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Meváns neuer Weltmeister – Meadowhouse in der Verlängerung geschlagen

Es gibt Tage, an denen auch das Beste, was man zu leisten imstande ist, nicht genug ist. Einen solchen Tag erwischte die meadowhousische Nationalmannschaft am vergangenen Sonntag beim WM-Finalspiel gegen Meváns. Trotz eines großen Kampfes, viel Einsatz und dem unbedingten Willen, den WM-Titel im Königreich zu behalten, musste sich die Mannschaft von Dagobert Georgie am Ende nach 120 Minuten mit 1:3 gegen Meváns geschlagen geben. Für die Südthovezer ist es hingegen der zweite WM-Triumph und der erste seit 72 Jahren.

Vor den Augen eines Milliardenpublikums vor den Bildschirmen dieser Welt und vor den Augen von 78.674 Zuschauern im altehrwürdigen „Storchenpark“ von St. Gravenhage, darunter allerlei Prominenz wie etwa Meadowhouse‘ Staatsoberhaupt König Ezechiel I., Reichskanzler Sebastian Schwalbenschwanz, der mevánische Präsident Klaus Remmer, Sportdromorniss Dagobert Duck, sowie Fußballlegenden aus näherer und weiterer Vergangenheit, etwa Meadowhouse‘ Weltmeisterkapitän Auge, die Phoenix-Legenden und Trainer Gerhard S. Herme und Hemes F. Rems, und Ex-FVM-Coach Horst Götz, pfiff Schiedsrichter Rainer Finnenberger aus Delfino das Spiel pünktlich an. Sowohl FVM-Coach Georgie als auch sein Gegenüber, Meváns Nationaltrainer Jean-Pierre Dukas vertrauten dabei auf die Startelfs, die sie auch bei den vorherigen Runden überwiegend eingesetzt hatten.

Nach einem durchaus nervösen und auf Sicherheit bedachten Beginn auf beiden Seiten, war es die FVM-Elf, die sich etwas mehr in die Offensive traute und durch einen Abschluss von Fasan zum ersten Mal in die Nähe des Tors von Meváns Schlussmann Chamurier kam (10.). Dennoch blieben Chancen zunächst Mangelware, zu groß war der Respekt voreinander und vor der Kulisse. Meadowhouse‘ nächste Möglichkeit eröffnete dann eine Phase in der ersten Halbzeit, in der die tiefen Abwehrblöcke sich in der Folge etwas öffneten, was das Spiel deutlich ansehnlicher machte: Kreuzotter trieb den Ball auf der linken Angriffsseite voran, flankte dann in den Rückraum, wo Tepes den Ball gefühlvoll auf Stieglitz ablegte. Dieser umkurvte Louis, scheiterte dann jedoch am herausragend reagierenden Chamurier, der Stieglitz‘ Flachschuss noch aus der linken unteren Torecke kratzte (16.). Nun ergriff auch Meváns erstmals offensiv die Initiative: Nach einem Einwurf von Makabaco auf der rechten Seite, schoss Mendez den Ball mehr oder weniger unkontrolliert nach vorne, überraschte dabei jedoch Maikäfer, der sich beim Kopfball verschätzte. Mansion nahm den Ball auf und lief auf FVM-Keeper Igel zu, doch der zurückgeeilte Gabelweihe grätschte noch im letzten Moment dazwischen und konnte Mansions Abschluss so abfälschen, dass er von Igel letztlich problemlos aufgenommen werden konnte (21.). Somit waren beide Teams nun im Spiel angekommen.

Nach weiteren Möglichkeiten auf beiden Seiten, etwa durch einen Freistoß von Tepes, den Chamurier erneut herausragend aus dem rechten Winkel holte (27.), sowie einem Kopfball von Suola nach einer Flanke von Diger von der linken mevánischen Angriffsseite, den Igel jedoch festhalten konnte (30.), fiel schließlich das erste Tor des Abends. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld von Fledermaus gegen Suola, legte dieser das Spielgerät gefühlvoll auf die rechte Seite hinaus auf Makabaco, welcher mit einer Bewegung an Laube vorbei war, den Ball ins Zentrum flankte, wo der bis dahin vollkommen unsichtbare Eamé sich per Kopf gegen Gabelweihe durchsetzen konnte und den Ball ins lange linke Ecke köpfte (33.). Erstmals brandete großer Jubel unter den gut 10.000 anwesenden mevánischen Fans auf und genau das, wovor FVM-Trainer Georgie gewarnt hatte, nämlich ein Rückstand, war damit eingetreten. Meváns hatte in den Minuten nach dem Führungstreffer dann auch Oberwasser und Meadowhouse durchaus Glück, nicht mit einem höheren Rückstand in die Pause zu gehen, denn zunächst scheiterte Eamé wenige Minuten nach seinem Treffer an Igel, der den Schuss des ehemaligen Rubinburgher Stürmers mit Mühe und Not noch am rechten Pfosten vorbei lenken konnte (37.) und dann touchierte ein Fernschuss von Diger aus der linken Halbposition noch den rechten Pfosten (42.). Als Schiedsrichter Finnenberger wenig später zur Halbzeit bat, kam dies für die Mannen von Dagobert Georgie also zum genau richtigen Zeitpunkt.

Die zweite Halbzeit begann dann ohne Wechsel, doch mit einer veränderten Spielstatik. Meadowhouse übernahm vom Wiederanpfiff weg direkt die Initiative, während sich Meváns deutlich defensiver gab und sich auf seine qualitativ hochwertige Abwehr schien verlassen zu wollen. Den ersten Abschluss in der zweiten Halbzeit gab es somit dann auch für die FVM-Elf, doch Fasans Linksschuss konnte von Chamurier einmal mehr entschärft werden (52.). Dennoch war es eindeutig, dass Meváns nun auf Konter setzte und Meadowhouse kommen ließ, was sich jedoch mehr und mehr zu einer gefährlichen Strategie entpuppte, den die Mannschaft von Dagobert Georgie kam dem Ausgleichstreffer immer näher. Zunächst touchierte ein Kopfball von Drachkopf nach einer Ecke von Jatow noch die Oberkante der Latte (56.), dann lenkte Lefevre einen eigentlich harmlosen Abschluss von Kreuzotter beinahe an Chamurier vorbei ins eigene Tor (60.) und schließlich scheiterte auch Stieglitz im Eins-gegen-Eins am in dieser Phase mit Abstand besten Mann bei Meváns zwischen den Pfosten (63.). Nach einer kurzen Gegenbewegung, die immerhin mal einen Abschluss durch Mansion mit sich brachte (65.), wurde der entfachte Druck auf die mevánische Defensive dann aber zu groß. Nach einem Ballgewinn von Jatow gegen Diger trieb Ersterer den Ball mit hohem Tempo in die Offensive, ließ Morcais ins Leere rutschen und flankte dann gefühlvoll in den Strafraum, wo Stieglitz den Ball mustergültig mit der Brust annahm und aus der Drehung links unten im Tor von Chamurier einschoss (67.). Der zu diesem Zeitpunkt absolut verdiente Ausgleich ließ nun auch die fast 12.000 mitgereisten meadowhousischen Fans und die FVM-Bank jubeln.

Nun war es wieder an Meváns, auf den Ausgleich zu reagieren und aus der Passivität zurückzukommen. Trainer Dukas wechselte dafür den Ahornsburger Carceau für den im zweiten Durchgang unsichtbaren Suola ein (69.), doch Meadowhouse blieb zunächst auf dem Gaspedal und wollte das Spiel nun drehen. Außer einer guten Kopfballgelegenheit für Tepes nach einer Flanke von Kreuzotter sprang jedoch nichts wirklich Gefährliches mehr für die FVM-Elf heraus (74.). So wurde weiter fleißig gewechselt: Auf meadowhousischer Seite kam Routinier Exkolber für Fasan im Sturm und Wiesen-Zentrums Rabe für den lauffreudigen und müde gelaufenen Jatow auf der rechten Außenbahn (79.), sowie bei Meváns Routinier Earim für den im zweiten Durchgang ebenfalls unsichtbaren Mansion (80.). Durch die Wechsel erfolgte zunächst ein Bruch im Spiel, der sich in ständig wechselnden Ballbesitzphasen, jedoch nicht allzu vielen Torchancen bemerkbar machte. Beiden Teams war nun erneut anzumerken, dass sie es in den letzten Minuten der Partie unbedingt vermeiden wollten, eventuell nicht wieder gut zu machende Fehler zu begehen. Ein einziges Mal ging diese Vermeidungsstrategie jedoch schief, als Mendez nämlich einen unnötigen Fehlpass genau in die Beine von Rabe spielte, der den schnellen Gegenstoß initiierte. Rabes Flanke ins Zentrum wurde von Tepes dann auf Exkolber weitergeleitet, der rechts im Strafraum fast frei zum Abschluss kam, jedoch am erneut glänzend reagierenden Chamurier scheiterte, der von seiner Hintermannschaft für die Aktion auch gebührend gefeiert wurde (87.). Nach je einem weiteren Wechsel auf jeder Seite, nämlich Morgenstern für Fledermaus bei Meadowhouse (88.) und Blanchard für Makabaco bei Meváns, sowie drei Minuten Nachspielzeit, war die reguläre Spielzeit dann vorbei und es gab Verlängerung.

Die Anfangsphase der 30 Extra-Minuten begann ähnlich wie die reguläre Spielzeit geendet hatte, nämlich sehr verhalten. Allerdings schien dies unterschiedliche Gründe zu haben: Während Meváns sich weiterhin durchaus taktisch gewollt recht defensiv bewegte, schien Meadowhouse insbesondere die Kräfte schonen zu wollen, die in der insgesamt dritten Verlängerung des Turniers hintereinander drohten zur Neige zu gehen. Dennoch bemühte sich die FVM-Elf auch immer wieder um das Spiel nach vorne: Rabe schickte Stieglitz in den Strafraum, doch dem Stürmer fehlte am Ende ein knapper Meter, um vor dem herauseilenden Chamurier am Ball zu sein (96.). Wenig später wurden die Müdigkeitserscheinungen auf meadowhousischer Seite dann jedoch gnadenlos bestraft: Nach einem weiten Ball von Morcais aus der Abwehrkette auf die gegenüberliegende Angriffsseite zu Blanchard, verlor Laube das Laufduell gegen den kurz vor der Verlängerung eingewechselten Außenbahnspieler Meváns, der seine Flanke von der rechten Seite dann recht unbedrängt schlagen konnte. Im Zentrum entwischte Earim dann Maikäfer und spitzelte den Ball aus sechs Metern gegen die Laufrichtung von Igel ins Tor zur erneuten Führung (100.). Während der mevánische Anhang frenetisch jubelte, wirkten manche Gesichter auf dem Rasen auf meadowhousischer Seite in diesem Moment desillusioniert. Wenige Minuten später waren dann die ersten 15 Minuten der Verlängerung vorbei und FVM-Coach Georgie schwor seine Mannschaft noch einmal ein und auch die Physios hatten viel zu tun, die Spieler für die definitiv finalen Minuten des Turniers fit zu halten.

Mit der erneuten Führung im Rücken gelang es Meváns in der zweiten Hälfte der Verlängerung immer wieder, Zeit von der Uhr zu nehmen, insbesondere durch weiterhin sehr kompaktes Verteidigen. Angriffe von Meadowhouse endeten häufig entweder kurz vor den Strafraum oder wurden an den Außenlinien abgefangen. So rannen die Minuten dahin. Trotzdem sollte die FVM-Elf noch die Chance bekommen: Morgenstern trieb den Ball im Zentrum voran, wurde nicht angegriffen und konnte dann einen wunderbaren Chip-Ball auf Stieglitz spielen, der den Ball artistisch aus der Luft annahm und in der selben Bewegung abschloss, das Tor von Chamurier jedoch um Zentimeter rechts verfehlte (115.). Es sollte die letzte Möglichkeit für Meadowhouse bei dieser Weltmeisterschaft sein: Wenige Minuten später leitete ein Ballverlust von Morgenstern am gegnerischen Strafraum einen Konter für Meváns ein, den Carceau initiierte, indem er den Ball auf die linke Seite zu Diger hinausspielte. Anstatt zur Eckfahne zu laufen, zog er in die Mitte, legte dann zurück auf den mitgelaufenen Mendez, der Igel aus zwölf Metern mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck keine Chance ließ und das Spiel entschied (119.). Der Jubel bei den mevánischen Fans und Offiziellen war grenzenlos und wenige Minuten später war es dann auch offiziell, als Schiedsrichter Finnenberger abpfiff: Meváns ist der neue Weltmeister, Meadowhouse verpasst die historische Chance zur Titelverteidigung und muss sich geschlagen geben.

Nach der Übergabe des WM-Pokals durch Pangäas Staatspräsidenten Marc von Link, zeigten sich die Meadowhouser als faire Verlierer und gratulierten ihren Nachfolgern auf dem WM-Thron. In den Interviews nach dem Spiel gab FVM-Coach Georgie zu, dass es insgesamt an Frische gefehlte habe, insbesondere in der Verlängerung, was nach drei Verlängerungen samt Elfmeterschießen im Viertel- und Halbfinale nicht ganz verwunderlich gewesen sei. Meváns hingegen musste nur ein einziges Mal in die Verlängerung, nämlich im am Ende gewonnen Endspiel. Auch Kapitän Tepes zeigte sich zwar enttäuscht, stellte jedoch auch die Leistung der Mannschaft heraus, die sich erneut ins Endspiel gekämpft habe, trotz substantieller personeller Umbrüche im Vergleich zum Turnier in Mailodis vor vier Jahren. Auf der anderen Seite feierten die Mevánser frenetisch ihren ersten WM-Triumph seit der Weltmeisterschaft in Avasjanrav 1754 und den zweiten Titel insgesamt. Auf den Straßen von St. Gravenhage, aber insbesondere denen der mevánischen Hauptstadt Sarandé versammelten sich Zehntausende und feierten bis spät in die Nacht hinein den historischen Sieg.

Mit dem Finale ging somit die Weltmeisterschaft in Pangäa zu Ende. Als bester Torschütze konnte immerhin ein Meadowhouser noch eine Trophäe mit nach Hause nehmen, denn mehr Tore als Phoenix-Stürmer Stieglitz, acht an der Zahl, erzielte bei diesem Turnier niemand. Als bester Torhüter wurde Weltmeister Chamurier ausgezeichnet, der über das Turnier gesehen pro Spiel nie mehr als ein Tor kassierte. Aus meadowhousischer Sicht kann das Turnier, trotz der momentanen Enttäuschung durch die Finalniederlage vom Sonntag, durchaus als Erfolg gewertet werden. Trotz der schon erwähnten massiven Umbrüche im Team, zu denen es nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1822 kam, insbesondere in der Defensive, konnte man schon beim nächsten Turnier erneut bis ins Finale durchstoßen und besiegte dabei mit Mannschaft wie Django und Fantasio absolute Hochkaräter und Mitfavoriten auf den Titel. Das Ergebnis dieser WM lässt auch insofern hoffen, da die Mannschaft nun größtenteils zusammen bleiben wird. Außer Spielern wie Reh, der schon bei diesem Turnier nur Ersatztorwart war, Rittershausen, Lobenau, Canitz und Exkolber, haben die meisten Spieler der Nationalmannschaft das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht und viele, insbesondere die bei diesem Turnier recht große Riege aus Wiesen-Zentrum, sind erst Anfang 20. Sollten besagte Spieler ihre Form halten und den positiven Weg weitergehen, sollte Meadowhouse auch bei den nächsten Turnieren auf eine leistungsstarke Mannschaft zurückgreifen können. Der nächste Versuch zum Gewinn eines Titels ist dann die Titanienmeisterschaft 1828, bei der das FVM-Team endlich den Fluch des frühen Ausscheidens bei Titanienmeisterschaften ablegen will. Mit den geschilderten Voraussetzungen und der Mannschaft, die nun in Pangäa für Furore gesorgt hat, erscheint dies auf jeden Fall möglich.