligen Amt gehen werden. Der bisherige Erste Minister Eduard Borkenk\u00e4fer wird neuer Innenminister, wof\u00fcr die bisherige Bildungsministerin Geraldine Ginsterkatze neue Erste Ministerin wird, als erste Frau in diesem Amt \u00fcberhaupt. Neu im Kabinett sind als Bildungsminister Herbert Uhling und als Familienministerin die bisherige Wiesenhausener stellvertretende Stadtratsvorsitzende Wilhelmine Wei\u00dftanne. Nicht mehr im Kabinett vertreten sein werden die bisherige Bildungsministerin Sophie B\u00e4umler, die in den Ruhestand geht, und der bisherige Finanzminister und BdH-Chef Eduard Pflanze, der, laut \u00fcbereinstimmenden Medienberichten, sein Amt als BdH-Vorsitzender beim n\u00e4chsten BdH-Parteitag im November zur Verf\u00fcgung stellen will. Hinsichtlich der beiden vom BdH zu besetzenden milit\u00e4rischen R\u00e4nge gab es jedoch keine \u00dcberraschung, sowohl Alastor Moody als General der Bodentruppen, als auch Carl von der Regi\u00e8me als Oberster Admiral, wurden erneut f\u00fcr diese Posten berufen.<\/p>\n<p>Bei der WVD gibt es nur zwei Konstanten, die im neuen Kabinett ebenfalls in der Funktion vorhanden sein werden, wie in der alten Koalition. Es handelt sich, wenig \u00fcberraschend, um Reichspr\u00e4sidenten und WVD-Chef Ewald Basilisk und um Reichstagspr\u00e4sident Friedhelm von Hirschbach. Ansonsten aber gibt es vielerlei \u00c4nderungen hinsichtlich der WVD-Personalien. WVD-Spitzenkandidat Harald von Ryssen, der bei der Wahl ein unerwartet gutes Ergebnis erzielt hatte, ist der k\u00fcnftige Au\u00dfenminister und beerbt damit Karl von Kriesel. Der preu\u00dfische WVD-Herzogtumvorsitzende Alfons Setterstedt wechselt in auf die Reichsebene und beerbet wiederum von Ryssen in seinem Amt als Sozialminister. Au\u00dfenminister von Kriesel wiederum hat den Auftrag, das neu gegr\u00fcndete Umweltministerium zu f\u00fchren, welches aus seiner Union mit dem Landwirtschaftsministerium ausgegliedert wurde. G\u00e4nzlich neu besetzt wurden die \u00c4mter des Kanzleramts- und des Entwicklungsministers. Das Kanzleramtsministerium wird k\u00fcnftig vom WVD-Rechtsexperten Boris Leonhard gef\u00fchrt, neue Entwicklungsministerin wird die bisherige WVD-Generalsekret\u00e4rin Fiona Falke-Baumhoff. Keinen Platz am Kabinettstisch mehr hat der bisherige Entwicklungsminister Sonnholm, der sich im Vorhinein der Wahl mit dem Parteivorsitzenden Basilisk \u00fcberworfen hatte. Der bisherige Kanzleramtsminister Daniel Altens kehrt, wie bereits erwartet, zu seinem Posten als Hauptfeldwebel der Armee zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Bei der dritten Koalitionspartei, der VCS, wurde zun\u00e4chst einmal die Personalie best\u00e4tigt, die schon von Anfang an klar gewesen war: Heinrich Hubmaier \u00fcbernimmt k\u00fcnftig das Finanzressort als neuer Schatzmeister. Das Amt des Zweiten Ministers wird in Zukunft der Herzogtumpolitiker Jens Dinkhoff \u00fcbernehmen, neue Justizministerin wird die bisherige parteipolitische Sprecherin der VCS, Silvana van Wessels und neuer Gesundheitsminister der bisherige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Paul von Syberg. F\u00fcr das Amt des Verkehrsministers gelang der Koalition eine echte \u00dcberraschung: Ralf Bachstein, Herzogtumpolitiker aus S\u00fcdstrand, wird dieses Amt k\u00fcnftig aus\u00fcben und hat damit sein h\u00f6chstes Amt seiner langen Karriere inne, das letzte Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft und Verbraucherschutz hingegen geht an die bisherige VCS-Generalsekret\u00e4rin Amanda Berghain. \u00dcberraschend war lediglich, dass VCS-Chef Karl Boerenberg kein Amt zufiel, was, laut internen Kreisen, wohl auf seinen pers\u00f6nlichen Wunsch hin geschah. Nicht wenige vermuten deshalb, dass auch Boerenberg, ebenso wie Eduard Pflanze beim BdH, bald sein Amt als VCS-Chef abgeben wollen werde.<\/p>\n<p>Damit w\u00e4ren s\u00e4mtliche personellen Rotationen und Neuanf\u00e4nge hinreichend geschildert. Hinsichtlich der inhaltlichen Aspekte des Koalitionsvertrages wurde lange gestritten, letztlich einigte man sich auf folgende Punkte. Definitiv kommen wird ein \u00dcberwachungsorgan f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte, ebenso wie die angek\u00fcndigte Anhebung des Leitzinses. Bei diesem Punkt konnten also vor allem BdH und VCS Wahlversprechen umsetzen. Ebenfalls unstrittig sind die schnellen und unb\u00fcrokratischen Hilfen f\u00fcr von der D\u00fcrre betroffene Landwirte, was alle drei Parteien im Vorhinein umsetzen wollten. Der Milit\u00e4rdeal mit S\u00fcdtitanien soll ab dem 01. Januar 1819 anlaufen, allerdings nur mit vorheriger Konsultation aller nicht an dem Deal betroffener Staaten der Region. Diese Bremsung der schnellen Abwicklung des Milit\u00e4rdeals geht wohl vor allem auf den neuen K\u00f6nig Percival I. zur\u00fcck, der dem Thema deutlich kritischer gegen\u00fcber steht, als noch sein Vorg\u00e4nger Johannes I. Die Koalitionsparteien konnten sich vor dahingegen durchsetzen, als dass sie binnen sechs Monaten dar\u00fcber beraten wollen, ob die Amtszeit des K\u00f6nigs beschr\u00e4nkt werden und zudem das Wahlalter auf 16 Jahre abgesenkt werden soll. Beides d\u00fcrfte Anlass f\u00fcr Diskussionen zwischen K\u00f6nig und Parlament geben. Beschlossen wurden zudem die Verl\u00e4ngerung der Schulzeit von 13 auf 14 Jahre, was mit Beginn des n\u00e4chsten Schuljahres 1819 in Kraft treten soll, und die Reform der Reichswehr, welche vor allem von der WVD gefordert wird. Strittig hingegen sind noch die Reform der Sozialversicherungen in Hinblick auf die Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze und eine m\u00f6gliche Umsatzsteuer auf Finanzgesch\u00e4fte, da sich hier vor allem die WVD quer stellt. Hinsichtlich dieser Themen wurde daher zun\u00e4chst einmal nur vereinbart, dass die verantwortlichen Ministerien daf\u00fcr Vorgehensweisen erarbeiten und diese binnen neun Monaten pr\u00e4sentieren sollen. F\u00fcr Erstaunen sorgte noch der letzte Punkt, wonach, vor allem wohl auf Druck des BdH, der Ausstieg aus der Kohle angestrebt werden soll, und das noch bis 1825, was einen doch recht kurzen Zeitraum darstellt.<\/p>\n<p>Alle beteiligten Koalitionsparteien und auch K\u00f6nig Percival I. zeigten sich mit dem Ergebnis der Koalitionsgespr\u00e4che zufrieden und freuten sich auf die vier Jahre gemeinsamer politischer Arbeit. Dennoch d\u00fcrften die Zeiten schwierig werden, da der K\u00f6nig bei vielen der angestrebten Projekte das letzte Wort hat und politisch gesehen in anderer Richtung steht als die Schwalbenschwanz-Regierung. Dennoch beteuerte man heute Vormittag den Willen zur Zusammenarbeit f\u00fcr eine erfolgreiche Zukunft des Landes.<\/p>\n<p>Verschiebungen gab es in den letzten Wochen jedoch nicht nur bei den jetzt erneuten Regierungsparteien, sondern auch bei den aktuellen Oppositionskr\u00e4ften. Bei der FED l\u00f6ste Generalsekret\u00e4rin Elena Weinandt den erfolgreichen Parteichef Herbert Granitzer ab, der auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wahl antrat. Auch die MP hat eine neue F\u00fchrung: Rainer Schubert, Anh\u00e4nger des gem\u00e4\u00dfigten &#8222;Realo&#8220;-Fl\u00fcgels, will die Partei endlich einen und beerbt damit den bisherigen Vorsitzenden Jonathan Esser, der nun als einfacher Abgeordneter im Reichstag sitzen wird.<\/p>\n<p>Bei den beiden gro\u00dfen Wahlverlierern MSP und MCM zeichnete sich schon direkt nach der Wahl eine interne Erneuerung ab. Bei der MSP traten Parteichef Nieler und Fraktionschef Fahnert noch am Wahlabend von ihren Posten zur\u00fcck. Nielers Nachfolger als Parteichef ist seit zwei Wochen der El Grander Herzogtumpolitiker Heiner Gutsdorf, w\u00e4hrend Fahnerts Nachfolger der bisherige parlamentarische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Aaron Weschen wurde. Bei der MCM hingegen ist Albrecht Knucker der neue starke Mann. Als Parteichef soll er die deutlich geschrumpfte Fraktion zur\u00fcck in die Erfolgsspur f\u00fchren, neue Fraktionsvorsitzende bei diesem Vorhaben ist die ehemalige Landwirtschaftsministerin Leonora Tragschmitt. Knucker und Tragschmitt beerben damit Reinhardt von der Tagel und Joachim Kamphoff, die am Tag nach der Parlamentswahl ebenfalls von allen \u00c4mtern zur\u00fcckgetreten waren.<\/p>\n<p>Somit sind die Wellen, die die Parlaments- und die K\u00f6nigswahl geschlagen haben, wohl erst einmal gegl\u00e4ttet. S\u00e4mtliche Parteien sind mehr oder weniger neu aufgestellt und jeweils nach eigenen Angaben gut ger\u00fcstet f\u00fcr die kommende Legislaturperiode. Damit sind auch die Diskussionen \u00fcber politische Ausrichtungen und personelle Ver\u00e4nderungen erst einmal vorbei und die Parteien k\u00f6nnen sich wieder auf das konzentrieren, was ihre Aufgabe ist: Das Land Meadowhouse in schwierigen Zeiten in eine erfolgreiche Zukunft zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Z\u00e4sur! Percival Sean McLeach gewinnt die K\u00f6nigswahl &#8211; Johannes gewinnt nur l\u00e4ndliche Regionen und Wiesenhausen<\/strong><\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine Wahlnacht! K\u00f6nig Johannes I. ist abgew\u00e4hlt und zwar deutlich. Herausforderer Percival S. McLeach \u00fcberrolllte ihn f\u00f6rmlich und holte sich au\u00dfer der Hauptstadt Wiesenhausen\u00a0alle bev\u00f6lkerungsreichen Regionen sowie sensationell auch den eigentlich so konservativen Norden. Es ist ein politisches Beben, dass nicht nur unser Land, sondern auch die Liebe Welt ersch\u00fcttert. Mit Johannes von Daunenfels, wie er offiziell nun jetzt hei\u00dft, geht eine absolute Legende aus Wiesenhausen und Meadowhouse aus der gro\u00dfen\u00a0Politik. McLeach holte 509 von 735 Wahlm\u00e4nnern, Johannes gerade einmal 226. Prozentual gesehen votierten 56,4 % der W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler\u00a0f\u00fcr den Herausforderer. Entgegen allen Umfragen, die\u00a0den\u00a0&#8222;Titelverteidiger&#8220; \u00fcberall zwar knapp, aber dennoch vorne sahen.<\/p>\n<p>Dabei sah zun\u00e4chst alles ganz gut aus\u00a0f\u00fcr Johannes. Die ersten drei Wahlbezirke in Preu\u00dfen gingen erwartungsgem\u00e4\u00df an ihn, doch schon bald wendete sich das Blatt und McLeach konnte durch den Sieg in der Herzoghauptstadt Karburg und Umgebung (Karburg-Impfe) sogar das Herzogtum f\u00fcr sich entscheiden. Das war das erste gro\u00dfe Ausrufezeichen, denn nicht wenige hatten im Norden einen Durchmarsch von Johannes erwartet, im S\u00fcden dagegen McLeach die Mehrheit zugetraut. Auch in Saphirento, welches anschlie\u00dfend ausgez\u00e4hlt wurde, sah es zun\u00e4chst gut aus f\u00fcr Johannes. Menz-Nord und Menz-West\u00a0holte sich der\u00a0Noch-K\u00f6nig,\u00a0dann jedoch marschierte McLeach auf und davon. Zum Schluss holte er sich gar die beiden\u00a0&#8222;Gro\u00dfen Fische&#8220; Saphirento-Nord (28 Wahlm\u00e4nner) und Illmer-Meger (36) und zog weit davon auf 158 Wahlm\u00e4nner zu 31 Wahlm\u00e4nner. Nun wurden die ersten Anh\u00e4nger von Johannes schon unruhig und nerv\u00f6s, w\u00e4hrend im Hauptquartier der McLeach-Kampagne bereits die ersten Sektkorken knallten. Als Johannes-Anh\u00e4nger\u00a0musste man schon fast mit einem Durchmarsch von McLeach rechnen, der sich wider Erwarten den Norden fast komplett\u00a0holen konnte. W\u00fcrde er jetzt im S\u00fcden den Erwartungen gerecht werden, k\u00f6nnte der Abend schon fr\u00fch entschieden sein.<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst konnte Johannes mit Waldbach-Gerste und Vest\u00a0ein wenig heranr\u00fccken. Auch Ysen-Nord und Rimer-Sognitz\u00a0konnte sich der Noch-Monarch sichern, McLeach gr\u00e4tschte jedoch mit dem Flosserland und Grote-Elm-Nordbach dazwischen und als er sich auch das Garnser Land holen konnte, wusste man, dass Johannes um \u00fcberhaupt noch eine Restchance zu haben, neben Wiesenhausen wohl auch noch Mohre-Gunzlach, Sonne-Nord, Caampinas-K\u00fcste und El Grande braucht. Was da schon als \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich erschien, bewahrheitete sich am Ende auch nicht. McLeach holte mit Ysen-S\u00fcd, Maranhl\u00e9s-S\u00fcd und Ysen-Nordbach 60 weitere Wahlm\u00e4nner in drei Wahlbezirken und es\u00a0wurde zu einer b\u00f6sen Klatsche f\u00fcr Johannes. Die Entscheidung fiel dann in Mohre-Gunzlach. In und um die Metropolregion Santo Opalo konnte McLeach ebenfalls siegen und erh\u00f6hte mit den neuen 30 Wahlm\u00e4nnern auf 324, sodass ihm nur noch 44 Wahlm\u00e4nner fehlten. Das war die Entscheidung. Im Hauptquartier seiner Kampagne war eine Stimmung wie nach einem Meisterschaftstitel, im gegnerischen Hauptquartier\u00a0herrschte nur noch das blanke Entsetzen. Schien die Niederlage in Karburg-Impfe vielleicht nur ein Betriebsunfall zu werden, weitete sich der Wahlabend f\u00fcr die Johannes-Anh\u00e4nger zum absoluten Horror aus. In El Grande und S\u00fcdstrand konnte Johannes jeweils nur noch einen Wahlbezirk f\u00fcr sich entscheiden, die Hauptstadt Wiesenhausen ging an ihn, so konnte er zumindest die Schmach in der eigenen Stadt verhindern und 55 Wahlm\u00e4nner holen, sodass er immerhin noch \u00fcber die 200er-Marke klettern. Doch zum Schluss war der Wahlsieg McLeachs mehr als deutlich. 509 zu 226 Wahlm\u00e4nner lautete das Endergebnis. Eine so deutliche Wahlschlappe hatte niemand im In- und Ausland erwartet. Es ist eine Z\u00e4sur. Trotz des ausgebliebenen Linksrucks im Parlament, hat dieser nun auf Burg Daunenfels stattgefunden.<\/p>\n<p>Johannes trat gefasst vor seine Unterst\u00fctzer auf Schlo\u00df Wiesenhausen. Er zeigte sogar Selbstironie und merkte an, immerhin w\u00fcrde er Miete von McLeach ab jetzt beziehen. Wie es in ihm\u00a0selbst jedoch tats\u00e4chlich aussieht, kann nur gemutma\u00dft werden. McLeach zeigte sich in seiner Ansprache noch vollkommen ungl\u00e4ubig \u00fcber seinen Sieg. Er bedankte sich und stellte klar, er wolle K\u00f6nig aller Meadowhouser sein. Es sei\u00a0nun Zeit, die Gr\u00e4ben zwischen Links und Rechts zu \u00fcberwinden und wieder als Bev\u00f6lkerung zusammen zu handeln. Er richtete zudem auch eine Botschaft an die Weltgemeinschaft, er werde fair mit jedem Land der Welt handeln und keine Klientelpolitik betreiben. Eine wohl zustande kommende Koalition im Parlament aus BdH, WVD und VCS k\u00f6nnte allerdings erhebliche Schwierigkeiten mit K\u00f6nig Percival I. bekommen. Vor allem WVD und VCS k\u00f6nnten nun bedeutend weniger Wahlziele durchsetzen, als dies unter einem K\u00f6nig Johannes I. m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Es wird in jedem Fall eine sehr spannende Zeit mit K\u00f6nig Percival, der am heutigen Abend auf Burg Daunenfels offiziell gekr\u00f6nt wird.\u00a0Es wird allerdings noch einige Tage dauern, bis das Land diese Wahl komplett\u00a0realisiert hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Folgen der Wahl &#8211; Personelle und politische Umbr\u00fcche bei allen Parteien<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Parlamentswahl am vergangenen Montag, die zwar nicht die im Voraus prognostizierten heftigen politischen Umschw\u00fcnge mit sich brachte, aber dennoch genug Ver\u00e4nderungen, haben die Parteien mittlerweile damit begonnen, ihre jeweiligen Ergebnisse einzuordnen und aufzuarbeiten. Wie es bei einer Wahl meistens der Fall ist, ist auch diese Wahl f\u00fcr viele Parteien, aber noch mehr f\u00fcr viele Politiker eine Z\u00e4sur in der jeweiligen Karriere. Einige m\u00fcssen oder wollen weniger Verantwortung \u00fcbernehmen, w\u00e4hrend andere nun in die erste Riege der meadowhousischen Politik vorsto\u00dfen oder gar zur\u00fcckkehren. Zwar wird vor der K\u00f6nigswahl am kommenden Montag noch nicht mit entscheidenden Durchbr\u00fcchen in Richtung einer Koalition gerechnet, doch einiges hat sich in den vergangenen Tagen bereits getan und wird sich bis zur Wahl am Montag und dar\u00fcber hinaus noch tun.<\/p>\n<p>Beim BdH des alten und neuen Reichskanzlers Sebastian Schwalbenschwanz gab es nach der Wahl grunds\u00e4tzlich erstmal einen Grund zum feiern. Das Ergebnis von 1814 ungef\u00e4hr beibehalten, trotz im Vorhinein erwarteter Verluste, eine linke Mehrheit abgebogen und sich als st\u00e4rkste Partei behauptet, all das hatte funktioniert, auch trotz zwischenzeitlicher Kritik, gerade an der Finanzpolitik der Partei unter Finanzminister Eduard Pflanze. Dieser muss aus dem aktuellen Kabinett wohl auch am meisten um einen weiteren Posten im neuen Kabinett bangen, da Schwalbenschwanz am gestrigen Nachmittag verk\u00fcndete, lediglich mit der VCS in erste Sondierungsgespr\u00e4che gehen zu wollen, da der bisherige Koalitionspartner MCM das zuvor an ihn gestellte Angebot Schwalbenschwanz&#8216; h\u00f6flich abgelehnt habe. Somit scheint es, sofern denn die Gespr\u00e4che ein gutes Ende nehmen, dass VCS-Kandidat Heinrich Hubmaier das Finanzressort \u00fcbernehmen wird, ob f\u00fcr Pflanze dann noch Platz am Kabinettstisch bleibt, ist schwierig vorherzusehen. Fest im Sattel sitzen hingegen wohl Schwalbenschwanz&#8216; drei engste Vertraute im Kabinett, Wirtschaftsminister Voldemort, Verteidigungsministerin Trewlaney und Familienministerin Ginsterkatze. Inwiefern gerade Ginsterkatze ein bedeutenderes Ministerium \u00fcbernehmen k\u00f6nnte, bleibt abzuwarten. Da der Posten des Finanzministers also an die VCS fallen d\u00fcrfte, ist wiederum das Innenministerium oder das Justizministerium eines der Ressorts, welches dem BdH zufallen d\u00fcrften, wof\u00fcr Ginsterkatze, aber auch der bisherige Erste Minister Borkenk\u00e4fer infrage k\u00e4men. Fraglich ist auch der Verbleib von Bildungsministerin Sophie B\u00e4umler, die angesichts ihres Alters von 68 Jahren noch offenlie\u00df, ob sie eine weitere Legislaturperiode Mitglied der Regierung bleiben wolle.<\/p>\n<p>Bei der WVD hingegen deutet alles auf einen Abschied von Entwicklungsminister Sonnholm hin, der im Vorgang der Wahl immer wieder gegen die Parteiurgesteine um Basilisk, von Kriesel, von Ryssen und von Hirschbach geschossen hatte und eine Koalition mit der MCM bevorzugen w\u00fcrde. Als gesichert scheinen die Verbleibe von Friedhelm von Hirschbach als Reichstagspr\u00e4sident und von Ewald Basilisk als repr\u00e4sentativer Reichspr\u00e4sident. Au\u00dfenminister von Kriesel hingegen wird wohl Platz machen m\u00fcssen f\u00fcr Spitzenkandidat von Ryssen, der nach seinem erstaunlich guten Abschneiden bei der Parlamentswahl wohl dieses Amt \u00fcbernehmen wird. Ob von Kriesel dem neuen Kabinett angeh\u00f6ren wird, ist noch nicht klar. Ziemlich sicher gilt auch der preu\u00dfische Herzogtumpolitiker Alfons Setterstedt als Kandidat f\u00fcr einen Posten im neuen Kabinett, m\u00f6glicherweise als neuer Sozialminister. Der bisherige Kanzleramtsminister Daniel Altens hingegen wird wohl auf seine milit\u00e4rische Laufbahn zur\u00fcckkehren und neuer Hauptfeldwebel werden, ein Amt, welches der bisherige General der Bodentruppen, Moody, in Personalunion ausge\u00fcbt hatte, als der damalige Hauptfeldwebel Apfulkrax neuer Weltkaiser wurde. Offensichtlich ist auch der Verbleib Carl von der Regi\u00e8mes als Admiral der Wassertruppen.<\/p>\n<p>Bei der VCS d\u00fcrften sich neben zwei alten Gesichtern viele neue ins politische Rampenlicht der meadowhousischen Politik begeben. Lediglich Hubmaier, dem, wie bereits erw\u00e4hnt, das Finanzministerium kaum zu nehmen ist, und Parteichef Karl Boerenberg, von 1810 bis 1814 Innenminister Meadowhouse&#8216;, waren bisher auf Reichsebene in f\u00fchrender Position t\u00e4tig. So sind f\u00fcr die wahrscheinlich der VCS zufallenden Bereiche Gesundheit, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Verkehr und f\u00fcr das Amt des Zweiten Ministers zahlreiche Namen im Umlauf, so beispielsweise die beiden Herzogtumpolitiker Jens Dinkhoff und G\u00fcnter Behringer, aber auch K\u00f6nigskandidat Ralf Bachstein, die reichspolitische Sprecherin Silvana van Wessels und Generalsekret\u00e4rin Amanda Berghain. VCS-Chef Boerenberg best\u00e4tigte oder dementierte noch keine der Personalien, gab aber zu, dass s\u00e4mtliche dieser Personen an den nach der K\u00f6nigswahl stattfindenden Sondierungsgespr\u00e4chen teilnehmen werden.<\/p>\n<p>Ebenfalls zu den Gewinnern der Wahl geh\u00f6rten die FED und \u00fcberraschenderweise auch die MP. W\u00e4hrend die FED mit knapp 18% noch unter den zuvor prognostizierten Zahlen lag, galt der Wiedereinzug der MP ins Parlament im Saal der Gespenster als die Sensation am Wahlabend. Bei den Freien Evangelen zeichnet sich wohl nun aber ein Umbruch in der Partei ab. Parteichef Herbert Granitzer, der die FED ja bereits 1814 in den Wahlkampf f\u00fchrte, will nach eigenen Aussagen Platz machen f\u00fcr eine j\u00fcngere Generation. Am gestrigen Abend sagte er dazu, dass die Partei momentan bewerte wie es weitergehe, er sich aber nicht zwingend weiter als Teil der Parteispitze sehen m\u00fcsse. Somit bleibt ihm wohl nur noch das einfache Abgeordnetenmandat. Nachfolger Granitzers an der Parteispitze k\u00f6nnten die Generalsekret\u00e4rin Elena Weinandt sein, oder aber auch ein Politiker der Herzogtumebene, beispielsweise Saphirentos FED-Chef Ulrich Lobenbach. Ebenfalls Hoffnungen auf einen h\u00f6heren Posten, zum Beispiel den des Generalsekret\u00e4rs, k\u00f6nnte sich der aktuelle reichspolitische Sprecher Michael Grundh\u00f6fer machen.<\/p>\n<p>Bei der MP ist Zeit von Jonathan Esser als Parteichef abgelaufen, der 55-J\u00e4hrige erkl\u00e4rte am heutigen Morgen seinen R\u00fccktritt von s\u00e4mtlichen \u00c4mtern und will als einfacher Abgeordneter dem neuen Reichstag angeh\u00f6ren. Hei\u00dfester Kandidat f\u00fcr die Nachfolge Essers ist der seit Monaten mit ihm in Konflikt stehende Rainer Schubert, der bei den K\u00f6nigsvorwahlen im Mai und Juni beachtliche Ergebnisse einfuhr. Die Rolle von Generalsekret\u00e4rin Erika Runghold scheint noch nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt, internen Berichten zufolge wird sie ihr Amt aber dennoch behalten, da Schubert bei Fl\u00fcgel der Partei endlich miteinander vereinen will.<\/p>\n<p>Bei den beiden gro\u00dfen Verlierern der Wahl, MSP und MCM, lie\u00dfen die personellen Konsequenzen nicht lange auf sich warten. Bei den Sozialdemokraten traten noch am Montagabend Parteichef Nieler und Fraktionschef Fahnert von allen \u00c4mtern zur\u00fcck, am Mittwoch folgte dann auch Mathilda Ehrmann als Generalsekret\u00e4rin mit ihrem R\u00fccktritt. Die Partei, die sich an einem absoluten Neuanfang sieht, wollte noch keine Personalien kommentieren, nach und nach kristallisiert sich jedoch heraus, dass Heiner Gutsdorf, der 1817 die Herzogenwahl in El Grande gewann und nur aufgrund des Verpassens einer linken Mehrheit nicht Herzog wurde, der neue starke Mann in der MSP werden soll. Was das Amt des Fraktionsvorsitzenden angeht, gilt Spitzenkandidat Achim Bredenstedt als einzig verbliebener der alten Parteielite als aussichtsreichster Kandidat. Generalsekret\u00e4r k\u00f6nnte der parlamentarische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Aaron Weschen werden, wobei all diese Personalien noch sehr unsicher sind.<\/p>\n<p>Bei der MCM zeichnet sich ein \u00e4hnlicher Umbruch an wie bei der MSP. Die Partei, die mit ihrem neoliberalen Kurs der Deregulierung bei der Wahl von den W\u00e4hlern abgestraft wurde und weniger als die H\u00e4lfte der Stimmen von 1814 erreichte, verlor am Dienstag bereits Parteichef von der Tagel, der zur\u00fccktrat, am gestrigen Mittwoch folgten dann noch der bisherige Zweite Minister und Spitzenkandidat Joachim Kamphoff, sowie Fraktionschef und Justizminister Gillisch und Verkehrsminister Draschke. Neuer Parteichef der MCM k\u00f6nnte der bisherige Gesundheitsminister Albrecht Knucker werden, der bereits am Wahlabend mit deutlichen Worten gegen Parteichef von der Tagel und Spitzenkandidat Kamphoff von sich h\u00f6ren lie\u00df. Unterst\u00fctzt wurde er dabei insbesondere von der bisherigen Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Tragschmitt und dem Wiesenhausener Herzogtumpolitiker Heinz Drachenberg, sodass auch hier Personen f\u00fcr die Zukuft der Partei ersichtlich scheinen. Doch auch hier gab es bisher weder Best\u00e4tigungen noch Dementi, da die MCM erst am heutigen Abend zusammenkommen will, um sich auf einen neuen Parteichef, Fraktionsvorsitzenden und Generalsekret\u00e4r zu einigen.<\/p>\n<p>Politisch gesehen wird sich Meadowhouse mit der Neuauflage der gr\u00fcn-blau-grauen Koalition wahrscheinlich vor allem in den Bereichen Umweltschutz und Finanzpolitik in eine andere Richtung bewegen als bisher. Auch gegen den Widerstand der Banken wird ein Aufsichtsorgan f\u00fcr die M\u00e4rkte wohl eingef\u00fchrt werden, \u00e4hnliches gilt auch f\u00fcr die Anhebung des Leitzinses. Au\u00dferdem d\u00fcrfte der Milit\u00e4rdeal mit s\u00fcdtitanischen Staaten wohl \u00fcber die B\u00fchne gehen, ebenso wie die konsensual als richtig definierten Finanzhilfen f\u00fcr die von der D\u00fcrre betroffenen Landwirte.<\/p>\n<p>Doch all das wird erst im Koalitionsvertrag verankert werden, der am Ende von wohl nicht ganz einfachen Verhandlungen stehen wird. Denn trotz der augenscheinlich hohen Menge an Gemeinsamkeiten der drei Parteien will mit Sicherheit besonders die WVD ihre wichtigsten Kernpunkte durchsetzen, um nicht Gefahr zu laufen, noch weiter abzurutschen. Somit werden die konkreten \u00dcbereinkommen zwischen den drei Parteien wohl noch etwas auf sich warten lassen, vor allem weil erst einmal die K\u00f6nigswahl am Montag abgewartet werden soll. Und damit gilt eine politische Floskel in diesen Zeiten mehr denn je: Nach der Wahl ist vor der Wahl.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Tag danach: Schwalbenschwanz weiterhin Reichskanzler &#8211; Koalitionsfrage entscheidet sich zwischen MCM und VCS<\/strong><\/p>\n<p>Der Wahlabend f\u00fcr die Reichstagswahl ist vor\u00fcber und Sebastian Schwalbenschwanz ist als Reichskanzler des K\u00f6nigreiches Meadowhouse wiedergew\u00e4hlt worden. Sein BdH erhielt nach vollst\u00e4ndiger Z\u00e4hlung der Stimmen 25,4 % und liegt damit 0,1 % \u00fcber dem Ergebnis von vor vier Jahren. Damit bleibt der BdH zum zweiten Mal in Folge st\u00e4rkste Kraft im Saal der Gespenster und hat nun den Auftrag, die Regierung zu bilden. Es ist wohl sicher, dass Koalitionspartner WVD auch weiterhin Mitglied in der Regierung sein wird, die Volksdemokraten mussten zwar Verluste hinnehmen, jedoch nicht in der Gr\u00f6\u00dfenordnung, die manche Prognosen vorhergesagt hatten. Am Ende sind 20,1 % jedoch trotzdem das schlechteste Ergebnis in Meadowhouse bisher. Ob die MCM weiter in der Regierung sein werden, ist dagegen v\u00f6llig offen. Die Christmonarchisten haben sich gegen\u00fcber 1814 mehr als halbiert, liegen mit 6,6 % tats\u00e4chlich nur noch im Bereich einer Splitterpartei. Am heutigen Dienstag will die Parteispitze vor die Presse gehen, es wird erwartet, dass dort bereits personelle Konsequenzen verk\u00fcndet werden.<\/p>\n<p>Neuer Koalitionspartner f\u00fcr BdH und WVD k\u00f6nnte nun die VCS werden, die mit 14,1 % ein \u00fcberaus gutes Resultat erzielen konnte. Spitzenkandidat Hubmaier sprach in seiner Rede von einer &#8222;Wiederauferstehung&#8220; seiner Partei und zeigte sich dazu bereit f\u00fcr m\u00f6gliche Koalitionsgespr\u00e4che. Zwar w\u00fcrde auch einer Fortf\u00fchrung der gr\u00fcn-blau-schwarzen Koalition eine Mehrheit im Saal der Gespenster finden, doch momentan ist auch ein freiwilliger Gang in die Opposition seitens der MCM nicht ausgeschlossen, sodass nur noch die Option mit VCS bliebe, die Kanzler Schwalbenschwanz zwischen den Zeilen immer wieder pr\u00e4ferierte. Dennoch k\u00fcndigte er gestern Abend an, auch mit den MCM sprechen zu wollen.<\/p>\n<p>Der erwartete gro\u00dfe Linksruck ist jedoch \u00fcberraschend ausgeblieben. Die FED konnte zwar deutlich zulegen, allerdings nicht die in den Umfragen vorhergesagten 20 % plus. 17,9 % interpretierten die Freien Evangelen jedoch als &#8222;eindeutigen Wahlsieg&#8220;. Ein linkes B\u00fcndnis ist vor allem auch deswegen ausgeschlossen, weil die MSP ein \u00e4hnlich desastr\u00f6ses Ergebnis wie die MCM einfuhr. Nur 7 % stellen sogar noch Verluste gegen\u00fcber dem bereits furchtbaren Wahlergebnisses von 1814 dar, obwohl die Sozialdemokraten eigentlich ein mittleres zweistelliges Ergebnis als Ziel gesetzt hatten. Bereits am sp\u00e4teren Wahlabend zog die Parteispitze aus Bernhard Fahnert und Franz Nieler bereits Konsequenzen und trat geschlossen von allen \u00c4mtern zur\u00fcck. Die MP feierte dagegen einen furiosen Wahlsieg. In allen Umfragen lag die links\u00f6kologische Partei unter der 3 %-H\u00fcrde, am Ende jedoch erreichte man mit 5,7 % das beste jemals erzielte Ergebnis bei einer Reichstagswahl in Meadowhouse. Damit wird die Meerespartei auch in den kommenden vier Wochen im Saal der Gespenster auf der Oppositionsbank Platz nehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>BdH bleibt st\u00e4rkste Partei &#8211; FED bleibt unter 20 % &#8211; schwere Niederlagen f\u00fcr MCM und MSP &#8211; MP\u00a0sicher im Reichstag<\/strong><\/p>\n<p>Die Reichstagswahl 1818 in Meadowhouse stand ganz unter dem Zeichen eines erwarteten Linksrucks. Gro\u00dfe Augen richteten sich auf die FED und die Frage, ob die Partei tats\u00e4chlich einen Machtwechsel herbeif\u00fchren k\u00f6nnte und auf die Frage, ob das bestehende B\u00fcndnis aus BdH, WVD und MCM bestehen bleiben kann. Am Ende gingen BdH, VCS und MP als die gr\u00f6\u00dften Wahlsieger hervor, mit Abstrichen z\u00e4hlten auch FED und WVD zu den Wahlgewinnern. Herbe Verluste mussten MCM und MSP hinnehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Sebastian Schwalbenschwanz bleibt Reichskanzler<\/strong><br \/>\n<\/em>Sebastian Schwalbenschwanz\u00a0bleibt Reichskanzler des K\u00f6nigreiches Meadowhouse. Nach der ersten Hochrechnung war es zwischen BdH und WVD noch sehr knapp, der Vorsprung des BdH vergr\u00f6\u00dferte sich jedoch im Laufe des Abends mehr und mehr. Damit ist Sebastian Schwalbenschwanz weiterhin die Nummer zwei im Staate Meadowhouse und der BdH konnte sein Ergebnis von 1814 ungef\u00e4hr halten,\u00a0sogar leicht um 0,1 % verbessern. Der BdH bleibt\u00a0damit st\u00e4rkste Kraft im Saal der Gespenster.<\/p>\n<p><strong><em>WVD mit\u00a0Verlusten, bleibt jedoch zweitst\u00e4rkste Fraktion<\/em><br \/>\n<\/strong>Die WVD wurde am Ende leicht \u00fcberraschend wieder zweitst\u00e4rkste Partei, obwohl im Vorfeld dies als eher unwahrscheinlich galt. Es kam wie erwartet zu Verlusten, allerdings bei weitem nicht in der Gr\u00f6\u00dfenordnung wie in den Umfragen vorhergesagt. Zun\u00e4chst sah es kurz sogar so aus, als zeichne sich ein Fotofinish zwischen Sebastian Schwalbenschwanz und\u00a0WVD-Spitzenkandidat Harald\u00a0von Ryssen ab. Am Ende konnte die WVD die\u00a020 %-H\u00fcrde ganz knapp nehmen, muss aber einen gr\u00f6\u00dferen Abstand auf Regierungspartner BdH hinnehmen.<\/p>\n<p><strong><em>MCM\u00a0mit Aufl\u00f6sungserscheinungen<br \/>\n<\/em><\/strong>Die MCM dagegen sieht sich einem Wahlfiasko gegen\u00fcber. Das Wahlergebnis sieht die Partei bei 6,6 %,\u00a0damit hat sich das Ergebnis von 1814 sogar\u00a0mehr als\u00a0halbiert. In seiner Ansprache sprach Spitzenkandidat Kamphoff von &#8222;strukturellen\u00a0und inhaltlichen Ver\u00e4nderungen&#8220;, die seine Partei nun machen m\u00fcsse. Eine erneute Regierungsbeteiligung scheint aufgrund des guten Abschneidens der VCS auch eher unwahrscheinlich zu sein. Am Ende wurden die Christmonarchisten nur knapp vor der MP zweitschw\u00e4chste Fraktion im Saal der Gespenster, personelle Konsequenzen werden in den n\u00e4chsten Tagen erwartet.<\/p>\n<p><em><strong>FED gewinnt hinzu, bleibt aber hinter Erwartungen zur\u00fcck<br \/>\n<\/strong><\/em>Mit Spannung war das Ergebnis der FED erwartet worden, da es unter Anderem davon abhing, ob ein linkes B\u00fcndnis mit MSP und MP infrage kommt oder nicht.\u00a0Am Ende landete die Direktion mit 17,9 % allerdings deutlich unterhalb der 20%-Marke, was zwar enorme Gewinne im Vergleich zu 1814 darstellt, allerdings nicht in der Gr\u00f6\u00dfenordnung, die manche Umfragen vorhergesehen hatten. Damit ist ein linkes B\u00fcndnis auch aufgrund der MSP ausgeschlossen, trotz des guten\u00a0Ergebnisses der MP. Am Ende ein Abend mit gemischten Gef\u00fchlen f\u00fcr die FED.<\/p>\n<p><em><strong>VCS auf der gro\u00dfen politischen B\u00fchne zur\u00fcck<br \/>\n<\/strong><\/em>Die VCS hat dagegen ein gro\u00dfes Comeback hingelegt. Nach dem schwachen Ergebnis von 1814 hat man\u00a0sehr stark\u00a0zugelegt, ist deutlich im zweistelligen Bereich und ist wieder Option Nr. 1 als dritte Regierungspartei,\u00a0da es f\u00fcr BdH und WVD alleine nicht reicht. Spitzenkandidat Hubmaier sprach von\u00a0einer &#8222;Wiederauferstehung&#8220;.\u00a0Da die Partei ein solches Ergebnis tats\u00e4chlich am Ende erringen konnte, scheint es m\u00f6glicherweise zu einer Wiederauflage der Koalition von 1810 bis 1814 kommen. Am Ende bewegt man sich mit 14,1 % sogar wieder in den Sph\u00e4ren von 1810\/1811.<\/p>\n<p><em><strong>MSP auf dem Weg zur Splitterpartei<\/strong><\/em><br \/>\nEin desastr\u00f6ses Ergebnis musste dagegen am Ende die MSP hinnehmen. Statt des erhofften deutlich zweistelligen Ergebnisses, landete die\u00a0MSP sogar noch unter dem Ergebnis von 1814, was bereits als katastrophal angesehen wurde. Es\u00a0werden\u00a0strukturelle und inhaltliche Konsequenzen in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen erwartet.\u00a0Personelle Konsequenzen gab es bereits am sp\u00e4ten Abend, als die beiden Parteivorsitzenden Franz Nieler und Bernhard Fahnert ihren sofortigen R\u00fccktritt von allen \u00c4mtern erkl\u00e4rten. Die Stimmung war aufgeheizt bis feindselig. Auch und vor allem\u00a0wegen dieses schlechten Ergebnisses\u00a0ist eine linke Mehrheit nicht entstanden.\u00a0Am Ende\u00a0verlor\u00a0die MSP\u00a0sogar noch\u00a01,5 % im Vergleich zu 1814.<\/p>\n<p><em><strong>MP\u00a0\u00fcberraschend deutlich \u00fcber 3%-H\u00fcrde<\/strong><\/em><br \/>\nDie\u00a0Meerespartei\u00a0kann sich als einer der Gewinner der Wahl sehen.\u00a0Am Ende des Wahlabends\u00a0stehen sie deutlich \u00fcber der 3%-H\u00fcrde und sind damit auch in dieser Legislaturperiode im Saal der Gespenster vertreten. Am Anfang der\u00a0Hochrechnungen schien es noch knapp zu werden, doch im Laufe des Abends vergr\u00f6\u00dferte sich der Vorsprung auf die besagte Marke mehr und mehr, bis man am Ende bei beinahe sensationellen 5,7 % landete. Trotz des \u00fcberraschend guten Ergebnisses und deutlichen Zugewinnen im Vergleich zu 1814 reicht es aber nicht f\u00fcr eine linke Mehrheit im Parlament und eine Regierungsbeteiligung ist ausgeschlossen. In den letzten Hochrechnungen stand sie\u00a0zwischenzeitlich fast gleichauf mit MCM und MSP, was als riesiger Erfolg gewertet werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>+++Wahlbeteiligung wohl \u00e4hnlich hoch wie 1814+++<\/strong><\/em><br \/>\nMomentan zeichnet sich eine \u00e4hnlich hohe Wahlbeteiligung ab, wie vor vier Jahren. 85,1 % sind des nach Daten des WRF, 1814 waren es rund 83,7 %.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>aktuell ist ein B\u00fcndnis aus BdH, WVD und MCM m\u00f6glich (317 Sitze) oder aus BdH, WVD und VCS (362 Sitze)<br \/>\n<\/strong><em>301 Sitze f\u00fcr absolute Mehrheit ben\u00f6tigt<\/em><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Aktuelle Gewinne und Verluste:<\/strong><\/p>\n<p><strong>BdH:<\/strong>\u00a0+0,1 %<br \/>\n<strong>WVD:<\/strong> -2,6 %<br \/>\n<strong>MCM:<\/strong> -8,3 %<br \/>\n<strong>FED:<\/strong> +6,2 %<br \/>\n<strong>VCS:<\/strong> +4,3 %<br \/>\n<strong>MSP:<\/strong> -1,5 %<br \/>\n<strong>MP:<\/strong> +2,4 %<br \/>\n<strong>Sonstige:<\/strong>\u00a0+0,4 %<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>+++MSP-Parteichefs Nieler und Fahnert treten von ihren \u00c4mtern zur\u00fcck+++<br \/>\n<\/strong><\/em>Um viertel vor elf haben die Parteivorsitzenden der MSP Franz Nieler und Bernhard Fahnert von ihren \u00c4mtern mit sofortiger Wirkung zur\u00fcck. Sie begr\u00fcndeten dies mit dem desastr\u00f6sen Wahlergebnis ihrer Partei, was sie vor allem sich selbst zuschrieben. Damit solle der Neuanfang der MSP eingeleitet werden. Kurz nach ihrem Auftreten in der Parteizentrale hatte es vor allem gegen Nieler Buhrufe und R\u00fccktrittsforderungen gegeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>+++Reinhardt von der Tagel k\u00fcndigt\u00a0PK f\u00fcr morgen Mittag an+++<br \/>\n<\/em><\/strong>MCM-Parteichef Reinhardt von der Tagel hat vielsagend f\u00fcr den morgigen Dienstagmittag eine Pressekonferenz angek\u00fcndigt, in der das katastrophale Wahlergebnis analysiert werden soll und m\u00f6gliche Konsequenzen daraus bekannt gegeben werden.\u00a0Alle rechnen nun mit einem R\u00fccktritt des angeschlagenen Noch-Innenministers sowie seines Spitzenkandidaten Joachim Kamphoff als Fraktionschef.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Umfrage drei Monate vor der Wahl sagt klare Mehrheit f\u00fcr Regierungskoalition voraus<\/strong><\/p>\n<p>In der neusten Umfrage zur Parlamentswahl im September zeichnet sich eine klare Mehrheit f\u00fcr die regierende Koalition unter Reichskanzler Sebastian Schwalbenschwanz ab. Dennoch bleibt die Frage, ob die momentane Regierung tats\u00e4chlich in der selben Konstellation weiter macht wie bisher, oder ob sich trotz der klaren Mehrheitsverh\u00e4ltnisse dennoch ein Wechsel auf der Regierungsbank abzeichnet. Die Entwicklungen in den Parteien zum momentanen Zeitpunkt, sowie die Erkl\u00e4rungen der individuellen Umfragewerte der ersten Umfrage nach der endg\u00fcltigen Nominierung Percival S. McLeachs als Gegenkandidat K\u00f6nig Johannes&#8216; I. f\u00fcr die K\u00f6nigsstichwahl, ebenfalls im September, werden nun im weiteren Verlauf hier dargestellt.<\/p>\n<p><strong>BdH &#8211; Bund der H\u00f6hle, 27,0% (1814: 25,3%, +1,7%):<\/strong><\/p>\n<p>Der BdH kann der Wahl im September mit einigerma\u00dfen viel Gelassenheit entgegenblicken. Die Partei von Reichskanzler Schwalbenschwanz wird wohl definitiv st\u00e4rkste Kraft und konnte damit die Angriffe von FED oder Koalitionspartner WVD erstmal abwehren. Auch in der Partei herrscht nach wie vor eine sehr gute Atmosph\u00e4re, wohl auch weil man viele derjenigen Wahlziele auch umsetzen konnte, welche man sich 1814 gesteckt hatte, so beispielsweise die Versicherungsreform, das Baugesetz oder die Verhinderung des Baus der Erd\u00f6lraffinerie im Wiesenhausener Stadtteil Waldhausen. Lediglich das Verh\u00e4ltnis zu K\u00f6nig Johannes I. ist wohl im Vergleich zur Vorg\u00e4ngerregierung unter Ewald Basilisk (WVD) etwas abgek\u00fchlt, allerdings ohne sch\u00e4dlich zu sein. Kanzler Schwalbenschwanz dr\u00fcckte es Mitte Mai am Rande des BdH-Parteitags folgenderma\u00dfen aus: &#8222;Seine Majest\u00e4t und ich arbeiten auf beruflicher Ebene bestens zusammen und sind uns in vielen Punkten grunds\u00e4tzlich einig. Eine wirkliche Freundschaft wird daraus wahrscheinlich aber nicht mehr.&#8220; Dennoch unterst\u00fctzt der BdH, genauso wie die restlichen Regierungsfraktionen, K\u00f6nig Johannes I. im Wahlkampf zur K\u00f6nigsstichwahl. Deutlich st\u00e4rker abgek\u00fchlt ist hingegen das Verh\u00e4ltnis des BdH zu den beiden Koalitionspartnern WVD und MCM, welche beide untereinander meistens einig, aber dann uneinig mit dem BdH waren, welcher wiederum dennoch meistens seine politischen Ziele durchsetzen konnte. Es bleibt abzuwarten, ob der BdH mit den beiden Parteien, und gerade mit der bisher scheinbar von ihm nicht zu trennenden WVD nochmals koaliert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>WVD &#8211; Wiesenhausener Volks-Direktion, 19,1% (1814: 22,7%, -3,6%)<\/strong><\/p>\n<p>Die WVD geh\u00f6rt mit zu den gro\u00dfen Verlierern der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode. Weder auf Reichs-, noch auf Herzogen- oder Kommunalebene konnte die Volks-Direktion in den vergangenen vier Jahren wesentliche \u00c4mter erringen bzw. Stimmen dazugewinnen. Vielmehr verlor man an allen Fronten Zustimmung und auch viel Macht, so beispielsweise bei den Herzogenwahlen im M\u00e4rz 1817, als man nur noch in Saphirento die Wahl gewann und in anderen WVD-Hochburgen wie El Grande nur auf den hinteren Pl\u00e4tzen landete. Auch die Kommunalwahl im Oktober 1817 in Wiesenhausen, dem Herzst\u00fcck der Partei, gerieten zum Desaster. Oberb\u00fcrgermeister Cornelius konnte nur mit Ach und Krach im Amt gehalten werden, die absolute Mehrheit war weit verfehlt und die politische Umsetzung der angestrebten Ziele zus\u00e4tzlich erschwert. Auf Reichseben zeichnet sich seit l\u00e4ngerem ein \u00e4hnliches Bild ab. Die Partei, die von 1810 bis 1814 immerhin noch den Reichskanzler stellte, ist innerlich zerstritten. Im Wesentlichen handelt es sich um einen schon l\u00e4nger vor sich hin schwelenden Richtungsstreit, dessen Frontlinie mittlerweile recht eindeutig geworden ist. Auf der einen Seite stehen die Partei-Granden wie Basilisk, von Hirschbach, von Kriesel oder von Ryssen, letzterer ja auch Spitzenkandidat der Partei f\u00fcr die Wahl, welche einen moderaten Kurs im Sinne der Jahre von 1810 bis 1814 bevorzugen und welche auch f\u00fcr eine Aufrechterhaltung des B\u00fcndnisses mit dem BdH pl\u00e4dieren. Auf der anderen Seite steht das Lager um Entwicklungsminister Lorenz Sonnholm, der eine eher wirtschaftsliberalere Ausrichtung der Partei pr\u00e4feriert und diese damit langfristig in ein B\u00fcndnis mit der MCM und gegebenenfalls auch der VCS bringen m\u00f6chte. Bei der Nominierung von Ryssens als Spitzenkandidaten Anfang des Jahres auf dem Parteitag in Kullburg setzte sich das moderate Lager vorerst nochmal durch, doch Experten halten es f\u00fcr m\u00f6glich, dass schon in vier Jahren eine andere politische Ausrichtung in der Partei vorliegen k\u00f6nnte. Zudem werden wohl Koalitionsverhandlungen mit dem BdH dann erschwert, wenn der wirtschaftsliberale Fl\u00fcgel bis dahin noch mehr an Macht gewinnt, da dieser die MCM unbedingt in der Koalition halten m\u00f6chte. Die W\u00e4hler sind dieses Taktieren jedenfalls ziemlich und strafen die Partei in den Wahlen wohl haupts\u00e4chlich deshalb, aber auch weil sie viele politische Entscheidungen den anderen beiden Koalition\u00e4ren zuschreiben, regelm\u00e4\u00dfig ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>MCM &#8211; Meadowhousische Christ-Monarchisten, 9,3% (1814: 14,9%, -5,6%):<\/strong><\/p>\n<p>Noch schlimmer als die WVD hat es in den letzten Monaten in Umfragen die dritte Koalitionspartei MCM erwischt, das wohl aber haupts\u00e4chlich aus eigenem Verschulden. Bis zum Herbst 1817 stand die MCM noch sicher bei zweistelligen Werten in den Umfragen, ehe eine Recherche des &#8222;Zeitungsgespenstes&#8220; hervorbrachte, dass die Partei in einem Gesetzentwurf Steuererleichterungen f\u00fcr Anw\u00e4lte nachdr\u00fccklich normiert hatte, just zu dem Zeitpunkt, als eine gro\u00dfz\u00fcgige Spende der Meadowhousischen Anwaltskammer (MHA) die Partei erreichte. F\u00fcr die Partei ein absolutes Desaster, machte man sich doch damit dem Delikt der Korruption verd\u00e4chtig. Der Untersuchungsausschuss im Saal der Gespenster befasst sich zur Zeit noch mit der Materie und wird das Ergebnis wohl in den n\u00e4chsten Wochen pr\u00e4sentieren. Ergebnis dieses Ereignisses war, dass die Partei, die nach wie vor eng zusammensteht, in den Umfragen f\u00f6rmlich auf Sturzflug ging. Von sicheren 12,8% Anfang November ging es auf nun 9,3% zur\u00fcck, womit man zur Zeit die am schw\u00e4chsten im Saal der Gespenster vertretene Partei w\u00e4re. Dazu kommt zu allem \u00dcberfluss auch noch, dass Spitzenkandidat und Zweiter Minister Joachim Kamphoff, welcher wohl eine der Hauptpersonen in der Anwaltskammeraff\u00e4re war, in der Bev\u00f6lkerung nicht sonderlich beliebt ist und mit Forderungen nach Deregulierungen des Bankensektors in Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise \u00fcber alle Parteigrenzen hinweg nur Kopfsch\u00fctteln erntet. Als Kr\u00f6nung der Misere wird auch noch Parteichef Reinhardt von der Tagel den Saal der Gespenster mit Ablauf der momentanen Legislaturperiode verlassen, er wurde von K\u00f6nig Johannes Anfang April zum neuen Botschafter Meadowhouse&#8216; beim Weltbund ernannt. Von der Tagel, welcher nach wie vor als einer der beliebteren Politiker der MCM gilt, zieht sich damit nach acht Jahren aus der Meadowhousischen Politik zur\u00fcck und \u00fcberl\u00e4sst seine Partei ein St\u00fcck weit ihrem Schicksal. Kritiker werfen ihm zudem vor, dass er sich absetzen w\u00fcrde, noch bevor seine Rolle in der Anwaltskammeraff\u00e4re hinreichend gekl\u00e4rt worden sei. So oder so wohl schwere Zeiten f\u00fcr die MCM, welche sich nicht sicher sein d\u00fcrfen, dass sie nach den Skandalen des letzten Jahres und ihren politischen Positionen, auch im Falle einer erneuten Mehrheit der momentanen Koalition, weiterhin Bestandteil einer Regierung unter BdH-F\u00fchrung sein werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>FED &#8211; Freie evangelische Direktion, 17,1% (1814: 11,7%, +5,4%):<\/strong><\/p>\n<p>Die FED unter Parteichef und Spitzenkandidat Herbert Granitzer ist eine der beiden Gewinnerinnen der vergangenen vier Jahre. Bereits im vergangenen Herbst zeichnete sich, kurz nach Ver\u00f6ffentlichung des Parteiprogramms, ein deutlicher Stimmenzuwachs f\u00fcr die ehemalige Splitterpartei ab. Mit gewagten Gegenthesen zur Regierungspolitik und alternativen Vorschl\u00e4gen durchbrachen sie damals sogar die 20%-Marke, ersetzten die MSP als wichtigste sozialdemokratische Partei Meadowhouse&#8216; und lehrten den BdH das F\u00fcrchten. Mittlerweile hat sich die erste Aufregung etwas gelegt und die Partei steht bei 17,1%, was angesichts ihrer Historie sehr bemerkenswert ist und womit sie drittst\u00e4rkste politische Kraft im Saal der Gespenster w\u00e4re. Spitzenkandidat Granitzer, dem viele Experten einen solchen Aufschwung l\u00e4ngst nicht mehr zugetraut h\u00e4tten, hat allerdings, wie die meisten linksgerichteten Parteien auf der Lieben Welt momentan, damit zu k\u00e4mpfen, dass die aktuelle Wirtschaftskrise f\u00fcr die umfangreichen Investitionsprogramme der Partei kaum Spielraum bietet. Dennoch m\u00f6chte er gerade \u00fcber das Thema der besseren Kontrolle des Bankensektors und von Finanztransaktionen neue W\u00e4hler generieren, was bisher auch gut zu gelingen scheint. Die Partei ist in sich geschlossen und durchaus euphorisch, bei den Wahlen im September sogar zweitst\u00e4rkste Kraft zu werden und die WVD hinter sich zu lassen. Zu einer m\u00f6glichen Regierungsbeteiligung wollten sich die Vertreter der FED bisher aber nicht \u00e4u\u00dfern, gerade wohl auch, weil es f\u00fcr ein Mitte-Links-B\u00fcndnis auch im neuen Parlament keine Mehrheit geben wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>VCS &#8211; Volks-Christ-Sozialisten, 14,4% (1814: 9,8%, +4,6%):<\/strong><\/p>\n<p>Die VCS hat in den vergangenen Monaten ein Comeback hingelegt, welches ihr nach der Wahl 1814 wohl niemand zugetraut h\u00e4tte. Doch als eine der wenigen Parteien profitiert sie von der aktuellen Wirtschaftskrise, da sie, im Gegensatz zur MCM beispielsweise, Regulierungen nicht ablehnend gegen\u00fcber steht. Hinzu kommt auch noch der Spitzenkandidat: Heinrich Hubmaier, Schatzmeister und Finanzminister von Meadowhouse von 1810 bis 1814 und derjenige, der den Staat damals schuldenfrei machte. Viele W\u00e4hler sehen gerade in ihm, einem ausgesprochenen Finanzexperten, den richtigen Mann, um die aktuelle Krise aus Sicht von Meadowhouse bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Doch nicht nur die W\u00e4hlerschaft scheint von der Nominierung Hubmaiers angetan, auch manch politische Kraft im Saal der Gespenster. Gerade der BdH zeigte in den vergangenen Wochen mehrmals Andeutungen, dass man durchaus zur Neuauflage der BdH-WVD-VCS-Koalition von 1810 bereit w\u00e4re, welche damals allerdings noch unter F\u00fchrung der WVD stand. Und gerade die k\u00f6nnte dem BdH einen Strich durch die Rechnung machen, da der wirtschaftsliberale Fl\u00fcgel der WVD eher die MCM denn die VCS pr\u00e4feriert, und erstere wohl f\u00fcr letztere den Platz am Kabinettstisch r\u00e4umen m\u00fcsste. Unabh\u00e4ngig von diesen politischen Machtspielen hinter den Kulissen der Regierung ist die VCS in sich aber sehr geschlossen und blickt mit viel Optimismus der Wahl im September entgegen. Angesprochen auf eine m\u00f6gliche Beteiligung an der Regierung antwortete Hubmaier: &#8222;Das ist dann allein Sache der st\u00e4rksten Kraft, momentan wohl also der BdH. Wir werden uns Gespr\u00e4chen aber nicht verschlie\u00dfen.&#8220; Eine eindeutige Ablehnung h\u00f6rt sich wohl anders an und nicht wenige Politik-Experten glauben, dass die Causa MCM-VCS das entscheidende Moment dieser Wahl und der anschlie\u00dfenden Regierungsbildung werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>MSP &#8211; Meadowhousische Sozialdemokratische Partei, 9,4% (1814: 8,5%, +0,9%):<\/strong><\/p>\n<p>Die MSP stellt einen absoluten Sonderfall in der politischen Landschaft Meadowhouse&#8216; dar. Denn obwohl sich, gerade infolge der Erfolge der FED, eine aktuelle linkspolitische Str\u00f6mung im Land abzeichnet, kann die ehemals gro\u00dfe linke Partei davon in keiner Weise profitieren. Vielmehr scheint es so, als wenn man sich s\u00e4mtliche Themen von der FED hat stehlen lassen und nun versucht durch das Wiederholen von FED-Aussagen W\u00e4hler zu gewinnen, was nat\u00fcrlich nicht funktioniert. Dazu kommt noch ein Spitzenduo, welches zwar Neuerungen versprochen hat, aber dennoch ganz klar an der Leine von Parteichef Nieler und Fraktionschef Fahnert liegt, die das politische Geschehen der Partei nach wie vor dominieren und hinter den Kulissen die Strippen ziehen. Achim Bredenstedt, der im M\u00e4rz 1817 in S\u00fcdstrand die Herzogenwahl knapp verlor, und Mathilda Ehrmann, Generalsekret\u00e4rin, sollen die Partei in ruhigeres und vor allem erfolgreicheres Fahrwasser f\u00fchren, was ihnen aber wohl nur schwerlich gelingen d\u00fcrfte. In einer extra vom Meinungsforschungsinstitut Rubinburgh herausgebrachten Studie wurde deutlich, was wohl viele schon vermutet haben: Die meisten W\u00e4hler hat die MSP an die FED verloren, da W\u00e4hler im allgemeinen eben eher das Original als die Kopie w\u00e4hlen. Dazu kommt noch die Wirtschaftskrise, die viele der MSP-Vorschl\u00e4ge einfach nicht realistisch umsetzbar macht. Von Regulierungsma\u00dfnahmen wie bei der FED ist im Parteiprogramm hingegen gar nichts zu lesen und daher wird die MSP sich wohl mit der MCM um die wenigsten Pl\u00e4tze im Saal der Gespenster &#8222;streiten&#8220;. Viele Beobachter halten es f\u00fcr m\u00f6glich, dass erst nach der Wahl eine wirkliche Erneuerung der Partei zustande kommen kann, aber wohl nur dann, wenn Nieler und Fahnert ebenfalls ihre Posten r\u00e4umen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>MP &#8211; Meerespartei, 2,1% (1814: 3,3%, -1,2%):<\/strong><\/p>\n<p>Die MP w\u00e4re Stand der aktuellen Umfrage nicht mehr im Saal der Gespenster vertreten und das wundert wohl auch so ziemlich niemanden. Schon seit Jahren schwelt in der Partei der gravierende Richtungsstreit zwischen &#8222;Fundis&#8220;, also denjenigen, welche die politische Linie von Parteichef Jonathan Esser verfolgen und zu denen auch Spitzenkandidatin Erika Runghold geh\u00f6rt, und den &#8222;Realos&#8220;, welche eine deutlich realpolitischere Politik verfolgen wollen und Themen wie &#8222;Flower-Power&#8220; und &#8222;r\u00fccksichtslosem Tierschutz&#8220; aus dem Parteiprogramm streichen wollen. Zu diesen &#8222;Realos&#8220; geh\u00f6rt beispielsweise auch Rainer Schubert aus Santo Opalo, welcher ja mit seinem Triumph bei der K\u00f6nigsvorwahl in Wiesenhausen von sich h\u00f6ren lie\u00df. Nichtsdestotrotz scheint es f\u00fcr die MP momentan schwierig zu sein, ins Parlament zu kommen und die 3%-H\u00fcrde zu \u00fcberspringen, ganz unm\u00f6glich ist es jedoch nicht, vor allem weil noch der MP-Parteitag Mitte Juli ansteht, auf dem der Richtungsstreit dann nochmals eskalieren k\u00f6nnte. Ob die MP ins Parlament einzieht oder nicht ist, wie bereits erw\u00e4hnt, noch ungewiss, k\u00f6nnte aber im einen wie im anderen Fall interessante politische Effekte auf die Mehrheitsverh\u00e4ltnisse mit sich bringen. Momentan ist aber davon auszugehen, dass nach der Wahl im September nur noch sechs Parteien im Saal der Gespenster vertreten sein werden und dass die MP die zweite &#8222;Gr\u00fcndungspartei&#8220; nach der KFM sein wird, welche aus dem Parlament herausgew\u00e4hlt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Soweit also die Gemengelage der unterschiedlichen Parteien, welche momentan im Parlament vertreten sind. Nur der Vollst\u00e4ndigkeit halber: Andere, also alle weiteren Parteien, kommen auf 1,6%, was insgesamt 3,2% weniger sind als noch 1814, als diese auf 4,8% kamen, damals aber auch noch mit einer wenigstens halbwegs ernstzunehmenden W\u00e4hleranzahl f\u00fcr die ausgeschiedene KFM. Auf jeden Fall steht dem Staat Meadowhouse und der \u00d6ffentlichkeit ein hei\u00dfer Wahlsommer bevor, auch wegen der nahezu zeitgleich stattfindenden K\u00f6nigsstichwahl, auch im September. Doch wie auch immer es ausgehen mag, viel spricht daf\u00fcr, dass sich die politische Landschaft in Meadowhouse bei dieser Wahl doch etwas st\u00e4rker \u00e4ndern k\u00f6nnte als noch bei den vorangegangenen Parlamentswahlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier k\u00f6nnen Sie die Nachrichten aus der Politik-Rubrik noch einmal nachlesen. Konsolidierung, Konflikte und gro\u00dfe Erwartungen \u2013 Meadowhouse blickt auf 1825 zur\u00fcck und nach vorn Mit dem Ende des Jahres 1825 steht Meadowhouse an einem Wendepunkt. Was als ambitioniertes Reformjahr begann, entwickelte sich zu einer Phase tiefgreifender struktureller Entscheidungen, politischer Spannungen und au\u00dfenpolitischer Weichenstellungen. Viele der im Januar vergangenen Jahres angek\u00fcndigten Vorhaben wurden umgesetzt, andere f\u00fchrten zu unerwarteten Nebenwirkungen. Das Jahr 1826 verspricht nun, die Richtung des K\u00f6nigreichs endg\u00fcltig festzulegen. Der MeadowPlan im Alltag angekommen \u2013 Erfolge und erste Reibungen Die zweite Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zum 1. Juni 1825 zeigte rasch Wirkung. 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