{"id":797,"date":"2014-12-30T10:31:22","date_gmt":"2014-12-30T10:31:22","guid":{"rendered":"http:\/\/wiesenhausen.de\/?page_id=797"},"modified":"2025-03-16T18:58:53","modified_gmt":"2025-03-16T18:58:53","slug":"wirtschaftsarchiv","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wiesenhausen.de\/?page_id=797","title":{"rendered":"Wirtschaftsarchiv"},"content":{"rendered":"<p><strong>Meadowhousische Finanzm\u00e4rkte legen Schw\u00e4chen der Steuerreform offen<\/strong><\/p>\n<p>Die meadowhousischen Finanzm\u00e4rkte sind kein gro\u00dfer Fan der Unternehmenssteuerreform aus dem vorherigen Jahr. Es bleibt auch rund ein Jahr nach Ank\u00fcndigung der gr\u00fcn-grauen Regierung dabei. Mittlerweile zeigen sich am TROPO die ersten Auswirkungen, die aus verschiedenen Gr\u00fcnden Anlass zur Sorge bereiten.<\/p>\n<p>Schon zu Beginn war die Kritik aus Frankenthal laut gewesen. Besonders die Einf\u00fchrung der Kapitalverm\u00f6gensteuer stie\u00df auf harten Widerstand, die Herabsetzung der Kapitalertragsteuer von 32 % auf 28 % f\u00fcr Ertr\u00e4ge unter 5 Millionen Tropale wurde als Symbolpolitik abgetan. Damals waren allerdings keine sofortigen Reaktionen der B\u00f6rse in Form von Kursverlusten oder ver\u00e4ndertem Anlegerverhalten zu beobachten, einstweilen haben diese jedoch eingesetzt. Insbesondere bei Banken und Versicherungsgesellschaften lassen sich Tendenzen in der Bilanzpolitik erkennen, die in Anbetracht der letzten Finanzkrise doch einige Sorgenfalten auf die Stirnen der Wirtschafts- und Finanzexperten in Meadowhouse treiben k\u00f6nnen. Fast ausnahmslos werden die nach 1818 erh\u00f6hten Eigenkapitalvolumen der Finanzinstitute wieder abgebaut, um die Ausgaben durch die zum 1. Januar 1825 eintretende Kapitalverm\u00f6gensteuer zu mindern. Dies macht die H\u00e4user weniger widerstandsf\u00e4hig gegen m\u00f6gliche Krisen und Kursst\u00fcrze, besonders bei der Absicherung von risikobehafteten Krediten, die in Zeiten von Wirtschaftsaufschwung und zu erwartenden Ver\u00e4nderungen der Weltwirtschaft florieren. Zudem kann man als Ausgleich der verringerten Eigenkapitalposten eine zunehmende Flutung von ausl\u00e4ndischem Kapital in der meadowhousischen Finanzwelt beobachten. Die Bedeutung von Fremdkapital und insbesondere ausl\u00e4ndischem Fremdkapital nimmt somit zu und l\u00e4uft kontr\u00e4r zu den Intentionen der eher protektionistisch ausgerichteten Finanz- und Wirtschaftspolitik der Regierung Schwalbenschwanz. Die ebenfalls ab 1825 greifende Regelung von besonderen Auflagen bei einer mindestens 50%-Beteiligung ausl\u00e4ndischen Kapitals in meadowhousischen Unternehmen k\u00f6nnte hier noch mehr Einfluss bekommen, als sich dies im Vorhinein vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>Im letzten Quartal sackte der TROPO um 6,4 Prozentpunkte ab und rutschte damit wieder unter die konstant seit 1823 gehaltene 10 000-Punkte-Marke. Das wird in Frankenthal nur relativ lakonisch kommentiert. \u201eEigentlich ist diese Tendenz schon seit Monaten erkennbar, nun wird sie erstmals auch der \u00d6ffentlichkeit zuteil\u201c, sagte VMS-Bank-Chef Fabian Rosch auf der Aktion\u00e4rsversammlung Ende Juli. Auch TROPO-Chef Valentin Nuhrhoff hat mit diesen Entwicklungen gerechnet: \u201eSeit der Reform haben die Finanzh\u00e4user bei uns genau \u00fcber diese Ma\u00dfnahmen debattiert und der Reichsregierung ist dies mithin bekannt. Von daher w\u00e4re ich sehr irritiert, wenn der Kanzler und der Finanzminister diese Konsequenzen nicht billigend in Kauf genommen haben.\u201c Auf derzeitigen Versammlungen der Banken und weiteren Finanzinstitute werden die Anleger auf die Herausforderungen der n\u00e4chsten Jahre bereits eingeschworen. F\u00fcr eine Absicherung f\u00fcr den Krisenfall streben die meisten H\u00e4user aktuell eine Streuung der Investitionen in verschiedene Formen des Kreditausfallkompensats an. Eine zentrale Rolle dabei scheinen sogenannte Kreditausfallaustausche zu spielen, eine Form des Risikotransfers, die eine Alternative f\u00fcr die in der Finanzkrise 1817\/1818 oftmals unzureichenden Kreditversicherungen darstellen sollen. Wie verl\u00e4sslich diese sind, ist bisher aber oft nur in der Theorie nachgewiesen. Finanzminister Heinrich Hubmaier wird daf\u00fcr vor allem aus dem Titanien-Center scharf kritisiert: \u201eWir sehen derzeit eine Ahnungslosigkeit im Saal der Gespenster \u00fcber die Entwicklungen auf den Finanzm\u00e4rkten, wie sie selten existiert hat\u201c, wetterte etwa HVG Holding-Chefin Tanja Gundelbach. Man wolle die Regierung f\u00fcr Schieflagen verantwortlich halten: \u201eWenn eine Krise abgewendet werden kann, ist dies einzig und allein der Kompetenz der Finanzwirtschaft zu verdanken.\u201c \u00c4hnlich sieht es Mendel &amp; Stern-Boss Richard Fulder: \u201eDiese Steuerreform zwingt uns, in die Vergangenheit zur\u00fcck zu gehen. Und das mit bekannten Risiken, die wir eigentlich nicht mehr eingehen wollten. Und das ist einzig und allein die Schuld der Politik, die von einer linken Ideologie scheinbar verblendet ist.\u201c Ob die harschen Worte inhaltlich auch in der Sch\u00e4rfe ihre Berechtigung haben, darf getrost angezweifelt werden, die Grunds\u00e4tzlichkeit der Kritik kann jedoch schwerlich in Abrede gestellt werden.<\/p>\n<p>Die Kapitalverm\u00f6gensteuer von 7,5 % soll ab 1825 rund 1,5 Billionen Tropale in die Staatskasse sp\u00fclen und ein Gleichgewicht der Besteuerungspraktiken zwischen aktiven und passiven Eink\u00fcnften herstellen. Als Ausgleich f\u00fcr die Belastung wurde die Kapitalertragsteuer von 32 % auf 28 % abgesenkt, allerdings nur f\u00fcr Kapitalertr\u00e4ge unter 5 Millionen Tropale. Die meisten Unternehmen am TROPO werden von dieser Entlastung also nicht profitieren und zus\u00e4tzlich belastet. Die (legalen) Steuervermeidungstaktiken treten nun erstmals offensichtlich zutage, da rund ein halbes Jahr vor Einf\u00fchrung die Weichen durch entsprechende Rechtssicherheit, die nach dem 1. Juni besteht, gestellt werden k\u00f6nnen. Es ist unklar, welche Auswirkungen dies kurz- und langfristig haben wird, die Risiken an den Finanzm\u00e4rkten d\u00fcrften jedoch wieder steigen und k\u00f6nnten zu einem Standortnachteil Meadowhouse\u2018 f\u00fchren. Die Anleger am TROPO reagieren jedenfalls bereits auf die Aktivit\u00e4ten der Finanzinstitute. Dort zogen viele Aktion\u00e4re ihr Geld bereits von reinen Finanzh\u00e4usern ab und sorgten f\u00fcr einen Zufluss an Liquidit\u00e4t f\u00fcr die Industrieunternehmen am TROPO. Dies scheint von der Politik auch durchaus beabsichtigt zu sein. Bereits 1822 sagte Hubmaier, dass sich die meadowhousische Industrie als weitaus verl\u00e4sslicher als die Finanzbranche erwiesen habe und dementsprechend als Fundament der meadowhousischen Wirtschaft gest\u00e4rkt werden m\u00fcsse. So lassen sich auch die komplett gegenteiligen Einsch\u00e4tzungen der Steuerreform aus jener Wirtschaftswelt deuten, die die Ma\u00dfnahmen deutlich loben. Da der Gro\u00dfteil des Kapitals jedoch in der Finanzbranche bewegt wird, sind die einsetzenden Verluste der B\u00f6rse nur logisch. Das Verhalten der Anleger legt allerdings die Gefahr einer nicht mehr kontrollierbaren Kettenreaktion offen. Die betroffenen Banken und Versicherungen scheinen einstweilen noch auf diese Entwicklungen vorbereitet zu sein.<\/p>\n<p>Doch ist der TROPO bei weitem nicht der einzige Finanzmarkt auf der Lieben Welt, der derzeit leidet. Auch in Atlantis, Paradies oder Mittelland sackten die Kurse zuletzt ab. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr liegen oft in nationalen Begebenheiten, die sich mit den internationalen Entwicklungen multiplizieren. Die Gefahr einer weiteren Wirtschaftskrise sehen Experten aber als gering an. \u201eDie Reserven der Unternehmen sind aktuell noch sehr stabil. Zudem liegen die Auswirkungen oft in nationalen Wirkungskreisen, sodass einer weltweiten Kettenreaktion Einhalt geboten werden kann\u201c, sch\u00e4tzt Prof. Ingo Lutz von der Universit\u00e4t San Laven ein. Er sehe jedoch ein anderes Problem aufkommen, was auch die Gestaltung einer Titanien-Union schlagartig ver\u00e4ndern k\u00f6nne. \u201eWir sehen, wie Spekulanten vermehrt auf die Auf- bzw. Abwertung nationaler W\u00e4hrungen setzen. Das k\u00f6nnte die Pl\u00e4ne bei einer TU, die Staatsw\u00e4hrungen nicht anzugehen, nachhaltig ver\u00e4ndern.\u201c Konkret sehe er bei verst\u00e4rkten Spekulationen sogar die Pflicht der beteiligten L\u00e4nder, eine gemeinsame W\u00e4hrung einzuf\u00fchren. Auch der Tropal war zuletzt immer wieder Spekulationen unterworfen, die zu einer Instabilit\u00e4t der W\u00e4hrung f\u00fchrten. Lutz vermutet, dass in einer Titanien-Union die Wetten an den B\u00f6rsen sogar zunehmen werden: \u201eDann w\u00fcrde der Tropal endlos aufgewertet werden, w\u00e4hrend vor allem die s\u00fcdtitanischen W\u00e4hrungen gnadenlos abgewertet w\u00fcrden. In beiden F\u00e4llen h\u00e4tte dies ungeahnte realwirtschaftliche Konsequenzen.\u201c Auch in anderen L\u00e4ndern wird bereits vermehrt \u00fcber die Einf\u00fchrung einer gemeinsamen W\u00e4hrung, zumindest f\u00fcr Finanztransaktionen, diskutiert. Auch Atlantis\u2018 Pr\u00e4sident Bremersen zeigte sich in einer Presseerkl\u00e4rung nicht mehr grunds\u00e4tzlich verschlossen f\u00fcr eine solche Idee, mahnte jedoch an, dass dies den Prozess der Umsetzung extrem verlangsamen w\u00fcrde. In Meadowhouse steht man solchen Pl\u00e4nen jedoch entschieden ablehnend gegen\u00fcber und so bald d\u00fcrfte sich daran auch nichts \u00e4ndern. \u201eWir stehen f\u00fcr den Tropal, er ist ein St\u00fcck Meadowhouse\u201c, sagte unl\u00e4ngst Wirtschaftsminister Lieber Lord Voldemort. Aber das letzte Wort in dieser Sache scheint definitiv noch nicht gesprochen. Auch nicht in Sachen Steuerreform.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neue Zusammenstellung des TROPO sorgt f\u00fcr Diskussionsstoff<\/strong><\/p>\n<p>Nach rund dreizehn Jahren der Existenz unseres sch\u00f6nen Landes hat die hiesige Wirtschaft bereits einige Aufs und Abs erlebt. Mit Stichtag 1. September ver\u00e4ndert sich jedes Jahre auch die Landschaft am TROPO. Diesmal gab es wohl so intensive Debatten \u00fcber die neue Zusammensetzung des gr\u00f6\u00dften meadowhousischen Aktienmarktes wie nie zuvor. Die Gr\u00fcnde: Eine sehr umstrittene \u00dcbernahme und eine \u201eWelle der Verstaatlichung\u201c lie\u00dfen die Gem\u00fcter in der Politik \u00fcberlaufen.<\/p>\n<p>Was sich seit l\u00e4ngerer Zeit abzeichnete, wird nun immer offenbarer. Der TROPO verkleinert sich und die Zahl der notierten Unternehmen nimmt tendenziell ab. W\u00e4re dieser Umstand nicht schon diskussionsw\u00fcrdig genug, kam es im August zu einer der gr\u00f6\u00dften \u00dcbernahmen in der Geschichte b\u00f6rsennotierter Unternehmen. Die von Dobby gef\u00fchrte MaronGroup kaufte die bereits in den Konzern eingewobene GranatGroup nun vollst\u00e4ndig auf und f\u00fchrte sie in Form einer 100%-Beteiligung komplett in den Machtbereich des Dachunternehmens ein. Zudem wurden zwei Unternehmen mit der AVM und der Royal Oil &amp; Fuel Company verstaatlicht und daraufhin vom TROPO zur\u00fcckgezogen. Insgesamt verlie\u00dfen f\u00fcnf Firmen den Aktienmarkt, hinzu kamen null.<\/p>\n<p>\u201eWas wir gerade erleben, ist ein absolutes Versagen der Politik. Der BdH gibt sein bisher verheimlichtes linkes Gesicht endg\u00fcltig zu erkennen, die VCS erhebt um der Macht Willen nicht das Wort und der K\u00f6nig scheint alles durchzuwinken, was man ihm vorsetzt\u201c, \u00e4u\u00dferte sich WVD-Vorsitzende Anita da Silva entsetzt. \u00c4hnliche T\u00f6ne kamen von den MCM: \u201eAn diesem Beispiel kann man das Schlingern der Regierung wunderbar erkennen. Einerseits \u00f6ffnen sie sozialistischen Idealen T\u00fcr und Tor, andererseits verstehen sie nichts von Realpolitik und gef\u00e4hrden damit den Aufschwung unseres Landes\u201c, erkl\u00e4rte Fraktionsvorsitzender Wolfgang von der Tagel. Kritisiert wird von konservativer Seite vor allem das Schrumpfen der B\u00f6rse sowie die Verstaatlichung der AVM und der Royal Oil &amp; Fuel Company. Aber auch von linker Seite weht der Regierung starker Wind entgegen. Reizpunkt ist hier das \u00dcbernahmegesch\u00e4ft zwischen MaronGroup und GranatGroup. \u201eWir haben jetzt die Wahl, ob wir in Meadowhouse eine Wirtschaft zugunsten der Bev\u00f6lkerung haben wollen oder ob die Wirtschaft nur f\u00fcr sich selbst arbeiten soll\u201c, mahnte FED-Chef Lobenbach. Auch die MP kritisierte die \u00dcbernahme scharf und warnte vor einem Pr\u00e4zedenzfall. \u201eIn Zukunft wird bei \u00dcbernahmen dieser Gr\u00f6\u00dfe zurecht angemerkt werden, dass es im jetzt vorliegenden Fall durchgewunken wurde. Damit \u00f6ffnet diese Regierung die B\u00fcchse der Pandora\u201c, so der wirtschaftspolitische Sprecher J\u00f6rg Hevensberg.<\/p>\n<p>Der Sachverhalt stellt sich wie folgt dar. Bereits vergangenes Jahr nahmen MaronGroup und GranatGroup Verhandlungen \u00fcber eine \u00dcbernahme auf. Das Reichskartellamt wurde benachrichtigt und hatte keine Beanstandungen. Der Grund: Verschiedene Segmente, in denen die Unternehmen operieren und die bereits existierende 25%-Beteiligung der MaronGroup. Die GranatGroup als Produzent von besonders kostenintensiven Baustoffen und die MaronGroup als Lebensmittelkonzern w\u00fcrden keine Monopolstellung anstreben und k\u00f6nnten es auch nicht. Dieser Ansicht schloss sich die Koalition an und intervenierte nicht. Mit Wirkung zum 1. September ging die GranatGroup vollst\u00e4ndig in die MaronGroup \u00fcber, existiert zwar nach wie vor, jedoch ohne eigenst\u00e4ndig agieren zu k\u00f6nnen. Im Falle der Verstaatlichung der AVM l\u00e4sst sich die Versicherungsreform von 1815\/16 als Erkl\u00e4rung heranziehen. Die AVM wurde bereits 1814 als vom Staat unterst\u00fctzungsbed\u00fcrftig angesehen und nach der Reform sprang dieser als Anteilseigner ein, jedoch ohne die Eigenschaft als privatwirtschaftliches Unternehmen zu verletzen. Nach der Konsolidierung der AVM war seit L\u00e4ngerem die Komplettverstaatlichung geplant, die Durchf\u00fchrung dessen war demnach das Resultat vorangegangener Planungen. Die gr\u00fcn-graue Koalition \u00fcbernahm dabei den Standpunkt der vorherigen Kabinette. Die Royal Oil &amp; Fuel Company dagegen wurde relativ kurzfristig in Staatsbesitz \u00fcbernommen. Dies wurde mit der Sicherung von Arbeitspl\u00e4tzen in den \u00d6lfeldern vor der Nordostk\u00fcste begr\u00fcndet. Das Herzogtum Saphirento, welches zuvor im Aufsichtsrat des Unternehmens vertreten war, lieferte dabei entscheidende Impulse. Entscheidend war letztlich der Machtwechsel von Peter Burg (WVD) zu Erhardt Reinfeldt (BdH).<\/p>\n<p>Auf die Kritik reagierten die Koalition und auch K\u00f6nig Ezechiel gelassen. Man k\u00f6nne im Falle der Fusion die Bef\u00fcrchtungen jedoch verstehen. \u201eDass man hier auf den ersten Blick etwas besorgt ist, k\u00f6nnen wir nachvollziehen. Jedoch muss man die Gesch\u00e4ftsfelder beider Unternehmen betrachten. Die Lebensmittelindustrie hat sehr niedrige Einstiegsh\u00fcrden, sodass nach wie vor ein hoher Konkurrenzdruck gegeben ist\u201c, beschwichtigte Wirtschaftsminister Lieber Lord Voldemort (BdH). Reichskanzler Sebastian Schwalbenschwanz pflichtete ihm bei: \u201eDie GranatGroup wird ihre Position in ihrem Segment nicht einfach durch die Zugeh\u00f6rigkeit zur MaronGroup verbessern k\u00f6nnen. Bei einer realistischen Betrachtung wird es zu keiner Monopolstellung kommen, in keinem Segment.\u201c Schatzmeister Heinrich Hubmaier erg\u00e4nzte jedoch vielsagend, man werde die M\u00e4rkte in Zukunft genauer beobachten. Bei den Diskussionen um die Verstaatlichung der AVM und der Royal Oil &amp; Fuel Company ging man st\u00e4rker in die Gegenoffensive: \u201eDass einzelne Unternehmen hin und wieder in Staatsbesitz \u00fcbergehen, sei es vor\u00fcbergehend oder dauerhaft, kommt \u00fcberall vor. Es w\u00e4re f\u00fcr einige Leute ratsam, internationale Wirtschaftsnachrichten zu verfolgen\u201c, so Lieber Lord Voldemort. K\u00f6nig Ezechiel I. begr\u00fcndete seine Entscheidung, nicht zu intervenieren, zuletzt im Saal der Gespenster: \u201eBeides geschah im Einklang mit unserer Verfassung, mit den Prinzipien unserer Marktwirtschaft und vor allem auch aus individuellen Sachgr\u00fcnden. Es geschah nicht unter Zwang, es war jeweils ein beiderseitiges Projekt und es bleibt Ausnahme statt der Regel\u201c, verk\u00fcndete er in seiner Rede an das Parlament.<\/p>\n<p>Die Wirtschafts- und Fiskalpolitik von BdH und VCS ist in ihrem ersten Jahr der neuen Legislaturperiode ein besonderer Diskussionspunkt und Angriffsfl\u00e4che f\u00fcr die Opposition. Es besteht die Vermutung, dass dies auch ein gro\u00dfes Thema f\u00fcr Reichstags- und K\u00f6nigswahlen 1826 wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nig Ezechiel gibt gr\u00fcnes Licht f\u00fcr geplante Steuerreform<\/strong><\/p>\n<p>Reichskanzler Schwalbenschwanz und Finanzminister Hubmaier k\u00f6nnen durchatmen. K\u00f6nig Ezechiel I. hat seine Unterschrift unter die geplante Steuerreform der gr\u00fcn-grauen Regierung gesetzt. Dass er das tun w\u00fcrde, war bis vor einigen Tagen noch unklar, mehrfach hatte der K\u00f6nig seine Skepsis zum Ausdruck gebracht. Die Opposition zeigte sich entt\u00e4uscht vom K\u00f6nig, die Regierung kann mit neuem R\u00fcckenwind in die n\u00e4chsten Wochen gehen.<\/p>\n<p>Damit soll ab dem 1. Januar 1825 eine Rundumschichtung des meadowhousischen Fiskus&#8216; stattfinden. Die Regierung begr\u00fcndet das mit den notwendigen Anpassungen des Steuersystems beim \u00dcbergang von der Stabilisationsphase nach der Staatsgr\u00fcndung hin zu einer neuen \u00c4ra. &#8222;Unser steuerliches System muss an die Herausforderungen f\u00fcr unser Land angepasst werden. Die derzeitigen Gesetze stammen noch aus einer Zeit, in der unsicher war, ob wir die kommenden Monate finanziell durchstehen. Meadowhouse muss sich dynamischer aufstellen, gerade auch im Hinblick auf internationale Gesch\u00e4ftsvorg\u00e4nge&#8220;, betonte Finanzminister Hubmaier. Dabei stellte er auch heraus, dass man in naher Zukunft nicht mit einer Gr\u00fcndung der Titanien-Union rechnet. &#8222;Dahingehend muss und wird es ohnehin Anpassungen in der steuerlichen Gesetzgebung geben. Wir haben uns dennoch entschieden, jetzt zu reagieren, auch um im Falle einer Titanien-Union nur noch geringe Neuerungen einf\u00fchren zu m\u00fcssen.&#8220; Die Pl\u00e4ne der Regierung umfassende weitreichende \u00c4nderungen im Unternehmens- und Kapitalmarktsteuerrecht, aber auch f\u00fcr Privatpersonen wird es einschneidende Neuerungen geben.<\/p>\n<p>So soll die Unternehmensteuer komplett abgeschafft werden. Die Steuer war 1810 vor allem zugunsten der Herzogt\u00fcmer eingef\u00fchrt worden, um deren finanzielle Eigenst\u00e4ndigkeit herzustellen. \u00c4hnliche Steuern gibt es sonst nur in Gr\u00fcnland, Mittelland, Avasjanrav und Mailodis sowie in ein paar Kleinstaaten. 800 Milliarden Tropale konnten durch die Unternehmensteuer im Jahr 1822 eingenommen werden. Die Herzoge hatten zun\u00e4chst entr\u00fcstet reagiert, ihre Parteienzugeh\u00f6rigkeit verhinderte jedoch einen echten Sturmlauf gegen die Pl\u00e4ne. Schwalbenschwanz und Hubmaier planen Ausgleichszahlungen aus dem Reichsetat als \u00dcberbr\u00fcckungsmittel, anschlie\u00dfend soll \u00fcber einen Verteilungsschl\u00fcssel der anderen Steuern das Defizit gef\u00fcllt werden. Die UnSt sei &#8222;ein Hindernis bei der internationalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit&#8220;, so Kanzler Schwalbenschwanz. Zudem seien der b\u00fcrokratische Aufwand und die damit verbundenen Kosten nicht lohnenswert. Um den Einnahmensausfall zu kompensieren, wird die Gesellschaftsteuer komplett reformiert. Der bisherige Steuersatz von 12,5 % wird auf 28 % erh\u00f6ht, das Feld der steuerpflichtigen Unternehmen wird zudem erweitert. Bisher waren Gesellschaften mit einem ben\u00f6tigten Startkapital von mindestens 15 000 Tropalen grunds\u00e4tzlich gesellschaftsteuerpflichtig. Nun sollen auch Gesellschaftsformen mit einem Startkapital von 10 000 Tropalen unter die Steuerpflicht fallen, es werden hier jedoch Erm\u00e4\u00dfigungen gelten, k\u00fcndigte Hubmaier an. Auch bei den Kapitalmarktsteuern wird kr\u00e4ftig am Reform-Karussell gedreht. Der Kapitalertragsteuersatz wird von bisher 32 % auf 28 % gesenkt, ab einer Ertragssumme von 5 Millionen Tropalen sollen jedoch mit der neu eingef\u00fchrten Kapitalverm\u00f6gensteuer von 7,5 % sehr hohe Kapitalverm\u00f6gen zus\u00e4tzlich besteuert werden. F\u00fcr kurzfristige Finanzgesch\u00e4fte gilt weiterhin der normale Steuersatz von 32 %. Dies wird auch f\u00fcr Privatpersonen mit Kapitalverm\u00f6gen interessant, da sich dadurch besonders f\u00fcr kleine und mittlere Ertr\u00e4ge Vorteile ergeben.<\/p>\n<p>Mit den Reformen soll vor allem der Wirtschaftstandort Meadowhouse gest\u00e4rkt werden. Durch den Wegfall der UnSt sollen ausl\u00e4ndische Unternehmen angeworben und ein potentieller Wegzug meadowhousischer Firmen im Zuge einer Titanien-Union im Keim erstickt werden. Durch die Prinzipien der Unternehmensteuer wurden bislang vor allem ausl\u00e4ndische Wirtschaftsg\u00fcter und Verm\u00f6gen diskriminiert, was in einer Wirtschaftsunion wohl illegal geworden w\u00e4re. Zudem werden die Steuergesetze auf die Grundgesetz\u00e4nderung vor zwei Jahren synchronisiert. Diese sah besonders den Schutz meadowhousischen Verm\u00f6gens vor, die im Zuge der Gesellschaftsteuer ber\u00fccksichtigt wird. Dort werden Anteile ausl\u00e4ndischer Investoren an mehr als zu 50 % meadowhousischem Kapital besonderen Auflagen unterlegt. Die Anpassung der GeSt soll zudem die Unternehmensf\u00fchrung aus steuerlicher Sicht flexibler gestalten und an andere titanische Steuersysteme anpassen. Hubmaier und Schwalbenschwanz bef\u00fcrchten bereits seit L\u00e4ngerem Standortnachteile f\u00fcr Meadowhouse durch die Unvorteilhaftigkeit der Steuergesetze. Mithilfe der Reformen bei der KapESt und die Einf\u00fchrung einer KapVSt sollen einerseits die Finanzstandorte in Frankenthal und Kampdorf gest\u00e4rkt werden, andererseits den meadowhousischen Kapitalmarkt f\u00fcr Geldanleger aus \u00dcbersee attraktiver machen. Des Weiteren will die Regierung den Aktienhandel im privaten Sektor st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Ezechiel I. hatte in den vergangenen Wochen Skepsis bez\u00fcglich der Reforminhalte ge\u00e4u\u00dfert, wenngleich er die Sinnhaftigkeit einer Steuerreform nicht bezweifelte. &#8222;Reformen mit solch weitreichenden Auswirkungen m\u00fcssen wohl \u00fcberlegt sein und stets mit Weitblick auch bez\u00fcglich multilateraler Interessen verwirklicht werden&#8220;, betonte der K\u00f6nig erst letzte Woche. Seine Unterschrift unter das Vorhaben macht die Abstimmung im Saal der Gespenster nun deutlich einfacher f\u00fcr die Regierung. Widerstand innerhalb der Koalition regte sich vor allem auf Herzogebene, die Abgeordneten im Reichstag scheinen bis auf wenige Ausnahmen einverstanden mit den Pl\u00e4nen aus dem Kabinett zu sein. Die Opposition dagegen ist erz\u00fcrnt. Oppositionsf\u00fchrerin da Silva sprach von einer &#8222;Totengr\u00e4ber-Regierung&#8220;. &#8222;Was BdH und VCS da geplant haben, bedeutet das Ende der soliden Staatsfinanzierung. Es mutet an wie ritueller Selbstmord.&#8220; Auch die MCM k\u00f6nnen das Vorhaben nur schwer begreifen, auch wenn sie selbst im Wahlkampf mit einem Ende der UnSt geworben hatten. Doch auch von den anderen Oppositionsb\u00e4nken weht der Koalition heftiger Wind entgegen. &#8222;Ausl\u00e4ndischen Spekulanten werden T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet, die eigens herbeigef\u00fchrte Verfassungs\u00e4nderung wird komplett konterkariert&#8220;, monierte beispielsweise FED-Boss Lobenbach. Aber auch K\u00f6nig Ezechiel I. steht unter Beschuss. &#8222;Dass der K\u00f6nig hier kein Veto einlegt, ist fatal. Er hat damit einen Pr\u00e4zedenzfall geschaffen, sich selbst entmachtet und Schwalbenschwanz quasi zum Alleinherrscher gemacht. Er scheint kein Durchsetzungsverm\u00f6gen zu haben&#8220;, kritisiert der ehemalige Wiesenhausener B\u00fcrgermeister Stefan Cornelius.<\/p>\n<p>Auch unabh\u00e4ngige Experten sehen die Pl\u00e4ne der Koalition kritisch. Besonders die Umsetzung der Kapitalmarktsteuern st\u00f6\u00dft auf Irritationen. &#8222;Vor dem Hinblick einer m\u00f6glichen Titanien-Union sind die nun geschaffenen Regelungen sehr fragw\u00fcrdig&#8220;, kommentierte Prof. Ingo Lutz von der rechtswissenschaftlichen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t San Laven. Besonders die Regelungen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren und der Schutz von meadowhousischem Verm\u00f6gen k\u00f6nnten Meadowhouse noch teuer zu stehen kommen. &#8222;Jede Handelsunion tr\u00e4gt sich bestimmte Grundfreiheiten ein, vor allem f\u00fcr Kapitalverkehr und Freiz\u00fcgigkeit. Diese k\u00f6nnten am Ende die meadowhousischen Gesetze wieder aushebeln.&#8220; Auch andere Steuerrechtler sehen Probleme. &#8222;Ob die Herzogt\u00fcmer keine Einbu\u00dfen hinnehmen werden, wagen wir zu bezweifeln. Die \u00dcberbr\u00fcckung ist sehr vage gehalten, der Verteilungsschl\u00fcssel sieht vor, dass alle Steuereinnahmen zuerst der Staatskasse zuflie\u00dfen und nach Bedarf verteilt werden. Wir sehen da sehr hohes Streit- und Missbrauchspotenzial&#8220;, so die Meadowhousische Steuerzahler-Vereinigung auf ihrer Homepage. Am Ende leide die Infrastruktur und h\u00f6here Steuern seien die Folge. Die TROPO-Unternehmen waren durchweg voll des Unverst\u00e4ndnisses. Die Senkung der KapESt sei reine Symbolpolitik, da jedes b\u00f6rsennotierte Unternehmen monatlich h\u00f6here Kapitalertr\u00e4ge als 5 Millionen Tropale vorweisen kann, es \u00e4ndere sich dadurch gar nichts und sei reiner Etikettenschwindel. Die KapVSt versch\u00e4rfe gar die Situation noch und werde ausl\u00e4ndische Geldgeber eher von meadowhousischem Territorium fernhalten. Manche vermuten dabei reines Kalk\u00fcl und bezichtigten die Koalition des Nationalismus&#8216; und der L\u00fcge. Die Abschaffung der UnSt und die Ausweitung der GeSt schw\u00e4che den meadowhousischen Kapitalmarkt nur umso mehr. Die Koalition begr\u00fcndet das mit einer St\u00e4rkung von kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen, st\u00f6\u00dft dabei jedoch ebenfalls auf Unverst\u00e4ndnis. &#8222;Es wird B\u00fcrokratie dadurch abgebaut, jedoch gibt es kaum verl\u00e4ssliche Berechnungen, dass dies ein lohnendes Unterfangen ist&#8220;, kommentiert Prof. Lutz. Hubmaier h\u00e4lt dagegen: &#8222;Der Mittelstand wird enorm profitieren, die Steuereinnahmen werden dadurch ebenfalls steigen, insgesamt k\u00f6nnen wir hier von einer Verschlankung des Steuerapparats bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung reden.&#8220; Zuspruch erh\u00e4lt er von Mittelstandsverb\u00e4nden. &#8222;Diese Regelung wird uns enorm befeuern. Zudem macht es uns innerhalb von Meadowhouse viel flexibler bei der Standortwahl, was den Binnenwettbewerb st\u00e4rken wird&#8220;, sagte Thomas Millberg vom Mittelstandsverband Meadowhouse. Kritiker bef\u00fcrchten jedoch eine zus\u00e4tzliche Schw\u00e4chung von ohnehin schon strukturschwachen Regionen, da diese mithilfe der UnSt gezielt Industrie anlocken konnten. Prof. Lutz nannte hier das Schlagwort &#8222;Industriegentrifizierung&#8220;.<\/p>\n<p>Insgesamt muss sich die Regierung an Ergebnissen messen lassen. Es gibt bereits jetzt viel Kritik und das Risiko, welches die Koalition eingeht, ist unn\u00f6tig hoch. Geht das Unterfangen gut, wird es BdH und VCS und vor allem Kanzler und Finanzminister st\u00e4rken, auch K\u00f6nig Ezechiel I. w\u00fcrde dann mit seinem ersten hohen Einsatz gewinnen. Geht es schief, bedeutet das Wasser auf die M\u00fchlen der Opposition und im schlimmsten Fall nicht abzusehende Konsequenzen f\u00fcr Meadowhouse bei einer m\u00f6glichen Titanien-Union. Die eine Nachfolge-Regierung dann ausbaden m\u00fcsste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit Rekordeinnahmen: Reichshaushalt 1823 beschlossene Sache<\/strong><\/p>\n<p>Die meadowhousische Wirtschaft brummt und gedeiht, der TROPO hat die magische 10.000-Punkte-Marke geknackt und die Arbeitslosigkeit steht auf einem historischen Minimum von nur 2,8 %. Beste Voraussetzungen f\u00fcr ein erfolgreiches Jahr f\u00fcr die Wirtschaft, die sich mehr und mehr von den Auswirkungen des B\u00f6rsencrashs 1817 zu erholen scheint. Davon k\u00f6nnte auch der Staat profitieren. Es winken Steuereinnahmen im hohen dreistelligen Milliardenbereich und damit in Rekordh\u00f6he. Auf dieser Basis hat der Saal der Gespenster vorige Woche den Haushalt f\u00fcr 1823 beschlossen. Diesmal mit deutlich weniger Spannungen als letztes Jahr \u2013 die Regierung stimmte geschlossen daf\u00fcr und erzielte so die n\u00f6tige Stimmenmehrheit.<\/p>\n<p>Dass Bewegung in die politische Landschaft Meadowhouse\u2018 gekommen war, konnte man nicht zuletzt an der Tatsache erkennen, dass der Saal der Gespenster bis auf den letzten Platz gef\u00fcllt war, als es zur Abstimmung \u00fcber den von der neuen Regierung und vom neuen K\u00f6nig bewilligten Haushaltsentwurf f\u00fcr das neue Jahr kam. Regierung wie Opposition wussten um die Bedeutung dieser Debatte und lieferten sich nicht nur hitzige Rededuelle, sondern auch eine sehr enge Abstimmung. Die ben\u00f6tigte einfache Mehrheit wurde so gerade erreicht, da BdH und VCS nur zwei Sitze mehr als die Oppositionsfraktionen haben. Doch jeder Regierungsabgeordnete sowie vier Oppositionelle stimmten f\u00fcr den vorgelegten Entwurf, sodass er mit 306 Ja-Stimmen, 71 Enthaltungen und 223 Nein-Stimmen angenommen wurde. K\u00f6nig Ezechiel I. unterzeichnete den neuen Haushalt noch am selben Tag, sodass er ab sofort in Kraft ist. F\u00fcr die neue Regierung der erste Erfolg in ihrer noch jungen Legislaturperiode, doch auch die Opposition konnte sich erstmals als Alternative profilieren, insbesondere die WVD in der sicherlich noch ungewohnten Rolle. Insider berichteten jedoch von durchaus heftigen Debatten innerhalb der Regierung \u00fcber die Einnahmeseite. Der BdH hatte sich die Meinung von mehreren f\u00fchrenden Experten eingeholt, die von Steuereinnahmen von rund 810 Milliarden Tropalen ausgingen. Das war dem Verhandlungsteam der VCS deutlich zu optimistisch, weshalb es einigen Angaben zufolge zu deutlichen Auseinandersetzungen insbesondere zwischen Finanzminister Hubmaier und Erster Ministerin Annette Sybil Trelawney gekommen sein sollen. Man konnte sich schlussendlich jedoch einigen und kam auf eine erwartete Summe von 650 Milliarden Tropalen, was in etwa dem Niveau von 1814\/15 entspr\u00e4che. Zusammen mit weiteren Einnahmenquellen betr\u00e4gt die Einnahmeseite des Meadowhousischen Reichshaushalts rund 1,8 Billionen Tropale. Dies ist der h\u00f6chste Wert, der je von einer meadowhousischen Regierung angesetzt wurde. Im ersten richtigen Haushalt 1811 wurden die zu erwartenden Einnahmen noch mit 900 Milliarden Tropalen beziffert, welche in der Folge jedoch \u00fcbertroffen wurden. Auch damals mitverantwortlich: Heinrich Hubmaier, der trotz dieser Erfahrung weiterhin auf eine konservative Kalkulation setzt.<\/p>\n<p>Deutlich interessanter war jedoch zu sehen, in welcher H\u00f6he Ausgaben geplant sind. Besonders im Bereich der staatlichen Energieversorgung soll sich einiges tun. So plant man die Subventionen f\u00fcr Acetylquartoridnomel und Melotraub um bis zu 75 % zu steigern. Gleichzeitig werden Subventionen f\u00fcr fossile Antriebstoffe schrittweise bis Herbst komplett ausgesetzt. Zu diesem radikalen Schritt entschloss sich Wirtschaftsminister Lieber Lord Voldemort in Abstimmung mit Kanzler Schwalbenschwanz, K\u00f6nig Ezechiel I. und den \u00fcbrigen Kabinettsmitgliedern. Anteilig sollen die weggefallenen Ausgaben den neuen Antriebstechnologien sowie dem Artenschutz zu teil werden. \u00dcberraschenderweise stieg jedoch auch der Etat f\u00fcr die Verteidigungsausgaben um rund 10 % an. Verteidigungsminister Eduard Borkenk\u00e4fer hatte in R\u00fccksprache mit den Gener\u00e4len Moody und von Karlsburg sowie dem Ersten Lord der Admiralit\u00e4t Schwertfisch von einem erh\u00f6hten Investitionsbedarf f\u00fcr die Truppe gesprochen, der gerade im Hinblick auf die seit 1815 geltenden Regeln f\u00fcr innere Eins\u00e4tze notwendig sei. Auch im staatlichen Baugewerbe soll sich dem Willen der Regierung nach mehr bewegen. Bauministerin Bielendorf will Modernisierungen in gro\u00dfem Stil durchsetzen und plant daf\u00fcr Milliardenausgaben im Brandschutzbereich. So wurden bereits mehrere von Drachen geleitete Firmen beauftragt, feuerfeste Beton-, Zement- und Gipsverkleidungen zu entwickeln. So soll den hei\u00dfen Sommern mit erh\u00f6hter Waldbrandgefahr Einhalt geboten werden. Besonders das waldreiche Wiesenhausen ist mehr denn je von Waldbr\u00e4nden bedroht. Auch die Verf\u00fcgungsmittel f\u00fcr Rechtsbelange umfassen einen gr\u00f6\u00dferen Topf als noch zuvor. Die Pr\u00fcfung und Planung eines Reichsrats soll vorangetrieben werden und es wird mit einigen Mitteln f\u00fcr die juristische Verarbeitung dieses Gro\u00dfprojekts gerechnet. Justizminister von Gauttersberg will jedoch noch in diesem Jahr eine verfassungsrechtliche Pr\u00fcfung abgeschlossen haben.<\/p>\n<p>Spannend sind auch die gestiegenen Ausgaben in der Au\u00dfenpolitik. Au\u00dfenminister Boerenberg rechnet zwar noch nicht mit einem Durchbruch in Sachen Titanien-Union, wollte jedoch f\u00fcr den Fall einer schnellen Einigung bereits Mehrausgaben zur Verf\u00fcgung haben, die bei Nichtabruf in eine spezielle R\u00fccklage eingestellt werden. Sowieso plant die Regierung, einen nicht unerheblichen Anteil der erwarteten Mehreinnahmen in R\u00fccklagen einzustellen, die w\u00e4hrend der \u00fcbrigen drei Jahre der Legislaturperiode abgebaut werden sollen. Im Vergleich zum Haushalt 1822, der Schulden in H\u00f6he von rund 50 Milliarden Tropalen vorsah, tr\u00e4gt dieser Haushaltsansatz wieder deutlich mehr die Handschrift der VCS. Neue Schulden sind zwar wieder einkalkuliert, diesmal jedoch nur noch von rund 550 Millionen Tropalen. Diese k\u00f6nnten bei steigenden Zinsen an den Weltm\u00e4rkten allerdings obsolet werden, da die M\u00f6glichkeit von \u00dcbereinnahmen durch steigende Zinsen aus Vorsichtsgr\u00fcnden nicht im Haushaltsansatz ber\u00fccksichtigt wurde. Zudem setzte Hubmaier die voraussichtlichen Wertsteigerungen der meadowhousischen Staatsanleihen mit 4 % noch relativ moderat an. TROPO-Chef Valentin Nuhrhoff geht von einem Wertzuwachs von bis zu 8 % aus. Es wird geplant, rund 90 Milliarden Tropale in verschiedene zweckgebundene R\u00fccklagen einzulegen. Eine davon l\u00e4sst aufhorchen. Die \u201eR\u00fccklage f\u00fcr bisher nicht realisierte B\u00fcndnisvorhaben\u201c wurde mit 15 Milliarden gef\u00fcttert und galt bisher vor allem als Backup-Etat f\u00fcr Milit\u00e4raktionen. Verteidigungsminister Borkenk\u00e4fer gab zu, man habe in Gespr\u00e4chen mit K\u00f6nig Ezechiel die Notwendigkeit einer Neupr\u00fcfung der damals verweigerten Teilnahme am s\u00fcdtitanischen Milit\u00e4rdeal erkannt. Ezechiel I. gilt als gro\u00dfer Verfechter internationaler B\u00fcndnisse. \u201eH\u00e4tte es 1789 eine wehrhafte Allianz gegen Stadelhoff bereits gegeben, w\u00e4re der Krieg niemals in diesem Ausma\u00df geschehen\u201c, lie\u00df er kurz nach seinem Amtsantritt verlauten. Es gilt als wahrscheinlich, dass Meadowhouse sich mit ihm in irgendeiner Form doch noch einbringen k\u00f6nnte, sei es mit gemeinsamen \u00dcbungen oder lediglich mit finanziellen F\u00f6rderungen.<\/p>\n<p>Die Opposition \u00fcbte harsche Kritik an den finanziellen Vorhaben der Regierung. Die WVD warf dem BdH \u201eHarakiri\u201c vor. \u201eDer BdH spekuliert auf rosige Zukunftsaussichten auf Kosten der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die am Ende f\u00fcr diesen Wahnsinn die Zeche zahlen d\u00fcrfen\u201c, polterte Parteichefin da Silva. Die FED zeigte sich schockiert ob der Milit\u00e4rausgaben und unterstrich die Signalwirkung: \u201ePl\u00f6tzlich bl\u00e4ht Meadowhouse seine Reichswehr auf und will sich nun doch an Milit\u00e4rman\u00f6vern beteiligen, deren Sinn sich auch Experten nicht erschlie\u00dft. Meine Partei und ich sind zutiefst ersch\u00fcttert\u201c, sagte FED-Chef Lobenbach. Die MCM begr\u00fc\u00dfte diese Ma\u00dfnahme dagegen ausdr\u00fccklich, bem\u00e4ngelte jedoch fehlenden Sachverstand: \u201eWenn ich einerseits Rekordsteuereinnahmen erwarte, kann ich die Wirtschaft nicht in einer solchen Weise beschneiden. Da wurde nicht von A nach B gedacht\u201c, gab der Vorsitzender Knucker von sich und spielte damit auf die wegfallenden Subventionen an. Die MP hatte sich weitestgehend enthalten bei der Abstimmung, h\u00e4tte jedoch deutlich mehr Naturschutz erwartet. \u201eEs ist richtig, den Artenschutz st\u00e4rker zu f\u00f6rdern und fossilen Energien die Unterst\u00fctzung zu versagen. Das sind jedoch die einzigen Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Umwelt und das ist gelinde gesagt, entt\u00e4uschend\u201c, kommentierte Parteiboss Schubert.<\/p>\n<p>Die Regierung muss sich jedenfalls an den positiven Konjunkturerwartungen messen lassen. Wurden finanzielle und wirtschaftliche Ziele in den vergangenen Jahren verfehlt, stand dies stets unter dem Eindruck einer schw\u00e4chelnden oder gar kriselnden \u00d6konomie. 1823 k\u00f6nnte ein historisch gutes Jahr f\u00fcr die meadowhousische Wirtschaft werden. Verfehlt die Regierung trotzdem ihre Ziele oder f\u00e4llt durch gro\u00dfe Fehlkalkulationen auf, muss sie daf\u00fcr st\u00e4rker kritisiert werden als ihre Vorg\u00e4ngerkabinette.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Meadowhousische Wirtschaft reagiert positiv auf neuen K\u00f6nig und m\u00f6gliche Koalition<\/strong><\/p>\n<p>Die Wahl Ezechiel Bloors zum K\u00f6nig qua Wahl hat in der meadowhousischen Wirtschaft f\u00fcr \u00fcberwiegend positive Reaktionen gesorgt. Auch eine m\u00f6gliche bevorstehende Koalition aus BdH und VCS w\u00fcrde ein Gro\u00dfteil der meadowhousischen Unternehmen begr\u00fc\u00dfen. Der TROPO machte unter der Woche einen gro\u00dfen Sprung nach oben, besonders Firmen mit Sitz in Wiesenhausen profitierten.<\/p>\n<p>Dass K\u00f6nig Percival I. bei vielen Wirtschaftsgr\u00f6\u00dfen in Meadowhouse nicht allzu beliebt war, versteht sich bereits aufgrund dessen politischer Grundeinstellung von selbst. Ezechiel Bloor gilt zwar nicht unbedingt als enger Freund der Wirtschaft, von ihm erwartet man jedoch keine grundlegenden Reformen. Das Rad der Zeit will er ebenfalls nicht zur\u00fcckdrehen, er m\u00f6chte sich auf andere Themen in erster Linie konzentrieren. \u201eWir m\u00fcssen pragmatischer und weniger ideologisch werden\u201c, sagte er bei seiner Ankunft auf Burg Daunenfels. \u201eWir sollten uns eher fragen, wie wir in Zukunft in Meadowhouse am besten leben, statt zuerst dem politischen Gegner irgendetwas wegnehmen zu wollen\u201c. Worte, die nicht nur am TROPO gut ankommen. Bloor k\u00fcndigte zudem an, die Energiepolitik in Meadowhouse \u00f6kologischer gestalten zu wollen, mahnte jedoch: \u201eDas muss gemacht werden, aber nicht \u00fcberst\u00fcrzt. Wir wollen es richtig und vern\u00fcnftig machen.\u201c Dazu wolle er eine Energiekommission ins Leben rufen, die den genauen Ablauf einer Komplettumstellung auf Acetylquartoridnomel (ACN) und Melotraub festlegen soll. Die Unternehmen in Meadowhouse reagierten jedoch nicht nur auf die Wahl Bloors freudig, sondern vor allem auf das Ende des Superwahljahrs. \u201eViele Unternehmen konnten kaum langfristige Pl\u00e4ne machen, weil Herzogenwahlen, die Reichstagswahl und jetzt die K\u00f6nigswahl anstanden. Das hat viele verunsichert. Nun herrscht jedoch Klarheit, was dem Gesch\u00e4ftsklima direkt zugutekommt\u201c, analysiert Wirtschaftskolumnist Gerald Gottlieb im Morgengespenst. Die Gesch\u00e4fte k\u00f6nnten nun zum Ende des Jahres wieder anlaufen und es ist mit einem positiven vierten Quartal zu rechnen. Von Ezechiel Bloor als K\u00f6nig erwarte man sich Stabilit\u00e4t und Verl\u00e4sslichkeit, auch in au\u00dfenpolitischen Fragen. \u201eEiner Titanien-Union mit K\u00f6nig Percival I. als Staatsoberhaupt h\u00e4tten viele Unternehmen noch kritisch gegen\u00fcbergestanden, da der K\u00f6nig f\u00fcr Kehrtwendungen und pl\u00f6tzliche Entscheidungen bekannt war. Die Verfassungs\u00e4nderung kam relativ aus dem Nichts und hat genauso viele Gesellschaften erfreut wie ver\u00e4rgert\u201c, erkl\u00e4rt Gottlieb.<\/p>\n<p>Auch eine potentielle Koalition aus BdH und VCS k\u00e4me in der meadowhousischen Wirtschaft gut an. Der Wegfall der WVD wird jedoch allgemein bedauert. Der kommende Chef der Vereinigung Meadowhousischer Wirtschaftsinteressen (VMWI) Lambrecht Gr\u00fcnholz sieht in der WVD die wirtschaftskompetenteste Partei. \u201eWenn ich es so plakativ ausdr\u00fccken darf, dann ist die VCS die Partei der Volkswirtschaftler, der BdH die der Politikwissenschaftler und die WVD die Partei der Betriebswirtschaftler. \u00dcber die anderen, mit Ausnahme der MCM, jedoch auch hier schon mit Abstrichen, fange ich besser nicht an.\u201c Die WVD sei der Teil der Koalition gewesen, der am wenigsten Alleing\u00e4nge in Wirtschaftsfragen gemacht h\u00e4tte. \u201eDie WVD hat sich stets mit Input versorgt, w\u00e4hrend die anderen gerne alles besser wussten.\u201c Mit BdH und VCS sei jedoch nach wie vor Staat in Sachen Wirtschaft zu machen, zudem hoffe man nun auf mehr Verl\u00e4sslichkeit durch eine Zwei-Parteien-Koalition. \u201eWir hoffen, dass in einer Koalition aus BdH und VCS auch das gilt, was man uns gesagt hat und nicht irgendwelche nachtr\u00e4glichen Dispute alles wieder umwerfen\u201c, verriet TROPO-Chef Valentin Nuhrhoff der Wiesenhausener Allgemeinen Zeitung. Die vorgesehene Energiepolitik st\u00f6\u00dft zwar nicht \u00fcberall auf Gegenliebe, die Zeichen der Zeit scheinen die meisten Unternehmen jedoch erkannt zu haben. \u201eWir sehen, was auf anderen Welten passiert, wenn man den Planeten zu sehr belastet. Bevor wir in eine solche Situation geraten, m\u00fcssen wir genau entscheiden, welche Energiepolitik wir betreiben\u201c, sagte Wirtschaftsminister Lieber Lord Voldemort unter der Woche. Diese Signale sendet der Saal der Gespenster bereits seit L\u00e4ngerem aus, die Botschaft scheint man in der Wirtschaft zunehmend mit Kopfnicken aufzunehmen. Darauf lassen auch die Aussagen des werdenden VMWI-Vorsitzenden Gr\u00fcnholz schlie\u00dfen: \u201eKlar ist, dass wir seit den 80er Jahren zu wenig auf die richtige Energiepolitik gesetzt haben, teils auch aus Bequemlichkeit. Dass sich das seit einigen Jahren wieder \u00e4ndert, ist richtig. Jedoch m\u00fcssen wir darauf achten, so etwas nicht mit der Brechstange durchzusetzen.\u201c Mit Blick auf die m\u00f6gliche Koalition rechnet man in der meadowhousischen Wirtschaft, dass links\u00f6kologische Tendenzen des BdH durch die VCS weitestgehend in Schach gehalten werden k\u00f6nnen. \u201eDen BdH bewertet man in der Wirtschaftswelt immer an seinem Koalitionspartner. Mit WVD oder VCS kommt man mit dem BdH sehr gut aus, regiert der BdH mit FED oder MP sieht es schnell anders aus\u201c, schreibt Gerald Gottlieb in seiner Kolumne.<\/p>\n<p>Mit K\u00e4mpfen zwischen Wirtschaftsmacht und Politmacht in Meadowhouse ist also weder auf Koalitions-, noch auf K\u00f6nigsebene zu rechnen. Die Zeichen verdichten sich immer mehr, dass Meadowhouse recht stabile Zeiten bevorstehen, vor allem unter Betrachtung des Konjunkturaufschwungs. Der neue K\u00f6nig qua Wahl wird f\u00fcr ruhige N\u00e4chte am TROPO sorgen, die m\u00f6gliche Koalition wird vielleicht etwas mehr in Bewegung setzen, Grundlegendes wird sich jedoch nicht ver\u00e4ndern. Nach vielen bewegten Jahren seit 1810 ist das vielleicht auch gar keine so schlechte Entwicklung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nach wochenlanger Verz\u00f6gerung: Regierung beschlie\u00dft Haushalt f\u00fcr 1822<\/strong><\/p>\n<p>Am Ende war den Beteiligten die Erleichterung merklich anzusehen: Die amtierende Regierungskoalition aus BdH, WVD und VCS hat sich nach einer wochenlangen H\u00e4ngepartie doch noch auf einen Etat f\u00fcr das bereits angelaufene Jahr 1822 einigen k\u00f6nnen. Voraus gegangen waren teils heftige koalitionsinterne Auseinandersetzungen, die in der Geschichte des Landes beinahe beispiellos waren. Insbesondere die WVD sorgte mit ihrem Verhalten immer wieder f\u00fcr Staunen und \u00c4rger bei den beiden anderen Koalitionspartnern. Schnell uferte die Debatte um den Haushalt aus in Fragen der wirtschaftlichen Lage des K\u00f6nigreichs, in die Lage der Weltwirtschaft und die immer strittige Frage, welche Ressorts wieviel Geld zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen. Am Ende rauften sich die Koalition\u00e4re noch einmal zusammen, doch scheinen die Fronten in der Regierung mittlerweile klar zu verlaufen.<\/p>\n<p>Eigentlich sollte der Haushalt f\u00fcr das Jahr 1822 bereits Ende November im Saal der Gespenster verabschiedet werden, doch schon zwei Wochen vor dem geplanten Abstimmungstermin wurde dieser auf Mitte Dezember verschoben, da, wie es auf Koalitionskreisen hie\u00df, &#8222;Zweifel an der H\u00f6he und Zusammensetzung des Haushalts bei beteiligten Personen aufgekommen seien&#8220;. Kurz darauf schlie\u00dflich erfuhr das &#8222;Zeitungsgespenst&#8220; von Insidern, dass die WVD-Mitglieder des Kabinetts sich dagegen gestr\u00e4ubt h\u00e4tten, den zu diesem Zeitpunkt geplanten Haushalt von etwa 500 Milliarden Tropalen, abzusegnen. Demnach war der WVD insbesondere die Neuverschuldung von etwa 80 Milliarden Tropalen ein Dorn im Auge, genauso wie die erh\u00f6hten Ausgaben im Bereich Umweltschutz, Verkehr und Bildung. So forderten sie beispielsweise eine Neuverschuldung von nur etwa 30 Milliarden Tropalen und damit deutlich geringere Investitionen in den oben genannten Ressorts. Finanzminister Hubmaier (VCS) und Wirtschaftsminister Voldemort (BdH) blieb nach den heftigen Einw\u00e4nden des Koalitionspartners so nichts anderes \u00fcbrig, als die Haushaltsdebatte auf Mitte Dezember zu verschieben, um die aufgekommenen Fragen zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Bei der nachfolgenden Kabinettssitzung am 29. November soll es Insidern zufolge dann zu einem handfesten Eklat gekommen sein: Nachdem Finanzminister Hubmaier einen Kompromiss vorgelegt hatte, der eine Neuverschuldung von 50 Milliarden Tropalen vorsah, drohten die WVD-Minister mit einer Absage an die von der Koalition ebenfalls geplante Einstufung von Teilen des Wei\u00dfen Gebirges und des Lomera-Regenwaldes als Naturschutzgebiet, um ihre Vorstellungen beim Haushalt durchzusetzen. Kanzler Schwalbenschwanz vertagte daraufhin die Sitzung und setzte ein Einzelgespr\u00e4ch mit den Parteivorsitzenden der drei Koalitionspartner an. Bei diesem Gespr\u00e4ch Anfang Dezember mit WVD-Chef Leonhard, BdH-Chefin Ginsterkatze und VCS-Chef Boerenberg soll die Lage nicht wirklich entspannt worden sein. Leonhard habe den anderen vorgeworfen, eine Schuldenpolitik auf dem R\u00fccken kommender Generationen zu praktizieren, und das in einer weltwirtschaftliche schwierigen Situation. VCS-Chef Boerenberg warf Leonhard daraufhin vor, die Weltwirtschaftskrise k\u00fcnstlich in die L\u00e4nge ziehen zu wollen, um eine restriktivere Sparpolitik durchsetzen zu k\u00f6nnen. Ginsterkatze wiederum erinnerte Leonhard an seine Verantwortung dem Land gegen\u00fcber, welches nur Schaden davontragen w\u00fcrde, sollte der Haushalt nicht rechtzeitig beschlossen werden. Zumal seien weder Finanzminister Hubmaier noch Wirtschaftsminister Voldemort jemals durch ungez\u00fcgelte Finanz- und Wirtschaftspolitik aufgefallen. Leonhard versprach, sich erneut mit seiner Partei auszutauschen und dann einen Standpunkt bei der n\u00e4chsten Kabinettssitzung darzulegen. Die Abstimmung \u00fcber den Haushalt wurde unterdessen ins neue Jahr verlegt, da ein Votum vor Weihnachten zeitlich nicht mehr m\u00f6glich war.<\/p>\n<p>Bei der Sitzung in der zweiten Dezemberwoche folgte dann der H\u00f6hepunkt der Eskalation: Im Beisein von K\u00f6nig Percival I., der aufgrund der wochenlangen Streitigkeiten seine Pr\u00e4senz auch angek\u00fcndigt hatte, r\u00fcckten die WVD-Kabinettsmitglieder immer noch nicht von ihrer Position ab. Daraufhin erh\u00f6hten die beiden anderen Koalitionsparteien noch einmal den Druck: Nachdem Finanzminister Hubmaier eine ausf\u00fchrliche Darlegung der Staatsfinanzen vorstellte, die eine Neuverschuldung ohne Weiteres m\u00f6glich machen, waren es Kanzler Schwalbenschwanz und K\u00f6nig Percival I., die, wohl nach vorheriger Absprache, der WVD ein Ultimatum stellten. Entweder w\u00fcrden sie Hubmaiers Kompromiss zustimmen, oder sie w\u00fcrden noch am selben Tag ihren R\u00fccktritt und damit Neuwahlen veranlassen. Dieses Ultimatum sorgte schlie\u00dflich f\u00fcr den Durchbruch, wohl auch aufgrund der bekannterma\u00dfen schlechten Umfragewerte der WVD zurzeit: Noch am selben Nachmittag bekannte sich die WVD z\u00e4hneknirschend zum Haushalt von Hubmaier, der damit Mitte Januar in der ersten Parlamentswoche des neuen Jahres beschlossen werden sollte.<\/p>\n<p>Aus der heutigen Abstimmung, insbesondere auch mit der Zustimmung der WVD zum Haushalt f\u00fcr 1822, lassen sich mehrere Dinge ableiten. Zum einen wird deutlich, dass die WVD sich bereits im Wahlkampfmodus befindet und selbst bei solch grundlegenden Fragen wie einem Haushalt den Kurs den anderen beiden Parteien immer wieder torpediert, selbst wenn diese ihnen entgegenkommen. Doch zeigt sich auch ein Machtverlust der ehemals st\u00e4rksten Fraktion im Saal der Gespenster: In vergangenen Zeiten h\u00e4tte sie sich mit ihren Vorstellungen sicherlich durchsetzen k\u00f6nnen, anstatt am Ende bei maximalem Druck klein beigeben zu m\u00fcssen. So ist der entstandene Imageschaden f\u00fcr die Partei enorm. Auf der anderen Seite haben BdH, VCS und auch K\u00f6nig Percival I. gezeigt, wie Machtpolitik funktioniert. W\u00e4hrend die VCS stets den Part des sachlich argumentierenden Teils \u00fcbernahm, der mit Zahlen und Graphiken den Haushaltsentwurf untermauerte, erh\u00f6hten BdH und der K\u00f6nig den Druck auf die WVD im Sinne einer Einigung zum Wohl des Landes. Denn ohne einen verabschiedeten Haushalt w\u00e4re die staatliche Regierung wohl noch im Januar bald zum finanziellen Ende gekommen. Eine Blockade s\u00e4mtlicher Beamtengeh\u00e4lter und der Stopp vieler dauerhafter Sozialprogramme w\u00e4ren die Folgen gewesen. Dies wurde nun gl\u00fccklicherweise verhindert.<\/p>\n<p>In der Wirtschaft und bei Sozialverb\u00e4nden kam die schlussendliche Einigung der Koalition gut an und wurde mit Erleichterung zur Kenntnis genommen, wobei durchaus Kritik am Verhalten der WVD ge\u00fcbt wurde. TROPO-Chef Nuhrhoff sagte gegen\u00fcber dem &#8222;Finanzjournal Frankenthal&#8220;: &#8222;Die Einigung der Koalition war h\u00f6chste Zeit und am Ende alternativlos. Eine Neuwahl h\u00e4tte ja die finanziellen Probleme, die durch eine Blockade entstanden w\u00e4ren, nicht gel\u00f6st. Stattdessen h\u00e4tte man sich irgendwie mit einem Nothaushalt behelfen m\u00fcssen. Es ist gut, dass es nicht dazu gekommen ist. Was das Verhalten der WVD angeht, halte ich ihr Vorgehen deshalb f\u00fcr kritisch, weil sie als immer noch amtierende Koalitionspartei ihre exekutive Macht daf\u00fcr nutzt, Wahlkampf zu betreiben, und das in einem Bereich, der essentiell f\u00fcr das Funktionieren unseres Staates ist. Wenn man k\u00fcnftige Haushalte anders strukturieren m\u00f6chte, ist das ihr gutes Recht, das im Wahlkampf dieses Jahr zu forcieren, aber nicht bei einem bereits fertiggestellten Haushaltspaket, an deren Entwicklung sie im Vorfeld ja auch beteiligt waren.&#8220; Der Vorsitzende des Verbands der Meadowhousischen Sozialversicherungen (VMS), Alois Buhlmann, \u00e4u\u00dferte sich ebenfalls erleichtert: &#8222;Durch den nun verabschiedeten Haushalt bleibt Millionen von Menschen das dringend notwendige Kapital erhalten, auf das sie Monat f\u00fcr Monat angewiesen sind, weil sie entweder erwerbsunf\u00e4hig sind, weil sie arbeitslos sind oder in schlecht bezahlten Jobs arbeiten. Gerade im Bereich der Sozialvorsorge war diese Einigung essentiell. Das Verhalten der WVD ist gerade gegen\u00fcber den unteren Schichten unseres Staates ein Schlag ins Gesicht.&#8220;<\/p>\n<p>Auch von wirtschaftlichen und politischen Experten wurde der Schritt zur Einigung positiv bewertet. Prof. Dr. Hugo Mahrfeld, Inhaber des Lehrstuhls f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Wirtschaftspolitik an der Universit\u00e4t Rubinburgh, sagte gegen\u00fcber dem &#8222;Karlsburger Isenfischer&#8220;: &#8222;Hier hat Vernunft \u00fcber Wahlkampf gesiegt. Meadowhouse steht zurzeit wirtschaftlich au\u00dferordentlich solide dar, insbesondere vor dem Hintergrund der turbulenten j\u00fcngeren Vergangenheit. Die Zinsen f\u00fcr neue Schulden sind durch die Geldpolitik der Reichszentralbanken vieler Staaten sehr niedrig, die Zeit f\u00fcr Investitionen ist genau jetzt. Schaut man sich die Neuverschuldung im aktuellen Haushaltspaket an, so wird deutlich, dass alle aufgenommenen Schulden im derzeitigen niedrigen Zinsniveau langfristig finanziert werden. Das hei\u00dft, selbst wenn die Zinsen kurz- oder mittelfristig wieder steigen, gilt das nicht f\u00fcr die aufgenommenen Schuldensummen dieses Haushalts. Zudem haben wir ein solides Wirtschaftswachstum, das wohl in diesem Jahr noch einmal anziehen wird, eine au\u00dferordentliche Innovationsdynamik, wie man an den im Vergleich zu 1820 um 16% mehr angemeldeten Patenten des vergangenen Jahres sehen kann, und eine sinkende Arbeitslosigkeit. Die WVD sollte ihre Fiskalpolitik dringend \u00fcberdenken, \u00e4hnlich wie es die VCS nach ihrer Wahlschlappe 1814 gemacht hat. Schuldenfreiheit, wie es Meadowhouse in den Jahren 1810 bis 1813 geschafft hat, ging damals zu einem Gro\u00dfteil nur, weil der Staat gerade gegr\u00fcndet wurde und viele funktionierende Industrieanlagen von Gr\u00fcnland \u00fcbernehmen konnte. Mittlerweile hat sich das ge\u00e4ndert, aber Meadowhouse steht mit einer Verschuldung von 23% am BIP deutlich besser dar, als viele Top-Industrienationen wie Mittelland, Paradies oder Miwan.&#8220;<\/p>\n<p>Insgesamt zeigt die schwierige Findung einer Zustimmung der WVD zum Haushalt f\u00fcr 1822 wohl vor allem eines: Der Wahlkampf f\u00fcr das Superwahljahr ist auch im Bereich der Wirtschaftspolitik er\u00f6ffnet. Dabei scheint die WVD zu versuchen, die fiskalpolitisch auch nicht gerade freigiebige VCS mit noch strikteren Sparma\u00dfnahmen \u00fcbertrumpfen zu wollen, um potentiell abgewanderte W\u00e4hler zur\u00fcckzugewinnen. Ob ihr das mit dieser Taktik gelingen wird, scheint, auch angesichts der wirtschaftlichen Realit\u00e4t fraglich. Sicher ist nur, dass die Gr\u00e4ben in der Koalition wohl noch nie so tief waren und dass auf alle Beteiligten noch ein schweres halbes Jahr des Regierens zukommt, ehe die Reichswahlen die politischen Karten neu mischen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Urteil im IBM-Prozess gefallen &#8211; lange Haftstrafen f\u00fcr Ex-Vorst\u00e4nde und Aufsichtsr\u00e4te<\/strong><\/p>\n<p>Die Zerschlagung der Investmentbank Meadowhouse war bereits im August beschlossene Sache. Mehrere in- und ausl\u00e4ndische Banken und Investmentfonds rissen sich die Gesch\u00e4ftsbereiche der ehemals drittgr\u00f6\u00dften meadowhousischen Bank unter den Nagel, die damit faktisch von der Landkarte der Weltwirtschaft verschwand. Nun sind im Prozess gegen die wegen Marktmanipulation und Untreue in mehreren F\u00e4llen angeklagten ehemaligen Vorst\u00e4nde, Aufsichtsr\u00e4te und Mitarbeiter die Urteile gesprochen worden. Manch einer kam mit einer verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig milden Strafe davon, die prominenten Namen erhielten jedoch teilweise lange Haftstrafen.<\/p>\n<p>Blicken wir zur\u00fcck auf den Herbst 1819. Damals ermittelten Straffahnder weltweit gegen die Investmentbank Meadowhouse, die mittell\u00e4ndische Invest Capitol, die miwanische Lux-Commerz und die paradiesische PWG unter dem Verdacht der Marktmanipulation. Die Banken sollten mithilfe sogenannten &#8222;Spoofings&#8220;, also Scheinangeboten und -nachfragen, den Gold- und Silberpreis auf dem Weltmarkt gezielt erh\u00f6ht und gesenkt haben, um mit ihren Wetten auf jene Bewegungen Profit zu machen. Im Laufe der Ermittlungen wurden auch Vorstandsboss Rolf Klinghaus und Aufsichtsratchef Karl-Heinz Wiesenblom verhaftet. Sp\u00e4ter stellte sich heraus, dass in der gesamten Bank Kenntnis \u00fcber die Vorg\u00e4nge herrschte und interne Warnsysteme abgeschaltet oder mindestens ignoriert wurden. F\u00fchrende Mitarbeiter h\u00e4tten eine &#8222;Kultur der Angst&#8220; geschaffen, es existieren Aufnahmen von Schulungsvideos, in denen Abteilungsleiter davon reden, der Konkurrenz &#8222;das Herz herausrei\u00dfen&#8220; zu wollen und &#8222;es vor ihren Augen auf(zu)essen&#8220;. Dadurch waren Mitarbeiter bereit, \u00fcber die Grenzen der Legalit\u00e4t hinauszugehen und unerlaubte Methoden anzuwenden. So war das Ergebnis der Ermittler und einer unabh\u00e4ngigen Untersuchungskommission, die der Zaubererrat initiiert hatte. Federf\u00fchrend war dabei der Vorstandschef Klinghaus. Er hatte immer wieder schriftliche Anweisungen hinterlassen, die die Manipulationen beinhalteten und als &#8222;Kreativit\u00e4t&#8220; bezeichneten. Er erhielt auch die l\u00e4ngste Haftstrafe. Die Richter am Finanzgerichtshof des Weltbundes in Schneckdies verurteilten den 53-j\u00e4hrigen geb\u00fcrtigen Amariller zu sieben Jahren Haft. Seine Verteidiger legten allerdings Revision ein.<\/p>\n<p>Hart traf es auch den Aufsichtsratchef Wiesenblom. Dieser hatte von den Manipulationen gewusst, was interne Dokumente eindeutig belegten, sie aber toleriert und in einer privaten Mail an Klinghaus sogar goutiert. Dort hie\u00df es, dass &#8222;der Kuchen immer gr\u00f6\u00dfer&#8220; werde und &#8222;die IBM einen L\u00f6wenanteil am Kuchen haben muss&#8220;. Ihn verurteilte das Gericht zu vier Jahren Haft, von denen 18 Monate auf Bew\u00e4hrung ausgesetzt wurden. Hier gingen die Verteidiger nicht in Revision. Des Weiteren wurden vier f\u00fchrende Manager der IBM zu Haft- und Bew\u00e4hrungsstrafen verurteilt, sowie acht unterstellte Mitarbeiter zu Geldstrafen in teilweise empfindlicher H\u00f6he von bis zu 500.000 Schillingen, umgerechnet rund 487.000 Tropalen. Damit ist das letzte Kapitel im Manipulationsskandal um die Investmentbank so gut wie abgeschlossen. Insgesamt wurden in diesem Skandal ein Schaden von rund 28 Milliarden Schillingen verursacht. Wiesenblom und Klinghaus \u00e4u\u00dferten sich nicht \u00f6ffentlich, lie\u00dfen aber durch ihre Anw\u00e4lte durchblicken, dass eine &#8222;Hetzjagd&#8220; auf sie veranstaltet wurde und die Stimmung gegen sie durch die Medien &#8222;k\u00fcnstlich erhitzt&#8220; wurde, die die Richter &#8222;in ihrer Neutralit\u00e4t beeinflusst&#8220; habe. Doch nicht nur die Investmentbank Meadowhouse war in den Skandal verwickelt und auch andere involvierte Banken traf es in den Gerichtsverhandlungen hart.<\/p>\n<p>Obwohl die IBM nach allgemeinen Ansichten federf\u00fchrend bei den Betr\u00fcgereien war, erhielten auch Banker und Manager von anderen Instituten Haftstrafen. Bei der paradiesischen PWG, ironischerweise eine der Banken, die 1817 nach dem Kollaps der Capital Reserve noch ums \u00dcberleben k\u00e4mpfen musste, liefen \u00e4hnliche Dinge ab, wie in Frankenthal. Dort hatten zwei Vorst\u00e4nde, zust\u00e4ndig f\u00fcr Realinvestments und Anleihestrategien, die Preisbeeinflussungen in Auftrag gegeben und sogar &#8222;Workshops&#8220; angeboten, wie man diese Aktionen effektiv verschleiert. Von der PWG kam damals jedoch auch ein anonymer Hinweis, der den bereits bestehenden Verdacht der Marktmanipulation seitens der SCHILL-B\u00f6rsenaufsicht entscheidend erh\u00e4rtete. Die beiden Vorst\u00e4nde wurden zu f\u00fcnf beziehungsweise dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, zwei weitere Manager erhielten Bew\u00e4hrungsstrafen. Auch Mitarbeiter der miwanischen Lux-Commerz wurden zu Bew\u00e4hrungsstrafen verurteilt. Diese Bank ist eine der gr\u00f6\u00dften weltweiten Player, wenn es um Gesch\u00e4fte mit Realobjekten geht, wie etwa Immobilien, aber auch Edelmetallen und anderen Rohstoffen. Das Ansehen hatte bereits stark durch die erhobenen Vorw\u00fcrfe gelitten, anders als bei der PWG ist hier eine Zerschlagung der Bank noch nicht vom Tisch. Im Prozess um die ebenfalls beteiligte Invest Capitol mit Sitz in Borgarnes kamen die Angeklagten gr\u00f6\u00dftenteils mit milden Strafen davon. Hier ging es um die Anwendung von Insiderwissen und Verschleierung einer Straftat. Dort herrschte Kenntnis \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der anderen Banken und die bestens informierte Invest Capitol gab n\u00fctzliches Wissen an die PWG weiter, die damit wiederum mit der IBM und der Lux-Commerz handelte. Drei der insgesamt sechs Angeklagten wurden zu Geldstrafen verurteilt, eine F\u00fchrungskraft erhielt eine Bew\u00e4hrungsstrafe und zwei wurden mangels Beweislast freigesprochen. Die Zukunft der Bank ist allerdings gesichert und es wird hier nicht zu weiteren Verfahren oder Zerschlagungen kommen.<\/p>\n<p>Die Investmentbank Meadowhouse ist damit nun endg\u00fcltig Geschichte. 1811 ging sie aus der gr\u00fcnl\u00e4ndischen InvestWiesenhausen hervor und war damals bereits stark in Wiesenhausen verwurzelt. Mit dem Aufschwung vom neuen Staat Meadowhouse wuchs auch ihre Rolle in der Welt und diejenigen, die die Bank gro\u00df machten waren nun auch diejenigen, die sie zu Fall brachten. Klinghaus und Wiesenblom geh\u00f6rten der Bank seit 1802 beziehungsweise 1808 an und internationalisierten das Haus im vergangenen Jahrzehnt immer mehr. Am Ende stieg ihr \u00dcbermut in Sph\u00e4ren, die von allem, was 99 Prozent der Bev\u00f6lkerung betrifft, so weit entfernt war, dass man sich als normal Sterblicher wohl kaum noch in diese M\u00e4nner hineinversetzen kann. Und die zudem auch nicht mehr legal waren. Profit ging \u00fcber alles und es wurden Manipulationen vorgenommen zu einer Zeit, in dem jeder mehr auf Realobjekte als Investition setzte als auf reine Versprechen. Das nutzte der &#8222;Betr\u00fcgerring&#8220; aus IBM, Lux-Commerz, PWG und Invest Capitol schamlos aus, um sich so vor einer vermeintlichen Schieflage retten zu k\u00f6nnen. Ironischer- und auch verdienterweise schaufelten sich einige damit ihr eigenes Grab. Schade ist es um all die ehrlichen Mitarbeiter des Hauses, die bereits seit rund zwei Jahren auf Arbeitssuche sind und hoffentlich inzwischen neue Besch\u00e4ftigungen aufgenommen haben. Bleibt nach diesem weltumspannenden Skandal die Hoffnung, dass die Strafen eine abschreckende Wirkung auf all diejenigen haben, die \u00c4hnliches im Sinn haben. Je weniger Arbeit f\u00fcr den Zaubererrat und die Gerichte, desto besser ist dies f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Meadowhouse ger\u00e4t in Sachen Titanien-Union st\u00e4rker unter Druck<\/strong><\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4che \u00fcber eine m\u00f6gliche Wirtschaftsunion in Titanien stockten zuletzt. Im November w\u00e4hlten zun\u00e4chst die Staaten, aus deren Regierungen die Vorst\u00f6\u00dfe \u00fcber eine Gemeinschaft nach atcanischem Vorbild kamen, neue Parlamente. Thomas Bremersen und Felix Westerholz wurden beide wiedergew\u00e4hlt und zwar auch so, dass sie eine breite Mehrheit im eigenen Land hinter sich versammeln konnten und eine gest\u00e4rkte Verhandlungsposition einnahmen. Atlantis und Westparadies nahmen zum Monatswechsel hin wieder verst\u00e4rkt Gespr\u00e4che auf, versammelten dazu zu einem Gipfel in Ranjos alle interessierten Staaten, die durch ihre Repr\u00e4sentanten eingeladen waren. Auch K\u00f6nig Percival I. war dabei &#8211; und geriet in ein Meer an Kritik. Der Vorwurf: Er und Meadowhouse nehme die Verantwortung als Weltstaat nicht ernst.<\/p>\n<p>Vielleicht noch einmal zur Erinnerung. Im Juni letzten Jahres hatten sich Bremersen und Westerholz getroffen, schlugen ganz \u00f6ffentlich eine Wirtschaftsunion nach dem Vorbild der Atca-Union vor und luden zu Sondierungsgespr\u00e4chen ein. Dies l\u00f6ste heftige Reaktionen aus, teils positive, freudestrahlende, teils auch kritische und manchmal auch gar polemische. Unterst\u00fctzt wurden Westerholz und Bremersen unter anderem von Weltherrscher Apfulkrax, Wirtschaftsdromorniss Fatra und Innendromorniss Moleskar, sprich den drei m\u00e4chtigsten M\u00e4nnern der Welt. Mehr R\u00fcckenwind ging im Prinzip nicht. Vor allem Fatra pochte auf eine baldige Aufnahme von Verhandlungen, er hatte bereits federf\u00fchrend bei der Gr\u00fcndung der Atca-Union mitgeholfen. Die meadowhousische Regierung zeigte sich damals \u00fcberrumpelt. K\u00f6nig Percival sei &#8222;\u00fcberrascht&#8220; gewesen vom Vorsto\u00df der beiden Staatschefs, hatte sich aber grunds\u00e4tzlich interessiert und offen gezeigt. Der BdH und vor allem Kanzler Schwalbenschwanz und Wirtschaftsminister Voldemort waren direkt etwas begeisterter, VCS und WVD waren jedoch sofort kritisch eingestellt und sorgten sich um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der meadowhousischen Wirtschaft, insbesondere des Mittelstands. Im Anschluss eierte Meadowhouse oft herum, bis im September dann eine Verfassungs\u00e4nderung die Bedingungen f\u00fcr eine Titanien-Union aus meadowhousischer Sicht klar absteckte. Bereits damals reagierte man im Ausland bestenfalls reserviert, beim Gipfeltreffen in der atlantischen Hauptstadt eskalierte die Situation dann aber. Meadowhouse wurde Egoismus auf Kosten des internationalen Wohlstands vorgeworfen und das Vergessen des Innehabens einer Sonderrolle im weltweiten Politikgeschehen. Vor allem dass sich Meadowhouse nur einen partiell freien Handel vorstellen kann, wurde scharf kritisiert. Die \u00c4nderung des Artikel 90a der MRV sorgte ebenfalls f\u00fcr Gespr\u00e4chsstoff, viele waren der Meinung, Meadowhouse k\u00f6nne bereits jetzt kein vollwertiges Mitglied einer Wirtschaftsunion werden. Mit der Verfassungs\u00e4nderung hatte Meadowhouse festgelegt, dass Vertr\u00e4ge im Rahmen einer Wirtschaftsunion nicht zulasten bereits geschlossener bilateraler Vertr\u00e4ge aufgesetzt werden d\u00fcrfen. Im Ausland sorgte dies f\u00fcr Unverst\u00e4ndnis, da Multilateralit\u00e4t die Neuverhandlung bereits geschlossener Vertr\u00e4ge indirekt impliziere. So wurde der Ton rau beim Gipfel in Ranjos, K\u00f6nig Percival sah sich heftiger Kritik ausgesetzt.<\/p>\n<p>&#8222;Es waren sehr intensive Debatten&#8220;, besch\u00f6nigte der K\u00f6nig die Sachlage. Auch vor der versammelten Presse auf der PK nach dem Gipfel wiederholte er das, was er nach eigener Aussage bereits w\u00e4hrend der Gespr\u00e4che gekontert hatte: &#8222;Ich betone auch vor Ihnen gerne nochmals, dass ich in erster Linie Verantwortung f\u00fcr 912 Millionen Menschen in Meadowhouse, denn die haben mich legitimiert. Ich kann mich nicht erinnern, dass mich Staats- oder Regierungschefs anderer L\u00e4nder zum meadowhousischen K\u00f6nig gew\u00e4hlt haben.&#8220; Besonders harsch war nach Insiderwissen wohl der Gegenwind aus S\u00fcdtitanien. Dort sind viele Staaten sehr f\u00fcr eine Titanien-Union, so waren auch die Stimmen zu beurteilen. Fantasios Kanzler Jan Kaskos mahnte an: &#8222;Protektionsismus geh\u00f6rt der Vergangenheit an. Er wird uns nicht bei der Erweiterung des Wohlstands auf der Welt, ich erinnere hier an das Projekt Treppe 1830, helfen. Und dies wird uns vor allem dann nicht gelingen, wenn wir uns \u00fcber andere, vermeintlich schw\u00e4chere Volkswirtschaften hinweg erheben. Damit meine ich gerade die Staaten, die in den letzten Jahren besonders von der Globalisierung profitiert haben.&#8220; Bei allem Z\u00fcndstoff gab es jedoch auch Ergebnisse des Gipfels. Zun\u00e4chst einigte man sich verbindlich darauf, sich weiter regelm\u00e4\u00dfig zu treffen und Videokonferenzen abzuhalten. Und ganz nebenbei wurde auch das gro\u00dfe Reizthema Einheitsw\u00e4hrung vom Tisch geschafft. Man verst\u00e4ndigte sich, nach Insiderinformationen auch einstimmig, darauf, dass die nationalen W\u00e4hrungen beibehalten werden sollen. Dies h\u00e4tte mehrere Staaten vor einer Wirtschaftsunion vergrault, vor allem Meadowhouse hatte auf eine L\u00f6sung in dieser Frage gepocht. Finanzminister Heinrich Hubmaier zeigte sich sehr erfreut \u00fcber diese Tatsache und sah die Chancen f\u00fcr die Teilnahme an einer Union dadurch gestiegen. &#8222;Den Tropal h\u00e4tten wir nicht aufs Spiel gesetzt, es ist gut, dass diese Frage direkt gekl\u00e4rt wurde.&#8220; Gleichzeitig kritisierte er den harschen Ton w\u00e4hrend der Verhandlungen: &#8222;Wir sollten alle aufpassen, dass wir nicht anfangen, gegenseitig unser Revier zu markieren, anstatt das Ziel im Auge zu behalten. Und wir haben alle ein gemeinsames Ziel, das ist auch nicht so oft der Fall in der Weltpolitik.&#8220; Ein weiterer Punkt, der zumindest in Teilen gekl\u00e4rt wurde, war die Freiz\u00fcgigkeit. Man einigte sich zun\u00e4chst m\u00fcndlich darauf, dass Grenzkontrollen innerhalb einer Titanien-Union wegfallen sollen, Einreisegenehmigungen sollen ebenfalls abgeschafft werden. Dies ist jedoch bislang nicht verbindlich, jedoch soll dieser Punkt in Schriftform bei einem der n\u00e4chsten Treffen festgehalten werden. Auch das sorgte in Meadowhouse f\u00fcr positive Reaktionen. Erste Ministerin Geraldine Ginsterkatze bezeichnete es als &#8222;das wichtigste f\u00fcr die Menschen, die in einer Titanien-Union leben w\u00fcrden. Es w\u00fcrde alle V\u00f6lker n\u00e4her zusammenr\u00fccken und den interkulturellen Austausch f\u00f6rdern. Dies ist auch im Hinblick auf Frieden und Stabilit\u00e4t mehr als nur wertvoll&#8220;. Das heikle Thema Zollfreiheit umging man bei diesem Treffen allerdings zun\u00e4chst noch, dies h\u00e4tte wohl auch bei Meadowhouse f\u00fcr weitere Diskussionspunkte gesorgt. Erstaunlicherweise hielt sich die Weltregierung diesmal zur\u00fcck mit \u00f6ffentlichen Statements, selbst Velka Fatra \u00e4u\u00dferte sich nicht.<\/p>\n<p>Jedoch war Meadowhouse nicht der einzige Staat, der f\u00fcr seine Haltung kritisiert wurde. Auch Gr\u00fcnland hat \u00e4hnliche Ansichten wie Meadowhouse, ebenso Magabienien und auch Whale stellten Bedingungen f\u00fcr eine Teilnahme. Die Kritik an Meadowhouse fiel jedoch heftiger aus, als bei den anderen Regierungen. Bei Reichskanzler Schwalbenschwanz sorgte das f\u00fcr neue Kritik: &#8222;Man hat von uns als der Staat, in dem die Weltregierung sitzt, wohl mehr Begeisterung und weniger Bedenken erwartet. Jedoch wird dabei gerne vergessen, dass wir nicht der Verwalter und Gestalter von Fragen in der Weltpolitik sind, das ist die Weltregierung. Wie K\u00f6nig Percival gesagt hat, sehen wir als erstes die Menschen, die in Meadowhouse leben. Das sollten alle, die uns Protektionismus vorwerfen, bitte beachten.&#8220; Allerdings ist Meadowhouse wie kein anderer Staat vorgeprescht, in dem K\u00f6nig und Kabinett die Verfassungs\u00e4nderung durchgeboxt haben und damit andere L\u00e4nder verprellt haben, in dem sie sie vor vollendete Tatsachen gestellt haben. Meadowhouse ger\u00e4t nun mehr und mehr unter Druck, eine Nichtteilnahme an einer Wirtschaftsunion w\u00e4re wohl nicht nur eine verpasste Chance auf mehr Wohlstand, sondern vor allem auch eine Schw\u00e4chung der eigenen Position in der Welt. Das Ansehen Meadowhouse&#8216; hat bereits jetzt sehr gelitten, K\u00f6nig und Koalition haben sich in eine Zwickm\u00fchle man\u00f6vriert. Entweder sie m\u00fcssen ihre Positionen und vielleicht sogar die Verfassungs\u00e4nderung revidieren und ein riesiger Vertrauensverlust hinsichtlich der Wahlen im kommenden Jahr w\u00e4ren das Resultat. Oder aber sie beharren auf ihren Forderungen und gef\u00e4hrden damit die Rolle Meadowhouse&#8216; auf der Lieben Welt. Das Bild, welches die Regierung derweil im In- und Ausland abgibt, ist leider nur mit desastr\u00f6s zu beschreiben. Zun\u00e4chst schien man vollkommen unvorbereitet, \u00fcberrumpelt und kurzatmig, dann fuhr man einen Schlingerkurs, in dem es mal hie\u00df, man werde sehr wahrscheinlich teilnehmen, mal dass es ohne gewisse Rahmenbedingungen keinen Sinn mache. Bis man drei Monate sp\u00e4ter alle \u00dcberlegungen mit dem Vorschlaghammer zerschlug und daf\u00fcr extra eine umstrittene Verfassungs\u00e4nderung durchf\u00fchrte, scheinbar ohne jede Ber\u00fccksichtigung der Wirkung nach au\u00dfen hin. Dies hat andere Staaten so verprellt, dass einige bereits keine Lust mehr auf eine Teilnahme Meadowhouse&#8216; an der Titanien-Union haben. Man scheint &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; das Verhalten des Erde-Partnerlands Gro\u00dfbritannien nachzuahmen. Als dort eine Wirtschaftsunion gegr\u00fcndet wurde, nahm Gro\u00dfbritannien nur unter gro\u00dfem Z\u00f6gern und mit vielen kleinen Extra-Regelungen teil. Diese Extra-Regelungen wurden mit der Zeit immer mehr, die Stimmung immer schlechter, das Ansehen Gro\u00dfbritanniens sank ins Bodenlose und vor viereinhalb Jahren beschloss man den Austritt, der erst nach qu\u00e4lend langen Verhandlungen Anfang des Jahres realisiert wurde. Ein abschreckendes Beispiel, dem man in Meadowhouse in keinem Fall nacheifern sollte. Noch ist ein solches Desaster abzuwenden. Nun sollte man daf\u00fcr schleunigst die Weichen stellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zaubererrat zieht gemischtes Fazit nach knapp zweij\u00e4hriger Arbeit<\/strong><\/p>\n<p>Der Zaubererrat &#8211; ein langes Thema in der meadowhousischen Politikgeschichte. Zuerst war er geplant als \u00fcbergeordnetes Kontrollorgan f\u00fcr die Aktionen der meadowhousischen Regierung inklusive des K\u00f6nigs, was seinerzeit noch K\u00f6nig Johannes I. verhinderte. Lange schien die Debatte um diesen &#8222;Rat der Weisen&#8220; tot, doch der frisch gew\u00e4hlte K\u00f6nig Percival I. belebte die Gespr\u00e4che wieder. So wurde aus dem Zaubererrat ein Kontrollorgan f\u00fcr die meadowhousische Wirtschaft und insbesondere die Finanzwirtschaft, die 1817 die weltweite Konjunktur in eine schwere Krise gest\u00fcrzt hatte. Er sollte nun die meadowhousischen Banken, Gro\u00dfkonzerne und Versicherungsunternehmen \u00fcberwachen. Wie diese \u00dcberwachung vonstatten gehen sollte, war jedoch zun\u00e4chst unklar. Am Ende verst\u00e4ndigte man sich auf das Studieren von Bilanzen, Pr\u00fcfen von Businesspl\u00e4nen und eine Beleuchtung von internen Strukturen als zentrale Aufgaben. Viel Arbeit f\u00fcr den zw\u00f6lfk\u00f6pfigen Rat, dessen Vorsitzender der wohl gr\u00f6\u00dfte Zauberer des Landes ist. Albus Wulfric Brian Dumbledore, Pr\u00e4sident der BEFIM und &#8211; ganz nebenbei &#8211; Bildungsdromorniss im Palaces Monda, sollte nach Meinung Vieler bereits voll mit Arbeit ausgelastet sein, doch ganz nach Wiesenhausener Mentalit\u00e4t nahm er auch diese Aufgabe zus\u00e4tzlich wahr. Nun legte der Zaubererrat seinen allerersten Bericht vor und zieht ein gemischtes Fazit. Vieles laufe anders als noch vor dem B\u00f6rsencrash 1817, allerdings gebe es nach wie vor zu viele Schlupfl\u00f6cher, die die entsprechenden Konzerne und Banken gerne ausnutzen w\u00fcrden und so einen erneuten Crash heraufbeschw\u00f6ren k\u00f6nnten. Einen Lerneffekt k\u00f6nne man nicht erkennen, so urteilte der Rat.<\/p>\n<p>Dass der Zaubererrat nun ein solches Fazit in seinem rund 400 Seiten langen Bericht zieht, kann eigentlich niemanden wirklich \u00fcberraschen, geschweige denn zufriedenstellen. Ratsvorsitzender Dumbledore erkl\u00e4rte auf der Vorstellung des Papiers, man wolle der Regierung ausdr\u00fccklich keine Handelsempfehlung geben, man w\u00fcrde lediglich die Ergebnisse der Arbeit des Rats nach Burg Daunenfels weiterleiten. &#8222;Was die handelnden Personen dann damit anstellen, ist eindeutig ihre Sache, das m\u00f6chte ich hier ganz klar betonen.&#8220; K\u00f6nig Percival I. nahm den Bericht unter der Teilnahme von zig Journalisten und Fotografen staatsm\u00e4nnisch entgegen. Er machte klar, wie sehr er die Arbeit des Rats sch\u00e4tze und wie wichtig ihm dessen Meinung sei: &#8222;Ins Leere gehen wird dieser Bericht sicherlich nicht. Er wird uns Gespr\u00e4chsstoff f\u00fcr die n\u00e4chsten Wochen und Monate liefern und uns zum Handeln bewegen, da bin ich mir sicher&#8220;, kommentierte der K\u00f6nig in die Mikrofone, die ihm unter die Nase gehalten wurden. Doch was genau stand jetzt also in dem Papier, was der Rat w\u00e4hrend seiner bisher knapp zweij\u00e4hrigen Arbeit erarbeitet hatte? Beginnen wir zun\u00e4chst mit den positiven Meldungen und den wichtigsten Kernaussagen.<\/p>\n<p><em>&#8222;Die meadowhousischen Banken legen wesentlich mehr Geld zur\u00fcck und st\u00e4rken ihr Eigenkapital.&#8220;<\/em><br \/>\nW\u00e4hrend der Rezession war festgestellt worden, dass die meadowhousischen Banken ein massives Eigenkapital-Problem aufweisen. Insbesondere bei der Schieflage der Meadowhousischen Staatskasse Anfang 1818 wurde dies deutlich, da die Kasse nur etwa 4% ihrer Bilanzsumme in ihrem Eigenkapital hielt und so f\u00fcr Insolvenzen extrem anf\u00e4llig war. Diese Tendenz wurde auch bei anderen Banken festgestellt, wie etwa der Investmentbank Meadowhouse, die am Ende sogar f\u00fcr kriminelle Machenschaften ins Visier der Justiz geriet. Der Zaubererrat recherchierte ausf\u00fchrlich in den Bilanzen der meadowhousischen Banken am TROPO und an den internationalen Aktienm\u00e4rkten und entdeckte dabei Frappierendes: &#8222;Wir mussten feststellen, dass von den von uns untersuchten Banken ein Anteil von 75% eine Eigenkapitalquote von unter 10 % aufweist. Der h\u00f6chste Wert lag w\u00e4hrend der gesamten Untersuchung bei 24%. Das birgt Risiken, die eine weltweite Finanzkrise langfristig beinahe unausweichlich machen&#8220;, sagte Dumbledore. In den letzten Jahren mache sich jedoch ein Umdenken bei den Banken bemerkbar. &#8222;Der Anteil hat sich seit dem Gesch\u00e4ftsjahr 1817 kontinuierlich verringert. Aktuell haben nur noch 54% eine Eigenkapitalquote von unter 10%. Dies ist der Stand des dritten Quartals diesen Jahres&#8220;, beschrieb der Ratsvorsitzende und Bildungsdromorniss die Entwicklung. Dies sei ein eindeutig positiver Trend, der beibehalten werden m\u00fcsse. &#8222;54% reichen hier jedoch noch l\u00e4ngst nicht aus. Die Tendenz ist positiv, aber wir sind noch nicht \u00fcber den Berg, was diese Gefahr angeht.&#8220;<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Macht einzelner Fonds und Ratingagenturen geht zur\u00fcck.&#8220; <\/em><br \/>\nDer Zaubererrat stellte unter anderem 1818 fest, das einzelne Ratingagenturen und Fonds zu viel Macht auf sich vereint hatten. Zudem waren diese teilweise zu eng verwoben mit einzelnen Banken und Versicherern, sodass die Neutralit\u00e4t von Ratingagenturen durchaus angezweifelt werden konnte. &#8222;Die Agentur TerraCommerz beispielsweise vergab von 1812 bis 1817 in massiver Art und Weise positive Bewertungen an mittell\u00e4ndische Kreditunternehmen. Konkurrenten dieser Unternehmen wurden von TerraCommerz oft schlecht bewertet&#8220;, kommentierte Dumbledore mit erheblichen Sorgenfalten im Gesicht. Durch die Aufl\u00f6sung vieler undurchsichtiger Strukturen noch unter der Regentschaft eines Wirtschaftsdromorniss&#8216; Wilfried Betz und Finanzdromorniss Lord Knackser sei diese Verhandlungsmacht einzelner Institutionen sp\u00fcrbar gesunken. Auch sei das Vertrauen in Hedge-Fonds mit hohen Gewinnversprechen deutlich zur\u00fcckgegangen, was ebenfalls zu einem Verlust der Monopolposition gewisser Fonds gef\u00fchrt habe, da diese nun neue Strategien zur Gewinnung neuer Kunden generieren m\u00fcssten. &#8222;Generell kann man sagen, dass die meadowhousische Wirtschaft im Jahre 1820 nicht mehr von dem guten Willen und der Seri\u00f6sit\u00e4t einzelner Fonds und Interessensgruppen abh\u00e4ngig ist, wie noch 1817. Auch dies ist ein sehr positiver Effekt, der sich eingestellt hat&#8220;, paraphrasierte Dumbledore.<\/p>\n<p>Allerdings gab es auch durchaus negative Entwicklungen, die Sorgen bereiten, wie der Zaubererrat herausfand. Wir haben davon die wichtigsten zusammengefasst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Zockermentalit\u00e4t an den B\u00f6rsen existiert nach wie vor.&#8220;<br \/>\n<\/em>Dumbledore bem\u00e4ngelte die fehlende Einsicht im Wertpapierhandel am TROPO. Dort gebe es nach wie vor eine klare Tendenz zur Risikobereitschaft f\u00fcr die M\u00f6glichkeit hoher Gewinnaussch\u00fcttungen. &#8222;Risikoavers ist an der B\u00f6rse in Meadowhouse so gut wie niemand, au\u00dfer vielleicht private Kleinanleger&#8220;, stellte er klar. &#8222;Es wird nach wie vor in Kauf genommen, dass man sich selbst oder jemand anderem faule Eier ins Nest legt, wie es so sch\u00f6n hei\u00dft, nur um eventuell eine hohe Rendite herzustellen.&#8220; Das gelte f\u00fcr Unternehmen, ebenso wie f\u00fcr Privatanleger, die etwas Geld f\u00fcrs Zocken \u00fcbrig h\u00e4tten. Dumbledore prangerte an, dass es in Meadowhouse nach wie vor keine Unterscheidung in der Besteuerung gebe, ob es sich um ein kurzfristiges oder ein langfristiges Halten von Aktien handelt. &#8222;Hier sind uns andere Staaten klar voraus.&#8220; Es gab damit also doch eine subtile Handlungsempfehlung an die meadowhousische Regierung. Eine bessere Unterscheidung des Zwecks des Aktienhandels m\u00fcsse geschaffen werden. Dumbledore sprach weiter \u00fcber die Folgen einer zu gro\u00dfen Risikobereitschaft am Aktienmarkt: &#8222;Dadurch, dass eine hohe Rendite in den meisten F\u00e4llen mit einem sehr hohen Risiko verbunden ist, ist ein Wirtschaftswachstum auch immer gleichzeitig ein Risikowachstum. Man kann also nur mit einer gewissen Sorge ein Wachstum der Wirtschaft betrachten, was eigentlich nicht Sinn der Sache sein sollte.&#8220; Ein konkretes Rezept, wie man die Einstellung am TROPO \u00e4ndern k\u00f6nne, h\u00e4tte er jedoch auch nicht. &#8222;Da m\u00fcssen wir als Gesellschaft handeln. Es ist eine Sache von Akzeptanz und \u00c4chtung, die wir hier noch st\u00e4rker polarisieren sollten.&#8220; Dass die B\u00f6rsianer aus dem Crash von vor drei Jahren gelernt h\u00e4tten, sei jedoch leider ein sch\u00f6ner Traum von Vision\u00e4ren geblieben. &#8222;Wir m\u00fcssen feststellen, dass Gier und R\u00fccksichtslosigkeit nach wie vor elementare Bestandteile des B\u00f6rsengeschehens sind und insbesondere des Investmentbankings.&#8220;<\/p>\n<p><em>&#8222;Gesetzesl\u00fccken bestehen nach wie vor und werden gnadenlos ausgenutzt.&#8220; <\/em><br \/>\nDer Politik K\u00f6nig Percivals halte er zugute, dass sie vieles, was im Kapitalismus falsch l\u00e4uft, erkannt hat und dagegen vorgeht. Jedoch m\u00fcssen nicht nur Organe zur \u00dcberwachung eingef\u00fchrt werden, wie vor allem das, dem Dumbledore selbst vorsitzt, sondern auch der Gesetzgeber m\u00fcsse entsprechende Vorgaben und Leitplanken schaffen. &#8222;Eigentlich sind wir in Meadowhouse mit unseren Kapitalmarktgesetzen sehr gut aufgestellt&#8220;, bemerkte der Bildungsdromorniss. Jedoch hapere es an einigen Stellen an der Interpretationsdichte der Gesetze. &#8222;Wir haben teilweise mehrere Auslegungsformen bei Gesetzestexten, die vor den jeweiligen Gerichten mal so, mal so ausgelegt werden. Das sind klassische Schlupfl\u00f6cher.&#8220; Diese Schlupfl\u00f6cher w\u00fcrden von den Banken gnadenlos ausgenutzt. &#8222;Da kann man den Banken fast keinen Vorwurf machen. Solche L\u00fccken w\u00fcrde wohl jeder zu seinem Vorteil ausnutzen.&#8220; Ein Beispiel f\u00fcr ein solches Gesetz sei etwa das Gesetz zur Besteuerung der Kapitalertr\u00e4ge. Hier gebe es keine Eindeutigkeit in der Version des Einkommensteuergesetztes und des Kapitalmarktgesetzes. &#8222;Im EStG finden sich teilweise andere Formulierungen, als im KapMG. Im EStG findet sich zur Regelung von 20%-Beteiligungen oder h\u00f6heren Beteiligungen ein so vager Text, dem im KapMG sogar nach Auslegung einiger Anw\u00e4lte und Gerichte widersprochen wird.&#8220; Die Banken und Unternehmen f\u00e4nden so M\u00f6glichkeiten, ihre Tochtergesellschaften so ineinander zu verschachteln, dass niemand mehr nachvollziehen k\u00f6nne, wer nun an wem beteiligt ist und wer nicht. &#8222;Ein Klassiker&#8220;, meint Dumbledore. &#8222;So k\u00f6nnen die Betroffenen den Gesetzgeber austricksen und dieser kann nicht einmal etwas dagegen tun.&#8220; Dass es jedoch nicht einfach ist, hier durch gesetzliche Ma\u00dfnahmen Einhalt zu gebieten, k\u00f6nne er nachvollziehen. &#8222;Manche Vorg\u00e4nge sind nicht so einfach gesetzlich zu regeln. Da kommt es manchmal auch auf die Mannst\u00e4rke einer Finanz- oder Aufsichtsbeh\u00f6rde an.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Generell sprach Dumbledore von vielen Erfolgen in den letzten Jahren, die nun jedoch wieder aufs Spiel gesetzt werden k\u00f6nnten. Den Pl\u00e4nen Velka Fatras, die Wirtschaftssozialabgabe wieder abzuschaffen, stehe er sehr kritisch gegen\u00fcber, dies habe er ihm im Austausch auch klar gemacht. &#8222;Das Problem ist nur: Er ist im Weltpalast f\u00fcr die Wirtschaft und ich f\u00fcr die Bildung zust\u00e4ndig. Ich kann da au\u00dfer meiner Stimmabgabe wenig ausmachen.&#8220; Man k\u00f6nnte eventuell dar\u00fcber nachdenken, ein Modell einer Wirtschaftssozialabgabe auf nationaler Ebene einzuf\u00fchren. Allerdings mahnte auch er zur Vorsicht bei staatlichen Eingriffen, besonders nach den Eingriffen, die es bereits unter K\u00f6nig Percival I. gab. &#8222;Die Erh\u00f6hung der Kapitalertragsteuer auf 34 % musste sich erst einmal eingrooven. Viele Unternehmen hat das anfangs vor gro\u00dfe Probleme gestellt.&#8220; Dass die Umsatzsteuer auf Finanztransaktionen nicht kam, sehe er bisher positiv. Es gebe auch nach wie vor keinen Grund, \u00fcber eine Einf\u00fchrung nachzudenken. Percival hatte sich vorbehalten, diese zu erheben, falls der Zaubererrat klare Tendenzen eines anhaltenden &#8222;Haifisch-Kapitalismus&#8220; offenlege. &#8222;Diese Tendenzen sind eindeutig nicht zu erkennen. Jedoch muss die Beobachtung weitergehen, denn nur so k\u00f6nnen wir Risiken schnell identifizieren und haben die M\u00f6glichkeit, einzugreifen bevor es zu sp\u00e4t ist&#8220;, merkte Dumbledore an. Anschlie\u00dfend kam auch K\u00f6nig Percival I. zu Wort, nachdem er das Konglomerat an Beobachtungen und Analysen in Empfang genommen hatte. &#8222;Ich finde es sehr wichtig, was der Zaubererrat in Erfahrung gebracht hat und was er an Verbesserungsvorschl\u00e4gen bereit h\u00e4lt&#8220;, sagte der Monarch auf der anschlie\u00dfenden Pressekonferenz. Er teile die Meinung Dumbledores, die Politik m\u00fcsse dem Papier keine Folge leisten, ausdr\u00fccklich nicht: &#8222;Wir haben sogar die Verpflichtung, auf die Experten in unserem Land zu h\u00f6ren. Es steht, meiner politischen Auffassung nach, au\u00dfer Frage, bei so komplizierten Themen wie dem Aktienmarkt, auf die Expertise der Leute zu vertrauen, die sich Tag f\u00fcr Tag damit befassen. Deshalb werde ich die Vorschl\u00e4ge des Rats aufnehmen und auf Burg Daunenfels zur Sprache bringen.&#8220; Der Vorbehalt der Erhebung einer Umsatzsteuer auf Finanzgesch\u00e4fte bestehe nach wie vor. &#8222;Das sage ich auch gerne mit Nachdruck&#8220;, drohte Percival. Besonders \u00e4rgere ihn die fehlende Einsicht von Spekulanten. &#8222;Dass wir Fehler machen, die dann ausgenutzt werden, sehe ich ja noch ein. Daran m\u00fcssen wir arbeiten und das Problem kenne ich auch schon seit einigen Wochen. Das werden wir in Angriff nehmen. Dass jedoch nach wie vor f\u00fcr den Profit so derma\u00dfen \u00fcber Leichen gegangen wird, \u00e4rgert mich ma\u00dflos. Manche scheinen ihr Ged\u00e4chtnis und ihr Gewissen beim Gang an den TROPO abzugeben.&#8220; Ein Freund der B\u00f6rse war Percival I. noch nie gewesen, nun legte er noch einmal nach in seiner Kapitalismus-Kritik: &#8222;Es ist nicht nur menschlich sehr verwerflich, was da teilweise stattfindet, sondern auch noch in h\u00f6chstem Ma\u00dfe dumm. Der Zaubererrat muss dringend seine Aufgaben weiter verfolgen, denn ich pers\u00f6nlich traue dem Geschehen an der B\u00f6rse grunds\u00e4tzlich nicht, das gebe ich hier gerne zu.&#8220; Wenn es nach ihm ging, w\u00e4ren bereits 1818 weitaus einschneidendere Ma\u00dfnahmen getroffen worden, diese wurden jedoch im Kabinett zur\u00fcckgepfiffen. Dumbledore zeigte sich zufrieden mit den Ma\u00dfnahmen, die getroffen wurden und vor allem auch mit denen, die nicht getroffen wurden. Auch die grunds\u00e4tzliche Kritik Percivals teile er nicht, sehe jedoch auch nach wie vor eher die Risiken und Gefahren als die Chancen einer wachsenden Wirtschaft.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt ging es noch um die m\u00f6gliche Titanien-Union. Laut Umfragen werden die beiden Initiatoren der Idee, Felix Westerholz und Thomas Bremersen noch in diesem Jahr beide wiedergew\u00e4hlt, was eine Weiterf\u00fchrung der Gespr\u00e4che mit denselben Gespr\u00e4chspartnern bedeuten w\u00fcrde. K\u00f6nig Percival I. wiederholte sein Interesse an einer solchen Union, wies jedoch auch auf die Verantwortung hin, die er f\u00fcr sein Land und dessen mittelst\u00e4ndische Unternehmen habe. &#8222;Wir k\u00f6nnen nicht einfach uns kopflos in den grenzenlosen Handel mit anderen Staaten werfen&#8220;, sagte er. Das w\u00fcrde eine Herabwertung der inl\u00e4ndischen Wirtschaft und des Tropals bedeuten. &#8222;Deshalb bin ich ja auch kein Sozialist, wie mir gerne vorgeworfen wird. Ich habe schon ein Herz f\u00fcr die Wirtschaft, aber besonders f\u00fcr die bodenst\u00e4ndige, lokale&#8220;, machte der K\u00f6nig deutlich. Dennoch wolle er bei weiteren Gespr\u00e4chen dabei sein und sich offen f\u00fcr Neuerungen zeigen. Mit welchem Ausgang sei derzeit aber noch v\u00f6llig offen. Die Kritik Velka Fatras, Meadowhouse solle nicht so engstirnig denken und sich weltm\u00e4nnischer zeigen, wies K\u00f6nig Percival I. zur\u00fcck: &#8222;Ich kann die Sch\u00e4rfe des Wirtschaftsdromorniss&#8216; nicht verstehen. Wir haben genauso eine Verantwortung f\u00fcr die Liebe Welt, wie wir sie f\u00fcr unsere B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger haben. Zudem hat Velka Fatra sich auch gerne zuerst um Mittelland gek\u00fcmmert, demnach halte ich diese Aussage f\u00fcr sehr un\u00fcberlegt und daher f\u00fcr kein gro\u00dfes Thema.&#8220; Dumbledore wurde ebenfalls nach der Titanien-Union und seiner Meinung diesbez\u00fcglich gefragt. Er zeigte sich ebenfalls offen daf\u00fcr, warnte jedoch auch mit Hinblick auf die Verflechtung der internationalen Finanzm\u00e4rkte. &#8222;Wir haben bereits jetzt gro\u00dfe Probleme, den \u00dcberblick zu behalten, was welche Folgen warum f\u00fcr wen haben kann. Wenn wir jetzt den freien Handel in einer riesigen Kontinentalunion einf\u00fchren, f\u00fchrt das zu noch mehr \u00dcbersichtsproblemen. Eine solche Union w\u00e4re nur mit entsprechenden Institutionen m\u00f6glich, wie einem Parlament oder einer Kommission.&#8220; Selbstverst\u00e4ndlich m\u00fcsse man auch f\u00fcr die Kontrolle und \u00dcberwachung sorgen. &#8222;Vielleicht w\u00e4re ein titanischer Zaubererrat die L\u00f6sung&#8220;, lachte Dumbledore. Man darf also bereits gespannt sein, was der Zaubererrat in seinem n\u00e4chsten Bericht im Wahljahr 1822 beinhaltet. Dieser wird mit Sicherheit einiges an Brisanz bringen. Und wer wei\u00df &#8211; vielleicht reden wir dann schon \u00fcber die Rolle von Meadowhouse in einer Titanien-Union.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Viele neue Namen zum B\u00f6rsenjahr 1820\/21 am TROPO &#8211; Gerhard Herme r\u00e4umt Aufsichtsratsposten bei Crown-Line<\/strong><\/p>\n<p>Wie jedes Jahr zum 1. September tut sich so einiges an der meadowhousischen B\u00f6rse in Wiesenhausen-Frankenthal. Oft war es in den vergangenen Jahren so, dass ein paar Unternehmen den TROPO aus den verschiedensten Gr\u00fcnden verlie\u00dfen und einige neu hinzukamen. In diesem Jahr gab es viele neue Namen und das erstaunliche war, dass kein Unternehmen aus der B\u00f6rse ausschied. Und das trotz des immer noch fehlenden Aufschwungs. Das gab es so noch nie.<\/p>\n<p>137 Unternehmen sind damit f\u00fcr das B\u00f6rsenjahr 1820\/1821 am TROPO gelistet. Das ist nach wie vor im internationalen Vergleich nicht sonderlich viel, jedoch gibt es wohl an kaum einer B\u00f6rse eine solche Unternehmensvielfalt wie in Frankenthal. 12 neue Firmen traten am 1. September ihren Dienst am TROPO an, teils mit extra daf\u00fcr ge\u00e4nderter Rechtsform, andere gaben bereits zuvor Unternehmensanteile heraus. Diese 12 Firmen teilen sich auf insgesamt neun verschiedene Sparten auf. Ein solcher Vorgang kann sich sehen lassen und best\u00e4tigt den Mythos vom flei\u00dfigen Meadowhouser. Auch f\u00fcr die Integration von Minderheiten in Meadowhouse stehen die neuen Unternehmen, denn vier Firmen geh\u00f6ren Angeh\u00f6rigen von Randgruppen wie Geistern, Drachen oder Hauselfen. Doch gehen wir sie der Reihe nach durch.<\/p>\n<p>MeadowBoot ist, wie der Name bereits vermuten l\u00e4sst, ein Bootbauer aus Saphirento. Die Firma besch\u00e4ftigt rund 3500 Mitarbeiter und ist vor allem auf den Bau von Segelbooten spezialisiert. Bei der Isenregatta im April diesen Jahres war MeadowBoot bereits zahlenm\u00e4\u00dfig gut vertreten. Gleich sechs Teams fuhren mit einem Segelboot der Marke &#8222;MeadowBoot&#8220;. Der B\u00f6rsengang war aufgrund des anhaltenden Segelbooms in Meadowhouse nur eine Frage der Zeit. Das Unternehmen expandierte die letzten Jahre mehr und mehr und konnte seinen Umsatz in jedem Jahr um mehr als die H\u00e4lfte erh\u00f6hen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg schlagartig, f\u00fcr kommendes Jahr sind weitere 500 neue Stellen geplant. Neben Segelbooten ist MeadowBoot jedoch auch beim Bau von kleineren Motorbooten, Motoryachten, Kanus und Kajaks f\u00fchrend. Der B\u00f6rsengang ist der n\u00e4chste Schritt auf dem Weg zu einer eventuellen Stellung als Weltmarktf\u00fchrer.<\/p>\n<p>PlasmaTec Rubinburgh ist ein Unternehmen dieser Zeit. Gerade bei der voranschreitenden Technisierung des Alltags bedarf es guten, f\u00fchrenden Firmen in dieser Branche, die &#8222;Gefertigt in Meadowhouse&#8220; vertreiben. PlasmaTec Rubinburgh ist so eine Firma. Spezialisiert auf die Entwicklung neuester Visualisierungstechnologien kann PTR auch von den Pl\u00e4nen der Weltregierung im Bezug auf ein Billionen-Paket f\u00fcr die Subventionierung von Forschung zum Thema K\u00fcnstliche Intelligenz profitieren. Da ist das Unternehmen ein wichtiger Zulieferer in der Kette der Forschung und Entwicklung. Zudem ist man in der Herstellung von hochaufl\u00f6senden Fotoapparaten und in der Software-Optimierung t\u00e4tig, was ebenfalls ein hohes Gewinnpotenzial aktuell bedeutet. Sollte es sogar zu einer angestrebten Kooperation seitens der Lieben Welt mit der Roboterwelt kommen, k\u00f6nnte PlasmaTec Rubinburgh tats\u00e4chlich zu einer echte Gr\u00f6\u00dfe am TROPO heranwachsen.<\/p>\n<p>Endlich ist es soweit! Der meadowhousische Versandh\u00e4ndler Geister-Blitzversand &#8211; eines der Unternehmen einer Minderheit in Meadowhouse &#8211; geht an die B\u00f6rse! Und auch hier besteht gigantisches Potenzial. Durch die allgegenw\u00e4rtige Erreichbarkeit und die un\u00fcberboten schnelle Lieferzeit &#8211; viele Produkte erh\u00e4lt man bereits wenige Stunden nach der Bestellung &#8211; kann der Geister-Blitzversand viele Konkurrenten in den Schatten stellen. Der einzige Nachteil ist die kostenpflichtige Mitgliedschaft, die man daf\u00fcr abschlie\u00dfen muss. Sollte die noch wegfallen, best\u00fcnde wohl ein gigantisches Wachstumspotenzial. Aktuell ist noch keine Internationalisierung geplant, bei entsprechenden Erfolgen an der B\u00f6rse k\u00f6nnte dies jedoch der n\u00e4chste Schritt werden.<\/p>\n<p>Eine weitere Minderheit, die mehr als flei\u00dfig ist, ist die der Drachen. Mit den D\u00fcsterw\u00e4lder Drachensachen haben sie bereits eine gro\u00dfe Firma am TROPO, nun kommt mit Lindwurm Drachenstahl noch eine weitere hinzu. Aus ihrem Blut und ihren Schuppen fertigen die Drachen damit einen Stahl, der wohl weltweit einzigartig sein d\u00fcrfte. Durch seine &#8222;Unkaputtbarkeit&#8220; und seine ewige Lebensdauer ist ein solcher Stahl eines der begehrtesten Produkte aus Meadowhouse. Konkurrenz k\u00e4me dort lediglich aus Drachonien und Ceratoland. Lindwurm Drachenstahl betreibt seinen Hauptsitz inklusive Produktionsst\u00e4tte in Wiesenhausen-Bruchhausen.<\/p>\n<p>Die S\u00fcdstrand-Muscheln sind dagegen ein ganz anderes Unternehmen. Der Gro\u00dffischereibetrieb aus San Ignatio in S\u00fcdstrand setzt bei der Muschelzucht auf einen biologisch-\u00f6kologischen Anbau mit Nachhaltigkeit. Entsprechend ist jedoch auch der Preis, was die S\u00fcdstrand-Muscheln zu einem Luxusgut macht, das selbst im Excelsior eines der exklusivsten Gerichte auf der Karte ist. Neben S\u00fcdstrand-\u00d6l ist es nun das zweite gro\u00dfe Unternehmen aus dem s\u00fcdlichsten Zipfel des Landes. Mal sehen, inwiefern die Muscheln ein Gegengewicht zum \u00d6l darstellen.<\/p>\n<p>Einer der gr\u00f6\u00dften &#8211; wenn auch k\u00f6rperlich gesehen kleinsten &#8211; M\u00e4nner der meadowhousischen B\u00f6rsenwelt ist Dobby. Mit der MaronGroup \u00fcbernahm er 1812 die KAST.Teilmann und schuf damit endg\u00fcltig ein Imperium. Nun gr\u00fcndete er die GranatGroup. Diese k\u00f6nnte ein ernsthafter Konkurrent f\u00fcr das bislang \u00fcberm\u00e4chtige K&amp;A werden, zumal Dobby mit der GranatGroup nicht nur in den Edelsteinabbau, sondern auch in die Eisernte einsteigen will. Mit finanziellen Mitteln der MaronGroup soll auch die GranatGroup einen Raketenstart am TROPO hinlegen. K&amp;A f\u00fcrchtet bereits um seine Vormachtstellung und versucht nun, mit Millionenprogramm im Forschungs- und Entwicklungsbereich (F&amp;E) seinen Vorsprung zu wahren. Gelingt der Start und expandiert die GranatGroup anschlie\u00dfend, k\u00f6nnte sogar die weltweite Vormachtstellung von K&amp;A in Gefahr geraten. F\u00fcr den Wettbewerb in diesem Bereich ist der B\u00f6rsengang der GranatGroup ein Segen, das Quasi-Monopol von K&amp;A sorgte f\u00fcr stagnierende Preise und kaum Auswahl auf dem Markt. So \u00e4hnlich begr\u00fcndete Dobby schlie\u00dflich auch seine Entscheidung, ein solches Unternehmen als Schwesterfirma zu seiner nach wie vor erfolgreichen MaronGroup zu gr\u00fcnden und direkt an den TROPO zu f\u00fchren. Die Investoren stehen Schlange, Dobby kann sich die Teilhaber also nahezu aussuchen. Nur im Bereich Astronomie hat die GranatGroup wohl keine Ambitionen, dort wird weiter K&amp;A an vorderster Front k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie die S\u00fcdstrand-Muscheln kommt auch die Isenfall AG aus der Lebensmittelbranche. Der Getr\u00e4nkehersteller bringt seit letztem Jahr nicht nur Mineralwasser und isotonische Getr\u00e4nke, sondern nun auch Bier auf den Markt und ist seitdem enorm gewachsen. Mit der Umwandlung in eine AG hat das Unternehmen vergangenes Jahr zudem die Grundlage f\u00fcr den B\u00f6rsengang geschaffen, nun ist es soweit. Isenfall ist nicht nur eine regionale Marke, sondern kommt auch im Ausland gut an. Die Zahlen stiegen in diesem Jahr noch einmal deutlich an, sodass der 1. September wohl eher nicht als Risiko-Tag anzusehen ist. Auch f\u00fcr den Wettbewerb in Wiesenhausen und Umgebung ist das eine positive Nachricht, da im Bierbereich bisher die Wiesenhausener-Brauerei uneinholbar an der Spitze lag. Diese bekommt durch den B\u00f6rsengang von Isenfall auch nun mehr Gegenwind.<\/p>\n<p>Mendel und Stern ST ist dagegen wieder etwas ganz anderes. Die gr\u00f6\u00dfte Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft des Landes profitiert zum einen von der Dienstleistungsgesellschaft, die mehr und mehr Einzug erh\u00e4lt, zum anderen zuletzt auch von der Verfassungs\u00e4nderung von Meadowhouse, in der meadowhousische Dienstleister explizit vor einer &#8222;\u00dcberschwemmung&#8220; des Marktes gesch\u00fctzt werden. Man geht jedoch auch ein gewisses Risiko ein. Da man sehr von den Zahlen der Kunden, die oftmals selbst b\u00f6rsennotiert sind, abh\u00e4ngig ist, k\u00f6nnte der R\u00fcckzug eines wichtigen Kunden, beziehungsweise dessen Pleite einen selbst vor gro\u00dfe Probleme stellen. Zudem ergibt sich nun ein ganz anderer interner Aufwand, sodass die Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft selbst nun von anderen Wirtschaftspr\u00fcfern \u00fcberwacht werden k\u00f6nnte. Dies steigert die Kosten sehr extrem und k\u00f6nnte zun\u00e4chst dazu f\u00fchren, dass die Aktie anfangs nicht besonders wertvoll ist. Langfristig k\u00f6nnte sich eine solche Anlage jedoch gerade deshalb auszahlen.<\/p>\n<p>Concertus Tickets ist der gr\u00f6\u00dfte Online-Anbieter f\u00fcr Karten aller Art. Events wie Konzerte &#8211; daher auch der Name &#8211; Festivals, Theaterst\u00fccke, Opernauff\u00fchrungen, Musicals, Sportveranstaltungen oder Reisepakete stehen im Angebotsrepertoire des Anbieters. Fast 25 % aller Karten laufen \u00fcber diese Plattform. Nach der Einf\u00fchrung einer Tauschb\u00f6rse ist die Nutzerzahl noch einmal in die H\u00f6he geschossen. Angesichts der Tatsache, dass es kaum ein anderes b\u00f6rsennotiertes Unternehmen dieser Art am TROPO gibt, k\u00f6nnte das die gro\u00dfe Chance sein, den eigenen Marktanteil noch weiter auszubauen.<\/p>\n<p>Pixel-Frosch ist wohl vom Namen her eines der lustigsten Unternehmen, das neu an der B\u00f6rse ist. Ein echtes Wiesenhausener Original hat das Unternehmen gegr\u00fcndet. Wie der Name verr\u00e4t, ist dies Elfriede Frosch, die Frau des Kugelbahners Karl-Friedrich M\u00fcller und bekannt aus dem dritten MMS-Teil, als sie am Telefon unverkennbar meldete. Ihr Unternehmen war zun\u00e4chst als lokales Technologieunternehmen mit dem Schwerpunkt auf Softwareherstellung und -entwicklung gedacht, es meldeten sich jedoch so viele potenzielle Investoren, dass sie sich f\u00fcr eine andere Rechtsform und sogar den B\u00f6rsengang entschied. Bei der Art der Software gibt es keine Grenzen. Von Spielsoftware bis hin zu \u00dcberwachungssoftware ist alles im Angebot von Pixel-Frosch. Ein weiteres Unternehmen, das vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt an die B\u00f6rse geht, denn auch hier winken Millionen-Subventionen.<\/p>\n<p>Drachenh\u00fcgel-Silberbohnen kommt dann wieder aus der Lebensmittelbranche. M\u00f6ller Goldbohnen bot hier das beste Beispiel f\u00fcr einen gelungenen B\u00f6rsengang eines Lebensmittelunternehmens. Die Marke &#8222;Drachenh\u00fcgel&#8220; kommt gerade in Zusammenhang mit Lebensmitteln gut an, Silberbohnen wachsen dort das ganze Jahr \u00fcber und sind f\u00fcr ihren s\u00fc\u00dflichen Geschmack bekannt. Jedoch sind nun schon einige Lebensmittelunternehmen am TROPO gelistet und man darf gespannt sein, ob jedes Unternehmen diesen gewagten Schritt problemlos \u00fcbersteht.<\/p>\n<p>Das letzte Unternehmen unserer Liste ist dann ein ganz besonderes. Die Meadowhousische Sternwarten AG ist ein privat finanziertes Forschungsunternehmen, das vor allem vom lukrativen Gesch\u00e4ft der Astronomie profitiert. Es ist eng mit K&amp;A verkn\u00fcpft und liefert wichtige wissenschaftliche Informationen f\u00fcr Weltraummissionen, Rohstoffgewinnung und \u00e4hnliches. Damit ist es jedoch auch stark vom Erfolg von K&amp;A abh\u00e4ngig, da es bislang keinen wirklichen Alternativkunden f\u00fcr die Meadowhousische Sternwarten AG gibt. Mit dem B\u00f6rsengang will man sich nun unabh\u00e4ngiger machen, neue Sponsoren und Investoren und somit auch Neukunden gewinnen, um sich ingesamt breiter aufzustellen.<\/p>\n<p>TROPO-Chef Valentin Nuhrhoff begr\u00fc\u00dfte am 1. September die Vertreter der neuen Unternehmen an der B\u00f6rse und w\u00fcnschte Ihnen einen guten Start und viel Erfolg. Dass kein Unternehmen den TROPO verlie\u00df bezeichnete er als &#8222;Riesenerfolg f\u00fcr Meadowhouse&#8220;. Mit den jetzt 137 b\u00f6rsennotierten Firmen steht Meadowhouse jedoch nur auf Platz 45 weltweit. Das sei nach gerade einmal zehn Jahren Staat noch nicht verwunderlich und der Trend zeige ja ganz klar nach oben. Dass man mit so wenig Unternehmen jedoch einen so gro\u00dfen Einfluss auf das internationale Wirtschaftsgeschehen habe, sei Zeichen f\u00fcr eine gro\u00dfe Bedeutung meadowhousischer Produkte in der Welt. Einen Abgang vom TROPO gab es dann aber auch, wenn auch nur einen personellen.<\/p>\n<p>Gerhard Herme, der 1813 die damals in Schieflage geratene Reederei Crown-Line als Vorstandschef \u00fcbernahm, an der B\u00f6rse sanierte und zu neuen Erfolgen f\u00fchrte, trat nun nach \u00fcber sieben Jahren Konzernzugeh\u00f6rigkeit als mittlerweile Aufsichtsratschef zur\u00fcck. Er gibt das Amt zum 31. Dezember ab, wie es hei\u00dft, aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden. Er sieht das Unternehmen gut aufgestellt: &#8222;Ich habe als Vorstandschef mit am Wiederaufbau und an der Weichenstellung f\u00fcr die Zukunft gearbeitet, als Aufsichtsratschef die Umsetzung der angesto\u00dfenen Vorg\u00e4nge \u00fcberwacht und sehe die Crown-Line nun auf ganzer Linie gut ger\u00fcstet. Dem Unternehmen stehen gro\u00dfe Zeiten bevor und ab jetzt soll jemand Neues das Ruder \u00fcbernehmen. Ich sehe meinen Job als erf\u00fcllt an&#8220;, wird Herme auf der Unternehmenshomepage zitiert. Damit verabschiedet sich Herme nach seiner Abwahl als Justizdromorniss vor knapp einem Jahr nun auch von der wirtschaftlichen B\u00fchne. Noch ist er Trainer beim KFE Selle-Royal in der Koenigsliga, aber auch dort wird er maximal noch bis 1822 arbeiten. Es scheint so, als ob eine echte Gr\u00f6\u00dfe sich schrittweise aus der \u00d6ffentlichkeit verabschiedet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vorsto\u00df von Bremersen und Westerholz &#8211; Atlantis und Westparadies wollen Wirtschaftsunion gr\u00fcnden<\/strong><\/p>\n<p>Es ist ein Statement, was die ganze Welt aufhorchen lie\u00df. In Form einer gemeinsam verfassten Erkl\u00e4rung gaben Atlantis&#8216; Ministerpr\u00e4sident Thomas Bremersen und Westparadies&#8216; Ministerpr\u00e4sident Felix Westerholz bekannt, Gespr\u00e4che \u00fcber eine Wirtschaftsunion aufnehmen zu wollen und weitere Staaten dazu zu motivieren. Die 17-seitige Erkl\u00e4rung kn\u00fcpft an die Visionen von Wirtschaftsdromorniss Velka Fatra an und nimmt auch Referenz zu den mittlerweile schon relativ weit fortgeschrittenen Gespr\u00e4chen \u00fcber die Atca-Union, einer Wirtschaftsgemeinschaft zwischen Mittelland, Avasjanrav, Blumenparadies, Rh\u00fben und Miwan. Es w\u00e4re eine der gr\u00f6\u00dften wirtschaftlichen Neuordnungen der Lieben-Welt-Geschichte.<\/p>\n<p>Bremersen und Westerholz traten bei einem gemeinsamen Staatsbesuch am vergangenen Dienstag in Ranjos vor die Presse. Eigentlich sollte es um gemeinsame Terrorschutzprogramme gehen, die beide L\u00e4nder seit 1811 vorantreiben und um den Aufkauf von Handelsschiffen aus Atlantis an Westparadies. Was die beiden Ministerpr\u00e4sidenten dann jedoch erkl\u00e4rten, hatte rein gar nichts mit den eigentlich auf der Agenda befindlichen Punkten zu tun. &#8222;Wir sind heute zu Ihrer \u00dcberraschung vielleicht nicht hier, um den erfolgreichen Abschluss von Kaufvertr\u00e4gen \u00fcber 61 Handelsschiffe oder f\u00fcr neue Schritte in unserem Terrorschutzprogramm. Wir sind heute hier, um einen Meilenstein in der Geschichte der Lieben Welt zu setzen.&#8220; Rumms! Damit hatte Thomas Bremersen pl\u00f6tzliche Stille im Saal verordnet, selbst die vorher noch so eifrig schnappenden Ger\u00e4usche der Fotoapparaten der Journalisten verstummten nun. Was zuerst wie eine hohle Phrase eines Staatsoberhauptes klang, verdeutlichte sich jedoch nach und nach zu einer wirklich konkret bevorstehenden \u00c4nderung der wirtschaftlichen Ordnung in Titanien. &#8222;Wir m\u00f6chten unter Bezugnahme auf die gro\u00dfen Herausforderungen von technologischem Fortschritt, Bev\u00f6lkerungszunahme und Globalisierung rund um den Planeten, das wirtschaftliche Zusammenleben vereinfachen, indem wir eine Wirtschaftsgemeinschaft anstreben&#8220;, bekannte Felix Westerholz. &#8222;In dieser Wirtschaftsgemeinschaft soll es keine Z\u00f6lle mehr oder sonstigen Einfuhrsteuern, keine Einreisebedingungen, sprich keine sicht- oder sp\u00fcrbaren Grenzen mehr geben.&#8220; Noch dachte jeder der Anwesenden, dies sei einfach eine leicht \u00fcbertriebene Ank\u00fcndigung eines Freihandelsabkommens, wie es sie zu hunderten auf der Lieben Welt gibt, doch weit gefehlt: &#8222;Nicht nur Westparadies und Atlantis streben dies an, wir m\u00f6chten auch andere Staaten mit ins Boot holen. Lasst uns eine gro\u00dfe Gemeinschaft gr\u00fcnden, in der wir unkomplizierter, schneller und freier leben&#8220;, forderte Bremersen. Dazu wolle man auch eng mit dem Palaces Monda zusammenarbeiten, insbesondere mit den Dromornissen Fatra, Knackser, Moleskar, Winter und Sininger. &#8222;Die Frage ist hierbei: Welche M\u00f6glichkeiten haben wir f\u00fcr eine Wirtschaftsunion? Welche rechtlichen H\u00fcrden gibt es? Bei welchen L\u00e4ndern ist dies mit der Verfassung vereinbar?&#8220;, erkl\u00e4rte Westerholz. Ebenfalls wollen die beiden Staatschefs Rechts- und Wirtschaftsexperten mit ins Boot holen, ein sogenanntes &#8222;Expertenkonglomerat&#8220;, das die entscheidenden b\u00fcrokratischen Aspekte herausarbeiten und die wirtschaftlichen Vor- und Nachteile erl\u00e4utern soll. Dabei sei man sich jedoch sicher und einig, dass die Vorteile die Nachteile eindeutig \u00fcberwiegen werden, bekr\u00e4ftigten Weterholz und Bremersen. &#8222;Wir haben das bereits in unseren Regierungen mit vielen Experten vielseitig durchgekaut. F\u00fcr Westparadies und Atlantis b\u00f6te eine solche Union weit mehr Vor- als Nachteile. Wie sich das bei anderen Staaten verh\u00e4lt, ist unter anderem die Aufgabe unseres Konglomerats, f\u00fcr das wir die einzelnen Personen noch bestimmen wollen&#8220;, so Bremersen. Die entsprechende Gemeinschaft, so sie denn komme, k\u00f6nne verschiedene Namen tragen. &#8222;Titanische Union, Titanische Wirtschaftsunion oder -gemeinschaft, dies h\u00e4ngt auch von den Staaten ab, die letztendlich eintreten wollen&#8220;, erkl\u00e4rte Westerholz zu den anwesenden Journalisten, denen diese Frage auf den N\u00e4geln brannte. Nach gut 30 Minuten war die Pressekonferenz beendet und die Dossiers liefen jetzt erst richtig hei\u00df. Und der Betrieb in den titanischen Regierungsvierteln erst recht.<\/p>\n<p>&#8222;Wir sind zun\u00e4chst \u00fcberrascht \u00fcber den pl\u00f6tzlichen Vorsto\u00df von Felix Westerholz und Thomas Bremersen&#8220;, sagte K\u00f6nig Percival I. auf einer wenig sp\u00e4ter anberaumten Presserunde vor gef\u00fchlt hundert Mikrofonen. &#8222;Jedoch wollen wir heute noch nichts bewerten, wir werden uns mit ihnen in Kontakt setzen und sehr genau die Einzelheiten besprechen, die sich meine Kollegen dabei vorgestellt haben. Wir stehen so einer Gemeinschaft grunds\u00e4tzlich positiv gegen\u00fcber, solange wir jedoch nichts Genaueres wissen, halten wir uns mit bewertenden \u00c4u\u00dferungen vorerst zur\u00fcck&#8220;, erkl\u00e4rte der K\u00f6nig. Wirtschaftsminister Voldemort (BdH) \u00e4u\u00dferte sich \u00e4hnlich: &#8222;Der Vorschlag birgt einige interessante Inhalte, mit denen wir uns selbstverst\u00e4ndlich intensiv auseinandersetzen werden. Sobald konkret feststeht, wie die Union aussehen soll, werden wir auch f\u00fcr Meadowhouse eine Entscheidung treffen.&#8220; Auch Meadowhouse werde eine Expertengruppe mit der Ermittlung der Vor- und Nachteile f\u00fcr Meadowhouse und f\u00fcr Titanien beauftragen. Eines k\u00f6nne Voldemort aber versprechen: &#8222;Sobald auch nur ein gravierender Nachteil f\u00fcr unser Land heraussticht, werden wir uns gegen eine solche Gemeinschaft aussprechen.&#8220; Von einer Wirtschaftsgemeinschaft m\u00fcssten schlie\u00dflich alle Beteiligten profitieren. Finanzminister Hubmaier (VCS) sah den Vorsto\u00df von Westerholz und Bremersen jedoch etwas kritischer: &#8222;Wir w\u00fcrden hier bereits in den Vorbereitungen massive Kostenanstrengungen bem\u00fchen m\u00fcssen. Wir reden hier von Summen in hohen Milliardenbetr\u00e4gen und das in einer noch kritischen weltweiten Finanzsituation. Wenn wir mit der Kreditreform von Velka Fatra leben m\u00fcssen, und danach sieht es aktuell ja aus, k\u00f6nnen wir uns nicht gleichzeitig in so ein Projekt mit ungewissem Ausgang st\u00fcrzen. Bevor Verhandlungen aufgenommen werden, muss bereits klar sein, was die Verhandlungen, Gutachten, Einschalten von Experten, Prognosen und so weiter kosten werden.&#8220; Er wolle lieber kein Risiko eingehen und sprach dabei auch noch einmal die Meadowhousische Staatskasse an, die langsam wieder aufgebaut werden m\u00fcsse. Auch Parteikollegen von Hubmaier zeigten sich eher kritisch einer solchen Gemeinschaft gegen\u00fcber, sehen das Problem aber grunds\u00e4tzlicher: &#8222;Wir haben bereits Freihandelsabkommen mit zwei Dritteln der titanischen Staaten abgeschlossen. Ich kann nicht erkennen, warum wir jetzt pl\u00f6tzlich eine riesige Union bilden wollen, die ja eigentlich nur ein Ger\u00fcst um die vielen Handelsabkommen darstellt. Da stellt sich meiner Meinung nach ganz grunds\u00e4tzlich die Sinnfrage&#8220;, kritisierte VCS-Chef Karl Boerenberg. Auch der Zweite Minister Jens Dinkhoff \u00e4u\u00dferte sich \u00e4hnlich. Beim BdH dagegen sieht man dem Vorhaben deutlich positiver und aufgeschlossener entgegen. Neben dem Statement von Wirtschaftsminister Voldemort gaben auch Reichskanzler Sebastian Schwalbenschwanz und Erste Ministerin Geraldine Ginsterkatze Einsch\u00e4tzungen zum Vorsto\u00df aus Ranjos ab. Kanzler Schwalbenschwanz zeigte sich erfreut \u00fcber den Vorschlag: &#8222;Erstmal ist es wichtig, dass wir hier in Titanien Visionen haben, die in die Tat umgesetzt werden. Ich gratuliere deswegen auch Felix Westerholz und Thomas Bremersen, dass sie zusammen eine solche Zukunftsvision gestaltet haben und diese Idee, noch bevor konkrete Sachverhalte feststehen, nach au\u00dfen getragen haben. So bleiben genug Zeit und Verhandlungsspielraum f\u00fcr alle titanischen Staaten, um sich mit diesem Projekt anzufreunden oder auch nicht.&#8220; Geraldine Ginsterkatze sieht gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr Meadowhouse, in mehrfacher Hinsicht: &#8222;Man muss klar sehen, auch auf anderen Welten gibt es viele Beispiele daf\u00fcr, dass Staaten von Wirtschaftsgemeinschaften in einem Gro\u00dfteil der F\u00e4lle kurz-, mittel- und langfristig profitieren. Ich sehe f\u00fcr Meadowhouse ein gro\u00dfes Potenzial an Wirtschaftswachstum durch uneingeschr\u00e4nkteren Handel mit anderen L\u00e4ndern, bildungspolitisch wird sich sehr viel tun, wenn junge Menschen aus aller Welt pl\u00f6tzlich in Meadowhouse studieren k\u00f6nnen und auch umweltpolitisch l\u00e4sst es sich viel leichter zusammenarbeiten, wenn wir uns an gemeinsam aufgestellten Richtlinien orientieren k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Von der WVD kommt dagegen \u00e4hnlich wie von der VCS Zur\u00fcckhaltung. Au\u00dfenminister von Ryssen \u00e4u\u00dferte sich noch am offensten, wohl auch seines Amtes geschuldet: &#8222;Mit anderen Staaten in engem Kontakt zu stehen, hat noch niemanden geschadet, auch nicht wirtschaftlich. Ich sehe daher gute Chancen, dass wir, wenn eine solche Union streng mit den meadowhousischen Interessen abgeglichen wurde, davon profitieren k\u00f6nnten.&#8220; In seiner Partei jedoch sieht man mehrere Gefahren durch eine Wirtschaftsunion. Vor allem um die Autarkie von Meadowhouse wird sich gesorgt. &#8222;Langfristig kann es passieren, dass durch den zollfreien Handel und Warenaustausch, wir unsere meadowhousischen Produkte f\u00fcr unter Wert ins Ausland schaffen. Unsere meadowhousischen Produkte sind als erstes f\u00fcr Meadowhouse gedacht&#8220;, stellte Parteichef\u00a0 und Reichspr\u00e4sident Ewald Basilisk klar. Er mahnte, man d\u00fcrfe nicht zulassen, dass der meadowhousische Markt von ausl\u00e4ndischen Produkten \u00fcberschwemmt werde, die die meadowhousischen Produkte aus dem Markt verdr\u00e4ngen. Auch Wiesenhausens B\u00fcrgermeister Stefan Cornelius sieht die Gefahr einer Entwertung von meadowhousischen G\u00fctern: &#8222;Wir haben vor allem in Wiesenhausen gro\u00dfartige Erzeugnisse. D\u00fcsterw\u00e4lder Drachensachen, die AWM, die MaronGroup. Wenn wir jetzt die Z\u00f6lle f\u00fcr ausl\u00e4ndische Produkte streichen, k\u00f6nnte das so manche mittelst\u00e4ndische Unternehmen aus Meadowhouse in die Knie zwingen.&#8220; Auch herrscht bei der WVD Einigkeit \u00fcber die Gefahr der Machtverlagerung. &#8222;F\u00fcr Meadowhouse wollen wir unsere Regeln selbst bestimmen. Wenn eine solche Gemeinschaft bedeutet, dass sich deren Recht \u00fcber das nationale Recht hinwegsetzt, kann es f\u00fcr uns eine solche Gemeinschaft nicht geben. Es muss daher gew\u00e4hrleistet sein, dass kein Staat seine Souver\u00e4nit\u00e4t einb\u00fc\u00dft&#8220;, warnte Arbeitsminister Setterstedt. Hier k\u00f6nnte ein neuer Krisenherd f\u00fcr die ohnehin schon angeschlagene Regierung geliefert worden sein, da VCS und WVD dem ganzen eher ablehnend gegen\u00fcber stehen, w\u00e4hrend der BdH sich auf weitere Einzelheiten freut. K\u00f6nig Percival hat sich bisher sehr zur\u00fcckgehalten in seinen Kommentaren, aber auch er wird eine klare Meinung dazu finden, daf\u00fcr ist er wie schon sein Vorg\u00e4nger K\u00f6nig Johannes bekannt. Von den Oppositionsparteien begr\u00fc\u00dften FED, MSP und MP das Vorhaben ausdr\u00fccklich und sprachen von gro\u00dfartigen Chancen f\u00fcr Land und Ausland. &#8222;Dadurch k\u00f6nnten wir f\u00fcr eine nie dagewesene Zusammenarbeit sorgen, Kriege verhindern, Handel betreiben und Milliarden Menschen ein riesiges Ma\u00df an Freiz\u00fcgigkeit bescheren. Das w\u00e4re eine fantastische Reform&#8220;, sagte FED-Chefin Weinandt. Auch MSP und MP erhoben die Stimmen auf \u00e4hnliche Weise. Die MCM zeigten sich zun\u00e4chst etwas irritiert ob der Pl\u00f6tzlichkeit des Vorsto\u00dfes aus Ranjos, jedoch hob Parteichef Knucker auch die Wachstumschancen hervor, betonte jedoch auch, dass man sich die Einzelheiten erst einmal genau ansehen m\u00fcsse und auch m\u00f6gliche Teilnehmer im Blick haben m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Im Ausland fielen die Reaktionen teils sehr positiv, teils aber auch gemischt aus. Komplett einig war sich wohl keine einzige Regierung \u00fcber das, was Westerholz und Bremersen am Dienstag da abgaben. Vor allem aus S\u00fcdtitanien kam gro\u00dfe Freude und Lob, im Osten und Norden des Kontinents war man sich dagegen noch uneinig, wie man den Schritt zu interpretieren habe. Viele Medien, auch meadowhousische wie das Zeitungsgespenst oder der Saphir-Kurier, hoben den Zeitpunkt dieses Vorschlags hervor. In Westparadies steht diesen Herbst die Parlamentswahl an, in Atlantis im kommenden Jahr. Beide Ministerpr\u00e4sidenten wollen wiedergew\u00e4hlt werden, von daher darf diese Ma\u00dfnahme in der Wahl ihres Zeitpunkts wohl auch als sehr taktiert beschrieben werden. Diamantinas Pr\u00e4sidentin Irina Pawlowa zeigte sich irritiert, warnte \u00e4hnlich wie die WVD vor &#8222;Entsouver\u00e4nisierung der Nationalstaaten&#8220;, auch Magabieniens Pr\u00e4sident Ivan Restripov kritisierte den Vorsto\u00df als &#8222;Alleingang ohne erkennbares Motiv&#8220;. Auch Gr\u00fcnlands Bundeskanzler Gr\u00fcnbaum zeigte sich zur\u00fcckhaltend, jedoch offen gegen\u00fcber Gemeinschafts\u00fcberlegungen. Im S\u00fcden dagegen freut man sich \u00fcber die Idee, vor allem da sie aus zwei reichen Nationen stammt, die \u00fcblicherweise eher gegen Wirtschaftsunionen sind. Mompracems Ministerpr\u00e4sidentin Vela Higula sprach von &#8222;gro\u00dfartigen Entwicklungen&#8220; und sie sei froh, dass man endlich auch dem Beispiel der Baumhauswelt, der Erde und der Geisterwelt folgen w\u00fcrde. &#8222;Da hat sich schlie\u00dflich gezeigt, was Gemeinschaft hei\u00dft. Ganz nebenbei k\u00f6nnen dadurch auch milit\u00e4rische Gefahren gebannt werden, denn wo gehandelt wird, fallen keine Bomben.&#8220; Gerade aus dem S\u00fcden kam auch sehr schnell die Bereitschaft, an ernsthaften Verhandlungen \u00fcber eine solche Revolution der titanischen Wirtschaft teilzunehmen. Bis dahin m\u00fcssten jedoch die Rahmenbedingungen ganz klar abgesteckt werden. Wirtschaftsdromorniss Velka Fatra begr\u00fc\u00dfte den Schritt au\u00dferordentlich und bot sofort Unterst\u00fctzung an und sicherte die Teilnahme an m\u00f6glichen Verhandlungen zu. &#8222;Erst haben wir solche Pl\u00e4ne in Atcanien, jetzt in Titanien. Ich bin sehr begeistert, so k\u00f6nnen wir die Wirtschaft der Lieben Welt v\u00f6llig neu gestalten&#8220;, sagte der Mittell\u00e4nder in einem Interview im paradiesischen Fernsehen. Weltkaiser Apfulkrax zeigte sich ebenfalls erfreut: &#8222;Der Vorsto\u00df zeigt, dass die Staaten miteinander sprechen und etwas bewegen und gestalten wollen. Dies k\u00f6nnte ein weiterer gro\u00dfer Schritt in eine Zukunft von gro\u00dfem Wohlstand auf der Lieben Welt sein und k\u00f6nnte das Vorhaben der Treppe 1830 nicht nur unterst\u00fctzen, sondern entscheidend voranbringen.&#8220;<\/p>\n<p>Einer der wichtigsten Punkte aus meadowhousischer Sicht k\u00f6nnte jedoch die Frage nach einer gemeinsamen W\u00e4hrung sein. Der Tropal, erst knapp zehn Jahre die W\u00e4hrung in Wiesenhausen und ab 1812 dann auch in den Ostgebieten, solle auf keinen Fall aufs Spiel gesetzt werden, mahnen Wirtschaftsexperten. F\u00fcr die WVD und die VCS ist diese Frage ein rotes Tuch. Auch Politiker von anderen Parteien sehen dieses Thema aufgrund der gesellschaftlichen Bedeutung und der St\u00e4rke des Tropals international gesehen, kritisch. Nach Informationen und Aussagen aus Ranjos und Stadt am Ufer sollen solche Bestrebungen nach einer einheitlichen gemeinsamen W\u00e4hrung jedoch aktuell nicht bestehen. Von vielen, aber insbesondere von dieser Frage wird auch abh\u00e4ngen, ob Meadowhouse letztlich dem Projekt ablehnend oder zustimmend gegen\u00fcbersteht. Jedoch werden bis dahin noch viele Prozesse in Gang gebracht und wir d\u00fcrfen uns auf viele spannende Neuigkeiten freuen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fatras erste Amtshandlungen als Wirtschaftsdromorniss polarisieren &#8211; weltweite Finanzlage erholt sich langsam<\/strong><\/p>\n<p>Er ist zur\u00fcck im Palaces Monda und tut direkt das, was er am besten kann. Polarisieren. Velka Fatras erste Pl\u00e4ne zur Umstrukturierung der Weltwirtschaft erz\u00fcrnen Skeptiker und Arbeitnehmerverb\u00e4nde, die Unternehmerverb\u00e4nde dagegen frohlocken. Die Lage in der internationalen Finanzwelt scheint sich dagegen wieder zu entspannen.<\/p>\n<p>Er wetterte bereits im Wahlkampf gegen die Wirtschaftssozialabgabe, gegen die strikte Regulierungs- und \u00dcberwachungspolitik seines Vorg\u00e4ngers Wilfried Betz und gegen die Freiheit, die man Gewerkschaften im Laufe der Legislaturperiode Betz&#8216; einr\u00e4umte. Er kritisierte, man verschlimmere die Lage noch, indem man repressive Politik betreibe, anstatt das Vertrauen der M\u00e4rkte wieder herzustellen. Er wurde ganz knapp zum Wirtschaftsdromorniss gew\u00e4hlt, es ist nach 1811 bis 1815 seine zweite Einstellung in diesem Amt, nachdem er 1815 mit seiner Kandidatur auf den Posten des Weltkaisers am Lieben Apfulkrax gescheitert war, mit dessen Politik er mittlerweile jedoch nach eigener Aussage \u00e4u\u00dferst zufrieden ist. Sein wichtigstes Projekt, eine weitreichende Kreditreform auf internationaler Ebene, steht nun kurz vor dem Abschluss. In naher Zukunft sollen dann auch Staaten direkt am wirtschaftlichen Geschehen teilhaben k\u00f6nnen, nicht nur in Form von Wertpapieren wie zum Beispiel Staatsanleihen, sondern auch durch die direkte Vergabe von Darlehen und Krediten an Unternehmen und Banken. Kritiker sehen diese Reform als sehr riskant an, Bef\u00fcrworter sprechen von der besten L\u00f6sung aus Krisen heraus. Die Anforderungen zur Vergabe solcher Kredite sollen geringer sein, als bei der Vergabe durch Kreditinstitute.<\/p>\n<p>&#8222;Damit k\u00f6nnen wir ganz schnell und unkompliziert Wege finden, wie wir sanierungsbed\u00fcrftigen Unternehmen, die ganz eindeutig systemrelevant sind, aus der Klemme helfen&#8220;, bekr\u00e4ftigt Fatra sein Prestigeprojekt. &#8222;Wege aus der Krise f\u00fchren nur \u00fcber Investitionen. Und durch diese Reform rechnen wir mit einem Investitionsvolumen von mehreren hundert Billionen Schillingen pro Jahr.&#8220; Viele Wirtschaftsexperten sehen in seinem Vorhaben einen sehr mutigen Schritt, der bei richtiger Anwendung tats\u00e4chlich sehr schnell gew\u00fcnschte Effekte erzielen k\u00f6nnte. &#8222;Vertrauensw\u00fcrdiger als Staaten k\u00f6nnen Kreditgeber nicht sein. Daher sind die Ausfallrisiken extrem gering, wodurch Unternehmen schnell wieder auf die Beine kommen w\u00fcrden&#8220;, sagt zum Beispiel TROPO-Chef Valentin Nuhrhoff. Nuhrhoff, von dem einige Medien behaupten, er k\u00f6nne der n\u00e4chste Chef der Meadowhousischen Staatskasse werden (Heinrich Luskas Vertrag endet 1821), f\u00fchrt dar\u00fcber hinaus die Baumhauswelt als Beispiel an: &#8222;1813 hatte eine der gr\u00f6\u00dften Banken der Baumhauswelt, die Schlaben-KKB, massive Liquidit\u00e4tsprobleme, die existenzbedrohend waren. Mit einer Ausnahmeregelung konnte der betreffende Staat damals einen Kredit von umgerechnet rund 110 Milliarden Schillingen an die Bank geben, die sich daraufhin sehr schnell wieder erholte. Heute, sieben Jahre sp\u00e4ter, ist der Kredit samt Zinsen inzwischen vollst\u00e4ndig getilgt, so gut geht es dem Institut heute. Die Meadowhousische Staatskasse w\u00fcrde mit einer solchen Regelung gar nicht mehr in die Lage geraten, in die sie Anfang 1818 geraten war.&#8220; Damals klaffte eine gigantische L\u00fccke im Verm\u00f6gen der Staatskasse, die nur durch eine Finanzspritze aus einem internationalen Fonds und wohl auch unter gro\u00dfer Mithilfe des Finanzministeriums geschlossen werden konnte. Heute schreibt die Staatskasse zum ersten Mal seit Fr\u00fchling 1817 wieder deutliche schwarze Zahlen.<\/p>\n<p>Es gibt jedoch nicht nur Bef\u00fcrworter von Fatras Kreditreform. Kritiker werfen dem Wirtschaftsdromorniss ein gewagtes Spiel mit dem Feuer vor, in dem er noch gr\u00f6\u00dferen Schaden anrichten k\u00f6nnte, als den, den er meint, beheben zu k\u00f6nnen. &#8222;Es ist ganz eindeutig, dass Fatras Reform bedeutet, dass Staaten zu klaren Teilnehmern auf den internationalen Finanzm\u00e4rkten werden. Das k\u00f6nnen sie aber gar nicht, da sie keine Unternehmen sind. De facto behandelt Herr Fatra sie aber als solche&#8220;, mahnt etwa Burkhard Weber, Finanzanalyst des Fachmagazins <em>ECO.<\/em> &#8222;Die Gefahr, dass im Falle einer erneuten schweren Krise, ganze Staaten unmittelbar in den Abgrund gezogen werden, ist un\u00fcbersehbar. Der Wirtschaftsdromorniss denkt bei seinen Pl\u00e4nen leider nur sehr kurzfristig.&#8220; Dar\u00fcber, dass diese Pl\u00e4ne ein schnelles Ende der Rezession herbeif\u00fchren k\u00f6nnen, ist man sich beinahe auf der ganzen Welt einig. Dass jedoch langfristig daraus eine Katastrophe resultieren k\u00f6nnte, sehe Fatra nicht, so seine Kritiker. Laut Weber zieht auch Nuhrhoffs Vergleich mit der Schlaben-KKB nicht: &#8222;Die Baumhauswelt hat der Schlaben-KKB nur geholfen, weil es dort f\u00fcr solche F\u00e4lle eine absolute Ausnahmeregelung gibt. Herr Fatra will aus dieser Ausnahmeregelung auf der Lieben Welt eine allgegenw\u00e4rtige einfache gesetzliche M\u00f6glichkeit schaffen. So etwas ist nicht vergleichbar.&#8220; Darauf angesprochen entgegnete der Wirtschaftsdromorniss, dass er selbst nicht einfach ein neues Gesetz schaffe, da jeder Staat es letztendlich selbst zu entscheiden h\u00e4tte: &#8222;Ich schreibe keinem Staat vor, ob er ein solches Gesetz verabschiedet oder nicht. Jedes Land hat individuell die M\u00f6glichkeit, die Rahmenbedingungen f\u00fcr die Reform zu schaffen, oder dies zu unterlassen. Wem das Risiko zu hoch ist, der braucht es nicht einzugehen.&#8220; Bei Burkhard Weber verursacht diese Aussage nur Kopfsch\u00fctteln: &#8222;Velka Fatra wei\u00df ganz genau, dass, wenn ein Staat dem zustimmt, es automatisch auch alle anderen Staaten ebenfalls einf\u00fchren m\u00fcssen, die zum ersten Staat Handelsbeziehungen pflegen, da sonst ein krasser Wettbewerbsnachteil entsteht. Diese Aussage ist ein Alibi, mit dem er jetzt schon in geweiser Voraussicht die Verantwortung von sich schiebt.&#8220; Auch Gewerkschaften, Arbeitnehmerverb\u00e4nde und Verbraucherzentralen schlagen Alarm, da sie bef\u00fcrchten, das Geld f\u00fcr Kredite k\u00f6nnten Staaten aus \u00f6ffentlichen Kassen nehmen. Fatra entgegnete dem, er werde sich sofort einschalten, wenn ein Staat dies tats\u00e4chlich machen sollte. Die gesetzlichen Beschr\u00e4nkungen hierf\u00fcr m\u00fcssten klar eingehalten werden.<\/p>\n<p>Doch nicht nur die Kreditreform hat Fatra auf den Weg gebracht. Er hat weitreichende Visionen f\u00fcr die Liebe Welt geplant. Wie er bereits im Wahlkampf ank\u00fcndigte, will er rund 900 Milliarden Schillinge in die Erforschung der k\u00fcnstlichen Intelligenz investieren. Dazu will er \u00fcber Au\u00dfendromorniss Hemes Rems einen engen Draht zur Roboterwelt kn\u00fcpfen, und eine Kooperation anstreben. &#8222;Zusammen mit der Roboterwelt k\u00f6nnen wir ein enormes Potenzial aussch\u00f6pfen, wir reden hier von Millionen neuer Arbeitspl\u00e4tze und einem Investitionsvolumen knapp unter der Billionen-Grenze&#8220;, betont der Wirtschaftsdromorniss. Konservative Kreise, auch aus seinem Heimatland Mittelland, kritisieren dieses Vorhaben, sehen das Wachstumspotenzial im technischen Bereich bereits weitestgehend ausgesch\u00f6pft, bef\u00fcrchten jedoch auch den Kontrollverlust bei einem zu hohen Einsatz von KI. Auch Arbeitnehmerverb\u00e4nde sehen dieses Vorhaben kritisch, da sie genau das Gegenteil von dem bef\u00fcrchten, was Fatra als positiven Effekt anf\u00fchrt. &#8222;Durch KI werden wir langfristig Arbeitspl\u00e4tze verlieren, nicht hinzugewinnen&#8220;, merkt sogar Arbeitsminister Alfons Setterstedt (WVD) an. Es gibt jedoch hier auch sehr viele Unterst\u00fctzer von Fatras Pl\u00e4nen, auch Sozialdromorniss Amadeus Sininger, der entgegen der Meinung vieler Arbeitsminister, gute Chancen f\u00fcr den weltweiten Arbeitsmarkt sieht: &#8222;Die Menschheit hat sich schon mehrmals Sorgen gemacht, dass durch den technischen Fortschritt Arbeitspl\u00e4tze verloren gehen. Bisher ist immer das Gegenteil von dem passiert, es sind mehr Arbeitspl\u00e4tze entstanden. So sehe ich das hier auch. Vor allem technische Berufe werden unheimlich von diesem Investitionsprogramm profitieren. Ich sehe durch Velka Fatras Plan sehr gute M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Arbeitsm\u00e4rkte.&#8220;<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus will der Wirtschaftsdromorniss die Weltwirtschaft &#8222;smarter machen&#8220;, wie er es nennt. Er plant Gespr\u00e4che mit mehreren Staats- und Regierungschefs, sowie deren Wirtschafts- und Finanzministern, um auszuloten, wie deren Standpunkte zu einer Wirtschaftsgemeinschaft aussehen. &#8222;Ich denke, es k\u00f6nnte unheimlich viel bewegen, wenn wir Wirtschaftsgemeinschaften bilden, in denen freier Handel, offene Grenzen und stabile Handelsbeziehungen herrschen. Es gibt in anderen Welten bereits viele solcher Gemeinschaften, nur wir auf der Lieben Welt haben so etwas gar nicht. Wir schlie\u00dfen bestenfalls Deals mit anderen Staaten ab, die aber auch nur bilateral sind und immer wieder erneuert werden m\u00fcssen&#8220;, erkl\u00e4rte Fatra. Multilateralit\u00e4t sei hier das Stichwort. Er plane auch nicht eine gro\u00dfe Gemeinschaft, sondern mehrere kleine, die wiederum untereinander Freihandelsabkommen abschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Sehr konkrete Planungen g\u00e4be es bereits f\u00fcr eine Gemeinschaft aus Mittelland, Rh\u00fben, Avasjanrav, Blumenparadies und Miwan. Diese k\u00f6nnte den Namen Atca-Union tragen. Sehr weit fortgeschritten sind diese Gespr\u00e4che und Planungen aber noch nicht. Diese \u00c4u\u00dferungen Fatras fielen auch immer mal wieder im Wahlkampf, waren dort aber eher als langfristige Visionen gedacht. Dass er jetzt aber nach ein paar Monaten im Amt bereits solche Gespr\u00e4che f\u00fchren will, zeigt eine fast schon hektische Betriebsamkeit des Wirtschaftsdromornisses. Ob er mit solchen Pl\u00e4nen weit kommt, ist jedoch noch v\u00f6llig unklar. Wirtschaftsminister Voldemort und Au\u00dfenminister von Ryssen zeigten sich auf Nachfrage eher zur\u00fcckhaltend, aber betonten auch, dass man sich erst einmal ein Bild \u00fcber die Vorstellungen Fatras machen m\u00fcsse. Auch K\u00f6nig Percival zeigte sich grunds\u00e4tzlich aufgeschlossen gegen\u00fcber solchen Pl\u00e4nen. Mit Innendromorniss Kalaar Moleskar hat Fatra jedoch nach eigener Aussage \u00fcber dieses Vorhaben noch nicht gesprochen. Doch auch dieser hat sich immer wieder positiv \u00fcber Handelsgemeinschaften ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Die Weltwirtschaft ist derweil im Begriff, sich wieder langsam zu erholen. Nach dem B\u00f6rsencrash vor zweieinhalb Jahren wurde das verhindert, was in vielen Beispielen auf anderen Welten immer wieder passiert ist. Eine W\u00e4hrungskrise. Schilling, Tropal und Pfund verloren zwar erwartungsgem\u00e4\u00df, jedoch nicht so viel wie teilweise in anderen Krisen. Als 1711 die B\u00f6rsen weltweit ins Bodenlose st\u00fcrzten, gab es eineinhalb Jahre sp\u00e4ter einen Laib Brot f\u00fcr 10.000 Taler. Als Konsequenz wurde 1730 der Schilling eingef\u00fchrt, der noch heute die am weitesten verbreitete W\u00e4hrung der Lieben Welt ist. So wird der September 1817 wohl eher als &#8222;Schock&#8220; in die Geschichte eingehen, eine wahrhafte Krise brach trotz wankender Weltwirtschaft nie wirklich aus. Bis heute sind weltweit durch die Pleite der mittell\u00e4ndischen Capital Reserve und deren Folgen wohl rund 15 Millionen Arbeitspl\u00e4tze verloren gegangen, 1711 waren es rund 120 Millionen. Zwar kann noch lange nicht von Aufschwung die Rede sein, Experten erwarten dies erst in fr\u00fchestens zwei Jahren, die aktuelle Stagnation gibt aber zumindest wieder einen Anlass zur Hoffnung. Viele damals fast bankrotte Banken haben sich mittlerweile stabilisiert, in Meadowhouse schreiben die angeschlagene Staatskasse und die Immobilienbank Schr\u00f6der wieder schwarze Zahlen. Einzig die Investmentbank Meadowhouse steht nach wie vor auf der Abschussrampe, allerdings eher wegen der kriminellen Machenschaften in deren Chefetagen. Die Prozesse gegen die Beteiligten werden wohl auch noch etwas andauern. Finanzdromorniss Lord Knackser gab bereits vorsichtig Entwarnung: &#8222;Das Tal haben wir durchschritten. Jetzt folgt eine kurze Ebene, bevor wir bald wieder einen Aufschwung erleben d\u00fcrfen. Wichtig ist jetzt jedoch, den M\u00e4rkten keinen Anlass zu verfr\u00fchter Euphorie zu geben. Die Situation ist nach wie vor sensibel.&#8220; Auch Finanzminister Hubmaier sieht f\u00fcr die meadowhousische Situation gute Aussichten, auch aufgrund des monet\u00e4ren Potenzials der schrittweisen Ann\u00e4herung an Gr\u00fcnland.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcberraschende Wende: Rems und Herme \u00fcbernehmen Schiefermine in Wiesenhausen-H\u00f6hlenpark<\/strong><\/p>\n<p>Eine der vielen Gro\u00dfbaustellen der meadowhousischen Wirtschaft scheint endlich fertig zu sein. Die nicht enden wollende Posse um die Schiefermine im Wiesenhausener Stadtteil H\u00f6hlenpark auf dem R\u00fccken der Arbeiter hat eine \u00fcberraschende Wendung bekommen. Die WVD konnte sich im Koalitionsstreit gegen den BdH durchsetzen und boxte die Pl\u00e4ne der Privatisierung nun im Stadtrat durch. Die K\u00e4ufer sind auch nicht irgendwer. Die beiden Dromornisse Gerhard S. Herme und Hemes F. Rems \u00fcbernehmen zu jeweils 50 % komplett die Betreibergesellschaft der Schiefermine und retten sie damit wahrscheinlich vor der partiellen Schlie\u00dfung. Die Gespr\u00e4che hatten nach unseren Informationen erst vorige Woche begonnen.<\/p>\n<p>Das Thema war einer der Hauptgr\u00fcnde, weshalb in der Hauptstadt seit Monaten jegliche Sachpolitik auf Eis gelegt war. Zusammen mit dem Projekt Schwarzbach, der geplanten \u00d6lraffinerie in Waldhausen, sorgte die Zukunft der traditionsreichen Schiefermine f\u00fcr einiges Kopfzerbrechen im Stadtrat. WVD und Koalitionspartner BdH waren sich uneins. Die WVD um B\u00fcrgermeister Cornelius wollte den am Ende des Jahres auslaufenden Betreibervertrag nicht weiterverl\u00e4ngern und die Mine aus Kostengr\u00fcnden an Investoren verkaufen. Der BdH war dagegen, wollte die Mine weiterhin in Stadtbesitz behalten und so die rund 2500 Arbeitspl\u00e4tze sichern. Im Streit scheint sich nun die WVD durchgesetzt zu haben, die Schiefermine wird komplett an zwei Investoren verkauft. Dass der BdH zustimmte, liegt wohl vor allem daran, dass es sich dabei um Hemes Rems und Gerhard Herme handelt, die nicht nur als Politiker und Fu\u00dfballtrainer, sondern auch als Unternehmer einen tadellosen Ruf genie\u00dfen. Dank ihres Engagements d\u00fcrfte es nun wohl zu keinen Arbeitsplatzeinbu\u00dfen kommen, die Besch\u00e4ftigten k\u00f6nnten nun also wieder ruhigeren Zeiten entgegen sehen. Letzte Woche hatte sich wohl zun\u00e4chst Au\u00dfendromorniss Hemes F. Rems als potentieller K\u00e4ufer angeboten, sp\u00e4ter schaltete sich auch Gerhard Herme ein. Beide sollen wohl nun jeweils 50 % Anteil erworben haben, genaueres muss wohl noch im sp\u00e4ter aufgesetzten Gesellschaftsvertrag gekl\u00e4rt werden. Der Kaufpreis lag nach offiziellen Best\u00e4tigungen bei 97 Millionen Tropalen, was noch deutlich \u00fcber dem Marktpreis von 72 Millionen Tropalen liegt. Somit ist klar, dass die Schiefermine von einer Kommunal-GmbH in eine private GmbH umgewandelt wird, eventuell k\u00f6nnte sp\u00e4ter eine Umwandlung in eine GmbH &amp; Co. KG folgen, falls andere Anteilseigner mit einsteigen sollten. Dass eines Tages mal Aktien ausgegeben werden, ist jedoch ziemlich unwahrscheinlich, da der Gewinn in den kommenden Gesch\u00e4ftsjahren bestenfalls knapp im schwarzen Bereich landen d\u00fcrfte aufgrund der schwierigen Auftragslage.<\/p>\n<p>Rems und Herme haben den Kauf bereits best\u00e4tigt, man will schnellstm\u00f6glich ein Konzept zur kurzfristigen Finanzierung und Liquidit\u00e4tsplanung erarbeiten. Dabei wird die Stadt noch eng mit eingebunden, da sie bis zum Ende des Jahres 1819 noch der Eigner der Mine ist. Ab dann \u00fcbernehmen die beiden Dromornisse das Ruder. Bereits bei K&amp;A sa\u00dfen sie im Vorstand, Hemes Rems war von 1809 bis 1812 Chef der Spedition Hogwarts GmbH &amp; Co. KGaA, die er an die B\u00f6rse f\u00fchrte. Gerhard Herme kaufte indes 1813 die Reederei Crown-Line und managte den B\u00f6rsengang und verdoppelte dabei den Firmenwert. Er ist dort mittlerweile in den Aufsichtsrat gewechselt. Beste Referenzen also, zumal das Verm\u00f6gen beider im Phantastilliarden-Bereich liegt und damit zur Not auch mit privaten Mitteln nachgeholfen werden k\u00f6nnte, auch wenn die rechtlichen Bestimmungen diesbez\u00fcglich relativ kompliziert sind. F\u00fcr die Angestellten und Arbeiter kommt die Meldung einem Geschenk des Himmels gleich. Seit anderthalb Jahren, als klar war, dass die WVD verkaufen wollte, mussten die Besch\u00e4ftigten um ihren Job f\u00fcrchten, da auch die restlichen Investorenangebote alle einigerma\u00dfen fadenscheinig schienen. Von Aufspaltung war die Rede, Sch\u00e4chte sollten teilweise privatisiert werden, teilweise in st\u00e4dtischer Hand bleiben. Viele Heuschrecken rieben sich bereits die H\u00e4nde, witterten das Gesch\u00e4ft mit maroden Unternehmen, die man f\u00fcr kleines Geld aufkauft, die Angestellten entl\u00e4sst und f\u00fcr ein Vielfaches weiterverkauft. Bei den Gr\u00fcnderv\u00e4tern des K\u00f6nigreichs kann man sich wohl sicher sein, dass eine solche Absicht nicht existiert. Zumal Rems und Herme bereits einmal der Schiefermine aus der Patsche halfen. 1809, als die Schiefermine in gro\u00dfer finanzieller Not war, halfen die beiden mittels Finanzspritzen aus und arbeiteten sogar einige Monate mit. Anschlie\u00dfend kauften sie einen Teil des Grundst\u00fccks, auf dem H\u00e4user f\u00fcr die Arbeiter entstanden inklusive Freizeitm\u00f6glichkeiten. In Zusammenarbeit mit Freib\u00e4der Geysir wurde oberhalb der Schiefermine ein Baggersee angelegt, in dem nicht nur gebadet, sondern aus dem auch K\u00fchlwasser f\u00fcr die Sch\u00e4chte gewonnen werden kann. Damals retteten Hemes Rems und Gerhard Herme bereits einmal die Mine.<\/p>\n<p>Ihr zweites Engagement m\u00fcndet nun in eine vollst\u00e4ndige \u00dcbernahme. Zugleich k\u00f6nnte sich der Streit im Wiesenhausener Stadtrat nun endlich aufl\u00f6sen, da alle Parteien mit dieser L\u00f6sung zufrieden scheinen. Wird jetzt noch das Projekt Schwarzbach endg\u00fcltig vom Tisch ger\u00e4umt, k\u00f6nnte man endlich wieder zu Sacharbeit kommen. Demzufolge k\u00f6nnte diese \u00fcberraschende Wendung nun auch zu einer Wende in der Wiesenhausener Politik f\u00fchren. Zu w\u00fcnschen w\u00e4re es jedenfalls. Einen Namen hat die Rems&#8217;sche-Herme&#8217;sche Betreibergesellschaft, die ab dem 1. Januar 1820 ihre Gesch\u00e4fte aufnimmt, auch schon: &#8222;Rems &amp; Herme Schiefermine H\u00f6hlenpark GmbH&#8220;. Beide Dromornisse sind dabei Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer mit gleichen Befugnissen, jedoch verschiedenen Ressorts. Im Einzelnen wird dies wohl noch er\u00f6rtert werden, sicher ist: Die Schiefermine ist gerettet!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfrazzia bei der Investmentbank Meadowhouse &#8211; Schwerwiegender Manipulationsverdacht<\/strong><\/p>\n<p>Ermittler haben am Freitagvormittag die Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume der Zentrale der Investmentbank Meadowhouse in Frankenthal durchsucht. Dabei beschlagnahmten sie hunderte Akten und EDV-Objekte, wenige Stunden zuvor leitete die Staatsanwaltschaft Wiesenhausen Ermittlungen wegen des Verdachts der Marktmanipulation ein. Dabei geht es wohl um den Goldpreis. Parallel wurden in weiteren Filialen der Bank in Meadowhouse, Paradies und Mittelland ebenfalls die R\u00e4ume durchsucht und Beschlagnahmungen vorgenommen. Allerdings richten sich die Vorw\u00fcrfe auch gegen die paradiesische PWG, die mittell\u00e4ndische Invest Capitol und die miwanische Lux-Commerz, wo bereits am Donnerstagabend Razzien durchgef\u00fchrt wurden. Den Banken wird wie der Investmentbank Meadowhouse Marktmanipulation vorgeworfen. Zudem wurden von allen Banken Vorstandsmitglieder vorl\u00e4ufig festgenommen.<\/p>\n<p>Laut Informationen unseres Portals, Zeitungsgespenst sowie des Paradieser Landesanzeigers sollen die vier Gro\u00dfbanken abgesprochene Marktmanipulationen am Goldpreis vorgenommen haben. Angeblich soll dasselbe mit dem Silberpreis passiert sein. Dabei wurde wohl die Methode des sogenannten &#8222;Spoofings&#8220; eingesetzt. Mithilfe dieser Manipulation lenken die Banken durch Scheinangebote den Preis f\u00fcr bestimmte Produkte, in dem Fall f\u00fcr mindestens zwei Edelmetalle. Die Banken setzten Termine f\u00fcr Kauf und Verkauf zu bestimmten Preisen an, zogen diese dann im letzten Moment zur\u00fcck und dr\u00fcckten oder steigerten damit den internationalen Preis beliebig. Dadurch liegt auch der Verdacht der verbotenen Spekulation mithilfe von Insiderwissen nahe. Die Vorw\u00fcrfe gegen die\u00a0Investmentbank Meadowhouse\u00a0beziehen sich auf den Zeitraum von April 1812 bis mindestens September 1817, bei den restlichen Banken reichen die Vorw\u00fcrfe teilweise noch bis ins letzte Jahrzehnt zur\u00fcck. Geplant und durchgef\u00fchrt sollen die Manipulationen wohl vom Hauptunterh\u00e4ndler der Investmentbank Meadowhouse, der IBM-Actum Inc., worden sein, auf Initiierung des Vorstandes der Investmentbank Meadowhouse und Vorstandschef Rolf Klinghaus und Aufsichtsratchef Karl-Heinz Wiesenblom. Die B\u00f6rsenaufsicht am paradiesischen SCHILL soll Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten bei den Preisschwankungen von einer Unze Gold zuerst bemerkt haben und sich mit den entsprechenden Banken in Verbindung gesetzt haben, diese sollen jedoch jede Einflussnahme abgestritten haben. Als sich die Verdachtsmomente f\u00fcr die Aufsicht erh\u00e4rteten, wurden\u00a0zun\u00e4chst Finanzdromorniss Knackser und Justizdromorniss Herme informiert, auch Wirtschaftsdromorniss Betz habe fr\u00fch Kenntnis erhalten. Nach einer Tagung am Mittwoch im Palaces\u00a0Monda, bei der auch Weltherrscher Apfulkrax anwesend\u00a0war, wurden schlie\u00dflich die Justizministerien der L\u00e4nder Paradies,\u00a0Miwan, Mittelland und Meadowhouse eingeschaltet, hierzulande ordnete Justizministerin van Wessels (VCS) die\u00a0Razzien durch die Wiesenhausener Staatsanwaltschaft an. Der Leiter des Dezernats f\u00fcr Wirtschaftskriminalit\u00e4t,\u00a0Oswald Bienenstock, sagte auf\u00a0telefonische Anfrage unseres Portals: &#8222;Wir haben schwerwiegende Verdachtsmomente gegen die Investmentbank Meadowhouse und auch vier Vorstandsmitglieder vorl\u00e4ufig wegen akuter Fluchtgefahr festgenommen. Gegen andere meadowhousische Banken und Kreditinstitute wird derzeit nicht ermittelt. Wir pr\u00fcfen jetzt das gesammelte Material und werten es aus. Dann sehen wir weiter.&#8220;<\/p>\n<p>Die Frage, wie so etwas m\u00f6glich ist, trotz hinreichender interner Warnsysteme, die\u00a0automatisch anschlagen, wenn die Anzugherren hinter den Monitoren gesetzeswidrige Handlungen vornehmen, besch\u00e4ftigt die Ermittler am meisten, sollte der Verdacht stimmen. Dies kann eigentlich nur bedeuten, dass jeder im Hause der Investmentbank \u00fcber die Handlungen informiert war und die Warnsysteme absichtlich ignoriert wurden. Die H\u00e4ndler bei IBM-Actum bekamen bei ihren Manipulationen freie Hand und konnten sich wohl ausreichend mit den anderen Gro\u00dfbanken absprechen, ob man den Goldpreis erh\u00f6ht\u00a0oder wahlweise senkt. Namen nannte Bienenstock nicht, sprach aber von &#8222;Verdachtsmomenten auf\u00a0verschw\u00f6rerisches Verhalten und betr\u00fcgerischer T\u00e4uschung&#8220;. Mitten in der schwelenden Finanz- und Vertrauenskrise ist dies nat\u00fcrlich eine weitere Hiobsbotschaft und gerade\u00a0f\u00fcr Meadowhouse nach der Gerade-Noch-Konsolidierung der Meadowhousischen Staatskasse letztes Jahr ein\u00a0herber R\u00fcckschlag im Kampf gegen fehlendes Vertrauen in die Finanz- und Wirtschaftswelt. K\u00f6nig Percival I. \u00e4u\u00dferte sich bislang noch nicht zu den Vorw\u00fcrfen, es wird von ihm ohnehin erst eine Stellungnahme\u00a0erwartet, wenn sich der Verdacht best\u00e4tigt oder nicht best\u00e4tigt. Die Aktie der Investmentbank Meadowhouse sackte allein am Freitag um\u00a06,45 % ab, das macht einen Wochenverlust von rund 7,32 % und damit Rekord f\u00fcr dieses zugegeben noch junge Jahr. Anleger bef\u00fcrchten nun bei einer\u00a0Best\u00e4tigung des Verdachts eine gigantische Strafzahlung und dass diese von der Dividende am Ende des Jahres abgezogen wird. Am Ende w\u00fcrden also &#8211;\u00a0mal wieder &#8211; die Aktion\u00e4re die Zeche zahlen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die internationale Finanzwelt w\u00fcrde ein Prozess gegen die Banken einem postapokalyptischen Nachbeben der Capital-Reserve-Pleite im August 1817 gleichkommen. Das ohnehin schon ersch\u00fctterte Vertrauen w\u00fcrde noch st\u00e4rker sinken und\u00a0der Handel k\u00f6nnte noch einmal einen \u00e4hnlichen R\u00fcckgang erleiden wie vor anderthalb Jahren. Derzeit gibt es einen relativ geringen aber stetigen R\u00fcckgang des Handels auf der Lieben Welt, nun k\u00f6nnte es mit einem Schlag nochmal mehrere Treppenstufen auf einmal nach unten gehen. Oswald Bienenstock k\u00fcmmert dies jedoch ausdr\u00fccklich nicht: &#8222;Wenn wir gen\u00fcgend\u00a0Anhaltspunkte haben, streben wir nat\u00fcrlich einen Prozess an, ob die Weltwirtschaft nun l\u00e4uft oder nicht. Und dann haben nicht wir\u00a0selbiger geschadet, sondern sie sich selbst.&#8220; Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Aufgrund der Menge des beschlagnahmten Materials wird es wohl einige Monate dauern, bis\u00a0feststeht, ob es tats\u00e4chlich zu einem Prozess gegen die Investmentbank Meadowhouse und gegen die anderen mutma\u00dflich mitbeteiligten Gro\u00dfbanken kommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>TROPO reagiert erleichtert auf Wahlergebnis\u00a0&#8211; Wirtschaftswelt optimistisch<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Reichstagswahl hatten viele Menschen, die der Wirtschaftswelt nahestehen, mit Spannung die Reaktion des TROPOs erwartet. Bei einem Linksruck w\u00e4re wohl mit einer panischen Reaktion der B\u00f6rse zu rechnen gewesen, im Inland wie im Ausland. Da der Linksruck in gro\u00dfen Teilen ausblieb, machte der TROPO nachdem das Endergebnis feststand, einen gro\u00dfen Satz nach oben. Die Wiederwahl Schwalbenschwanz&#8216;, sowie das gute Abschneiden von WVD und VCS macht die B\u00f6rsianer optimistisch f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p>&#8222;Wir begr\u00fc\u00dfen das Wahlergebnis und sind nat\u00fcrlich erfreut, dass die FED nicht allzu gro\u00dfe Gewinne gemacht hat und auch die MSP hinter den Erwartungen zur\u00fcck geblieben ist. Wir brauchen weiter eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft, vor allem in diesen schwierigen Zeiten. Das Handeln im Falle der meadowhousischen Staatskasse hat gezeigt, wie ein gutes Zusammenspiel aus Politik und Wirtschaft funktioniert. Wir hoffen nat\u00fcrlich, dass wir darauf in Zukunft ebenfalls bauen k\u00f6nnen&#8220;, sagte der Vorsitzende des Verbandes der meadowhousischen Industrie Albrecht Darandinger. Der TROPO machte bis zum Dienstagabend ein Plus von 2,57 %, was seit Ausbruch der Finanzkrise vor einem Jahr das gr\u00f6\u00dfte Plus darstellt. In Frankenthal hofft man, dass die drohenden Einschnitte seitens der Politik nun zum gr\u00f6\u00dften Teil ausbleiben. Das gute Ergebnis des BdH jedoch bereitet der Bankenwelt dann doch einige Kopfschmerzen, da auch Schwalbenschwanz&#8216; Partei angek\u00fcndigt hat, die Finanzwelt k\u00fcnftig st\u00e4rker zu regulieren.<\/p>\n<p>Ein Anstieg der Kapitalertragsteuer wird nun unvermeidlich werden, wenn K\u00f6nig Johannes da mitspielt, auch ein Kontrollorgan, welches die Bankenwelt genauer unter die Lupe nehmen soll, ist durch die Wiederwahl des Kanzlers wahrscheinlicher geworden. Heinrich Luska, Chef der Staatskasse, ist dennoch erleichtert, dass es keine linke Mehrheit im Parlament gibt: &#8222;Die W\u00e4hler haben bewiesen, dass Panikmache bei ihnen nicht zieht. Dieses Ergebnis ist gut f\u00fcr uns, da die v\u00f6llig hirnrissige Politik der linken Fraktion im Saal der Gespenster nun nicht umgesetzt wird. Das ist eine gute Nachricht f\u00fcr den Standort Meadowhouse und damit auch f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung, die davon langfristig profitieren wird.&#8220;<\/p>\n<p>Eine Koalition mit den MCM w\u00fcrden zwar viele aus der Wirtschaftswelt weiterhin vor einer Koalition mit der VCS bevorzugen, allerdings haben sich viele auch bereits mit dem Stand der Dinge abgeschlossen und sehen einer wahrscheinlichen gr\u00fcn-blau-grauen Koalition mit Optimismus entgegen: &#8222;Solch eine Koalition hatten wir ja bereits von 1810 bis 1814 und in der Zeit ist unser Land wirtschaftlich unfassbar nach vorne gekommen. Zudem h\u00e4tten wir dann mit Heinrich Hubmaier wieder einen extrem kompetenten Finanzpolitiker in der Regierung, der sicherlich mit seinem Fachwissen vieles zum Guten wenden kann&#8220;, sagte Darandinger gegen\u00fcber dem WRF. Manch einer hofft gar, Hubmaier k\u00f6nne wieder Finanzminister anstelle von Eduard Pflanze werden, der in der Industrie bisher nicht den Ruf seines Vorg\u00e4ngers genie\u00dft, trotz seines erfolgreichen Einschreitens bei der Meadowhousischen Staatskasse. &#8222;Sicher ist, dass wir auch in den kommenden Jahren weiterhin unseren Mitarbeitern garantieren k\u00f6nnen, dass es nicht zu Massenentlassungen kommen wird. Bei einem Wahlsieg der Linken h\u00e4tten wir das bei deren irrealen Vorstellungen nicht mehr tun k\u00f6nnen. Insofern ist es auch ein sehr guter Tag f\u00fcr Millionen von Arbeitnehmern in Meadowhouse&#8220;, stellte Darandinger zudem fest. Die Erleichterung von Industrie und Banken ist deutlich zu sp\u00fcren. Letztere zittern jedoch noch vor eventuellen Ma\u00dfnahmen, die dem BdH vorschweben. &#8222;Nat\u00fcrlich hoffen wir, der BdH denkt \u00fcber gewisse Punkte ihres Wahlprogramms noch einmal nach, wir setzen dabei nat\u00fcrlich auch auf die beiden anderen Regierungsparteien, egal ob und WVD und MCM oder WVD und VCS&#8220;, sagte Heinrich Luska \u00fcber die geplanten Regulierungsma\u00dfnahmen vom BdH, wie zum Beispiel der Anhebung der Kapitalertragsteuer von 25 auf 30 %. Ob WVD und VCS dagegen tats\u00e4chlich in Koalitionsverhandlungen eintreten werden, ist allerdings unklar.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Wirtschaft war die Wahlnacht auf jeden Fall positiv, denn der gro\u00dfe Ruck der Nation nach links ist ausgeblieben und somit auch viele Konsequenzen f\u00fcr Unternehmen und Banken im Zuge der Finanzkrise. Das letzte Wort ist hier jedoch noch nicht gesprochen, denn wenn n\u00e4chste Woche Percival S. McLeach zum K\u00f6nig gew\u00e4hlt werden sollte, k\u00f6nnten sich die optimistischen Zukunftsvorstellungen von B\u00f6rse, Unternehmen und Banken wieder ganz schnell in Luft aufl\u00f6sen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Meadowhousische Staatskasse hat Liquidit\u00e4tsprobleme &#8211; Finanzkrise auch in Meadowhouse endg\u00fcltig angekommen<\/strong><\/p>\n<p>Lange hat es gedauert, nun k\u00f6nnte auch unser K\u00f6nigreich unmittelbare Auswirkungen der Finanzkrise, die in den letzten Monaten immer mehr global um sich greift, erstmals direkt sp\u00fcren. Und ausgerechnet die eigene Schatzkammer Meadowhouse&#8216; scheint es erwischt zu haben. Die Meadowhousische Staatskasse, die drittgr\u00f6\u00dfte Staatsbank der Welt, hat die Bilanz f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 1817 pr\u00e4sentiert und zudem eine vorl\u00e4ufige Bilanz f\u00fcr das 1. Quartal 1818 in Verbindung mit einer Prognose f\u00fcr die restlichen Quartale dieses Jahres. Die Zahlen sind alarmierend! Die Forderungsausf\u00e4lle und die damit verbundenen Abschreibungen auf die Finanzanlagen &#8211; insbesondere die eigens aufgelegten Hedge-Fonds &#8211; haben die Liquidit\u00e4t der Staatskasse enorm belastet. Und k\u00f6nnten sie weiter belasten.<\/p>\n<p>Die Meldung schlug am Mittwoch ein wie eine Bombe. Mit Spannung war am Dienstag bereits die Bilanz f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 1817 pr\u00e4sentiert worden, die m\u00e4\u00dfigen Erwartungen wurden noch untertroffen. Die Staatskasse schloss mit einem handelsrechtlichen Verlust von knapp 280 Millionen Tropalen (rund 310 Millionen Schillingen) ab. Die vorgenommenen Abschreibungen aus den Gesch\u00e4ften mit in Schieflage geratenen Banken und Kreditinstituten von rund 1,2 Milliarden Tropalen trieben die gr\u00f6\u00dfte meadowhousische Bank und zugleich Nationalkasse tief in die roten Zahlen. Es ist der allererste Verlust in der Geschichte der Staatskasse und zugleich ein gewaltiger. Auch die letzten Optimisten m\u00fcssen nun erkennen, dass ein meadowhousisches Kreditinstitut keineswegs immun gegen eine solche Finanzkrise ist. Gr\u00f6\u00dftes Verlustgesch\u00e4ft war vor allem der Verkauf von verbrieften Hypothekenanleihen, die wegen der Immobilienblase in Mittelland, die bereits zum Kollaps der Capital Reserve vergangenen September sorgte, rapide an Wert verloren hatten und so gut wie unverk\u00e4uflich wurden. Man hat sich schlicht und einfach vor Ausbruch der Krise verspekuliert. Wie in der gesamten Branche, tat die allgemeine Kreditverknappung dann noch ihr \u00dcbriges. Der Wertverlust von mehr als einer Milliarde allerdings ist weit mehr als von Experten und Analysten ohnehin bef\u00fcrchtet. &#8222;Wir sind best\u00fcrzt&#8220;, sagte Bankchef Heinrich Luska.<\/p>\n<p>Die Meadowhousische Staatskasse reiht sich damit nahtlos in die teils dramatischen Verluste gro\u00dfer internationaler Banken ein. Die f\u00fchrenden mittell\u00e4ndischen Banken schrieben bereits Verluste von \u00fcber 60 Milliarden Schillingen wegen der Verluste an den globalen Hypothekenm\u00e4rkten ab. Im gesamten Gesch\u00e4ftsjahr, das bei der Staatskasse am 31. Dezember endet, brach auch der Umsatz erheblich ein. 72 % weniger Einnahmen als in 1816. Immerhin: Seit dem 1. Januar bis gestern nahm der Kurs der Handelsaktie stetig zu, die Anleger hofften wohl auf eine baldige Verdauung aller Lasten. Die Meadowhousische Staatskasse war vergleichsweise stark in schwach besicherten Kreditgesch\u00e4ften (auch &#8222;subprime&#8220;) unterwegs, jahrelang war es das Erfolgsrezept der zu 75 % in staatlicher Hand befindlichen Bank. Doch seit Ausbruch der Finanzkrise strauchelten zwei Hedge-Fonds, laut Bericht der Wirtschaftsmagazins\u00a0<em>ECO<\/em> wird offenbar gegen mehrere Mitglieder des Vorstands ermittelt. Kriminalit\u00e4t in der Staatskasse? Es w\u00e4re auch in der Vertrauensfrage ein Schock f\u00fcr Meadowhouse, gerade weil sie das absolute Aush\u00e4ngeschild wirtschaftlicher und finanzieller St\u00e4rke des K\u00f6nigreichs ist. Angeblich will aber auch die Staatskasse selbst Ermittlungen einleiten, und zwar gegen das miwanische Versicherungsinstitut Compliance Inc. Vorstandschef Luska wirft Compliance vor, einem Hedge-Fonds kurz vor dessen Kollaps problembeladene Wertpapiere der Staatskasse im Wert von \u00fcber 350 Millionen Tropalen ohne deren Einverst\u00e4ndnis aufgeb\u00fcrdet zu haben. Compliance wies die Anschuldigungen sofort zur\u00fcck und bezeichnete diese als Versuch, von der eigenen Verantwortlichkeit abzulenken.<\/p>\n<p>Nach Bekanntgabe der Zahlen f\u00fcr das 1. Quartal 1818 am Mittwoch und der zu erwartenden Zahlen f\u00fcr den Rest des Wirtschaftsjahres kann einem Angst und Bange werden. Das erste Quartal schlie\u00dft man mit einem noch halbwegs hinnehmbaren Verlust von 120 Millionen Tropalen ab, das komplette Gesch\u00e4ftsjahr 1818 k\u00f6nnte aber laut den bankinternen Analysten einen Verlust von \u00fcber 600 Millionen Tropalen bedeuten. Ein solcher Verlust w\u00fcrde die Bank tats\u00e4chlich an den absoluten Abgrund dr\u00e4ngen. Vorstandsboss Luska k\u00fcndigte umgehend Gegenma\u00dfnahmen an und zeigte sich optimistisch: &#8222;Ja, wir haben jetzt bereits Liquidit\u00e4tsprobleme was unser Buchgeld angeht. Wenn wir jetzt nichts tun, verwandelt sich der buchm\u00e4\u00dfige Verlust in einen realen Verlust und dann haben wir Liquidit\u00e4tsprobleme was unsere tats\u00e4chlichen Mittel angeht. Und was das bedeutet, muss ich niemandem klarmachen. Wir haben jedoch bereits mehrere Investitionszusagen aus Mev\u00e1ns, Paradies und Schneckland, teilweise aus den Staatsfonds und aus Staatsanleihen, teilweise auch von privaten Investoren. Ich betone daher noch einmal: Wir haben keinen Grund, in Panik zu verfallen. Wir m\u00fcssen uns \u00fcber die Situation im Klaren sein, d\u00fcrfen aber nicht \u00fcberreagieren.&#8220; Sorgen macht vor allem das Verh\u00e4ltnis zwischen Bilanzsumme und Eigenkapital. Die Bilanzsumme f\u00fcr 1818 liegt bei voraussichtlich 370 Milliarden Tropalen, dem gegen\u00fcber steht laut den Prognosen ein Eigenkapital von gerade einmal 51 Milliarden Tropalen gegen\u00fcber. Finanzminister Pflanze erkl\u00e4rte am Mittwoch auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz diese Problematik: &#8222;Wenn eine Bank Verluste abfangen will, kann sie das entweder \u00fcber Liquidit\u00e4tsspritzen tun oder auf das Eigenkapital zur\u00fcckgreifen. Und da Liquidit\u00e4tsspritzen aus Krediten von anderen Banken und Unternehmen bestehen und dies im Moment viel zu riskant ist, bleibt nur der Weg \u00fcber das Eigenkapital und wenn dies wesentlich geringer ist als die Bilanzsumme, wird es gef\u00e4hrlich.&#8220; Deshalb begr\u00fc\u00dfe es der Finanzminister auch ausdr\u00fccklich, sind Liquidit\u00e4t aus Staatsfonds und Staatsanleihen holen zu wollen, da diese &#8222;momentan am zuverl\u00e4ssigsten&#8220; seien. Von privaten Investoren rate er ab, er wolle diesbez\u00fcglich noch einmal mit Heinrich Luska sprechen. Da die Staatskasse zu drei Vierteln in staatlicher Hand ist, kann Pflanze da tats\u00e4chlich mehr oder weniger die Richtung vorgeben. Abzuwarten bleibe auch, wie der Streit mit der Compliance ausginge: &#8222;Wenn man da tats\u00e4chlich Entsch\u00e4digungen von mehreren hundert Millionen Schillingen bek\u00e4me, w\u00e4re das in der aktuellen Situation \u00e4u\u00dferst wichtig&#8220;, so der Finanzminister, der zwar einen besorgten aber immer noch ruhigen Eindruck machte.<\/p>\n<p>Man sollte sp\u00e4testens jetzt auch hierzulande gewarnt sein. Die Finanzkrise geht nicht an Meadowhouse vorbei, noch nicht mal an der gro\u00dfen Meadowhousischen Staatskasse. Der weitere Verlauf dieses Krimis bleibt in der Tat abzuwarten, jeder sollte beten, dass die Staatskasse die Lage in den Griff bekommt. Ansonsten m\u00fcsse wohl tats\u00e4chlich der Staat mit \u00f6ffentlichen Mitteln eingreifen, denn eine Pleite der Staatskasse ist absolut undenkbar. &#8222;Dann bricht hier alles zusammen&#8220;, meint der Finanzanalyst des\u00a0<em>ECO\u00a0<\/em>Burkhard Weber. Und damit d\u00fcrfte er Recht haben. N\u00e4chste Woche will die Immobilienbank Schr\u00f6der ihre zu erwartenden Zahlen f\u00fcr das Jahr 1818 pr\u00e4sentieren. Champagner wird es da sicher auch nicht geben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mitten in der Krise &#8211; K\u00f6nig Johannes und Lieber Lord Voldemort stellen neue Handelsflotte auf<\/strong><\/p>\n<p>Die Wirtschaftskrise hat sich mittlerweile so auf der Welt breit gemacht, wie das schlechte Wetter in Meadowhouse seit November. Die Unternehmen fahren wenn \u00fcberhaupt nur noch Mini-Gewinne ein, die Ums\u00e4tze sind \u00fcberall r\u00fcckl\u00e4ufig. Da kommt es umso \u00fcberraschender, dass K\u00f6nig und Wirtschaftsminister nun eine komplett neu aufgestellte Handelsflotte vorstellen, die die Weltmeere im Dienste des Landes befahren soll. Verschiedene Werften von Wiesenhausen bis nach Kap Sanorma begannen mit dem Bau bereits 1814, nun wurden mehr als 200 neue staatliche Handelsschiffe vorgestellt, die gemeinsam in diversen H\u00e4fen des Landes vom Stapel laufen sollen. Geplant f\u00fcr den Stapellauf ist der 14. Februar, final abgesegnet durch K\u00f6nig Johannes ist der Termin jedoch noch nicht. Meadowhouse ist damit eines der wenigen L\u00e4nder, das noch eine staatliche Handelsflotte besitzt.<\/p>\n<p>Veraltet war die Handelsflotte schon lange. Daher beschloss K\u00f6nig Johannes 1811 die Flotte abzuschaffen. Jedoch nicht, um den Bereich zu privatisieren, sondern um die Flotte zu erneuern. 1813 wurden die Auftr\u00e4ge vergeben, 1814 begann der Bau. Von der 187 Schiffe umfassenden alten Flotte sollen bis 1825 alle entweder in andere Dienste gestellt, verkauft oder verschrottet werden. Das Projekt kostet insgesamt rund 1,5 Milliarden Tropale. Dass das Projekt tats\u00e4chlich realisiert wird, kommt indes sehr \u00fcberraschend, da viele Politiker, Insider und Wirtschaftsweise eigentlich aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise davon ausgegangen waren, dass die neue Handelsflotte erstmal auf Eis gelegt wird. Dennoch wagt das Wirtschaftsministerium in Kooperation mit K\u00f6nig, Finanz- und Au\u00dfenministerium nun diese gro\u00dfe Investition. Und begr\u00fcndet es wie folgt: &#8222;Gerade jetzt ist es wichtig, die Werften und alle Zulieferer nicht auf den Kosten sitzen zu lassen. Wenn wir jetzt das Projekt so kurz vor dem Abschluss auf Eis legen w\u00fcrden, w\u00fcrde eine ganze Industriesparte riesige Verluste hinnehmen m\u00fcssen&#8220;, so Wirtschaftsminister Lieber Lord Voldemort. K\u00f6nig Johannes erg\u00e4nzte: &#8222;Es sind ja nicht nur verpasste Einnahmen f\u00fcr die Schiffsbauindustrie. Die Schiffe m\u00fcssten abgeschrieben werden, w\u00fcrden an Wert verlieren, die gigantischen Kosten, die die Werften f\u00fcr den Bau aufgenommen haben, w\u00fcrden sich nicht rentieren, es k\u00e4me zu Millionenverlusten. Hinzu k\u00e4me die allgemein schlechte Wirtschaftslage, insbesondere f\u00fcr Gro\u00dfprojekte wie dieses, und wir h\u00e4tten einen ganzen Industriezweig am Rande des Abgrunds. Das ist zwar jetzt leicht \u00fcbertrieben, aber in diese Richtung w\u00fcrde es dann definitiv gehen.&#8220; Der Vorsitzende des Meadowhousischen Schifffahrtsverbandes MSFV Oliver Levermann reagierte erfreut: &#8222;F\u00fcr uns ist das absolut positiv. Nat\u00fcrlich w\u00e4re eine gegenteilige Entscheidung der Regierung eine Katastrophe gewesen, jedoch sind wir nat\u00fcrlich erleichtert und gehen jetzt sehr positiv in dieses Jahr.&#8220; Aus den eigenen Reihen erhielten Wirtschaftsminister und K\u00f6nig breite Unterst\u00fctzung. Kanzler Schwalbenschwanz betonte: &#8222;Ich habe K\u00f6nig Johannes immer zu dieser Entscheidung geraten, mein Parteikollege Lieber Lord Voldemort hat dies hervorragend gemanagt.&#8220; Aus der Opposition gibt es Kritik. Einige sehen die Entscheidung als zu kurz gedacht.<\/p>\n<p>Gerade aus Reihen der FED und der MSP gibt es Gegenwind f\u00fcr die Entscheidung. Auch die MP \u00e4u\u00dferte Kritik. Die VCS lobte dagegen den Entschluss. Politiker des linken Lagers sehen ihn als zu kurz gedacht. &#8222;Besser w\u00e4ren direkte \u00dcbernahmen der Kosten f\u00fcr die vorerst nicht genutzten Schiffe gewesen. Damit h\u00e4tte man bei der Schifffahrtsindustrie einen Absturz der Bilanzergebnisse verhindert&#8220;, sagte MSP-Spitzenkandidatin Mathilda Ehrmann. &#8222;So hat man vielleicht kurzfristig einen positiven Effekt, jedoch wird das nur ein Strohfeuer werden.&#8220; Der Grund? Laut der Opposition d\u00fcrfte die neue Handelsflotte aufgrund der schwierigen Investitons- und Handelssituation weltweit kaum durchschlagenden Erfolg haben. &#8222;Wenn man die Schiffe f\u00fcnf, sechs Jahre hegt und pflegt und dann bei besseren Wirtschaftsbedingungen rausschickt, hat das einen viel besseren Effekt. So wird dieses Projekt mittel- und langfristig gesehen ein Verlustgesch\u00e4ft, ich w\u00fcrde sogar sagen ein Millionengrab&#8220;, bewertet FED-Chef und Spitzenkandidat Herbert Granitzer den Entschluss der Regierung. Gut acht Monate vor den Wahlen d\u00fcrfte hier ein neues Feld aufgeworden worden sein, wo es einige Diskussionen geben wird. Dass jedoch ausgerechnet die linke Seite des Saal der Gespenster pl\u00f6tzlich Investitionen scheut, wirft jedoch auch einige Fragen auf. WVD-Kanzlerkandidat und Sozialminister von Ryssen, f\u00fcr den diese Entscheidung aufgrund der verbesserten Arbeitsplatzsituation in der Schiffbauindustrie ebenfalls ein Segen ist, sieht deswegen hinter der Oppositionskritik reine Wahlkampfmache: &#8222;Acht Monate vor den Wahlen wird nat\u00fcrlich aus Prinzip schon alles von der Opposition kritisiert. Wir k\u00f6nnten als einziges Land Milliardengewinne machen und die B\u00fcrger mit Geldscheinen beschmei\u00dfen, es w\u00e4re momentan trotzdem falsch.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Konjunktur weltweit r\u00fcckl\u00e4ufig &#8211; Meadowhouse erwartet Wirtschaftsr\u00fcckgang um 1,3 % &#8211; Atlantis erholt sich<\/b><\/p>\n<p>Die erwartete Wirtschaftsflaute wirft ihre ersten Schatten voraus. Im abgelaufenen Kalenderjahr 1816 ging das weltweite Wirtschaftsprodukt um 1,5 % zur\u00fcck. Auch f\u00fcr das Jahr 1817 erwarten die Wirtschaftsinstutionen WKLW (Wirtschaftskommission der Lieben Welt), PIWF (Paradiesisches Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung) und ZWW (Zirkel der Wirtschaftsweisen) sowie Wirtschaftsdromorniss Betz einen allgemeinen R\u00fcckgang des Wirtschaftswachstums. In Meadowhouse gehen die Experten von einem Minus von 1,3 % aus. Derweil gibt es aus Atlantis gute Nachrichten.<\/p>\n<p>In 1819 wird der voraussichtliche Tiefpunkt der Konjunkturlage der n\u00e4chsten Jahre sein. So prophezeien es zumindest WKLW und PIWF. Die sogenannte Rezession k\u00f6nnte zwei bis drei Jahre andauern, bevor sich die Wirtschaft wieder erholt. Solche Entwicklungen sind nichts Ungew\u00f6hnliches, sie wiederholen sich circa alle 10 bis 15 Jahre. Die schwerste Wirtschaftskrise nach dem B\u00f6rsencrash am 8. November 1772 wird aber wohl um L\u00e4ngen nicht erreicht werden, sofern alles so l\u00e4uft wie erwartet. Allerdings k\u00f6nnten einige bereits finanziell angeschlagene Staaten noch gr\u00f6\u00dfere Schwierigkeiten bekommen, wie beispielsweise Rh\u00fben, die Silas-Inseln oder Mailodis. Atlantis dagegen, was vor mehr als einem Jahr mit einem Rettungspaket vor der Zahlungsunf\u00e4higkeit gerettet worden war, befindet sich entgegen der weltweiten Wirtschaftslage im Aufwind. Nach der Milliardenzahlung durch den Weltbund im Februar 1816 scheint sich das Land wieder zu erholen. Die Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr \u00fcberraschend um 0,5 %. Trotz der Milliardenzahlung war noch von einem deutlichen Minus ausgegangen worden. &#8222;Uns freut die Entwicklung in Atlantis sehr. Dass wir nat\u00fcrlich jetzt nicht sagen k\u00f6nnen, die Krise sei \u00fcberwunden, ist auch klar, aber der Trend zeigt nach oben und wenn jetzt in Atlantis die richtigen Entscheidungen getroffen und Investitionen get\u00e4tigt werden, geht das Land souver\u00e4n durch die anstehende Rezession geht&#8220;, so Wirtschaftsdromorniss Willi Betz.<\/p>\n<p>Auch bei uns in Meadowhouse macht der Wirtschaftsr\u00fcckgang offenbar Station. In 1816 ging das Bruttoinlandsprodukt um 0,9 % zur\u00fcck, in diesem Jahr erwarten die nationalen Wirtschaftsforschungsinstitute wie das Meadowhousische Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (MIWF) erwarten sogar ein Minus von 1,3 %. Das w\u00e4re seit Bestehen des K\u00f6nigreiches der gr\u00f6\u00dfte R\u00fcckgang. &#8222;Wir sind gewappnet f\u00fcr einen eventuellen Einbruch der Wirtschaftsleistung des Landes&#8220;, so Wirtschaftsminister Lieber Lord Voldemort. Auch Finanzminister Pflanze sieht keinen Grund f\u00fcr Panik: &#8222;Wir haben erst vor Kurzem berechnet, dass die Menschen hierzulande von einem Minus von 1,3 % zum gro\u00dfen Teil nichts sp\u00fcren werden, au\u00dfer eventuell leicht steigende Preise f\u00fcr zum Beispiel Sprit. Allgemein kann man sagen, ist alles bis zu einem Minus von 4 % in einem Jahr f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung nur leicht, wenn \u00fcberhaupt zu sp\u00fcren.&#8220; F\u00fcr die ohnehin schon finanziell gebeutelten Menschen allerdings k\u00f6nnte sich diese beruhigende Aussage schnell als Trugschluss beweisen. Mit Metalle Gr\u00fcnberger meldete ein gro\u00dfes b\u00f6rsennotiertes Unternehmen im letzten Jahr bereits Insolvenz an, nach wie vor sind \u00fcber 2.000 Arbeitspl\u00e4tze in Gefahr, 150 Mitarbeiter wurden bereits entlassen, weitere k\u00f6nnten folgen. Gerade die traditionell wankelm\u00fctige meadowhousische Baubranche f\u00fcrchtet um Auftragseinbr\u00fcche, weil keiner mehr investieren will. Gerade Unternehmen, die mit Gro\u00dfauftr\u00e4gen handeln, wie Bauunternehmen oder andere Konzerne, die wertvolle Dienstleistungen anbieten, m\u00fcssen mit schwindenden Ums\u00e4tzen und roten Zahlen rechnen, da viele Verbraucher jetzt den Fokus auf das Sparen legen. Hier wird es in Zukunt wohl auch Entlassungen und Insolvenzen geben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Valentin Nuhrhoff wird ab 01.09. neuer TROPO-Chef<\/strong><\/p>\n<p>Er gilt als der Guru der meadowhousischen Wirtschaftswissenschaft. Ab September wird B\u00f6rsenkolumnist und Wirtschaftsexperte Valentin Nuhrhoff neuer Chef der meadowhousischen B\u00f6rse. Er l\u00f6st Meinhard Seelmann ab, der mit 73 Jahren in den Ruhestand treten wird.<\/p>\n<p>Der 47-j\u00e4hrige Nuhrhoff, der geb\u00fcrtig aus Sao Gr\u00fcno stammt und nach dem Ostbekenntnis nach Wiesenhausen zog, ist bis heute wichtiger Bestandteil des &#8222;Wochengespenst&#8220;, wo er jede Woche die Rubrik &#8222;B\u00f6rsen und Aktien&#8220; verfasst und die wichtigsten Neuigkeiten am TROPO kurz zusammenfasst, sowie einen kurzen Text \u00fcber die Gewinner und Verlierer der Woche schreibt und die Gr\u00fcnde f\u00fcr Plus bzw. Minus analysiert. Nun soll er sein Fachwissen \u00fcber die B\u00f6rse auch praktisch anwenden. Nuhrhoff war schon monatelang als Nachfolger auf den Chefposten am TROPO gehandelt worden, nachdem bekannt wurde, dass Meinhard Seelmann sein Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis an der Spitze Frankenthals nicht verl\u00e4ngern w\u00fcrde. Seelmann war mit in die Suche nach einem Nachfolger integriert und vermerkt: &#8222;Nuhrhoff war von Beginn an mein Wunschkandidat auf meine Nachfolge. Ich kenne ihn schon lange pers\u00f6nlich, auch durch seine T\u00e4tigkeit an der Gr\u00fcninger B\u00f6rse bis 1812. Ich kenn kaum jemanden, der so viel von Wirtschaft und Finanzen und den Zusammenh\u00e4ngen in diesem Wirrwarr der internationalen Wirtschaftsdiplomatie versteht. Es gibt keinen Besseren.&#8220; Nuhrhoff selbst hat nach eigener Aussage lange gez\u00f6gert, bis er das Angebot annahm: &#8222;Ich bin auch immer noch zweifacher Familienvater und Ehemann. Ich will niemals in meinem Leben die Arbeit an erste Stelle stellen und meine Familie vernachl\u00e4ssigen. Als jedoch klar wurde, dass ich auch die gro\u00dfe Wohnung von Herrn Seelmann direkt neben dem B\u00f6rsenturm \u00fcbernehmen k\u00f6nnte, war die Sache f\u00fcr mich jedoch klar.&#8220; Er sei zudem noch im &#8222;besten Alter f\u00fcr etwas Neues.&#8220; Die Reaktionen auf diese Personalentscheidung am TROPO kamen allerseits sehr gut an. Zumindest extern. Wirtschaftsminister Lieber Lord Voldemort lobte die Entscheidung: &#8222;Meinhard Seelmann hat stets von seinem Verm\u00e4chtnis gesprochen. Dass zu diesem Verm\u00e4chtnis geh\u00f6rt, einen so w\u00fcrdigen Nachfolger f\u00fcr das Amt zu finden, ist einer \u00e4u\u00dferst feine Sache. Herr Nuhrhoff strotzt geradezu vor Kompetenzen, nicht nur fachlich, sondern auch menschlich. Er hat Format, Charisma, ich w\u00fcrde ihn als sehr guten Chef charakterisieren und \u00fcber sein Fachwissen muss man eigentlich gar kein weiteres Wort verlieren.&#8220; Auch K\u00f6nig Johannes I. \u00e4u\u00dferte sich: &#8222;Valentin Nuhrhoff hat es immer geschafft, die komplexe Welt der Wirtschaft f\u00fcr jedermann verst\u00e4ndlich zu machen. Er tr\u00e4gt einen gro\u00dfen Anteil an der wirtschaftspolitischen Bildung Gr\u00fcnlands und Meadowhouse&#8216;. Ich freue mich wirklich sehr, dass er es machen wird.&#8220;<\/p>\n<p>Intern jedoch scheint es Unstimmigkeiten gegeben zu haben. Ger\u00fcchten zufolge tobte seit Oktober bereits ein Machtkampf hinter den Kulissen um Seelmanns Nachfolge. Einmal soll es sogar zu Handgreiflichkeiten im B\u00f6rsencenter gekommen sein, beteiligt waren Vizechefin Levinia MacBolton und Generalsekret\u00e4rin Christa Verewand. Als Ende Dezember TROPO-Finanzchef Roger Vollmers Schatzmeister Mathias Mohrenfeld feuerte gab es eine h\u00e4ssliche Schlammschlacht im Nachgang. Auch jetzt war man wohl mit der Entscheidung, die zu gro\u00dfen Teilen von Meinhard Seelmann get\u00e4tigt wurde, nicht unbedingt zufrieden, da man sich wohl lieber eine interne L\u00f6sung gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Wie es schien, hoffte fast jeder, er w\u00fcrde es werden. Zu diesen Dingen wollte sich Meinhard Seelmann nicht \u00e4u\u00dfern, \u00fcberraschenderweise jedoch Valentin Nuhrhoff: &#8222;Besonders ruhig ist es in der F\u00fchrungsspitze des TROPO aktuell nicht, aber es war selten mal ruhig dort. Und anderswo ist das \u00e4hnlich. Es wird eine gute Zusammenarbeit werden, wenn wir gut und nett miteinander umgehen.&#8220; An diesem letzten Satz war bereits zu erkennen, worauf es dem neuen Kapit\u00e4n auf dem wankelm\u00fctigen Schiff besonders ankommt. \u00dcber die F\u00fchrungsquerelen bei MAMMO, bevor der gro\u00dfe Skandal mit den B\u00f6sen damals rauskam, schrieb Nuhrhoff im &#8222;Gr\u00fcnen Tagesblatt&#8220;: &#8222;Der Fisch stinkt oft vom Kopf her. Und zu stinken f\u00e4ngt es an, wenn gewisse Stoffe nicht mehr miteinander harmonieren. Und wie im Fisch oder jedem anderen Lebewesen auch, ist das Problem am gr\u00f6\u00dften, wenn im Kopf etwas nicht mehr stimmt.&#8220; Eine Aufr\u00e4umaktion ab 01.09. steht aber wohl nicht an. Eher wird Nuhrhoff versuchen, das auseinander geratene Gef\u00fcge wieder zusammen zu kitten. Sollte sich jemand jedoch nach wie vor querstellen, d\u00fcrfte er unter ihm wohl keine Zukunft haben. Nuhrhoff wird wohl strenger sein als Seelmann, bei dem zuletzt &#8211; so hatte man oft den Eindruck &#8211; schon die Altersmilde eingekehrt war.<\/p>\n<p>\u00dcber seine famili\u00e4re Zukunft muss Nuhrhoff sich wohl auch keine Sorgen machen. Sohn Nicolas (15) und Tochter Leonie (18) gehen ohnehin beide in Frankenthal zur Schule und Gattin Angelika (47) ist begabt wie Valentin. Sie unterrichtet an der Briscius-Universit\u00e4t Wirtschaftspsychologie. Ob Valentin Nuhrhoff jedoch weiter f\u00fcr das Wochengespenst aktiv sein wird, lie\u00df er zun\u00e4chst offen. Vermutlich aber nicht. Aber angeblich hat Johannes-Karl Lange bereits bei Gattin Angelika angerufen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2.300 Arbeitspl\u00e4tze in Gefahr &#8211; Metalle Gr\u00fcnberger meldet Insolvenz an!<\/strong><\/p>\n<p>Ein Paukenschlag am meadowhousischen Wirtschaftsmarkt! Einer der gr\u00f6\u00dften Metall- und Stahlproduzenten des K\u00f6nigsreiches Metalle Gr\u00fcnberger hat Insolvenz angemeldet. Das Insolvenzverfahren wurde umgehend er\u00f6ffnet. Ob es zu Entlassungen der rund 2.300 Mitarbeitern kommt, ist noch unklar. Ein solches Szenario ist jedoch wahrscheinlich, da vergangene Woche eine Insolvenz in Eigenverwaltung scheiterte, nachdem der Aufsichtsrat auch den laufenden Betrieb der Werke in Santo Opalo, Fehrenberge und Wiesenhausen-Waldhausen einstellen lie\u00df. Ein solches Insolvenzverfahren h\u00e4tte den Mitarbeitern noch gute Chancen auf eine Weiterbesch\u00e4ftigung gelassen. Wie es nun weitergeht ist komplett unklar.<\/p>\n<p>Nach dem Ostbekenntnis hatte der in Saphirento ans\u00e4ssige Metallproduzent Gr\u00fcnberger seine Hauptgesch\u00e4fte nach Meadowhouse verlegt. Dort traf er jedoch auf harte Konkurrenz mit aufstrebenden meadowhousischen Unternehmen der Branche wie Pahlmann, Beuckert oder auch GRK. Am Ende zu viel der Konkurrenz f\u00fcr Gr\u00fcnberger? Dagegen wehrt sich Vorstandschef Christian Gr\u00fcnberger, der das einstige Familienunternehmen 1809 von seinem Vater Friedhelm \u00fcbernahm: &#8222;Wir sind nach wie vor im Vergleich zu Pahlmann oder GRK ein kleines Unternehmen, was den harten Regeln am Markt Tribut zollen muss.&#8220; Die Entscheidung, die Hauptgesch\u00e4fte komplett nach Meadowhouse zu verlagern, sieht er aber im Nachhinein kritischer: &#8222;Vielleicht war es zu schnell. Wir haben sehr viel damals in Bewegung gesetzt, alles umgekrempelt und das zu einem Zeitpunkt als es sehr gut lief. Wir haben damit eine eigentlich positive Entwicklung des Unternehmens ins Stocken gebracht.&#8220; Diese Formulierung ist noch sehr blumig. Tats\u00e4chlich machte Gr\u00fcnberger im Wirtschaftsjahr 1816 ganze 34 % weniger Umsatz als im Jahr vor dem Ostbekenntnis 1811. Die h\u00f6heren L\u00f6hne in Meadowhouse taten ihr \u00dcbriges. Diese stiegen im Vergleich zu 1811 um 43 % an. Dazu noch die Umstellung von Schilling auf Tropal, einen geringeren Abstazpreis f\u00fcr Stahlverarbeitungsprodukte in Meadowhouse aufgrund der hohen Eisenerzvorkommen und schon sind die Probleme da. Denen muss man sich anpassen. Das haben viele Unternehmen gemacht, als sie ihre Gesch\u00e4fte in das Wirtschaftsschlaraffenland Meadowhouse verlagert haben. Als Gegengewicht zur gestiegenen Lohnzahlungen hat beispielsweise GRK sich auf Motoren f\u00fcr Maschinen zum Abbau von Mineralien wie Uran und auf Antriebsr\u00e4der f\u00fcr Windr\u00e4der und sich somit auf die Energiebranche spezialisiert. Eine Branche in Meadowhouse mit viel Zukunft, auch einem gewissen Risiko, aber mit gro\u00dfen Chancen auf hohe Einnahmen. Gr\u00fcnberger hat in dem Stil weitergemacht, in dem sie in Gr\u00fcnland erfolgreich waren. &#8222;Man kann nicht seinen Gesch\u00e4ftsbetrieb in ein neu gegr\u00fcndetes Land verlegen und dann sich nicht anpassen&#8220;, so Wirtschaftsexperte Valentin Nuhrhoff. &#8222;Man muss sich an gewisse Begebenheiten des Staates und des Systems anpassen und neue Marktzweige entdecken. Ansonsten geht man ganz schnell unter.&#8220; Christian Gr\u00fcnberger wehrt sich auch gegen diese Darstellung: &#8222;Es ist nicht so, dass wir einfach so weiter gemacht h\u00e4tten wie zuvor in Gr\u00fcnland. Wir haben als eines der ersten Unternehmen die aus Gr\u00fcnland kamen eine neue Abteilung er\u00f6ffnet, n\u00e4mlich die Herstellung von Leichtmetallglas aus Anfertigungen der D\u00fcsterw\u00e4lder Drachen. Wir hatten mit vielen Widrigkeiten zu k\u00e4mpfen, der Markt war hart.&#8220; Nuhrhoff sind diese Erkl\u00e4rungsversuche zu d\u00fcnn: &#8222;Man kann nicht einfach die Gr\u00f6\u00dfe des Unternehmens f\u00fcr Erfolg oder Misserfolg verantwortlich machen. Es gibt viele Beispiele von kleinen gr\u00fcnl\u00e4ndischen Unternehmen, die in Meadowhouse gro\u00df geworden sind, trotz einer schwierigen Branche. Die Dachdeckerei Schmidt &amp; S\u00f6hne zum Beispiel kommt urspr\u00fcnglich aus Bergenhafen nahe Sao Gr\u00fcno und hatte 1807 150 Mitarbeiter. Zehn Jahre sp\u00e4ter ist der Betrieb am TROPO notiert.&#8220;<\/p>\n<p>Nun m\u00fcssen mehr als 2.000 Mitarbeiter um ihren Job f\u00fcrchten. Betroffen sind vor allem Jobs im Gro\u00df- und Au\u00dfenhandel, sowie in der Produktion. Allein dort besch\u00e4ftigt Gr\u00fcnberger \u00fcber 700 Mitarbeiter. Es wurde bereits eine Kanzlei aus Rubinburgh eingeschaltet, die sich um die rechtlichen Belange des Insolvenzverfahren k\u00fcmmern wird, zudem ist im Februar eine Konferenz mit den Gl\u00e4ubigern und den Insolvenzverwaltern angesetzt, in der es um die Zukunft der Mitarbeiter und des Unternehmens an sich gehen soll. Im schlimmsten Fall w\u00fcrde Gr\u00fcnberger zerschlagen werden.<\/p>\n<p><b>Beschlossene Sache: Wirtschaftssozialabgabe kommt ab 01.01.1817!<\/b><\/p>\n<p>Die Dromornissenschaft ist sich einig geworden. Nachdem vor f\u00fcnf Wochen Wirtschaftsdromorniss Willi Betz den Vorsto\u00df gewagt hatte und vor drei Wochen den Gesetztesentwurf dem Weltpalast vorlegte, beschloss die Dromornissenschaft zusammen mit Weltherrscher Apfulkrax nun die sogenannte &#8222;Wirtschaftssozialabgabe&#8220;. Ab 1. Januar soll sie in Kraft treten und ein wirkungsvolles Mittel im Kampf gegen die sinkende Weltwirtschaft sein.<\/p>\n<p>Betz d\u00fcrfte sich dieses Gesetz als gro\u00dfen Erfolg auf die Fahne schreiben. Eine so bahnbrechende Ver\u00e4nderung hat die Wirtschaftswelt lange nicht erlebt. International vernetzte Firmen sollen ab kommendem Jahr j\u00e4hrlich eine kompliziert errechnete individuelle Abgabe leisten. Gro\u00dfkonzerne wie K&amp;A oder TDK \u00fcberlegen zu klagen, d\u00fcrften damit aber wenig Erfolg haben. In der Sitzung am Freitag stimmte allerdings mit Finanzdromorniss Lord Knackser ein wichtiger Baustein der internationalen Wirtschaft gegen die Abgabe. Begr\u00fcndung: &#8222;Ich halte es f\u00fcr falsch, die Konzerne jetzt zu noch mehr Ausgaben zu zwingen. Dadurch steigt das Risiko von Einnahmeverlusten f\u00fcr die Staaten, da solche Ausgaben nat\u00fcrlich durch Betz&#8216; geplante Abzugsf\u00e4higkeit den Gewinn mindern und der Staat so weniger Steuern einnehmen kann.&#8220; Auch h\u00e4lt er die Abgabe f\u00fcr prinzipiell falsch: &#8222;Damit verhindert man keine Firmenpleiten, sondern plant nur schon daf\u00fcr. Sollte es nicht eigentlich unsere Aufgabe sein, Firmenpleiten im Zuge der Wirtschaftskrise zu verhindern?&#8220; Darauf angesprochen konterte Betz: &#8222;Wenn sich Lord Knackser das so einfach vorstellt mit dem Pleiten verhindern, warum mussten wir dann ein Rettungspaket f\u00fcr Atlantis schn\u00fcren?&#8220;<\/p>\n<p>Die \u00fcbrigen Reaktionen auf die Wirtschaftssozialabgabe fielen in der Politik aber durchweg positiv aus. Wirtschaftsminister Lieber Lord Voldemort lobte die Entscheidung des Weltpalastes und wies auf die Notwendigkeit von konkreten Taten hin: &#8222;Viele Wirtschaftskrisen haben einen ganz gro\u00dfen Knall mit sich gebracht. Im Nachhinein wurde aber immer klar, dass man diesen mit konkret durchdachten Ma\u00dfnahmen h\u00e4tte verhindern k\u00f6nnen. Ich glaube fest, dass die Wirtschaftssozialabgabe viele Firmen und viele Arbeitspl\u00e4tze retten kann, auch wenn die betroffenen Konzerne sich dagegen str\u00e4uben.&#8220; In der Tat gibt es aus der Wirtschaft auch einige Bedenken \u00fcber die Abgabe. K&amp;A-Chef Goldkamp, vor einem Jahr noch selbst mit seiner Kandidatur zum Wirtschaftsdromorniss gegen Betz gescheitert, bejahte das Prinzip der Abgabe, beklagt aber fehlende R\u00fccksicht in nationaler Hinsicht: &#8222;Wir m\u00fcssen in Paradies bereits Riesensummen an Abgaben leisten. Allein 110 Millionen Schillinge zahlen wir jedes in nationale Fonds ein. Jetzt noch diese Abgabe, die uns im Jahr noch einmal Unsummen kostet. Wir besch\u00e4ftigen weltweit mehrere tausend Besch\u00e4ftigte. Irgendwann geht auch uns das Geld aus.&#8220;<\/p>\n<p>Kleinere Firmen freuen sich dagegen. Die Wirtschaftssozialabgabe k\u00f6nnte f\u00fcr viele mittelst\u00e4ndische Betriebe eine \u00dcberlebensgarantie in schlechten Zeiten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meadowhousische Finanzm\u00e4rkte legen Schw\u00e4chen der Steuerreform offen Die meadowhousischen Finanzm\u00e4rkte sind kein gro\u00dfer Fan der Unternehmenssteuerreform aus dem vorherigen Jahr. Es bleibt auch rund ein Jahr nach Ank\u00fcndigung der gr\u00fcn-grauen Regierung dabei. Mittlerweile zeigen sich am TROPO die ersten Auswirkungen, die aus verschiedenen Gr\u00fcnden Anlass zur Sorge bereiten. Schon zu Beginn war die Kritik aus Frankenthal laut gewesen. Besonders die Einf\u00fchrung der Kapitalverm\u00f6gensteuer stie\u00df auf harten Widerstand, die Herabsetzung der Kapitalertragsteuer von 32 % auf 28 % f\u00fcr Ertr\u00e4ge unter 5 Millionen Tropale wurde als Symbolpolitik abgetan. Damals waren allerdings keine sofortigen Reaktionen der B\u00f6rse in Form von Kursverlusten oder ver\u00e4ndertem Anlegerverhalten zu beobachten, einstweilen haben diese jedoch eingesetzt. 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