{"id":801,"date":"2014-12-30T10:31:58","date_gmt":"2014-12-30T10:31:58","guid":{"rendered":"http:\/\/wiesenhausen.de\/?page_id=801"},"modified":"2026-01-10T19:13:35","modified_gmt":"2026-01-10T19:13:35","slug":"kulturarchiv","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wiesenhausen.de\/?page_id=801","title":{"rendered":"Kulturarchiv"},"content":{"rendered":"<p><strong>Neues Opernhaus f\u00fcr Wiesenhausen soll schon Ende des Jahres Er\u00f6ffnung feiern<\/strong><\/p>\n<p>Ende des vergangenen Jahres erfolgte der Spatenstich f\u00fcr eines der gr\u00f6\u00dften Bauprojekte Wiesenhausens der j\u00fcngeren Vergangenheit. Und davon hat es viele gegeben. Die Ysenbr\u00fccke, die Generalmodernisierung des Stra\u00dfennetzes Ende der 00er-Jahre, das Titanien-Center oder der neue Fernbahnhof in Frankenthal sind nur einige Beispiele Wiesenhausener Ingenieurskunst. Nun bekommt auch die Kulturstadt Wiesenhausen ein neues Highlight. Unweit des Hafens entsteht das neue gro\u00dfe Opernhaus unter Leitung von Stararchitekt Christoph Botao. Und nun steht auch der Er\u00f6ffnungstermin fest. Am 6. Dezember diesen Jahres soll das neue Bauwerk eingeweiht werden. Die Oper wird damit fast ein halbes Jahr fr\u00fcher fertig, als erwartet.<\/p>\n<p>Mit der Ysengoldhalle hat Wiesenhausen bereits ein spektakul\u00e4res Konzerthaus in Flussn\u00e4he, das jedoch vor allem f\u00fcr reine Orchesterkonzerte oder andere Gro\u00dfveranstaltungen mit Zehntausenden im Publikum vorgesehen ist. Unterhalb des Br\u00fcckenreicher H\u00fcgels erschloss die Stadt bereits 1819, damals noch unter B\u00fcrgermeister Cornelius, eine Fl\u00e4che zum Bau eines Hauses, was vor allem Schlo\u00df Wiesenhausen als Spielst\u00e4tte entlasten sollte. Denn viele Konzerte mit einer Besucherzahl unter 20.000, Theaterauff\u00fchrungen und auch die Wiesenhausener Oper waren seit Jahren auf das Schlo\u00df als Ausrichter angewiesen. Lange Wartezeiten waren oftmals vorprogrammiert und nicht selten musste priorisiert werden, weshalb einige Opernauff\u00fchrungen zugunsten von Tiergruppe- oder BEFIM-Konzerten weichen mussten. Die Alte Kathedrale war dann oft die einzige Ausweichm\u00f6glichkeit, wegen ihrer geringen Kapazit\u00e4t konnten viele Tickets oft nicht \u00fcbertragen werden. \u201eWir m\u00fcssen etwas tun. Diese Zust\u00e4nde sind f\u00fcr eine Stadt wie die unsere unhaltbar\u201c, sagte seinerzeit Kultursenator Nils Neunt\u00f6ter und forderte den Bau einer Oper. Neunt\u00f6ter musste nach der viel beachteten Kommunalwahl 1822 seinen Posten r\u00e4umen, Nachfolgerin Filomena Fischotter unterst\u00fctzte die Pl\u00e4ne aber vollumf\u00e4nglich. Und so beauftragte man Christoph Botao, der als Kunstliebhaber sofort begeistert zusagte, mit der Planung einer Wiesenhausen w\u00fcrdigen Oper. Und vergangenen Sommer legte der weltbekannte Architekt und Verkehrsdromorniss die Pl\u00e4ne vor. Die \u201ePhoenica\u201c, mit c wie z gesprochen, sollte ein ovales, im Renaissance-Stil gehaltenes Bauwerk werden, welches innen wie au\u00dfen den h\u00f6chsten optischen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgt. Und so befand es auch die Stadt Wiesenhausen, die die Entw\u00fcrfe im Schnellverfahren genehmigte. Gemeinsam mit Kultursenatorin Fischotter und B\u00fcrgermeisterin Abendsegler erfolgte im November letzten Jahres der Spatenstich f\u00fcr das rund 300 Millionen Tropale teure Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Die Summe wird nicht allein aus \u00f6ffentlichen Geldern finanziert. Botao selbst steuerte rund 10 Millionen Tropale bei, auch die Stiftung der H\u00f6hlenbewohner beteiligte sich umgehend mit einer kolportierten Summe von 50 Millionen Tropalen. Weitere Millionen gaben Dagobert Duck, Johannes von Daunenfels und Friedrich von Lingen. Auch Mittel aus dem Reichshaushalt flossen \u00fcber den K\u00f6nigskulturfonds in den Bau mit ein, die genaue Summe wird mit etwa 10% der finalen Baukosten taxiert. Die Baukosten sollen sich innerhalb der ersten 15 Jahre wieder amortisiert haben, so Fischotter, die zusammen mit Finanzsenator Gustav Graureiher die Hauptverantwortung f\u00fcr das Projekt tr\u00e4gt. Wiesenhausen solle f\u00fcr ein ruhmreiches Opernhaus keine Kosten scheuen, hie\u00df es aus der Kulturszene immer wieder, allerdings gab es auch deutliche Kritik. Viele Kleink\u00fcnstler bem\u00e4ngelten den administrativen Aufwand, um selbst st\u00e4dtische F\u00f6rderungen zu erhalten, w\u00e4hrend Gro\u00dfprojekte durch einflussreiche Personen sehr unb\u00fcrokratisch an viele Millionen Tropale F\u00f6rdersummen k\u00e4men. Kultursenatorin Fischotter wies auf die beschleunigten Verfahren hin, die es in Zukunft auch f\u00fcr die freie Kunstszene leichter mache, an F\u00f6rdergelder zu kommen. Die Baukosten w\u00fcrden sich nicht auf die F\u00f6rderung der Wiesenhausener Kleinkunst auswirken, so Fischotter. Dass der Bau nun so schnell vorangeht, hat vor allem mit der beschleunigten Materialbeschaffung zu tun. Insgesamt sollen an der Au\u00dfenfassade 36 Bogenpfeiler zu sehen sein, umrahmt von barockem Skulpturenschmuck mit Bez\u00fcgen zum historischen Theater, ruhmreichen Opern, bedeutender T\u00e4nze sowie zur klassischen Musik. Neben Sandstein als Baumaterial werden f\u00fcr den Schmuck auch Bronze, Gold, Perlmutt und Marmor verwendet. Auf der gro\u00dfen Kuppel, die auf dem Geb\u00e4ude aufsitzt, wird ein gro\u00dfer goldener Ph\u00f6nix als Wiesenhausener Wappenvogel wachend \u00fcber der Oper prangen. Die Kuppel soll aus Kupfer gefertigt werden, um in der Abendsonne scheinend, den Eindruck eines gro\u00dfen Feuerballs zu erwecken, aus welchem der Ph\u00f6nix emporsteigt. Im Innern empf\u00e4ngt den Besucher ein gro\u00dfes Foyer, garniert mit verschiedenen Kunstwerken auf beiden Seiten und einer gro\u00dfen Deckenmalerei, die der Maler Fran\u00e7ois Fortunard anfertigen wird. Best\u00e4tigt ist es einstweilen nicht, jedoch wird gemutma\u00dft, dort k\u00f6nnte der Sturz Terda Aleshas vom Felsenschiff k\u00fcnstlerisch dargestellt werden. Fortunard, Botao und auch die Stadt halten sich diesbez\u00fcglich aber bedeckt. In den Zuschauerraum f\u00fchrt dann eine riesige Marmortreppe, \u00fcber deren Zentrum ein gigantischer Kronleuchter von der Decke h\u00e4ngen soll. Die Empore wird in Hufeisenform gehalten, mit breiten G\u00e4ngen, um zu den jeweiligen Pl\u00e4tzen zu gelangen. Zudem soll es auch eine sogenannte Wandelhalle f\u00fcr das Publikum geben, ebenfalls ges\u00e4umt von allerlei Kunstwerken, die extra f\u00fcr das Opernhaus angefertigt werden. Fresken sollen die Decken und W\u00e4nde, und Mosaike die Flure zieren. F\u00fcr jeden Besucherbereich soll es eine eigene Loge geben, im Clubstil gehalten mit gro\u00dfen, weichen Sesseln und Verpflegungsm\u00f6glichkeiten vor und nach den Auff\u00fchrungen. Auch im Innenraum soll es eine gro\u00dfe Deckenmalerei geben, die S\u00e4ulen im neoklassizistischen Stil gehalten mit allerlei Verzierungen und Schmuck. Die B\u00fchne soll eine klassische Guckkastenb\u00fchne mit einem grandiosen Rahmen werden. Insgesamt vier Oberr\u00e4nge soll es geben, zusammen mit dem Flur stehen nach den Pl\u00e4nen ca. 2100 Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung. Damit w\u00e4re die \u201ePhoenica\u201c die fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig und zuschauerm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfte Oper des Landes.<\/p>\n<p>Den fr\u00fchen Er\u00f6ffnungstermin best\u00e4tigte Botao auch im Wissen um die Standhaftigkeit des Fundaments. Dies war im Rahmen der Planung noch mit einem Fragezeichen versehen worden, da aufgrund der Ysenn\u00e4he ein sehr hoher Grundwasserspiegel vorherrscht, was die Stabilit\u00e4t des Geb\u00e4udes negativ beeinflussen konnte. Nachdem man das Fundament jedoch ausreichend verst\u00e4rkt hatte und es alle Statiktests bestand, begann man unverz\u00fcglich mit den Bauten. Aktuell steht bereits ein gro\u00dfer Teil der Au\u00dfenfassade und auch die Kuppel befindet sich im Bau. Eine Herausforderung wird aber noch die Inneneinrichtung, die eine Gro\u00dfteil der Bauzeit beansprucht. \u201eDas wird eine meiner gr\u00f6\u00dften Herausforderungen als Architekt\u201c, so Botao. Allerdings habe er immer davon getr\u00e4umt, eine Oper zu bauen und nun sei sein Traum in Erf\u00fcllung gegangen. \u201eIch habe immer den Anspruch, dass es perfekt wird, aber diesmal will ich, dass es mehr als perfekt wird.\u201c Ein Anspruch, \u00fcber den sich die Opernwelt sicherlich freuen wird. Aber nicht nur f\u00fcr Opern wird die \u201ePhoenica\u201c eine neue Hauptattraktion. Auch Theaterauff\u00fchrungen sollen dort stattfinden, Starregisseur Edward Cohemiel lie\u00df bereits verlauten, dass er sein neuestes Werk im kommenden Jahr dort urauff\u00fchren m\u00f6chte. Auch die Meadowhousische Philharmonie wird dort sicherlich Konzerte veranstalten und Ballettensembles wie das 3Wies-Ballett oder die Kulturwiese sehen ihr Zuhause langfristig dort. Und auch die BEFIM wird sehr an der neuen Spielst\u00e4tte interessiert sein, soll doch in den n\u00e4chsten Jahren unter Komposition von Mirco Magiaro eine eigene Oper realisiert werden. Alles andere als eine Urauff\u00fchrung in der \u201ePhoenica\u201c w\u00e4re eine echte \u00dcberraschung. Allerdings wurden aus der Stadt auch Stimmen laut, die im neuen Opernhaus auch Internationales und Interuniverselles sehen wollen, sodass die Wiesenhausener Kultur vornehmlich auf Schlo\u00df Wiesenhausen verbleiben kann. B\u00fcrgermeisterin Abendsegler kann sich nach eigenen Aussagen das Haus als internationales Aush\u00e4ngeschild sehr gut vorstellen. Das w\u00fcrde bedeuten, dass auch viele ausw\u00e4rtige Klassiker dort zu sehen w\u00e4ren. Was f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr bereits geplant ist, sind die Opernwochen mit Werken aus dem ganzen Sonnensystem. Gespielt werden sollen aus der Baumhauswelt <i>\u201eLilienblut\u201c<\/i>, aus der Geisterwelt <i>\u201eNebel auf dem Hades\u201c<\/i>, von der Erde <i>\u201eCarmen\u201c<\/i>, aus der Roboterwelt <i>\u201eTerminator\u201c<\/i>, aus der Verstorbenenwelt <i>\u201eNapoleons Tanz\u201c<\/i> und aus Tannazien <i>\u201ePatago\u201c<\/i>. Ob der Termin f\u00fcr die Opernwochen, der urspr\u00fcnglich f\u00fcr Oktober 1826 vorgesehen war, nun auf den Fr\u00fchling 1826 vorgezogen wird, lie\u00df man jedoch nicht verlauten.<\/p>\n<p><a name=\"_GoBack\"><\/a>Dass es in Wiesenhausen seit Jahren die Notwendigkeit eines zentralen Opernhauses gab, ist nicht zu bestreiten. Zu gro\u00df lastete der Makel auf der Welthauptstadt, im zwar prestigetr\u00e4chtigen Schlo\u00df Wiesenhausen zu spielen, welches jedoch in erster Linie nicht auf Opern spezialisiert ist. \u00dcber die Baukosten l\u00e4sst sich allerdings streiten. Trotz der vielen Kunstm\u00e4zene tr\u00e4gt die Stadt mit einer gro\u00dfen finanziellen Belastung f\u00fcr dieses Gro\u00dfprojekt ein. Ob all die Schmuckelemente und teuren Baumaterialien wirklich in dieser Anzahl ben\u00f6tigt werden, darf getrost angezweifelt werden. Und ob der Stadtkasse dann nicht Einsparungen an anderer Stelle drohen, ist eine weitere offene Frage. Ebenfalls fraglich ist, wie sich die \u201ePhoenica\u201c auf die anderen Kunstspielst\u00e4tten der Stadt auswirkt. Durch ihre Gravitas schon vor Er\u00f6ffnung wird sie in ihrem fertigen Zustand definitiv die Massen anziehen. Wie werden dann jedoch die S\u00e4le auf Schlo\u00df Wiesenhausen, in der Alten Kathedrale, im Titanien-Center oder in der Ysengoldhalle gef\u00fcllt sein? Gibt es H\u00e4user, die wegen des neuen Opernhauses in Existenzn\u00f6te geraten? All das muss beachtet werden und die Auswahl der Auff\u00fchrungen im neuen Kulturzentrum der Stadt muss sorgf\u00e4ltig erfolgen. Wenn dies gelingt, wird die neue Oper ein Meisterwerk f\u00fcr Meisterwerke. Und Wiesenhausen um ein gro\u00dfartiges Haus reicher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Magiaros gr\u00f6\u00dftes Meisterwerk<\/strong><\/p>\n<p>Als die ersten Menschen am 2. November vor den Musikgesch\u00e4ften ihrer St\u00e4dte und D\u00f6rfer in den Schlangen standen, hatten sie sicherlich eine gro\u00dfe Vorfreude auf das, was sie erwartete. \u201eEs ist die BEFIM, selbstverst\u00e4ndlich wird es gut\u201c, meinte einer in der Schlange vorm WSTS-Shop an jenem kalten Samstagmorgen. Das mag so sein, doch muss man als Kritiker deutlich tiefer in die Analyse gehen. Nur um festzustellen: Dieses BEFIM-Album wird in die Geschichte eingehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen sehr erlesenen Kreis gab es schon am Abend zuvor die gro\u00dfe Premiere des neuen Albums. In der H\u00f6hle in Wiesenhausen \u2013 Wiesen-Zentrum versammelten sich im Obergeschoss eine Reihe von BEFIMisten und Freunden, um dort oben die Kl\u00e4nge auf Kassette respektive CD zu h\u00f6ren, die sie vorher selbst eingespielt hatten. Neugierige Nachbarn h\u00e4tten wohl zu gern ein Richtmikrofon auf die H\u00f6hle gerichtet, doch mussten auch diese nicht mehr zu lange warten, bis am n\u00e4chsten Morgen das Album in den Handel kam. \u201eNat\u00fcrlich. BEFIM.\u201c ist der Titel des nun schon siebten regul\u00e4ren Studioalbums. Was auf den ersten Blick anmutet wie ein zynischer Kommentar hat Hand und Fu\u00df, ist das Album doch vor allem Natur und Landschaften gewidmet. Die Optik erinnert \u00fcberaus stark an \u201eDa simma wieder!\u201c aus 1819, bei genauem Hingucken f\u00e4llt allerdings die Sortierung der Bilder nach Jahreszeiten auf, w\u00e4hrend es bei \u201eDa simma wieder!\u201c eher zuf\u00e4llige Bilder aus Wiesenhausen waren. Jedoch ist \u201eNat\u00fcrlich. BEFIM.\u201c nicht unbedingt ein Konzeptalbum.<\/p>\n<p>Es ist wie angek\u00fcndigt das letzte Album des Orchesters mit den &#8222;Wiesenhausener Folks&#8220;. Also legt man gleich mal mit einem besonders schwungvollen los. \u201eLieder, \u00e4lter als die Zeit\u201c, l\u00e4utet das Album ein und macht sofort gute Laune. Und das zweite naht direkt hinterher, \u201eErinnerungen einer Moorleiche\u201c ist deutlich langsamer und erz\u00e4hlt die Rolle Carl von der Regi\u00e8mes bei der Ermordung Enczegovijas. Ohnehin hat sich Komponist Mirco Magiaro enorm ins Zeug gelegt bei den Folks. In den insgesamt 22 St\u00fccken sind 14 Folks in der klassischen oder einer modifizierten Besetzung enthalten. So viele gab es bisher noch auf keinem der vorigen Alben. Selbstverst\u00e4ndlich darf auch die Ehrung des aktuellen K\u00f6nigs nicht fehlen, Ezechiel I. d\u00fcrfte sich besonders geschmeichelt f\u00fchlen, denn er bekommt zweifelsohne den besten Marsch der bisherigen Staatsoberh\u00e4upter. K\u00f6nig Ezechiel ist nicht der Einzige, der eine Widmung auf dem Album bekommt, auch Saxophonist Gilderoy Lockhart mit seinem roten Reisebus bekommt ein eigenes Folk. Anschlie\u00dfend naht das erste St\u00fcck der vier Werke, die dieses Album trotz der hohen Anzahl an Folks entscheidend mitpr\u00e4gen. Eine vierteilige Jahreszeitensinfonie erklingt mit dem Fr\u00fchling als ersten Satz. Die Melodien sind eing\u00e4ngig und doch auf h\u00f6chstem musikalischen Niveau. Orchestrale Kl\u00e4nge verwandeln &#8222;Nat\u00fcrlich.BEFIM.&#8220; in ein Album, was es so noch nicht gab. Der Fr\u00fchling zeigt sich anfangs verschlafen, sch\u00fcchtern erwachend und im Laufe der 12 Minuten immer selbstbewusster und eindringlicher. Die BEFIM beschreitet der Pfad der Romantik. Die Noten und Melodien schmiegen sich geradezu aneinander und entf\u00fchren den H\u00f6rer in Fantasiewelten im Glanz der jeweiligen Jahreszeit. Hier im Fr\u00fchling sieht man einen Waldrand, mit Frostblumen, danach die durchbrechende Sonne, das zaghafte Aufbl\u00fchen der Pflanzen und das Knacken der Eierschalen durch die schl\u00fcpfenden Tierkinder. Der Auftakt in die Jahreszeitensinfonie ist gemacht.<\/p>\n<p>Danach erobern die Folks wieder die Ohren der H\u00f6rer, \u201eWenn die Sonne versinkt im Ysen\u201c ist melancholisch, der \u201eWhiskey-Wies-Walzer\u201c haut mit seinem Wechsel aus 4\/4- und \u00be-Takt jeden Bewegungslegastheniker aus seiner Apathie. Schon naht der Sommer als zweiter Satz der Jahreszeitensinfonie. Mit etwa 5 Minuten L\u00e4nge ist es ein kurzer Sommer, aber einer, der in Erinnerung bleibt. Ein wundervoll zartes Thema dringt in die Geh\u00f6rg\u00e4nge bis in das Fantasiezentrum des Gehirns ein und zeichnet einen Sommer, wie man ihn sich vorstellt. Hei\u00df, geradezu staubig mit eingeschr\u00e4nktem Sichtfeld durch eine tiefstehende Sonne. Eine fast bleierne Schwere, den Geruch von vertrocknetem Gras in der Nase, ein vor Staub gelbgef\u00e4rbter Himmel, all das hat man beim H\u00f6ren vor Augen. Bis ein kr\u00e4ftiges Gewitter all die Schwere aus der Luft w\u00e4scht und ein k\u00fchler Wind die nassen Haare erfrischt. Sp\u00e4testens jetzt wei\u00df man, dass die BEFIM mit der Jahreszeitensinfonie etwas ganz Gro\u00dfes geschaffen hat. Der n\u00e4chste Folk naht zugleich, Christoph Botao wird ironisch, aber ehrenvoll gew\u00fcrdigt, \u201eBotaos Kompanie\u201c hat das Zeug zum Kultst\u00fcck. \u201eDer letzte Sommer von St. Opal\u201c ist wieder trauriger, bevor eine musikalische Interpretation einer Gipfelbesteigung des h\u00f6chsten Bergs von Meadowhouse, dem St. Johann, die erste CD des Albums beschlie\u00dft. Schon jetzt wei\u00df man, dass dieses Album an Sch\u00f6nheit, Eleganz und Anmut wohl kaum so schnell \u00fcberboten werden kann.<\/p>\n<p>Der zweite Teil von &#8222;Nat\u00fcrlich.BEFIM.&#8220; beginnt wieder mit einem Folk aus alter Kaiserzeit, schwenkt aber schnell wieder zu Naturbeschreibungen. Der dritte Satz der Jahreszeitensinfonie, der Herbst, steht seinen beiden Vorg\u00e4ngern in nichts nach. Es ist ein wahrhaft gold-grauer Herbst, der musikalisch gezeichnet wird. Nebelschwaden, eine nasstriefende Luft, aber auch Sonnenstrahlen, die sich durch die \u00c4ste brechen, herabfallendes Laub und ein Innehalten einer ganzen Stadt werden im Herbst behandelt. Ein St\u00fcck, was man sich w\u00e4hrend dieser Tage dringend vor einem prasselnden Kaminfeuer und einem hei\u00dfen Tee anh\u00f6ren sollte. Passend dazu ist auch das folgende Folk \u201eWir ernten Maronen, den Mais und die Bohnen\u201c, \u00fcber die Ernten der besonders in Wiesenhausen angebauten Naturfr\u00fcchte. Naturbeschreibungen abseits der Jahreszeiten findet der geneigte H\u00f6rer auch. Die \u201eRhapsodie des Meeres\u201c ist ein weiteres Husarenst\u00fcck von Mirco Magiaro. Wobei man eher von einer Rhapsodie der K\u00fcste sprechen sollte, da der H\u00f6rer die Perspektive eines Hafenbesuchers einnimmt und von nahenden Schiffen, fr\u00f6hlichen Hafenkneipen, kreischenden M\u00f6wen und rauschender Brandung umspielt wird. \u201eSieben F\u00e4sser Feuerwasser\u201c d\u00fcrfte dann wieder den Fans gefallen, die gerne einen feurigen Schluck bei einem fr\u00f6hlichen Trinklied im &#8222;Big Ben um die Ecke&#8220; genie\u00dfen. \u201eWaldfrieden und Jagdruf\u201c ist eine kleine \u00dcberraschung, eine Naturbeschreibung, die den anderen St\u00fccken dieser Art in nichts nachsteht, aber auch etwas anders ist. Beim Lesen des Booklets gerne \u00fcbersehen ist dieses St\u00fcck eine kleine, unerwartete Perle. Im Anschluss erh\u00e4lt Alastor \u201eMad-Eye\u201c Moody eine letzte pers\u00f6nliche Widmung in seiner Rolle als Wiesenhausener Wildh\u00fcter. Angekommen ist man dann beim finalen Satz der Jahreszeitensinfonie, dem Winter. Es ist ein mehr als w\u00fcrdiger Abschluss der Sinfonie. Ein tragendes, sanftes, geradezu vertr\u00e4umtes Hauptthema wechselt sich ab mit Interpretationen der klirrenden K\u00e4lte, rei\u00dfender Schlittenfahrten auf gefrorenem Grund und m\u00fcndet in ein gigantisches Finale voller Epik und Gr\u00f6\u00dfe. Man darf sich hier schon wohl besonders auf die Live-Auff\u00fchrung in der Ysengoldhalle freuen. Die letzten drei St\u00fccke sind dann allesamt Folks, die letzten der BEFIM wohl jemals. Nach zwei fr\u00f6hlichen St\u00fccken \u00fcber die Wiesenhausener Schlittenfahrt und die 1810 gewonnene Freiheit folgt mit \u201eAlte Stadt am Ysen\u201c das Finale der Folk-\u00c4ra und des neuen Albums. Dieses Folk ist mit eines der besten, die jemals geschrieben wurden. Es ist ein unglaublich sch\u00f6n-trauriger Abschluss einer gro\u00dfen BEFIM-Zeit und dieses \u00fcberaus gelungenen Gesamtwerks. Ergriffen lauscht man den letzten Kl\u00e4ngen und schaltet beim Ausf\u00e4deln der letzten Noten wehm\u00fctig und bewegt das Ger\u00e4t ab.<\/p>\n<p>&#8222;Nat\u00fcrlich.BEFIM.&#8220;. So einfach und doch so treffend. Es ist kein reines Konzeptalbum und doch in sich so stimmig wie wohl noch kein BEFIM-Album zuvor. Dieses Werk ist in einem Gesamtkontext zu sehen. Man kann ohne Umschweife sagen, dass \u201eEine neue Zeit\u201c aus 1814 nicht der Beginn einer neuen \u00c4ra des Orchesters war, sondern das Ende einer alten. Mit \u201eDa simma wieder\u201c begann die Neuzeit der BEFIM und seitdem hat Mirco Magiaro den Stil, die Thematiken, die Zusammensetzung und die Botschaften seiner St\u00fccke immer weiter verfeinert. Das renommierte Musikportal Notenschl\u00fcssel hatte den letzten beiden Alben f\u00fcnf bzw. vier von f\u00fcnf m\u00f6glichen Sternen gegeben, vor einigen Tagen bewertete es Nat\u00fcrlich.BEFIM mit f\u00fcnf Sternen mit dem Zusatz \u201ebesonders\u201c. Das war zuvor noch keinem BEFIM-Album zuteilgeworden. Und in der Tat muss man diesem Album eine Andersartigkeit im Vergleich zu den vorherigen Sammlungen unterstellen. Mirco Magiaro und das Orchester verschreiben sich mit &#8222;Nat\u00fcrlich.BEFIM.&#8220; der Sch\u00f6nheit. Musik ruft im besten Fall Emotionen hervor. Musik, die beim H\u00f6ren keinerlei emotionale oder sensitive Regung hervorruft, ist schlechte Musik. Auf diesem Album findet sich nicht ein solcher Moment. In jeder Sekunde der insgesamt rund zwei Stunden Laufl\u00e4nge f\u00fchlt man die Noten in den eigenen K\u00f6rper flie\u00dfen. Die BEFIM entf\u00fchrt uns in eine Traumwelt, die der Realit\u00e4t doch so nah ist. Die Sch\u00f6nheit liegt \u00fcberall. Im Wechselspiel der Jahreszeiten, im Aufbl\u00fchen der Knospen, im erl\u00f6senden Hitzegewitter, im Herabfallen des Laubs, im Knacken des Schnees unter den Schuhen. In Bergpanoramen, in der Meeresbrandung oder im Wald. Man k\u00f6nnte &#8222;Nat\u00fcrlich.BEFIM.&#8220; auch als Huldigung an die Romantik begreifen.<\/p>\n<p>Hinzu kommt eine so noch nie dagewesene Vollkommenheit. Jedes noch so kleine Detail f\u00fcgt sich zu einem gro\u00dfen Gesamtkunstwerk zusammen. Der Titel, der passender nicht sein k\u00f6nnte. Die Abwechslung aus Folks und orchestralen St\u00fccken. Die Kombination aus schwungvollen und balladenhaften Werken. Die Platzierung der einzelnen Lieder. Alles passt wie ein warmer Mantel. Es ist zudem eine \u00fcberaus vern\u00fcnftige Idee gewesen, die Jahreszeitensinfonie \u00fcber das ganze Album zu verteilen, anstatt sie in einem Rutsch durchzuspielen. So bleiben die einzelnen S\u00e4tze noch l\u00e4nger im Kopf und die Vielseitigkeit der Stile kommt noch besser zur Geltung. Die Entscheidung, \u201eAlte Stadt am Ysen\u201c als letztes St\u00fcck und finales Folk zu spielen ist ein weiterer Gl\u00fccksgriff. Es rundet die melancholische Sch\u00f6nheit des Albums perfekt ab und sorgt f\u00fcr eine ergreifende R\u00fchrung in der pl\u00f6tzlichen Stille nach Ende des letzten Tons. Die Folks noch einmal so stark zu bringen, ist jener \u00c4ra absolut w\u00fcrdig und wirkt trotz 14 Folks in 22 St\u00fccken nicht einmal \u00fcberfrachtend. Daf\u00fcr dr\u00fccken andere Werke diesem Album ihren Stempel auf. Nur \u201eEine neue Zeit\u201c hatte weniger St\u00fccke als \u201eNat\u00fcrlich.BEFIM.\u201c, aber selten zuvor war in diesen St\u00fccken so viel enthalten, wie dieses Mal.<\/p>\n<p>Mirco Magiaro ist durchaus eine streitbare Pers\u00f6nlichkeit. Aber er ist unbestritten einer der gr\u00f6\u00dften K\u00fcnstler der Gegenwart. Mit diesem Album hat er sein vorl\u00e4ufiges Meisterst\u00fcck geschaffen. Ja, man darf es sagen: \u201eNat\u00fcrlich.BEFIM.\u201c ist das gr\u00f6\u00dfte Werk Magiaros und der BEFIM, dieser Superlativ ist ausnahmsweise angebracht und zutreffend. Die 22 neuen St\u00fccke entf\u00fchren uns in eine ergreifende Welt der Sch\u00f6nheit. Sodass wir nicht nur h\u00f6ren, sondern f\u00fchlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>BEFIM verk\u00fcndet Ver\u00f6ffentlichung neuen Albums und beeindruckt mit neuen Projekten<\/strong><\/p>\n<p>Knapp drei Jahre sind vergangen, als die BEFIM Ende 1821 ihr \u201eEisernes Album\u201c zum Orchesterjubil\u00e4um ver\u00f6ffentlichte und erneut f\u00fcr Bestmarken im nationalen und internationalen Musikgesch\u00e4ft sorgte. Dass man weiter im derzeitigen Rhythmus bleiben wollte, wurde gleich nach Ver\u00f6ffentlichung verk\u00fcndet und nun hat man diesem Versprechen Folge geleistet. Am 1. November wird das nun bereits achte regul\u00e4re Studioalbum ver\u00f6ffentlicht. Und es sind weitere Projekte bereits in Planung. Das verk\u00fcndeten BEFIM-Pr\u00e4sident Albus Dumbledore und seine Stellvertreterin Anette Sybille Trelawney auf einer turnusm\u00e4\u00dfigen j\u00e4hrlichen Pressekonferenz.<\/p>\n<p>Wie es bei der BEFIM seit Jahren \u00fcblich ist, wurden einige Punkte verraten, bei anderen Themen h\u00fcllte man sich dagegen in Schweigen. \u201eWir k\u00f6nnen heute sagen, dass wir am Freitag, den 1. November 1824 unser neues Studioalbum ver\u00f6ffentlichen werden. Wie Sie es alle gewohnt sind, werden wir zun\u00e4chst Kassetten und CDs in den \u00f6rtlichen Gesch\u00e4ften im K\u00f6nigreich anbieten. Die Ver\u00f6ffentlichung auf den bekannten Streamingplattformen erfolgt zum 1. Januar 1825\u201c, verlas Dumbledore die Er\u00f6ffnung der Pressekonferenz. Dabei stellte man auch bereits klar, dass es sich wohl um eine Doppel-CD handeln wird, wie schon bereits bei den letzten Alben, mit Ausnahme der Sonderproduktion zum Weihnachtsfest 1820. Welchen Titel das Album tragen wird, wollten sowohl Dumbledore, als auch Trelawney jedoch noch nicht verraten. \u00dcber den Inhalt lie\u00df sich zumindest Trelawney allerdings etwas locken: \u201eWas wir sagen k\u00f6nnen ist, dass wir auf diesem Album auch wieder Wiesenhausener Folks pr\u00e4sentieren werden. Allerdings wird dies vorerst das letzte Album sein, auf dem wir die Folks spielen, danach wollen wir den Schwerpunkt wieder anderweitig legen.\u201c Ob man eine \u00e4hnliche Erneuerung wie mit dem 1814er Album \u201eEine neue Zeit\u201c plane, lie\u00dfen die Vorsitzenden derweil wie vieles andere offen. Die seit Ende 1820 neu hinzugesto\u00dfenen Musiker seien bereits intensiv in die Aufnahmen mit eingebunden gewesen und sollen demn\u00e4chst auch mehrere F\u00fchrungsrollen \u00fcbernehmen. Dorette von Daunenfels solle bald die erste Geige spielen, Anette Sybille Trelawney k\u00fcndigte auf der PK indes an, sich st\u00e4rker auf administrative T\u00e4tigkeiten konzentrieren zu wollen, was dem \u00dcben nicht unbedingt zugutek\u00e4me. Carl von der Regi\u00e8me als erster Posaunist und Trompaunist solle auch weiterhin die Verantwortung tragen, aus \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden trat Albus Dumbledore bei den Aufnahmen schon etwas k\u00fcrzer. \u201eIch suche mir die St\u00fccke mittlerweile aus. Ein Privileg des Alters\u201c, schmunzelte der Pr\u00e4sident schelmisch. Vorbestellen k\u00f6nne man das Album derweil ab dem 1. September. Die Musikl\u00e4den k\u00f6nnen sich also wieder auf einen umsatzstarken Herbst und viel logistische Arbeit freuen.<\/p>\n<p>F\u00fcr noch mehr Aufsehen sorgte eigentlich der zweite Tagesordnungspunkt der Pressekonferenz. \u201eUnser n\u00e4chstes Projekt nach dem kommenden Album steht \u00fcbrigens auch fest\u201c, begann Dumbledore. \u201eBeginnen werden wir mit der Arbeit ab 1825. Wir werden eine Oper komponieren und selbst produzieren.\u201c Diese Ank\u00fcndigung sorgte f\u00fcr Raunen im Saal. \u201eWir planen derzeit mit einer Vorbereitungszeit von etwa zwei Jahren. Es existiert ein Konzept und eine Idee. Die Umsetzung derer werden wir allerdings erst nach Ver\u00f6ffentlichung des Albums in Angriff nehmen, auch um den Nachklapp des Albums h\u00e4ndeln zu k\u00f6nnen\u201c, erg\u00e4nzte Trelawney. Aber auch hier hielt man sich mit Informationen \u00fcber den Inhalt noch sehr zur\u00fcck. Dumbledore lie\u00df lediglich durchblicken: \u201eEs ist ein historisches Thema, dem wir heute noch in Tradition verbunden sind, das aber durchaus in Vorzeiten mit einigen Leiden einherging.\u201c So l\u00e4sst sich bereits jetzt schlussfolgern, dass es sich wohl um eine klassische Oper handeln wird und die M\u00f6glichkeit einer opera buffa scheint eher gering zu sein. Trelawney erkl\u00e4rte weiter: \u201eWir werden dar\u00fcber hinaus f\u00fcr die Oper komplett neues Material einstudieren und erproben. Es werden keine bereits bekannten St\u00fccke und Melodien recycelt, sondern frische Noten erschaffen.\u201c Wer als S\u00e4nger infrage kommt, hat die BEFIM nach Aussagen der beiden Vorsitzenden selbst noch nicht entschieden. \u201eDaf\u00fcr m\u00fcssen wir auch erst einmal herauskristallisieren, welche Gesangsstimmen wir \u00fcberhaupt in welcher Anzahl ben\u00f6tigen.\u201c Das Projekt scheint damit wirklich noch in der Entwicklungsphase. Man wolle allerdings die Urauff\u00fchrung schon bereits jetzt \u00f6rtlich festlegen. \u201eUns schwebt dabei nach derzeitigem Stand das Kolosseum vor\u201c, gab Dumbledore zu. Es w\u00e4re ein stilvoller Ort.<\/p>\n<p>Als dritte Ank\u00fcndigung folgten dann die Daten der n\u00e4chsten Tour der BEFIM. Das letzte Konzert im Rahmen einer landesweiten Tour fand am 25. September 1822 am Palaces Monda statt. Das n\u00e4chste Konzert gibt es dann am 2. Mai 1825 auf Burg Eulenstein. Die Tour solle dann sowohl St\u00fccke des neuen Albums, als auch des letzten Albums beinhalten und nur wenige Klassiker. Zudem hat man die Tour die St\u00e4dte betreffend abgespeckt. \u201eWir werden weniger Orte anspielen, daf\u00fcr vor Ort aber mehr Konzerte geben\u201c, so Dumbledore. Man wolle sich diesmal auch auf historische Austragungsorte konzentrieren. Die Kathedrale von Rubinburgh wird beispielsweise drei Konzerte erhalten, die Isengoldhalle und das Kolosseum in Wiesenhausen jeweils zweimal. Damit kommt man am Ende auf fast die gleiche Anzahl Konzerte der letzten Tour. \u201eIn den Vorverkauf gehen die Karten ab dem 1. Dezember. Wir m\u00fcssen den H\u00f6rern ja auch erstmal ein wenig Zeit zum Anh\u00f6ren des Albums geben\u201c, erkl\u00e4rte Trelawney. Es sollen erneut wieder sehr preisg\u00fcnstige Tickets angeboten werden. \u201eWir planen derzeit drei Kategorien von 20 bis 60 Tropalen. Je nachdem, wie aufw\u00e4ndig die Logistik f\u00fcr eine B\u00fchne wird, kann es auch hoch zu 80 Tropalen gehen. Jenseits dessen wird es aber definitiv nicht\u201c, k\u00fcndigte Dumbledore an.<\/p>\n<p>Am Ende der Pressekonferenz legte Dumbledore noch einen pers\u00f6nlichen Kommentar ab: \u201eZu meiner pers\u00f6nlichen Zukunft kann ich sagen, dass ich definitiv der BEFIM musikalisch erhalten bleibe, wenn auch in einer etwas zur\u00fcckhaltenden Weise. Als Pr\u00e4sident werde ich jedoch zur n\u00e4chsten Wahl im Jahr 1826 nicht mehr antreten. Auch wenn ich altersresistent bin, merke ich langsam die Auswirkungen des Alterungsprozesses\u201c, erkl\u00e4rte der 91-J\u00e4hrige. Eine Nachfolgeregelung solle erst kurz vorher ein Thema werden. \u201eDa es eine freie, geheime Wahl ist, kann prinzipiell jeder antreten\u201c, erl\u00e4uterte Trelawney. \u00dcber ihre Ambitionen gab sie keinen Kommentar ab, es ist jedoch damit zu rechnen, dass besonders die altehrw\u00fcrdigen BEFIMisten mit den gr\u00f6\u00dften Meriten f\u00fcr eine Nachfolge Dumbledores infrage kommen. Dazu z\u00e4hlen etwa Minerva McGonagall, Friedhelm Fuchs, Edward Elch, Mathilda Mausohr, Alastor \u201eMad-Eye\u201c Moody oder Hemes Rems. Zun\u00e4chst werden jedoch andere Schlagzeilen das Geschehen rund um die BEFIM dominieren. Vor allem das anstehende Album d\u00fcrfte dann wieder die Gazetten f\u00fcllen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Goldene L\u00f6wen-Verleihung in Ranjos: Das Ende des Patriotismus<\/strong><\/p>\n<p>Nicht lange ist es her, da war eine Filmserie namens MMS &#8211; in Meadowhouse produziert &#8211; der weltweite Showstealer der Filmbranche. Die dort vertretene Ideologie tritt offen zutage und man muss kein Experte sein, um die Botschaften der einzelnen Filme und des Gesamtwerks herauszulesen. Ein zentraler Punkt der Filme: Ein unverbr\u00fcchlicher Patriotismus. Vor allem Meadowhouse selbst wurde als Nabel der Lieben Welt portraitiert und als quasi einziges wirkliches Angriffsziel der B\u00f6sen Mafiaorganisation MMS. Letzteres wohl sicherlich nicht zu unrecht, auch aus historischen Fakten heraus. Nicht nur kommerziell war die Serie ein Stra\u00dfenfeger, sondern auch die Kritiker \u00fcberh\u00e4uften die Macher mit Lob, die Ranjoser Akademie mit Preisen. Die diesj\u00e4hrige Verleihung der Goldenen L\u00f6wen in der atlantischen Metropole l\u00e4utet wohl das Ende dieser Denke ein. Waren noch vor einigen Jahren Kriege aus edlen Motiven ein gern gesehenes Filmthema, dominierten dieses Jahr radikale Anti-Kriegsfilme das Geschehen.<\/p>\n<p>Bereits letztes Jahr deutete sich an, worauf die Akademie neuerdings ihren Fokus legt. Es wurde gemahnt, gewarnt und auf schwelende Konflikte aufmerksam gemacht. Unbedingt m\u00fcsse eine zweite Weltschlacht oder gar ein Weltkrieg verhindert werden. Auch auf interuniverselle Gefahren wies man hin, die Tiergruppe gab ein kurzes aber beeindruckendes Konzert zum Besten, es war beinahe wie ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine bessere, friedlichere Welt. Ganz so pathetisch aufgeladen wurde diese Verleihung nicht, die Auszeichnungen sprechen jedoch das gleiche Bild, welches voriges Jahr in seinem Rahmen bereits aufgehangen wurde. Als bester Film wurde &#8222;Bin ich also nichts&#8220; von Martin McDonaghue ausgezeichnet. Es ist ein Film, der den Nihilismus predigt, den Kriege mit sich bringen. Der zeigt, wie egal pl\u00f6tzlich alles wirkt, wenn das eigene Leben durch kriegsl\u00fcsterne Fabrikanten fremdbestimmt und m\u00f6glicherweise ausgel\u00f6scht wird. Der jedoch es gleichzeitig schafft, zu zeigen, wie wichtig das unmittelbare Miteinander wird, wenn alles andere egal geworden ist. Das fiktive Geschehnis, ein Krieg zwischen zwei verfeindeten St\u00e4dten in einem futuristischen Avasjanrav, mutet an, als w\u00fcrde es direkt aus einem fabelhaften Geschichtsbuch stammen. Die scheinbar deterministische Technologisierung der Alltagswelt durch eine unheimliche Digitalisierung der eigenen Pers\u00f6nlichkeit wird ad absurdum gef\u00fchrt, wenn man einem st\u00e4hlernen Panzer gegen\u00fcbersteht. Es ist richtig, dass die Akademie diesen Film auszeichnet, unabh\u00e4ngig von der zugrundeliegenden Botschaft. Martin McDonaghue hat ein Meisterwerk geschaffen, das in keiner Filmbibliothek fehlen sollte. Doch nicht nur in der Hauptkategorie konnte der Film &#8222;Bin ich also nichts&#8220; triumphieren, auch in anderen Kategorien fuhr er Preise davon. So wurde Hauptdarsteller Gavin B\u00e9tnys mit dem Goldenen L\u00f6wen ausgezeichnet. Auch diese Wahl ist eine gute. B\u00e9tnys spielt den Soldaten Luis mit derart brachialer Wahrhaftigkeit, das es einem als Zuschauer die Magens\u00e4ure hochtreibt. Wie ein zuvor verspielter Jugendlicher nach seiner R\u00fcckkehr als Bestie zur\u00fcckkehrt und dennoch als Held gefeiert wird, wie ihn das Ger\u00e4usch eines Kaffeeautomaten an das Laden eines Maschinengewehrs erinnert und ihn in tollwutartige Kr\u00e4mpfe ausbrechen l\u00e4sst ist schlicht eine Schauspielleistung jenseits von allem, was in 1822 auf den Leinw\u00e4nden zu sehen war.<\/p>\n<p>Auch andere Filme, die sich mit dem Leben in von menschengemachten Extremsituationen besch\u00e4ftigen, konnten Preise sammeln. Als bester Regisseur wurde Cristof da Gesus geehrt, er leitete das Setgeschehen von &#8222;Lichtermeer&#8220;, einem sehr ruhigen Film \u00fcber die Ausbeutung von Arbeitnehmern in einer zunehmend optimierungss\u00fcchtigen und gleichzeitig autorit\u00e4tsh\u00f6rigen Gesellschaft. Beste Hauptdarstellerin wurde Juliane Bermaker, die in &#8222;Der Unterschied zwischen Sechs und Neun&#8220; eine autistische Floristin spielt, die sich in einen imagin\u00e4ren Besatzungsmacht-Soldaten verliebt, auch diese Wahl traf die Akademie vollkommen zurecht. Die wichtigsten Preise gingen also allesamt an Filme, die Kriege, Nationalismus, Patriotismus und Autorit\u00e4ten negieren. F\u00fcr die meadowhousische Filmbranche hei\u00dft es nun Umdenken, wenn es um die Kompatibilit\u00e4t zu den Goldenen L\u00f6wen gehen soll. Interessant und zugleich kontrovers war die Verleihung des Goldenen L\u00f6wen f\u00fcr das beste Drehbuch. Diesen erhielt Petra Nielsen f\u00fcr ihr Skript f\u00fcr die Actionkom\u00f6die &#8222;Drachen machen Sachen&#8220;. Kritiker hatten bereits die Nominierung bem\u00e4ngelt, die Auszeichnung glich f\u00fcr Manche blankem Hohn. Der renommierte Filmkritiker Bernhard Feylling bezeichnete das Drehbuch unl\u00e4ngst als &#8222;Versatzst\u00fcck an d\u00fcmmlichen Witzen aus den 1790er-Jahren, garniert mit einer geh\u00f6rigen Prise Selbstbeweihr\u00e4ucherung und pseudo-elit\u00e4rem sogenannten Humor der spie\u00dfb\u00fcrgerlichen Mittelschicht&#8220;. Der Film behandelt eine gutb\u00fcrgerliche paradiesische Familie, in deren benachbartem Wald sich neuerdings Drachen niedergelassen haben. Die Drachen kommen als Neuank\u00f6mmlinge in diesem Werk eher schlecht weg. &#8222;Dass Petra Nielsen f\u00fcr diesen Preis nominiert wurde und Frederick Godtstad nicht (Drehbuchautor von &#8222;Bin ich also nichts&#8220;, Anm. d. Red.) ist ganz offensichtlich ein Versehen&#8220;, kritisierte auch Johannes-Karl Lange. Dass Nielsen den Preis am Ende sogar bekam, d\u00fcrfte f\u00fcr weitere Debatten sorgen. Meadowhouse ging diesmal g\u00e4nzlich leer aus, es gab nicht einmal eine Nominierung. Das abgelaufene Jahr brachte jedoch auch nur einen gro\u00dfen Kinofilm mit Cronbergs Verfilmung von &#8222;Der Kommissar und das Ungeheuer&#8220;, der bei Kritikern recht zur\u00fcckhaltend aufgenommen wurde.<\/p>\n<p>Technisch ver\u00e4ndert sich das Kino dagegen immer mehr. Computeranimierte Effekte scheinen mehr und mehr auf dem R\u00fcckzug zu sein, die ausgezeichneten Filme arbeiteten nicht nur in den technischen Kategorien rein mit praktischen Effekten. Dieser Trend geht allem Anschein nach auf den Erfolg von &#8222;Cremissimo&#8220; zur\u00fcck. Cronberg verzichtete in seinem Epos 1819 g\u00e4nzlich auf nachbearbeitete Bilder und lie\u00df mit extrem hohen Aufwand alles praktisch nachbilden. Nicht nur der Erfolg gab ihm recht und so scheint sich dieses durchaus angenehme Verst\u00e4ndnis von Film immer mehr zum Usus zu entwickeln. Auch die zunehmende Verbreitung von emissionsfreien Fl\u00fcgen nimmt computergenerierten Bildern den Rechtfertigungsgrund. Das \u00dcbrige macht die Rezeption der Zuschauer und Kritiker, die zunehmend negativ auf diese Bilder reagieren, da inzwischen auch andere Regisseure als Cronberg gezeigt haben, was m\u00f6glich ist. Daher auch nicht verwunderlich, dass der Goldene L\u00f6we f\u00fcr die besten visuellen Effekte an Henry Gary Francis ging, der diese Verantwortung f\u00fcr &#8222;Bin ich also nichts&#8220; innehatte. Seine Bildsprache, die von der fabelhaften und leider nicht von der Akademie gew\u00fcrdigten Kameraarbeit von Marcus Elmqvist untermalt wurde, war unmittelbar an der immensen Wirkung des Werks beteiligt. Damit wurde der beste Film auch zugleich der mit den meisten Preisen an diesem Abend, zudem gewann auch noch Casimir Darsfeld seinen insgesamt dritten Goldenen L\u00f6wen f\u00fcr seine Filmmusik. Am Ende standen vier Auszeichnungen bei insgesamt sieben Nominierungen zubuche.<\/p>\n<p>Das Rahmenprogramm mutete wie erw\u00e4hnt deutlich unspektakul\u00e4rer und weniger pr\u00e4tenti\u00f6s an, als noch im vorigen Jahr. Von emotionalen Dankesreden und einem merkw\u00fcrdig uninspirierten Auftritt des Akademie-Sprechers Gottfried Dolschemann abgesehen, verlief der Abend beinahe tr\u00e4ge ab, was jedoch durchaus beabsichtigt schien und seine Wirkung keineswegs verfehlte. Nach brachialen Botschaften inklusive Privatkonzert war man sich offenbar bewusst, dass eine \u00e4hnlich gigantomanische Auff\u00fchrung wohl an der Glaubw\u00fcrdigkeit der j\u00fcngst get\u00e4tigten Aussagen kratzen k\u00f6nnte. So lie\u00df man die Inhalte sprechen. Das Intermezzo des klondykschen Komikers Ivan Malgorzov war vielleicht etwas zu brav, die Preisverleihungen jedoch symbolisieren die Konsequenz, mit der die Akadamie bei ihren Bem\u00fchungen um einen Einfluss auf den Lauf der Dinge voranschreitet. Dazu passten auch die Worte von Cristof da Gesus, der davon sprach, dass Kunst ein Instrument der M\u00e4chtigen sei. &#8222;Indoktrination ganzer V\u00f6lker geschah mittels der Kunst und dem was man als Kunst ausgab. Dabei hat die Kunst auch oft ihren eigenen Beitrag dazu geleistet, indem sie zu gef\u00e4llig, zu bequem, zu banal war. Kunst, die uns in unserem Wesen und Weltverst\u00e4ndnis best\u00e4tigt, verfehlt ihren Zweck.&#8220; Unbeachtet der Tatsache, dass die Filmemacher diese heeren Anspr\u00fcche selbst einhalten sollten, kann man diesen Satz durchaus f\u00fcr sich sprechen lassen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Bester Hauptdarsteller: <\/strong>Gavin B\u00e9tnys (&#8222;Bin ich also nichts&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Beste Hauptdarstellerin: <\/strong>Juliane Bermaker (&#8222;Der Unterschied zwischen Sechs und Neun&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bester Nebendarsteller: <\/strong>Victor Ashak (&#8222;Stich ins Herz&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Beste Nebendarstellerin:<\/strong> Rita Hansen (&#8222;Die Sprache der Inselmenschen&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bester Film: <\/strong>Bin ich also nichts (Martin McDonaghue)<\/li>\n<li><strong>Beste Regie: <\/strong>Cristof da Gesus (&#8222;Lichtermeer&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bestes Drehbuch:<\/strong> Petra Nielsen (&#8222;Drachen machen Sachen&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Beste Kamera: <\/strong>Carla Gimenez (&#8222;Lotus&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bestes Szenenbild: <\/strong>Heinrich Beckmann (&#8222;Die sieben Tage von Aloval&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bestes Kost\u00fcmdesign: <\/strong>Dave Capello (&#8222;Todeszug nach Emedari&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bester Ton: <\/strong>Wilhelmina Gunn (&#8222;Die Korallenriffe der Lieben Welt&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bester Schnitt: <\/strong>Michael Thun (&#8222;Lotus&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bester Tonschnitt: <\/strong>Erhardt Silverberg (&#8222;Eine paradiesische Horrorgeschichte&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Beste visuelle Effekte: <\/strong>Henry Gary Francis (&#8222;Bin ich also nichts&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bestes Make-up und beste Frisuren: <\/strong>Timothea Hainoff (&#8222;Todeszug nach Emedari&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Beste Filmmusik: <\/strong>Casimir Darsfeld (&#8222;Bin ich also nichts&#8220;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Kommissar und das Ungeheuer &#8211; wenn weniger mehr ist<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Lange wurde auf das neue Projekt von Starregisseur Archibald Cronberg gewartet, zumal ein wahrer Klassiker der Abenteuerliteratur verfilmt werden sollte. &#8222;Der Kommissar und das Ungeheuer&#8220; nach der ber\u00fchmten Buchvorlage von Monika Gold, Jennifer Oster und Dagobert Georgie, ist seit Montag in den Kinos angelaufen und kann die hohen Erwartungen nur zu Teilen erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>In der Jugend darf die Lekt\u00fcre dieses Werks auf keinen Fall verpasst werden. Eine wilde Schatzsuche nach einem versteckten Erbe, ein R\u00e4tseltext, ein mysteri\u00f6ser Einsiedler und zwielichtige Gegenspieler. Eine perfekte Backmischung f\u00fcr einen spannungsgeladenen Kuchen mit allerlei sympathischen Figuren. So zumindest im Buch. Der jetzt erschienene Film, der denselben Titel wie das Buch tr\u00e4gt, kann nur teilweise Schritt halten. &#8222;Der Kommissar und das Ungeheuer&#8220; hat eine Laufzeit von 145 Minuten, ist ein Abenteuer- beziehungsweise Kriminalfilm und l\u00e4uft seit dem 24. Oktober 1822 in den meadowhousischen Kinos. Es ist der erste Film der CronbergStudios seit &#8222;Cremissimo&#8220; und damit seit drei Jahren. Dass er in seiner Gesamtheit und Genialit\u00e4t nicht an den Kassenschlager von 1819 heranreichen w\u00fcrde, erwartete niemand und doch kann man dieses Mal leicht entt\u00e4uscht den Kinosaal verlassen. Das Problem liegt weniger an schauspielerischen Leistungen oder der Regie, das Problem ist in erster Linie das Drehbuch. Die 145 Minuten sind eindeutig zu lang. 100 bis 120 Minuten w\u00e4ren viel passender gewesen. Die parallel erschienene H\u00f6rspielversion, dem Director&#8217;s Cut, ist sogar fast vier Stunden lang. Drehbuch wurden von Archibald Cronberg und Monika Gold gemeinsam geschrieben und hier liegt vielleicht das Problem. Bei &#8222;Cremissimo&#8220; schaffte es Stefano di Galiano ein den Ereignissen des Films passendes Skript zu schreiben, welches den hohen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgte und gleichzeitig genug Raum f\u00fcr Ausf\u00fchrungen an den richtigen Stellen lie\u00df. Cronberg und Gold gelang dies nicht. Das Skript weicht nur selten von der Buchvorlage ab, was eingefleischten Fans des Werks sicher gefallen d\u00fcrfte, jedoch in diesem Fall kontraproduktiv wirkt. Man wird das Gef\u00fchl nicht los, dass die Drehbuchautoren blo\u00df keine L\u00fccke entstehen lassen wollten, sowohl auf narrative L\u00fccken, als auch adaptive L\u00fccken im Vergleich zur Vorlage. Sehr viele f\u00fcr die Handlung weniger bedeutsame Szenen werden unn\u00f6tig und k\u00fcnstlich in die L\u00e4nge gezogen und man kann sich als Zuschauer einer gewissen Langeweile nicht erwehren. Sp\u00e4testens das zweite Drittel des Films hat erheblichen Einfluss auf den Filmgenuss, der in dieser Phase sehr leidet. Das letzte Drittel nimmt dann wieder deutlich an Fahrt auf und ist sehr viel unterhaltsamer, diejenigen, die geistig jedoch schon ausgestiegen sind, kann der Film dennoch nur schwerlich wieder ins Boot holen. Dabei schafft es der Streifen, immer wieder starke Momente einzustreuen. Die Auftritte des Ungeheuers sind furchterregend &#8211; besonders der im Wesselner Wald &#8211; und k\u00f6nnten bei den j\u00fcngeren Zuschauern doch durchaus eine starke Wirkung erzeugen. Das Finale im Steinbruch ist \u00e4u\u00dferst atmosph\u00e4risch und auch einzelne Suchsequenzen nach den Spuren, die das R\u00e4tsel hergibt, k\u00f6nnen den Zuschauer in ihren Bann ziehen. Konsistenz beweist &#8222;Der Kommissar und das Ungeheuer&#8220; in punkto Spannung jedoch nicht. Die Komik, die auch die Buchvorlage transportiert, vermag der Film allerdings stark zu vermitteln. W\u00fcrfel (Klaas Kreuzotter) bringt Charme und eine sympathische Frechheit in die Geschichte, der Kommissar (Goran Rikalo) wird zwar leicht zerstreut, aber nicht vertrottelt gezeichnet und auch die Sekret\u00e4rin (Gundula Bergmann) wird in einer Mischung aus Cleverness und Aufgeregtheit gut dargestellt. Komische Momente wie ein Besuch W\u00fcrfels in einer B\u00e4ckerei oder Harrers Auftritt im Schlafanzug samt Schock eines Einbrechers verfehlen ihre Wirkung keineswegs.<\/p>\n<p>Die schauspielerischen Leistungen sind derweil vollkommen in Ordnung. Cronberg arbeitet diesmal mit vorwiegend einheimischen Schauspielern, oftmals solchen, die bisher noch keine gro\u00dfen Rollen hatten. Und das Konzept zahlt sich aus. Gundula Bergmann als Sekret\u00e4rin Brigitte Wohl, Klaas Kreuzotter als W\u00fcrfel und Ramon Sanchez als Palen Hantil erweisen sich allesamt als gelungene Besetzungen, auch der einzige prominente Darsteller mit Goran Rikalo in seiner Rolle als Kommissar Edgar Kranz wei\u00df zu \u00fcberzeugen. Dazu muss jedoch auch gesagt werden, dass bis auf Palen Hantil (Wut) und W\u00fcrfel (Angst) keine Rolle allzu schwierig darzustellende Emotionen durchlebt. Alles ist allem ist &#8222;Der Kommissar und das Ungeheuer&#8220; grundsolide, mehr aber auch nicht. Die Musikauswahl ist passend und eine gemeinsame Produktion aus Musikern des Wiesenhausener Tonstudios. Sie untermalt die spannenden Szenen, wie die unterhaltsamen sehr gekonnt, ohne dem Zuschauer die Stimmung aufzuzwingen. Auch die Kost\u00fcme sind dem Geschehen und den Charakteren angepasst. Erw\u00e4hnenswert ist hingegen die Kameraarbeit. Cronberg l\u00e4sst seine Kamera immer wieder sehr nah am Geschehen, es werden sehr matte Farben verwendet, was dem Film einen sehr retro-m\u00e4\u00dfigen, altgedienten Look verleiht, der ihm mehr als nur gut steht. Alles in allem ist er ein technisch starker Film, ein echter Cronberg-Film also, der das Volumen von rund 32 Millionen Tropalen an Kosten gut aussch\u00f6pft.<\/p>\n<p>Die \u00dcberl\u00e4nge jedoch macht einiges zunichte. So spannungsgeladen einzelne Szenen auch sein m\u00f6gen, in vielen langen Phasen, in denen kaum etwas Substantielles vor sich geht, steigt mit Sicherheit der eine oder andere Zuschauer aus. Und das ist schade, ein kompakterer Film h\u00e4tte durchaus mehr aus der Buchvorlage herausholen k\u00f6nnen. Auch Monika Gold muss nach ihrer ersten T\u00e4tigkeit als Drehbuchautorin dem Fakt gewahr werden, dass man einen Film nicht wie einen Roman schreiben kann. Die eigentlich vielversprechend anmutende Mischung aus ihr und dem erfahrenen Regisseur Cronberg ging hier nicht auf. Die Darstellerleistungen k\u00f6nnen aus dem Drehbuch nur das Beste herausholen, was sie durchaus hier und da verm\u00f6gen, jedoch nicht durchg\u00e4ngig. Nach vielen cronberg\u2019schen Meisterwerken wie \u201eCremissimo\u201c, \u201eDie letzte Fahrt der Katharina Jana\u201c oder \u201eVater unser im Wohnzimmer\u201c ist dieser Film im Vergleich nur mittelm\u00e4\u00dfig. Und gemessen an der Vorlage ist dies entt\u00e4uschend.<\/p>\n<p><strong>Genre:\u00a07 VON 10 PUNKTEN<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gesamt:\u00a06 VON 10 PUNKTEN<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ausgelassene Stimmung bei L\u00f6wen-Verleihung inklusive \u00dcberraschungskonzert der Tiergruppe &#8211; Mahnende Worte Richtung Regierungen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>An diese Verleihung der Goldenen L\u00f6wen wird man sich wohl noch einige Zeit lang erinnern. Es herrschte eine ausgelassene, unbeschwerte Stimmung, jedoch nicht ohne sorgenvolle politische \u00c4u\u00dferungen \u00fcber die schwelenden Konflikte auf der Lieben Welt und im Sonnensystem durch die instabile Lage auf der Erde. Ein \u00dcberraschungskonzert der Tiergruppe sorgte zudem f\u00fcr eine besonderen Moment.<\/p>\n<p>Erstmals wurde bei den Haupt- und Nebendarstellern zwischen m\u00e4nnlich und weiblich unterschieden. Diese im Vorfeld viel diskutierte Neuerung begr\u00fcndete die Akademie damit, dass man die oft zahlreichen gro\u00dfen Schauspielerleistungen \u00fcber die Geschlechter hinweg ausreichend w\u00fcrdigen wolle. Wirkliche \u00dcberraschungen gab es bei der Vergabe zumindest in den wichtigsten Kategorien nicht. Klarer Favorit in der Kategorie &#8218;Bester Hauptdarsteller&#8216; war nach seiner exzellenten Leistung im Demenz-Drama &#8222;Der Herbst&#8220; Harry van Steele, der auch bereits in &#8222;Cremissimo&#8220; als Kapit\u00e4n Otto von Steinburg ein Kandidat auf einen Goldenen L\u00f6wen war. Seine Leistung wurde von der Jury dann auch gew\u00fcrdigt, nachdem bereits bei der Nennung seines Namens Jubelst\u00fcrme in der Titan-Oper ausbrachen. Gegen vier Mitkandidaten setzte er sich verdienterma\u00dfen durch und wurde von den beiden Moderatorinnen Greta Schnabelweiher und der jungen Sonja Merall als bester Hauptdarsteller aufgerufen. An seiner Reaktion, die zwar durchaus bewegt aber dennoch gefasst war, konnte man auch erkennen, dass diese Auszeichnung f\u00fcr ihn nicht sonderlich \u00fcberraschend gekommen war. Mit ausgebreiteten Armen und einem beinahe schamhaften L\u00e4cheln nahm der den rund 8 Kilogramm schweren L\u00f6wen entgegen. Das Publikum zollte ihm minutenlangen Beifall und zeigte sich allenthalben sehr entz\u00fcckt dar\u00fcber, dass van Steele f\u00fcr seine Leistung von der Akademie auch in dieser Form gew\u00fcrdigt wurde. F\u00fcr Harry van Steele war es bereits der zweite Gewinn eines Goldenen L\u00f6wen, in Cronbergs &#8222;Poseidon&#8220; war er als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet worden. Als Hauptdarsteller war es seine zweite Nominierung, ebenfalls unter Beteiligung des meadowhousischen Starregisseures, in &#8222;Blattgold&#8220; ging er allerdings leer aus. Nun hat er vielleicht eine der besten schauspielerischen Leistungen auf die Leinwand gebracht und war damit &#8211; negativ formuliert &#8211; unausweichlich als Sieger feststehend. Gekleidet wie ein echter \u00e4lterer Gentleman in Frack, Fliege und wei\u00dfem Schal nebst Einstecktuch, hielt er eine dazu passende Rede, in der er sich bei seiner Mutter bedankte und auch anmerkte, dass sein Vater an jenem Tag vor elf Jahren gestorben sei und vielleicht etwas mit seiner Auszeichnung zu tun gehabt h\u00e4tte. Ein weiterer hei\u00dfer Kandidat neben van Steele war im Vorfeld Niklas Hornby gewesen, der in &#8222;Das Gedicht von Mensch und Stein&#8220; einen paradiesischen Wohnungslosen spielte, aber leer ausging.<\/p>\n<p>Weiter ging es mit der Verleihung des Goldenen L\u00f6wen f\u00fcr die beste Hauptdarstellerin und da gab es weniger eine eindeutige Favoritin als bei ihrem m\u00e4nnlichen Pendant. Mit Constance Hav\u00e9r im Psychothriller &#8222;Smaragdblut&#8220; gewann hier eher eine Au\u00dfenseiterin, da es ihre allererste Nominierung \u00fcberhaupt war. Im Film von Jacques Berdieu spielt sie eine Psychotherapeutin in einer geschlossenen Anstalt, die mit ihren eigenen D\u00e4monen und gemeingef\u00e4hrlichen Insassen zu tun hat. Ihre vollkommen \u00fcberw\u00e4ltigte Reaktion zeugte von tats\u00e4chlicher \u00dcberraschung ihrersseits. V\u00f6llig aufgel\u00f6st bedankte sie sich bei allen, die ihr einfielen, stammelte unter den Lachern aus dem Publikum, beseelt und \u00fcberfordert zugleich unzusammenh\u00e4ngende S\u00e4tze ins Mikrofon, bis ihr endg\u00fcltig alle Herzen zuflogen. Hav\u00e9r ist eine der wenigen Schauspielerinnen und Schauspieler, die direkt bei ihrer ersten Nominierung als Gewinner oder Gewinnerin von der B\u00fchne gingen. Die Akademie w\u00fcrdigte ihre Darbietung der Dr. Dor\u00e9en Thibaut als &#8222;einf\u00fchlsame wie kraftvolle, zerbrechliche wie w\u00fcrdevolle , sowie tiefgr\u00fcndige Charakterisierung einer Frau, die innerhalb von Sekunden aus Beton und gleichzeitig aus Glas zu sein scheint&#8220;. Wie zittrig und wie aufgel\u00f6st sie dann auf der B\u00fchne stand, zeigte nur noch mehr, wie hoch ihre Performance einzusch\u00e4tzen ist und somit die Auszeichnung durch die Akademie in Ranjos auch gerechtfertigt war. Mit ihr wird in Zukunft noch wesentlich h\u00e4ufiger bei Preisverleihungen zu rechnen sein.<\/p>\n<p>Bei der Kategorie &#8218;Bester Film&#8216; gab es zwei klare Favoriten. &#8222;Der Herbst&#8220; hatte mit Harry van Steele bereits einen der begehrtesten Preise abgesahnt, &#8222;Das Gedicht von Mensch und Stein&#8220; hatte bei den Buchmachern zuvor leicht bessere Aussichten in der aus Filmemachersicht wichtigsten Kategorie. Und diese Erwartungen wurden auch best\u00e4tigt. Die Akademie w\u00e4hlte &#8222;Das Gedicht von Mensch und Stein&#8220; zum besten Film des Jahres 1821 und Regisseurin Maria Cadeau nahm den Goldenen L\u00f6wen &#8211; ihren ersten &#8211; dankbar, aber auch recht gefasst entgegen. Mit 32 Jahren ist sie eine der j\u00fcngsten Preistr\u00e4gerinnen und das, obwohl sie vorher bereits zweimal nominiert worden war. In einem strahlend t\u00fcrkisen Abendkleid betrat sie zusammen mit ihren drei Produzenten und den drei Hauptdarstellern und -darstellerinnen die B\u00fchne und hatte extra einen Zettel mitgebracht, um niemanden in ihrer Dankesrede zu vergessen. Dabei konnte sie sich eine kleine, aber nett gemeinte Spitze an Constance Hav\u00e9r nicht verkneifen, indem sie in ihre Richtung sagte, dies sei vielleicht ein kleiner Tipp f\u00fcr das n\u00e4chste Mal, worauf die immer noch bewegte Hav\u00e9r h\u00f6rbar antwortete, dass dies garantiert nicht wieder vorkommen w\u00fcrde. Ein n\u00e4chste Lacher in einer allseits lockeren Atmosph\u00e4re trotz all der Fracks und Ballkleider. Galant \u00fcberlie\u00df sie am Ende noch Hauptdarsteller Hornby die Gelegenheit, ein paar Worte zu sagen, der alle im Saal aufforderte, sich alle nominierten Filme im Dunkeln auf der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichsten Leinwand anzuschauen.<\/p>\n<p>Doch nicht nur f\u00fcr gro\u00dfe Emotionen und erheiterndes Gel\u00e4chter war Platz an diesem Abend, sondern auch f\u00fcr besorgte politische Statements. In Molquarze droht ein B\u00fcrgerkrieg zu eskalieren, in Klondyk droht eine politische Kraft die Macht zu erlangen, die offen mit einer milit\u00e4rischen Einmischung im Erkietenland sympathisiert und interuniversell sieht die Lage fast noch d\u00fcsterer aus. Die Erde ist politisch so instabil wie seit achtzig Jahren nicht mehr und die B\u00f6se Welt k\u00f6nnte erster Profiteur eines globalen Krieges werden. Inzwischen gibt es auch Vermutungen, dass die B\u00f6se Regierung unter dem neuen Herrscher Drag Malur aktiv einen Weltkrieg auf der Erde provozieren will. Die Akademie lie\u00df extra einen Kurzfilm produzieren, der auf die Gefahren aufmerksam machte und besonders auf diplomatische und friedliche L\u00f6sungen pochte. Des Weiteren gab es verschiedene Reden, die aktiv die handelnden Personen auf der Erde und insbesondere den dortigen Angriffskrieg der Gro\u00dfmacht Russland auf ein benachbartes Land verurteilten. Auch an die Liebe Weltregierung gab es Aufrufe, sich f\u00fcr den Frieden einzusetzen und proaktiv gegen B\u00fcrgerkriege und Militarisierungen einzelner Staaten einzutreten. Bislang hatte sich etwa Lieber Weltherrscher Apfulkrax noch nicht zu den Vorg\u00e4ngen auf der Erde und zum brodelnden B\u00fcrgerkrieg in Molquarze ge\u00e4u\u00dfert. Nach diesem Abend ist der Druck auf ihn nochmals zus\u00e4tzlich gewachsen. Der anwesende Kulturdromorniss Wilhelm Rabe gab eine eindrucksvolle Positionierung in seiner Rede, in der er offen die Liebe Weltregierung und ihre Verb\u00fcndeten im Weltenbund zum Eingreifen aufforderte. An die Aggressoren innerhalb der Lieben Welt richtete er mahnende Worte und erkl\u00e4rte die Kraft des Films, derer man sich wieder st\u00e4rker bewusster werden m\u00fcsste. F\u00fcr seine Worte bekam der im n\u00e4chsten Jahr scheidende Kulturdromorniss viel und langen Applaus.<\/p>\n<p>Weiter ging es in der Zeremonie dann mit den Verleihungen der Goldenen L\u00f6wen f\u00fcr die besten Nebendarstellern. Bei den M\u00e4nnern sicherte sich Walter de Grout den Oscar im Abenteuerfilm &#8222;Korallenj\u00e4ger&#8220;. Der 54-j\u00e4hrige Drachonier spielt dort einen Krabbenfischer, der sein Leben der See verschrieben hat und dem Hauptcharakter &#8211; gespielt von Martin Qaram &#8211; dabei hilft, einen verschollenen Schatz in einem gesunkenen Schiff zu heben. Bei den Frauen gewann Ilone Cogard aus &#8222;Der Herbst&#8220; f\u00fcr ihre wahrhaft gro\u00dfartige Leistung neben Harry van Steele. Der Film gewann sp\u00e4ter noch den Goldenen L\u00f6wen f\u00fcr das beste Drehbuch und wurde damit zum erfolgreichsten Film in einer sonst sehr bunt gemischten L\u00f6wen-Verleihung. In der Kategorie &#8218;Beste Regie&#8216; gewann mit Maria Cadeau zum zweiten Mal der Film &#8222;Das Gedicht von Mensch und Stein&#8220;, der damit ebenfalls passend gew\u00fcrdigt wurde. Die weiteren Gewinner finden sie weiter unten in unserer Aufstellung.<\/p>\n<p>Einen gro\u00dfen \u00dcberraschungsmoment gab es dann in einer Pause der Preisverleihung. Das Licht ging f\u00fcr einen kurzen Moment aus, es gab \u00fcberraschtes Getuschel, bis das Licht wenig sp\u00e4ter wieder anging und die Tiergruppe unter dem \u00fcberraschten, wie erfreuten Applaus der Anwesenden die B\u00fchne betrat und gleich loslegte. Die, die bereits auf dem Weg Richtung Ausgang waren, kehrten noch einmal um und an ihre Pl\u00e4tze zur\u00fcck. Doch war es kein Potpourri aus den alten Songs der Band, die schon tausendfach in den Stadien und Hallen der Lieben Welt gespielt wurden, sondern 14 brandneue St\u00fccke. Und man kommt im Nachhinein nicht drumherum, diesen Abend auch im Zeichen der Tiergruppe zu betrachten. Denn was die Band hier darbot, war eine einst\u00fcndige Meisterleistung. Eing\u00e4ngige St\u00fccke mit doch tiefgr\u00fcndigen Texten, musikalisch recht einfach und doch kraft- und schwungvoll &#8211; so wurde die Tiergruppe in den Jahren nach dem Paradiesischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieg ber\u00fchmt und pr\u00e4gte damit ein Post-Kriegszeitalter in Thovez und Titanien auf k\u00fcnstlerische Weise, wie vielleicht sonst nur die BEFIM. Nachdem die Alben im vergangenen Jahrzehnt eher alter Wein in neuen Schl\u00e4uchen waren, waren die bei der L\u00f6wen-Verleihung dargebotenen Songs wie eine Zeitreise. Viel Nostalgie kam beim ersten Song &#8222;Weltkinder&#8220; auf, anschlie\u00dfend bot Dolens Aoule an, dass nur diejenigen, die wirklich Lust und Kraft f\u00fcr eine Stunde Live-Musik h\u00e4tten, bleiben m\u00fcssten. Der Saal blieb voll. Die Band k\u00fcndigte an, mit den St\u00fccken ein Album herausbringen zu wollen und sp\u00e4ter damit auch auf eine gro\u00df angelegte Tournee zu gehen, der Beifall daf\u00fcr fiel sehr st\u00fcrmisch aus. Besonders zwei St\u00fccke blieben besonders in Erinnerung. &#8222;Liebes Gl\u00fcck&#8220;, ein Wortspiel im Titel \u00fcber die Verbr\u00fcderung von Lieben und B\u00f6sen, stimmte sehr nachdenklich und war sp\u00e4ter am Abend das wohl meistdiskutierteste Lied des Auftritts. Aber auch &#8222;Br\u00fccken&#8220; brannte sich aufgrund der Aktualit\u00e4t der Ereignisse ins Ged\u00e4chtnis ein. Hierin geht es um die Macht von Musik, Grenzen zu \u00fcberwinden, was angesichts der Geschehnisse und der vorangegangen Statements der G\u00e4ste und Preistr\u00e4ger perfekt ins Gesamtbild passte. Ein Name oder gar Ver\u00f6ffentlichungsdatum des Albums steht noch nicht fest, definitiv wird aber unsere Seite dar\u00fcber berichten.<\/p>\n<p>Ingesamt war es eine sehr vielseitige L\u00f6wen-Verleihung und wohl eine, die lange in Erinnerung bleiben wird. Der Film und die Musik, damit ein gro\u00dfer Teil der Kultur, haben sich klar positioniert und vielleicht endlich ihre Rolle im Weltgeschehen gefunden. Das Konzert der Tiergruppe schien unpassend zu so einem Gala-Abend zu sein und war doch genau richtig. Stundenlanges An-Sich-Halten und Etikette-Wahren konnten aufgebrochen werden und es schallte eine Nachricht aus der Titan-Oper wohl bis auf die Erde und in die B\u00f6se Welt. Es w\u00e4re naiv zu glauben, dass dieser Abend nun alles zum Guten ver\u00e4ndert. Und doch ist es richtig zu sagen, dass man mit der Wucht der Symbolik eine Menge m\u00e4chtiger Menschen beeinflussen kann. Und so war es ohne meadowhousischen Gewinn am Ende doch auch der Abend des Mirco Magiaro, der diese \u00dcbertragung wohl l\u00e4chelnd auf seinem Sofa verbracht haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Bester Hauptdarsteller: <\/strong>Harry van Steele (&#8222;Der Herbst&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Beste Hauptdarstellerin: <\/strong>Constance Hav\u00e9r (&#8222;Smaragdblut&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bester Nebendarsteller: <\/strong>Walter de Grout (&#8222;Korallenj\u00e4ger&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Beste Nebendarstellerin:<\/strong> Ilone Cogard (&#8222;Der Herbst&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bester Film: <\/strong>Das Gedicht von Mensch und Stein (Maria Cadeau)<\/li>\n<li><strong>Beste Regie: <\/strong>Maria Cadeau (&#8222;Das Gedicht von Mensch und Stein&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bestes Drehbuch:<\/strong> Fabian Zett (&#8222;Der Herbst&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Beste Kamera: <\/strong>Danielle Lacori (&#8222;Die Trommel&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bestes Szenenbild: <\/strong>Ronald Gute, Bernadette O&#8217;Donelle (&#8222;Der Thron&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bestes Kost\u00fcmdesign: <\/strong>Oliviae Duckenberg (&#8222;Unter den Schusslinien&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bester Ton: <\/strong>Joaquin da Galv\u00e9z Santana (&#8222;Salenavo bei Nacht&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bester Schnitt: <\/strong>Matthias Erdenbach (&#8222;Makel des Mannes&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bester Tonschnitt: <\/strong>Silvio Bargen (&#8222;Der Bassist&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Beste visuelle Effekte: <\/strong>George Eckleburgh (&#8222;Aufbruch nach C-13&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Bestes Make-up und beste Frisuren: <\/strong>Marc Galdieri (&#8222;Inparkendus I.&#8220;)<\/li>\n<li><strong>Beste Filmmusik: <\/strong>Richard Bellett (&#8222;Ein Mai im Juni&#8220;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die JKL-Filmkritik zu &#8222;Fluss des Todes&#8220;: Wenig Tod und noch weniger Fluss<\/strong><\/p>\n<p>Nach zuletzt &#8222;Zug des Todes&#8220; kann man Meisterdetektiv Gerauld Sauville erneut auf der gro\u00dfen Kinoleinwand sehen. Am 27. Februar startet &#8222;Fluss des Todes&#8220; in den meadowhousischen Kinos und ist damit das zweite Re-Make eines Filmklassikers aus den 1770er-Jahren, basierend auf den Romanen von Krimi-G\u00f6ttin Eleria Kaldde.<\/p>\n<p>Gerauld Sauville ist in Klondyk unterwegs und bereist die sagenumwobenen Goldsch\u00fcrf-Gebiete rund um den Okeanos, den l\u00e4ngsten Fluss der Lieben Welt. Auf Einladung schlie\u00dft er sich einer wohlhabenden Geburtstagsgesellschaft an. Ihre Wege kreuzen sich dabei nicht zum ersten Mal und daher wird die Anwesenheit des detektivischen Genies sehr gesch\u00e4tzt. Doch dann passiert etwas schreckliches auf der wilden Dampferfahrt und wo viel Geld im Spiel ist, lassen sich auch sehr schnell Motive finden. Daher liegt es einmal mehr an Gerauld Sauville, nicht den falschen F\u00e4hrten zu folgen und in gef\u00e4hrliche Fallen zu tappen.<\/p>\n<p>&#8222;Fluss des Todes&#8220; geht 127 Minuten, ist ab 12 Jahren freigegeben und als Krimi und Thriller die Nachfolge von &#8222;Zug des Todes&#8220; aus dem Jahre 1816. Rolf Wrajczek inszeniert sich hier einmal mehr selbst als genialer Detektiv Sauville, wie bereits im ersten Film. Ich habe mich im Vorfeld sehr auf diesen Film gefreut, da ich die Geschichten von Eleria Kaldde liebe und auch die Filmklassiker dazu bisher nie gesehen habe, und besonders die Darstellung der Hauptfigur durch Rolf Wrajczek hatte mir anno 1816 sehr gut gefallen. Dass der Look des Films bereits damals einiges an Fragen aufwarf, was aber durch die matten wei\u00dfen Farben noch einigerma\u00dfen gut \u00fcberdeckt werden konnte, verga\u00df ich einmal kurz und ging mit gro\u00dfer Vorfreude ins Kino. Dabei hatte ich bereits durch das Filmplakat ein mehr als mulmiges Bauchgef\u00fchl, was sich dann nicht nur best\u00e4tigte, sondern gar noch verst\u00e4rkte. Dieser Film ist &#8211; ich muss es so formulieren &#8211; der h\u00e4sslichste Film, den ich je gesehen habe. Und dies liegt weder an der Kameraarbeit, noch am Schnitt, noch an den mehr als gut aussehenden Schauspielern, noch an ihren aufw\u00e4ndig gestalteten Kost\u00fcmen, Frisuren und Make-Ups. Es ist viel grunds\u00e4tzlicher. Rolf Wrajczek h\u00e4tte den Film vielleicht besser &#8222;Greenscreen des Todes&#8220; genannt, &#8222;Greenscreen. Der Film&#8220; w\u00e4re vielleicht noch treffender gewesen.<\/p>\n<p>Dabei konnte man bei einem kolportierten Budget von rund 110 Millionen Schillingen, umgerechnet rund 90 Millionen Tropalen, doch einiges erwarten. Und auch die Besetzung mit einigen Stars lie\u00df mich im Vorfeld aufhorchen &#8211; vielleicht erkl\u00e4rt dies auch das gro\u00dfe Budget, viel f\u00fcr den technischen Feinschliff war scheinbar nach Auszahlung der Gagen nicht mehr \u00fcbrig. Und so sa\u00df ich in diesem Film und fragte mich zwischendurch: Passiert hier noch irgendetwas? Warum ist dieser Film nicht nur abgrundtief h\u00e4sslich, sondern auch noch so langweilig und unrund? Man verschwendet die Zeit damit, die ganze Lebensgeschichte von Gerauld Sauville zu erz\u00e4hlen, die viel besser in &#8222;Zug des Todes&#8220; gepasst h\u00e4tte und erst nach sage und schreibe 70 (!) Minuten Laufzeit geschieht das, was der Film in seinem Titel verspricht. Und anstatt das bis dahin &#8211; freundlich formuliert &#8211; langsame Erz\u00e4hltempo zu halten, geht dann alles Schlag auf Schlag. Sauville kombiniert sich durch den Fall in einer so derartig \u00fcberhasteten Art und Weise, dass die eigentliche Ermittlungsarbeit v\u00f6llig hinten\u00fcber f\u00e4llt. Das Mitraten, was den ersten Film noch so charmant gemacht hatte, fehlt komplett in &#8222;Fluss des Todes&#8220;. Hand aufs Herz: Ich bin in Kriminal- und Detektivgeschichten unheimlich schlecht darin, den T\u00e4ter zu erraten und es gelingt mir meist schon in drittklassigen Fernsehkrimis nicht. Hier jedoch hatte ich sofort recht, sogar was das Motiv angeht und ich habe den zugrundeliegenden Roman nicht gelesen. Und das ist der endg\u00fcltige Beweis daf\u00fcr, dass man es richtig schlecht verschleiert hat. So ist der Film durchschaubar und dazu auch noch schauspielerisch sehr limitiert. So kam ich mehr als nur entt\u00e4uscht aus dem Kinosaal und rate jedem, die Erwartungen sehr zu senken, der sich den Film noch ansehen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Nun zu dem, was ich bereits angeschnitten habe. Der Look des Films. Sobald der Film in einem Au\u00dfenbereich spielt, jemand im Dampfer vor dem Fenster sitzt oder wann immer man das Gef\u00fchl hat, in der Ferne k\u00f6nnte ein Berg, ein Geb\u00e4ude, ein Wald, ein Tier oder irgendetwas aus der Natur stehen, ist alles Fake. Und das ist so deutlich zu sehen, dass es den Zuschauer in seiner Aufdringlichkeit direkt anspringt und es mich als Zuschauer auch immer wieder aus der Erz\u00e4hlung herausgerissen hat, so unertr\u00e4glich sieht es aus. So ist der titelgebende &#8222;Tod&#8220; eigentlich der Tod f\u00fcr alles visuell Kreative. Wir leben mittlerweile scheinbar in einer Zeit, in der alle gro\u00dfen Filme nur noch im Studio spielen und man die Kulissen hinterher digital erschafft. Ist es wirklich schon so lange her, dass Archibald Cronberg f\u00fcr seine MMS-Reihe an die verschiedensten Orte dieser Welt gefahren ist, um dort tats\u00e4chlich an den besagten St\u00e4tten zu drehen? Am Geld kann es ja eigentlich nicht gelegen haben, das Budget f\u00fcr den letzten MMS-Dreiteiler lag mit 80 Millionen Tropalen deutlich unter jenem von &#8222;Fluss des Todes&#8220;. F\u00fcr jeden Computerspiel-affinen Zuschauer muss sich das Kinoerlebnis anf\u00fchlen wie &#8222;Goldrausch-Odyssee&#8220;. Der Okeanos und all die Landschaften ringsherum sehen wirklich exakt so aus wie in einem Computerspiel oder gar wie aus einer seichten Werbung f\u00fcr Tannennadel-Parfum aus der klondykschen Tundra.<\/p>\n<p>Nun muss man festhalten, dass das nicht das eigentliche Problem von &#8222;Fluss des Todes&#8220; ist. Die Falschheit des Greenscreens \u00fcbertr\u00e4gt sich n\u00e4mlich auch noch auf die Darstellerleistungen. Bis auf Rolf Wrajczek selbst, der als Schauspieler unbestritten gut ist, als Regisseur dagegen einige Schw\u00e4chen aufweist, f\u00fcgt sich niemand wirklich in die vorgesehene Rolle ein. Doreen di Marcio als Frau des Geburtstag feiernden Mannes kann harte, strenge Rollen ohne Zweifel gut, sobald sie aber Verletzlichkeit, Scham oder Unsicherheit zeigen muss, versagt sie leider ziemlich schnell. Immerhin haben sie und Gregory Stevenson als ihr Ehemann neben Gerauld Sauville die einizigen Rollen, die so etwas wie Figurenzeichnung und Charaktermotivation besitzen, \u00fcber alle anderen erf\u00e4hrt man so gut wie gar nichts. Dies ist insofern verwunderlich, als dass sich der Film ja in den ersten 70 Minuten so wahnsinnig viel Zeit nimmt. Zudem wird um die Figur des Detektivs so viel erz\u00e4hlt und berichtet, dass es ihr komplett den Zauber und das Mysteri\u00f6se nimmt, was dann auch Rolf Wrajczek nicht mehr auffangen kann und auch die Entwicklung der anderen Charaktere aufh\u00e4lt. Das bringt den Film in eine v\u00f6llig falsche Richtung und so wird &#8222;Fluss des Todes&#8220; eher zu einer Art Vergangenheitsbew\u00e4ltigung der Hauptfigur.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, nach der mir auch nicht mehr als k\u00fcnstlerischer Kniff zu verkaufenden Tempoversch\u00e4rfung mit Gefahr des Faden-Verlierens, die Aufl\u00f6sung, die wie bereits gesagt, vorhersehbar ist, aber auch so konstruiert und unrund wirkt, dass man leichte Zeichentrickserien-Vibes bekommt. Es fehlte nur noch, dass Gerauld Sauville dem T\u00e4ter eine Maske vom Kopf zieht und enth\u00fcllt, was nur er wusste und niemand anderes auf dem Dampfer. Da es aber gleichzeitig so durchschaubar ist, wirkt es umso verkrampfter und gestelzter, als h\u00e4tte mir jemand gesagt &#8222;hier, der war&#8217;s jetzt und warum.. ja, das passt schon irgendwie&#8220;. Im Kinosessel musste ich dann realisieren, dass ich \u00fcber zwei Stunden dort sa\u00df, einen unspannenden Kriminalfall gesehen habe, mit Hintergrundinformationen, die mich eigentlich nicht interessiert haben, anderen Figuren, von denen man gerne etwas erfahren m\u00f6chte, es einem aber verwehrt bleibt und dann sieht alles leider auch noch zum Gruseln aus und das leider nicht im narrativen Sinne. So gefiel mir am Film die Performance von Rolf Wrajczek, die Kameraarbeit, die an richtigen Stellen in die Ferne schweift und sp\u00e4ter genauer draufh\u00e4lt, und das Kost\u00fcmbild, was wirklich gut durchdacht ist und selbst bei so vielen Leuten an Bord noch eine beeindruckende Ausgewogenheit hat. Auch der Schmuck, den die Figuren tragen, sieht t\u00e4uschend echt aus und ist damit eines der wenigen echten Dinge in &#8222;Fluss des Todes&#8220;. So komme ich am Ende mit noch sehr viel Wohlwollen bei 4,5 von 10 m\u00f6glichen Punkten als Krimithriller heraus und bei 3,5 von 10 m\u00f6glichen Punkten insgesamt. Somit ist dieser Film noch einmal deutlich schlechter als &#8222;Zug des Todes&#8220; und meine Vorfreude hat sich leider auch mit einigem Abstand in Luft aufgel\u00f6st. Schade. Ich werde mir dann jetzt wohl mal die Version von 1778 anschauen.<\/p>\n<p>GENRE: 4,5 von 10<\/p>\n<p>INSGESAMT:\u00a03,5 von 10<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Das Eiserne Album&#8220; zum Jubil\u00e4um der BEFIM: Alt und Neu im Glas der Vielseitigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Seit Samstag ist das neue gro\u00dfe BEFIM-Album auf dem Markt. Passend zum 70-j\u00e4hrigen Bestehen des Orchesters tr\u00e4gt es den Namen &#8222;Das Eiserne Album&#8220;, angelehnt an die Eiserne Hochzeit, die je nach Region bei 65- oder 70-j\u00e4hrigem Ehebestehen gefeiert wird. Nach einer Renovierung des Aufnahmestudios im Wiesenhausener Tonstudio verz\u00f6gerte sich die urspr\u00fcnglich f\u00fcr Sommer angek\u00fcndigte Ver\u00f6ffentlichung bis nun Ende November. Das Warten hat sich jedoch gelohnt, das neue Album steht &#8222;Da simma wieder&#8220; von vor zweieinhalb Jahren in Nichts nach. Musikalisch nicht, vor allem aber auch interpretatorisch nicht.<\/p>\n<p>Am Freitagabend feierte das Album im erlesenen Kreis bereits eine Vorpremiere in der H\u00f6hle. Dort waren neben ber\u00fchmten Wiesenhausener Pers\u00f6nlichkeiten auch Vertreter von Kultur und Musik vor Ort, wie auch Gr\u00fcndervater und Kulturdromorniss Wilhelm Rabe. Bei dem einen oder anderen Glas Whiskey Wies wurde dann das rund zweist\u00fcndige Album geh\u00f6rt, bevor es am Samstag dann offiziell in die Musikgesch\u00e4fte kam. Auf den einschl\u00e4gigen Streamingplattformen wird es nach Angaben der BEFIM wie bisher auch erst nach den Live-Auftritten erscheinen. So will das Orchester, wie schon bei den Alben zuvor, wieder die heimische Wirtschaft st\u00e4rken. Optisch betrachtet, kommt das Album schlicht daher. Ein gr\u00fcner Lorbeerkranz, in gr\u00fcn der Schriftzug mit dem Titel des Albums, garniert mit dem Zusatz &#8222;70 Jahre BEFIM&#8220;, alles in derselben Schriftart. Auf der R\u00fcckseite steht wie immer die Tracklist, im Hintergrund ist dann eine Aufnahme des Echo-Tals zu sehen, die schwarze Tracklist ist vor dem Waldabschnitt des Echo-Tals teilweise etwas schwierig zu erkennen. Auch die CD ist sehr schlicht gehalten und kopiert mehr oder weniger das Titelbild der Vorderseite, neu ist dagegen, dass die Spieldauer auf der CD abgebildet ist. Die zweite CD ist etwas k\u00fcrzer als die erste, insgesamt kommt das Album auf 117 Minuten Spieldauer. Es ist damit nicht ganz so lang wie das letzte gro\u00dfe Album, hat auch mit 15 St\u00fccken pro CD insgesamt f\u00fcnf St\u00fccke weniger, Doch was wird inhaltlich geboten?<\/p>\n<p>Dass man mit einer Orchesterversion von Happy Birthday startet ist standesgem\u00e4\u00df. Das Jubil\u00e4um spielt ansonsten jedoch keine Rolle auf dem Album und das ist auch gut so. Die BEFIM stellt sich nicht selbst in den Mittelpunkt und feiert sich selbst ab, sondern erz\u00e4hlt Geschichten. Und das, wie sie noch nie zuvor getan haben. Dabei kommen die Gr\u00fcndungsmitglieder nicht zu kurz, im Klappentext im Innern der CD werden sie ausreichend gew\u00fcrdigt. Musikalisch bleiben sie dagegen unber\u00fccksichtigt, was f\u00fcr Manche \u00fcberraschend sein mag, f\u00fcr Andere hingegen nicht. Stattdessen sind Themen ma\u00dfgebend. Zun\u00e4chst sind da die Irischen Konzerte, ganz zu Anfang der ersten CD. Drei Movements bilden eine Hymne, einen langsamen Walzer und eine Arie, besonders letztere f\u00e4llt positiv auf. Man h\u00f6rt durch die gesamten zwei Stunden das neue Aufnahmestudio und die neuen Instrumente, auf die wir sp\u00e4ter noch eingehen werden. Die Qualit\u00e4t ist einzigartig gut, wie nie zuvor, und hebt daher die Gesamterscheinung des Albums auf das n\u00e4chste Level. Das Requiem f\u00fcr Millionen ist dann eine Widmung an alle, die in den Gro\u00dfen Paradiesischen Kriegen in den paradiesischen Ternlunds ermordet wurden. Die BEFIM fasst hier zum ersten Mal ein d\u00fcsteres Thema an und es wird nicht das letzte bleiben. Besonders ist zudem &#8222;Geisterstunde auf Burg Daunenfels&#8220;, neue Sounds, eine sehr frische Interpretation des Geschehens und eine extrem stilvolle Neuvertonung von K\u00f6nig Johannes&#8216; Orgelspiel. Drei T\u00e4nze erinnern dann entfernt an die dreiteilige S\u00fcdtitanien-Suite des letzten Albums, aber auch die Wiesenhausener Folks kommen nicht zu kurz, besprechen diesmal aber weniger Feiern und wichtige Ereignisse, als Geschichten aus dem Arbeitsalltag fr\u00fcher und heute, sowie auch traurige Geschichten.<\/p>\n<p>Auf der zweiten CD dominiert dann eine ganz gro\u00dfe Geschichte der Wiesenhausener Vergangenheit. Zehn St\u00fccke erz\u00e4hlen beinahe musicalhaft die Ereignisse im Jahre 1081, als Enczegovija Zerljet gest\u00fcrzt und ermordet wurde, von den Aufst\u00e4nden \u00fcber die Todesurteile, bis hin zur Feier auf Burg Daunenfels. Man w\u00fcrde sich nicht wundern, wenn die BEFIM hiermit tats\u00e4chlich bald Musicals oder Theaterst\u00fccke begleitet. Das bitters\u00fc\u00dfe Folkst\u00fcck &#8222;Die Nacht vor Kap Sanorma&#8220; macht dann, wie die anderen Folks auch, Lust auf die Texte, die Mirco Magiaro und Johannes-Karl Lange in ein paar Monaten wohl ver\u00f6ffentlichen werden. Das lange St\u00fcck &#8222;Der Ysen&#8220; zeichnet dann den Verlauf des Flusses von der Quelle bis zur Westparadiesischen Bucht, ein monumentales St\u00fcck, was wohl bald schon werdende M\u00fctter auf ihren Bauch legen k\u00f6nnten, um f\u00fcr die musikalische Fr\u00fchentwicklung des Kindes zu sorgen. Nach zwei weiteren Folks und der Kollaboration mit der Tiergruppe bei der Pop-Hymne &#8222;Wiesenhausen &#8211; Hymne an die Weltstadt&#8220; ist das Album dann zu Ende, mit einem langgezogenen &#8222;Wiesenhausen&#8220; im Text des Liedes f\u00e4delt die Musik dann aus und brennt sich ins Ged\u00e4chtnis ein.<\/p>\n<p>Das Musikportal Notenschl\u00fcssel bewertete das Album am Sonntag bereits mit vier von f\u00fcnf m\u00f6glichen Sternen, ebenso wie &#8222;Da simma wieder&#8220;. Das trifft die Meinungen vieler, die sich das Album bereits sichern konnten. Es kn\u00fcpft sehr an das letzte Album an und erweitert das Repertoire noch mit traurigen Themen, die das Werk hier und da etwas d\u00fcster werden lassen, das Happy End der 1081-Reihe tut da sehr gut und man darf besonders auf die Texte gespannt sein. Selten war dar\u00fcber hinaus ein BEFIM-Album so kristallklar wie dieses. Das liegt auch an den neuen Musikern, die im Rahmen der Ver\u00f6ffentlichung auf der BEFIM-Seite namentlich erw\u00e4hnt wurden. Neben den letztes Jahr bereits vorgestellten Neuzug\u00e4ngen &#8211; unter Anderem ja Lord Knackser &#8211; sind es nun nochmals 22 neue Musiker, insbesondere Blas- und Streichinstrumente erfuhren einen wahren Zustrom an neuen Besitzern. Prominente waren diesmal nicht wirklich dabei, bis auf einen. Johannes von Daunenfels nutzt ab sofort seine freie Zeit und spielt neben Orgel, auch alle weiteren Tasteninstrumente, von Klavier \u00fcber Cembalo bis Synthesizer. BEFIM-Pr\u00e4sident Albus Dumbledore \u00e4u\u00dferte sich auf der Homepage wie folgt: &#8222;Wir haben unser Orchester noch einmal erweitert. Durch das neue gro\u00dfe Aufnahmestudio des Wiesenhausener Tonstudios war es uns m\u00f6glich, unsere Besetzung beinahe grenzenlos zu erweitern. Dies gibt uns viele neue musikalische und inszenatorische M\u00f6glichkeiten, die wir nur mit neuen Mitgliedern nutzen konnten. Wir freuen uns, so viele neue Personen bei uns zu haben.&#8220; Eine Pressekonferenz gab es nicht und wird es diesmal nicht geben, die BEFIM will das Album f\u00fcr sich sprechen lassen. Jedoch wurde \u00fcber die eigene Homepage kommuniziert, auch was die Tourtermine anging.<\/p>\n<p>Denn die Tournee, die erneut durch ganz Meadowhouse f\u00fchren wird, startet kommendes Jahr bereits im Februar mit drei Konzerten in Wiesenhausen und endet mit erneut drei Konzerten in Wiesenhausen Ende September. Die Abst\u00e4nde zwischen den Konzerten in verschiedenen St\u00e4dten sind diesmal gr\u00f6\u00dfer als bei der letzten Tour, daf\u00fcr ist die Sommerpause k\u00fcrzer. Es sind einige neue Austragungsorte dabei, wie Wolfenstein, Hirschbach oder Arcabas, einige andere wie Tierhagen oder San Servo fielen hingegen weg. Die BEFIM begr\u00fcndet dies mit dem gr\u00f6\u00dfer gewordenen Orchester, was es nicht mehr erlaubt, in kleinen Orten zu spielen, da die Gr\u00f6\u00dfe der B\u00fchne eine wichtigere Rolle spielt, als noch vor zwei Jahren. So m\u00fcssen einige Orte mit kleineren B\u00fchnen passen, neue kommen hingegen dazu. In gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten gastiert die BEFIM mehrfach, wie etwa in El Grande, Santo Opalo und Rubinburgh, in Wiesenhausen sind dagegen auch neue Orte dabei. So wird das Abschlusskonzert der Tour im Palaces Monda stattfinden, die Isengoldhalle ist allerdings erneut Anlaufstation. Die Karten werden am 10. Dezember in den Vorverkauf gehen und man rechnet damit, dass relativ schnell alle Karten verkauft sein werden. Unter der Rubrik Kultur sehen Sie alle Konzerttermine in der \u00dcbersicht.<\/p>\n<p>Das Album kommt bisher auch kommerziell an den Erfolg von &#8222;Da simma wieder&#8220; ran. Die verkauften CDs liegen mit bisher 35,3 Millionen nach vier Tagen nur sehr knapp hinter den 36,7 Millionen CDs von 1819 zur\u00fcck. Kritiker w\u00fcrdigen besonders, dass die BEFIM erneut einen neuen Weg einschl\u00e4gt, ohne unauthentisch zu werden. Sie sprechen diesmal unangenehmere Themen aus der Vergangenheit an und kehren sich damit ein bisschen vom &#8222;Kuschelmodus&#8220; der vorangegangen Alben ab, wenngleich auch fr\u00fcher St\u00fccke mit schwierigeren Themen Raum bekamen, diesmal jedoch wird ihnen gleich eine ganze Reihe gewidmet. Dass mit &#8222;Wiesenhausen&#8220; jedoch ein fr\u00f6hlicheres St\u00fcck das Album beendet, macht es dann letztendlich dennoch zu einem sehr positiv aufgeladenen Album, das in die Herzen der H\u00f6rer dringt und trotz all seiner Schwerm\u00fctigkeit von Abschied, Unterdr\u00fcckung und Tod gute Laune und Zuversicht verbreiten kann. Dennoch finden sich viele alte Elemente wieder, selbst ein Jazz-St\u00fcck gibt es in der Riege der drei T\u00e4nze, was beweist, dass die BEFIM jeden Weg, den sie mal betritt, nie ganz verl\u00e4sst. Ansonsten dominiert eine unglaubliche Vielseitigkeit dieses Album. Von Tanzmusik \u00fcber traditionelle Klassik, bis hin zu Folk und sogar einem Popsong, ist alles dabei. Dabei ist die Musik in jeder Sekunde unfassbar herzlich, man sp\u00fcrt die M\u00fche und Arbeit dahinter, ohne dass es verkrampft wirkt, die Musik umsp\u00fclt eine spielerische Leichtigkeit, wie sie nur wenige Orchester hinbekommen. Und auf diese Art und Weise die zus\u00e4tzlichen Instrumente und neuen Musiker zu integrieren, ist eine unglaubliche Meisterleistung von Dirigent Oswald Octopus, den man hier hervorheben muss. Jedes Instrument f\u00fcgt sich perfekt in die Kompositionen ein und auch die l\u00e4ngeren St\u00fccke kommen zu keiner Sekunde langatmig daher. Geteilter Meinung kann man h\u00f6chstens dar\u00fcber hinaus, ob so manches bekanntes BEFIM-Thema erneut aufgegriffen werden muss, wenngleich die neue Interpretation mithilfe der neuen Instrumente und technischen M\u00f6glichkeiten sie in ein neues Gewand bringen, das durchaus erfrischend wirkt. Auch \u00fcber die Schlichtheit des Covers kann man sich streiten, in diesem Fall ist allerdings der Einwand erlaubt, dass bereits das letzte Album optisch sehr bunt und schrill war, zudem tut sich die BEFIM einen Gefallen, die Musik und nicht die Bilder auf dem Cover sprechen zu lassen.<\/p>\n<p>So oder so ist das neue Album h\u00f6renswert und reiht sich wohl in die Riege der bisher besten Alben der BEFIM ein. Die bisher besten und auch erfolgreichsten Alben, &#8222;Da simma wieder&#8220; und &#8222;The Royal Day&#8220; haben wohl einen Neuzugang, denn &#8222;Das Eiserne Album&#8220; steht ihnen in nichts nach, sie in eine Reihenfolge zu bringen, w\u00e4re jedoch unfair. Der Verkauf l\u00e4uft gut an, die Kritiken sind durchweg positiv und die Karten f\u00fcr die Konzerte werden wohl erfahrungsgem\u00e4\u00df weggehen wie warme Semmeln. Auch die neuen Austragungsorte der Konzerte klingen sehr vielversprechend und der Sound des Albums stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Wir k\u00f6nnen uns den Kritiken von Notenschl\u00fcssel anschlie\u00dfen und vergeben vier von f\u00fcnf m\u00f6glichen Sternen f\u00fcr &#8222;Das Eiserne Album&#8220;. Die W\u00fcrdigung der Gr\u00fcndungsmitglieder zum Jubil\u00e4um ist gelungen, zudem plant man noch eine gro\u00dfe Weihnachtsfeier auf Schlo\u00df Wiesenhausen, bei dem das Album in Teilen zum ersten Mal live pr\u00e4sentiert werden soll und auf der eine ausf\u00fchrliche Gedenkfeier an die Gr\u00fcnder stattfinden soll. Ansonsten spricht die Musik f\u00fcr sich und das ist genau das, was dieses Album braucht. &#8222;Das Eiserne Album&#8220; ist bisher wohl das vielseitigste Album der BEFIM, Langeweile kommt zu keiner Sekunde auf. Von unserer Seite gibt es deshalb eine klare Empfehlung, sich das Album zu kaufen und wenn m\u00f6glich, auch auf eines der insgesamt 31 Konzerte zu gehen. &#8222;Das Eiserne Album&#8220; ist ein Erfolg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die JKL-Filmkritik zu &#8222;Das Gedicht von Mensch und Stein&#8220;: Zwischen Heiterkeit und Schmerz<\/strong><\/p>\n<p>Die Geschichte eines Mannes, der, quer durch Paradies reisend, in seinem Transporter von Job zu Job zieht, ist dieses Jahr wahrscheinlich ein recht gro\u00dfer Anw\u00e4rter auf die Verleihung des Goldenen L\u00f6wen im Januar in Ranjos. Und damit geht es hier jetzt um &#8222;Das Gedicht von Mensch und Stein&#8220;.<\/p>\n<p>Friedrich ist Witwer und nach dem Tod seiner Frau ist das Leben immer schwieriger geworden. Irgendwann war dann auch der Arbeitsplatz weg und von seinem Haus zog er in seinen ausgebauten Transporter. Nun ist er hauslos, aber nicht obdachlos. Dieser Unterschied ist ihm wichtig. Wie ein rastloser Einsiedler streift er darin quer durch Paradies, nur best\u00fcckt mit dem Wichtigsten, was man zum \u00dcberleben braucht. Sich von Job zu Job hangelnd, trifft er dabei immer wieder auf Gleichgesinnte, die unter der Schattenseite der starken Wirtschaft des Landes leiden. Dabei stellt er fest, dass gerade diese Menschen sehr oft das Herz am richtigen Fleck haben.<\/p>\n<p>&#8222;Das Gedicht von Mensch und Stein&#8220; geht 108 Minuten, ist ab null Jahren freigegeben und startet ab kommendem Dienstag, 16. November 1821, in den meadowhousischen Kinos. Es ist ein Drama, was in einer Vornominierung f\u00fcr die Filmfestspiele in Liraspas im kommenden Mai bereits den ersten Platz gewonnen hat, auch wenn dieses Event mit Vorsicht zu genie\u00dfen ist, da sich dort l\u00e4ngst nicht alle Regisseure bewerben. Die Hauptrolle spielt einer DER Stars der Filmszene, der auch in Meadowhouse trotz seiner Rolle in MMS sehr beliebt ist. Niklas Hornby spielt die Rolle des Friedrich und wurde ja bereits f\u00fcr seine Darstellung Walter Strattons mit Preisen \u00fcberh\u00e4uft. Der Film basiert lose auf einem zugrundeliegenden Sachbuch und ist dar\u00fcber hinaus ein Streifen, der ganz nah dran ist und unglaublich viel Herz hat. Ein Drama, das zwischen den Zeilen spielt, nicht den klassichen Weg einer Heldenreise absolviert, sondern auch durchaus eine Dokumentation h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. Im Ensemble rund um Niklas Hornby finden sich viele Laiendarsteller und so auch Figuren und Menschen, deren wahre Lebensgeschichten rund um den Plot um Friedrich mit eingebunden sind. Dabei brilliert vor allem das Zwischenmenschliche in dieser Welt, von wahnsinnig traurigen bis hin zu herzerw\u00e4rmenden Momenten spielt dieser Film mit einer wahren Palette an Emotionen. Dies rechne ich an dieser Stelle sehr hoch an, zumal auch die Filmmusik wahrhaft gelungen ist. Ludwig Anode aus Rh\u00fben schrieb den Soundtrack, der vorzugsweise aus Klavier, Geigen und ein paar Holzbl\u00e4sern besteht, urspr\u00fcnglich gar nicht f\u00fcr den Film, sondern die Regisseurin Maria Cardeau suchte sich diese Musik selbst als Hintergrundbegleitung aus. Daraus entsteht ein Score, der oft die Schwere und die tiefsch\u00fcrfenden Geschichten aufgreift, aber es trotzdem schafft, dabei nicht zu belastend zu werden. Begleitet wird die Musik von Kameraeinstellungen, die in die Ferne schweifen, die die Sch\u00f6nheit des l\u00e4ndlichen Paradies&#8216; zeigen und man zwischen Freiheit, Dreck, Respektlosigkeit, Fernweh, Natur und vor allem der Frage, was eigentlich ein Zuhause ist, hin und her getragen wird. Und genau da ist &#8222;Das Gedicht von Mensch und Stein&#8220; ein Film, der einem im Kopf bleibt.<\/p>\n<p>Niklas Hornby hat selbst f\u00fcr den Film vier Monate in einem Wohnwagen gelebt, sogar Wanderarbeiter-Jobs angenommen, um diese Art von Leben f\u00fcr den Film bestm\u00f6glich zu adaptieren. So verschwinden im Film alle Grenzen, die h\u00e4ufig zwischen einem professionellen Schauspieler mit Laiendarstellern entstehen. Man denkt wirklich, dass alle Figuren dort auch im wahren Leben wirklich zusammengeh\u00f6ren. Niklas Hornby absolviert eine ganz starke Performance, ohne jegliche Form von Scham und ein gelebtes Leben im Gesicht tragend, die man nur honorieren kann und die ohne die Leistung von Harry van Steele in &#8222;Der Herbst&#8220; sicherlich auch ein Favorit auf einen Goldenen L\u00f6wen w\u00e4re. Des Weiteren \u00fcbermittelt der Film dem Zuschauer das Gef\u00fchl, dass es manchmal auch wichtig sein kann, im Hier und Jetzt zu leben, da alles irgendwann zu Ende geht, gleichzeitig schwelgt er aber auch in den Erinnerungen seiner Protagonisten, wenn es darum geht, dass man eigentlich alles gesehen hat, was es wert ist zu sehen. Vor allem die Natur spielt hier wieder eine gro\u00dfe Rolle. Dies alles von Personen erz\u00e4hlt zu bekommen, die die Gesellschaft im Regelfall als Verlierer abstempeln w\u00fcrde, macht es nicht nur interessant, sondern auch stark und kr\u00e4ftig von innen heraus. Daher sage ich, dass ich wirklich den kompletten Cast in seiner Gesamtheit mag, und daher war dies auch eine gute Wahl von Maria Cadeau.<\/p>\n<p>Das Szenenbild ist fast schon arthouse-m\u00e4\u00dfig, die Kameraeinstellungen lassen zwar das Drama gut durchkommen, verschwimmen aber immer wieder in einem Dokumentationsstil, der diesem Film gut tut, auch dies ist nicht selbstverst\u00e4ndlich. Dar\u00fcber hinaus f\u00e4ngt die Kameraarbeit viele Schl\u00fcsselmomente gut ein, wenn es um Entw\u00fcrdigung beispielsweise in Form der Reinigung einer widerlich dreckigen Toilette geht. Gerade hier verstecken sich die gro\u00dfen w\u00fcrdevollen Momente, die Art und Weise, wie dies getragen und gespielt wird, lassen eine Art &#8222;W\u00fcrde-Paradoxon&#8220; entstehen, dass ein Mensch gerade in entw\u00fcrdigenden Situationen besonders w\u00fcrdevoll sein kann. Das ist eine gro\u00dfe St\u00e4rke und Kraft von &#8222;Das Gedicht von Mensch und Stein&#8220;. Zu zeigen, dass in einem wirtschaftsstarken, wohlhabenden Land die an den Rand der Gesellschaft Gedr\u00e4ngten eigentlich das klarste Wertesystem haben, verleiht diesem Film eine nicht zu untersch\u00e4tzende Wirkung. Kost\u00fcme und Make-up reichen von Arbeitskleidung bis hin zu funktionalen Alltagsklamotten, Effekte gibt es keine, wor\u00fcber man gro\u00df sprechen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Im Kern ist &#8222;Das Gedicht von Mensch und Stein&#8220; eine Geschichte, die sich dadurch tr\u00e4gt, dass sie mit klarem Auge inszeniert ist, dass sie mit einer warmen Offenherzigkeit spielt und den Blick darauf richtet, wo andere gerne wegschauen. Zudem romantisiert der Film nichts, spielt aber auch nicht mit Betroffenheitsreflexen, sondern stellt einfach die Geschichte ohne jegliche Wertung in den Mittelpunkt. Dies macht den Film sehr warmherzig, aber auch sehr traurig, wenngleich in dem &#8222;Nichts-mehr-haben&#8220; oft sehr ber\u00fchrende und sch\u00f6ne Geschichten stecken k\u00f6nnen. Gespickt mit \u00fcberzeugenden Schauspielern und einer tollen Filmmusik gebe ich dem Werk gerne 9 von 10 m\u00f6glichen Punkten als Drama und auch insgesamt 9 von 10 Punkten. Ich kann daher also eine klare Empfehlung aussprechen, sich diesen Film im Kino anzuschauen. Hiermit bin ich am Ende meiner Kritik und ich w\u00fcnsche ganz viel Spa\u00df beim Filmeschauen!<\/p>\n<p>GENRE: 9 von 10<\/p>\n<p>GESAMT: 9 von 10<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kulturelles Wiesenhausen begeistert Zuschauer am elften Nationalfeiertag<\/strong><\/p>\n<p>Am elften Geburtstag des K\u00f6nigreichs Meadowhouse gab es in der Hauptstadt Wiesenhausen wieder ein gro\u00dfes Kulturfestival, von Malerei, Bildhauerei, darstellender Kunst bis hin zur Musik. Neben den Einheimischen besuchten rund 250.000 Menschen die Hauptstadt und entdeckten den S\u00fcdh\u00fcgel als eine Kunstmeile, die sogar die Kunstsammlungen des letzten Jahres in den Schatten stellte. Auch prominente G\u00e4ste wie Weltherrscher Apfulkrax und der neue Kulturdromorniss Wilhelm Rabe gaben sich die Ehre.<\/p>\n<p>Bereits in der Nacht wurde am S\u00fcdh\u00fcgel Wiesenhausens mit seinen Stadtteilen Br\u00fcckenreich\/Bad Quellfels, Wiesen-Zentrum, Bad Neureich, (Ost-)Molchendorf, Gestr\u00fcppstadt, Laubenberg, Pilzland, Ahornsburg, Revier Hogwarts, Klippenburg und S\u00fcdwiesenhausen schwer gearbeitet. In allen Bezirken wurden Skulpturen aufgestellt, die von einer anonymen K\u00fcnstlergemeinschaft erstellt worden waren. Die Skulpturen, von denen am Montag dann rund 550 in der ganzen Stadt verteilt waren, stellten verschiedenste Szenen dar und waren aus unterschiedlichen Materialien. Eine knapp zwei Meter hohe Bronzeskulptur in Wiesen-Zentrum verewigte Arbeiter, die exakt vor zehn Jahren den Palaces Monda aus dem Boden stampften. Wiederum eine kleinere Granitstatue stellte in Molchendorf den Absturz des Flugzeugs von Emilia Ente und Gerlinde Fuchs-Gans dar, als sie von B\u00f6sen Artilleriegesch\u00fctzen im Winter 1809 getroffen wurden. Eine der gr\u00f6\u00dften Skulpturen konnten die Besucher in S\u00fcdwiesenhausen bestaunen, dort waren in einer Breite von fast acht Metern die Protagonisten der Weltschlacht-Konferenz vom 31. August 1812 in Beton gegossen, von K\u00f6nig Johannes \u00fcber Helobos bis hin zu Anton Regler und Gisbert Gr\u00fcnwald. Ansonsten waren die Statuen oft an ihre Pl\u00e4tze angepasst, sei es lokalhistorisch oder global. Dies honorierte auch Kulturdromorniss Rabe: &#8222;Mir gef\u00e4llt die Anordnung der Kunstwerke au\u00dferordentlich. Jedes erz\u00e4hlt seine ganz eigene Geschichte und man bleibt unweigerlich stehen und wird direkt an die entsprechenden Ereignisse erinnert. Diese Meile regt zum Nachdenken an.&#8220; Auch Bildungsminister Herbert Uhling (BdH) zeigte sich sehr erfreut \u00fcber die Aktion und betonte die Wichtigkeit der Kunst in der Aufarbeitung der Geschichte des Landes, aber auch der Welt.<\/p>\n<p>Musikalisch war in diesem Jahr sehr viel geboten, allerdings r\u00fcckte man von den gro\u00dfen Hallen und Lokalit\u00e4ten weg und hin zu \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen. So fanden sich am Marktplatz viele Stra\u00dfenmusiker ein und spielten die &#8222;Wiesenhausener Folks&#8220; in ganz eigenen Versionen und erfreuten dadurch auch die Menschen, die nicht extra wegen des Nationalfeiertags auf den Stra\u00dfen waren. Ein kleines Konzert gab zudem die BEFIM dann aber entgegen vorherigen Ank\u00fcndigungen doch, auf dem Hogwartser Schulhof West spielten sie am Nachmittag in einem kleinen Ensemble ein Best of ihrer bisherigen Alben von 1811 bis heute. Im Rahmen des Konzertes sprach dann auch der BEFIM-Chef Albus Dumbledore zu Medienvertretern und k\u00fcndigte an, dass das erwartete Album auf jeden Fall dieses Jahr noch kommen werde. &#8222;Wir hatten leichte Verz\u00f6gerungen bei den Aufnahmen, die durch anderweitige Verpflichtungen von unsere Musikern zustande kamen. Ich kann aber sagen, dass wir es dieses Jahr noch schaffen werden, aktuell rechnen wir mit Anfang Dezember.&#8220; Zuvor war kolportiert worden, dass man eventuell zu den Feierlichkeiten des elften Nationalfeiertags das neue Album pr\u00e4sentieren w\u00fcrde, was ein typischer Move von Marketing-Fuchs Dumbledore gewesen w\u00e4re, aber organisatorisch schlicht nicht m\u00f6glich war. Trotzdem ist dies eine gute Nachricht f\u00fcr alle Fans, nach 1819 und 1820 wird auch dieses Jahr nicht ohne eine neue Ver\u00f6ffentlichung vor\u00fcbergehen. Ansonsten waren es diesmal wirklich viele private Musiker, die f\u00fcr ein akustisch sehr atmosph\u00e4risches Wiesenhausen sorgten. Nicht nur auf dem Marktplatz, auch an Hauptverkehrsstra\u00dfen sa\u00dfen kleine Bands, die sich teilweise aus K\u00fcchenger\u00e4ten Instrumente gebastelt hatten, wie auf der Gro\u00dfen Isenbr\u00fccke, wo die &#8222;Neck\u00fcrb Nab&#8220; (altwiesenhausisch f\u00fcr Br\u00fccken Band) mit Waschbrettern und Kochl\u00f6ffeln f\u00fcr Furore sorgte und die vorbeifahrenden Autofahrer unterhielt.<\/p>\n<p>Aber auch an Gem\u00e4lden mangelte es gestern nicht in Wiesenhausen. Schlo\u00df Wiesenhausen und die Alte Kathedrale mutierten erneut zu Hotspots der meadowhousischen Kultur. Diesmal zeigte die Alte Kathedrale eine Sammlung von Malern aus der Zeit Enczegovijas, teilweise lag der rein historische Wert der Bilder bei mehreren zehntausend Tropalen. Dabei wurde kein Fokus auf spezielle Stilrichtungen oder Motive gelegt, sondern querbeet all dies gezeigt, was die Menschen damals auf die Leinwand gebannt haben. Viele Bilder stammen aus Privathaushalten und waren extra f\u00fcr diesen Tag geliehen worden, andere wiederum konnte die Eigent\u00fcmergesellschaft des Schlo\u00df&#8216; erstehen und diese werden auch in Zukunft immer mal wieder dort zu sehen sein. Interessant war dies besonders aus dem Blickwinkel dessen, was den Menschen damals wichtig war. Nicht alle Gem\u00e4lde waren von professionellen K\u00fcnstlern gemalt worden, wegen der damaligen Hungersnot malten viele Menschen auch, um ihre Werke auf den Stra\u00dfen zu verkaufen. Besonders beliebt waren damals Landschaftsmalerei und eine fr\u00fche Variante des Expressionismus, dessen Entstehung eigentlich eher auf sp\u00e4tere Jahrhunderte taxiert wird. Wissenschaftler vermuten die Tristesse des Alltags als Grund daf\u00fcr sowie die Aussichtslosigkeit des Daseins, die die Menschen zu ausgefallenen Mustern, Farben und Motiven inspirierte. K\u00f6nig Percival I. und Weltherrscher Apfulkrax statteten der Ausstellung im Zuge ihrer Tour durch die Stadt einen Besuch ab. Beide zeigten sich begeistert und auch bewegt vom Atem der Geschichte, der durch das altehrw\u00fcrdige Geb\u00e4ude wehte. &#8222;Die Idee, alte Gem\u00e4lde aus dieser Epoche hier auszustellen, finde ich gro\u00dfartig. Dies ist eine der wichtigsten Zeiten unserer Stadt und ein gewichtiger Grund, um Meadowhouse zu verstehen, wie es heute ist und existiert. Was die Menschen damals gemalt haben, um teilweise ihr Essen bezahlen zu k\u00f6nnen, kann man mit heutiger Kunst gar nicht mehr vergleichen. Auf ihre ganz besondere Weise sind diese Bilder alle einzigartig&#8220;, sagte ein nachdenklicher K\u00f6nig Percival am Ausgang. Der Liebe Apfulkrax war ebenfalls sehr angetan: &#8222;Diese Bilder erz\u00e4hlen alle eine ganze Lebensgeschichte. Oft kann man nur im Ansatz erahnen, was die K\u00fcnstler empfanden, als sie dies kreierten. Diese Ausstellung empfinde ich daher als sehr wichtig.&#8220;<\/p>\n<p>Theaterauff\u00fchrungen wie im letzten Jahr zum Jubil\u00e4umsfeiertag gab es diesmal nicht. Stattdessen veranstaltete der Wiesenhausener Karnevalsverein im Kolosseum eine Art antike Olympiade, in dem Vereinsmitglieder in teilweise schrillen Kost\u00fcmen sich in verschiedensten Sportarten duellierten. Obwohl man nur den Unterrang des knapp 100.000 Zuschauer fassenden Runds \u00f6ffnete, war der Andrang gro\u00df, wohl vor allem \u00fcber Mundpropaganda, denn das Spa\u00dfturnier wurde nicht gro\u00df vorher angek\u00fcndigt. Die Veranstaltung ging \u00fcber den ganzen Tag und zog insgesamt ganze 67.000 Zuschauer an, die am Nachmittag zwischen 16 und 17 Uhr zu rund 15.000 gleichzeitig vor Ort waren. Dabei gab es viel zu lachen, denn kein Geringerer als Rudi Rabe f\u00fchrte durch das Turnier und unterhielt die Zuschauer mehrfach durch spontane Humoreinlagen. Besonders in Erinnerung wird sein Gedicht bleiben, indem er nicht nur in jedem Vers immer unterschiedliche W\u00f6rter gleichen Anfangsbuchstabens gebrauchte, sondern auch noch zudem die Zurufe von Zuschauern mit einbrachte, die entscheiden durften, wor\u00fcber Rabe dichtete. Am Abend war dann sogar die H\u00f6hlen-WG aus Hemes Rems, Steffen Winter, Gerhard Herme, Ewald Basilisk und Sebastian Schwalbenschwanz und Dobby vor Ort. Steffen Winter bemerkte scherzhaft am Rande, er wolle den Wiesenhausener Karnevalsverein ab sofort mit Mitteln aus dem Budget des Entwicklungsdromornissentums f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Alles in allem war es ein sehr atmosph\u00e4rischer Nationalfeiertag aus kultureller Sicht. Es wurde viel gelacht, allerdings regten viele Kunstwerke auch zum Nachdenken an und besch\u00e4ftigten sich eingehend mit der Historie der Stadt und Landes. Jedoch &#8211; und das war diesmal anders &#8211; nahm man nicht einzig und allein Bezug auf Wiesenhausen und Meadowhouse, sondern auch insgesamt auf die Liebe Welt, wie es bei der Skulpturenmeile eindrucksvoll gezeigt wurde. Dies kam bei den Besuchern extrem gut an, auch ausl\u00e4ndische G\u00e4ste f\u00fchlten sich abgeholt und nicht so mit meadowhousischer Folklore \u00fcberladen wie in den letzten Jahren. Sicherlich hat dieser Nationalfeiertag kulturell einiges bewegt und Denkanst\u00f6\u00dfe f\u00fcr so manchen gegeben. Und das kann durchaus als ein erf\u00fcllter Auftrag gewertet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die JKL-Filmkritik zu &#8222;Der Herbst&#8220;: Wissen Sie, was vor sich geht?<\/strong><\/p>\n<p>Dies ist die Pilotfolge unserer neuen Rubrik &#8222;Die Johannes-Karl Lange &#8211; Filmkritik&#8220;, in der Gastautor Johannes-Karl Lange, Journalist, Moderator, Synchronregisseur und Film- und Buchkritiker die neuesten Kinostreifen exklusiv bewertet. Johannes-Karl Lange wird dabei auf den Inhalt der Filme eingehen, ohne sie jedoch in G\u00e4nze zu erz\u00e4hlen und sie so den Lesern schmackhaft zu machen (oder auch nicht), ohne dass sie bereits die komplette Handlung nachvollziehen k\u00f6nnen. Und nun viel Spa\u00df mit unserer neuen Rubrik und B\u00fchne frei f\u00fcr Johannes-Karl Lange!<\/p>\n<p>Bereits jetzt ein hei\u00dfer Kandidat auf etwaige &#8222;Goldene L\u00f6wen&#8220;-Nominierungen und basierend auf einem Theaterst\u00fcck mit einer \u00fcberw\u00e4ltigenden schauspielerischen Performance von mehr als einem Darsteller. Damit geht es in meiner Filmkritik nun hier um &#8222;Der Herbst&#8220;.<\/p>\n<p>Harry ist in die Jahre gekommen aber sicher, nach wie vor selbst\u00e4ndig sein Leben bestreiten zu k\u00f6nnen. Er will in seiner Wohnung niemand Fremden haben, die Hilfe seiner Tochter Jane lehnt er konsequent ab, f\u00fchlt sich aber auch von ihr im Stich gelassen und seine andere Tochter hat Harry schon sehr lange nicht mehr gesehen. Das zumindest ist seine Wahrnehmung. Die Wahrheit sieht jedoch anders aus. F\u00fcr Harry ist das aufgrund seiner Demenz wenn \u00fcberhaupt nur selten greifbar. Seine launische Natur macht den Sachverhalt noch wesentlich komplizierter und nach und nach kann Harry sich gar nicht mehr sicher sein, was um ihn herum passiert.<\/p>\n<p>&#8222;Der Herbst&#8220; geht 98 Minuten, ist ab 12 Jahren freigegeben, ist ein Drama und Verfilmung eines Theaterst\u00fccks und startet ab dem 27. September in den meadowhousischen Kinos. Gleichzeitig ist es das Kinodeb\u00fct von Fabian Zett, unter anderem Theaterautor und gefeierter mev\u00e0nsischer Dramatiker, dessen St\u00fccke stets ausverkauft sind. Hier versucht er sich zum ersten Mal als Filmregisseur, indem er sein eigens geschriebenes und gleichnamiges Theaterst\u00fcck (&#8222;Li utomn&#8220; in der mev\u00e0nsischen Originalversion) auf die Kinoleinwand bringt. Dabei f\u00fchlt sich dieser Film jedoch nicht an, wie ein Theaterst\u00fcck, was man einfach eins zu eins auf eine gro\u00dfe Leinwand in einem dunklen Saal \u00fcbertr\u00e4gt, sondern ist kreativ und anders, mit vielen unterschiedlichen Ans\u00e4tzen, Ver\u00e4nderungen im Hintergrund darzustellen und zu zeigen, wie sich Demenz (vielleicht) anf\u00fchlt. Daf\u00fcr zeigt Zett, wie schwer es f\u00fcr die Hauptfigur ist, Dinge zu greifen, zu fassen, sich zu verlassen, sich und anderen zu vertrauen und wie sich das mit Angst kombiniert. Das ist sehr clever und eigentlich geradezu meisterhaft gel\u00f6st in &#8222;Der Herbst&#8220;. Fabian Zett hat daf\u00fcr extra auf Hauptdarsteller Harry van Steele (&#8222;Cremissimo&#8220;, &#8222;Der Wald&#8220;, unter anderem) gewartet und hat ihm diese Leinwandversion auf seinen Leib geschrieben. Er sieht van Steele als einen der besten Schauspieler, der \u00fcberhaupt existiert und h\u00e4tte ohne seine Zusage den Film wohl nie gedreht. Kommen wir damit nun zur Besetzung.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst Harry van Steele als Harry. Seine Figur hat sogar das gleiche Geburtsdatum wie er, wenn er stolz erz\u00e4hlt, dass er am 25. Oktober 1737 auf die Welt gekommen ist, dann stimmt das tats\u00e4chlich. Und auch wenn es kein Geheimnis ist, dass ich Harry van Steele verehre, muss ich auf diese Performance gesondert eingehen. Ja, ich liebe ihn als Schauspieler, bin mit ihm aufgewachsen und er ist f\u00fcr mich eine der ganz gro\u00dfen Schauspielikonen unserer Zeit, aber auch n\u00fcchtern betrachtet ist dies hier die Performance seines Lebens! Er spielt alles an Facetten rauf und runter, von unglaublich gl\u00fccklich, charmant, offen bis hin zu fast schon kom\u00f6diantisch, wenn es ums Tanzen geht, und pl\u00f6tzlich wieder ganz launisch, wenn er nach seiner Wohnung greift und darauf hinweist, dass er doch alles ganz alleine kann. Dies geht dabei so schnell hin und her, dass man bereits w\u00e4hrend des Films an die n\u00e4chste Goldene-L\u00f6wen-Verleihung in Ranjos denkt und was das bittesch\u00f6n f\u00fcr eine brillante schauspielerische Darbietung ist. Und irgendwann brechen dann alle D\u00e4mme, als etwas passiert, mit dem ich nicht gerechnet habe und dem Ganzen noch die Krone aufsetzt. Ich muss sagen: G\u00e4nsehaut pur, eine Leistung, die mir pers\u00f6nlich lange im Kopf bleibt und bei der ich froh bin, sie im Kino erlebt haben zu d\u00fcrfen. Daher eine klare Empfehlung, sich diesen Film im Kino anzuschauen. Er geht tief, es ist auch nicht zu sehr das Dr\u00fccken auf die Tr\u00e4nendr\u00fcse oder dass das Thema Demenz sentimental verharmlost oder gar romantisiert wird, er hat einfach unglaublich viel Kraft und ist trotz einer Art Kammerspiel, die er ist, so kreativ und facettenreich. Dazu kommt diese Hauptdarstellerleistung, wegen der er sich schon alleine lohnt. Faszinierend ist der Film auch unter anderem deswegen, weil man eigentlich wei\u00df, was Sache ist und was genau geschieht, aber trotzdem immer wieder verwirrende Elemente eingestreut werden und den Zuschauer so in den Bann ziehen. Zudem wird er auch stark durch Ilone Cogard (&#8222;Die wei\u00dfen Bl\u00fcten von D\u00f6rfle&#8220;) als Jane. Sie verk\u00f6rpert die Seite der Angeh\u00f6rigen, die Frage, wie man damit umgehen soll, was passiert, wenn man zwischen die Fronten ger\u00e4t, wenn man nur partiell erkannt oder verwechselt wird. Und dies spielt sie so, wie es wohl noch nie dargestellt wurde und hier schafft es Fabian Zett, den Blick nicht nur auf den Demenzkranken zu richten, sondern auch der Angeh\u00f6rigenseite gerecht zu werden. Besonders unter die Haut geht dabei, wie Ilone Cogard die Fassungslosigkeit und die Ohnmacht in Gegenwart von Dritten widerspiegelt und wie Zett diese einf\u00e4ngt, eine weitere sehr starke Sequenz des Films. Dies sind jedoch nicht die einzigen Schauspieler, die in &#8222;Der Herbst&#8220; vorkommen, aber ich will an dieser Stelle gar nicht zu weit greifen, da diese hier ein weiteres Stilmittel sind, wie man die Verwirrung im Kopf und das Nicht-Zuordnen-K\u00f6nnen abbildet. Insgesamt ist es eine fantastische Besetzung und genau so inszeniert, wie es dieser Film aus meiner Sicht braucht. Besonders weil er auch in den mutigen 98 Minuten, was nicht viel ist f\u00fcr ein Drama, auf den Punkt bringt, was Sache ist, ohne wichtige Elemente zu vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n<p>Technisch tr\u00e4gt die Kamera viel dazu bei, sie ist oft nah dran, l\u00e4sst Bilder l\u00e4nger stehen, wie beispielsweise einen Hausflur, der stets etwas anders aussieht als davor, und dadurch eine Bedeutung bekommt. Erg\u00e4nzt wird dies durch ein ganz klares und cleveres Szenenbild, da immer wieder Dinge im Hintergrund anders sind, sich ver\u00e4ndern, jedoch ohne, dass dies dem Zuschauer ins Gesicht springt, sondern viel subtiler, sodass man regelrecht sp\u00fcrt, dass etwas nicht stimmt und man es dennoch nicht greifen kann. Dies ist einfach genial gel\u00f6st, um dieses Thema ins Rampenlicht zu setzen, ohne dabei zu aufdringlich zu werden. Die Musik ist gr\u00f6\u00dftenteils sehr dezent, wenn Harry jedoch selbst Musik h\u00f6rt, wird sie lauter. Es ist eine Arie, die Harry van Steele wohl liebt und Fabian Zett tat ihm den Gefallen, sie in den Film mit einzubauen, wohl als Dankesch\u00f6n f\u00fcr van Steeles Zusage. Hier bekommt die Musik dann auch mal f\u00fcr eine Minute komplett den Raum. Kost\u00fcme und Make-up sind auf der einen Seite einfach und den Figuren angepasst, aber stets mit einem Unterschied, ob man in der Wohnung ist oder drau\u00dfen. Effekte gibt es keine, \u00fcber die man gro\u00dfartig reden m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Zusammenfassend muss ich sagen, &#8222;Der Herbst&#8220; ist ein Film, der bei mir jeden Tag an St\u00e4rke noch dazugewinnt und nachwirkt. Dass was Filme bestenfalls schaffen sollen, dass man Tage sp\u00e4ter noch dar\u00fcber nachdenkt, sich unterhalten oder ergriffen f\u00fchlt und vielleicht auch etwas mitnimmt, ist eingetreten. Und wenn es so lange nachwirkt, wie in diesem Fall, dann bleibt nur zu sagen, dass der Film gro\u00dfartig ist und ich jedem empfehlen kann, sich diesen Film im Kino anzuschauen. Als ich den Film gesehen habe, dachte ich es w\u00fcrde wohl ein 8-, wahrscheinlich ein 9-Punkte-Film, aber er gewinnt jeden Tag f\u00fcr mich dazu, sodass ich jetzt als sonst sehr kritischer Mensch mit voller \u00dcberzeugung sage: Es ist als Drama eine 10 von 10, es ist insgesamt als Film eine 10 von 10 und ich will diesen Film wieder sehen. Und das war meine Kritik zu &#8222;Der Herbst&#8220; und w\u00fcnsche viel Spa\u00df beim Filme schauen.<\/p>\n<p>GENRE: 10 von 10<\/p>\n<p>INSGESAMT: 10 von 10<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Sichtburgher Palastorchester im &#8222;Schein der Lichter&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Mit einem gro\u00dfen Knall hat sich das Sichtburgher Palastorchester auf der Weltb\u00fchne der Musik zur\u00fcckgemeldet. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Das erste St\u00fcck auf dem neuen Album &#8222;Fak\u00e1l dons litvar&#8220; &#8211; mittell\u00e4ndisch f\u00fcr &#8222;Schein der Lichter&#8220; &#8211; startet mit einem forte-fortissimo Schlag aus Pauken, Blechbl\u00e4sern und Percussion. Es ist das erste Album des SPO seit \u00fcber sieben Jahren. Die Zeit hat das vom Wiesenhausener Mirco Magiaro geleitete Ensemble bestens genutzt. Es ist eine Abkehr vom nah an der BEFIM orientierten Stil hin zu einer eigenen Richtung mit Gesang, Rock-n-Roll-Elementen und politischen Botschaften jenseits der Grenze zur Dissidenz gegen den Fatra-Clan.<\/p>\n<p>Es br\u00f6ckelt schon l\u00e4nger das politische System in Mittelland. Velka Fatra, absolutistischer Herrscher des Inselstaates bis 1815 und seiner gescheiterten Kandidatur zum Weltkaiser, ist zwar nach wie vor beliebt, jedoch l\u00e4ngst nicht mehr in Amt und W\u00fcrden. Sohn Ravan, seit Abtritt des Vaters der Diktator, erreicht bei weitem nicht die Popularit\u00e4tswerte wie sein alter Herr und sp\u00e4testens seit der Finanzkrise 1817 fragen sich nicht nur eiserne Oppositionelle, wie lange diese Dynastie eigentlich noch andauern soll. Da kommt ein politisch aufgeladenes Album des bekanntesten mittell\u00e4ndischen Musikensembles gerade recht daher. Oder auch nicht, je nachdem welchen Standpunkt man beleuchtet. &#8222;Fak\u00e1l dons litvar&#8220; &#8211; schon dieser Titel mag auf den ersten Eindruck merkw\u00fcrdig erscheinen. Hie\u00dfen Alben vorher doch in etwa so wie &#8222;Song of Sichtburgh&#8220; und beinhalteten St\u00fccke wie &#8222;Mittell\u00e4ndischer Milit\u00e4rmarsch&#8220; oder die bekannten Songs \u00fcber Sichtburgh oder Vaasa. Schnell bemerkt man, dass dies kein Album des SPO ist, welches sich in eine Riege einreiht mit BEFIM-Alben, welche sich klar zum Heimatland bekennen, Traditionen beschw\u00f6ren und eine Art Nationalismus light propagieren. Nein, hier geht es um mehr. Um eine Form von Widerstand, welche bis dahin so noch nicht existierte. Lange warf man Musikern und insbesondere denen des klassischen Genres vor, angepasst zu sein, nur das Offensichtliche, ohnehin schon gesellschaftlich Verp\u00f6nte zu diskreditieren und auch bei der BEFIM sah man diese Tendenzen. &#8222;Wohlf\u00fchlmusik ohne nachdenken zu m\u00fcssen&#8220;, so nannte es einst der letztes Jahr verstorbene Musikkritiker Andrew Kingsfield aus Miwan und musste sich daf\u00fcr einiges an h\u00e4sslichen Reaktionen gefallen lassen. Das SPO nun tritt aus diesem Vorwurfsschatten hervor und daf\u00fcr in jenen &#8222;Schein der Lichter&#8220;, den es ank\u00fcndigt.<\/p>\n<p>&#8222;Die Br\u00fccken von Hengsford&#8220; hei\u00dft das erste Lied des 20 Titel umfassenden Albums, das auf nur einer CD ver\u00f6ffentlicht wurde. Ohne Text, wie \u00fcblich, daf\u00fcr mit einer eing\u00e4ngigen Melodie. Beim zweiten St\u00fcck wird es dann schon anders. Mirco Magiaro konnte tats\u00e4chlich Lord Krokobert f\u00fcr vier St\u00fccke verpflichten. Der ehemalige Au\u00dfendromorniss und gelernte Operns\u00e4nger bewies, warum man mit Altersresistenz auch noch mit fast 120 Jahren eine gewaltige Stimme haben kann. Jedoch reichte die nicht f\u00fcr alle St\u00fccke mit Gesang. Die umfassen mit Zehn an der Zahl n\u00e4mlich die H\u00e4lfte des gesamten Albums und l\u00e4uten damit eine neue \u00c4ra in der Geschichte des SPO ein. Niemals zuvor hatten sie mit S\u00e4ngern gearbeitet, dieses &#8222;Tabu&#8220; wurde nun gebrochen. Auf den anderen Vocals-St\u00fccken singt der Sichtburgher Saharias Lensky, der in der Vergangenheit unter anderem Texte f\u00fcr Sylvie Osvaldo geschrieben hatte. In &#8222;Land der Verr\u00fcckten&#8220;, einem fast erschreckend rockigen St\u00fcck mit Strophen und Refrain, kritisiert das Orchester das S\u00e4belrasseln zwischen Miwan und Iranja, die Situation in Molquarze und die im Erkietenland. So weit so gut, denkt man. Das heikelste Thema umschiffen sie ja noch bisher. Bis &#8222;Mein Land, so weit&#8220;. Eingeleitet von einem melancholischen Klavierthema entwickelt sich das St\u00fcck zu einer Art Folk-Song, in dem Lord Krokobert in die Rolle eines Soldaten schl\u00fcpft, der sich nichts mehr w\u00fcnscht, als seine Familie wiederzusehen, jedoch zu stark in das &#8222;ewige Rad&#8220; eingewoben ist. Ohne den Namen Fatra zu erw\u00e4hnen, so ist doch offenkundig, was und wer hier angesprochen wird. Es ist eine subtile Kritik, kein plumpes &#8222;Hau-Drauf&#8220; oder ein zielloser Rundumschlag gegen alles, was falsch scheint in der Welt. Und gerade deshalb entwickelt das Album eine enorme Sprengkraft. Denn so beliebt wie das SPO ist in Mittelland sonst nur Alt-Diktator Velka Fatra, der seit einigen Jahren nicht mehr allzu oft in seinem Heimatland weilt und sich mit seinem Sohn wohl auch nicht allzu gut steht. Durch den Aufgriff der unterschwelligen und oft hinter vorgehaltener Hand ge\u00e4u\u00dferten Kritik im Land gewinnt der Widerstand nun an Form. Aus einer Art ungreifbarem Gespenst formt sich nun eine immer deutlichere Kontur und verfestigt sich. Die Konzerttermine stehen bereits und man darf gespannt sein, wie der Familienclan der Fatras darauf reagiert. Man m\u00f6chte ihnen fast raten \u00fcberhaupt nicht. Denn sonst k\u00f6nnte das Land, dessen sehnlich erwarteter Wirtschaftsaufschwung nach wie vor stockt, in eine schwere Regierungskrise geraten. Denn durch die Rahmenbedingungen k\u00f6nnte Ravan Fatra auch einfach ein Berufsverbot f\u00fcr die Musiker des SPO verh\u00e4ngen und das Album aus den Musikregalen Mittellands verbannen. Vor Gericht bringen k\u00f6nnte ihn daf\u00fcr niemand.<\/p>\n<p>Doch wie ist &#8222;Fak\u00e1l dons litvar&#8220; musikalisch? Hier muss man einige Abstriche machen. An den gesanglichen Darbietungen von Lord Krokobert und auch von Saharias Lensky verbittet es sich, irgendetwas auszusetzen, jedem Gesangslehrer d\u00fcrfte hier das Herz aufgehen. Die Stilrichtung jedoch verwundert an manchen Stellen ein wenig, an manchen irritiert sie sogar. So ist &#8222;Land der Verr\u00fcckten&#8220; ein St\u00fcck eines Klassik-Orchesters im Gewand eines Tiergruppe-Songs. Nach sieben Jahren Abstinenz und Klagelauten eingefleischter SPO-Fans ist so eine Wandlung sicherlich eine Entt\u00e4uschung. &#8222;Mein Land, so weit&#8220; mag noch trotz seiner beeindruckenden Reinheit, seiner sch\u00f6nen Melodie sowie dem gro\u00dfartig zweideutigen Text als ein SPO-St\u00fcck durchgehen, jedoch ist auch die Stilrichtung des Folk bisher kein Terrain des Orchesters gewesen. Ja, auch die BEFIM hat sich gewandelt und inzwischen in fast jedem Genre mal experimentiert, jedoch geschah dies behutsamer und \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum, der von einer gro\u00dfen Weiterentwicklung gepr\u00e4gt war. Hier geschieht dies jetzt etwas abrupt, somit darf man als aufmerksamer SPO-H\u00f6rer doch eine gewisse Irritation empfinden. Die St\u00fccke, die nicht von Gesang untermalt werden, sind dann n\u00e4mlich wieder in einem sehr traditionellen Gewand. Ein bisschen Klassik, ein bisschen Blues, viel Jazz mit einer Prise New Age. Es mag ein sehr farbenfrohes und abwechslungsreiches Album sein, allerdings kann man keinen roten Faden erkennen, es wirkt viel mehr wie ein gro\u00dfes musikalisches Experiment. Nat\u00fcrlich kann man hier anmerken, dass man ein Musikalbum mitnichten in eine Schublade stecken k\u00f6nnen muss, es ist nicht geschrieben worden, um sich kategorisieren zu lassen, erst recht nicht von jemandem wie Mirco Magiaro, dem sagenumwobenen Multitalent. Und dies mag auch stimmen, hier k\u00f6nnte man wohl eine ewig fortf\u00fchrende Diskussion dar\u00fcber er\u00f6ffnen, ob man ein Album in eine bestimmte Richtung verorten sollte oder nicht. Allerdings erwarten SPO-Fans nach einer so langen Pause wohl in erster Linie auch SPO-Musik. Diese haben sie nur zum Teil bekommen und dies ist auch Teil der Wahrheit.<\/p>\n<p>\u00dcber das politische Verm\u00e4chtnis von &#8222;Fak\u00e1l dons litvar&#8220; wird wohl noch lange debattiert werden. Noch darf man gespannt sein, welche Schritte die Regierung unternehmen wird, ob sie sich \u00fcberhaupt dazu \u00e4u\u00dfern wird oder es ignoriert. Nur hat es das SPO geschafft, eine \u00f6ffentliche Diskussion \u00fcber den politischen Kurs Mittellands unabdingbar zu machen. Die Fatra-Regierung kann die Str\u00f6mungen im Land nun nicht mehr unter den Teppich kehren, sondern ist gezwungen, sich mit der Opposition im Land auseinander zu setzen. Und unter diesem Gesichtspunkt kann man das neue Album des Palastorchesters gar nicht hoch genug einordnen. \u00dcbrigens: Im November gastieren sie auch in Wiesenhausen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>BEFIM best\u00e4tigt: Siebtes Studioalbum kommt diesen Sommer &#8211; Tournee Ende des Jahres geplant<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem die BEFIM vergangenen Dezember \u00fcberraschend ein Weihnachtsalbum ver\u00f6ffentlichte, welches hinsichtlich der Verkaufszahlen mittlerweile zum dritterfolgreichsten Special-Album dieser Art weltweit avancierte, werden nun auch die Planungen f\u00fcr das siebte Studioalbum der Band aus Wiesenhausen konkreter. Nach zahlreichen An- und Nachfragen von Medien und Fans \u00e4u\u00dferte sich BEFIM-Pr\u00e4sident Dumbledore am Mittwoch in der Sendung &#8222;Kulturschock&#8220; von WRF-Moderator Rudi Rabe zu den bisherigen Produktionen und dem Stand der Aufnahmen. Welche St\u00fccke auf diesem Album vorhanden sein werden, verriet er nat\u00fcrlich noch nicht, doch gab er einen interessanten Blick hinter die Kulissen der BEFIM und in den Ablauf der Albumproduktion.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal konnte Dumbledore die wohl allen Musik- und BEFIM-Fans am meisten interessierende Frage positiv beantworten: &#8222;Ja, ein weiteres Studioalbum f\u00fcr dieses Jahr ist nicht nur in Planung, sondern auch bereits in der Produktion. Wann es ver\u00f6ffentlicht wird, ist jedoch noch nicht ganz klar, da wir einige Verz\u00f6gerungen bei der bisherigen Produktion hatten und einige herausfordernde Aufnahmen noch bevorstehen.&#8220; Auf Nachfrage von Rabe, ob der BEFIM-Pr\u00e4sident den Termin genauer eingrenzen k\u00f6nnte, antwortete dieser: &#8222;Sicherlich wird der Release noch diesen Sommer realisierbar sein, also sp\u00e4testens dann im September. Allerdings ist das wirklich der Zeitraum, der als Maximum betrachtet werden sollte. Ich denke, dass wir es vorher schaffen.&#8220; Hinsichtlich der angesprochenen Verz\u00f6gerungen gab Dumbledore einen interessanten Einblick hinter die Kulissen der BEFIM: &#8222;Zun\u00e4chst einmal startete eine der Verz\u00f6gerungen damit, dass im Wiesenhausener Tonstudio umfangreiche Renovierungsarbeiten stattgefunden haben, die sich bis in den April hingezogen haben. Das war auch der Grund, warum wir das Weihnachtsalbum relativ spontan ver\u00f6ffentlicht haben. Wir wussten, dass die Sanierungen anstehen und welche Verz\u00f6gerungen damit f\u00fcr das n\u00e4chste Studioalbum einhergehen. Deshalb haben wir uns im November und Dezember mit den schon fertig komponierten St\u00fccken in den Aufnahmesaal begeben, ehe dieser wegen der Sanierung ab Januar gesperrt war. Wir haben neue Technik bekommen, der gro\u00dfe Aufnahmesaal wurde mit neuen Tonelementen versehen und der Klang weiter optimiert. Au\u00dferdem hat unser Soundtechniker Stefan St\u00e4dler eine neue Aufnahmesoftware entwickelt, die die Instrumente noch klarer aufnimmt, als das zuvor ohnehin der Fall war. Es ist wirklich bemerkenswert, was technisch mittlerweile m\u00f6glich ist. Als ich mir die ersten Aufnahmen mit der neuen Software angeh\u00f6rt habe, dachte ich wirklich, dass die Musiker neben mir im Raum sitzen.&#8220; Es scheint also so, dass man sich beim neuen Studioalbum auf ein Klangerlebnis der revolution\u00e4ren Art freuen darf. Der BEFIM-Pr\u00e4sident versprach jedoch: &#8222;Was die Studiosoftware so besonders macht, ist, dass unser ureigener BEFIM-Sound dadurch nicht verloren geht, sondern eher klarer und pr\u00e4ziser ist, was eine fantastische Leistung der Entwickler ist. Es wird sich also auf dem Album nicht nach einem g\u00e4nzlich anderen Orchester anh\u00f6ren, was auch die Bedingung des Einsatzes der Software war.&#8220;<\/p>\n<p>Hinsichtlich der anstehenden Produktionen konnte Dumbledore einige Beispiele nennen, zum Teil jedoch relativ vage, um nicht zu viel zu verraten: &#8222;Es ist ja kein Geheimnis, dass wir auf diesem Album eine Koproduktion mit der &#8222;Tiergruppe&#8220; haben werden. Allerdings befindet sich diese in diesem Sommer auf Welttournee und muss irgendwie zwischendurch nach Wiesenhausen kommen, um hier die Aufnahmen zusammen mit uns durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Die Termine stehen soweit fest, doch wird es noch etwas dauern. Das ist so eine Sache, die man selbst dann nicht in der Hand hat, doch wird sich das Endergebnis sicherlich lohnen. Die Partitur von Mirco Magiaro ist da auf jeden Fall sehr vielversprechend.&#8220; Aber auch andere herausfordernde Produktionssessions d\u00fcrften noch anstehen: &#8222;Wir haben zahlreiche neue Mitglieder, auch neue Instrumente, die es auf dem Album zu h\u00f6ren gibt. Und auch einige neue musikalische Richtungen, die wir in einzelnen St\u00fccken austesten. Nat\u00fcrlich ist es dann so, dass Leute, die nie zuvor eine Studioaufnahme gemacht haben, da erst einmal eingewiesen werden m\u00fcssen und Instrumente, die man noch nie im Aufnahmesaal hatte, richtig eingestellt werden m\u00fcssen. Aber das sind alles l\u00f6sbare Aufgaben. Positiv ist auf jeden Fall, dass wir durch die neuen Mitglieder, die ja auch schon auf dem Weihnachtsalbum zum Teil mitgewirkt haben, eine viel gr\u00f6\u00dfere Variabilit\u00e4t haben. Wenn also ich beispielsweise bei einer Aufnahme aufgrund anderer Verpflichtungen nicht vor Ort sein kann, springt stattdessen zum Beispiel Carl von der Regi\u00e8me ein, oder umgekehrt. Er hat ja im Weltpalast auch durchaus viel zu tun. Das wiederum beschleunigt die Produktion der Aufnahmen und sorgt daf\u00fcr, dass wir das Album \u00fcberhaupt in diesem Jahr herausbringen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Auf Rabes Nachfrage nach potentiellen St\u00fccken oder Stilrichtungen hielt sich Dumbledore weitestgehend bedeckt und machte eher allgemeine Angaben: &#8222;Sicherlich ist es so, dass wir wieder einige der &#8222;Wiesenhausener Folks&#8220; mit im Album haben werden, weil es da einfach unglaublich viel gibt und diese Art von St\u00fccken nicht nur selten von Bands gespielt wird, sondern auch richtig gut angekommen ist bei unserem letzten Studioalbum. Daneben wird es sicherlich auch wieder gro\u00dfe Orchesterwerke geben, St\u00fccke aus dem Bereich Jazz und Swing und einige musikalische \u00dcberraschungen.&#8220; Eine erneute Zusammenarbeit mit dem Hogwarts-Orchester, welches auf dem letzten BEFIM-Album durchaus zahlreich vertreten war, wird es laut dem BEFIM-Pr\u00e4sidenten jedoch nicht wieder geben, wobei der Grund sehr einfach ist: &#8222;Die Zusammenarbeit mit dem Hogwarts-Orchester, das ja bis damals (1819) faktisch gar nicht mehr bestand, fu\u00dfte ja vor allem auf der m\u00fchevollen Reproduktionsarbeit von Mirco Magiaro, der die verschiedenen Musikfragmente, die nach dem Brand im Musikhaus der Zaubererakademie \u00fcbrig geblieben waren, und die alten Tondokumente, zu neuen St\u00fccken umwandelte. Allerdings gibt es keine weiteren St\u00fccke, bei denen diese Bearbeitungsart sinnvoll m\u00f6glich ist. Entweder existieren keinerlei Fragmente oder die Tondokumente sind nicht ausreichend, um eine gute Reproduktion zu erm\u00f6glichen. Wir wollen ja auch die Verbindung mit dem Hogwarts-Orchester von damals erstellen und nicht irgendwelche Melodien unter dem Namen der alten St\u00fccke publizieren.&#8220;<\/p>\n<p>Zum Schluss des Interviews kam Rabe dann auf die M\u00f6glichkeit einer erneuten Tournee der BEFIM zu sprechen, vor allem weil die letzte Tour von 1819 ein durchschlagender Erfolg war. Zu diesem Thema hatte Dumbledore dann eine wahrhaft gute Nachricht zu verk\u00fcnden: &#8222;In den momentanen Planungen ist eine Tournee f\u00fcr Ende des Jahres geplant, allerdings nicht mit den St\u00fccken des Studioalbums, sondern mit unseren Weihnachtsst\u00fccken. Durch die Ver\u00f6ffentlichung vergangenes Jahr kurz vor Weihnachten hatten wir keine Chance, die St\u00fccke live vorzuf\u00fchren, was wir dieses Jahr in der Adventszeit nachholen werden. Eine Tournee mit den St\u00fccken des Studioalbums wird dann ab dem kommenden Fr\u00fchjahr erfolgen. Beide Tourneen werden in Meadowhouse stattfinden, wobei die zweite in 1822 dann wesentlich gr\u00f6\u00dfer und mit mehr Spielorten ausfallen wird.&#8220;<\/p>\n<p>Insgesamt sind es also interessante und informative Neuigkeiten, die aus dem Interview beim WRF hervorgegangen sind. Ein weiteres BEFIM-Studioalbum in diesem Jahr wird also kommen, jedoch nicht innerhalb der n\u00e4chsten Wochen. Daf\u00fcr werden auf die Fans wohl ein besonderes Klangerlebnis und einige neue Musikrichtungen warten, sobald das Album publiziert wird, sowie nat\u00fcrlich die lange erwartete Kooperation mit der &#8222;Tiergruppe&#8220;. Auch zwei Tourneen k\u00f6nnen sich die Fans des Orchesters schon mal vormerken: Ende diesen Jahres und ab dem Fr\u00fchjahr im kommenden Jahr. Es scheint viel in Bewegung zu sein bei der BEFIM und die Ver\u00f6ffentlichung des neuen Albums k\u00f6nnen sicherlich nicht nur die Musikbegeisterten in Meadowhouse kaum noch erwarten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>BEFIMer Weihnachtsgeschichte bringt Meadowhouse in Festtagsstimmung und prominente Namen in die Musiklandschaft<\/strong><\/p>\n<p>Seit letztem Montag ist das neueste BEFIM-Album auf dem Markt. &#8222;Eine BEFIMer Weihnachtsgeschichte &#8211; Weihnachten auf Eswodaem&#8220; ist dabei das erste ausgekoppelte &#8222;Special-Album&#8220; des Orchesters. Die Verkaufszahlen machten das Werk bereits jetzt zum kommerziell erfolgreichsten meadowhousischen Album des gesamten Jahres und die Kritiken sind bislang durchweg positiv. Auch wir von wiesenhausen.de geben eine kurze Kritik ab und berichten vom \u00f6ffentlichen Statement von BEFIM-Pr\u00e4sidenten Albus Dumbledore, der neben einer Stellungnahme zum Album an sich auch noch einige spektakul\u00e4re Personalentscheidungen bekanntgab.<\/p>\n<p>Einige TROPO-Unternehmen k\u00f6nnen sich von der BEFIM noch so Einiges in Sachen Marketing abschauen. Insbesondere die geheimnisvolle Ank\u00fcndigung und die eher raren Informationen im Vorfeld lie\u00dfen die Neugier auf das erste Weihnachtsalbum des Orchesters stark ansteigen. Sobald es dann ab Montagmorgen in den Musikl\u00e4den erh\u00e4ltlich war, st\u00fcrmten die Fans nahezu in die \u00d6rtlichkeiten. Binnen sechs Stunden waren bereits 450.000 Exemplare weltweit verkauft. Das sind Dimensionen, wie sie die Tiergruppe in den fr\u00fchen 90ern oder Fido Horn in den 80ern erreicht hatten. Das Cover war zur Freude aller BEFIM-Fans ein stilecht-typisches f\u00fcr das Orchester, oder die Band &#8211; was auch immer hier der richtige Ausdruck ist. Es zeigt den Wiesenbacher H\u00fcgel, \u00fcberzogen mit einer dichten Schneedecke und in einer aufkommenden d\u00e4mmrigen Stimmung. In weihnachtlichem Rot prangt der Titel des Albums, nebst Untertitel, in derselben altert\u00fcmlichen Schrift wie sie bereits auf der Erfolgskollektion &#8222;The Royal Day&#8220; aus dem Jahr 1813 zu sehen war. Auf der R\u00fcckseite der CD bzw. Kassette sind Tannen zu sehen, die unter einer Schneelast \u00e4chzen. In diesmal normaler Schrift, aber immer noch in tiefrot, ist dann die Tracklist zu sehen. Es hat wohl rein praktische Gr\u00fcnde, dass die Schriftart gewechselt wurde, da die Namen der Titel in der Altertumsschrift wohl sehr schwer zu lesen w\u00e4ren. So ist es optisch gesehen relativ einfach gehalten. Ein Bild auf Hin- und R\u00fcckseite, der Albumtitel und die Titelliste plus die Erg\u00e4nzung &#8222;WSTS 1820&#8220;, die aus rechtlichen Gr\u00fcnden dabei steht. Es ist also eine Abkehr vom &#8222;Sammelsurium&#8220; des letzten Albums &#8222;Da simma wieder!&#8220;, das durch ein spektakul\u00e4res Cover auffiel. F\u00fcr BEFIM-Fans der ersten Stunde ist dies ein absoluter Genuss. Wenig Drumherum, einfach nur Musik. Und da hat es die BEFIM wieder einmal krachen lassen. Einfach nur Musik. Und zwar richtig gute.<\/p>\n<p>Bereits das erste St\u00fcck ist das l\u00e4ngste des gesamten Albums. Es ist eine Sammlung ber\u00fchmter Weihnachtsmelodien aus In- und Ausland, aus der Lieben Welt, sowie aus anderen Welten. Die Besetzung macht es zu einem wahren Meisterwerk. 21 Minuten voller Weihnachtsstimmung, die durch die Auswahl der Instrumente und der Intonation der entsprechenden &#8211; allseits bekannten &#8211; Melodien durch die Kopfh\u00f6rer direkt ins Herz str\u00f6mt. Es ist nicht wenigen verg\u00f6nnt, Gef\u00fchle durch Musik erzeugen zu k\u00f6nnen. Die BEFIM, diesmal nur mit wenig Kompositionsarbeit von Mirco Magiaro, schafft dies aber bereits nach wenigen Takten. Jeder, der bisher noch nicht in Weihnachtsstimmung war, d\u00fcrfte durch &#8222;Eine BEFIMer Weihnachtsgeschichte&#8220; endg\u00fcltig im Reich des Zimt- und R\u00e4ucherkerzendufts angekommen sein. Besonders erw\u00e4hnenswert ist &#8222;Weihnachten im S\u00fcden&#8220;, eine Interpretation der Weihnachtsfeste bei hohen Temperaturen und Sonnenschein. Was f\u00fcr uns Westmeadowhouser, die wir umgeben sind von schneereichen Gebirgen, eher au\u00dfergew\u00f6hnlich erscheint, ist in S\u00fcdstrand gang und g\u00e4be. Erneut schafft es die BEFIM, nicht nur die \u00fcblichen Wiesenhausener Sichtweisen auf die Welt darzustellen, sondern auch die der weiter entfernt wohnenden Meadowhouser. Ein Konzept, was die s\u00fcdliche Fanbasis bereits seit &#8222;Da simma wieder!&#8220; immer weiter wachsen l\u00e4sst. Immer wieder geht man w\u00e4hrend des H\u00f6rens aus dem Hocker. Ruhige, besinnliche und schwungvolle, fr\u00f6hliche Themen wechseln sich ab und machen das Album so zu einem sehr abwechslungsreichen, obwohl das Oberthema stets ein und dasselbe bleibt. Weihnachten in Wiesenhausen und Meadowhouse. Was sicherlich kein Meilenstein in der Musikwelt ist, aber das soll es auch gar nicht sein. Es sollte ein Album werden zum Baum schm\u00fccken und Weihnachtspl\u00e4tzchen backen. Mission erf\u00fcllt &#8211; das war ein Volltreffer. Auch mit den zehn &#8222;Movements&#8220;, die viele bekannte Weihnachtsst\u00fccke aneinanderreihen und es trotzdem nie langweilig wird. Manche Themen kommen zwar mehrfach vor, jedoch in einem gen\u00fcgenden zeitlichen Abstand, sodass man sich schon nicht mehr allzu sehr dran erinnert, zum Beispiel &#8222;Deck the hall&#8220;, was im ersten St\u00fcck und im 13. St\u00fcck vorkommt. Mit insgesamt 15 Titeln ist es eines der k\u00fcrzesten Alben der BEFIM, jedoch w\u00e4re eine h\u00f6here Anzahl an Weihnachtsliedern wohl auch schnell zur \u00dcberdosis geworden. Mit &#8222;O holy night&#8220; verabschiedet man sich aus diesem Jahr, das entgegen aller Erwartungen doch noch ein BEFIM-Album parat hielt. Um es am Ende plakativ zu machen: Wir vergeben &#8222;Eine BEFIMer Weihnachtsgeschichte &#8211; Weihnachten auf Eswodaem&#8220; am Ende 4 von 5 m\u00f6glichen Punkten.<\/p>\n<p>Das angek\u00fcndigte Statement von BEFIM-Pr\u00e4sident Albus Dumbledore fand dann am Mittwochvormittag statt. Wie in der Pressemitteilung der letzten Wochen angedeutet, wollte er sich erst nach Erscheinen des Albums \u00e4u\u00dfern und er tat dies. Jedoch war das Interessanteste wohl, dass er neue Namen pr\u00e4sentierte. Die BEFIM habe Zuwachs bekommen, man wolle einige Musiker entlasten. Diese neuen Musiker h\u00e4tten auch bereits am Weihnachtsalbum mitgewirkt. Man wei\u00df bei der BEFIM wirklich nie, woran man gerade ist. Man habe drei neue Violinisten, einen neuen Cellisten, zwei neue Trompeter, einen Posaunisten und zwei Percussionisten eingestellt. Dumbledore verlas dann auch die Namen: Ignaz Iltis, Hermine Habicht und Dorette von Daunenfels, eine Nachfahrin von Johannes von Daunenfels, werden Violine spielen. F\u00fcr gro\u00dfe Aufregung sorgte dann die Auflistung der beiden neuen Cellisten. Lord Knackser, ja DER Lord Knackser, der Finanzdromorniss aus dem Weltpalast, ist ab sofort Teil der BEFIM! Er wird Cello spielen, was ihm aufgrund seiner Gr\u00f6\u00dfe von \u00fcber 2,50 Meter vermutlich fast schon schwer fallen d\u00fcrfte, da er weltweit der einzige Cellist sein k\u00f6nnte, der sich b\u00fccken muss, um zu spielen. &#8222;F\u00fcr ihn stehen Spezialst\u00fchle bereit&#8220;, merkte Albus Dumbledore schmunzelnd an. Neben ihm ist Ivo Igel, Neffe von AC-Phoenix-Coach Ingo Igel, der neue Cellospieler. Die beiden neuen Trompeter hei\u00dfen Gregor Ganter und Lars Biber. Der neue Posaunist ist dann erneut ein absoluer Hammer. Carl von der Regi\u00e8me, die Moorleiche, einer der Helden aus der Enczegovija-Zeit und heutiger Verteidigungsdromorniss hat das Jahr genutzt, um seine vor Jahren erlernten K\u00fcnste an der Posaune weiter zu verfeinern und ist nun ein Weiterer in der Riege der Dromornisse unter den BEFIMisten. Die beiden neuen Percussionisten sind Solveigh Schwalbenschwanz, Cousine von Reichskanzler Sebastian Schwalbenschwanz, und Kurt Unterleitner. Man sieht also, wie sehr die BEFIM in den Kreisen der nationalen und internationalen Politik eingeflochten ist und sich so immer wieder prominenten Nachschub beschafft. Dennoch mahnte Dumbledore an: &#8222;Man darf nicht daraus folgern, dass wir ein Kreis von elit\u00e4ren Schn\u00f6seln sind, die niemandem Zugang erlauben, der nicht jemand Prominentes kennt. Wir hatten aufgrund unserer Proben f\u00fcr das Weihnachtsalbum und das Album, welches n\u00e4chstes Jahr erscheinen wird, schlicht nicht die Zeit, gro\u00dfe Auswahlverfahren aufzuziehen. Dennoch brauchten wir neue Musiker und das so schnell wie m\u00f6glich.&#8220; Jeder BEFIMist habe schlie\u00dflich noch einen Hauptberuf, den es auszu\u00fcben gelte.<\/p>\n<p>Die prominenten Namen sind ein weiterer Meilenstein f\u00fcr die BEFIM. Damit werden vor allem auf den Konzerten diejenigen Musiker entlastet, die mehrere Instrumente spielen m\u00fcssen und das manchmal gleichzeitig. Das vielleicht gr\u00f6\u00dfte Manko der BEFIM lag genau darin. Man wird sich durch die Neuzug\u00e4nge wohl einiges an Improvisationsarbeit ersparen k\u00f6nnen. Die beiden klangvollsten Namen sind ohne Zweifel Lord Knackser und Carl von der Regi\u00e8me. Zwei Dromornisse, die sich in die Riege der Gerhard Hermes, Hemes Rems&#8216; und Steffen Winters einreihen. Beide \u00e4u\u00dferten sich auf Anfrage. Lord Knackser meinte scherzhaft, es sei ein zus\u00e4tzlicher Ansporn f\u00fcr ihn, gute Politik zu machen, um auf den Konzerten nicht ausgebuht zu werden. Von der Regi\u00e8me gab an, er habe jede freie Minute genutzt, um zu \u00fcben, daher sei es eine extreme Freude f\u00fcr ihn, nun Teil der BEFIM sein zu d\u00fcrfen. Im Zweifel werde er aber dennoch Albus Dumbledore, allein schon wegen dessen Autorit\u00e4t, den Vortritt lassen. Neues Album, neue Musiker &#8211; das Orchester versteht, wie es sich weiterentwickeln kann und dennoch die Wurzeln nicht verliert. Viele gro\u00dfe Musikensembles sind in der Vergangenheit daran gescheitert, dass sie sich entweder nicht weiterentwickelt haben oder zu stark von ihrem Erfolgsrezept abgewichen sind. Die BEFIM scheint da ganz anders anzusetzen. Ein geniales Marketingkonzept, immer wieder kleine Neuerungen und Experimente, jedoch ohne den vor Jahren eingeschlagenen Weg zu verlassen. Die BEFIM mausert sich nach und nach zum wohl erfolgreichsten Musikensemble aller Zeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcberraschung kurz vor Weihnachten &#8211; BEFIM ver\u00f6ffentlicht &#8222;Weihnachtsalbum&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>So kurz vor Heilig Abend hatten wohl die wenigsten noch damit gerechnet. In Kennerkreisen war bereits seit L\u00e4ngerem bekannt, dass die BEFIM die Idee eines Weihnachtsalbums verfolgt. Dass es dann sogar noch dieses Jahr eines geben wird, hatten viele Musikexperten aber schon wieder ausgeschlossen, da man wohl bereits etwas vernommen haben m\u00fcsste. Doch zur \u00dcberraschung vieler gibt es doch noch ein BEFIMer Weihnachtsalbum 1820. Ver\u00f6ffentlicht wird es am kommenden Montag, den 21. Dezember, wie immer, ganz klassisch, zun\u00e4chst auf CD und Kassette.<\/p>\n<p>Ansonsten stand nicht besonders viel in der Pressemitteilung vom Donnerstag, die die Musikwelt f\u00fcr einen Moment in Atem gehalten hatte. &#8222;Die BEFIM k\u00fcndigt an, am 21. Dezember ab 8 Uhr, ein neues Album zu ver\u00f6ffentlichen. Es wird ab Montagmorgen in allen \u00f6ffentlichen Musikgesch\u00e4ften und Kaufh\u00e4usern erh\u00e4ltlich sein.&#8220; So begann lapidar die Meldung auf der Homepage der BEFIM, die sp\u00e4ter dann auch als offizielle Pressemitteilung an die entsprechenden Zeitungen und Fachzeitschriften weitergegeben wurde. Allerdings lie\u00df man sich dann doch nicht lumpen, den Titel des Albums anzugeben. &#8222;Das Album wird folgenden Namen tragen: Eine BEFIMer Weihnachtsgeschichte &#8211; Weihnachten auf Eswodaem.&#8220; Erneut wird es also einen Ober- und einen Untertitel geben, wie bereits beim letzten ver\u00f6ffentlichten Album 1819, das genau genommen sogar drei offizielle Namen trug. Das Weihnachtsalbum soll dar\u00fcber hinaus eine CD umfassen, also circa 70 bis 80 Minuten dauern. Regul\u00e4re BEFIM-Alben waren bis auf das erste Studioalbum &#8222;Best of BEFIM&#8220; ausnahmslos auf Doppel-CDs herausgegeben worden, diesmal h\u00e4lt sich der Umfang der St\u00fccke also wohl in Grenzen. Sonst hielt sich die BEFIM sehr bedeckt, \u00fcber den Inhalt wurde au\u00dfer der Tatsache, dass es offensichtlich weihnachtliche St\u00fccke sein werden, nichts verraten. Weder ob es sich um inl\u00e4ndische oder ausl\u00e4ndische, noch ob es sich \u00fcberhaupt um Weihnachtsst\u00fccke aus der Lieben Welt handelt. Die BEFIM macht sich also erneut zum Meister des erfolgreichen Promotens eines Albums. Je weniger Infos, desto gr\u00f6\u00dfer die Neugierde. Mit dieser Strategie hatte man bereits vor knapp zwei Jahren die Verkaufszahlen des Albums &#8222;Da simma wieder!&#8220; in die H\u00f6he getrieben.<\/p>\n<p>Auch der Kniff mit der schrittweisen Ver\u00f6ffentlichung des Albums zun\u00e4chst auf Kassette und CD ist typisch BEFIM. Das Orchester ist seit jeher sehr darauf bedacht, lokale Betriebe zu unterst\u00fctzen und pflegt daher sehr gute Kontakte zu Wiesenhausener Musikfachgesch\u00e4ften. So ist auch dieser Schritt ein klares Bekenntnis zu dem Bereich, der die BEFIM einst gro\u00df machte, lange vor Zeiten des Internets und der immer w\u00e4hrenden Verf\u00fcgbarkeit. Jedoch hielt die Pressemitteilung auch die Fu\u00dfnote parat, dass das Album wenige Tage sp\u00e4ter auch auf den einschl\u00e4gigen Streamingportalen zur Verf\u00fcgung stehen werde, allerdings &#8211; und jetzt kommt der Trick &#8211; erst am 25. Dezember. Wer sich also vor dem Heiligen Abend noch in Festtagsstimmung bringen m\u00f6chte, sollte sich das Album zuvor in analoger Version besorgen. Das mag eine sympathische Entscheidung eines weltweit erfolgreichen Musikensembles sein, wirklich zukunftsf\u00e4hig wird dies aber nur sein, wenn sich die Fans und H\u00f6rer der Alben auch in einigen Jahren noch auf die \u00f6rtlichen Lokale besinnen. Ansonsten d\u00fcrfte dieses Gesch\u00e4ftsmodell seine besten Jahre hinter sich haben, zumal immer weniger Kunden sich eine CD oder eine Kassette ins Regal stellen wollen. BEFIM-Pr\u00e4sident und Posaunist Albus Dumbledore wollte sich bisher nicht \u00f6ffentlich \u00e4u\u00dfern, auch eine telefonische Interviewanfrage unserer Website lehnte er ab, mit dem Hinweis, er wolle sich nach Weihnachten genauer \u00e4u\u00dfern. &#8222;Die H\u00f6rer sollen sich, ganz unabh\u00e4ngig von irgendwelcher Berichterstattung im Vorfeld, selbst ein Bild des Albums machen&#8220;, lie\u00df er wissen. Dass im April jedoch die Ver\u00f6ffentlichung eines neuen, regul\u00e4ren Albums anstehe, sei nach wie vor der Plan. Die BEFIM hatte vor einigen Jahren das Ziel angegeben, im Schnitt alle zwei Jahre neue Alben zu produzieren und nach &#8222;Da simma wieder!&#8220; aus dem M\u00e4rz 1819 w\u00e4re es nun wieder an der Zeit. Im April 1821 soll es dann soweit sein und das dann insgesamt siebte Studioalbum der BEFIM auf den Markt kommen. Es w\u00e4re das sechste regul\u00e4re Album nebst einem Special, was also kommenden Montag erscheint. Live-Konzerte oder gar eine &#8222;Weihnachtstour&#8220; wird es aber wohl nach menschlichem Ermessen nicht geben.<\/p>\n<p>Die Musikwelt reagierte begeistert auf die Meldung. Selbst am TROPO machte sich dies bemerkbar und die Aktienwerte von Unternehmen aus der Musik- und Veranstaltungsbranche stiegen sprunghaft an. In den sozialen Medien machte sich gro\u00dfe Freude breit, viele Nutzer machten bereits in den Kommentaren klar, sich das Album in jedem Fall vor Heilig Abend zu holen, um noch eine besonderere Atmosph\u00e4re zu kreieren. &#8222;Das h\u00f6re ich beim Baum schm\u00fccken&#8220;, kommentierten viele Fans unter den Posts der BEFIM. Viele sahen ein solches Special-Album als \u00fcberf\u00e4llig an, da viele Orchester und Bands im Laufe ihrer musikalischen Karrieren gef\u00fchlt mehr Weihnachtsalben als normale herausgebracht h\u00e4tten. Die Wiesenhausener &#8222;H\u00f6hlenbewohner&#8220; Hemes Rems, Steffen Winter, Gerhard Herme, Ewald Basilisk, Sebastian Schwalbenschwanz und Dobby &#8211; bis auf Letzteren alle selbst BEFIMisten &#8211; supporteten das Album bereits auf den \u00f6ffentlichen Kan\u00e4len auf humorvolle Art und Weise. In einem Video, was Gerhard Herme auf Flugpost stellte, mahnte er an, man solle am Montag einer der Ersten sein, die sich das Album kaufen, die ersten 100 K\u00e4ufer w\u00fcrden n\u00e4mlich eine von Dobby handgestrickte Socke dazu bekommen. Steffen Winter legte auf Brieftaube noch nach und k\u00fcndigte gro\u00df an, er werde nun die ersten Takte des Albums auf seiner Orgel pr\u00e4sentieren, bevor er eine Spielzeugorgel f\u00fcr Kinder nahm und darauf &#8222;Leise rieselt der Schnee&#8220; abspielte. Grinsend f\u00fcgte er hinzu, die ersten Takte des Albums werde es erst am Montag ab 8 Uhr geben. Wir d\u00fcrfen gespannt sein, ob es tats\u00e4chlich &#8222;Leise rieselt der Schnee&#8220; ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Cremissimo&#8220; avanciert zum erfolgreichsten Film der Geschichte<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Verleihung der Goldenen L\u00f6wen in Ranjos war der gro\u00dfe Favorit von vornherein klar. &#8222;Cremissimo&#8220;, das Werk von Archibald Cronberg zusammen mit den Goldberg-Sterling-Studios, galt bei den Buchmachern als der gro\u00dfe Tipp auf die Gewinne. Der 3,5-Stunden-Streifen sprengte dann jedoch alle Erwartungen, insbesondere die der Regisseure. Am Ende gab es jeweils einen Goldenen L\u00f6wen in der Kategorie &#8222;Bester Film&#8220;, &#8222;Beste Hauptdarstellerin&#8220;, &#8222;Beste Nebendarstellerin&#8220;, &#8222;Bestes Drehbuch&#8220;, &#8222;Beste Regie&#8220;, &#8222;Beste visuelle Effekte&#8220; und &#8222;Beste Filmmusik&#8220;. Zudem gewann der Film auch den Spezialpreis f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnliche Leistungen. Damit l\u00f6st &#8222;Cremissimo&#8220; &#8222;Gute Nacht&#8220; von Platz 1 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten ab. Aus monet\u00e4rer Sicht hatte der Film dies bereits im Laufe dieses Jahres getan. Nun hat er das Science-Fiction-Werk auch was die Auszeichnungen angeht \u00fcberholt.<\/p>\n<p>Dass es einige Goldene L\u00f6wen f\u00fcr das Epos des wohl ber\u00fchmtesten Schiffsuntergangs aller Zeiten geben w\u00fcrde, war ein offenes Geheimnis. Am wahrscheinlichsten war dies in der Kategorie &#8222;Bester Film&#8220;, wo die Buchmacher f\u00fcr diesen Tipp auch nur sehr geringe Quoten anboten. Dass es am Ende gleich sieben Goldene L\u00f6wen plus den Sonderl\u00f6wen wurden, \u00fcberraschte selbst die euphorischsten Fans. Um die Spannung in der wie immer proppevollen Oper in Ranjos zu erh\u00f6hen, wurde das Pferd auch in diesem Jahr von hinten aufgez\u00e4umt. In den kleineren Kategorien dominierten dann andere Filme des Jahres 1819 das Geschehen. Unter anderem war auch ein meadowhousischer Film in den Kategorien &#8222;Bestes Szenenbild&#8220; und &#8222;Beste Kamera&#8220; nominiert worden, der Anfang des vergangenen Jahres die Kinos f\u00fcllte. &#8222;Nessi und Plesi auf gro\u00dfer Reise&#8220; lockte damals nicht nur Kinder und Erwachsene in die Lichtspielh\u00e4user, sondern der im Dokumentationsstil erz\u00e4hlte Kinderfilm beeindruckte auch durch gro\u00dfartige Aufnahmen unter Wasser. Am Ende jedoch ging er in beiden Kategorien leer aus, da jeweils andere Filme triumphierten. Aus meadowhousischer Sicht wurde es dann aufgrund von Archibald Cronberg doch noch ein \u00e4u\u00dferst erfolgreicher Abend. Zun\u00e4chst gab es den Goldenen L\u00f6wen f\u00fcr die Filmmusik, die Mirco Magiaro und Casimir Darsfeld komponierten. Dort war nicht unbedingt mit einem Sieg gerechnet worden, da es gro\u00dfe Konkurrenz gab. F\u00fcr Mirco Magiaro geh\u00f6rt die Entgegennahme eines Preises fast schon zur j\u00e4hrlichen Routine, f\u00fcr Casimir Darsfeld war es nach mehreren Nominierungen der erste Gewinn. Direkt anschlie\u00dfend sahnte &#8222;Cremissimo&#8220; den n\u00e4chsten Preis ab, diesmal f\u00fcr die besten visuellen Effekte, f\u00fcr die sich Lily McGowan verantwortlich zeigte. Besonders hervorgehoben wurde in der Begr\u00fcndung der Jury die Szene des auseinander berstenden Schiffsrumpfes, die neue Ma\u00dfst\u00e4be in puncto Visualisierung gesetzt habe. Auch f\u00fcr Lily McGowan war es die erste Auszeichnung mit einem Goldenen L\u00f6wen. Entsprechend angefasst hielt sie eine kurze Dankesrede, um auf dem R\u00fcckweg fast \u00fcber ihr Abendkleid zu stolpern. Die Miwanerin arbeitet zudem gerade an einem Einstieg ins Regiegesch\u00e4ft. Eventuell k\u00f6nnten wir noch des \u00d6fteren von ihr h\u00f6ren. Der Sieg in der Kategorie &#8222;Beste Regie&#8220; war dann nicht besonders \u00fcberraschend. Archibald Cronberg hatte bereits mit &#8222;Poseidon&#8220;, einem \u00e4hnlichen, jedoch fiktiven Film einen Goldenen L\u00f6wen dieser Sorte erhalten, sowie seinen zweiten 1816 f\u00fcr die Regie im letzten MMS-Teil. Mit seinem mittlerweile nun schon dritten Goldenen L\u00f6wen geh\u00f6rt Cronberg damit zu den erfolgreichsten Regisseuren aller Zeiten. Zudem war es seine sechste Nominierung. F\u00fcr &#8222;Blattgold&#8220;, &#8222;Der Untergang&#8220; und &#8222;Die letzte Fahrt der Katharina Jana&#8220; hatte er am Ende keinen L\u00f6wen erhalten. Cronberg, der seine Dankesrede mit &#8222;Ich schon wieder&#8220; er\u00f6ffnete, war anzusehen, dass er sich best\u00e4tigt f\u00fchlte f\u00fcr die &#8222;harte und intensive Arbeit&#8220; an seinem Meisterwerk, das ihm so viel Energie und Kraft gekostet habe, wie noch kein Film zuvor. Neben ihm wurden auch Ralph Goldberg und John Sterling mit einem Goldenen L\u00f6wen ausgezeichnet. F\u00fcr beide war es jeweils der erste Gewinn nach zuvor zig Nominierungen. &#8222;H\u00e4tte es dieses Mal nicht geklappt, h\u00e4tten Ralph und ich uns wohl getrennt&#8220;, scherzte Sterling in seiner Rede.<\/p>\n<p>F\u00fcr das beste Drehbuch wurde dann Stefano di Galiano ausgezeichnet. Die Arbeit mit Archibald Cronberg zahlte sich damit erneut f\u00fcr ihn aus. F\u00fcr &#8222;Das Spinnrad&#8220; aus dem Jahr 1812 hatte di Galiano seinen ersten Goldenen L\u00f6wen erhalten, auch ein Cronberg-Film. Mit gro\u00dfer Spannung wurden dann die Auszeichnungen f\u00fcr die besten Haupt- und Nebendarsteller erwartet. Hier war die Spannung deshalb so gro\u00df, weil man in &#8222;Cremissimo&#8220; nicht gerade klar zwischen Haupt- und Nebendarstellern unterscheiden konnte. Als Bester Hauptdarsteller waren somit gleich drei Schauspieler aus &#8222;Cremissimo&#8220; nominiert. Frank Busch, Harry van Steele und Greta Schnabelweiher. Am Ende wurde es Greta Schnabelweiher, die damit bei ihrer ersten Nominierung gleich ihre erste Auszeichnung erhielt. \u00dcbergl\u00fccklich nahm sie den L\u00f6wen entgegen. F\u00fcr ihre Darstellung der Daisy Duck, die w\u00e4hrend des Ungl\u00fccks im Nordtitanischen Ozean schwer verletzt um ihr Leben k\u00e4mpfen musste und selbst an Land noch in akuter Lebensgefahr schwebte, sah die Jury den Goldenen L\u00f6wen als wohlverdiente Auszeichnung an. Sie habe die Daisy &#8222;erschreckend realistisch und bedr\u00fcckend&#8220; verk\u00f6rpert, jedoch mit einer &#8222;unb\u00e4ndigen Willenskraft und Familienn\u00e4he&#8220;. Schnabelweiher widmete ihren L\u00f6wen eben jener Daisy Duck, mit der sie im Vorfeld der Dreharbeiten sehr viel Zeit verbracht hatte, um ihre Rolle so nah wie m\u00f6glich am tats\u00e4chlich Erlebten zu spielen. Dies war wohl die sch\u00f6nste Geste dieses Abends. Auch in der Kategorie des besten Nebendarstellers respektive -darstellerin triumphierte eine Frau aus dem Cremissimo-Ensemble. Eine zugegebenerma\u00dfen noch sehr junge Frau au\u00dferdem. Sonja Merall, gerade einmal 10 Jahre alt, ist damit die j\u00fcngste Gewinnerin eines Goldenen L\u00f6wen. 1769 hatte mal die damals 11-j\u00e4hrige Francesca Guttino eine Auszeichnung erhalten, der j\u00fcngste m\u00e4nnliche Gewinner ist Fridolin Bergaloff mit 7 Jahren aus dem Jahre 1793. Merall hatte die Offizierstochter Clara da Sero gespielt, mit einer herzerweichenden Mischung aus kindlicher Naivit\u00e4t, \u00fcberschw\u00e4nglicher Lebensfreude und praktischem Geschick bei der Flucht aus dem sinkenden Koloss. Mit Sonja Merall ging Archibald Cronberg auf die B\u00fchne, um den Preis entgegenzunehmen. Anders als im Film war von Naivit\u00e4t auf der B\u00fchne keine Spur. Besser als so mancher erwachsener Gewinner hielt sie eine kurze, pr\u00e4gnante Rede, beinahe in Madeleine-Bainbridge-Manier. F\u00fcr die k\u00fcrzlich verstorbene Filmdiva gab es zudem zahlreiche Erinnerungsfilme, sowie eine Gedenkminute und eine Honorierung ihres Lebenswerkes in mehrfacher Art und Weise. Dazu jedoch sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Dass dann die Spannung, wer denn am Ende als &#8222;Bester Film&#8220; ausgezeichnet werden w\u00fcrde, nicht mehr allzu gro\u00df war, lag dann auch an den vielen Goldenen L\u00f6wen, die bereits ins Cronberg-Lager gewandert waren. So ging dann auch der letzte L\u00f6we dieses Abends an &#8222;Cremissimo&#8220;. Mehrere Vertreter des Film, unter Anderem die drei Regisseure, Drehbuchautor di Galiano, sowie einige Schauspieler wie Frank Busch, nahmen den L\u00f6wen entgegen. Doch ganz fertig war man mit dem Abr\u00e4umen von L\u00f6wen noch nicht. Die Sonderpreise wurden im Anschluss an die Zeremonie vergeben. Und der neu nach Madeleine Bainbridge benannte &#8222;Bainbridge-L\u00f6we f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnliche Leistungen&#8220; ging ebenfalls an &#8222;Cremissimo&#8220;. Die Jury begr\u00fcndete dies mit der filmischen Aufarbeitung der Geschehnisse, dem Beitrag zum Abbau kruder Verschw\u00f6rungstheorien rund um die Untergangsursache sowie der Ehrung der Opfer dieses grauenvollen Ungl\u00fccks. Insbesondere das Ende des Films habe dazu einen gro\u00dfen Beitrag geleistet. Zudem flossen von den Einnahmen des Films rund 15 Millionen Schillinge an weltweit agierende Organisationen zur Rettung von Schiffbr\u00fcchigen. Das war f\u00fcr die Jury Anlass genug, einen weiteren L\u00f6wen an &#8222;Cremissimo&#8220; zu geben. Der namensgebenden Filmdiva des Ehrenpreises, die am 13. September verstorben war, wurde an diesem Abend ausf\u00fchrlich gedacht.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst fand die komplette Verleihung unter dem Motto &#8222;In Dankbarkeit an Madeleine Bainbridge&#8220; statt. Es liefen w\u00e4hrend und rundum der Verleihung kleine Ausschnitte aus ihren Filmen, Homestories, sowie ihren Dankesreden bei ihren L\u00f6wen-Gewinnen. F\u00fcr Besucher gab es signierte Sonderexemplare ihrer Filme und ihrer Memoiren gratis an der Abendkasse. Dass dann der wichtigste Ehrenl\u00f6we nach ihr benannt wurde, war dann der H\u00f6hepunkt des Gedenkens an die gro\u00dfe Filmdiva. Zuvor hatte es vor der Preisverleihung eine Gedenkminute gegeben, die nach ein paar Sekunden in tobenden Applaus f\u00fcr Bainbridge umschwang. Gloria Gelton-Helvas und Niklas Hornby, die durch den Abend als Moderatoren f\u00fchrten, w\u00fcrdigten sie zudem in einem Einspieler, der Ausschnitte aus ihrem letzten Interview im Juni zeigten. Der Sonderl\u00f6we f\u00fcr das Lebenswerk ging zudem an sie. Damit r\u00e4umte Bainbridge posthum sogar einen weiteren Goldenen L\u00f6wen ab.<\/p>\n<p>So ging ein ereignisreicher Abend in Ranjos in die Geschichte ein. Es wurden Rekorde um Rekorde gebrochen, einer der gr\u00f6\u00dften Schauspielerin aller Zeiten gedacht und Meadowhouse ging in Person von Archibald Cronberg mal wieder mit einigen Auszeichnungen nach Hause. Hier sehen Sie nochmal alle Gewinner der Verleihung in diesem Jahr:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Beste\/r Hauptdarsteller\/in: <\/strong>Greta Schnabelweiher (Cremissimo)<\/li>\n<li><strong>Beste\/r Nebendarsteller\/in: <\/strong>Sonja Merall (Cremissimo)<\/li>\n<li><strong>Bester Film: <\/strong>Cremissimo (Archibald Cronberg, Ralph Goldberg, John Sterling)<\/li>\n<li><strong>Beste Regie: <\/strong>Archibald Cronberg (Cremissimo)<\/li>\n<li><strong>Bestes Drehbuch: <\/strong>Stefano di Galiano (Cremissimo)<\/li>\n<li><strong>Beste Kamera: <\/strong>Jakob Beckerskamp (Die Hexe von Koltrick)<\/li>\n<li><strong>Bestes Szenenbild: <\/strong>Elvira Champon (Der Kalavier)<\/li>\n<li><strong>Bestes Kost\u00fcmdesign: <\/strong>Joanne Carter (Weihnacht auf Schloss Lansweg)<\/li>\n<li><strong>Bester Ton: <\/strong>Franco Pottenio (Fliederb\u00fcsche)<\/li>\n<li><strong>Bester Schnitt: <\/strong>Istv\u00e1n Romanov (Der Kalavier)<\/li>\n<li><strong>Bester Tonschnitt: <\/strong>Franco Pottenio (Fliederb\u00fcsche)<\/li>\n<li><strong>Beste visuelle Effekte: <\/strong>Lily McGowan (Cremissimo)<\/li>\n<li><strong>Bestes Make-up und beste Frisuren: <\/strong>Ricarda Blum (Der Regen von Mordor)<\/li>\n<li><strong>Beste Filmmusik: <\/strong>Mirco Magiaro, Casimir Darsfeld (Cremissimo)<\/li>\n<li><strong>Sonderpreis f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnliche Leistungen: <\/strong>Cremissimo (Archibald Cronberg, Ralph Goldberg, John Sterling)<\/li>\n<li><strong>Sonderpreis f\u00fcr das Lebenswerk: <\/strong>Madeleine Bainbridge (posthum)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die letzte gro\u00dfe Diva &#8211; Madeleine Bainbridge im Alter von 87 Jahren gestorben<\/strong><\/p>\n<p>Vieler ihrer Art gab es noch nie. Seit Sonntag gibt es wohl keine mehr, die ihr in ihrer Art, ihrem Charakter und ihrer Auffassung des Schauspiels auch nur ann\u00e4hernd nahekommt. Am Sonntag ist die Schauspielerin Madeleine Rebecca Bainbridge im Alter von 87 Jahren in ihrer Heimat Lansweg gestorben. Nicht nur die Filmwelt befindet sich in tiefer Trauer.<\/p>\n<p>Madeleine Bainbridge wurde quasi in die Schauspielerei hineingeboren. Am 22. Mai 1733 erblickte sie als eines von sechs Kindern in Puerto Fugo in der damaligen paradiesischen Kolonie S\u00fcdparadies das Licht der Welt. Ihr Vater Theaterschauspieler in Aloval am Staatstheater, ihre Mutter B\u00fchnenbildnerin in Puerto Fugo, trotz der damals nur knapp 100.000 Einwohner eine kulturelle Metropole des Inselstaates. Madeleine war dazu pr\u00e4destiniert, eines Tages selbst auf der B\u00fchne zu stehen. Als das j\u00fcngste der sechs Kinder der Bainbridges, die aus Miwan stammten und 1710 nach S\u00fcdparadies ausgewandert waren, hatte sie einen schweren Stand, wie sie sp\u00e4ter in einem Interview verriet: &#8222;Ich war das Nesth\u00e4kchen, das im Zweifel an allem Schuld hatte. Wenn du f\u00fcnf Geschwister hast, darfst du nicht zimperlich sein, wenn du dich in gewissen Dingen durchsetzen willst, vor allem wenn beide deiner Elternteile berufst\u00e4tig sind, was zu der damaligen Zeit nicht \u00fcblich war.&#8220; Wegen dieser Tatsache kam es auch, dass die Bainbridges in Puerto Fugo zwar wohlhabend, aber doch recht isoliert lebten. &#8222;Meine Mutter hatte kaum Freundinnen. Eine Frau, die arbeiten geht, obwohl sie sechs Kinder hat &#8211; das war in den 30er Jahren nicht gerade das Bild einer vorbildhaften Mutter&#8220;, erinnerte sich Bainbridge. Bereits fr\u00fch erlernte sie das Schauspiel. Ihr Vater nahm sie oft mit nach Miwan, wenn er auf der B\u00fchne stand. Ihre Mutter schmuggelte sie manchmal hinter die B\u00fchne, sodass sie die Abl\u00e4ufe eines Theaterschauspiels von innen kennenlernte. &#8222;Mir war sofort klar: Das will ich auch! Du stehst vor vielen Menschen auf einer B\u00fchne, die dir nachher zujubeln &#8211; etwas Gr\u00f6\u00dferes konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt gar nicht vorstellen. So konnte ich endlich mal im Mittelpunkt stehen, ohne dass meine Geschwister mir das Scheinwerferlicht abdrehten.&#8220; Mit 7 bekam sie in Puerto Fugo ihre erste Rolle. Im Jahre 1740 begann damit die Karriere der wohl gr\u00f6\u00dften Schauspielerin, die die Welt je gesehen hat.<\/p>\n<p>Nur wenig sp\u00e4ter nahte jedoch der erste Schicksalsschlag. Die Progn\u00f6se-Pandemie in den Jahren 1742 bis 1744 machte auch vor ihrer Familie nicht Halt. &#8222;Mein \u00e4ltester Bruder starb 1742 und meine Mutter 1743. Pl\u00f6tzlich war nichts mehr, wie es mal war&#8220; erz\u00e4hlte Madeleine Bainbridge. Ihre \u00e4lteste Schwester, die zu diesem Zeitpunkt damals bereits 25 und verheiratet war, nahm sie im weit entfernten Polsingerschersch bei sich auf. Die Schauspielerei ruhte, die Theater und Kinos blieben leer, die Branche erlebte einen beispiellosen Einbruch. Ihr Vater konnte seine Arbeit nicht mehr aus\u00fcben und musste Arbeitslosenhilfe beantragen. &#8222;Das sch\u00f6ne Strandhaus, in dem ich aufgewachsen war, wurde verkauft. Mein Vater musste eine kleine Mietwohnung am Stadtrand beziehen, wo es viel Kriminalit\u00e4t gab. Als wir 1746 einen Brief erhielten, in dem stand, dass er bereits vor vier Monaten bei einem \u00dcberfall get\u00f6tet worden war, brach meine Schwester zusammen. Ich musste sp\u00e4testens ab diesem Zeitpunkt lernen, erwachsen zu sein.&#8220; Und das bedeutete, Geld zu verdienen. In der sich langsam erholenden Veranstaltungsbranche fand sie schnell eine Anstellung als Theaterschauspielerin in Polsingerschersch. Dort bekam sie zun\u00e4chst kleinere Rollen, fiel dem Pubikum jedoch damals bereits durch ihre schnoddrige, leicht \u00fcberhebliche Art auf und ihr flogen die Herzen zu. Auch bald die der Presse. So wurde Madeleine Bainbridge zun\u00e4chst zu einer bekannten Polsingerscherscher Theaterschauspielerin, doch die aufstrebende Filmbranche sollte bald an die T\u00fcr klopfen.<\/p>\n<p>Der Regisseur Bartholom\u00e4us Brockenheem holte sie 1750 in die Filmstadt Ranjos. Sie bekam mit Theodora Fonmajo und Liza Erchenko zwei Diven der damaligen Zeit als Mentorinnen an die Hand, bei denen sie recht schnell die Regeln des Filmgesch\u00e4fts kennenlernte: &#8222;Der erste Satz, den Liza Erchenko zu mir sagte war: &#8222;Du bist in drei Monaten eh wieder hier weg.&#8220; Da dachte ich mir, der alten Schnepfe will ich es in jedem Fall zeigen.&#8220; Schon bald sollte sich zeigen, wie sehr Liza Erchenko sich geirrt hatte. Madeleine Bainbridges unb\u00e4ndiger Wille, getrieben von ihrem Ehrgeiz und ihrem Flei\u00df, der manchmal auch wahnhafte Z\u00fcge annahm, brachten sie schlie\u00dflich auf die Kinoleinw\u00e4nde der Lieben Welt. Ihren Durchbruch erlangte sie 1753 mit &#8222;Goldwasser&#8220;. Die vorlaute junge Frau eines Soldaten, dem der Tod f\u00fcr das Vaterland wichtiger erscheint als die eigene Familie &#8211; die Rolle war wie ma\u00dfgeschneidert. Bartholom\u00e4us Brockenheem erinnerte sich kurz vor seinem Tod im Jahr 1766 noch genau an die Reaktionen seiner Regisseurkollegen: &#8222;Die h\u00e4ufigste Frage nach diesem Film war, wo ich denn bitte dieses G\u00f6r her h\u00e4tte. Sie sei ja unkontrollierbar und h\u00e4tte nur ihren eigenen Kopf. Ich lachte damals und sagte zu meinen Kollegen, dass die Filmwelt sie genau deswegen braucht. Es erf\u00fcllt mich ein bisschen mit Stolz, dass ich damals so richtig lag.&#8220; Es regnete zun\u00e4chst Kritik am Blondschopf mit der gro\u00dfen Klappe, doch in die Kritik mischte sich recht schnell eine gro\u00dfe Neugier an Madeleine Bainbridges Pers\u00f6nlichkeit. In den 50er Jahren war eine so selbstbewusste, charismatische und leicht egozentrische junge Frau nicht gerade die Regel. Doch Madeleine Bainbridge brach diese Tabus und reformierte die Film- und Theaterwelt im Handumdrehen. Jeder wollte sie auf einmal f\u00fcr seine oder ihre Filme haben. &#8222;Ich habe zu dieser Zeit im Jahr fast vier Filme gedreht. Ich war immer unterwegs. Heute bin ich ein bisschen traurig, dass meine Eltern dies damals nicht mehr miterlebt haben&#8220;, erinnerte sie sich sp\u00e4ter einmal. Zu dieser Zeit scharten sich die Verehrer geradezu um sie, unter anderem auch der junge Drehbuchautor Malcolm McGee. Aus einer Liaison mit McGee entstand 1758 Bainbridges erstes Kind, ihre Tochter Felicitas. Auch dies bedeutete damals einen Tabubruch. Ein uneheliches Kind war damals ein Skandal. Doch pushte es die Karriere der unbeugsamen Schauspielerin nur noch mehr, sie wurde zum Symbol der Emanzipation und sexuellen Befreiung der Frauen.<\/p>\n<p>Anfang der 60er Jahre wandelte sich dann die \u00f6ffentliche Wahrnehmung Bainbridges weg von der Skandalnudel hin zu einem Vorbild der Frauenbewegung. Ihre schauspielerische Klasse erlangte nach ihrer Elternzeit mehr und mehr an Exzellenz, bereits jetzt geh\u00f6rte sie durch ihre Erfolge zu den reichsten Frauen weltweit. 1764 gewann sie ihren ersten Goldenen L\u00f6wen f\u00fcr ihre Rolle im Film &#8222;Die Sch\u00f6ne an der Klippe&#8220;. Ganz in Bainbridge-Manier betonte sie in ihrer Dankesrede, dies sei &#8222;viel zu sp\u00e4t geschehen&#8220;. Die anschlie\u00dfenden Blicke der geladenen G\u00e4ste am\u00fcsierten sie noch Jahrzehnte sp\u00e4ter. F\u00fcr die Boulevardpresse war Bainbridge indes ebenfalls ein Goldesel. Ihre zahlreichen Aff\u00e4ren f\u00fcllten nach wie vor die Bl\u00e4tter der einschl\u00e4gigen Zeitungen. &#8222;Falls ich mal den \u00dcberblick verlieren sollte, muss ich nur ins Archiv des\u00a0<em>Schnappschuss<\/em> schauen&#8220;, kokettierte Bainbridge einst.\u00a0 Mehr und mehr festigte sich ihr Image als Diva, die nicht zu b\u00e4ndigen ist. Einem Mann gelang dies schlie\u00dflich aber doch. Ben Peckold, einem Lansweger Verleger, gab sie im April 1769 in einer ganz privaten Zeremonie das Ja-Wort im Alter von 36 Jahren. Wenig sp\u00e4ter gebar sie mit Andruch dann auch ihren ersten Sohn. Spekulationen, das Kind k\u00f6nnte eventuell nicht von Peckold sein, kommentierte sie mit: &#8222;Schauen Sie sich doch mal den Zinken im Gesicht des Kleinen an. Das arme Kind kann nur von meinem Mann sein.&#8220; In den 70er Jahren hatte die Diva dann jedoch auch mit ersten Problemen zu k\u00e4mpfen. Inzwischen setzten viele Regisseure mehr auf j\u00fcngere Darstellerinnen, sie verlor ein wenig von ihrem Glanz. Auch dass sie die Skandalbl\u00e4tter nicht mehr f\u00fcllte, lie\u00df ihren Stern ein wenig tiefer fliegen als noch zuvor. Trotzdem gewann sie 1775 ihren zweiten Goldenen L\u00f6wen f\u00fcr ihre Rolle als b\u00f6se Agentin in &#8222;Valeria&#8220;. In der Ehe mit Peckold kriselte es jedoch mehr und mehr und die Ehe wurde schlie\u00dflich 1777 geschieden. Es folgte ein h\u00e4sslicher Rosenkrieg, der in einer Gerichtsverhandlung m\u00fcndete, in der es um Unterhaltszahlungen von monatlich 17500 Schillingen ging. Selbst f\u00fcr jemanden wie Madeleine Bainbridge w\u00e4re dies eine ungeheure Summe gewesen, am Ende kam sie mit 8500 Schillingen &#8222;davon&#8220;. Die Boulevardmedien st\u00fcrzten sich auf die Story und Bainbridge verschwand f\u00fcr einige Zeit von der Bildfl\u00e4che.<\/p>\n<p>In den 80er Jahren dann versuchte sie sich als Drehbuchautorin und Regisseurin mit durchwachsenem Erfolg. Als Regisseurin konnte sie keine nennenswerten Erfolge feiern, die ersten Filme brachten wegen ihres Namens die Leute noch in die Kinos\u00e4le, bald darauf jedoch blieben die Einnahmen aus und Filme mit Madeleine Bainbridge als Regisseurin blieben Minusgesch\u00e4fte. Als Drehbuchautorin jedoch gewann sie ihren nun schon dritten Goldenen L\u00f6wen 1787 f\u00fcr &#8222;Taxifahrt nach Schneckdies&#8220;, ihrer allerersten Kom\u00f6die. Das Einl\u00e4uten des kommenden Jahrzehnts bedeutete dann f\u00fcr sie den zweiten Fr\u00fchling. 1790 arbeitete sie erneut als Drehbuchautorin an einem Film, f\u00fcr den sie wohl am meisten in Erinnerung bleibt und in dem sie selbst die Hauptrolle spielt. In der Filmwelt h\u00f6rte man, dass ihr Manuskript f\u00fcr den Film wohl schon fertig sei und es ungeheuer gut werden k\u00f6nnte. Am 30. M\u00e4rz 1790 wurde in Bainbridges Villa im Norden Lanswegs eingebrochen, sie wurde mit einer Waffe bedroht und ihre Manuskripte wurden gestohlen. Der wohl gr\u00f6\u00dfte und aufsehenerregenste Diebstahl in der Geschichte der Filmwelt war geschehen. Wenig sp\u00e4ter gingen Erpresserschreiben bei Bainbridge ein, die 25 Millionen Schillinge L\u00f6segeld f\u00fcr die Manuskripte forderten. Es gab zwischenzeitlich 7 Millionen Schillinge Belohnung f\u00fcr Hinweise auf die T\u00e4ter. Am 8. Mai 1790 erst wurden die T\u00e4ter gefasst, die zum Gl\u00fcck unbesch\u00e4digten Manuskripte gingen in den Besitz der Filmdiva zur\u00fcck und so lief 1792 der Streifen &#8222;Der B\u00f6se Zoo&#8220; in den Kinos an. Bis heute ist es einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, der erfolgreichste f\u00fcr Madeleine Bainbridge sowieso. Sie gewann den Goldenen L\u00f6wen in der Kategorie Bestes Drehbuch und in der Kategorie Beste Schauspielerin. Es ist bis heute wohl das gr\u00f6\u00dfte Comeback der Filmgeschichte.<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter wiederum gab es dann jedoch ein einschneidendes Erlebnis f\u00fcr Madeleine Bainbridge. Sie befand sich Ende des Jahres 1793 an Bord der Cremissimo und \u00fcberlebte in einem der wenigen Rettungsboote. &#8222;Ich war ein verdammter Feigling damals. Ich bin als erstes in eines der Rettungsboote gegangen, ohne mich umzusehen, ob vielleicht jemand Hilfe braucht oder dringender in das Boot m\u00fcsste als ich. Ich war nicht in Begleitung, war f\u00fcr niemanden verantwortlich. Ich h\u00e4tte damals helfen k\u00f6nnen und tat es nicht. Das verfolgt mich bis heute&#8220;, gestand sie Jahre danach. Sie zog sich weitestgehend aus dem Filmgesch\u00e4ft zur\u00fcck. Im Alter von jetzt 60 Jahren war sie auch nicht mehr so im Blickpunkt der \u00d6ffentlichkeit wie fr\u00fcher und konnte ihr Leben jetzt etwas entspannter gestalten. 1796 jedoch stand sie f\u00fcr die erste gro\u00dfe Produktion der damals noch jungen Cronberg-Studios Saphirento vor der Kamera. In &#8222;Blattgold&#8220; spielte sie die Ehefrau eines verurteilten Schwerverbrechers, der in seiner Zelle auf die Hinrichtung wartet. Sie erhielt daf\u00fcr mit ihrem insgesamt sechsten Goldenen L\u00f6wen ihre letzte gro\u00dfe Auszeichnung. Sechs goldene L\u00f6wen ist bis heute Rekord. Sie kehrte nun zu ihren Wurzeln zur\u00fcck. Sie fing wieder an, Theater zu spielen, in Lansweg, Polsingerschersch und zwischenzeitlich sogar in ihrer Geburtsstadt Puerto Fugo in S\u00fcdparadies. Die Menschen str\u00f6mten in die Theaters\u00e4le um noch einmal die gr\u00f6\u00dfte Diva aller Zeiten live und in Farbe auf der B\u00fchne zu sehen. Auch ihr privates Gl\u00fcck war ihr ein weiteres Mal hold. Nachdem sie 1786, 1789 und 1794 bereits Gro\u00dfmutter geworden war, heiratete sie 1798 ein zweites Mal. Erwin Drummond, ein Jazzmusiker aus Gartenparadies wurde ihr zweiter Ehemann. Die Hochzeit fand diesmal stilecht und prunkvoll am Antoniush\u00fcgel in Emedari an der Heiligen Kiefer statt. Sogar die ehemaligen Drei Dromornisse Gerhard Herme, Hemes Rems und Steffen Winter waren damals zu Gast, wenige Jahre zuvor noch die M\u00e4chtigsten der M\u00e4chtigen. &#8222;Es war damals sehr komisch geworden. In den 60ern und 70ern hatte man mir noch nachgesagt, ich h\u00e4tte mit jedem der drei was gehabt und 1798 waren sie auf meiner Hochzeit und wir waren auf einmal ganz langweilige und spie\u00dfige alte Leute geworden&#8220;, lachte Madeleine Bainbridge seinerzeit. 1804 beendete sie schlie\u00dflich auch ihre Karriere als Theaterschauspielerin. &#8222;Ich bin dreifache Oma und habe kaum was von meinen Enkelkindern gehabt, als sie noch ganz klein waren. Falls ich eines Tages gar mal Uroma werden sollte, will ich diesen Fehler nicht wiederholen&#8220;, soll sie als Begr\u00fcndung angegeben haben. Bei den Lieben-Welt-Preisen 1805 erhielt sie dann im Alter von 72 Jahren den Lieben-Welt-Preis f\u00fcr ihr Lebenswerk.<\/p>\n<p>Doch so ein komplettes Rentnerdasein war dann doch nichts f\u00fcr die gro\u00dfe Lady. Sie schrieb ihre Memoiren, die 1808 unter dem Titel &#8222;Eine Diva namens Ich&#8220; ver\u00f6ffentlicht wurden und sofort zum Bestseller avancierten. Auf Buchmessen wurde sie erneut mit Preisen \u00fcberh\u00e4uft. Laut eigener Aussage sollen alle ihre Preise in Umzugskartons auf ihrem Dachboden gelagert sein. Als sie 1812 ihre Villa renovieren lie\u00df, stellte sie erstaunt fest: &#8222;Ach, die Goldenen L\u00f6wen sind ja auch noch da.&#8220; Sie ist wohl die einzige Diva, der ihre Preise stets v\u00f6llig egal waren. In den folgenden Jahren engagierte sie sich stark f\u00fcr Frauenrechte und Verbesserung der weltweiten Lebensbedingungen f\u00fcr Kinder. Zudem setzte sie sich stark f\u00fcr die Tierrechte ein und wurde Schirmherrin zahlreicher Kampagnen. 1815 jedoch, im Alter von 82 Jahren, erlitt sie einen Herzinfarkt, von dem sie sich nur schwerlich wieder erholte. Die bis dahin r\u00fcstige, stets elegante und stilvolle alte Dame war nun zu einer alten, gebrechlichen Frau geworden. Ein Zustand, mit dem sie sich nicht so einfach abfinden konnte. &#8222;Selbst jetzt w\u00fcrde ich sie noch alle in den Schatten stellen&#8220;, sagte sie kurz nach ihrem Krankenhausaufenthalt \u00fcber die Schauspielerinnen von heute. Als Archibald Cronberg sich dann an die Verfilmung des Untergangs der Cremissimo wagte, stand ein erneutes Comeback Bainbridges im Raum, da sie sich selbst spielen k\u00f6nnte. 1818 jedoch unterstrich sie \u00f6ffentlich, dass sie nicht mehr auf die Kinoleinwand wollen w\u00fcrde, besonders nicht f\u00fcr einen Film wie diesen. &#8222;Ich w\u00fcrde mich viel zu sehr in die Rolle vertiefen. All diese Erlebnisse und all die Vorw\u00fcrfe k\u00e4men wieder hoch und das w\u00e4re nicht das, was ich will. Auch f\u00fcr den Film w\u00e4re dies ein Desaster.&#8220; Ende 1818 wurde bei ihr zudem Magenkrebs diagnostiziert. Ihr Interview im Herbst 1818, indem sie ein erneutes Comeback ausschloss, sollte damit ihr letztes bleiben.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1819 jedoch erholte sie sich von ihrer fr\u00fch entdeckten Krebserkrankung und durfte sich gleich doppelt freuen. Sie wurde tats\u00e4chlich Uroma und das gar von Zwillingen. Da ihr k\u00f6rperlicher Verfall jedoch mehr und mehr voranschritt, kam sie im Sommer 1819 in ein privates Pflegeheim, ganz in der N\u00e4he ihrer Villa. In ihrer alten Manier jedoch hielt sie es dort nur einige Wochen aus und kehrte auf eigenen Wunsch zur\u00fcck nach Hause. Lichtblicke und Schicksalsschl\u00e4ge gaben sich nun die Klinke in die Hand. Im August 1819 starb ihr Ex-Mann Ben Peckold mit stolzen 96 Jahren, sie hatte seit den 90er Jahren zu ihm wieder ein freundschaftliches Verh\u00e4ltnis. Nur drei Monate sp\u00e4ter starb dann ihr Ehemann Erwin Drummond nach einem Treppensturz. Er wurde nur 74 Jahre alt. Diesen Schlag verkraftete sie nur schwerlich. Sie empfing niemanden mehr und zog sich sehr zur\u00fcck. Ihr Management gab dann im Juli bekannt, dass sie erneut an Krebs erkrankt sei, um welche Art von Krebs es sich handelt, wurde jedoch verschwiegen. Am Sonntag, den 13. September 1820, verstarb sie dann in ihrem Himmelbett im ersten Stock ihrer Villa schlafend. Ihrer Tochter Felicitas, die nur wenige Stunden, bevor sie sich schlafen gelegt hatte, bei ihr war, soll sie noch gesagt haben: &#8222;Wenn ich in der H\u00f6lle ankomme, muss der Teufel sich warm anziehen.&#8220; Es war ein Abschied, ganz im Stile der Madeleine Bainbridge. W\u00fcrdevoll, erhaben, leicht versnobt, aber stets sympathisch und mit ihrer herrlichen Schnauze.<\/p>\n<p>Die Filmwelt reagierte best\u00fcrzt auf den Tod der Diva. &#8222;Ich habe alle Termine abgesagt, als ich das geh\u00f6rt habe&#8220;, sagte Archibald Cronberg. &#8222;Heute hat die Liebe Welt eine ihrer gr\u00f6\u00dften Personen aller Zeiten verloren&#8220;, sagte Frank Busch. &#8222;Sie wird das Jenseits zu einem besseren Ort machen&#8220;, lie\u00df Weltkaiser Apfulkrax verlauten. &#8222;Sie war gro\u00dfartig. Sie war nicht nur eine Schauspielerin, sie war eine Dame, eine Lady, die durch ihre gro\u00dfartigen Erfolge und ihre unwiderstehliche Art unglaublich viel zum Guten ver\u00e4ndert hat&#8220;, dr\u00fcckte Kulturdromorniss Magiaro seine Trauer aus. Die Internationale Filmgesellschaft in Ranjos will zu Ehren der Diva einen gro\u00dfen Bainbridge-Abend veranstalten, an dem alle ihre Filme laufen sollen. Der Erl\u00f6s soll an Stiftungen f\u00fcr Kinder und Frauen gespendet werden. Zur Beerdigung am Lansweger Goldschloss, in dem auch die Trauerfeier stattfinden soll, wird alles, was Rang und Namen hat, erwartet. Auch wir von der Website Wiesenhausen verneigen uns vor der gr\u00f6\u00dften Schauspielerin aller Zeiten, die uns ihr Leben lang so viel Freude bereitet hat. Danke, Lady Madeleine Rebecca Bainbridge! M\u00f6ge der Teufel sich warm anziehen!<\/p>\n<p>Madeleine Rebbeca Bainbridge (* 22. Mai 1733 in Puerto Fugo, \u2020 13. September 1820 in Lansweg)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tiergruppe ver\u00f6ffentlicht neues Album mit Beteiligung der BEFIM &#8211; Aoule bringt Karriereende ins Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p>Die wohl erfolgreichste nicht-klassische Band der Lieben Welt &#8222;Tiergruppe&#8220; hat am Dienstag ihr insgesamt 9. Studioalbum herausgebracht. Es tr\u00e4gt den Titel &#8222;T\u00fcrme&#8220;, was gleichzeitig auch der Titel des ersten Songs ist. Darin wird sich kritisch mit einer Zubauung von Natur und Umwelt auseinandergesetzt. Das Album umfasst insgesamt 19 St\u00fccke und ist gr\u00f6\u00dftenteils im Stil der \u00e4lteren Alben gehalten. Beim Lied &#8222;Wiesenhausen&#8220; hat die BEFIM mitgewirkt. Bestimmende Themen sind wie immer Natur, Tiere, Umwelt, aber auch die Natur des Menschen. So gesehen ist &#8222;T\u00fcrme&#8220; eine reine Weiterf\u00fchrung des Bandthemas. Leads\u00e4nger Dolens Aoule sprach bei der Ver\u00f6ffentlichung erstmals auch von einem Ende der Tiergruppe.<\/p>\n<p>Der namensgebende Song des Albums ist gut 5 Minuten lang und erz\u00e4hlt in recht folkloristischer Art und Weise die Geschichte eines Waldes, der f\u00fcr neue Siedlungen der Menschen zerst\u00f6rt wird. &#8222;Stich der Wespe&#8220; kann als ein Lanzenbruch f\u00fcr recht unbeliebte Tierarten gesehen werden, wie etwa giftige Insekten oder &#8222;eklige&#8220; Tiere wie etwa Spinnen oder Tausendf\u00fc\u00dfler. &#8222;Bl\u00e4tter im Wind&#8220; f\u00e4llt etwas aus der Reihe, hier geht es &#8211; f\u00fcr die Tiergruppe untypisch &#8211; um die Natur des Menschen, die \u00fcberraschend positiv dargestellt wird. Das Album hat also auch einen gewissen Wohlf\u00fchlcharakter, wie er f\u00fcr Schlager typisch ist, auch wenn die instrumentalische Inszenierung eher dem Stil des &#8222;progressiven Rocks und Pops&#8220; entspricht, wie auch schon beim letzten Album &#8222;Immer weiter&#8220;, was vor fast exakt f\u00fcnf Jahren publiziert wurde. Aus meadowhousischer Sicht am beachtenswertesten ist das Lied &#8222;Wiesenhausen&#8220;, eine Hommage an unsere Hauptstadt, in der sie bei ihrer letzten Tour 1816 zum allerersten Mal Halt machten. Die BEFIM wirkte hier als Co-Autor mit, vor allem mithilfe der Streicher wie Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass. Sie geben dem St\u00fcck einen Touch der &#8222;Wiesenhausener Folks&#8220;, die die BEFIM vergangenes Jahr auf ihrem Album &#8222;Da simma wieder&#8220; pr\u00e4sentierten. &#8222;Wenn die Turmuhr Zw\u00f6lfe schl\u00e4gt&#8220; ist dagegen ein Song f\u00fcr die Geister der Lieben Welt. Ein recht buntes Album also, was allerdings nur in Einzelf\u00e4llen vom Stil der bisherigen Alben abweicht.<\/p>\n<p>Die Tiergruppe k\u00fcndigte wie erwartet an, auch mit diesem Album auf gro\u00dfe Welttournee zu gehen. Ein Termin f\u00fcr den Tourstart soll bald bekanntgegeben werden. Auch diesmal will die Tiergruppe wieder Halt in Meadowhouse machen, diesmal vielleicht sogar mit zwei oder mehr Konzerten. Vor vier Jahren hatten sie ausschlie\u00dflich in der Isengoldhalle gespielt, dieses Konzert wurde sp\u00e4ter auch auf DVD ver\u00f6ffentlicht. Leads\u00e4nger Dolens Aoule brachte unter anderem Rubinburgh und San Laven als m\u00f6gliche Austragungsorte in Meadowhouse ins Gespr\u00e4ch. Auf die Frage, ob man bei dieser Tour auch den Allzeitrekord f\u00fcr Besucher bei einem Rock-Konzert verriet Aoule verschmitzt: &#8222;Vielleicht suchen wir uns gr\u00f6\u00dfere Stadien aus&#8220;. Der bisherige &#8211; offizielle &#8211; Rekord liegt bei rund 100.000 Zuschauern, den Fido Horn 1784 in Carason aufstellte. Die Tiergruppe erreichte einmal 60.000 in Theoflorencio 1809, spielte jedoch auch \u00f6fter in kleineren Stadien oder Hallen. Aoule betonte zudem, dass man bei der kommenden Tournee vorwiegend im Sommer spielen wolle, damit man \u00f6fter Open-Air-Konzerte geben k\u00f6nne. &#8222;Die Atmosph\u00e4re bei sommerlichen Temperaturen drau\u00dfen ist einfach besser&#8220;, gab er zu. In Wiesenhausen gelten das Alte Kolosseum oder das Skydome als potentielle St\u00e4tten. Aufgrund einer gewissen Vorlaufzeit f\u00fcr das Album wird die Tour fr\u00fchestens im Fr\u00fchling 1821 starten. Dass man damit wahrscheinlich mitten in die Ver\u00f6ffentlichungsphase neuer Alben von BEFIM und SPO f\u00e4llt, ist Aoule klar, aber: &#8222;Die machen andere Musik als wir. Manche sagen kunstvollere, wir sagen begabtere&#8220;, gab der 64-J\u00e4hrige lachend zu. &#8222;Die Musiker der BEFIM zum Beispiel haben viel mehr F\u00e4higkeiten als wir. Das sind Virtuosen, wir sind Entertainer.&#8220; Aoule, der in leichtem Ma\u00dfe altersresistent ist, wurde dann auf ein m\u00f6gliches Ende der Tiergruppe angesprochen. Und er lie\u00df aufhorchen.<\/p>\n<p>&#8222;Wir werden nicht nochmal neun Alben aufnehmen&#8220;, fing er recht vorhersehbar an. Dann jedoch wurde er konkreter: &#8222;Ein oder zwei Alben vielleicht noch, dann ist es denke ich vorbei. Wir k\u00f6nnen nicht alle weitermachen, bis wir 80 sind. Wir m\u00fcssen dann aufh\u00f6ren, wenn wir noch erfolgreich sind. Es gibt nichts Schlimmeres, als aufzutreten, wenn einen keiner mehr sehen will.&#8220; Da die Band nicht alle zwei Jahre ver\u00f6ffentlicht (1768, 1773, 1778, 1783, 1789, 1797, 1808, 1815, 1820), wird auch bis zu den kommenden Alben noch etwas Zeit vergehen, jedoch betonte Aoule man wolle die Frequenz noch einmal erh\u00f6hen. &#8222;Wenn wir noch zwei Alben beispielweise machen und dann jeweils sieben Jahre dazwischen liegen, bin ich fast 80. Dann brauche ich einen Gehstock auf der B\u00fchne.&#8220; Man wolle auch bei den verbleibenden Alben auf Tour anschlie\u00dfend gehen. Aber: &#8222;Vielleicht machen wir auch nur noch eins, und lassen uns noch etwas Zeit.&#8220; Man lasse sich alle M\u00f6glichkeiten offen. So gesehen wird man jetzt wohl noch einmal einen Ansturm auf die Alben und die Konzerte erleben d\u00fcrfen. Denn wer wei\u00df, wie lange man sie noch live sehen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein Theaterst\u00fcck mit &#8222;Sprengwirkung&#8220; &#8211; Urauff\u00fchrung von &#8222;Bomben&#8220; in Wiesenhausen sorgt f\u00fcr Aufruhr<\/strong><\/p>\n<p>Dass ein Theaterst\u00fcck, das die Geschehnisse im Fr\u00fchjahr 1815 mit den Attentaten auf Piotr Jablonski und Otto Dreyberg aufarbeitet, nichts f\u00fcr zarte Nerven sein w\u00fcrde, war vielen klar. &#8222;Bomben&#8220; von Theaterregisseur Edward Cohemiel hat jedoch, wie der Titel schon verr\u00e4t, einiges an politischer Sprengkraft. Die Urauff\u00fchrung am vergangenen Samstag auf Schlo\u00df Wiesenhausen bat jedoch den rund 500 Zuschauern ein Spektakel, das weniger blutr\u00fcnstig, mehr investigativ daherkam. Einige der dargestellten Personen meldeten sich bereits zu Wort und kritisierten die Inszenierung teilweise scharf.<\/p>\n<p>Edward Cohemiel ist seit jeher daf\u00fcr bekannt, in seinen Theaterst\u00fccken immer auch eine versteckte Botschaft zu platzieren, die einen oft nachdenklich, manchmal ratlos zur\u00fcckl\u00e4sst. Oft nimmt er sich dabei auch politischen Themen an, 1813 inszenierte er bereits die Wiesenhausener Konferenz vom 31. August 1812 und erntete daf\u00fcr teilweise harsche Kritik, die Theaterwelt lag im jedoch zu F\u00fc\u00dfen. Cohemiel gilt als zwiesp\u00e4ltige Figur, der einerseits einen sehr aufkl\u00e4rerischen Beitrag in seinen Auff\u00fchrungen leistet, oft jedoch bei der Darstellung der Personen wenig zimperlich vorgeht. So auch an diesem Samstag. 500 Zuschauer, die Vorstellung war bereits vor Monaten restlos ausverkauft. Prominente bleiben den Vorstellungen Cohemiels mittlerweile oft fern, so war auch an diesem Abend auf Schlo\u00df Wiesenhausen keinerlei Prominenz vertreten. Das rund drei Stunden lange St\u00fcck bot schauspielerische Klasse par excellence und brachte am Ende stehende Ovationen eines aber auch sichtlich verst\u00f6rt wirkenden Publikums. Die Attentate selbst waren nur als \u00e4u\u00dferst kurze Szenen zu sehen, spielten selbst auch keine wirklich gro\u00dfe Rolle. Vielmehr ging es um die Vorg\u00e4nge in den Regierungen von Avasjanrav und De Litland und vor allem auch im Palaces Monda. Dabei wurden vor allem Weltherrscher Helobos, Innendromorniss von Lassver, Verteidigungsdromorniss Kriegerus und Justizdromorniss Herme aufs Korn genommen. Von den handelnden Personen ist bekannterma\u00dfen keiner mehr in Amt und W\u00fcrden, was Cohemiel von manch einem sp\u00e4ter auch vorgeworfen wurde.<\/p>\n<p>&#8222;Bomben&#8220; beginnt zun\u00e4chst wie ein blutiger Schocker, mit herumwirbelnden Gegenst\u00e4nden des B\u00fchnenbildes, schreienden Menschen, heulenden Sirenen. Im Anschluss dagegen bleibt es nahezu still, die Dialoge sind eing\u00e4ngig, aber in Zimmerlautst\u00e4rke gehalten. Dieses Stilmittel des Schauspiels verfehlt seine Wirkung nicht. Man sp\u00fcrt f\u00f6rmlich,wie der ganze Saal ergriffen wurde, wenn Helobos sich mit seinen Dromornissen austauschte und Schritte geplant wurden, die jedoch allesamt ihre Wirkung verfehlten. Das St\u00fcck erz\u00e4hlt die Geschichte, wie Regierungen versuchen, die Gefahr durch Terrorismus abzuwehren und dabei vor allem an ihre eigene Machterhaltung denken. Es erz\u00e4hlt, wie eine Weltregierung von einem Weltherrscher gef\u00fchrt wird, der bereits da schon allen R\u00fcckhalt verloren hatte. Wie Dromornisse insgeheim Pl\u00e4ne schmieden, wie man den Weltherrscher noch vor der Wahl wenige Monate sp\u00e4ter los werden k\u00f6nnte. Also alles voll von Antihelden? Mitnichten. Der Held der Geschichte ist der damalige Chef der Lieben Armee, Dobby. Gespielt vom kleinw\u00fcchsigen Luc-Michel Barnier verk\u00f6rperte dieser diejenige Person, die als einzige komplett uneigenn\u00fctzig handelt. Zumindest kommt es so r\u00fcber. Die bis heute unvergessene Pressekonferenz, in der Dobby ausplauderte, dass die Weltregierung vom drohenden Anschlag auf Otto Dreyberg informiert war, l\u00e4sst Cohemiel au\u00dfen vor. Er inszeniert lieber das, was direkt im Anschluss an die \u00c4u\u00dferungen des LA-Chefs passierte. Tumultartige Szenen im Palaces Monda, Intrigen, Anschuldigungen. Das St\u00fcck endet sehr bewegend, wo Weltherrscher Helobos nach Hause kommt, die Haust\u00fcr schlie\u00dft und mit einer Art Urschrei alles Aufgestaute herausl\u00e4sst. So wird am Ende auch ihm ein wenig Sympathie zuteil.<\/p>\n<p>Doch was ist der &#8222;Sprengstoff&#8220;, den &#8222;Bomben&#8220; mit sich f\u00fchrt? Weltherrscher Helobos (Richard Womber) wird als verh\u00e4ngnisvoll trottelig, aber auch wie ein alternder Gutsherr dargestellt, der nur noch auf Eintritt seiner Rente wartet. Papiere l\u00e4sst er ungesehen in den M\u00fcll wandern, so auch das Fax mit der Terrorwarnung f\u00fcr De Litland, seine Dromornisse behandelt er wie kleine Kinder, er traut niemanden \u00fcber den Weg und neigt teilweise zu Verfolgungswahn. &#8222;Was will dieser Mann?&#8220; sagt er w\u00e4hrend der Auff\u00fchrung dreimal. Jedes Mal auf eine andere Person bezogen. Innendromorniss Leopold von Lassver (Michael von Rabenburg) trifft sich mehrfach mit Velka Fatra (Pawel Katric) und gibt ihm Tipps, wie man Helobos in einem eventuellen Wahlkampf am besten bek\u00e4mpfen k\u00f6nnte. Er schmiedet Pl\u00e4ne, um Helobos zu entmachten, f\u00fchrt geheime Telefonate mit befreundeten Journalisten, in denen er schlecht \u00fcber den Weltherrscher spricht. Verteidigungsdromorniss Gro\u00dfus Kriegerus (Charles Dockbow) wird als Feldherr ohne Heer inszeniert. Seine Befehle werden nicht ausgef\u00fchrt, er f\u00fchrt gerne gro\u00dfe Reden im Kranichensaal, ist jedoch nicht in der Lage, die angek\u00fcndigten Ma\u00dfnahmen in die Tat umzusetzen. Das f\u00e4llt ihm im Laufe des St\u00fccks auch auf und anstatt sich um die Terrorabwehr zu k\u00fcmmern, versucht er verzweifelt, Lobbyarbeit bei Gener\u00e4len zu leisten und seine Macht wieder an sich zu rei\u00dfen. Er leidet unter der Angst, sein Amt zu verlieren und handelt \u00e4u\u00dferst egoistisch. Justizdromorniss Gerhard Herme (Bodo Hermanns) schiebt die Schuld immer den Anderen zu. Er greift Helobos an, sagt den anderen Dromornissen, was sie zu tun haben, verliert mehr und mehr den internen R\u00fcckhalt und ist am Ende nur noch \u00fcberfordert. Das bekannte Fax legt er erst zwei Tage lang ins Fach, bis ihm auff\u00e4llt, was da drauf steht und er es an Helobos weiterreicht. Jedoch ohne um ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch zu bitten. Er legt es ihm einfach kommentarlos auf den Schreibtisch. Als gegen Ende des St\u00fccks Otto Dreyberg ums Leben kommt, sieht er sich selbst immer noch nicht in der Verantwortung. Dobby jedoch ist die Figur, die dem Ganzen noch etwas Gutes gibt. Er ist 24\/7 unterwegs, hetzt von A nach B und gibt trotz seiner fehlenden k\u00f6rperlichen Autorit\u00e4t oft den Macher hinter den Kulissen. Seine Rolle am Ende als &#8222;Whistleblower&#8220;, die ihm am Ende auch das Ansehen im Palaces Monda kostet, macht ihn zur eigentlichen Hauptperson des St\u00fccks. So schafft Cohemiel trotz aller Antagonisten der Geschichte, doch noch jemandem die Rolle des Helden zukommen zu lassen. Das Publikum reagierte begeistert, war zeitweise nahezu gefesselt vom Geschehen auf der B\u00fchne, es gab fast 10 Minuten durchgehende Ovationen f\u00fcr die Schauspieler. Jedoch war dem Einen oder Anderen auch die Nachdenklichkeit ins Gesicht geschrieben. Nachdenklichkeit, ob das alles tats\u00e4chlich so geschehen ist, und falls ja, was das f\u00fcr das politische Geschehen im Palaces Monda bedeutet.<\/p>\n<p>Die Reaktionen lie\u00dfen nicht lange auf sich warten. Als erstes meldete sich der ehemalige Innendromorniss Leopold von Lassver (1811-1819) \u00fcber die sozialen Netzwerke zu Wort. Er sprach von &#8222;Verunglimpfungen&#8220; und &#8222;gef\u00e4hrlichen Verleumdungen&#8220;. Auch warf er Cohemiel das &#8222;Spielen mit Verschw\u00f6rungstheorien&#8220; vor. Helobos und Gerhard Herme reagierten relativ entspannt, sahen dieses Theaterst\u00fcck \u00fcber die Kunstfreiheit abgedeckt, wiesen aber beide daraufhin, dass dieses St\u00fcck &#8222;nicht im entferntesten etwas mit der Realit\u00e4t&#8220; zu tun h\u00e4tte. Gro\u00dfus Kriegerus meinte am Sonntagmorgen auf Anfrage, er sei &#8222;erstaunt \u00fcber die Darstellung seiner Person&#8220;, warnte davor, &#8222;fiktives mit realem zu vermischen&#8220;, wies aber auch wie Helobos und Herme auf die Kunstfreiheit hin. Erstaunlich missmutig zeigte sich dagegen der Held der Geschichte. Dobby, mit dem unsere Website am Sonntagmorgen telefonieren konnte, erkl\u00e4rte, er sei &#8222;verwundert&#8220;, dass er als Held dargestellt worden sei. &#8222;Ich war damals sicher kein Held. Ich habe mein Bestes getan, um die Liebe Welt vor Terroristen zu besch\u00fctzen, aber ich musste daf\u00fcr viele Leute anl\u00fcgen und hintergehen, damit ich f\u00fcr Sicherheit sorgen konnte.&#8220; Er sagte weiter, in den Vorkommnissen um die beiden Anschl\u00e4ge g\u00e4be es nicht einen einzigen Helden. Cohemiel selbst \u00e4u\u00dferte sich bislang nicht zu den Anschuldigungen seitens der Politik, dies ist aber auch nicht zu erwarten, da er selten Interviews gibt. Kulturdromorniss Magiaro nahm ihn dagegen in Schutz: &#8222;Ein Theaterst\u00fcck ist Kunst. Das, was auf der B\u00fchne dargestellt wird, ist inszeniert. Leute, die auch nur etwas Ahnung haben, wissen das auch.&#8220; Er k\u00f6nne nicht verstehen, dass ein Theaterst\u00fcck zum Politikum werde. Damit greift er auch Leopold von Lassver an, der sich ja in der ersten Reaktion etwas d\u00fcnnh\u00e4utig gezeigt hatte. Jedoch war er auch derjenige, der mit am h\u00e4rtesten angegangen wurde in seiner Rolle. Wie in der Wirklichkeit auch, gab es in der Auff\u00fchrung auch keinerlei Hinweise auf die T\u00e4ter im Dreyberg-Fall. Seinerzeit wurde im Jablonski-Attentat einige Mitglieder der Slobonja festgenommen, die noch heute auf ihre Prozesse warten. Im Dreyberg-Attentat gab es mehrere Spuren, die jedoch allesamt ins Nichts f\u00fchren. Als wahrscheinlichste M\u00f6glichkeit gilt nach wie vor die, das MMS f\u00fcr den Anschlag verantwortlich war, auch wenn das Phantom und Soror es bis heute abstreiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>BEFIM, Hogwarts-Orchester und jede Menge Kunst am neunten Nationalfeiertag<\/strong><\/p>\n<p>Auch aus kultureller Sicht ist der Nationalfeiertag jedes Mal ein echtes Highlight. So war es auch in diesem Jahr. Mit gro\u00dfartigen Konzerten sorgten die BEFIM und das Hogwarts-Orchester f\u00fcr ausgelassene Feierstimmung, aber auch Theaterauff\u00fchrungen an mehreren Orten Wiesenhausens, sowie eine gro\u00dfe Sonderausstellung in der Alten Kathedrale in Br\u00fcckenreich zum 18. Oktober 1810 bildeten das kulturelle Rahmenprogramm des Nationalfeiertages.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst begannen die Feierlichkeiten mit dem altbew\u00e4hrten Heulen der Sirenen und der damaligen Durchsage von Heinrich Petersen, der auch diesmal wieder seinen Originaltext von damals durch die Lautsprecher sprach. Die meisten Menschen hatten sich bereits zu diesem Zeitpunkt am Felsenschiff versammelt, um einen der begehrten Pl\u00e4tze auf dem Festh\u00fcgel zu ergattern. War der Vormittag noch sehr verregnet &#8211; es bestanden berechtigte Sorgen, dass zum allerersten Mal der Nationalfeiertag ins Wasser fallen w\u00fcrde &#8211; klarte es nach Mittag auf und die Sonne zeigte sich zwischen den nun d\u00fcnneren Wolken. So stand auch dem Konzert der BEFIM mit dem Hogwarts-Orchester, das im Anschluss an die Reden von Johannes von Daunenfels, Hemes F. Rems und Gerhard S. Herme starten sollte, nichts mehr im Wege. Sie spielten vor allem St\u00fccke des im M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichten Albums, streuten aber auch immer wieder alte Klassiker und nat\u00fcrlich St\u00fccke zum Thema 18. Oktober. Es herrschte tolle Festival-Stimmung, auch Nationalcoach Dagobert Georgie war mit seinem mobilen Kiosk zum Felsenschiff gekommen und sorgte f\u00fcr die kulinarische Versorgung der rund 20.000 Besucher innerhalb der Bez\u00e4unung des Festh\u00fcgels. Hinter den Abgrenzungen tanzten wohl noch rund 15.000 weitere Zuschauer zum &#8222;K\u00f6nigswalzer&#8220;, &#8222;The Jazz-Pirates&#8220; oder &#8222;Hymne an die Berge&#8220;. Gro\u00dfe Freude gab es, als Johannes-Karl Lange und Oswald Octopus die Sinfonia Nr. 4 ank\u00fcndigten, die komplett gespielt wurde. Aber auch &#8222;Meadowhouse &#8211; Land of hope and glory&#8220;, &#8222;So wie in alten Zeiten&#8220;, &#8222;Das Lied des Wiesenhausener Krieges&#8220; oder &#8222;Meadowhouse-Song&#8220; waren als Zusatzst\u00fccke mit von der Partie. Vor der &#8222;Symphony of Meadowhouse&#8220; betrat K\u00f6nig Percival I. das Felsenschiff und k\u00fcndigte die folgenden St\u00fccke mit ein paar Worten selbst an. Zugleich lie\u00df er es sich nicht nehmen, seinen Vorg\u00e4nger als &#8222;wahren Vater des K\u00f6nigreichs&#8220; zu w\u00fcrdigen, was ihm bei den Johannes-treuen Wiesenhausenern viel Applaus einbrachte. Mit Spannung waren die sogenannten &#8222;Wiesenhausener Folks&#8220; des neuen Albums erwartet worden, doch lie\u00dfen sich die beiden Orchester damit lange Zeit. Erst gegen Ende des Konzerts brach dann eine wahre &#8222;Folk-Welle&#8220; \u00fcber das Publikum herein, was dieses mit lautstarken Ges\u00e4ngen begr\u00fc\u00dfte. Manch einer bekam gar Tr\u00e4nen in die Augen, zugegebenerma\u00dfen war aber auch nicht gerade wenig Alkohol im Spiel. Die Brauerei Wiesenhausener Pils d\u00fcrfte ihren Jahresumsatz am Wochenende um ein Vielfaches gesteigert haben. Als letztes St\u00fcck wurde &#8222;An einem Tag im Herbst&#8220; gespielt, vielleicht das emotionalste Folk-St\u00fcck von allen. Ein wahrhaft gro\u00dfartiges Konzert von BEFIM und Hogwarts-Orchester, die am darauffolgenden Tag auf Burg Daunenfels erneut auftraten, aber dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Einige der Zuschauer d\u00fcrften im Anschluss wohl an einen der vielen Orte der Festivit\u00e4ten gegangen sein, diejenigen, die das Geschehen am Felsenschiff alkoholfrei erlebten, sind vermutlich noch zu einer der vielen Theaterauff\u00fchrungen in Wiesenhausen gegangen. Auf Schlo\u00df Wiesenhausen, Burg Daunenfels, Hogwarts und auf dem Isenfeld am Briscius-Fels gab es Auff\u00fchrungen der bedeutendsten Schauspielgruppen Meadowhouse&#8216;. Dabei wurden teils selbst kreierte Werke aufgef\u00fchrt, teils aber auch Klassiker der gro\u00dfen Literatur unseres Sonnensystems. Die selbst geschriebenen Werke behandelten vor allem Themen rund um die Gr\u00fcndung von Meadowhouse. Es gab ein St\u00fcck namens &#8222;Vulkan&#8220; &#8211; dabei f\u00fchrten die Schauspieler eine Inszenierung der entscheidenden Schlacht im Winterkrieg 1808\/1809 gegen die B\u00f6sen auf, inklusive spektakul\u00e4r nachgebildetem Vulkanausbruch, welches auf dem Isenfeld gezeigt wurde. Auf Schlo\u00df Wiesenhausen sorgte &#8222;Der gro\u00dfe Traum&#8220; f\u00fcr G\u00e4nsehaut. In Thriller-Manier wurden hier die letzten Stunden vor der Unterzeichnung der Vertr\u00e4ge zur friedlichen Trennung Wiesenhausens von Gr\u00fcnland dargestellt. Schauplatz waren dabei einzig und allein B\u00fcror\u00e4ume, mal in Gr\u00fcningen, mal in Wiesenhausen, ohne viel Spektakel, aber daf\u00fcr sehr realit\u00e4tsgetreu und spannend inszeniert. Auf Burg Daunenfels gab es gleich zwei Auff\u00fchrungen nacheinander. Zun\u00e4chst wurde der Abend mit Shakespeares &#8222;Hamlet&#8220; eingel\u00e4utet, was den eher blutigen Anteil des Abends ausmachte, anschlie\u00dfend wurde es mit &#8222;Zerljet&#8220; \u00e4hnlich d\u00fcster, jedoch weniger blutig. Hier wurde die Schreckensherrschaft unter Enczegovija Zerljet in seinem engsten Umkreis behandelt. Schonungslos wurde der Diktator dabei dargestellt, r\u00fccksichtslos und ohne jeden Skrupel. Auf Unterzeichnung von Hinrichtungsbefehlen freute er sich ebenso wie auf sein Abendessen. Aber auch in Hogwarts wurde gespielt, hier feierten Klassiker wie &#8222;Das sch\u00f6ne Auge&#8220;, &#8222;Faust&#8220; und &#8222;Das Leben des Galilei&#8220; ihre Auftritte. Hogwarts r\u00fcckte dabei einmal mehr ins Zentrum von kulturellen Ereignissen. Es ist mittlerweile viel mehr als eine Akademie.<\/p>\n<p>Aber auch die Einzelk\u00fcnstler kamen im Rahmen des gr\u00f6\u00dften Ereignisses des Jahres in Meadowhouse auf ihre Kosten. In der altehrw\u00fcrdigen Kathedrale in Br\u00fcckenreich gab es eine einzigartige Sonderausstellung mit Gem\u00e4lden und Skulpturen aus aller Welt, die alle unter dem Motto &#8222;18. Oktober&#8220; standen. Auch Kulturdromorniss-Kandidat Fran\u00e7ois Fortunard war mit zwei Gem\u00e4lden vertreten. Eines zeigte K\u00f6nig Johannes I. hinter seinem Schreibtisch am Telefon, die Uhr zeigte 16:02, dies war der Zeitpunkt als die gr\u00fcnl\u00e4ndische Regierung sich dazu entschloss, einen Seperationskrieg zu verhindern und die Eigenst\u00e4ndigkeit Wiesenhausens anzuerkennen. Das andere zeigt eine Familie, die durcheinander auf einer Stra\u00dfe in der N\u00e4he der Drachenklippen steht und ver\u00e4ngstigt scheint. Die Frau jedoch zeigt erstaunt in Richtung Felsenschiff. Aber auch viele andere K\u00fcnstler aus In- und Ausland boten ihre extra geschaffenen Werke zur Schau. Das wohl meist beachtete Kunstwerk war dabei eine Skulptur in Originalgr\u00f6\u00dfe von K\u00f6nig Johannes, Hemes Rems und Gerhard Herme auf einem Sockel des Felsenschiffs, die vom fantasischen K\u00fcnstler Archimedes Oliveira aus Marmor geschaffen wurde. Am selben Abend fand eine Versteigerung von Repliken in limitierter Auflage von einigen Exponaten statt, die einen Gesamterl\u00f6s von rund 350.000 Tropalen brachte, der zu karitativen Zwecken gespendet werden wird. Die Sonderausstellung bleibt noch bis Sonntag bestehen, bereits am Montag wird die Kathedrale wieder zu religi\u00f6sen Zwecken genutzt.<\/p>\n<p>Am Samstag starteten die Fesivit\u00e4ten zun\u00e4chst relativ entspannt. Viele weitere Besucher f\u00fcllten die Kathedrale, um sich die Ausstellung anzuschauen, die bereits am Vorabend gut besucht war, viele sich jedoch zum Feiern entschlossen. Manch einer schlug leicht verkatert auf, konnte jedoch den angeschlagenen Geistesmotor wieder hochfahren bei diesen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Kunstwerken. Ansonsten hatte der kulturelle Teil der Feiern zun\u00e4chst Pause, an vielen Orten wurde lange Essenstheken aufgebaut, wo ausgiebig gespeist wurde. Am sp\u00e4ten Nachmittag spielte dann die meadowhousische Nationalmannschaft gegen Cayenne, verlor leider, aber am Abend war dann wieder Musik angesagt. Auf Burg Daunenfels gaben BEFIM und Hogwarts-Orchester ihr vorletztes Konzert der gro\u00dfen &#8222;Da simma wieder&#8220;-Tournee. Ebenfalls unter dem Motto des Nationalfeiertags sorgten die beiden Orchester noch einmal f\u00fcr absolute Feststimmung vor den rund 10.000 Zuschauern auf dem Burghof S\u00fcd. Diesmal waren noch mehr alte Klassiker dabei, wie &#8222;Cathedral of Meadowhouse&#8220;, &#8222;Marcia \u00e1 la Wiesenhausen&#8220;, &#8222;Das Baumhauslied&#8220; oder der &#8222;Professorenmarsch&#8220;. Spektakul\u00e4re Show-Effekte mit einer gro\u00dfen Leinwand und Extraeinlagen von den Geistern von Burg Daunenfels bei &#8222;Geisternacht&#8220; sorgten f\u00fcr G\u00e4nsehautatmosph\u00e4re. Dazu waren diesmal die &#8222;Wiesenhausener Folks&#8220; mehr verteilt und lie\u00dfen den Burghof stimmlich erbeben. Es herrschte wahrhaft eine einzigartige Stimmung bei den beiden Konzerten und mit &#8222;An einem Tag im Herbst&#8220; und der anschlie\u00dfenden Nationalhymne wurden die begeisterten Zuschauer nach rund vier Stunden Live-Musik in die mittlerweile tiefe Nacht entlassen. Dieses Konzert bildete gleichzeitig den kulturellen Abschluss der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag. Die nat\u00fcrlich hochgesteckten Erwartungen wurden dabei noch \u00fcbertroffen. Das lag nat\u00fcrlich vor allem auch an der Tournee und dem neuen Album von BEFIM und Hogwarts-Orchester, aber auch an den hervorragenden Darbietungen auf den Theaterb\u00fchnen der Stadt und der Ausstellung in der Alten Kathedrale. Meadowhouse bleibt damit weiterhin ein Hotspot der internationalen Kulturwelt. Das wurde wieder meisterhaft bewiesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Cremissimo&#8220; in den Kinos angelaufen &#8211; und das Warten hat sich gelohnt!<\/strong><\/p>\n<p>Lange hat es gedauert. Urspr\u00fcnglich war der Film daf\u00fcr geplant worden, bereits 1817 auf die Leinwand zu kommen, doch die akribische Vorbereitung kostete zwei Jahre mehr an Zeit. Nun ist der Film endlich angelaufen. Am vergangenen Sonntag feierte &#8222;Cremissimo&#8220; Weltpremiere in der altehrw\u00fcrdigen Oper von Ranjos vor rund 2000 Besuchern. Seit gestern ist der Film auch in Meadowhouse auf den Kinoleinw\u00e4nden zu sehen und die allermeisten Vorstellungen sind bereits restlos ausverkauft. Zun\u00e4chst war der Kinostart auf den 25. Oktober gelegt worden, im Juni war der Start dann auf den 30. September vorverlegt worden. Die gro\u00dfe Frage war, ob der als episches Meisterwerk gro\u00df angek\u00fcndigte Streifen den hohen Erwartungen gerecht w\u00fcrde. Und ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat. Beide Fragen k\u00f6nnen wir entschieden mit &#8222;JA!&#8220; beantworten. &#8222;Cremissimo&#8220; ist tats\u00e4chlich ein Meisterwerk.<\/p>\n<p>Eine G\u00e4nsehaut bekommt man bereits in der allerersten Szene des Films. Mit Unterwasserkameras wurde der Jiva-Fels gefilmt, die von Mirco Magiaro und Casimir Darsfeld komponierte Musik sorgte f\u00fcr eine b\u00f6se Vorahnung und eine leichte Melancholie zugleich. Dann beginnt das Geschehen um die Familie Duck und Ian Bennett, der f\u00fcr eine Reederei als Privatdetektiv Informationen \u00fcber das Schiff einholen soll. Das Regisseurentrio Cronberg, Goldberg und Sterling schafft es, den tobenden Unabh\u00e4ngigkeitskrieg in die Handlung mit einzubauen, ohne ihn jedoch zu sehr zu gewichten. So besprechen die Inhaber der Cremissimo-Betreiberfirma Riedenberger&amp;Schulz, Joseph Riedenberger (Richard Borck) und Timothy Schulz (Eric Stralstedt) zwar die Gefahr durch U-Boote und Minen, legen alle Sicherheitsbedenken aber wegen des medialen Drucks und der Gier nach Ruhm und Profit beiseite. Die Crew um den gutherzigen Kapit\u00e4n Otto von Steinburg (Harry van Steele) schenkt den potentiellen Gefahren mehr Beachtung, kann sich jedoch in den entscheidenden Momenten nicht gegen Riedenberger und Schulz durchsetzen. Madeleine Bainbridge &#8211; hervorragend: Frieda Jonssen &#8211; sorgt oftmals f\u00fcr Erheiterung durch ihre unkonventionelle Art, die Duck-Familie repr\u00e4sentiert die vielen Familien an Bord nicht immer perfekt, besticht aber durch eine gut inszenierte Heterogenit\u00e4t in den Charakteren und in den Schicksalen. Der Detektiv Bennett (Frank Busch) bildet jedoch die Hauptfigur des Films. Mit seinem Diktierger\u00e4t h\u00e4lt er zun\u00e4chst \u00fcberw\u00e4ltigt die Sch\u00f6nheit und Erhabenheit des scheinbar unsinkbaren Schiffes fest, findet sp\u00e4ter jedoch auch erhebliche Sicherheitsl\u00fccken, etwa bei der Verlegung der Kabel und bei der Zahl der Rettungsboote. Man erf\u00e4hrt, dass er kurz vor Abreise das alleinige Sorgerecht f\u00fcr seine Tochter erhalten hat, sp\u00e4ter jedoch versucht er verzweifelt, in seiner Heimat anzurufen, nachdem er erfahren hat, dass es einen Bombenangriff auf seine Heimatstadt gegeben hat. Auch hier gelingt es Drehbuchautor Stefano di Galiano zusammen mit den Regisseuren, den Krieg immer wieder einzubringen.<\/p>\n<p>&#8222;Cremissimo&#8220; f\u00e4ngt also \u00e4u\u00dferst vielversprechend an. Man merkt sofort, dass genauestens recherchiert wurde, die Bilder der Abfahrt aus Liraspas sind beeindruckend, die Handlungsstr\u00e4nge werden zun\u00e4chst liebevoll gestrickt, anschlie\u00dfend logisch und subtil miteinander verkn\u00fcpft. Gegen Mitte des Films krankt er ein bisschen an der L\u00e4nge und daran, dass relativ wenig passiert, au\u00dfer dass sich gewisse Passagiere nach und nach kennenlernen und man als Zuschauer das Leben an Bord des damals gr\u00f6\u00dften Schiffs der Welt erkundet. Einmal wird die Ruhe jedoch unterbrochen, als um Haaresbreite ein Minenfeld umfahren wird. Tats\u00e4chlich &#8211; und auch hier ist die gute Recherchearbeit zu erw\u00e4hnen &#8211; w\u00e4re die Cremissimo damals beinahe mit Minen kollidiert, dieses Detail wurde allerdings erst 1798 bekannt, nachdem der Krieg l\u00e4ngst zu Ende war. So langsam steuert der Film dann auch auf den H\u00f6hepunkt zu &#8211; der Kollision mit dem Jiva-Fels.<\/p>\n<p>In dieser Szene ist das ganze K\u00f6nnen der Filmemacher zu erkennen. Sowohl schauspielerisch, als auch erz\u00e4hlerisch und technisch ist dies einwandfrei inszeniert. Das Echolot schl\u00e4gt aus, der Radarschirm erkennt nichts. Dann wird das Schiff durchger\u00fcttelt und der Strom f\u00e4llt aus, bevor er wieder anspringt, aber wegen \u00dcberspannung Feuer an Bord ausl\u00f6st. Schnitttechnisch kann man diese Szene als Lehrmaterial f\u00fcr Zuk\u00fcnftige einsetzen. Sowohl das Geschehen auf der Br\u00fccke, als auch in der 1. Klasse und der 2. Klasse werden detailreich und sehr chronologisch gezeigt, ohne jedoch in einen Dokumentationsstil abzugleiten. Besonders haarstr\u00e4ubend ist, wie ein Crew-Mitglied die verlassenen G\u00e4nge im Rumpf abschreitet und dabei die Zerst\u00f6tung im Maschinenraum entdeckt und das langsam steigende Wasser. Auch hier ist die gute musikalische Begleitung von Magiaro und Darsfeld hervorzuheben. Das anschlie\u00dfende Chaos wird vor allem durch das Schicksal von Ian Bennett und der Tochter eines Offiziers gut beschrieben, in der der Detektiv wohl auch seine eigene Tochter erkennt und das Diktierger\u00e4t den Status des wertvollsten Begleiters Bennetts verliert. W\u00e4hrend sich das Schiff immer weiter gen Himmel neigt, wird auch den sonst so von sich \u00fcberzeugten Inhabern Riedenberger und Schulz klar, dass sie um ihr Leben k\u00e4mpfen m\u00fcssen. Wer im Vorhinein genau recherchiert hat, wird das Schicksal der meisten Protagonisten kennen, wenngleich Ian Bennett zwar tats\u00e4chlich mit der kleinen Clara da Sero durch das Schiff irrte, seine Geschichte aber wohl kaum so bekannt sein d\u00fcrfte, wie die der Ducks oder der Besitzer. Auch dies war eine wichtige Frage: Konnte der Film die Spannung hochhalten, obwohl die meisten Schicksale bekannt waren? Definitiv.<\/p>\n<p>Das v\u00f6llig chaotische Beladen der zahlenm\u00e4\u00dfig viel zu wenigen Rettungsboote gleicht einer schauspielerischen Meisterleistung. Selbst in den Gesichtern der Statisten steht das Entsetzen geschrieben, als ob die gerade wirklich im Nordtitanischen Ozean ihre Ruhe finden w\u00fcrden. Ab hier beginnt der reinste \u00dcberlebenskampf. Die l\u00e4ngst auseinander gerissene Duck-Familie kann sich am Ende komplett aus dem Schiff retten, Donald und die schwer verletzte Daisy haben jedoch kein Rettungsboot mehr erwischt. Ian Bennett rettet seine kindliche, aber tapfere Begleiterin, stirbt jedoch selbst, als der Rumpf mittschiffs auseinanderbricht. Kapit\u00e4n Otto von Steinburg hat entschlossen, sich das Leben zu nehmen und mit dem Schiff unterzugehen, wird jedoch geborgen. Nachdem die Cremissimo verschwunden ist, beginnt das eigentliche Grauen des Films. Die Dunkelheit, die Eisesk\u00e4lte, die Schreie der Sterbenden und die verzweifelte Hoffnung auf Rettung. Als nach und nach einige Rettungsboote umkehren, fahren sie durch einen Friedhof, in dem jedoch Donald und Daisy noch leben. Die bereits halb tote Daisy wird nach und nach wieder wach, hat das schlimmste jedoch noch vor sich. Als die Rettung naht, k\u00f6nnte die Gegens\u00e4tzlichkeit der Schicksale nicht deutlicher ausfallen. Die Duck-Familie f\u00e4llt sich in die Arme, hat jedoch Sorgen, dass Daisy doch nocht stirbt. Die da Seros suchen verzweifelt Vater beziehungsweise Ehemann, Kapit\u00e4n von Steinburg erlebt den schw\u00e4rzesten Tag seines Lebens. Im Hafen von Saranee beginnt ein neuer \u00dcberlebenskampf, in dem Daisy es letztendlich schafft und ihr Bein zudem sogar behalten darf. Das Ende des Films beinhaltet in Form einer Rede eines Pfarrers eine klare Botschaft, die sich wohl auch heute noch direkt an \u00dcberlebende, Hinterbliebene und Opfer richtet. Nach guten dreieinhalb Stunden ist der Film dann vorbei. In Ranjos gab es bei der Premiere dann Standing Ovations. Nachdem im Abspann einige Einzelschicksale aufgelistet standen.<\/p>\n<p>Vermutlich wird &#8222;Cremissimo&#8220; der erfolgreichste Film aller Zeiten. &#8222;Gute Nacht&#8220; wird diese Position lange genug inne gehabt haben. Drehbuch und Regie sind \u00fcberragend, Szenebild und Schnitt ebenfalls. Magiaro und Darsfeld haben eine facettenreiche und stimmungsvolle Filmmusik kreiert, dies hatte man von den beiden aber auch nicht anders erwartet. Schauspielerisch sind Einige hervorzuheben. Als Prominentester war Frank Busch dabei, der eine sehr gute Leistung zeigte, aber vor allem Frieda Jonssen als Madeleine Bainbridge, Greta Schnabelweiher als Daisy Duck, Sonja Merall als Clara da Sero und Harry van Steele als Otto von Steinburg \u00fcberzeugten voll und ganz in ihren Darbietungen. Daher auch ein Lob an die Regisseure, die sich trauten, vor allem mit vielen nicht allzu bekannten Schauspielern zu arbeiten. Man merkt vielen an, dass es f\u00fcr sie die Rolle ihres Lebens ist. Und genau so spielen sie auch. Das Drehbuch von Stefano die Galiano, der bereits einen Goldenen L\u00f6wen f\u00fcr sein Drehbuch f\u00fcr &#8222;Das Spinnrad&#8220; erhielt, wei\u00df zu \u00fcberzeugen. Negativ ist nur die zwischendurch auftretende Langatmigkeit, die sich allerdings wirklich in Grenzen h\u00e4lt. Der Krieg schafft eine bedrohliche Hintergrundatmosph\u00e4re, die in der Fast-Kollision mit den Minen gipfelt, die Profitgier und das Streben nach Ruhm mancher Gesch\u00e4ftsleute werden behandelt, zu kurz kommt jedoch die Zwei-Klassen-Gesellschaft an Bord. Zwar ist Dagobert Ducks Onkel Primus von Quack wegen einer soziologischen Studie zu diesem Thema an Bord, wirklich Thema wird dies aber nicht. Ein Punkt, den man daher vielleicht gar nicht h\u00e4tte anschneiden m\u00fcssen. Jedoch muss man wirklich das Haar in der Suppe suchen, um diesen Film negativ zu kritisieren. Das Ende l\u00e4sst einen nachdenklich zur\u00fcck. Warum musste dies passieren, weshalb starben in den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts bei einer Schiffskatastrophe mehr als die H\u00e4lfte der Passagiere? All diese Fragen k\u00f6nnen zwar mittlerweile logisch beantwortet werden, das Gef\u00fchl, dass dort h\u00f6here M\u00e4chte am Werk waren, wird man jedoch nicht los. Und laut Archibald Cronberg war auch das das Ziel. Nachdenklich zu stimmen. Damit so etwas nie wieder passiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>BEFIM macht Sommerpause &#8211; erster Akt der Tour ist vor\u00fcber<\/strong><\/p>\n<p>Seit letzter Woche Freitag ist die gro\u00dfe Tournee der BEFIM und des Hogwarts-Orchesters zun\u00e4chst einmal beendet. Erst im September wird es wieder weitergehen. Im letzten Konzert am Freitagabend in Kullburg in der Berg-Arena warteten rund 9000 Zuschauer auf die Orchester, die bei jedem Konzert mit einem anderen Programm aufwarten. Im September geht es dann weiter in Keslenburg auf dem Konrad-Imluck-Platz. Wir werfen einen kleinen R\u00fcckblick auf die bisherigen Konzerte der Tournee und geben ein Zwischenfazit.<\/p>\n<p>Das Er\u00f6ffnungskonzert war bereits eine gro\u00dfartige Show. Das bisher erfolgreichste Album &#8222;Da simma wieder&#8220;, das schon ein absoluter Kassenschlager war, wurde vor einer atemberaubenden Kulisse im Skydome in Wiesenhausen live aufgef\u00fchrt, allerdings gespickt mit einigen Klassikern, die als \u00dcberraschungsst\u00fccke die Menge oft zum Staunen brachten, da sie neu vertont waren, quasi &#8222;remastered&#8220;. So gab Anette Sybille Trelawney an der Violine bei &#8222;Allegro in G&#8220; auf einer nagelneuen, extra vom Meister Pit van Hoelen angefertigte, Vicardo-Geige eine sensationelle Performance zum Besten. Auch &#8222;Polka&#8220; und &#8222;Menuett&#8220; geh\u00f6rten zum Repertoire der Klassiker im Er\u00f6ffnungskonzert im Skydome. Mit \u00fcber 55.000 Zuschauern lag man jedoch weit unter dem Allzeit-Rekord vom Sommerkonzert im Alten Kolosseum, wo \u00fcber 90.000 Menschen anwesend waren. Grund daf\u00fcr war, dass man den Innenraum diesmal mit Sitz-, statt Stehpl\u00e4tzen ausgestattet hatte. Grund daf\u00fcr war die Beschaffenheit des Bodens, die es nicht erlaubt hatte, den m\u00f6glichen 25.000 Stehpl\u00e4tzen gr\u00fcnes Licht zu geben. Dennoch war die Atmosph\u00e4re einzigartig, auch die Lichttechniker, die das komplette Stadion in ein wundersch\u00f6nes goldgelb tauchten, gaben ihr Bestes.<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf der Tournee mit dem darauffolgenden Konzert zur Er\u00f6ffnung des neuen Titanien-Centers in Frankenthal, bei dem auch ranghohe Pers\u00f6nlichkeiten sich die Ehre gaben, wie unter anderem Weltherrscher Apfulkrax, den gro\u00dfen Konzerten in der Alten Kathedrale in Rubinburgh oder auf der Titanienpromenade in Karburg, sowie den Konzerten in kleinen Lokalit\u00e4ten wie zum Beispiel im Hotel &#8222;Zum Schwertfisch&#8220; in Dernsund, zeigte sich fast durchgehend die Begeisterung des Publikums f\u00fcr die neuen St\u00fccke. Die Texte f\u00fcr die Wiesenhausener Folks wurden lautstark mitgesungen, f\u00fcr die stimmliche Begleitung war der Naturprinz zust\u00e4ndig. Beim Konzert im Goldhof in Hamsterdamm kam es zu einer \u00e4u\u00dferst lustigen Situation, als er bei &#8222;Der F\u00e4hrmann vom Mondscheinsee&#8220; sofort zum Auftakt der ersten Strophe den Text kurz verga\u00df. Das Publikum nahm es sichtlich belustigt hin und auch der Naturprinz konnte \u00fcber seinen Fauxpas lachen, die Musiker brachen nacheinander ab und Dirigent Oswald Octopus kommentierte es am\u00fcsiert mit den Worten: &#8222;Sie sehen, wir spielen live!&#8220; Ohnehin glichen die Konzerte oft einem Mix aus Theaterauff\u00fchrung, Stand-up-Comedy (ja, Rudi Rabe war mit von der Partie) und gro\u00dfartiger musikalischer Darbietung. Denn nicht bei einem Konzert kam es wirklich zu Fehlern der Musiker, selbst bei durchaus schwierigen Darbietungen wie dem Mallett-Solo in &#8222;Ein Volksfest in Wiesenhausen&#8220; (Horace Slughorn), bei &#8222;Sonate der gl\u00fccklichen K\u00fche&#8220; (Madame Hooch) oder dem anspruchsvollen Thema in &#8222;Marsch und Hymne der Hauselfen&#8220; (gesamtes Orchester) schlich sich quasi kein einziger h\u00f6rbarer Fehler ein. Auch der Naturprinz \u00fcberzeugte bis auf seinen am\u00fcsanten Ausrutscher mit seinen Gesangsdarbietungen. In Ranstedt und Khevenbach sang er nach Aussage von Oswald Octopus erk\u00e4ltet und selbst bei der neu vertonten Nationalhymne merkte man kein Kratzen in seiner Stimme. Und seine Stimme wurde ja bei seiner T\u00e4tigkeit als Stadionsprecher des AC Phoenix Wiesenhausen in letzter Zeit durchaus mal in Anspruch genommen.<\/p>\n<p>Abgesehen von den Wiesenhausener Folks herrschte vor allem bei &#8222;K\u00f6nigswalzer&#8220;, &#8222;Gru\u00df aus Wiesenhausen&#8220;, den drei Teilen der &#8222;S\u00fcdtitanien-Suite&#8220; und &#8222;Kauf&#8216; mir einfach irgendwas&#8220; Volksfeststimmung. Besonders stimmungsvoll waren auch der letzte Teil der &#8222;Symphony of Meadowhouse&#8220;, in dem die Drachenh\u00fcgel musikalisch einmalig beschrieben werden, sowie &#8222;Geisternacht&#8220; und die &#8222;Keltische Rhapsodie&#8220;. Gerade bei den Open-Air-Konzerten, bei denen das Wetter bisher immer mitspielte, war die Stimmung besonders ergreifend. Nat\u00fcrlich sorgte neben Dirigent Octopus und Comedian Rudi Rabe auch Johannes-Karl Lange f\u00fcr die Begleitung der Konzerte mit den \u00fcblichen Ansagen, Anekdoten und Hintergrundinformationen. Auch bei dieser Tournee bekam das Trio es bisher hin, dass die Pausen zwischen den hei\u00df erwarteten St\u00fccken nicht zu langatmig wurden. Es ist also bisher ein voller Erfolg gewesen, zum ersten Mal mit einem neu ver\u00f6ffentlichten Album auf eine Sondertournee zu gehen, bisher hatte man neue St\u00fccke immer erst bei den viertelj\u00e4hrlichen Konzerten zum Besten gegeben. Die Sommerpause kommt auch aufgrund der neuerlichen Hitzewelle vielleicht gerade richtig. Die Vorfreude auf die nat\u00fcrlich bereits ausverkauften Konzerte ab September ist damit besonders gro\u00df. Vor allem auf die Konzerte zum Nationalfeiertag (18. Oktober Felsenschiff, 19. Oktober Burg Daunenfels) darf man besonders gespannt sein. Welches Konzert am Ende aufgenommen wird, ist noch offen. Gut m\u00f6glich ist jedoch dass es eines dieser beiden Konzerte wird, oder das Abschlusskonzert in der Isengoldhalle. Eventuell ist es ja aber auch bereits aufgenommen, hier h\u00fcllt sich die BEFIM auch wieder in gro\u00dfes Schweigen. So wie des \u00d6fteren mal.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>BEFIM und HO ver\u00f6ffentlichen Tourneetermine &#8211; Erfolg von Album nach wie vor ungebrochen<\/strong><\/p>\n<p>Einen Monat ist es mittlerweile schon wieder her, dass die BEFIM und das Hogwarts-Orchester ihr Album &#8222;Da simma wieder!&#8220; ver\u00f6ffentlichten, der Erfolg und die Nachwirkungen dieses, mit Sicherheit jetzt schon legend\u00e4ren, Albums sind bis heute zu sehen und zu h\u00f6ren. Um so besser passt es dann, dass die BEFIM und das Hogwarts-Orchester am heutigen Vormittag die Termine ihrer Meadowhouse-Tour ver\u00f6ffentlichten und damit f\u00fcr ein weiteres Novum in der Geschichte der beiden Orchester sorgten, denn nie zuvor waren die Orchester wirklich auf eine landesweite Tournee gegangen. Die BEFIM, in ihrer absoluten Hochzeit, spielte zwischen 1808 und 1813 immer viertelj\u00e4hrlich ein Konzert in verschiedenen Orten, seit dem gro\u00df angelegten Neujahrskonzert 1813 und dem Album &#8222;Eine neue Zeit&#8220; von 1814 beschr\u00e4nkte sich die Band jedoch nur noch auf die stets in der Isengoldhalle stattfindenden Neujahrskonzerte, zum Bedauern vieler Fans. Das Hogwarts-Orchester hingegen steht damit zum ersten Mal seit 1810 wieder live auf der B\u00fchne. Damals, im September 1810, gab es das bisher einzige Konzert auf dem Schulhof der Zaubererakademie, wenige Wochen sp\u00e4ter brannte bekannterma\u00dfen das Notenarchiv komplett aus. Somit ist die Ank\u00fcndigung, wieder Live-Konzerte zu geben, f\u00fcr beide Orchester ein weiterer Schritt zur\u00fcck ins absolute Rampenlicht der internationalen Musikszene. Und die wurde durch das ver\u00f6ffentlichte Album vom 13. M\u00e4rz ja bereits gr\u00fcndlich durcheinandergewirbelt.<\/p>\n<p>Denn nach wie vor halten sich sowohl das Album selbst, als auch einzelne St\u00fccke daraus, kontinuierlich auf Platz eins der jeweiligen Hitlisten. W\u00e4hrend das Album insgesamt nun schon die f\u00fcnfte Woche nacheinander in 24 Staaten auf Platz eins steht, sind die Erfolge der einzelnen St\u00fccke selbst in verschiedenen L\u00e4ndern sehr unterschiedlich. In Meadowhouse selbst werden vor allem die &#8222;Wiesenhausener Folks&#8220; in den Radios rauf und runter gespielt, und seitdem Anfang April der erste Text zum St\u00fcck &#8222;Ein Abend in Wiesen-Zentrum&#8220; von Johannes-Karl Lange herausgegeben wurde, stieg die Popularit\u00e4t nochmals an. Vor Ort, im &#8222;Big Ben um die Ecke&#8220;, erz\u00e4hlt der Wirt Thomas Rensing: &#8222;Jeden Abend kommen Menschen hierher und wollen die Folks h\u00f6ren, immer und immer wieder. Vor allem &#8222;Ruf des Bussards&#8220; und &#8222;Ein Abend in Wiesen-Zentrum&#8220; sind durch die geschriebenen Texte absolute Dauerbrenner. Wenn ich mir jetzt noch vorstelle, dass zu den anderen Folks auch noch Texte geschrieben werden, glaube ich, dass ich bis Herbst kaum noch andere Lieder hier spielen brauche.&#8220; Laut Rensing ist das St\u00fcck, welches nach den &#8222;Wiesenhausener Folks&#8220; am h\u00e4ufigsten gespielt wird \u00fcbrigens die &#8222;Keltische Rhapsodie&#8220;, die in weiten Teilen ebenfalls folk\u00e4hnliche Passagen besitzt.<\/p>\n<p>Neben den &#8222;Wiesenhausener Folks&#8220; finden auch die reproduzierten St\u00fccke des Hogwarts-Orchesters gro\u00dfe Resonanz. Unter den Top zwanzig St\u00fccken der w\u00f6chentlichen Hitliste im Bereich &#8222;Volkslieder und Klassik&#8220;, die vom WRF herausgegeben wird, sind seit dem 13. M\u00e4rz immer mindestens sechs der St\u00fccke in diesen Top 20 der Rubrik vertreten. Besonders erfolgreich dabei sind &#8222;Kauf mir einfach irgendwas&#8220;, &#8222;Marcia funebre&#8220;, &#8222;Ein Volksfest in Wiesenhausen&#8220; und &#8222;Sinfonia Meadowhouse&#8220;. WRF-Leiter und Moderator Karl-Josef Singmann bescheinigt einigen der Hogwarts-Orchester-St\u00fccke daher schon jetzt den Legendenstatus: &#8222;Wenn ich sehe, dass von den insgesamt neun St\u00fccken des Hogwarts-Orchesters, die auf dem Album drauf waren, zwei Drittel derma\u00dfen einschlagen, kann man das schon als legend\u00e4r bezeichnen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ein Album und einzelne St\u00fccke daraus nach nur vier Wochen bereits Gold- und Platin-Status in mehreren L\u00e4ndern erreicht haben, das ist einfach Wahnsinn.&#8220; Singmanns pers\u00f6nlicher Favorit ist dabei jedoch vor allem &#8222;Ein Volksfest in Wiesenhausen&#8220;: &#8222;Wenn ich das letzte Thema h\u00f6re, das letzte Crescendo, ganz am Ende des St\u00fcckes, was ja auch das insgesamt letzte St\u00fcck des gesamten Albums ist, stelle ich mir einfach vor, wie die BEFIM und das Hogwarts-Orchester quasi musikalisch in eine andere Sph\u00e4re aufsteigen, anders kann ich es nicht beschreiben. Mit so einer strahlenden Melodie ein Album abzuschlie\u00dfen ist einfach nur fantastisch.&#8220;<\/p>\n<p>Aber abgesehen von den blo\u00dfen finanziellen und hitlistenbezogenen Erfolgen haben einige der St\u00fccke des Albums schon jetzt Verwendung in prominenten und vielf\u00e4ltigen Weisen. Die das Album ebenso pr\u00e4gende &#8222;Symphony of Meadowhouse&#8220; beispielsweise soll laut K\u00f6nig Percival I. am 18. Oktober diesen Jahres in voller Pracht auf dem Felsenschiff erklingen, zudem wurden die sechs S\u00e4tze als Filmmusik f\u00fcr eine Dokumentation \u00fcber die meadowhousischen Landschaften des Dokumentarfilmer Gerd Jungh\u00f6ffer ausgew\u00e4hlt. Auch hinsichtlich zweier anderer St\u00fccke konnte K\u00f6nig Percival I. bereits Ank\u00fcndigungen machen: Der f\u00fcr ihn geschriebene &#8222;K\u00f6nig-Percival-Marsch&#8220; und die neue Fassung von &#8222;Ernsu Tamieh&#8220; sollen nun bei allen offiziellen Anl\u00e4ssen, bei denen der K\u00f6nig anwesend ist in der Form der BEFIM-Komposition erklingen. \u00c4hnlicher Beliebtheit erfreut sich auch der &#8222;K\u00f6nigswalzer&#8220;, den der K\u00f6nig Anfang des Monats als sein pers\u00f6nliches Lieblingsst\u00fcck bezeichnete und der beim Meadowhousischen Presseball vergangene Woche ebenso begeistert aufgenommen wurde.<\/p>\n<p>Aufgrund der Bandbreite des Albums ist auch der Erfolg in unterschiedlichsten Musikrichtungen f\u00fcr BEFIM und Hogwarts-Orchester enorm. Im Bereich &#8222;Jazz und Swing&#8220; stehen &#8222;Black Orpheus&#8220;, &#8222;Night and Sunrise&#8220; und &#8222;The Jazz-Pirates&#8220; seit Ver\u00f6ffentlichung des Albums stets in den Top 5 der Hitlisten, die drei S\u00e4tze der &#8222;S\u00fcdtitanien-Suite&#8220; sorgten vor allem in eben jener Region S\u00fcdtitaniens f\u00fcr einen wahren Ansturm auf das Album und werden dort \u00e4hnlich oft gespielt wie in Meadowhouse die &#8222;Wiesenhausener Folks&#8220; und bei Heimspielen des GSC Geisterstadt ert\u00f6nt seit neuestem auch das BEFIM-St\u00fcck &#8222;Geisternacht&#8220; vor jedem Spiel.<\/p>\n<p>Insgesamt also wird das BEFIM-Album auch vier Wochen nach seiner Ver\u00f6ffentlichung ungebrochen Begeisterung entgegengebracht, auch wenn der erste Ansturm vorerst vorbei ist. &#8222;In der ersten Woche brauchte man fast Personensch\u00fctzer, wenn man in die Musikabteilung meines Ladens gehen wollte&#8220;, so DD-Chef Dagobert Duck in einem Interview des &#8222;Wochengespenstes&#8220;. &#8222;Es bildete sich eine Schlange von der Kasse bis hinaus auf den Parkplatz, so etwas habe ich noch nie gesehen, auch nicht 1813, bei &#8222;The Royal Day&#8220;. Zum Gl\u00fcck hatten wir einen gro\u00dfen Bestand aufgekauft, trotzdem waren wir am Samstag nach der Ver\u00f6ffentlichung schon kurz davor, keine Exemplare mehr zu haben. Mittlerweile ist der erste Ansturm vorbei, aber es kommen nach wie vor t\u00e4glich mindestens f\u00fcnfzig Leute, die das Album immer noch kaufen. F\u00fcr mich ist nicht absehbar, wann das enden wird, vor allem nicht wenn nun auch noch die Tournee beginnen soll.&#8220;<\/p>\n<p>Und damit zu den genauen Tourneedaten der bereits anfangs angek\u00fcndigten ersten gemeinsamen Tournee \u00fcberhaupt in der Geschichte der beiden Orchester. Beginnen soll diese am 25. Mai im Skydome, einen Tag vor der feierlichen Er\u00f6ffnung des &#8222;Titanien-Centers&#8220; in Wiesenhausen-Frankenthal, bei der die beiden Orchester ebenfalls in der neu errichteten Konzerthalle spielen werden und enden mit den Feierlichkeiten anl\u00e4sslich des Nationalfeiertags am Wochenende am und nach dem 18. Oktober diesen Jahres, wobei es eine etwa sechsw\u00f6chige Sommerpause geben wird, die die Tournee so in zwei Teile aufspaltet. Die weiteren Daten sind im Folgenden aufgelistet, die Konzerte beginnen stets um 20:00 Uhr und beinhalten nur St\u00fccke des vergangenen Monat ver\u00f6ffentlichten Albums:<\/p>\n<ul>\n<li>25. Mai 1819: Skydome, Wiesenhausen-Wiesen-Zentrum<\/li>\n<li>26. Mai 1819: Titanien-Center, Wiesenhausen-Frankenthal<\/li>\n<li>01. Juni 1819: Nordhalle, Ranstedt<\/li>\n<li>02. Juni 1819: Schlosspark, Khevenbach<\/li>\n<li>08. Juni 1819: Titanienpromenade, Karburg<\/li>\n<li>09. Juni 1819: Tiercenter, Tierhagen<\/li>\n<li>15. Juni 1819: Meger-Promenade, Saphirento<\/li>\n<li>16. Juni 1819: Hotel &#8222;Zum Schwertfisch&#8220;, Dernsund<\/li>\n<li>22. Juni 1819: Kathedrale von Rubinburgh, Rubinburgh<\/li>\n<li>23. Juni 1819: Karlshof, Karlsburg am Isen<\/li>\n<li>29. Juni 1819: Platin-Stadium, Nordsen<\/li>\n<li>30. Juni 1819: Sanorma-B\u00fchne, Santo Opalo<\/li>\n<li>06. Juli 1819: Goldhof, Hamsterdamm<\/li>\n<li>07. Juli 1819: Rimer-Strand-Arena, M\u00f6vental<\/li>\n<li>13. Juli 1819: St.-Johann-Hotel, Rosenach<\/li>\n<li>14. Juli 1819: K\u00f6nig-Johannes-Platz, El Grande<\/li>\n<li>20. Juli 1819: Meadowhouse-Center, Inkocknitow<\/li>\n<li>21. Juli 1819: Berg-Arena, Kullburg<\/li>\n<\/ul>\n<p>&#8211;Sommerpause&#8211;<\/p>\n<ul>\n<li>14. September 1819: Konrad-Imluck-Platz, Keslenburg<\/li>\n<li>15. September 1819: Sandarena, Chaconne<\/li>\n<li>21. Sepember 1819: Seeb\u00fchne, Campinas<\/li>\n<li>22. September 1819: Urwald-Center, Granstedt<\/li>\n<li>28. September 1819: Paradies-Pier, San Servo<\/li>\n<li>29. September 1819: S\u00fcdhafen, San Laven<\/li>\n<li>05. Oktober 1819: Excelsior-Hotel, Johannestal<\/li>\n<li>06. Oktober 1819: Gr\u00fcnpark, Alemagne<\/li>\n<li>12. Oktober 1819: Isenpromenade, Isbr\u00fcck<\/li>\n<li>13. Oktober 1819: Damm-Zentrum, Westerdamm<\/li>\n<li>18. Oktober 1819: Felsenschiff, Wiesenhausen-Wiesenbach (Konzert anl\u00e4sslich des Nationalfeiertags)<\/li>\n<li>19. Oktober 1819: Burghof S\u00fcd, Wiesenhausen-Burg Daunenfels\u00a0(Konzert anl\u00e4sslich des Nationalfeiertags)<\/li>\n<li>20. Oktober 1819: Isengoldhalle, Wiesenhausen-Molchendorf\u00a0(Abschlusskonzert der Feierlichkeiten)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neues Album sprengt alle Erwartungen &#8211; erste Kritik zu &#8222;Da simma wieder!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Unwissentlich hatten wir in unserem letzten Artikel den Namen des neuen Albums bereits genannt, dieser wurde ja geheim gehalten. &#8222;Da simma wieder!&#8220; lautet der Titel des gemeinsamen Albums von BEFIM und Hogwarts-Orchester und &#8222;Symphony of Meadowhouse &#8211; Melodies from Capitol&#8220; der Untertitel. Das Album, das ab gestern Nachmittag in allen Musikgesch\u00e4ften des Landes zu erwerben war, hat schon jetzt diverse Rekorde gebrochen und auch einige Erwartungen gesprengt. Wenn nicht gar alle. Wir geben eine erste Kritik zur neuen Doppel-CD der beiden Urgesteine der Wiesenhausener Musik.<\/p>\n<p>Man m\u00f6chte fast gar nicht in die CD-H\u00fclle hineinschauen, damit man nicht gleich sieht, welche St\u00fccke des alten Hogwarts-Orchesters reproduziert wurden. Es gelingt einem nicht, man muss einfach schauen. Und gleich auf CD 1 findet man als Er\u00f6ffnungsst\u00fcck &#8222;Eine neue Zeit&#8220;. Wie passend. &#8222;Sinfonia Meadowhouse&#8220;,\u00a0 und &#8222;Sinfonia Nr. 18 c-Moll&#8220; folgen. Dazwischen neue St\u00fccke der BEFIM. Als erstes l\u00e4sst einen der &#8222;K\u00f6nigswalzer&#8220; wie auf Drogen durch den Raum t\u00e4nzeln, man kann nicht anders als mitzuswingen. Bei den angek\u00fcndigten &#8222;Wiesenhausener Folks&#8220; wie &#8222;Der F\u00e4hrmann vom Mondscheinsee&#8220; oder &#8222;Am Markt von Bad Neureich&#8220; lassen nicht nur die Titel Heimatgef\u00fchle aufkommen. Aber es ist tats\u00e4chlich das von Albus Dumbledore angek\u00fcndigte &#8222;bunte&#8220; Album. &#8222;The Jazz-Pirates&#8220; erinnert stark an den Stil des bisher letzten Albums &#8222;Die neue Zeit&#8220; von 1814 &#8211; nicht zu verwechseln mit dem fast gleichnamigen Hogwarts-Orchester-St\u00fcck. Mit &#8222;Marsch und Hymne der Hauselfen&#8220; und dem kurzen aber epochalen &#8222;Geisternacht&#8220; sind auch f\u00fcr Wiesenhausen typische V\u00f6lker direkt angesprochen. Dazu noch die bisher nicht auf Alben ber\u00fccksichtigte Filmmusik zu MMS 36 &#8222;Gr\u00fcner Nebel&#8220; plus &#8222;Night and Sunrise&#8220; und &#8222;Black Orpheus&#8220;, die wiederum an das Jahr 1814 erinnern lassen. Aber dann kommt die Reihe der &#8222;Symphony of Meadowhouse&#8220;, fertiggestellt mit allen sechs S\u00e4tzen, von &#8222;Mount St. John&#8220; bis &#8222;Dragon Hills&#8220;, wobei letzter als letztes St\u00fcck von CD 1 sicherlich den kr\u00f6nenden Abschluss der Symphony darstellt. So weit, so sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Auf CD 2 findet man dann gleich sechs St\u00fccke des Hogwarts-Orchesters, was mit insgesamt 9 von 35 St\u00fccken einen ordentlichen Batzen darstellt. Aber wie angek\u00fcndigt sind sie nicht eins zu eins abgeschrieben, sondern neu verfasst, alte Noten in neuem Gewand sozusagen. Sorgte bei &#8222;Eine neue Zeit&#8220; vor allem das E-Piano f\u00fcr Erinnerungen an die Ursprungsfassung, ist es bei der beliebten &#8222;Sonate der gl\u00fccklichen K\u00fche&#8220; vor allem das altbekannte Hauptthema, welches sich mehrmals wiederholt. Der &#8222;Tiermarsch&#8220; und &#8222;Marcia funebre&#8220; sind \u00e4hnlich wie die &#8222;Sinfonia Nr. 18 c-Moll&#8220; quasi die Originalfassungen, nur neu auf CD gebrannt. Dagegen sind &#8222;Zug durch Wiesenhausen&#8220;, &#8222;Kauf mir einfach irgendwas&#8220;, &#8222;Sinfonia Meadowhouse&#8220; und &#8222;Ein Volksfest in Wiesenhausen&#8220; sowohl als alten, als auch neuen Elementen zusammengesetzt. Ein schmaler Grat, der Mirco Magiaro vortrefflich gelungen ist. Alle St\u00fccke besitzen einen hohen Wiedererkennungswert, vor allem &#8222;Ein Volksfest in Wiesenhausen&#8220;, was um ein bekanntes BEFIM-Thema erweitert wurde, verdient da ein Sonderlob. Dazu wurde die Nationalhymne neu eingespielt, was ihr ein neues pomp\u00f6ses Etwas schenkt, dem neuen K\u00f6nig Percival I. wurde ein Marsch komponiert, der sich nicht vor dem alten &#8222;K\u00f6nig-Johannes-Marsch&#8220; zu verstecken braucht. Die &#8222;Wiesenhausener Folks&#8220; warten diesmal mit &#8222;An einem Tag im Herbst&#8220;, was ohne Zweifel als inoffizielle Hymne zum 18. Oktober werden k\u00f6nnte, dem monumentalen &#8222;Ruf des Bussards&#8220;, dem ein Text bereits geschrieben wurde, der einen gar nicht mehr losl\u00e4sst, &#8222;Die Burg hoch am gr\u00fcnen Tal&#8220; und &#8222;Ein Abend in Wiesen-Zentrum&#8220; auf. Zu allen &#8222;Folks&#8220; sollen noch Texte erscheinen, die in ein paar Monaten ver\u00f6ffentlicht werden sollen. Diese St\u00fccke pr\u00e4gen das Album neben den St\u00fccken des Hogwarts-Orchesters am meisten, trotz &#8222;Symphony of Meadowhouse&#8220; und der dreiteiligen &#8222;S\u00fcdtitanien-Suite&#8220;, die zwar nicht so recht zum Rest des Albums passen will, aber gerade deshalb beinahe unverzichtbar f\u00fcr &#8222;Da simma wieder&#8220; wird. Neben schwungvollen St\u00fccken wie &#8222;Gru\u00df aus Wiesenhausen&#8220; finden auch ruhige, erhabene St\u00fccke wie die &#8222;Keltische Rhapsodie&#8220; Platz, mit der wir unserem Partnerland Gro\u00dfbritannien in deren st\u00fcrmischen Zeiten sicherlich eine Freude machen k\u00f6nnten. Abgerundet wird das Album dann von &#8222;Ein Volksfest\u00a0in\u00a0Wiesenhausen&#8220; und dem neu hinzugef\u00fcgten altbekannten Thema, das einen beseelt den CD-Spieler ausschalten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Auch optisch ist die Doppel-CD absolut empfehlenswert. Vier Fotos der Wiesenhausener H\u00fcgel an bekannten Orten, unter anderem der H\u00fcgel des Windes und das Felsenschiff von unten, geben einem nochmal zu verstehen, woher BEFIM und Hogwarts-Orchester kommen und welche Stadt in den &#8222;Folks&#8220; besungen wird. Eingetaucht in Wiesenhausener Gr\u00fcn stehen dann Titel und Untertitel un\u00fcbersehbar mittig. Jede Werbeagentur h\u00e4tte dem Cover wohl eine Eins mit Sternchen verliehen. Die Innenseite zeigt dann ein Foto von Moodys Hochsitz am Mondscheinsee mit einem wunderbaren Panorama auf den in Abendrot getauchten Maranhl\u00e9s-See. Auf dem hellen Hintergrund des Himmels sind dann in Wiesenhausener Gr\u00fcn die St\u00fccke nebst Spieldauer versehen. Auch ein Muss bei jedem BEFIM-Album, Verzeihung, BEFIM- und Hogwarts-Orchester-Album. Auf der CD selber prangt dann das Echo-Tal, aufgenommen an einem sonnigen Herbsttag (&#8222;An einem Tag im Herbst&#8220;) von der Kirschbaumstra\u00dfe am H\u00fcgel des Windes.<\/p>\n<p>Die hochgesch\u00fcrten Erwartungen des Albums wurden nicht entt\u00e4uscht, im Gegenteil, sie wurden sogar \u00fcbertroffen. Es ist nicht nur ein buntes Album, es ist ein sehr buntes, es ist nicht nur eine gelungene R\u00fcckkehr des Hogwarts-Orchesters, es ist eine spektakul\u00e4re, es ist nicht nur ein typisch wiesenhausisches Album, es ist ein unheimlich typisches. Eigentlich sollte die BEFIM sofort auf Tour gehen, man kann fast gar nicht abwarten, bis die ersten Konzerte mit diesen St\u00fccken anstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Offiziell: Gemeinsames Album der BEFIM und des Hogwarts-Orchesters wird am 13. M\u00e4rz ver\u00f6ffentlicht!<\/strong><\/p>\n<p>Die Meldung schlug in der Musikwelt ein wie eine Bombe. Das gemeinsame Album der BEFIM zusammen mit dem wieder vereinten Hogwarts-Orchester erscheint schon in weniger als zwei Wochen! Das gaben beide Orchester in einer gemeinsamen Presseerkl\u00e4rung bekannt. Urspr\u00fcnglich hatte man sich mit konkreten Terminen zur\u00fcckgehalten, wohl weil nicht ganz sicher war wie das Wiedereinproben der zum Teil neu gefassten St\u00fccke des alten Wiesenhausener Hogwarts-Orchesters vorangehen w\u00fcrde. Zumal Komponist Mirco Magiaro zum Teil nach Geh\u00f6r arbeitete und deswegen extrem viel Arbeit mit den Neuinterpretationen der St\u00fccke hatte. Nun ging aber wohl alles viel schneller als erwartet. Das erwartete Album wird ab 13. M\u00e4rz 1819 \u00fcberall in Meadowhouse erh\u00e4ltlich sein. An der Tradition, dass die Musik online erst nach Live-Auftritten zur Verf\u00fcgung gestellt wird, hielt die BEFIM fest. Somit gibt es die CD &#8211; von der allerdings auch noch nicht ganz klar ist, ob es eventuell eine Doppel-CD wird &#8211; in allen Musikl\u00e4den in Meadowhouse und ab 20. M\u00e4rz dann auch im Ausland. Da die BEFIM f\u00fcr die Er\u00f6ffnung des Titanien-Centers am 27. Mai einen Auftritt zugesagt hat, wird ein Download des Albums wohl erst im Juni m\u00f6glich sein. Damit will das Orchester den traditionellen Musikgenuss weiter aufrechterhalten. F\u00fcr den Auftritt im Titanien-Center k\u00fcndigte Pr\u00e4sident Albus Dumbledore bereits an, St\u00fccke des neuen Albums auff\u00fchren zu wollen.<\/p>\n<p>Doch welchen Namen tr\u00e4gt das Album? Da h\u00fcllen sich beide Orchester, deren Mitglieder sich ja zum gr\u00f6\u00dften Teil \u00fcberschneiden, noch in einen Mantel des Schweigens. Laut der Pressemitteilung soll es eine \u00dcberraschung werden, am 13. M\u00e4rz sollen die H\u00f6rer dann exklusiv das neue Album erwerben k\u00f6nnen, welches dann aufgrund des nicht genannten Namens noch einen besonderen Anstrich an Frische hat. Auch wie viele St\u00fccke des alten Hogwarts-Orchesters reproduziert wurden, blieb komplett offen. In der Presseerkl\u00e4rung war nur kryptisch von &#8222;Klassikern&#8220; die Rede, was nahe legt, dass zumindest &#8222;Kauf mir einfach irgendwas&#8220;, &#8222;Ein Volksfest in Wiesenhausen&#8220; oder &#8222;Sonate der gl\u00fccklichen K\u00fche&#8220; mit dabei sein werden. Dar\u00fcber hinaus bleibt alles ebenfalls eine \u00dcberraschung. So wird am 13. M\u00e4rz also eine echte Wundert\u00fcte in die Musikl\u00e4den kommen. Die Branche ist sich allerdings jetzt schon einig: Dieses Album ist unter allen Musikgruppen des Instrumental-Genres wohl das, welches bereits im Vorfeld am besten vermarktet wurde. Selbst in anderen Genres gibt es nur wenig Vergleichbares, h\u00f6chstens &#8222;Immer Weiter&#8220; (Tiergruppe, 1815) und &#8222;R\u00fcckkehr der Finne&#8220; (Fido Horn und seine Wale, 1803) waren mit \u00e4hnlicher Spannung erwartet worden. Das permanente &#8222;Auf-die-Folter-spannen&#8220; von Publikum, Kritikern und Presselandschaft hat die Vorfreude auf dieses sicherlich epochale Album so gesch\u00fcrt, dass der Ansturm auf die Musikl\u00e4den am Tag der Ver\u00f6ffentlichung gewaltig sein d\u00fcrfte. Wir empfehlen deshalb, m\u00f6glichst fr\u00fch da zu sein, die Schlangen d\u00fcrften entsprechend lang werden.<\/p>\n<p>\u00dcber die Aufmachung des Albums sickerten allerdings ja bereits im vergangenen Jahr immer wieder kleine Details durch. So soll vor allem der klassische BEFIM-Stil wieder zum Ausdruck kommen, aber auch einige Elemente des Folk beinhalten, was den Drang zum Heimatverbundenen des Orchesters wieder zum Ausdruck bringen k\u00f6nnte. Die St\u00fccke des Hogwarts-Orchesters sind dagegen wohl leicht modifiziert worden und mit mehr Intensit\u00e4t ausgestattet, was bedeuten k\u00f6nnte, dass mehr Instrumente bei einigen St\u00fccken des legend\u00e4ren Ensembles zum Einsatz kommen k\u00f6nnten. Eins zu eins, was Besetzung, Tonart oder Aufbau anbelangt, wurde laut Insidern wohl kein einziges St\u00fcck \u00fcbernommen. Einen hohen Wiedererkennungswert versprechen sich Musikkenner aber schon, da Mirco Magiaro auch eng mit Johannes-Karl Lange zusammenarbeitete, der seinerzeit auch einige St\u00fccke des Hogwarts-Orchester komponiert hatte, diesmal allerdings dem Star unter den Liedermachern den Vortritt lie\u00df, beziehungsweise die Arbeit. Wir freuen uns in jedem Fall, denn f\u00fcr Meadowhouse und Wiesenhausen ist das mal wieder ein kulturelles Highlight und ein absolutes Ur-Produkt unserer Kultur. Die BEFIM als das musikalische Aush\u00e4ngeschild schlechthin aus Meadowhouse in Kooperation mit einem wiedervereinigten alten Orchester aus Wiesenhausen, dem ein Comeback eigentlich f\u00fcr immer verwehrt schien und nun wie Ph\u00f6nix aus der Asche gestiegen ist. Um es mit den Kommentatoren der BEFIM-Konzerte zu sagen: Da simma wieder!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neues Album mit der BEFIM geplant &#8211; Hogwarts-Orchester meldet sich zur\u00fcck!<\/strong><\/p>\n<p>1810 gab es eine gro\u00dfe Live-Tour durch Wiesenhausen, dann brannte es anderthalb Jahre sp\u00e4ter im Musikhaus der Zaubererschule Hogwarts. Als das Hogwarts-Orchester, das durch dieses Ungl\u00fcck Legendenstatus erlangte, noch eigene Musik machte, hie\u00df das Land noch Gr\u00fcnland und Wiesenhausen war alles, nur nicht Welthauptstadt und immer noch durch den Winterkrieg 1808\/1809 gebeutelt. Doch durch den Brand, der durch einen Kurzschluss ausgel\u00f6st wurde, wurden s\u00e4mtliche Noten und Dokumente vernichtet und konnten nicht wiederhergestellt werden. Die Interpreten Johannes-Karl Lange und Mirco Magiaro, einige Titel wurden auch durch das Wiesenhausener Tonstudio produziert, konnten die Lieder ebenfalls nicht neu schreiben, das Hogwarts-Orchester machte ab sofort nur noch Koproduktionen, spielte Jahresabschluss- und Weihnachtskonzerte 1811 und wurde zur Legende. Das Konzert zum Abschluss der Tournee am Freitag, den 19. September 1810 auf Schlo\u00df Wiesenhausen, ging als einziges aufgezeichnete in die Geschichte des Orchesters ein, wo Lieder gespielt wurden, die eigens das Hogwarts-Orchester spielte.<\/p>\n<p>Im Stile von BEFIM, Sichtburgher Palastorchester und Polsingerscherscher Hauptstadtorchester, musizierten viele Mitglieder der BEFIM, aber auch andere Lehrer der Zaubererschule ein knappes Jahr lang auf den B\u00fchnen Gr\u00fcnlands und Wiesenhausens. Die beliebtesten Lieder waren &#8222;Sinfonia 18 c-moll&#8220;, &#8222;Tiermarsch&#8220;, &#8222;\u00dcber den Isen&#8220;, &#8222;Isenhymne&#8220;, &#8222;Sinfonia Meadowhouse&#8220;, &#8222;H\u00f6hlenmarsch&#8220;, &#8222;Bricardo of Volcano&#8220;, &#8222;Wundersch\u00f6ne H\u00f6hle&#8220;, &#8222;Kauf mir einfach irgendwas&#8220;, &#8222;Marcia fun\u00e8bre&#8220;, &#8222;Ph\u00f6nixmarsch&#8220;, &#8222;Am H\u00fcgel des Windes&#8220;, &#8222;Sonate der gl\u00fccklichen K\u00fche&#8220;, &#8222;Die neue Zeit&#8220; und &#8222;Ein Volksfest in Wiesenhausen&#8220;. Bei den sp\u00e4ter folgenden Einzelkonzerten wurden vor allem Volkslieder verschiedener Nationen oder Titel aus Opern und Musicals gespielt, die gro\u00dfe Popularit\u00e4t mit den alten selbst komponierten St\u00fccken konnte jedoch nicht mehr erreicht werden. Zum Jahreswechsel 1811\/1812 erkl\u00e4rte das Hogwarts-Orchester unter der Leitung von Johannes-Karl Lange die Aufl\u00f6sung. Aufnahmen vom Konzert auf Schlo\u00df Wiesenhausen erreichten einen historisch hohen Wert, doch mit den Jahren verblichen die Erinnerungen an das Orchester. Doch nun ergibt sich wohl eine Symbiose!<\/p>\n<p>Die BEFIM, die ebenfalls eine Schaffenspause eingelegt hat, l\u00e4ngst nicht mehr wie von 1809 bis 1814 viertelj\u00e4hrlich Konzerte gibt, das letzte Album &#8211; &#8222;Eine neue Zeit&#8220; 1814 ver\u00f6ffentlicht hat und seitdem eine sch\u00f6pferische Pause einlegt, will jedoch wohl wieder neue St\u00fccke ver\u00f6ffentlichten. In Form eines Albums und zwar einem gemeinsamen Album mit dem Hogwarts-Orchester. Dazu will sich letzteres neu gr\u00fcnden. Ein Zukunftsvorhaben, was voraussichtlich nicht vor 1819 realisiert werden wird, aber ein Plan steht, wie BEFIM-Pr\u00e4sident Albus Dumbledore versichert: &#8222;Wir haben konkrete Pl\u00e4ne, die auch schon sehr weit fortgeschritten sind. Doch bis dahin muss noch vieles in die Wege geleitet werden.&#8220; Auch Chefkomponist des ehemaligen Hogwarts-Orchesters Johannes-Karl Lange, gleichzeitig Chef des WSTS, sieht gute Chancen f\u00fcr eine Neugr\u00fcndung und Zusammenarbeit mit der BEFIM: &#8222;Musikalisch stimmen wir in vielen Punkten \u00fcberein. Es soll ein Album werden mit St\u00fccken vom Hogwarts-Orchester, die wie fr\u00fcher klassische und traditionell-wiesenhausische Musik repr\u00e4sentieren, die BEFIM wird neben dieser Stilrichtung aber auch wieder in Richtung Swing, Jazz und Traditionell gehen.&#8220; Ob er jedoch wieder als Komponist f\u00fcr die St\u00fccke des Hogwarts-Orchesters t\u00e4tig sein w\u00fcrde, lie\u00df er offen. Bei eventuellen Konzerten der BEFIM und des Hogwarts-Orchesters sei er aber definitiv wieder als Kommentator zur Stelle.<\/p>\n<p>Bis es tats\u00e4chlich soweit kommt, d\u00fcrften Monate, wenn nicht sogar Jahre verstreichen. Ob die BEFIM vorher noch ein Album ver\u00f6ffentlichen wird oder gar wieder auf Tour gehen wird, lie\u00df Albus Dumbledore vorerst offen, offenbarte jedoch: &#8222;Wir machen uns aktuell starke Gedanken, ob wir wieder auf Tour gehen sollen oder ob wir noch ein wenig abwarten.&#8220; Das Projekt soll aber stehen. Eines mit dem Sichtburgher Palastorchester gab es ja bereits, eventuell k\u00f6nnte dieses ebenfalls beim geplanten Album mitwirken. Es w\u00e4re damit die gr\u00f6\u00dfte Koproduktion der internationalen Musikgeschichte. F\u00fcr Fans des Hogwarts-Orchesters gilt jedoch: Freuen, die Band ist zur\u00fcck!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Mirco Magiaro r\u00e4umt Goldenen L\u00f6wen ab &#8211; Film &#8222;Gute Nacht&#8220; dominiert Zeremonie<\/b><\/p>\n<p>Die vielleicht spektakul\u00e4rste Verleihung des Goldenen L\u00f6wen der letzten Jahre hat ein Film die gro\u00dfe Zeremonie dominiert. Der Science-Fiction-Film &#8222;Gute Nacht&#8220; aus paradiesich-gartenparadiesischer Produktion gewann in gleich vier Katgorien. Bester Film. Bestes Drehbuch. Bester Hauptdarsteller. Und: Beste Filmmusik. Und damit gewann auch ein Meadowhouser. Wer sonst au\u00dfer Mirco Magiaro?<\/p>\n<p>&#8222;Herr Magiaro hat nun nicht seinen ersten Goldenen L\u00f6wen gewonnen, aber mit einen seiner in der Abstimmung eindeutigsten&#8220;, sogar Juryvorstand Ansgar Heinrich. Von der achtzehnk\u00f6pfigen Jury stimmten alle achtzehn f\u00fcr das St\u00fcck von Mirco Magiaro, in seiner Komplettfassung gute 35 Minuten lang, jedoch unterteilt in sieben Tracks. &#8222;Besonders in der Sequenz vor dem schwarzen Loch zeichnet sich Magiaros Werk durch Spannungsgeladenheit, das Wecken von Emotionen beim Zuschauer bzw. Zuh\u00f6rer aus und durch die F\u00e4higkeit, allein durch das H\u00f6ren Bilder im Kopf zu haben. So sollte eine Filmmusik sein und Magiaros St\u00fccke beweisen seine Kompetenz auf diesem Gebiet&#8220;, so Heinrich. F\u00fcr Mirco Magiaro ist es bereits der f\u00fcnfte Goldene L\u00f6we seit 1808 in dieser Kategorie. Damit ist er Rekordsieger in diesem Genre. &#8222;Ich freue mich sehr \u00fcber diese Auszeichnung. Ich stehe ja nun nicht zum ersten Mal hier vor Ihnen, aber mit jedem Mal wird es besonderer f\u00fcr mich, so komisch es klingt. Weil man irgendwann auch nicht mehr damit rechnet, dass man schon wieder gewinnt. Mit jedem Mal mit dem ich hier oben stehe, f\u00fchle ich mich mehr geehrt, vielen vielen Dank!&#8220;, so Magiaro bei seiner Dankesrede im Speisesaal der &#8222;K\u00f6nig Johannes&#8220;, die extra f\u00fcr die Zeremonie gemietet wurde. Das erste Mal auf einem Schiff. F\u00fcr alle Beteiligten etwas Einzigartiges. &#8222;Dieses Schiff ist gro\u00dfartig. Besser h\u00e4tte die Zeremonie nicht laufen k\u00f6nnen&#8220;, so Veranstaltungsmanager Bastian McMortimer in seiner Er\u00f6ffnungsrede. Tats\u00e4chlich war das Ambiente wunderbar hergerichtet. Kronleuchter hingen von den W\u00e4nden, bequeme St\u00fchle, edle Tische und eine zwar kleine aber stilvolle B\u00fchne sorgte f\u00fcr ein spezielles Feeling. Nicht \u00fcberborden gro\u00df, aber schick, dem Anlass entsprechend und irgendwie auch gem\u00fctlich. Die ruhige See vor Liraspas sorgte zudem f\u00fcr einen angenehmen Tag.<\/p>\n<p>Gro\u00dfer Gewinner war der Film &#8222;Gute Nacht&#8220;. In dem Science-Fiction-Werk kommt es durch einen Unfall an einer Raumstation zu einer Abkoppelung einer Kapsel und deren Insassen. Verzweifelt versucht ein Team von Astronauten die Kapsel wieder zur\u00fcck zu holen und die Menschen zu retten. Auch hier gab es weitere Auszeichnungen. In der Kategorie &#8222;Bester Film&#8220; siegte er, in der Kategorie &#8222;Bestes Drehbuch&#8220; und Matthias Conagger gewann als &#8222;Bester Hauptdarsteller&#8220;. Er spielt den Einsatzleiter des Teams, das in der Kapsel in die Weiten des Alls verschwindet. &#8222;Unglaublich. Als wir mit dem Film fertig waren, hielten wir vielleicht eine Nominierung f\u00fcr m\u00f6glich. Aber dass wir dann hier mehr oder weniger alles abr\u00e4umen, kann man sich ja nicht im Schlaf w\u00fcnschen&#8220;, so Conagger, der als Letztes ausgezeichnet wurde. Vorher hatten Drehbuchautorin Cathrina Hiller und Regisseur Freddy Asselberg ihre Sprachlosigkeit zum Ausdruck gebracht. Damit ist &#8222;Gute Nacht&#8220; der erfolgreichste Film aller Zeiten wenn man nach den Preisverleihung des Goldenen L\u00f6wen geht.<\/p>\n<p>Bester Nebendarsteller wurde dagegen Bernadette Vincione. Sie spielt die Mutter eines Kindersoldaten im Gro\u00dfen Paradiesischen Krieg im Film &#8222;Das R\u00e4tsel&#8220;. Vor dem Krieg spielt sie mit ihrem elfj\u00e4hrigen Sohn (Timo van Gokkens) jeden Abend vor dem Einschlafen eine Runde R\u00e4tselraten und schickt ihm w\u00e4hrend des Krieges Briefe mit einem R\u00e4tsel zu. &#8222;Frau Vincione spielt diese Rolle mit einer fast erschreckenden Einf\u00fchlsamkeit. Sie schafft es gefasst zu wirken und sich dennoch ihre Emotionen anmerken zu lassen. Das ist eine der schwierigsten Aufgaben in der Filmbranche und diese meistert Frau Vincione bravur\u00f6s&#8220;, so die Jury. Den Preis f\u00fcr die beste Regie gewann zudem Olivia Franco bei ihrem Film &#8222;Wei\u00dfe Bl\u00fcten von D\u00f6rfle&#8220;, indem das gro\u00dfer Erdbeben von D\u00f6rfle von 1784 behandelt wird. Hier noch einer \u00dcbersicht der Preistr\u00e4ger:<\/p>\n<p>Bester Film: Gute Nacht<br \/>\nBester Hauptdarsteller: Matthias Conagger<br \/>\nBester Nebendarsteller: Bernadette Vincione<br \/>\nBeste Regie: Olivia Franco<br \/>\nBestes Drehbuch: Cathrina Hiller<br \/>\nBeste Filmmusik: Mirco Magiaro<br \/>\nBeste Spezialeffekte: Tom Harden (Film: Lichter)<br \/>\nBester Newcomer: Marie Leas (Film: Die Insel der verlorenen Seelen)<br \/>\nBeste Kamera: Moritz Michel (Film: Der Spiegel)<br \/>\nBestes Kost\u00fcmdesign: Erika Bachlein (Film: Ohne Klavier)<br \/>\nBester Ton: Tomas Szilovicz (Film: Mai in Kalavien)<br \/>\nBestes Szenenbild: Jens Rickmann (Film: Sommersprossen auf der Nase)<\/p>\n<p>Zudem wurden folgende gro\u00dfe Filme f\u00fcr das Jahr 1817 angek\u00fcndigt:<\/p>\n<p>Cremissimo (Archibald Cronberg, Action-Drama \u00fcber den Untergang des legend\u00e4ren Kreuzfahrtschiffes 1793)<br \/>\nOlympus Mons (Wolfram Berkem\u00fcller, Katastrophenfilm \u00fcber das Szenario eines Ausbruchs des gigantischen Supervulkans in Django)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>&#8222;Duke&#8220; gewinnt Goldenes Welt-Mikro &#8211; Carlo immerhin Sechster<\/b><\/p>\n<p>Am vergangenen Samstag fand der Wettbewerb um das Goldene Welt-Mikro 1815 statt. Gewonnen hat eine Gruppe, die bei den Buchmachern eigentlich eher nicht auf der Favoritenliste ganz weit oben stand, sondern ein Geheimtipp unter Insidern war. Die Gruppe &#8222;Duke&#8220;, die mit beinahe schon altmodischem Rock &#8217;n Roll aufkreuzte und aus Mailodis stammt (bis auf den Gittaristen Jerry Bradford, der aus Miwan kommt), siegte mit ihrem flotten Song &#8222;Sieben Seen von Rhye&#8220; und brachte damit den Preis zum insgesamt zweiten Mal nach Mailodis. 1791 hatte Solok\u00fcnstler Edward Hauger das erste Mal f\u00fcr sein Land gewonnen. Auch aus meadowhousischer Sicht war es ein erfolgreicher Abend im gr\u00fcnl\u00e4ndischen Sao Gr\u00fcno. Carlo Stoning wurde am Ende mit einer Gesamtpunktzahl von 788 Punkten Sechster in der Endauswertung. &#8222;F\u00fcr mich kann ich denke ich zufrieden sein. Inwieweit ihr zuhause zufrieden seid, wei\u00df ich nicht, aber ich glaube, ihr seid nicht allzu b\u00f6se mit mir&#8220;, sagte er nach der Bekanntgabe des Ergebnisses im Interview mit Karl-Josef Singmann, der im Wiesenhausener Tonstudio den Wettbewerb mit seinen G\u00e4sten live verfolgte, darunter war auch Starkomponist Mirco Magiaro.<\/p>\n<p>Allerdings sind wir nicht b\u00f6se mit Carlo Stoning. Experten hatten f\u00fcr ihn Platz 5 bis 15 vorhergesagt, am Ende wurde es davon mit dem sechsten Platz fast das Optimum. Viele hatten bei seiner Wahl ihn noch als den falschen Kandidaten f\u00fcr das Goldene Welt-Mikro gesehen, fanden doch viele den Titel &#8222;Blau&#8220; von Harald Wischk\u00e4mper besser als &#8222;Vree og ella Dosten&#8220;. Carlos Song wurde dann aber doch auf einen guten Platz gew\u00e4hlt, weil der Song an sich zwar relativ mainstream daherkommt, Carlo ihn aber gut zu inszenieren wusste. Vieles ist mittlerweile mehr Show als Musik beim Goldenen Welt-Mikro, Carlo machte aus seinem Lied mit sehr wenig sehr viel. Die ganze Halle in komplettes Dunkel geh\u00fcllt, stand er in einem Lichtkegel auf der B\u00fchne und sang das Intro acapella, der Bass setzte ein und der n\u00e4chste Lichtkegel erstrahlte. So ging es Instrument f\u00fcr Instrument weiter bis alles in &#8222;hellem Glanz&#8220; erstrahlte. Das Lied lie\u00df er dann genauso ausklingen, wie es begonnen hatte, indem n\u00e4mlich die Lichter einzeln ausgingen und damit auch alle vier Takte ein Instrument verstummte. Simpel. Aber gut. &#8222;Er hat das wirklich gut gemacht. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich pers\u00f6nlich das Lied f\u00fcr einen ziemlichen Normalo halte, aber wie Carlo damit aufgetreten ist, war genial einfach und daher genial. Er hat eine sehr gute Mischung gefunden und ich finde, er hat sich diesen 6. Platz verdient&#8220;, kommentierte Mirco Magiaro das Endergebnis.<\/p>\n<p>Die Favoritin auf den Sieg, die Mev\u00e1nserin St\u00e9phanie Cabeau landete am Ende auf dem dritten Rang, war damit aber auch zufrieden. Bescheiden gab sie zu, mehr h\u00e4tte sie sich auch gar nicht vorstellen k\u00f6nnen. Damit bekam sie immerhin das Bronzene Welt-Mikro. Das Silberne Welt-Mikro gewann das Duo E&amp;E aus Gartenparadies. Bleibt noch zu erw\u00e4hnen, dass sich Meadowhouse und Gr\u00fcnland gegenseitig keine Punkte gaben. Und dass Gr\u00fcnland nur 22. wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues Opernhaus f\u00fcr Wiesenhausen soll schon Ende des Jahres Er\u00f6ffnung feiern Ende des vergangenen Jahres erfolgte der Spatenstich f\u00fcr eines der gr\u00f6\u00dften Bauprojekte Wiesenhausens der j\u00fcngeren Vergangenheit. Und davon hat es viele gegeben. Die Ysenbr\u00fccke, die Generalmodernisierung des Stra\u00dfennetzes Ende der 00er-Jahre, das Titanien-Center oder der neue Fernbahnhof in Frankenthal sind nur einige Beispiele Wiesenhausener Ingenieurskunst. Nun bekommt auch die Kulturstadt Wiesenhausen ein neues Highlight. Unweit des Hafens entsteht das neue gro\u00dfe Opernhaus unter Leitung von Stararchitekt Christoph Botao. Und nun steht auch der Er\u00f6ffnungstermin fest. Am 6. Dezember diesen Jahres soll das neue Bauwerk eingeweiht werden. Die Oper wird damit fast ein halbes Jahr fr\u00fcher fertig, als erwartet. 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